Friedrich Merz dazu, warum die Frauenquote für die CDU das richtige ist

Merz meldete sich in einem Artikel noch einmal selbst zu Wort und legte sein Argument für eine Frauenquote dar:

Merz: Wir werden die nächsten Wahlen nur gewinnen, wenn wir jünger, vielfältiger und weiblicher werden

Ich habe es häufig wiederholt: Eine Quote ist und bleibt die zweitbeste Lösung. Die beste Lösung wäre die angemessene Beteiligung von Frauen ohne verbindliche Regelungen dazu in unseren Statuten. Die niedersächsische CDU hat dies für die bevorstehenden Landtagswahlen so gemacht: Jeder zweite Platz auf der Landesliste ist mit einer Frau besetzt, in der Hälfte der Wahlkreise kandidieren Frauen

Die Wahl in Niedersachsen findet allerdings erst am 9.10.2022 statt und ob es eine Entscheidung war, die von den Wählern (m/w) belohnt wird, das wird man dann sehen. Insofern ist es gegenwärtig kein wirklich starkes Argument.

Aber leider wird dies nicht überall so praktiziert. Und deshalb müssen wir jetzt etwas mehr Verpflichtung in unsere Satzung aufnehmen, denn eines ist klar:
Wir werden die nächsten Wahlen nur gewinnen, wenn wir jünger, vielfältiger und weiblicher werden.

Aus einer Studie aus dem Jahr 2008, die untersucht hat, ob Frauen oder Männer ihre Wahlentscheidung nach dem Geschlecht der Kandidaten ausrichten:

While the research looked at gender affinity, and such other issues as the desire for gender-specific representation on certain political issues, and the political party affiliation of both the candidate and the voter, the research did not find an overwhelming or consistent gender gap supporting female candidates. Instead, information about the candidate herself, and her position on significant issues seemed to be more important to the voters‘ choice.

Aber natürlich könnte die CDU, selbst wenn man nicht auf den einzelnen Kandidaten schaut, doch einen Ruf als etwas verstaubte Partei ohne Frauen haben, der sich evtl negativ auswirkt. Wobei ich da meine Zweifel habe: Ein charismatischer Politiker, der aus der Sicht eine hohe Glaubwürdigkeit hat und für bestimmte erwünschte Positionen einsteht, dürfte für die meisten Leute interessanter sein.

Wäre natürlich für eine Bundestagswahl die Frage, ob das Merz wäre und natürlich dürfte es ihm auch eher darum gehen ein gewisses Bild von sich selbst zu zeichnen und der Gegenseite den Angriffspunkt, dass er ein „Frauenfeind“ ist, der gegen die Vergewaltigung in der Ehe gestimmt hat etc nimmt und bei dem er zeigen kann, dass er doch moderner ist als viele glauben.
Er kann dann bei anderen Themen klassischere CDU-Positionen vertreten.

Natürlich ist es auch eine Gefahr, bei der er Streitigkeiten in der Partei provoziert. Wenn altverdiente Politiker zugunsten einer nur mit Mühen überzeugten Frau nicht mehr auf einen erfolgsversprechenden Listenplatz kommen, dann trifft das diese eben persönlich und sie sind vielleicht dann auch weniger bereit diese mit Arbeit zu unterstützen. Ob Merz da die richtigen Worte und Angebote findet bleibt abzuwarten.

Wir kommen auf diesem Weg voran, und wir bekommen bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen Zustimmung für unseren Kurs. Aber wir müssen diesen Weg der Erneuerung konsequent weitergehen, deshalb habe ich mich auch zu einer Zustimmung für die vorgeschlagene Quote entschlossen.

Und wenn wir es gut und richtig machen, dann ist die angemessene Beteiligung von Frauen in unseren Vorständen und den Parlamentsfraktionen in einigen Jahren so selbstverständlich, dass wir die Verpflichtung aus unserer Satzung auch wieder herausnehmen können.

Ich vermute mal, dass das der Kompromiss und die Abfederung für die Basis sein sollen: Wir führen die Frauenquote ein, aber ja nicht auf ewig. Wir machen nur mal einen Versuch, und wenn es nichts ist, dann ist sie eben wieder erledigt. Eine Testphase, da müssen wir jetzt durch. Für das Image!

49 Gedanken zu “Friedrich Merz dazu, warum die Frauenquote für die CDU das richtige ist

  1. „Merz: Wir werden die nächsten Wahlen nur gewinnen, wenn wir jünger, vielfältiger und weiblicher werden“

    Aber was genau ist sein Argument dafür? Wie kann er das begründen/belegen, dass dem so ist?

    • Kann er nicht. Seit Merkel und ihrer Anbiederung an den links-grünen Pressezeitgeist ist die CDU von einer Um-die-50-Prozent- zu einer Um-die-25-Prozent-Partei geschrumpft.

      • Wann hat die CDU auf Bundesebene denn zuletzt um die 50% geholt?

        Und wer hat die 25% von zuletzt zu verantworten?

        Merkel hatte 2013, bei ihrer dritten Wahl von vieren, immerhin gut 40% geholt, sich also gesteigert.

        Ich will nur mal veranschaulichen, wie sehr konservative Ideologisierung das Gehirn zermartert. Da schrecken die Leute auch nicht vor systematischen Falschdarstellungen zurück.

        • https://www.bundeswahlleiter.de/info/presse/mitteilungen/bundestagswahl-2013/2013-10-09-endgueltiges-amtliches-ergebnis-der-bundestagswahl-2013.html

          34,1 % + 7,4 % von der CSU, wobei beide Parteien, zusammen mit der AFD massiv vom Absturz der FDP profitiert haben.

          Und wer hat die 25 % von zuletzt zu verantworten?

          Auch die hat Merkel durch ihre unzähligen Fehler 2015 ff. hauptsächlich zu verantworten. Nachfolgerin sollte AKK werden, welche als Quotenartefakt (Eigendarstellung) nach kurzer Zeit als Parteivorsitzende schon völlig überfordert war. Aber auch ansonsten wurde dafür gesorgt, dass Merkel mangels ernstzunehmender Konkurrenz bis zuletzt alternativlos blieb.

          Laschets Geschwurbel zusammen mit Söders Störfeuer hat es dann geschafft, dass Scholz durch Untätigkeit im Wahlkampf die Wahl gerade so gewinnen konnte, obwohl wirklich nichts für die SPD sprach. Ein paar Pünktchen hat man vermutlich auch durch die Masken-Korruptions-Skandale verloren, was ich allerdings nicht überbewerten würde, da derartige Korruption bei der SPD seit Jahrzehnten zum Tagesgeschäft gehört und sie immer noch gewählt wird.

          Auf der anderen Seite vermute ich, dass die Union die letzte Wahl auch nicht gewinnen wollte. Dass die diversen Leichen in Merkels Keller die aktuelle Legislaturperiode massiv beeinflussen werden, war schon vor der Wahl absehbar,

        • ^^ Vielen Dank für die Darstellung dessen, was ein selektives und paranoides Weltbild ist und ausmacht: Realitätsmorphing.

          Muttis Asylwahn wurde schon 2017 verrechnet, wo Mutti trotzdem auf ca. 32% kam.

          Laschets Lacher und die Corona-Korruption haben viel zu den 25% beigetragen bzw. 24%.

          Tolles, einzigartiges Realitätsmorphing von dir: SPD auch ganz schlümm korrupt. CDU-Corona-Drama alles halb so wild.

          Immer wieder lustig, wie die Leute sich ihre Welt zusammenzimmern.

          Ich finde, dieses Blog sollte mal Psychiatrie-Studenten anempfohlen werden, wenn man bedenkt, in was für Welten einige hier leben. Weiter unten: Linkspartei (NATO-Austritt, russophil etc.) unterscheidet sich nicht von der CDU.

          Also, man muß sich wirklich langsam fragen, was die Leute hier machen und was das Ganze soll.

          Ergo: Merkel hat die CDU modernisiert im Guten wie im Schlechten. Aber den Absturz auf 25% hat sie nicht zu verantworten. Und wo Chef-Nihilist Adrian seine 50% herhat, bleibt mir auch ein Rätsel.

          Braucht er vermutlich irgendwie, um seine Mutter Merkel besonders schlecht dastehen zu lassen.

    • Ja, genau. Wo ist sein Beweis, das sie jünger, vielfältiger und weiblicher werden MÜSSEN? Weil sie nicht die letztes Bundestagswahl gewonnen haben? Das lag wohl mehr am Kandidaten.

      Die CDU macht jetzt genau den Fehler, den die SPD schon vorher gemacht hat und versucht typische Grünenwähler für sich zu gewinnen, die die CDU aber eh nie wählen würden, egal wie toxisch die Grünen noch werden.

    • Genau das wollte ich auch schreiben: Das ist kein „Argument“. er behauptet das schlicht. Es sagt auch noch „Ein Argument hat mich am Ende überzeugt“, aber er nennt es nicht. Es gibt auch keines.

      Ein Argument hätte sowas wie eine Begründung, aber ein „weil“, oder im Fall von Merz ein „deswegen“ – auf Basis von „leider wird dies nicht überall so praktiziert“. Das, aber wiederum würde erneut ei Argument dafür erfordern, warum das *schlecht* sei – und das bringt er nicht.

      Ich mache mal ein Beispiel: „Leider regnet Geld nicht vom Himmel.“ – so -dass muss ich nicht begründen, jeder mag Geld. Wozu Frauen in der Politik nützlich seien, weiß ich hingegen nicht. Und jetzt kommen wir zum non sequitur: „Deswegen müssen wir Geld drucken, als gäbe es kei Morgen“.

      Was zwar das hier zumindest offensichtliche Problem wenigstens formal löst, aber halt in eine ziemliche Katastrophe führt. Wenn Ihr das anders seht, geht mal Tanken, oder kauf Erdbeeren, Tomaten, Öl… egalwas.

      Und Merz wird damit komplett auf die Schnauze fallen. Wenn man „jünger, vielfältiger und weiblicher“ wählen will, wählt man eh die Grünen. Die CSUCDU war – vor Merkel – konservativ, korrupt, aber kompetent. Merkel hat das prima geändert, die CDU ist jetzt sozialistisch, selbsthassend, idiotisch wie die Grünen und immer noch korrupt. Toll.

      We kann man denn noch wählen? Wie wenig Leute gehen da überhaupt noch hin? Die Hälfte? Fuck, sogar die AfD hat eine Quotenlesbe – wohlgemerkt sagt die aber im Vergleich enorm wenig Bullshit. Noch besser als Alice wäre daher nur der Typ, der mir Bier auf mein Boot bringt, oder ein Sack Reis. Ganz ehlich, würdet Ihr den Sack Reis _nicht_ wählen?

      Wir könnten den Bier-Liefer-Typen dann zum Außenminister machen, der hätte sicher gerne einen deutschen Pass, und kann so prima Englisch wie Annalena, Ursula oder unsere sonstigen Prolitiker. „cost is five hundred otuz ehm – look paper“.

      • „Es sagt auch noch „Ein Argument hat mich am Ende überzeugt“, aber er nennt es nicht.“

        Das gibt es doch! Es steht im verlinkten Text. Die Frauenquote sei unverzichtbar, um eine „funktionierende Demokratie in den Parteien“ zu gewährleisten.

        Mit anderen Worten, Merz glaubt das Sein bestimmt das Bewusstsein, bzw sei identisch damit.

        • Freilich. „Sei“. Das ist aber wiederum eine zu begründende Behauptung, die dann auf „funktionierende Demokratie “ abstellt, das wäre dann Behauptung #3. Gründe? Ey, die Erde ist flach, fahr mal von Konya 180km nach Westen. Und jetzt komm mir bitte nicht mit den Bergen ab km 181. Die Erde ist flach.

          Und das traurige ist, dass das de facto besser „argumentiert“ ist als der Blödsinn. Ich kann ja wenigstens ein Beispiel geben, wo die Erde flach ist. Wozu Frauen in der Politik gut sein sollen, weiß ich immer noch nicht. Es regnet nämlich immer noch keine gebratenen Hähnchen.

          Aber das liegt sicher am Patriarchat. Oder dem Kapitalismus. Oder beidem. Und im Notfall an mir, weil wegen Leuten wie mir brauchen doofe Frauen Feminismus, hat mir eine gesagt.

  2. Eine fünfte links-grüne Partei ist genau das, was Deutschland braucht. Hauptsache die gesamte Politik dreht sich nur noch um die Interessen der 20 Prozent Hipster aus Berlin-Prenzlauer Berg und München-Schwabing. Die Interessen aller anderen sind mittlerweile ja offensichtlich völlig egal.

    • Nö, es fehlt noch eine 6., 7., 8., … 100.000. links-grüne Partei. Demokratie ist erst erreicht, wenn es keine nicht-links-grüne Partei mehr gibt! 🙂

      • Deshalb war die Demokratie in der DDR auch so vorbildlich. Da haben alle Parteien an einem Strang gezogen, um die Menschen mitzunehmen und für die SED tauglich zu machen.

  3. Ich mag das nicht, dieses Anbiedern an den Zeitgeist. Ist auch kein Zeichen von Stärke, etwas zu machen was man eigentlich nicht will und das in einer Zeit wo die Irrsinningkeit der Quote derart offen zu sehen ist dass es weh tut. Jetzt, nachdem die AFD langsam implodiert greift bei der CDU vermutlich wieder die Idee, dass man die Wahlen am linken Rand gewinnt, und die anderen halt keine andere Wahl haben. Der Vogel ist gewählt worden, weil er der Einzige war dem man zugetraut hat hier das Ruder rumzureißen – und nun ist der Lappen nicht mal dazu in der Lage.

  4. Im Grunde gibt es das ungeschrieben auch schon längst in der CDU. Und so lustlos sind die Frauen nicht, wie du beschreibst. Wir habe vor Ort bei uns eine sehr aktive FrauenUnion, die Frauen vernetzen sich sehr gut untereinander und in der Partei. Zwei von drei Kreistagsabgeordneten aus meiner Gemeinde sind weiblich. Merz hat zu Recht erkannt, dass eine Partei alter Männer nicht zukunftsfähig ist. Die CDU braucht auch mehr weibliche und junge Mitglieder und Wähler.

    • „die Frauen vernetzen sich sehr gut untereinander und in der Partei“

      Oh, prima.
      »Wir-brauchen™ noch viel mehr Frauen in der Politik, die nichts als Frauenpolitik machen und davon überzeugt sind, dass Männer keine Probleme haben sondern verursachen

      Wenn das die einzige Richtung ist, die »eine Zukunft hat«, dann gruselt es mich, mir diese Zukunft auszumalen.

      • Warum gruseln? Als Mann zurücklehnen und zuschauen wie Frauen, ebenso wie Männern immer vorgeworfen wird, an der Realität scheitern. Frauen werden die großen Probleme der nächsten Jahrzehnte ebensowenig besser lösen können wie Männer.

        • >Warum gruseln?
          Weil Warren Farrell unterm Strich recht hat: Wenn ein Geschlecht verliert, verlieren beide.

          >Frauen werden die großen Probleme der nächsten Jahrzehnte ebensowenig besser lösen können wie Männer.
          Wenn’s nur das wäre. Sie werden aktiv verhindern, dass die Probleme auch nur angegangen werden, da sie die wirklich großen Probleme nicht korrekt als Probleme begreifen, von denen Frauen betroffen sind, weil auch Männer betroffen sind.
          Zero-Sum-Games führen nur abwärts und andere Spiele spielen Frauen in der Politik nicht.

        • Du hast das Märchen vom Fischer unD seiner Frau nicht verstanden, gell?

          Weil – es geht nicht _nur_ darum, „Probleme“ zu „lösen“. Weil die einfache Antwort, die es tatsäcjhlich gibt, halt nicht „gefällt“. Die „soziale Frage“, welche auch immer da sein mag, ist mit „Arbeitslager“ lösbar. Klimawandel? _Deiche_. Guck, Ist alles recht einfach zu lösen.Aber dann hätten die Politiker ja kein angebliches „Problem“ mehr.m Das ist eine reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, der ganze Polit-Zirkus.

    • „Merz hat zu Recht erkannt, dass eine Partei alter Männer nicht zukunftsfähig ist. Die CDU braucht auch mehr weibliche und junge Mitglieder und Wähler.“
      Nun ja, für 20% der Bevölkerung ist der Woke Ansatz genau das Richtige, aber für den Rest? Bis auf die AFD sind alle Parteien inzwischen woke und verkaufen einem exakt dasselbe, von Gender über Nato bis hin Feminismus und Einwanderung. Würde man bei der Linken und der CDU das Schild austauschen, würden die meisten keinen Unterschied bemerken.

    • „Die CDU braucht auch mehr weibliche und junge Mitglieder [und Wähler].“

      Warum?

      (Mehr Wähler kann man immer gebrauchen, klar. Warum werden mehr junge, warum werden mehr weibliche Mitglieder benötigt?)

      • -> „Wenn Robben hinter Robben robben, robben Robben Robben nach.“

        Wähler können ja nur ihresgleichen wählen. Was anderes können sie ja nicht verstehen. Das ist der Glaubensgrundsatz der Identitätspolitik, den sich Merz zu eigen gemacht hat.

      • @Alex
        Noch besser ist: Wenn hinter Robben Robben robben, robben Robben Robben nach. 🙂

        So ganz hab ich den Zusammenhang aber noch nicht verstanden.

        • Na gut, ich will auch. Schon mal als Physiotherapeut einen dänischen Sportler für seinen Trainer, einen anderen Dänen, gedehnt? Dann weiß man folgende Tautologie zu schätzen:

          Den Dänen, denen Dänen Dänen dehnen, dehnen Dänen Dänen.

        • „So ganz hab ich den Zusammenhang aber noch nicht verstanden.“

          Merz schliesst sich einfach der Meinung anderer an, weil er dazu überredet worden ist. Der zentrale Gedanke dabei, den er einleuchtend gefunden haben muss, ist dass Menschen nur alles nachmachen und gut finden, was ihre in ihrer peergroup oder sonstigen Bezugsgruppe „in“ ist. Und wahrscheinlich übersah er dabei, dass er bei dieser Erkenntnis nur von sich auf alle anderen schloss.

          Ich sah hier sowas wie ein Möbiusband, welches ich dann mit dem (nicht ganz optimalen, ja!) Robben-Spruch in Worte kleiden wollte.

          Noch einfacher: Merz hält die Wähler alle für Affen und ist dabei nur selbst einer. Der die hirnlose Identitätspolitik hirnlos mit Haken, Leine und Blei aufsaugt ….

      • Wir unterstellen Machtpolitikern immer noch zu sehr, daß sie etwas für die große Gemeinschaft bewirken wollen.
        Es reicht inzwischen, mit Reden kaschieren zu können, daß man sich nur einen einkömmlichen Versorgungsposten ergattern will und vielleicht noch seinem Machtanspruch etwas nachhelfen möchte.
        Nach ihm die Sintflut. Die antidemokratische Paritätsidee ist bei den anderen Parteien (außer AfD) gängig, warum sollte er zulassen, daß Nichtquotierung ein Stolperstein sein könnte, an dem der linke und grüne Gegner ständig einen Angriffspunkt finden.
        Die CDU noch weiter rundlutschen und etwas mehr Teilhabe“ anstreben paßt zu der Politikergarde, die gut für sich selbst (und ihre Kaste) sorgen möchte.

        Wenn Merz einen Plan hätte, würde er damit herauskommen und überzeugen. Hat er aber nicht.

    • Klar vernetzen sich Frauen gut, das ist sozusagen eine weibliche Kernkompetenz 🙂

      Und sie synchronisieren sich, unter Umständen so sehr, dass man mit Argumenten nicht mehr dagegen ankommt. Wie erfolgreich sowas endet, sieht man an der ASF, an der kein SPD-Politiker mehr vorbei kommt:
      https://asf.spd.de/
      Und am quasi kometenhaften Aufstieg der SPD, mit unglaublichen Kompetenzgranaten wie Lambrecht, Chebli, Giffey, Esken und wie die alle heißen.

      „Zwei von drei Kreistagsabgeordneten aus meiner Gemeinde sind weiblich“

      Wenn die Frauen so erfolgreich sind, brauchen sie aber keine Quote. Nur tritt erfahrungsgemäß genau das Gegenteil von dem ein, was man erwartet: je mehr Frauen mitmachen, desto sicherer nehmen auch Quoten- und Privilegienforderungen zu und weil die so gut vernetzt sind (und von den woken Massenmedien unterstützt werden), bekommen die auch jede noch so ungerechte Sauerei durchgesetzt. Es sind Frauen, subtile Manipulation und psychischer Druck sind evolutionär sehr erfolgreiche Strategien.

      Und genau das ist ja der Grund, warum der schleimige Merz jetzt den Bückling macht: er will die Massenmedien, insbesondere den ÖR-Propagandafunk gewogen machen. Das wird absehbar misslingen, die CDU kann nicht derart gegen ihr konservatives Herz verstoßen und davon profitieren. Weder Junge noch Frauen werden die CDU öfter wählen, aber die Restwähler werden durch dumme Twitter-Skandälchen, die üblichen jugendlichen Peinlichkeiten usw. vermutlich zuverlässig abgeschreckt.

      Zumindest würde mich alles andere wundern.

      Was die CDU bräuchte, um mehr gewählt zu werden, wäre jemand wie Strauß. Einen deutschen Trump, meinetwegen auch eine Trumpine. Jemand der die Eier hat, anderen in selbige zu treten, die ganze mediale Verlogenheit aufzudecken, sich mit allen anzulegen. Aber solche Leute werden in der deutschen Parteienlandschaft frühzeitig wegselektiert und von den Lügenmedien abgeschossen. Das mafiöse System weiß sich zu schützen…

      • „Und genau das ist ja der Grund, warum der schleimige Merz jetzt den Bückling macht: er will die Massenmedien, insbesondere den ÖR-Propagandafunk gewogen machen.“
        Dies und die Frauen-Union die vermutlich mit permanenter Sabotage gedroht hat. Frauen haben eine weit höhere In-Group-Präferenz als Männer.

    • „Zwei von drei Kreistagsabgeordneten aus meiner Gemeinde sind weiblich.“
      Womit sie gerade zugegeben haben, dass eine Quote nicht nötig ist.

          • „Was in ihrer Gemeinde geht geht auch anderswo.“
            Erst einmal braucht die CDU mehr Frauen als Mitglieder und auch geeignete Kandidatinnen, die bereit sind, sich zur Wahl zu stellen. Ich gebe Merz Recht, dass die CDU jünger und weiblicher werden sollte. Ich persönlich bin aber auch gegen Quoten. Merz war es lange Zeit auch. Allerdings hängt von einer Verjüngung und mehr weiblichen Mitgliedern auch ab, ob die CDU eine Zukunft hat.

          • „Erst einmal braucht die CDU mehr Frauen als Mitglieder und auch geeignete Kandidatinnen, die bereit sind, sich zur Wahl zu stellen.“
            Dann sollen die Frauen den Hintern hochbekommen und sich bewerben.
            „die CDU jünger und weiblicher werden sollte“
            Wenn man eine Einheitspartei mit drei Flügeln haben will.
            Aber warum sollte jemand eine Kopie wählen wenn man auch das Original haben kann?

  5. Die CDU hat sogar PARITÄT bei den Wählern erreicht. Da müssen die doch jetzt vor Freude einmal quer durch den Raum abspritzen.
    Aber ich verstehe schon. Im woken Zeitgeist, in dem es um Anti-Sexismus und Equality geht, ist es nur gut wenn man von mehr Frauen wie Männern gewählt wird, ansonsten ist man eine rechtsradikale Partei.

    „Eine Quote ist und bleibt die zweitbeste Lösung.“

    Wenn man bemüht ist nicht weiter darüber nachzudenken und gar nicht erst nach Alternativen zu suchen, dann mag das so aussehen.

  6. Merz ist der Ansicht, die Frauenquote sei unverzichtbar, um eine „funktionierende Demokratie in den Parteien“ zu gewährleisten.

    Demokratie ist also für Merz nicht das, was von der Wahlfreiheit der Individuen ausgeht, sondern ist strikt abhängig von der Identität derjenigen, die in einer Demokratie regieren.

    Demokratie ist nach Merz also nicht Wahlfreiheit, sondern davon abhängig, dass die richtigen Menschen am richtigen Ort ist, vor allem „ab den Vöständen der Partei ab der Kreisebene“.

    Das ist kein demokratisches Verständnis, welches Merz hier offenbart, sondern ein antidemokratisches und diktatorisches. Hier werden jetzt Menschen hingesetzt, die nicht zu wählen sind, sondern so hinzunehmen.

    Dass jetzt die grosse letzte Partei antidemokratische Massnahmen einführt, unterstreicht, dass die Deutschen mit Demokratie nichts anfangen können und rumkommandiert und befehligt werden wollen. Die Diktatur der progressiven Weltanschauung steht den Deutschen auch wirklich gut zu Gesicht, ihr Fanatismus, der aus jedem Gläubigen einen Scharfrichter macht, passt ja bestens als neue politische Ordnung in die Tradition dieses Landes. Und perfekt und zeitgemäss wird es mit einem jungen und weiblichen Gesicht!

  7. Wahlen gewinnt man mit Inhalten und Politikern die eine Persönlichkeit sind, also Rückgrat haben und klare Aussagen machen zu denen sie auch stehen, unabhängig vom Geschlecht.

    Aber solche Personen hat die CDU schon lange nicht mehr und die Inhalte sind nicht mehr Konservativ sondern Zeitgeist. Diese CDU braucht niemand.

  8. Ist das wirklich so, dass wenn eine Frau sieht, das in der CDU eine Frau ist, sie deswegen die CDU wählt, weil irgendeine CDU Frau wird schon wissen, was die Frau will? Wenns so einfach wäre, müsste man seine Partei ja nur anhand der demografisch größten Gruppen ausrichten. Bei der Ethnischen Wahl gibts wenigstens ein paar Studien aus den USA, die belegen, dass LatinX eher LatinX wählen, Afroamerikaner eher Afroamerikaner. Die Österreichischen Grünen haben sich da mal voll verschätzt.
    So wird Politik natürlich ziemlich dämlich, wenn jeder einfach nur sein Geschlecht und seine Ethnie wählt ohne die politischen Ansichten der Person zu beachten.

  9. Die Wahl in Niedersachsen findet allerdings erst am 9.10.2022 statt und ob es eine Entscheidung war, die von den Wählern (m/w) belohnt wird, das wird man dann sehen.

    Unnötiger Quotau vor der Gendersprache. Man sollte sich innerlich von den sprachlichen Wertungen der Wokesinnigen deutlich distanzieren. Deshalb sage ich auch immer dezidiert Neqer, Zigeuner, Indianer usw.

    „Wokesinnig“ ist mir gerade eben eingefallen. Hat das schon mal jemand irgendwo gelesen?

    Humor ist letztlich die letalste und finalste Waffe gegen den Wokesinn und Ideologien allgemein. Deshalb sollte man da ruhig mal sprachlich kreativ werden.

    Zum Schrecken aller Konservativen hier wird die Politik sowieso immer weiblicher werden. Werte und Parteien, die mehr auf Solidarität, Umweltschutz und weniger auf „Konkurrenz“, Ökonomismus und dergleichen setzen, werden künftig stärker.

    Die Menschen werden weniger paranoid, erkennen immer mehr den destruktiven Charakter unserer Ökonomie („Wir konkurriieren uns zu Tode.“). Die Generation Greta setzt andere Prioritäten. Das wird alle Parteien beeinflussen. Die CDU ist schlicht ein totes Pferd. Eine kranke, kaputte Partei, die abstirbt.

    Und da freue ich mich sehr drauf. Die CDU ist letztlich immer nur der Notnagel, den man wählt, wenn’s die Linken zu bunt treiben. Ähnlich sieht es mit der AfD aus, die weit davon entfernt ist, eine hinreichende Alternative zu sein.

    Letztlich sind konservative Parteien immer gesellschaftliche Zombies, wie man schon an ihrer erstaunlichen programmatischen Flexibilität sieht. Ich habe zunehmend Mitleid mit Konservativen, die regelmäßig etwas bekämpfen, was sie 20 Jahre später als „urkonservativ“ labeln.

    Konservative Männerrechtler sind meines Erachtens ein Widerspruch in sich. Für sie ist diese Männersache zumeist nur ein Vehikel, um ihren Haß auf alles Linke auszuleben. Sie vertreten ansonsten derartig reaktionäre und peinliche Ansichten, die auch Männern schaden: Wir brauchen wieder taffe, harte Männer, alles so weibisch hier.

  10. „Wir werden die nächsten Wahlen nur gewinnen, wenn wir jünger, vielfältiger und weiblicher werden.“ schlimm, wie sich alternative Fakten hartnäckig festsetzen. Das zwingt förmlich die Wähler ihr Kreuz bei der einzigen Partei zu tun, die darauf ebenso hartnäckig verzichtet und doch seit Jahren mehrere Frauen als Aushängeschilder hat.

  11. „Wir werden die nächsten Wahlen nur gewinnen, wenn wir jünger, vielfältiger und weiblicher werden“
    Was er eigentlich sagt: „Wir werden nach der nächsten Wahl wahrscheinlich nur dann Regierungspartei sein wenn wir mit den Grünen koalieren und müssen daher vorab schon ein paar programmatische Anpassungen vornehmen“

  12. Meine Hoffnung ist, dass Merz das nur gezwungenermaßen macht, weil er parteiintern noch nicht fest genug im Sattel sitzt und deshalb die „CDU-Progressiven“, die ihn ablehnen, nicht vor den Kopf stoßen kann. Gleiches gilt vermutlich auch für die öffentliche Wahrnehmung, insbesondere seine mediale Darstellung. Wenn ergegen die Quote argumentiert hätte, würden ihn die meisten Medien zerreißen, und das kann er sich momentan nicht erlauben.
    Wenn Merz sich stabilisiert hat, wird hoffentlich mal wieder sinnvolle Sachpolitik gemacht. Hätte frühe rnich gedacht, das sich da smal sage, aber in der heutigen Zeit ist Merz so ziemlich meine einzige Hoffnung, doch noch irgendwie zu evidenzbasierter Politik zurückzukehren. Ich weiß nur nicht, ob die Partei das zulassen wird…

    • „Meine Hoffnung ist, dass Merz das nur gezwungenermaßen macht“

      Da muss ich Dich enttäuschen. Merz folgt einfach der „neoliberalen“ ESG-Linie, die in allem möglichen Unternehmen Fuss gefasst hat. Der Progressivismus ist das neue tolle Ding und wer da nicht mitmacht, der kommt unter die Räder und stirbt aus wie die Dinos.

      „irgendwie zu evidenzbasierter Politik zurückzukehren“

      Nur Geduld, im Moment herrscht der grosse Irrsinn der Blüte einer einmaligen Boomzeit. Wenn deren Träume geplatzt sein werden, folgt mit der Katerstimmung wieder ein vernünftiger Realismus und alle werden sich wundern, wie man auf diese Idee mit den Quoten überhaupt kommen konnte. Da ja so offensichtlich leistungsfeindlich und undemokratisch ….

      • „Wenn deren Träume geplatzt sein werden, folgt mit der Katerstimmung wieder ein vernünftiger Realismus“
        Dann kann es aber sein, dass schon zuviel Schaden angerichtet wurde.

  13. „Die Menschen werden weniger paranoid, erkennen immer mehr den destruktiven Charakter unserer Ökonomie(…)“ Die letzten zwei Jahre haben deutlich bewiesen, dass dies nicht stimmt. Ganz im Gegenteil: Paranoia, Verschwörungstheorien und eindimensionale Feindbilder haben Hochkonjunktur. Und die angebliche „Erkenntnis“ endet spätestens dann, wenn dadurch direkt Einschränkungen und Nachteile für einen selbst entstehen (z.B. hinsichtlich Mobilität, Urlaub, Freizeitgestaltung usw.). Spätestens wenn immer mehr Menschen von Einsparungen, negativen Veränderungen und Verlusten betroffen sind, wird konservative Politik, wie so oft weltweit beobachtbar, wieder interessanter.

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