Die weibliche Brust als sexuelles Signal, welches durch sexuelle Selektion entstanden ist

Ich hatte hier schon einen Artikel dazu, dass weibliche Brüste beim Menschen ein Produkt sexueller Selektion sind.

Dagegen wird ja gerne behauptet, dass sie eben zum stillen notwendig sind. Aber Säugtiere haben üblicherweise keine Brüste, sie sind relativ exklusiv bei Menschen vorhanden. Allenfalls zeigen sich bei Tieren, die Stillen gewisse Brüste, die dann wieder verschwinden, wie ja auch die Brüste bei Frauen unter Milcheinschuß zulegen.

Zum Stillen benötigt werden im wesentlichen Milchdrüsengewebe:

Weibliche Brust, Milchdrüsengewebe

Das Anschwellen des Milchdrüsengewebes sorgt entsprechende für mehr Milch. Haben nun große Brüste mehr Milchdrüsengewebe?:
Ein paar Fundstellen:

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Für das Stil­len ist das Milch­drü­sen­ge­we­be ent­schei­dend. Grös­se­re Brüs­te ha­ben zwar mehr Fett­ge­we­be, nicht aber in je­dem Fall mehr Milch­drü­sen­ge­we­be. Die Grös­se der Brust hat also kei­nen Ein­fluss dar­auf, wie viel Milch pro­du­ziert wird.

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Wenn es ums Stillen geht, gibt es keine Zweifel – die Größe ist nicht entscheidend. Kleiner heißt daher nicht schlechter oder weniger.

Die Größe der Brust einer Frau wird hauptsächlich durch die enthaltene Menge von Fettgewebe bestimmt. Aber dieses Gewebe hat mit der Menge oder der Qualität der Milch nichts zu tun.

Wenn die Zeit gekommen ist Milch zu produzieren, stimulieren Hormone – angeregt durch die Geburt des Kindes und durch das Stillen – die Milchdrüsen in der Brust, Milch abzusondern und sie in die Milchgänge unter der Brustwarze und dem Brustwarzenhof (das dunkle Feld um die Brustwarze) zu schieben. Wenn ein Baby saugt, fließt die Milch in seinen Mund. (Mehr Einzelheiten erfahren Sie in unseren Artikeln rund ums Stillen)

Die Brüste einer stillenden Mutter werden größer, wenn sie sich mit Milch füllen – und sogar während der Schwangerschaft, weil die Milchdrüsen sich auf ihre Aufgabe vorbereiten. Das kann bedeuten, dass Sie sich schon während der Schwangerschaft einen Still-BH kaufen müssen. Aber egal, wie groß die Brust ist: Die Menge der Milch, die produziert wird, wird von dem Baby bestimmt.

Es ist ein raffiniertes System: Wenn ein Baby mehr trinkt, produziert die Mutter mehr Milch. Wenn es weniger trinkt, geht die Milchproduktion der Mutter zurück.
„Fast alle Mütter können viel Milch herstellen,“ sagt der Stillberater Jan Barger. „In den seltenen Fällen, in denen die Milchproduktion ein Problem ist, kann ein Stillberater / eine Stillberaterin eine entsprechende Analyse machen und helfen.“

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Ganz egal wie große Deine Brüste sind, die Milchmenge ist davon völlig unabhängig. 31% der Frauen in Deutschland tragen die BH-Größe 75B, was noch nicht wirklich zu “großen Brüsten” zählt. Wie viel Milch produziert wird, hängt vom Drüsengewebe ab. Die Größe einer Brust ist von der Menge des Fettgewebes abhängig. So kann eine kleine Brust genauso viel Drüsengewebe enthalten wie eine große Brust. Wenn die Milchproduktion nicht so richtig in Schwung kommen will, helfen häufiges Anlegen und sogenannte Still-Tees.

Alles natürlich keine Studien, also habe ich noch mal gesucht:

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The aim of study was to determine if there is any relationship between breast size and the quantity of milk produced during sucking in 57 primiparas who practiced exclusive breast –feeding. The infants‘ ages range between 6 and 24 weeks with a mean age of 8.13 (5.2) weeks. There were 31 male and 26 female infants. Both babies and their mothers were apparently well and were not on any drug that could affect fluid balance or breast milk production. The means breast volume (standard deviation) was 660.51(245.60) cm3 while the mean breast milk volume (standard deviation) produced was 131.75(58.82) mls. The breast volume of 15 mothers was less than 500 cm3 while the volume of 5 mothers was more than 1000 cm3. There was no correlation between breast size and breast milk production .The conclusion was that breast size does not determine the quantity of milk produced in the study subjects.

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Objective: To evaluate the correlation between lactating womenûs breast size and breast milk production.

Methods: 53 normal primiparous women with neither breastfeeding problems nor having drugs that affected milk production who delivered vaginally at Siriraj Hospital, Bangkok, Thailand were enrolled. On the 3rd day after delivery, breast size and breast milk volume were recorded by the same investigator at 3 hr after the last breastfeeding.

Results: The means of breast size and breast milk volume in this study were 13.5 ± 3.7 cm and 47.8 ± 18.3 ml, respectively. Regarding to the Pearson correlation test, breast milk volume had no significant correlation with breast size (rs= -0.112, p > 0.05), but showed a negative correlation with the maternal age (rs= -0.27, p < 0.05).

Conclusion: There is no significant correlation between breast milk volume and breast size. The small breast size woman should be counseled and reassured to get more confidence in breast feeding.

Für das Stillen wird die Größe der Brust also nicht gebraucht. Was sexuelle Selektion wahrscheinlicher macht.