Welchen Betreuungsaufwand haben Kinder in welchem Alter?

Neulich war eine kleine Feier bei einem etwas entfernter lebenden Freund und ich unterhielt mich mit einem Freund von ihm, den ich von anderen Besuchen schon etwas kenne. Seine Kinder sind 4 und 6 und Kinder sind natürlich immer ein gutes Gesprächsthema.

Ich muss sagen, dass ich das Alter von Fräulein Schmidt mit 3.5 Jahren bereits als erhebliche Vereinfachung erlebe. Man kann sie auch mal etwas alleine lassen, sie braucht keine beständige Aufsicht, sie schläft die Nächte durch, man kann sich mit ihr unterhalten und schon etwas intelligenter spielen. Natürlich hat sie gleichzeitig einen eigenen Kopf und das kann schon anstrengend sein, aber es ist dennoch aus meiner Sicht ein sehr angenehmes Alter. Wenn Schmidt Junior in ca. 2 Jahren auch zumindest 3 Jahre alt ist, so meine Idee, dann wird einiges einfacher.

In der Hoffnung, dass er das bestätigt, frage ich den Freund danach. Aber dieser meint, dass jedes Alter so seine Probleme hat. Um so älter sie sind um so eher wollen sie alles mögliche und streiten sich auch eher. Gerade weil das älteste Kind jetzt in der Schule sei kommen auch alle möglichen Hausaufgaben und lernen dazu.

Ich befürchte fast so werden Gespräche über Schwierigkeiten in bestimmten Alter immer verlaufen. Irgendwas kommt immer dazu, im höheren Alter dann eben Pubertät, Liebeskummer etc.

Deswegen hier mal eine Umfrage:

Welches Alter von Kindern findet ihr weswegen besonders „arbeitsintensiv“ für die Eltern?

 

18 Gedanken zu “Welchen Betreuungsaufwand haben Kinder in welchem Alter?

  1. Das erste Jahr, vor allem gegen Ende, ist das arbeitsintensivste.

    Kindergarten Zeit ist vor allem, die Freizeit zu organisieren. Kind kann noch nicht unbedingt alleine vor die Tür, zumindest nicht unbeaufsichtigt dem Straßenverkehr ausgesetzt werden. Kann sich normalerweise schon anziehen und auf die Toilette.

    Grundschule bringt dann eigene Herausforderungen. Ist aber lange nicht so anstrengend wie die Dauerbetreuung. Konfliktreicher, ja, aber nicht unbedingt anstrengender.

    Weiter bin ich noch nicht.

  2. Babys fand ich easy,
    1 – 3 Jahre war anstrengend, da haben sie mehr Kraft als Verstand und machen nur Unfug.
    Danach ist es auch wieder unkompliziert.

  3. Die Babyzeit ist sehr… intensiv, in jeder Hinsicht. Kleinkindzeit ist auch sehr anstrengend, sicher weniger, wenn man das Kind ganztags im Kindergarten hat (da verpasst man aber halt auch sehr viel).

    Seit sie in der Schule sind, habe ich zumindest zwei Vormittage mal meine Ruhe (wegen Teilzeitarbeit), was sehr viel für die Lebensqualität ausmacht. Der Orga-Aufwand für die Schule ist nicht ganz ohne, zumindest am Schuljahresanfang, dann noch ein bisschen Hausaufgabenhilfe usw. hängt davon ab, welcher Schultyp, wie gut und selbstständig die Kinder sind und was für Hobbies sie wo haben (herumfahren und organisieren etc.). Meine spielen in der Freizeit gern Computer, was sie erst nach den Hausaufgaben dürfen, weshalb sie die meist schnell erledigen, außer an den computerfreien Tagen (2 frei wählbare Wochentage + Sonntag), da kann es ewig dauern 🙂 Ist aber bei jedem Kind anders, ich kenne auch welche, die den ganzen Nachmittag draußen sind oder irgendwelchen aufwendigen Sport treiben etc. so wirklich auf Null sinkt der Aufwand nicht (schon wegen Bekochen usw.), er verlagert sich aber immer mal und wird normalerweise langsam geringer.

    Wenn sie dann irgendwann ausziehen, hat man vermutlich mehr so ad hoc-Action, bei Umzügen, Liebeskummer, wenn sie am WE zu Besuch kommen usw.

  4. Babys sind schon am anstrengendsten, weil sie rundum die Uhr Versorgung und Aufmerksamkeit brauchen. Das lässt nach, wenn sie älter werden, schon im Kleinkindalter.

    Bei älteren Kindern ist es sehr individuell verschieden. Manche sind mit 8 oder 10 so weit, dass sie früh alleine aufstehen, rechtzeitig das Haus verlassen und ihr Hausaufgaben selbstständig machen. Bei anderen muss man immer wieder an jede Kleinigkeit erinnern, für die Hausaufgaben antreiben, sie morgens mehrfach wecken, für die Schule üben .. das kann über das Jugendalter hinausgehen. Auf die Gefahr hin, mir hier Feinde zu machen: meine Mädchen waren früh ziemlich selbstständig, bei den Jungen hat es sich länger hingezogen.
    Es kann auch bei jedem Kind passieren, dass mal zeitweilig Probleme auftreten, so dass es wieder mehr Sorge durch die Eltern braucht.

    Da gab es einen Witz, wo sich die Mütter darüber unterhalten, welches Alter der Kinder am schlimmsten sei.
    Sagt die einzige Großmutter in der Runde: „Wartet erst mal, bis sie um die 30 sind, und selbst Kinder haben.“

  5. Solange das Kind ein weinendes, saufendes und scheißendes Bündel ist, ist es am aller einfachsten. Frisch gebackene Eltern mögen das vielleicht anders sehen. Aber schon wenn das Kind durch Krabbeln mobil wird, darf man es wirklich nicht aus den Augen lassen.
    Irgendwann kommen dann Schule und andere Verpflichtungen dazu. Die Eltern wachen aus ihrem, aufs Kleinkind zentrierten, Wachkoma auf und es setzen Zukunftsängste ein.
    Wenn sie dann im Teenageralter bis tief in die Dunkelheit unterwegs sind und man weiß nicht wo. Und sie gehen nicht ans Handy, welches sie doch sonst am laufendem Bande in der Hand haben, dann braucht man Nerven aus Drahtseilen.
    Je kleiner desto Betreuungsintensiver. Aber es heißt halt auch „kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen“ Und ich befürchte das geht bis zum letzten Atemzug so. Ich sehe es an meinen Großeltern.
    Aber wie gesagt. Am Anfang ist es am einfachsten. Das hat die Natur zur Gewöhnung schon so eingerichtet.

  6. 🙂

    Ja, Jungen sind meistens ein bisschen später, entwickeln sich m.E. insgesamt sehr viel länger, wenn Frauen oft schon längst fertig sind. Das hat mannigfache Auswirkungen, Vor- und Nachteile, aber ist halt so. Was die Hausaufgaben usw. angeht, ist der Bub eigentlich auch schon seit er 10 ist, ziemlich selbstständig. Das Mädchen wird dieses Jahr 10 und, na ja, vieles macht sie selbst, aber sie hat meine Bockigkeit geerbt 🙂 und ist bei vielen Sachen nicht sonderlich motiviert, sich an unsere Regeln zu halten, so dass man am Ende doch noch viel antreiben muss, ich hoffe das gibt sich irgendwann.

  7. Ich habe das erste Jahr oder eher die ersten 13 Monate als besonders anstregend empfunden mit steigender Tendenz und seit er laufen kann wird es immer besser. Unser Sohn ist erst 18 Monate alt, ich weiß also nicht was da noch kommt.

    Vielleicht liegt das daran, dass er schon als kleines Baby nicht gerne irgendwo rum lag. Wir haben ihn also ständig getragen. Auch als die Zeit kam, als er eigentlich das Krabbeln lernte mochte er das nicht. Er wollte laufen und hat damit mit etwa 8 Monaten an der Hand angefangen. Das ging in den Rücken… Zwei Wochen nach dem ersten Geburtstag ist er dann allein gelaufen und mittlerweile sind auch kurze Treppen für ihn überwindbar.

    Wir müssen zwar jetzt gut aufpassen, aber eben nicht immer überall dran sein.

    Auch empfinde ich die Kommunikation besser. Ein Baby schreit halt nur. Am schlimmsten ist es wenn sie das tun, weil sie krank sind, weil man ja nichts machen kann.
    Jetzt kann er zwar noch nicht reden, aber er versteht sehr viel und Fragen, die man mit ja oder nein beantworten kann führen immer schnell zum Ziel. Man muss halt mehrere stellen und ein bisschen überlegen.

  8. Ich kann jetzt nur für Baby- bis Kindergarten-Alter bei meinen zwei Jungs sprechen, aber wir stellen gerade fest, dass wir beim kleinen die anstrengst Zeit bisher haben und das in etwa im selben Zeitraum wie beim Großen, obwohl die beiden charakterlich sehr unterschiedlich sind.

    So im alter zwischen 1,5 und 2 Jahren. Entdeckt das man eine eigenständige Person mit eigenen Wünschen ist, aber kognitiv noch nicht so weit für Regeln ist ne blöde Kombi. Außerdem is mim Schlafen aktuell auch nicht so doll. Aber wie wir beim Großen ja schon feststellen durften, vergeht das auch!

    1-3 War bisher so das gefühlt kompliziertere Alter. Ab 3 wars dann aber verhältnismäßig entspannt beim großen. Da war dann eher das Problem das er nicht Bruder werden wollte…

  9. Es wird immer weniger anstrengend. Der größte Schritt war seit die beiden mit dem Fahrrad mobil sind. Seitdem können die selbst zur Schule und auch in der Freizeit selber los. Ich würde sagen Grundschule ist schon sehr viel weniger und seit beide auf dem Gymnasium sind geht es am einfachsten. Klar, beim großen gibt es Probleme mit den Noten und er lässt seine Pubertät gerne am kleinen Bruder aus, aber im Grunde ist man nur noch Anker. Sogar kochen kann der große mittlerweile und das erfüllt natürlich auch mit Stolz.

  10. Die Kombination „Schule / Pubertät“ ist nochmal eine der schlimmeren Phasen (hängt natürlich vom Kind ab, bzw. auch ein bisschen, wie man als Elter mit der Pubertät umgehen kann).
    Schulische Problem aufgrund (pubertäter?) Faulheit kosten extrem Nerven …

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