Kampf um die intersektionalen Theorien in den USA: „Don’t say Gay“ und andere Landesgesetze

In den USA tobt der Ideologien Krieg zwischen den Republikanern und den Demokraten/den Intersektionalen. Die Republikaner haben die „Critial Theories“ (gemeint in Bezug auf die modernen Theorien, nicht zu verwechseln mit den „kritischen Theorien“), sei es im Bereich Rasse oder Geschlecht als Gefahr erkannt und versuchen ihre Verbreitung mit Verboten zu verhindern.

Das hatte bereits unter Trump angefangen:

Der Spiegel berichtet über weitere Maßnahmen, diesmal in den Bundesstaaten, insbesondere das sog „Don’t say gay“-Gesetz:

Was sollen Kinder in den Schulen über Rassismus und Sklaverei, über die Unterdrückung von Minderheiten, über lesbische, schwule, bisexuelle, Transgender- und queere Menschen lernen – und was nicht?

In den USA gibt es über solche Fragen einen erbitterten Kampf. Er wird angeführt von den Republikanern, die bereits in mehreren Bundesstaaten Gesetze erlassen haben, um Einfluss auf bestimmte Unterrichtsinhalte zu nehmen oder einige Debatten in Klassenzimmern zu unterbinden.

In Florida ist nun ein weiteres Gesetz dieser Art in Kraft getreten, das von seinen Kritikern »Don’t Say Gay« genannt wird. Auf Deutsch: »Sag nicht schwul«.

Das Gesetz wurde vor gut drei Wochen vom Parlament des konservativ regierten Bundesstaats verabschiedet. Es betrifft Kinder vom Kindergarten bis zur dritten Klasse.

Nach der Formulierung hier klingt es ganz vernünftig: Warum sollte man bei dem Lehrstoff für  Kindern im Kindergarten oder bis zur dritten Klasse (also in Deutschland 9-10 Jahre alt) die sexuelle Orientierung und Geschlechteridentität auf eine Weise unterrichten, die nicht alters- oder entwicklungsgemäß für Schüler ist?

Es wäre natürlich interessant, wie „nicht alters- oder entwicklungsgemäß für Schüler“ definiert ist. Aber ich sehe auch keinen großen Sinn darin, dass in dem Alter großartig zu thematisieren. Sollte bei einem Kind ein besonderer Bedarf bestehen sind ja anscheinend weiterhin Gespräche möglich.

Das ist eben der Nachteil, wenn man in dem Bereich ideologische Sichtweisen durchdrücken will. Die Gegenseite reagiert dann, weil sie weiß, dass die Ideologen nicht neutral sein können, damit, dass man es gar nicht in den Lehrplan aufnehmen darf.
Ich würde allerdings auch wenig begeistert sein, wenn intersektionale Theorien bei Fräulein Schmidt oder Schmidt Junior Thema im Kindergarten oder in der Schule wären. Ich glaube da würde ich deutlich protestieren.

In der Tat scheint das ja ein Thema zu sein, was viele in den USA bewegt. Die Anhänger intersektionaler Theorien führen wohl an, dass beispielsweise CRT (Critical Race Theorie) nicht an den Schulen gelehrt werde, die Gegner führen an, dass dies sehr wohl der Fall sei, auch wenn man es etwas verschleiere, indem man nicht ausdrücklich die Theorie als solche behandele, aber Beispiele und Lösungen aus diesem Bereich übernehme. Auch bezüglich verschiedenster Themen in Bezug auf Geschlecht und Geschlechteridentität gab es wohl entsprechende Diskussionen.

Sie werden also nicht vom Schulsport ausgeschlossen, sondern machen diesen dann mit den Jungen zusammen. Gibt es da in den USA Geschlechtertrennung beim Sport? Oder gelten nur die Leistungen für Jungen, also die strengeren Werte?

Interessant, dass es immer wieder zu Demonstrationen für woke Themen von „Angestellten von Disney“ oder „Angestellten von Netflix“ kommt. Das wäre ja so in Deutschland etwas völlig neues. Wobei die woken Themen hier (hoffentlich) auch noch nicht so angekommen ist. Oder es spielt der Grundsatz „Schnaps ist Schnaps und Dienst ist Dienst“ mit hinein und man würde hier nicht als „Angestellter der Firma X“ demonstrieren.

Man wird abwarten müssen, ob das die Bürger auch so sehen oder damit ganz gut leben können.

41 Gedanken zu “Kampf um die intersektionalen Theorien in den USA: „Don’t say Gay“ und andere Landesgesetze

  1. Nur Idioten auf beiden Seiten.

    Ich glaube nicht das es sinnvoll ist mit 3-Jährigen über Sex zu reden und das man diese Zeit besser nutzen sollte um ihnen andere Dinge beizubringen oder Sport zu machen.
    Das die Intersektionalen schon an Kinder ran wollen ist verständlich. Wenn sie es schaffen den Kindern einzutrichtern das Männer Frauen unterdrücken und Frauen überall diskriminiert werden, sowie das es in gleicher Weise zwischen Weißen und Schwarzen abläuft, dann wird es nur sehr schwer diese Lügen später wieder aus den Köpfen dieser Kinder zu kriegen.
    Die Verteidiger werden natürlich behauptet das SOWAS ja nicht unterrichtet wird, aber die Videos werden irgendwann auftauchen und zeigen dass das genau das ist was sie unterrichten. Jungen wird eingetrichtert schlecht zu sein und Mädchen das sie toll sind wie sie sind, alles erreichen können und jedes Vorrecht verdient haben, weil sie überall diskriminiert werden.

  2. @Matze: ich verstehe nicht, warum du Idioten auf beiden Seiten siehst? Ok es gibt immer Idioten – auf allen Seiten – aber mir erscheint die Haltung der Republikaner in dieser Sache nicht idiotisch.

    Auch bei uns in D bekommen meine Kinder von dummen Grundschullehrern alle möglichen feministischen Mythen beigebracht (Paygap und Co) – wobei der Wahn in den USA ja nochmal deutlich weiter fortgeschritten ist.
    Wie kann man selbst dagegen angehen? Es ist schwierig, weil die Erklärungen, warum das Quatsch ist für die Kinder nicht verstehbar sind (Statistik können sie ja noch nicht). Man kann Ihnen also noch nicht die Mittel an die Hand geben, das selbst nachzuvollziehen – daher kann man im Grunde nur sagen: ich habe recht und die Lehrerin lügt (oder ist zu dumm es zu verstehen). Schwierig, weil die Kinder ja von den Lehrern etwas lernen sollen.
    Daher ist ein staatlicher Eingriff vielleicht notwendig, insbesondere da man sich die Schule in D ja nicht aussuchen kann.

    • Auch bei uns in D bekommen meine Kinder von dummen Grundschullehrern alle möglichen feministischen Mythen beigebracht

      Ohne Scheiß? Warum sollte sowas überhaupt Thema in der Grundschule sein? Und wie reagierst du darauf? Ich hätte da ein großes Problem mit und würde wohl das Gespräch mit der Schulleitung und anderen Eltern suchen.

    • Die Republikaner sind Idioten, weil sie die falschen Angriffspunkte gewählt haben. Ihr Fokus hätte allein auf Critical Race Theory, Intersektionalismus und Genderismus (darunter fasse ich jetzt Mal Erwachsene zusammen die Kindern versuchen einzureden das sie nicht männlich, nicht weiblich, nicht hetero usw. sind, die versuchen das was die Kinder sind zu verändern, die Kinder innerlich zu verdrehen) liegen müssen, aber sie nennen ihr Programm „Don’t Say Gay“ und damit bieten sie den Vorgenannten sozusagen die Vorlage, ihnen alle möglichen Positionen zu unterstellen, die diese vielleicht gar nicht vertreten. Das hätten sie wahrscheinlich sowieso gemacht.
      Aber es ist in meinen Augen so ungeschickt, aber ich vermute auch das die Republikaner sich dem Thema aus eine anderen Richtung genähert haben und auch noch nicht solange in dieser Richtung unterwegs sind.

      Anhänger der Critical Race Theory, des Intersektionalismus und Genderismus werden sich selbstredend von nichts überzeugen lassen, dass ihrer toxischen Ideologie widerspricht.

      • Öhm… Bist du dir sicher, dass sie das Programm tatsächlich selber so nennen? Meines Wissens ist das der Name, den die Dems dem Gesetzesentwurf in populistischer Absicht aufgedrückt haben und damit in der Öffentlichkeit dagegen Stimmung machen. Ich glaube auch, am meisten regen sie sich darüber auf, dass in dem Gesetz auch die Auskunftsrechte von Eltern gestärkt werden, es verboten wird, Eltern Infos zu Lehrinhalten und verwendeten Materialien vorzuenthalten. Denn das greift genau etwas an, was den adressierten Ideologen und ihren politischen Steigbügelhaltern bei den Dems so wichtig ist: der Zugriff auf die Kinder (das gute, alte „von der Wiege bis zur Bahre“ findet sich da wieder), ohne dass die Eltern rechtzeitig erfahren, was ihren Sprösslingen da so für gequirlte Scheiße ins Hirn getrichtert wird und das am Ende noch – Gott bewahre – ausmoderieren können.

        • Ah Fuck, stimmt. Die Kritiker haben es so gelabelt. Dann ist meine Kritik völlig am Sachverhalt vorbei und ich nehme das Idioten für die Republikaner in diesem Fall zurück.

  3. Ein schwieriges Thema. Die USA haben die Kunst der verschleierten Propaganda so weit getrieben, dass man gar nicht mehr weiss, was Sache ist. Zum einen traue ich den Republikanern nicht weiter, als ich sie werfen kann. Da gibt es sehr viele extreme Ideologen, gerade auch im Bildungsbereich (Beispiel Kreationismus, oder auch ganz normale sexuelle Aufklärung).

    Dieser eine, vernünftig klingende Satz, sagt nichts darüber aus, was sich hinter dem Gesetz genau verbirgt.

    Auf der anderen Seite traue ich den LGBTQ Aktivisten in den USA genausowenig. Gerade in Sachen Transrechte und Geschlechtswechsel vor der Pubertät sind diese genauso radikal wie die christlichen Extremisten bei den Republikanern.

    Die Informationen zu dem Gesetz und die Presseberichte in Deutschland sind leider mal wieder nur sehr oberflächlich und gehen über Worthülsen entlang der üblichen Konfliktlinien und des group think nicht hinaus.

  4. Ich stimme zu, dass von den „Republikanern“ auch schon sehr fragwürdige Sachen kamen. Allerdings ist das, woran ich mich erinnere schon etwas her, in der letzten Zeit (seit Beginn Trump) ist mir aufgefallen, dass ich die meisten Sachen der „Republikaner“ – trotz allgemeinem Medienaufschrei – als sinnvoller als die „Demokratische“ Alternative. Vielleicht übersehe ich das was – da kann man mich gerne dran erinnern.

    @Christian: könnte man mal einen Diskussionsartikel machen über das Problem: wie reagiere ich, wenn meine Kinder in der Schule lernen, dass „Frauen bei gleicher Arbeit 20% weniger verdienen als Männer“ und welche Beispiele habe ich bereits mit fragwürdiger Information aus der Schule erlebt?

    Ein Beispiel: Aussage der Lehrerin: Wir müssen Verpackungen reduzieren, und wenn die Kinder dann fragen ob sie auf den Müsliriegel verzichten müssen, bekommen sie erklärt den könnten sie ja zuhause auspacken und dann verpackungslos mit in die Schule nehmen. Das ist eine einfache Situation, weil man die Kinder sehr einfach mit Fragen dazu motivieren kann, das Ganze zu Ende zu denken, und dann kommen sie von selbst darauf dass ein solches Verhalten Unsinn ist. Warum das Tänzchen trotzdem von der Lehrerin aufgeführt wird verstehen sie noch nicht, aber das es falsch ist verstehen sie eigenständig.

    • „Warum das Tänzchen trotzdem von der Lehrerin aufgeführt wird verstehen sie noch nicht, aber das es falsch ist verstehen sie eigenständig.“

      Meine Erfahrung ist, dass sie meine Frau oder mich fragen, wenn Erwachsene sich komisch benehmen oder sie was nicht verstehen. Und gerade Grundschullehrer/innen sind manchmal einfach nicht die Hellsten, eher so wie fortgeschrittene Kindergärtnerin. Ich ärgere mich da oft, weil z.B. Hausaufgaben nicht klar formuliert sind oder bei Elterninformationsbriefen wichtige Daten fehlen oder Sachen mißverständlich geschrieben sind und sowas. Aber auf so woken Quark wie „Klassenpflegschaftssitzung“ (statt es „Elternabend“ zu nennen) achten sie dann.

      Ich versuche auch meinen Kindern einen soliden Skeptizismus gegenüber Lehreraussagen und allen medialen Behauptungen zu vermitteln, ob das auf fruchtbaren Boden fällt, weiß ich allerdings noch nicht. Ich fürchte die Einflüsse von youtube, dessen Konsum ich nicht wirklich kontrollieren kann und der ÖR hat da ja auch seine „Influenzer“ die woken Scheißdreck verbreiten. Neullich hatte ich mich mit meinem Sohn gestritten, ob man „Eskimo“ sagen darf, weil das angeblich „Rohfleischfresser“ hieße, hatte er garantiert aus so einem Video. Konnte ich allerdings abwenden, weil sogar Wikipedia mittlerweile weiß, dass das nicht stimmt und „Inuit“ auch kein adäquater Ersatz ist.

      • Ich sagte meinem Sohn schon 2mal, dass Lehrer in der Gesellschaft Diejenigen sind welche am wenigsten wissen vom alltäglichen Leben der Durchschnittsbevölkerung haben, nicht wissen was es heißt in einer Fabrik, im Betrieb oder im Handwerk zu arbeiten, da sie meist gleich nach dem Studium Lehrer werden. Ich hatte das Glück mehrere Lehrer mit noch anderer Berufserfahrung zu haben, der Unterschied war wie Tag u. Nacht.

  5. Als Grundschulkind bin ich voll in das noch nicht beräumte Schlachtfeld der vorherigen „sexuellen Revolution“ geraten.
    Es ging los mit Luftballons der GEW, also der Lehrergewerkschaft, auf denen stand: „Cool! Mein Lehrer ist schwul“. Die waren bunt und umsonst, aber mit dem Text konnte ich nichts anfangen.
    Noch immer vorpubertär wurde mir etwas später auf dem Internat deutlich gemacht, was das wohl bedeuten könnte, als Lehrer mich anfummelten. Auch das konnte ich nicht einordnen, war aber verwirrt.
    Es war die Zeit, als die Grünen Päderastie legalisieren wollten und das Sozialamt Kinder aus sozial schwachen Familien in Ferienlager mit wohlbekannten Pädophilen schickte.
    Schon damals wurde mir klar, dass man mir nichts beibringen wollte, sondern die kindliche Sexualisierung dazu diente, mich wie Frischfleisch fur die eigene Geilheit zu nutzen. Diese „Erkenntnis“ half mir aber nicht auf der emotionalen Ebene, dazu war ich noch zu jung.

    In der Zeit entwickelte ich eine starke Angst vor Männern in Frauenkleidern und mit Perücken, die ich aber nicht in Zusammenhang mit meiner sexualisierten Umgebung brachte. Ich hatte viele Albträume mit diesem Thema. Meine Homophobie zog sich bis weit in die Pubertät, da ich offensichtlich in das Beuteschema vieler Schwuler passte und immer wieder mit deren Gelüsten konfrontiert wurde, obwohl ich mich klar heteronormativ entwickelte.

    Die diffuse emotionale Wallung meiner Kindheit kam vor einiger Zeit kurz wieder hoch. Ich las von dem Gesetzesvorhaben, es unter Strafe zu stellen, das biologische Geschlecht einer Transperson zu outen. Ich stellte mir vor, mich in eine Frau zu verlieben und in dem Moment, in dem es zur Intimität kommt, bei ihr plötzlich eine erigierten Schwanz zu fühlen.

    Call mich reaktionär, call mich rechts: Ich will einfach nicht, dass mein Kind und andere auch sowas erleben müssen. Die kommen sexuell schon früh genug von selbst, wenn die Pubertät ihre Wirkung zeigt.
    Präpubertäre Sexualerziehung dient ausschließlich den geschlechtsreifen Erwachsenen, Kinder haben davon nur Nachteile.

      • Wachsende Souveränität und Selbstbestimmtheit, Entwicklung der Fähigkeit zur Abgrenzung.

        Mit zunehmendem Alter wird man weniger als willenloser Lustknabe behandelt. Das betrifft gar nicht mal nur Schwule, auch mit einer Freundin meiner Mutter habe ich sexuelle Erfahrungen machen müssen als Frischfleisch zu deren Befriedigung.
        Als Kind und Jugendlicher zeigt man halt noch nicht klare Kante. Umso verwerflicher, wenn das ausgenutzt wird.

        Und irgendwann ist man dann auch nicht mehr frisch genug, dann beruhigt sich die Umgebung mit ihrer sexuellen Gier einem gegenüber – und zieht lieber in die Grundschulen…

          • Nein, aber sie tragen ihre Sexualität in die Klassen und machen sie dort zum Thema.
            Auch die bunten Luftballons meiner Kindheit wurden nicht mit dem Vorsatz verteilt, kindlichen Sex zu erkaufen.
            Sie sollten aber Einfluss nehmen auf die kindliche Sexualentwicklung.

            Das ist übergriffig, grenzverletzend und manipulativ. Und dahinter steckt nur Eigennutz. Kein Kind hat etwas davon.

          • Mal etwas überspitzt:

            Montag, 4. Klasse:

            1. Stunde: Oberfeldwebelin Krüger erklärt den Kindern das Leid der Ukrainerinnen und unsere Verantwortung dafür. Zum Abschluss: Jeder kriegt ein Säckchen mit Plastiksoldaten und einem Panzer.
            2. Stunde: DragQueen „Nulpe“ vermittelt die Grundsätze sexueller Freiheit. Zum Abschluss: Jeder kriegt einen mit Helium gefüllten Regenbogen-Luftballon.
            3. Stunde: Dr. Frederike Waxx berichtet über die Verantwortung von Kindern über Leben und Tod der Großeltern und die erlösende Impfung. Zum Abschluss: Alle dürfen mal für fünf Minuten die Maske abnehmen.

            Ein solches matriarchal-feministisches „Bildungs“-System gehört in meinen Augen bekämpft.

          • Aus meiner Sicht ist das Bedenkliche im Augenblick weniger Pädophilie. Was ich allerdings für sehr bedenklich halte, ist der momentane Diskurs hinsichtlich Geschlechts Anpassungen und Transitions. Nicht jeder Mann, der Männer bevorzugt, ist eine Frau. Und gerade im Teenageralter und der Pubertät, wo eine Findungsphase der eigenen Persönlichkeit und Sexualität stattfindet, halte ich die meisten Individuen nicht für gefestigt genug, irreparable Maßnahmen durchzuführen.

            Da wird von den Transaktivisten aus meiner Sicht sehr fahrlässig eine Pro-Transition Haltung eingenommen. Hier mal eben Pubertätsblocker einzusetzen oder operative Maßnahmen zu befürworten (auch gerne von Leuten, die da ein handfestes, materielle Interesse an der Durchführung solcher Maßnahmen haben), halte ich für gefährlich. Gerade wenn jemand in der Pubertät einem körpereigenen Hormoncocktail ausgesetzt ist, der überwältigend ist.

            Nach meinen Informationen richtet eine falsche Transition mindestens genauso viel Schaden an wie eine nicht-erfolgte. Und hier unbedacht eine Pro-Transition Haltung einzunehmen, die ich im Woken Diskurs beobachte, halte ich im Hinblick auf das Wohl des betroffenen Individuums für nicht angemessen.

          • @Flin

            Absolut. Duie Trans-Bewegung ist hochideologisch. Ihr Endpunkt ist es, Schwule zu Frauen und damit heterosexuell machen.

          • Sehr wahr. Das ist auch der Unterschied: Wenn einem erzählt wird, dass Frauen 20% weniger verdienen als Männer, kann man später die Wahrheit herausfinden ind ist nicht dauerhaft geschädigt. Hormongaben zur Unterdrückung der Pubertät oder gar Operationen sind etwas ganz anderes.

          • „Weiß ich nicht, was sie bewegt, Präpubertäre zu sexualisieren“

            Ich hatte Sexualkunde in der Grundschule, wo mir allerdings nichts neues vermittelt wurde weil meine Eltern mir schon alles erklärt hatten. Das hat nichts mit „sexualisieren“ zu tun, sondern mit der Vermittlung von Allgemeinwissen.

            Gleichgeschlechtlicher Sex kam zu meiner Zeit nicht im Unterricht vor, aber da dessen Existenz auch zum Allgemeinwissen gehört, sehe ich kein Problem, das auch zu vermitteln, gern auch in der Grundschule. Den Kindern das zu verschweigen sehe ich keinen Sinn drin.

            Aktivisten braucht man dafür aber nicht, es sollte ohne politische Agenda geschehen. Das ist Aufgabe des Lehrers.

          • @Adrian @anorak2

            Der Strang läuft meiner Meinung nach in eine falsche Richtung. Es war durch meinen Erlebnisbericht, Making of Sexualität of Beweis, nie mein Anliegen zu unterstellen, durch schulische Sexualkunde würden Pädophile an Kinder gelangen.

            Natürlich sollen Kinder über menschliche Reproduktion aufgeklärt werden. Gerne kann man ihnen auch erklären, dass es da viele gibt, die ihre Sexualität anders ausleben und daraus keine Kinder generieren.
            Und wenn dann durch große Kinderaugen gefragt wird, warum die das machen, dann kann man den Kindern auch sagen: Weil sie es so lieben, weil es ihnen Freude bereitet.

            Aber welche Spielarten der nicht-reproduktiven Sexualität sollen ihnen dann im Unterricht, in der 4. Klasse, vorgestellt werden?

            Ok, Homosexualität ist gesetzt. Jetzt kommt die DragQueen mit den Trans-Themen hinzu. Was ist aber mit welchen, denen einer abgeht, wenn sie sich in Latex tauchen und dann eine Gasmaske aufsetzen und durch Atemnot abgehen (bitte jetzt nicht an Lauterbach denken!)? Oder welchen, die sich gegenseitig auspeitschen, nachdem sie sich vorher mit Plüsch-Handschellen angebunden haben?
            Sollen die sich alle vor der 4. Klasse vorstellen und erklären? Ernsthaft?

            Mein Kind hat gerade in der Schule erst Schmiede, Schneider, Bäcker, Dachdecker und Schreiner vorgestellt bekommen. Soll sich das im nächsten Jahr in diese Richtung ändern?

          • @beweis „Ok, Homosexualität ist gesetzt.“

            Das ist das wichtigste, weil sehr häufig und die Wahrscheinlichkeit hoch ist dass in der Klasse Betroffene sind. Der Rest ist open for discussion.

            „Jetzt kommt die DragQueen mit den Trans-Themen hinzu.

            Transgender ist keine Sexualiät, deswegen gehört das nicht in die Kategorie. Man sollte das schon vorstellen, aber vielleicht nichmal in Biologie sondern irgendwo anders ansiedeln.

            Dragqueens sind nochmal was anderes und gehören überhaupt nicht zum Thema. Wenn Transen oder Schwule in der Schule von Olivia-Jones-Lookalikes vorgestellt würden, finde ich das falsch, weil die Kinder diese Themen dann mit blöden Kreisch-Handtäschchen-Klischees verbinden die damit gar nichts zu tun haben. Das ist zunächst eine Einladung das ganze als Kicherthema abzutun, und wird evtl. Schwule in der Klasse eher davon abschrecken sich damit zu identifizieren, ist also sehr kontraproduktiv. Auch sonst braucht man keine Dragqueens in der Schule.

            „Sollen die sich alle vor der 4. Klasse vorstellen und erklären? Ernsthaft?“

            Slippery slope, das schlägt niemand vor.

          • „Slippery slope, das schlägt niemand vor.“

            Ach komm, da muss ich jetzt selbst lachen. Seit der Legalisierung der Homosexualität erleben wir eine fortwährende Revolution der Geschlechtigkeit. Wir sind aktuell bereits an einem Punkt, an dem es gesellschaftlich tabu ist, zu behaupten dass es nur zwei Geschlechter gibt. Biologische Fakten werden geleugnet im Namen von Vielfalt und Regenbogen.

        • @Adrian: „Glaubst Du wirklich, LGBT-Aktivisten gegen in die Schulklassen um Kinder homo zu machen?“
          Nö. Frage ist, woher kommt der geradezu religiöse Eifer?
          Vermutung: Wir Menschen sind noch viel mehr Herdenmenschen als befürchtet. Sobald eine Ideologie eine ausreichend große Sichtbarkeit erreicht hat schließt sich eine Mehrheit an und macht mit. So erhält man einen selbstverstärkenden Effekt.
          Und Social Media und der Verfall tradierter Gemeinschaften (Religionen, Nationen) im Westen die als Gegengewicht dienen könnten verstärken das noch.

  6. Heute morgen mit halbem Auge mitbekommen, dass dieses Ranwanzen von Woken an Kinder inzwischen „grooming“ genannt wird, eigentlich verwendet fuer Anbahnungsversuche von Pädophilen.

  7. Die intersektionalen Theorien sind auch in deutschen Unternehmen angekommen. Diese kommen meist aus dem Marketing, spezieller dem Social-Media Marketing. Bei uns sind das 2-3 Leute, die das sehr stark pushen. Als Grund werden die Social Media Likes genommen von der Community, die sie selber aufbauen. Das sind richtige Bubbles, die dort existieren. Und das ist nicht nur bei uns so.

    Das große Problem ist, dass die Woken sehr viele Engagements erzeugen, Forderungen stellen und sich beschweren. Als Unternehmen ist Feedback normalerweise Gold wert. Wenn 100-200 Leute auf Social-Media und per E-Mail wollen, dass gegendert wird, dann wird das gemacht.

    Wenn sich dann daraufhin 2 Leute beschweren, dass sie das Gendern doof finden, dann wird das als Bestätigung genommen, dass die Mehrheit das so will.

    Ich kann hier jedem nur raten sich zu beschweren, wenn ihr den woken Kram seht in Unternehmen. Wokies machen das nämlich, sind sichtbar und bekommen dadurch ihren Willen.

    Das ist bei uns schon so schlimm, dass diskutiert wird, ob man „rechten“ Kunden kündigt, weil es die Wokies fordern. Wir haben zum Glück Leute, die wehement dagegen sprechen. Aber mit jedem Woken, der diese Forderungen mehr stellt, ohne dass es von den Kunden Gegenstimmen gibt, desto schwächer wird unsere Position.

    Beschwert euch, möglichst sachlich (das ist die Schwäche der Woke, sie pöbeln oft), organisiert und oft!

      • Hier die Zusammenfassung der Ergebnisse: https://www.ndr.de/nachrichten/info/NDR-Info-im-Dialog-Der-Gender-Stern-im-NDR-Info-Programm,ndrinfoimdialog210.html

        Zunächst mal: „Schon in der Vorstellungsrunde zu Anfang des Gesprächs wird klar, dass ein Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Gendern problematisch findet oder sogar völlig ablehnt.“

        Aber: „“Wir befinden uns in einem Lernprozess und es sollte jedem selbst überlassen sein.“
        Denn auch, wenn die Mehrheit anderer Meinung ist, gebe es die Notwendigkeit, Rücksicht auf alle anderen zu nehmen. Und das ist auch ein Teil der Leitlinie, die NDR Info zu diesem Thema formuliert hat, erklärt Adrian Feuerbacher:
        „Wir setzen uns für eine faire, diskriminierungsfreie und inklusive Sprache ein, aber gleichzeitig empfehlen wir das Gendern im Radio nach Möglichkeit zu vermeiden.“

        Wenn NDR-Journalisten von Negern oder Asylbetrügern sprächen, würde dann wohl auch empfohlen, das zu vermeiden? Da würden mit Sicherhweit schärfere Maßnahmen ergriffen.

    • Die intersektionalen Theorien sind auch in deutschen Unternehmen angekommen. Diese kommen meist aus dem Marketing, spezieller dem Social-Media Marketing. Bei uns sind das 2-3 Leute, die das sehr stark pushen.

      Das ist auch mein Eindruck von außen. In den Marketing-/PR-Abteilungen scheinen sich Personen zu sammeln, die der Gender-Bubble zugehören, und die setzen dann solche Sachen durch, weil der Rest der Firma seine Ruhe haben will oder es anfangs gar nicht mitbekommt.
      Und im Ergebnis sind nicht-gegenderte Websiten und Veröffentlichungen größerer Firmen uns Institutionen mittlerweile eher die Ausnahme.

      Wenn 100-200 Leute auf Social-Media und per E-Mail wollen, dass gegendert wird, dann wird das gemacht.

      Und wieviele davon sind Kunden/Zielgruppe? Erfahrungsgemäß sind das oft Aktivisten (gern auch organisiert, um Masse zu generieren), während die (potenziellen) Kunden meistens eher genervt sind, aber nichts sagen, weil sie keinen Stress wollen.
      Wie du schon sagst, man muss sich wirklich möglichst oft beschweren, damit die Firmen merken, dass die Gender-Bubble keineswegs den durchschnittlichen Kunden repräsentiert.

      • Tatsächlich sind einige der Woken Kunden. Sie sind aber nur eine kleine Gruppe. Es sind meistens sehr junge Leute. Und Unternehmen stehen auf junge Kunden, da man hier hofft, dass man über einen längeren Zeitraum Profite mit denen machen kann.

        Und das stimmt z.T. auch. Um virtual Signaling zu machen, kaufen sie die Produkte, die in ihrer Bubble gut ankommen und teilen das auf Social Media.

        Normale Kunden machen meist nicht die Klappe auf. Wenn sich welche gegen das Gendern beschweren, dann sind das leider oft stramm Rechte. Auf deren Profilen findet man dann solche Dinge wie die jüdische Weltverschwörung oder dass Deutschland kein echtes Land sei.

        Mit solchen Leuten wird man dann schnell in einen Topf geworfen, wenn man gegen die Wokies diskutiert.

        Die meisten Menschen senken einfach den Kopf und wollen übersehen werden. Bloß nicht auffallen und negative Konsequenzen tragen. Und ich kann es z.T. verstehen. Wenn ich in meinem Unternehmen dagegen diskutiere, habe ich durch meine Position dort eine gewisse Sicherheit.

        Online mit realen Daten gegenangehen? Da ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Unternehmen einen Shitstorm bekommt, wenn mich die Woken Kunden entdecken. Und Unternehmen haben Panik vor Shitstorms. Da wär mein Job in Gefahr.

        Ich beschwere mich nur direkt per E-Mail bei den Unternehmen. Und gehe im Real-Life dagegen an.

        Zumindest kann ich jetzt etwas nachvollziehen, wieso in Nazi-Deutschland kaum jemand die Klappe aufgemacht hat und so viele die Konzentrationslager „nicht kannten“.

        • Normale Kunden machen meist nicht die Klappe auf. Wenn sich welche gegen das Gendern beschweren, dann sind das leider oft stramm Rechte. Auf deren Profilen findet man dann solche Dinge wie die jüdische Weltverschwörung oder dass Deutschland kein echtes Land sei.

          Mit solchen Leuten wird man dann schnell in einen Topf geworfen, wenn man gegen die Wokies diskutiert.

          Ja, das ist generell ein Problem, bei vielen Dingen. Die „Normalen“ trauen sich nicht, sich zu beschweren, weil sie keinen Ärger wollen. Kritik kommt deshalb nur von radikaleren Menschen, die leicht diskreditiert werden können, was es dann den „Normalen“ noch schwerer macht, sich der Kritik anzuschließen.
          Dieser Trend wird ja auch gezielt zur Immunisierung herrschender Ansichten genutzt, indem alle Kritiker pauschal in irgendeine Schublade gesteckt werden (Rechte, Querdenker, Frauenhasser usw…), um sie zu diskreditieren und iohre argumente zu delegitimieren, statt sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

          Zumindest kann ich jetzt etwas nachvollziehen, wieso in Nazi-Deutschland kaum jemand die Klappe aufgemacht hat und so viele die Konzentrationslager „nicht kannten“.

          In der Tat. Ich finde es immer wieder überraschend, wie wenige Menschen realisieren, dass die Nazizeit keineswegs eine Singularität darstellt, sondern viele der damaligen Mechanismen heute noch genauso wirkmächtig sind und dass es gefährlich ist, diese Mechanismen zu nutzen, auch wenn man noch so überzeugt davon ist, das „Gute“ zu unterstützen.

    • Sehr häufig sind HR und Public Relations die Trägerinnen. Besonders letztere sind häufig eher unterkomplexe Denkerinnen die sich so einen überproportionalen Einfluss verschaffen können.

    • Wirklich guter Artikel. Da hat der „TERF!“ Aufschrei und der Vorwurf der Transfeindlichkeit sicher nicht lang auf sich warten lassen.

    • Ich hatte mir die Sendung aus Neugier in der Mediathek angesehen. Mal ganz abgesehen von der Frage, inwieweit das wirklich ein Thema für die Alterszielgruppe der „Maus“ ist, fand ich es, wie die EMMA, extrem auffällig, wie unkritisch der Beitrag Werbung für das geplante Selbstbestimmungsgesetz gemacht hat. Eine derart offenkundige politische Parteinahme hat im ÖRR definitiv nichts zu suchen, und schon gar nicht im Kinderfernsehen. Aber Indoktrination durch Staatsmedien gibt’s ja nur in Russland…

  8. Es reicht doch vollkomen aus wenn man Kindern bis zur 5 Klasse einfach nur sagt das es nicht nur Paare aus Mann und Frau gibt sondern es ab und zu auch Paare gibt die aus Mann und Mann oder Frau und Frau bestehen. Was muss denn ein Kind mehr wissen?

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