Die Zeitschrift „Nature“ und ihre neuen Richtlinien, nach denen Forschung keinen Schaden anrichten darf: Wird Nature woke und was bedeutet das für die Wissenschaft?

Die Zeitschrift „Nature“ ist ein der wenn nicht die  renommierteste Wissenschaftszeitschrift der Welt.  Aber leider scheinen auch hier Ideen aus den intersektionalen Theorien anzukommen.

Titat Scriptor berichtet:

Nature ist seit 1869 eine führende wissenschaftliche Zeitschrift. Jetzt hat das Journal neue Richtlinien. Künftig werden Studien auf „Risiken“ für soziale Gruppen hin geprüft. Das Ziel: Forschung soll keinen „Schaden“ anrichten. Klingt nobel, kann aber zum Problem werden.

2| Unten ein Auszug aus dem Journal. Problematisch sind demnach nicht bloß Studien, die selbst Schaden anrichten, sondern auch solche, die von irgendwelchen Dritten dazu „genutzt werden könnten“. Als Beispiele finden wir „Hate Speech“ und Inhalte gegen Rechte und Menschenwürde.

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3| Die Wissenschaft ist da, um Wissen zu generieren. Resultate müssen methodisch gut, objektiv überprüfbar, relevant und v.a. wahr sein. Was soll nun passieren, wenn eine Studie diese Kriterien erfüllt und gleichzeitig das Potenzial für „Schaden“ gemäß der obigen Lesart enthält?
4| Ich denke, wissenschaftlich produziertes Wissen muss weh tun dürfen. Es muss unangenehm, exzentrisch und kontrovers sein dürfen. Es muss auch gegen die Befindlichkeiten derjenigen bestehen können, die der Zeitgeist zufällig zu Wächtern über den aktuellen Diskurs gemacht hat.

5| Das alles könnte man viel entspannter sehen, wenn wir nicht eine stetig wachsende Sensibilität und semantische Expansion von Begriffen wie „Schaden“ feststellen müssten. Ich habe diese Entwicklung hier unter dem Schlagwort „Concept Creep“ beschrieben:

6| Es ist dieser Trend (zu dem m.E. auch die neue Richtlinie gehört), der mir Sorge macht. Ja, wir sollten Schaden vermeiden. Nur: Wenn wir das zum Ziel machen und gleichzeitig den Begriff drastisch erweitern, stellen wir am Ende Harmlosigkeit über Wahrheit. Das finde ich falsch.
Ich stimme ihm da voll und ganz zu: Wissenschaft muss der Wahrheit und „guten Forschungsmethoden“ verpflichtet sein, und dort ist auch gerade bei sensibleren Themen sicherlich eine gute Überprüfung im Rahmen des Peer Reviews geboten. Aber das einem ein bestimmter Inhalt nicht gefällt, dass man meint, dass er Befindlichkeiten von bestimmten Personen verletzt, auch wenn er wahr ist, und deswegen nicht veröffentlicht werden darf, dass ist ein ganz erheblicher Rückschritt weil es dazu einlädt ideologische Wertungen vorzunehmen, was das Gegenteil dessen ist, was Wissenschaft machen soll.
Natürlich: Nature ist bei weitem nicht die einzige Zeitschrift. Man wird den Artikel dann eben woanders veröffentlichen müssen. Aber als eine der führenden Fachzeitschriften hat sie zum einen einen Vorbildcharakter und es wäre auch nicht zu begrüßen, wenn etwa ein Artikel, der dort veröffentlicht wird, erst „bereinigt“ werden muss.
Die Gefahr ist zudem unter Berücksichtigung der gegenwärtig vorherrschenden Ideologie um so gefährlicher:
  • Darf man Forschung veröffentlichen, die Unterschiede in Fähigkeitsausprägungen von Männern und Frauen im Schnitt zeigen? es könnte Frauen „Rechte von Frauen untergraben“
  • Darf man Forschung veröffentlichen oder Erwähnen, die etwa Detransition betrifft oder die Gefahren eines Pubertätsstops behandelt? Hier gibt es ja schon Stimmen, die sagen, dass solche Aussagen quasi Transsexuelle töten.

Ich befürchte man wird noch nicht einmal wirklich erfahren, wie es sich auswirkt, weil Leute eben in Nature publizieren wollen und sich anpassen und weil Absagen wahrscheinlich nicht groß an die Öffentlichkeit getragen werden.

Ich hoffe Nature ist sich bewußt, was es da macht und wie gefährlich das ist.

79 Gedanken zu “Die Zeitschrift „Nature“ und ihre neuen Richtlinien, nach denen Forschung keinen Schaden anrichten darf: Wird Nature woke und was bedeutet das für die Wissenschaft?

  1. Da wird der Vatikan ja zu einem Leuchtturm der Wissenschaftsfreundlichkeit. Immerhin wurde dort Galilieo Galilei schon 1992 – nach knapp 400 Jahren – wieder rehabilitiert, obwohl er zu dem schädlichen Forschungsergebnis kam, die Welt drehe sich nicht um die Erde.

    • AFAIR war damals selbst die Mutter Kirche weniger verbohrt als die Woko Haram. Galileo hätte die Hypothese(!) aufstellen können, dass die Erde sich um die Sonne dreht aber halt es nicht als Wahrheit darstellen dürfen.
      Heute wäre selbst die Hypothese, dass Männer mehr Genies als Frauen hervorbringen oder Weiße im Mittel intelligenter sind als Schwarze bereits Anathema und führte zum gesellschaftlichen Ruin.

  2. Gerade wenn die Forschungsergebnis potentiell „Schaden anrichten“ könnten, ist es wichtig, sie zu veröffentlichen. Nur wenn negative Implikationen bekannt sind, kann man den Auswirkungen gegensteuern.
    Ich hoffe, dass die Nature nicht ernsthaft diese Zensur betreiben wird. Die Wissenschaft muss ergebnisoffen und ideologisch frei bleiben, und darf keine Rücksicht auf subjektive Befindlichkeiten nehmen.

  3. Das ist ein Trend, der sich bereits seit langem abzeichnet. Forschung, Fakten und die Suche nach der Wahrheit stehen schon seit einiger Zeit auf der Abschussliste der links-grünen Kulturelite. Man darf daran erinnern, dass die gesamte Frauenbewegung auf der Lüge von der Benachteiligung der Frau durch das vom Mann geschaffene System Patriarchat beruht.

    Es gibt bereits jetzt einige Unwahrheiten, die in unserer Gesellschaft als Wahrheit gelten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
    – Frauen sind benachteiligt
    – Frauen erfahren mehr Gewalt als Männer
    – Kapitalismus führt zu Armut
    – der westliche Kolonialismus ist der Grund für die Armut in Afrika
    -Islam ist eine Religion des Friedens

    Die Naturwissenschaft war bislang außen vor. Das ändert sich. Denn das neueste Projekt der links-grünen Kulturelite ist es ja, den Topos durchzusetzen, dass es keine Geschlechter gibt. Erstaunlich finde ich, wie erfolgreich sie damit ist. Zwar gibt es Widerspruch, aber halt nur verhalten. Die meisten ziehen den Kopf ein. Als wäre Kritik verboten. Als würde man bereits in einer vollständig links-grünen, totalitären Diktatur leben. Der menschliche Drang nach Konformität, nach Anpassung, nach Dazugehören ist stark.

    • > Der menschliche Drang nach Konformität, nach Anpassung, nach Dazugehören ist stark.

      „menschlich“ oder „deutsch“?
      In anderen Ländern wirkt der Widerstand stärker als bei uns.

      • D und Ö tun sich besonders hervor was die Verbreitung von wissenschaftsskepsis und tlw -feindlichkeit angeht. Bei den entsprechenden rankings sind wir regelmäßig ganz vorn dabei.

        Wenn man sich ansieht was hier, auf einem der grundriichtung nach wissenschaftlichen Blog, für Unsinn (zB über den Klimawandel oder über corona) verzapft wird wundert einen das auch nicht sonderlich.

        • „für Unsinn (zB über den Klimawandel oder über corona) verzapft wird “

          Ah, du gelobst Besserung?
          Das finde ich sehr lobenswert.

          scnr

          • Naja, ich versuche es zumindest. Man sollte ja wirklich öfter mal reagieren, wenn beispielsweise die Klima-Reichsbürger (© genderarzt) wieder am Rad drehen. Aber es ist halt auch anstrengend immer wieder auf diesen Unsinn zu antworten. Da ist mir meine Zeit dann manchmal doch zu schade 😉
            Und bei manchen Gestalten ist es wirklich hoffnungslos.

            Aber das gute ist, man muss sich da im Grunde wenig Sorgen machen. Dieser Unfug wächst sich über kurz oder lang aus. Die wissenschaftliche Welt ist heutzutage weitgehend transparent. Die Erkenntnis setzt sich durch.
            Ist nur schade wenn es länger als nötig dauert, weil ein laute Minderheit unverhältnismäßig viel Stunk macht und vernünftige Dinge verhindert. Da hat am Ende keiner was davon, weil es nur unnötig Kosten erzeugt.

          • Vergiss es. Der glaubt an Corona und die Klima Sekte.
            Das ist wie bei den Zeugen Jehovas. Du kommst mit Fakten nicht durch.

          • @mika:

            Vielen Dank für diesen Beitrag, der mit seiner sachlichen Art, den vielen fundierten Argumenten und der völligen Abwesenheit jeglicher persönlicher schmähungen einen Leuchtturm des ergebnisoffenen Diskurses darstellt.

            Das völlige fehlen jeglichen Sinnes für Humor ist übrigens auch auffallend oft unter den erwähnten reichsbürgern anzutreffen. 😉

          • „Pingpong“ ist übrigen KEIN Zweitaccount von mir. Falls einer der Reichsbürger hier mal auf eine tolle „Theorie“ dumme Gedanken kommt.

            Ich denke, man muß es einfach akzeptieren, daß hier eine Menge Spinner herumgeistern – die völlig beratungsresistent sind. Und manche von denen entpuppen sich auch als extreme Menschenfeinde, die vor Haß förmlich überlaufen. Siehe z.B. Seb ihm seine Verlautbarungen im gestrigen Artikel. Da staunt man echt, zu was für intellektuellen Ausfällen Menschen bereit sind für die Autosuggestion, rechtzuhaben.

            Ich antworte darauf zumeist nur noch der Form halber. Man muß ja irgendeine Strategie entwickeln gegen die extreme Dummheit hier. 🙂 Das geht ja hier schon seit Jahren so. Diese Leute lernen auch nichts dazu. Vieles wurde schon xmal verhandelt und die Leute bleiben immer auf dem gleichen Niveau stehen.

            Man sollte sich jedenfalls von dem Gedanken verabschieden, daß Feminismus- und Genderkritik auch im Resthirn für Ordnung sorgt. 🙂

            Wobei diese Kritik eben nichts wert ist, wenn man ansonsten genauso viel Unsinn erzählt wie Feministinnen.

          • „Ich denke, man muß es einfach akzeptieren, daß hier eine Menge Spinner herumgeistern – die völlig beratungsresistent sind.“

            Wir akzeptieren es, manchmal antworten wir euch sogar.

          • @ Anorak, Mika

            Honks im Doppelpack, sacht ma, kriegt ihr Rabatt in der Anstalt?

            Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie die größten Nichtschecker auf Erden sich suggerieren können, sie wüßten etwas.

            Ihr seid formidable Reichsbürger.

      • Ja, z.B. bei den Ungarn. Dafür werden die dann von allen gleichgeschalteten Staaten angegangen.

        Ich kann ansonsten kaum noch Ausnahmen (in den entwickelten weißen Ländern) erkennen. Es werden ja in erster Linie die Länder Opfer, in denen der Individualismus hochgehalten wurde und die Demokratie als Staatsform gepriesen (wenn auch meist nicht gelebt).

        Es gibt einzelne Regionen (Ostdeutschland) in denen die Rudeldenke das Ruder noch nicht ganz übernommen hat, die große Enttäuschung liegt dort halt noch nicht so lange zurück. Aber auch die werden dafür diffamiert.

    • „Als würde man bereits in einer vollständig links-grünen, totalitären Diktatur leben. Der menschliche Drang nach Konformität, nach Anpassung, nach Dazugehören ist stark.“

      Es ist ja mehr oder weniger schon eine Diktatur oder sagen wir besser eine totalitäre Gesinnungsgesellschaft. Die meisten kritischen Leute können nicht mehr einschätzen, wie groß ihr Spielraum noch ist, da der Wokismus auch bei Richtern und Politikern schon Einzug gehalten hat… und wehe dem, der in den Fokus der weit überwiegend woken Massenmedien gerät! Von online-Shitstorms nicht anzufangen.

      Danisch hat das gerade als die 2 Gehirnmodi beschrieben: Rudeldenken vs. Einzelgängerdenken, schnelles Denken vs. langsames Denken. Auf die Forschung dazu gab es wohl sogar den Nobelpreis, ich habe gerade das Buch dazu bestellt:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Schnelles_Denken,_langsames_Denken

      Die meisten Menschen denken schnell und sind Gruppentypen. Das heißt, sie durchdringen nicht deine Argumente, sondern erkennen anhand dieser, dass du ein Rudelfeind bist. Mit anderen Worten: sobald du den Mund aufmachst, hast du verloren, außer du machst den Kniefall, dann lassen sie dich als rangniederes Rudelmitglied weiterleben.

      Man kennt das von den Nazis, den Kommunisten aber längst auch von Coronafanatikern usw. und es wird aktuell auch für die Kriegspropaganda (auf beiden Seiten) ausgenutzt und man kennt es eben von den Woken. Die Massenmedien spielen dabei den Transmissionsriemen, sie sprechen längst fast ausschließlich die Rudelmenschen an (für andere sind die nämlich gar nicht mehr zu ertragen) und verschaffen denen Rückhalt und Scheinargumente.

      Wenn du in einer Gesellschaft Missverständnisse und Probleme aber nicht mehr thematisieren kannst, führt das zu einer endlosen Zahl innerer Widersprüche, an der diese irgendwann zerbricht. Es funktioniert halt nicht, wenn die Dummköpfe den Ton angeben. Hat es noch nie über längere Zeit. Ich weiß immer noch nicht, was genau die Ursache dafür war, aber ich halte das aktuell nicht mehr für umkehrbar. Wir werden gegen die Wand laufen.

      Erst wenn die Not wirklich groß wird und die Menschen vom Rudel enttäuscht sind und in den anstrengenderen Einzeldenker-Überlebensmodus umschalten müssen, wird sich das auflösen und wieder auf die Füße stellen lassen…

    • Naja, dass Kapitalismus zu Armut der Mehrheit zugunsten grassierenden Reichtums einer Elite führt, dürfte kaum als Unwahrheit gelten.

      • Relativ (innerhalb des Systems) betrachtet ist das richtig, absolut betrachtet meistens nicht. Oder anders: den meisten armen Menschen im Kapitalismus geht es immer noch besser, als den Durchschnittsmenschen im Kommunismus (zumindest in den entwickelten Ländern).

          • Wie kann man denn daran zweifeln?

            Selbst die Ärmsten in der heutigen BRD haben ein vielfaches dessen was die Reichen in der damaligen DDR hatten. Es gibt kein System ausser dem kapitalistischen das den aktuellen Wohlstand der Welt generiert hat. Alle gewinne an Lebenszeit, Gesundheit, Bildung und Freiheit die es auf diesem Planeten gibt verdanken wir dem Kapitalismus, alle anderen Systeme haben keinen relevanten Beitrag dazu beigetragen.

          • @Sumu

            Na Du scheinst ja fundiertes Praxiswissen in der DDR erworben zu haben. Meine dortige Sozialisation und zehnjährige Arbeit mit gebrochenen Männern dieses Systems samt unzähliger Statistiken heute sprechen da eine andere Sprache.

          • @sumu

            Mal nicht übertreiben. Der Bahnhofspenner von heute hat ganz sicher weniger als Honnecker oder Mielke hatten. Und obwohl der Kapitalismus seinen Beitrag zur Verbreitung geleistet und einen Teil des Ansporns dazu geliefert hat, war es im Kern der technische Fortschritt, der das Wohlstandsniveau der Menschheit angehoben hat. Die Lebensbedingungen in der Sowjetunion 1990 waren nämlich auch erheblich besser als 1918 oder, um mir nicht den Vorwurf einzuhandeln, ich würde einen gefälligen Vergleichszeitpunkt wählen, im Zarenreich 1913.

            Womit ich, es folgt ein Disclaimer, nicht sagen will, dass der Kapitalismus im Westen die Erhöhung des Wohlstandsniveaus nicht noch besser gefördert hätte als das Sowjetsystem.

          • @ Renton

            Ich glaube, man braucht da gar nicht den Bahnhofspenner mit Honnie oder Mielke vergleichen. Auch den „reichsten“ in der Normalbevölkerung der DDR ging es sicher nicht schlechter als einer Hartzer- oder Geringverdienerfamilie. Natürlich hat der heutige Geringverdiener oder gar Hartzer eine größere Chance, mal ne Banane zu essen, als der normalverdienende oder gar reiche DDR-Bürger, aber die finanziellen Mittel zur Abdeckung der Grundbedürfnisse und der Finanzierung zuminest eines gewissen „Luxus“ waren sicher selbst bei DDR-Normalverdienern (ACHTUNG: IM VERHÄLTNIS ZU DEN JEWEILIGEN KOSTEN DAFÜR) besser als bei den Armen der heutigen BRD.

            Vieles in der DDR war ganz sicher Scheiße, aber man tut seinen eigenen Argumenten keinen Gefallen, wenn man sie derart ins Absurde steigert.

          • @sumu
            „Selbst die Ärmsten in der heutigen BRD haben ein vielfaches dessen was die Reichen in der damaligen DDR hatten“

            Das ist schwach übertrieben.

            „Alle gewinne an Lebenszeit, Gesundheit, Bildung und Freiheit die es auf diesem Planeten gibt verdanken wir dem Kapitalismus“

            Ich würde sagen, dank der Industrialisierung.

            Die Eigentumsform ist sekundär. Natürlich kann der Kapitalismus supertoll sein, aber nur dann wenn seine systemimmanenten Fehler durch aktives Gegensteuern der Politik abgemildert werden – namentlich ein großzügiger Sozialstaat, Besteuerung der Reichen, verbriefte Arbeitnehmerrechte usw.

            All dies wurde in den letzten 22 Jahren gezielt abgebaut, und deshalb gibt es jetzt auch Armut als in den ersten 5 Jahrzehnten der BRD. Und du darfst es gern glauben, dass ein Arzt, Rechtsanwalt oder Kleinunternehmer in der DDR erheblich wohlhabender war als ein heutiger HartzIV-Empfänger.

          • Selbst die Ärmsten in der heutigen BRD haben ein vielfaches dessen was die Reichen in der damaligen DDR hatten. Es gibt kein System ausser dem kapitalistischen das den aktuellen Wohlstand der Welt generiert hat. Alle gewinne an Lebenszeit, Gesundheit, Bildung und Freiheit die es auf diesem Planeten gibt verdanken wir dem Kapitalismus, alle anderen Systeme haben keinen relevanten Beitrag dazu beigetragen.

            Meines Wissens gibt es Zehntausende Obdachlose im Unrechtsstaat BRD und vermutlich noch mehr Drogensüchtige. Ich kenne die Verhältnisse in der DDR und wage zu behaupten, daß es der großen Mehrheit der DDR-Bürger besser ging als Obdachlosen und Drogensüchtigen.

            Aber auch als vielen Milliardären. Denn Wohlstand bedeutet mehr als pekuniären Besitz. Es gibt auch so etwas wie sozialen Wohlstand. Und der war in der DDR größer als im Unrechtsstaat BRD. Die Verteidiger des „Kapitalismus“ sind aber für gewöhnlich auf diesem Auge blind.

            Die größten Gewinne an Lebenszeit, Gesundheit, Bildung und Freiheit haben wir gerade der Eindämmung des „Kapitalismus“ zu verdanken. Hätten wir den Kapitalismus nicht zurechtgestutzt, würden die Leute heute immer noch 72 Stunden und am Wochenende arbeiten. Und nur eine winzige Oberschicht ginge auf’s Gymnasium etc.

            Man muß schon wirklich extremst extremst extremst **** sein, um so eine unfaßbar lächerliche Sicht auf den „Kapitalismus“ zu haben. Marktwirtschaft als Basis ist sicherlich etwas Gutes. Viele der Fortschritte der letzten 150 Jahre verdanken wir aber gerade der Domestizierung und Humanisierung der Marktwirtschaft, also der Begrenzung des Marktprinzips.

            Der plumpe Vergleich zwischen „Kapitalismus“ und „Kommunismus“ sagt nichts Gutes aus über die geistigen Kompetenzen. Und zum Schrecken aller „Kapitalisten“ wird das Marktprinzip auch in Zukunft immer weiter abgeschwächt werden, bis wir endlich bei einem vernünfigen Maß angelangt sind.

            Und jeder kann durch seinen Konsum und seine Lebensweise selbst etwas dazu beitragen. Das war noch nie so einfach wie heute.

          • „Es gibt auch so etwas wie sozialen Wohlstand. Und der war in der DDR größer als im Unrechtsstaat BRD.“

            Für die 1970er bis 90er Jahre würde ich das nicht unterschreiben. Das damalige Sozialsystem der BRD war recht großzügig, im wesentlichen vergleichbar wenn nicht streckenweise besser als das der DDR. Es sei den es gab in der DDR irgendwas Sagenhaftes von dem ich noch nie gehört hätte.

            Das hat sich erst mit der „Agenda 2010“ unter Rotgrün massiv geändert, denn seitdem wurde der BRD-Sozialstaat immer rabiater zusammengestrichen, Arbeitnehmerrechte kassiert, Reichen Steuergeschenke verpasst usw.

            Das Alles übrigens von den gleichen Leuten verzapft, die uns wegen ihrem Klimawahn noch mehr Armut androhen.

          • Vergiß es. Du hast die Lesekompetenz eines Dreijährigen.

            Ich meine mit sozialem Wohlstand mehr als offenkundig etwas völlig anderes, als du hier insinuierst.

            Bin immer wieder fassungslos, wie völlig unfähig hier viele Leute sind, einfachste Sinnzusammenhänge zu erfassen.

          • Gibt es in Deinem Universum auch etwas anderes, als die vehement kläglich scheiternden Bemühungen, Dich über andere zu stellen?

          • @Gendern

            „Man muß schon wirklich extremst extremst extremst **** sein, um so eine unfaßbar lächerliche Sicht auf den „Kapitalismus“ zu haben.“

            Der Rest deines Beitrags liegt völlig im hier sozialadäquaten Rahmen. Aber durch solche immer wieder eingestreuten Sätze hast du dir den Ruf eines Trolls eingehandelt. Vielleicht verstehst du das irgendwann…

          • Kann ich nicht belegen, weil sich das Lebensniveau eben nicht so einfach statistisch vergleichen lässt.

            Es ist insbesondere ein innerdeutscher Eindruck und einer, der von anderen auch ausgesprochen und bestätigt wird. Es ist halt ein Fakt, dass die technische Entwicklung im „Kapitalismus“ sehr viel dynamischer ist, als mit 5-Jahresplänen und dass eben diese Entwicklung zu einem Wohlstandsanstieg führt, weil man weniger und weniger hart arbeiten muss.

            Allerdings ist es natürlich eine Pauschalisierung und jedes Land ist anders. Man kann z.B. darüber streiten, ob der westdeutsche Sozialstaat näher am Sozialismus als am Kapitalismus stand, etc.

            Ich kann mich jedenfalls noch gut an die DDR und die Lebensverhältnisse erinnern. In den 80igern war ich Kind und da galt Plattenbauwohnung fast noch als Privileg. In meiner Familie arbeitete nur mein Vater (der dafür teilweise 2 Schichten hintereinander, als Facharbeiter in der Industrie), was so nicht vorgesehen war und dazu führte, dass wir für DDR-Verhältnisse arm waren. Wir hatten immer genug zu essen (aber immer denselben Fraß), weil meine Eltern sehr sparsam waren, aber meine Mutter und Großeltern nähten, strickten und flickten, weil Klamotten teuer und schlecht zu bekommen waren. Nach mehrmaligen Umzug hatten wir irgendwann eine ferngeheizte Plattenbauwohnung (die mir immer zu kalt war) aber die groß und bezahlbar war, abes es dauerte Jahre, bis wir die möbliert hatten, teilweise mit selbstgebauten und aussortiertem Möbel. Irgendwann hatten wir sogar einen Fernseher, schwarz-weiß, so ein Ding das 5 Minuten brauchte, um warm zu werden und natürlich ohne Fernbedienung. Urlaub machten wir meist über die Kirche, weil alles andere zu teuer war usw. An ein Auto oder Telefon war nicht zu denken. Nach endlosem Sparen konnten wir uns irgendwann mal einen Kassettenrekorder leisten, das war ein Fest.

            Man konnte so leben, ich hatte eine schöne Kindheit, aber vergleich das mal mit einem Industriearbeiterfamilie in Westdeutschland. Da dürfte es nach den Wirtschaftswunderjahren besser ausgesehen haben. Oder vergleich es mal mit einer Familie auf Sozialhilfeniveau in Westdeutschland, der dürfte es nicht wesentlich schlechter gegangen sein.

            Nichtdestotrotz sehe ich die Probleme im „Kapitalismus“ durchaus auch.

          • Es war Mangelwirtschaft, das auf jeden Fall. Aber es gab eben auch nicht diesen durch Werbung herangezüchteten Hyperkonsum und diese verzerrten Selbstbilder, diese vehement steigenden Zahlen psychisch Kranker. Und es gab mehr Wärme zwischenmenschlich, Stasi hin oder her.

          • „Es war Mangelwirtschaft, das auf jeden Fall. Aber es gab eben auch nicht diesen durch Werbung herangezüchteten Hyperkonsum und diese verzerrten Selbstbilder, diese vehement steigenden Zahlen psychisch Kranker.“

            Das sind subjektive Aussagen, die ich nicht pauschal bestätigen kann. Es gab komische schräge Charaktäre damals und es gibt sie heute, über Qualität und Quantität kann ich nichts sagen. Das Leben hat sich zweifelsohne beschleunigt und es ist sehr viel komplexer geworden, dafür haben körperliche und psychische Härten (von der Prügelstrafe über die Wehrpflicht, bis zur 45h-Woche) abgenommen und das Bewusstsein für psychische Probleme ist stark gestiegen.

            Ich schätze an der Marktwirtschaft, dass sie fast jede Nische bedient, es wird ja niemand gezwungen jeden Müll zu kaufen. Mich ärgern da andere Sachen viel mehr, von den Produktionsbedingungen bis zu bewusst reduzierter Qualität oder absichtlich geschaffener Intransparenz bei den Leistungen (um die Vergleichbarkeit von Produkten zu reduzieren), aber das sind Luxusprobleme.

            „Und es gab mehr Wärme zwischenmenschlich, Stasi hin oder her.“

            Das ist so ein ostdeutscher Mythos, den ich so auch nicht erlebe. Außer dass sich der Freundeskreis u.U. geändert hat, weil die persönlichen Entwicklungen auseinanderstrebten.

            Aus ostdeutscher Sicht mag das teilweise sogar tatsächlich so aussehen, in dem einem Moment war egal, wer und was man war, man ging mit den Kollegen gemeinsam grillen, teilte alle Erlebnisse, war abgesichert und die Zukunft überschaubar etc. und im nächsten Moment fällt das alles weg und während der eine fett Karriere macht, lebt der andere auf H4. Aber das ist keine Eigenschaft des Systems, sondern der damaligen Entwicklung, die den einen nutzte und die andere abhängte.

            Ich habe nach der Wende Zivildienst in einem bayrischen Urlaubsort gemacht und bin nachher nach BaWü aufs Land gezogen und ich fand die Menschen dort nicht nur sehr viel lockerer als in meiner Heimatstadt im Osten (mag auf dem Land auch anders gewesen sein), sie waren auch sehr zugewandt und nicht annähernd so geldgeil (müssen sie nicht, weil der Wohlstand viel selbstverständlicher ist) wie im Osten gerne unterstellt wird (das dürfte eine spezifische Erfahrung der Nachwende-Zuwanderung sein).

            Aber da ich ein chronischer Einzelgänger bin und schon im Osten das alles eher von außen betrachtete, mag das nicht repräsentativ sein.

            Ich sehe das Optimalsystem als Synthese von Marktwirtschaft, direkter Demokratie und Sozialstaat. Die alte BRD lag da schon ziemlich nahe dran (abgesehen von der Demokratie), leider hat sie das Niveau nicht halten können und entwickelt sich derzeit tatsächlich alptraumhaft…

      • Es ist unwahr. Ein regulierter Kapitalismus schafft Reichtum für die Masse. Jede andere Wirtschaftsform schafft Korruption und Armut für die Masse. Abgesehen von kleinen, überschaubaren Systemen.

          • Es gibt keine kontinuierlich zunehmenden Hungersnöte. Die Armutsrate nimmt weltweit seit Jahren ab.

          • „zunehmenden Hungersnöte“

            Ach ja, weil fossile Brennstoffe systematisch dämonisiert und knapper gemacht wurden, von dieser Weltuntergangssekte um den sogenannten „Klimawandel“ …..

          • Die Hungersnöte gibt es, weil die Bevölkerung dort schneller wächst, als die Produktion. Und die Armut in z.B. Venezuela ist dem Sozialismus geschuldet. Natürlich haben wir kapitalistische Auswüchse, die sehe ich auch. Da wären einige Stellschrauben zu betätigen. Aber Sozialismus bringt den Untergang für die Massen, das wurde immer und immer wieder bewiesen.

          • @Mika
            „Aber Sozialismus bringt den Untergang für die Massen, das wurde immer und immer wieder bewiesen.“

            Na ja: Dass autoritärer Sozialismus nicht funktioniert wurde immer wieder bewiesen. Antiautoritärer Sozialismus hat dagegen die Produktivität eher gesteigert, bevor er unterdrückt wurde. Das einzige länger anhaltende Beispiel, das dem nahekommt, funktioniert aber auch noch erstaunlich gut, ist jedenfalls konkurrenzfähig:

            https://de.wikipedia.org/wiki/Mondrag%C3%B3n_Corporaci%C3%B3n_Cooperativa oder ausführlicher
            https://en.wikipedia.org/wiki/Mondragon_Corporation

            Warum eigentlich gibt es dann nicht mehr davon? Wahrscheinlich 1. weil viele Arbeiter sich eine Mitbeteiligung nicht leisten können und/oder 2. die meisten sowas nicht kennen.

          • PS: Was man auch nicht machen sollte: Den Kapitalismus der reichen Länder mit dem der armen Länder in einen Topf werfen. Entsprechendes gilt für den Sozialismus (man vergleiche den wirtschaftlichen Erfolg von afrikanischen sozialistischen Ländern etwa mit der Sowjetunion, die sich immerhin industrialisieren konnte). Denn der wirtschaftliche Erfolg hängt auch von der Kultur ab, sowohl direkt als auch indirekt via Korruption, Veruntreuung etc. sowie darüber, ob und wieviel Verbündete westliche Regierungen finden, mit deren Hilfe sie Schaden anrichten können, und ob das Volk solche Sachen toleriert.

      • „dass Kapitalismus zu Armut der Mehrheit zugunsten grassierenden Reichtums einer Elite führt“

        Du verwechselst hier ganz klar Kapitalismus mit dem Kommunismus.

      • Der kommunistische Glaube hat wie kaum ein anderer Glaube die Masse angesprochen und Einsichten die diesem Glauben widersprachen, verteufelt (-> Lysenkoismus).
        Und immer mit dem Ergebnis von Unterdrückung und Armut.

  4. Ist bekannt, wer bei nature das verbrochen hat?

    Vielleicht sollte man das positiv sehen. Das Gatekeeping-System der Wissenschaftsverlage, fand ich immer irgendwie… disoptimal, weil durchaus auch anfällig für Willkür, außerdem unübersichtlich. Wenn die sich selbst ins Abseits schießen, wird Platz für Neues. Ich stecke aber zu wenig drin, um da evtl. Alternativen zu erkennen.

    Ich könnte mir gut ein Online-System vorstellen, in dem zwar alles vorbehaltlos veröffentlicht werden kann, diese Veröffentlichungen dann aber entsprechend ihrer Nachvollziehbarkeit, ihrer Aktualität und ihres Überprüfungsstatus gerankt werden. Also dass quasi jeder dort veröffentlichen könnte, aber erst die Bestätigung durch die Forschergemeinde der Sache einen Status verleiht. Sowas auszubalancieren und Mißbrauch zu vermeiden wäre allerdings durchaus eine Herausforderung. Ich bin immer wieder überrascht, wie groß der Hass einzelner Wissenschaftler aufeinander sein kann, die greifen auch mal zu Verleumdung und unfairen Methoden um einen Konkurrenten kaltzustellen, d.h. man hätte alle Hände voll zu tun, das gegen unfaire Manipulationen abzusichern.

    • Ich könnte mir gut ein Online-System vorstellen, in dem zwar alles vorbehaltlos veröffentlicht werden kann, diese Veröffentlichungen dann aber entsprechend ihrer Nachvollziehbarkeit, ihrer Aktualität und ihres Überprüfungsstatus gerankt werden. Also dass quasi jeder dort veröffentlichen könnte, aber erst die Bestätigung durch die Forschergemeinde der Sache einen Status verleiht.

      https://researchers.one/
      https://openreview.net/
      https://arxiv.org/

      • Danke für die Ergänzung, kann zwar nicht einschätzen wie weit das an meine Vorstellung heranreicht, ob und wie da ausgesiebt wird, aber jedenfalls ist in der Sache Bewegung drin (und das finde ich erstmal positiv).

    • Ist ja ähnlich wie bei den Medien. Wenn SPIEGEL, FAZ und Konsorten sich in Haltungsjournalismus und Meinungskonformismus ergießen, entsteht Platz für sog. alternative Medien. Trotzdem bestimmen Mainstream-Medien aber weiter die Agenda. Auch Nature wird weiter die Wissenschaftsagenda bestimmen.

      Das Problem liegt aber bei der Wissenschaft meiner Meinung nach tiefer. Denn im Unterschied zum Journalismus kann die gar nicht ohne die entsprechenden wirtschaftlichen Mittel betrieben werden.
      Wenn also forschende Wirtschaft und Universitäten komplett von Wokeness durchseucht sind, findet alternative Wissenschaft eben gar nicht statt und braucht daher auch keine Nische, um publiziert zu werden.

      Der Witz ist, dass uns dieser Zustand auch künftig als Wissenschaftsfreiheit verkauft werden wird, so wie das Herausbilden von alternativen Medien als Meinungspluralismus und Beleg für Meinungsäußerungsfreiheit vermittelt wird.

      • Da hast du zweifelsohne Recht.

        „Wenn also forschende Wirtschaft und Universitäten komplett von Wokeness durchseucht sind, findet alternative Wissenschaft eben gar nicht statt und braucht daher auch keine Nische, um publiziert zu werden.“

        Der Zustand ist m.E. schon lange erreicht. Es ist schier unmöglich zu bestimmten Themen zu forschen und das dann auch noch erfolgreich zu publizieren. Angefangen bei Studien die dem Klimawandelnarrativ nicht bedingungslos folgen, die dem Credo der Frauenbenachteiligung nicht huldigen, die Eigenheiten und Eigenschaften von Ethnien vorurteilsfrei untersuchen etc. von parapsychologischen Phänomenen u.ä. nicht anzufangen. Es reicht schon, etwas zu weit außerhalb des aktuellen akademischen Diskurses zu stehen, um ein erfolgreiches peer review zu verunmöglichen oder gar generell geschnitten zu werden.

        Die Wokeness-Durchseuchung ist nicht der Anfang, sondern lediglich das konsequente Ende einer unseligen Entwicklung.

        „das Herausbilden von alternativen Medien als Meinungspluralismus und Beleg für Meinungsäußerungsfreiheit vermittelt wird“

        Mittlerweile ist es ja schon einen Schritt weiter, man bekämpft diese Sachen längst und fordert unverholen Zensur gegen „Fake News“. So musste es kommen, denn die Macht lässt ihre Deutungshoheit nicht einfach unterwandern, sie will ihre Konkurrenz am Boden liegen und winseln sehen.

  5. Solche impliziten und expliziten Regularien sind ein Grund dafür, warum eine mögliche Pathologie von Homo- und Transsexualtiät praktisch ein Forschungstabu ist.

    Und warum offensichtliche Krankheiten vom Index genommen werden.

    Es wäre naiv zu glauben, Wissenschaft sei erst mit dieser „Nature“-Initiative in ihrer Unabhängigkeit bedroht. Das ist sie seit jeher. Der Zeitgeist fordert seinen Tribut.

    Ich erinnere mich an einen „Soziologen“, der im Deutschlandfunk behauptete, Zigeuner werden ganz schlimm „diskriminiert“. Warum? Weil sie seltener Abitur machen und studieren.

    Dafür kann es natürlich auch intrinsische Gründe geben, die in der Zigeunerkultur liegen. Man stelle sich mal vor, jemand würde behaupten, Juden würden systematisch bevorteilt, weil sie so reich sind usw.

    Dann käme die woke Kamarilla und würde sagen: Ja, das hat historische und kulturelle Gründe.

    Jeder Depp weiß, wie es bei Zigeunern aussieht. Eine intrinsische Ursache für weniger Bildungserfolg ist also nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern naheliegend.

    Nicht so für den „Soziologen“. Und nebenbei ist solch eine Gutmenschenwissenschaft auch tatsächlich ein Hindernis dafür, daß sich z.B. bei Zigeunern mal etwas zum besseren wendet, da ja immer nur die bösen anderen schuld sind. Wieder mal eine typische Dialektik. Auch Transsexuellen ist ja nicht wirklich geholfen, wenn man ihre Störung zwanghaft naturalisiert..

    Wer glaubt, in den Geisteswisseschaften würde Wissen produziert, kann auch gleich zu den Zeuginnen Jehovas gehen. 🙂

    PS: „Nature“ sollte sich in „Culture“ umbenennen. Wir wissen doch seit Judith Butler und irgendwelchen französischen „Philosophen“, daß es keine objektive Wahrheit gibt. Außerdem ist der Objektivitätsanspruch ein patriarchales Prinzip, das Frauen unterdrückt und die Kraft der Subjektivität unterminiert.

    In der Konsequenz hätten wir dann auch mehr weibliche Physiknobelpreisträger.

  6. Wissenschaft muss der Wahrheit …. verpflichtet sein.

    Der Wahrheit?! Aber, nein, das ist ein zu hoher und unerfüllbarer Anspruch! Daher mal back to earth: Die Wissenschaft muss der WAHRHAFTIGKEIT verpflichtet sein. Im Moment scheint sie nur der aktuellen politischen Wahnhaftigkeit verpflichtet.

    Adios „Nature“, ihr ward schon ganz lange auf dem Weg eine unseriöse Pseudowissenschaftszeitung zu werden, nun ist es endlich vollbracht?

  7. Wenn sich Medien, Bildung, Wirtschaft und Kunst dem woken Paternalismus unterwerfen, ist es folgerichtig, wenn das auch die Wissenschaft macht.
    Es zeugt sogar von einer gewissen Rest-Ehrlichkeit, wenn sie diese Art der Transformation halbwegs transparent darstellen.
    Dann weiß man auch da, woran man ist.
    „Follow the science“ wird fortan zu einer Aufforderung, die „richtige“ Haltung und Gesinnung einzunehmen.
    In den letzten Jahren wurde sehr gut deutlich, dass es nicht um wertneutrale und objektive Wissenschaft geht, sondern dass es erwünschte und unerwünschte Wissenschaft gibt. Die unerwünschte wird gecancelt.

    • Könnte das eine Rückkehr zur Religion für den Westen bedeuten? Schließlich hatte man sich im Zuge der Aufklärung vom „Glauben“ zum „Wissen“ bewegt und die Wissenschaft quasi zum neuen Gott gemacht, weil der Alte ziemlich häufig falsch lag. Was wenn nun der „neue“ Gott der Wissenschaft bei weiten teilen der Bevölkerung als junkpaperproduzent wahrgenommen wird, dem man eh nichts glauben kann? Ich glaube kaum, das die Masse ohne irgendeinen Götzen klar kommt.

      • Ich würde sagen, der Mensch an sich glaubt aus Gründen der Energieeffizienz sehr häufig Dinge. Wenn jemand Dinge glaubt, kann er direkt auf ihnen aufbauen und muss ihre Substanzhaltigkeit nicht aufwendig selbst herleiten. Und als Lebewesen, die in sozialen Gruppen leben, sind wir prädestiniert für die Wahrnehmung von Gruppenmarkern.

        Diese beiden Eigenschaften kombiniert führen dazu, das Symbolsysteme mit hohem Grad an Identitätsstiftung (allgemein gesprochen: Dinge in „Gut“ und „Böse“ einteilen) sehr schnell für die Herstellung eines Freund-Feind-Schemas genutzt werden. Das ist nicht nur gut für Anführer (aka Herrscher) sondern auch für die Gruppe, weil sie dadurch schnell handlungsfähig wird und Gefahren schnell abgewehrt werden können. Da die alten Symbolsysteme nicht mehr akzeptiert werden, bilden sich automatisch neue. Mir scheinen diese neuen Symbolsysteme aber eher archaisch zu sein, weil sie wieder auf die alte Sündenbock-Sicht zurückfallen. Die Folge ist das erneute Ausbreiten einer Haltung, die wir schon mehrfach in der Menschheitsgeschichte gesehen haben: „This time it’s different! Nur noch dieses eine Mal befreien wir die Welt vom Bösen (Sündenbock) und dann bricht das Paradies an!“

        Ein Götze ist übrigens physisch vorhanden – ein Symbol, dass alle Buchreligionen ablehnen. Die Masse kann also ohne Götzen klar kommen. Es werden sich aber, soweit stimme ich der These zu, neue Absolutierungen bilden, die im nächsten Schritt vermutlich vergöttlicht werden. Der aktuelle heiße Kandidat ist „Diversität“.

        • Mir scheinen diese neuen Symbolsysteme aber eher archaisch zu sein, weil sie wieder auf die alte Sündenbock-Sicht zurückfallen

          Vielleicht sind wir gar nicht so rückschrittlich, sondern es gibt schon immer einen Player, dessen Einfluss uns in die Irrationalität zwingt: Die Angst.
          Wenn auf der Klaviatur der Angst gespielt wird, wie das mit Klima, Seuche und Krieg immer intensiver betrieben wird, kommen wir nicht umhin, uns zu positionieren.

          Heute habe ich einen Podcast mit einer Angstforscherin gehört, den ich sehr aufschlussreich fand. Sie erklärt dort plausibel, wie aus Angst und der damit einhergehenden subjektiven Ohnmacht Aggression entsteht.

          Diese Aggression mündet letztlich in staatliche Repression unter breitem Beifall der Bevölkerung. Wie irrational die dann folgenden Maßnahmen sind, ist weitgehend egal, weil sie ihren ausschließlichen Zweck in der Gemeinsamkeit finden. Und die hilft gegen die individuelle Angst.
          Dann drehen wir uns selbst beispielsweise den Energiehahn ab, obwohl wir damit primär uns selbst schaden.
          Dann erzwingen wir die Impfung von Widerspenstigen, obwohl wir wissen, dass das faktisch nichts ändert oder bringt.
          Es war doch immer die kolportierte Angst, die Menschen und Nationen dazu gebracht hat, Dinge zu tun, die ihrem eigentlich artikulierten Wertesystem eklatant widersprachen.

          In unserer hysterischen Epoche ist Angst der stärkste Motor, der uns motivieren kann. Denn alle anderen Menschheitsziele sind demontiert worden. Wohlstand, Sicherheit, die Erde und Umwelt für das Wohl der Menschen zu nutzen – das sind keine Ziele mehr, das ist alles böse.

          Es heißt ja nicht zu Unrecht: Angst ist schlimmer als Schmerz.
          Denn schließlich begräbt sie den Verstand unter sich bis hin zur Aufklärung, die plötzlich wieder dem Glauben weicht. Um das akute Gefühl der Angst zu beseitigen, machen Gesellschaften fast alles. Keine Unmenschlichkeit ist tabu.

          Nur eines machen sie nicht: Die Angst erkennen, sie als solche deklarieren und sie bewusst vertreiben.

      • „Könnte das eine Rückkehr zur Religion für den Westen bedeuten?“

        Das wäre nun wirklich die falsche Schlussfolgerung.

        „Was wenn nun der „neue“ Gott der Wissenschaft bei weiten teilen der Bevölkerung als junkpaperproduzent wahrgenommen wird, dem man eh nichts glauben kann?“

        Dann muss man der Bevölkerung klarmachen, dass es zwischen Junk Science und echter Science zu unterscheiden gilt.

        „Nationalsozialistische Rassenlehre“, „Eugenik“; „Feministische Linguistik“, „Gender Studies“ und „Klimafolgenforschung“ sind keine WIssenschaft. Das entkräftet aber nicht die Relativitätstheorie oder die organische Chemie.

      • „Könnte das eine Rückkehr zur Religion für den Westen bedeuten?“

        Ja, ich würde es eher als ein „neues Zeitalter des Glaubens“ bezeichnen. Ich hatte das schon vor 15 Jahren oder so prophezeit, damals noch im heise-Forum, weil es bei einigen Themen unmöglich geworden war, der Wahrheit noch nahe zu kommen, zumindest als Laie.

        Die Wissenschaft bietet für jede Position Pro- und Kontra an und es gibt haufenweise gutbezahlte Experten und gekaufte Studien, sowohl der einen, wie auch der anderen Seite. Wir haben das bei Corona wieder extrem gesehen, wo man völlig konträre Meinungen haben konnte und trotzdem beide Seiten haufenweise Expertisen anschleppten.

        Wissenschaft ist zur Argumentationshilfe für (oft zahlungskräftige) Interessenvereine verkommen und wird demnach von der Bevölkerung schon jetzt nicht mehr wirklich ernst genommen. Wokismus wird das noch verschlimmern.

        Das bedeutet aber auch: die Sicherheit in der Interpretation der Welt ist weg, man ist wieder auf sich selbst, seine eigene kleine Erlebniswelt, seinen begrenzten Bildungshorizont usw. zurückgeworfen und zunehmend skeptischer gegenüber „wissenschaftlich fundierter“ Zwangsbeglückung. Wir werden sehen, ob das eher positive oder negative Folgen zeitigen wird…

    • Ich würde das eher so formulieren, dass diejenige Wissenschaft, zu deren Folgen wir aufgefordert werden, gar keine ist, sondern ein potemkinsches Dorf. Die tatsächliche Wissenschaft ist davon gar nicht betroffen.

  8. Die Aufklärung ist gescheitert, der blinde Aberglaube des Mittelalters zurückgekehrt. Der Boden bereitet von all jenen, die sich freiwillig haben „taufen“ lassen. Ein unfassbarer Zivilisationsbruch.

  9. Da Woko Haram sich von allem geschädigt fühlen können ist damit die gesamte Wissenschaft unter die Guillotine gelegt worden.
    Und der Tag hat so gut begonnen …..

  10. @Antidogmatiker

    ich kenn Mondragon ein wenig. Die haben auch Probleme. In kleinem Kreis mag das ja auch funktionieren. Aber auf Ebene von Staaten klappt es einfach nicht. Und ja, die bösen Amis funken da auch oft gerne rein. Das Problem ist nicht singulär. Und egal wie stark die UDSSR mal war, die Bevölkerung war arm.

    • Es gibt Weltweit in vielen Ländern Agraargenossenschaften (und andere). Das hat nichts mit Antikapitalistisch zu tun. Genossenschaften sind Elemente des sozialen Ausgleichs mit kapitalistischen Mitteln (bestenfalls). nur wenn man den Kapitalismus zu einer negativ-Fratze verzerrt widersprechen Genossenschaften dem kapitalistischen grundgedanken.

    • Es gibt ja noch andere größere Projekte, wie bspw. Kibbuze. Das systemische Problem sind die Trittbrettfahrer. Für die Lösung dieses Problem sehe ich außer der paulinschen Doktrin „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!“ keine erfolgversprechenden Ansätze.

      Die natürliche Organisationsform unserer Spezies ist hierarchisch – zumindest im männlichen Teil. Den individuellen Vorteil zu suchen, wird den Menschen auf die Schnelle nicht auszutreiben sein. Deswegen entwickeln sich realexistierende Sozialismen auch in kürzester Zeit in Richtung Feudalherrschaft oder auch Priesterherrschaft, in der eine kleine Gruppe von „Bewahrern der Erleuchtung“ dem Rest der Bevölkerung sagt, wo es lang geht. Dass das Wissen um diesen Fakt in der westlichen Welt aktuell so stark verloren gegangen ist, erstaunt mich jeden Tag aufs Neue. Ich wäre froh, wenn mir jemand von den soziologisch beschlagenen Teilnehmern hier, dieses Phänomen erklären könnte. In meinen Augen läuft der Westen sehenden Auges in genau die Misere, aus der ich 89 durch glückliche Umstände und den Mut meiner Mitmenschen entkommen bin.

      • Schau dir an, was das WEF so treibt und wer dort geschult wurde. Die Grünlinken sind nach der Wende systematisch in den Staat eingedrungen. Die Normalos arbeiten, haben Kinder, werden ausgepresst und haben keine Zeit. Schau mal, was Danisch über die Parlamentarier schreibt. Mehrheitlich Leute, die einfach unfähig sind. Jetzt haben sie uns mit den Wokismus und Corona gespalten und dann kommt die Energie dran. Es sind ganz einfach Maoisten am Werk.

      • Kleine Randbemerkung:

        „der paulinschen Doktrin „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!““

        Du tust Du Paulus aber Unrecht. Paulus hat gesagt „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen!“ Bei näherer Betrachtung ein gewaltiger Unterschied.

        • „Bei näherer Betrachtung ein gewaltiger Unterschied.“

          Yep! Bei Leuten, die nur nicht wollen über sozialen Zwang den Willen zu wecken, fällt wohl unter „einfach nur gerecht“, vor allem, wenn jene, die nur nicht wollen dann dadurch denjenigen, die sicher auch nicht immer Lust dazu haben, es aber trotzdem tun, auf der Tasche liegen.

          Die (wie ich den User einschätze so nicht intendierte) wiedergegebene Aussage hingegen schließt auch jene ein, die nicht KÖNNEN. Und da wären wir ganz schnell im Bereich des Sozialdarwinismus‘.

        • Das Zitat war unpräzise, aber so gemeint wie in der Verbesserung geschrieben. Sozialdawinismus könnte mir nicht ferner liegen.

          Der Punkt ist für mich, das Moralunternehmertum gerade Konjunktur hat und ich nicht erkenne, wie diese Konjunktur zu etwas Guten führen soll. Gerade die Fähigkeit, Moral ein Stück weit von der Problemanalyse und -lösungsansätzen zu trennen und in eine nebenläufige – nicht zwingend machtlose – Struktur zu verlagern, ist einer der Vorteile, die ich bei der kapitalistischen Wirtschaftsordnung sehe. Die Anwürfe der heutigen Lautsprecher und das wieder anhebende Loblied auf dem Kommunismus wird mMn nur deshalb nicht lächerlich, weil die grundlegenden Zusammenhänge des menschlichen Zusammenlebens (aka Paarungsverhalten) heute weitgegehend geleugnet werden. Stattdessen ergeht sich die heutige Szene in Wunschdenken und Reißbrettentwürfen für die Gesellschaft. Das kann nur schief gehen. Die Möglichkeiten, die wir haben und das, was wir daraus machen, könnten für mich in keinem ungünstigeren Verhältnis stehen.

  11. Kritisches hinterfragen der Vularetten ist Misogynie und du bist ein Antifeminist.

    Kritische Fragen in der Forschung ist Blasphemie und macht dich zum Aussätzigen.

    Es reicht übrigens auch ein falsches Hemd zu tragen, wie der Britte Matt Taylor eindrücklich in einem „Forschungsprojekt“ bewies: #Shirtgate bringt „Rosetta“-Forscher zum Weinen https://www.welt.de/vermischtes/article134377376/Shirtgate-bringt-Rosetta-Forscher-zum-Weinen.html

    Auch der Umgang mit Worten muss der alte weiße Mann fürchten. Vulvaretten lassen nichts durchgehen und sind jederzeit bereit Vernichtungsfeldzüge zu führen: „Es waren nur ein paar Tweets von zwei Journalistinnen und einem Journalisten, aber der Nobelpreisträger Sir Tim Hunt hatte keine Chance“ https://blogs.faz.net/deus/2015/07/24/der-fall-tim-hunt-tonmitschnitt-bringt-seine-verfolger-in-bedraengnis-2730/

    Klar, dass sich rückgratlose Mediende diesem Trend gerne anschließen. Was erwarten wir eigentlich? Mutige Kämpfer gegen den Zeitgeist? Aufrechte Ritter in der Schlacht um die Wahrheit? Die Wahrheit gibt es nicht, sie wird so konstruiert wie es den Vulvaretten beliebt, damit das „toxisch Männliche“ und „der alte weiße Mann“ endlich die 2000 (5000, 10000?) Jahre währende Demütigung der Gebährmutternden auch erfährt. Der Siegeszug der jungen-dummen-Weiber ist nicht aufzuhalten. Lasst sie doch, sie haben es sich verdient.

    • Das ist überaus interessant.

      Warum? Weil es wieder mal belegt, dass die Sache von ganz oben kommt und sehr wahrscheinlich aus dem tiefen Staat der USA, dass sie also nicht Unglück, sondern bewusst gewollt ist, zu welchem Zweck auch immer.

      Interessant ist auch die Personalie Döpfner, er ist eng mit Friede Springer (die wiederrum eng mit Merkel gewesen sein soll), sie hat ihm 2020 Anteile der BILD im Wert von einer Mrd. Euro geschenkt, keine VT sondern steht so bei Wikipedia:
      „Der Wert der Anteilsübertragungen an Döpfner vom September 2020 wird laut einer Pflichtmitteilung des Großaktionärs Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) auf gut eine Milliarde Euro geschätzt.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Mathias_D%C3%B6pfner#Verm%C3%B6gen_und_Steuerzahlungen

      Und der war vorher schon nicht arm, verdient wohl einige Millionen im Jahr.

      Die Probleme um Julian Reichelt (erinnert sich jemand?) waren auch so ein seltsames Ding, da drängte sich mir der Eindruck auf, dass Döpfner der Getriebene war. Da Reichelt m.W. Angebote von alternativen Medien ablehnte, gehe ich davon aus, dass der irgendwie weiter (inoffiziell) von Döpfner protegiert wird (oder weiß jemand was anderes?)

      Sehr seltsam das alles. Wenn der Springer-Konzern und der Milliardär Döpfner, die bis dahin gern mal querlagen (abgesehen von ihrer cia-Nähe) den erkennbar gefährlichen trans-Unsinn mitmachen, was steckt da dahinter (vielleicht auch der Dienst mit den drei Buchstaben)? Waren die Geschenke an Döpfner vielleicht der Preis für sein Gewissen? Oder spekuliere ich da zu wild?

      Döpfner ist jedenfalls nicht irgendwer, mir ist schier die Kinnlade runtergeklappt:

      „Mathias Döpfner war von 2001 bis 2006 Aufsichtsratsmitglied des Pharmaunternehmens Schering.[20] Von Juli 2006 bis Juni 2018 war er Mitglied im Aufsichtsrat des US-Medienkonzerns Time Warner, von April 2015 bis Juli Director der Vodafone Group. Seit Mai 2014 ist er Mitglied im Board of Directors von Warner Music, seit September 2018 Mitglied im Board of Directors von Netflix[21].

      Seit Juli 2016 ist Döpfner Präsident des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV).[22] Zu seinen Mandaten in Non-Profit-Organisationen zählen Mitgliedschaften in den Aufsichtsgremien des European Publishers Council (EPC), der American Academy in Berlin[23], der Blavatnik School of Government in Oxford[24] und des American Jewish Committee.

      Er war Kuratoriumsmitglied des Berliner Aspen-Instituts[25], weiterhin ist er regelmäßiger Teilnehmer der Sun Valley-Konferenz, des Weltwirtschaftsforums in Davos, seit 2007 Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz und seit 2018 Mitglied in deren Steering Committee[26]. Er ist Kuratoriumsmitglied des Internationalen Journalisten-Programms (IJP) e.V.[27] und seit 2018 Chairman des TOA Open Circle[28].

      Döpfner war auch Mitglied im Aufsichtsrat des Finanzinvestors Ripplewood Holdings (RHJI).[29] Im Juli 2009 stellten einige Medien einen Zusammenhang zwischen dem Engagement Döpfners für die um Opel ringenden RHJI und der diesbezüglich positiven Berichterstattung in einigen Medien der Springergruppe her.[30] Die persönlichen Verknüpfungen Döpfners wurden in den Berichten der Medien der Springergruppe zu RHJI nicht thematisiert.[29] Döpfner gab im Mai 2022 bekannt, dass er vorzeitig als Präsident des BDZV abtreten werde. Er wolle sich mehr um die US-Geschäfte des Springer-Verlags kümmern.[31]“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Mathias_D%C3%B6pfner#Mandate_und_Mitgliedschaften

      Der Mann ist ganz oben in den Elitekreisen angesiedelt und eindeutig US-lastig. Davon abgesehen was er selbst denkt, könnte er von zahlreichen Kreisen unter Druck gesetzt werden, irgendeiner Agenda zu folgen…

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