Situationen, bei denen ihr damals nicht gemerkt habt, dass jemand was von euch wollte.

Gerade diesen Tweet gesehen:

Ich habe ähnliche:

Ich abends zu Gast bei einer Kommilitonin zum Film gucken, die Freundin von ihr, die auch da war verabschiedet sich unter Vorwand, ich sitze auf einem Sessel, sie auf dem Bett.

Sie: „ist der Sessel auch bequem? Sonst kann ich etwas Platz machen“

Ich: sehr bequem, alles bestens. (War er auch tatsächlich)

Ist auch ein Klassiker.

Bei euch?

 

 

 

 

 

 

 

62 Gedanken zu “Situationen, bei denen ihr damals nicht gemerkt habt, dass jemand was von euch wollte.

  1. Ich erinnere mich vage an eine Situation im Keller, im Fernsehzimmer, und eine Freundin schaute mit mir Star Trek. Sie lag dann auch mal (angezogen) auf mir drauf aber ich glaub wir haben dann weiter Star Trek geschaut.

    Ich war damals einfach nicht so weit, wusste überhaupt nicht was sie wollte und konnte auch mit der Situation nicht umgehen.

  2. Bis weit in meine Zwanziger war ich da völlig blind und begriffstutzig. Die Erkenntnis, dass da jemand was von mir gewollt hatte, kam oft erst viele Jahre später.
    Danach wurde meine Wahrnehmung besser, aber selbst heute dürfen die Avancen nicht zu subtil sein, damit ich sie bemerke.

  3. Gut, ich finde, man sollte solche „eindeutige/zweideutige“ Situationen auch nicht überinterpretieren bzw. die Gefahr ist auch gross, dass man sie überinterpretiert, manchmal natürlich auch unterinterpretiert, je nach dem, ob einem die Person super gefällt oder überhaupt nicht.

    • „Gut, ich finde, man sollte solche „eindeutige/zweideutige“ Situationen auch nicht überinterpretieren“

      Wichtig wäre es zu wissen, wie man weitermacht. Das sie das Zeichen evtl gesendet hat ist die eine Sache. Man kann die Situation ja entwickeln. Und dabei testen, ob es ein Zeichen war oder nicht.

    • Wenn es nichts war, ändert sich ihr Verhalten danach nicht. Wenn Du sie aber verschmähst , nehmen die meisten Frauen das nach meiner Erfahrung übel

  4. Boah widerlich die Zweets insbesondere der „Damen“. Wirklich wiiiiderlich. Alter, immer mehr Männer geben einen Fick, was die wollen. Mein Gott wie kann man nur so um ein schäbigen Ei kreisen, das einem als Mann im Westen häufig zum Verhängnis wird. Lächerlich, sind das Prinzessinen von Zamunda.

  5. „Als ich 18 war, hakte sich mal eine Freundin, die ich eigentlich ganz süß fand, auf dem Weihnachtsmarkt in meinen Arm ein und fragte, ob ich ihr ein Lebkuchenherz kaufe“

    Sie wollte von ihm etwas bezahlt haben. Die These, dass da notwendigerweise mehr war bzw. draus geworden wäre, finde ich sehr steil. Kann man zwar nicht ausschließen, aber wenn das von ihrer Seite aus Flirten sein sollte, hätte vor allem sie hinterher ihre Dummheit bereuen sollen.

    Ich denke aber nicht, dass da mehr war. Sonst hätte sie es ein zweites Mal und etwas anders probiert. Er macht sich was vor.

    • „Sie wollte von ihm etwas bezahlt haben. Die These, dass da notwendigerweise mehr war bzw. draus geworden wäre, finde ich sehr steil.“

      warum die negative Sicht? Und er hätte ihr ja noch nicht einmal eins kaufen müssen, er hätte auch anderweitig probieren können, ob sie was will. Es zunächst erst einmal als Zeichen für Interesse zu bewerten wäre ein guter Anfang. der nächste Schritt wäre zB sie (spielerisch) zu qualizifieren, also ihren „wert“ als potentielle Partnerin zu beweisen. Und ich glaube, wenn Männer zum einen eine höhere Aufmerksamkeit für solche Situationen hätten und diesen Weg kennen würden wäre es für viele sehr viel einfacher zu flirten.

      • Bla. Ich bin da voll bei Renton – nennen wir sie Susi, die wollte ein Ü-Ei. Das einzige, was ich davon im Nachhinein hatte, waren 80 Pfennig weniger.

        Wenn Frauen bumsen wollen, merkt man das schon. Freilich wandelt sich das ein bisschen mit zunehmendem Alter: als Teenager sind das noch eher unverfängliche Sachen wie „kannst Du mir meinen BH ausziehen?“, in den 20ern dann elegant verklausuliert, sowas in Richtung von „ich muss nächste Station aussteigen, und mein Freund ist gerade nicht zuhause“, aber mit Ende 30 simmer dann bei „wollt Ihr jetzt noch vögeln? Weil wir werden langsam müde“.

      • Christian ich muss sagen, wenn jemand Geld von mir will, denke ich genau das nicht.

        Das war früher so und hat mich einfach nur arm gemacht. Daher lehne ich aus Prinzip ab, wenn Frauen was haben wollen.

        Aber ja Fragen, ob man Geld leiht, den Umzug macht oder Aktivitäten zahlt bedeutet das. Besonders wenn Frau dann mit anderen Kerlen flirtet oder rummacht. Dann ises komplett klar.

        Muss da immer an eine Frau denken die die ganze Zeit meinen Kumpel küsst, ihn anfasst etc. Befiehlt mir dann aber ihre Getränke zu zahlen.

        • Ich würde mich auch nicht dafür aussprechen, dass man ihr einfach dieses Herz kauft Punkt natürlich besteht die Gefahr, dass sie einfach nur gerne ein bisschen mit Männern spielt und ihren Einfluss ausweitet.
          Aber es ist ja einfach das spielerisch herauszufinden und die Sache umzudrehen:
          Einfach so etwas sagen wie: oh, so ein lebkuchenherz ist eine sehr ernste Sache Punkt womit hast du es denn verdient? Und dann kann man einfach damit arbeiten, dass man immer wieder spielerisch anfühlt, dass das noch nicht reicht. Und wenn es tatsächlich flirten ist, dann wirst du mit „ich schenke ein solch wichtiges Herz nur Frauen, die zumindestens einmal für mich gekocht haben, wann wollen wir das denn mal machen?“ Einen Erfolg erzielen.

          • Das Problem ist hier, ich hätte da eher direkt Wut und Hass in mir. Liegt da auch eher an der negativen Prägung, dass meine freunde interessanter waren, aber ich nach Geld gefragt wurde.

            Muss aber sagen, mit einer eher härteren Art fahre ich besser.

      • Warum die negative Sicht? Ich finde „Ich würde dich gerne ausnutzen“ ganz allgemein einen grottenschlechten Flirteinstieg – wenn es überhaupt einer ist, und nicht einfach nur unverschämt ernst gemeint. Niemand sollte sich grämen, darauf nicht eingestiegen zu sein. Klar kann man damit etwas machen, aber außer Hardcore-Pickupartists, die aus allem etwas machen wollen/können, würde ich niemandem empfehlen, darauf Zeit, Energie oder gar Reue zu verschwenden.

        Deine Geschichte mit dem Sessel ist da eine ganz andere Kategorie. Darüber darf man sich getrost ärgern 😉

        • „Warum die negative Sicht? Ich finde „Ich würde dich gerne ausnutzen“ ganz allgemein einen grottenschlechten Flirteinstieg – wenn es überhaupt einer ist, und nicht einfach nur unverschämt ernst gemeint. Niemand sollte sich grämen, darauf nicht eingestiegen zu sein.“

          Es ist in der Tat nicht der beste Einstieg von der Frau. Aber ich kann auch Leute verstehen, die gern wüssten „war sie nur auch schlecht im flirten oder wollte sie nur ein Herz ausgegeben haben“.

          „Klar kann man damit etwas machen, aber außer Hardcore-Pickupartists, die aus allem etwas machen wollen/können, würde ich niemandem empfehlen, darauf Zeit, Energie oder gar Reue zu verschwenden.“

          Findest du es so hardcore? Wie gesagt, etwas spielerisches im Umgang zu lernen und den nächsten schritt zu kennen, schadet ja nie, es ist zumindest etwas übung

          • „Findest du es so hardcore?“

            Die bloße Fähigkeit zum spielerischen Umgang finde ich nicht hardcore, kann man ja auch gut gebrauchen, wenn es um Shitteste geht, z.B.

            Aber hier einzusteigen, bedeutet doch, sich entweder auf ein kackendreistes Mädel einzulassen oder auf eines, dass sich direkt am Anfang mal richtig dämlich anstellt. Letzteres macht sie nicht gerade attraktiv, ersteres richtiggehend hässlich. Wiewohl man das Letztere natürlich auch nachsehen kann, kann man sich auch einfach auf den Standpunkt stellen, etwas jemand besseres verdient zu haben. Insofern: Wer da einsteigt, ist Hardcore-PUA oder einfach mindestens ein bisschen dämlich.

          • @Renton

            oder auf eines, dass sich direkt am Anfang mal richtig dämlich anstellt

            Nun ja wenn er 18 war, war das Mädel wohl eher noch jünger, ergo höchstwahrscheinlich unerfahren. Darüber hinaus macht der Ton die Musik und es kommt darauf an, wie sie die Frage (so sie denn überhaupt exakt so gefallen ist) gestellt hat. Außerdem müsstest du dann auch Christian vorwerfen, dass er sich richtig dämlich angestellt hat, weil er im Sessel sitzen geblieben ist. Es ist nun mal so, dass sich Menschen, speziell wenn sie jung sind, manchmal dämlich anstellen.

          • Absolut, ich schrieb ja, man könne das auch nachsehen. Aber eigentlich geht es mir darum, dass der Typ sich jetzt noch quasi grämt. Er hat entweder alles richtig gemacht, weil er sich nicht hat ausnutzen lassen, oder er hat deutlich weniger falsch gemacht als das Mädel mit ihrer bescheuerten Anmache. In beiden Fällen sehe ich keinen Grund für ihn, irgendetwas zu bereuen. Wenn er das tut, spricht das meines Erachtens für mangelndes Selbstwertgefühl und/oder mangelnden Selbstrespekt.

          • „Aber hier einzusteigen, bedeutet doch, sich entweder auf ein kackendreistes Mädel einzulassen oder auf eines, dass sich direkt am Anfang mal richtig dämlich anstellt.“

            Oder man sieht es als Geschäft: Lebkuchenherz gegen Sex. Das sollte man ihr dann aber auch so direkt sagen.

  6. Bei einigen habe ich es gemerkt und wollte nicht 🙂

    Bei einigen ärgere ich mich bis heute, da ahnte ich zwar oft etwas, aber entweder es ging nicht, weil ich schon vergeben war oder ich habe den Übergang nicht gefunden, wusste nicht, wie weitermachen.

    Einige habe ich wohl vor den Kopf gestoßen, weil sie mein Verhalten als Annäherung interpretieren mussten, ich dann auf ihre vermeintliche Antwort aber nicht adäquat oder eindeutig reagiert habe, weil ich gar nichts von ihnen wollte, war sogar ein Schwuler drunter 🙂
    Sowas macht mir fast noch mehr zu schaffen, weil man nicht weiß, was man alles ausgelöst hat und weil es natürlich ultrapeinlich ist, wegen einer dieser Fälle meide ich sogar die Klassentreffen, um nicht dran erinnert oder damit konfrontiert zu werden. Im Nachhinein kann man gar nicht fassen, wie blöd man manchmal war, ich war echt ein Spätzünder.

  7. An sowas erinner ich mich nicht…

    Was mir dabei aber in den Sinn kam, waren Aktionen, bei denen ich kein spezielles Interesse seitens eines Mannes vermute, bspw. Arm um die Schultern legen, u.U. währenddessen ohne Vorwarnung ein Selfie schießen (hasse ich sehr!), oder auch mich hochheben und herumwirbeln.

    Und ein paar mehr Dinge sogar, die ich schon häufig gebracht habe ohne „was von ihm zu wollen“, wie:
    – auf den Schoß setzen
    – ankuscheln/anlehnen
    – Händchen halten
    – ihm in die Arme springen und ihn mit den Beinen umklammern
    – (auf den Mund) küssen (ohne Zunge)

    Klar muss ich ihn da schon mögen für – aber das war halt gleichzeitig Nichts, was ich komplett eingestellt hätte sobald glücklich verpartnert.
    Kommt immer auf den Menschen an.

    • „Und ein paar mehr Dinge sogar, die ich schon häufig gebracht habe ohne „was von ihm zu wollen“, wie:
      – auf den Schoß setzen
      – ankuscheln/anlehnen
      – Händchen halten
      – ihm in die Arme springen und ihn mit den Beinen umklammern
      – (auf den Mund) küssen (ohne Zunge)“

      Na, wer solche Signale sendet, ohne etwas zu wollen, kann „Missverständnisse“ schon direkt einplanen. Warum nur fällt mir da die hohe Falschbeschuldigungsquote bei sexueller Belästigung ein?

          • Grundsätzlich kein Problem (vielleicht bis auf das Hinsetzen & Springen^^), und damit ich mir was dabei dächte, müsste noch mehr dazu kommen.

            Praktisch ist so viel Tuchfühlung natürlich seeeehr selten geworden… (auch) weil man schon dazu neigt, das nicht vor dem Partner (dem eigenen und/oder dem des Gegenübers) zu machen.

      • Die Männer, an die ich mich da jetzt jeweils im ersten Moment erinnern konnte, haben mir auch tatsächlich keine Probleme gemacht.

        Aber je weiter ich zurück gehe…
        gerade speziell als Teenie ist die Sache ja oft nicht „Alles oder Nichts“.
        Bzw. man will eigentlich nur eins, nämlich Rum-Knutschen (vielleicht).
        Und da kanns natürlich zu „Missverständnissen“ kommen.
        Mit Falschbeschuldigung hat das aber m.E.n. auch nix zu tun, weil es eben schlichtweg legitim ist, intime Handlungen jederzeit abzubrechen bzw. nicht (noch) weiter zu führen.

        • Da stimme ich Dir zu. Im Jugendjahren sind solche (Selbst)Erkundungen meist noch harmlos. Wenn man im fortgeschrittenen Alter solche Signale sendet, sollte man sich halt klar sein, was das aussagt bzw. aussagen kann, und nicht hinterher in Hysterie verfallen, wenn darauf reagiert wird. Ich rede hier ausschließlich vom normalen Rahmen, nicht ins Gebüsch zerren o. ä..

          • „In Jugendjahren sind solche (Selbst)Erkundungen meist noch harmlos“

            Gerade in Jugendjahren hab ich allerdings die schlechtesten Erfahrungen gemacht… Oder wie meintest Du das?

          • Ich hatte die Falschbeschuldigungen vor Auge, als ich kommentierte. Ich denke, die Gefahr solcher steigt mit den Lebensjahren.

  8. Ich fand sowas als Teenager auch schwierig. Wobei objektiv ich heute vermutlich nicht besser da stehen würde, da seit 15 Jahren mit der selben Frau zusammen.

    Es gab da aber gleich mehrere Situationen – so im Rückblick betrachtet war ich vielleicht doch attraktiver als ich dachte. 😀

    Zwei davon:
    Die erste war ca. ein Jahr älter als ich – was mit 16 ja eher ungewöhnlich ist. Dementsprechend war ich sehr unsicher, ob sie mehr wollte. Ich war mir aber sicher, dass ich nicht mehr wollte. Die Peinlichkeit sie darauf anzusprechen wollte ich mir aber auch nicht geben. Bis sie dann irgendwann aufgegeben hat und meinte, ich könne sie ja nicht mal richtig umarmen – hehe. Ein bisschen Gezeter auf dem Marktplatz und nach einigen Monaten war das aber auch gegessen. Befreundet waren wir danach nicht, aber konnten recht normal miteinander reden.

    Bei der zweiten (nennen wir sie S.) war ich mir schon etwas sicherer, habe aber irgendwie den Moment verpasst zu sagen, dass ich nicht mehr will. Einige Wochen später hatte sie dann einen Freund. Da war ich mir dann nicht mehr so sicher, bzw. im Gegenteil davon überzeugt, ich hätte mich geirrt. Dann habe ich meine Freundin (heute Frau) kennengelernt, die eine der besten Freundinnen von S. war. Das gab dann wohl auch irgendwie etwas Streit und ein paar Monate später war ich mir dann sicher, dass mein erstes Gefühl (mit dem verpassten Moment) sehr richtig war.

    Ich würde mal vermuten, dass das so ein typisches Kommunikationsproblem zwischen Männern und Frauen ist. Mein bester Freund hat zwar keinen festen Partner, aber immer mal kurz was ist anscheinend unter Schwulen sehr einfach. Hätte eine der beiden

    • „Mein bester Freund hat zwar keinen festen Partner, aber immer mal kurz was ist anscheinend unter Schwulen sehr einfach.“

      Sagen wir „einfacher“ 🙂

      „Hätte eine der beiden“

      Ja?

        • „Hätte eine der beiden einfach mal am Anfang deutlicher was gesagt, dann hätten wir uns den Eiertanz jeweils sparen können.“

          Deutlich und klar zu artikulieren was man möchte ist allerdings keine weibliche Eigenschaft.

  9. Ist ja ein altes Meme, dass einen das Gehirn nachts um drei an irgendeinen Fauxpas erinnert und man dann den Rest der Nacht wachliegt. Der Thread hat mich jetzt massiv getriggert. Aber wohl nicht nur mich wie es scheint.

  10. Kenn ich. Den ganzen Abend nix gemerkt, bis die Damen dann handgreiflich wurden.

    Dabei wollte ich doch nur eine nette Unterhaltung bei einem guten Wein.

  11. Einmal, wo mir eine sagte, sie fände mich süß. Damals – Teenyzeiten – überlegte ich, ob das wohl Verarsche war.
    Einmal hat mir jemand gesagt, dass mir eine schöne Augen gemacht hätte, und ansonsten kann ich mich an keine Stelle erinnern, wo es mir erst im Nachhinein auffiel.
    Entweder, es gab sie nicht, ohne es ist mir bis heute nicht aufgefallen.

    • Bei mir was es verarsche. Am nächsten Tag wusste die ganze Schule davon. Ich hatte mich aber auch von meinen Eltern überreden lassen zu den Date. Die Sache hatte nämlich schon etw. Geruch 😂

    • So einen Fall hatte ich auch mal, wo ich eine „Anmache“, nämlich ein Kompliment auf einem Zettel, für Verarsche hielt. (Ich war vorher in der Richtung dieses Kompliments verspottet worden.) Ich warf den Zettel achtlos weg, bald darauf beschwerte sich ein Mädel bei mir darüber… möglicherweise eine Freundin der Verehrerin. Heute vermute ich, dass tatsächlich Verarsche im Spiel war, aber von einer dritten Partei: Irgendjemand hatte den Ratschlag zu dem Kompliment gegeben, wohl wissend, dass ich es in den falschen Hals kriegen würde.

      So kann’s gehen im Leben. Wer meine Verehrerin war, habe ich nie erfahren.

  12. Hört man auf meine Umwelt, ist mir das schon oft passiert.
    Ich muss aber sagen, wenn ich mal was versucht habe, wollten die Frauen nie.
    Ich hatte normalerweise eher den Fall, dass man mir sagte, ich bin nicht gut genug, aber wenn ich das akzeptiert habe, haben sich genau diese Frauen immer gemeldet und wollten dann unbedingt.

  13. Ich weiß nicht, wer es gesagt hat, aber es stimmt: am Ende unseres Lebens bereuen wir nicht die Dinge, die wir getan haben, sondern die Dinge, die wir nicht getan haben.

    Ich habe viel zu bereuen.

  14. Ich toppe bei dem Thema alle. Beim Frühstücken hab ich einer Frau gesagt, dass ich beim vögeln mit zwei Männern beobachtet hab und ich’s schön fand. Darauf hat sie gesagt, sie sei noch etwas müde und sie wolle sich oben im Gemeinschaftsschlafraum noch etwas hinlegen, und ob ich sie in 10 min wecken kommen könnte. Ich hab ihr ganz naiv gesagt: sie hätte doch ein Handy!

  15. Ich halt’s da lieber mit Marcus Aurelius und den Stoikern (wahlweise lässt sich das auch aus so ziemlich allen Buddhismus Formen extrahieren): verweile nicht in der Vergangenheit (Bedauern) oder der Zukunft (Angst), lebe im hier und jetzt. Nichts ist sinnloser als sich einen Kopf drum zu machen, was alles hätte sein können müssen dürfen .. es ist vorbei. Das ist für mich der Kern des „mit sich selbst im Reinen sein“: die Dinge die ich getan, und die, die ich gelassen habe, was ich verkackt und was ich hinbekommen hab .. das ist alles okay. ich bin okay. Ich muss niemand was beweisen, auch mir selbst nicht.

  16. Gab ja auch welche, bei denen ich echt Angst hatte, dass die etwas von mir wollen könnten.
    Denn wenn sich das als wahr herausstellt – wie kriegt man es wieder weg?
    Wie wird man eine wieder los, die geradezu manisch fixiert ist?

    Das hat mich in meinem Leben mehr beschäftigt als die Frage, ob da nicht mal die Gelegenheit für einen Stich durchgerutscht ist.

    Der schnelle Stich hat mir fast immer nur Ärger und nachhaltiges Brimborium eingebracht. Dabei kann ich mir doch einen fast ähnlich wohligen Orgasmus auch mit nem Porno generieren.
    So what?

    Auch in meinem Freundeskreis kenne ich keinen, der seinen schlimmen Finger beliebig einführt, wenn sich etwas mit 37 Grad Celsius Körpertemperatur öffnet.
    Ok, einer war mal so blau, dass für ihn plötzlich alles schön war.
    Der ist dann aber auch beim ersten Erwachen in der Nacht sofort durch das winzige Badezimmerfenster getürmt, damit das ein Ende hat. Er verbucht es mittlerweile als Albtraum.

    Ich verstehe diesen immer wieder kolportierten Drang unter Männern nicht, in irgendwas Sich-als-Frau-lesen-lassen-Wollendes ejakulieren zu müssen.
    Das sollte man sich doch vorher ordentlich, nüchtern und in Ruhe anschauen.

  17. Eine niederländische Freundin hatte mich zum Abendessen eingeladen. Ich musste sehr kurzfristig absagen, weil der Weg zu ihr durch einen fiesen Sturm unpässlich wurde. Ich habe damals nicht verstanden, warum sie deswegen so tief enttäuscht war.

  18. Mir ist es noch nie passiert, dass ich Signale nicht verstanden habe.
    Bis ich 29 war, lag das daran, dass es einfach keine Signale gab.
    Die Signale, die mir meine jetzige Frau dann sendete, waren unübersehbar, z. B. mich zu einem gemeinsamen Kochen mit Leuten aus unserem Studiengang in ihrem Studentenwohnheim einzuladen, wo sich dann herausstellte, dass sie außer mir niemanden eingeladen hatte.

  19. Erinnere mich noch dunkel an eine Anfrage einer Kommilitonin sie nach Hause zu fahren. Weiß nicht mehr was der Grund für die Ablehnung war. Habe mir aber hinterher in den Hintern gebissen es nicht getan zu haben.

  20. Ich möchte über die 5-10 Fälle, die mir so in den Sinn kommen, nicht sprechen.

    Okay, die Studentin, die mich als frischen Abiturienten und per Anhalter unterwegs, mitgenommen hat, vielleicht? Die bat mich ihr mit Mathe zu helfen, was überhaupt nicht in meinen Zeitplan passte, aber ich war bereit den umzuschmeißen, hatte aber fast 0 Erfahrung und war super unsicher. Sie hat dann aber weder die Zügel übernommen, noch kam sie auf das Mathethema zurück.

    Teils war ich in der Situation selbst paralysiert und wusste nicht, wie weiter, teils sind mir Situationen erst später als mögliche Annäherungen aufgegangen.

    Solche Signale sind eigentlich super und ich wünschte, ich würde sowas besser beherrschen: Signale geben, die man aber auch abstreiten könnte, so dass man aus einer Ablehnung unbeschadet herauskommt.

    Wenn aber meine Fehlerquote auf der anderen Seite ähnlich groß wäre?

    Da sich die Begebenheiten sehr ins Gedächtnis eingeprägt haben waren sie offenbar wichtig für mich.

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