Schweiz: Frauen protestieren dagegen genau so lange arbeiten zu müssen wie die Männer

Hier hatte ich schon mal einen Bericht über die Angleichung des Rentenalters für Frauen an das der Männer in der Schweiz.

Nunmehr ist diese Angleichung per Volksbescheid beschlossen worden.

Einige Frauen protestieren dennoch:

  • Mehrere hundert Frauen haben am Mittag in Bern gegen die Erhöhung des Frauenrentenalters protestiert.
  • Das Ja des Schweizer Volks vom Sonntag sei ein grosser Rückschritt punkto Gleichstellung, hiess es.
  • Zur Aktion auf dem Bahnhofplatz aufgerufen hatten die SP-Frauen Schweiz mit den Co-Präsidentinnen Tamara Funiciello und Martine Docourt.
  • Es sei nicht undemokratisch, gegen ein Abstimmungsresultat zu demonstrieren, rief Funiciello der Menge zu. Undemokratisch sei vielmehr, dass die seit 40 Jahren in der Verfassung verankerte Gleichstellung noch immer nicht umgesetzt sei.«Es ist eine Schande, was gestern entschieden wurde», sagte Funiciello. Die Protestaktion in Bern sei «die erste Kampfansage an reiche, alte, weisse Männer», die entschieden hätten, dass Frauen länger arbeiten sollten.

    Knappes Resultat

    «Frauen tragen diese Gesellschaft, unbezahlt», sagte Funiciello. Die Politik habe den letzten grossen Frauenstreik von 2019 und dessen Forderungen offenbar vergessen. Es sei Zeit, sie daran zu erinnern.

    «Wir streiken am 14. Juni 2023», hiess es auf einem der mitgeführten Transparente. «Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut», skandierte die Menge nach Funiciellos Auftritt.

    Erstmals seit 25 Jahren war am Sonntag eine grosse AHV-Reform beim Schweizer Stimmvolk knapp durchgekommen. Mit 50.6 Prozent Ja-Stimmen wurde eine Rentenaltererhöhung bei den Frauen von 64 auf 65 Jahre beschlossen, und damit die Angleichung an die Männer. Zudem wird per 2024 die Mehrwertsteuer zugunsten der AHV um 0.4 Prozentpunkte auf 8.1 Prozent angehoben.

Ein anderer Artikel beleuchtet die Abstimmung noch etwas mehr:

Die Frauen gehen auf die Strasse. Die SP ruft nach dem hauchdünnen Ja von 50,6 Prozent zur Erhöhung des Frauenrentenalters für Montag zu einer Protestaktion in Bern auf. Denn am Sonntag haben die Männer bestimmt, dass die Frauen ein Jahr länger arbeiten sollen.

Laut Politologe Claude Longchamp (65), der am Abstimmungssonntag die Ergebnisse auf Blick TV einordnete, lässt der knappe Ausgang darauf schliessen, dass die Frauen der AHV-Vorlage bloss zu 40 Prozent zugestimmt, die Männer dieser aber mit etwa 60 Prozent Ja-Stimmen zum Durchbruch verholfen haben. Wohl ein Rekord – nie wird die Differenz beim Abstimmungsverhalten so gross gewesen sein wie bei diesem Urnengang. Darauf deutet auch eine Nachwahlbefragung im Auftrag des «Tages-Anzeigers» hin. Demnach haben 65 Prozent der Männer Ja zur Reform gesagt, aber nur 37 Prozent der Frauen.

Natürlich war es am Sonntag nicht das erste Mal, dass eine männliche Mehrheit die Bürgerinnen überstimmte. Aber wenn Männer die Frauen gegen deren Willen dazu verdonnern, erst später in Rente gehen zu dürfen, hat dies eine neue Qualität.

„Wenn Männer dafür stimmen, dass die Frauen genau so lange arbeiten müssen wie sie… wäre in der Formulierung wohl genauer. Sie müssen ja nicht länger als die Männer arbeiten.

Das grosse Echo, das der Frauenstreik im Juni 2019 ausgelöst hatte, die Medienberichte zu den Lohnunterschieden zwischen den Geschlechtern und die Absichtserklärungen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, könnten die Haltung, die Frauen hätten ja schon viel bekommen und müssten endlich auch mal etwas geben, genauso befördert haben wie das bürgerliche Argument, dass «die Frauen länger leben und nicht ins Militär müssen», so Longchamp.

Einer Mehrheit der Frauen reicht es nicht

Das Stimmverhalten zeigt, dass aus Sicht der Mehrheit der Frauen längst nicht genug passiert ist, um das Pensionsalter auszugleichen. So verfängt bei ihnen der Hinweis der Sozialdemokraten, die Frauen bekämen ein Drittel weniger Rente als Männer und jede zehnte Frau sei nach ihrer Pensionierung auf Ergänzungsleistungen angewiesen.

Selbst dann wäre es ja besser, wenn sie länger arbeiten und damit eine gewisse Zeit mehr Gehalt und mehr Rentenanwartschaften haben

Hätten 58 statt knapp über 50 Prozent der Stimmenden dem höheren Frauenrentenalter zugestimmt, wäre der für Montag angesagte Protest weniger verstanden worden. Mit dem Fotofinish vom Sonntag sieht die Sache anders aus.

Bei der Elefantenrunde auf Blick TV, in der die Präsidenten der bürgerlichen Bundesratsparteien und SP-Chefin Mattea Meyer (34) die Klingen kreuzten, zeichnete sich der knappe Sieg der Befürworter zwar ab, fest stand er aber noch nicht. Doch alle wussten: Es wird eng. So signalisierten die bürgerlichen Parteichefs, man wolle nun den Frauen bei der Reform der zweiten Säule (BVG) entgegenkommen. Meyer hegt daran noch Zweifel.

Auswirkungen auf kommende Initiativen

Der knappe Ausgang der AHV-Abstimmung, das klare Nein der Frauen und der Umstand, dass die Vorlage in der Romandie und im Tessin hochkant gescheitert ist – das alles wirft Schatten auf kommende AHV-Abstimmungen: Sie werden für die bürgerlichen Parteien und ihre Verbände kein Spaziergang.

So dürfte die Initiative zur Schaffung einer 13. AHV-Rente der Gewerkschaften wohl Auftrieb erhalten. Und sollte das Parlament bei der BVG-Revision hinter ihren Versprechungen zurückbleiben, erhöht das die Chancen noch weiter.

Einen Dämpfer erhalten haben auch die Jungfreisinnigen. Ihre Pläne, das Rentenalter von Frauen und Männern auf 66 Jahre zu erhöhen und das Pensionsalter mit wachsender Lebenserwartung weiter zu steigern, scheint derzeit chancenlos.

Ich kann verstehen, dass man sich da um das längere Jahr herummogeln wollte. Dennoch Hut ab für die 40% Frauen, die dafür gestimmt haben. Wer Gleichberechtigung will, der muss auch die Nachteile gleichberechtigt wollen.

58 Gedanken zu “Schweiz: Frauen protestieren dagegen genau so lange arbeiten zu müssen wie die Männer

    • Der Weg Gleichstellung zu erreichen ist den Frauen alle möglichen Vorteile zu verschaffen. Wenn man danach feststellt, dass sie weiterhin benachteiligt sind geht man entsprechend weiter so vor.

      Da Männer aufgrund ihres Geschlechts grundsätzlich Vorteile haben, die auch nicht mit Reichtum oder sozialem Status aufgewogen werden können ist klar, dass dieses Spiel kein Ende kennt.

  1. Vor einigen Jahren haben sie abgestimmt ob die Schweizer Männer weiterhin den Wehrdienst ableisten oder als Ersatz eine extra Steuer zahlen müssen. Frauen müssen nichts dergleichen tun oder zahlen, abstimmen über die Ausnutzung der Schweizer Männer durften sie trotzdem und sie haben dafür gestimmt das die Ungleichbehandlung zulasten von Männern bestehen bleibt.
    Die Männer haben wohl ebenso gestimmt, nur gab es dort dann keine Skandallierung, das ein Geschlecht hier über das Leben des anderen bestimmen kann.

    • In einer Demokratie können grundsätzlich alle über alles entscheiden.
      Solange man ein gewisses Maß an Minderheitenschutz und Grundfreiheiten berücksichtigt ist das auch ok, denn alle Menschen sind Teil unserer Gesellschaft und haben ein Mitspracherecht darüber, wie unsere Gesellschaft auszusehen hat.

      • Ich glaube du verkennst Matzes Hinweis auf die mediale Doppelmoral, dass man nun bei einem Thema, welches – in krassem Gegensatz zur Wehrpflicht – tatsächlich beide Geschlechter betrifft, denn Männer sind diejenigen, die Frauen dieses geschenkte Jahr in erster Linie fianzieren, auf dem „Beigeschmack“ herumreiten, dass Männer nun Frauen zwingen, länger zu arbeiten – also genauso lange, wie es Männer schon immer mussten.

        Bei der Wehrpflicht hingegen stört es niemanden, wenn dort Fraue darüber entscheiden, Männer weiterhin massiv zu diskriminieren.

        Matze hat hier sicher nicht gefordert, man solle irgendwen von irgendwas ausschließen. Er hat lediglich auf die üblichen Doppel- Dreifach- und Vierfachstandards hingewiesen.

        • Ich erkenne den Hinweis durchaus. Mir geht es darum, dass ein Maulkorb oder Verbot der Teilnahme an Abstimmungen aufgrund falscher Gruppenzugehörigkeit in einer Demokratie grundsätzlich nicht in Ordnung ist.
          Die Aussage von mir war also sehr allgemein gehalten.

          Es ist mir klar, dass einige Leute das sehr anders sehen, sobald es z.B. um Frauen geht – und sich ihre Meinung sehr schnell ändert, sobald der Spieß umgedreht wird.

          • Einfach das Wort „Männer“ durch „Juden“ ersetzen, und dann deinen Text noch einmal checken. Wenn du nämlich deine gruppenzugehörige, demokratische Benachteiligung dann noch einmal verwendest, dann fällt es dir vielleicht besser auf, dass diese Schlechterstellung der Männer in keinem Fall demokratisch ist.

          • Und dann schau dir jede Diskussion über Abtreibung an. Die meisten Männer verstehen und akzeptieren das sie nicht darüber bestimmen können ob eine Frau nun ein Kind bekommt oder nicht. Aber das Frauen mit darüber entscheiden das allein Männer ein Jahr ihren kürzeren Lebens für die Gesellschaft opfern, ob sie wollen oder nicht, ohne das Frauen irgendwas anderes im Gegenzug, damit hat niemand und ich vermute kaum einer der Frauen ein Problem, die sich jetzt beschweren das sie genauso lange Arbeiten müssen wie Männer.

            Mir ist vollkommen klar das man in einer Demokratie immer mit Entscheidungen leben muss, die einem nicht gefallen, auch wenn ich das Gefühl kriege das du mir das nicht zutraust, aber diese Doppelmoral schreit doch gerade zu in den Himmel das es als selbstverständlich angenommen wird, das Frauen über Männer mitbestimmen dürfen , auch zu den Lasten von Männer, aber umgekehrt das natürlich eine riesen Ungerechtigkeit. Dabei ist es hier nicht Mal zu deren Lasten, sondern nur eine Besserbehandlung wird weggenommen.

          • Wie gesagt: Grundfreiheiten und Minderheitenschutz sind zu beachten.

            Mögliche Gesetze haben ihre Grenzen, aber grundsätzlich kann erstmal über alles entschieden werden – und zwar von allen Wahlberechtigten, unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit oder davon ob sie vom Gesetz betroffen wären.

            Ich bin grundsätzlich gegen Ungleichbehandlung der Geschlechter, wie man es klassisch verstanden hat. Bin also für Gleichberechtigung und gegen Gleichstellung.

            Über so ein Gesetz muss man natürlich gar nicht erst diskutieren, wenn im Grundgesetz Gleichberechtigung festgeschrieben ist – dann muss man erst einmal die Gleichberechtigung abschaffen.

  2. Ist es Zufall, dass grad heut in der Neuen Zürcher eine Frau namens Philip Meier diesen Artikel bringt?

    «Fun Feminism» – wie Feminismus eine ganz unverkrampfte Sache sein kann
    Frauen sind in Museen notorisch untervertreten. Das zeigen zwei Ausstellungen in Basel und Aarau.
    Eine Kletterwand aus Brüsten: Man schmunzelt in der Basler Kunstausstellung mit dem launigen Titel «Fun Feminism». Könnte man sich eine solche Wand mit Penissen vorstellen? Sie würden wohl abbrechen, vor allem die erigierten – ein Zustand, der sich ohnehin nicht ewig halten lässt. Man kennt das von antiken Statuen. Die Aphroditen sind jeweils ziemlich unversehrt, immer intakt ist ihr Busen. Die Apollos aber sind verstümmelt, regelmässig fehlt ihnen die Männlichkeit unter dem Nabel. Sind Frauen die robusteren Geschöpfe als Männer? So macht es den Anschein. Aber dennoch müssen sie um ihre Gleichstellung kämpfen.

    Der Rest steht gnädigerweise hinter Bezahlschranke.

    Aber müssen Frauen wirklich darum kämpfen, dass der nächste Papst auch weibliche Statuen zerstümmelt?
    Ist es das überhaupt, was Frau Meier meint?

    Oder kämpfen manche Frauen dafür, dass in Zukunft die von Frauen erstellte Kunst interessantere Inhalte als „Ich hab eine Mumu!!“ behandelt? Vielleicht klappt’s dann sogar mit der Aufmerksamkeit!

    • „Sind Frauen die robusteren Geschöpfe als Männer? So macht es den Anschein. Aber dennoch müssen sie um ihre Gleichstellung kämpfen. “

      Und das mit der vorherigen Herleitung?! Die Stabilität von Skulpturen der sekundären weiblichen und der primären männlichen Geschlechtsmerkmale?! Herr Gott, wie schaffen es Feministinnen nur immer wieder neue Tiefpunkte absoluter Dämlichkeit zu erschließen? Das muss doch schon gezielt und mit großer Anstrengung geschehen. Mädels, richtet die dafür aufgewendete Engergie doch mal in was Produktives. Zum Beispiel…………. arbeitet doch mal was… so zur Abwechslung. Dann wird vielleicht sogar aus euch irgendwann doch noch was.

      Das einzig interessante an der Tittenwand ist doch die Frage, warum unter vielen anderen auch die Autorin des Artikels eine solche Wand, wie von ihr beschrieben mit Penissen, als ganz widerlich, sexistisch, patriarchal empfände – und nein, ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass dem so wäre. Warum wird alles als ganz großartige Aktion betrachtet, wo nichts anderes gemacht wird, als Titten oder Mösen nachzubilden, abzubilden, auszustellen, während man gleichzeitig derart pathologisch anmutende Aversionen gegen das männliche Geschlechtsorgan hat, dass man ja sogar alles irgendwie aufrecht stehende – so wie Hochhäuser z. B. – mit erkennbarem Wider als „phallisch“ beschreibt? Ist das echt das frauenunterdrückende Patriarchat, die frauenhassende Gesellschaft, in welcher wir leben???

      • „die Autorin des Artikels“

        Pardon, ich hatte versucht, keck zu sein mit dem Genus.
        „Frau“ Meier sieht so aus:

        Als Wiedergutmachung hier der Trailer der „Kunstmesse“:
        http://www.youtube.com/watch?v=FxTse7lo5Vo

        Wer sich die 22 Sekunden nicht antun möchte: Man bekommt zu sehen
        – Rosa
        – Schuhe
        – Brüste
        – Was auch immer das ist: https://i.imgur.com/MBWTud6.png
        – Slogans in Rosa („We are the same“)
        – Surreal-Pornographisches

        Feminismus ist wirklich lustig.
        Nicht auf die Weise, wie die Kuratorinnen sich das denken, sondern mehr unfreiwillig, aber lustig doch.

    • Artikel 8 Abs. 3 (neue BV) lautet:
      «Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.»
      Da habe Feministinnen mitformuliert

      • Ja, da stecken definitiv einige Red Flaggs drin, die die ideologische Abstammung einger Formulierungen andeuten.

        Aber auch hier: wie kann in einem Land, in dem so etwas in der Verfassung steht, gleichzeitig nur Männern Dienstpflichten aufgeben und, wenn diese nicht wollen oder gar KÖNNEN, sie als „Ausgleich“ über Jahre dafür steuerlich diskriminieren? Es sei denn, man versteht das tatsächlich immer nur als Einbahnstraße und einseitige, affektive Bedürfnisbefriedigung, wenn irgendeiner Frau mal wieder irgendwas nicht passt und… oh, ich habe mir wohl die Frag gerade selbst beantwortet…

        • Bei der Gleichstellung geht es nur um Rechte und nicht um Pflichten. Zudem werden nur Frauen mit Männern gleichgestellt. Männer sind ja schon mit sich gleichgestellt und eine Gleichstellung „nach unten“ ist nicht notwendig.
          Das Recht nicht zur Armee zu müssen wird irgendwie nicht als Recht gesehen – aber natürlich ist es auf der anderen Seite ein Recht zur Armee gehen zu dürfen – auch wenn dieses „Recht“ kein Recht sondern eine Pflicht ist.

          Damals hatten wir bei der Einführung von Frauen bei der Bundeswehr Diskussionen dazu in der Schule und ich konnte ebenfalls nicht verstehen, wiean das unter Gleichberechtigung fassen konnte, wenn ein Geschlecht eine Wahl erhält und das andere Geschlecht eine Pflicht behält.
          Völlig absurd.

          • „Damals hatten wir bei der Einführung von Frauen bei der Bundeswehr Diskussionen dazu in der Schule und ich konnte ebenfalls nicht verstehen, wiean das unter Gleichberechtigung fassen konnte, wenn ein Geschlecht eine Wahl erhält und das andere Geschlecht eine Pflicht behält.
            Völlig absurd.“

            Ich erinnere mich, dass eine Lehrerin in der fünften oder sechsten Klasse, als auch irgendwie die Frage aufkam, ob es nicht ungerecht ist, dass nur Männer Wehrdienst leisten müssen, das alte Allseitsargument brachte, dass das doch auch ein Ausgleich dafür sei, dass Frauen die Kinder bekämen. Schon damals hatte ich ein komisches Gefühl im Bauch ob der logischen Kohärenz dieser Argumentation. Manchmal wünscht man sich, man hätte damals schon die Argumente parat gehabt, die man heute so einfach aus dem Ärmel schüttelt. Wie z. B. die Frage, ob man sich nicht wenigstens ein Bisschen dumm vorkommt, einen Zwangsdienst, dessen letztlicher Sinn und Zweck die militärische Verwertung und damit verbunden auch Versehrung und Tod ist, aufzurechnen mit der völlig freiwilligen persönlichen Erfüllung des den meisten Menschen angeborenen Kinderwunsches.

            Und es stellt sich auch die Frage, gegen wie viele Privilegien man das harte Los der Frau, Kinder bekommen und aufziehen zu „müssen“ denn noch so gegenrechnen kann – und zwar gleichzeitig. Es ist doch egal, welche der zahlreichen Privilegien, welche Frauen in unserer Gesellschaft haben, benennt, am Ende ist es immer die fürchterliche Unbill der Fortpflanzung, welche gegen dieses, jenes, anderes und überhaupt alles aufgerechnet wird.

            Ehrlich mal Mädels, ist das noch euer Ernst? Ihr kriegt da ein Kind und versorgt es. Ihr hängt da nicht Ketten am nassen Mauerwerk eines Folterkellers der Inquisition und werdet regelmäßig wechselnder Marter unterzogen. Ich glaube, kein Los auf der Welt könnte jemals so schlimm sein, wie das Los, welches sich wohlstandsverwahrsloste, bürgerliche Feministinnen als das ihre, das weibliche zusammenfantasieren.

          • Genau das hat man uns in der Schule auch erzählt. Wobei ich es schon damals komisch fand, dass alle Männer, die physisch dazu in der Lage waren, Wehr- bzw. Ersatzdienst leisten mussten, aber keineswegs alle Frauen, die physisch dazu in der Lage waren, Kinder bekamen.

          • @El_Mocho
            Man hätte das natürlich auch alles über Zwang regeln können, aber es ist halt kein Rechtsstaat mehr, wenn man auch Frauen zwingt.

          • Ich bin schon länger für eine Ergänzung der Wehrpflicht durch eine Gebärpflicht bis zum 27. Lebensjahr. Frauen, die bis zu diesem Alter noch nicht gebärt haben, werden dazu zwangsverpflichtet. Nach einer Grundausbildung in Wickeln, Füttern, Kindesgesundheit, Verhütungsverhinderung und Koitus geht es zu den sogenannten Brunftbataillonen aus jungen Wehrpflichtigen, die die Begattung übernehmen. (Unbedingt Wehrpflichtige nehmen, das steigert die Attraktivität des Dienstes.) Nach erfolgreicher Befruchtung und Niederkunft haben die Frauen ihre Dienstpflicht erfüllt und werden in die Reserve versetzt, aus der sie nur in Notzeiten und einmal jährlich zu Übungszwecken bis zum 40. Lebensjahr wieder einberufen werden.

            Braucht es für diesen Dienst ohne Waffe eigentlich eine Verweigerungsmöglichkeit aus Gewissensgründen? Falls ja, bitte ich um Vorschläge, welcher Ersatzdienst dann angemessen wäre. Der unausgesprochene Grundgedanke des Zivildienstes war ja, dass er ein bisschen unangenehmer (und sei es nur länger) als der Wehrdienst sein sollte, um die relative Attraktivität des Wehrdienstes zu steigern. Dieses Prinzip sollte beim Ersatzdienst für die Gebärpflicht berücksichtigt werden.

          • „Braucht es für diesen Dienst ohne Waffe eigentlich eine Verweigerungsmöglichkeit aus Gewissensgründen?“

            Denk mal an die Klima-Kids! Gebärverweigerung wegen der zukünftigen Kohlendioxidbilanz eines neugeborenen Menschen!!!

            „Falls ja, bitte ich um Vorschläge, welcher Ersatzdienst dann angemessen wäre.“

            Hmmm… vor dem Hintergrund der von dir geschilderten Prämissen. Dann müssen sie halt auch zu Kopulation in die Kasernen gehen und es dort mit denen tun, die die anderen Frauen nicht wollten. Aber dann halt mit Verhütung… dafür weit öfter…

            Wärst du damit einverstanden? 😉

            Für alle die das nicht mitkriegen und bevor sich wer aufregt: das ist hier gerade alles bitterböse SATIRE!!! Keiner hier will das wirklich!

          • @Renton
            Sowas ähnliches ist mir auch eingefallen:

            Jede/r muss für X Jahre einen Zwangsdienst seiner Wahl ausüben. Wehrdienst und Kinder gebären wird entsprechend mit angerechnet. Gerne kann man … äh … frau auch beides machen (also 1 Kind plus 0,5*Y Jahre Militärdienst oder so). Man kann natürlich auch stattdessen eine Ausgleichssteuer zahlen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Geburtenrate durch die Decke geht…

            Warum ist Putin, Orban & Co. das eigentlich noch nicht eingefallen? Die wollen ja die Geburtenrate steigern. Auch Japan könnte sowas einführen.

          • PS:
            „Für alle die das nicht mitkriegen und bevor sich wer aufregt: das ist hier gerade alles bitterböse SATIRE!!! Keiner hier will das wirklich!“

            Das gilt selbstverständlich auch für mich!

          • @Billy Coen

            Hm, Deine Grundidee gefällt mir. Ein Jahr Zwangsdienst im Puff, so miserabel bezahlt wie mein Zivildienst, ermöglicht auch ein dementsprechend günstiges Angebot an sexuellen Dienstleistungen. Praktischerweise können dort dann Männer für den Ernstfall üben, bei dem sie Frauen die Erfüllung ihrer Gebärpflicht ermöglichen. Win-win!

            Okay, dieser Ersatzdienst verdrängt reguläre Arbeitsplätze im Rotlichtmilieu. Das war beim Zivildienst aber auch so, und da hat es auch keinen geschert. Man muss nur ein paar Beschränkungen pro forma einführen, z.B. pro Puff nur eine Ersatzdienstleistende auf fünf reguläre Nutten, dann passt das schon 🙂

            @AD

            Weil sie wissen, wer die wirkliche Macht in der Gesellschaft hat, wenn mal wirklich die eigenen Interessen betroffen sind. Selbst die Nazis haben in der Frühphase ihrer Macht verhaftete Juden freigelassen, als deren Frauen protestierten – aus Angst vor der Empörung, wenn sie Frauen hätten niederknüppeln lassen.

          • P.S.

            @BC, @AD, für Eure Satire-Disclaimer verleihe ich Euch hiermit die offizielle PfefferundSalz-Medaille für Gonadenabstinenz 😛

  3. Was für eine privilegierte Arroganz…..

    Viele Männer haben vielleicht ja auch gegen die Gleichstellung gestimmt, weil sie schon planten, sich zur Frau zu erklären. Womit man ja ein Jahr füher in Rente gekommmen wäre. 😉

  4. Wenn linke Frauen von Gleichstellung reden, meinen sie nicht Gleichstellung.
    Soweit ich weiß haben Frauen in der Schweiz keinerlei Pflichten ggü. der Gesellschaft oder ihren Ehemännern, die Männer nicht genauso haben. Bei Männern sieht es anders. Männer MÜSSEN mehr leisten.

    • Sie meinen das, was man im Feminismus unter Gleichstellung versteht. Gleichstellung heißt, dass Frauen die Vorteile erhalten, die Männer angeblich hätten. Das ist eine Einbahnstraße, da Männer laut Theorie in keinem Feld diskriminiert werden. Männer sind bereits gleichgestellt.

  5. Das schöne an den Abstimmungen in der Schweiz ist ja, dass das Thema dann fertig ist. Keine Diskussionen mehr.
    Nicht bei dieser Abstimmung. Einer kleinen elitären Gruppe schmeckt dieser Entscheid nicht und wettert dagegen. Damit zeigt sich, wie stark der gynozentrische Bias ist, der sich über das demokratische Prinzip hält.

    Übrigens stellen Frauen* die Mehrheit der Stimmen. Nach wokistischer Ideologie müssten die Männer also unterdrückt sein. Oder?
    Also selbst wenn alle Männer für die Reform wären, können die Frauen das verhindern.

    *Frauen bekamen das Stimmrecht gratis, ohne die Verpflichtung, das Wahlrecht mit dem eigenen Leben zu verteidigen.

    • Frauen sind die einzige Minderheit, die eine Mehrheit stellt.
      Das habe ich so schön tatsächlich von Leuten gelesen die davon überzeugt waren. Nach deren Ansicht ist man „minority“ nicht dadurch, dass man der tatsächlichen, wörtlichen Definition einer Minderheit entspricht, sondern dadurch, dass man die gleichen Unterdrückungsmerkmale aufweist.

      • Ich wage zu behaupten, dass Frauen nicht die einzige als Minderheit anzusehende Mehrheit sind. Das ist ein so hermethisch abgeschlossenes, zirkuläres Weltbild, dass die Typen auch davon überzeugt sein dürften, dass die Schwarzen in Südafrika oder Simbabwe eine Minderheit darstellen. Darum ist es für sie auch kein Rassismus, wenn dort Regierungen ausdrücklich Weiße enteignen. Das ist dann in deren Sicht auch nur ein subversives sich Wehren.

        Witzig, dass nach der Logik auch im Feudalismus die Mehrheit der Europäer Aristokraten gewese sein müssen. Außer natürlich die Adeligen Frauen. Die wurden von männlichen Bürgern, Bauern und vor allem von Bettlern unterdrückt, weil dann wiederum Minderheit… oder so ähnlich. 😯

        • Da wirst Du Recht haben. Diese Unterdrückung ist natürlich gerechtfertigt. Aber meistens wird ja der Rest der Welt ausgeblendet, denn die westliche Welt ist natürlich die unfairste Gesellschaft der Erde.

          Ins Ausland schaut man höchstens Mal um Kolonialismus zu rufen und die Scheißsituation in einigen Ländern zu rechtfertigen.

  6. Es ist schockierend wie schnell die Masken fallen, wenn Gleichberechtigung plötzlich nicht mehr Rosinenpickerei bedeutet. Die Schamlosigkeit mit der gewisse Kreise zu ihrer Bevorzugungsagenda stehen ist ein schlechtes Zeichen für die Weiterentwicklung de rGleichberechtigung.

  7. „Das Ja des Schweizer Volks vom Sonntag sei ein grosser Rückschritt punkto Gleichstellung, hiess es.“

    Man kann diesen Frauen dankbar sein, dass sie ihren schrankenlosen Egoismus, den sie bisher „Gleichstellung“ nannten, selbst demaskieren.

    „Denn am Sonntag haben die Männer bestimmt, dass die Frauen ein Jahr länger arbeiten sollen.“

    In einem journalistisch arbeitenden Unternehmen würde der Ersteller dieser Formulierung entlassen.
    Am Sonntag hat eine Mehrheit der Abstimmenden, Männer und Frauen, beschlossen, dass die Mehrheit der Bevölkerung. Frauen, Rente unter den gleichen Bedingungen bezieht wie zuvor die Minderheit, Männer.

    Eine Mehrheit beschliesst für die Mehrheit – wer das für undemokratisch oder gar ungerecht hält, dem ist nicht zu helfen.

  8. Pingback: Schweiz: Frauen protestieren dagegen genau so lange arbeiten zu müssen wie die Männer - Aufklärung heute

  9. Sich über die Angleichung des Rentenalters aufzuregen ist eine Sache. Aber dies dann auch noch als Attacke gegen Gleichstellung zu werten, ist hochgradig pervers. Besser kann man nicht zum Ausdruck bringen, was „Gleichberechtigung“ und „Gleichstellung“ für Feministen bedeuten. Leider werden aber auch dieses Mal zu wenig Männer daraus lernen.

    • die 1. Säule (AHV) ist die soziale Komponente des schweizerischen Rentensystems, da hier alle die gleichen Lohnprozente einzahlen, die Auszahlung aber gedeckelt ist. Das heisst: die, gerade in der Politik gut bezahlten, Damen haben hier ihre eigenen Privilegien auf Kosten der sozial schwächsten (beider Geschlechter) verteidigt.

      • Danke für die Aufklärung und das damit verbundene Beispiel dafür, wie hinter identitärem Geblubber offenkundigste Sozialsauereien versteckt werden. Da ist es dann eben in Ordnung, wenn die Bankcheffin sich von dem Typen, der ihr täglich das Büro reinigt, ein Jahr zusätzliche Rente finanzieren lässt, dann ist das natürlich gerecht, wegen all der schlümmen Unterdrückungen, die diese Dame durch Männer und somit auch durch IHN erfährt.

        Die sich dahinter verbergende Logik ist es wohl, die Matze und Co. hier bisweilen als „Frauenwissen“ bezeichnen.

  10. Das Thema scheint ja fast der Hälfte der wahlberechtigten Frauen egal zu sein oder warum sind die nicht abstimmen gegangen? Also wenn ich wählen müsste, ob ich 1 Jahr länger arbeiten müsste, ich hätte schon 2 Stunden eher vor dem Wahllokal gestanden. Aber es ist natürlich bequemer, den Männern die Schuld zu geben.

  11. Der Protest der Feministinnen zu dieser Abstimmung zeigt die ganze Verlogenheit des Feminismus. Die echten antidemokratischen Kräfte finden sich in solchen feministischen Aktionen. Feminismus ist Hass. Einfach nur feministischer Hass auf alles Männliche.

  12. https://www.tagesanzeiger.ch/bei-diesen-12-abstimmungen-haben-die-frauen-die-maenner-besiegt-629949745795

    Bei diesen 12 Abstimmungen haben die Frauen die Männer zuletzt besiegt

    Die AHV-Reform wurde am Sonntag dank der männlichen Voten angenommen. Dieses Übergewicht ist seit Jahrzehnten die Ausnahme. Frauen gewinnen öfter als Männer.

    Sie sind sauer, sehr sauer. Gut 300 linke Frauen und einige jüngere Männer haben am Montag auf dem Bahnhofplatz in Bern gegen ihre AHV-Abstimmungsniederlage vom Sonntag demonstriert.

    Nationalrätin und SP-Frauen-Co-Präsidentin Tamara Funiciello sagte in einer wütenden Rede: «Es waren reiche, alte, weisse Männer, die den Frauen den Rentenabbau aufgedrückt haben.» Man werde diesen «Schlag ins Gesicht aller Frauen» nicht hinnehmen. Sie rief zur Teilnahme an einer Grossdemo am 14. Juni 2023 auf. (Lesen Sie zum Thema: Der grösste Geschlechtergraben der Geschichte.)

    Bürgerliche Frauen wie Mitte-Nationalrätin Marianne Binder oder FDP-Nationalrätin Regine Sauter reagierten darauf mit Unverständnis. Mit ihrem Protest zeigten die Demonstrantinnen, dass sie einen demokratisch gefällten Entscheid nicht akzeptierten, findet ihr Lager.

    Knappe Abstimmungsausgänge geben in der politischen Schweiz immer wieder Anlass zu Diskussionen und auch zu geharnischten Reaktionen. Manchmal gibt es einen Röstigraben entlang der deutsch-französischen Sprachgrenze, manchmal überstimmen die Älteren die Jüngeren. Und dann gibt es noch – wie am Sonntag – die Männer-Frauen-Kluft. GFS Bern präsentierte dazu bereits am Montag eine Übersicht.

    Das Meinungs- und Politikforschungsunternehmen zählte von der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 bis 2020 zwölf Abstimmungen, bei denen die Frauen die Männer überstimmt haben – und nur vier, in denen es umgekehrt war.

    «Politische Differenzen zwischen Frauen und Männern gibt es immer wieder», sagt GFS-Politologin Cloé Jans. «Dass Abstimmungen deswegen ins Ja oder ins Nein kippen, ist aber selten.» Frauen tendieren bei Sozialthemen eher zu einem starken Staat. Zudem stehen sie Inklusion offener gegenüber als Männer. Inklusion heisst, dass alle unabhängig von Kriterien wie Herkunft, Hautfarbe oder Bildungsstand mitmachen dürfen. Frauen waren demnach bei der Antirassismusstrafnorm «ganz entschieden dafür». Bei der erleichterten Einbürgerung sah es ähnlich aus. Jans beobachtet weiter, dass Frauen bei Umweltschutzthemen offener sind als Männer.
    Kampfjet dank den Männern

    Für Jans lassen die Frauensiege bei 12 von 16 Abstimmungen die These zu, dass sich Frauen parteipolitisch weniger gebunden fühlen als Männer und sich demnach bei Themen, die ihnen wirklich am Herzen liegen, auch besser mobilisieren lassen.

    Die Männer setzen sich demgegenüber eher bei Waffen-, Sicherheits- und Armeefragen durch. Hätten die Frauen allein das Sagen gehabt, wäre auch der Bundesbeschluss über die Beschaffung neuer Kampfjets vom März 2020 abgelehnt worden. Hier sagten gut 55 Prozent der Männer Ja, während 55 Prozent der Frauen Nein stimmten. Unter dem Strich sorgten die Männer damals für den hauchdünnen Vorsprung von 8000 Stimmen, der die Investition von sechs Milliarden Franken in eine neue Luftwaffe ermöglichte.

    Auch wurde dank deutlicher Männermehrheiten die Tierschutzinitiative von 1992 bachab geschickt, obwohl 51 Prozent der Frauen diese befürworteten. Nur gut jeder dritte Mann legte bei dieser Initiative ein Ja ein.

    Zeitlich dazwischen lag im Jahr 2004 die Volksinitiative «Postdienst für alle». Diese verlangte ein flächendeckendes Netz mit Postdienststellen und eine bessere Grundversorgung von Bevölkerung und Wirtschaft. Sie wurde ziemlich knapp verworfen, weil nur 42 Prozent der Männer zustimmten. Auch diese Initiative wäre angenommen worden, wäre es nach den Frauen gegangen. Denn 54 Prozent von ihnen sagten Ja.

    Und 2011 wurde die Waffenschutzinitiative abgelehnt, die Armeewaffen aus Privathaushalten verbannen wollte. Knapp 51 Prozent der Frauen sagten Ja zu diesem Volksbegehren, während es bei den Männern gerade einmal 37 Prozent waren, die dafür waren. 63 Prozent ablehnende Männerstimmen sorgten dafür, dass die Initiative keine Mehrheit fand.

  13. Was man hier gerade erleben kann, ist eine Chronik der Schamlosigkeit und Niedertracht. War aber zu erwarten, dass da gejammert und verdreht wird, dass sich die Balken biegen.

    „«Frauen tragen diese Gesellschaft, unbezahlt», sagte Funiciello. Die Politik habe den letzten grossen Frauenstreik von 2019 und dessen Forderungen offenbar vergessen. Es sei Zeit, sie daran zu erinnern.“

    Ein paar bescheuerte Femischistinnen haben da mal was geplärrt und die Politik hört stattdessen auf gesamtgesellschaftliche Wahlergebnisse??? Empörend!!! Und Frauen tragen NICHTS unbezahlt. Sie werden bezahlt. Durch das Einkommen ihrer voll erwerbstätigen Männer, die Ihnen darüber den Rücken frei halten, um sich durchaus freiwillig mehr um Familie etc. kümmern zu können und über die Sozialsysteme. Bislang sogar über ein geschenktes zusätzliches Jahr Rente. Gut, dass damit Schluss ist!

    „«Wir streiken am 14. Juni 2023», hiess es auf einem der mitgeführten Transparente. «Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Rente klaut», skandierte die Menge nach Funiciellos Auftritt.“

    Euch wird gar nichts gelaut. Es wird nur damit aufgehört, euch etwas zusätzliches auf Kosten der Männer in den Arsch zu blasen. Ein Geschenk, welches ihr erhalten habt, einfach nur als „Lohn “ für die „Leistung“, mit einer Vagina zur Welt gekommen zu sein. Bedankt euch also mal hübsch bei allen Männern für ihre jahrzehntelange Großzügigkeit… bevor ihr für immer die Fresse haltet.

    Und dann natürlich wieder die Medien…

    „Denn am Sonntag haben die Männer bestimmt, dass die Frauen ein Jahr länger arbeiten sollen.“

    Nein, die Mehrheit der Wahlbeteiligten hat dafür gestimmt, die seit Jahrzehnten betriebene, mit nichts begründbare Privilegierung der Frauen endlich zu beenden.

    „Natürlich war es am Sonntag nicht das erste Mal, dass eine männliche Mehrheit die Bürgerinnen überstimmte. Aber wenn Männer die Frauen gegen deren Willen dazu verdonnern, erst später in Rente gehen zu dürfen, hat dies eine neue Qualität.“

    Und man schafft es, die Widerwärtigkeit des zuvor zitierten Absatzes gar noch zu toppen…

    Frauen dürfen erst im selben Alter in Rente gehen wie Männer??? WIE UNGEREEEEEEEECHT!!!

    Beim nächsten Referendum zur Wehrpflicht erwarte ich dann, dass sich diese antidemokratischen Schmierfinken auch dafür aussprechen, Frauen von dieser Wahl von vornherein auszuschließen. Alles andere wäre doch irgendwie… eine reine heuchlerische Doppelmoral, oder?! Zumal es bei dem Thema gar noch verargumentierbar wäre, dass man dazu nur Männer befragt, weil davon auch wirklich nur diese betroffen sind, während die nun entfallenden Frauenboni bei der Rente in erster Linie von Männern finanziert wurden und werden. Aber wenn derjenige, der dir seit Ewigkeiten Gratislunch finanziert, sich irgendwann dafür entscheidet, dir das nicht mehr bezahlen zu wollen, dann ist das aber auch wirklich schon unerhört.

    Merken die überhaupt noch irgendwas? Wie kann man derart schamlos durchs Leben gehen und sich dabei selbst noch im Spiegel anschauen?

    „Das Stimmverhalten zeigt, dass aus Sicht der Mehrheit der Frauen längst nicht genug passiert ist, um das Pensionsalter auszugleichen.“

    Ja, genau! Weil Feministinnen auch so umsichtig, intelligent und vor allem von solch einer Gerechtigkeit sind, dass sie das jederzeit im Auge haben, immerzu vollkommen nüchtern und sachlich abwägen, wann ein Angleichen des Renteneintrittsalters angemessen wäre. Ganz gewiss würden sie irgendwann sagen: „OK, jetzt ist es so weit! Wir gehen jetzt genauso spät in Rente wie die Männer.“

    Und was muss denn noch alles passieren? Wie viele Privilegien, rechtliche Besserstellungen, Pamperungen wollen sie denn noch haben? Für mich liest sich das irgendwie so: Das Stimmverhalten zeigt, dass aus Sicht der Mehrheit der Aristokraten längst nicht genug passiert ist, um den Bauern einen größeren Selbstbehalt an den eigenen Erträgen zu ermöglichen.

    „So signalisierten die bürgerlichen Parteichefs, man wolle nun den Frauen bei der Reform der zweiten Säule (BVG) entgegenkommen. Meyer hegt daran noch Zweifel.“

    Warum zum Teufel sollte man das tun??? Leute! Hallo! Aufwachen! Die Frauen werden in einem kleinen Teilbereich der ausufernden Frauenbevorzugung nun doch mal endlich gleichgestellt. Als man in der Schweiz den Frauen das Wahlrechte schenkte, gab es da auch irgendwo ein Entgegenkommen für die Männer… so als Ausgeleich… damit nichtnr die Frauen was bekommen???

    Wenn man sich vor Augen führt, um was es da faktisch geht, kann man dieses Echo darauf eigentlich nur noch auf eine Weise beschreiben: absolut abgrundtiel erbärmlich!!!

  14. Hätte man das Renteneintrittsalter der Männer an das der Frauen (statt umgekehrt!) angepasst, wäre das Votum viel höher ausgefallen …..

    Und es hätten diesen ganzen Sexistinnen auch weniger die Möglichkeit gegeben so rumzugeifern.

    Glaubt ja ohnehin niemand, dass das Rentenalter und -Niveau bald noch aufrechterhalten werden kann. Egal wie finanziert. Wird sowieso höher gesetzt werden müssen.

  15. Nachdem man „genauso lang arbeiten“ von feministischer Seite nicht so gerne mag, hätte ich einen neuen Vorschlag: Wie wäre es mit „genauso lange Rente beziehen“? (Natürlich nur im Durchschnitt möglich).
    Heißt: Bei einer statistischen Lebenserwartung von X Jahren (für die Berufsgruppe) wird die Rente ab (z.B.) X-zehn Jahren ausgezahlt. Klar muss man vorher festlegen, ob man gesellschaftlich statt zehn „Rentenjahren“ wie Bismark lieber -23 haben will (zu seiner Zeit starben die meisten zur „Rente mit 65“ Berechtigten, natürlich nur Männer, durchschnittlich mit 42).
    Der Charme eines solchen Vorschlags ist, dass man sogar fein unterscheiden kann: Wenn Hochschulprofessorinnen oder Politiker eher 90 werden, könnten sie bis 80 arbeiten; Dachdecker, die (vielleicht) durchschnittlich mit 60 sterben, gingen dagegen mit fünfzig Jahren in Rente.
    Dass dabei die unterschiedliche Lebenserwartung von Männern und Frauen berücksichtigt werden könnte, Frauen also rund sechs Jahre länger ihren Aufstieg im Berufsleben verwirklichen dürften, müsste man vor allem Feministinnen nur noch besser verkaufen…

  16. Es ist bezeichnend, dass die Frauen derart stark für ihren eigenen Vorteil votieren – und das bei so eindeutiger Lage in der Hinsicht Gleichberechtigung.
    Das ist doch eigentlich ein No-Brainer…
    Oder haben sich da viele Frauen enthalten um ja nicht gegen die Schwesternschaft zu stimmen?

  17. Hierzu sind 2 Dinge zu sagen:

    1. Wenn das Volk ihre eigene Meinung teilt, sind sie für Demokratie im Rousseau’schen Sinne, d.h. die Mehrheit darf nicht infrage gestellt werden. Wenn das Volk die eigene Meinung nicht teilt, sind sie plötzlich nicht mehr für Demokratie, schon gar nicht für eine im Sinne Rousseaus. Dabei wechseln sie JEDES MAL die Position, als ob sie beide gleichzeitig vertreten würden (wie das Zwiedenken in Orwells 1984).
    2. Für Ergebnisgleichheit sind sie nur, solange ihre Lieblingsgruppen profitieren (Wichtigkeit in angegebener Reihenfolge): Nichtweiße > Transen > Frauen > Homosexuelle. Wenn dagegen ihre Lieblingsgruppen nicht von mehr Ergebnisgleichheit profitieren würden, sind die Unterschiede in Einkommen etc. plötzlich Folge von Leistungsunterschieden und somit nicht anzutasten! Das heißt also, sie sind nicht wirklich für Gleichheit, sondern tun nur so, weswegen man sie als Pseudolinke bezeichnen sollte! Links wird ja von allen, auch den Rechten, mit Egalitarismus identifiziert oder zumindest assoziiert, weswegen man den Begriff entsprechend definieren sollte.

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