Intrasexuelle Konkurrenz unter Männern, Verminderung dieser durch verschiedene Kompetenzhierarchien und das Patriarchat

Ich höre gerade ein Interview von Jordan Peterson mit dem Evolutionsbiologen David Buss. Dort sprechen sie darüber, dass sexuelle Selektion insbesondere auch bewirkt hat, dass Männer einen hohen Status haben wollen, weil Männer mit hohem Status eben eher von Frauen als Partner gewählt worden sind und damit ein evolutionärer Druck entstand.

Soweit nichts neues für jeden, der sich einmal mit evolutionärer Psychologie beschäftigt hat.

Jordan Peterson führte an, dass dieses Streben nach hohem Status gerne mit dem Patriarchat verbunden wird und er daher statt Statushierarchien lieber davon spricht, dass Männer Kompetenzhierarchien ausbilden, weil das eher zu dem passt, was eigentlich passiert: Es geht darum besondere Fähigkeiten auszubilden und in bestimmten Bereichen als besonders kompetent wahrgenommen zu werden. Daran werde auch deutlich, dass es eben gerade nicht das Patriarchat ist, weil es ganz verschiedene Bereiche gibt, in denen Männer Kompetenzhierarchien ausbilden, von einem Hobbybereich (hier könnte man alles anführen, vom Wissen über sagen wir Star Trek bis zu Modelbau etc) über den Klempner bis zum Politiker. Zu sagen, dass Männer das Patriarchat errichten, weil sie die meisten Klempner stellen macht aber wenig Sinn.

In der Hinsicht kommen sie dann auch noch einmal darauf zu sprechen, dass diese breite Auffächerung von Tätigkeiten, in denen man gut und damit für die Gesellschaft nützlich sein kann, auch erlaubt die intrasexuelle Konkurrenz kleiner zu halten, weil eben viele verschiedene Bereiche nebeneinander stehen und sich jeder auf etwas spezialisieren kann.

Gleichzeitig erklärt das eben auch, warum in vielen Spitzenpositionen Männer vorhanden sind, ohne das man eine nebelhafte und unbestimmte Figur wie das Patriarchat braucht.