Namensverwechselungen bei den Kindern

Es passiert mir in letzter Zeit häufiger, dass ich aus Versehen zu Schmidt Junior Fräulein Schmidt sage (also natürlich ihre richtigen Namen).

Vielleicht weil er mich einfach so an sie erinnert, wie sie auch verschiedene Phasen durchlebt, in denen Schmidt Junior jetzt ist: Er klettert überall hoch, macht alles auf, steht plötzlich auf einer kleinen Bank und läuft diese entlang, scheinbar ohne sich Gedanken zu machen, dass er da sehr schnell runterfallen könnte. Diese Gedanken mache ich mir natürlich gleich und stürme zu ihm hin, wobei mir mitunter ein Fräulein Schmidt rausrutscht.

Unser Gedächtnis ist wohl so angelegt, dass alles nach einer gewissen Nähe zueinander abgespeichert wird, was häufig zusammen auftaucht oder in einer anderweitigen Verbindung besteht, und das tun die Kinder natürlich, einfach weil sie Kinder sind. Mein (morgens häufig noch sehr müdes) Gehirn hat anscheinend die Kinder gerade wenn es schnell gehen muss, recht dicht beieinander angeordnet und greift dann mal daneben.

Ich fühle mich aber wie die Oma, die ihren Sohn mit dem Namen ihres Mannes anredet, wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, aber auch weil ihr Gedächtnis schlechter geworden ist und eher Fehler macht.

15 Gedanken zu “Namensverwechselungen bei den Kindern

  1. Ich habe nur ein Kind, einen Sohn. Den habe ich aber (in letzter Zeit zum Glück nicht mehr so oft) häufig mit dem Namen meines jüngeren Bruders angesprochen, warum auch immer.

  2. Ich hab zwei Söhne, ich spreche auch heute noch (beide erwachsen und längst aus dem Haus) schon mal den einen mit dem Namen seines Bruders an. Da beide etwas längere Namen haben (dreisilbig), und ich die falsche Ansprache meist nach einer Silbe merke, kommen da durchaus „interessante“ Namenskonstrukte raus 😉

    • Hat meine Mutter auch immer geschafft. Wenn ich meine Geschwister mal mit Andi und Maike bezeichne, war ich manchmal An-Mai-Renton, oder Maike war Ren-An-Maike, oder so 🙂 Meinem Vater ist das nie passiert.

  3. Keine Sorge, das hat nichts mit dem Alter zu tun.

    Du bist sprachlich einfach weniger begabt. Nimm‘ dir deine Frau zum Vorbild.

    Das Weib kann man sich auch sonst zum Vorbild nehmen und seine Beziehungs- und Empathiefähigkeit ausbauen. So werden aus Männern noch richtig vollwertige Menschen – und Verwechslungen finden auch weniger statt.

    Denn Sprache scheint ein Bindemittel zu sein. Ist also eng mit den zwischenmenschlichen Beziehungen verknüpft. Daher ist das Weib da auch besser. Stichwort: Mutter-Kind-Beziehung.

    Mehr dazu hier: http://gender-ideologie.de/artikel/die-polaritaet-mann-frau.html

    Ich fordere hiermit alle Männer auf, sich auf ihrer weiblichen Seite fortzubilden. Dann gibt es auch weniger Manneskarikaturen, die die menschliche Psyche wie eine Apparatur verstehen und glauben, bestimmte traumatische Erfahrungen müßten bei allen betroffenen Menschen.zu den gleichen Symptomen führen.

  4. Geht mir manchmal mit meinem Sohn so, dass ich den Namen von einem meiner Brüder nehme, tatsächlich meist von dem, dem er im entsprechenden Alter jeweils am ähnlichsten war.

    Umgedreht passiert es aber auch, meine Frau und ich wechseln uns wegen Teilzeit ja tageweise ab, so dass meine Tochter oft einen Satz mit Mama angefangen hat und sich dann noch schnell zu Papa korrigierte. Ich war dann sozusagen „Mamapapa“ 🙂

    • Stimmt, das macht unser Kleiner auch öfter mal, wenn er sich nicht konzentriert. Er hätte wahrscheinlich nicts dagegen, uns beide ganz geschlechtergerecht allgemein mit „Elter“ anzusprechen. 😉

  5. Das finde ich immer so drollig: die Kinder können sich gerade mal wacklig auf den Beinen halten, und schon wird geklettert. Sie machen ja die Gesamtentwicklung der Spezies im Zeitraffer durch, und wir sind ja „Klettertiere“, wir kommen ja von den Bäumen. Das ist bei denen noch drinnen.

  6. So hat es mit meiner einen Oma auch angefangen.
    Erst dachte man, bei 5 Kindern und 14 Enkeln verliert man manchmal halt den Überblick, auch wenn meine eine Cousine ÜBERHAUPT nicht aussieht wie ich, oder unsere Tante, und meine andere Cousine NICHT mit dem Vetter aus Dingsbums verwechselt werden will, aber dessen Bruder sieht aus wie meine Mutter früher.
    Aber dann war es Alzheimer.

  7. Solange man die Frau nicht mit dem Namen der Ex anspricht, find ich das alles nicht so schlimm. Extra-Minuspunkte, wenn’s beim Orgasmus ist.
    🤪️

  8. Das ist wohl normal. Meine Mutter nennt mich seit 43 Jahren immer erst mal beim Namen meines Bruders, und umgekehrt.
    Wenn ich mich früher darüber geärgert habe, hat sie entgegnet, ich solle froh sein dass es mir nicht so geht wie ihr mit ihrer eigenen Mutter, die immer erst alle 5 Namen durchgerattert bis mal der richtige dabei war.

  9. Ist nicht ungewöhnlich. Meine Mutter hat die gleichgeschlechtlichen Kinder im höheren Alter auch mit verwechselten Namen angesprochen, und mit noch etwas höherem Alter dann auch geschlechtsunabhängig. Das war urkomisch, mit einem Frauennamen angesprochen zu werden, und sie konnte es selbst nicht fassen, wenn ihr das passierte (war eh selten).
    Afaik macht sie das situationsbezogen oder wie sie sich gerade fühlte. Wenn man ihr bei etwas geholfen hat, was normalerweise die Geschwister-Frauen machten, dann kam eher ein Frauenname.

    Auch hirntechnische ähnliche Stromlaufpfade bezüglich der zeitlich nahe beieinanderliegenden Kinder klingt plausibel. Da sind ja Achtsamkeit, Verantwortung, Beschützerinstinkt und vieles andere für beide Kids im gleichen Areal abgelegt.

  10. Bei den Kindern ist mir das nie passiert aber ich bringe ständig die Städte Namen durcheinander
    Zum Aktuelle Wohnort sage ich ständig den Namen der anderen Stadt in der ich zuvor gelebt habe…

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