11 Gedanken zu “Die Prinzipien der Zweigeschlechtlichkeit

  1. Das Problem ist der Geschlechtsbegriff der Gender-Sekte. Für sie hat Geschlecht nichts mit Fortpflanzung zu tun. Sie ignorieren die jahrhundertealte wissenschaftliche Begriffsbildung ebenso wie die Äonen alte intuitive Begriffsbildung, seit es Sprache gibt.

    „Geschlecht“ ist für sie genauso etwas Bedrohliches wie „Rasse“ für die Diversity-Sekte. Die Paranoia von Gutmenschen geht irgendwann so weit, daß sie nicht mehr echten Rassismus und Sexismus bekämpfen, sondern bereits das Postulat von Geschlechtern und Rassen als sexistisch und rassistisch denunzieren. Schließlich will man das ganz große Rad drehen und immer noch eine Nummer besser sein als die schlümme „heterosexistische“ Normalgesellschaft.

    So etwas müßten wir eigentlich in der „Zeit“ oder dem „Spiegel“ lesen, wenn diese Blätter nicht so gerne die Springer-Presse von links wären.

    Gender-Leute weigern sich den Inhalt des Geschlechtsbegriffes zur Kenntnis zu nehmen. Ähnlich wie sich atheistische Fundamentalisten beim Begriff der Transzendenz dummstellen. Das Verständnis dieses Begriffes würde auf einmal offenlegen, wie lächerlich die Begründungszusammenhänge dieser Fundamentalisten sind.

    Bleibt die Frage, warum dieser Begriff und unsere Geschlechtlichkeit für dieses Soziotop derartig angstbesetzt sind.

    Mehr dazu hier: http://gender-ideologie.de/artikel/gender-ideologie-eine-kurzeinfuehrung.html

    (http://gender-ideologie.de/nebenbei/eine-neue-religion-richard-dawkins-atheistischer-fundamentalismus.html unvollendet)

    • Jetzt hast Du Dich ja mal wieder selbst disqualifiziert. In meinen Augen gibt es keinen wirklichen atheistischen Fundamentalismus. Wie auch. Es gibt keine Organisation, die Atheismus aggressiv oder überhaupt massiv betreibt. Es gibt wie bei religiösen Fundis keine übergeordnete Idee, die vorangetrieben wird und wir treffen uns nicht an besonderen Tagen um unserem Nichtglauben zu huldigen. Wir sind einfach gottlos glücklich und okay, wir belächeln Gläubige, die sich von ziemlich beknackten Geschichten einlullen lassen.
      Von irgendeiner Transzendenz habe ich in meinen fast 60 Jahren Lebenszeit auch noch nichts gespürt. Nicht mal, wenn ich dem Tod ins Auge geblickt habe, was schon mehrfach passiert ist.

      • Gendern erzählt zwar bei allen Themen einen vom Storch, aber hier muss ich widersprechen ..

        „In meinen Augen gibt es keinen wirklichen atheistischen Fundamentalismus.“

        Es gab in der Geschichte und gibt immer noch sehr intolerante, fanatische Atheisten, die schon so etwas wie Sendungsbewusstsein an den Tag legen.

        „Wie auch. Es gibt keine Organisation, die Atheismus aggressiv oder überhaupt massiv betreibt.“

        Das wäre ein non sequitur, selbst wenn die Prämisse zuträfe: Fanatismus kann ja auch unorganisiert von Individuen ausgehen.

        Allerdings gibt es sehr wohl organisierten Atheismus – Wobei ich keineswegs allen atheistischen Organisationen Fundamentalismus vorwerfen will, im Gegenteil: Ich habe diese Organisationen nicht überprüft, und bis zum Beweis des Gegenteils gilt die Unschuldsvermutung, hier dass sie anderen Weltanschauungen mit Toleranz begegnen. Wie gesagt ist das aber ein irrelevanter Seitenast, denn Fundamentalismus muss nicht organisiert sein um zu existieren.

        „Es gibt wie bei religiösen Fundis keine übergeordnete Idee, die vorangetrieben wird“

        Doch die gibt es.

        „und wir treffen uns nicht an besonderen Tagen um unserem Nichtglauben zu huldigen.“

        Es gibt solche Treffen, auch wenn du nicht daran teilnimmst. Geh doch mal hin 🙂

        • Nur mal als Vergleich, wie Gläubige über Andersgläubige denken und was jetzt Atheisten über Gläubige denken. Zugegeben man guckt schon etwas auf sie herab, aber das ist doch meilenweit von der Isee entfernt, mein Gott bestraft die Ungläubigen mit ewiger Folter. Und da gibt es Leute, die feiern diese Vorstellung und behaupten gleichzeitig, du als Atheist hast keine moralischen Werte.
          Wir werden alle als Atheisten geboren und nicht gerade wenig Menschen werden schon als Baby oder Kind in das religiöse Korsett gezwängt. Gern noch einhergehend mit körperlicher und seelischer Verstümmelung. Das alles gibt es bei uns nicht. Du glaubst nicht an Gott: Willkommen. Du glaubst an Gott, werde glücklich damit. Mach das mal als Muslim.

    • „In meinen Augen gibt es keinen wirklichen atheistischen Fundamentalismus. “

      Na ja, es gibt durchaus Atheisten, die z.B. Religion verbieten* wollen. Die sind aber heutzutage nur noch eine klitzekleine Minderheit. Früher waren es noch mehr, aber die waren auch nur höchstens (!) unter Kommunisten und/oder Anarchisten und/oder Jakobinern (nicht identisch mit den Aufklärern) in der Mehrheit.

      *Nein, ich will sowas nicht!

  2. Da ich die Dramatik nicht sofort erkennen konnte, habe ich das Posting durch OCR und DeepL gezogen:

    1. Die geschlechtliche Fortpflanzung erfolgt bei fast allen höheren Arten, einschließlich des Menschen, durch die Verschmelzung einer kleinen und einer großen Gamete (Anisogamie).

    2. Der Phänotyp, der die kleinere Gamete produziert, ist das männliche Geschlecht, und der Phänotyp, der die größere Gamete produziert, ist das weibliche Geschlecht.

    3. Da anisogame Arten Phänotypen entwickeln, die nur zwei verschiedene Gametentypen hervorbringen, gibt es bei diesen Arten nur zwei Geschlechter.

    4. Das Vorhandensein von zwei Geschlechtern ist keine Einschränkung für die Vielfalt der Organismen. Innerhalb von Männchen und Weibchen gibt es große Unterschiede in Anatomie, Physiologie und Verhalten.

    Diese biologistischen Behauptungen machen die Besonderheit der Frauen und der Sonstigen komplett unsichtbar. Sie enthalten weder eine revanchistische These gegen das Patriarchat, noch dokumentieren sie die moralisch-ethische Überlegenheit, die Schutzbedürftigkeit und den Versorgungsanspruch des Weiblichen.

    Warum hinterfragt hier niemand, dass die größere Gamete weiblich ist? Deren Gefräßigkeit entspricht ja eher dem „Gender Spending Gap“ als dem „Gender Pay Gap“.

    Ja, das ist wirklich ein problematisches Posting (heutzutage).

  3. Vorsicht: Nummer 3 ist, auf die gesamte Biologie bezogen, eigentlich zu eng gefasst. Auf den Menschen und allgemein auf Säugetiere bezogen ist es aber aber richtig.

    „3. Da anisogame Arten Phänotypen entwickeln, die nur zwei verschiedene Gametentypen hervorbringen, gibt es bei diesen Arten nur zwei Geschlechter.“

    „anisogame Arten“ umfassen Pflanzen, Tiere, Pilze, alles Mögliche. Mehrzellige Individuen können zu bestimmten Zeiten einen der beiden Gametentypen , beide oder keine Gameten bilden. Daher kann ein Idividuum männlich, weiblich, hermaphrodit oder steril sein, also 3-4 „Geschlechter“, und dies kann sich im Laufe des Lebens ändern. Das alles gibt es in der Biologie zuhauf. Aussage 3 trifft auf den Menschen zu, wohl auch auf alle Säugetiere, aber schon nicht mehr auf alle Wirbeltiere (siehe Fische).

    Es ist trotzdem ein sehr gutes Schema, welches zeigt wo das Binäre in der Biologie verankert ist, und wie man darauf aufbauend doch die Existenz von phänotypischen Spektren anerkennen kann (Stude 4). Und auf den Menschen bezogen passt es um so mehr.

  4. Quelle ist wohl hier:
    THE PARADOX INSTITUTE
    https://www.theparadoxinstitute.com/pi.html

    Das sieht recht interessant aus. Es gibt auch ein Buch dazu,
    „The Gender Paradox: Discrimination and Disparities in the Postmodern Era“ , Zachary Elliot.
    Es scheint sich auf recht hohem Niveau mit dem Thema zu bschäftigen, ich werde es wohl mal lesen.

    „Explore the origins and composition of sex and gender through a scientific lens; understand the doctrines of social constructionism; and discover how the forces of biology, psychology, and society form the similarities and differences within and between men and women. Social constructionism tells us that men and women are not born different but are made different through socialization. Yet something strange has happened: across the world’s most egalitarian liberal democracies, the differences between men and women have not gone away. Paradoxically, gender differences in personality, interests, and occupational preferences have grown larger in the most gender-equal societies. Rather than using a one-dimensional theory, we’ll explore how this Gender Paradox is formed through the complex interaction of biology, psychology, and society.“

    Das Buch ist >2 Jahre alt und hat auf Amazon nur 5 Rezensionen (100% positiv). Trotz des ganzen Hypes und Populismus in den Medien scheint also eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema kaum jemenden zu interessieren.

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