44 Gedanken zu “Corona Selbermach-Montag

  1. Ab sofort brauchen wir einen Affenpocken Dienstag, oder so. Lauterbach legt schon mal vor. Mal schauen, ob dann ein Spikestoff kommt, mit dem sich wöchentlich boostern muss. Diesmal scheinen die Schwulen schuld zu sein. Es lebe die Spaltung.

    • Affenpocken Dienstag

      Vielleicht kann man das zusammenfassen in einem „Seuchen-Montag“. Denn die Mechanismen sind in vieler Hinsicht ähnlich.

      Reflexartig wird eine regionale oder gruppenbezogene Immunisierung durch Impfung ins Spiel gebracht. Es wird den Menschen nicht nahegelegt, mit ihrem Arzt ggf. das Thema zu besprechen, wie das vor einigen Jahren noch üblich war. Denn eigentlich ist der ja Ansprechpartner in Sachen Gesundheit und entsprechende Ängste.
      Vielmehr wird Impfung als paternalistische, staatliche Maßnahme konsequent weitergetrieben.

      Langsam und selbstverständlich wird das Prinzip eingeschlichen, dass der Staat zentralistisch über Maßnahmen der angeblichen Gesundheitsfürsorge die körperliche Selbstbestimmung des Individuums außer Kraft setzt.
      Mit dem Rückenwind des Verfassungsgerichts ist die Machtübernahme über das Individuum inzwischen beliebig möglich gemacht worden.

      Zwangsimpfungen sind ein sehr subtiles und effektives Mittel, Konformismus in ehemals freiheitsorientierten und individualistischen Gesellschaften zu etablieren. Denn anders als Verhaltensmaßregeln mit negativen Sanktionen sollen sie ja in erster Linie Gutes bewirken. Schutz, immerwährende Gesundheit und nahezu ewiges Leben.
      Wer sagt da nein?

      Und hintenrum wird die Freiheit geschlachtet:
      Die Pandemie erfordert, dass auch Sie…
      Das Klima erfordert, dass auch Sie…
      Der Krieg erfordert, dass auch Sie…
      Die Gerechtigkeit erfordert, dass auch Sie…

      Ich fühle mich wie in einem riesigen Milgram-Experiment, in dem die Bürger selbst den Knopf drücken für die Vernichtung entscheidender Grundwerte und Menschenrechte.

      • Langsam und selbstverständlich wird das Prinzip eingeschlichen, dass der Staat zentralistisch über Maßnahmen der angeblichen Gesundheitsfürsorge die körperliche Selbstbestimmung des Individuums außer Kraft setzt.
        Mit dem Rückenwind des Verfassungsgerichts ist die Machtübernahme über das Individuum inzwischen beliebig möglich gemacht worden.

        Das was wir zivilisierte „liberale Freiheit“ nennen, hängt ab von einem Gleichgewicht zwischen persönlich-individueller Unbeschränktheit und der Vermeidung negativer externer Effekte, die die Menschen um uns herum oder das Wohlergehen des kollektiven Systems, von dem wir alle abhängen, beeinträchtigen.

        Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einer Gesellschaft, die liberale Freiheit gewährt, und der naiven Vorstellung von „Freiheit“ im Sinne einer völligen Unbeschränktheit individuellen Verhaltens. Letzteres kann innerhalb eines Systems, welches versucht die Freiheit im allgemeinen und für alle zu maximieren, nicht existieren, da die uneingeschränkte Freiheit des einen zum unethischen Zwang des anderen wird.
        Wenn wir das Verhalten anderer einschränken müssen, um die Integrität der Gesellschaft zu bewahren und unangemessenen Schaden für sie und die Individuen, die sie bilden, zu vermeiden, sollten wir die minimale Einschränkung anstreben, die diesem Zweck dient, und nicht mehr.

        • Wenn wir das Verhalten anderer einschränken müssen, um die Integrität der Gesellschaft zu bewahren und unangemessenen Schaden für sie und die Individuen, die sie bilden, zu vermeiden, sollten wir die minimale Einschränkung anstreben, die diesem Zweck dient, und nicht mehr.

          Dem stimme ich in dieser allgemeinen Form zu. Gesellschaftlich zu klären ist dann natürlich in jedem Einzelfall, welcher Schaden tatsächlich droht und inwieweit er unangemessen ist.

          Aktuell ist das Problem aber, dass das Bundesverfassungsgericht der Regierung quasi einen Freibrief erteilt, jede vermeintliche Gefahr (Nachweis des konkreten Gefahrenpotenzials nicht erforderlich, es reicht, wenn Regierungsbehörden Indizien mit unklarer Aussagekraft liefern) mit weitreichenden hoheitlichen Mitteln (Nachweis der Wirksamkeit ebenfalls nicht erforderlich, es reicht auch hier, wenn Regierungsbehörden Indizien mit unklarer Aussagekraft liefern) unter erheblicher Einschränkung der Grundrechte zu bekämpfen. Unabhängig davon, wie man im konkreten Einzelfall zu den jeweils gewählten Mitteln steht, sollte das jedem Demokraten große Sorgen bereiten.

        • Nein, mein Beitrag zielt nicht auf unbeschränkte Freiheit, sondern auf eine Abwägung, in der individuelle Freiheit und Selbstbestimmung überhaupt noch als Werte zählen.

          Seit Ewigkeiten quälen wir Menschen uns immer wieder mit Schnupfen, oft hervorgerufen durch Rhino-Viren. Ganz schwache und sehr kranke Menschen sterben sogar an ihm oder mit ihm.

          Jetzt kommt ein paternalistischer Staat und verordnet seinen Menschen Verhaltensmaßregeln, wie sie ihr Leben zu gestalten haben, damit möglichst wenige Schnupfen kriegen. Er setzt sogar ihre körperliche Unversehrtheit außer Kraft und lässt ihnen Substanzen in den Körper einbringen.

          Warum wählt er nicht das mildere Mittel, das dem Hausarzt zu überlassen oder meinetwegen auch eine Empfehlung zu plakatieren? „Leute, der Schnupfen geht um. Seid achtsam.“

          Warum überlässt er das Thema nicht dem gesunden Menschenverstand seiner Bürger, wenn es ganz eindeutig keine akute gesamtgesellschaftliche Bedrohung gibt?

          Es wirkt doch inzwischen schon fast lächerlich, wie geradezu zwanghaft seit zwei Jahren Massensterben und das Ende der Welt herbeimodelliert werden.

        • „Wenn wir das Verhalten anderer einschränken müssen, um die Integrität der Gesellschaft zu bewahren und unangemessenen Schaden für sie und die Individuen, die sie bilden, zu vermeiden, sollten wir die minimale Einschränkung anstreben, die diesem Zweck dient, und nicht mehr.“

          Dazu müssten wir zuerst eine Gesellschaft sein. Sind wir aber nicht mehr. Eine Gesellschaft benötigt eine strikt egoistische Führung, die nur ein Ziel verfolgt: das Wohlergehen ihrer Mitglieder (der Gesellschaft). Unsere Regierung dagegen vertritt fremde Interessen und zerstört systematisch unser Wohlergehen. (EU, Energie, Zuwanderung, Pandemie, Ukraine etc)
          Weiter bräuchte es eine Justiz, die sich strikt an das Grundgesetz hält und als Schutzschirm gegen den Staat dient. Haben wir nicht mehr.
          Unter den gegebenen Umständen bin ich nicht mehr bereit, für diese Restgesellschaft ein Opfer zu bringen. Eine Risiko Impfung gegen eine meist harmlose Krankheit ist für mich nicht hinnehmbar. Eine Regierung, due Lügen verbreitet und die Folgen ihrer Politik nicht zur Kenntnis nimmt, ist mir gegenüber nicht mehr zu Weisungen legitimiert. GG Art 20.4

      • @Beweis

        Kleiner tiefenpsychologischer Tip von mir: Versuche doch mal dein Ohnmachtsempfinden mit deiner Kindheit zu korrelieren.

        Dein Affenpockenbeitrag besteht überwiegend aus Paranoia. Niemand spricht von Impfung. Experten geben Entwarnung aufgrund der schlechten Übertragbarkeit des Virus. Sie gehen nicht von einem pandemischen Szenario aus.

        Immer dann, wenn die Realitätswahrnehmung auffällig irrational und faktenwidrig ist, stellt sich die Frage, woher diese Wahrnehmung ihre Kraft bezieht. Woher kommen diese Ohnmachtsgefühle?

        Mehr dazu hier: http://alice-miller.com/de

        Das ist übrigens kein „Ad hominem“, da ich nicht pauschal behaupte, daß jemand sexistischrassistischhomophobetc. sei, und ihm damit den Mund verbiete. Vielmehr stelle ich die Irrationalität klar heraus, argumentiere also auf der Sachebene und schöpfe aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz der Tiefenpsychologie. Denn diese Zusammenhänge wurden schon unzählige Male an konkreten Menschen nachgewiesen.

        Und es ist auch kein Wunder, daß solche paranoiden Denkfiguren der Ohnmacht und der Fremdbestimmung durch finstere Mächte so universell sind angesichts der Tatsache, daß mehr als 99% der Menschen genau solche Erfahrungen in der Kindheit machen müssen.

        PS: Das, was ich hier schreibe, wird vermutlich irgendwie geleugnet oder abgewertet werden. Aber ich denke, man kann nicht abstreiten, daß die Ausführungen zu den Affenpocken stark paranoid sind.

        Und hintenrum wird die Freiheit geschlachtet:
        Das Klima erfordert, dass auch Sie…

        Ich fürchte, du empfindest auch die Gurtpflicht im Auto als Einschränkung deiner „Freiheit“.

        Auch bei diesem ewigen Freiheitsgewinsel vieler Konservativer ist natürlich ein Blick in die Kindheit angebracht.

        Was für die fragwürdigen Vorstellungen von Feministinnen gilt, gilt auch für Konservative.

    • In der Doku sagen sie, daß Frauenfeindlichkeit wieder salonfähig werde. Vor allem pei pösen Rechten. Dann kommt Björn Höcke zu Wort, der sagt, es sei ein Problem, daß Europa und Deutschland ihre Männlichkeit verloren hätten.

      Hmmmmmmmmmmmmm.

      Eigentlich müßte man vor dem Bundesverfassungsgericht dagegen klagen können, daß man für solch Exkrement-TV Gebühren zahlen muß.

      Da kann ich auch gleich „Aktuelle Kamera“ gucken.

      Die könnten so eine Doku problemlos mit feministischem Männerhaß füllen. Aber der ist bekanntlich nur Satire oder Notwehr.

      Ab ca. Minute vier erfährt man dann auch, daß es „sexistisch“ ist, wenn man „süß“ während einer Rede einer Frau sagt. Beim Mann gilt das dann vermutlich nicht.

  2. Wolfgang Kubicki weist auf einen netten Umstand im Urteil des BVerfG zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht hin:

    …Vor diesem, von Omikron geprägten Hintergrund ist die in der Begründung des Bundesverfassungsgerichtes vorgebrachte, folgende Erklärung beachtlich (Rn. 164): „Diese der gesetzgeberischen Zwecksetzung zugrundeliegenden Annahmen insbesondere zur Gefährdung vulnerabler Personen tragen nach wie vor. (…) Auch weiterhin häufige Ausbrüche in medizinischen Behandlungseinrichtungen sowie Alten- und Pflegeheimen mit hohen COVID-19-Fallzahlen und zahlreichen Todesfällen belegen ein nach wie vor bestehendes sehr hohes Infektionsrisiko für die Vulnerablen. So gab es etwa in der 15. Kalenderwoche im Jahr 2022 insgesamt 94 Ausbrüche in medizinischen Behandlungseinrichtungen und 314 in Alten- und Pflegeheimen mit 693 und 3.904 COVID-19-Fällen sowie einem Anstieg der Todesfälle gegenüber der Vorwoche um 14 und um 94 (…).“
    Mit anderen Worten: Selbst nach dem 15. März – als die einrichtungsbezogene Impfpflicht wirksam wurde – stellt das Bundesverfassungsgericht eine gefährliche Lage fest und sieht dies als Begründung für die Notwendigkeit der Impfpflicht. Die Verfassungsrichter belegen damit jedoch aus Versehen, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht offensichtlich nicht den Zweck erfüllt, weil alle Beteiligten zu diesem Zeitpunkt bereits geimpft sein mussten…

    https://www.facebook.com/kubicki.wolfgang/

    Das BVerfG sieht also – ohne nähere Erläuterung – den Umstand, dass vier Wochen nach Inkrafttreten einer Maßnahme weiterhin eine Gefahrenlage bestand, als Beweis dafür, dass die Maßnahme notwendig und sinnvoll war. Das passt zur allgemeinen Vorgehensweise des BVerfG in letzter Zeit, Fakten in die eigenen Ansichten einzupassen statt umgekehrt, wie es eigentlich sein sollte.

    • Erstaunlich finde ich, wie sich die vielen irrationalen Behauptungen auch in der Zeit nach der akuten Covid-Todesangst halten:

      Nur ein paar Beispiele:

      Fremdschutz durch Impfungen ist widerlegt – das Gericht nimmt ihn trotzdem zum zentralen Gegenstand.

      Herdenimmunität durch Impfung ist schon lange vom Tisch. Habeck plädiert trotzdem vor dem Bundestag auf die Erreichung der Herdenimmunität.

      Dass die Impfung sicher ist, behauptet keiner mehr richtig. Zuviele Geschädigte. Trotzdem erfolgt sie noch immer komplett unreflektiert in jede beliebige Schulter durchs Autofenster auf dem Ikea-Parkplatz.

      In einer akuten Panik oder Angstattacke wäre es noch irgendwie nachvollziehbar, dass man auf Hoffnung und Irrglauben beharrt, aber doch nicht, wenn die Fußballstadien voll sind, viele Maßnahmen abgelaufen und die Krankenhäuser trotzdem leer.

      • Fremdschutz durch Impfungen ist widerlegt – das Gericht nimmt ihn trotzdem zum zentralen Gegenstand.

        Vollständig widerlegt ist er nicht, insbesondere gehen das RKI sowie auch andere „Experten“ weiterhin davon aus, dass ein gewisser Effekt besteht. Genau darauf beruft sich das Bundesverfassungsgericht ja.

        Allerdings werfe ich dem BVerfG letztlich genau das vor – sie nehmen das einfach als Grundlage für ihre Entscheidung, ohne zu überprüfen, wie belastbar diese Angaben sind, und vor allem ohne jede Abwägung, inwieweit selbst unter Zugrundelegung des behaupteten (ja unstreitig recht überschaubaren) Effekts der mit der Impfpflicht evtl. erreichbaren Nutzen die Einschränkung von Grundrechten rechtfertigt.

        • Vollständig widerlegt ist er nicht

          Er ist ja auch nie vollständig belegt worden. Die Vakzine sind gar nicht mit dem Anspruch entwickelt und getestet worden zu immunisieren.

          Der angebliche Fremdschutz wurde großzügig hinzumodelliert. Wie und warum sollte man den nun vollständig widerlegen müssen, wenn er augenscheinlich nicht existiert, wie die Infektionsentwicklung zeigt.

          In den wirklich vulnerablen Bereichen in Krankenhäusern, Pflege oder Hospiz müssen sich die Leute täglich testen – egal wie oft sie welche Stoffe gespritzt bekamen.

          Es ist eine komplette Verdrehung, wenn Fremdschutz vollständig widerlegt werden muss, der zuvor nie vollständig bewiesen wurde und laut Pharma gar nicht zum Wirkspektrum der Substanzen gehört.

          Diesen Aspekt jetzt per Verfassungsgericht zum zentralen Kriterium für Berufsverbote zu machen, ist ganz schön frech.

          • Wie und warum sollte man den nun vollständig widerlegen müssen

            Muss man natürlich (eigentlich) nicht, denn in einem Rechtsstaat ist es so, dass derjenige beweisbelastet ist, der Grundrechte einschränken will. Schon auf der ersten Stufe der Verhältnismäßigkeitsprüfung wird gefragt, ob ein vorgesehener Grundrechtseingriff überhaupt geeignet ist, den gewünschten Zweck zu erzielen. Das hat das Bundesverfassungsgericht der Form halber auch getan, nur eben ohne jegliches Hinterfragen die pauschalen und häufig unplausiblen Aussagen des RKI zur Impfwirkung schlicht als zutreffend unterstellt. Und dann auch nicht in einem Folgeschritt mal die objektive Risikoreduktion ermittelt und den Grundrechtseingriffen gegenübergestellt, sondern einfach nur allgemein „Lebensschutz“ gegen Berufsfreiheit aufgewogen mit dem Ergebnis, dass Lebensschutz wichtiger sei.

            Die Corona-Entscheidungen des BVerfG lesen sich alle wie Regierungsbegründungen, nicht wie verfassungsgerichtliche Rechtsprechung…

  3. Was meiner Meinung nach nicht angemessen beleuchtet wurde bisher, sind die indirekten Folgen der Impfpflicht im medizinischen und pflegerischen Bereich.

    In solchen Einrichtungen werden künftig nur noch Menschen arbeiten, die entweder überzeugte Vaxxer oder opportunistisch Geimpfte sind.
    Es wird gar nicht mehr möglich sein, einen Arzt zu finden, mit dem man weitgehend neutral über die Risiken und Gefahren der jeweiligen körperlichen Eingriffe sprechen kann. Denn wer sich die Suppe selber spritzen lässt, der kann ja unmöglich die Auffassung vertreten, dass sie ihm nachhaltig schadet.

    Der medizinisch-industrielle Komplex, der in den letzten zwei Jahren einen enormen gesellschaftlichen Stellenwert bekommen hat, wird impfideologisch gleichgeschaltet.
    In unserer hysterischen Epoche, in der Pandemien und Krankheiten eine zentrale Rolle spielen, sind die Statements aus Medizin und Pflege wichtige Indikatoren für den jeweiligen Grad der gesellschaftlichen Angst.

    Und wenn dort nur noch treue oder opportunistische Gefolgschaft sitzt und arbeitet, dann wird künftig jeder staatliche Angriff auf die körperlichen Selbstbestimmung von der Medizin weitgehend unkritisch mitgetragen und unterstützt werden.

    Wie kann man einen Patienten vor einem medizinischen Eingriff warnen, dem man sich selbst unterzieht?

    • Du musst wirklich dringend etwas gegen deinen Verfolgungswahn unternehmen.

      Impfpflichten im medizinischen Bereich (und das sind die einzigen, die ich abseits einer wirklich drastischen Gefährdungslage für sinnvoll halte) sind nichts Neues, und wer den ganzen Tag mit Risikopatienten arbeitet, der hat sich nach deren Gefährdungspotential zu richten und nicht nach dem eigenen, oder er ist falsch in dem Beruf. Und das gilt im Falle dieser Impfung genau so lange, wie nicht erwiesen ist, daß die entsprechende Impfung, anders als von den Fachleuten dargestellt, keinen Nutzen hat. Jemand, der durch einige Wochen «Lehrgang» zur Pflegehilfe gestolpert ist, kann das jedenfalls definitiv nicht beurteilen, und jemand, der wie du nicht einmal weiß, wie das Immunsystem ganz grundlegend arbeitet und darüber hinaus (oder deswegen) von ihm selber frei erfundenen «medizinischen Erleuchtungen» anhängt, sogar noch viel weniger.

      Es wird niemand gezwungen in dem Bereich zu arbeiten, und wer nach der schon 2019 erlassenen Impfpflicht gegen Masern noch immer dabei ist, jetzt aber wegen Covid einen Aufstand macht, ist – mit Verlaub – ein Idiot und Trittbrettfahrer, und das Gesundheitswesen ist unter Garantie besser dran, wenn diese Person daraus entfernt wurde.

      Zum Glück dürfte das nicht viele betreffen: Die ganzen Stellengesuche angeblich wegen der Impfpflicht freigestellter Personen waren in so gut wie allen Fällen, wo sich jemand die Mühe gemacht hat die angeblichen Personen zu kontaktieren, schlicht fake.

      • „Impfpflichten im medizinischen Bereich (und das sind die einzigen, die ich abseits einer wirklich drastischen Gefährdungslage für sinnvoll halte) sind nichts Neues, und wer den ganzen Tag mit Risikopatienten arbeitet, der hat sich nach deren Gefährdungspotential zu richten und nicht nach dem eigenen, oder er ist falsch in dem Beruf.“

        Du musst dringend an deiner Logik arbeiten, wenn du eine Impfpflicht mit einem nicht-immun-machenden-vorläufig zugelassenen Impfstoff verteidigst, obwohl eine Testpflicht viel sinnvoller und weniger übergriffig wäre. Zumal der Impfstoff höchstwahrscheinlich bei den jungen Altersgruppen eine höhere Letalität erzeugt, als das Virus.

        Die meisten Leute im medizinischen Bereich sind gegen die meisten Krankheiten ohnehin immun, weil sie ständig mit Erregern bombardiert werden. Aber das nachzuweisen, hat dieses dreckige Lügenpack an der Regierung ja gar nicht erst in Erwägung gezogen.

        • Das mit dem Nicht-Immun-machen ist ein kaum weniger unlogisches Argument, da es jegliche Reduktion des Risikos vollkommen ausblendet und naiv von 1 oder 0 ausgeht. Nur daß du und deine Blase nicht an eine Risikoredukton glauben (da sich alle Fachleute der Welt verschworen haben) ist für die meisten anderen Menschen eher kein Bewertungskriterium.

          Logikfehler Nummer zwei: Schnelltests (und das sind die, die zum Einsatz kommen, alles andere wäre nicht praktikabel) wurden zum einen kaum weniger bejammert als Impfungen, zum anderen sind diese, Überraschung, auch nicht 100% zuverlässig, nicht einmal annähernd. Mit beidem kann man aber eine wesentlich bessere Risikoreduktion erreichen, als mit nur einem davon.

          Nicht daß ich glaube, dich von irgendetwas überzeugen zu können. Du bist genau wie Beweis ein offenbar den ganzen Tag von Panik und Angst getriebener, totaler Lost Cause.

          • Man braucht weder medizinischer Experte zu sein noch binär von voller oder gar keiner Risikoreduktion (für andere) auszugehen, um eine Impfpflicht in Anbetracht der Millionen Impfdurchbrüche und des Personalmangels im Gesundheitswesen für überzogen zu halten.

          • Niemand behauptet, daß die Impfung vor einer Infektion schützt, und außer freidrehenden Politikern und in deren Anus steckenden Journalisten hat das auch nie jemand behauptet, schon gar nicht im Bezug auf Omikron (davor sah das schon noch anders aus). Aber auch du hast ganz offensichtlich nicht verstanden, daß trotz der Impfdurchbrüche die nachgewiesene Senkung des Übertragungsrisikos und gleichzeitig im Falle einer Infektion die Senkung der Viruslast für vulnerable (!) Personen, wie man sie in dem Feld nun einmal stark gehäuft und nicht freiwillig antrifft, entscheidend sein kann, nicht wahr? Oder bezweifelst du etwa, daß diese Effekte existieren? Dann würde mich die bzw. eine Begründung interessieren, die über reine, hier als Argument offenbar von einigen für ausreichend befundene, Gefühlsduselei feministischen Stils hinausgeht, wie z.B. die Herren Beweis und Androsch sie perfektioniert haben 😉

            Dabei sollten Physiker sich doch dessen bewusst sein, dass es Unschärfen und nicht nur absolute Zustände gibt.

            Man könnte auch drauf verzichten sich vor OPs zu desinfizieren zu müssen, OP-Masken tragen zu müssen, Instrumente zu säubern zu müssen usw., bietet alles wie jede andere Maßnahme für sich genommen keine 100%-ige Sicherheit und, noch besser, es kann sogar komplett ohne gut gehen. Und wer dran kaputt geht, hatte halt ein zu schwaches Immunsystem, shit happens.

            Was den Kollaps des Gesundheitssystems durch impfbedingte Kündigungen angeht: Laut einhelliger Meinung der meisten, die hier noch zu dem Thema schreiben, kann es keinen Kollaps unseres weltweit einzigartig stabilen und völlig überdimensionierten Gesundheitssystems geben und wer behauptet, daß das möglich sei, will nur Hysterie verbreiten 😉 Wir sparen uns stattdessen an den entfallenden Gehältern endlich gesund und schrumpfen aus amerikanisches Maß.

          • @CaptainCovid – wer den ganzen Tag mit Risikopatienten arbeitet, der hat sich nach deren Gefährdungspotential zu richten und nicht nach dem eigenen, oder er ist falsch in dem Beruf. Und das gilt im Falle dieser Impfung genau so lange, wie nicht erwiesen ist, daß die entsprechende Impfung, anders als von den Fachleuten dargestellt, keinen Nutzen hat.
            […]
            …daß trotz der Impfdurchbrüche die nachgewiesene Senkung des Übertragungsrisikos und gleichzeitig im Falle einer Infektion die Senkung der Viruslast für vulnerable (!) Personen, wie man sie in dem Feld nun einmal stark gehäuft und nicht freiwillig antrifft, entscheidend sein kann

            Du unterstellst Beweis Verfolgungswahn, befürwortest aber offenbar selbst genau das, wovor er (und nicht nur er) sich fürchtet – die faktische Außerkraftsetzung der Grundrechte dadurch, dass dem Staat gestattet wird, weitreichende Grundrechtseingriffe anzuordnen, solange deren Nutzlosigkeit nicht erwiesen ist.

            Wie schon mehrfach gesagt, verhält es sich in einem demokratischen Rechtsstaat so, dass der Staat, wenn er grundrechtseinschränkende Maßnahmen anordnen will, nachweisen muss, dass diese verhältnismäßig sind, was insbesondere auch eine Abwägung der abzuwehrenden Gefahr, des erwarteten Nutzens und der Schärfe der Grundrechtseingriffe beinhaltet.

            Fakt ist, dass selbst diejenigen, die von einem gewissen Fremdschutz der Impfung ausgehen, keine dramatische Verringerung behaupten, sondern vielleicht eine Halbierung des Risikos gegenüber Ungeimpften ohne vorherige Infektion, und auch das nur für einen begrenzten Zeitraum. Viele der Ungeimpften werden aber zuvor bereits (bekannt oder unerkannt) eine Infektion durchgemacht haben. Eine Infektion führt auch nicht automatisch zur Weitergabe der Krankheit, zumal ja auch viele der von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffenen Arbeitnehmer nur sehr begrenzt seinen Kontakt mit den zu schützenden Personen haben. Und auch bei vulnerablen Personen führt eine Infektion nur relativ selten zu schweren Verläufen.

            Meinem Eindruck werden oft die möglichen Folgen einer(1) Impfung mit den möglichen Folgen eines(1) schweren Verlaufs bei einer vulnerablen Person verglichen, was quantitativ aber völliger Unsinn ist. Nicht jeder Ungeimpfte steckt sich an, nur ein sehr geringer Teil dieser infizierten Ungeimpften wird erwartbar eine vulnerablen Person anstecken, und selbst in diesen relativ wenigen Fällen wird nur ein Bruchteil der vulnerablen Personen einen schweren Verlauf erleiden.
            Dem steht bei Durchsetzung der Impfpflicht entweder ein Berufsverbot gegenüber oder in jedem Fall die mindestens dreifache Verletzung des körperlichen Selbstbestimmungsrechts, jeweils mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit spürbarer körperlicher Beeinträchtigungen („Impfreaktionen“) und einem kleinen, aber nicht zu vernachlässigenden Risiko schwerer Nebenwirkungen.

            Bist du ernsthaft der Meinung, dass es in einem demokratischen Rechtsstaat richtig ist, eine hohe Zahl von mit Sicherheit eintretenden und schwerwiegenden Grundrechtseinschränkungen einschließlich durchzusetzen, um vielleicht eine überschaubare Anzahl von vulnerablen Personen zu retten, solange nicht bewiesen werden kann, dass dieses Ziel nicht erreicht wird? Dir ist klar, dass das dem Staat quasi einen unbeschränkten Freibrief gibt, nach Gutdünken Grundrechtseinschränkungen anzuordnen, solange sich dafür irgendein legitimer Zweck finden oder auch nur vorschieben lässt?

          • @Captain Covid

            „du hast ganz offensichtlich nicht verstanden…“

            Nö, Du selbst hast ganz offensichtlich nicht verstanden, was ich verstanden habe. Vergleiche mal diese Aussage von mir: „[nicht] binär von voller oder gar keiner Risikoreduktion (für andere) auszugehen…“ mit Deiner impliziten Unterstellung, ich würde genau so binär denken: „Dabei sollten Physiker sich doch dessen bewusst sein, dass es Unschärfen und nicht nur absolute Zustände gibt“. (Was soll eigentlich der Hinweis auf meine Profession? Möchtest Du Dich zaghaft in Richtung @Gendernscher asozialer Diskursführung begeben? Bestimmt nicht wirklich.)

            Nochmal in aller Deutlichkeit: Eine Impfpflicht erfordert eine Abwägung des Für und Wider. Ihr Nutzen ist offensichtlich begrenzt (Millionen Impfdurchbrüche = keine sterile Immunität), und es gibt Nachteile (man verliert eh schon knappes Personal). Nachteile hat Hugor auch noch mehr aufgezählt, Stichwort Grundrechte. Auf der anderen Seite dürfte eine Impfpflicht einen gewissen Nutzen haben, dass würde ich nie bestreiten. Aber man kann bei der Abwägung zu einem anderen Ergebnis kommen als Du, das habe ich gesagt.

            „Was den Kollaps des Gesundheitssystems durch impfbedingte Kündigungen angeht…“

            …habe ich den nie behauptet, pack den Strohmann ein. Jede überflüssige Kündigung ist eine überflüssige Extrabelastung des verbliebenen Personals und geht natürlich zu Lasten der Patienten. Das kann man auch mit einem Strohmann nicht vom Tisch fegen.

      • „Impfpflichten im medizinischen Bereich (und das sind die einzigen, die ich abseits einer wirklich drastischen Gefährdungslage für sinnvoll halte) sind nichts Neues“

        Sie sind auch außerhalb des medizinischen Bereichs nichts neues (Pocken), aber die potentielle „Corona-Impfung“ kann man deshalb nicht als Business as usual abhaken. Das ganze Corona-Dinx ist ein politisches Phänomen. Die Schlüsselbegriffe sind Propaganda, Ideologie, Machtmissbrauch, Verfassungsbruch, Staatsstreich. Der Pockenimpfpflicht konnte sowas ja nun wirklich niemand vorwerfen.

      • Von welchen Impfpflichten im medizinischen Bereich redest du denn? Masern? Die wird erst ab Juli umgesetzt, etwa zeitgleich mit Covid. Oder gibt es eine Grippeimpfpflicht, von der ich noch nichts wusste? Gibt es eine Pockenimpfnachweispflicht im medizinischen Bereich?

        Nein, es wird niemand gezwungen, im medizinischen Bereich zu arbeiten. Künftig werden aber alle, die dort arbeiten, eine gewisse Gesinnung haben müssen, die sie mit ihrem mRNA-Impfabo dokumentieren.

        Nichts anderes wollte ich darstellen. Dass du wieder absatzweise Schmähungen über mich abregnen lässt, stärkt auch nicht unbedingt die Kompetenz, die du dir durch deinen selbstüberreichten „Captain“-Titel anmaßt.

  4. Die Stiko (!) die Instanz, die sich am längsten einen kritischen Abstand bewahren konnte, ist offensichtlich komplett eingeknickt:
    https://www.welt.de/wissenschaft/article238953831/Pandemie-Stiko-empfiehlt-gesunden-Kindern-einmalige-Corona-Impfung.html

    Haben die einen Schuß? Wie kommen die dazu? Dass die Impfung nichts wirkt, für Kinder ein unnötiges Risiko birgt, Omikron eh harmlos ist, hat sich das nicht bis zu denen durchgesprochen? Oder sind die jetzt auch alle von der Pharmafia gekauft? Ich würde zu gerne mal die Kontoauszüge des einen oder anderen „Experten“ und der Regierung durchsehen!

    Neulich auch wieder im DLF: irgendein dämlicher Schwätzer meinte, China hätte sich mit Zero-Covid verrannt (offensichtlich), die hätten es halt versäumt rechtzeitig zu impfen oder eine Impfpflicht einzuführen (m.W. war der Druck sehr hoch und die haben auch Probleme mit Nebenwirkungen bei Kindern). Ich hätte den Idioten am liebsten durch den Lautsprecher gezerrt! Fast alle die ich kenne, die sich impfen ließen, haben Omikron trotzdem bekommen, manche hatten sogar zweimal Corona.

    • Hat mich auch komplett entsetzt. Denn diese Entscheidung führt dazu, dass jetzt vielleicht Tausende von Kindern den fast abgelaufenen mRNA-Stoff für die Wildvariante eingespritzt bekommen.

      Wenn sich zwei Eltern nicht einig sind über die Impfung des Kindes, geht der Vorgang zum Familiengericht. Das überträgt in der Regel demjenigen die gesundheitliche Sorge, der der STIKO-Empfehlung folgen will.

      So wird das auch bei meinem Kind (9) laufen, weil die Mutter sehr impfwütig ist. Ich kann jetzt nur noch versuchen, mit dem experimentellen Status der Stoffe zu argumentieren und mich auf §225 StGB berufen, da das Gesundheitsrisiko bei international rund 0,8 Prozent Menschen mit Impffolgen das Risiko oder ernsthaften Covid-Erkrankung in der Altersgruppe erheblich überwiegt.

      Aber damit werde ich ziemlich sicher scheitern, was mir hier wieder hässliche „Ätschibätschi“-Kommentare einbringen wird. Die wären mir sowas von egal, wenn mein Kind das Glück hat, den Stoff aus einer ungefährlichen Charge abzubekommen und keine Folgeschäden erleidet.
      Aber das ist halt wie russisch Roulette. Bloß mit Kanülen.

      Wen das Problem interessiert oder betrifft, der findet hier etwas jenseits von YT und Google:

      https://www.kontrafunk.radio/de/podcast/flg-12-sind-so-kleine-masken

      https://www.achgut.com/artikel/kinderwohl_statt_corona_irrsinn_ein_richter_als_gelber_engel

      • Von mir kriegst du kein Ätschibätschi. Ich bin auch gegen eine Impfpflicht – gerade bei Kindern.

        Bei mir geht es immer nur um diese defätistischen, apokalyptischen Übertreibungen. 🙂

        Du schadest deiner Position damit selbst, wenn du so einen spekulativen Unsinn bzgl. der Affenpocken sagst. Damit zeigst du eben allen, daß du auch sonst nicht sonderlich ernst zu nehmen bist, selbst wenn das nicht stimmt.

        Wer differenzieren kann, wer ohne Schablonen im Kopf rumrennt, der wirkt auch überzeugender.

        Mehr dazu hier: http://affenpocken-sind-keine-pandemie-du-lutscher.com/de

        Du solltest deinen Kindern das Gefühl geben, daß sie in Ordnung sind und nichts dafür können, daß die Erwachsenen durchdrehen. Und daß sie auch ein Recht haben, nein zu sagen. Ich würde so ein Kind auch fragen, ob es will, daß man wegen dieser Sache vor Gericht zieht. Ein Kind muß das Gefühl haben, daß es mit seinen Bedürfnissen ernst genommen wird. Nehmen wir mal an, das Kind will sich nicht impfen lassen, aber die Mutter zwingt es, so kann man als Vater immer noch dem Kind zu verstehen geben, daß es für die Situation nichts kann und daß das nicht in Ordnung von der Mutter war.

        Viele Eltern machen sich viel zu viel einen Kopp um „objektive“ Situationen. Viel wichtiger ist die subjektive Situation des Kindes, also das Kind das Gefühl bekommt, daß es in Ordnung so ist, wie es ist.

        Du solltest vielleicht doch mal ein paar Alice-Miller-Bücher lesen, wenn du willst, daß deine Kinder heil durch solch eine Familiensituation kommen und nicht für’s Leben geschädigt werden.

        • Du hattest noch nicht wirklich mit Kindern zu tun, oder? Ich meine jetzt außerhalb der mentalen Alice-Blase.

          Kinder sind leicht korrumpierbar. Deswegen muss man sie auch warnen, nicht für nen Lolli mit jeder unbekannten Frau mitzugehen. Z.B. der, die für Epstein die Mädels akquiriert hatte.

          Wenn man Kindern in Aussicht stellt, dass sich ihr scheiß Leben, das durch Masken, Covid-Tests, Fangenspielen ohne berühren und dem merkelesken 1-Freund-Prinzip geprägt ist, besser wird, wenn sie sich einfach nur einen kleinen Pieks geben lassen – dann überzeugt die das. Wenn sie dazu auch noch den kleinen Plastik-Dino bekommen, den Mutti ihnen nie kaufen wollte, dann sind sie schnell begeistert von der Maßnahme.

          Die kommen und sagen: Papi, darf ich mich endlich auch impfen lassen? Ist doch fürs Gute. Dann töte ich auch nicht aus Versehen Omi und Opi oder dich.

          An der Stelle beginnt für mich elterliche Verantwortung. Auch wenn Alice das offenbar doof findet, darf man meiner Ansicht nicht beliebig dem kindlichen Impuls folgen. Denn das Kind überblickt oft nicht die Tragweite dessen, was unmittelbar so klar, einfach und schlüssig aussieht.

          So auch bei der experimentellen Impfung. Es gibt keine akute Not, keine reale Gefährdung für das Kind. Die Vakzine sind noch nicht mal final zugelassen. Viele streiten sich über die Folgen für den menschlichen Organismus.

          Es ist meine Aufgabe als Elter, den kindlichen Impuls liebevoll einzufangen und mein Kind vor etwas zu bewahren, das hoffentlich nie eintritt, das aber noch nicht sicher abgeklärt ist.

          Es vor einer Mutante zu bewahren, die es noch nicht gibt und die wahrscheinlich auch nie kommen wird, gehört nicht dazu. Aber ich muss es vor einer konkreten Substanz bewahren, deren Folgewirkungen nicht so harmlos sind, wie sie offiziell beschrieben werden.

          • Ich bezog mich zum Schluß vor allem auf die Gesamtsituation unabhängig von C19. Das bedeutet für Kinder ja Streß, wenn sich die Eltern bekriegen.

            Wenn das Kind unbedingt den Pieks will, würde ich es gestatten. Auch du bist korrumpierbar bzw. hast dein Weltbild. Möglicherweise weiß das Kind besser, was gut für es ist.

            Es gibt übrigens auch Eltern, die ihre Kinder schwer mißhandeln. Ganz offensichtlich ist Elternschaft kein Kriterium dafür, ob man gut mit Kindern umgehen kann. Ist ein klassisches Abwehr- und Autoritätsargument. Ist sozusagen so, als ob Putin mir sagen würde, ich hätte keine Ahnung von Staatsführung.

            Insgesamt wäre ich gegen das Impfen und würde mit dem Kind entsprechend sprechen, ihm aber auch zuhören. Wenn ich sehe, daß der Pieks für es eine Erlösung darstellt und ihm des Leben erleichtert, würde ich vermutlich zustimmen.

            Kinder verstehen die Welt häufig viel besser, weil sie nicht mit einem wuchernden Intellekt augestattet sind. Ich würde dir da mehr Demut empfehlen. Kinder sind häufig klüger als Erwachsene.

          • Och nö. Lieber kaufe ich meinem Kind gleich fünf Plastik-Dinos, als einem experimentellen körperlichen Eingriff zuzustimmen.
            Gerne kann es das machen lassen, wenn es so reif ist, dass es die Tragweite selbst reflektiert. Dann kann es sich auch piercen oder tätowieren lassen.

            Auch die Aufforderung, es doch endlich beschneiden zu lassen, würde ich ablehnen. Das sind alles Sachen, die nicht revidierbar sind.

            Klar verstehen Kinder die Welt oft besser als Erwachsene, aber sie haben in dem Alter noch keinen Weitblick.

            Und ob du wirklich einen guten Putin abgeben würdest, weiß ich auch nicht.

    • Als Grund für die Kinderimpfung wird ja oft genannt, dass Kinder trotz ihrer meist sehr leichten Verläufe LongCovid-gefährdet seien. Hierzu eine umfangreiche dänische Untersuchung:

      Klicke, um auf s00431-021-04345-z.pdf zuzugreifen

      The number of SARS-CoV-2 infected children who experienced symptoms increased with increasing age, pre-school children 439 of 2.976 (14.8%) vs school children 3.374 of 12.065 (28%); p=0.000. The most common symptoms were fatigue, loss of smell and loss of taste, headache and concentration difficulties.
      Of the children in the control group responding to the questionnaire, 15–38% (depending on age) experienced symptoms lasting>4 weeks, pre-school children 1.201 of 6.832 (17.6%) vs school children 2.245 of 8.248 (27.2%); p = 0.000. In the control group, the most commonly reported symptoms were concentration difficulties, cough, headache and fatigue.

      Die Häufigkeit von LongCovid-Symptomen ist also durchaus erheblich – aber in beiden Gruppen (bei den Vorschulkindern sogar häufiger in der Kontrollgruppe als bei den nachweislich Infizierten)!

      Derartige Fragebogen-Untersuchungen sind natürlich immer in gewissem Umfang fehleranfällig, ich finde die Resultate aber durchaus bedenkenswert.

  5. Hier mal eine Untersuchung zur Auswirkung von Blutgruppen auf die Übertragbarkeit von Covid:
    https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fmicb.2021.799519/full#fig2

    Dort wurden die Übertragungsraten in Partnerschaften untersucht, mit dem Ergebnis, dass bei Partnern mit kompatiblen Blutgruppen eine Übetrragung in 47% der Fälle, bei inkompatiblen Blutgruppen aber nur in 28% der Fälle auftrat (Daten aus der vor-Omikron-Zeit). Es ist also sehr viel wahrscheinlicher, dass ein Infizierter eine bestimmte Kontaktperson ansteckt, wenn er dieser Person Blut spenden könnte.
    Dementsprechend ist beispielsweise ein Infizierter mit Blutgruppe 0- (kann allen Menschen Blut spenden) sehr viel „gefährlicher“ als ein Infizierter mit Blutgruppe AB+ (kann nur an andere AB+ spenden).

    Da der Effekt recht groß zu sein scheint, nehme ich an, dass beispielsweise ein geimpfter Infizierter mit Blutgruppe 0 einen geringeren Fremdschutz hat als ein ungeimpfter Infizierter mit Blutgruppe AB. Was für Folgerungen zieht man nun daraus? Wenn es verfassungsrechtlich zulässig ist, Ungeimpften wegen eines vielleicht bestehenden etwas größeren Übertragungsrisikos ein Berufsverbot zu erteilen, müsste man dann nicht auch Zugangsbeschränkungen nach Blutgruppen regeln?

    • Naja… man kann seine Blutgruppe nicht ändern, nur seinen Impfstatus. Wobei, philosophisch betrachtet, ein Berufsverbot wegen letzterem vielleicht sogar die größere Nötigung darstellt.

      • man kann seine Blutgruppe nicht ändern, nur seinen Impfstatus.

        Das stimmt natürlich. Aber wenn es um Risikoreduktion geht, dürfte doch egal sein, ob ein risikoerhöhender Faktor änderbar ist oder nicht.
        Wenn (mal unterstellt) Personengruppe X ohne Impfung immer noch ein geringeres Risiko für Dritte darstellt als Personengruppe Y mit Impfung, wie lässt es sich dann rechtfertigen, dass Gruppe X Berufsverbot für Pflegeeinrichtungen erhält, Gruppe Y aber nicht? Mit dem Schutz der Patienten/Bewohner ersichtlich nicht.

  6. Während Lauterbach noch immer über einen schockierenden Namen für seine geplante September-Killer-Mutante grübelt, fordert Spritzen-General Montgomery die Aufnahme von Lockdowns als Standard-Instrument ins neue Infektionsschutzgesetz.
    Der FDP, die diese Idee bisher noch nicht so toll findet, unterstellt er einen „Freiheitsfetisch“.
    https://www.welt.de/wissenschaft/article239039033/Pandemie-Neuer-Lockdown-Montgomery-will-das-als-Option-fuer-den-Winter.html

    Wenn ich die Filmchen aus dem Shanghai-Lockdown anschaue, in denen die Frauen an den offenen Fenstern ihrer Wohnsilos laut weinen und die Männer sich erhängen oder in den Tod stürzen, dann mache ich bei denen auch einen gewissen „Freiheitsfetisch“ aus.

    Was der General wohl empfehlen würde, um solche Fetische auszumerzen?

    • „verstecken sich hinter der Verfassung“ -> Feministin über Bedenken gegen eine Frauenquote.
      „Freiheitsfetisch“ -> Ja, Freiheit ist out, machen wir es so wie in China oder noch besser Nordkorea.

      Man erkennt ein Muster.

  7. Der rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Hoch (SPD) malt sich beim SWR die Möglichkeiten aus, die eine künftig dann doch realisierte allgemeine Impfpflicht bieten würde:

    „Außerdem könnte der Impfausweis beim Betreten eines Krankenhauses oder einer Arztpraxis kontrolliert werden.“ So sollten alle Ärzte ihre Patienten in ihrer Praxis nicht nur nach der elektronischen Gesundheitskarte, sondern auch nach dem Impfausweis fragen, erläuterte der Minister. „Und wenn der Impfnachweis nicht vorliegt, müssten die Ärzte und Kliniken dies den Behörden melden.“

    https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/hoch-erwartet-neue-debatte-ueber-allgemeine-impfpflicht-100.html

    Dann könnten die Un- oder nicht Vollständiggeimpften direkt aus den Wartezimmern abtransportiert werden. Das erspart das Aufbrechen der Wohnungen und ist sicher das mildere Mittel.

    Die Älteren werden sich erinnern: Es gab mal eine Zeit, da Stand für Ärzte das Wohl des konkreten Patienten im Mittelpunkt seines Wirkens. Da galt ein hippokratischer Eid mit Schweigepflicht und dem Gelöbnis, dem Patienten nicht zu schaden.

    Eigentlich schade, dass das wegtransformiert ist.

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