Warum machen Frauen Schluss? Die 3 häufigsten Gründe

Aus einem Artikel:

Aus Einsamkeit

Nur, weil man in einer Beziehung lebt, heißt das noch lange nicht, dass man glücklich ist. Wenn die Aufmerksamkeit für den jeweils anderen verloren geht und einer oder beide Partner nur noch für sich leben, ist das kein gutes Zeichen. Mindestens eine Person in der Beziehung fühlt sich dann einsam und im Stich gelassen. Liebe bedeutet schließlich Miteinander.

Wegen zu vieler Kompromisse

Zurückstecken – das muss wohl jeder in einer Beziehung. Kompromisse sind da die beste Lösung, um einen gemeinsamen Nenner zu finden. Die Betonung liegt aber auf „gemeinsamen“. Es ist nie erfüllend, wenn die Frau allein Dinge aufgibt, sich Träume aus dem Kopf schlagen muss oder der Partner immer nur das bekommt, was er möchte. Aus einer Kompromiss-Lösung wird dann ganz schnell Frustration.

Wegen Ignoranz

Alles, was ihr wichtig ist, übersieht er – oder ist ihm schlichtweg egal. In einer Beziehung ist das genau das falsche Zeichen. Es kann nicht sein, dass einer nur gibt und der andere nur nimmt. Es muss eine Waagschale eingehalten werden, damit beide glücklich sind. Wenn dann noch wichtige Termine vom Partner vergessen werden, ist das Fass an fehlender Wertschätzung und größter Ignoranz zum Überlaufen voll.

Was wären die Top 3 bei Männern?

56 Gedanken zu “Warum machen Frauen Schluss? Die 3 häufigsten Gründe

  1. Man merkt an den Gründen sofort, dass es sich hier um keine wissenschaftliche Studie handelt, sondern um die „Umfrage“ einer ein Frauen gerichteten Journaille.

    • Das lakonische „Aus einem Artikel“ machte mich auch neugierig auf den Kontext des Artikels, also hab ich mal gekuckt, bevor ich den Artikel lese .

      Andere Überschriften der Postille:

      – Welches Dirndl passt zu mir?
      – Die schönsten Strickkleider für unter 35€
      – Für diese 3 Sternzeichen wird es der beste September
      – Diese Dinge verursachen Pickel und unreine Haut
      – 5 Angewohnheiten, die die Beziehung gefährden

      Was könnten also die drei Gründe sein, dass eine Frau sich trennt?
      – Er ist nicht nett genug zu ihr
      – Er hört ihr nicht zu
      – Er geht fremd
      – Er ist nicht in der Lage, genug Status aufzubauen. Nein, zu problematisch. Er hat keine Ziele im Leben? Besser.

      Und welche sinds?

      – Weil er ihr nicht genug Aufmerksamkeit schenkt
      – Weil er nicht oft genug nachgibt
      – Weil er ihr nicht genug Aufmerksamkeit schenkt

      Ich hab noch eine Menge zu lernen 🙁

      Zu den „5 Angewohnheiten“ gehören übrigens: „Nicht reden“ und „Nicht auf sein Äußeres achten“,
      Tolles Top, ich bin hier, wenn du reden willst. Gazorpazorp.

      • – Weil er ihr nicht genug Aufmerksamkeit schenkt
        – Weil er nicht oft genug nachgibt
        – Weil er ihr nicht genug Aufmerksamkeit schenkt

        Wenn eine Publikation „myself“ heißt und als Hauptmotivation zur Trennung vom Partner „Einsamkeit“ angibt, dann handelt es sich garantiert um einen der üblichen softfeministischen Egozentrik-Booster. Darin geht es ausschließlich um die Ich-Ich-Ich-Perspektive. Und alle außer Ich und myself sind egoistisch.
        Da kann man sich sehr schnell einsam fühlen.

        Aber hilft Trennung von vertrauten und nahen Menschen wirklich gegen Einsamkeit?

        myself wird sicher über entsprechende Studien verfügen. Oder wenigstens eine Umfrage in der Redaktion der Alleinredakteurin gemacht haben.

        • „Wenn dann noch wichtige Termine vom Partner vergessen werden, (…) größte Ignoranz“

          Wie kommen Frauen eigentlich damit klar, dass Katzen keinen Terminkalender haben?

  2. Mindestens eine Person in der Beziehung fühlt sich dann einsam und im Stich gelassen.

    Und warum soll dann nur die Frau deswegen Schluss machen? Klingt fast so, als ob der Mann dafür grundsätzlich verantwortlich ist, und wenn er selbst sich im Stich gelassen fühlt, das gefälligst hinzunehmen hat.

  3. Also manche Leute hier finden Frauen echt zum kotzen. So ganz pauschal und generalisiert, keine Graustufen. Der ganze Scheiß den man dem Feminismus zu Recht vorwirft, der Sexismus, die „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, in voller Blüte.

    • @Andreas

      Bitte nenne mir eine männerzentrierte Publikation – egal ob auf Papiermedien basierend oder digital – die die von dir vorgeworfene „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ tatsächlich praktiziert.

      Selbst wenn es einen sexistischen Artikel geben sollte, dann ist das Verhältnis von offener Männerfeindlichkeit zu Frauenfeindlichkeit Pi mal Daumen 100:1. Der Unterschied ist, einen „Aufschrei“ wird es im ersten Fall nicht geben.

      Wir haben uns bereits die Finger blutig getippt, den Übergang von einem gynozentrischen Grundverständnis zu einem offen (kleinbürgerlich) feministischem zu entlarven.
      Wäre letzterer nicht mit dem Grundverständnis kompatibel, er wäre niemals so wirkmächtig.

      Im vorliegenden Fall haben die anderen Forenten bereits die notwendige Vorarbeit geleistet:
      „Klingt fast so, als ob der Mann dafür grundsätzlich verantwortlich ist, und wenn er selbst sich im Stich gelassen fühlt, das gefälligst hinzunehmen hat.“

      Präzise.
      Männliche Überverantwortlichkeit ist nicht zu haben ohne weibliche Unterverantwortlichkeit und der Artikel lässt keinerlei Zweifel, wo weibliche Bedürfnisse zu stehen haben – nämlich im Mittelpunkt der Beziehung – und wer für die Befriedigung dieser Bedürfnisse verantwortlich ist.
      Dass diese Setzung als Selbstverständlichkeit und Ausgangspunkt gilt, wird nirgends reflektiert.

      So lässt sich, „(w)enn die Aufmerksamkeit für den jeweils anderen verloren geht“ im Kontext der Behauptungen, wonach „Frau allein (!!!) Dinge aufgibt“ und „einer nur gibt und der (!!!) andere nur nimmt“ prima entschlüsseln. Denn sie sind fein säuberlich nach Geschlecht getrennt: Die Aufmerksamkeit steht einer Frau zu, allein Frauen machen in einer Beziehung (faule) Kompromisse und Männer sind per se egoistische Arschlöcher (auf Kosten besonders von Frauen).
      Das ist der „default“ (=Grundüberzeugung).

      Addiere zu dieser Grundüberzeugung die feministischen Vokabeln „Macht“, „Dominanz“, „Patriarchat“ und es ändert an der Überzeugung nichts.

      Warum die weibliche Befindlichkeit im Mittelpunkt der Beziehung stehen sollte und warum diese Setzung als Selbstverständlichkeit und Ausgangspunkt in einem „Patriarchat“ gilt? Keine Ahnung.
      Wäre ich „Patriarchat“, dann würde ich ein Beziehungsmodell entwerfen, wonach ich – als Mann- im Mittelpunkt stünde, alle Aufmerksamkeit mir gälte, mein Egoismus kritiklos hinzunehmen sowie alle meine Bedürfnisse widerspruchslos zu erfüllen wären.

      Vollendet man die Behauptungen und die Nöhlerei des Gynozentrismus/kleinbürgerlichen Feminismus, dann wird deren komplette Absurdität sichtbar.
      Es wird ein Zerrbild entworfen und Frau verlässt sich in der Realität darauf, dass
      a. das komplette Gegenteil nicht nur zutrifft, sondern
      b. einklagbar und
      c. dessen Abwesenheit ein legitimer Trennungsgrund ist.
      Ergänzend ist d. Kritik an dieser Grundüberzeugung selbstredend „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“.

      Offensichtlich macht dieser Blödsinn in einer heterosexuellen Beziehung niemanden glücklich – weder Frauen, noch Männer.
      Dass einem als Mann diese passiv-aggressive Grundüberzeugung und Anspruchshaltung auf den Nerv geht und diese offen thematisiert und kritisiert wird ist zu begrüßen.

      • @Crumar
        Sind Frauen schlecht? Moralisch minderwertig? So als Geschlecht, ganz pauschal, ganz generell. Moralische Wertung. Ich habe das Gefühl, es gibt hier Leute, die diese Frage mit „Ja“ beantworten, und mein Unbehagen darüber zum Ausdruck gebracht.

        In wie weit jetzt männerhassende Publikationen zahlenmäßig deutlich stärker vertreten sind als frauenhassende, Männer bei Scheidungen prinzipiell den kürzeren ziehen oder andere ähnliche Erwägungen ist in diesem Zusammenhang erst mal so relevant wie die Sprungkraft der Aschenkübel.

        • „Ich habe das Gefühl,“
          Pack mal Butter bei die Fische und sag, woran du das Gefühl festmachst.

          Unterscheide bei der Begründung bitte zwischen „ALLE Frauen sind schlecht“ und „Frauen im Schnitt sind sehr viel schlechter als ihr Ruf“.

          Und wo du dabei bist, erkläre bitte, inwiefern es irrelevant ist, dass alle Frauenzeitschriften männerhassend sind und trotzdem großes Publikum finden.
          Das sagt gar nichts über die Leserinnen?

          • Pack mal Butter bei die Fische und sag, woran du das Gefühl festmachst.

            An genau den verwendeten Formulierungen. Wenn ich eine Kategorienbezeichnung benutze (und keinen qualifier, manche, viele, im Schnitt), dann rede ich implizit über die gesamte Kategorie. „Frauen sind schlecht“ und „ALLE Frauen sind schlecht“ haben eine identische Bedeutung.
            Mir ist klar, nicht jeder formuliert immer exakt, die Leute sind überwiegend keine Mathematiker. Es gibt hier aber umgedreht Leute die differenzieren NIE, prinzipiell nicht, und MEINEN auch was sie sagen (zuminderst ist das mein Eindruck), die halten Frauen für eines der Grundübel der Welt. Schau dir mal die „red pill“ Jungs und ihre Regeln an. Die erzählen dir was von „monkey branching“, daß Frauen immer mehr als einen Hengst am Start haben, „der andere“ immer der Statushöhere ist, und Madam sich von Ast zu Ast schwingend bis zum Alpha Chad an der Spitze hochhangelt (und Chad da oben sie zwei mal vögelt und dann fallen lässt). Gibts das? Ganz sicher. Häufig? Wenn du einen Red-Pill-Jünger fragst, wird er mit dem Brustton der tiefen Überzeugung AWALT antworten, ALLE Frauen sind so. Keine Ausnahmen. Sie lügt und betrügt prinzipiell und immer, du bist nur zu blöd es mitzubekommen. Was meinst du, gibts hier Leute die das so absolut sehen?

            In wie weit an diesen Überzeugungen was dran ist, war gar nicht Teil der Kritik. In wie weit andere ebenso generalisierend und pauschalisierend argumentieren (tun sie reichlich), auch nicht. Dass 90% des Feminismus auf unzulässigen Verkürzungen und böswilligen Verallgemeinerungen besteht (und Wokistan dazu), weiß ich auch, ich bin nicht gänzlich bescheuert. Die Frage ist, ob man daraus eine Rechtfertigung ableiten kann, es genau so zu handhaben, ich persönlich denke nicht, für mich ist das Kindergartenniveau, der hat mir mein Schäufelchen weggenommen, dann darf ich dem auch Sand in die Unterhose kippen.

          • „„Frauen sind schlecht“ und „ALLE Frauen sind schlecht“ haben eine identische Bedeutung.“

            Ach so, du sprichst eine Privatsprache und wunderst dich über die Bedeutung der Sätze anderer.

            Natürlich ist jede Aussage über Menschen, in denen nicht explizit „alle“ enthalten ist, eine „im Schnitt“ Aussage. Was denn sonst?
            Was ist das für ein sprachliches Kindergartenniveau, das nicht zu verstehen?

            SCNR

            PS. Keiner hier (m.W.) behauptet „Frauen sind schlecht.“
            Ich hingegen werd nicht müde zu betonen: „Die schlechten Eigenschaften von Frauen* werden im Mainstream dermaßen unter den Teppich gekehrt, dass sie wenigstens hier ans Tageslicht gezerrt werden sollten.“
            *) Übersetzung für dich: „Eigenschaften von Frauen“ = „Eigenschaften, die bei Frauen signifikant häufiger – wenn i.d.R auch nicht exklusiv – auftreten als bei Männern.“
            PPS. Ja, die gibt es, das ist kein Sexismus, das ist empirische Wissenschaft.

        • @Andreas

          „Sind Frauen schlecht? Moralisch minderwertig?“

          Worauf willst du hinaus?
          Das allererste Buch von Arne Hoffmann aus dem Jahr 2001 stellte im Titel die Frage: „Sind Frauen bessere Menschen?“
          Wir raten eingehend, was der damals herrschende Feminismus als Antwort nahelegte.
          Tipp: Ja!
          1992 schrieb Lieselotte Steinbrügge ein Buch namens „Das moralische Geschlecht“ und als (quasi) Antwort darauf erschien 2008 „Das unmoralische Geschlecht“ von Christoph Kucklick.
          Preisfrage 1: Welches Geschlecht wurde als „moralisch“ und welches als „unmoralisch“ in diesen Büchern (die die Zeit der (Früh-) Aufklärung zum Thema haben) verhandelt?
          Preisfrage 2: Welches Geschlecht wird heute noch als „moralisch“ und welches als „unmoralisch“ benannt?
          Es hat sich nichts geändert.

          „Moralische Wertung.“
          Deine moralische Wertung basiert auf keiner aktuellen Einschätzung, sondern die Abwertung von Männlichkeit als pure Selbstverständlichkeit existierte bereits, bevor wir überhaupt geboren worden sind.

          Meine Kritik an der Grundüberzeugung, dass Frauen es als selbstverständlich erachten, im Mittelpunkt der Beziehung zu stehen wertet Frauen nicht ab, sondern fordert die Gleichberechtigung ein, die formal gewollt ist.
          Bis auf die Realität, den Mittelpunkt der Beziehung stellen zu wollen.
          Es ist schwer, eine solche privilegierte Position zu räumen, wenn man eine Hilfsideologie an seiner Seite weiß, die die Privilegien einseitig beim anderen Geschlecht verortet…

          „In wie weit jetzt männerhassende Publikationen zahlenmäßig deutlich stärker vertreten sind als frauenhassende, Männer bei Scheidungen prinzipiell den kürzeren ziehen oder andere ähnliche Erwägungen ist in diesem Zusammenhang erst mal so relevant wie die Sprungkraft der Aschenkübel.“

          Im Gegensatz zu den Behauptungen über das Patriarchat ist Feminismus kooptiert in der (medial) herrschenden Klasse. Es ist unmöglich, auch nur eingestellt zu werden, wenn man dem herrschenden feministischen Narrativ widerspricht.

          Die Anzahl der Auftritte von Arne Hoffmann in Talkshows beläuft sich ungefähr auf 0.
          Die Anzahl von männerfreundlichen Artikeln in den Mainstream-Medien ist kaum höher.
          Ein Buch namens „Ich hasse Männer“ (BZ: „Die Feministin Pauline Harmange plädiert für Männerhass. Denn: Männer seien gewalttätige, egoistische, faule und feige Wesen. Hat sie recht? Ein Pro und Contra.“) hat mediale Begleitung – tauschst du das Geschlecht, dann ist es „Hassrede“ (ohne mein sehr, sehr ausgewogenes (!!!) „Pro und Contra“ für diese Gold Digger und hypergamen bitches, das keinesfalls vorverurteilend sein kann).

          Die Idee, jahrzehntelange Abwertung, Diskriminierung, Kübel von Niedertracht, Lügen und Bosheit über Männer ausgeschüttet würden spurlos an diesen vorüber gehen ist – im besten Fall – illusionär.
          Auf diesem Blog wurde immer versucht, (wissenschaftliche) Erklärungen für weibliches Verhalten zu finden (bis zu dem Punkt, an dem ich meine, es läuft auf Entschuldigungen hinaus). Eine systematische Abwertung von Weiblichkeit, die auch nur annähernd dem entspricht, was im Mainstream über Männer behauptet wird, wirst du hier nicht finden.

          Von daher frage dich bitte selbst, warum du bereit bist, Kritik aus emanzipatorischer Perspektive mit „moralischer Abwertung“ zu verwechseln.

          • Preisfrage 1: Welches Geschlecht wurde als „moralisch“ und welches als „unmoralisch“ in diesen Büchern (die die Zeit der (Früh-) Aufklärung zum Thema haben) verhandelt?
            Preisfrage 2: Welches Geschlecht wird heute noch als „moralisch“ und welches als „unmoralisch“ benannt?
            Es hat sich nichts geändert.

            Dass es gesellschaftlich Sexismus gibt, der sich weit überwiegend gegen Männer richtet, ist kein Streitpunkt. Dass sich da Feministen und Artverwandte besonders hervortun auch nicht. Ebensowenig, dass das eine lange Historie hat. Kucklick hat lang und breit dargelegt das seit langem eine Abwertung von Männlichkeit, und darauf basierend eine entsprechende Diskriminierung erfolgt. Abwertung als moralische Einordnung wohlgemerkt, als „Männlichkeit ist toxisch“. Und dann kommt Crumar daher und sagt „ach so ein bisschen Abwertung des Weiblichen, das ist doch nur recht und billig, die machen das ja auch ständig“.

            Konkretes Beispiel gefällig?

            Meine Kritik an der Grundüberzeugung, dass Frauen es als selbstverständlich erachten, im Mittelpunkt der Beziehung zu stehen wertet Frauen nicht ab, sondern fordert die Gleichberechtigung ein, die formal gewollt ist.

            Muss ich detaillieren, dass das eine ziemlich grobe Verallgemeinerung ist? Im Prinzip attestierst du Frauen Narzissmus, und zwar nicht manchen, oder vielen .. nein, bei dir sind es alle. Es ist meiner Meinung genau das, was Feministen machen wenn Sie Männern pauschal unterstellen, aggressiv und gewalttätig zu sein. Selbe Methode, nur andere Richtung.

          • @Andreas

            Fangen wir von hinten an: „Und dann kommt Crumar daher und sagt „ach so ein bisschen Abwertung des Weiblichen, das ist doch nur recht und billig, die machen das ja auch ständig“.

            Ich sagte, ich finde auf diesem Blog, in diesem Forum keine systematische Abwertung von Weiblichem oder Weiblichkeit.
            Was uns erfreulich vom feministischen Mainstream unterscheidet.
            Was uns weiterhin vom feministischen Mainstream unterscheidet ist, entgegen der uns – als Männer – angedichteten Machtstellung in einer „patriarchalen Gesellschaft“, ist die feministische Hegemonie in Medien, Institutionen und der Politik unbestritten.

            Das betrifft nicht nur die Abwertung von Männern und Jungen und deren Diskriminierung, sondern es kann ganz offen abgewertet und diskriminiert werden.
            Dafür gibt es Beispiele in allen Medien und das Tag für Tag seit Jahrzehnten.

            Dass der Ton auf Dauer rauer und gereizter wird, finde ich nachvollziehbar und auch schwarzer Humor ist noch Humor. Einigen ist er auf der Basis eigener Lebenserfahrungen vergangen, auch das ist nachvollziehbar.

            Du zitierst mich: „Meine Kritik an der Grundüberzeugung, dass Frauen es als selbstverständlich erachten, im Mittelpunkt der Beziehung zu stehen wertet Frauen nicht ab, sondern fordert die Gleichberechtigung ein, die formal gewollt ist.“

            Und kritisierst: „Muss ich detaillieren, dass das eine ziemlich grobe Verallgemeinerung ist? Im Prinzip attestierst du Frauen Narzissmus, und zwar nicht manchen, oder vielen .. nein, bei dir sind es alle.“

            Das ist ein Missverständnis.
            Es wäre merkwürdig, wenn gewöhnlicher Gynozentrismus nicht auf Beziehungsebene durchschlagen würde.
            Bei der aktuellen Partnerwahl hat Lori Gottlieb festgestellt, Männer wären glücklich, wenn eine Frau 80% ihrer Vorstellungen entspricht, für Frauen wäre „good enough“ inakzeptabel.
            Woher kommt denn diese Einstellung und welche Folgen wird sie haben?

            Ein eheliches Grundverständnis lässt sich aus dem geflügelten Spruch „Happy wife, happy life“ ableiten, deren Priorisierung setzt sich dann in der Wahlfreiheit bezüglich der weiblichen „work-life-balance“ im partnerschaftlichen und familiären Kontext fort und der Großteil der Scheidungen wird von Frauen eingereicht.
            Dass die danach über „ihre Kinder“ verfügen können, wird juristisch und gesellschaftlich nicht in Frage gestellt.

            Zu all dem gesellt sich eine Ideologie, die diese (unreflektierten) Vorteile und die Bevorzugung konträr zur Realität als „Unterdrückung und Diskriminierung“ verkauft.
            Mit dem feministischen „empowerment“ (endgültig) ab Kindergarten gibt sich diese Gesellschaft wirklich Mühe, Narzisstinnen heranzuziehen.
            Dass dieses schulische Erziehungsprogramm läuft, hatte Doris Lessing schon 2001 festgestellt. Aus den von ihr beobachteten selbstgefälligen Mädchen wurden Frauen und die nächste Generation danach beteuert auf Tiktok aktuell flächendeckend: „men ain’t shit“. Selbstredend ist ein Tausch der Geschlechter Hasssprache.

            Die Selbstverständlichkeit der Abwertung von Männern ist absoluter Mainstream geworden, die legal nur in eine Richtung laufen darf und das bleibt nicht unbemerkt von der nachwachsenden Generation von Männern. Die Auseinandersetzung wird bitterer werden und an Schärfe zunehmen. Keine Anklage, sondern eine Feststellung.

          • Ich sagte, ich finde auf diesem Blog, in diesem Forum keine systematische Abwertung von Weiblichem oder Weiblichkeit.

            In diesem Blog? Nein, sind wir uns einig. In den Kommentaren schon, würde ich sagen. Beziehungsweise, man müsste sich mal darauf verständigen, wie „systematisch“ zu verstehen ist.

            Und kritisierst: „Muss ich detaillieren, dass das eine ziemlich grobe Verallgemeinerung ist? Im Prinzip attestierst du Frauen Narzissmus, und zwar nicht manchen, oder vielen .. nein, bei dir sind es alle.“
            Das ist ein Missverständnis.
            Es wäre merkwürdig, wenn gewöhnlicher Gynozentrismus nicht auf Beziehungsebene durchschlagen würde.

            Also ich kenn Gynozentrismus als das Bestreben, die Frau in das Zentrum des gesellschaftlichen Denkens und Handelns zu stellen, als Gegenentwurf eines so empfundenen Androzentrismus der Gesellschaft. Die „Originalform“ des sprachlichen Genderns, die Beseitigung von als männlich empfundenen Sprachmustern bzw der Austausch mit weiblichen, kommt aus der Ecke. War in den 80ern recht populär in den entsprechenden Kreisen.
            Ich leg dann mal „Let it be“ auf und lass John „I me mine“ singen, argumentiert sich einfacher.
            Du meinst es vermutlich nicht so hochtrabend, ich formulier es mal betont lax: „Die bekommen es vorn und hinten reingeblasen (pun intended) und können tagein, tagaus in der Zeitung lesen was für wundervolle Wesen sie sind, also entwickeln sie automatisch die Erwartungshaltung, der Nabel der Welt zu sein, um den sich gefälligst alles zu drehen habe“.
            Und da ist der Knackpunkt, in deinem Verständnis ist völlig irrelevant ob jetzt „viele“, „die meisten“ oder „alle“ diese „Nabel-der-Welt“-überzeugung haben, es ist auf jeden Fall ausreichend um es als generelles Prinzip einzuführen und es als Erklärungsgrund heranzuziehen, warum überwiegend Frauen die Scheidung einreichen. Ende der Geschichte.
            Ich seh das aus mehr aus einem psychologischen Blickwinkel. Diese „Nabel-der-Welt“-überzeugung geht einher mit einer gewissen Persönlichkeit, einem Charakter, Leute die so ticken werden in der Regel Egozentriker genannt, in der pathologischen Fassung sind das Narzisten, Leute mit krankhaft übersteigertem Selbstwertgefühl (oder einem völlig zerstörten, die kompensieren dann). Treibt man das auf die Spitze, und fügt man noch die Fähigkeit zur Manipulation und ein „bisschen“ Skupellosigkeit hinzu, landet man bei Psychopathen.
            In deiner Argumentation wird aus dem (geschlechtsneutralen, nicht sonderlich gut besetztem Persönlichkeitsbild des) Egozentriker(s) die explizit weibliche Gynozentrikerin. Die Abwertung ist implizit, Leute die nur an sich denken sind nirgendwo auf der Welt gern gesehen. Die Benennung macht außerdem überdeutlich, dass wir es hier mit einem geschlechtsspezifischem Problem zu tun haben, einem weiblichen. In meinem Buch ist das Sexismus.

            Und da haben wir uns noch nicht drüber unterhalten in wie weit das alles passt, in wie weit das fortgesetzte konsumieren von Stokowski-Artikeln zur Ausprägung einer egozentrischen Persönlichkeit führt. Ich glaub es ist ein wenig komplizierter.

            Und versteh mich nicht falsch, natürlich hat das Einfluß.

            Die Selbstverständlichkeit der Abwertung von Männern ist absoluter Mainstream geworden, die legal nur in eine Richtung laufen darf und das bleibt nicht unbemerkt von der nachwachsenden Generation von Männern. Die Auseinandersetzung wird bitterer werden und an Schärfe zunehmen. Keine Anklage, sondern eine Feststellung.

            Dieser ganze (feministische) geistige Dünnschiß hat natürlich Auswirkungen, und da muß man was dagegen tun, gar keine Frage. Ich hab mich neulich mit meinem Großneffen unterhalten, 12, ich weiß nicht mehr genau worum es ging, aber irgendwenn kam von ihm „ja, da haben DIE JUNGS WIEDER Mist gebaut“. Der bekommt das in der Schule eingetrichtert, „Männer sind scheiße, Jungs sind scheiße, DU bist Scheiße“, natürlich in unterschiedlichen Dosierungen, und glücklicherweise verfängts nicht allzusehr, da ist ein ordentlicher Vater da, das ganze soziale Umfeld passt. Aber da läuft viel schief.
            Ich glaube bloß nicht, das es richtig und hilfreich ist, die ganzen unterkomplexen, trivialisierenden Muster und Erklärungen zu übernehmen.
            Ich wünsch einen entspannten Sonntag

          • @Andreas

            Vermischt du hier nicht zwei Aspekte? Auf der einen Seite die individuelle und psychologische Ebene, in der Abwertung von Menschen anderen Geschlechts ein Indiz für Sexismus, Narzissmus oder womöglich Psychopathie sein kann oder für eine entsprechende Tendenz.
            Und auf der anderen Seite die gesellschaftliche Ebene, auf der die Menschen mittlerweile mit omnipräsenten sexistischen weiblichen Höherwertigkeitsparolen penetriert werden. Sogar schon in der Schule, in der Sprache, in der Gesetzgebung etc.

            Wenn man sich nun mit diesem gynozentrischen Sexismus (aka Feminismus) auseinandersetzt, führt kaum ein Weg daran vorbei, eben auch Sexismus zu nutzen, um eben den zu benennen.

            Das ist wie im Rassismus. Wenn man sich vor einen PoC stellt, weil man ihn schützen zu glauben meint, ist dieses Handeln eben genau auch Rassismus. Eine Kartoffel würde man nicht so schützen.

            Nun kann man wie die meisten Maskulisten sagen und denken: Lasst die doch rumzicken und sich für Göttinnen halten, auf dieses Niveau lasse ich mich nicht herab.
            Dann lässt man sie gewähren, sie bauen ihr sexistisches Imperium immer weiter aus und verpassen uns irgendwann nach der feministischen Gesetzgebung endlich die schon oft geforderten Umerziehungslager für Männer, um auch den letzten noch zu pudelisieren.
            Ich halte das gar nicht mehr für so unmöglich, nachdem wir jetzt einer kriegslüsternen feministischen Außenpolitik unterworfen wurden.

            Wie kann man (egal welchen Geschlechts) gegen dieses Imperium opponieren, ohne als Frauenfeind gebrandmarkt zu werden? Denn es gibt ja neben dem von crumar benannten kleinbürgerlichen Feminismus eben auch die feministische Bourgeoisie und den Master-of-Feminism, mit dem die jungen Pudel aus der Schule entlassen werden.

            Diese Welt wird von einem kollektiven feministischen Narzissmus dominiert, der ähnlich wie beim Individuum bis in die Psychopathie führen kann.

            Dass Männer das hinnehmen, ist ja nun mehr als augenscheinlich. Dass sie aber nicht mal entschlossene Widerworte von sich geben, weil sie befürchten als frauenfeindlich geframt zu werden, halte ich für fatal. Dazu ist der Feminismus einfach zu übergriffig und aggressiv geworden.

          • @Andreas

            „Ich seh das aus mehr aus einem psychologischen Blickwinkel.“

            Legitim.

            „Diese „Nabel-der-Welt“-überzeugung geht einher mit einer gewissen Persönlichkeit, einem Charakter, Leute die so ticken werden in der Regel Egozentriker genannt, in der pathologischen Fassung sind das Narzissten, Leute mit krankhaft übersteigertem Selbstwertgefühl (oder einem völlig zerstörten, die kompensieren dann). Treibt man das auf die Spitze, und fügt man noch die Fähigkeit zur Manipulation und ein „bisschen“ Skrupellosigkeit hinzu, landet man bei Psychopathen.“

            Als Incel als „Terroristen“ gebrandmarkt worden sind habe ich angemerkt, diese Gesellschaft erzieht ihre eigenen Psychopathen heran.
            Erst kümmert man sich nicht um ihre Nachteile als Männer, sondern verleugnet sie, sorgt auch nicht dafür, dass sie wegen dieser Nachteile nicht verspottet und ausgegrenzt werden.
            Wenn sie dann genug isoliert und gedemütigt und entmenschlicht worden sind, übereignet man die individuelle Reaktion auf Isolation, Demütigung und Entmenschlichung dem männlichen Individuum als individuelles Fehlverhalten.

            Beim jungen Frauen geht die Pathologisierung einen anderen Weg.
            Man versorgt sie gesellschaftlich mit einem „krankhaft übersteigertem Selbstwertgefühl (oder einem völlig zerstörten, die kompensieren dann)“, an dem sie nur scheitern können. Man anerzieht „Fähigkeit zur Manipulation“ und dass der Zweck die Mittel heiligt. „Skrupellosigkeit“ gilt als angemessen vor dem Hintergrund eines feministischen Opfer-Narrativs, welches nach Entschädigung für ein exklusiv weibliches Leid verlangt, das nie existiert hat.
            Das perfekte Rezept, um sich alle (Liebes-) Beziehungen zu ruinieren.
            Sie sind nicht perfekt, dafür unfähig das einzugestehen, Kompromisse sind Verrat und Ehrlichkeit ist nicht zu erwarten.
            Bitte investiere jetzt in Katzenfutter-Aktien! 😉

            Ich habe es bereits gesagt: aus dieser Ideologie ist kein Glück zu erwarten – weder für Frauen, noch für Männer.

            „In deiner Argumentation wird aus dem (geschlechtsneutralen, nicht sonderlich gut besetztem Persönlichkeitsbild des) Egozentriker(s) die explizit weibliche Gynozentrikerin.“

            Nein, es ist genau anders herum.
            Erst gibt es den gesellschaftlichen Gynozentrismus und an dem dockt der kleinbürgerliche Feminismus an.
            Beispiel von oben: Es gab keinen einzigen „Femcel“ (female incel), die „isoliert und gedemütigt und entmenschlicht“ worden ist. Es gab drei Gruppen, die Pi mal Daumen in den frühen 2000ern wissenschaftlich also „unfreiwillig sexlos“ lebend untersucht worden sind: Single-Frauen, Single-Männer, Ehepaare.
            Aus dieser sind inzwischen mit dem verwendeten Begriff „Incel“ zwei Gruppen herausgeflogen und das geschah nicht zufällig. Das „Persönlichkeitsbild“ des „Incel“ existiert, weil es inzwischen als ausschließlich männliches „konstruiert“ – und eben nicht geschlechtsneutral – worden ist.
            Die Herabsetzung der Individuen und Übereignung des Problems an die betroffenen Individuen hat überhaupt erst so stattfinden können.

          • @crumar
            „Das perfekte Rezept, um sich alle (Liebes-) Beziehungen zu ruinieren.“

            Die Menschen sollen atomisiert werden, um sie ökonomisch am besten zu nutzen. Singles werden viel heftiger besteuert und mit Sozialabgaben überhäuft. Das ist wie ökonomisches Nutzvieh. Und so gilt die Selbstbestimmtheit als das höchste der Ideale, ein Single-Ideal.
            Man sollte nie glauben, dass man in der beste aller Welten lebt.

        • Ich bin ja zweifellos ein Frauenfeind, aber die dicksten Böller, die ich mir gegen Frauen geleistet habe, waren nur die Umkehrung männerfeindlicher Elaborate.

          p.s.: Nein, ich liebe Frauen.
          p.p.s.: Warum kennt meine Rechtschreibkorrektur nur „frauenfeindlich“ und nicht „männerfeindlich“? Hm.

          • Uepsi, es tut mir leid, aber verglichen mit den richtig dicken feministischen Böllern a la Solanas bist du nur eine arme Gestalt. 😦
            Wer nicht einmal Vergasungskabinen umme Ecke für Frauen imaginiert und das nachträglich als „Ironie“ entschuldigt, der kann keine nahtlose Karriere von Reichssicherheitshauptamt zum Bundesnachrichtendienst bzw. Ministerium für Frauen, Frauen und Frauen hinlegen.
            Versetze dich bitte emotional in den Konformitätsdruck, der aus Produktion überschüssiger Eliten herrührt und gib nicht so viele Widerworte (mental load! Voll!). Spontan könntest du dich bspw. als Veronika Kracher identifizieren und auf eine Stelle bei einem thinktank hinarbeiten: Heinrich Böll, Soros, das Asow-Bataillon oder deine Rechtschreibkorrektur- alle wollen eine bessere Gesellschaft, besonders für Frauen!
            Merkste auch, oder?!

        • @Andreas

          „Sind Frauen schlecht? Moralisch minderwertig? So als Geschlecht, ganz pauschal, ganz generell. Moralische Wertung. Ich habe das Gefühl, es gibt hier Leute, die diese Frage mit „Ja“ beantworten“

          Die wenigsten von denen würden das offen so aussprechen, aber ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass Du diesen Eindruck (um das lästige Wort „Gefühl“ zu vermeiden) hast.

          Man spürt es in den vielfach geäußerten Unterstellungen, liest es aus den undifferenzierten Urteilen, sieht es an pauschalen Formulierungen.

          Vieles davon wird mangelndem Ausdrucksvermögen geschuldet sein, bedingt z.B. durch das Medium Internet, einiges davon dürfte echter Abneigung gegen Frauen entspringen.

          Ich finde aber das Ausmaß an fundierter Kritik hier so außerordentlich hoch, dass zumindest ich persönlich über dieses Manko bequem hinwegsehen kann.

          [ So. Und jetzt bin ich gespannt, wie viele Leute sich über mein zustimmendes Urteil aufregen werden 😛 ]

    • Ich hatte letztes Jahr einen Herzinfarkt und wäre tatsächlich fast dran gestorben. Ich rauche nicht, trinke wenig, leichtes Übergewicht (mittlerweile weg), Sport getrieben, ich war in keiner Risikogruppe. Auslöser war der Stress nach einer absurden finanziellen Forderung meiner Exfrau. Anyway, interessant war vor allem das Verhalten im Freundes- und Bekanntenkreis. Bei Frauen war so ziemlich alles dabei, bis auf Hilfe. Die beiden, die direkt dabei waren, denen ich bei einem Bauprojekt geholfen habe, haben sich praktisch aus meinem Leben verabschiedet, vollkommen ohne Begründung. Eineandere hat sich gefreut, jetzt hätte ich ja Zeit, sie rumzufahren, eine meinte, warum ich so lange krankgeschrieben bin usw.
      Ich will jetzt nicht sagen, dass keine betroffen reagiert hätte, aber das da jemand mehr als zweimal gefragt, wie es mir geht, kam eher nicht vor.
      Die Männer haben deutlich sensibler reagiert, einer hat fast geheult, kennen uns Ewigkeiten, sind aber auch keine dicken Freunde. Insgesamt haben die Männer deutlich empathischer und rücksichtsvoller reagiert.
      Ich finde Frauen eher überhaupt nicht zum Kotzen, aber das hat mir schon die Augen geöffnet.

      • „Eineandere hat sich gefreut, jetzt hätte ich ja Zeit, sie rumzufahren“

        Die Kleinkariertheit trägt häufig weibliche Züge, das ist immer sehr enttäuschend. Es ist sehr schwierig Menschen zu finden, die nicht einfach nur ihren Vorteil suchen 😦

          • @Morris

            Bitte verstehe meine folgenden Zeilen nicht als Kritik an dir!

            Wenn du schreibst: „Ich hatte letztes Jahr einen Herzinfarkt und wäre tatsächlich fast dran gestorben. Ich rauche nicht, trinke wenig, leichtes Übergewicht (mittlerweile weg), Sport getrieben, ich war in keiner Risikogruppe. Auslöser war der Stress nach einer absurden finanziellen Forderung meiner Exfrau.“, dann erinnert mich das an den Klassiker „Männer reden nicht über ihre Gefühle, sondern fressen alles in sich herein“.
            Warum wohl?

            Du hattest einen Herzinfarkt, der auf dem Stress von Scheidungsfolgen basiert und der Auslöser ist das Verhalten deiner Ex. PUNKT
            Um dich abzusichern kommt jedoch erst einmal eine Beschreibung, warum es – Punkt für Punkt – nicht an deinem Verhalten gelegen haben kann.
            Der Klassiker ist genau das, nämlich Männern die Verhältnisse, in denen sie leben und agieren müssen als individuelles Fehlverhalten zu übereignen.
            Das schafft ein Muster, wonach Mann sich zunächst einmal rechtfertigen muss – weil man sich gesellschaftlich mit der realen Ursache nicht auseinandersetzen will.

            Beispiel: Du hast eine Höllenangst vor dem finanziellen Ruin nach deiner Scheidung? Bevor wir über diese Angst reden, folge mir doch bitte zum Beichtstuhl und beantworte mir meine Fragen zu deinen Ernährungs-, Bewegungs- und Lebensgewohnheiten.

            Prompt ist „Höllenangst vor dem finanziellen Ruin“ in Abhängigkeit von Idealgewicht, Alkohol- und Zigarettenkonsum.
            Selbstverständlich hat nichts davon ursächlich mit „Höllenangst vor dem finanziellen Ruin“ zu tun.
            Tatsächlich wird das nur aufgefahren, um sich mit deiner realen Höllenangst nicht auseinanderzusetzen.

            Selbst wenn du gesoffen hättest, wäre die Ursache für den Suff keine diffuse „Männlichkeit“ oder „männliche Stereotype“, sondern „Höllenangst vor dem finanziellen Ruin“.
            Dass Alkohol nur ein Mittel zur Verdrängung dieser Angst ist, ist hiermit geschenkt.

            Wenn jedoch (ideologisch gesetzt) ein System existiert, von dem ausschließlich Männer profitieren, dann kann es einfach nichts geben, was Männern eine Höllenangst macht.
            Weil die Verhältnisse nicht existieren.
            Daher muss es a. an deinem Verhalten liegen und b. deine Gefühle sind nicht real und daher nicht ernst zu nehmen.
            Das ist die Ideologie.

            Sie schaffen sich ihre eigene Immunisierungsstrategie, warum sie etwas von uns fordern, was sie gar nicht hören wollen.
            Deine realen Gefühle sind für sie nur relevant, wenn diese in ihr ideologisches Raster passen – „Angst“ ist doof, ergo lass uns reale Ängste als „verunsicherte Männlichkeit“ deklarieren.

            Der ganze Schrott von „Männer müssen lernen, über ihre Gefühle zu reden!“ und „Männer sollten einfach mal weinen!“ blendet aus, man will nur ideologisch passende Gefühle hören und Ursachen von Trauer maximal selektiv wahrnehmen.
            Der Standard jedoch ist, an den Folgen von „Mann“ ist man selbst Schuld – es ist immer männliches Verhalten, es sind nie die Verhältnisse (bei Frauen ist es in dieser Ideologie der „Gleichheit“ genau umgekehrt).

            Mich wundert überhaupt nicht, wie du reagiert und geschrieben hast, weil wir darauf trainiert – bzw. ideologisch indoktriniert – worden sind.
            Männer „fressen alles in sich herein“, weil diese so sensiblen und emphatischen Clowns (m/w/d) sich eher mehrere Finger in die Ohren stecken würden, als uns 10 Minuten zuzuhören.

          • @crumar

            Du beschreibst normales Verhalten von Missbrauchstätern.

            Eine auf Dauer gestellte Misshandlung geht fast immer mit Gaslighting einher. Dies ergibt sich daraus, dass der Täter es vermeiden muss, als Täter identifiziert zu werden, selbst in den eigenen Augen. Es ist integraler Aspekt von Persönlichkeitsstörungen, dass die Betroffenen nicht glauben, etwas falsch zu machen.

            Feminismus ist von Persönlichkeitsstörung nicht zu unterscheiden.

            Ich komm nur noch nicht klar damit, was es bedeutet, dass normale Frauen so anfällig für diese Muster sind.

          • @YX @Tim

            „Sie wollen das man fühlt, dass sie Recht haben…“

            Haben Zombies Gefühle? 😉
            Sie wollen, dass wir unsere eigene Diskriminierung und Ausbeutung nicht mehr als Diskriminierung und Ausbeutung wahrnehmen.
            Ansonsten könnten wir uns empören und widerstehen.
            Wenn man alles auf einen Satz zusammenschrumpft, dann kommt das dabei heraus.
            „Feminismus“ ist simple „soft power“ der herrschenden Klasse,

            „Du beschreibst normales Verhalten von Missbrauchstätern.“

            Ja. Deshalb werden sie gebucht und bezahlt.

            „Feminismus ist von Persönlichkeitsstörung nicht zu unterscheiden.“

            Sagen wir so, eine erkleckliche Anzahl von feministischen Heroen endete in der Klappse.

            „Ich komm nur noch nicht klar damit, was es bedeutet, dass normale Frauen so anfällig für diese Muster sind.“

            Baumeister hat schon vor einem Jahrzehnt gesagt, Kulturen und Gesellschaften würden davon profitieren, Männer auszubeuten.
            Er hat nur „vergessen“ zu erwähnen, welche 51% von „Kultur und Gesellschaft“ davon profitieren, dass Männer ausgebeutet werden.
            Wenn man einen Blick auf eine Stadt wirft, mit ihren Bauten, Straßen, Wegen, der Kanalisation, der Beleuchtung, der Elektrifizierung, der Klimatisierung, den Parks usw. dann kommt man beinahe auf den Eindruck, seine Einschätzung trifft zu.
            Aber um Glück haben wir eine Theorie, die uns eines besseren belehrt.
            Man muss einfach nicht hinsehen.
            Ist das denn wirklich zu viel verlangt???
            51% der Gesellschaft sind auch der Meinung, so genau sollte Frau es nicht wissen wollen.
            Warum bist du eigentlich so ein minoritärer Querulant, Tim?

  4. In einem ich-will-grad-nicht-arbeiten-Moment habe ich einen youtube-short gefunden, der eine der Leserinnen der oben zitierten Webseite vorstellt:

  5. Ich glaube dass ist eine gute Erklärung für das Bezioehungshamsterrad, dass ich damals auf den Kontaktbörsen bei Frauen gesehen habe.
    Eine Beziehung hält dich auf Dauer nur glücklich, wenn sie dich nicht glücklich machen musst, wenn du auch ohne sie ein erfülltes Leben hast und die Beziehung quasi das Sahnehäubchen ist.
    Das ist die Lektion aus Romeo und Julia. Beziehungen scheitern nicht an mangel an Gefühlen, sondern an der Unfähigkeit, Alltag zu mit ihnen zu gestalten. wenn sie einfach mit ihm ins Exil gegangen wäre, hätten sie vielleicht glücklich werden können, wenn im Exil jeder für sich auch noch eine sinnvolle Beschäftigung gefunden hätte.

  6. Ich zitiere einmal Balzac wie ein Verliebter zu sein habe:
    Das Amt eines Verliebten ist, zu kommen und zu gehen, zu horchen und aufzupassen, zu reden und zu schweigen, sich niederzuducken und sich hoch aufzurichten, vor allem sich klein zu machen, sich zu einem Nichts zu machen. Sein Amt ist, angenehm zu sein und Geduld zu üben, zu musizieren und verliebte Verse zu machen, Blumen unter dem Schnee zu suchen, den Mond anzuschwärmen, den Hund und die Katze des Hauses zu streicheln, der Tante über ihren Schnupfen und über ihre Gicht angenehme Sachen zu sagen, der ganzen Verwandtschaft zu schmeicheln, niemand auf die Hühneraugen zu treten, Grillen einzufangen, Mohren weiß zu waschen, Nichtigkeiten zu plappern, der Dame den Spiegel vorzuhalten und über ihren Putz in Ekstase zu geraten, alles das in tausenderlei Wiederholungen. Sein Amt ist, geschniegelt und gebügelt zu sein wie ein Höfling, klug und launig zu sein in seiner Rede, lachend alle Teufeleien hinzunehmen, all seinen Zorn hinunterzuschlucken, seinem Temperament die Zügel anzulegen und den Finger Gottes und den Schwanz des Teufels zugleich in der Hand zu haben. Sein Amt ist, die Mutter, die Base, die Zofe in guter Laune zu erhalten, unter allen Umständen, auch wenn es ihm nicht ums Herz ist, die liebenswürdigste Miene aufzustecken und trotzdem darauf gefaßt zu sein, daß das Weibsen ihm entschlüpft und ihn stehenläßt, ohne ihm einen einzigen christlichen Grund dafür anzugeben.
    aus: projekt-gutenberg.org/balzac/tolldr3/chap002.html

    • „[…] den Finger Gottes und den Schwanz des Teufels zugleich in der Hand zu haben. […]“

      — musste unweigerlich an das Musical aus „The IT Crowd“ denken. „That’s not my hand…“

    • Wow. Was für ein Zitat. Und was für ein Knecht, der dort beschrieben wird.
      Aber es ist nur ein Verliebter – und nicht ein Partner.

      Wenn also der Verliebte mit seinem Schabernack die Zenzi eingefangen hat, dann fragt sie sich offenbar seit hunderten von Jahren, warum er den Schabernack nicht immer und immer weiter betreibt. Denn irgendwann geht ihm schließlich mal die Puste aus, oder etwas wie eigener Überlebenswille entsteht.

      Dann ist sie manchmal sehr grimmig und enttäuscht. Aber der ehemalige Knecht schaut ebenfalls auf seine Partnerin und stellt fest, dass das lecker geschminkte Gesicht auch nicht mehr da, das seinerzeit im Gym optimierte Bindegewebe erschlafft und das Lächeln einem merkelesken Nussknackermund gewichen ist.

      Und wenn sie dann noch schlimm aus der Seele stinkt, was vorher übertüncht war oder von der eigenen Drüsenaktivität neutralisiert wurde – dann ist es an der Zeit, eine Abwägung zu treffen.

      Es gehören halt zwei zu einer Beziehung.

  7. Das darf aber in der Präsensbibliothek eines Literaturseminars über Balzac nicht mehr stehen oder muss geschwärzt werden, wegen der dort ’studierenden‘ MImimi-Mädels, die grundsätzlich von jeder Form der Wirklichkeit getriggert werden. Der Ravensburger Verlag will sein Begleitkinderbuch über Balzac aus dem Regal nehmen. Ein Lob auf Balzac, einen der ganz Großen und auf den, der das hier zitiert hat, Danke!

  8. Meine Beobachtung ist ja, dass Männer, obwohl sie oft 3 Gründe nennen können, das Schlussmachen hinausschieben, teilweise, bis sie die Frau dazu bringen, Schluss zu machen.

  9. „Die Betonung liegt aber auf „gemeinsamen“. Es ist nie erfüllend, wenn die Frau allein Dinge aufgibt, sich Träume aus dem Kopf schlagen muss oder der Partner immer nur das bekommt, was er möchte.“

    Wie realistisch ist das? In wie vielen Beziehungen kommt es vor das der Mann immer das bekommt was er will und keine Träume aufgeben muss? Das scheint mir wie bei der Mental Load zu sein, wo nur das was die Frau macht, beziehungsweise was sie denkt das sie machen muss, als Arbeit gewertet wird und beim Mann davon ausgegangen wird, das er so zur Arbeit geht:

    und dort dann stressfrei ein bisschen die Eier baumeln lässt.

    Frauen erklären Männern gerne was sie selbst wollen und sie erklären Männern gerne was sie als Männer wollen sollen.

    • Na ja, es gibt schon viele Männer, die erst mit dem fröhlichen Pfeifen beginnen, wenn sie das Refugium des Hausdrachen verlassen haben. Denn dort gibt es bei manchen nicht viel zu pfeifen oder zu lachen.

      Wenn der Hausdrache aber diesen real existierenden außerhäuslichen Frohsinn wahrnimmt, dann ist er erst wirklich wütend – und interpretiert Erwerbsarbeit als riesigen Freizeitspaß seitens des Mannes. Und das ruft Missgunst auf den Plan.

      Wenn ich eine Frau wäre und mein Partner geht pfeifend und lachend zur Arbeit, wo er Abwasserkanäle von Jauche befreit, dann würde ich mich schon irgendwann fragen, ob die Freude an dieser Tätigkeit nicht auch ein klitzekleines bisschen mit mir zu tun haben könnte.

      Leider geht diese Selbstreflektion aber vielen Frauen ab.

  10. Sarkastisch fallen mir für Männer diese 3 häufigsten Gründe ein:

    – Weil sie erkennen, dass die Bindung zu den gemeinsamen Kindern so eng ist, dass die Mutter sie nicht mehr entfremden kann.

    – Weil sie erkennen, dass sie nicht für die emotionalen Befindlichkeiten und materiellen Gelüste der Frau verantwortlich sind.

    – Weil sie es satt haben, der Fussabtreter zu sein.

  11. Pingback: Kurzes Schlaglicht auf die Folgen einer Trennung | uepsilonniks

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