71 Gedanken zu “Corona Selbermach-Montag

  1. Meine Meinung über unseren „Qualitäts“-Journalismus sinkt immer weiter.

    Sieben-Tage-Inzidenz steigt rapide – auf über 900
    Zuletzt hatte es einen merklichen Rückgang bei den Coronakennzahlen gegeben. Doch nun meldet das Robert Koch-Institut deutlich höhere Werte als noch in der Vorwoche.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/sieben-tage-inzidenz-steigt-rapide-auf-ueber-900-a-3d879cd4-7a1e-429a-9b34-636d2dce659e

    Ähnliches auch bei den meisten anderen Medien, so gleichlautend, dass alle wohl mehr oder weniger eine Agenturmeldung durchreichen, meist noch verbunden mit der Anmerkung
    Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Tag der Woche Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig.
    z.B. https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/corona-inzidenz-129.html

    Den simplen Grund, warum die Zahlen heute früh stark angestiegen sind, liest man kaum irgendwo, obwohl ja, wie vorstehend, oft sogar ausdrücklich auf die Meldeweise hingewiesen wird. Dabei ist es doch offensichtlich – heute früh ist in der Inzidenz ein „normaler“ Montag enthalten, dafür ist der Ostermontag, an dem feiertagsbedingt sehr wenig gemeldet wurde, aus der Berechnung herausgefallen. Den gleichen Effekt gab es am Samstag, als der Karfreitag aus der Inzidenzberechnung fiel und durch einen normalen Freitag „ersetzt“ wurde. Umgekehrt waren die Inzidenzzahlen am Ostersamstag und dem Dienstag nach Ostern deutlich stärker gesunken als eigentlich zutreffend, weil da Feiertage statt normalen Werktagen in die Inzidenzberechnung gerutscht waren.

    Wobei die Inzidenz sowieso sehr schwierig zu bewerten ist, weil die Anzahl der Tests deutlich zurückgegangen ist (laut RKI von Mitte März bis Mitte April mehr als halbiert, bei gleichbleibender Positivquote). Nachdem nun nach den Ferien die Zwangstests für Schulkinder wieder losgehen, wird allein das vermutlich die Inzidenz in den nächsten Tagen und Wochen wieder steigern. Die schon lange bekannte weitgehende Sinnlosigkeit dieses Werts bzw. vor allem dessen täglichee Veröffentlichung wird immer offensichtlicher.

    • Ja, ich finde es auch erbärmlich. Sowie vom RKI als von den Medien.
      Warum gibt man nicht in jedem Bundesland ein paar tausend repräsentativ ausgewählten Menschen jeweils etwas Geld, damit sie sich zwei mal die Woche testen lassen und vielleicht gar noch einen Fragebogen ausfüllen, ob sie geimpft sind, ob sie Masken tragen, wie viel Sozialkontakte sie etwa hatten etc.

      Es scheint wirklich kein Wille nach seriösen Erhebungen vorzuherrschen, sonst wäre in die Richtung viel mehr geschehen in den letzten zwei Jahren.
      Man kann fast glauben, Politik und Behörden nehmen ihre Mega-Pandemie selbst nicht sonderlich ernst, denn sonst würde man ein glaubhaftes Erkenntnisinteresse erkennen.

      • Eine ganz einfache Maßnahme um etwas Vergleichbarkeit reinzubringen wäre es, Die Anzahl Positiver durch die Anzahl durchgeführter Tests zu dividieren, jeweils pro Territorium und pro Zeiteinheit. Dass das nicht gemacht wird ist mMn absichtliche Verwirrung.

  2. Tafel nur für Geimpfte und Genesene
    https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/moenchengladbach-tafel-gibt-lebensmittel-nur-noch-an-geimpfte-und-genesene-aus_aid-68319147

    Menschlichkeit at it’s best. Erinnert mich an die Berliner, die Obdachlose im Winter aus den U-Bahnhöfen zerren wollten in die Kälte, wenn sie nicht geimpft waren.

    Besonders pervers erscheint das in dem Kontext, dass Impfungen nun inzwischen eindeutig belegt keinen Fremdschutz bieten. Es geht nur noch um Gehorsam und Unterwerfung.
    https://wiges.org/fremdschutz/

    • @beweis „die Obdachlose im Winter aus den U-Bahnhöfen zerren wollten in die Kälte, wenn sie nicht geimpft waren.“

      Wann und wo ist das passiert?

      • Galt im letzten Winter in Berlin:

        Besonders problematisch dürfte das für obdachlose Menschen sein, die gerade im Winter in den Bahnstationen Zuflucht vor der Kälte suchen. Auch für sie gilt ab Mittwoch: Sind sie nicht nachweislich geimpft, genesen oder getestet, dürfen sie nicht auf dem Bahnsteig bleiben. Die Berliner Sozialverwaltung sagte der „Berliner Zeitung“: „Grundsätzlich ist es so, dass Kontrolleure Personen abweisen müssen, die die 3G-Bedingung nicht erfüllen“. Aufgrund des Zwecks der Verordnung sei es nicht möglich, eine Ausnahme für obdachlose Personen zu schaffen.

        Man wisse jedoch, wie problematisch diese Situation für obdachlose Menschen sei. „Daher unternehmen wir viele Anstrengungen, Obdachlosen eine Impfung und weitere Tests zu ermöglichen“, so die Sozialverwaltung weiter.

        https://www.welt.de/politik/deutschland/article235533810/Berlin-Ab-Mittwoch-gilt-3G-auch-auf-Bahnsteigen-Stichprobenartige-Kontrollen.html

    • Grundrechte dürfen nicht von Mehrheiten abhängen. Sie sind Schutzrechte des Einzelnen gegen eine übergriffige Staatsmacht, auch und gerade wenn diese von einer Mehrheit gestützt wird.

      • Sehe ich auch so.
        Zudem halte ich, wie schon verschiedentlich gesagt, auch Meinungsumfragen zu Themen, die medial stark präsent sind und von denen sich die meisten Menschen mangels Kenntnis und/der Überblick nicht selbst eine eigene Meinung bilden können, für ziemlich sinnlos.
        Natürlich sind viele Menschen für die Masken, wenn ihnen medial ständig Angst gemacht wird(und ein gewisser Teil antwortet möglicherweise auch pro-Masken, weil er das für die „sozial erwünschte“ Antwort hält . Die Einstellung der Menschen wird sich vermutlich schnell ändern, falls sich herausstellt, dass ohne Masken trotzdem kein Katastrophenfall eintritt.
        Gilt umgekehrt natürlich genauso. Wenn medial die Maskenpflicht ständig bekämpft und als sinnlos dargestellt werden würde, dann hätte es bei derartigen Umfragen garantiert eine große Mehrheit für die Aufhebung gegeben. Auch diese Einstellung würd es sich aber wohl schnell ändern, wenn die Menschen merken würden, dass sie oder Bekannte sich häufig auf Reisen infizieren.

    • Das ist schon merkwürdig. Dann müsste die Mehrheit eigentlich konsequentermaßen auch Masken tragen, denn das verbietet ihnen keiner.
      Gibt es denn wirklich Bereiche oder Orte, in denen die Mehrheit Masken trägt, ohne dass die Pflicht sind? Habe ich nicht erlebt.

      Ist vielleicht auch ähnlich wie der Reflex nach einem spektulären Kindesmissbrauch: Eine Umfrage würde eine überwältigende Mehrheit ergeben für die Forderung „Todesstrafe für Kinderschänder“. Bei einer namentlichen Abstimmung, die einsehbar ist, würde das bestimmt anders aussehen.

      Es gibt halt solche und solche Mehrheiten.

  3. Vorausschauendes Handeln, Vorsicht und Vorsorge bedeutet, dass weniger böse „Überraschungen“ passieren.
    (Wie vor zwei Wochen auch schon)

    https://www.haaretz.com/israel-news/everything-you-need-to-know-about-the-hepatitis-outbreak-among-children-1.10754895

    At this stage, there is no unequivocal evidence pointing to the coronavirus as a direct causal factor in the disease. Nevertheless, doctors who have treated these children suspect that there is a connection.
    “After we ruled out all the various possibilities, the common denominator in all the cases we found was that all had come down with the coronavirus around three and a half months before the infection appeared,” Mozer-Glassberg said.

    Relevanter Nebenaspekt:

    “The cases investigated in Israel show that most of the cases are children who didn’t get the [coronavirus] vaccine.“

    • Sollte man auf jeden Fall überprüfen. Allerdings auch nicht zu hoch hängen, es geht in Israel um 12 Fälle innerhalb von 14 Monaten.
      Und da es sich um kleine Kinder handelt, zumeist <5J, ist es wohl auch nicht sehr überraschend, dass die meisten Patienten ungeimpft waren.

      Bezüglich der im Artikel auch erwähnten Fälle in Großbritannien hat die dortige Gesundheitsbehörde kürzlich ein längeres Statement veröffentlicht.

      Klicke, um auf acute-hepatitis-technical-briefing-1_4_.pdf zuzugreifen

      Kurzfassung – ein besonderer Zusammenhang mit Covid wurde bisher nicht festgestellt, dagegen sehr häufig eine Adenovireninfektion erkannt. Die für am wahrscheinlichsten gehaltene Hypothese ist deshalb derzeit, dass die Hepatitis-Erkrankungen im Zusammenhang mit Adenoviren stehen und der Umstand, dass überdurchschnittlich viele schwerere Erkrankungen (aber immer noch in überschaubarer Zahl, derzeit 111 in GB, bisher kein Todesfall) auf Zusatzfaktoren zurückzuführen sind. Für letzteres käme u.a. eine Schwächung durch vorherige Corona- oder sonstige Infektion in Betracht, aber auch eine Unterentwicklung des Immunsystems wegen der Corona-Maßnahmen.

      • Ablenkung, so funktionieren Zaubertricks: Du achtest auf das was nicht wichtig ist, anstatt auf das was wichtig ist.

        Du schreibst weiter unten:
        „Nach den beschleunigten Zulassungsverfahren hat man auch während der bisherigen Impfphasen nicht unbedingt den Eindruck, dass Bedenken vertieft nachgegangen wird, was auch nachvollziehbar erscheint, weil nicht nur die Pharmaunternehmen, sondern auch viele einflussreiche Politiker und Mediziner sehr viel zu verlieren haben.“

        Selbstverständlich ist es etwas ganz anderes, wenn das Land, welches seit Beginn der Pandemie durch eine sagen wir mal ungewöhnliche Strategie basierend auf der sogenannten Durchseuchung und angeblich daraus folgender Herdenimmunität (ich rede von UK) setzt, nach zwei Jahren Pandemie feststellt, dass eine ungewöhnliche Häufung von Hepatitis nicht auf Covid zurückzuführen wäre. In diesem Fall verlässt sich hugor mit Freude auf die Kurzfassung, welche Adenoviren als Schuldigen ausmacht.

        Naja, mal sehen.

        dagegen sehr häufig eine Adenovireninfektion erkannt

        Adenoviren sind sehr häufig in Kindern (PMID: 26974888, 23011145) und verbleiben nach Infektion für potentiell lange Zeit im Körper (PMID: 20308936), vor allem im Mundraum und den Mandeln. Eine Detektion von Adenoviren durch Mundabstrich mit sehr sensitivem PCR Test (erinnert sich noch jemand an die Sensitivitäts-Diskussion beim covid PCR Test? Zyklenanzahl und so?) ist bei Kindern nicht ungewöhnlich. Die Problematik der Überdetektion von Adenoviren ist bekannt und hat in der Vergangenheit bereits zu Problemen geführt (PMID: 23011145, verzögerte Diagnose und Behandlung von Krankheiten durch das übermäßige Vertrauen in den positiven Adenoviren-Test). Die höchsten Levels von Adenoviren in den Lymphozyten findet man in sehr kleinen Kindern (PMID: 12368303). Medianalter der betroffenen Kinder in UK: 3 Jahre, die überwiegende Mehrzahl aller Fälle ist unter 5.

        Die für am wahrscheinlichsten gehaltene Hypothese ist deshalb derzeit, dass die Hepatitis-Erkrankungen im Zusammenhang mit Adenoviren stehen

        Von Adenovirus Typ 41, der im Großteil der Fälle in UK gefunden wurde, ist nicht bekannt dass er Hepatitis verursacht. Typ 41 verursacht Gastroenteritis (PMID: 24908344, Tabelle 1).

        In der aktuellen Untersuchung von Hepatitis in Schottland sind 5 von 13 Fällen Sars-Cov2 positiv, nur 2 von 13 haben einen positiven Bluttest auf Adenoviren.

        aber immer noch in überschaubarer Zahl, derzeit 111 in GB, bisher kein Todesfall

        In den letzten 4 Jahrzehnten(!) sind etwas über 100 Hepatitis Fälle durch Adenoviren in der Literatur dokumentiert. In der größten Studie (PMID: 28296681, 12 Fälle, davon 8 Kinder) waren alle Patienten immunsupprimiert und alle Fälle gingen mit Fieber einher. In den aktuellen UK Fällen: Knapp 30% hatten Fieber.
        Alle Fälle hatten virale Einschlüsse von Adenoviren in den Leberzellen, bestätigt durch Immunhistochemie (IHC). In den UK Fällen wurde dieser offensichtliche und in der Literatur sehr gut bekannte Umstand aus unerfindlichen Gründen nicht untersucht (s. Absatz ganz oben).
        Auch in den USA hat man die Häufung von Hepatitis Fällen bemerkt. Immerhin wurden hier Leberbiopsien durchgeführt (in 6 von 9 Fällen). Keiner(!) davon hatte virale Einschlüsse von Adenoviren in der Leber (HC und Elektronenmikroskop). So gut wie alle(!) bekannten Fälle in der Literatur von Adenovirus-Heptatitis hatten virale Einschlüsse von Adenoviren in der Leber.

        aber auch eine Unterentwicklung des Immunsystems wegen der Corona-Maßnahmen.

        Die Fälle sind zwar überwiegend sehr kleine Kinder, es sind aber auch 10-Jährige dabei. Ein 10-Jähriger war zu Beginn der Pandemie von 2 Jahren 8 Jahre alt. Man kann davon ausgehen, dass bis zum Alter von 8 Jahren alle Adenoviren Infektionen in der Kindheit durchlaufen wurden. Das spricht gegen die ohne Evidenz vorgebrachte Hypothese, dass die Isolation der letzten 2 Jahre zu einer geringen Exposition gegenüber weit verbreiteten Erregern wie dem Adenovirus führt, und dadurch jetzt schwere Infektionen auftreten.

        Zum Schluss noch einmal der wesentliche Punkt: Es gibt keine bekannten Fälle, wo Adenovirus Typ 41 akutes Leberversagen verursacht, oder dass irgendein Adenovirus Leberversagen in gesunden immunkompetenten Kindern verursacht (lediglich in schwer immunsupprimierten). Andererseits gibt es bekannte Fälle, wo Sars-Cov2 akutes Leberversagen in gesunden Kindern verursacht (PMID: 35127589)

        Also wie gesagt: Vorausschauendes Handeln, Vorsicht und Vorsorge bedeutet, dass weniger böse „Überraschungen“ passieren.

        • Pingpong – Ablenkung, so funktionieren Zaubertricks: Du achtest auf das was nicht wichtig ist, anstatt auf das was wichtig ist.

          Hast du diese in letzter Zeit von dir regelmäßig verwendete Phrase in einem kürzlichen Diskussion-Seminar gelernt? Was konkret willst du denn damit aussagen, oder soll es nur eine mentale Beeinflussung des Lesers sein?

          In der aktuellen Untersuchung von Hepatitis in Schottland sind 5 von 13 Fällen Sars-Cov2 positiv, nur 2 von 13 haben einen positiven Bluttest auf Adenoviren.

          Um genau zu sein, hatten 5 von 13 einen positiven Test innerhalb der letzten drei Monate. Das erscheint mir bei den Inzidenzen der Omikron-Welle keine extrem außergewöhnliche Häufung.
          Und was die Adenoviren betrifft – aus der verlinkten schottischen Untersuchung: Additional viral testing not routine in hepatitis, but completed for some patients, included tests for … adenovirus. Five of 13 children were adenovirus-positive by PCR (two by throat swab, two by blood and one by stool). Also obwohl Tests auf Adenoviren nur bei einigen Patienten erfolgten (wogegen Coronatests nicht nur bei Aufnahme immer, sondern ja zusätzlich auch im normalen Leben häufig vorgenommen werden), wurden fünf „Treffer“ erzielt.
          Auch der schottische Bericht kommt zu dem vorläufigen Ergebnis:
          At the time of publication, the leading hypotheses centre around adenovirus—either a new variant with a distinct clinical syndrome or a routinely circulating variant that is more severely impacting younger children who are immunologically naïve. The latter scenario may be the result of restricted social mixing during the COVID-19 pandemic. Adenovirus infection as a cause of severe hepatitis is rare in immunocompetent children but has been reported in case reports and series [9-11].
          Other infectious causes still being explored include increased severity of disease following infection with Omicron BA.2 (the dominant SARS-CoV-2 virus circulating in Scotland) or infection by an as yet uncharacterised SARS-CoV-2 variant. Of note, none of the children were vaccinated for SARS-CoV-2. A novel or yet undetected virus also cannot be ruled out at this time.

          Deine Argumentation greift also deutlich zu kurz. Den Wissenschaftlern ist durchaus bewusst, dass für Adeno die Umstände etwas vom Üblichen abweichen, halten aber trotzdem Adeno – ggf. eine neue Art oder im Zusammenwirken mit sonstigen Umständen – für die wahrscheinlichste Erklärung.

          Die Sache muss und wird tiefergehend untersucht werden. Tatsache ist aber, dass 1.) die Zahl der betroffenen Kinder im überschaubaren Bereich bleibt, und 2.) es bisher keine konkreten Anhaltspunkte dafür gibt, dass Corona-Infektionen hier eine maßgebliche Rolle spielen.
          Als Argument für striktere Cornonamaßnahmen taugt das also offenkundig nicht.

          • Ich wüsste nicht was an der Aussage „Du achtest auf das was nicht wichtig ist, anstatt auf das was wichtig ist“ schwer verständlich sein sollte.

            Am Beispiel deines Beitrags:

            „Um genau zu sein, hatten 5 von 13 einen positiven Test innerhalb der letzten drei Monate. Das erscheint mir bei den Inzidenzen der Omikron-Welle keine extrem außergewöhnliche Häufung.“

            Ja, richtig. Nicht alle hatten einen positiven Test direkt bei der Aufnahme ins KH, sondern hatten tlw. schon einige Zeit vorher eine Covid-Infektion durchgemacht. Im Lichte dessen, dass ein supprimiertes Immunsystem einer DER wesentlichen Risikofaktoren für Hepatitis ist, wir wissen dass Covid so eine Schwächung bewirken kann und sich diese Schwächung wohl kaum bereits wenige Tage nach einem positiven Covid Test bemerkbar macht, ist die Aktualität des positiven Covid Tests (direkt bei KH Aufnahmen oder bereits früher) weniger wichtig. Wichtiger ist stattdessen die Tatsache dass es (ev. einige Monate der Vergangenheit) eine Covid Infektion gab. Eine geschwächtes Immunsystem durch Covid verschwindet u.U. nicht 14 Tage nach Genesung.

            „Also obwohl Tests auf Adenoviren nur bei einigen Patienten erfolgten (wogegen Coronatests nicht nur bei Aufnahme immer, sondern ja zusätzlich auch im normalen Leben häufig vorgenommen werden), wurden fünf „Treffer“ erzielt.“

            Ein „positives Testergebnis“ ist in Isolation betrachtet weniger wichtig, da (s. mein voriger Beitrag) positive Testergebnisse bei Kindern, vor allem durch Mundabstrich, generell sehr häufig sind (manche Studien sprechen von bis zu 75% der Kinder, die das Adenovirus nach einer Infektion still in sich tragen). Wichtig ist daher, dass von deinen 5 Treffern gezählte 3 ein positives Ergebnis beim Test per Mundabstrich/Stuhl hatten, ein nachfolgender(!) Bluttest aber jeweils negativ war. Deshalb schrieb ich in meinem Beitrag explizit von 2 positiven Bluttests.

            Ich hoffe, damit ist die Aussage „Du achtest auf das was nicht wichtig ist, anstatt auf das was wichtig ist“ ausreichend deutlich gemacht.

            Du schreibst:
            „Tatsache ist aber, dass 1.) die Zahl der betroffenen Kinder im überschaubaren Bereich bleibt“

            S. mein voriger Beitrag. In den letzten 4 Jahrzehnten gibt es in der medizinischen Literatur gute 100 Fälle von Adenovirus Hepatitis. Jetzt haben wir innerhalb von wenigen Monaten über 100 Kinder alleine in UK, welche ganz zufällig [/Sarkasmus] mitten in einer Pandemie nach einer Phase mit sehr hoher Covid Inzidenz auftreten. Das ist natürlich kein Beweis für eine Kausalität in irgendeine Richtung, die Größenordnungen der Fallzahlen sollten allerdings zu denken geben. Insbesondere das „Anzahl bleibt im überschaubaren Bereich“ kann man lediglich wohlwollend durch Unkenntnis der medizinisch-wissenschaftlichen Gegebenheiten erklären.

            „2.) es bisher keine konkreten Anhaltspunkte dafür gibt, dass Corona-Infektionen hier eine maßgebliche Rolle spielen“

            Na wenn die offiziellen Regierungsberichte von UK, Schottland und USA das sagen, dann ist es bestimmt so [/Sarkasmus].

            Wo bleibt deine kritische Medienkompetenz? Ich zitiere dich:
            „man hat […] nicht unbedingt den Eindruck, dass Bedenken vertieft nachgegangen wird, was auch nachvollziehbar erscheint, weil nicht nur die Pharmaunternehmen, sondern auch viele einflussreiche Politiker und Mediziner sehr viel zu verlieren haben“
            Trifft hier vollumfänglich zu.

            Dieselben offiziellen Berichte, die sagen dass es „bisher keine konkreten Anhaltspunkte dafür gibt, dass Corona-Infektionen hier eine maßgebliche Rolle spielen“ sagen übrigens auch, dass es bisher keine konkreten Anhaltspunkte dafür gibt, dass durch die Covid Impfung mehr Nebenwirkungen als bei anderen Impfungen auftreten. Also alles in Butter?

          • Pingpong, ich werde mit dir über medizinische Details nicht diskutieren, weil ich diese nicht hinreichend beurteilen kann.
            Fakt ist, dass die britischen Gesundheitsbehörden derzeit davon ausgehen, dass die wahrscheinlichste Erklärung Adenoviren sind. Mag ja sein, dass das falsch ist, aber wenn es tatsächlich so einfach zu widerlegen wäre, wie du hier tust, gäbe es nur zwei Erklärungsmöglichkeiten – entweder die britischen Gesundheitsbehörden sind völlig inkompetent oder sie verbreiten bewusst Falschinformationen. Ich schließe heutzutage überhaupt nichts mehr aus, aber, nimm’s mir nicht übel, es braucht schon etwas mehr, um mich von Derartigem zu überzeugen, als die interessegeleiteten Ausführungen eines pingpong bei AE. Zumal insbesondere bei der schottischen Gesundheitsbehörde keinerlei Grund erkennbar ist, weshalb sie etwaige Corona-Folgen verharmlosen sollten (für England würde ich ja noch irgendwie ein politisches Interesse sehen, sich nicht für ihre eher offene Coronapolitik angreifbar zu machen).

            Im Übrigen wäre selbst dann, wenn Adeno tatsächlich nicht der Grund wäre, noch immer kein kausaler Zusammenhang mit Corona hergestellt. Was du mit „wir wissen dass Covid so eine Schwächung bewirken kann und sich diese Schwächung wohl kaum bereits wenige Tage nach einem positiven Covid Test bemerkbar macht, ist die Aktualität des positiven Covid Tests (direkt bei KH Aufnahmen oder bereits früher) weniger wichtig. Wichtiger ist stattdessen die Tatsache dass es (ev. einige Monate der Vergangenheit) eine Covid Infektion gab. Eine geschwächtes Immunsystem durch Covid verschwindet u.U. nicht 14 Tage nach Genesung. für deine Ansicht ableiten willst, verstehe ich nicht recht. Nochmal: Es wurden nur bei fünf von 13 schottischen Patienten positive Coronatests bekannt, davon zwei drei Monate zuvor, zwei 11 Tage zuvor und einer ein Schnelltest bei Aufnahme, der sich beim PCR-Test nicht bestätigte. Also 4-5 von 13 (31-38%) über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten. In Omikron-Zeiten dürfte das nicht auffällig über dem Durchschnitt liegen. Was ist denn mit den acht anderen? Unerkannt infiziert gewesen, oder wie soll sich bei ihnen Corona kausal ausgewirkt haben?

            Und ja, 100 Fälle, davon bisher 0 Tote, sind für mich ein überschaubarer Bereich. Insoweit kommt es für mich nicht auf den relativen Anstieg, sondern die absoluten Fallzahlen an. Das ist ernstzunehmen, ohne Frage, aber kein für Dramatisierung.

          • Und ja, 100 Fälle, davon bisher 0 Tote, sind für mich ein überschaubarer Bereich. Insoweit kommt es für mich nicht auf den relativen Anstieg, sondern die absoluten Fallzahlen an. Das ist ernstzunehmen, ohne Frage, aber kein für Dramatisierung.

            Ich bin mir nicht sicher, ob du auch zu denen gehörtest, aber als es um möglichen Nebenwirkungen der Impfungen ging, waren, im Vergleich zu Populationen, die Schottland bzw. schottische Kinder um gleich mehrere Größenordnungen übertreffen, extrem geringe Fallzahlen potentieller Impfschäden noch ein gewaltiges Problem. Und selbst die Behörden haben bei unter 30 Verdachtsfällen schwerer Komplikationen nach >10 Millionen Impfungen ein Präparat (wie sich im Nachhinein herausstellte, unberechtigterweise – das vom-Mark-nehmen hat damals vermutlich deutlich mehr Menschen aus Risikogruppen getötet als andere vor Nebenwirkungen gerettet) von einem auf den anderen Tag vom Markt genommen.

            Ich kann mich selber davon nicht freisprechen und will dich auch nicht falsch verdächtigen, aber generell sind die Fähigkeit und Bereitschaft der Menschen, doppelte Maßstäbe anzulegen wo es ihnen passt, wie auch die Leichtigkeit mit der sie das, vermutlich oft sogar ohne sich dessen bewusst zu sein, wirklich faszinierend.

          • @CaptainCovid – nein, ich habe nicht „zu denen“ gehört, und ich versuche stets, doppelte Maßstäbe zu vermeiden, auch wenn ich natürlich weiß, dass man das nie wirklich zu 100% schafft.

            Unabhängig davon halte ich deinen Vergleich für unglücklich. Bei den Covidimpfungen ging und geht es darum, dass die Impfschäden (in die Diskussion, welche Größenordnung sie potenziell tatsächlich hatten und haben, will ich hier jetzt nicht einsteigen) durch eine Maßnahme ausgelöst wurden, die für weite Teile der Bevölkerung vermutlich überhaupt nicht indiziert war, weil Covid für sie kein relevantes Risiko darstellt. Dagegen läuft pingpongs Argumentation ja darauf hinaus, Restriktionen für die gesamte Bevölkerung einzuführen bzw. aufrechtzuerhalten, was mir doch bei 100 Fällen von Hepatitis, die vielleicht im Zusammenhang mit Corona stehen und vielleicht zumindest teilweise durch diese Restriktionen verhindert werden könnten, deutlich übertrieben scheint.
            Hier die reinen absoluten Zahlen zu vergleichen, wird dem Sachverhalt offenkundig nicht ansatzweise gerecht.

          • Ja wenn dich medizinische Grundlagen (nicht: Details) wie z.b. dass Adeno Typ 41 bisher nicht dafür bekannt ist Hepatitis zu verursachen, oder andere grundlegende klinische Parameter von Adeno-Hepatitis, nicht interessieren, wozu meldest du dich dann überhaupt zu diesem Thema?

            „Mag ja sein, dass das falsch ist, aber wenn es tatsächlich so einfach zu widerlegen wäre, wie du hier tust“

            Eventuell missverstehst du meine Intention. Es geht mir nicht darum etwas zu „widerlegen“. Sondern darum, den Fokus auf wichtige Dinge, wie beispielsweise die einfache Weisheit dass Vorsicht besser ist als Nachsicht, zu legen.

            „Im Übrigen wäre selbst dann, wenn Adeno tatsächlich nicht der Grund wäre, noch immer kein kausaler Zusammenhang mit Corona hergestellt.“

            Ok. Solange kein gesicherter kausaler Zusammenhang hergestellt ist sollten wir deiner Meinung nach was konkret tun?

            Was du mit […] für deine Ansicht ableiten willst, verstehe ich nicht recht.

            Unwichtig: Wann genau bei den Fällen ein Covid Test positiv war.
            Wichtig: Es gab (per Test bestätigte) Covid Infektionen.

            Unwichtig: Positiver Adenoviren Test per Mundabstrich/Stuhl.
            Wichtig: Positiver Adenoviren-Bluttest.

            Unwichtig: Wieviele positive Tests (jeweils Covid/Adeno) genau.
            Wichtig: Eindeutig mehr positive Covid als Adeno.

            M.E. konzentrierst du dich zu oft auf die linke Seite in dem Diagramm. Das ist bei gut abgrenzbaren Problemen und relativ engen Kontexten sinnvoll. Wir haben es hier aber mit einer Pandemie (und ihren Auswirkungen) zu tun. Es gibt wohl kaum ein Phänomen, auf das die Beschreibung „globales Problem“ mehr zutrifft.

            Dagegen läuft pingpongs Argumentation ja darauf hinaus, Restriktionen für die gesamte Bevölkerung einzuführen bzw. aufrechtzuerhalten

            I call bullshit. Zitat bitte wo ich im Zusammenhang mit den Hepatits Fällen auch nur irgend etwas in diese Richtung gefordert habe. Ein Beitrag ohne persönliche Sticheleien von dir wäre mal eine gute Abwechslung, meinst du nicht?

          • @Pingpong – Es geht mir… darum, den Fokus auf wichtige Dinge, wie beispielsweise die einfache Weisheit dass Vorsicht besser ist als Nachsicht, zu legen.

            Und mir geht es darum, dass übertriebene Vorsicht meistens mehr schadet als nützt und deshalb erstmal eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass bestimmte Maßnahmen hilfreich sein könnten, festgestellt werden sollte. Wenn du versuchst, dich gegen alles, was theoretisch denkbar ist, abzusichern, kannst du dich irgendwann nur noch in deinem Keller einschließen.

            [q]Ok. Solange kein gesicherter kausaler Zusammenhang hergestellt ist sollten wir deiner Meinung nach was konkret tun?[/q]

            Nicht unterstellen, dass ein solcher Zusammenhang besteht, und keine Maßnahmen ergreifen, die nicht in angemessenem Verhältnis zum bislang festgestellten Risiko stehen.
            Gegenfrage: Welche Maßnahmen würdest du denn konkret vorschlagen, solange kein kausaler Zusammenhang festgestellt oder von den Behörden auch nur als wahrscheinlich angesehen wird?

            [q]Unwichtig: Wann genau bei den Fällen ein Covid Test positiv war.
            Wichtig: Es gab (per Test bestätigte) Covid Infektionen.[/q]

            Korrekt. Und wenn wir das betrachten, stellen wir fest, dass nur für von 5 der 13 Patienten positive Coronatests bekannt sind, wobei mindestens einer dieser Positivtests zweifelhaft ist, weil der nachfolgende PCR-Test negativ war. Was also ist dein Argument?

            [q]Unwichtig: Positiver Adenoviren Test per Mundabstrich/Stuhl.
            Wichtig: Positiver Adenoviren-Bluttest.[/q]

            Wer sagt das – du?

            [q]Unwichtig: Wieviele positive Tests (jeweils Covid/Adeno) genau.
            Wichtig: Eindeutig mehr positive Covid als Adeno.[/q]

            Bei Corona sind viel mehr Tests gemacht worden, und trotzdem sind nur 5 positive bekannt. Auf Adeno wurde selbst bei Aufnahme nur ein Teil der Patienten getestet, und vorher wahrscheinlich gar nicht. Selbst wenn man dir folgt und nur die beiden positiven Bluttests zählt, heißt das also nicht, dass es mehr Corona als Adeno gab.

            Dagegen läuft pingpongs Argumentation ja darauf hinaus, Restriktionen für die gesamte Bevölkerung einzuführen bzw. aufrechtzuerhalten

            I call bullshit. Zitat bitte wo ich im Zusammenhang mit den Hepatits Fällen auch nur irgend etwas in diese Richtung gefordert habe. Ein Beitrag ohne persönliche Sticheleien von dir wäre mal eine gute Abwechslung, meinst du nicht?

            Welche persönlichen Sticheleien? Du forderst doch dauernd Vorsichtsmaßnahmen, hast auch diesen Strang mit „Vorausschauendes Handeln, Vorsicht und Vorsorge“ eingeleitet. Willst du ernsthaft behaupten, dass du damit keine Maßnahmen meinst, die Auswirkungen für die gesamte Bevölkerung haben?

  4. Interessantes bei Twitter zur #MassnahmenEvaluierung: Dort evaluieren jetzt die Menschen selbst, wenn Politik und Behörden das schon nicht machen wollen. Unter dem Hashtag #NullLebengerettet

    Sorry für die vielen embedded Links, aber dieses Konglomerat des Irrsinns muss man gesehen haben.

  5. Untersuchung der wissenschaftlichen Literatur mit dem Ziel der Beurteilung der gesundheitlichen Auswirkungen der mRNA-Impfungen:
    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S027869152200206X?via%3Dihub#bib92

    Aus dem Abstract:
    In this paper, we present evidence that vaccination induces a profound impairment in type I interferon signaling, which has diverse adverse consequences to human health. Immune cells that have taken up the vaccine nanoparticles release into circulation large numbers of exosomes containing spike protein along with critical microRNAs that induce a signaling response in recipient cells at distant sites. We also identify potential profound disturbances in regulatory control of protein synthesis and cancer surveillance. These disturbances potentially have a causal link to neurodegenerative disease, myocarditis, immune thrombocytopenia, Bell’s palsy, liver disease, impaired adaptive immunity, impaired DNA damage response and tumorigenesis. We show evidence from the VAERS database supporting our hypothesis. We believe a comprehensive risk/benefit assessment of the mRNA vaccines questions them as positive contributors to public health.

    Ich sehe mich nicht in der Lage, die Aussagekraft des Papers selbst zu beurteilen, da es doch sehr tief in die Zellbiologie geht . Aber es sind Ergebnisse wie diese, die dringend ausgeräumt werden müssten, ehe man die Impfung weiter propagiert.

    • Die Dänen haben ihr Impfprogramm wohl gestoppt. Die hatten ja seinerzeit auch sehr früh AstraZeneca abgewickelt. Sie scheinen sich um Bevölkerungsgesundheit zu sorgen.

      Interessant finde ich die Frage, was wohl eine offizielle Bestätigung bedeuten würde, dass mRNA-Impfungen im größeren Stil lebensbedrohliche und lebenslange Folgen nach sich ziehen.
      Ich vermute, Politik, Behörden und Medien würden alles dafür tun, dass das nie in solcher Klarheit zum Thema wird. Denn sonst stellt sich schnell die Frage der Verantwortung.
      Und da die Propagierung der Impfstoffe sehr aggressiv unterlegt, die Nichtwahrnehmung der Impfung sogar mit Grundrechtsentzug (2G, 3G) sanktioniert wurde, würde Staat und Mainstream-Medien eine Täter-Rolle zufallen.

      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/133661/Daenemark-setzt-Coronaimpfprogramm-aus

      • Wenn Wissenschaftler begründen, warum sie es für möglich halten, dass eine bestimmte Behandlung unterm Strich mehr Schaden als Nutzen bringt, ist das m.E. zu klären, auch wenn noch kein beweis für den Schaden geliefert wurde (dann wäre es ja nicht mehr klärungsbedürftig).

        Ich maße mir, wie gesagt, nicht an, den Wert der Studie beurteilen zu können – Gleiches gilt auch für den dagegen gerichteten Kommentar. Bei diesem Thema gibt es ja leider auf beiden Seiten auch viele Wissenschaftler, die interessegeleitet argumentieren, so dass es schwerfällt, besonderes Vertrauen in die eine oder die andere Seite zu entwickeln, wenn es um Details geht, die „Normalsterbliche“ schlichtweg nicht beurteilen können.

        • Wenn Wissenschaftler begründen, warum sie es für möglich halten

          Ja, wenn.
          Das ist ja gerade der springende Punkt.

          Aus dem paper:
          We call on the public health institutions to demonstrate, with evidence, why the issues discussed in this paper are not relevant to public health, or to acknowledge that they are and to act accordingly.

          Klassischer „shift the burden of proof“, wie einer der von mir verlinkten Kommentare ganz richtig festgestellt hat. Sie verlangen von der Gesellschaft, dass sie ein Negativ beweisen soll („demonstrate […] why the issues discussed in this paper are not relevant“). Das ist keine Wissenschaft, sondern Ideologie.

          • Die bist also der Meinung, dass, wenn jemand substantiiert auf potenzielle Sicherheitsrisiken hinweist (und das tut das paper m.E. durchaus), dies nicht geprüft zu werden braucht, solange nicht bewiesen wird, dass es insoweit tatsächlich ein Problem gibt? Das wundert mich etwas, ich dachte, du bist im „Team Vorsicht“?

          • Lies nochmal, was ich im vorigen Beitrag auf dein
            „Wenn Wissenschaftler begründen, warum sie es für möglich halten“
            geschrieben habe. Es ist dasselbe was ich jetzt sage.

            wenn jemand substantiiert auf potenzielle Sicherheitsrisiken hinweist (und das tut das paper m.E. durchaus)

            Ja, wenn es substantiiert ist und Hand und Fuß hat. Das ist eben der fragliche Punkt.

            Andere mit entsprechendem wissenschaftlichen Background sehen das ganz anders als du. Das paper macht wenig substantielle oder konkrete Aussagen, dafür viele Hypothesen und Vermutungen. Und bei den wenigen konkreten Punkten die es macht gibt es gut begründete Zweifel.

            Hier sind die von den Autoren selbst angeführten „Highlights“ des papers:

            Welcher dieser Punkte wird im paper tatsächlich untersucht bzw. eine konkrete Aussage dazu gemacht?
            Antwort: Zu sehr wenigen.

            Hypothesen und Vermutungen aufstellen ist ok. Es ist dann Aufgabe der Wissenschaft, solche Hypothesen zu untersuchen und mit konkreten Experimenten und Ergebnissen die Hypothese entweder zu bestätigen oder zu verwerfen. Das paper tut nichts davon, sondern wendet die oben zitierte fragwürdige und unwissenschaftliche „Argumentation“ an, die Beweislast für die nicht(!)-Relevanz der im paper aufgeworfenen Bedenken der Allgemeinschaft aufzubürden.

            Eine Arbeit, die auf sauberer und tragfähiger Wissenschaft basiert hat so etwas nicht nötig.

          • Pingpong, das paper führt eine Menge aus, das ich nicht wirklich verstehe und, with all due respect, du höchstwahrscheinlich auch nicht. Deswegen würde ich nie versuchen, dich davon zu überzeugen, das das paper korrekt ist (ich kann es schlichtweg nicht beurteilen), umgekehrt wird mich deine eigene Bewertung nicht davon überzeugen können, das paper für Müll zu halten. Und auch nicht die Meinung irgendwelcher anonymer Kommentatoren, deren wissenschaftliche Qualität und Objektivität ich nicht einschätzen kann.

          • Um festzustellen, dass das paper zu den unter „Highlights“ aufgezählten Punkten sehr wenig konkrete Untersuchungen oder Aussagen macht, muss man die Materie nicht im Detail verstehen.

            Du hast in deinem Ursprungsbeitrag geschrieben:
            „Aber es sind Ergebnisse wie diese, die dringend ausgeräumt werden müssten, ehe man die Impfung weiter propagiert.“

            Auf welche Ergebnisse beziehst du dich?

          • Das Paper formuliert also Bedenken.

            Was mich interessieren würde: Wären solche Bedenken in einem regulären Impfstoffzulassungsverfahren zu klären gewesen, bevor ein derartiger Impfstoff zugelassen wird? Dann hätten wir als Laien immerhin einen Anhaltspunkt, wie die Profis unter normalen Umständen mit solchen Bedenken umgehen.

          • „Wären solche Bedenken in einem regulären Impfstoffzulassungsverfahren zu klären gewesen, bevor ein derartiger Impfstoff zugelassen wird?“

            Wenn an den Bedenken etwas dran ist, sicher.
            Die Covid Impfstoffe dürften die am besten untersuchten, geprüften und am genauesten beobachteten Impfstoffe in der Geschichte sein.

            Die Bedenken, die in dem paper formuliert werden, scheinen allerdings wenig Substanz zu haben. Irgendwelche lose und eventuell mit mRNA Impfungen zusammenhängenden Effekte zu hypothetisieren und dann „We call on the public health institutions to demonstrate, with evidence, why the issues discussed in this paper are not relevant to public health, or to acknowledge that they are and to act accordingly“ ist halt keine Wissenschaft.

            Besonders dann nicht, wenn die Bedenken zu einem großen Teil auf einem VAERS dimpster dive beruhen.

          • „Wenn an den Bedenken etwas dran ist, sicher.“

            Ich vermute, Du meinst damit, dass es handfeste Indizien für eine schädliche Wirkung gibt. Ich kann mir aber vorstellen, dass vor der Zulassung eines neuen Impfstoffes, insbesondere eines mit neuer Funktionsweise, auch (zum Beispiel, aber nicht nur, aufgrund der Funktionsweise) denkbare, mögliche Schadwirkungen untersucht werden müssen, bevor ein Impfstoff eine Zulassung erhält.
            Normalerweise. Weißt Du, wie da die normale Vorgehensweise ist?

            „Die Covid Impfstoffe dürften die am besten untersuchten, geprüften und am genauesten beobachteten Impfstoffe in der Geschichte sein.“

            Es sind mit Sicherheit die Impfstoffe, die am meisten in der kürzesten Zeit verabreicht wurden. Von daher hat man theoretisch eine breite Datenbasis. Wenn ich aber berücksichtige, wie mit Skeptikern umgegangen wird, bin ich mir nicht sicher, ob es die am besten untersuchten und geprüften Impfstoffe sind.

          • Ich vermute, Du meinst damit, dass es handfeste Indizien für eine schädliche Wirkung gibt.

            Ich meine damit dass es Bedenken gibt die über ein „mRNA Impfstoffe könnten Krebs verursachen“ hinausgeht.

            Weißt Du, wie da die normale Vorgehensweise ist?

            Hier könntest du relevante Informationen finden:
            https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/comirnaty
            https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/vaxzevria-previously-covid-19-vaccine-astrazeneca
            Da wird von der genauen biochemischen Zusammensetzung über die geforderte Qualität und Stabilität des Herstellungsprozesses bis zur Risikoanalyse alles dokumentiert und offengelegt.

            Thromboserisiko bei AstraZeneca: Innerhalb kurzer Zeit erkannt und entsprechend reagiert.
            Myokarditis Risiko bei Biontech: Innerhalb kurzer Zeit erkannt und entsprechend reagiert.

            Auf den obigen Links ist auch ein Risk Management Plan zu finden, das könnte dich interessieren. Dort werden beispielsweise auf über 10 Seiten Tabelle eine Vielzahl an „additional pharmacovigilance activities“ aufgeführt.

            Wenn ich aber berücksichtige, wie mit Skeptikern umgegangen wird, bin ich mir nicht sicher, ob es die am besten untersuchten und geprüften Impfstoffe sind.

            Vielleicht verwechselst du „Skeptiker“ mit „ideologischer Impfgegner“.

          • Wären solche Bedenken in einem regulären Impfstoffzulassungsverfahren zu klären gewesen, bevor ein derartiger Impfstoff zugelassen wird?

            Keine Ahnung, dazu verstehe ich weder die Bedenken nicht gut genug noch kenne ich mich hinreichend mit Impfzulassungsverfahren aus.

            Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass die Covid-Impfstoffe „die am besten untersuchten, geprüften und am genauesten beobachteten Impfstoffe in der Geschichte“ sind. Nach den beschleunigten Zulassungsverfahren hat man auch während der bisherigen Impfphasen nicht unbedingt den Eindruck, dass Bedenken vertieft nachgegangen wird, was auch nachvollziehbar erscheint, weil nicht nur die Pharmaunternehmen, sondern auch viele einflussreiche Politiker und Mediziner sehr viel zu verlieren haben.

          • https://www.mdr.de/video/mdr-videos/c/video-617288.html

            „Laut Paul-Ehrlich-Institut haben 0,02 Prozent der Corona-Geimpften schwere Nebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen erlitten. Doch in anderen Staaten soll ein Prozent [im Video heißt es 0,8%, Renton] betroffen sein. Neue Untersuchungen bestätigen das.“

            Man beachte auch die Stelle ab 8:15, wo eine (mutmaßliche) Expertin erklärt, dass ihrer Ansicht nach weitere „klinische Prüfungen der Phase 3“ von der EMA verlangt werden müssten – was (bisher) unterbleibt.

          • Laut Paul-Ehrlich-Institut haben 0,02 Prozent der Corona-Geimpften schwere Nebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen erlitten.

            Verdachtsfälle oder bestätigte Impfnebenwirkung?

            Von der weiter oben geposteten EMA Website zu Biontech:
            „Myocarditis (inflammation of the heart muscle) and pericarditis (inflammation of the membrane around the heart) may occur in up to 1 in 10,000 people.“

            1 in 10.000 sind 0,01%

          • @pingpong

            Ich bezweifle, dass der geschasste Krankenkassenvorstand Andreas Schöfbeck ein „ideologischer Impfgegner“ ist.

            Danke für die Links, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch Du keine Ahnung hast, wie es normalerweise laufen müsste.

            Ich sprach nicht von „mRNA Impfstoffe könnten Krebs verursachen“, sondern von „mRNA Impfstoffe könnten Krebs verursachen, weil…

            „Verdachtsfälle oder bestätigte Impfnebenwirkung?“

            So wie ich es verstanden habe, bestätigt. Die 0,8% sind Zahlen aus Schweden und aus einer Studie aus Deutschland.

          • Ich kenne Herrn Schöfbeck nicht.

            Die Dokumente auf der verlinkten website sowie die Referenzen darin bieten umfassende Informationen wie „es“ läuft. Wenn dir etwas unklar ist oder dich ein bestimmter Aspekt interessiert wäre es hilfreich wenn du konkret und spezifisch sagen könntest um was es dir geht.

            0,8% Herzmuskelentzündung ist mehrere Größenordnung höher als die bekannte Risikoabschätzung für Herzmuskelprobleme. Weitere Informationen und Hintergründe bzw ein Link zur angesprochene Studie wären hilfreich.

          • Schöfbeck war der Krankenkassenvorstand, der die Daten seiner Krankenkasse auf Impfnebenwirkungen durchsucht hatte, das dann auf Deutschland hochgerechnet hat und so statistisch auf mehrere Millionen Fälle von Impfnebenwirkungen (welche Schwere, weiß ich nicht) gekommen war. Innerhalb weniger Tage war er gefeuert.

            Zur Webseite: Ich werde diesen Punkt nicht weiter verfolgen, und Du solltest es auch nicht tun. Ich habe keine Ahnung, wie es normalerweise läuft (Erinnerung: Darum ging es mir), Du hast keine Ahnung, die Webseite erklärt das nicht, und wenn wir uns jetzt weiter Halbwissen ergooglen und gegenseitig um die Ohren hauen, kommt in fünf Kommentaren wieder ein Rabulistikvorwurf.

            Die 0,8% beziehen sich auf schwere Nebenwirkungen jeglicher Art, nicht nur auf Herzmuskelerkrankungen. Ich halte 0,8% aufgrund meines begrenzten eigenen Stichprobenhorizontes für plausibel, denn ich weiß von mehr als einem Bekannten, dass er nach der Impfung für Wochen krank war, und ich schätze, das zählt unter schwere Impfnebenwirkung.

          • Kennst du Herrn Schöfbeck und weißt etwas darüber ob er Impskeptiker oder ideologischer Impfgegner ist?

            Ok, wir wissen beide nicht, wie „es“ normalerweise abläuft. Was auch immer „es“ ist – die Website erklärt es jedenfalls nicht. (Aus meinem letzten Beitrag:
            Wenn dir etwas unklar ist oder dich ein bestimmter Aspekt interessiert wäre es hilfreich wenn du konkret und spezifisch sagen könntest um was es dir geht. Falls das Thema ist, dass „denkbare, mögliche Schadwirkungen untersucht werden müssen, bevor ein Impfstoff eine Zulassung erhält“ – ja natürlich ist das der Fall. Geht aus den Dokumenten auf der verlinkten Website hervor.)

            Was du von deinem Bekannten beschreibst wäre wohl ein Verdacht auf schwere Impfnebenwirkung. Der Schritt von „tritt in zeitlichem Zusammenhang mit Impfung auf“ zu „Impfnebenwirkung“ müsste dann untersucht und ggf. gemacht werden. Deshalb hatte ich im letzten Beitrag nach weiteren Informationen diesbezüglich bzw. der erwähnten Studie gefragt.

          • „Kennst du Herrn Schöfbeck und weißt etwas darüber ob er Impskeptiker oder ideologischer Impfgegner ist?“

            Nein, aber ich hatte nochmal ein bisschen gegooglet, weil ich mich zu erinnern meinte, dass ihm Kontakte zu Querdenkern und dergleichen unterstellt wurden. Da ich mir ziemlich sicher bin, dass im derzeitigen Klima jede Äußerung, jedes Tun, dass auf „Impfskeptizismus“ hinweist, medial ausgeschlachtet worden wäre, ich aber auf die Schnelle nicht fündig wurde, betrachte ich die Abwesenheit derartiger Belege als Beleg für die Abwesenheit von „Impfskeptizismus“.

            „…von deinem Bekannten…“

            BekanntE, Plural. Zwei erinere ich sicher, bei weiteren weiß ich nicht mehr, ob die „nur“ ein paar Tage oder auch mehrere Wochen ausgefallen waren.

            Die Studie war aus Berlin, meine ich. Ach komm, ich opfere kurz meine Zeit… Moment… hier, ab 6:10 im Video: An der Charite Berlin wurde eine „ImpfSurv-Studie“ mit 39.000 Menschen durchgeführt. Es gab 0,8% Verdachtsfälle auf schwere Impfnebenwirkungen. (Dass es nur Verdachtsfälle waren, schließe ich aus dem Bild-, nicht dem Tonmaterial des Videos. Ich habe aber keine Zeit, selbst in die Studie zu schauen. Im Video wurde außerdem an der Stelle auf die Diskrepanz zwischen den PEI- und den Studiendaten abgestellt, da ist die Unkarheit, ob es Verdachts- oder bestätigte Fälle waren, verschmerzbar – solange sie das Gleiche verglichen haben.)

          • Du schreibst:
            „Das Paper formuliert also Bedenken.“

            Die Qualität dieser Bedenken scheint dich nicht sehr zu interessieren. Ich habe mehrmals die Frage aufgeworfen, welche konkreten Ergebnisse eigentlich in dem paper zu finden sind. Zu diesem Zweck habe ich die von den Autoren selbst zusammengestellten „Highlights“ des papers angeführt, die sehr bedenkliche und konkrete Behauptungen aufstellen. Zu fast keinem dieser Punkte findet man im paper eine entsprechende Untersuchung oder anderes Material, was solche Behauptungen rechtfertigen würde. Oder, wie es ein anderer Kommentator ausdrückt:
            „Hypothesis generation is a valuable exercise, including in this context of understanding downstream biological effects of vaccination that might induce harm. However, not all hypotheses are equally justified. Some are well-girded in direct evidence from relevant studies, while others are more speculative and extrapolate principles from other settings, e.g. SARS-CoV-2 infections or other injected vaccines, as done here. Indeed the speculative nature of their exploration is implicitly acknowledged by the authors in their choice of wording throughout, including “is plausible”,“one can speculate”,“might be a mechanism”,“one can hypothesize”,“it appears”, “we expect”, “could eventually lead to”, etc
            It seems to me that rather than “establish a mechanistic framework”, this paper simply lays out speculative mechanistic hypotheses with little direct connection to mRNA vaccines. Hypotheses to validate, not principles to assume true unless disproven, as their conclusion implies.

            Du schreibst:
            „Was mich interessieren würde: Wären solche Bedenken in einem regulären Impfstoffzulassungsverfahren zu klären gewesen, bevor ein derartiger Impfstoff zugelassen wird?“

            Ich habe dir eine Menge Infos zu diesem Fragekomplex verlinkt, u.a. sind dort Dokumente zu finden aus denen hervorgeht dass, mit deinen Worten, „denkbare, mögliche Schadwirkungen untersucht werden müssen, bevor ein Impfstoff eine Zulassung erhält.“

            Du antwortest darauf: „Zur Webseite: Ich werde diesen Punkt nicht weiter verfolgen, und Du solltest es auch nicht tun.“

            Stattdessen reden wir über deine Bekannten (Mehrzahl), einen Herrn Schöfbeck den keiner von uns kennt, bei dem aber absence of evidence als evidence of absence gelten soll, eine Studie aus Berlin zu der es bisher keinen Link gibt, sowie Zahlen aus Schweden zu denen es bisher auch keine weiteren Infos gibt.
            An dieser Stelle bietet sich ein Zitat an:

            Renton, 24. APRIL 2022 UM 10:10 AM:
            Ich habe selbst damals mit Dir und heute bei Euch oft den Eindruck, dass ihr in Klein-klein abgleitet und gar nicht mehr genau wisst, worüber bzw. warum ihr eigentlich diskutiert.

            Vom ursprünglichen Thema, nämlich der von hugor verlinkten Studie, sind wir inzwischen jedenfalls weit weg.

        • @Renton
          Ich bin zugegebenermaßen nicht zu 100% sicher, wie in Deutschland kategorisiert wird, aber in den USA bspw. fällt unter schwere Nebenwirkung («severe») bereits so etwas wie ein Tag arbeitsunfähig, medizinische Betreuung notwendig usw.. Im Unterschied zu Grade 4 («emergency room visit or hospitalization».) was in Deutschland wohl einer schwersten Nebenwirkung entspricht. Und solche schwersten Nebenwirkungen gab es bspw. bei Pfizer/BionTech in den USA kaum: https://www.cdc.gov/vaccines/covid-19/info-by-product/pfizer/reactogenicity.html

          «Schwere Nebenwirkung» hört sich für einen Laien viel, viel schlimmer an, als es ist. Und wer damit hausieren geht, will Angst verbreiten. Und wer aufgrund dieser Angstmacherei ernstlich Angst vor schweren Impfnebenwirkungen hat, der müsste sich den Zahlen nach eigentlich sogar (immer noch) wegen der aktuell vorherrschenden milden Covid-Variante vor Furcht einnässen, anstatt sich darauf zu freuen, sich endlich mittels die Infektion vor der Infektion schützen zu können 😉

          • Mist, verrutscht.
            Wordpress bzw. diese unübersichtlichen WordPress-Kommentarstränge sind auch eine Seuche 😉

          • Das eigentlich Ärgerliche ist ja, dass bei diesem Thema das Vertrauen rundweg verspielt wurde. Es ist für einen Laien zeitlich und thematisch sehr schwierig, sich einzuarbeiten. Ich würde gerne einfach offiziellen Stellen glauben, ich könnte auch damit leben, wenn die mal sagen würden, dass sie es auch nicht wüssten und schon mal eine riskante Entscheidung getroffen haben, die sich auch als verkehrt herausstellen könnte. Aber ich habe nicht den Eindruck, irgendwo Ehrlichkeit vorzufinden, alle verschweigen, verdrehen, bringen zum Schweigen oder lügen auch mal ganz frech. Das ist das viel größere, eigentliche Proble an der ganzen Sache, deshalb stehen sich die Lager unversöhnlich gegenüber. Ich hätte mir gewünscht, dass im Zuge der Wahl letzten Herbst jemand ans Ruder kommt, der die Gesellschaft in dieser Hinsicht versöhnt und wieder zusammenführt, der Vertrauen schafft anstatt zu spalten.

            Tja. Der Gesundheitsminister jetzt ist Karl Klabauterbach. Seufz.

          • @CaptainCovid – Ich bin zugegebenermaßen nicht zu 100% sicher, wie in Deutschland kategorisiert wird, aber in den USA bspw. fällt unter schwere Nebenwirkung («severe») bereits so etwas wie ein Tag arbeitsunfähig, medizinische Betreuung notwendig usw.. Im Unterschied zu Grade 4 («emergency room visit or hospitalization».) was in Deutschland wohl einer schwersten Nebenwirkung entspricht.

            Ich weiß nicht, ob es irgendwo verbindliche Definitionen von „schwere Nebenwirkung“ gibt, aber ein Tag Arbeitsunfähigkeit gehört definitiv nicht dazu, jedenfalls nicht für sich genommen (kommt ggf. natürlich auf den Grund an). Viele Auswirkungen werden ja nicht einmal als solche beurteilt, sondern als „normale Impfreaktion“ eingestuft. Angeblich soll der krankheitsbedingte Arbeitsausfall durch die Impfungen größer sein als durch Covid-Erkrankungen (ich habe dazu bisher aber keine Primärquelle gesehen), und das wird mit sicherheit nicht jeweils als schwere Nebenwirkung erfasst, sonst hätten wir ganz andere Zahlen.

            Und solche schwersten Nebenwirkungen gab es bspw. bei Pfizer/BionTech in den USA kaum

            Sind das die Daten aus der eigenen Zulassungsstudie? Die dürften wohl nicht besonders aussagekräftig sein.

            wer aufgrund dieser Angstmacherei ernstlich Angst vor schweren Impfnebenwirkungen hat, der müsste sich den Zahlen nach eigentlich sogar (immer noch) wegen der aktuell vorherrschenden milden Covid-Variante vor Furcht einnässen, anstatt sich darauf zu freuen, sich endlich mittels die [Impfung] vor der Infektion schützen zu können
            Nun ist es aber so, dass a) für Menschen aus Nichtrisikogruppen die Gefahr durch Covid extrem gering ist (so dass die Zahlöen von Erkrankungsfolgen für sie nicht maßgeblich sind) und b) die Impfung bekanntlich gerade nicht in relevantem Ausmaß gegen eine Infektion schützt. Das verändert die Risikoeinschätzung doch beträchtlich.

          • @Hugor
            Willst du ernsthaft behaupten, daß die Auswirkungen der Impfung grundsätzlich heftiger sind, als die einer Infektion? Das halte ich doch wohl für sehr gewagt. Selbst wenn das mit den Arbeitstagen hinkommen sollte, dann liegt das vermutlich daran, dass zu dem Zeitpunkt der Erhebung ca. 10-20x mehr Personen geimpft als infiziert waren und daß natürlich, da ja «bekannt» war, daß die Impfung Nebenwirkungen hat, einfach jeder der konnte das zum Anlaß nahm einfach ein bis zwei Tage blauzumachen. Kenne ich selber etliche von.

            Die Kosten-Nutzen-Abschätzung, die du da anführst, kann nur unter drei Umständen sinnvoll sein, und für die meisten Menschen trifft keiner davon zu:
            Erstens, wenn die Covid-Impfung nachweislich grundsätzlich schlimmer ist, als die Infektion selber (was ich, wie schon gesagt, doch für extrem fragwürdig halte – wahrscheinlich ist, daß das Immunsystem einer Person mit starker Reaktion auf die Impfung noch stärker auf die echte Infektion reagiert).
            Zweitens, wenn man sich fast sicher sein kann, nicht infiziert zu werden (kann man bei Omikron getrost vergessen, die rasante Ausbreitung bei meist mildem Verlauf wird ja von einigen sogar geradezu bejubelt)
            Drittens, wenn man sich nahezu sicher ist, daß die Infektion einen nicht beeinträchtigen wird (das ist dann eben Glücksspiel. Daß die Impfung nicht vor Infektion schützt wissen wir schon lange, daß sie recht gut vor schweren Verläufen vor allem im Sinne von notwendiger Hospitalisierung schützt, allerdings auch) oder daß es einem nichts ausmacht, mit höherer Wahrscheinlichkeit als notwendig für einige Wochen mit noch unbekannten Langzeitfolgen richtig krank zu werden.

            Ich halte übrigens absolut nichts von Impfflicht und finde die meisten Maßnahmen absurd. Ich verstehe aber auch nicht, wieso so viele Leute, auch hier, nicht (nur) gegen eine (ja längst nicht mehr debattierte) allgemeine Impfpflicht kämpfen, sondern auch noch mit enormem Eifer anderen Leuten die Impfung «madig zu machen», und das mit noch größeren Mengen an Manipulation, Auslassungen und schlichten Lügen als die «Gegenseite». Diese Leute wollen, daß man ihnen eine freie Entscheidung überlässt, tun aber selber alles, um die Entscheidung anderer (mit teils übelsten Mitteln) zu beeinflussen und haben dabei, wie @quellwerk, keine Hemmungen regelmäßig lupenreine Rechtsradikale als «Quelle» heranzuziehen. Das ist kein Stück besser und meiner Meinung nach oft noch schlimmer, als andere auf Teufel komm raus von der Impfung überzeugen zu wollen.

          • Willst du ernsthaft behaupten, daß die Auswirkungen der Impfung grundsätzlich heftiger sind, als die einer Infektion?

            Nein, will ich nicht, und habe ich auch nicht. Was ich aber durchaus für plausibel halte, ist, dass für die arbeitende Bevölkerung als Gesamtgruppe die Auswirkungen der Impfkampagne insgesamt heftiger sind als die eigentlichen Covid-Erkrankungen. Von Covid besonders gefährdet sind halt Ältere und Menschen mit schweren Vorerkrankungen, und diese gehören halt selten zur Bevölkerungsgruppe, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen brauchen, weil sie (ggf. EU-)Rentner sind. Und es gibt, wie du auch selbst schreibst, viel mehr Impfungen als Covid-Erkrankungen, so dass man nicht die Auswirkungen 1 Impfung mit den Folgen 1 Erkrankung vergleichen kann.
            Ich will keineswegs jemandem die Impfung ausreden, wer das machen will, weil er sich damit sicherer fühlt, soll es gern tun. Ob es unterm Strich für die Gesamtgruppe der arbeitenden Bevölkerung einen Vorteil bringt, ist eine andere Frage, die aber nicht relevant ist für die persönlichen Impfentscheidungen.

            Aber eigentlich ging es mir nur um den Punkt, dass deiner Darstellung nach ein Tag Arbeitsunfähigkeit schon als „schwere Nebenwirkung“ gezählt werde. Wenn dem so wäre, dürfte die Rate schwerer Nebenwirkungen viel höher sein.

          • Zunächst einmal ist der Sprachgebrauch unter Medizinern ein anderer als unter Laien, genau wie der Naturwissenschaftler unter dem Wort Theorie etwas drastisch anderes versteht als der Laie.
            Wenn Rötung an der Einstichstelle ein leichte und Schniefen /Kopfweh eine milde oder mittlere Nebenwirkung ist, während Hospitalisierung eine schwerste Nebenwirkung darstellt, bleibt für das Wort schwer genau das was es auch in den USA ist: Arbeitsunfähigkeit/Notwendigkeit von Behandlung die nicht dramatisch genug fürs Krankenhaus ist.

            Überdies muss der Tag Arbeitsunfähigkeit müsse ja auch erst einmal durch den Arzt bescheinigt werden, bevor der in eine Statistik eingehen kann. Es sind definitiv nicht 0,8% der geimpften Bevölkerung direkt im Zusammenhang mit der Impfung oder Verdacht darauf hospitalisiert worden: damit wäre bei im Schnitt 2,x Impfungen und ca. 70% geimpften aufs Jahr gerechnet jedes einzelne Krankenhausbett in Deutschland (ca. 700 auf 100.000 EW, und da sind alle Betten die nicht der gewöhnlichen Akutversorgung dienen, enthalten) deutlich mehr als ein mal mit einem (potentiellen) Impfschaden belegt gewesen, bzw. in der heißen Phase der Impfungen in Q2/21 und Q4/21 hätte es eine regelrechte Triage wegen Impfschäden geben müssen. Daß das passiert wäre, oder auch nur der leiseste Anhaltspunkt für so etwas gegeben wäre, wäre mir unbekannt. Auch waren die Hausärzte zwar wegen der Impferei als solcher überlastet, nicht jedoch wegen massenhafter Impfschäden. Meine Hausarztpraxis (große Gemeinschaftspraxis von sechs+ Ärzten im größten Ballungsraum der Republik) hatte laut (natürlich unverbindlicher) Auskunft einer Schwester ganze drei Verdachtsfälle auf gefährliche Impfnebenwirkung bei bereits chronisch kranken Patienten.

            Dazu noch: Die meisten Arbeitgeber verlangen eine AU ab dem dritten Tag. Und wer sich einfach nur nach der Impfung, weil das eben jeder so macht, für ein bis zwei Tage auf die Couch legt, der holt sich dafür keine AU. Wer tatsächlich für einen Tag Nebenwirkungen verspürt, der geht auch nicht wieder zum Arzt, weil das nicht nur in dem Aufklärungsbogen steht, sondern der Arzt ihm auch vorher gesagt hat, daß das passieren kann und, sofern es einfach nur Erkältungssymptome sind, absolut kein Grund zur Besorgnis ist. Die, die das dennoch tun, sind vermutlich die, die sich von dem hysterischen Theater der Impfgegner haben kirre machen lassen. Die anderen kennen das von der Grippeimpfung.

            Wie dem auch sei, worum es mir eigentlich geht: Es ist mir völlig egal, ob sich jemand impfen lassen will oder nicht. Was mir nicht egal ist, ist wenn vollkommen unqualifizierte Personen, die sich ansonsten seit Jahren mit den Protokollen der Weisen von Zion, Orgonstrahlung, freier Energie, dem Aufsagen von magischen Nummern als Schuttzzauber und anderer Esoterik beschäftigen, sich nun, da ihre Zielgruppe eben so tickt, groben Unfug die Covid-Impfung betreffend aus dem Allerwertesten ziehen. Um damit nicht nur ihre eigene Unsicherheit bezüglich einer Impfung zu rechtfertigen, sondern auch leicht beeinflussbare Menschen von potentiell sinnvoller Impfung abzuhalten. Die erwischen nämlich nicht nur gesunde junge Menschen, sondern auch solche, die wirklich gefährdet sind.

  6. Eine Studie belegt negative Effekte von Impfungen, insofern natürliche Immunität derjenigen Immunität, die durch die Impfung erzeugt wird, bei weitem überlegen ist. Impfschäden sind bei dieser Studie nicht berücksichtigt.

    Results: SARS-CoV-2-naïve vaccinees had a 13.06-fold (95% CI, 8.08-21.11) increased risk for breakthrough infection with the Delta variant compared to unvaccinated-previously-infected individuals, when the first event (infection or vaccination) occurred during January and February of 2021. The increased risk was significant for symptomatic disease as well. When allowing the infection to occur at any time between March 2020 to February 2021, evidence of waning naturally acquired immunity was demonstrated, though SARS-CoV-2 naïve vaccinees still had a 5.96-fold (95% CI, 4.85-7.33) increased risk for breakthrough infection and a 7.13-fold (95% CI, 5.51-9.21) increased risk for symptomatic disease.

    Conclusions: Naturally acquired immunity confers stronger protection against infection and symptomatic disease caused by the Delta variant of SARS-CoV-2, compared to the BNT162b2 two-dose vaccine-induced immunity.

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35380632/

    • Mouse-over text:
      „This plan may sound appealing to people who know a little about the immune system, but the drawbacks are clear to people who know a lot about the immune system and also to people who don’t know anything about it.“

        • Wobei es natürlich stimmt, dass eine Impfung der Immunisierung durch Erkrankung vorzuziehen ist, wenn die Impfung selbst kein relevantes Risiko birgt, aber die Gefahr, sich zu infizieren, längerfristig stark senkt (selbst wenn nicht auf 0%). Die Frage ist halt, ob diese beiden Voraussetzungen bei der Corona-Impfung ausreichend gegeben sind, und diese Frage wird sicherlich nicht durch einen Comic beantwortet.

          • Du hast vergessen, die Gefährlichkeit der Erkrankung ins Kalkül zu nehmen. Ist die Gefährlichkeit gering, erübrigt sich eine Impfung, auch wenn sie kein relevantes Risiko birgt.

          • Wenn die Gefährlichkeit der Erkrankung gering ist, dann ist eine Impfung nicht notwendig, das stimmt natürlich.
            Trotzdem kann die Impfung ggf. ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis haben. Wenn es eine wirksame und sichere (auch ohne nennenswerte „Impfreaktionen“) Impfung gegen Schnupfen gäbe, wäre ich wohl dabei. Ich habe keine Angst vor Schnupfen und treffe auch keine besonderen Abwehrvorkehrungen dagegen, aber verzichten kann ich trotzdem drauf. 😉

      • Überleg doch mal – wenn du dich Impfen lässt, dann wirst du nicht mehr infiziert
        Warum sollte ich denn nicht mehr infiziert werden wollen?
        Damit du nicht mehr geimpft werden musst – hm, warte mal …

        Überleg doch mal – wenn du dich Impfen lässt, dann wirst du nicht mehr infiziert
        Aber warum soll ich mich denn impfen lassen, wenn ich doch trotzdem infiziert werde?
        Damit du dich nicht mehr infizierst- hm, warte mal …

        Überleg doch mal – wenn du dich Impfen lässt, dann wirst du nicht mehr infiziert
        Aber warum soll ich mich denn impfen lassen, wenn ich doch trotzdem infiziert werde?
        Damit du nicht mehr geimpft werden muss – hm, warte mal …

        Überleg doch mal – wenn du dich Impfen lässt, dann wirst du nicht mehr infiziert
        Aber warum sollte ich mich denn nicht impfen lassen?
        Damit du dich nicht mehr infizierst – hm, warte mal …

        • Wortsalat.

          Weder die Impfung noch die Erkrankung bietet längerfristige Immunität.
          Deshalb ist die Impfung auch kein Ausweg aus der Pandemie, und die Strategie alles auf die Karte „Impfung“ zu setzen ist ein Fehler.

        • Meine Güte, bist du peinlich. Dein Avatar ist schon passend: Wer deine «Beiträge» liest, ohne vorher zur Sicherheit sein Gehirn abzuschalten guckt spätestens nach wenigen Sekunden genau so aus der Wäsche.

          Geh doch bitte wieder mit deinen braunen Freunden auf twitter spielen und lass die Erwachsenen in Ruhe. Oliver Janich und Co. brauchen dringend weiter deine Unterstützung, jetzt wo ihnen mit (vorübergehendem) Ende von Covid das schöne Geschäftsmodell der letzten zwei Jahre wegbricht.

        • @quellwerk

          „Warum werde ich immer nur von Dummen kritisiert? Habe ich nichts Besseres verdient?“

          Nur die Dummen finden was zum Kritisieren 🙂

    • Wegen Omikron so ein Theater zu machen, ist lächerlich. Deshalb spekulieren viele, dass Covid eigentlich nur ein Vorwand ist, eine Machtprobe (mit wem auch immer, interner Konkurrenz oder dem Westen, indem man die Zulieferindustrie lahmlegt). Zumal natürlich niemand die Infektionszahlen überhaupt prüfen kann.

      Da die chin. Regierung sowas natürlich nicht offen ausspricht, werden wir es wohl nicht erfahren. Aber jeder sollte mal darüber nachdenken, wie leicht es ist, aufgrund einer vermeintlichen Krankheit ganz andere Ziele zu verfolgen. Die Intransparenz, die „regierungsnahen Experten“, die Einschränkung der Grundrechte, die Lügenmedien, all das haben wir auch…

  7. Ist die Anzahl offiziell gemeldeter Impfschäden niedriger, als sie tatsächlich sind?

    „Massive Untererfassung durch das PEI
    Im Anschluss kommt Dr. Harald Matthes von der Berliner Charité zu Wort, der dort zu Impfnebenwirkungen forscht. Wurde der ehemalige Chef der BKK ProVita noch für seine Warnungen zu einer möglichen Untererfassung von Nebenwirkungen scharf angegangen und schließlich gefeuert, so wagt man derartige Übergriffe bei Matthes nicht. Seine Studie bestätigt die Warnungen des Krankenkassenchefs: Das Risiko von Nebenwirkungen nach der Covid-Impfung ist deutlich höher als vom Paul-Ehrlich-Institut behauptet. Matthes beschreibt eine Untererfassung von 70 bis 85 Prozent.

    Laut PEI liegt die Rate schwerer Nebenwirkungen bei nur 0,02 Prozent – der Charité-Forscher dagegen geht von bis zu 0,8 Prozent aus. Während laut PEI also nur 2 von 10.000 Impflingen betroffen wären, sind es der Studiendaten zufolge 80 von 10.000 Impflingen. Als schwere Nebenwirkungen gelten solche, die lebensbedrohlich sind, eine stationäre Behandlung erfordern oder zu bleibenden Folgeschäden führen.“

    https://report24.news/ard-bericht-in-deutschland-schon-eine-halbe-million-schwere-impfnebenwirkungen/?feed_id=15643

    • Harald Matthes im O-Ton:

      Wenn Sie sich anschauen, wie viele unterschiedliche Nebenwirkungen allein in Ihren Daten auftauchen, wenn Sie bedenken, wie viel wir über die Sicherheit der Impfstoffe noch nicht wissen und vielleicht auch nicht wissen können aufgrund der Art und Weise, wie Nebenwirkungen derzeit dokumentiert werden – was bedeutet das für die Nutzen-Risiko-Bewertung der Impfstoffe? Können Menschen aus Ihrer Sicht mit den jetzt vorhandenen Informationen eine gute Entscheidung für sich treffen?

      Matthes:Das ist jetzt eine hochpolitische Frage. Unter Omikron kann man das noch nicht genau sagen, aber bis zur Delta-Variante fiel das Nutzen-Risiko-Verhältnis sicher immer zu Gunsten der Impfung aus. Auch die unter 40-Jährigen haben von der Impfung profitiert.
      Aber ich glaube, uns fehlt in Deutschland das Vertrauen in die Politik und in die Wissenschaft. Sie ist missbraucht worden, wir haben keine differenzierten Diskussionen in der Öffentlichkeit geführt, sodass wir inzwischen neben einer breiten Mitte auch zwei extreme laute Lager vor allem in den sozialen Medien haben.

      Scheint ein vernünftiger Mann zu sein.

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