Feministische Irgendwas-Politik

Geschlechternews verlinkt auf einen interessanten Artikel, der sich fragt, was eigentlich das feministische Element in diversen Punkten ist, die jetzt feministisch umgestaltet werden sollten, von „feministischer Außenpolitik“ über „Feministische Stadtplanung“ hin zu „feministischer Mobilitätspolitik“ oder was auch immer:

Später ging es dann in Kleingruppen weiter, wo wir wahlweise erstens um Klimapolitik, Mobilität und Feminismus oder zweitens Antifaschismus oder drittens Werbung an Haustüren für die Parteien uns besprochen haben. Da es mir sehr schwer fällt auf fremde Menschen zuzugehen, habe ich mich ganz klar gegen die Haustürgespräche entschieden. Auch wenn ich durch und durch demokratisch und sozialistisch überzeugt bin, reicht es meiner Meinung nach nicht aus, dass wir gegen etwas sind. Wir brauchen auch etwas, wofür wir stehen. Die Faschisten verführen mit ihren einfachen Formeln Teile der Bevölkerung, weil sie einfache Antworten auf komplexe Fragen haben. Was wir brauchen ist es verständliche Antworten, die der Komplexität gerecht wird. Ich habe mich schlussendlich für das noch verbliebende Thema entschieden: Klimapolitik, Mobilität und Feminismus. Doch anstatt hier Lösungen zu diskutieren, wurde einfach ein Wort genommen und das Adjektiv feministisch davor gesetzt und als Lösung hochstilisiert. Wir bräuchten eine feministische Stadtplanung oder ein feministisches Büro. Doch es wurde nie gesagt, was jetzt überhaupt eine Stadtplanung feministisch macht oder nicht? Wofür steht diese Art von Feminismus? Das Ganze wurde noch verziert mit den Phrasen, dass Autos gleich Männer seien und bekämpft werden müssten. Und dann wundern sich die Genossen wirklich, dass sie so undivers sind und in der Gruppe nur eine Person, der sie unterstellen ein Mann zu sein für das Thema interessieren?

Ich versuche mich mal an den verbindenen Elementen:

  • Wir leben in einem Patriarchat (immer ein guter Anfang) und in einem solchen ist alles auf die Interessen der Frauen ausgerichtet.
  • Die Interessen der Frauen sind ganz anders als die der Männer, werden aber bisher nicht hinreichend geachtet.
  • Aus der Mißachtung der Frauen entstehen Frauentypische Probleme, die gelöst werden müssen: Der erste Gedanke dazu wären sexuelle Übergriffe und der Schutz davor bzw frauentypische Punkte wie Schwangerschaft.
  • Sofern der Bereich besondere Probleme hat liegen diese an der Ausrichtung auf Männer. Weil damit eh schon alles für Männer gemacht wurde kann man sich vollständig auf Frauenanliegen fokussieren.
  • Ergänze das Ganze um Intersektionalität: Es bieten sich immer Verbindungen zum Umweltschutz, die Belange von Pocs etc an.

60 Gedanken zu “Feministische Irgendwas-Politik

  1. Feministische Stadtplanung: keine Frau soll es weiter als 200 Meter bis zum nächsten Schuhgeschäft haben, das mit extra großen Parkplätzen versehen ist.

  2. dass Autos gleich Männer seien

    … aber die mit den „einfachen Antworten“, die sich unter dadurch auszeichnen, dass sie mit einfachen Feindbildern arbeiten, das sind die anderen…

    Was den Klimawandel angeht, so könnte ein unbedarfte Beobachter der naiven Meinung sein, die Autofahrer wären das Problem. Oder die Fleischesser. Stimmt natürlich nicht, in Wirklichkeit sind die Männer das Problem, und zwar weil sie Auto fahren und weil sie Fleisch essen.

  3. Das ist einfach lächerlich. Erstens ist das eine infantile Pose, sich erstmal hinzustellen und zu sagen „hier ist alles kacke.“.

    Als ob aktuelle Situationen nicht das Ergebnis langwieriger Prozesse wären, in denen unterschiedliche Interessen und Mächte um Lösungen ringen.

    Gerade bei „Stadtplanung“ so zu tun, als ob da ein Geist dahinter steckt, der auch noch altruistische oder kommunale Motive hat, ist völlig absurd. Wie jeder merkt, der eine Karte von Berlin mit einer Karte von New York vergleicht.

    Und zu glauben, dass Frauen hier auf die Belange anderer Frauen mehr Rücksicht nehmen würden als auf die ihres eigenen Geldbeutels oder dem ihrer Familie, ist mal wieder so eine Selbsttäuschung.

    Als ob irgendeine Frau Teile ihres innerstädtischen Grundstücks hergeben würde, damit andere Frauen, die sie nicht kennt, darauf Fahrrad fahren können. Anstatt z. B. Die maximale Anzahl an Wohneinheiten darauf zu bauen und zum Höchstpreis zu vermieten.

    • „Gerade bei „Stadtplanung“ so zu tun, als ob da ein Geist dahinter steckt, der auch noch altruistische oder kommunale Motive hat, ist völlig absurd. Wie jeder merkt, der eine Karte von Berlin mit einer Karte von New York vergleicht.“

      Kannst Du erläutern, was konkret Dich an den Stadtplänen von Berlin oder New York stört? Gerne auch im Vergleich mit zum Beispiel Caracas, Lagos oder Mumbai. Und was bei Stadtplanung konkret kommunale und altruistische Motive wären?

      • Ich glaube der Punkt ist eher der Vergleich zwischen Berlin und New York.(wobei da vermutlich eher vornehmlich Manhattan gemeint ist). In Berlin war, da man sich im Zweifel einfach ausdehnen konnte, eigentlich seit jeher mehr oder weniger Wildwuchs. In New York war ja erst Mal Wasser um Manhattan drumherum und was außerhalb lag gehörte anderen Leuten, und so führten die Massen an Immigranten dazu, dass man 1811 für den größten Teil Manhattans das „Grid“ entwarf (https://en.wikipedia.org/wiki/Commissioners'_Plan_of_1811) um möglichst günstig, gleichförmig und platzsparend nahezu identische Wohnblöcke (nach heutigen Maßstäben Elendsquartiere) aus dem Boden stampfen zu können. Daher Straßen mit Nummern, alles rechtwinklig, exakte identische Abstände zwischen Straßenkreuzungen usw.

        Lange Rede, kurzer Sinn: New York (historisch) geplant, Berlin trotz der strengen Preußen eher ein Kuddelmuddel, das sich aus einem unbedeutenden Örtchen rund um ein Residenzschloss gebildet hat.

          • Zunächst einmal herrschten vor und vor allem auch nach diesem Plan jeweils 100 Jahre „Kuddelmuddel“. Zudem wurde da Plan a) nicht vollständig (2/3 oder sowas) umgesetzt und war b) selbst in der geplanten Idealform um Größenordnungen von dem entfernt, was tatsächlich in Manhattan umgesetzt wurde. Außerdem hat man das zu großen Teilen um den Bestand herum, mithin auf quasi freier Fläche gemacht („Die dazwischen liegenden noch unbebauten Flächen sollten durch Diagonalstraßen und nach allen Richtungen führende Ausfallstraßen in rechtwinklige Baublöcke aufgeteilt werden“), während das komplett bebaute Manhattan für die Änderungen zunächst einmal weitgehend plattgemacht werden musste. Auch hat man in Berlin inbesondere die Innenstadtbereiche („Im Gegensatz zu diesem Plan sollten in Berlin möglichst keine radikalen Straßendurchbrüche die historisch gewachsenen Stadtviertel zerstören“) unangetastet gelassen.

            Wenn Du das hier allen Ernstes mit einem (im Rahmen der topographischen Möglichkeiten nahezu perfektem) Raster gleichsetzen möchtest, sei Dir das aber unbenommen.

          • @Seb Ich schrieb es ist geplant. Ich schrieb nicht, es sei ein rechtwinkliges Schachbrettraster. Das ist es offensichtlich nicht, trotzdem sind die Straßenzüge am Reißbrett nach bestimmten Kriterien festgelegt worden und kein „Wildwuchs“.

          • Ich biete einen Kompromiss an: Größere Teile, die nach diesem Plan und zwischen 1862 und 191x entstanden sind, sind kein Wildwuchs 😉

          • Keine Stadtplanung ist Wildwuchs (oder fast keine). Planungen sind immer Amalgane verschiedener Gedanken. Von verschiedenen Planern, verschiedenen Zeiten und verschiedenen Interessen. Alles was Menschen mit erheblichem Aufwand produzieren wird zuvor auf sinnhaftigkeit geprüft und stellt zur Zeit der Realisierung den besten erreichbaren Kompromiss dar (gemäss Annahme Entscheider).

          • @Komu
            Klar, man plant i.d.R. keinen Wildwuchs. Es gibt aber eben Städte, deren Grundstruktur keineswegs auch nur im geringsten geplant wurde, sondern einfach „organisch“ gewachsen ist. Oft eben einfach beginnend mit einer geografisch günstigen Stelle oder einer, die man gut zum „Kassieren“ ausnutzen oder gut verteidigen konnte, um eine(n) Brücke/Burg/Kirche/Herrensitz/Gutshof/Kloster herum usw. usf.

            Und weil das ganze dann zwangsläufig Probleme mit sich bringt, die nur durch den Abriss ganzer Viertel zu lösen sind, haben ja schon die Römer angefangen, vereinzelte Neugründungen stattdessen wie ihre Legionslager durchzuplanen. Bis zum Hochmittelalter wurde in Europa oft nur insofern geplant, als dass es zwangsläufig freie Flächen für Märkte geben musste, dass das Rathaus, die Waage und die wichtigste Kirche i.d.R. am wichtigsten Markt standen (wobei die erste Kirche ja oft die Keimzelle selber war und dadurch seit jeher der Mittelpunkt war) und dass reiche Leute möglichst nah an bestimmten Institutionen usw. wohnen wollten. Oft noch, dass bestimmte, insbesondere geruchsintensive, Gewerbe in eigene Viertel separiert wurden, wobei dort dann vor sich hin gebaut wurde wie jeder i Rahmen der sehr geringen Vorschriften (meist Brandschutz, aber auch so Sachen wie Steuern zu entrichten nach Dachfläche (Leipzig) oder Frontfassadenbreite (Augsburg – deswegen ist das Fuggerhaus so absurd „lang“, als reine Demonstration des Reichtums) usw.) wollte oder finanziell konnte. So etwas wie großflächigere Planung hat in Europa bestenfalls mit der Barockzeit begonnen und oft in Folge verheerender Brände (London spätes 17. Jhd. z.B. als sie die halbe Stadt runderneuert haben).

          • @sumu meinte ich natürlich. Kommt davon, wenn man einen ähnlichen Nickname so oft hier gesehen hat, sorry.

      • Bei uns sind die Städte gewachsen. Das fing an mit ein paar Häusern. Einem Dorfplatz und einer Kirche. So wie bei den polabischen Siedlungen in Mecklenburg oder Berlin. Vielleicht ein Römerlager. Oder eine Brücke. Dann kam ne Stadtmauer. Eine Burg. Noch eine Stadtmauer. Und so gings weiter. Gemacht für Fußgänger, Pferde und Kutschen.

        Nicht gemacht worden, sondern ggewachsen. In den USA sind sie noch eher gemacht worden. Aber auch da hat man sich einen Scheiss darum geschert, wie wir heute denken. Da hat man früher ein Herren Haus auf ein viereckiges Grundstück gestellt. Und irgendwann wurden daraus Wohnblocks und Wolkenkratzer.

        Da gab’s keinen Plan. Und wenn, dann sicher nicht mit Krethi und Plethi als Hauptnutzenträgern im Sinn. Sondern im Sinne von Königen und Fürsten, Kirche, Kaufleuten, Militärs und Grossgrundbesitzern.

        Der normale Mensch, ob Männchen oder Weibchen, war nur Geschmeiss, und das ist noch nicht mal besonders lange anders. 100 Jahre seit dem allgemeinen Wahlrecht. 75 Jahre seit der Würde des Menschen im Grundgesetz.

        • KRUZITÜRKEN!!! Ich schreib’s zum Dritten Mal: Das Straßenraster der heutigen Innenstadtbezirke von Berlin ist zentral von einem preußischen Beamten geplant worden. Da wurden Dinge wie Kanalisation, Verkehrsbedürfnisse, und auch ästhetische Dinge wie Blickachsen in die Planung der Straßenfluchten einbezogen. Dieses Straßenraster wurde dann auf damals überwiegend unbebautem Land eingezogen, die Bebauung wurde später in die festgelegten Karrees eingefügt.

          Das ist natürlich nicht die ganze Stadt, aber ein großer Teil des heutigen Altbaugürtels um den historischen Stadtkern. Im Stadtkern selbst gibt es auch Planungen aus noch früherer Zeit (Friedrichstadt mit ihrem rechtwinkligem Straßenraster aus dem 18. Jahrhundert), aber natürlich auch historisch gewachsene Dinge.

          Die heutigen Außenbezirke Berlins waren damals noch selbstständige Städte und Dörfer und gingen überwiegend nicht in diese Planungen ein.

          Aber das ist in New York auch nicht soviel anders, das rechtwinklige Straßenraster mit den Streets und Avenues ist dort nur in Manhattan anzutreffen.

          • „KRUZITÜRKEN!!!“

            ???
            Warum der Ärger? Ich habe jetzt in Flins Kommentar keinen Bezug zu Berlin gesehen? Er beschreibt ganz allgemein die übliche Entstehung europäischer Städte und die hat in der Regel mit dem Hobrecht-Plan herzlich wenig zu tun. Und das, was er beschreibt, trifft auf die meisten Städte zu und erklärt, warum sei zumindest punktuell heutzutage derart verbaut sind und/oder eine teils recht skurril anmutende, verkomplizierte Verkehrsführung haben.

          • Ah verdammt, hast Recht. Ist mir irgendwie untergegangen. Außerdem folgt der Kommentar ja auf Aussagen über Berlin und NY. Aber das nachzuvollziehen ist dank der WordPress-Threads ja bekanntlich nicht immer so einfach.

        • Das Verkehrsaufkommen in den Städten war früher auch ganz anders. Ich vermute wenn man eine Stadt heute planen würde, würde diese anders aussehen wie zu Zeiten mit deutlich weniger Verkehr.

    • @Flin

      „Als ob aktuelle Situationen nicht das Ergebnis langwieriger Prozesse wären, in denen unterschiedliche Interessen und Mächte um Lösungen ringen.“

      Exakt.
      Aber mit dem Simplifizierer, wonach hinter allen Problemen der Realität „Mann“ steht, braucht man sich gar nicht erst die Mühe zu machen, solche Prozesse zu verstehen.
      Ist erst einmal diese simplifizierende und eindimensionale Sichtweise durchgesetzt, kann man sich damit „beruhigen“, das „Problem“ alleine damit behoben zu haben, dass die „Lösung“ irgendetwas mit „feministisch“ zu tun hat und haben muss.
      Tatsächlich hat man sich jedoch vom Verständnis der empirischen Realität verabschiedet.
      Die infantile Pose „alles ist Kacke wg. Patriarchat“ und der Abschied davon, eine komplexe Realität zu verstehen, bekommt den Trostpreis „radikale Haltung“ und gibt (feministische) Phrasen von sich.

      Der Autor schreibt völlig richtig: „Was wir brauchen ist es verständliche Antworten, die der Komplexität gerecht wird.“ Nur werden die Simpel dazu nicht in der Lage sein.

      • Das infantile ist: zu behaupten man könnte alles besser ohne zu verstehen wieso die Dinge sind wie sie sind. Ich erkläre das ganz kurz am Rahmen von etwas das ich (aus beruflichen Gründen) kenne und verstehe.

        Die in letzter Zeit glorifizierte feministische Stadtplanung bezieht sich in der Regel, auf konkreter Basis dann auf einige Allgemeinplätze wie:

        – Mehr Grün
        – Mehr Radwege
        – Bessere Durchmischung
        – Bessere Beleuchtung und weniger dunkle Ecken

        Das sind Dinge die seit locker 40 Jahren bekannt sind und schrittweise umgesetzt werden. Aber Geld ist begrenzt, Platz ist begrenzt und die bunt gekleideten Männer mit Schaufeln sind auch begrenzt, es dauert halt und ist oft gar nicht möglich (weil auch in der Zeit der Radwege Laster und Busse eine Notwendigkeit sind). Was da als „feministisch“ gefordert wird hat absolut nichts mit neu oder revolutionär oder auch nur frauenfreundlich zu tun es ist einzig und alleine ein sich wichtig machen über das Label „Feminismus“ ohne eigene Erkenntnisse und die Medien greifen das dann freudig applaudierend auf.

        • Sehr guter Beitrag um klar zu machen, es sind eigentlich Allgemeinplätze, längst bekannte Probleme mit längst bekannten Restriktionen.

          Mir ging es darum zu verstehen, warum das oben genannte simplifizierende Verständnis in der Praxis fatale Konsequenzen haben wird.
          Es gab den Fall in einem skandinavischen Land, dass bei Schneefall zuerst die Bürgersteige geräumt werden, weil davon „insbesondere Frauen“ betroffen sind und in dieser Ideologie nur Männer die bösen Autos fahren.
          Konsequenz war, dass die Busse, die diese Straßen ebenfalls nutzen, auf den verschneiten Straßen steckengeblieben sind.
          Nun warteten alle Menschen auf geräumten Gehsteigen und an ebensolchen Haltestellen auf nicht fahrende Busse des ÖPNV.

          Mein Punkt ist hier nicht, dass die „feministische Lösung“ idiotisch ist, sondern sie ist offensichtlich von Anfang ein Denkfehler gewesen und niemand hat sich getraut, die offensichtlichen Konsequenzen aufzuzeigen.
          Das ist nun eine preiswerte Konsequenz eines solchen Denkfehlers, was passiert aber, wenn Fehler richtig teuer werden können – Stichwort „feministische Außenpolitik“?
          Was passiert, wenn sich niemand traut Denkfehler aufzuzeigen, weil das „antifeministisch“ und daher „frauenfeindlich“ ist und keiner sich so labeln lassen will?

          • Das war in Schweden. Und es ist bezeichnend, dass natürlich unter geschlechtergerechter Wegeräumung verstanden wird, IMMER zuerst da zu räumen, wo man eher Frauen vermutet. Frauen und Kinder zuerst, einfach nicht totzukriegen das Mantra.

            Da Hirnrissige an der Sache war ja auch, dass es einfach einen Sachgrund gibt, dass man zuerst die Straßen von Schnee befreit und dieser ist nicht die bösen, bösen Autofahrer bevorzugend und schon gar nicht patriarchal männerfokussiert. Der Grund ist, dass es ungleich gefährlicher ist, mit einem Fahrzeug auf Schnee zu fahren, als darauf zu laufen. Ich denke jeder kennt den Effekt, dass es sich oft sicherer anfühlt, zu Fuß über Schnee zu laufen, als über eine Fläche, wo der Schnee gerade notdürftig weggeschaufelt wurde. Zum darauf Laufen ist Schnee eher stumpf, aber wenn er geräumt wird, legt man oft die für Fußgänger weit rutschigere, teils angefrorene Matsschicht darunter frei. Wenn also nur geräumt und nicht auch gleich gut gestreut worden ist, macht man es für Fußgänger oft eher gefährlicher.

            Fahrzeuge jedoch rollen auf Rädern. Das ist eine gänzlich andere Physik, als beim Auftreten mit Füßen. Zwar ist Schnee auch für Fahrzeuge angenehmer als Eis, aber auch auf Schnee rutscht man schon erheblich. Bremsvorgänge werden deutlich länger, anfahren wird schwerfälliger und es besteht bei tieferem Schnee gar die Gefahr, dass sich ein Fahrzeug komplett festfährt, wenn die Vorderachse Schnee vor sich herschiebt, bis sich ein so massiver Klumpen gebildet hat, dass er quasi das Fahrzeug an der Vorderseite hochkeilt (ist mir mal vor Jahren im Winter auf nem Parkplatz passiert; ich musste minutenlang mühsam Schnee vorschaufeln, bis die Räder wieder genug Grip bekamen).

            Aber all dieses Wissen aus der Lebenswirklichkeit ist halt nichts wert, wenn man sich vormachen kann, mal wieder irgendwas für Frauen zu tun. Und natürlich trägt für die Folgen eines solchen Schwachsinns nie irgendjemand die Verantwortung – zumindest kein weiblicher Politiker. Man hat es doch schließlich NUR GUT GEMEINT.

        • Die Idee der Gartenstadt ist sogar noch viel älter als 40 Jahre (und stammt natürlich von einem Mann). Alles was „feministische Stadtplanung“ an Forderungen daherplappert ist im Grunde von der Gartenstadt geklaut.

          Mal ganz abgesehen davon, dass bei der konsequenten Umsetzung der feministischen Forderungen Frauen danach auch wieder unzufrieden wären: Viel Grün = störende Insekten und Spinnentiere, keine dunklen Ecken = zu großflächig und damit ungemütlich, Mehr Radwege = zuwenig Haltemöglichkeiten für den eigenen SUV, Bessere Durchmischung = zuviel Fremde.

          Es ist hoffnungslos, sich mit weiblichen Forderungen zu beschäftigen.

        • @ Sumu

          Die ganze Grundhaltung ist ja schon putzig, so zu tun, als seien Städt unangenehm für Frauen, weil sie immer nur von Männern für Männer gebaut wurden. Klar, nirgends fühlen sich Männer wohler, als in völlig verbauten, lauten und stinkenden Millionenmolochs.

          Es ist einfach so blasiert und anmaßend, den Zustand von Städten Männern anzulasten, weil diese – oh Wunder – diejenigen waren, die diese Städte gebaut haben.

          Aber was diesen blasierten Plappertanten wohl auch nicht geläufig ist: Da haben sich nicht mal irgendwann irgendwelche Patriarchen hingesetzt und drauflosgeplant, immer mit der Prämisse, es vor allem für Frauen möglichst unangenehm zu machen. Städte waren in aller Regel nie als das geplant, was sie heute sind. Die sind entstanden aus Siedlungen. Zuerst wegen günstiger Umweltlage (Fluss oder/und für Ackerbau und Viehzucht günstiges Umfeld nebendran, später aber auch als klassische Arbeitersiedlungen, die sich nahe irgendwelcher Fabrikanlagen gebildet haben. Da wurde ganz pragmatisch nach aktuellem Bedarf gebaut. Und man kann es den Menschen von damals wohl kaum zum Vorwurf machen, nicht geahnt zu haben, dass ihre kleine Siedlung mal das Zentrum einer Stadt mit 500.000 Einwohnern sein würde und man deshalb besser schon Gebäude so bauen sollte, dass sie Platz lassen für vierspurige Straßen für Autos, welche es zu dieser Zeit teils noch gar nicht gab. Städteplanung konnte schon immer in erster Linie auf dem aufsetzen, was schon da war, weil es einfach viel zu teuer und schlicht nicht möglich war, mal eben alles einzureißen und neu zu bauen, denn das was da war beheimatete ja schon Wohnungen und Arbeitsplätze von Menschen. Denen kann man ja nicht sagen: „Keine Sorge, wartet zwanzig Jahre, dann haben wir alles neu gebaut und dann wird es viel schöner sein!“.

          Und natürlich kann alles, was vor 50 Jahren für einen Stadtplaner nach einer tollen Idee aussah, plötzlich in der Gegenwart aufgrund veränderter Gegebenheiten zu einem Hindernis für neue Ideen werden. Und wer sich dann so dumm und borniert, wie es Feministinnen in klarer Mehrheit sind, hinstellt und einfach nur darüber herzieht wie doof doch diese alten, weißen Männer waren, das alles so Scheiße zu bauen, sollte mal in sich gehen und sich vergegenwärtigen, dass vieles von dem, was ihm heute doof und hinderlich erscheint, irgendwann mal mit einem Sinn, einem Ziel geplant und gebaut wurde und wer heute den Planern von (gaaanz) früher ihre Planungen als Dummheit vorwirft, wirft faktisch Menschen vor, dass sie nicht unbegrenzt in die Zukunft haben sehen können.

          Ich würde jeder dieser blasierten Schnepfen mal nahe legen, einfach nur ganz klein anfangend mal eine Städtebausimulation zu spielen (Klassiker SimCity oder auch gerne Cities Skylines). Und dann werden sie vielleicht merken, wie das so ist, wenn sich das kleine urbane Nest, welches sie sich anfangs so hübsch zusammengebastelt haben, peu à peu in eine Stadt verwandelt. Wenn sie auf einmal merken, dass die hübschen Straßen mit Radwegen auf einmal, trotz bereits ÖPNV, nicht mehr ausreichen, um dem Verkehrsaufkommen Herr zu werden. Wenn ihnen die einstmals in bester Absicht gebauten Häuser und Parks und Spielplätze auf einmal ständig im Weg sind, beim Versuch, bessere Verkehrswege oder alternative Massentransportmittel zu bauen. Wenn sie merken, wie ihnen IHRE EIGENEN IDEEN, die mal toll aussahen mehr und mehr vor die Füße fallen, weil sich in der Weiterentwicklung der Stadt plötzlich Herausforderungen ergeben, an die man vorher ums Verrecken keinen Gedanken verschwendet hat.

          Und dann sollten sie sich mal überlegen, wie sich das übertragen lässt auf reale Städte, die in ihrer Entstehung noch ungleich komplexer waren und vor allem nicht von ein und derselben Person in ein paar Stunden, sondern von unzähligen Menschen über Jahrhunderte hinweg geplant und gebaut worden sind. Und wer nicht spätestens dann ein Wenig Demut entwickelt, der ist somit nachweislich bar jeglicher Selbstreflexion und geistig nicht satisfaktionsfähig.

  4. Die Faschisten verführen mit ihren einfachen Formeln Teile der Bevölkerung, weil sie einfache Antworten auf komplexe Fragen haben. Was wir brauchen ist es verständliche Antworten, die der Komplexität gerecht wird.

    Ich schmeiß mich weg – LOOOOLLOLOLLOOOL

    Und dann will sich mit Feminismus beschäftigen, der nun wirklich für seine komplexen Analysen bekannt ist: Schuld an allem haben weiße Männer!

    Und im Klima trötet man mittlerweile ins gleiche Horn.
    Bei Mobilität geht es auch schon los, weil ja nur Männer Auto fahren bzw. unnütze Autofahrten unternehmen, wie zur Arbeit zu fahren oder Verbrauchsgüter von A nach B zu bringen, damit Frauen ihre steuerreduzieren Hygiene-Artikel bekommen.

  5. Die Basis des Feminismus ist die männliche Heterosexualität. In einer Welt voller Schwulen müssten Frauen ihre absurden Ansprüche mit sich selbst aushandeln.

      • Ihr habt es in der Hand, crumar. Männer schaffen Zivilisationen, Frauen nutzen sie. Es gibt keinen Grund sich von Frauen veralbern zu lassen.

          • LOL 😉
            Nein, Adrian will uns bestimmt nicht alle bekehren (mit so nem alten Sack wie mir will er voraussichtlich eher nix anfangen … 😉 ).
            Aber recht hat er trotzdem, dass wir Heteros uns zuviel von Frauen gefallen lassen (und demzufolge durch den globalen Shittest namens „Feminismus“ gnadenlos durchfallen).

      • Man muss das nicht so hochtheoretisch diskutieren. Es gibt verschiedene Motive männlicher Feministen. EINES davon ist definitiv, sich an Frauen ranzuschmeißen. Und das führt dazu dass der Feminismus eben Unterstützung von einer signifikanten Teilmenge der Männer erhält.

    • Die Basis des Feminismus ist die männliche Heterosexualität

      Das sehe ich anders. Die Basis des Feminismus ist der funktionierende weibliche Gebärapparat. Letztlich werden die ausufernden Versorgungs- und Sicherheitsforderungen von Frauen am Ende immer damit begründet, wenn wirklich keine Argumente mehr bleiben.
      Zusätzlich gibt es in Männern, meinem Erleben nach auch in Schwulen, irgendeinen Prozess oder Vorgang, der subkortikal eine Frauenbevorzugung verursacht.
      Dieser vielleicht ursprünglich sogar biologische Prozess wird im feministisch-pädagogischen Komplex (aka Mutti, Kita, Schule, Uni) weiter ausgebildet, geformt und in die erwünschte Richtung gelenkt. Raus kommen Penis-Holder in „I’m a feminist“-T-Shirts, die sich auf Autobahnen kleben, während die jungen Frauen hysterisch irgendeine Empörung in die Kameras fauchen.
      Wenn der Kleber gelöst ist, verfolgen die Typen sodann eine feministische Verkehrspolitik, feministische Sicherheits- und Außenpolitik. Vernachlässigt werden hingegen feministische Kriegsführung, feministische Gleichberechtigung der Geschlechter oder feministische Abflussrrohrreinigung. Die Femo-Hänflinge packen erstaunlich kräftig an, wenn es um den Bau von Frauenparkplätzen geht – und sie werden richtig wütend, wenn Tampons nicht gratis sind.
      Denn die Tampons sind der Beleg dafür, dass der weibliche Gebärapparat abermals nicht aktiviert wurde, was sie wieder auf die Frauenfeindlichkeit in dieser Welt zurückführen. Und dafür tragen sie ja selbst die permanente Erbschuld.

      • „Die Basis des Feminismus ist der funktionierende weibliche Gebärapparat.“

        Und warum ist der Feminismus dann besonders stark in den Gesellschaften, in denen der weibliche „Gebärapparat“ eher bescheidene Ergebnisse liefert?

        • Genau deswegen. Da ist Kinderkriegen eine Besonderheit. Die Bälger sind kleine Heiligtümer, bis sie das erste Mal widersprechen.
          Männer suchen die Schuld dafür bei sich, dass ihre Gemeinschaft ausstirbt. Also erniedrigen sie sich und präsentieren Opfergaben aller Art, um die gesellschaftliche Reproduktion wieder anzukurbeln und Frauen gnädig zu stimmen.
          Hilft natürlich nichts. Aber ihnen fällt nichts anderes ein – sie haben das ja so im feministisch-pädagogischen Komplex beigebracht bekommen.

          • Aber nur wenn man Frauen liebt und schätzt wird man versuchen, sie durch Bitten und Aufmerksamkeit zu etwas zu überreden. Ich würde das nicht. Meine instinktive Herangehensweise um die Geburtenrate zu erhöhen, wäre menschenrechtswidrig.

          • Aber nur wenn man Frauen liebt und schätzt wird man versuchen, sie durch Bitten und Aufmerksamkeit zu etwas zu überreden.

            Da erkenne ich keine Kausalität. Wenn Reproduktion ausbleibt, ist das für Männer ein ernstes Problem, weil sie sich für den Erhalt der Welt zuständig fühlen. Frauen ist das meiner Erfahrung nach überwiegend wurscht. Die sind egozentrischer, haben IHREN Kinderwunsch oder einen kleineren Pool als die Nachbarin.
            Die schert die Gemeinschaft nicht sonderlich, wie die jetzige Frauenministerin gut gezeigt hat am Beispiel ihres Handelns in der Ahrtal-Katastrophe.

            Du gehörst zu einer verschwindenden Minderheit, die sich gegen feministische Allmacht und das Marionettentheater, das mit Männern aufgeführt wird, auflehnt. Aber was ist mit den unzähligen anderen? Die trauen sich gar nicht selbst nachzudenken, weil sie sonst ganz schnell in ihrem feministischen Umfeld relational aus dem Leben gecancelt werden.

            Das sind fast alles Habecks; Bücklinge, die den Frauenforderungen nachhecheln, ohne darüber zu reflektieren. Das Problem sind gar nicht die expliziten Feministen, sondern die gewaltige Mehrheit, die sich eigentlich als feminismuskritisch empfindet, aber in Wirklichkeit bis zum Schopf durchfeminisiert ist.

            Stell dir mal vor, man würde Frauen so zum Kinderkriegen verpflichen wie Männer zum Kriegsdienst (ehem. Wehrdienst)? Was wäre das für ein Bohei.

          • Sorry, Du bestätigst meine Aussage 🙂

            „Stell dir mal vor, man würde Frauen so zum Kinderkriegen verpflichen wie Männer zum Kriegsdienst“

            Man müsste nur die Wehrpflicht für Frauen einführen, mit Ausnahmen für Schwangere und junge Mütter. Die Weibsen würden sich reihenweise flachlegen lassen. Kreative Lösungen sind gefragt.

          • Es ist ein großer Unterschied, ob eine Gesellschaft sagt:
            Männer und Frauen müssen gleichermaßen einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Die einen müssen das Kanonenfutter gebären, die anderen abschießen.

            Oder ob man sagt: Liebe Frauen, ihr sollt jetzt auch mal kämpfen. Das wäre unehrlich, weil jeder weiß, dass Frauen sich dann häufig hinter Kindern verschanzen oder im Musikkorps.

            Warum sollte es selbstverständlich sein, dass Frauen zwei Optionen bekommen: Auch in den Krieg ziehen oder Kinder kriegen?

            In einer gerechten Gesellschaft würde gesagt: Frauen müssen Kinder kriegen. Männer ihren Körper im Krieg riskieren. Wer sich nicht daran hält, wird als Deserteur behandelt.

            Nein, ich will eine solche Welt nicht. Aber wenn alle mit Geschlechtergerechtigkeit kommen, dann wäre das die ehrlichste Methode meiner Meinung nach.

          • Will sagen: Daran, dass wir für Frauen zusätzliche Optionen schaffen und sie nicht gleichermaßen selbstverständlich in die Pflicht nehmen, zeigt sich, wie feministisch verseucht wir sind, oftmals ohne es zu merken.

          • Im Grunde tun das ja alle. Auch die Feministen. Die versuchen nur stetig, das Beste für die Frauen rauszuholen. Eine riesige Frauen-Lobbyveranstaltung.

            Früher haben Männer versucht, für ihre Frauen das Beste rauszuholen oder zu erreichen. Diese Aufgabe wurde mit dem Feminismus vergesellschaftlicht, wodurch Männer auch da überflüssig werden und fortan nur noch anonym für die Frauen arbeiten und wirken.
            Die brauchen dann nicht mal mehr „Danke“ sagen.

        • „Man müsste nur die Wehrpflicht für Frauen einführen, mit Ausnahmen für Schwangere und junge Mütter. Die Weibsen würden sich reihenweise flachlegen lassen. Kreative Lösungen sind gefragt. “

          Stimmt eigentlich. Ich bin zwar absolut gegen die Wehrpflicht*, aber so könnte man es durchaus gerecht gestalten. Auch weil junge Väter soweit ich weiß bisher schon nicht Wehrplichtig waren. Mein Schwiegervater jedenfalls muss in den 70ern deshalb keinen Wehrdienst leisten, weil er bereits eine Tochter hatte.

          *Ich erkenne die Notwendigkeit der Bundeswehr insbesondere bei aktueller Lage natürlich an. Denke aber, dass ein Haufen Menschen, die gezwungen werden die entsprechende Arbeit zu machen nicht unbedingt hilfreich sind. Wenn es einen Mehrbedarf gibt, soll man das halt aus Steuermitteln entsprechend attraktiv gestalten, gewisse Prüfungen dazu um Trittbrettfahrer und Spinner zumindest auf niedrigem Niveau zu halten und fertig.

  6. Am Ende ist „feministische irgendwas“ halt doch nur eine hohle Marketingphrase, dazu gedacht dass wohlstandsverwahrloste Weiber sich in ihrer Blase wohlfühlen (und fleißig konsumieren).

  7. Seltsam empfand ich aber auch den Anspruch von Diversität und die Selbsterkenntnis, dass wir sozial eine sehr homogene Gruppe seien, weil wir alle studiert hätten. (…) Wenn ich mir vorstellen müsste gar nicht studiert zu haben, dann würde ich die Genossen ja nicht einmal verstehen, weil sie zu außerordentlich Wortungetümen neigen.

    Ob man jemand versteht oder nicht, hängt nicht davon ab, ob man studiert hat, zumal die Art des Studiums wohl keine Rolle zu spielen scheint. Und wenn sich jemand nicht so ausdrückt, dass der einfache Mann ihn verstehen kann, dann liegt das daran, dass er sich von dem einfachen Mann distanzieren will. Gleichzeitig beansprucht er aber für den einfachen Mann zu sprechen und zu handeln. Das zeigt nur, wie weltfremd diese Genossen sind.

    • Sie sind ja auch noch damit beschäftigt zu definieren was Männer wollen und schön finden sollen, zu erklären warum die Probleme, die Männer gerne gelöst haben wollen, unwichtig sind und unter was Männer tatsächlich leiden, nämlich das sie nicht weinen und Röcke tragen dürfen.

  8. Hier ein potentielles Szenario für feministische Ernährungspolitik:

    Der Brotfruchtbaum muß in die feministische Ernährungspolitik dahingehend dringendst aufgenommen werden, daß man kein Brot mehr essen darf. Die Männerverbrecher der Bounty wollten Polynesiern diese Pflanze entreißen und sie sich kulturell aneignen, außerdem haben sie die Ureinwohner unterdrückt und manche sogar umgebracht und ihnen die Frauen geklaut. Damit sind alle Opfervoraussetzungen wie aus dem Bilderbuch geschaffen. Also deckt euch noch schnell mit Brot ein und dann hängen wir das mal so richtig an die große Glocke. Denn Brot trägt den Namen dieses ungeheuren, empörend kolonialistischen Versuchs und außerdem scheiterte dieser obendrein, was englischen Frauen den Genuß dieser Pflanze verwehrte, was noch viel schlimmer ist und sie also zum Hauptopfer machte.
    Es werden dann vermutlich 100 Mrd € fällig, die man dann leider der Bundeswehr nicht gönnen kann. 50 Mrd für die Frauen, weil sie keine Brotfrucht bekamen und 50 Mrd für Adamstown (BRD-Anteil für die alten, weißen Männer hier, weil sie atmen).
    Aber das ist nur der erste Teil, sozusagen die empörungsindustrielle Einleitung. Der andere Teil, das Ausleben des feministische Jagdtriebs gedeiht dann zur vollen Pracht, wenn Männer sich nicht schnell genug von der schändlichen Tat distanzieren und außerdem herausgefunden werden muß, wer und was nun alles hierzulande davon betroffen ist. Natürlich das Brot, was unter dem Geschluchze der letzten Generation nun nicht nur auf den Boden geschmissen, sondern tatsächlich vollständig vernichtet werden muß. Aber auch ‚Brot für die Welt‘ und die Mandelbrotmengen müssen weichen und fallen der Säuberung anheim.
    Demnächst feiern sie dann Putin, weil der mit dem Krieg für die Verknappung des Getreides sorgte und somit der feministischen Ernährungspolitik einen Gefallen getan hat.

    Bin mir nicht sicher, ob die das als Satire erkennen können. Wenn es dumm läuft, nehmen sie es als Anleitung.

  9. Wenn man Feministen ihre Fantasien zum Sexualstrafrecht auf die gesamte Politik ausdehnen lässt, dann kommt so etwas hier heraus: Unsere Innenministerin verkündet im Bundestag ganz stolz, dass sie im Beamtenrecht eine Beweislastumkehr einführen wollen: Wer beschuldigt wird, Verfassungsfeind (also vermutlich nicht SPD-Regierungsmitglied, sondern vmtl. Rechtsextremer – das ist das einzige Thema zu dem sie sich äußerst) zu sein, soll künftig selber den Beweis führen müssen, dass er keiner ist. Dass der Staat für diese Vermutung Beweise beizubringen habe, sei oft zu kompliziert oder langwierig, das müsse man schon mal abkürzen können.

    Ich habe ja nun keinerlei Sympathie mit Rechtsextremisten, aber wenn eine Abschaffung der Unschuldsvermutung mit Beweislastumkehr in China oder in Russland vorgeschlagen würde, herrschte hier in der Presse Aufschrei und man würde sich über diese Faschisten empören. Im eigenen Land hingegen: nichts.

    Ihrem eigenen Vorschlag gemäß müsste man diese Person sofort aus dem Amt entfernen, um weiteren Schaden abzuwenden.

    • Vielleicht liegt der ausbleibende Aufschrei neben der allgemein bzgl. Regierungskritik nutzlos geowrdenen Mainstreampresse auch daran, daß sie eine Frau ist. Der erste Kritiker, der sich aus der Deckung wagt, würde dann gleich den Chauvinisten und Sexisten am Bande umgehängt bekommen. Hat man ja bei Anne Lügel gesehen, wie das Attribut „frauenfeindlich“ sofort abgeschossen wird, um berechtigte Kritik zu ersticken.
      Eins ist sicher: Sowas wird genauso wie #metoo einen Haufen Grauzonen öffnen und zudem Falschbeschuldigungen fördern.

  10. Angenommen es gäbe ein Grüppchen von Leuten welches sich mit Feminismus und seinen Stussergüssen auseinandersetze, und es hätte auch nur den Hauch einer Intellektuellen Redlichkeit, ihm käme sofort der Erfinder des Feminismus Begriffs in den Sinn.

    Dem ja auch schnell klar wurde, Feminismus kann’s nicht geben, dazu sind Frauen dann doch trotz aller dem Geschlecht innewohnender Einfalt zu divers, und sei dies nur wegen der Männer denen sie anhängen.

    Charles Fourier

  11. Pingback: Ferda Ataman als neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes | Alles Evolution

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