26 Gedanken zu “Amazon: Die Ringe der Macht

  1. Amazon sagt das die Serie nur an Tolkiens Werk angelehnt ist. Die Serie wird also kein Canon – für Fans 🙂

    Mir wäre es lieber sie würde es dann gleich lassen. Tolkien hat etwas erschaffen. Amazon kann – ähnlich wie Morgoth und Sauron – nur etwas existierendes nehmen, verdrehen und in etwas bösen verwandeln – muhahaha – aber nicht selbst schöpferisch tätig sein 😉

    • Bin ich der einzige, der diesen wirbel um Canons nie verstehen wird. Ich mag Phantasie, aber was interessiert mich, ob was Canon ist?
      Bei dem Star Wars Zeug schaue ich auch einfach nicht.

      • Kannst du dir ja mal anschauen:

        Wenn man es mag das mehrere Werke aus einem Universum in sich logisch sind, dann ist der Canon die Grundlage. Ansonsten hat man sowas wie Rey aus Star Wars, die ohne Ausbildung an dem Tag an dem sie das erste Mal ein Lichtschwert in der Hand hält, einen ausgebildeten Machtnutzer, aus einer Familie mächtiger ausgebildeter Machtnutzer, der zu dem von gleich mehreren Meister in allen möglichen Macht-Dingen ausgebildet wurde, im Kampf besiegt.
        Das ist einfach unlogisch und macht dann keine Spass. Wenn einfach alles möglich ist und es keine Grenzen gibt, wo ist denn da die Spannung. Da Drehbuch wird schon dafür sorgen das ein Wunder passiert.

      • Du bist sicherlich nicht der einzige, aber den echten(TM) Fans ist das nun einmal wichtig. Der Critical Drinker erklärt hier, warum.

        Ich persönlich kann eine inkonsistente Fantasiewelt auch nicht leiden. Ist wie mit schlechten Action- oder Superheldenfilmen. Wenn die Action zu abgehoben ist, man gar nicht mehr einschätzen kann, ob eine Handlung gefährlich für die Protagonisten ist oder nicht, wird es einfach langweilig, weil man nicht mehr mitfiebern kann. Wenn die Geschichte oder der Charakter von Protagonisten ständig geändert wird, ist es auch langweilig, weil man ständig mit allem rechnen muss und das Herz an nichts mehr andocken kann.

      • Wenn man sich nicht für Kanon interessiert, ist es natürlich egal.

        Aber für dasselbe Geld könnten die sich eine komplett eigene Fantasy-Welt ausdenken, und hätten noch eine VIERTEL Mrd. Dollar übrig.

    • Ich befürchte es wird ziemlich „woke“ werden, die Frage ist wie sehr. Galadriel als große Kriegerin ist aus meiner Sicht erst einmal ein schlechtes Zeichen. Das spricht erst einmal dafür, dass da die Gefahr einer „starken unabhängigen Frau“ die wenig tiefgang, dafür aber viel „Message“ hat.

      Wobei man natürlich Kritik an einem Verstoß gegen Lore so oder so sehen kann: Den meisten Zuschauern wird es egal sein, ob Zwerginnen Bärte haben oder nicht. Die Tolkinpuristen wird es aufregen.

      • „Galadriel als große Kriegerin“

        Ich glaube die haben keine Idee wie man einen weiblichen Charakter schreibt.

        „Den meisten Zuschauern wird es egal sein, ob Zwerginnen Bärte haben oder nicht.“

        Richtig. Die woken Änderungen sind aber auch immer die gleichen. Wenn es irgendeine Kampfsau gibt, ein Mechaniker- oder Hacker-Ass, dann ist das heute in woke Serien und Filmen immer eine Frau.

      • Prinzipiell geht das, wenn man das gescheit erklärt.
        Sie ist ziemlich groß für eine Elbenfrau, ihre Mutter nannte sie „Mann-Mädchen“, und zum Zeitpunkt der Geschichte hat sie ihren Zauberring noch gar nicht.

      • Galadriel nervt mich jetzt schon.

        Das wird eine volle „Mary Sue“ Behandlung.

        Dabei ist das so ein toller Charakter. Mächtig, ohne Feinde zu zermalmen. Ohne Körperlichkeit. Ohne wilde Explosionen oder Superduperartefakte.

        Sondern dadurch, dass sie eine Brosche, ein paar Mäntel, etwas Brot und ein Fläschchen mit Licht schenkt. Gerade genug.

        So ein wundervoller Charakter, der jetzt von gewöhnlichen Lohnschreibern mit 08/15 Ideen kaputt gemacht und banalisiert wird. Eigentlich der feministischste Charakter, den ich kenne. Und kriegt jetzt ein Mary Sue Treatment von Leuten, die weibliche Stärke nicht mal erkennen, wenn sie vollkommen klar vor ihnen liegt.

        Stattdessen muss dieser Charakter mit Zügen ausgestattet werden, die bei Männern „toxisch“ genannt werden, um die oberflächlich patriarchalische Definition von „Stärke“ zu befriedigen, die diese Kleingeister haben.

        • Funfact – den Namen „Galadriel“ hat sie von ihrem Mann.
          Die Geschichte, wann und wo die beiden sich kennen lernen, ist irgendwie im Nebel der Geschichte untergegangen, so dass die Geschichte, wie sie ihn kennenlernt, vllt. noch kommt. (Nicht ganz im Einklang mit Tolkien, da die beiden schon im ersten Zeitalter heirateten, aber könnte man gelten lassen.)
          Nur: wenn sie im Trailer schon so heißt, müsste Celeborn schon aufgetaucht sein.
          Aber nein, Starke Power-Frauen müssen zu haben sein. Ähh, ich meine: Single.

    • XYZ „kann – ähnlich wie Morgoth und Sauron – nur etwas existierendes nehmen, verdrehen und in etwas bösen verwandeln“
      Dass das eine Konstante in der Woke-Welt ist wäre Tolkien nicht entgangen.

  2. Ich gebe der Serie eine Chance. Bin jetzt nicht so der Hardcorefan und fange schon vorher an zu jammern, weil die Elben auch mal kurze Haare haben.
    Ich sehe das eher locker. Verkacken können sie es natürlich trotzdem.

  3. Hm hab das Silmarillion länger nicht gelesen,
    Galadriel hat im Herr der Ringe schon eine gewissen Macht inne (Ringträger) und theooretisch kann man sie schon als Bad Ass Motherf* darstellen, die Darstellung von Legolas und Gimli ist ja auch extrem vom Buch abgewichen (Legolas als unbsesigbarer Überkrieger und Gimli als Witzfigur)
    Was jedenfalls nicht geht sind schwazre Elben, Zwerge, Menschen und Hobbits.

    Im Silmarillion geht es „nur“ um die Geschichte der Elben, wenn Menschen darain vorkommen dann sind das „nur“ die Vorfahren Aragorns, Zwerge und Hobbits spielen darin kaum oder keine eine Rolle.
    Auch interessant wäre hier Aragorn, dessen Vorfahr ist der Bruder Elronds und Elrond wiederum ist der Schwiegersohn von Galadriel und die Tochter von Galadriels Cousin ist die Mutter von Elrond und wenn man dann bedenkt das Aragorn die Tochter von Elrond heiratet muss man sich fragen ob das nicht eine riesige Geschichte um Inzest und verwandschafts Ehen ist.

    • „Galadriel hat im Herr der Ringe schon eine gewissen Macht inne (Ringträger) und theooretisch kann man sie schon als Bad Ass Motherf* darstellen,“

      Wenn sie eine Art Zauberin oder Bogenschützin gewesen wäre, dann wäre es aus meiner Sicht passender als Plattenrüstung und Zwei- bis eineinhalbhänder. Aber es gibt natürlich diskussionen darüber:

      Für mich passt der Körper der Schauspielerin nicht zu dem Ansatz einer Kriegerin. Da hätte sie noch ein paar Muskeln aufbauen müssen.

      • Wobei das wieder der Elfengestalt wiedersprechen würde wenn sie Muskulöser wäre.
        Im Grunde wäre es OK wenn sie wie im Hobbit dargestellt würde also Schwert und Zauberei. Plattenrüstung und Zweihänder passt wirklich nicht so richtig

        Im Silmarillion wird sie zwar als eine der Anführerinen bei der Rebellion gegen die Valar, beschrieben, dass Sie Nenya den Wasser Ring trägt, die mächtigste und schönste aller Elben ist und am ersten Sturz von Sauron beteiligt war.
        Wobei ich mir nicht sicher bin aber ich glaube sie war im Silmarillion weniger Abenteurer sondern mehr Bücherwurm. Mehr Gandalf weniger Aragorn.

      • Männliche Elben sehen auch nicht gerade wie Bodybuilder aus, und Elben haben auch nicht so viel Geschlechtsdimorphismus.
        Wenn man also den Teil der Geschichte zuende denkt, ist Galadriel nicht so viel „femininer“ als ihre männlichen Artgenossen.
        Also wie bei Zwergen.
        Nur Menschen sind schon wieder die Freaks, bei denen die Geschlechter so unterschiedlich aussehen.
        Vermutlich, damit die Nachtblinden einander auch im Dunkeln finden. 😉

        • „Männliche Elben sehen auch nicht gerade wie Bodybuilder aus, und Elben haben auch nicht so viel Geschlechtsdimorphismus.“

          Bei ihr sieht man halt, dass sie eine 160 groß ist und 50 Kilogram wiegt. Wenn sie auf schnelle Bewegung und technik mit einer etwas leichteren Waffe setzen würde, dann wäre es aus meiner Sicht überzeugender. So… um ihr das abzunehmen hätte sie schon zumindest mal etwas muskeln aufbauen müssen meiner meinung nach

          • Das kümmert heute nicht mehr. Ich habe vor kurzem Prey gesehen. Da kämpft die 50kg Indianerin, die wahrscheinlich noch nie einen richtigen Zweikampf bestritten hat, weil Frauen das in der Kultur nicht machen, gleichzeitig gegen vier 100kg+ Schweinehunde, die sicherlich schon den einen oder anderen richtigen Kampf erlebt haben. Und natürlich gewinnt sie. Die hat keine Kampfausbildung oder sowas. Keine Ahnung wie sowas glaubhaft verkauft werden soll.
            Na klar, für Female Supremacisten ist natürlich klar das Frauen sowas können… außer in den eigenen vier Wänden und wenn es gegen den Ehemann geht. Da sind Männer stärker und die Gewalt gegen sie ist nicht so schlimm, weshalb man die ganze Hilfe allein auf Frauen konzentrieren soll.

    • Hobbits gehen gar nicht, egal welche Hautfarbe. Waren im zweiten Zeitalter völlig unbekannt, und nie erwähnt.

      Auch gegen schwarze Elben habe ich nichts. Kann man durchaus unterbringen, z. B. bei den Avari. Die, die sich nach dem Erwachen nicht mit auf den Weg nach Westen gemacht haben und Oromes Einladung gefolgt sind. Da gibt es keinen Widerspruch. Kann man ausgestalten, wie man will.

      • Es ist ja ein Zeichen woker Produktionen, dass sie sich leider keine Mühe geben das Vorhandensein einzelner schwarzer in einer ansonsten weißen Bevölkerung irgendwie zu erklären. Müssen dort selbstverständlich sein und keiner Erklärung bedürfen.

        Interessanterweise darf es auch keinerlei Rassismus geben, der sie wegen ihres anderen Aussehens trifft, gar nicht erwähnt werden

      • Die hätten die Serie gut in Harad oder in Rhun ansiedeln können. Darüber ist so gut wie nichts bekannt und sie hätte freie Hand. Die Leute dort hätten alle eine dunklere Hautfarbe und sie müssten dann nicht mal Weiße casten. Also 100% Diversity. Das wäre bei Tolkienfans sicherlich gut angekommen. Aber etwas neues zu erschaffen geht ja nicht. Man nimmt lieber das was die Fans kennen und lieben und ändert alles auf woke.

        Was denken diese Leute eigentlich warum die Menschen verschiedene Hautfarben haben oder wie das Reisen da ablief? Wieso sollte ein Zwerg, der unter der Erde lebt, schwarz sein? Es müsst da dann ein Zwergenvolk geben das über Generationen oberirdisch lebte, damit sich so eine Hautfarbe herausbildet.

        Bei Rad der Zeit genau das gleiche. Die Bücher-Geschichte führt die Protagonisten durch verschiedenen Kulturen, die z.B. an Wüstenvölker oder Ostasien angelehnt sind. In der Serie ging es aber nicht das man erst in späteren Folgen auf Menschen mit politisch korrekter Hautfarbe trifft. Deswegen gibt es eben in die Dorf am Anfang ,das an Europa im Mittelalter erinnert, auch Schwarze und Ostasiaten, neben ansonsten hauptsächlich Weißen.

        • Richtig Geil in der Hinsicht ist der Realfilm zu Avatar: The Last Airbender.
          Vier Kulturen, die Ostasien bzw. dem Nordpazifik nachempfunden sind.
          Aber nicht 1:1, zum Beispiel haben die „Eskimos“ in der Vorlage braune Haut, meist dunkelbraune, glatte oder wellige Haare und wasserblaue Augen (könnte man Latinoas nehmen).
          Die Protagonisten aus dem Volk werden im Film mit überhaupt nicht latinoartigen Weißen gecastet, die Statisten mit realen (?) nordamerikanischen Ureinwohnern.

          Das ist nicht das einzige Beispiel, warum der Film nix taugt, aber wenn das schon SO anfängt…

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