166 Gedanken zu “Ukraine 9

    • Russland war unter Jelzin ein failed state, jetzt ist es m.E. keiner mehr, wirtschaftlich aber noch eher ein Entwicklungsland, technisch und bildungsmäßig ein gutes Stück weiter. Die Ukraine kann ich nicht wirklich einschätzen, m.W. jedenfalls nicht besser als Russland.

      Aber in Wirklichkeit kämpft nicht die Ukraine gegen Russland, sondern Selinsky und sein Oligarch verkaufen die Ukrainer an den Westen, damit sie in einem nahezu aussichtslosen Stellvertreterkrieg Russland schwächen.

      Da müssen wir nicht nur nicht dabei sein, da sollten wir uns mindestens komplett raushalten, ich halte das für ein Verbrechen, wie die Amerikaner im letzten Jahrhundert einige angezettelt haben (und stolz drauf sind).

      • Ich habe private Berichte aus Russland und der Ukraine. In beiden Ländern möchte ich nicht leben. Dort regiert jeweils die Mafia. Den einfachen Ukrainern könnte es egal sein, wer sie ausbeutet, aber sie lassen sich lieber für ihre Mafia abknallen. Und der Deutsche friert sich bald den Arsch für die ukrainische Mafia ab. Wie blöd kann man sein? Robert und Annalena werde es schön warm haben. Der Bundesaugust dimmt das Licht seines Schlosses, geile Idee, das werde ich auch tun. Oh Shit, meine Gartenleuchten laufen ja mit Solar, die kann ich nicht ausschalten. Soll ich sie aus Solidarität abdecken?

        • „Ich habe private Berichte aus Russland und der Ukraine. In beiden Ländern möchte ich nicht leben. Dort regiert jeweils die Mafia.“

          Direkter Kontakt fehlt mir leider, zumindest habe ich keine aktuellen Stellungnahmen. Wenn das stimmt, was sich aus diversen Dokus entnehmen lässt, bessert sich der Lebensstandard, langsam und von einem sehr niedrigen Niveau aus kommend. Der „Mittelstand“ dürfte vergleichbar zu uns dastehen, aber er ist halt vermutlich noch rar gesäht.

          „Soll ich sie aus Solidarität abdecken?“

          Unbedingt! 🙂

          Mal sehen was mit Annalenchen und Habeck passiert. Wenn es ganz hart auf hart kommt, kann es auch gut sein, dass die Ceaușescu und seiner Frau folgen.

          Man tut sich immer schwer damit, sich Sachen vorzustellen, die man noch nicht selbst erlebt hat der normalcy bias halt:
          https://de.wikibrief.org/wiki/Normalcy_bias
          Wenn sie dann passieren, steht man unter Schock. Hatten wir die letzten Jahre schon mehrmals und es scheint sich noch zu steigern. Würde ich jemanden aus den 90igern von den letzten zwei Jahrzehnten erzählen, würde er mir ziemlich sicher keinen Glauben schenken. Von daher: schwierig abzuschätzen, was uns noch erwartet.

  1. Hab eben mitbekommen, dass Julian Reichelt (ehem. BILD-Chefredakteur, wegen Sexismus-Anschuldigungen o.ä. geschasst) seit über 3 Monaten einen eigenen Youtube-Kanal namens „Achtung, Reichelt!“ betreibt. Mal ein Video von vor 2 Tagen:
    https://www.youtube.com/watch?v=Dv8QHSAxCwM
    „Geheim-Sitzung! Regierung wurde vor Plünderungen und Blackout gewarnt“

  2. So langsam scheinen auch unsere Massenverdummungsmedien zu schnallen, was uns nächsten Winter erwartet, nachdem es jetzt von x Experten vorgerechnet und mit Warnungen versehen durchgereicht wurde. Zumindest vergeht kein Tag ohne alarmistische Berichte.

    Natürlich können die noch immer nicht von „kalter duschen“ und „mehr Pullover anziehen“ ablassen, ein guter ÖR-Klugscheißer-Volkserzieher kann halt nicht aus seiner Haut (das Ausland macht sich über die skurrilen Vorschläge schon lustig, von wegen in der Dusche pinkeln und nur noch einmal die Woche duschen). Auch die Schuldigen stehen natürlich schon fest, an oberster Stelle (ganz klar) der teuflische imperialistische Putin, gleich hintendran diejenigen, die sich um die deutsche Energieversorgung sehr verdient gemacht haben (wenn auch sicher nicht ganz uneigennützig), etwa Schröder, an dritter Stelle diejenigen, die Gas als „Brückentechnologie“ ausgebaut haben, wegen Energiewende.

    Nicht schuldig im Sinne der verlogenen Anklage: diejenigen die kontraproduktive Sanktionen einführen und mit einem Staat in Konflikt treten, von dem wir abhängig sind, egal wie dumm und unverantwortlich das ist, es wird kaum erwähnt. Nicht schuldig auch Merkel, die immerhin fast zwei Jahrzehnte die Entwicklung begleitet hat, aber klar, die hat immer nur auf die Massenmedien gehört, die alle vor sich hertreiben, kein Atom, keine Kohle, kein Öl wollen, nicht rechnen können und… die natürlich auch vollkommen unschuldig sind. Diese freche Dreistigkeit regt mich am meisten auf.

    Ich bin wirklich gespannt, ob wir noch die Kurve kriegen vor dem Winter. Vielleicht haben wir Glück und die Ukraine kapituliert im Herbst, aber ob das noch was ändern würde, weiß der Teufel. Sehenden Auges und mit wehenden Fahnen in den (vollkommen überflüssigen) Untergang… wie man die Deutschen ein Volk der Dichter und Denker nennen kann, wird mir auf immer unverständlich bleiben, muss lange her sein…

  3. Gerade eingestellt dass ich diesem Blog nicht mehr folge. Mit den ganzen Putin-Getreuen will ich nichts zu tun haben, mit keinem Einzigen.
    Es bringt ja auch nichts darauf aufmerksam zu machen, dass man hier sonst ständig die USA kritisiert, man gilt bei denen trotzdem als von US-Propaganda verseucht. Nur weil mein sie einmal nicht als den Schuldigen sieht.
    Und wer schreibt „Vielleicht haben wir Glück und die Ukraine kapituliert im Herbst“ ist für mich nichts anderes als ein über einen ganzen Leichenberg laufender Schwerverbrecher.
    Ich gehe jetzt und klicke diesen Blog nie wieder an, wer hier jetzt also antwortet wird keine Reaktion erhalten.

    • Wenn man die Ukraine nicht unterstützt, ist man dann automatisch ein Putin Anhänger? Ich habe keine Probleme damit, beide Regime nicht zu mögen.

      • „Ich habe keine Probleme damit, beide Regime nicht zu mögen.“

        In der Tat: Nicht nur Russland, sondern auch die Ukraine wird immer autoritärer. Inzwischen werden die Medien schon vom Staat kontrolliert (in der Ukraine)!

        • Allerdings: Wenn die Ukraine gewinnt, dann haben die Ukrainer es leichter, ihr Regime loszuwerden, als, wenn die Russen gewinnen, denn fremde Armeen gehen eher mit brutaler Gewalt gegen das Volk vor als die Armee des eigenen Landes (nicht, dass das nicht auch möglich wäre, siehe Myanmar und Sri Lanka, aber es ist unwahrscheinlicher).

    • @MArcus:
      Das ist schade. Ich denke ein großes Problem in der heutigen Zeit ist, dass viele nicht mehr diskutieren und debattieren können bzw. wollen. Es gibt fast nur noch extreme Meinungen. Entweder man ist zu 100% dafür oder zu 100% dagegen. Dazwischen gibt es für viele nichts mehr. Und wenn man nicht der der eigenen Ansicht folgt, ist man nicht wie früher anderer Meinung, sondern gleich Unterstützer des bösen, mit dem man nichts mehr zu tun haben darf. Am besten sollte die Existenz von Leuten mit einer zu mir abweichenden Meinung gefährdet werden.
      Genau die Entwicklung zu diesem Miteinander, die mir erstmals bei der Flüchtlingskrise 2015 richtig bewusst wurde, sorgt für eine Spaltung der Gesellschaft, die bald nicht mehr zu reparieren ist.
      Für die Politik ist das gut, denn dann kann man immer auf eine schuldige Gruppe zeigen. Ob bei der Flüchtlingskrise, Klima, Brexit, Trump, Corona oder Ukraine.

      Ich finde auch in diesem Konflikt gibt es nicht nur die extremen Seiten. Nur weil man die Unterstützung Deutschlands/des Westens für die Ukraine kritisiert, heißt das ja nicht, dass man den Angriffskrieg Russlands gut heißt. In der Internationalen Politik gibt es immer viele Interessen und nur selten wird „fair“ gehandelt.
      Ich persönlich finde es katastrophal, wie blind die Politik uns in einen Wirtschaftskrieg mit Russland hereingezogen hat, der unsere Wirtschaft und damit den Wohlstand sehr schnell zerstören kann. Die Sanktionen wurden aus meiner Sicht blind, aus dem Gefühl der moralischen und mächtigen Überlegenheit beschlossen, ohne die Folgen wirklich zu überblicken. Um den Angriffskrieg zu verurteilen und gegebenenfalls „zu bestrafen“, hätte man viel geschickter vorgehen müssen. Auch die „lupenreine“ Darstellung der Ukraine teile ich nicht.

      Bin ich durch diese Ansicht nun ein Putin-Getreuer? Ich denke nicht. Ich versuche jedoch beide Seiten zu sehen und vor allem nicht immer nur in die „ganz oder gar nicht“-Mentalität zu verfallen.

      • Och die Leite informieren sich auch nicht mehr selber über Hintergründe bei Dingen von denen sie keine Ahnung haben. Als differenziertes Denken ist auch nicht mehr angesagt. Daher kommen ja diese Extreme. Als Ostkind habe ich noch den kritischen Umgang mit Medien gelernt 😜

  4. Ernst Wolff zeigt in einem 10-minütigen Beitrag für einerseits das Onlinemedium apolut und andererseits seinen YT-Kanal in knappester Form auf, wer die Hauptgewinner der strategischen NATO-Ukraine-Provokation Russlands zum Angriff auf die Ukraine sind und warum sie heute nicht anders können, als Kriege herbeizuführen, wenn sie ihre Macht nicht verlieren wollen. Allerdings geht er dabei bzgl. der Entstehung des Ukrainekonflikts/-krieges von Prämissen aus, die in diesem Video nicht nochmal genannt oder gar erläutert werden, bei Politikurgesteinen wie Willy Wimmer und Klaus von Dohnany in Erfahrung gebracht/nachgelesen werden können und von Leuten wie Marcus (s.o.) nicht rezipiert oder nachvollzogen werden können (völlig unabhängig davon, dass Putin ein Diktator, Kriegsverbrecher, vermutlicher Völkermörder und beim In-die-Ukraine-Falle-Laufen „Opfer“ seines eigenen verlogenen, korrupten und halb-faschistischen (Kultur-)Systems (resp. soziale Strukturen), das (bzw. die) ihm damals seinen Aufstieg zur Macht und seither seinen Machterhalt ermöglichte(n), geworden ist). Generell sind Ernst Wolffs Videos dieser Art („Lexikon der Finanzwelt“ u.ä.) sehr empfehlenswert.

    „Great Reset & 3. Weltkrieg | Lexikon der Finanzwelt mit Ernst Wolff“

    • Danke für das Video.

      „In-die-Ukraine-Falle-Laufen „Opfer“ seines eigenen verlogenen, korrupten und halb-faschistischen (Kultur-)Systems (resp. soziale Strukturen), das (bzw. die) ihm damals seinen Aufstieg zur Macht und seither seinen Machterhalt ermöglichte(n), geworden ist“

      Du siehst das ziemlich hart.

      Ich bezweifle, dass Putin „in die Falle gelaufen“ ist, die wissen seit mind. 2 Jahrzehnten,dass die Amerikaner ihnen immer mehr auf die Pelle rücken und dass der Tag der Entscheidung kommen würde. Da die Amerikaner Spezialisten im sukzessiven und subversiven Kampf, aber für einen konventionellen Krieg nicht mehr ausreichend gerüstet sind, haben die Russen genau dieses Vorgehen gewählt und den Zeitpunkt dafür selbst bestimmt. Abwarten hätte ihnen genauso geschadet, wäre für den Westen aber weit glimpflicher verlaufen.

      Und sie haben nicht nur militärisch angegriffen, sondern sie haben (ohne sich dafür anstrengen zu müssen) die Hauptschwachstelle des Westens getroffen: seine Ressourcenabhängigkeit, seine mittlerweile auf tönernen Füßen stehenden Währungen und seine extrem dumme und arrogante Elite (die gerade aus ihren Wolken fällt).

      Die Sache war ganz offensichtlich im Vorhinein geplant, bzw. mit ihren verschiedenen Partnern abgesprochen und sie war mehr oder weniger gut durchdacht. Dass wir uns so konsequent selbst die Knie wegschießen, konnten die Russen nicht unbedingt erwarten, aber sie werden es mit Freuden sehen, zumal sie dabei auch noch als Saubermänner vor der ganzen Welt dastehen. Es sind ja nicht die Russen, die uns die Rohstoffe abdrehen, das tun wir selbst. Und auch die Ukraine-Frage wird außerhalb der europäisch-transatlantischen Medienblase sehr sicher ganz anders wahrgenommen. Ich gehe jede Wette ein, dass Putin von vielen Politikern der dritten Welt bewundert und tendentiell eher als Verbündeter, denn als Feind wahrgenommen wird. Die schauen sich genau an, was da passiert…

      • „Du siehst das ziemlich hart.“
        — Nee, ich seh das nicht „hart“, sondern einigermaßen realistisch. ^^ Ich schwätz mir Putins Russland nicht schön, wie es leider viele Gegner der Politik der Unterstützung für die Ukraine hierzulande tun …

        „Ich bezweifle, dass Putin „in die Falle gelaufen“ ist“
        — In der Ukraine wurden seit 2014 durch die Briten, auch mit Unterstützung der USA, zig Tausende Soldaten ausgebildet. Die Ukraine hat bis März 2022 nicht gezeigt, welches militärische Potential sie tatsächlich hatte. Dementsprechend hat sich das die Ukraine unterschätzende und die Kampffähigkeit der eigenen Streitkräfte überschätzende Russland vor Kiew eine blutige Nase – um nicht zu sagen: eingeschlagene Fresse – geholt und musste sich daher dort wieder zurückziehen. (Und man komme mir jetzt bitte nicht mit dem von russ. Medien propagierten Narrativ, dass das so als Entlastungsangriff geplant war. Es gibt zuviele Fakten, die klar dagegen sprechen.) Weil Selensky das wusste, konnte er auch so selbstbewusst auftreten („I need ammo, not a ride“ o.ä.). Man hat nämlich aus der Vergangenheit gelernt, dementsprechend wurde die Strategie angepasst (vermutlich auch mithilfe US-amerikanischer und britischer Hilfe), d.h. u.a.: Man lässt Russland erst mal ins Land tief vorstoßen und greift dann die überstrapazierten Nachschub-/Versorgungslinien an, um die so geschwächten russ. Kräfte im Landesinneren stark reduzieren resp. ausschalten und/oder in die Flucht schlagen zu können (und gleichzeitig noch deren Kriegsgerät einsacken zu können, was sie in der erzwungenen eiligen Rückflucht zurücklassen mussten). Und damit, dass Elon Musk so eng mit dem (v.a. US-amerikanischen) Militär kooperiert und der Ukraine seine Starlink-Satelliten zur Verfügung stellen würde und so das von Russland gestörte Funknetz zu ersetzen, hat Russland auch nicht gerechnet (ohne diese hätte die Ukraine keine Chance, gegen Russland zu bestehen). Im Süden allerdings hat das ukrainische Militär – neutral ausgedrückt: – nicht so reagiert, wie es vorgesehen war (evtl. wegen Angst vor russ. Übermacht?), sodass die dortigen Gebiete schnell weiträumig von Russland eingenommen und gehalten werden konnten, aber dann umso jäher zum stoppen kamen, als der Widerstand der Ukraine dort wirksam wurde.
        — Wenn ich von NATO sprach, hätte ich vielleicht sagen sollen „US-geführte NATO“, denn selbstverständlich ist es v.a. eine Falle der USA für Russland, um dieses zu schwächen und zu isolieren, v.a. ggü. Europa (und nein, die USA sind nicht von Russlands Ressourcen abhängig). Russland hätte schon weit vorher (schon spätestens seit ca. 2009) anders – kluger, entschiedener – agieren müssen, um es überhaupt nicht soweit kommen zu lassen. Sie hätten die Ukrainer deutlich auf ihre Seite locken (fette Angebote) und ziehen (hohe Abhängigkeit erzeugen) und schieben (Infiltration, Politik-Bestechung etc.) müssen – aber dass er tatsächlich die Sympathien auf seiner Seite hätte, dachte Putin eben leider (und dass er bei seiner „Befreiungsoperation“ von den Ukrainern mit offenen Armen empfangen oder zumindest akzeptiert würde), doch da wurde er eben, wie ich sagte, „Opfer“ seines eigenen verlogenen, korrupten und halb-faschistischen (Kultur-)Systems (resp. soziale Strukturen), das (bzw. die) ihm damals seinen Aufstieg zur Macht und seither seinen Machterhalt ermöglichte(n), denn – um es kurz zu machen: er bekam falsche Meldungen von dem Mann, den er mit enormen Budgets beauftragt hatte, ein großes Agentennetzwerk in der Ukraine aufzubauen, und vertraute darauf, was ihm gemeldet wurde. Dazu empfehle ich das Video „Was macht die russische Armee so ineffektiv? – VisualPolitik DE“ (ich hoffe, ich erinnere mich recht, dass die relevanten Infos tatsächlich in diesem und nicht in dem nachfolgenden 2. Teil der 3-teiligen Videoserie enthalten sind).
        Das Schlechteste, was Putin tun konnte, ist, die kriegsverbrecherischen, inbes. genozidalen Aktionen zu befehlen/zuzulassen und der Ukraine das Existenzrecht als Nation abzusprechen. So hat er die totale Gegnerschaft der Ukraine gegen sich (gegen Russland) und auch diejenige des Westens herbeigeführt. Manchmal frage ich mich, ob Putin – wie es von einigen Russland-Beobachtern zuweilen geäußert wurde – v.a. in der für ihn wohl relativ isoliert erlebten Zeit während „Corona“ tatsächlich geistig in irgendwelche höchst irrationalen, narzisstischen Gedankenwelten nachhaltig abgedriftet ist … also dass er den absurden Scheiß glaubt, den er da von sich gibt teilweise.

        „Da die Amerikaner […] aber für einen konventionellen Krieg nicht mehr ausreichend gerüstet sind,“
        — Das wage ich zu bezweifeln. ^^ Die Soldaten allerdings sind möglicherweise nicht für einen solchen geeignet/bereit (wenn stimmt, was einige US-amerikanische Volunteers, die in der Ukraine gekämpft haben, sagen bzgl. ständigen Artilleriebeschuss etc.).

        „Die Sache war ganz offensichtlich im Vorhinein geplant, bzw. mit ihren verschiedenen Partnern abgesprochen und sie war mehr oder weniger gut durchdacht.“
        — Nope. Zu viel g e d a c h t, zu wenig an der Realität interessiert, s.o.
        — Und zu Partnern: China hat auf einmal einen Rückzieher gemacht, hat sich bei der UN-Abstimmung enthalten und noch dazu leichte Kritik an Russland geübt (möglicherweise weil es ebenfalls davon ausgegangen war, dass das eine Sache von Tagen sein würde und die geostrategische Position des Westens schwächen sowie die eigene stärken würde – Stichwort Seidenstraße, in die die Ukraine zentral eingeplant war; hinzukommt noch, dass China nun, wo die Ukraine dafür komplett ausfällt, doch auch Russlands Schwächung wichtiger ist, um später die russischen ehem. chinesischen Gebiete, auf die China ein Auge geworfen hat, Russland leichter abnehmen zu können). Kasachstan – Russlands stärkster echter (Verteidigungsfall-)Verbündeter bisher – hat nicht nur Hilfsersuche Putins abgelehnt, sondern rüstet sich jetzt auf, weil es Schiss hat, als nächster „dran“ zu sein – nach dem, was es für schrille Töne bzgl. Territorium der Sowjetunion etc. aus Russland gehört hat und noch dazu nicht so auf westliche Hilfe wie die Ukraine hoffen/zählen kann.

        „Dass wir uns so konsequent selbst die Knie wegschießen, konnten die Russen nicht unbedingt erwarten, aber sie werden es mit Freuden sehen, zumal sie dabei auch noch als Saubermänner vor der ganzen Welt dastehen. Es sind ja nicht die Russen, die uns die Rohstoffe abdrehen, das tun wir selbst.“
        — Als Saubermänner vor der ganzen Welt dastehen??? Also nicht vor der Welt, in der ich lebe, und auch nicht vor der medial beeinflussten Welt, in der die Mehrheit der Menschen des sog. Westens und vieler anderer Staaten lebt. Die Reduzierungen der russischen Lieferungen von Kohle und Öl aufgrund unserer Sanktionen sind einigermaßen leicht ausgleichbar; es geht also m.W. nur ums Gas:
        — Ja, dass bspw. Nordstream II nicht in Betrieb genommen wird (oder es nicht zumindest versucht/angefragt wird – man könnte es ja als „Angebot“ für den Ausgleich für die (russ.-)angeblich erneut defekte Nordstream I formulieren :D), halte ich ebenfalls für einen großen Fehler – vermutlich begangen aus der Angst vor Druck (inkl. Propagandamacht) unserer „Alliierten“ (v.a. USA, UK, Polen) sowie der Ukraine als medialem Sympathieträger des Westens und aus Angst vor Russlands/PUTINS Ablehnung des „Angebots“ für den Fall, nicht seinen dann evtl. nochmal geäußerten Forderungen nachzukommen. Das Unterlassen des Versuchs ist wohl zum größten Teil durch die riesigen Egos der überheblichen Fuzzis unseres politmedialen Kartell-Establishments verursacht, die so tun wollen, als wären wir nicht abhängig von russ. Gas, obwohl wir’s sind, und Putin diesen möglichen Machtdemonstrations-/Propaganda-Erfolg nicht gewähren wollen, obwohl ein solcher zeigen würde, dass Russland nicht liefern will und es nicht an erneuten, anderweitig nötigen Reparaturmaßnahmen liegt, wie Russland behauptet, aber von den hiesig zuständigen Stellen dementiert wird …
        — Nordstream I drehen nicht wir, sondern Russland uns ab (nun nachdem die funktionstüchtig gemachte Turbine wieder in Betrieb genommen werden konnte) – und dafür bekommt es keine Zahlungen, die es aber aufgrund der enorm gestiegenen Ölpreise auch nicht unbedingt braucht, die wiederum v.a. durch westliche Reduzierung des Bezugs von Öl aus Russland zustandekommen. Das ist die dümmste „Sanktion“ von allen, glaube ich (vielleicht die einzige wirklich dumme … aber bei den getroffenen Sanktionen kenne ich mich auch nicht so aus – wer meint, alle Sanktionen wären dumm, dem kann ich nicht zustimmen, da ich es angesichts des imperialistischen Verhaltens Russlands dumm fände, Russland die Ukraine, „Kornkammer Europas“ und abseits von Russland zahlenmäßig mit Abstand größte nationale Streitkraft Europas, sich einfach einverleiben zu lassen; daher bin ich ausnahmsweise mal dafür, was unsere Regierung will: es hinbekommen, dass Russland nicht (alles) verliert, aber auch nicht seine ursprünglichen Kriegsziele – die ganze Ukraine zu einem Satelliten- oder Teilstaat Russlands zu machen – erreicht, wozu es allerdings eines Verhandlungsdrucks für Russland bedarf, der wohl nur durch nicht-dumme Sanktionen und auf dem Schlachtfeld durch Waffenlieferungen für die Ukraine hergestellt werden kann; in die NATO darf die Ukraine natürlich auch nicht und Atomwaffen ebenfalls nicht erlangen, sehr wohl aber – als Rumpf-Ukraine, etwa wie aktuell aufgeteilt – irgendwann, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, in die EU … die evtl. eh nicht mehr lange existiert).

        „Ich gehe jede Wette ein, dass Putin von vielen Politikern der dritten Welt bewundert und tendentiell eher als Verbündeter, denn als Feind wahrgenommen wird.“
        — Ja, sicherlich hätten auch viele kleine Diktatoren gerne so eine große Diktatur wie Putin … wo man z.B. der ganzen Bevölkerung einfach mal eben ungenehme Wörter verbieten kann, wenn man das eigene Herrschaftsgebiet grade vergrößern will …
        — Aber sicherlich sind auch viele dieser Politiker gegen dasjenige, womit wir uns hier auf dem Blog in der Hauptsache beschäftigen (… müssen ^^ … *seufz*), sodann gegen westliche Erpressungs- und Geheimdienst-/Militärspezialoperationspolitik (etc.) und viele sind möglicherweise auch deswegen für Putin, weil sie unter starkem/maßgeblichem chinesischen Einfluss stehen (und somit eher im China-Russland-Block ihre Zukunft sehen sowie keine Spezialoperationsgefahr für sich von diesem ausgehend sehen).
        — Dass die Ukraine zu den größten Weizenexporteuren zählt, dürfte sie allerdings auch interessieren (selbst wenn ihre Grundnahrungsmittel nicht aus Weizen gefertigt werden sollten – denn auch für diese steigen die Preise durch die enorme Verknappung des Weizenangebots und die Kompensationskäufe anderer Grundnahrungsmittel erheblich …). Hinzu kommen noch die durch den Krieg gestiegenen Ölpreise/Transportkosten für alles. Also dürften auch solche Staaten an einer baldigen Beendigung des Kriegs – oder zumindest Waffenstillstand – sehr interessiert sein. Und auf die Unterstützung für die Ukraine vonseiten des Westens werden die meisten dieser Staaten wohl keinen Einfluss nehmen können und sich daher eher an den Aggressor Russland wenden. Seine Politik der Seeblockade und Auslösung von Hungersnot in armen Ländern fanden/finden sie bestimmt ganz und gar nicht freundlich ihnen gegenüber. Und da würde auch das möglicherweise dreist vorgetragene Argument Putins nichts dran ändern, dass so schließlich enormer Migrationsdruck auf Europa/die EU ausgelöst würde, der dort zu Ressourcenbindung führt (vgl. auch Lukaschenkos Versuch der Nutzung der (Durchreise-)Migrationswaffe gegen Polen/die EU).

        Jetzt ist leider aus dem Blick geraten, worauf Ernst Wolff in dem Video aufmerksam machen wollte.
        Selbstverständlich hat das Bemühen, die Ukraine in die NATO zu bekommen, den Krieg (seit 2014) ausgelöst. Die USA würden auch kein womöglich schon bald mit China und Russland verbündetes Mexiko, das dort Nuklearsprengköpfe stationieren kann, dulden, sondern militärisch intervenieren. Und dass auch Russland eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine nicht zulassen konnte, wissen die USA. Sie haben es aber dennoch vorangetrieben, obwohl das Ganze sehr riskant ist und obwohl die USA ihre Kräfte eigentlich auf den südostasiatischen Raum konzentrieren müssen, um den Rivalen China einzudämmen (für die geplanten Seidenstraßen-Routen wird China schon Ausweichmöglichkeiten, etwa über die Türkei, Bulgarien, Rumänien etc., finden, auch wenn die nicht ganz so toll sind). Und der Grund darin liegt in der Macht des militärisch-digitalindustriell-finanziellen (bei E. Wolff: „digital-finanziellen“) Komplex.
        Die Ukraine selbst muss leider nun für ihre unverantwortliche Politik v.a. ggü. Russland (aber auch für das Wählen der Korruption, für den Putsch gg. den korrupten Janukowitsch und für das Zulassen der nachfolgenden Entwicklungen) bluten und ihr kommt das Agieren dieser gerade genannten US-lenkenden Macht nun zugute, aufgrunddessen sie noch um ihr nationales Überleben, um ihre Souveränität kämpfen kann. Und Russland muss nun für seine zu schlechte Politik vergangener Jahrzehnte (inkl. des Sowjetimperialismus, des Holodomors an Ukraine und an Kasachstan, der Einsicht- & Reuelosigkeit etc.) bluten. Mal schauen, wie es den USA und wie es der EU, insbes. Deutschland ergeht … Dort jedenfalls muss sich auch dringend Grundlegendes ändern.
        Ach, ich wünscht, ich wär politikfähig … nicht nur informations- und analysefähig. 😦

  5. ich mags ja auch meinungsdivers. und in der ukraine-sache kann man gerne über die rolle der NATO und über das Verhalten der Reg. Scholz kontrovers diskutieren – solange man anerkennt, daß die ukraine nichts getan hat, daß diesen raubzug – und nichts anderes ist es – auch nur annähernd rechtfertigen könnte.

    aber an der stelle, wo unwidersprochen figuren wie ernst wolff empfohlen werden, bin ich auch raus. das ist noch ecke härter als ganser et al
    da lohnt sich auch keine diskussion mehr. man sieht oben ja wo das intellektuell endet. „Putin ist vllt. zwar Hitler, aber die NATO hat trotzdem schuld!!1!1“

    der blog sollte sich an geschlechterthemen halten, und nicht mit allerlei honigtöpfen die idioten anlocken. die corona – posts sind ja auch voller nichtswisser ohne expertise aber viel meinung. tut sich alles-evo keinen gefallen mit.

      • völlig klar, daß irgendein angeblich erweckter dorftrottel mit als erstes mit „informier dich doch mal richtig, du systemschaf!1!1“ kommen würde

        und das spiegelt ganz gut wieder, was man mittlerweile von den kommentarspalten dieses blogs erwarten kann.

          • Ich halte einige Monate durch. Die Großstädte sind schneller am Ende.
            Wenn das Gas nicht mehr kommt, werden die Heizlüfter angeworfen, das wird dann sehr eng im Netz. Das Land begeht gerade wirtschaftlichen Selbstmord. Für was und wen genau?

        • Auch hier, bitte die Sprache mäßigen. Wer auf Verbalinjurien nicht verzichten kann darf sich gerne erst mal auf Twitter o.ä. austoben und kann dann hier in Ruhe mitreden.
          Ich bin sicher auch nicht immer ganz auf dieser Linie (mea maxima culpa) aber lasst es uns doch bitte versuchen.
          Ja?
          Danke! 🙂

    • Muss zustimmen.

      Wie jeder andere Krieg auch darf man den Krieg gegen die Dummheit erst dann führen, wenn man ausreichend vorbereitet ist um ihn zu gewinnen.

      Wenn man einfach nur das Thema anstupst, dann stacheln sich die Hobbyhetzer aneinander auf und die professionellen Hetzer finden fruchtbaren Boden.

      Man tut auf die Weise nichts gutes. Es muss vorher genug konstruktive Kraft da sein, die die verlorenen Schafe aus dem Sumpf zieht.

      • Gegen Dummheit kann man nicht gewinnen, dessen muss man sich völlig klar sein. Wenn man einen von 1000 oder 10.000 zum Nachdenken bekommt dann ist das ok, ehrenhaft ist der Kampf trotzdem allemal.
        Aber die, welche erst mal hinter dem Ereignishorizont sind, um mal diese physikalische Metapher zu benutzen, die holt man nicht mehr mit Argumenten zurück. Das wird, wenn überhaupt nur die kommende Realität schaffen, das sprichwörtliche bittere Erwachen.
        Man muss sich nüchtern eingestehen, daß weite Kreise eine klinisch verfestigte Manie entwickelt haben, gesamtgesellschaftlich zeigen sich zudem Symptome einer Massenhysterie.
        Unter solchen Bedingungen sind rationale Diskussionen unendlich schwer zu führen, so notwendig sie auch wären.

    • „kann man gerne über die rolle der NATO und über das Verhalten der Reg. Scholz kontrovers diskutieren“

      Offenbar nur, so lange man dein Framing teilt. Rede mit mir! Aber komm mir nicht mit Fakten und einer anderen Sichtweise!

      Wenn du so einsteigst, disqualifizierst du dich selbst.

      „solange man anerkennt, daß die ukraine nichts getan hat, daß diesen raubzug – und nichts anderes ist es – auch nur annähernd rechtfertigen könnte“

      Es ist kein Raubzug (zumindest ist das nicht sein Zweck, geplündert wird sicherlich auch, wie in jedem Krieg) und die Ukraine hat den Donbass vor 2014 m.W. wiederholt attackiert und will auch die Krim zurückholen. Das Minsker Abkommen hätte den Einmarsch verhindert, wurde aber aufgrund der ukr. Nationalisten und vermutlich der USA nicht unterzeichnet.

      Den aktuellen Krieg gibt es nur Dank westlicher Gelder. Die Denkfabriken in den USA machen auch gar keinen Hehl daraus, dass sie den Konflikt so geplant haben, Hör doch mal dem Stratfor-Friedman zu, die sind stolz darauf, dass sie (wie früher die Briten) ihre Imperialgewinne zum Großteil durch geschickte Provokationen und Stellvertreterkriege bekommen. Den Rest erledigt die Propaganda, denn seriös sind unsere Massenmedien schon lange nicht mehr. Der Ukraine-Krieg kam auch alles andere als überraschend, sowohl Russen, wie auch Amerikaner haben sich jahrelang darauf vorbereitet und Warnungen von Leuten wie Scholl Latour gab es ebenfalls schon seit Jahren.

      „das ist noch ecke härter als ganser et al“

      Du solltest keine Schmuddelmedien schauen! Das ist nicht gut für dich! Die verbreiten „Fake News“ der Russen und so! Auf keinen Fall solltest du Sachen selbst prüfen (und wenn doch, dann bitte nur bei den „fact checkern“ des ÖR) oder gar selbst denken und Widersprüche auflösen !

      Dass Ganser irgendwie hart sein könnte, ist mir noch nie in den Sinn gekommen. Bei dem letzten Vortrag den ich von ihm gehört habe, hatte er einige Fragen zu 9/11 gestellt, Fragen die sich regelrecht aufdrängen. Das hat ihm m.W. den Job gekostet und die Dienste haben sich vermutlich die Finger wundgeschrieben, um ihn per Psiram und Wikipedia zur persona non grata zu machen. Leider gibt es immer noch Idioten, die alles was dort steht, glauben und jede noch so dämliche Suggestion gierig aufsaugen. Geschickt geführt, die westliche „Demokratie“, das haben die echt gut drauf, da gebe ich mich längst keinen Illusionen mehr hin…

    • Nun, die alternativen Medien haben bis zum heutigen Zeitpunkt die Situation nicht nur sehr genau vorhergesagt, sondern auch die Wahrheit beschrieben, die inzwischen, nach und nach, auch langsam bei den Staatsmedien ankommt. Natürlich verkaufen sie einem dieses als den neuen, heißen Scheiß, aber in Wahrheit ist das oftmals ein alter Hut. Wenn plötzlich die Medien schreiben, dass die Ukraine im Dombass auf ihre eigenen Zivilisten schießt (gestern in der Welt), dann ist das eine Information, die andere bereits seit Monaten haben. Das Problem ist, dass du Journalisten hast, die lügen und Konsumenten hast, die gerne belogen werden wollen. Keiner von denen möchte hören, dass die 66 Mrd. $ Armee Russlands, die Ukraine, die zahlenmäßig stärkste Armee in Europa, welche fast ein Jahrzehnt von der Nato trainiert, ausgerüstet und mit Waffen vollgestopft wurde von einer russischen Truppe besiegt wurde, die vor allem Waffen aus den 80ern verwendet hat und die großteils aus freiwilligen Milizen aus dem Dombass besteht.
      Letztlich ist es mir aber egal, ob die Leute in diesem Land sonderlich informiert sind, es interessiert sie ja meist auch nicht, da sie bisher nie die Konsequenzen ihrer Ignoranz tragen mussten. Ich kann aber eine gewisse Schadenfreude nicht verhehlen, wenn es dem Wohlstand in diesem Land endlich an den Kragen geht, wie ich bereits in der Vergangenheit schrieb, ist frieren und hungern tatsächlich ein guter Katalysator für Veränderung. Bin jedenfalls sehr gespannt, was passiert.
      Und hier schließt sich der Kreis zum woken Genderismus den dieser Blog bedient, denn der funktioniert ja auch vor allem deshalb, weil es lügende Medien und ein ignorantes Publikum gibt. Ich betrachte den Wokeismus, die Wirtschaftskrise und den Ukrainekrieg eh als verschiedene Teile eines größeren Bildes. Alle diese Dinge sind eng miteinander verbunden.

    • „ich mags ja auch meinungsdivers.“
      — Nein, offensichtlich nicht.

      „und in der ukraine-sache kann man gerne über die rolle der NATO und über das Verhalten der Reg. Scholz kontrovers diskutieren – solange man anerkennt, daß die ukraine nichts getan hat, daß diesen raubzug – und nichts anderes ist es – auch nur annähernd rechtfertigen könnte.“
      — Na, wie gnädig du doch gegenüber deinen potentiellen Mitdiskutanten bist und gleich absteckst, was diskutiert werden darf und was man dir zu glauben hat.
      — „Raubzug – und nichts anderes ist es“ – UND NICHTS ANDERES, NEIN, NEIN, NEIN!!! 😀 So als ob es nicht um Sicherheitsinteressen und einen einen Präventivschlag/-krieg gehen könnte – nein, das darf nicht diskutiert werden.

      „aber an der stelle, wo unwidersprochen figuren wie ernst wolff empfohlen werden, bin ich auch raus. das ist noch ecke härter als ganser et al“
      — Was ist denn der Ernst Wolff für eine „Figur“?
      — Und wieso ist Ganser „hart“? Und inwiefern ist dann Wolff „ne Ecke härter“?

      „da lohnt sich auch keine diskussion mehr. man sieht oben ja wo das intellektuell endet. „Putin ist vllt. zwar Hitler, aber die NATO hat trotzdem schuld!!1!1““
      — Bei dir sieht man, wo das endet. Lern richtig lesen – und vielleicht auch denken.
      — Weder hab ich Putin als Hitler dargestellt (so einfach kannst du dir den Hitler nicht machen, auch wenn du’s unbewusst wohl gern hättest, dass Hitler doch bitte nur ein Putin gewesen sein möge …), auch wenn es tatsächlich bestimmte Parallelen zwischen den Situationen, Ereignissen und Zielen vor den Kriegen mit der Ukraine bzw. mit Polen* gibt, noch hatte ich von Schuld gesprochen. Schuld haben können nur Personen; die NATO ist keine Person. Aber Machtstrukturen und deren Wirkungen aufdecken, halte ich nicht für verkehrt. DU etwa?
      — Du bist halt anscheinend Gesinnungsethiker, ich nicht.

      „der blog sollte sich an geschlechterthemen halten, und nicht mit allerlei honigtöpfen die idioten anlocken. die corona – posts sind ja auch voller nichtswisser ohne expertise aber viel meinung. tut sich alles-evo keinen gefallen mit.“
      — Du meinst … damit dein safe space gewahrt bleibt, du Experte?

      Fassen wir zusammen: Du willst, dass bestimmte Dinge nicht angesprochen werden, oder wenn, dann nur mit der Garantie, dass es Mitforisten gibt, die entsprechend deiner Meinung darauf reagieren, weil du dich sonst gezwungen siehst, es selbst zu tun, und dir deine Würde als hochgebildeter Alleswisser das verbietet, weshalb du dich vom gemeinen Pöbel leider zurückziehen musst. Daran, nicht mehr in deinen Genuss zu kommen, soll der Blog aber nicht leiden, weshalb Christian AE dies dadurch verhindern sollte, dass er auf deine Diskussionsthemeneinschränkungsforderungen gefälligst hört. Korrekt so?

      * = Dazu beachte man allerdings auch dies:
      https://www.klonovsky.de/2019/09/was-geschah-vor-und-beim-deutschen-angriff-auf-polen-vor-80-jahren/

  6. Vielleicht nochmal in aller Kürze:

    Russland in Person seines Präsidenten Wladimir Putin hat einen Angriff auf einen benachbarten Staat befohlen. Dieser Kriegserklärung sind keine kriegerischen Handlungen des angegriffenen Staates gegen den Angreifer vorausgegangen. Im Gegenteil, der Staat, der ohne triftigen Grund dem Nachbarn den Krieg erklärt hat, hat schon Jahre vorher Teile des angegriffenen Staates mehr oder weniger okkupiert. Daneben ist das Staatsoberhaupt des angreifenden Staates der Ansicht, dass der Staat Ukraine eigentlich gar nicht existieren dürfe, ebenso wenig wie die Staaten Litauen, Lettland und Estland, sowie Finnland und Moldawien.

    Mal im Ernst, vor diesem Hintergrund soll man Verständnis für Russland, für Wladimir Putin aufbringen? Tut mir leid, da muss man in seinem Leben ziemlich früh falsch abgebogen sein.

    • Ach so einfach ist das? Wieso hat mir das vorher niemand erklärt, jetzt habe ich es verstanden.

      Der böse Putin will Krieg. Also machen wir unsere Energieversorgung von im abhängig. Logisch, oder? Dann ruinieren wir unser Militär und schalten unsere sichersten Kraftwerke ab. Damit stoppen wir Putin aber ganz bestimmt. Und um auf Nummer sicher zu gehen, kaufen wir keine Energie mehr von ihm, sondern liefern unsere Reste an Gas ans Ausland. So gewinnt man Kriege 🙂

      • Der Umstand, dass man in Bundesregierung und Wirtschaft so sehr auf den Energieträger Gas aus Russland (und damit zum Spielball einer skrupelosen, kleptokratischen Regierung wurde), ist tatsächlich zu hinterfragen. Dies fällt der Bundesrepublik gerade auf die Füße. Da haben alle Regierungen der letzten 17 Jahre fleißig dran mit rumgemerkelt (nach dem Motto: Es wird schon gut gehen, Russland ist ja von unserem Geld abhängig).

        Das ändert an der Bewertung des Angriffskrieges, den Rußland unter seinem Präsidenten Wladimir Putin vom Zaun gebrochen hat nur leider nichts.

        • „Der Umstand, dass man in Bundesregierung und Wirtschaft so sehr auf den Energieträger Gas aus Russland (und damit zum Spielball einer skrupelosen, kleptokratischen Regierung wurde), ist tatsächlich zu hinterfragen.“

          Das wirkt wie die dummen medialen Floskeln, die uns seit Kriegsbeginn täglich um die Ohren gehauen werden.

          Welchen supersauberen Rohstofflieferanten hättens denn gern? Gibts da welche?

          Und Putin ist bisher zuverlässig, der hätte uns schon im Frühjahr alles abdrehen können, dann wäre die Ka*ke hier noch viel mehr am dampfen. Tut er nicht, obwohl wir offen feindlich agieren und uns nichtmal ansatzweise bemühen, auch nur die russische Position zu verstehen, obwohl er die lang und breit kommuniziert hat…

          „Dies fällt der Bundesrepublik gerade auf die Füße. Da haben alle Regierungen der letzten 17 Jahre fleißig dran mit rumgemerkelt (nach dem Motto: Es wird schon gut gehen, Russland ist ja von unserem Geld abhängig).“

          Man sollte eine Sache nur dann kritisieren, wenn man wenigstens grob eine Alternative benennen kann. Kannst du? Mehr Kohle? Mehr Atom? War dem Zeitgeist nach alles furchtbar pfui und diejenigen, die jetzt unsere Abhängigkeit bejammern, waren die Treiber dieser Entwicklung!

          „Das ändert an der Bewertung des Angriffskrieges, den Rußland unter seinem Präsidenten Wladimir Putin vom Zaun gebrochen hat nur leider nichts.“

          Ein regime change ist zweifelsfrei ein kriegerischer Akt, insbesondere wenn er darauf zielt, wichtige militärische Infrastruktur (z.B. Schwarzmeerhafen der Russen auf der Krim) unter seine Kontrolle zu bekommen und wenn er darauf folgend die ethnische Zusammensetzung des Landes zum zündeln verwendet (wurde übrigens schon im Jugoslawienkrieg erfolgreich von USA und NATO praktiziert, da wurde schon genauso gelogen und geframed, damals erklärte man die Serben zu den neuen Nazis).

        • @TD

          Der Krieg wird mit Kräften der russischen Armee und mit Freiwilligen aus den Volksrepubliken Donezk und Lugansk geführt (inzwischen soll u.a. mit Kräften aus Cherson eine „Odessa Brigade“ gebildet worden sein), die jeweils eigene Armeeteile bilden.
          Deshalb spricht man in der russischen Berichterstattung von „alliierten Streitkräften“, von denen der Großteil natürlich russisch ist. Diese „Kleinigkeit“ wird in der medialen Berichterstattung regelmäßig unterschlagen, weil störend.

          Das sind zwar ethnische Russen, jedoch (noch) ukrainische Staatsbürger, die keine Lust mehr haben, sich weitere Jahre von durchgeknallten ukrainischen Ethnonationalisten und Nazis beschießen und/oder terrorisieren zu lassen.
          Dieser (nicht nur militärische) Terror gegen die eigene Bevölkerung seit 2014 war zwar auch völkerrechtswidrig, es hat hier niemanden interessiert.

          Wenn ich auch nur die Hälfte der Maßnahmen in D durchsetzen wollte, wonach bspw. eine türkische Minderheit gar nicht existiert, man in jeder Shisha-Bar Deutsch zu sprechen hat (überwacht und finanziell mit einem Monatslohn geahndet) sowie alle türkischen Zeitungen und jede türkische Musik verbiete, dann wäre die Hölle los. Die identischen Maßnahmen gegen ethnische Russen in der Ukraine juckt hier keinen.

          Unsere (Nato-) „Multikultis“ haben ein echtes Händchen in der Auswahl von ethnischen Nationalisten, religiösen Fanatikern und Faschisten im Ausland für die Zwecke ihrer „regime changes“ – da ist inländische „diversity“ auf einmal kein Argument und auch kein „Wert“ mehr.
          Es gibt reale Gründe, warum diese (vormals) ukrainischen Staatsbürger gegen ihren eigenen Staat kämpfen und eher in Gefahr geraten im Krieg erschossen zu werden, als so weiter zu leben.

          Dazu gehört: Der ehemalige ukrainische Präsident Poroschenko kann inzwischen in einem Interview offen zugeben, er hatte nie vor die Minsker Abkommen umzusetzen, er wollte nur Zeit kaufen, um weiter aufzurüsten und letztlich alle Gebiete militärisch zurück erobern. Mediale Reaktion im Westen: Schweigen. Dumm gelaufen, wenn man sich mit seinem Vertragsbruch auch noch brüstet…

          Es ist ebenfalls normal, dass diese ukrainischen Kräfte alle Oppositionsparteien und Medien verbieten, Oppositionelle einkerkern und foltern, Menschen auf offener Straße an Pfähle binden, die Verwendung der russischen Sprache untersagen und bestrafen und trotzdem als Pfeiler der Verteidigung „unserer Demokratie“ gelten. Irgendwann wird Propaganda richtig peinlich.

          An alle Brandenburger und Berliner ein Rat: möglichst zeitnah Benzinkanister und vor dem Ende des Jahres Auto volltanken. Denn danach wird es – mit Habeck gesprochen – „rumplig“.
          Wenn das PCK in Schwedt am 1.1. dicht macht, dann werden 90% der Versorgung mit Benzin/Diesel/Heizöl/Kerosin in Brandenburg und Berlin entfallen.

          • „Unsere (Nato-) „Multikultis“ haben ein echtes Händchen in der Auswahl von ethnischen Nationalisten, religiösen Fanatikern und Faschisten im Ausland für die Zwecke ihrer „regime changes“…“

            Das stimmt in der Tat. Und am Ende ist man wieder total „überrascht“, das sie nicht mehr „unsere Schweinehunde“ sein wollen…

          • Es sollte dir zu denken geben, dass andere; REALE Männer ihr reales Leben riskieren, um genau für diese „Volksrepubliken“ (in deinen Anführungszeichen) in einem realen Krieg zu sterben und ansonsten interessiert keine Sau, was du denkst.
            Lach dich scheckig – es interessiert niemanden.

          • „Es sollte dir zu denken geben, dass andere; REALE Männer ihr reales Leben riskieren, um genau für diese „Volksrepubliken“ (in deinen Anführungszeichen) in einem realen Krieg zu sterben und ansonsten interessiert keine Sau, was du denkst.“

            Na ja, es gab auch viele, die bereit waren, ihr Leben für Gott zu riskieren und zu sterben (Kreuzzüge) und dabei ungeheure Gewalttaten an „Heiden“ begingen. Das ist also ein Nullargument. Für „das Gute“ sind nun mal viele bereit zu sterben, egal um was es sich bei dem „Guten“ handeln soll, und dabei, was das Gute ist, irren sie sich nur allzu oft!

    • „Russland in Person seines Präsidenten Wladimir Putin hat einen Angriff auf einen benachbarten Staat befohlen. Dieser Kriegserklärung sind keine kriegerischen Handlungen des angegriffenen Staates gegen den Angreifer vorausgegangen. Im Gegenteil, der Staat, der ohne triftigen Grund dem Nachbarn den Krieg erklärt hat, hat schon Jahre vorher Teile des angegriffenen Staates mehr oder weniger okkupiert. Daneben ist das Staatsoberhaupt des angreifenden Staates der Ansicht, dass der Staat Ukraine eigentlich gar nicht existieren dürfe, ebenso wenig wie die Staaten Litauen, Lettland und Estland, sowie Finnland und Moldawien.“

      Vielleicht solltest du mal die Reden von Putin lesen, der begründet sehr ausführlich, warum er was getan hat (und es gibt einen Grund, warum die nie vollständig in unseren Propagandamedien zu lesen sind, schon gar nicht ohne zusätzliches Framing).

      Wenn du so sicher bist, dass Putin der „Aggressor“ ist, kannst du mir sicher auch sagen, wieso die Amerikaner einen regime change in der Ukraine gemacht haben? Was wollen die dort? Mögen die die Ukrainer so sehr? Gibt es da historische Bindungen, von denen wir nichts wissen? Bringen sie mal wieder ungefragt ihre Form der „Demokratie“? Und warum ist das in unseren Medien nie Thema? Warum fällt das nicht unter Völkerrechtsverletzung? Wieso wurden die Scharmützel im Donbass seit 2014 ebenso wenig in unseren Medien erwähnt, wie die problematische ethnische Zusammensetzung der Ostukraine und der Krim?

      „Mal im Ernst, vor diesem Hintergrund soll man Verständnis für Russland, für Wladimir Putin aufbringen? Tut mir leid, da muss man in seinem Leben ziemlich früh falsch abgebogen sein.“

      Wer sich auf Basis unserer Massenmedien immer noch gut informiert fühlt, trotz 2015er Sommermärchenulk und 2 Jahren einseitigster Corona-Propaganda, sollte sich fragen, ob er die Abbiegung nicht verpasst hat…

      • Tut mir leid, für den Angriffskrieg, den da Putin angezettelt hat, gibt es keine nachvollziehbare Begründung und keine Entschuldigung. Lange Texte und viele, viele Fragen, die das Geschehen relativieren, ändern an der Bewertung des völkerrechtswidrigen Versuches, die ursprünglich von allen beteiligten Staaten akzeptierten Grenzen gewaltsam zu ändern, nichts.

        • Wenn du nicht bereit bist, auf meine Argumente einzugehen, warum bist du dann in einem Forum?

          Moralische Superpositionen sind was für Dumme, insbesondere, wenn sie dann all die Sachen ignorieren, die unter der Hand laufen und für Widersprüche zur offiziellen Haltung sorgen.

          Man ist nicht gerecht, wenn man denjenigen bestraft, der zuerst zuschlägt, sofern man die Vorgeschichte nicht zur Kenntnis nimmt…

          • Doch, diese Vorgeschichte gibt es und sie löst sich nicht in Luft auf, nur weil du so ignorant bist.

          • Christian, lies doch mal die Beiträge hier und dann noch mal für dich:

            TD „Hier gibt es keine Vorgeschichte, die Russlands Angriff in irgendeiner Weise rechtfertigt.“

            Aus russischer Sicht gibt es jede Menge Gründe. Crumar hat einige genannt. Putin befürchtet auch Atomwaffen in der Ukraine, das ist ein Grund für ihn. Es geht hier nicht darum, was ich, du, oder TD als Grund anerkennen.

          • Christian. Die Sache wurde schon mehr als 1x hier besprochen. Ist ja nicht der erste Themenbeitrag von dir wo wir mal eine andere Sichtweise darstellen.

            1. Die Nato hatte damals einen völkerrechtswiedrigen Angriffskrieg geführt (Völkerrecht wurde erst danach angepasst um seine Handlung zu rechtfertigen)
            2. mit dem jetzt angepassten Völkerrecht gab es von Seiten Putin keinen Angriffskrieg da eine souveräne, anerkannte Republik angegriffen wurde und um militärischen Beistand gebeten hat

            Warum kann die andere Seite nicht mal erklären warum es ein Angriffskrieg ist? Warum müssen wir ständig uns wiederholen? Nur weil man in ein Land einmarschiert was einen mit Artillerie zupflastert ist man noch lange nicht der Aggressor wenn man dann mal rüber geht und den Beschuss beendet. Und die Natogeilen hier im Forum sind eh in einen halben Jahr ruhig wenn es kalt wird.

        • „Tut mir leid, für den Angriffskrieg, den da Putin angezettelt hat, gibt es keine nachvollziehbare Begründung und keine Entschuldigung.“

          Natürlich gibt es eine nachvollziehbare Begründung. Man selbst mag sie nicht für ausreichend halten um diesen Krieg zu beginnen, aber Nachvollziehenkönnen sollte man sie schon.

          Eine Entschuldigung, die gibt es tatsächlich nicht, dafür ist Krieg zu grausam.

          Nur frage ich, wo all die moralische Empörung war, als Jugoslawien bombardiert wurde, als Afghanistan und der Irak überfallen, der Jemen in die Steinzeit zurückgebombt wurde. wo ist die Empörung jetzt, da amerikanische Truppen Teile Syriens besetzt halten? Den Salomonen das Recht auf Bündnisfreiheit verwehren, dass sie für die Ukraine reklamieren? Wo sind die Sanktionen, wo die Forderung nach Sanktionen? Die Doppelmoral stinkt zum Himmel. Wer hier mit zweierlei Maß misst, macht deutlich, dass es eben doch stimmt, dass es hier nicht um Völkerrecht, Humanität oder sonst etwas „Gutes“ geht, sondern um einen Stellvertreterkrieg Westen gegen Russland, ausgetragen auf dem Rücken der Ukrainer, zum Nachteil des russischen Volkes und der europäischen Völker, die unter den Sanktionen leiden, und en passant noch zum Nachteil der restlichen Welt, wo in Teilen wegen dieses bekackten Krieges und wegen dieser heuchlerischen, wahnsinnigen Sanktionen sogar Millionen der Hungertod droht.

          Hier gibt es keine Guten. Es gibt nur das Leid Unschuldiger und den Versuch, die Schuld dafür allein bei „den Anderen“ zu verorten. So ist es aber nicht. Russland, die Ukraine, der Westen: Überall gibt es Verantwortung, überall sitzen Mitschuldige an diesem Konflikt. Jede dieser drei Parteien hätte es in der Hand gehabt, diesen Krieg zu verhindern.

          • Sorry, dieses ganze Gerede von den angeblichen Sicherheitsinteressen Russlands kommt mir vor, als würden die arabischen Gangsterclans in Bremen oder Duisburg fordern, die Polizei solle sich von ihren Stadtvierteln fernhalten, weil sonst ihre Sicherheitsinteressen beeinträchtigt würden. Russland unter Purin hat soviel Legitimität wie Nordkorea unter Kim Yong Un oder die Islamische Republik Iran, sprich keine.

            Das Verhältnis von Putin zu den russischen Menschen ist nicht das eines Präsidenten zum Souverän sondern das eines Geiselnehmers zu seinen Geiseln, ein reines Zwangsverhältnis das keinerlei Anspruch auf Legitimität erheben kann. Und es dürfte auch den Putinfreunden hier klar sein, dass nach einer Niederlage der Ukraine nicht Schluss wäre mit den militärischen Übergriffen auf andere Länder. Solange das aktuelle System in Russland existiert kann niemand auf der Welt in Frieden leben, jeden falls nicht in Reichweite russischer Waffen. Weshalb das Ziel der USA, Russland so zu schwächen, dass es nicht mehr in der Lage zu solchen Aktionen ist, als sehr geboten erscheint.

            Und was die USA betrifft, so ist ja wohl klar, dass wir alle ohne die USA heute unter Hitler oder Stalin bzw. deren Nachfolgern leben würden.

          • Dein übliches Gerede von der russischen Führung als Gangsterclan ist das beste Rezept für einen Atomkrieg. Falls Du es noch nicht mitgekriegt hast: Die Regierungen dieser Welt bestehen fast ausschließlich aus Verbrechern. Auch Cum-Ex-Warburg-Brechmittel-G20-Scholz, auch Sleepy Joe Biden, der den Staatsanwalt der Ukraine hat feuern lassen, damit der nicht die Verbrechen von Bidens eigenem Sohn aufdeckt.

            Dein Vergleich mit Stadtgangstern hinkt von daher gewaltig. Staaten im Umgang miteinander sind nicht die Gangster dort und die Polizei auf der anderen Seite. Es sind Gangster im Umgang miteinander. Die werden sich entweder einig, oder es gibt Krieg. Je mehr eine Seite sich in der Rolle der Polizei wähnt, also meint, sie könne machen, was sie will, desto eher gibt es Krieg. Dahin führt auch Dein Gequatsche von der fehlenden Legitimität der Länder, die Du in Deiner persönlichen Liste als Schurkenstaaten führst.

            „Und es dürfte auch den Putinfreunden hier klar sein, dass nach einer Niederlage der Ukraine nicht Schluss wäre mit den militärischen Übergriffen auf andere Länder.“

            Nein, mir ist das nicht klar. Das einzige Land, bei dem ich mir für die nächsten Jahre bis Jahrzehnte ganz sicher bin, dass es immer wieder militärisch übergriffig werden wird, liegt jenseits des Atlantiks und betreibt zu jenem Zweck rund eintausend Militärstützpunkte weltweit. Russland kennt seine Grenzen und strebt prinzipiell nach Kooperation. Wir haben die nur leider ausgeschlagen.

            „Und was die USA betrifft, so ist ja wohl klar, dass wir alle ohne die USA heute unter Hitler oder Stalin bzw. deren Nachfolgern leben würden.“

            Ohne die USA hätten wir den Ersten Weltkrieg gewonnen, und dann hätte es nie einen Hitler gegeben, und vielleicht auch keinen Zweiten Weltkrieg.
            Findest Du doof argumentiert? Ja, wer hat denn angefangen, olle Kamellen auszugraben, die ein Menschenalter her sind?

          • „Die Doppelmoral stinkt zum Himmel.“

            ich gebe offen und ehrlich zu, dass es mich herzlich wenig juckt, wenn Afghanistan und der Irak überfallen, oder der Jemen in die Steinzeit zurück gebombt wird (wieso überhaupt zurück; war der schon mal aus der Steinzeit raus?).

            Bei der Ukraine sieht das Ganze ein wenig anders aus. Hier ist ein Volk, das sich freiwillig dazu entschieden hat, der russischen Barbarei den Rücken zu kehren und Teil der westlichen Zivilisation zu werden. Da der russische Bär lieber Krieg führt, als seinen imperialen Machtanspruch aufzugeben, trete ich mit aller Entschiedenheit dafür ein, ihm den Petz zu sengen.

            Einen Atomkrieg fürchte ich übrigens nicht. Und selbst wenn er kommt, ist dann wenigstens auch Russland Geschichte. Man muss das Ganze von seiner positiven Seite sehen.

          • „ Ohne die USA hätten wir den Ersten Weltkrieg gewonnen, und dann hätte es nie einen Hitler gegeben“

            Dafür aber vielleicht einen französischen Hitler spätestens, nachdem die Franzosen den Guerillakrieg* gegen uns gewonnen hätten…

            *Wilhelm II hätte sicherlich keine Skrupel gehabt, die Reparationen einzutreiben, und hätte Frankreich einfach besetzt, wenn dieses erwartbar nicht hätte zahlen können, um sie dann aus dem Land herauszupressen, was dann zum Guerillakrieg geführt hätte.

          • “ Die Regierungen dieser Welt bestehen fast ausschließlich aus Verbrechern.“

            Schon komisch dass alle die irgend können bei den westlichen Verbrechern leben wollen und nicht bei ihren eigenen.

            Was mich diese nihilistische Haltung ankotzt, ihr seid genau wie die Foucault-Spinner, es gibt keine Wahrheit sondern nur Machtverhältnisse. Postmodernismus von rechts und links, das ist der Feind.

            Das ist die Argumentation von Putin: Es gibt keine objektive Wahrheit, alle lügen. Nur wir sind ehrlich weil wir es offen zugeben.

          • Ja, es ist ein schier unlösbares Rätsel, warum es Menschen zu den Verbrechern zieht, bei denen sie meinen, es am besten zu haben in einer Welt, wo man nur unter Verbrechern leben kann.

            Nihilistisch? Das hier ist nihilistisch: „Einen Atomkrieg fürchte ich übrigens nicht. Und selbst wenn er kommt, ist dann wenigstens auch Russland Geschichte. Man muss das Ganze von seiner positiven Seite sehen.“ Das stammt aber nicht von mir.

            Und das mit der Wahrheit ist ein Strohmannargument. Wer meine Beiträge liest, weiß, dass ich vieles für wahr halte und klar Stellung beziehe.

            Aber einen Realisten, den lasse ich mich außenpolitisch gerne schimpfen. Ein Vierteljahrhundert live die Verlogenheit und den Zynismus meiner eigenen Heimat mitzuerleben hat meinen Idealismus ein für alle mal auf ein sehr überschaubares Maß zurechtgestutzt.

          • @Slemiker

            „Bei der Ukraine sieht das Ganze ein wenig anders aus. Hier ist ein Volk“

            Im Gegensatz zu deiner völkischen Grundanschauung besteht das ukrainische „Volk“ aus sehr vielen Minderheiten. Eine gewichtige Minderheit mit einem Anteil von 33-40% der Bevölkerung sind ethnische Russen. Diese zu ignorieren war der größte Fehler der ukrainischen Ethnonationalisten und Nazis.
            Es gibt die Brigaden der Freiwilligen aus den Volksrepubliken nicht ohne Grund.

            „dass es mich herzlich wenig juckt, wenn Afghanistan und der Irak überfallen, oder der Jemen in die Steinzeit zurück gebombt wird“

            Ich kläre dich gerne auf: Diese „es juckt mich nicht“-Haltung hast du, weil du ein lupenreiner Rassist bist.
            Das sind aus deiner Sicht braunhäutige Untermenschen und deren Leben zählen nicht.
            Ich kläre das Forum gerne auf: „Hirschfeld wurde rasch zum Kopf der ersten organisierten Homosexuellenbewegung – doch ebenso rasch formierte sich in der Berliner Schwulenszene Widerstand gegen ihn: Schneidige Deutschnationale und völkische Antisemiten verstanden sich keineswegs als biologische Normabweichung, sondern als virile Männer von besonderer Stärke und Tugend. Seit der Antike hätten homosexuelle Männerbünde im Zentrum jeder kulturellen Entwicklung gestanden: Denn nur wo das „weibische Element“ ausgeschlossen sei, könnten Gesellschaften gedeihen.“
            https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/milo-yiannopoulos-ist-schwul-und-rechtsradikal-wie-geht-das-14896124.html

            Eine gewagte These, aber Slemiker nicht der erste schwule Rassist, der universellen Werten – wie dem Humanismus – abgeschworen hat und er wird auch nicht der letzte sein.
            Weidel ist eine rechtsradikale Lesbe, die Vorsitzende der Rassemblement National ist eine Frau, die faschistische Fratelli d’Italia hat ebenfalls eine Frau als Vorsitzende.
            Wir sehen faktisch den „Intersektionalismus“ und seine erfundenen „Identitäten“ in der Realität kollabieren.

          • @crumar
            „Ich kläre dich gerne auf: Diese „es juckt mich nicht“-Haltung hast du, weil du ein lupenreiner Rassist bist.“

            Und wahrscheinlich sollen mir nun ob dieses Vorwurfs Schweißperlen auf der Stirn wachsen. Weil Du, crumar, ja der löbliche Über-Humanist bist und allen Menschen weltweit die gleiche Aufmerksamkeit zuteil werden lässt. Wenn Kinder in Afrika hungern ist das für Dich nämlich genau so wichtig, als wenn Europäer 42 statt 35 Stunden pro Woche arbeiten müssen. Deinen Tränen, die Du hierüber vergießt, könnten ganze Ozeane füllen.

            „Das sind aus deiner Sicht braunhäutige Untermenschen und deren Leben zählen nicht.“

            – Es sind Moslems. Deren präferierte Gesellschaftsordnung mich tot sehen will.
            – Sie sind mir kulturell fremd. Jeder Mensch hängt mehr an seinesgleichen. Auch Du, crumar.

            „Wir sehen faktisch den „Intersektionalismus“ und seine erfundenen „Identitäten“ in der Realität kollabieren.“

            Wie klug Du bist, crumar! Intersektionalismus ist also Blödsinn? Wow! Da wäre hier in diesem Forum niemand drauf gekommen! Nur Du crumar! Unser linker König der Allwissenheit und Weisheit!

          • „ Das ist die Argumentation von Putin: Es gibt keine objektive Wahrheit, alle lügen. Nur wir sind ehrlich weil wir es offen zugeben.“

            Also, bei Politikern würde ich schon davon ausgehen, dass (fast) alle Lügen. Allerdings haben nicht alle die gleiche Macht (nach innen). Das macht den Unterschied zwischen dem Westen und dem Rest der Welt aus und ersteren besser (noch). Nach außen haben dagegen die westlichen Politiker mehr Macht. Das Ergebnis: Sie greifen in andere Länder ein und machen deren ohnehin schon schlimme Verhältnisse noch schlimmer. Da zeigt sich deren wahres Gesicht (das der nichtwestlichen Politiker sieht man ohnehin schon).

        • „Angriffskrieg“
          tut mit echt leid, daß ich da noch mal reingrätschen muss, aber wer den Begriff verwendet sollte wissen daß dieser Begriff, nach meiner Erinnerung etwa eine Woche nach Beginn der Operation, wie durch Zauberhand plötzlich überall nahezu zeitgleich in allen ÖR und Mainstream- Privatmedien auftauchte. Ein Schelm, wer da an Orwell 1984 denkt.

          • „etwa eine Woche nach Beginn der Operation, wie durch Zauberhand plötzlich überall nahezu zeitgleich in allen ÖR und Mainstream- Privatmedien auftauchte.“

            Oh Wunder, da greift jemand ein Land mit einer Armee kriegerisch an und alle sprechen von einem Angriffskrieg. Das muss eine verschwörung sein. Wenn die Leute einen Elefanten im Raum reden, dann sprechen ja auch nicht alle von einem Elefanten

          • Das hab ich jetzt auch nicht verstanden. Meinst du … weil die Angriffskriege von anderen Akteuren (USA, NATO, …) in den Medien nicht als „Angriffskriege von“ (resp. „russ. Angriffskrieg“), sondern nur als „Krieg gegen“ bezeichnet wurden? So genau hab ich das nicht mehr in Erinnerung …

          • @Christian
            Ja der Angriff der Ukraine auf die Volksrepublik Donezk ist ein zu verurteilender Angriff der UA. Aber ich finde gut, dass du das auch so siehst. Können wir froh sein das hier der Bündnisfall eingetreten ist.

          • @Christian könntest du dann bitte darlegen warum es ein Angriffskrieg ist? Wie siehst du den Beschuss der Ukraine auf die zwei, von Russland anerkannten, Republiken an? Wie siehst du das Völkerrecht, wo es möglich ist sich unter bestimmten Voraussetzungen als unabhängig zu erklären? Wie siehst du das Vorgehen der Nato im Jugoslawischen Krieg? Tut mir leid. Deine Aussage wer der Agressor ist wird von dir nicht eindeutig geschrieben oder begründet.

          • Russland handelt aus eigener Sicht tatsächlich völkerrechtskonform. Mit der Anerkennung der Volksrepubliken haben sie den innerukrainischen Konflikt zu einem zwischenstaatlichen „aufgewertet“, an dem sie sich ganz legal beteiligen, da sie auf Wunsch und als Verbündeter zweier der beteiligten Staaten eingegriffen haben.

            Die Nato konnte 1999 noch nicht einmal ähnliches behaupten, die hatte Jugoslawien angegriffen, faktisch auf Seiten der UCK, ohne die UCK vorher zu einem staatlichen Akteur aufzuwerten.

            Meiner Meinung nach reicht Russlands legalistische Aufwertung der Volksrepubliken aber nicht, um sein Verhalten als völkerrechtkonform anzusehen. Gewalt darf immer nur das letzte Mittel zur Konfliktlösung sein, und die angewandte Gewalt muss so gering wie möglich sein. Dementsprechend müssen gewaltärmere Alternativen immer als erstes ausgeschöpft werden. Russland hätte m.E. nach der Anerkennung der Volksrepubliken zunächst mit seinem Militär einfach nur in sie einmarschieren und dort an der Front tätig werden dürfen, in der Hoffnung, die Ukraine so von weiteren Kampfhandlungen abzuhalten und sie wieder an den Verhandlungstisch zu zwingen. Eine großräumige Operation gegen das gesamte Staatsgebiet der Ukraine war (noch) nicht legal, es handelt sich folglich um einen Angriffskrieg.

            Das kann man aber auch anders sehen (also so, dass Russlands Großangriff von Anfang an gerechtfertigt war). Aus quasi juristischer Perspektive finde ich interessant, dass dann für die Beurteilung als völkerrechtswidriger/-konformer Krieg sich die Frage ergibt, wessen Urteil über die Staatlichkeit der Volksrepubliken maßgeblich ist: Das Urteil Russlands oder das der internationalen Gemeinschaft, bzw. ihrer Mehrheit? Oder ist das gar nicht relevant, weil Kriege prinzipiell auch von nichtstaatlichen Akteuren geführt werden können, wozu man die Volksrepubliken ja ohne weiteres auch zählen kann?

          • @ Renton
            Es gab viele Versuche den Konflikt von Seiten Russland diplomatisch zu lösen. Es gibt dementsprechend Dokumente. Es gibt sogar die Minsk Abkommen. Das wird halt nicht bei uns vermittelt, da es dann eine andere Sichtweise aufzeigt. Das ist halt ein Stellvertreterkrieg der USA. Die Ukraine ist nur der Trottel der den Arsch hinhalten muss. Davon gibt es ja viele und alle laufen dabei nach dem selben Muster ab. Aber der deutsche Michel fällt immer wieder darauf rein.

    • Das Problem war meiner Meinung nach weniger „die Nato“ als die Ereignisse um die Präsidentschaftswahl in Belarus 2020 und die Aufstände in Kasachstan. Für die russische Führung steckte der Westen dahinter und bedrohte so zunehmend auch Russland selbst. ALs Gegenmittel wird offenbar ein Zurückdrängen der Verwestlichung in der Ukraine, Baltikum, Polen versucht.

      In der faschistischen Gedankenwelt gibt es den Volksherrscher, der den wahren Willen des Volkes exerziert gegen die von einer Minderheit des Volkes gewählten Marionetten der USA und hinter allen stehen „jene deren Namen man nicht nennen“ darf, womit dann meist der Boden zum Antisemitismus geschlagen ist

    • Es gibt in dem Krieg keine „Guten“. Die Regierungen der Ukraine haben seit 2014 einen mehr oder minder intensiven Bürgerkrieg in den russophilen Ostprovinzen betrieben in dem ~14.000 Menschen umgekommen sind und haben Minsk 2 nie umgesetzt was sie eigentlich zugesagt hatten. Und hätte die ukrainische Regierung 2014 die Interessen der russophilen Ostprovinzen berücksichtigt hätten die nie revoltiert.
      Das rechtfertigt aber wiederum nicht den russischen Einmarsch. Es sei denn es hätte ein zwingender Notfall vorgelegen im Sinne dass ukrainische Truppen kurz davor oder bereits dabei waren, einen massiven blutigen Militärschlag gegen diese Provinzen und die Krim zu führen (Südossetien-Szenario). Was ich nicht glaube denn das hätte Putin mit Sicherheit weidlich propagandistisch ausgenutzt.
      Dass „der Westen“ 2014 seine Finger tief drinne hatte daran kann allerdings kein Zweifel bestehen. Es mag keine „Guten“ in dem Spiel geben aber es gibt sicher „Böse“. Und das ist der „Westen“ denn für den bestand keine Notwendigkeit, in das Pulverfass eine Fackel zu werfen.

      • Leider haben wir keine ausreichenden Fakten zu einem geplanten Angriff der Ukraine auf die abtrünnigen Gebiete. Es gibt aber Hinweise und Indizien. Die Nato hat die Ukraine aufgerüstet, wozu? Und was haben EU und Nato an den Grenzen Russlands zu suchen? So schafft man weder Vertrauen, noch Sicherheit. Ich halte Putin für intelligent und berechnend, mit dem kann man verhandeln, wenn man denn will. Die Kriegsjubler hier haben es leicht, sie werden nicht abgeknallt.

        • „Leider haben wir keine ausreichenden Fakten zu einem geplanten Angriff der Ukraine auf die abtrünnigen Gebiete. Es gibt aber Hinweise und Indizien. Die Nato hat die Ukraine aufgerüstet, wozu? “
          Ja.
          Alles gute Indizien.
          Aber es braucht da schon die „Gefahr im Verzug“. So in etwa wie Friedrich der zwar den Siebenjährigen Krieg begann aber seine FeindInnen zu dem Zeitpunkt schon ihre Armeen an seinen Grenzen zusammenzogen.

          • Dein Einwand beruht auf einer Einschätzung, widersprechen kann ich dir mangels Wissen nicht. Putin wird mehr gewusst haben. In jedem Fall aber sollte Deutschland sich nicht in Kriege einmischen, es geht uns nix an. Und Waffen liefert man nicht in Kriegsgebiete, ehernes Gesetz. Das kann ganz schnell eskalieren. Wir zu zu klein, um zwischen den Fronten zweier Atommächte zu überleben.

          • „Dein Einwand beruht auf einer Einschätzung“
            Zweifellos. Womit ich sicher auch falsch liegen kann.
            Mit dem „Einmischen“ ist das so eine Sache. Ein Staat kann sich durchaus entschließen einem angegriffenen Staat zur Seite zu stehen und dafür auch Nachteile in Kauf nehmen oder sogar selber Truppen entsenden (wie die Briten in beiden Weltkriegen). Allerdings ist Deutschland sicher nicht unbeteiligt sondern hat mitgezündelt. Weswegen sich unsere Regierungen m.E. damit selber delegitimiert haben. Was mich bewegt alle kommenden Situationen nach Kräften zu konterkarieren.

          • El_Mocho hat ja zumindest teilweise Recht. Wer sich schon mal mit Polen unterhalten hat, weiß, dass sie aufgrund ihrer historischen Erfahrungen auf Russen nicht gut zu sprechen sind. Die wollten die Nato im Land haben, gerade als Schutz vor Russland, davon gehe ich auch aus. Und ich schätze, im Baltikum ist es ebenso.

            Nur gehören zu einem Bündnis immer zwei, und hier klafft die Lücke bei El_Mocho, warum die Nato* die Länder aufgenommen hat. Hätte sie nicht machen müssen, und ich finde, ihr Altruismus zu unterstellen, ist herzlich naiv.

            *Eigentlich die USA, die faktisch in der Nato das Sagen haben.

          • Sie hätte sich auf jeden Fall den Bitten der Ukrainer verschließen sollen.

            Davon ab geht es um das Gesamtpaket. Hätte die Nato auch Russland aufgenommen, stünden wir heute vor keinem Problem. Hätte der Westen auf seine antagonistische Politik gegenüber Russland verzichtet, auch nicht. Aber man musste ja unbedingt Jugoslawien angreifen, Raketenabwehrsysteme in Osteuropa stationieren, Syrien destabilisieren, Abrüstungsverträge kündigen, die Ukraine aufrüsten und mit ihr Manöver abhalten.

          • „Sie hätte sich auf jeden Fall den Bitten der Ukrainer verschließen sollen.“

            Soweit ich weiß ist in der Ukraine nicht in der Nato. Was schade ist. Wenn sie es wäre, hätte Russland nicht angegriffen.

            „Hätte die Nato auch Russland aufgenommen, stünden wir heute vor keinem Problem.“

            Russland in der Nato. Was für ein Schwachsinn! Wenn Russland Ambitionen hätte in der Nato zu sein, würde es sich nicht von der Nato bedroht fühlen. Ihr müsst Euch mal entscheiden. Russland will unbedingt Teil des Westens; Teil der Nato sein oder Russland fühlt sich vom Westen und der Nato bedroht.

          • Sich von der NATO als Russland bedroht fühlen ist wirklich albern. Würde Russland sich vernünftig benehmen würde es von der NATO absolut nicht zu befürchten haben und es ist sogar schon mit jeder Menge Mist durchgekommen. Die NATO ist interessant für viele Ostblock-Staaten geworden, weil sie Angst haben, dass Russland ihn etwas tut, was ja auch wie man sieht durchaus berechtigt ist. Werbung für die NATO ist das Verhalten Russlands. Lediglich Russland macht die NATO für die ostblockstaaten interessant.

          • @Christian

            Das Thema hatten wir schon. Es zählt, was in Russland bezüglich der Nato gedacht wird, nicht, wie Du sie einschätzt. Wobei mich schon interessieren würde, ob Du Deine Einschätzung auch schon für die Zeit des Kalten Krieges geltend machen würdest – war es im Kalten Krieg schon albern, sich von der Nato bedroht zu fühlen? Wenn nein: Was hat sich seitdem geändert? Wenn ja: War es auch albern, dass sich die Nato von der Sowjetunion bedroht fühlte? Wenn wieder nein, bleibt nur zu konstatieren, dass Du immer nur eine Seite als Bedrohung siehst.

            @Adrian

            Mach Dich mal schlau über Natoausbildung von ukrainischen Truppen, gemeinsame Manöver, militärische Nutzungsrechte etc.

          • Warum sollte interessant sein, was in Russland von der NATO gedacht wird? Niemand hat ein Interesse an einem Krieg mit Russland, insofern war Russland vollkommen sicher.
            Länder dieser Größe und mit einer entsprechenden militärischen Macht also nicht solche vollkommen unterliegenden Gegner wie etwa Irak, erobert man heute wirtschaftlich.

            Russland hat halt das Problem, dass es zu viele Oligarchen hat und zu viel politische Macht missbraucht wird.

            Putin hat ja nicht etwa aus Angst gehandelt sondern schlau politisch. Er ist sich bewusst, dass ihnen ein schneller Sieg als starker Mann sehr genutzt hätte und hat die Ukraine vollkommen unterschätzt.

            Was vielleicht auch daran lag, dass ich bei ihm keiner mehr getraut hat ihm die Wahrheit zu sagen. Das wurde ja in verschiedenen Analysen gut beleuchtet. Es wurden diverse Ikea Reform durchgeführt, die zweifelhaften nutzen hatten und das alte System nicht wirklich beseitigt haben. Aber hat sich jetzt jemand getraut Putin zu sagen, dass man seinen schnellen politisch wichtigen eroberungskrieg nicht umsetzen kann fragezeichen dann hätte man es wohl erklären müssen.

            Ein typisches diktatorenproblem. wenn alle Leute von einem abhängig sind und ihrerseits nur reich werden, wenn sie in ihrem Bereich die Korruption ausnutzen, dann muss man halt, dass man den mächtigen Mann bei Laune hält und nicht derjenige ist der ein Nein Sager ist. Schon gar nicht, wenn man vorher die Aufgabe hatte, das Militär zu verbessern. Die werden wohl mit einer wird schon gut gehen Haltung reingegangen sein, weil ihnen gar nichts anderes übrig blieb.

            Putin hat darauf gesetzt, dass ein relativ schwacher Präsident wie Biden esse ich keine Konfrontation traut und die Ukrainer gar nicht erst Gefahr wahrgenommen, weil ja letztes Mal auch alles gegangen ist.

            Da hätte er einen erfolgreichen Krieg und damit das Image als starker Mann gerettet und zudem noch wichtige Öl und gasfelder erobert.
            Und nicht zu vergessen, dass er dann wesentlich mehr Kontrolle über die durchleitung dieses Gases in den Westen gehabt hätte.

            Putin war hier kein armer bedrohter Mensch der Angst hatte und deswegen handelt hat. Er war ein ganz normaler machtpolitiker, der sich überschätzt hat und gar nicht gedacht hat, dass er, der großartige Putin, scheitern könnte. Das damit verbundene Leid hat er billigend in Kauf genommen.

          • @Renton
            „Mach Dich mal schlau über Natoausbildung von ukrainischen Truppen, gemeinsame Manöver, militärische Nutzungsrechte etc.“

            Ich weiß das. Und ich finde es gut. Noch besser hätte ich es gefunden, hätte man die Ukraine gleich nach der Annexion der Krim in die Nato aufgenommen. Plus dem Hinweis an Russland, sollte es noch einmal wagen, Hand an die Ukraine zu legen, dann wird Kaliningrad platt gemacht.

          • „Warum sollte interessant sein, was in Russland von der NATO gedacht wird?“

            @Christian, ich kann kaum glauben, dass Du wirklich so doof bist. Du möchtest Außenpolitik betreiben, ohne auch nur zu eruieren (geschweige denn zu berücksichtigen), was andernorts gedacht wird. Bleib bitte bei der Juristerei.

            Dort kann man mit Personalisierungen bestimmt auch mehr anfangen. Wenn man sich eh nicht dafür interessiert, wie andernorts gedacht wird, kann man sich bestimmt leicht auf Putin fokussieren.

            Von daher gehe ich davon aus, dass mein Hinweis, dass der amerikanische Botschafter in Moskau 2008 nach Washington meldete, er habe nicht einen einzigen russischen Politiker gefunden, gleichgültig, wie dieser sonst zum Westen stünde, der eine Natomitgliedschaft der Ukraine nicht kategorisch ablehnte, dass dieser Hinweis bei Dir zum einen OhrAuge rein und zum anderen direkt wieder rausgeht.

            Das Problem ist nicht Putin.

          • Vielleicht solltest du eher unterscheiden, was Russland sagt, was es denkt und was ist tatsächlich denkt. Ein Angriff durch die NATO oder etwas in dieser Art waren keiner Weise zu befürchten. Das abschreckungspotenzial der Atomwaffen ist immer noch hoch genug. Allenfalls ging es um Einfluss Russlands der schwindet Punkt und natürlich ist wir haben Angst und müssen handeln eine bessere politische Nachricht als Putin möchte bessere wahlergebnisse, deswegen fängt der einen Krieg an

          • Nein, @Christian, ich entscheide ebensowenig was „Russland“ denkt, wie Du. Aber im Gegensatz zu Dir höre ich diesem Russland zu und glaube nicht dem Quatsch wieder, der im Spiegel zu lesen ist.

            Anstatt dass ich jetzt über Vertrauen und Abschreckung doziere, beantworte Du doch vielleicht einfach noch meine offenen Fragen an Dich:
            War es im Kalten Krieg schon albern, sich von der Nato bedroht zu fühlen? Wenn nein: Was hat sich seitdem geändert? Wenn ja: War es auch albern, dass sich die Nato von der Sowjetunion bedroht fühlte?
            Du kannst auch gerne noch anhängen, was die Raketenabwehr in Osteuropa soll, wenn die Atomwaffen des Westens doch zur Abschreckung genügen.

      • Der dringende Grund waren die Atomwaffen. Hätte die Ukraine Atomwaffen „entwickelt“, dann wären diese unter der Kontrolle der Nato gelandet und dann wäre die Vorwarnzeit auf unter 2 Minuten gesunken. In diesem Fall wäre es für Russland klüger gewesen den Erstschlag durchzuführen, da sie dann wenigstens alle Raketen vom Boden weg bekommen. Das wollten sie wohl nicht. Das war es auch, was Putin in einer Rede im Januar besorgt angesprochen hat.

          • Ehrlich?
            1. Der Nato-„Raketenschirm“ in Polen und in Rumänien existiert nicht?
            https://en.wikipedia.org/wiki/Aegis_Ballistic_Missile_Defense_System
            „The U.S., Romania and Poland have deployed the land based Aegis BMD. Test installation was built at the U.S. Pacific Missile Range Facility in Hawaii in 2000s. A site in Deveselu, Romania is operational since 2016, while a site at Redzikowo, Poland will become operational in 2022.“

            2. Selenskyj fühlte sich nicht mehr ans Budapester Memorandum gebunden, sagte er auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2022 – man beachte den Zusammenhang.
            Das haben alle richtig verstanden: „Der ukrainische Präsident stellte einen Ausstieg seines Landes aus dem Budapester Memorandum in den Raum. Ein solcher Schritt würde bedeuten, dass die Ukraine wieder Atomwaffen besitzen könnte.“
            https://www.berliner-zeitung.de/welt-nationen/selenskyj-sagt-zwischen-den-zeilen-allen-anderen-f-you-li.212916

            Kann sein, es war seiner politischen Unerfahrenheit geschuldet, aber vor dem Hintergrund dieser Aussage sind in Russland wahrscheinlich alle Alarmglocken losgegangen.

          • „War mit Sicherheit eine Fehlentscheidung der Ukraine, ihre Atomwaffen abzugeben. Das passiert eben, wenn man Russland vertraut.“
            In der Tat, da die Ukraine korrupt wie kein anderer Staat war, hätte sie ihre Atomwaffen an alle Welt verkauft. Dann wäre es weder zum Jugoslawienkrieg, noch zum Krieg im Irak, Syrien oder Libyen gekommen. Dann hätten diese Staaten ein vernünftiges Atomprogramm aufbauen können und die USA und Europa einfach einäschern können, sobald der erste Bomber auftaucht. Nordkorea hat seine ICBM Technologie übrigens von der Ukraine, daher ist das keine leere Vermutung. Wäre doch schön geworden, wenn die Sonne über London und Paris aufgegangen wäre, wenn man Libyen angreifen wollte. Leider ist es nicht so gekommen. Das bedeutet, dass ich mit dir fühle.

      • „Das rechtfertigt aber wiederum nicht den russischen Einmarsch. Es sei denn es hätte ein zwingender Notfall vorgelegen im Sinne dass ukrainische Truppen kurz davor oder bereits dabei waren, einen massiven blutigen Militärschlag gegen diese Provinzen und die Krim zu führen (Südossetien-Szenario). Was ich nicht glaube denn das hätte Putin mit Sicherheit weidlich propagandistisch ausgenutzt.“

        Nun, ob jemand „kurz davor“ ist, muss man erst mal wissen. Und ob man so etwas überhaupt wissen kann, kann man nie wissen. Aber DASS Selensky die abtrünnigen Provinzen und sogar die Krim/Sevastopol zurückerobern wollte und auch (ggf. sog. „schmutzige“) Atombomben oder anderweitige Nuklearwaffen erlangen wollte, dafür gibt es Beweise.
        https://www.anti-spiegel.ru/2022/russische-propaganda-oder-wahrheit-hat-selensky-mit-der-atomaren-aufruestung-der-ukraine-gedroht/

    • Hmm, ich dachte, das ist heute so modern. Weder Afghanistan noch der Irak, noch Libyen, noch der Jemen, noch Jugoslawien, noch Panama haben jemanden angegriffen und schon gar nicht diejenigen, die sie angegriffen haben. In dieser Hinsicht hat sich Russland einfach angepasst.

      Aber ich vermute, deine Aussage ist viel einfacher zu erklären, es handelte sich schließlich bei den vorher genannten um „Shithole Countries“ in denen Leute leben, die der durchschnittliche Westler als Untermenschen, ansieht, die für Leute seines Schlages vermutlich nicht viel mehr als Tiere sind, während es sich bei den hellhäutigen und blauäugigen Ukrainern um Menschen handelt. Das erklärt auch, warum gerade der weitaus schrecklichere Krieg im Jemen ignoriert wird und die Ukraine die gesamte Aufmerksamkeit bekommt.
      Interessanterweise konnte mir keiner der vielen Ukraine Freunde erklären, was die Ukraine jetzt so vom Jemen oder den anderen überfallenen Staaten unterscheidet, sodass ich vermute, dass ihnen ihre Meinungsbildung etwas peinlich ist (auch vor sich selbst). Bestimmte Sachen sind halt Konsens, aber man sollte sie nicht offen aussprechen.

      • Nein, die Taliban die Osama bin Laden versteckten, Saddam Hussein, Gaddafi, General Noriega in Panama der zusammen mit dem Medellin-Kartell schwunghaften Drogenhandel in die USA betrieb waren auch alles völlig legitime Herrscher, genau wie Putin. Herr schmeiß Hirn vom Himmel.

        Immer wenn die USA involviert sind brennen bei vielen die Sicherungen durch.

        • Nö, immer wenn die USA Krieg anzetteln, sterben Massen von Menschen und bleiben zerstörte Länder zurück. Ich schreibe von der Zeit nach dem 2.WK

          Korea
          Vietnam
          Kambodscha
          Laos?
          Irak
          Afghanistan – okay da waren auch die Russen
          Libyen
          Jugoslawien
          Chile, teilweise
          was vergessen?

          • Ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
            Kuba
            Angola
            El Salvador
            Kolumbien
            Syrien
            Jemen
            Kommt jetzt natürlich darauf an, inwieweit Du nur Länder meintest, wo die USA hauptsächlich für den Krieg verantwortlich waren und/oder diese Länder vom Krieg zerstört wurden, aber ihre Finger im Spiel hatten sie jedenfalls überall.

          • Die Liste sollte mindestens 70 Länder umfassen, aber ich stecke da jetzt keine Arbeit rein. Bringt eh nix. Grundsätzlich könnte man ja Russland fertig machen und dann die Rohstoffe klauen. Wäre okay für mich. Aber verdammt, dann bereitet man sich vor und macht sich doch nicht vom Opfer abhängig. Wie blöd kann man sein?

          • „ Aber verdammt, dann bereitet man sich vor und macht sich doch nicht vom Opfer abhängig. Wie blöd kann man sein?“

            Dumm, dümmer, grün!

          • „Ansonsten sehe ich keinen darunter, der nicht verdient hätte, mit Gewalt aus dem Amt entfernt zu werden.“

            *Stöhn*

            Und die paar hunderttausend Iraker*, die die Amtsenthebung Saddam Husseins en passant das Leben gekostet hat, sind Dir egal.
            Warum ist Krieg nochmal geächtet?

            *??? Afghanen, ??? Syrer,…

        • „Nein, die Taliban die Osama bin Laden versteckten“

          Eine der Storys, von denen man kaum was glauben kann. Weder dass Osama hinter 9/11 steckt, noch dass er von den Taliban versteckt wurde, noch, dass man ihn in Pakistan angeblich umgebracht hat.

          Was wir Dank
          https://de.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezi%C5%84ski
          mittlerweile wissen, waren es die USA, die die radikalen Muslime in Afg. aufgebaut haben, um der Sowjetunion ein Bein zu stellen.

          Osama war m.W. Mudschaheddin (einige behaupten sogar, er sei vom cia angeworben worden und hätte zum 9/11 gar nicht mehr gelebt) und wenn ich mich richtig erinnere, bekämpften die Mudschaheddin sich mit den Taliban. Seltsame Wandlung, aber wer durchschaut schon das Wirrwar dort, da kann man uns sonstwas erzählen, prüfen können wir nichts.

          „Saddam Hussein“

          War? Richtig, m.W. Verbündeter der USA und bekam von denen auch „Massenvernichtungswaffen“, eine der Behauptungen, die ich nicht prüfen konnte, war, dass Hussein vor dem Kuwait-Überfall bei den Amis nachgefragt hatte und mehr oder weniger grünes Licht bekam. Aber auch das ist so eine seltsame Sache, im ersten Golfkrieg drängte man ihn nur zurück, im zweiten erfand man offensichtlich einen Grund, ihn zu überfallen. Meines Wissens hat sich der Irak seit der „Befreiung“ nicht besonders positiv entwickelt. Das amerikanische Konzept von Demokratie fkt. halt nicht wirklich, schon gar nicht in anderen Kulturen.

          „Gaddafi“

          Korrigier mich, wenn ich falsch liege, aber der hat einerseits die Stämme dort geeint, andererseits afr. FIüchtilanten zurückgehalten und hatte drittens einen Vorzeigesozialstaat. Außerdem war er sehr um Afrika und sein Land bemüht („great man made river“ und so Zeug). Jedenfalls war er nicht so schlecht, wie die westliche Propaganda über ihn behauptete (zumindest die, die ich mitbekommen habe). Das Land scheint sich seit seiner „Befreiung“ auch nicht besonders positiv entwickelt zu haben, gelegentlich liest man, es sei ein failed state…

          „General Noriega in Panama der zusammen mit dem Medellin-Kartell schwunghaften Drogenhandel in die USA betrieb“

          Sicher mit Genehmigung und unter Beteiligung der cia?
          https://de.wikipedia.org/wiki/Central_Intelligence_Agency#Drogenhandel_und_Geldw%C3%A4sche

          Ja, Herr schmeiß Hirn vom Himmel! Und um Himmels Willen: komm von der einseitigen und verlogenen westlichen Meinstream-Propaganda runter und informier dich auch mal bei der Gegenseite! Die USA sind nicht durchgehend „böse“ aber sie sind auch nicht annähernd so „gut“, wie sie behaupten! Die verarschen uns und suchen in erster Linie ihren Vorteil.

    • „Vielleicht nochmal in aller Kürze:…
      Mal im Ernst, vor diesem Hintergrund soll man Verständnis für Russland… aufbringen?“

      Da steckt schon der erste Fehler. Deine kurze Hintergrundbeschreibung ist um der Kürze willen völlig einseitig und blendet alles aus, dessentwegen man Verständnis haben kann*.
      (Die Personalisierung habe ich mal rausgenommen, weil sie ebenfalls albern viel zu vereinfachend ist. Die russische Politik wird von weiten Teilen der russischen Führung gedeckt, sie ist nicht allein Putins Ausgeburt.)

      „Russland in Person seines Präsidenten Wladimir Putin hat einen Angriff auf einen benachbarten Staat befohlen.“

      Das ist richtig.

      „Dieser Kriegserklärung sind keine kriegerischen Handlungen des angegriffenen Staates gegen den Angreifer vorausgegangen. Im Gegenteil, der Staat, der ohne triftigen Grund dem Nachbarn den Krieg erklärt hat, hat schon Jahre vorher Teile des angegriffenen Staates mehr oder weniger okkupiert.“

      Hier mischen sich Unvollständigkeit und eine gewisse gedankliche Unschärfe. Gegen Russland hat die Ukraine keine kriegerischen Handlungen unternommen, korrekt. Gegen den Donbass, als dessen Schutzmacht sich Russland ja irgendwie versteht, schon. Sieben Jahre lang hat die Ukraine die diplomatische Lösung dieses Krieges verweigert.
      Desweiteren hat die Ukraine in ihrem Bestreben, die verlorenen Teile ihres Staatsgebietes – die ihr letztlich auch aufgrund des Wunsches der dort lebenden Bevölkerung verloren gingen, kann man ja auch mal, meinetwegen zähneknirschend, erwähnen – zurückzuerlangen, sich für einen Krieg gerüstet. Dabei hat sie mit einem Militärbündnis kooperiert und die Mitgliedschaft in diesem angestrebt, das Russland für sich als Bedrohung betrachtet. Was eine Mitgliedschaft in diesem Bündnis angeht, erklärt Russland** seit 14 Jahren, dass es diese auf keinen Fall akzeptieren werde. Vor diesem Hintergrund ist es zumindest mir nicht möglich, das ukrainische Bestreben nicht als töricht bzw. geradezu waghalsig anzusehen, und der Ukraine bzw. ihrer Führung eine Mitschuld, nämlich das bewusste Riskieren des russischen Angriffs, zuzuschreiben.
      Die gedankliche Unschärfe kommt in einem einzigen Buchstaben zum Ausdruck: Dem „e“ am Ende von „Teile“ des angegriffenen Staates. Man muss sich schon entscheiden: Entweder Russland hatte nur einen Teil der Ukraine besetzt, die Krim. Oder man sah Russland auch im Donbass aktiv; dann allerdings lässt sich die Aussage „dieser Kriegserklärung sind keine kriegerischen Handlungen des angegriffenen Staates gegen den Angreifer vorausgegangen“ nicht mehr halten.

      „Daneben ist das Staatsoberhaupt des angreifenden Staates der Ansicht, dass der Staat Ukraine eigentlich gar nicht existieren dürfe, ebenso wenig wie die Staaten Litauen, Lettland und Estland, sowie Finnland und Moldawien.“

      Soweit ich weiß: Nein. Ich bin mir nicht sicher, inwieweit sich Russlands Kriegsziele inzwischen geändert haben, ob sie die Ukraine als eigenständigen Staat beseitigen wollen. (Falls ja, verwundert es, warum sie nicht mit mehr Militär angreifen; für eine Eroberung der gesamten Ukraine ist ihre Truppe eigentlich zu klein.) Aber wiewohl Putin in seiner Rede vor der Kriegserklärung die staatliche Legitimität der Ukraine in Frage gestellt hat, hat er ihr Existenzrecht meines Wissens nie konkret in Abrede gestellt. Von den anderen von Dir genannten Staaten ganz zu schweigen, ich wüsste gerne, woher Du das hast.

      Und jetzt fehlt immer noch ein großer Teil der Vorgeschichte dieses Krieges: Der Teil, in dem der Westen sich in Richtung Osteuropa ausgedehnt und den russischen Einfluss dort zurückgedrängt hat***, auch schon mal mit Gewalt (Serbien) oder Putsch (Ukraine), dabei so ziemlich sämtliche Rüstungsbegrenzungsverträge des Kalten Krieges zerrissen und immer mehr Militär mehr oder weniger direkt vor Russlands Nase platziert hat. Die Ukraine und der Krieg dort sind ein untrennbarer Teil dieses Puzzles.

      Wenn man all das nicht sieht – ja, dann ist die Sache eindeutig. Aber warum sollte man die andere Hälfte nicht sehen wollen?

      *Ob man es in der Gesamtbetrachtung aufbringt, bzw. ob man deshalb den Krieg für gerechtfertigt hält, muss jeder selber entscheiden, ebenso, was man angesichts der wie immer vorhandenen Ambiguität in der Angelegenheit für richtig hält – z.B., ob man Russland sanktionieren oder ob und wie man die Ukraine unterstützen sollte.
      **Hier ist die Formulierung „Russland“ im Sinne von Russlands gesamte politische Führung, und nämlich nicht nur Wladimir Putin, vollkommen angebracht. Im Jahr 2008 meldete der amerikanische Botschafter nach Washington, dass er absolut keinen russischen Politiker kenne, egal, wie derjenige sonst zum Westen stehe, der eine Natomitgliedschaft der Ukraine nicht kategorisch ablehne.
      ***Was, wäre es denn komplett friedlich undbedrohungsfrei verlaufen wäre, Russland wahrscheinlich noch nicht mal sonderlich gestört hätte.

      • „Gegen den Donbass, als dessen Schutzmacht sich Russland ja irgendwie versteht, schon. Sieben Jahre lang hat die Ukraine die diplomatische Lösung dieses Krieges verweigert.“

        Das ist wirklich schlimm von der Tschechoslowakei! Die lassen einfach das Sudentenland nicht frei. Dabei versteht sich das Deutsche Reich doch als dessen Schutzmacht! Aber die Tschechoslowakei verweigert sich einfach einer diplomatische Lösung! Diese Kriegstreiber!

        • Gähn. Deine historischer Nazivergleich hinkt auf so vielen Ebenen. Nur ein Aspekt: Hätte das Deutsche Reich so agiert wie Russland, also von 1938 an sieben Jahre abgewartet, bis es die Nase voll hatte von Diplomatie, hätte es den Zweiten Weltkrieg glatt verpasst.

          Von unten:
          „Weil sie einen russischen Satellitenstaat haben wollten, eine Ukraine die nach der Pfeife Moskaus tanzt.“

          Und? Dann existierte die Ukraine immer noch, und darum ging es, falls du das nicht verstanden hast.

          • Du kannst halt die Tatsache nicht verleugnen, dass Russland ein anderes Land angegriffen hat – 8 Jahre nachdem es bereits schon einmal in dieses Land eingefallen ist und einen Teil dieses Landes völkerrechtswidrig annektiert hat. Und nein, dabei spielt es keine Rolle ob die Bewohner der Krim überwiegend russisch sind.

          • „Du kannst halt die Tatsache nicht verleugnen, dass Russland ein anderes Land angegriffen hat“

            Habe ich nie.

            „8 Jahre nachdem es… einen Teil dieses Landes völkerrechtswidrig annektiert hat“

            Abgesehen davon, dass es wohl kaum völkerrechtskonforme Annexionen gibt: Es war keine Annexion. Weder formal noch dem Charakter nach. Die Bevölkerung der Krim war mit überwältigender Mehrheit für den Beitritt zu Russland.

          • „Es gab eine Volksabstimmung und das einhellige Urteil internationaler Beobachter.“

            Eine Volksabstimmung über das Schicksal eines Territoriums unter Besatzung und gegen den Willen des rechtmäßig über das Territorium herrschenden Staates ist illegal.

          • @Adrian:
            „Eine Volksabstimmung über das Schicksal eines Territoriums unter Besatzung und gegen den Willen des rechtmäßig über das Territorium herrschenden Staates ist illegal.“

            — Weder war das Territorium „besetzt“, denn die russischen Soldaten und evtl. „grünen Männchen“ (egal ob sie nicht-hoheitlich agierende Freiwillige oder Spezialisten des russ. Militärgeheimdienstes waren) haben sich legal auf der Krim, ja in der Ukraine aufgehalten, denn darum wurde vom damals noch rechtmäßigen Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch, gebeten, der auf die Krim geflohen war, bevor er später nach Russland ins Exil ging, noch ist es völkerrechtlich „illegal“ (um mal deine Wortwahl zu übernehmen, die im Völkerrecht unsinnig ist), gegen den Willen des rechtmäßig über das Territorium herrschenden Staates eine Volksabstimmung durchzuführen (siehe Serbien und Kosovo – in Den Haag wurde festgestellt, dass das Selbstbestimmungsrecht der Völker über die Unverletzlichkeit von Grenzen geht, sonst wäre es nämlich kein internationales Völker-, sondern ein reines internationales Staatenrecht).

            Noch dazu ist festzuhalten, dass auf der Krim keine Gewalt angewendet wurde, d.h. die Definition einer Annexion („gewaltsame Aneignung …“) ist nicht erfüllt. Es haben auch keine durch Gewaltandrohung verursachten Vertreibungen oder Abstimmungsbehinderungen o.ä. vor bzw. bei der Abstimmung stattgefunden.
            Was viel eher kritisch zu sehen ist, ist, dass kein Quorum festgelegt war. Bei dem überwältigenden Ergebnis der Abstimmung mit hoher Abstimmungsquote ist das m.E. allerdings bei der Bewertung vernachlässigbar.

      • „Nein. Ich bin mir nicht sicher, inwieweit sich Russlands Kriegsziele inzwischen geändert haben, ob sie die Ukraine als eigenständigen Staat beseitigen wollen.“

        Warum hat Russland denn dann zu Beginn Kiew angegriffen? Soweit ich weiß liegt Kiew nicht im Donbass. Ich erkläre Dir warum: Weil sie einen russischen Satellitenstaat haben wollten, eine Ukraine die nach der Pfeife Moskaus tanzt.

      • „Wenn man all das nicht sieht – ja, dann ist die Sache eindeutig. Aber warum sollte man die andere Hälfte nicht sehen wollen?“

        Wir sehen sie. Aber wie halten die Interessen des Deutschen Reichs gegenüber der Tschechoslowakei, Polen oder Österreich für gegenstandslos und werden da Deutsche Reich nicht unterstützen, diese Interessen durchzusetzen.

    • Es gab keine Kriegserklärung, aber kriegerische Handlungen des angegriffenen Staates gab es vorher sehr wohl. Und zwar von der Ukraine gegen die mehrheitlich von Russen bewohnten Donbas-Republiken. Und warum beschießt die Ukraine den Donbas, mithin die eigene Bevölkerung (wohlgemerkt nicht nur die Separatisten-Milizen, sondern die auch Zivilbevölkerung)? Weil das bei Nazis eben so ist: Die wollen das Territorium, die dortige Bevölkerung wollen sie aber nicht.

      Und weil immer gesagt wird, die Nazis wären da nur eine kleine Gruppe: Schaut Euch mal auf dem YouTube-Kanal des Azov-Batallions um, da werdet Ihr staunen. Als Einstieg:

      Nur zur Erinnerung: Das sind „Helden von Mariupol“, wie sie von unserer Presse bezeichnet werden. Das sind die, denen die Grünen nicht schnell genug schwere Waffen liefern können.

      Es ist sogar durchaus fraglich, ob Russland tatsächlich völkerrechtlich einmarschiert ist. Denn nach dem Völkerrecht darf ein Staat einem anderen Staat militärisch zuhilfe kommen, wenn dieser darum bittet oder die beiden in einem Militärpakt sind. Russland hat, nachdem das Minsker Abkommen vom Westen als gescheitert erklärt wurde, und Selensky auf der Münchner Sicherheitskonferenz durch die Blume verkündet hat, Atomwaffen beschaffen zu wollen, zunächst die beiden Donbas-Republiken als Staaten anerkannt, und nach ein oder zwei Tagen mit ihnen militärische Beistandspakte geschlossen. Das war ein deutliches Zeichen an die Ukraine, den Beschuss des Donbas einzustellen. Deswegen haben die Russen danach noch drei Tage gewartet. Stattdessen hat die Ukraine den Beschuss intensiviert, die Donbas-Republiken haben (vermutlich) offiziell um Hilfe gebeten, weshalb Russland alles getan hat, um den Beschuss zu unterbinden. Völkerrechtlich also alles ok.

      Und wer jetzt meint, das wäre doch alles ziemlich windig, dem muss ich sagen: Wir haben es ganz genauso gemacht. Beim Kosovo-Krieg. Der war in dem Sinne genauso völkerrechtlich illegal. Der Westen hat ja auch im Zuge des Serbien/Kosovo-Kriegs mit Vehemenz darauf gedrungen, dass der Internationale Gerichtshof in Den Haag entschieden hat, dass eine seperatistische Region sehr wohl das Recht hat, sich ohne Erlaubnis des ehemeligen Mutterstaats von ihm abzuspalten und einen eigenen Staat zu gründen. In dem Falle ginge das Selbstbestimmungsrecht der Völker vor die Unverletzlichkeit von Grenzen. Putin hat damals noch gewarnt, dass das die Büchse der Pandora geöffnet habe. Aber der Westen wollte ja nicht anders.

      Und wer immer noch an das Märchen der armen, unschuldigen Ukraine glaubt, die so überraschend angegriffen wurde, dem sei folgendes Video von 2016 ans Herz gelegt. Da sprechen der damalige ukrainische Präsident Poroschenko und die US-Senatoren Lindsey Graham und John McCain zu ukrainischen Soldaten:

  7. Hihi, jetzt machen die Russen schon Werbefilme für Einwanderung:

    Das hat durchaus einen gewissen Charme, wäre ich jünger und würde mich mit Sprachen leichter tun… Ich schätze mit einem gewissen Bildungsstand kann man da schon Arbeit finden, für Unternehmer ist es vermutlich sogar eine gute Wahl, billige Rohstoffe, massenweise Platz, günstige und idR gut gebildete Leute. Die eine oder andere Kröte wird man vermutlich schlucken müssen, aber Krötenschlucken muss man im Westen ja auch zunehmend.

    (gefunden bei:
    https://www.danisch.de/blog/2022/07/29/beautiful-women/
    )

    • Also die Familie meiner russischen Nachbarin würde lieber zu uns kommen. Die dürfen aber nicht. Und Tatjana aus St. Petersburg mailt mich auch andauernd an, sie doch endlich zu heiraten und in den Westen zu holen. Ich werde sie mal fragen, ob sie mich aufnehmen will 🙂

      • Das Wohlstandsniveau ist hier halt noch um einiges höher. Das ist wie mit der Corona-Auswanderbewegung, es gehen nur die Leute ins Ausland, die dort wenigstens sowas wie Kaufkraftparität (bei ihrem Lohnniveau) erwarten, die schon Geld haben oder die von irgendeiner Besonderheit angezogen werden (mich reizt am ehesten der Platz, Deutschland ist mir viel zu dicht besiedelt). Außerdem zehrt der Westen halt noch von seinem Image, ich kenne das noch aus DDR-Zeiten, wie man sich das Paradies so vorstellt und wie groß die Kluft zur Realität sein kann 🙂

        Deutschland ist auch nur noch so lange attraktiv, wie es hier hier ausreichend gutbezahlte Jobs für Ausländer gibt oder alternativ eine wirkungsvolle Sozialhilfe. Das ist m.E. alles seit längerem auf der schiefen Ebene und ich erwarte ein sich weiter beschleunigendes Abrutschen, welches mir echt Sorgen bereitet… das Doofe bei Inflationierung ist, dass man die politischen Ursachen nicht sieht, man kann sich plötzlich nichts mehr kaufen, aber wer dafür die Schuld trägt und wie man dem Problem entkommen könnte, bleibt unklar. Vom offiziellen Schein her, hat sich ja nicht viel geändert.

    • Eine Bekannte von mir ist russischer Herkunft, ihre Verwandten leben noch in Russland. Sie lebt definitiv lieber hier; sie sagt, das größte Problem in Russland sei, dass es dort kein Recht gäbe. Recht bekommt der, der Geld hat.

      • Ist das mit dem Recht hier anders? Wer sich Gutachter und gute Anwälte leisten kann, macht normalerweise das Rennen. Und hier muss man (m.W. im Ggs. zu den USA) den Anwalt auch bezahlen, wenn er das Verfahren vergeigt, was jeden mit klammen Geldbeutel und lückenhaftem Rechtsschutz effektiv abhält.

        In Russland ist es sicher noch extremer, einfach auch, weil die Leute viel ärmer sind, aber ich vermeide trotzdem jede juristische Auseinandersetzung und spätestens mit der Willkürgesetzgebung zu Corona ist das hier doch massiv erodiert, oder nicht? Bei Kleinigkeiten kann man Glück haben, wenn man die nötige Geduld mitbringt, geht es um politische Zeitgeist-Fragen, wird es zunehmend aussichtslos auch nur seine Grundrechte abgesichert zu bekommen. Von weisungsgebundenen Staatsanwälten usw. fang ich gar nicht erst an.

        • Nun, sie kennt beide Länder, ich nur eins. Und im Grunde hast Du Deine Frage doch selbst beantwortet:
          „Ist das mit dem Recht hier anders?“ – „In Russland ist es sicher noch extremer“.

          • Hat sie denn schon juristische Auseinandersetzungen gehabt? Oder leitet sie das (wie ich) nur aus Presseberichten usw. ab?

            Ich bin immer unsicher, ob ich die Lage bei uns nicht viel zu schlecht einschätze. Ich habe halt keine praktische Erfahrung und eindeutig einen Bias hinsichtlich meiner konsumierten Medien.

          • Wie gesagt, sie hat Verwandte dort. Ich gehe davon aus, dass sie ihre Erfahrungen und Einschätzungen also von den Menschen vor Ort bezieht.

            Die Lage bei uns ist okay. Im Großen und Ganzen funktioniert der Rechtsstaat, schätze ich. Okay, die letzten Jahre gab es gerade im Großen mehr Probleme, und es ist auch nicht alles eitel Sonnenschein. Aber ich sag mal so: Ich gehe davon aus, dass auch in der DDR der Rechtsstaat im Großen und Ganzen funktioniert hat – wenn man nicht gerade mit der Obrigkeit aneinandergeriet. Aber zur DDR kannst Du vermutlich mehr sagen.

    • Ich werde den Verdacht nicht los, dass Russland da sehr „Tongue in the cheek“ unterwegs ist oder evt. sogar massiv trollt. Hat eine gewisse Chuzpe.

  8. RT hat einen interessanten Artikel zum ukrainischen Lobbyismus in Washington, der (das legen einige Personalien nahe) mindestens teilweise auf US-Dienste zurückgeht.

    Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus, interessanter für mich ist der Verweis auf die WashingtonPost, die 2014 eine Umfrage veröffentlicht hatte:
    https://www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2014/02/12/who-are-the-protesters-in-ukraine/

    „In Wirklichkeit zeigten Umfragedaten, wie einem Artikel der Washington Post vom Februar 2014 zu entnehmen ist, dass weniger als 20 Prozent der Demonstranten auf dem Maidan wegen „Verletzung der demokratischen Grundrechte oder einer Bedrohung durch eine Diktatur“ motiviert waren, nur 40 bis 45 Prozent der Ukrainer für die Integration in die Europäische Union waren und der noch amtierende Präsident Wiktor Janukowitsch „die beliebteste politische Persönlichkeit des Landes“ blieb. Keine der bis zum Maidan durchgeführten Umfragen hatten jemals eine Mehrheitsunterstützung für die Proteste gezeigt.

    Ein Großteil der öffentlichen Opposition gegen einen Regierungsumsturz fühlte sich von der „antirussischen Ikonographie des westukrainischen Nationalismus“, der unter den Demonstranten auf dem Maidan weit verbreitet war, abgestoßen und „bei der ukrainischen Mehrheit nicht gut ankam“. Insgesamt lebten 50 Prozent der ukrainischen Bevölkerung in Regionen, die sich seit über zwei Jahrhunderten stark mit Russland identifizieren, von denen sich „so gut wie alle“ von der „antirussischen Rhetorik“ befremdet fühlten.“

    Ich habe den englischen WP-Artikel nur überflogen, ich hoffe RT verarscht mich nicht 🙂
    Also bitte korrigieren, falls das dort gar nicht drin steht.

    Das füllt ein bisschen die Argumentelücke der regime-change-Gegner, weil ja immer so getan wird, als ob alle Ukrainer den change unbedingt wollten. Die Meinung der Leute kann damals natürlich auch herbeipropagiert worden sein, ihr kennt ja meine Einstellung zu Massenmedien und Propaganda und natürlich findet sowas auf beiden Seiten, sowie vor und nach einem regime change statt…

    Ach so, die Quelle:
    https://pressefreiheit.rtde.tech/nordamerika/144605-wie-lobbyisten-washington-zu-langen/
    gefunden übrigens bei:
    https://www.net-news-express.de/

    • „Ich habe den englischen WP-Artikel nur überflogen, ich hoffe RT verarscht mich nicht 🙂
      Also bitte korrigieren, falls das dort gar nicht drin steht.“

      Hab‘ den WP-Artikel gelesen. Die Zitate, die Du hier gepostet hast, sind korrekt übersetzt und prinzipiell auch sinngemäß richtig.

    • Es handelt sich um eine marxistische Seite und sollte sehr kritisch gelesen werden. Die dort angeführten Quellen sind dennoch interessant

  9. Die russische Exklave Königsberg wird wohl weiterhin blockiert, nachdem die EU den Transit von Waren explizit erlaubt hat, verhindert Litauen jetzt wohl die Abrechnung:
    https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=614783

    Ich würde zu gern wissen, auf welche Art und von wem die Provokateure bezahlt werden, jede Wette, dass die USA sich das was kosten lassen, vielleicht auch die Briten.

    Natürlich ist es billig. Sie versuchen erkennbar zu wiederholen, was schon bei den Nazis, mit Ostpreußen und dem polnischen Korridor funktioniert hat: sie wollen den Konflikt ausweiten, so lange provozieren und sticheln, bis der Gepiesackte zurückschlägt. Dann tut man total überrascht und macht einen auf Moral, wie schon bei der Ukraine… Aber auch wenn es nicht gelingt, haben sie zumindest ein Teilziel erreicht: die Exklave geschwächt und Russland neue Kosten aufgehalst.

    Es ist ein bösartiges Spiel mit dem Feuer und es ist deprimierend, dass sich immer wieder Idioten finden, die sich für eine handvoll Silberlinge bereit erklären, es mitzuspielen und damit das Leben von Millionen Menschen zu verschlechtern und aufs Spiel zu setzen. Wenn wir jemals Ruhe vor sowas haben wollen, müssen alle Geheimdienste als illegale Verschwörung bekämpft werden, es darf diese staatlich bezahlten Psychopathenvereine mindestens im eigenen Land nicht mehr geben. Keine einfache Aufgabe, aber wert es zu versuchen.

  10. Hey Christian, ein Beitrag von mir, den ich heute Morgen als Antwort auf einen anderen Beitrag geschrieben habe – er enthielt einen Link zu einem Antispiegel-Artikel – wurde hier nicht veröffentlicht. Woran liegt’s?

      • Woran es liegt, kann ich nicht sagen, hab nur vage Vermutungen … Es fing, wenn ich mich recht erinnere, vor ca. 2 Jahren langsam an, dass du immer mehr Kommentare von mir freischalten musstest – da hatte ich noch keinen WordPress-Account. Das war zur gleichen Zeit, als ich anfing, über bestimmte Tabuthemen in einer bestimmten (teils neuen/originären) Art zu sprechen und eben durch meine neu gewonnenen (m.W. teils originären) Erkenntnisse eine ganz spezielle persönliche denkerische und politische Haltung mit teils „revolutionären“ Kombinationen zu entwickeln … Daher vermute ich, dass eine KI die Kommentartexte analysiert und insgeheim Rating-Rankings erstellt. Als ich mir dann einen Account (mit derselben E-Mail-Adresse, die ich hier vorher schon immer verwendet hatte) zulegte, war plötzlich jeder Kommentar von mir auf egal welchem Blog freischaltungspflichtig.

        Stört dich das Freischalten meiner Beiträge, also soll ich hier weniger schreiben? Liest du sie alle oder vertraust du darauf, dass sie schon i.O. sind, und liest nur bei interessant erscheinenden Anfangssätzen? ^^

        • Ich weiß nicht was du meinst. Ich jedenfalls hab keine Blacklist. Und es ist ja so, dass Christian (oder eigentlich jeder Wenseitenbetreiber, wo ich mit dieser E-Mail-Adresse/diesem Konto kommentiere) jeden Kommentar freischalten muss … wie ich oben schon sagte. Also kann’s nicht an Wörtern in jedem Kommentar von mir liegen, aber vielleicht daran, dass ich irgendwann einmal zu viele Dinge geschrieben hab, die von WordPress geblacklistet oder mit nicht-geblacklistetem, aber geheimem, mal mehr, mal weniger negativem Rating versehen sind, sodass es sich zu diesem Ergebnis, dass solche Kommentare und schließlich alle Kommentare von mir freischaltungspflichtig sind.

          (Christian schaltete den o.g. Kommentar übrigens schon irgendwann zwischen meinem Anfrage-Kommentar und meiner ersten Antwort hier frei. https://allesevolution.wordpress.com/2022/07/28/ukraine-9/#comment-685224 )

          • Blogger können Phrasen auf eine Blacklist setzen, was zur Folge hat, dass diejenigen Kommentatoren mit dieser Phrase im Nickname automatisch gesperrt werden. Wenn ich „o“ auf die Sperrliste setze, wirst Du mit „Jo“ gesperrt.

          • @uepsilonniks
            Diese Möglichkeit konnte ja aber aufgrund der von mir geschilderten Umstände nicht der Grund dafür gewesen sein, dass meine mit diesem Account geschriebenen Kommentare egal wo eine Freischaltung benötigen, also kann es nur entweder an WordPress oder möglicherweise (falls technisch überhaupt möglich bei WP) an mir/ meinen Account-Einstellungen liegen (und dass Letzteres nicht der Fall ist, wollte ich in meiner letzten Antwort am Anfang halt als ausgeschlossen seiend kommunizieren).

            Ich glaub, wir brauchen uns hier erst mal nicht weiter um dieses Thema zu kümmern. 😉

  11. Selenskyj in den Nachrichten: Er ruft die Bevölkerung der Republik Donezk zur Flucht auf, spielt sich als ihr Freund und Beschützer auf. Ein Freund derjenigen, die er seit Jahren terrorisiert – ein Terror, der Tausenden von Zivilisten dort das Leben gekostet hat. Und der Staatsfunk übernimmt das unverdrossen.

  12. Edeka benennt ein Eigenmarke-Eis um, von „Moskauer Art“ in „Kiewer Art“, dabei „Moskauer Art“ noch durchgestrichen auf der Verpackung.
    https://www.berliner-zeitung.de/news/moskau-kiewedeka-benennt-vanilleeis-wegen-ukraine-krieg-um-li.249655

    Was versprechen sich diese Leute davon? Gibt es wirklich Kunden, für die das kaufrelevant ist, oder wieder nur reine Symbolhandlung?

    Damit sind sie übrigens gleich ins nächste Fettnäpfchen getappt – Kiew ist die Transkription aus dem Russischen, politisch korrekt muss man heute Kyiv schreiben!

  13. Zwischen China und USA nehmen die Spannungen auch zu:

    https://www.wsws.org/en/articles/2022/08/02/pers-a02.html

    Wobei ich den Besuch Taiwans selbst nicht als Provokation sehen würde. Wenn Chinas Regierung das anders sieht, dann hat sie sie nicht alle! Etwas anders sieht die Sache aber aus, wenn Pelosi auch noch ein paar Kriegsschiffe mitnimmt. Dann ist es schon verständlich, wenn das als Bedrohung gesehen wird. Ich hoffe, die chinesische Regierung, bezieht sich NUR darauf. Auch der Vergleich mit der Kubakrise macht dann eher Sinn (immerhin wurden da Atomraketen auf Kuba stationiert, was auf Taiwan soweit ich sehe, (noch?) nicht geplant ist).

    • Wobei ich den Besuch Taiwans selbst nicht als Provokation sehen würde.

      Ist es aber, zumindest aus Sicht von China. Jedwede diplomatische Aufmerksamkeit, die sich gezielt auf Taiwan richtet, steht halt in Widerspruch zur chinesischen Doktrin, dass Taiwan lediglich eine abtrünnige Provinz der Volksrepublik China ist. Ist quasi so, als ob Bundestagsabgeordnete den „Volksrepubliken“ in der Ostukraine einen offiziellen Besuch abstatten – das fände die Ukraine vermutlich auch nicht lustig.

      Wobei es natürlich langsam Zeit wäre, dass sich China mit den Tatsachen abfindet. Liegt aber wohl nicht in ihrer Natur. Und die erfolgreich immer weiter vorangetriebene Assimilierung Hongkongs wird die Motivation, auch Taiwan irgendwann wieder zurückzuholen, vermutlich nicht senken.

  14. Habe ich etwas verpasst? Lässt das russische Militär männliche Soldaten, z.B. in Gefangenschaft, am Leben und erschießt nur die weiblichen oder ist es generell verboten Soldatinnen im Krieg zu töten? Und gab es nicht Berichte, dass das russische Militär die männliche Bevölkerung, nicht die weibliche, aus ihren Häusern auf die Straße gezerrt und da erschossen hat? Oder zählen die nicht, da von Männer erschossen?

    Und das ukrainsiche Militäer dafür zu kritisieren das sie in der Nähe der Zivilbevölkerung kämpft und diese dadurch gefährdet, während das russische Militär die Zivilbevölkerung töten, klingt nach etwas aus der Feder eines praxisfernen Bürokraten.

  15. Ich hatte mal gelesen das Russische Soldaten in einem Dorf die männliche Bevölkerung aus den Häusern gezerrt und dann exekutiert hat. Finde das nicht wieder. Kann sich daran jemand erinnern? Ich finde nur Verbrechen bei denen 7-8 unbewaffnete Männer hingerichtet wurden.

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