Christine Lambrecht und Ministerien, die man wegen Quoten, die zu erfüllen sind, irgendwie besetzt

Die Regierung hat gegenwärtig viele Probleme. Olaf Scholz schafft es nicht als präsenter Kanzler aufzutreten und wird insbesondere bei dem Krieg in der Ukraine als sehr zögerlich und zurückhaltend wahrgenommen. Von Memes, nach denen er untergetaucht ist bis zu Rufen nach einer Vertrauensfrage auf Twitter steht er nicht wirklich gut dar.

Nachdem er mit Anne Spiegel bereits eine Ministerin über einen Skandal verloren hat gibt es zudem erhebliche Zweifel an einer weiteren Ministerin, der Verteidigungsministerin Christine Lambrecht.

Aus der Wikipedia:

Autoren des Magazins Der Spiegel sahen weder im Mitflug ihres Sohnes noch Besuch eines Nagelstudios am Tag des Überfalls Putins auf die Ukraine und anderen Kleinigkeiten ein wirkliches Problem, hingegen kritisierten sie scharf ihre Arbeit als Ministerin. Sie habe zu Beginn ihrer Arbeit den üblichen zweiwöchigen Crashkurs zur Einarbeitung ins Bundesverteidigungsministerium verweigert. Selbst Namen ihrer sechs Generalinspekteure und Bundeswehr-Dienstränge kenne sie im Mai 2022 noch nicht. Sie arbeite insgesamt ungewöhnlich wenig und ihre Arbeit würde durch fehlende Kenntnis der englischen Sprache behindert. Treffen mit den meisten Kollegen der Nato, selbst wichtigster Verbündeter, führe sie nicht durch. Konkrete Pläne und Ideen von ihr bzw. der Bundeswehr zum Einsatz der 100 Milliarden aus Sondervermögen für die Bundeswehr oder für ein effektives Beschaffungswesen würden fehlen. Sie arbeite überhaupt nicht an zentralen Fragen zur Zukunft der Bundeswehr bzw. dies solle erst erfolgen. Weder habe es bis Mai 2022 eine Leitungsklausur noch eine Generalstagung gegeben. Einzig am Versorgen von Parteifreunden mit hohen Posten habe sie wirklich Ehrgeiz gezeigt. Aufgrund dieser „vielen Fehler“ wurde Lambrecht als außen- und sicherheitspolitischer „Totalausfall“ und als „Null-Bock-Ministerin“ bezeichnet.[39]

Über Arne fand ich zudem diesen Artikel bei der Tagesschau:

Es sind zwei Fragen, mit denen sich viele in Berlin gerade beschäftigen: Welchen Kurs steuert die Regierung in der Sicherheitspolitik? Und: Was macht die Verteidigungsministerin da eigentlich?

Das Problem ist, dass sich beide Fragen nicht so ohne weiteres auseinanderhalten lassen. Das Sondervermögen für die Bundeswehr zum Beispiel: Da ruft Kanzler Olaf Scholz kurz nach Beginn des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine die Zeitenwende aus, kündigt eine 100-Milliarden-Euro-Finanzspritze für die chronisch schlecht ausgerüstete Bundeswehr an und das Vorzeige-Projekt schleppt sich in mühsamen Verhandlungen zwischen den Ampel-Parteien bis Ende Mai, von der geplanten Abstimmung mit der Union noch ganz zu schweigen.

Böse Zungen behaupten, Christine Lambrecht verhandele gar nicht im Sinne des Verteidigungsministeriums (das allein für Munition mehr als 20 Milliarden Euro ausgeben muss, um die NATO-Standards zu erreichen), sondern eher im Sinne des linken Flügels der SPD. Der spricht beim Sondervermögen immer von „Ausrüstung der Bundeswehr“, um ja nicht in den Geruch zu kommen, eine SPD-geführte Regierung habe die Truppe „aufgerüstet“.

Es mag ungerecht sein, ausgerechnet in der Verteidigungsministerin den Schwachpunkt bei den Verhandlungen zwischen Kanzleramt, Finanzministerium, Außen- und Verteidigungsministerium zu vermuten, aber das hat sich Lambrecht teilweise selbst zuzuschreiben. Über Monate kommen aus ihrem Ministerium die unterschiedlichsten Begründungen dafür, warum es etwa bei Waffenlieferungen an die Ukraine nicht so schnell geht, wie Kiew es wünscht (was der ukrainische Botschafter Andrej Melnyk fordert, steht sowieso auf einem ganz anderen Blatt Papier).

Liegt es daran, dass die Bundeswehr gar nicht mehr abgeben kann, wenn Deutschland seine NATO-Verpflichtungen erfüllen wolle, wie es zwischenzeitlich hieß? Liegt es daran, dass die Ukrainer mit der „modernen deutschen Technik“ überfordert wären und eigentlich nur alte Sowjet-Ausrüstung eine schnelle Hilfe verspricht, die Deutschland nicht besitzt? Liegt es an den deutschen Regularien, die durch langwierige Prüfungen verhindern sollen, dass die Ukraine minderwertige Kriegstechnik geliefert bekommt? Liefert Deutschland mehr, als es publik machen kann?

Egal woran es liegt, die Kommunikation des Verteidigungsministeriums dazu muss man mindestens sprunghaft, wenn nicht chaotisch nennen. Und mittendrin: Lambrecht. Ihre schwungvoll vorgetragene Aussage, die Lieferung von 5000 Helmen sei ein starkes Zeichen der Solidarität für die Ukraine, würde sie rückblickend wohl selbst nicht mehr als gute Idee bezeichnen. Es hagelte Spott und Hohn, vor allem aus der Ukraine. Die deutsche Außenpolitik, zuvorderst der Kanzler, musste sich wochen-, wenn nicht monatelang mühen, um nach diesem Ausspruch den Eindruck aus der Welt zu schaffen, die Deutschen nähmen Kiew und den Krieg nicht ernst.

Die jüngste Wortmeldung aus dem Lambrecht-Ministerium zum Thema „Unterstützung der Ukraine“ kam von Staatssekretärin Siemtje Möller, die im ZDF-Interview den Eindruck vermittelte, man könne gar nicht schweres Gerät liefern, da es ein Einverständnis unter den NATO-Staaten gebe, keine Panzer oder Schützenpanzer westlicher Produktion in die Ukraine zu liefern. Man laufe sonst Gefahr, von Russland als Kriegspartei wahrgenommen zu werden.

Das klang wie eine klare rote Linie, was man liefern könne und was nicht. Aber, wie bei vielem, was aus dem Ministerium verlautbart wird, stellte sich sofort eine Reihe neuer Fragen: Wenn das so vereinbart ist, warum erklärt man das der Öffentlichkeit nicht sofort? Wenn es innerhalb der NATO Einigkeit über die Nicht-Lieferung westlicher Panzer und Schützenpanzer gibt, warum hat man kein Problem damit, Panzer oder Schützenpanzer sowjetischer Produktion in die Ukraine zu liefern? Sind die weniger tödlich? Und: Wenn Deutschland Panzerhaubitzen 2000 abgibt und die Artillerie momentan kriegsentscheidend ist, warum hat man an dem Punkt keine Angst, Russland könnte das falsch interpretieren?

Natürlich hat diese Begründungslotterie des Verteidigungsministeriums seinen Ursprung auch im Kanzleramt, wo Olaf Scholz darauf bedacht zu sein scheint, kraftvoll Unterstützung für die Ukraine zu predigen und andererseits konkrete Schritte nur zögerlich einzuleiten. Aber das Barmen im Verteidigungsministerium darüber, dass Lambrecht den Zickzack-Kurs des Kanzlers vertreten müsse, (und dabei zwangsläufig nicht gut aussehen könne) verkennt die Tatsache, dass Lambrecht ihren Posten zweifelsohne ihrem guten Draht zum Kanzler verdankt.

Dass der nun seinerseits erwartet, dass sie qua Amt schwer Erklärliches aus dem Kanzleramt zu erklären versucht, scheint nicht zu viel verlangt. Zudem sie kürzlich die gesamte Statik seines Kabinetts ins Wanken brachte, als sie in einem Interview mit „t-online“ erklärte, sie setze darauf, dass ihre Kollegin Nancy Faeser, die Innenministerin der Republik, Spitzenkandidatin der SPD in Hessen und später auch Ministerpräsidentin des Landes würde.

Damit erweckte sie den Eindruck, Scholz habe gleich zwei Ministerinnen, die ihre Posten nur vorläufig besetzten: Faeser, die nur die Zeit bis zur Landtagswahl in Wiesbaden überbrücke, und Lambrecht selbst, die eigentlich nur auf den Abgang der Kollegin 2023 warte, um das augenscheinlich ungeliebte Amt der Verteidigungsministerin gegen das der Innenministerin einzutauschen. Diese Äußerung Lambrechts als „unfreundlichen Akt“ einzustufen, ist noch untertrieben, auch einige Unterstützer der Verteidigungsministerin äußerten sich „maximal irritiert“.

Danach hatte der Kanzler Mühe, einen offenen Schlagabtausch zwischen Faeser und Lambrecht zu verhindern. Die Innenministerin, die nun ständig betonen muss, wie wichtig sie ihren momentanen Posten nimmt, ließ in einem Folgeinterview maliziös verlauten, sie habe einen siebenjährigen Sohn, den habe sie aber noch nie auf Dienstreisen mitgenommen. Damit drohte die unsägliche Geschichte um den Hubschrauber-Mitflug von Lambrechts 21-jährigem Sohn mit der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums wieder hochzukochen, die man gerade mit viel Mühe (das sei „legal, aber ungeschickt gewesen“, so Lambrecht) abgeräumt zu haben schien.

Der Kanzler sprach ein Machtwort, so ist zu hören, aber dass sich Lambrecht nicht mehr allzu viele Schnitzer leisten kann, ist ein offenes Geheimnis. In der Zeit des Krieges in der Ukraine, wo nicht nur in Europa und den USA viele genau auf Deutschlands Reaktion schauen, ist eine schwache Verteidigungsministerin ein Risiko, auch ein persönliches für Scholz. Und in einer Zeit, in der die Bundeswehr mit 100 Milliarden Euro Sondervermögen ausgestattet werden soll, wünschen sich viele im Ministerium vor allem ruhiges und professionelles Arbeiten.

Mittlerweile stellen sogar viele in der SPD die internen Auswahlkriterien für die Ministerposten in Frage. Dass das Verteidigungsministerium im Herbst 2021 mit einer linken Frau besetzt werden musste, sei „rückblickend maximal unglücklich gewesen“, sagt ein hochrangiges SPD-Mitglied. „Wir hätten unseren Kandidaten Nummer eins nehmen sollen.“ Das wäre Lars Klingbeil gewesen. Den aber hat die Partei nicht zum Minister, sondern zu einem ihrer beiden Vorsitzenden gemacht.

Das Verteidigungsministerium war – und das mag zum Zustand der Bundeswehr beigetragen haben – immer etwas, was man eigentlich beliebig besetzen konnte, weil alle letztendlich davon ausgegangen sind, dass die Bundeswehr eh nicht so richtig gebraucht wird. Deswegen konnte man da noch schnell die Frauenquote vollmachen und man sich dann dort dafür einsetzen, dass Schützenpanzer auch für Schwangere sicher sind. Interessiert ja als Bereich keinen Wähler. Und eine Besetzung mit einer linkeren Politikerin stellt gleich noch die kritischeren Lager aus dem Bereich still.

Das dann der Ukrainekonflikt das so stark verändern würde konnte man ja nicht unbedingt ahnen und jetzt hat man das Dilemma. Der Umbau der Bundeswehr ist plötzlich wichtig, aber die Verteidigungsministerin scheint ihre Hausaufgaben nicht gemacht zu haben und ist in der Truppe in keiner Weise angekommen und scheint daran auch kein wirkliches Interesse zu haben. Einfach absetzen kann man ja ja aber auch nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass da die „Hubschrauberaffaire“ um ihren Sohn und der Artikel im Spiegel schon endsprechende Versuche waren sie loszuwerden.

Problem wäre natürlich: Man müsste den Posten dann eigentlich wieder mit einer Frau besetzen um die Parität im Kabinett zu erhalten, braucht also eine Fachfrau für die Bundeswehr, die gleichzeitig ein gewisses Standing in der Bevölkerung hat und auch die übrigen Quoten erfüllt, von regional bis Parteiflügel, was wahrscheinlich schon schwierig genug ist. Wollte man Klingbeil nehmen müsste man wahrscheinlich irgendeinen anderen Mann aus dem Kabinett nehmen, was auch nicht so ohne weiteres möglich sein wird.

Mal sehen, was man machen wird

43 Gedanken zu “Christine Lambrecht und Ministerien, die man wegen Quoten, die zu erfüllen sind, irgendwie besetzt

    • Von Christine Lambrecht stammt auch folgendes Zitat, für das sie selbst als der lebende Beweis herhalten kann:

      “In Zukunft zählt die Qualifikation bei der Besetzung von Vorstandspositionen und nicht das Geschlecht“

    • Sie hat als sog. Familienministerin auch den Begriff „vorrangiger Elternteil“ für Mütter geprägt und veröffentlicht. Bis heute frage ich mich, worauf sie es stützt, dass Väter nachrangig sind in der Augen der Regierung.

  1. Klingbeil wäre immerhin einer mit einem gewissen Sachverstand™:

    Bis er 2017 Generalsekretär wurde, gehörte er dem Präsidium der Deutschen ­Gesellschaft für Wehrtechnik an, eines Lobbyvereins, der Treffen von Rüstungsindustrie, Militärs und Po­li­ti­­­ke­r*in­­nen organisiert. Noch 2019 traf er sich mit Ver­tre­te­r*in­nen von Rheinmetall, einem der größten deutschen Rüstungskonzerne. Er setzt sich für den Einsatz bewaffneter Kampfdrohnen ein

    https://taz.de/SPD-Generalsekretaer-Klingbeil/!5789323/

    So viel militärische Kompetenz wäre im Verteidigungsministerium sehr ungewöhnlich, wo eher der Heli-Lift ins Urlaubsglück im Vordergrund steht und Panzer mit „lustigen Tiernamen“ für den Transport Schwangerer.

    Vielleicht sorgt Klingbeil dafür, dass die 100 Mrd. für Rüstung nicht nur bei einer Shopping-Tour in den USA verballert werden, sondern auch die hiesige Rüstungsindustrie enabled wird, mal wieder einen geraden Gewehrlauf zu schmieden.

    Aber ich tippe eher auf Claudia Roth oder Emilia Fester 😉
    Denn die Grünen sind erheblich schießwütiger als die SPD.

    • Weil das Verteidigungsministerium mit Typen wie Klingbeil durchsetzt ist, ist die Ausrüstung der Bundeswehr in dem miserablen Zustand, in dem sie nun mal ist. Das Problem war nie fehlendes Geld, sondern Korruption durch Lobbyisten der Rüstungsindustrie.

      Wenn Klingbeil deutsche Rüstungsfirmen amerikanischen vorzöge, wäre alles wieder im alten, miserablen Zustand. Was jetzt nicht heißen soll, dass das keine Verbesserung wäre – nur auf welchem Niveau?

    • Weil das Verteidigungsministerium mit Typen wie Klingbeil durchsetzt ist, ist die Ausrüstung der Bundeswehr in dem miserablen Zustand, in dem sie nun mal ist. Das Problem war nie fehlendes Geld, sondern Korruption durch Lobbyisten der Rüstungsindustrie.

      Wenn Klingbeil deutsche Rüstungsfirmen amerikanischen vorzöge, wäre alles wieder im alten, miserablen Zustand. Was jetzt nicht heißen soll, dass das keine Verbesserung wäre – nur auf welchem Niveau?

  2. Der Zustand der Bundeswehr wurde absichtlich herbeigeführt. Massive Abrüstung war eine alliierte Vorgabe aus dem 2+4-Vertrag.

    Und der Umbau weg von der Territorialverteidigung hin zu einer spezialisierten Armee mit kleinen mobilen Einheiten zur unterstützenden Begleitung bei Auslandseinsätzen war ein NATO-Beschluss.

    Alles mehr oder weniger Selbstläufer aus der Ministerialbürokratie heraus umsetzbar. Daher war der Ministerposten die letzten Dekaden tatsächlich gar nicht so wichtig.

    Das eigentliche und größte strukturelle Problem der Bundeswehr ist eh der total verfilzte und dysfunktionale Beschaffungsapparat. Mit dem lässt sich tatsächlich kein Krieg führen…

    • Der 2+4-Vertrag gibt bloß eine maximale Truppenstärke von 370.000 Mann vor (davon höchstens 345.000 bei Land- und Luftstreitkräften). Die jetzige Truppenstärke liegt bei 183.000, also kann man den jetzigen Zustand nicht wirklich auf den 2+4-Vertrag schieben.

      • Vor 1990 waren es eine knappe Million Soldaten und ca 3 Millionen Reservisten (BRD+DDR). Inklusive Infrastruktur und Waffenlagern für Vollbewaffnung und aktive Kampfhandlungen in kurzer Zeit.

        Von dem Level auf 183.000 runter zu kommen ist schon ein Einschnitt. Wobei DE darin ja Übung hat…1919 und 1945…

  3. Ideologien scheitern immer an der Realität. Deshalb muß man sich auch keine Sorgen um das Scheitern von Feminismus und Gender-Wahn machen, so ärgerlich diese Phänomene auch sind. Ideologien basieren ja auf Lügen bzw. Realitätsverleugnung. Da ist das zukünftige Scheitern intrinsisch. Es ist halt nur ärgerlich für Leute wie uns, die die Lügenhaftigkeit bereits lange erkannt haben.

    Der Rest der Gesellschaft kommt nur sehr langsam ins Nachdenken. Aber irgendwann checkt auch er es – wenn nämlich die Konsequenzen des Selbstbetrugs immer gravierender werden. Paradebeispiel: Bombenkrieg gegen Deutschland gegen Ende des Dritten Reichs.

    So wird es vermutlich auch irgendwann mit Putin laufen. Wobei der Russe sehr tolerant zu sein scheint hinsichtlich seiner Herrscher.

    Zu Lambrecht könnte man noch sagen, daß sie es doch war, die unlängst ein „Jahrzehnt der Gleichstellung“ ausgerufen hatte, oder? Da ist es nur konsequent, was sie tut. Jeder Deutsche soll verstehen lernen, was „Gleichstellung“ genau bedeutet. 🙂

    Helikoptermutter Lambrecht war es wohl auch, die die Entrechtung unverheirateter Väter damit begründete, daß es ja auch Schwangerschaften infolge von Vergewaltigungen gebe. Daher sei es schon in Ordnung, wenn man unverheirateten Vätern das automatische Sorgerecht aberkenne. Da wird doch ein enormes Maß an Kompetenz deutlich, wenn vielleicht null Kinder durch Vergewaltigungen pro Jahr Zehntausenden Kindern gegenübergestellt werden, die unehelich zur Welt kommen.

    Der feministische Quotenchauvinismus wird wohl immer häufiger dazu führen, daß eingebildete Nichtkompetenzlerinnen wichtige Ämter bekommen. Diese Frauen versagen ja reihenweise, wenn man mal an Andrea Nahles und ihre großgespuckten Töne denkt. Oder an Ute Voigt, die glaubt: „Wir sind die Besseren“.

    Ich finde es sowieso pervers, das Verteidigungsministerium mit einer Frau zu besetzen – obwohl ich Pazifist bin. Das könnte man hinnehmen, wenn der Familienminister auch mal ein Mann wäre. Woran man wieder sehr gut sehen kann, was „Gleichstellung“ für eine Idee ist. 🙂

    Wer das Verteidigungsministerium mit einer Frau besetzt, nur weil man eine Linke und eine Frau glaubt zu brauchen, und sich gleichzeitig über Politikverdrossenheit beklagt, der muß komplett verpeilt und abgehoben sein.

    Jetzt kann nur noch Eva Högl helfen – winki winki. Oder Sawsan Chebli. Das wär doch mal geil. Sawsan Chebli als deutsche Verteidigungsministerin. Die würde dann in Angriff nehmen, daß Bundeswehrgeneräle auch mal Murrat oder Mustafa heißen und „nonbinär“ sind. Und bei der UN würde sie durchsetzen, daß sich Soldatinnen verfeindeter Armeen nicht mehr an den Haaren ziehen dürfen.

    Die Regeln, nach denen Kriege funktionieren, sind noch stark patriarchal geprägt. Künftiges Militärgerät braucht auch unbedingt eine Frauenquote und sollte z.B. nach weiblich konnotierten Wesen benannt werden. Statt Marder, Gepard und dergleichen könnte man auf Namen wie „Tarantel“, „Hydra“, „Pandora“ oder „Medusa“ zurückgreifen.

    https://gendersprache.wordpress.com/2021/07/20/ein-bisschen-gender-gaga-mit-der-bundeswehr/

    • Die Regeln, nach denen Kriege funktionieren, sind noch stark patriarchal geprägt.

      Was ist denn daran patriarchal, wenn Feministinnen Männer in die Schlacht schicken und ihresgleichen sich nicht die Hände schmutzig machen wollen und müssen? Sondern sogar noch über die toxische Männlichkeit lästern, wenn die Typen dann mit krummen Gewehrläufen im Schützengraben auf den Tod warten.
      Wo ist da der patriarchale Akzent, außer dass man ein Kanonenrohr mit einem Phallus vergleichen könnte?

      • Weitere Fragen: Wer trifft die Konsumentscheidungen überwiegend in Partnerschaften der westlichen Welt? Wofür werden Kriege geführt? Welches Geschlecht wird in selbigen fast ausnahmslos verheizt?

        Klar, das ist schon alles ziemlich patriarchal…

      • Wenn du so polemisierst, solltest du vorher mehr nachdenken, damit du später nicht dumm dastehst.

        Kriege werden nach wie vor von Männern geführt, auch wenn es mal die eine oder andere Verteidigungsministerin gibt. Das alles ist nach wie vor Männerhandwerk, und außerhalb des Westens wird man kaum eine Frauteidigungsministerin finden. 🙂

        Auch biei 100% weiblichen Staatschefs und Verteidigungsministern sind es nach wie vor die Männer, die so tausendprozentig dumm sind und freiwillig zum Militär gehen und sich verheizen lassen.

        Da wünsche ich mir mehr Feminisierung des Mannes an und für sich.

        Aber ich weiß, es ist schon hart, als Sohn einer Feministin aufgewachsen zu sein. Da kann man schnell mal das eigene Schicksal auf Soldaten im allgemeinen projizieren. („Feministinnen schicken uns zum Krepieren.“)

        Vorschlag: Schreib doch mal einen Gastartikel, wie es ist, eine Feministin als Mutter zu haben. Was hat deine Mutter verbrochen etc. ? Man kann da mal einen Einblick erhalten, was Söhne von Feministinnen erdulden müssen.

        Hier gibt es ja auch noch genug Leute, die meine ziemlich ungewagte und banale These anzweifeln, daß „Maskulisten“ eigentlich ihre eigene Mutter meinen, wenn sie vom Feminat reden.

        Da wünsche ich mir auch mehr Feminisierung des Mannes, damit es mit der psychischen Intelligenz etwas bergauf geht.

        • Auch bei 100% weiblichen Staatschefs und Verteidigungsministern sind es nach wie vor die Männer, die so tausendprozentig dumm sind und freiwillig zum Militär gehen und sich verheizen lassen.

          Es sind nicht DIE Männer, sondern grob gerechnet nur 0,8 % der Männer von 20 bis 59 Jahre, die Berufssoldaten sind. Also eine sehr kleine Zahl.

        • @ Mispel (Wofür steht eigentlich dein verfickter Nickname?)

          Schlechter Einwand. Ich habe es nicht umsonst so formuliert (und auch gemeint), daß man es auf die Männer beziehen kann, die auch tatsächlich so doof sind, zum Militär zu gehen. Bei mir braucht man immer eine enorme Lesekompetenz. Oder man bildet sich einfach ein, irgendein Argument zu haben, bei dem ich den kürzeren ziehe. Viele Leute hier benutzen diese Holodeck-Methode – und heulen dann rum, wenn ich sie damit nicht durchkommen lasse. 🙂

          Zweiter Punkt: Meine Formulierung bezieht sich auch auf die Leute, die so doof sind, freiwillig Wehrdienst zu leisten statt Zivildienst.

          Also, da gibt es noch eine Menge Potential für die Feminisierung des Mannes.

          Ein bißchen wundert mich dein Einwand schon. Das nennt man übrigens „Belastungseifer“. Wenn man jemandem also zwanghaft etwas andichtet. Viele Leute hier funktionieren so. Die lesen nur das, was ihnen in den Kram paßt und subjektiv ein Erfolgserlebnis beschert. Deshalb sind die Diskussionen hier auch häufig so fruchtlos.

          • Ich habe es nicht umsonst so formuliert (und auch gemeint), daß man es auf die Männer beziehen kann, die auch tatsächlich so doof sind, zum Militär zu gehen. Bei mir braucht man immer eine enorme Lesekompetenz.

            Kann, also nicht muss. Du formulierst also absichtlich uneindeutig, weil…

            Zweiter Punkt: Meine Formulierung bezieht sich auch auf die Leute, die so doof sind, freiwillig Wehrdienst zu leisten statt Zivildienst.

            Dann ergibt deine Äußerung aber weniger (keinen) Sinn. Wenn die Betonung auf dem „die“ und nicht auf „Männer“ liegt, fragt man sich automatisch, was daran denn so überraschend sein sollte, dass beim Bund eher die geistig weniger begabten Männer anheuern. Weiterhin ergibt dann die vorherige Erwähnung der 100% weiblichen Staatschefs und Verteidigungsminister keinen Sinn, dies ergibt nur Sinn im Kontrast zu Männern allgemein. Auch der folgende Satz, dass die Feminisierung des Mannes (warum nicht der dummen Männer, schließlich geht es doch nur um die, oder?) Abhilfe dabei schaffen könnte, ergibt bei deiner angeblichen Aussageabsicht keinen Sinn, da ja die Dummheit das Problem sein soll und nicht das Mann-sein. Dies würde ja bedeuten, dass eine Feminisierung die Dummheit beseitigen würde und dass Männer, die so klug sind und nicht zum Bund gehen, feminin sind, was auch wenig Sinn macht.

          • Vielen Dank für die Demonstration dessen, was man gemeinhin Rabulistik nennt. 🙂

            Ich habe es nun mal so gemeint. Tut mir leid. Und die Formulierung ist keineswegs ungewöhnlich oder per se irreführend – es sei denn, man legt es darauf an. Mit meinen Ausführungen zu den Maskupathen hier meinte ich nicht dich. Dein Fall ist harmlos. Bei den Maskupathen hier sieht das anders aus, nämlich so, wie ich es beschrieb.

            Geh einfach davon aus, daß ich immer rechthabe. Dann kannst du nichts falschmachen. 🙂

        • Kriege werden nach wie vor von Männern geführt,

          Männer werden in Kriege geführt, und wer desertiert wird erschossen. Siehe Ukraine: Frauen dürfen fliehen, Männern wird die Ausreise verweigert weil sie verheizt werden sollen.

          • Vielen Dank für deinen engagierten Diskussionsbeitrag, YX. Meines Wissens kann man aber in Demokratien dem Einzug vorbeugen, indem man den Wehrdienst verweigert. Viele Demokratien haben eine Berufsarmee.

            Es ist und bleibt ein Männerproblem. Viele Männer in der Ukraine kämpfen freiwillig.

            Die ewige Masku-Opfer-Perspektive führt leider ähnlich wie bei Feministinnen zu einem gewissen Reduktionismus. Man macht sich unglaubwürdig, wenn man leugnet, wie sehr Kriege ein Männerding sind.

            Daran ändert auch nichts die Benachteiligung von Männern in der Ukraine.

          • Es ist und bleibt ein Männerproblem. Viele Männer in der Ukraine kämpfen freiwillig.

            Frauen erziehen diese Männer oder überreichen Männern in Zivil weiße Federn zur Zeichen ihrer Schande, dass sie nicht kämpfen. Würden die Frauen vereint sagen: „Mein lieber Sohn/Mann, lass dich nicht im Krieg verheizen“ die weltweite Situation und die Geschichte würde ganz anders aussehen.

            Ohne die wirtschaftliche, logistische und vor allem ideelle (!) Unterstützung von Frauen wäre kein Krieg jemals möglich gewesen. Kannst du bei van Creveld nachlesen.

          • „ Frauen dürfen fliehen“

            Die Frage ist, warum? Wenn die Männer kämpfen, muss doch irgendwer alles herstellen, was benötigt wird, insbesondere Waffen. Oder meint man, darauf verzichten zu können, weil der Westen eh alles liefert?

          • So viel Rüstungsindustrie haben die nicht. Und mal hochgerechnet: Wenn man bei ~40 Mio Einwohnern davon ausgeht, dass 14 Mio davon Männer im kampffähigen Alter sind, dann wäre eine Mobilisierung von 1,4 Mio Soldaten auch nur 10% davon. Also stehen 90% weiterhin als Arbeitskräfte zur Verfügung.

            Und es dürfte auch nur ein kleiner Anteil der „Fluchtberechtigten“ auch wirklich im Ausland sein. Irgendwo habe ich was von 2 Mio gelesen, also 5% der Bevölkerung.

          • Wir danken für diesen individuellen Meinungsbeitrag.

            Ich habe allerdings noch nie einen Typen gesehen, der nahezu vollständig ohne Argumente und Begründungen auskommt und am laufenden Band irgendwelche Behauptungen produziert.

            Also dieses Kindergartenniveau ist wirklich phänomenal.

            Und diese völlige Unfähigkeit zur kritischen Selbstreflexion.

            Es wäre ja schon etwas gewonnen, wenn du mal irgendeine deiner Behauptungen auch begründen würdest.

            Der ständige äußerst billige Narzißmus-Vorwurf setzt dem dann noch die Krone auf.

            Mir ist das ja egal. Aber ist schon befremdlich, was auf diesem Blog für Luftnummern abhängen.

            PS: Ein erwachsener Mensch würde es begründen und an Beispielen konkret darlegen, warum ich angeblich nichts zu sagen habe etc. Also was hier für Leute rumhängen, ist wirklich beklemmend.

          • Ach, und bevor Du wiedermal Projektion in Sachen mangelnder Argumente fährst: Außer Alice Miller, einem ausufernden Mutterkomplex, beständigen peinlichen Versuchen, andere Kommentatoren hier herabzuwürdigen und unaufhörlichen Arien der Selbstbewehräucherung hab ich bei Dir noch keine nennenswerten Quellenverweise finden können.

          • Ich halte dich für einen 15-Jährigen, der gerne erwachsen wäre.

            Jetzt werden mir mangelnde Quellenverweise vorgeworfen. Dummerweise wird das nirgendwo „angedockt“. Also, erwachsene Menschen beziehen sich normalerweise auf konkrete Aussagen, denen sie dann irgendeinen Mangel vorwerfen. Du kommst hier mit den üblichen pauschalen, infantilen Luftnummern ohne irgendeinen Beleg, ohne irgendeinen sinnvollen Bezug.

            Davon abgesehen bedeuten Quellenverweise erst mal gar nichts, da es bekanntlich auch jeden Unsinn als „Quelle“ gibt.

            Ich habe wirklich noch nie so einen Typen gesehen, der derartig kindisch ist.

            Und der selbst permanent mit Herabwürdigungen arbeitet, dies dann aber anderen vorwirft. Jemand, der nicht das geringste Bewußtsein davon hat, was er für einen Stuß erzählt.

            Ich weiß ja noch nicht mal, was ich Schlimmes verbrochen haben soll, daß du mir seit ein paar Monaten primitive Vorwürfe machst, die zumeist auf dich selbst zutreffen.

            Ganz offensichtlich wurmt es dich, daß du mehrere Ligen tiefer spielst und mir nichts anderes entgegensetzen kannst als phantasiereiche Falschbeschuldigungen.

            Ich finde es nur interessant, was es so für Leute gibt. Deshalb lasse ich mich auf diese Scharmützel ein. Daß es Leute gibt, die völlig ohne eine rudimentäre Rationalität auskommen und einfach nur Seifenblasen produzieren.

            Niemand zwingt Dich, hier herumzulungern. Eher im Gegenteil.

            Ach so. Ich dachte, ich muß hier zwangsweise kommentieren. Gut zu wissen, daß ich das völlig freiwillig tue.

            Ich warte darauf, daß von dir irgendwann mal eine ernst zu nehmende Kritik kommt, die sich auf irgendetwas Konkretes und Benennbares bezieht und mehr ist als im Sandkasten spielen.

  4. Das ist die Nancyisierung der Politik und wir zahlen bereits dafür und werden noch bitter dafür bezahlen. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass das Problem der Underperformer die gesamte Politik betrifft. Der Gesundheitsbereich ‚brilliert‘ mit Kreaturen wie Spahn, Lauterbach Wieler, Drosten und nicht zu vergessen, dem Vorturner und Arbeitsverweigerer des Paul-Ehrlich-Instituts, der bei seinen Interviews aus dem schwarzen Schreibtischstuhl aussieht wie seinerzeit der Hase Cäsar, und sich weigert, die Impfschäden aufzuarbeiten. Sie alle schikanieren nun seit zwei Jahren systematisch und verantwortungslos die Bürger dieses Landes. Weil sie derartig versagt haben, tun sie zudem alles, damit eine Evaluierung nicht stattfindet, die das sehr sicher nachweisen würde und die Unsinnigkeit der Maßnahmen ans Tageslicht brächte. Aber es gab schließlich jede Menge Journalistinnen- und Wissenschaftlerinnendarstellerinnen, die allen coronaseitig verzapften Unsinn vehement als richtig verkauft haben. Und da war noch die Göttin der feministischen Außenpolitik, kenntnisfrei und abschlussfrei, dabei fälschungssicher, was ihre akademische Ausbildung betrifft. Stöckelt herum und quatscht markig daher. Und die Medien finden es großartig und jubeln sie hoch, weil sie grün ist (hinter den Ohren) wie jenes Kind, das nun im deutschen Bundestag hockt, wohin es die Grünen gebracht haben und das dort seinen Namen (und seine debile Grundausstattung) tanzt. Es ist insgesamt ein Desaster!.

      • Es geht auch um das Thema „inkompetente Politiker“.

        „Corona“ könnte außerdem ein guter Name für irgendeine neue Superwaffe der Bundeswehr sein.

        Jemanden als „Pappnase“ zu bezeichnen bedeutet eine Abwertung der Person und steht auf diesem Blog stark unter Narzißmus-Verdacht.

  5. In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass der letzte männliche Familienminister Heiner Geissler war (1982-1985), danach nur noch Frauen. Bei der Verteidigung ist es offenbar weniger wichtig, ob der Minster selber Erfahrungen mit der Materie hat.

  6. Die Frau sieht auf Fotos immer aus als ob sie glaubt daß alle Menschen um sie herum sie hassen oder als ob sie etwas sieht, dass ihr nicht gefällt, das z.B. jemand fröhlich ist.

  7. >Man müsste den Posten dann eigentlich wieder mit einer Frau besetzen um die Parität im Kabinett zu erhalten
    Dann stellt sich aber auch die Frage nach der Prioritätensetzung: Geht Quote vor Qualität?
    Und wenn ja, warum? Weil die irgendwann mal ihre männliche Gesellschaft überwinden wollen?
    Dieses Experiment ist auf dem Holzweg, und mit ungerechtem Paritätsgedöns erst recht.

  8. Eine inkompetente Kriegsministerin ist doch eine gute Nachricht. Besser sie dödelt mit ihrem Hubschrauber rum, als dass sie Kriege führt.

    • Na ja, kommt drauf an: Wenn sie inkompetent ist und trotzdem Kriege führt, dann opfert sie nur unnötig viele Menschen. OK, dann vielleicht weniger die des Feindes…

  9. Der Begriff Helikoptermutter hat durch Frau Lambrecht ei Gesicht erhalten. Jetzt wissen wir, wie solche Mütter aussehen, verkniffen, verbittert, sauertöpfisch, immer bereit, ihren Mitbürgern allein durch ihr Erscheinen den Tag zu versauen. Bei ihr bekomme ich das Gefühl, dass eine allgemeine Geste der Höflichkeit ihr gegenüber als persönlicher Angriff gewertet wird.

    Was ist Frau Lambrecht passiert, das sie so nach außen wirkt, und so handelt?

  10. Pingback: 100 Milliarden für die Bundeswehr | uepsilonniks

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