57 Gedanken zu “Corona Selbermach-Montag

  1. Mal eine eher grundsätzliche Frage:
    Der Staatsapparat, der maßgeblich aus einer Horde Menschen besteht, die von vielen Individuen für vier Jahre mit Macht und Gewalt ausgestattet wurde, bestimmt untertägig, das Volk müsse sich medizinisch behandeln lassen. Wenn nicht, dann würde er seine Gewalt walten lassen.
    Seine Gründe für die Volksbehandlung sind allerdings umstritten, ein Fremdschutz in Form einer sterilen Immunität widerlegt.

    Nun gehen manche von den Individuen zu ihrem Arzt und sagen, sie wollten sich aber nicht behandeln lassen. Sie vertrauen der Behandlung nicht und lehnen sie ab. Schließlich sei es doch ihr Körper.
    Und weil sie vom Staatsapparat arm gemacht würden, ihre Freiheitsrechte verlören, Berufsverbot auferlegt bekämen, wenn sie sich nicht behandeln ließen, befänden sie jetzt in einer medizinischen Notlage. Denn repressive Maßnahmen in diesem Umfang haben unumstritten physische und damit auch medizinische Folgen.

    Was wäre dann die Aufgabe des Arztes? Den Staatsapparat zu unterstützen und seine Pflicht-Auferlegung durchzusetzen? Oder seinem Patienten zu helfen, damit der als Individuum eine optimale gesundheitliche Perspektive erhält?

    Als Kind einer Medizinerfamilie erwarte ich ganz selbstverständlich, dass der Arzt meines Vertrauens in einer solchen Situation eine Kochsalzlösung aufzieht, das von mir abgelehnte Vakzin ins Waschbecken kippt und mir den Aufkleber mit dem amtlichen Hologramm in meinen Impfpass klebt.

    Ist das nicht selbstverständlich? Warum nicht?

    • Nein, ich denke, das kann man von Ärzten nicht verlangen. Sich weigern, einen unwilligen Patienten zu impfen, das schon, aber nicht, eine Impfung zu bestätigen, die nie erfolgt ist.

    • „Ist das nicht selbstverständlich? Warum nicht?“
      Es gab schon andere Pflichtimpfungen, bekannteste die Pockenimpfung. Da hätte es zunächst keinen vernünftigen Grund für Ärzte gegeben, sich dem zu verweigern. Man müsste die ethischen und sachlichen Unterschiede herausarbeiten.

      • Der zentrale Unterschied ist doch, dass beispielsweise bei Masern oder Pocken ein Schutzeffekt für den Geimpften und auch seine Umgebung nachgewiesen werden konnte.
        Bei der Corona-Impfung wird nur noch mit einer eventuellen Verlaufsverbesserung argumentiert. Die kann aber nicht nachgewiesen werden.
        Letztens habe ich von einem Politiker gelesen, der eine Lungenembolie unter Covid erlitt und nachher sagte, zum Glück habe er sich impfen lassen, sonst wäre es noch schlimmer gekommen.
        Das ist eine absurde Argumentation, finde ich.

        • Es gibt noch mehr Unterschiede:
          – Die Covid-Impfung wurde unter politischem Druck durch die Testprozeduren gepeitscht, es gibt also möglicherweise noch unentdeckte Risiken
          – Pocken sindeine mit hoher Wahrscheinlichkeit tödliche Krankheit, Covid ist dagegen so ähnlich wie Grippe
          – Pocken konnte man ausrotten und das ist auch ein lohnendes Ziel, Covid sicherlich nicht

          • Vor allem, und das halte ich für das wichtigste Argument überhaupt: die Gegenseite wird weder gehört, noch bekommt sie offizielle Aufmerksamkeit, ihre Protagonisten, selbst wenn es sich um erfahrene Mediziner handelt, werden kalt gestellt. Die Medien haben totalversagt.

            Wir sind als Laien (und Politiker sind auch nur Laien und meist nichtmal die klügsten) nicht in der Lage zwischen wahr und falsch zu unterscheiden. Wenn ich lese, dass es allein zu Ivermectin zig Studien gibt und die einen behaupten dies und die anderen genau das Gegenteil, dann kann ich eigentlich nur sagen: ich weiß es auch nicht. Man müsste eine mehrere Metastudien dazu machen, von verschiedenen Gruppierungen und wenn die alle zu dem Schluß gelangen, dass die seriösen Studien xy aussagen und die anderen unseriös sind, dann ist man vermutlich ein bisschen näher an der Wahrheit. Aber einfach eine Seite auszublenden, ist höchst unseriös und kann nicht die Basis von derartigen Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit sein. Es kann nicht sein, dass die Dümmsten in Deutschland, die deutschen Mainstreamjournalisten, die Politik derart vor sich hertreiben.

            Und bei Covid und den Impfungen hat man diese Unsicherheiten quasi bei jedem Teilaspekt, seriöse Doppelblind-Studien sind aufgrund der ständigen Mutationen und des teils versteckten Infektionsgeschehens kaum möglich.

            Es gibt ja mittlerweile Studien, die besagen, dass durch die mRNA-Impfungen das Immunsystem geschädigt würde (und das sogar der Wirkmechanismus gegen Covid sei, weil dadurch eine Abwehrüberreaktion verhindert würde).

    • Diese Frage stelle ich mir auch die ganze Zeit. Die müssen einen ja über Nebenwirkungen etc. aufklären, aber was ist, wenn man am Ende sagt: nein, will ich nicht? Aber ich muss, sonst wird mein Leben zerstört? Es ist eine Zwangsmaßnahme die Ärzte in eine sehr unangenehme Situation bringt.

      Falls die eine Impflicht beschließen, werde ich so lange suchen, bis ich einen Arzt gefunden habe, der mir das Zertifikat gegen ein Handgeld ausstellt. Mit solchen autokratischen Zwangsmaßnahmen wider der Grundrechte, erodiert man die Moral in einem Land, falls da überhaupt noch welche übrig ist, jenseits von virtue signalling Tugendterror.

  2. Ich war gestern zum ersten Mal seit über 2 Jahren wieder im Schwimmbad. Die Eintrittspreise wurden um satte 40% angehoben; d.h., zu zweit Schwimmen gehen kostet in etwa die monatliche Leasingrate für einen Kleinwagen. Nun habe ich glücklicherweise keinen Kleinwagen, aber nachdem im Supermarkt ja auch zB Tomaten mit purem Gold überzogen werden (anders kann ich mir die Preise nicht erklären), kann ich mir schon vorstellen, dass das für eine ganze Menge Leute langsam nicht mehr lustig ist.

    Dazu kommt dann nämlich noch, dass die kreditfinanzierten paar Billionen Euro, die der Corona-Spaß, der unterm Strich genau 0 Menschenleben gerettet hat (wohlgemerkt aber locker 20 Millionnen gekostet hat, aber die lebten fast alle in Afkrika), auch noch bezahlt werden wollen. Keine Ahnung, wer sich das leisten können soll.Ich glaub, ich kauf mir jetzt noch ne Wohnung. Meine Freunde haben sämtlich alle Schulden; ich nicht.

  3. Bremen trennt übrigens interessanterweise bei der Angabe der Hospitalisierungsinzidenz nach wegen Corona (gestern 3,35) und mit Corona (13,77).
    https://www.gesundheit.bremen.de/corona/zahlen/corona-fallzahlen-37649

    Ich vermute mal, dass dies geschieht, weil immer häufiger darauf hingewiesen wird, dass Bremen trotz höchster Impfquote eine sehr hohe (Gesamt-)Hospitalisierungsinzidenz hat.

    Mit dieser Unterteilung zeigt Bremen aber gleichzeitig, dass die (Gesamt-)Hospitalisierungsinzidenz völlig ungeeignet ist für die Bewertung des Pandemiegeschehens. Und es beweist, dass entgegen der vielfachen Behauptungen eine gesonderte Ermittlung der wegen-Corona-Fälle anscheinend durchaus möglich ist. Warum wird das dann nicht bundesweit umgesetzt (ja ja, rhetorische Frage…)?

    • Weil es keine allgemein sinnvollen Kriterien gibt, wie zwischen „wegen“ und „mit“ unterschieden werden kann.

      Wie sind denn die Kriterien nach denen Bremen das macht?

      • Wie Bremen das konkret macht, weiß ich nicht. Aber üblicherweise werden Patienten ja mit einer bestimmten Diagnose im Krankenhaus behandelt. Was spricht dagegen, jeden, bei dem Corona nicht die Hauptdiagnose ist und der auch keine erheblichen Grippesymptome hat, bei der Hospitalisierungsinzidenz unberücksichtigt zu lassen?

          • Weil es keine allgemein gültigen trennscharfen Kriterien gibt, wie zwischen „wegen“ und „mit“ unterschieden werden kann. Menschen sind keine Maschinen und Krankheitsbilder sind oft kompliziert.

            Am Schluss kannst du das ganze mit furchtbar detaillierten und kompliziert Kriterien ausgestalten wie du willst, es wird immer auf folgendes hinauslaufen: Du tauscht ein paar „zuviel gezählt“ (Motorradunfall) gegen ein paar „zuwenig gezählt“ (immunsupprimierter Krebspatient).

            Wenn KH mit einer signifikanten Steigerung der Patientenzahlen ggü dem „normalen“ Level konfrontiert sind, ist das im Grunde egal. Die Patienten werden ja nicht deswegen weniger, weil du sie aufgrund von Kriterien nicht mehr als Covid-Patienten zählst.

          • Du tauscht ein paar „zuviel gezählt“ (Motorradunfall) gegen ein paar „zuwenig gezählt“ (immunsupprimierter Krebspatient).

            Das wäre ein sinnvoller Einwand, wenn beide Gruppen voraussichtlich ähnlich groß wären. Sind sie aber nicht, jedenfalls nicht derzeit. Natürlich wird es einzelne Patienten geben, bei denen die zusätzliche Coronainfektion den Unterschied gemacht hat für die Notwendigkeit eines Krankenhausaufenthalts, aber das dürften eher Ausnahmen sein. Die meisten offiziellen „Coronapatienten“ haben halt einen positiven Test, weil derzeit viele Menschen einen positiven Test haben, Auswirkungen auf ihre Hospitalisierung hatte er nicht. Die Nachdenkseiten haben mal nachgerechnet und kommen zu dem Ergebnis, dass die aktuellen Hospitalisierunginzidenzen völlig plausibel mit der hohen allgemeinen Inzidenz zu erklären ist, also dass bei den aktuellen Positivzahlen entsprechende zufällige Positivtests bei Patienten schlicht statistisch erwartbar sind.
            https://www.nachdenkseiten.de/?p=81915

            Wenn KH mit einer signifikanten Steigerung der Patientenzahlen ggü dem „normalen“ Level konfrontiert sind, ist das im Grunde egal. Die Patienten werden ja nicht deswegen weniger, weil du sie aufgrund von Kriterien nicht mehr als Covid-Patienten zählst.

            Mir ist nichts davon bekannt, dass die Krankenhäuser „mit einer signifikanten Steigerung der Patientenzahlen ggü dem „normalen“ Level konfrontiert sind“.
            Genau darum geht’s doch – die meisten der offiziellen „Coronapatienten“ wäre vermutlich auch ohne Corona im Krankenhaus gewesen, weil es für ihren Aufenthalt eben einen ganz anderen Grund gibt.

            Oder hast du dazu irgendwelche anderen Zahlen?

          • „Du tauscht ein paar „zuviel gezählt“ (Motorradunfall) gegen ein paar „zuwenig gezählt“ (immunsupprimierter Krebspatient).“

            So wie ich das sehe, tauscht man im Fall Bremens ein „100% wegen“ – das „oder mit“ geht doch allgemein unter – gegen ein „80% mit“ (also 20% wegen). Den Unterschied finde ich gravierend.

          • Solange nicht klar ist was die Kriterien für „mit“ und „wegen“ überhaupt sind, ist das bloße zahlengymnastik mit wenig Aussagekraft.

          • Genau, Pingpong, solange man einen dir missfallenden Umstand nicht hundertprozentig präzise darstellen kann, sollte er völlig ignoriert werden. Anders natürlich bei dir passenden Umständen, die sind solange als Wahrheit anzusehen, bis sie eindeutig widerlegt sind.
            Ich bin mir sicher, das ist eine sehr sachdienliche Haltung… 😉

          • Du postest unter dem falschen Thema. Die Diskussion um vorgefestigte Weltbilder und die Auswirkungen von Ideologie ist hier.

            Genau, Pingpong, solange man einen dir missfallenden Umstand nicht hundertprozentig präzise darstellen kann, sollte er völlig ignoriert werden.

            Ja, so wird es sein. Ich bemerke, die Zeit bis absurde Unterstellungen kommen wird immer kürzer.

            Mir ist nichts davon bekannt, dass die Krankenhäuser „mit einer signifikanten Steigerung der Patientenzahlen ggü dem „normalen“ Level konfrontiert sind“.

            Naja, dir ist es nicht bekannt und ich habe es nicht behauptet. Von daher ist alles gut und wir brauchen nicht mehr weiter zu reden.

          • Angesichts der massiven Grundrechtseinschränkungen ist es meiner Meinung nach zwingend, zwei Fragen sehr gründlich zu beantworten:
            1. Wie groß ist die Gefahr wirklich, die von Covid ausgeht
            2. Wie wirksam oder schädlich sind die Gegenmaßnahmen, die installiert werden.

            Sich einfach damit abzugeben, dass man das nur schwierig trennscharf ermitteln kann, reicht doch nicht aus, wenn auf der anderen Seite die staatlichen Eingriffe ins Leben der Bürger derart elementar sind.

            Dass Menschen mit akutem Armbruch ins Krankenhaus gehen, dort default getestet werden und dann als Covid-Fälle in die Begründung für Grundrechtseingriffe eingehen, ist genau das, was viele Menschen wie mich an der Ehrlichkeit im Zusammenhang mit Covid ernsthaft zweifeln lässt.

          • @beweis:

            Um diese Fragen, vor allem 1., wird sich nach meinem Eindruck kräftig gedrückt (auch hier im Forum).

            Falls es dich interessiert, hier ist eine interessante Arbeit diesbezüglich:
            https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/padr.12477

            Dabei gilt es zu bedenken, dass in dieser Arbeit „nur“ Todesfälle analysiert werden. Folgewirkungen aufgrund von bleibenden Beeinträchtigungen, Arbeitsunfähigkeit usw. werden überhaupt nicht behandelt.

            Weit verbreitete Seuche und Krankheit ist nicht normal. Fortwährende Reinfektionen bewirken keine „Superimmunität“, sondern stellen eine signifikaten Belastung für den Körper dar – mit allen negativen Folgen die das mit bringt.

            Sich einfach damit abzugeben, dass man das nur schwierig trennscharf ermitteln kann

            Bitte nicht diese unbestimmten Unterstellungen. Solche kommen schon in ausreichender Menge von hugor.
            Ich schrieb oben explizit, dass nichts gegen eine genauere Erfassung spricht. Gleichzeitig habe ich auf Goodharts Law hingewiesen: Jede Metrik, sobald sie zu (politischen) Kontrollzwecken eingesetzt wird, ist anfällig für Tricksereien. Es ist im Grunde derselbe Irrglaube wie vor zwei Jahren, als viele „wir brauchen mehr Daten!“ gerufen haben. Ich habe damals schon lang und breit argumentiert, warum das keine guter Ansatz ist.
            Der richtige Weg, auf eine neuartige Krankheit zu reagieren, besteht darin, sich ein Ziel zu setzen und darauf hinzuarbeiten, wobei man seine Strategie anpasst, wenn man etwas lernt. Da es eine weitere Unbekannte in der Gleichung gibt, nämlich die menschliche Entschlossenheit, sollte zunächst keine Reaktion ausgeschlossen werden. Gilt in abgewandelter form auch zwei Jahre später noch.
            Oder, wie Nelson Mandela sagt: “It’s only impossible until it’s done.”

          • @Pingpong
            >> Mir ist nichts davon bekannt, dass die Krankenhäuser „mit einer signifikanten Steigerung der Patientenzahlen ggü dem „normalen“ Level konfrontiert sind“.

            Naja, dir ist es nicht bekannt und ich habe es nicht behauptet.

            Sehr schön, du behauptest also auch du nicht, dass durch „Corona-Patienten“ eine signifikante Steigerung der Patientenzahlungen verursacht wird. Genau dies wird aber suggeriert, wenn man ständig Gesamthospitalsierungsinzidenzen meldet, in denen eine Vielzahl von Patienten enthalten sind, die wegen ganz anderer Krankheiten im KH sind. Diese überhöhten Zahlen werden dann zur Rechtfertigung politischer Maßnahmen verwendet, was ersichtlich nicht sachgerecht ist.
            Ich darf also davon ausgehen, dass auch du eine (im Rahmen der Möglichkeiten) möglichst genaue Ermittlung und Meldung nur derjenigen Patienten befürwortest, bei denen tatsächlich die Corona-Infektion kausal für den KH-Aufenthalt sind, die also effektiv die Auslastung des Gesundheitssystems erhöhen? Falls nein, warum nicht?

          • Sehr schön, du behauptest also auch du nicht, dass durch “Corona-Patienten” eine signifikante Steigerung der Patientenzahlungen verursacht wird.

            Momentan? Während der Delta-Welle? Nächsten Herbst/Winter?

            Ich darf also davon ausgehen

            Ja.

          • @Pingpong Momentan? Während der Delta-Welle? Nächsten Herbst/Winter?

            Momentan natürlich, die ganze Diskussion bezieht sich doch auf die Gegenwart.
            Bei Delta gab es sicherlich einen Anstieg, wobei auch da die offiziellen Zahlen in gewissem Umfang überhöht gewesen sein dürften. Niemand kann in die Zukunft sehen, aber konkrete Anhaltspunkte dafür, dass im nächsten Herbst/Winter eine über normale Grippewellen hinausgehende Belastung der Gesundheitssysteme droht, gibt es nicht.

            Ja

            Sehr schön. Warum wehrst du dich dann so dagegen, eine Trennung der Zahlen in wegen und mit Corona vorzunehmen? Selbst wenn man das nicht wirklich exakt hinbekommen wird, sind die Zahlen mit Sicherheit brauchbarer, als wenn, wie jetzt (außer in Bremen), schlicht alle Patienten mit Positivtest gezählt werden.

          • @pingpong

            Weit verbreitete Seuche und Krankheit ist nicht normal.
            Doch. Denn das Leben endet im Tod. Und dafür sind fast immer Krankheiten verantwortlich, auf die der schwächer werdende Organismus nicht mehr angemessen reagieren kann. Das Durchschnittsalter der Covid-Todesfälle und „das Covid-Wunder von Afrika“ sprechen da eine klare Sprache.

            Wieso ist es angesagt, einen zentralistischen Plan zu entwerfen, wenn eine neuartige Krankheit auftritt? Ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher Plan scheitert, nicht viel größer, als wenn die Menschen selbstbestimmt ihren Weg des Umgangs mit dieser Erkrankung finden? Sie würden hunderte Wege ausprobieren, von denen sich vielleicht zwei als absolut überzeugend erweisen. Diese Wahrscheinlichkeit ist bei recht willkürlichen Direktiven von Nasen wie Lauterbach oder dem Tierarzt nicht gegeben. Die weigern sich bis heute sogar, wirklich wissenschaftlich fundierte Untersuchungen über Verbreitung und Immunstatus der Bevölkerung zu erstellen. Warum?

            Eigentlich müssten doch die Menschen nach Bekanntwerden der Mails von Herrn Fauci entschlossen darauf drängen, dass sofort die Gain-of-function-Forschung gestoppt und geächtet wird. Weil sie sich um ihre Kinder sorgen und nicht nur um ihre Wiederwahl oder ihren Verbleib in einer Behörde. Warum passiert da nichts?

            Die künstlich geschaffene und immer wieder angeheizte Angst vor einer todbringenden Krankheit, bei der nur wirklich sehr wenige einen kennen, der daran gestorben ist, wird vielmehr dazu genutzt, autoritär und repressiv in die intimsten Lebensbereiche der Menschen einzugreifen. Und keine dieser Maßnahmen außer menschliche Isolation und Tod haben wirklich etwas ausrichten können gegen das Virus. Trotzdem werden sie bis zum Exzess fortgeführt ohne Rücksicht auf Kolateralschäden.

            Diese inzwischen allumfassende paternalistische Bevormundung auf Basis von halbseidenen und recht willkürlich erscheinenden sogenannten „Plänen“ sollte eine aufgeklärte Gesellschaft angemessen zurückweisen. Aber wie soll sie das tun, wenn sich die Menschen doch in Einzelisolation befinden?

          • @beweis:

            Die Aussage von der weit verbreiteten Krankheit und Seuche bezog sich offensichtlich nicht auf die Phase am Lebensende. Ein Minimum an wohlwollender Lesart darf man hoffentlich voraussetzen.

            Hast du dir den verlinkten Artikel oben angesehen? Aus dem (und aus anderen ähnlichen Arbeiten) geht hervor, dass das „Wunder von Afrika“ zum überwiegenden Teil auf einem erheblichen underreporting was die Todes- und Krankheitslast von Covid betrifft basieren dürfte.

            Du hast oben unter 1. eine wichtige Frage gestellt. Mir scheint, für dich steht die Antwort bereits fest, unabhängig von jeder abweichenden Empirie. Es zeigte sich wieder und wieder, dass Länder die rasch, entschlossen und frühzeitig reagiert haben, insgesamt in allen Bereichen erfolgreicher sind: Weniger Einschränkungen, mehr Wirtschaftswachstum, mehr Freiheiten, normaleres Leben. Die Kinder konnten mehr Zeit normal in der Schule verbringen. Die Erwachsenen konnten mehr Zeit normal im Restaurant verbringen. Niedrigere Gesundheitskosten durch die Bahn, ganz zu schweigen vom geringeren menschlichen Leid.

            Der Umgang mit einer Pandemie erfordert Anstrengungen. Heute denken bei „Anstrengung“ viele zuerst an Restriktionen, als wenn die Anstrengungen selber uns unserer Freiheit berauben. Nein, das Virus und die Pandemie berauben uns unserer Freiheit, die Anstrengungen zur Eindämmung der Pandemie hingegen erhalten unsere Freiheit.

            Wir haben jetzt die Technologien, um der Sache auch ohne strenge Lockdowns Herr zu werden. Billige Tests, Isolation von Infizierten, Masken, Luftfilter, Abstand halten wo nötig, und – am wichtigsten – finanzielle Unterstützung für diejenigen, die durch diese Anstrengungen belastet werden. Ja es stimmt, manche Krankheiten sind schwieriger zu eliminieren als andere. Die Länder erreichen i.d.R. das, was sie sich vornehmen.
            Ich schrieb vorhin:
            „Der richtige Weg, auf eine neuartige Krankheit zu reagieren, besteht darin, sich ein Ziel zu setzen und darauf hinzuarbeiten, wobei man seine Strategie anpasst, wenn man etwas lernt.“
            Leider mangelt es vielerorts schon am ersten Punkt: Dem Setzen eines Ziels. Oder kannst du im Pandemiemanagement der letzten paar Monate ein solches erkennen?
            Ich habe früher nicht ohne Grund immer wieder folgende Frage in den Raum gestellt: Wie wollen wir leben?

            Es liegt an uns. It’s only impossible until it’s done.

          • das Virus und die Pandemie berauben uns unserer Freiheit, die Anstrengungen zur Eindämmung der Pandemie hingegen erhalten unsere Freiheit.

            Genau, „War is Peace. Freedom is Slavery. Ignorance is Strength“…

            Das Virus bedroht unsere Gesundheit, aber nicht unsere Freiheit. Sämtliche Freiheitsbeschränkungen waren politische Entscheidungen. Die Frage kann nur sein, welche angeordneten Freiheitsbeschränkungen in Abwägung mit den Gesundheitsbedrohungen gerechtfertigt und sinnvoll sind.

            Und in diesem Zusammenhang wird deine Behauptung, „dass Länder die rasch, entschlossen und frühzeitig reagiert haben, insgesamt in allen Bereichen erfolgreicher sind: Weniger Einschränkungen, mehr Wirtschaftswachstum, mehr Freiheiten, normaleres Leben.“, nach dem tatsächlichen Abschluss der Pandemie zu überprüfen sein. Derzeit mehren sich ja die Beispiele, dass gerade in solchen Ländern das Problem eben nicht beseitigt, sondern nur aufgeschoben wurde (z.B. Neuseeland, Südkorea, China). Dagegen kommt z.B. Schweden anscheinend unterm Strich ganz gut durch die Pandemie.

  4. Augenscheinlich von Angst und Verzweiflung gepeinigt erklärt der Berliner Senat in einer Pressemitteilung, dass ab 1. April keine Maskenpflicht mehr in den Schulen herrscht. Natürlich darf jedes Kind und jeder Lehrer aber weiter eine Maske tragen und wird dazu ermuntert.
    Als kleines Trostpflaster gegen die grassierende Furcht wird die Testpflicht an den Schulen ausgeweitet. Ins Testregime werden nunmehr auch Geimpfte und Genesene aufgenommen.
    Absurd hingegen ist, dass für schulfremde Personen die 3G-Regel gelten soll. Damit könnten geboosterte ungetestete Spreader z.B. in Elternabende gelangen.

    Verstehe das wer will. In meinen Augen handelt es sich ohnehin nur um primär psychologische Angstbewältigungsmechanismen.
    Woher kommt noch mal diese Angst?

    https://www.berlin.de/sen/bjf/service/presse/pressearchiv-2022/pressemitteilung.1191309.php

  5. Da bleibt mir doch mal wieder die Spucke weg:

    Die Berliner Grünen wollen sich damit nicht abfinden, dass Berlin kein sogenannter Hotspot werden soll. Per Dringlichkeitsantrag wollen sie auf ihrem Parteitag am Samstag im Berliner Westhafen dafür werben, Berlin doch noch zu einem zu machen.

    Ein Hotspot ist also gar keiner, sondern Orte und Bundesländer werden zu einem gemacht.

  6. G. Vanden Bossche schreibt, zukünftige Varianten des SARS-CoV-2 würden gefährlicher und tödlicher werden, aber nur für die Geimpften, weil deren natürliches Immunsystem durch die Impfung Schrott sei:

    „I SERIOUSLY expect that a series of new highly virulent and highly infectious SARS-CoV-2 (SC-2) variants will now rapidly and independently emerge in highly vaccinated countries all over the world and that they will soon spread at high pace. I expect the current pattern of repetitive infections and relatively
    mild disease in vaccinees to soon aggravate and be replaced by severe disease and death.
    Unfortunately, there is no way vaccinees can rely on assistance from their innate immune system to
    protect against coronaviruses1 as their relevant2 innate IgM antibodies are increasingly being
    outcompeted by infection-enhancing vaccinal Abs, which are continuously recalled due to the circulation
    of highly infectious Omicron variants. In contrast, Omicron’s high infectiousness would enable the nonvaccinated to train their innate immune defense against SC-2 while the infectious and pathogenic
    capacity of the new SC-2 variants would be debilitated in the non-vaccinated for lack of infectionenhancing Abs in their blood. Unless we immediately implement large scale antiviral prophylaxis
    campaigns in highly vaccinated countries, there shall be no doubt that the pandemic will end by taking a
    huge toll on human lives

    Klicke, um auf 6244c3b09ad5701f3ec17765_GVB_s%2Banalysis%2Bof%2BC-19%2Bevolutionary%2Bdynamics.pdf zuzugreifen

    • It is, therefore, paramount that we […] immediately reduce the infection rate in the population.

      Das kommt mir auf sonderbare Weise bekannt vor. Als hätte ich es schonmal gehört. 😉

      • Die von dir zitierte Aussage ist im Kontext zu sehen, nämlich, dass das Reduzieren der Infektionsrate aufgrund des negativen Effektes der Impfung notwendig sei und nur die Geimpften beträfe, wogegen bei Personen ohne Impfung eine hohe Infektionsrate wg. Trainierens des natürlichen Immunsystems positiv sei. Deine Freude darüber, dass im Text das Eindämmen des Virus gefordert wird, impliziert daher deine Freude über das Impfen, weil die Impfung die Ursache der Notwendigkeit des Eindämmens und somit auch die Ursache deiner Freude darstellt.

        • Aus der zitierten Aussage geht jedenfalls nicht hervor, dass sein Vorschlag nur geimpft beträfe. Aber ich habe das Dokument nicht in seiner Gesamtheit gelesen😉 wenn er anderswo sagt, nur geimpfte sollen Infektionen vermeiden und bei ungeimpften wären möglichst viele ansteckungen zu fördern, kannst du das entsprechende Zitat gerne hier reinstellen.

          Könnte interessant werden was er sonst noch so sagt😉

          • Pingpong, seiner Ansicht führt die Impfung verstärkt zu bestimmten Escape-Varianten des Virus, welche zwar für Ungeimpfte weitgehend harmlos sein werden bzw. sogar deren Immunsystem stärken, aber für Geimpfte gefährlich, weil ihr Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert. Und deshalb muss aus seiner Sicht vor allem in Gebieten mit hoher Impfquote die Infektionsrate gesenkt werden, um die Gefahr des Entstehens derartiger neuer Virusvarianten zu reduzieren. Er schreibt nicht ausdrücklich, dass das nur für Geimpfte gilt, es ist aber auch logisch, dass sich Infektionsraten kaum für bestimmte Bevölkerungsgruppen getrennt beeinflussen lassen.

            Wenn du dich auf Vanden Bossche berufen willst, musst du also seiner Grundargumentation zustimmen, nämlich dass
            a) hohe Impfquoten verstärkt zu Escape-Varianten führen, und
            b) diese für Geimpfte gefährlich sein werden, weil die Impfung das natürliche Immunsystem der Geimpften erheblich beeinträchtigt hat.

            Tust du das?

          • Quellwerk:
            Reduzieren der Infektionen betrifft nur geimpfte, bei ungeimpften ist es hingegen nicht notwendig, hier sind sogar vielmehr möglichst viele Infektionen positiv.

            Hugor:
            Reduzieren der Infektionen betrifft nicht nur geimpfte. Das ist auch logisch, weil sich die infektionsraten eh nicht für bestimmte Gruppen separat beeinflussen lassen.

            Und all das aus demselben ausgangsdokument! Bitte weiter so, bestimmt bleibt es interessant was bossche noch alles sagt😉

          • Pingpong, warum beantwortest du meine einfach Frage nicht?

            Der von dir angemerkte scheinbare Widerspruch ist übrigens keiner. Wie quellwerk zutreffend angibt, schreibt Vanden Bossche, dass das Problem die Geimpften sind, während bei den Ungeimpften die Infektionen sich (für sie selbst) sogar positiv auswirken zum Training des Immunsystems. Er fordert aber als Ergebnis dessen nicht ausdrücklich, die Infektionsrate nur für Geimpfte zu senken, wohl weil das, wie gesagt, realistischerweise gar nicht möglich wäre.

            Nachdem dieser Nebenaspekt geklärt wäre – beantwortest du mir jetzt bitte meine Frage?

          • Der von dir angemerkte scheinbare Widerspruch ist übrigens keiner.

            Ok. Dann spricht nichts dagegen dass wir, so wie Bossche das vorschlägt, anfangen “to immediately reduce the infection rate in the population“
            🙂

          • Okay, pingpong, du weigerst dich also, meine einfach Ja/Nein-Frage zu beantworten. Nehme ich mal zur Kenntnis.
            Ebenso wie ich zur Kenntnis nehme, dass du drüben bei Anne mal wieder deine Ansicht verbreitet hast, man solle „das Ziel „Ende der Pandemie“ zu setzen und darauf hin arbeiten“, aber dich trotz mehrfacher Nachfrage beharrlich weigerst zu definieren, was der Zielpunkt „Ende der Pandemie“ denn konkret sein soll.

            Pingpong, es ist schon fast mitleiderregend, wie du dich bei Corona offenkundig in Vorstellungen verrannt hast, die dazu führen, dass du dich in fast jeder Diskussion in Sackgassen manövrierst, aus denen du trotz Rabulistik und unredlicher Diskussionsweise nicht mehr herauskommst. Ist dir das nicht langsam selber peinlich?

  7. 1. Es haben sich ein paar Professoren zusammengetan und eine gute Übersicht zu den Gefahren der mRNA-Impfungen insbesondere im Hinblick auf die wie auch immer geartete künftige Impfpflicht zusammengestellt:

    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2022/03/29/wissenschaftlergruppe-sofortiger-stopp-der-impfung-mit-mrna-basierten-wirkstoffen-keinerlei-impfpflicht/

    2. Eine anonyme Assistenzärztin schreibt über ihre Erfahrungen in der Krankenhausmedizin. Die Medizin wurde bisher in der Pandemiezeit immer zum Opfer stilisiert. Dass aber viele Menschenleben der Tatsache zum Opfer gefallen sind, dass nicht immer das Wohl des individuellen Patienten im Vordergrund steht, wird hier gut deutlich. Der Schwerkranke wird in gewisser Weise dem Wohl der Einrichtungen, ähnlich wie auch dem angeblichen Wohl der Allgemeinheit untergeordnet.
    Meiner Meinung nach ist das nicht Auftrag der Medizin.

    https://reitschuster.de/post/die-flamme-brennt-nicht-mehr/

    3. Rein subjektive Maskenerfahrungen beim Einkaufsbummel 36 Stunden nach Ende der Maskenpflicht: Gefühlt 95 Prozent tragen weiter Maske, von den Angstellten etwa 50 Prozent. Von den 95 Prozent haben ca. die Hälfte inzwischen die Maske unter der Nase sitzen. Das ist eigentlich ein wunderbarer Zeitpunkt für eine bevölkerungspsychologische Studie.

    Ich bin froh, dass die Leute die Gesichtswindeln nur zögerlich ablegen. Dadurch wird klar belegt, dass es keiner staatlichen Repression und Bußgeldkataloge bedarf, weil die Menschen durchaus eigenverantwortlich handeln können.
    Trotzdem wirken sehr viele verunsichert, weil die Situation noch so neu ist.
    Vermutlich geht es Kleinkindern ähnlich, die ihre ersten Tage ohne Windel verbringen und ihre Schließmuskel eigenverantwortlich und souverän bedienen. Das ist schon eine erhebliche Umstellung.

    Im Drogeriemarkt sah ich eine Frau mit einem wunderschönen Gesicht! Und die Augen erst…

    • 4. (Nachtrag)

      Punkt.Preradovic hat einen Wissenschaftler über Vitamin D interviewt. Der ist überzeugt, dass sich durch einen adäquaten Vitamin-D-Level die viralen respiratorischen Infektionstoten in der dunklen Jahreszeit effektiv verhindern ließen.
      Das wäre natürlich scheiße für Pharma und die Hochleistungsmedizin.
      Meiner Ansicht nach ist seine Darstellung ein überzeugenderes Argument für das „afrikanische Corona-Wunder“ als die angebliche Unfähigkeit der Schwarzen, ihre eigenen Toten zu zählen (aka Untererfassung).
      Die afrikanischen Naturvölker (oder wie man sie auch immer heute gerade nennen darf), haben am Ort der Wiege der Menschheit einen kontinuierlichen und sehr hohen Vitamin-D-Level. Die Eskimos (oder wie auch immer man sie heute nennen muss) kompensieren das durch Fisch.
      Nur wir haben weder das eine, noch das andere. Aber auch viel Dunkelheit. Und immer diese fiesen winterlichen Infektionswellen…

    • Es ist eine deutsche Erfahrung. In Polen, Ungarn, Griechenland trägt seit Aufhebung der Pflicht niemand mehr Masken. In Schweden sowieso noch nie. Aus der Außensicht merkt man, wie neurotisch Deutschland ist.

      • Vielleicht gab es in den genannten Ländern auch keine solche Panikmache wie in D. Von Politikern und Journalisten hat man ja gefühlt fast nur gehört, wie gefährlich (oder sogar unverantwortlich) die Aufhebung von Maßnahmen doch sei und man solle da möglichst vorsichtig sein. Gerade auf Deutsche macht das natürlich Eindruck…

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