„Was ist bloß mit den Vätern los“

Eine Mutter macht ihren Ärger über den Vater Luft:

Mein Name ist Nadine, ich bin seit 7 Jahren mit meinem Mann zusammen, wir haben zwei Kinder – der Große ist fast drei, die Kleine 5 Monate. Ich muss heute mal Dampf ablassen.

Manchmal habe ich nämlich das Gefühl, dass mein Mann kein gleichwertiger Erwachsener ist, sondern eher ein verpeilter Teenager. Ich muss ihm alles – und damit meine ich ALLES – vorkauen, was mit den Kindern zu tun hat. Er hat einfach null Bewusstsein dafür, was zu tun ist.

Er merkt nicht von alleine, dass die Kleine eine volle Windel an hat. Ich muss ihm sagen: Geh bitte wickeln. Er schaut nicht auf die Uhr und sieht, dass nun Mittagessenzeit ist. Ich muss ihm sagen: Deck doch schon mal den Tisch. Er ignoriert die vollen Wäschekörbe. Ich muss ihm sagen: Schalte bitte eine Maschine ein. Er sieht nicht von selbst, dass der Kühlschrank leer ist, ich muss sagen: Wir brauchen noch Milch.

Wenn unser Großer einen Wutanfall hat, reagiert mein Mann einfach dämlich. Er schafft es nicht, auf das Niveau eines Dreijährigen zu begeben, ihm Brücken zu bauen. Nein, unser Sohn soll sich dann nicht so anstellen, sonst hat Papa auch keine Lust mehr. Dann setzt er sich wie ein bockiger Teeanger aufs Sofa und daddelt am Handy.

Überhaupt nerven ihn die Kinder mehr als dass sie ihm Freude machen. Ja, ich finde auch, dass manche Tage sauanstrengend sind. Ja, ich möchte auch lieber ausschlafen oder mit meinen Freundinnen brunchen gehen. Ist aber halt gerade nicht so drin – get over it. Werd verdammt nochmal erwachsen.

Bei uns fliegen deshalb ständig die Fetzen, ich werde zunehmend ungeduldig mit meinem Mann und würde ihn am liebsten vor die Tür setzen. Leider sehe ich auch bei uns im Freundeskreis, dass die Frauen alle Gas geben, Familie und Beruf wuppen – und die Männer richtige Lappen sind. Was ist bitte bloß mit den Männern los? Mich wundert es ehrlich gesagt nicht, dass sich gerade um uns herum so viele Frauen trennen….

Bevor jemand es fragt: Natürlich habe ich es tausendmal angesprochen, aber er jammert dann nur rum, dass alles so viel sei und ich eben auch einiges einfach besser könne. Natürlich kann ich einiges besser – aber auch nur, weil ich geübter darin bin. Würde er sich mehr einbringen, würde auch er selbstsicherer werden. Was meint ihr – muss ich ihn einfach mal auflaufen lassen oder wie gehe ich damit am besten um?

Klagen über fehlende Mitwirkung von Vätern und den Umstand, dass man sie auf alltägliche Aufgaben innerhalb der Familie hinweisen muss, sind ja nichts neues. „Ich bin nicht deine Putzfrau/es ist nicht nur meine Wäsche/mein Geschirr/es sind auch deine Kinder“ sind da typische Sätze.

Klassische Gegenargument der Männer sind:

  • Sie übernimmt bestimmte Aufgaben, dafür ich eben andere. Ich bin länger im Büro, wenn Reparaturen anstehen mache ich die etc
  • Sie lässt mich nichts machen, wie ich will, es geht nur auf ihren Weg, ich wasche die Wäsche nicht richtig, ich reagiere nicht richtig auf das Kind etc
  • Ich habe tatsächlich nicht gemerkt, dass die Windel voll ist, ich hatte den Kopf wo anders.
  • und evtl: Sie wollte die Kinder, nicht ich.

 

84 Gedanken zu “„Was ist bloß mit den Vätern los“

  1. Sie hat halt nen Lappen geheiratet.

    Insofern: Mit „den Vätern“ ist gar nix los. Bloss mit ihrem Mann. Denn mal ganz ehrlich: wenn die Windel voll ist, stinkt es zum Himmel. Das eine Kind 3? Und er kann nicht wickeln?

    Bzgl. Wäsche etc. kann ich nur empfehlen, klare Verantwortlichkeiten zu haben. Sie wäscht, er bügelt beispielsweise.

    Ansonsten könnte es durchaus sein, dass ihr Mann depressiv ist. Mit dem Hausdrachen inkl 2 Kinder wärs auch kein Wunder.

    • Davon abgesehen: den eigenen Ehemann im Internet in einem Artikel als „Lappen“ bezeichnen? Was ist denn das für ein asoziales Niveau?

      • Gern genommen. Frau wählt Kerl aus und stellt später fest, dass wesentliche Punkte nicht im Lastenheft standen. Das ist dann natürlich die Schuld der des Kerls.
        Ich bezweifle, dass der Typ vorher selbständig und organisiert im Leben war.

        • Gibt doch diesen alten „Scherz“:
          Mann und Frau heiraten.
          Frau hofft, dass sich der Mann dadurch etwas ändert. Doch er ändert sich nicht!
          Mann hofft, dass die Frau „trotz“ Hochzeit so bleibt, wie sie ist. Doch sie ändert sich!

    • „Sie hat halt nen Lappen geheiratet.“

      Man sollte bei solchen Urteilen immer vorsichtig sein. Erstens kennen wir nur ihre Perspektive und zweitens sind Frauen bekannt dafür, ständig an Männern rumzunörgeln.

      • Exakt.
        Wir kennen nicht seine Sicht der Dinge. Wir hören nur die Ich-Ich-Ich-Perspektive einer herrischen Mutter, die komplett das gemeinsame Leben bestimmen will.
        Sie gibt vor – er soll machen.

        ich werde zunehmend ungeduldig mit meinem Mann und würde ihn am liebsten vor die Tür setzen
        Was ist denn das für ein Grundverständnis für eine Partnerschaft?

        Vielleicht hat er schon längst die Schnauze voll von der permanent keifenden Alten, überlegt immer wieder Fluchtpläne, schafft es aber nicht, seine Kinder zu verlassen.

        Vielleicht wird er ohne die Mutter sofort zu einem liebevollen und zugewandten Vater, vielleicht lernen bei ihm schon die Kleinen, selbst den Tisch zu decken. Vielleicht gibt es bei ihm mal um halb eins, mal um zwölf Mittag. Vielleicht wäscht er Wäsche erst, wenn keine frische mehr da ist – dann aber effektiver als eine Talibanin. Vielleicht macht er lieber was mit den Kindern, als ausschließlich für die Kinder gemäß Mutterns Ansagen.

        Sie wird es nie erfahren, weil sie ihm bis ins Kleinste Vorgaben macht, Befehle erteilt und ihn dann halböffentlich als Lappen beleidigt, wenn er nicht exakt ihr Modell befolgt.

        Es gibt viele Arten, Kinder großzuziehen und einen Haushalt zu führen. Als Untergebener einer omnipräsent bestimmenden Herrin entsteht sicher kein Freiraum, einen guten für alle akzeptablen gemeinsamen zu finden. Und sie scheint mir ja nicht sonderlich kompromissbereit.

        Der Typ tut mir echt leid. Er hat sein Leben verwirkt, wird künftig für diese Frau und die Kinder arbeiten gehen und Überweisungen tätigen. Er wird seine Kinder nur noch in der Gegenwart von zwei Jugendamtmitarbeiterinnen für ein paar Stunden treffen dürfen und sich irgendwann fragen, warum es ihn eigentlich gibt.

        • Ist aber nicht so untypisch für Frauen. Ich habe seit dem Beginn meines Studiums meine Wäsche selber gewaschen. Ich erinnere mich an zwei Unfälle mit roten Kindersachen.
          Trotzdem wurde mir vor etwa drei Jahren von meiner aktuellen Freundin gesagt, dass ich das nicht richtig mache. Seitdem wäscht eben sie. Ich habe mindestens zwei Kleidungsstücke die seitdem zu klein sind… 😂

          • „Wenn du so viel Wäsche waschen würdest wie ich, dann würde dir das ab und an auch mal passieren. Bei dir war es aber ständig. Außerdem ist der Pulli gar nicht zu klein, du musst nur mal wieder abnehmen.“

            Und? War das die Ansage? Oder hast du die kleinen Klamotten aus Harmoniegründen gar nicht angesprochen?

          • So ähnlich. Die kleinen Klamotten sind im Grunde gar nicht wahr.
            Der Hinweis auf Jahrzehnte als Haushaltsführer zählt nicht…

          • „Ich habe seit dem Beginn meines Studiums meine Wäsche selber gewaschen. Ich erinnere mich an zwei Unfälle mit roten Kindersachen.
            Trotzdem wurde mir vor etwa drei Jahren von meiner aktuellen Freundin gesagt, dass ich das nicht richtig mache. Seitdem wäscht eben sie.“

            Was macht das japanische Familienleben so anstrengend? An erster und zweiter Stelle für die familiären Probleme nannten die Befragten eine Ehefrau, deren Forderungen und Launen bei ihren Männern Erschöpfungszustände verursachen oder zumindest solche verstärken würden. Diese Gründe erschienen weit wichtiger als die nachfolgenden Begründungen wie Beziehungen ohne Sex, fehlende Freizeit, finanzielle Probleme oder Einmischungen von Seiten der Schwiegereltern.

            Die Ehefrau sei unfähig, ihrem Mann zu gefallen, war eine häufige Antwort der befragen Männer. Wenn man nach einem harten Arbeitstag mit 12 bis 14 Arbeitsstunden nach Hause komme, werde man oftmals in einem Ton empfangen, der eher an einen Vorgesetzten erinnere, als an eine zärtliche liebenswerte Lebensgefährtin. Wenn man ihr dann nicht bei der Hausarbeit helfe, sei man ein Versager und wenn man helfe, dann werde man als Stümper bezeichnet.

            https://www.heise.de/tp/features/Lieber-auf-Arbeit-als-im-Kreise-der-Familie-3375180.html

            Es wurde hier ja schon geschrieben:
            Man kennt seine Sicht der Dinge nicht.
            Den eigenen Ehemann öffentlich als Lappen zu bezeichnen, anstatt das Thema im privaten Kreis zu besprechen, ist ein unmögliches Verhalten.
            Ein Artikel von einem Mann, der so über seine Frau und dann über alle Frauen schreibt, würde sofort als misogyn eingestuft und damit alle Punkte für ungültig und nicht diskussionswürdig erklärt.

          • Das wollte ich auch noch zitieren:

            In den Augen seiner Frau sei er jedoch mehr Hindernis als Hilfe gewesen und der Streit über Kleinigkeiten explodierte derartig, dass man kurz vor einer Scheidung gestanden habe und nur des Kindes wegen zusammen geblieben sei.

            Herr Fukami (39), der berichtete, dass er seiner Frau anfänglich aufgrund ihres starken Charakter zugeneigt gewesen war, musste im Laufe der Jahre erkennen, dass er den starken Charakter wohl falsch interpretierte und die Warnzeichen besser zu Kenntnis genommen hätte, denn der starke Charakter stellte sich offensichtlich aus durchaus teuflischer Charakterzug heraus. Seine Frau habe mit Möbelstücken nach ihm geworden, wenn er ein Handtuch nicht zu ihrer vollen Zufriedenheit gefaltet hätte. Als sie dann mitten im Winter das Kind in der Kälte habe stehen lassen, hab er die Scheidung eingereicht.

            Selbst wenn der Mann es macht, nörgelt sie rum und explodiert, weil er es nicht genau so macht wie sie es will. Nur ihr Weg ist der einzige wahre.

        • In letzter Zeit habe ich selbst von feminismuskritischen Männern mehrfach das Stereotyp gehört, dass eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern von drei Männern gleich drei mal sitzen gelassen wurde.
          Keiner kommt auf die Idee, dass maßgeblich die Frau dafür verantwortlich ist, weil sie jeweils nach der Befruchtung zu einem unerträglichen Drachen mutiert ist. Das ist nämlich gar nicht so unwahrscheinlich.

          • Hab auch einen Kumpel, der mit einer etwas älteren Frau zusammen war. Sie hatte 2 Kinder von 2 Vätern und sich gewundert, warum die sich eher selten blicken lassen. Hat ihr dann auch ein Kind gemacht und musste arbeitsbedingt umziehen. Hat sich aber trotzdem um sein Kind gekümmert und es später zu sich genommen, weil die Mutter mit der nicht klar kam.
            Die Mutter ist so der Typ, wo man erst denkt, eher der unkonventionelle Typ, man dann aber doch schnell merkt, die ist eigentlich faul und chaotisch. Mittlerweile ist auch der Charme der Jugend verflogen bei ihr, er wundert sich heute, wie er darauf reingefallen ist.

  2. Er ignoriert volle Wäschekörbe und kauft nicht selbstständig ein?
    Dieses Verhalten wird er wohl kaum erst mit der Vaterschaft entwickelt haben. Augen auf beim Eierkauf!

    Was ist nur mit den Muttis los, dass sie sich auf große Kinder einlassen …

  3. Wenn sie (ganz offensichtlich) eine der vielen Frauen ist, aus deren Sicht man es ohnehin nur falsch machen kann, wäre Selbstreflexion sicher nicht das Schlechteste.

    • Ja, ein üblicher Charakterzug bei den Damen. Macht man nix, wird gemeckert. Macht man was, ist es falsch, wird auch gemeckert. Dann macht man natürlich lieber nix.

  4. Wenn der Hausdrache der Meinung ist ich mache eh alles falsch, wozu dann noch etwas machen?

    oder auch:

    Wenn der Hausdrache eh alles besser kann, na dann soll sie es eben machen.

  5. „dass die Frauen alle Gas geben, Familie und Beruf wuppen“

    zeigt ja, dass ein Fisch kein Fahrrad braucht! Der Heroismus der Frauen braucht eben keine Männer, sind ja eh alles „Lappen“. 😉

    • „und Beruf wuppen“

      Weil Beruf = Beruf und aus irgendeinen unerklärlichen Grund bezahlen Männer in Deutschland 78% der gemeinsamen Ausgaben.

  6. Ich habe meines Erachtens nach, recht viel im Haushalt gemacht und habe da auch kein Problem mit. Das man nicht jeder Fluse hinterherrennt und Neuanschaffungen auch mal darauf hinterfragt, ob sie dann nicht bloß rumstehen und einstauben, ist dem weiblichen Gehirn eher schwer zu vermitteln.
    Wozu wir 3 Entsafter gebraucht haben und 4 Staubsauger hat sich mir bis heute nicht erschlossen.
    Krönung war, als sie meinte, wir sollen nach dem großen Geschäft das Klo nicht sauber machen, sie macht das, weil wir (Tochter war da vielleicht 15) würden das nicht richtig machen.
    Manchmal hatte ich den Eindruck, Frauen halsen sich die ganze Hausarbeit auf, damit sie noch mehr lamentieren können. Ich mache das jetzt (wieder alleinstehend) eher nebenbei. Großes Haus, muss auch nicht perfekt sein, 3 Tage später siehts eh wieder aus.

      • Die Zeit, die meine Ex für einen Raum benötigt hat, da mache ich das ganze Haus sauber. Und keife dabei nicht rum, muss ja gemacht werden.
        Lustig auch, während ich am Samstag draußen im Garten gearbeitet habe, hat sie stundenlang Shopping Queen und so Mist geschaut. Wenn sie dann aber am Sonntag den Putzfimmel hatte, durfte es natürlich nicht sein, dass ich meinen Interessen nachging.

      • 80/20-Regel (auch Pareto-Prinzip genannt) ist mein Lieblingsargument.

        Als ich trennungsbedingt alleine gelebt habe, habe ich keine Unterwäsche, keine Socken, keine Bettwäsche und keine Handtücher gebügelt. Und ich lebe noch.

  7. Ich vermute, der Hauptgrund, weshalb Feministinnen noch nicht flächendeckend eine Umtausch-oder-Geld-zurück-Garantie für defekte Ehegatten fordern, ist die völlige Unklarheit, wem gegenüber frau so eine Forderung geltend machen könnte.

    Dass eine Frau verstehen würde, dass „Geld-zurück“ in einem Fall, in dem sie Geld bekommen hat, um das Produkt zu nehmen, ein kollossales Eigentor wäre, kann ich mir nicht vostellen.

    • kollossales Eigentor

      Das haben sie aber sehr schnell begriffen. Wenn man sich anschaut, wie Scheidungen und Trennungen mit Kindern heutzutage ablaufen, dann bleibt da schon erheblich etwas bei der Frau kleben. So mancher Mann ist danach obdachlos.
      Bei Trennungseltern gibt es das Phänomen, dass die Mütter dem Vater oft überproportionale Umgangszeiten mit den Kindern zubilligen, wenn er ordentlich oberhalb der Düsseldorfer Tabelle an sie überweist.
      Die verkaufen sogar ihre Kinder aus Habgier…

      • „Bei Trennungseltern gibt es das Phänomen, dass die Mütter dem Vater oft überproportionale Umgangszeiten mit den Kindern zubilligen, wenn er ordentlich oberhalb der Düsseldorfer Tabelle an sie überweist.“

        Und wenn es ihnen hilft, behauptet sie trotzdem das dem Vater die Kinder doch egal sind und er sich eh nicht kümmert. Schamlos.

  8. Es gab ja die letzten ~10 Jahre den Trend, alle fiesen Frauengestalten der Film- und Literaturgeschichte im Kino zu heroifizieren.
    Die fiese Hexe aus Dornröschen het einen Film bekommen.
    Die fiese Hexe aus Wizard-of-Oz hat ein eigenes Musical.
    Die fiese Zicke aus 101 Dalmatiner hat einen eigenen Film.
    Die durchgeknallte Psychopatin von Suicide Squat ist auch nur Opfer fieser Männer mit eigenem Film.

    Ich frage mich, wann das Leben der Xanthippe „neu interpretiert“ wird. Wäre es nicht absolut naheliegend, Sokrates als alten, weißen und vor allem dummen Mann dazustellen, der nichts versteht und seiner armen Frau das Leben zur Hölle macht?

    Ich wüsste auch eine gute Tagline für den Film:
    “If I Were Your Wife I would Put Poison in Your Tea!” – “If I Were Your Husband I wouldd Drink It”

    • „Ich frage mich, wann das Leben der Xanthippe „neu interpretiert“ wird.“ Gibt es schon längst in literarischer Form. Xanthippe war demnach nur nach außen hin fies, um ihren armen Mann vor zu aufdringlichen Schülern zu schützen und ihm ein bisschen Ruhe zu verschaffen.

      Die feministische Neuinterpretation insbesondere weiblicher Disney-Bösewichte als Opfer äußerer Umstände ist grad ein woker Trend, der allerdings nicht wirklich Anklang beim Publikum findet.

  9. „Was meint ihr – muss ich ihn einfach mal auflaufen lassen oder wie gehe ich damit am besten um?“ Am besten geht man damit um, dass man nicht von irgendwelchen Wildfremden herumjammert, seinen Partner schlecht macht und um virtuelle Ratschläge bettelt, sondern seinen Partner als vollwertig ansieht und mit ihm die Situation konstruktiv analysiert, Lösungsmöglichkeiten entwickelt und diese umsetzt. Mache ich mit meiner Frau auch immer, wenn sie mir emotional irgendetwas vorwirft. Das ist für uns beide nicht immer leicht, bringt uns aber schlussendlich deutlich weiter als wechselseitige Schuldzuweisung. Und ja, Frauen finden immer irgendetwas zu meckern – allein schon aufgrund unterschiedlicher Wahrnehmung.

      • In ihrem Freundeskreis soll es ja auch so sein. Ich weiß auch nicht. Ich kenne es nicht das Ehemänner während der Ehe schlecht über die eigene Frau reden. Bei Ehefrauen kenne ich das schon und es scheint mir dann auch schon fast sowas wie eine Erwartungshaltung zu sein, dass wenn die Freundin hinter dem Rücken ihres geliebten Ehemanns schlecht über ihn redet, dass man dann ebenfalls den eigenen Freund schlecht macht und nicht sagt, mein ist toll, unterstützt mich überall und bringt genug Geld nach Hause das ich nicht voll arbeiten muss. Das weckt dann ja nur wieder Missgunst.

        Bei Genderama war doch vor kurzem ein Artikel über eine Frau, die ihr eigenes Verhalten mal reflektiert hat und fragte warum sie eigentlich ihren Ehemann, den sie doch lieben sollte, der sich gut um die Kinder kümmert und ihr bei vielen Dingen hilft, immer wieder schlecht und runter macht.

        • „Ich kenne es nicht, dass Ehemänner während der Ehe schlecht über die eigene Frau reden. Bei Ehefrauen kenne ich das schon und es scheint mir dann auch schon fast sowas wie eine Erwartungshaltung zu sein …“

          Und exakt das ist (nach eigener Aussage) der Grund, warum meine Frau bis auf eine oder zwei keine Freundinnen hat, mit denen sie abends auf einen Wein ausgehen würde. Sie kommt nur mit, wenn wir als Paare oder in gemischten Gruppen unterwegs sind.

    • Kann natürlich auch sein. Aber „Mach dieses, mach jenes“ klingt für mich eher so, als würde sie ihm auch gar keine Selbständigkeit gönnen. Es muss immer alles nach ihren Vorstellungen gehen, sonst meckert sie. Da würde mir auch die Lust vergehen, mich einzubringen.

      Sie sollte vielleicht mal eine Woche Urlaub machen und ihren Mann mit den Kindern alleine lassen. Das könnte man ihr als „ihn auflaufen lassen“ verkaufen. Zweckmäßigerweise sollte sie ihn noch dringend bitten, alle Probleme selbständig zu lösen und nicht bei ihr nachzufragen. Wenn sie nach einer Woche zurückkommt weiß sie, ob ihr Mann ein Loser ist, der nichts auf die Reihe bekommt, oder ob er die Dinge nur anders macht als sie und sie ihn bisher vergrault hat in puncto Mitarbeit.

      Es könnte natürlich sein, dass sie dann mit Unbehagen feststellt, dass sie gar nicht so toll, bedeutend und unentbehrlich ist, wie sie immer annimmt…

    • Dann hat sie falsch selektiert bzw. unternimmt nichts konkretes gegen sein „Losertum“, außer über ihn zu lästern. It takes two to tango…

      • Sehe ich auch so. Entweder unterschlägt sie wesentliche Informationen zum Gesamthintergrund der Beziehung oder sie hat sich schlicht einen unpassenden Mann ausgesucht. Sie war mit dem Mann schon 3-4 Jahre zusammen, ehe sie das erste Mal von ihm schwanger wurde. Bis dahin sollte man ja herausgefunden haben, ob es funktioniert.
        Oder sollten der Dame evtl. die männlichen Alternativen fehlen?

  10. Ich gehe davon aus, er tut schon was, aber das mag sie nicht. Hier mal ein Beispiel, das nichts mit Kindern zu tun hat. Ich helfe meiner Freundin bei einer Hausarbeit für die Uni. Dort mache ich Anmerkungen an die Hausarbeit mit Verbesserungsvorschlägen. Sie ist dann sauer, ich solle ihr da nicht nur Anregungen geben, sondern es doch grade machen. Das tue ich dann, dann gefällt ihr nicht, was ich tue. Dazu muss man sagen, sie studiert dasselbe, was ich studiert habe und ich habe dort und im Master meistens die Note 1, also so mies wird es nicht sein ( die Kommentare der Korrektoren sind da nochmals krasser tlw). Aber nein ich bin so dumm, dass ich nicht einmal lesen und schreiben kann, das wird das Problem sein.

    • „Sie ist dann sauer, ich solle ihr da nicht nur Anregungen geben, sondern es doch grade machen. Das tue ich dann, dann gefällt ihr nicht, was ich tue.“

      Beim ersten Mal würde ich ihr sagen, das ich es ihr anscheinend nicht recht machen kann. Beim zweiten Mal würde ich das vielleicht auch noch mal so sagen. Spätestens beim dritten Mal würde ich ihr sagen: Dann mach doch deinen Scheiß alleine. (Es soll ja eh ihre Hausarbeit sein, nicht Deine. Sich von einem Fertigstudierten helfen zu lassen, jenseits von Rechtschreibkorrektur, ist ja m.M.n. sowieso schon bedenklich nah an akademischem Betrug.)

      • Naja bei ihr ist es noch nicht akademisch, nur staatlich geprüft. Hatte damals staatliche geprüften Betriebswirt gemacht, dann Bachelor und dann Wirtschaftspsychologie an einer britischen Hochschule, bin da abern noch nicht ganz mit der Thesis durch und ja ich habe alles selbst neben dem Beruf gemacht. Wenn das jetzt so klappt, wie ich mag, sogar in Regelstudienzeit.

        Und ja beim staatlich geprüften Betriebswirt eher egal mit der Hilfe. Trotzdem gebe ich dir Recht. Wollte ihr da auch eigentlich beibringen, wie man wissenschaftlich arbeitet. Das will sie aber nicht….

  11. „Nadine“ ist erst mal ein toller Unterschichtenname.

    Davon abgesehen scheint sie einen der vielen emotional unterentwickelten Männer genommen zu haben, wie wir auch hier viele haben:

    Wenn unser Großer einen Wutanfall hat, reagiert mein Mann einfach dämlich. Er schafft es nicht, auf das Niveau eines Dreijährigen zu begeben, ihm Brücken zu bauen. Nein, unser Sohn soll sich dann nicht so anstellen, sonst hat Papa auch keine Lust mehr. Dann setzt er sich wie ein bockiger Teeanger aufs Sofa und daddelt am Handy.

    Überhaupt nerven ihn die Kinder mehr als dass sie ihm Freude machen.

    Ist halt immer wieder traurig anzusehen, wie sehr die Menschen sich weigern, die tieferen Ursachen für ihre Probleme zu sehen, wie wenig sie sich mit ihrer Kindheit auseinandersetzen.

    Und gerade Männer tun sich schwer damit, mal den nichtphysischen Teil der Welt zu erforschen. Die Frau hat sich aber nun mal diesen Mann ausgesucht, was quasi belegt, daß auch sie eine unaufgearbeitete Kindheit hat. Dann könnte sie besser mit der Situation umgehen bzw. hätte gleich einen anderen Mann genommen.

    „Nadine“ ist ja ein ziemlicher Ostname. Wäre mal interessant zu erfahren, ob das Paar ein Westpaar ist.

    Wer richtig Spaß an seinen Kindern haben will, sollte hier vorbeischauen:

    http://alice-miller.com/de

    Leider ist unsere Gesellschaft immer noch strunzdumm und weit von dem Bewußtsein entfernt, daß die Eltern/Erwachsenen eigentlich die Kranken sind – und die Kinder die emotional Gesunden, von denen die Erwachsenen lernen können. Anstatt selbst emotional zu gesunden, machen viele Eltern ihre Kinder häufig genauso krank, wie sie es sind.

    Überhaupt nerven ihn die Kinder mehr als dass sie ihm Freude machen.

    Der Satz und die Anekdoten zeigen sehr klar, daß es dem Mann an Demut fehlt und daß er seine Machtposition mißbraucht. Er ist unfähig, die Unschuld seiner Kinder zu begreifen.

    • Bei deiner profunden theoretischen Kenntnis hinsichtlich Kindererziehung verwundert mich etwas, dass du nicht selbst welche hast. Um mal, gemäß des Alten Fritz, theoretischen Spekulationen der Feuertaufe der Erfahrung zu unterziehen. Warum ist dem so?

    • Es wäre sinnvoller, wenn du mal die Kontaktdaten eines von dir empfohlenen Therapeuten angeben würdest. Bei Alice Miller bekommt man aktuell nämlich keine Termine.

    • weiss_auch_nicht
      27. Juni 2022 um 11:19 am

      “ wie wir auch hier viele haben:“
      Ach ach, musst du den immer von dir auf andere schließen?

      Du hast zuletzt kläglich versagt, als es um Argumente ging. Das scheint die Reaktion darauf zu sein.

      Hier gibt es Männer, die glauben, die menschliche Psyche funktioniere wie Playmobil. Kann man alles nachlesen, habe ich alles dargelegt. Ich bin schockiert über die extreme Dummheit nicht weniger Männer in psychischen Fragen.

      Tristan Rosenkranz
      27. Juni 2022 um 11:54 am

      Ach so, der Name macht den Menschen. Geht Dein Weltbild noch simpler oder ist das schon der unterste Anschlag?

      Du hast erkennbar Schwierigkeiten, Dinge richtig zu verstehen. Und scheinst irgendwelche rätselhaften Komplexe in Zusammenhang mit meiner Person zu haben. Vermutlich bin ich dir einfach Lichtjahrmillionen überlegen.

      Dein Name hört sich sehr nach russischer Kontingentjude an.

      FS
      27. Juni 2022 um 2:49 pm

      Es wäre sinnvoller, wenn du mal die Kontaktdaten eines von dir empfohlenen Therapeuten angeben würdest. Bei Alice Miller bekommt man aktuell nämlich keine Termine.

      Man kann aber ihre Texte lesen. Ist doch auch was. Immer diese emtional unterentwickelten Hävelmänner.

      Durin
      27. Juni 2022 um 12:34 pm

      Bei deiner profunden theoretischen Kenntnis hinsichtlich Kindererziehung verwundert mich etwas, dass du nicht selbst welche hast. Um mal, gemäß des Alten Fritz, theoretischen Spekulationen der Feuertaufe der Erfahrung zu unterziehen. Warum ist dem so?

      „Gemäß“ verlangt den Dativ. Bei „theoretischen“ ist ein n zu viel. Männer haben geringere sprachliche Kompetenzen.

      Adolf Hitler hatte auch Eltern.

      Hast du noch den Brief an den Deutschlandfunk wegen des Vatertags? Mache daraus einen Gastartikel.

      1978

      • Keine Ablenkungsversuche, kein Derailing, keine Scheinargumente, keine Beleidigungen.
        Einfach nur eine klare Antwort: Warum hast du, bei deiner Fixierung auf Kindererziehung, selbst keine eigenen Kinder?

        • Den lässt doch keine Frau ran, so durch wie der ist. Ich wette, der ist noch Jungfrau. Aber sein Gehirn ist wertvoll, so gut wie neu, nicht benutzt. Einmal Miller hart verdrahtet und mechanisch abgespult. Wenn er doch nur die Medikamente nehmen würde….

          • Schön gesagt 😀

            Ich lese hier ja praktisch alles, nur bei diesem stets pöbelnden Vollpfosten muss ich drüberscrollen.
            MMn ein echter Imageschaden für dieses von mir ansonsten sehr geschätzte Blog.

  12. Ich habe nie verstanden, warum Frauen in der Öffentlichkeit derart über ihre Männer herziehen.
    Warum hat sie sich überhaupt mit ihm eingelassen und gemeinsame Kinder in die Welt gesetzt, wenn er doch so ein „Lappen“ ist?

    Aus ihrer Beschreibung geht hervor, dass es anscheinend keine spezifizierte Haushaltsorganisation mit eindeutiger Aufgabenzuordnung gibt.

    Er merkt nicht von alleine, dass die Kleine eine volle Windel an hat. Ich muss ihm sagen: Geh bitte wickeln.

    Warum wickelt sie nicht selbst, wenn es so dringend ist?

    Er schaut nicht auf die Uhr und sieht, dass nun Mittagessenzeit ist. Ich muss ihm sagen: Deck doch schon mal den Tisch.

    Vielleicht hat er einfach noch keinen Hunger.
    Es wäre viel entspannter, wenn sich – vielleicht erstmal nur versuchsweise – jeder selbst seinen Teller holt. Das geht (sofern man nicht gerade ein großes Menü hat) auch on the fly und spart Zeit.
    Gerade wenn kleine Kinder unterwegs sínd, ist es sowieso zweckmäßig, erst just in time den Tisch vorzubereiten. (Vorzeitiges Decken hat uns schon Teller und Gläser gekostet.)

    Er ignoriert die vollen Wäschekörbe. Ich muss ihm sagen: Schalte bitte eine Maschine ein.

    Wieso lässt man mehrere Wäschekörbe voll werden, ohne rechtzeitig die Waschgänge zu planen? Und wenn die Dreckwäsche schon einfach so offen rumsteht, wieso lässt sie nicht einfach selbst die Waschmaschine an?

    Er sieht nicht von selbst, dass der Kühlschrank leer ist, ich muss sagen: Wir brauchen noch Milch.

    Wieso lässt man die Vorräte so weit zur Neige gehen? Wenn sie sich selbst rechtzeitig um Nachschub kümmert, bzw. in definierten Prozessen („Einkaufsliste“) delegiert, kommt es erst gar nicht zu so einer Mangelsituation.
    Bei leicht verderblichen Waren mag es – gerade jetzt im Sommer – schwieriger sein. Aber H-Milch hält wochenlang. Die kann man in ausreichender Menge auf Vorrat kaufen.

    Durch bessere Planung und Arbeitseinteilung könnte sie sich ihr Leben so viel leichter und entspannter machen.

    Wenn unser Großer einen Wutanfall hat, reagiert mein Mann einfach dämlich. Er schafft es nicht, auf das Niveau eines Dreijährigen zu begeben

    Soll er ebenfalls einen Wutanfall bekommen, und zornig mit dem Fuß aufstampfen?
    Solche Trotzanfälle ignoriert man am besten. Das macht der Mann schon ganz richtig, indem er sich zurückzieht.

    Überhaupt nerven ihn die Kinder

    Habe nur ich den Eindruck, dass eher sie nervt?

    und ich eben auch einiges einfach besser könne. Natürlich kann ich einiges besser

    Offenbar kann man ihr eh nichts recht machen.

    Mich wundert es ehrlich gesagt nicht, dass sich gerade um uns herum so viele Frauen trennen

    Wenn die ebenso biestig drauf sind wie sie, dann wundert mich das auch nicht.
    Leidtragende sind einerseits die Väter, aber vor allem die Kinder.

    Recht bedenklich finde ich (will das aber auch nicht überbewerten), dass sie mit keinem Wort ihr Sexualleben erwähnt. Bei einem guten Sexualleben verzeiht man dem Partner einiges. Aber so unentspannt wie sie ist ..

    • „Recht bedenklich finde ich (will das aber auch nicht überbewerten), dass sie mit keinem Wort ihr Sexualleben erwähnt. Bei einem guten Sexualleben verzeiht man dem Partner einiges. Aber so unentspannt wie sie ist ..“

      Vielleicht ist das tatsächlich die wahre Ursache… 😉

      • Zugegebenermaßen ist das reine Spekulation.
        Aber so, wie sie – bei allem Verständnis für „Dampf ablassen“ – überhaupt kein gutes Haar an ihm lässt, keinerlei versöhnliche Aussagen oder positive Aspekte der Beziehung erwähnt, noch sonst ihr Gekeife relativiert, erscheint es mir doch recht plausibel.

        • „…erscheint es mir doch recht plausibel.“

          Ja, sehe ich auch so. Wobei sich hier gerne ein Teufelskreis ergibt. Denn eine keifende Ziege neben sich im Bett haben, fördert nicht die Libido des Mannes (außer er ist Sodomist). Wie viele Generationen von Männern haben sich da schon in den Hobbykeller oder in die Kneipe verzogen…

          Gut möglich auch, dass sie sich von ihm längst „entliebt“ hat, weil er für sie nur Mittel zum Zweck war und dieser jetzt weitgehend erfüllt ist. Wenn die Gesellschaft ihr den Rahmen bietet, dass sie seine Versorgungsleistungen auch ohne seine Präsenz nutzen kann, dann wird sie ihn alsbald entsorgen.

          Vielleicht bereitet sie sich mit dem Post schon darauf vor, um ihrer Peer-Group zu folgen. Der Satz „Mich wundert es ehrlich gesagt nicht, dass sich gerade um uns herum so viele Frauen trennen….“ deutet darauf hin.

          In dem Fall hat der Mann eh verloren, selbst wenn er der perfekte Hausmann neben dem Vollzeitjob+Überstunden wäre…Im Zweifel folgt frau immer ihrer Peer-Group.

      • Gute Analyse. Wahrscheinlich ist sie mit ihrem aktuellen Leben nicht zufrieden und projiziert dies auf ihren Mann als alleinige Ursache. Was von einer sozialen Blase ebenfalls unzufriedener Frauen nur bestätigt wird.

    • „muss ich ihn einfach mal auflaufen lassen oder wie gehe ich damit am besten um?“
      hört sich wie eine Anspielung auf den beabsichtigten Einsatz von Sexentzug als Erziehungsmittel an. Oder wie will sie ihn den sonst noch „auflaufen“ lassen?

    • Nach dem Waelzen einiger dicker Geschichtsbuecher fiel es mir wieder ein. Es gab mal so ein Familienmodell, in dem die Aufgaben klar verteilt waren und man fast gar nichts absprechen musste. Dieses heisst: klassisches oder traditionelles Familienmodell. Oder bis in die 50’er Jahre kurz: Normal.

      Und Anne, wenn es noch keine App gibt in der sich Paare mit Kindern die Arbeitsaufteilung zuhause organisieren koennen, dann schreib doch eine. Wird sicher ein Hit 😀

      • Gute Idee.
        Eigentlich ein gewöhnlicher Terminplaner… bloß mit der Besonderheit, dass man Termine ausschließlich für den Partner eintragen kann.

  13. „Ich muss ihm alles – und damit meine ich ALLES – vorkauen, was mit den Kindern zu tun hat.“
    ich nehme an, dass der Mann selbstverständlich im Haushalt mithilft, darüber aber nicht groß spricht. Und auf Grund ständiger Nörgelei bei bestimmten Haushaltsdingen hat es einfach das Mitdenken und vorausschauende Handeln eingestellt, ist ja eh alles falsch, was er macht.

    Die werte dame sollte erst mal ihr eigenes Handeln und ihre Nörgelei hinterfragen.

  14. Ach Leute, das ist ein Geschichten Blog. Hausarbeit, wenig Geld, seit 15 Jahren schlechter Sex. Die üblichen Jammer Themen, die Frauen gerne lesen. Die brauchen ihre Stories aus dem Rudel und der Blog bedient das. Die Damen wollen ihr Buch verkaufen und wissen, was bei den Leserinnen ankommt. Viele Frauen möchten Prinzessin sein und wenn sie es nicht sind, wollen sie wenigstens lesen, dass andere noch schlimmer dran sind. An praktischen Lösungen besteht da kein Interesse.
    Ich habe kein kleines Haus und einmal in der Woche gehe ich da durch, das ist eine Stunde Arbeit, weil da nix rumsteht und ich keinen Dreck mache. Mit Frau wäre es das 5 fache – mindestens. Also soll sie auch ihre 4 Stunden selbst machen.

  15. Ich sollte mal für meinen Amtsleiter mal einen privaten Auftrag erledigen, war echt nur eine Kleinigkeit und seine Frau war auch dabei. Die hat ihn behandelt wie ein Kleinkind (Diplomingenieur, Ende 50), weil er es gewagt hat, ein paar Ideen miteinzubringen. Ich habe nichts gesagt, aber das war mir ziemlich peinlich. Und wenn ich so zurückdenke, es gab auch Fälle, wo der Mann seine Frau in der Öffentlichkeit angegangen ist, aber in 9 von 10 Fällen war es die Frau und meistens wegen totalen Nichtigkeiten.

    • Das spricht für eine gewisse Unreife auf beiden Seiten. Ein Mann sollte sich niemals so erniedrigen lassen, eine Frau die sowas macht, beweist allerdings auch, dass sie nicht ganz fit im Oberstübchen ist.

      Die Männer, die sich sowas gefallen lassen, sind vermutlich oft Muttersöhnchen gewesen und erst spät zu Hause ausgezogen. Für mich war es wie ein Befreiungsschlag, als ich mit dem Zivildienst von zu Hause weg bin und endlich mein eigenes Leben führen konnte, ich wäre nie wieder dort eingezogen, obwohl die Lernkurve am Anfang schon recht steil sein kann.

  16. Da der Typ das offensichtllich von zu Hause nicht mitgebracht hat (wieso merkt sie das erst beim zweiten Kind?), muss sie es ihm halt beibringen. Dazu ist eine entsprechend geschickte Kommunikation vonnöten, jenseits von Genörgel und Befehlen.

    Außerdem ist es i.d.R. hilfreich, dem Mann Verantwortung zu übertragen, d.h. mit ihm zusammen Aufgabenbereiche zu vereinbaren und ihn auch mal allein zu lassen. Nichts nervt und demotiviert mehr, als wenn man sich ständig beobachtet fühlt und gegenseitig im Weg rumsteht. Ich merke das immer an den Wochenenden, da mache ich nur den Bruchteil der Sachen, die ich an meinen freien Tagen schaffe, weil sich meine Motivation einfach verschleift, wenn die Bude voll ist.

  17. Am Anfang der Beziehung ist der Mann selbstständig und die Frau fängt an ihm immer mehr von dem abzunehmen, was er vorher selbst gemacht hat. Und irgendwann beschwert sie sich dann das sie alles machen MUSS.

  18. Warum überhaupt Frauen noch heiraten? Politisch wurde doch alles getan, damit Frau eigenständig sein kann. Gute Ausbildung und Förderung. Quoten für das Geschlecht. Abtreibung ohne die Beteiligung der Väter jederzeit möglich. Genügend willige Samenspender aus dem Ausland die ihren Samenstau loswerden wollen. Finanzielle Absicherung als alleinerziehende Mutter, Anspruch auf Kita Platz.
    Keine Frau braucht sich heute noch mit solche einem Lappen herumschlagen. Patchworkfamilien sind der letzte Scheiß, Frau und Frau sind absolut normal und bunte Kinder nicht-biodeutscher Herkunft haben ein glänzende Zukunft im ÖRR oder als youtuberin.

    Die fragile Weiblichkeit, mit der sich die junge Frau hier echauffiert, ist vollkommen unangebracht. Stattdessen sollte sie auf ihren Mann zugehen und ihn in seiner Unsicherheit unterstützen und ihm den Raum zur persönlichen Entwicklung lassen. Stattdessen reagiert sie sich in ständigen Mikroaggressionen ihm gegenüber ab, mit femininer Überheblichkeit und Womansplaining. Sie nimmt auf seine männlichen Bedürfnisse keine Rücksicht. Ich würde dem Mann ja raten Schutz in einem Männerhaus zu suchen, es gibt nur keinen Schutz für Männer sich vor solch toxischer Weiblichkeit zu entziehen, da es keine Männerhäuser gibt.

    Wir sind weiter vor der Gleichberechtigung und Gleichstellung von Männern entfernt. Für mehr Männerrechte und volle Solidarität mit männlichen Opfern von feministischer Übergriffigkeit! Feminismus ist Hass!

  19. Meinem Eindruck nach ist es zumindest teilweise auch einfach so, dass die Männer kommentarlos ihren Aufgabenbereich erfüllen, aber nicht einsehen, warum sie zusätzlich auch noch selbstständig darauf achten sollen, welche Aufgaben aus dem Bereich der Frau anstehen.

    • Sehr guter Punkt, aber ich würd’s anders formulieren.
      Es geht nicht darum, dass Männer „etwas nicht einsehen“, also trotzig handeln. Vielmehr ist es normal, dass zu Teamwork und Arbeitsteilung gehört, dass man dem anderen nicht reinpfuscht. Es sein denn, die Mitarbeit wird angefordert.
      Männer finden es auch nicht selbstverständlich, der Partner müsste doch mindestens Gedanken lesen können, wenn er es ernst meint mit der Beziehung.

  20. Es ist witzig, dass sie überlegt ihn rauszuwerfen. Im wahrscheinlichsten Fall bringt er den Großteil des Geldes nach Hause, d.h. sein Beitrag für das Wohlergehen der Familie ist bedeutend grösser als nicht immer gleich die Waschmaschine anzustellen.

    Leider sind die Machtverhältnisse im Trennungsfall ideologiebedingt bei uns sehr unausgeglichen und die Kinder können leicht und lukrativ entzogen werden – was das Modell „ich kündige meinen Beitrag und bekomme weiter den Beitrag des anderen“ attraktiv macht. Langfristig ist das zwar seit der Reform nicht mehr so, aber langfristige objektive Überlegungen (und Rechnungen!) sind nach meiner subjektiven Erfahrung nicht so das Metier der frustierten Hausfrauen.

  21. Sollte sie ihn vor die Tür setzen, was sie kann im Patriarchat, denn sie hat die Macht, wird sie ihm die Kinder eher entfremden als vor Gericht darum kämpfen, dass er möglichst viel von der ach so schlimmen Erziehungsarbeit übernimmt.

    Und ich bin sicher, er trägt mehr zum Familieneinkommen bei, arbeitet mehr außerhäuslich als sie, was nur bedeutet, dass es mehr als fair ist, wenn sie mehr Hausarbeiten erledigt. Und ich glaube ihr auch nicht, schon vor Jahrzehnten verriet Joan Bitterman, dass dieses Rumnörgeln einfach nur strategisches schlechtes Gewissen machen ist, diese Frauen sich aber nichts versagen müssen.

  22. „Nadine“ ist vermutlich eine rein fiktive Person, die vermeintliche Erfahrungen vom Stapel lässt. Dabei ist alles ausgedacht von der mutmasslichen Autorin Katharina Nachtsheim, die unter dem Artikel auftaucht, wobei über ihre könkrete Funktion nichts da steht.

    Die Realität der woken Progressiven findet ja rein in ihrem Hirn statt wie wir wissen und so haben sie auch nicht das geringste Problem damit, sich die konkreten Fälle a la Relotius einfach auszudenken. Sie wissen ja ohnehin ganz genau, wie die Dinge sind, zB dass alle Männer Lappen sind.

    Daher könnt ihr endlos sinnlos darüber sinnieren und diskutieren, warum „Nadine“ so und so handelt und denkt (das vermeintliche Bild oberhalb des Artikels ist ein „Symbolbild Pixabay“, wie irreführenderweise nicht gleich unter dem Bild, sondern abgeschlagen erst unter dem Artikel auftaucht, was nahelegt,.dass hier eine Absicht den Leser zu täuschen vorliegt.) — ein fiktiver, grob gezeichneter Charakter liefert einfach kein geeignetes Material für das.

  23. Mein Kommentar auf der Seite scheint kassiert worden zu sein (vermutlich als Werbung enttarnt^^)

    Jedenfalls habe ich meine persönliche Zufriedenheit arg steigern können durch die Benutzung einer APP namens todoist. Und gewählt habe ich speziell diesen Taskmanager, weil man da auch Listen teilen sowie gemeinsam bearbeiten kann – was ich mittelfristig gedenke mit den „Großen“ meiner Familie zu tun.

    Macht irgendwer so was schon bzw. wie würdet ihr reagieren, wenn eure Partnerin mit der Idee ankäme?

    • Ich wäre offen dafür. Besonders gut gefällt mir – wobei das eigentlich unabhängig von der App ist -, die Kinder mit ins Boot zu holen.

      Bei uns zuhause waren wir Kinder in gewissem Sinne Arbeitsknechte, mit Betonung auf „Knechte“. Dass wir im Haushalt helfen mussten, sehe ich als unproblematisch an, das „Wie“ war das Problem: Anweisung – Ausführung. Mehr Freiraum, selbständigere Arbeitsweise, mehr Verantwortung wären besser gewesen. Und da finde ich eine ToDo-Liste, die man gemeinsam mit der Familie führt und abarbeitet, eine gute Idee.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..