Geschlechterkrieg im Kindergarten

Eigentlich hatte Fräulein Schmidt immer ganz gerne mit Jungs gespielt, lange war B. ihr bester Freund im Kindergarten. Jetzt mit, steigenden Alter, scheint eine neue Dynamik im Kindergarten Einzug zu halten und die Geschlechterunterschiede deutlicher zu werden.

Mitunter sagt Fräulein Schmidt, wenn man mit ihr spielt, einfach einen Satz, der ganz ohne Zusammenhang zu ihrer Gegenwart ist und meist bekommt man mit etwas nachfragen raus, dass ihn jemand anders gesagt hat und er sie anscheinend beschäftigt.

Diesmal sagte sie:

„Du darfst mich nicht treten, ich bin ein Mensch!“

Da sie gerade niemand treten wollte erstaunte mich der Satz etwas und ich fragte nach. Er stammte anscheinend von B. und der hatte ihn zu einem anderen Mädchen gesagt, dass ihn treten wollte. Ich fragte nach, ob die sich dort streiten würden und Fräulein Schmidt führte aus, dass die Jungs eben doof sein und man die deswegen treten würde und die Jungs würden das auch bei ihnen machen.

Ich finde den Satz faszinierend, gerade von einem ca. 3.5 Jahre alten Kind. Vielleicht hatte er ihn auch von seinen Eltern als Erwiderung empfohlen bekommen, aber dennoch.

Es schwingt etwas Akzeptanz mit, dass die Mädchen die Jungen treten dürfen und die Jungen die Mädchen, aber man eben ihn als Menschen nicht treten dürfe.

Fräulein Schmidt fragte nach, was ein Mensch ist, fand das Konzept aber doof und wollte lieber ein Mädchen sein. Und ein Schwester. Das ist schon kompliziert genug.

Eine Nachfrage beim Kindergarten ergab, dass es wohl einmal kurz ein gewisses Gerangel gegeben habe, aber sie auch deutlich gemacht haben, dass niemand niemanden treten darf.

31 Gedanken zu “Geschlechterkrieg im Kindergarten

    • Bin da grad in den Kommentaren über das „Frauen schlägt man nicht“ gestolpert.
      Ich möchte dafür plädieren das zu „Frauen schlägt man nicht zuerst! (Aber natürlich darf man sich wehren)“ abzuändern.

  1. „..dass niemand niemanden treten darf.“
    Ein Kindergarten direkt aus Sparta: Jeder muss mindestens einen treten.
    Hart sei, was gelobt wird!

  2. Das ist kein Geschlechterkrieg. Sondern nur eine Spezialoperation zur Domestizierung der Jungen.

    Die Kinder probieren sich halt aus und lernen die Welt in ihren Unterschieden kennen. Das war immer so und wird immer so bleiben. Auch wenn der Feminismus und Gender-Wahn überwunden sein werden.

    Geschlechterkampf gibt es nur unter Erwachsenen, und dort auch nur als Beschäftigungstherapie für bestimmte politische Gruppen.

    Der normale Russe hätte vermutlich auch keinen Krieg gegen die Ukraine gestartet.

    Ich kann mich nicht an solche Auseinandersetzungen im Kindergarten erinnern. Es gab aber eine sehr klare Trennung zwischen Jungen und Mädchen. „Zwischen den Geschlechtern“ kann man ja heute nicht mehr schreiben – ohne in Verdacht zu geraten, ein Gender-Wahnsinniger zu sein. 🙂

    Die Jungen hatten halt Lust auf Abenteuer und sind überall im Gelände herumgestreunt. Keine Kindergärtnerin hat uns in diese „Geschlechterrollen“ gedrängt. Mädchen sind vor allem deshalb doof, weil sie keine Jungen sind und daher nur begrenzt kompatibel.

    Die Gender-Theorie wird bereits im Kindergarten widerlegt. Es sei denn eine Feministin gründet einen „feministischen Kindergarten“, wo alle Kinder einem rigiden Geschlechterrollenregiment unterworfen werden. Das wäre dann wirklich mal die schlimme „Geschlechterordnung“, die diese Leute immer herbeiphantasieren, und würde vermutlich nach kurzer Zeit zu einem Exodus von Kindern und Eltern führen.

    Was wieder mal belegt, wie schlimm das Patriarchat noch ist.

    • Egalita Kindergarten und geschlechtsneutrale Erziehung

      At the „Egalia“ preschool, staff avoid using words like „him“ or „her“ and address the 33 kids as „friends“ rather than girls and boys.

      From the color and placement of toys to the choice of books, every detail has been carefully planned to make sure the children don’t fall into gender stereotypes.

      „Society expects girls to be girlie, nice and pretty and boys to be manly, rough and outgoing,“ says Jenny Johnsson, a 31-year-old teacher. „Egalia gives them a fantastic opportunity to be whoever they want to be.“

      The taxpayer-funded preschool which opened last year in the liberal Sodermalm district of Stockholm for kids aged 1 to 6 is among the most radical examples of Sweden’s efforts to engineer equality between the sexes from childhood onward.

      Breaking down gender roles is a core mission in the national curriculum for preschools, underpinned by the theory that even in highly egalitarian-minded Sweden, society gives boys an unfair edge.

    • „Die Kinder probieren sich halt aus und lernen die Welt in ihren Unterschieden kennen. Das war immer so und wird immer so bleiben.“

      Obwohl Missbrauch laut Deiner Aussage alltäglich ist, ist dieses Verhalten für Dich auf einmal normal und natürlich? Seltsam.

      • Nur für pubertäre Nihilisten wie dich.

        Ist schon peinlich, auf was für eine formalistische und infantile Weise manche Leute immer wieder Scheinwidersprüche erzeugen – und dann andere als Trolle bezeichnen.

        Hier hat sich wirklich das digitale Trolletariat versammelt.

        Kindliches Raufen ist natürlich und eine spannende Sache. Erfährt ein Kind zuhause Gewalt, wird sich dies auch in seinem Verhalten zeigen und über das normale Maß an Streitlust hinausgehen.

        Transparenzheinweis: Typen wie Adrian fragen mich tatsächlich, welcher „Mechanismus“ es sei, daß sexueller Mißbrauch z.B. zu Homosexualität führe. Oder zu Prostitution, Magersucht usw.

        Es ist erschreckend, was es heute noch für Männer gibt. Da schämt man sich regelrecht. Das Äquivalent zu irgendwelchen Blondinen, die nicht wissen, wo Norden und Süden ist.

        Auch Männer können sich eine gewisse psychische Intelligenz erarbeiten.

          • Tristan Rosenkranz
            19. Juni 2022 um 7:49 pm

            Wuffwuff!!!

            Das Peinlichste an Leuten wie dir ist, daß sie absolut null Argumentativität mitbringen. Einigermaßen erwachsene Menschen würden ihre Bewertungen begründen.

            Aber das kannst du offenbar nicht. Deine Kommentare funktionieren immer nach einem ähnlichen Muster. Irgendein apodiktischer Vorwurf – keine Begründung.

            Das ist noch nicht mal Kindergartenniveau, was du hier bringst. Hättest du Eier, würdest du wenigstens irgendwelche halbwegs nachvollziehbaren Begründungen liefern.

            Ich meine, jeder darf doof sein. Das Problem sind halt die Leute, die sich selbst vorspielen, sie wüßten irgendetwas.

            Und wenn man dann die schlimmsten und billigsten Kommentare von solchen Leuten speichert, wird einem noch genau von diesen Leuten „Narzißmus“ vorgeworfen.

            Mögen die Mitleser ihr Urteil fällen. Ich gehe nicht ernsthaft davon aus, daß Leute wie Tristan denken können. Für mich ist das hier nur eine Form von Bunjee-Jumping.

            Ich weiß, daß die Welt dumm ist – gerade was das Thema Kindesmißhandlung anbelangt. Aber dieses Ausmaß hätte ich im Jahr 2022 nicht erwartet. Was ist das für eine Männerbewegung mit derartigen emotionalen Krüppeln?

            Scheint mir eher eine Art Feminismus 2.0 zu sein.

            Dafür sprechen Kommentare wie dieser hier:

            Hinzu kommt die geradezu atemberaubende Ignoranz aller Frauen gegenüber Männern, ihrem Leben, ihren Interessen, Wünschen und Gefühlen. Der weibliche Narzissmus und Egozentrismus sowie ihre Affinität zu Emotionalisierung und Drama machen jede ihrer Handlungen und Äußerungen zum Thema Männer und Beziehungen zu einem Quell der Projektion, der Halbwahrheiten und der Belletristik. Da Frauen kein Interesse an Männern jenseits ihrer eigenen Interessen haben und sie insgeheim wissen, dass sie mit Männern machen können was sie wollen, steht einem grundlegenden Missbrauch dieser weiblichen Macht wenig im Wege.

            Selbstverständlich muss man männlich und homosexuell sein, um das Ausmaß an weiblicher Macht über Männer und die Gesellschaft als Ganzes auch nur ansatzweise zu begreifen. Heterosexuelle Männer sind dazu nicht in der Lage, da ihre hormonelle Situation sie geradezu zwingt, ihre Phantasie einer Partnerschaft zur Frau auf Augenhöhe aufrechtzuerhalten, um sich nicht bereits mit 25 Jahren den Strick zu nehmen.

            Erinnert stark an das Politlesbentum ergrauter Feministinnen.

        • „Kindliches Raufen ist natürlich und eine spannende Sache.“

          Woher willst Du das wissen, wenn wir doch alle missbraucht wurden und dies unsere natürliche Veranlagung beeinflusst?
          An anderer Stelle argumentierst Du nämlich mehrfach, Gewalt sei ein Zeichen für Missbrauch. Ist Raufen keine Gewalt?

        • „Typen wie Adrian fragen mich tatsächlich, welcher „Mechanismus“ es sei, daß sexueller Mißbrauch z.B. zu Homosexualität führe. Oder zu Prostitution, Magersucht usw.“

          Ja, und Typen wie Du können diese grundlegende Frage nicht beantworten.
          Also nochmal: Wenn ich mit einem Programm des natürlichen Bedürfnisses und einer natürlichen Lust auf das andere Geschlecht zur Welt komme, wie kann dann Missbrauch bewirken, dass ich kein Bedürfnis mehr nach dem anderen Geschlecht habe?
          Oder bist Du der Ansicht, dass Heterosexualität durch gute Erziehung anerzogen wird?

        • „Kindliches Raufen ist natürlich und eine spannende Sache. Erfährt ein Kind zuhause Gewalt, wird sich dies auch in seinem Verhalten zeigen und über das normale Maß an Streitlust hinausgehen.“

          Aber woher können wir wissen, was normal ist? Bei Dir bedeutet „normal“ hier doch „unbeeinflusst“ von Misshandlung und Missbrauch. Laut Dir werden aber fast alle misshandelt und missbraucht, das ist also die „normale“ Erziehung im Sinne von „üblicher“ Erziehung. Woher weißt du nun, welches Maß an Streitlust sich bei unbeeinflusster Erziehung ergeben würde? Welcher Mensch ist „normal“? Wie findet man diese heraus?

    • Was ich immer noch merkwürdig finde, ist, wie du einerseits kritisch gegenüber dem Feminismus sein, aber dennoch nahezu jeden anderen Blödsinn der Grünen glauben kannst. So als ob Leute, die Schwachsinn wie den Feminismus pushen, nicht auch in anderen Dingen unrecht haben könnten…

  3. Ob da wirklich schon der Geschlechterkrieg beginnt? Oder vielleicht nur eine Projektion von Papi?

    Einen sehr interessanten Entwicklungsschritt konnte ich bei meinem Kind in dem Alter erleben: Die Entstehung eines Ichs und die damit verbundene Abgrenzung von anderen Menschen.
    Natürlich ist das „Ich“ als Begriff schon früher da, so wie auch die Geschlechtlichkeit schon sehr früh übernommen wird. Das sind meiner Meinung nach aber eher Nachahmungen als wirkliche subjektiv empfundene Unterschiedlichkeit. Denn Kinder erleben schon als Babys die Verschiedenheit der Geschlechter und übernehmen sie entsprechend adaptiv in ihr frühes Sozialverhalten.

    Die eigene Wahrnehmung als Person beginnt häufig rund um das vierte Lebensjahr. Deswegen sahen die Anthroposophen Kinder auch erst in dem Alter als kindergartenfähig an. Vorher sind sie eins mit ihrer Umwelt, übernehmen dies und das, reflektieren aber noch nicht souverän, weil ihnen eben die Fähigkeit zur Abgrenzung fehlt.

    Eigentlich glaube ich ja an sowas nicht, aber die Ausbildung einer eigenen, abgegrenzten Persönlichkeit bei meinem Kind in dem Alter hat mir das in Erinnerung gerufen.

    Die Aussage „Du darfst mich nicht treten, ich bin ein Mensch!“ ist also vielleicht ein Beleg für diesen wichtigen Entwicklungsschritt.
    Glückwunsch dazu.

  4. „Ich finde den Satz faszinierend, gerade von einem ca. 3.5 Jahre alten Kind.“

    Das ist einfach das Tolle, (seine) Kinder heranwachsen zu sehen! Gibt einem viel Erkenntnis über sich und die Welt.

  5. Meine Drei sind auch alle mal aus der Grundschule heim gekommen und haben erklärt Mädchen schlägt man nicht. Beide Mädels und der Bub haben sich einen verbalen Einlauf abgeholt.
    Mei, die Kinder lernen halt von den Erwachsenen und schauen sich die Rollenbilder ab.
    Und bis zum Eintritt in die 5. Klasse sind Kinder hauptsächlich von Frauen umgeben. Den Müttern und Frauen in Kitas, Kindergärten und Grundschulen stehen halt wenn die Kinder Glück haben der Vater, vielleicht ein Onkel oder Opa und eventuell noch männliche Freunde der Eltern entgegen. Die Frauen sind sicher da. Die Männer je nach Umständen.
    Und diese Frauen werden vom Frauenministerium beschützt und erzogen. Und wenn sich dann Frauenministerinnen hin stellen und nur Gewalt gegen Frauen schlimm finden, dann verbreitet sich diese Einstellung über Mütter und Pädagoginnen auf die Kinder.
    Ich würde ja jetzt was vom toxisch weiblichem Narzissmus schreiben, der es Frauen unmöglich macht Sympathie oder Empathie gegenüber Männern zu empfinden.
    Aber ich glaube das darf Mann im Matriarchat nicht.

  6. Wurde in der Schule auch massiv gemobbt. Da durfte man sich gegen Frauen auch nicht wehren. Gegen Jungs aber such nicht weil ich boxen konnte. Leider hatte ich damals oft kaputte Rippen oder andere Sachen. Später konnte ich dann machen, was ich wollte. Auch das laute Hören von Stahlgewitter auf dem Pausenhof startende niemanden. Ach war das toll.
    Findenes heutzutage lustig, dass der Schutz von Schwächeren darin ausartet, dass deren Verhalten entarten darf. Der Stärkere soll dann alles abnicken. Aber nicht mit mir.

  7. …aber sie auch deutlich gemacht haben, dass niemand niemanden treten darf.

    Vielleicht wäre es mal nötig, wenn dieses einfache Prinzip auch feministische Kreise lernen würden. Wobei ich grundsätzlich Zweifel habe, dass Lunz, Kracher, Baerbock und Co. überhaupt lernfähig sind. Das sind ja schließlich die dominanten Mädchen im Kindergarten der feministischen Politik.

  8. Der Geschlechterkrieg beginnt erst nach den Doktorspielen, und die finden so von 6 bis 8 statt, oder? Aber selbst danach, mit 10 oder so, passiert nichts wirklich Schlimmes. In der Pubertät werden die Biester aber ätzend, ziehen einen an den Haaren und beißen. Und treten auch.

    Deshalb empfehle ich, den Mädchen beizubringen, nur ihresgleichen zu treten. Und den Jungs, daß sich nur Doofe treten.

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