Boris von Heesen: „Was Männer kosten: Der hohe Preis des Patriarchats“

Eine neues Buch ist erschienen und hat auch hier schon für Diskussion gesorgt:

Aus dem Text auf der Verlagsseite:

Gewalt, Unfälle, Sucht, Diskriminierung, Hate Speech und Extremismus – Männer dominieren die Statistiken des Abgrunds: Sie verursachen doppelt so viele Verkehrsunfälle, begehen mit Abstand die meisten Straftaten und belegen deshalb auch 94 Prozent der Plätze in deutschen Gefängnissen. 75 Prozent der Alkoholtoten jedes Jahr sind männlich und mehr als 80 Prozent der häuslichen Gewalt geht von Männern aus.

Diese Zahlen stehen nicht nur für Schmerz und Trauer – sie verursachen auch immense Kosten. Boris von Heesen trägt erstmals Schritt für Schritt zusammen, wie hoch der Preis ist, den wir alle für toxische männliche Verhaltensweisen bezahlen: Über 63 Milliarden Euro kosten sie dieses Land jedes Jahr – mindestens. Er erläutert die Ursachen und zeigt Wege auf, wie wir diesem dramatischen Ungleichgewicht begegnen können: indem wir eine Gesellschaft schaffen, in der alle Geschlechter ihre Potentiale frei von patriarchalisch geprägten Klischees und festgefahrenen Rollenmustern entwickeln können

Und über den Autoren:

Boris von Heesen (*1969) ist Wirtschaftswissenschafter mit ersten beruflichen Stationen bei der Diakonie in Bayern und der Drogenhilfe in Frankfurt am Main. Er ist Gründer eines der ersten deutschen Online-Marktforschungsinstitute. Heute arbeitet er als Männerberater und geschäftsführender Vorstand eines Jugendhilfeträgers. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich als Autor und Referent mit dem Thema kritische Männlichkeit und veröffentlichte bereits zwei erfolgreiche Bücher zum Thema.

Ich kopiere mal aus den Besprechungen bei Amazon:

1. Andreas Steffen schreibt

Was Männer kosten – Falls jemand allein aus rein volkswirtschaftlicher Perspektive einige Argumente haben möchte, warum sich die holde Männlichkeit ein wenig am Riemen reißen sollte – oder gerade nicht:

Die Zahlen und Fakten, die Boris von Heesen auf Basis öffentlicher Statistiken hervorragend und leicht verständlich aufbereitet hat, sind wirklich harter Tobak. Und es ist erschreckend, welche immensen Kosten durch leider alltägliche toxisch-männliche Verhaltensweisen für Staat und Steuerzahler*innen entstehen.

Selbst ohne diese Finanzperspektive sind die Verhältnisse „von m zu w“ in den betrachteten Bereichen – von häuslicher Gewalt über Unfallstatistiken, Alkoholmissbrauch, Spielsucht und Wirtschaftskriminalität bis hinein in deutsche Gefängniszellen – bedrückend und beschämend für den Zustand dieses Landes.

Das muss vielleicht nicht so bleiben. Hierzu gibt von Heesen zahlreiche Anregungen – und das auf angenehme Weise, ohne belehrend zu sein.

Aus etwas weniger Patriarchat muss keineswegs die komplette Abkehr von der Männlichkeit resultieren – vielleicht aber ein entspannteres Menschsein. Auch dafür bietet der Autor fundierte Denkanstöße.

Aufgepasst beim Lesen: Man(n) braucht schon starke Nerven, um sich die Zahlen in diesem lesenswerten Buch zu Gemüte zu führen.

Männlich muss keinesfalls herrisch sein, weder aggressiv noch selbstzerstörerisch, bitte auch nicht dermaßen toxisch und teuer. Gender Equality sollte hierbei übrigens nicht bedeuten, dass die Damenwelt gleichziehen muss. 🙂

Danke für dieses Buch

2. NYCity schreibt:

Man muss dieses Buch gar nicht lesen – bereits der Klappentext strotzt nur so vor den üblichen feminischen Lügen und Verfälschungen:
80% der Täter bei häuslicher Gewalt sind männlich? Das stimmt nur, wenn man das Dunkelfeld außer aucht lässt. Männer zeigen häusliche Gewalt viel seltener an, und wenn doch, werden Sie ausgelacht. Dunkelfeldstudien ergeben hier eine Verteilung von ca. 50/50 und nicht 80/20.
Männer verursachen mehr Verkehrsunfälle? Ja, aber ie sieht das unter Berücksichtigung der Fahrleistung aus? Männer fahren deutlich mehr – nicht nur im PKW, sondern bitte auch die LKWs berücksichtigen.
Mehr Alkoholtote bei Männern? Statt zu versuchen, die Ursachen dafür zu erkennen und zu bekämpfen, ergeht sich der Autor in einfachem Männerbashing.
Fehlt nur noch, dass den Männern angelastet wird, dass 95% der tödlichen Arbeitsunfälle Männer betreffen.
Fazit: Ein überflüssiges. empathieloses Werk, dass allenfalls der feministischen Bubble zur Selbstbestätigung dient. Und vielleicht sollte der Autor mal analysieren, wie hoch der Anteil des Bruttosozialprodukts ist, der von Männern erarbeitet wird…

3. Bookoholic schreibt

Zunächst dachte ich ein wenig, daß es ein lustiges Hörbuch werden würde – das ist es nicht.
Im Gegenteil: es ist hochinteressant, weil ich noch nie in der Ungleichbehandlung von Männern und Frauen auf den Kostenfaktor in Geld gedacht habe. Es ist aber tatsächlich so, daß Männer sehr viel mehr Kosten verursachen als Frauen.
Ein anderer Aspekt: Obwohl Männer noch immer in vielen Bereichen privilegiert sind, haben sie eine erheblich kürzere Lebenserwartung als Frauen. (nur ein kleiner Teil ist biologisch bedingt). So ist in Ländern, in denen die Gleichberechtigung beider Geschlechter angenähert ist – in vielen Ländern Skandinaviens beispielsweise – das durchschnittliche Sterbealter der Männer schon deutlich näher an dem der Frauen als in den meisten anderen Nationen, auch in Deutschland.
Der Autor zitiert viele Studien, aber ich fand das Thema insgesamt so faszinierend, daß mich die vielen Zahlen kein bisschen gestört haben (auch, wenn ich mir die meisten davon wohl nicht dauerhaft merken kann). Moritz Pliquet liest den Text aber auch wirklich wunderbar, was viel zur Verständlichkeit beiträgt.
Sehr gut gefallen hat mir auch die Einteilung in offensichtliche Kosten in Geld (Teil 1), dann in nicht in Geld ausdrückbare Kosten (Teil 2), wie z.B. Trauer, wenn eine junge Familie ihren Mann und Vater bei einem illegalen Autorennen verliert. In Teil 3 zeigt Boris von Heesen dann Möglichkeiten auf, wie wir das für Männer UND Frauen toxische Patriarchat langfristig verändern können.

 

Natürlich immer schwer ein Buch zu besprechen, welches man nicht gelesen hat. Hier aber ein paar Gedanken:

  • Ich verstehe den Autoren so, dass er als Grund für die Kosten die „Toxische Männlichkeit“ sieht (klassisch feministisch). Wenn alle Männer sich davon lösen würden, dann wären eben die Kosten weg. Man würde dort wahrscheinlich auch anführen, dass die Gewinne, die sonst Männer produzieren, der Gesellschaft erhalten blieben (sie würden nur in einer besseren Gesellschaft und ggfs von Frauen oder nichtweißen Männern erarbeitet werden, vermutlich in einer Art Schlaraffenland, in der die Work-Life-Balance besteht ohne das die Gewinne leiden etc)
  • Die These über die toxische Männlichkeit ist bereits falsch. Wenn Männer eher Verbrechen begehen, eher Alkohol trinken, eher im Verkehr sterben, dann liegt das nicht an der toxischen Männlichkeit. Männer nutzen eben in jedem Bereich Möglichkeiten an Geld zu kommen eher, auch in riskanten, sie sind in den Spitzenbereichen der Normalverteilung auch eher bei Gewalttaten vertreten, was wenig über den normalen Mann aussagt und sie fahren eben auch einfach mehr Auto und sind Risikobereiter
  • Es wird im Feminismus immer so getan als könnte man das Schlechte von dem Guten abkoppeln. Dabei ist es in vielen Fällen nur die andere Seite der Medaille: Männer sind allgemein risikobereiter.  Das ist erst einmal eine neutrale Eigenschaft. Sie führt dann dazu, dass sie eher zB Verbrechen begehen mit dem Risiko erwischt zu werden, aber auch eher eine vollkommen legale Firma gründen, auch wenn die insolvent gehen kann und man alles riskiert etc.
  • Es wird der Eindruck erweckt, dass Männer nur kosten. Dabei erwirtschaften sie auch das allermeiste, weil Männlichkeit hoch produktiv ist.

75 Gedanken zu “Boris von Heesen: „Was Männer kosten: Der hohe Preis des Patriarchats“

    • Das stimmt doch nicht. Frauen bezahlen doch durch ihren Konsum viel mehr als Männer, weil der rosa Damenshaver teurer ist und die ganzen femininen Cremes und die teuren Modetrends super viel Umsatz erwirtschaften. Deshalb sind Frauen ja moderne Opfer der Konsumgesellschaft und leiden doch unter Periodenarmut. Da hilft doch auch Seximus gegen Männer nix.

      • Das wirklich schlimme ist, dass das Wort „Periodenarmut“ keine Erfindung von dir ist, sondern das die Femifetischisten das ernsthaft so meinen.

      • Das Geld, dass die Frauen da ausgeben, stammt doch Großteils von ihren Männern, die immer noch die Hauptversorger darstellen und das meiste zum Familienleben und Partnerleben beisteuern.
        Teilzeittendenz in erheblichem Maße über Langzeit, Mutterschutz und bald noch der Menstruationsurlaub und bezahlte Care Arbeit – das wird teuer. Wenn Männer da nicht schnell wieder toxischer werden oder wir die Netto-Empfänger reduzieren, haben wir ein Problem.

    • Vorher würde ich aber noch einen Blick ins Scum-Manifest von Valerie Solanas tätigen. Dir soll nichts an platten und menschenfeindlichen Denkfiguren entgehen.

      Wie ist eigentlich das Verhältnis zu deiner Mutter? Meines Wissens wurde Valerie Solanas von ihrem Vater sexuell mißbraucht (und prostituierte sich später). Es gibt ja hier immer noch Leute, die diese Zusammenhänge leugnen und sich reichlich ignorant verhalten.

      Valerie hatte eben einfach mal einen schlechten Tag, als sie zur Männerhasserin wurde. Vielleicht hat sie auch einfach zu viel „Cosmopolitan“ gelesen.

      Wie soll man eigentlich eine Bewegung ernst nehmen, unter deren Vertretern sich Leute mit obigem Gedankengut tummeln? Aber immmer schön aufregen über die pösen Feminazis.

      Frauen leisten durchaus auch Wichtiges für die Gesellschaft. Und so etwas Überflüssiges wie Armeen und Atombomben geht meines Wissens auf das Wirken von Männern zurück. Das alles kostet ja unzählige Milliarden.

      Was muß da eigentlich für eine Geiseshaltung vorherrschen, wenn man die „vollkommene Überflüssigkeit“ eines Geschlechtes postuliert? Es widerspricht jedweder evolutionsbiologischen Rationalität und wäre eher bei Anhängern des Gender-Kreationismus zu vermuten, bei denen ja alles sozial konstruiert ist.

      Vermutlich hat vor 7000 Jahren ein Gott einfach ein überflüssiges Geschlecht erschaffen. Dafür gibt es keine Beweise. Aber man kann daran glauben.

      • „Wie ist eigentlich das Verhältnis zu deiner Mutter?“

        Ohne Projektion empfindest Du offensichtlich nur graue Leere.

        • Was genau sage ich denn mit dieser Frage aus? Und was daran ist Projektion? Und woher meinst du zu wissen, daß „graue Leere“ mein Antrieb ist?

          Offenbar wolltest du einfach mal wieder einen redundanten Kommentar heraushauen. Darf ich Tristan eine „wandelnde Realsatire“ nennen, lieber Evochris, oder ist das schon eine Beleidigung? Ich möchte mich hier nämlich gut integrieren und den Gepflogenheiten anpassen.

          Leider muß man Tristans Kommentar wohl als überflüssig und unsachlich bezeichnen. Man könnte durchaus etwas Sinnvolles zum Thema Projektion sagen. Ich versuche es mal:

          Tristan Rosenkranz
          23. April 2022 um 2:26 pm

          Der einzige Effekt Deines Getrolls ist das redundante Aufzeigen Deiner inhaltlich vollumfänglichen Verzichtbarkeit.

          • „Der einzige Effekt Deines Getrolls ist das redundante Aufzeigen Deiner inhaltlich vollumfänglichen Verzichtbarkeit.“

            Womit der Tristan vollkommen recht hat.

          • Es gab auch sehr viele Leute, die meinten Adolf Hitler oder Josef Stalin hatte recht.

            Wo genau „trolle“ ich denn?

            Ach lassen wir das. Das intellektuelle Niveau hier ist wirklich fürchterlich.

            Erschreckend finde ich sowohl die soziale als auch intellektuelle Skrupellosigkeit, mit der man hier Begriffe wie „Troll“ benutzt. Gleichzeitig geriert man sich als Kämpfer für Meinungsfreiheit und beklagt sich über die Denunziation Andersdenkender mittels pauschaler Zuschreibungen.

            Wie gesagt: Das intellektuelle Niveau hier ist erbärmlich.

            PS: Dein aggressives Sich-Dummstellen und Herumgemoser beim Thema Transzendenz könnte man übrigens wirklich als Trollen bezeichnen. Bei mir werden hingegen in der Regel berechtigte, sachliche Fragen und plausible Argumente als Trollen bezeichnet, weil man sich anders nicht zu helfen weiß und weil man so sehr an den eigenen Lebenslügen hängt.

            Die Leute hier sind wirklich wandelnde Realsatiren.

      • „Frauen leisten durchaus auch Wichtiges für die Gesellschaft.“

        Eine vernünftige Kindererziehung kann schon mal nicht darunter fallen, denn gemäß Deiner These wurden wir ja alle missbraucht.

    • Hallo Adrian,

      dein Buch, das du schreiben willst, gibt es schon lange. Otto Weininger: Geschlecht und Charakter; die Erstausgabe ist aus dem Jahr 1900 (oder so), wurde aber in den 1990ern bei Matthes & Seitz wieder aufgelegt. Eine Neuauflage scheint nicht geplant zu sein, Du solltest es aber problemlos antiquarisch kriegen, falls Du tatsächlich Interesse hast.

  1. Wenn Frauen nicht im Schnitt für die gleichen Verbrechen um 63% geringere Strafen erhalten würden, wenn sie überhaupt bestraft werden, dann würden die Gefängnisstatistiken auch anders aussehen. Man könnte ja männliche Verbrecher genau so wenig und selten bestrafen. Das würde die Kosten senken.

    Ich Wette für Hessen sie Alkoholkranke Frauen nicht selbst verantwortlich, sondern die Gesellschaft und diese muss sich ändern. Während bei Männern natürlich Männer selbst verantwortlich sind.

    Die typisch feministische Flachpfeife. Ohne Doppelstandards geht nicht.

    • Es wäre generell mal ein gutes Thema, wie objektiv eigentlich religiöse (was ich einfach mal mit Ideologie gleichsetze) und richtige Männerberater ist. Angeblich hat er zwar einen wissenschaftlichen Hintergrund, aber im Grunde wird er Theologe sein. Sonst wäre er nicht bei der Diakonie gelandet. Wirtschaftswissenschaften wird er nur studiert haben, um sie effektiver unterlaufen zu können.

      • Berater für alle möglichen Themen sprießen inflationär aus dem Boden.
        Da die Berufsbezeichnung „Berater“ nicht gesetzlich geschützt ist, darf sich jeder so nennen, selbst wenn er völlig unqualifiziert ist. Man muss aufpassen, wem man sein Vertrauen schenkt und ein nicht unbeträchtliches Honorar zahlt.

  2. Das, was Heesen nicht im Ansatz versteht, war vor 30 Jahren noch so normal denkbar, dass es Thema einer Mainstream Fernsehsendung sein konnte

    Das ist der Zustand unser Kultur: „Experten“ sind von der Handlung von StarTrek überfordert…

    • Eine der genialsten Star Trek Folgen. Ein Kumpel von mir hat Qs Rede mal als eine der besten Motivationsreden ever bezeichnet.

      „The Jean-Luc Picard you wanted to be, the one who did NOT fight the Nausicaan, had quite a different career from the one you remember. That Picard never had a brush with death, never came face to face with his own mortality, never realized how fragile life is, or how important each moment must be…“

      Und ich liebe auch Picards finale Erkenntnis:

      „I’d rather die the man I was than live the life that I just saw.“

      Bewundernswert, wenn man so mit sich im Reinen ist.

    • Die feministische Idee dahinter ist das Männer alles finanzieren, aber dafür nichts bekommen. Sie haben ja ihre Privilegien.
      Das Männer ihre eigenen Kosten tragen und dabei sogar noch Frauen mit subventionieren ist dabei also egal. Männer sollen einfach keine Kosten erzeugen, zu mindestens nicht höhere wie Frauen.

      Und natürlich ist es immer vollkommen gerechtfertigt und erklärbar, wenn und warum Frauen irgendwo höhere Kosten verursachen. An ihren eigenem Verhalten liegt es nicht, sondern immer an der Gesellschaft, die ihr diese Handlungen aufzwingt.

      • „zu mindestens nicht höhere wie Frauen.“
        Es würde mich wundern, wenn die von Frauen verursachten gesellschaftlichen Kosten weniger als 63 Milliarden im Jahr sind.

  3. Es wird im Feminismus immer so getan als könnte man das Schlechte von dem Guten abkoppeln. Dabei ist es in vielen Fällen nur die andere Seite der Medaille

    Genau das ist ein ständig wiederholter Grundfehler, und zwar nicht nur im Feminismus. Vielen Menschen (und Ideologen ganz besonders) scheint nicht begreiflich zu sein, dass, wenn man an komplexen Systemen bestimmte Details ändert, dies im Regelfall nicht nur Auswirkungen auf die in den Blick genommenen Einzelphänomene hat, weil diese Phänomene zumeist Effekte von Wechselwirkungen sind.

    • Ich hab kürzlich in Thomas Sowells „Conflict of Visions“ reingelesen.

      Er argumentiert da die These, dass das politische Weltbild von Menschen sich wesentlich darin unterscheidet, ob sie ein „constrained vision“ oder eine „unconstrained vision“ haben.

      Menschen mit uneingeschränkter Vision glauben an die Möglichkeit von Lösungen.
      Menschen mit eingeschränkter Vision glauben, es gibt lediglich Trade-Offs.

      Heesen hat eine unconstrained vision. Er glaubt, die „Kosten“ ließen sich vermeiden, das Problem sei lösbar. Dass seine „Lösung“ selbst Kosten hat, scheint ihm unsinnig. Dann wär’s ja keine Lösung, sondern lediglich eine Verschiebung der Trade-Offs.

      In diesem Sinne ist Feminsmus übrigens tatsächlich links: „Patriarchat“ ist nicht eine Gesellschaftsstruktur, die durch ein komplexes Netz von Trade-Offs (viele davon sehr positiv für Frauen) gebildet wird, sondern ein Problem, das zu lösen ist.
      Genau wie „Kapitalismus“ ein Problem ist, das man lösen muss.

        • Er illustriert sehr ausführlich mit vielen Beispielen.
          Angesichts von Feminismus und Grünen und vergleichbaren Ideologen finde ich die These überhaupt nicht steil.

          Wenn du es ausführlicher als in meinen drei Absätzen hören willst:

          In dem Interview wird’s noch mal anders zusammengefasst:

          Some see the world and ask why.
          I see what could be and ask why not

          Letzteres ist die unconstrained vision.
          Jeder andere sieht sofort eine Menge Gründe.
          „Warum sollten nicht alle mit Elektros fahren?“ – „Weil es auf der Erde nicht genug Material gibt, um all die Akkus herzustellen. Weil wir nicht genug Strom produzieren können, schon gar nicht mit ‚alternativen‘ Quellen. Weil die Umweltbilanz von Elektroautos nicht gut ist.“
          „Warum sollten Männer nicht mehr wie Frauen sein?“ – „Weil Frauen solche Männer nicht als Partner haben wollen. Weil mit solchen Männern keine Innovation zu haben ist. Weil mit solchen Männern nicht mal die bestehende Infrastruktur aufrecht zu erhalten ist.“

          • Ich denke ich weiß worauf Sowell hinaus will, aber „sieht X als zu lösendes Problem an“ und deren (triviale) Verknüpfung mit „links, woke, falsch“ ist jetzt dem Intellekt von Thomas Sowell nicht angemessen. Sehr steil aus meinem Blickwinkel. Oder falsch verstanden, und/oder falsch verallgemeinert. Natürlich lassen sich sich Beispiele bei Grün*innen und anderen finden .. aber genau so gut auf der Gegenseite. „sieht X als zu lösendes Problem an“ ist einfach viel zu beliebig.

  4. „Männer sind allgemein risikobereiter. Das ist erst einmal eine neutrale Eigenschaft.“

    Das glaube ich eher nicht. Denn es gibt ja einen guten (evolutionären) Grund dafür. Man müsste den Damen ja ihre Hypergamie abtrainieren. Was in meinen Augen das Äquivalent zum Risikobreiten Mann ist. Denn Frauen bevorzugen doch eher diesen Typus Mann. Und eine Menge dieser Toxischen Männer entspringen doch einem Toxischem Elternhaus. Da hatte Arne Neulich auch einen Interessanten Artikel. (Link). Die evaluierte Konstellation ist ja Übergriffige Mutter und physisch wie mental abwesender Vater. Es wird halt einfach wieder nur das Ergebnis betrachtet und daraus ein Feindbild untermauert. Bevor ich mich auf diese Femimatrix einlasse, bleibe ich lieber im angeblichen Patriachat.

    https://www.centreformalepsychology.com/male-psychology-magazine-listings/brutalised-children-become-brutal-adults-an-interview-with-clinical-and-forensic-psychologist-dr-naomi-murphy

  5. Er erläutert die Ursachen und zeigt Wege auf, wie wir diesem dramatischen Ungleichgewicht begegnen können: indem wir eine Gesellschaft schaffen, in der alle Geschlechter ihre Potentiale frei von patriarchalisch geprägten Klischees und festgefahrenen Rollenmustern entwickeln können

    Ach, das Patriarchat ist daran schuld, wenn Männer mal etwas Schlimmes tun, nicht etwa schlimme Kindheitserfahrungen?

    Hier haben wir ein klassisches Beispiel für Playmobil-Soziologie. Denn der Autor wird mit absoluter Sicherheit keine überzeugenden Argumente anführen können, die erklären, warum z.B. ein winziger Anteil von Männern Einbruchsdelikte begeht, 99,9% der Männer dies aber nicht tun.

    Wäre er ein seriöser Wissenschaftler, müßte er zugeben, daß das „Patriarchat“ offenbar nur homöopathische Strahlkraft für Männer hat.

    Er soll doch mal erklären, wie genau das „Patriarchat“ wirkt, daß sich bestimmte Männer destruktiv entwickeln, andere aber nicht. Und dann sollte er am besten noch erklären, warum die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts ein „Patriarchat“ war – und was genau dazu berechtigt, die heutige Gesellschaft auch noch so zu bezeichnen. Außer feministische Verblendung und extreme Dummheit.

    Solche Leute wie dieser Buchautor paraphrasieren zumeist nur ihre Kindheit. Vielleicht hat er sehr unter seinem Vater gelitten und agiert das nun aus. Oder er muß sich vor der schmerzhaften Wahrheit beschützen, daß Frauen vielleicht doch nicht so toll sind und seine Mutter zu diesen Exemplaren gehörte.

    Man findet jedenfalls für jedweden Unsinn, den Leute verzapfen, leicht Erklärungen in deren Kindheit.

    Hier wird dies am Beispiel von Elfriede Jelinek gezeigt:

    Auf der verlinkten Seite kann man auch die wirklichen Ursachen der menschlichen Destruktivität studieren, wenn man bereit ist, auf billige Joker wie „Patriarchat“ oder „Kapitalismus“ zu verzichten.

    PS:

    indem wir eine Gesellschaft schaffen, in der alle Geschlechter ihre Potentiale frei von patriarchalisch geprägten Klischees und festgefahrenen Rollenmustern entwickeln können

    Im 20. Jahrhundert gab es auch mal ein paar Irre, die meinten, man müsse eine neue Gesellschaft schaffen. Weil man mit der völligen Abschaffung des Marktprinzips, totaler Vergesellschaftung und Diktatur des Proletariats angeblich paradiesischen Sphären entgegenschreitet.

    Heute glauben das auch noch einige.

    Man sollte also mißtrauisch sein, wenn Leute mit solch infantilen 08/15-Erklärungsmustern kommen. Das könnte in die Hose gehen. 🙂

    Davon abgesehen muß man schon unglaublich verblendet sein, wenn man im Jahr 2022 noch von „festgefahrenen Rollenmustern“ spricht. Da hilft wohl nur noch die Gender-Theorie, um diese Weltsicht zu untermauern.

    • „Ach, das Patriarchat ist daran schuld, wenn Männer mal etwas Schlimmes tun, nicht etwa schlimme Kindheitserfahrungen?… der Autor wird mit absoluter Sicherheit keine überzeugenden Argumente anführen können, die erklären, warum z.B. ein winziger Anteil von Männern Einbruchsdelikte begeht, 99,9% der Männer dies aber nicht tun.
      Wäre er ein seriöser Wissenschaftler, müßte er zugeben, daß das „Patriarchat“ offenbar nur homöopathische Strahlkraft für Männer hat.“

      Laut dir sind schlimme Kindheitserfahrungen so ubiquitär wie für einen Feministen das Patriarchat. Ich nehme an, du stimmst dem Satz: „Wäre Gendern… ein seriöser Wissenschaftler, müßte er zugeben, daß schlimme Kindheitserfahrungen offenbar nur homöopathische Strahlkraft für Männer haben“ uneingeschränkt zu 🙂

      • Leider sind schlimme Kindheitserfahrungen tatsächlich omnipräsent. Im Gegensatz zu den vermeintlichen Auswirkungen eines vermeintlichen Patriarchats. Und es gehört zum Grundproblem solcher Erfahrungen, daß sie verdrängt werden MÜSSEN, um als Kind überhaupt überleben zu können. Anders sähe das bei den vermeintlichen Wirkungen des Patriarchats aus.

        Es ist aber zwecklos, mit jemandem darüber zu diskutieren, der sich bei diesem Thema komplett dummstellt.

        Weniger zynische Menschen finden auf der Seite von Alice Miller wertvolle Texte und Informationsquellen.

        Transparenzhinweis: Renton hat laut Eigenauskunft sadomasochistische Phantasien und sieht diese nicht als Folge traumatischer Kindheitserfahrungen an. Ebenso ertappt er sich laut Eigenauskunft auch mal bei der Phantasie, einem seiner Nachhilfeschüler eine runterhauen zu wollen.

        Frage: Glaust du, daß ein Kind, das regelmäßig körperliche Gewalt von seinen Eltern erfährt, keine traumatische Kindheit haben könne?

        Ich empfehle noch mal den unten verlinkten Artikel von Alice Miller, der gut veranschaulicht, was Menschen alles zu tun bereit sind, um vor der Wahrheit ihrer Kindheit davonzulaufen.

        • Leider sind schlimme Kindheitserfahrungen tatsächlich omnipräsent.

          Ja, das mag vielleicht sein.

          Aber was folgt denn deiner Meinung nach daraus, wenn alle Menschen schlimme Kindheitserfahrungen haben?

          Mal ganz plakativ gefragt.

        • Dass das Patriarchat aus deiner Sicht nicht existiert, ändert nichts an deiner Argumentation. Wenn du seriös wärst, würdest du sie auch auf dich anwenden. Tust du nicht. Tja… 🙂

          Dein Transparenzhinweis ist so unvollkommen wie deine sonstigen Beiträge hier. Für dich, weil es dir so wichtig zu sein scheint: Ichhabe nicht nur sadomasochistische Phantasien, ich lebe sie auch aus. Ich habe aber keine Phantasien, einem Schüler eine runterzuhauen, sondern ich verspüre ab und an den Impuls. Das ist etwas völlig anderes, und es durch gleiche Wortwahl auf eine Stufe mit meinen SM-Phantasien zu stellen, ist grob irreführend.

          Dass ich dem Impuls, einem Schüler (oder sonstigen Mitmenschen in Alltagssituationen) eine runterzuhauen, noch nie nachgegeben habe, versteht sich von selbst.

          Aber berichte doch mal von dir, lieber Gendern. Über andere führst du ja ganze Aktenordner (wenn auch mit vielen Halbwahrheiten und Blödsinn). Wie steht es mit dir? Wie war deine Kindheit? Was waren deine traumatischen Erfahrungen? Was für Neigungen (abgesehen von deinem Alice-Miller-Fetisch) verspürst du (vermeintlich deshalb) so? Wir freuen uns hier alle, mehr von dir zu erfahren 🙂

          • „ Wie steht es mit dir (Gendern)? Wie war deine (Genderns) Kindheit? Was waren deine (Genderns) traumatischen Erfahrungen? “

            Wahrscheinlich wurde er als Kind missbraucht. Deswegen sieht er Kindesmissbrauch und so überall… 🙂

          • @Renton

            Ich habe deine SM-Phantasien und den Gewaltimpuls gegenüber Schülern nicht auf eine Stufe gestellt.

            Ich fordere hier noch einmal alle dringend dazu auf, ihre Lesekompetenz zu erhöhen.

            Die Omnipräsenz traumatischer Kindheitserfahrungen – und ihrer Auswirkungen – ist belegt. Es hat aber wenig Sinn, dies Ignoranten wir dir plausibel zu machen. Das ist verlorene Liebesmüh‘.

            Ich führe über niemanden Aktenordner.

            Renton ist ein gutes Beispiel für intellektuelle Skrupellosigkeit. Er zeigt nicht das geringste Interesse, sich ernsthaft mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen.

            Ca. 80 Prozent der heute lebenden Menschen haben in der Kindheit strukturelle Gewalt erfahren, von der psychischen Gewalt will ich gar nicht reden. Nur zynische Ignoranten leugnen das Ausmaß der Kindesmißhandlungen und ihrer Auswirkungen.

            Ich schreibe solche Kommentare auch weniger, weil ich glaubte, daß solche Diskussionen Sinn ergäben, sondern mehr für die stillen Mitleser.

          • Mehr Lesekompetenz kann nie schaden. Machst Du auch selbst mit? Der Satz „Ich führe über niemanden Aktenordner“ scheint mir ein allzu wörtliches Verständnis meiner Aussage zu offenbaren. Ein wenig mehr Leseverständnis würde helfen.

            Umgekehrt würde auch etwas mehr Schreibkompetenz helfen, um solche Missverständnisse zu vermeiden: „Ich habe deine SM-Phantasien und den Gewaltimpuls gegenüber Schülern nicht auf eine Stufe gestellt.“ Da hättest du besser von vornherein unterschiedliche Wörter benutzt. Aber ich habe gerne mit den entsprechenden Formulierungen geholfen, und es ist doch schön, dass wir das klären konnten. Ich bin da auch nicht nachtragend 🙂

            „Renton… zeigt nicht das geringste Interesse, sich ernsthaft mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen.“

            Oh doch! Deshalb begrüße ich es ausdrücklich, dass du eine Zahl genannt hast: „Ca. 80 Prozent der heute lebenden Menschen haben in der Kindheit strukturelle Gewalt erfahren.“ Würdest du als nächstes bitte erklären, was als strukturelle Gewalt zählt, woher die Zahl stammt, und ob sie sich auf die Welt, Deutschland oder einen anderen Ort bezieht? Sieh es mal so: Selbst, wenn ich intellektuell skrupellos sein sollte (Hinweis: bin ich nicht), schreibst du laut eigener Aussage ja gar nicht für mich, sondern für die stillen Mitleser. Die wollen von dir aufgeklärt werden!

            Außerdem wäre es einem Meister der Intellektualität wie dir sicherlich ein leichtes, skrupellose intellektuelle Attacken von mir zu parieren 🙂

            Und da du ein gefestigter, reifer Charakter bist, beantwortest du sicherlich auch noch gerne meine (unsere) Nachfrage nach deinen Kindheitserlebnissen. Du selbst bringst ja unheimlich gerne persönliche Details von anderen in die Debatte ein, z.B. meine oder Adrians Sexualität. Das ist auch völlig in Ordnung, denn wir sind ebenfalls reife und gefestigte Charaktere, die gut damit umgehen können. Wie gesagt: Du stehst uns da sicherlich in nichts nach, und wirst deshalb gerne mal etwas Persönliches beisteuern. Was sollte dir auch passieren? 🙂

          • „Perlen vor die Säue“.

            Es hat keinen Sinn, mit haßerfüllten Menschenfeinden und Zynikern wie dir zu diskutieren.

            Mit Leuten wie Ping Pong oder Mispel, die auf eine ernsthafte und dialogische Weise kritische Fragen stellen, diskutiere ich gerne. Das ist eine völlig andere Geisteshaltung.

            Wenn ich mit Leuten wie Seb, Renton, Drißtan oder Adrian „diskutiere“, geht es für mich eher darum zu studieren, zu was für einer extremen Verlogenheit und Infantilität Menschen fähig sind.

            Du hast von Anfang an jeglichen konstruktiven Dialog unterbunden und ein extremes Ausmaß von Respektlosigkeit gezeigt. Daß ich nach solchen Erfahrungen, dann Leute auch mal als „strunzdumm“ bezeichne, dafür bitte ich um Verständnis. Es bedarf sehr vielen intellektuellen und sozialen Unrats, bis ich zu solchen Mitteln greife.

            Auf Fragen antwortest du auch nicht.

            Frage: Glaust du, daß ein Kind, das regelmäßig körperliche Gewalt von seinen Eltern erfährt, keine traumatische Kindheit haben könne?

            Es hat Gründe, warum du die Wahrheit derartig verachtest.

            Ich werde durchaus noch weiter ab und zu mit euch „reden“. Ich betrachte euch aber als Zombies, die zu keinem ernsthaften Dialog willens und fähig sind. Das ist so wie einen Horrorfilm angucken oder Doom spielen. Es hat in begrenztem Umfang durchaus seinen Reiz.

          • „Du hast von Anfang an jeglichen konstruktiven Dialog unterbunden und ein extremes Ausmaß von Respektlosigkeit gezeigt.“

            Nein.

            Ich mache dir auch jetzt gerade wieder ein konstruktives Diskussionsangebot, und habe das auch früher schon gemacht. Du bist bisher nie darauf eingegangen. Und ich war garantiert nicht von Anfang an extrem respektlos, denn das ist nicht meine Art. Dauerhaft extrem respektlos bist hier nur du: In jedem zweiten Kommentar würdigst du andere herab. Und deshalb hast du kein Recht, dich darüber zu beschweren, wenn dir Gleiches widerfährt. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Gal 6,7

            „Glaust(sic!) du, daß ein Kind, das regelmäßig körperliche Gewalt von seinen Eltern erfährt, keine traumatische Kindheit haben könne?“

            Nein. Ich glaube aber auch, dass kaum ein Kind regelmäßig Gewalt von seinen Eltern erfährt.

            Und jetzt du:

            „Würdest du als nächstes bitte erklären, was als strukturelle Gewalt zählt, woher die Zahl 80% stammt, und ob sie sich auf die Welt, Deutschland oder einen anderen Ort bezieht?“

            Und außerdem:

            „Wie war deine Kindheit? Was waren deine traumatischen Erfahrungen?“

            Oder möchtest du deine persönlichen Erlebnisse lieber erstmal ausklammern? Fände ich zwar schwach von jemandem, der sich ständig auf anderer Leute persönliche Dinge bezieht, aber ich will dich auch nicht überfordern.

          • @ Renton

            „Nein. Ich glaube aber auch, dass kaum ein Kind regelmäßig Gewalt von seinen Eltern erfährt.“

            Ich denke, dass auch das ein Definitionsproblem ist. Wir hatten mal die Situation, dass unser Kleiner, entgegen vorheriger Absprachen, auf einmal bei einer Radtour nochmal ganz woanders lang wollte, nachdem klar war, dass wir nach Hause mussten. Das Ergebnis: er machte Anstalten, einfach in die Richtung loszufahren, die er wollte, wovon wir ihn abgehalten haben, was er mit einer fetten Szene quittierte, mit allerlei Geplärre und Wut. Wir haben ihn immer wieder streng aber sachlich darauf hingewiesen, dass das anders besprochen war und der Umweg einfach nicht mehr drin ist. Das bekam auf der anderen Straßenseite eine alte Frau mit, die direkt ihren Senf der Art „jetzt lassen Sie doch mal das Kind in Ruhe“ dazugeben musste. Ich bin mir sicher, dass aus ihrer Sicht wir da gerade ganz üble Kinderschinder waren. Und ich bin mir sicher, dass auch andere, vorzugsweise Leute ohne jede eigene regelmäßige Praxiserfahrung mit Kindern, schnell dem Irrglauben erliegen, dass natürlich ganz sicher immer, wenn irgendwo ein Kind am Plärren, am Krakelen ist, die Eltern diesem Kind gerade ganz fürchterliches antun. Denn es ist ja gesichert die beste und gesündeste Erziehungsmethode, stets dem Kind nachzugeben, um es niemals negativen Gefühlen auszusetzen.

            Wer immer beklagt, wie unsere Parlamente vor allem aus den Reihen von SPD und Grünen regelrecht geflutet werden mit blutjungen, bis zum Anschlag narzisstischen und egozentrischen Gören, sollte sich mal hinterfragen, wie die unter Umständen so werden konnten. Kleiner Tipp: Gewalterfahrungen waren es ganz sicher nicht.

          • @Billy

            Du greifst der Diskussion mehrere Schritte vor 🙂 Die Frage, wie viel Gewalterfahrung Kinder verkraften können, ohne traumatisiert zu werden, erfordert natürlich erstmal eine Definition von Gewalt. (Die versuche ich von Gendern gerade in Erfahrung zu bringen.) Unbestreitbar ist aber, dass Kinder Grenzen (gesetzt bekommen) brauchen, und das Erleben dieser Grenzsetzung ist zunächst einmal unangenehm. Ich persönlich bezweifle, dass es für die psychische Entwicklung eines Kindes einen wesentlichen Unterschied macht, ob die Grenzziehung mittels verbaler Strenge, gegebenenfalls Festhalten oder einem Klapps auf den Po erfolgt. Aus Sicht des Kindes sind die Eltern in jedem Fall gemein und unterdrückerisch.

            Für ernsthafte Schäden muss die Gewaltanwendung oft und massiv erfolgen. Für so richtig krasse Schäden muss noch psychische Misshandlung hinzukommen, bzw., die reicht sogar alleine. Einem Kind Wertschätzung und Geborgenheit vorzuenthalten, ist schlimmer, als es zu verprügeln. (Natürlich kommt beides oft zusammen, aber ich beziehe mich hier auf eine Aussage der Youtuberin Charlotte Corday, die anscheinend eine wirklich üble Kindheit hatte. Sie hat jedenfalls das Geschlagenwerden mit einer Hundepeitsche als weniger schlimm bezeichnet, als dass ihr vermittelt wurde, wertlos zu sein. (Manche Leute sollten echt keine Kinder kriegen.))

        • Nur zynische Ignoranten leugnen das Ausmaß der Kindesmißhandlungen und ihrer Auswirkungen.

          Mich würde wirklich interessieren, was deiner Meinung nach die Auswirkungen sind.

          • Das hat er doch schon öfter geschrieben. Die Auswirkungen sind u.a.:
            Homosexualität
            Transsexualität
            Prostitution
            politisch zu links
            politisch zu rechts
            Feminismus
            Narzissmus
            Toxische Männlichkeit
            Atheismus
            eine andere Meinung haben, als er selbst

          • Transparenzhinweis:
            Der obige Kommentator bezeichnet mich als „Troll“.

            Hat selbst aber keinerlei Skrupel, den dümmsten und unsachlichsten Unsinn von sich zu geben. Gleichzeitig bezeichnet er meine Beiträge als „vollumfänglich verzichtbar“. Diese Kombination ist wirklich ein Ausmaß an Kaputtheit und Infantilität, das man sich schwer vorstellen kann.

            Möglicherweise sind manche Männer doch die antisozialen Autisten, als die sie Feministinnen zeichnen.

            Ich schäme mich für diese „Männerbewegung“ und ihre völlig unreifen Exponenten.

            @Ping Pong

            Wir besprechen das Thema noch. So schwer kommt mir die Antwort aber nicht vor.

  6. Eine Studie aus Neuseeland:

    Männer zahlen viel mehr Steuern:

    Der Staat unterstützt Frauen so gut wie über das ganze Leben mehr wie Männer:

    Und hier dann noch die Netto-Einnahmen nach Geschlecht:

    Die in Abbildung 16 dargestellten Daten deuten darauf hin, dass Männer im Durchschnitt einen positiven Netto fiskalische Auswirkungen haben – ihre Pro-Kopf-Steuereinnahmen übersteigen die (zugewiesenen) Ausgaben, die sie Ausgaben übersteigen – in ihren frühen Zwanzigern. Frauen erreichen diesen „Break-even-Punkt“ im Durchschnitt nicht erst mit Mitte 40. Dies ist auf eine Kombination aus geringerer Erwerbsbeteiligung, höheren Gesundheits- und Bildungsausgaben, höheren Einkommensbeihilfen und niedrigeren direkten und indirekten Besteuerung.

    https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2375926

    Neuseeland liegt auf Platz 29 der reichsten Länder der Welt. Deutschland auf Platz 18, noch hinter Österreich und Niederlande. Die Frauenerwerbsquote liegt in Neuseeland bei 65%, in Deutschland bei 56%. Die Geburten pro Frauen bei 1,72 in Neuseeland und 1,53 in Deutschland. In meinen Augen ist es also nicht so weiter hergeholt anzunehmen das es sich in Deutschland genau so verhält wie in Neuseeland.

    https://www.laenderdaten.info/Australien/Neuseeland/wirtschaft.php
    https://de.theglobaleconomy.com/rankings/female_labor_force_participation/

    Business as usually

    • Männer zahlen viel mehr Steuern:

      Das liegt doch nur daran, dass Frauen ab einem bestimmten Alter vom Patriarchat dazu genötigt werden Kinder zu bekommen und daheim zu bleiben. Und was haben die davon? Care Arbeit und Altersarmut! So sieht’s aus!

  7. „…indem wir eine Gesellschaft schaffen, in der alle Geschlechter ihre Potentiale frei von patriarchalisch geprägten Klischees und festgefahrenen Rollenmustern entwickeln können.“

    Mal abgesehen von den schreienden Widersprüchen die Boris so von sich gibt (was wenn jemand seine Potentiale genau nach Klischee und Rollenmuster „entwickeln“ möchte? Streng verboten?); hat jemand dieses Kapitel gelesen und kann es zusammenfassen?

    Ist das so eine kindlich-naive „der Strom kommt aus der Steckdose und das Essen wächst im Supermarkt“ Nummer?

  8. Da nimmt also offenbar einer die Zahlen, die der feministisch-matriarchale Komplex ausspuckt und immer wieder fast überall in die Köpfe presst und addiert sie in einem Buch.
    Es entsteht hochpopuläres Männer-Bashing auf Meta-Niveau. Das verkauft sich fast so gut wie Sex heutzutage (oder kriegt Projektförderung vom Bundesfrauenministerium).
    Jede Zahl, die in den Beschreibungen und Rezensionen genannt wird, ist hinterfragenswert und feministisch interessengeleitet.

    Aber hey, es gibt einen Ausweg aus eurer patriarchalen Erbschuld. Macht es wie die Frauen. Schickt einfach „die anderen“ in den Krieg, in die gefährlichen Berufe. Lasst sie bei Beziehungsstress einfach aus dem gemeinsamen Haushalt werfen, gebt ihnen keine Anlaufstellen, helft ihnen nicht, wenn sie in Not sind und gebt ihnen nichts von eurem erarbeiteten Geld ab.
    Sagt ihnen, sie seien selbst schuld.
    Denn eure Hilfe als Feuerwehrmann, als Rettungstaucher, als Soldat oder amazon-Bote, als Miele-Konstrukteur oder Bauarbeiter im Hochtiefbau, als Müllwerker oder Kanalarbeiter – die basiert einzig und allein auf eurer toxischen Männlichkeit und das kostet.
    Macht das nicht. Macht es wie die Frauen. Halbtags was mit Menschen, den anderen halben Tag widmet euch euren Hobbys, denn eigene Kinder könnt ihr ja nicht haben.
    Ihr braucht einfach nur das Geld vom Partner oder Staat nehmen. Hört nicht auf die fossilpatriarchalen Sprüche von Produktivität. Macht‘s wie die Frauen, dann lebt ihr länger, müsst weniger arbeiten und seid weniger gefährdet.
    Kann doch nicht so schwer sein…

    • „Aber hey, es gibt einen Ausweg aus eurer patriarchalen Erbschuld. Macht es wie die Frauen. Schickt einfach „die anderen“ in den Krieg, in die gefährlichen Berufe.“
      ganz genau so. Hat leider den Nachteil, dass dann alles den Bach runter geht.

    • Die feminisierte Gesellschaft versucht auf individueller Ebende den handzahmen, tüchtigen Versorger, der die Kinder des „Besorgers“ aufziehen darf. Die Frage ist ob sich genügend Versorger für diesen Deal motivieren lassen. Und ob sich eine kritische Zahl der „Kollektivmänner“ ab einem gewissen Abgabensatz bewusst für das sanktionslose (alles andere wäre frauenfeindlich;D) Bürgergeld entscheiden wird und einfach seinem Konsum reduziert, da die Perspektive auf Wohlstand und auch Familie fehlt.
      Ich beobachte, dass alleinerziehende arbeitslose Väter mittlerweile die Masche mit dem Alleinerziehen vorm Amt genauso wie alleinerziehende Mütter bis zuletzt abmelken und keinen Bock haben arbeiten zu gehen. Tatsächlich scheint mir das Sozialsystem ganz eigene Karrieren vorzuweisen, die zumeist mittels dutzender Atteste, Arztbesuche, Psychogutachten usw. vorangetrieben werden. Auf halbem Weg zur EU-Rente gibt da niemand mehr auf. Und das fehlende Geld wird halt „nebenbei“ dazuverdient. Das scheint mir tatsächlich die immer beliebter werdende Karriere.
      Ob die Anzahl psychischer Krankheiten sinken wird, wenn das Bürgergeld käme, weil die Dachschadenbescheinigung für das Geld dann nicht mehr nötig ist?

  9. „dann in nicht in Geld ausdrückbare Kosten (Teil 2), wie z.B. Trauer, wenn eine junge Familie ihren Mann und Vater bei einem illegalen Autorennen verliert.“

    Ein bekanntes Massenphänomen. Noch gestern musste ich meinen Nachbarn an der Ampel zum Rennen auffordern, weil der wieder Pizza-Kartons in die Papiertonne geworfen hat…

    Mal ernsthaft: wie groß ist die Autonrennen-Szene (absolut und relativ) überhaupt? Und wieviele der Teilnehmer sind überhaupt VATER? Sind das nicht eher junge Männer in der Balz-Phase?

    Ansonsten: setzt der Autor die Kosten in Relation? (Steuereinahmen sind ja oben schon angemerkt)
    Wieviel Kostet der Alkoholkonsum von Männern? Wieviel der von Frauen? Sind Therapie-Kosten einbezogen? (ich habe gelesen, Frauen mit Suchtproblem gehen eher in die Klinik, Männer eher unter die Brücke).
    Überhaupt, sind allgemein die Kosten, die Frauen verursachen gegengerechnet? Gesundheitskosten (meinetwegen ohne Reproduktion)? Pflegekosten (sie leben länger)?

    Sollte einer von euch das Buch lesen, würde ich mich über eine vernünftige Rezension freuen.

    • Man kann alles berechnen, was man will. Die Nazis haben es auch geschafft, eine komplett erfundene Rassenlehre zu etablieren, die genau das postuliert, was der gemeine Nazi und insbesondere Adolf Hitler für richtig hielten.

      Mal ernsthaft: wie groß ist die Autonrennen-Szene (absolut und relativ) überhaupt? Und wieviele der Teilnehmer sind überhaupt VATER? Sind das nicht eher junge Männer in der Balz-Phase?

      Da hilft die Unschuldsvermutung weiter und der unbedingte Wille, etwas Sinnvolles in den Äußerungen anderer Menschen zu erkennen. 🙂 Bei illegalen Autorennen kommen bekanntlich auch Unbeteiligte zu Schaden. So war das vermutlich gemeint.

      Dein Fall ist zwar harmlos, aber hier gibt es viele Leute, deren erklärtes Ziel es ist, Beiträge anderer brutalstmöglich falsch zu verstehen und dann auf dicke Hose zu machen. 🙂

    • Gesundheitskosten sind mit Sicherheit nicht gegengerechnet. Ein Spaziergang durch ein beliebiges Spital zeigt: 70 bis 80% der Patienten sind Patientinnen. Dafür gibt es Gründe, aber es lässt sich nicht leugnen. Gesundheitskosten sind zu einem erheblichen Teil Frauenkosten, ganz ohne Sonderkosten für Fortpflanzung.

  10. Was kostst eigentlich dieser Feminismus? Gendersprache, Frauenförderung, längere Lebensdauer, Quoten, gefälschte Lebensläufe, falsche Versprechen, Allmachtsphantasien, Abtreibungen, etc. das gibt es alles nicht umsonst. Weiß man da schon was?

    • Keine Ahnung, schon die direkten Kosten dürften allerdings sehr erheblich sein.
      Das Hauptproblem ist m.E. aber die durch den Feminismus immer mehr verursachte Dysfunktionalität des gesamten Systems.

  11. Bei Männern kann man so ein oberflächliches Bashing ja machen, interessiert niemanden.
    Schreib so ein Buch über Frauen oder Migranten und man könnte mit der Empörung den Energiebedarf Deutschlands für die nächsten zehn Jahre decken. 😁

    • Aber das man ein solches Buch über Frauen nicht schreiben könnte, sagt dann natürlich überhaupt nichts über gesellschaftliche Machtverhältnisse aus…

  12. Wenn ich das nächste mal mit einer alkoholabhängigen Frau konfrontiert werde, die einen Unfall hatte, werde ich sie darauf hinweisen, dass sie sich zu schämen hat bei den Kosten, die sie verursacht. Bestimmt komme ich damit ins Fernsehen, wo mir alle zustimmen werden.

  13. Ich würde mich eventuell „opfern“, das Buch mal zu kaufen und hier wieder mal eine Rezension als Gastbeitrag einzureichen, falls es gewünscht ist.

  14. Pingback: Männer kosten Männerkosten I – apokolokynthose

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