209 Gedanken zu “Ukraine 3

  1. Das ist wohl der denkbar dümmste Schachzug, den man jetzt machen kann ….

    • Nun musst du uns noch erzählen, wodurch wir das Öl und Gas ersetzen sollen…

      Ich würde ja folgendes vorschlagen:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Coal-water_slurry_fuel

      Das hab ich schon mal verlinkt. Ist leider ohne gute Filter ziemlich dreckig und die Klimaschützer würden auch auf die Barrikaden gehen. Kohlevergasung ginge natürlich auch. Oder willst du einfach bloß Rationieren? Also wortwörtliches „Frieren für die Ukraine“?

      Ich arbeite übrigens auch gerade an einem Szenario, wo ein Anschlag auf die Kaaba 2006 zu einer islamischen Revolution in der gesamten Islamischen Welt führt, die daraufhin einen totalen Ölboykott verhängt. Man setzt dann auf Kohlevergasung und dann auf das Verlinkte.

      Außerdem erringen in dieser Zeitlinie nicht die Woken die kulturelle Hegemonie, sondern die islamophoben Rechten (also die wirklich Islampanischen). Und es kommt zu einer Annäherung des Westens an Russland und China, da diese von den Islamisten auch zum Feind erklärt werden (wegen Tschetschenien/den Uiguren). Ich frage mich, wie unsere weltanschauliche Entwicklung dort ausgesehen hätte.

      • Na ja, es geht ja um den Ersatz beträchtlicher Mengen an Öl, die aus Afrika und Arabien kommen könnten. Gas ist wohl nichts zu machen, selbst das Flüssiggas für nächsten Winter wäre eine schwer aufzutreibende Sache. Beim Preis kannst du eine Verdoppelung der Kosten erwarten. Das wird unsere Wirtschaft nicht gut verkraften. Ende des Jahres drohen Lebensmittelmarken und astronomische Preise, inklusive Staatspleite.
        Der Fehler, sich auf Russland zu verlassen, ist längst gemacht, das ist mittelfristig praktisch irreversibel. Die Katastrophe ist da. Da die Devisen Russland nicht massgeblich werden helfen können, in seinen Kriegsbemühungen, sollte man lieber versuchen weiter zu kaufen, satt jetzt auf die Pauke zu hauen, das schadet vor allem uns. Das gebietet einfach die Vernunft. Es wäre sicher einfacher, Russland den Krieg zu erklären als auf die Energiehandel zu verzichten.

        • Ich versteh nicht, wieso hier immer nur von „Wirtschaft“ geredet wird.
          Was ist denn mit Otto-Normalverbraucher?
          Der Sprit kostet mittlerweile je nach Tageszeit mindestens 2 Euro. Da fällt es mir dann doch langsam schwer, mich ins Auto zu setzen und zur Arbeit zu fahren. Lohnt sich nämlich bald nicht mehr!

          Aber Hauptsache, der Wirtschaft gehts gut. *facepalm

          • Du bist natürlich mitgemeint mit „Wirtschaft“! Genau das, was du schreibst!

            Mit 2 Euro kommst du aber heute wohl nicht mehr hin …..

            „Dank“ dafür geht an die Grünen für ihre idiotische Haltung zu Energiefragen!

    • Die „Erneuerbaren“ werden von China kontrolliert. Und damit ist diese Schiene auch in einer Sackgasse, da China nur als feindliche Macht angesehen werden kann, auf die man sich noch weniger verlassen kann als auf Russland ….

      Die ganze „Energiewende“ ist ein einzige Auslieferung unser Sicherheit an Russland und China. Am liebsten würden die Grünen und die SPD den *Ausbau* der Erneuerbaren zur Frage der nationalen Sicherheit machen, wobei dies nur der Ausverkauf und der Verrat unserer Sicherheit sein kann ……

      • @Alex

        Dein Eingangszitat stammt von einem CDUler – also derjenige, der gerne Öl und Gas komplett abstellen will.
        Der gemeinhin „Irre“ genannte Putin ist bisher übrigens nicht auf die Idee gekommen, den Gashahn abzudrehen.
        Nach immerhin zwei Außenministerinnen (BRD und UK), die offen bekundet haben, sie wollten „Russland ruinieren“ ist das doch mal was.

        Aus aktueller Quelle „Anne Will“ laut Spiegel:
        „Alexander Graf Lambsdorff (FDP) widerspricht. Jagdflugzeuge aus Polen zu liefern, das findet er »schon sehr weitgehend«. Käme es aber zu einem direkten Eingreifen seitens der Nato, etwa in Form einer Flugverbotszone, dann käme es zwangsläufig auch zu Luftkämpfen zwischen russischen und westlichen Piloten. Und damit stünden wir »an der Schwelle zum Atomkrieg«. Dies sei nun eine Aussicht, die niemand »sehenden Auges« provozieren könne. Darauf Melnyk (Anm.: ukrainischer Botschafter), so trocken wie apokalyptisch: »Sie verzögern ihn nur.«
        https://www.spiegel.de/kultur/tv/anne-will-zu-russland-ukraine-krieg-und-wladimir-putin-annalena-baerbock-spricht-klartext-a-c9caceab-0861-4c09-bf70-fa26d0db4bd1

        Woher kenne ich diese Einstellung nur, es gäbe einen „gewinnbaren Atomkrieg“ und der sei (daher) unvermeidlich? Kommt mir bekannt vor.

        • Die Diskussion um einen gewinnbaren Atomkrieg gab es immer, wenn das „Gleichgewicht des Schreckens“ ausser Balance kam, wie zB durch das „Star Wars“-Pläne Reagans. Jetzt ist das wieder aktuell, da wir eine noch viel schlechtere konventionelle Rüstung haben als die Russen (auch wenn das eine Chaostruppe ist, wie man meinen könnte). Atomare Abschreckung funktioniert nur im konventionellen Gleichgewicht der Kräfte. Das war unser strategischer Fehler und jetzt sind wir tatsächlich atomaren Angriffen deshalb ausgesetzt.

          • Weitgehend verborgen geblieben ist (kursiv von mir):
            „Rüsten unter dem Schirm
            Mit dem ersten Spatenstich für den US-Raketenschutzschirm in Rumänien ist das Pentagon im Plan. Die Wahrscheinlichkeit wächst, dass auf dem Stützpunkt in Deveselu das System Aegis Ashore 2015 in Dienst gestellt werden kann. Namentlich vor Angriffen Irans soll es angeblich Schutz bieten. Jenes Land ist allerdings als interkontinentale Atom-Streitmacht bislang nicht sonderlich hervorgetreten.

            Bei Russland sieht das anders aus. Es sitzt ebenfalls nicht unter dem Schirm, sondern genau davor. Die Abwehr wird immer enger um russisches Territorium herum aufgebaut. Da mögen US- und NATO-Militärs mit Engelszungen gemeinsame Sicherheit beschwören, die simpelste Logik zeugt gegen sie. Einer der wichtigsten Bestandteile des bisher annähernden strategischen Gleichgewichtes soll seine Waffen künftig nicht einmal mehr theoretisch ins Ziel bringen können. Damit gerät die gesamte Architektur der Sicherheit ins Wanken. Eigene Sicherheit wird auf Kosten der Sicherheit anderer verbessert.

            Kaum zufällig beschwört Moskau inzwischen die Möglichkeit eines »Enthauptungsschlages«, der sogar Kernwaffenmächten drohen könnte. Der Kreml wird sich wappnen wollen. Aber das ist wohl genau der Sinn des Schirmes – Sicherheit für ein Wettrüsten wie einst im Kalten Krieg.“
            neues deutschland, 29.10.2013

            „Nach Rumänien verlegt wird es eindeutig, dass das Raketenabwehrsystem nicht primär gegen Iran oder Nordkorea, sondern gegen Russland gerichtet ist. Das hatten die USA und die Nato immer bestritten und damit Russland bezichtigt, Fake News in die Welt zu setzen. Jetzt hat EUCOM das schon eingeräumt, wenn man von Drohungen außerhalb des „euro-transatlantischen Gebiets“ spricht. Gibt es Anzeichen, dass Russland europäische Nato-Staaten angreifen könnte? Die Nato suggeriert dies immer, wenn sie von der „russischen Aggression“ spricht, aber dafür gibt es bislang keine Belege.“
            https://www.heise.de/tp/features/THAAD-Raketenabwehrsystem-wird-in-Rumaenien-installiert-4399522.html

            Aus dem Jahr 2011:
            Kein Durchbruch in Sicht – Russland und die NATO-Raketenabwehr
            Ein Beitrag von Christoph Prößl in der NDR-Sendereihe „Streitkräfte und Strategien“ *

            Andreas Flocken (Moderator):
            Im vergangenen Jahr hat die NATO den Aufbau einer eigenen Raketenabwehr beschlossen. Dabei will man mit Russland zusammenarbeiten. Denn Moskau hat erhebliche Vorbehalte gegen die Pläne des Bündnisses. In der kommenden Woche kommen in Brüssel die NATO-Verteidigungsminister mit ihrem russischen Kollegen zusammen. Das Thema Raketenabwehr steht dabei ganz oben auf der Tagesordnung. Eine Annäherung der Positionen ist allerdings nicht in Sicht.

            Christoph Prößl weiß mehr: Einigkeit herrscht derzeit nur über das Große und Ganze: Die NATO und Russland wollen beim Aufbau eines Raketenschildes zusammen arbeiten. Das war ein Ergebnis des NATO-Gipfels in Lissabon im November 2010. Seitdem wird aber immer deutlicher: Die Details sind ungeklärt, auf beiden Seiten gibt es noch viel Misstrauen. Russland empfindet eine mögliche Raketenabwehr als Bedrohung – weil seine Atomwaffen wirkungslos werden könnten und so das westliche Verteidigungsbündnis deutlich stärker dastehen könnte. Das Gleichgewicht wäre gestört.

            Russlands Präsident Dmitri Medwedew: „Wenn man mir sagt, das System ist nicht gegen Euch gerichtet, nehme ich das zur Kenntnis. Aber andere Länder haben kein vergleichbares strategisches Potenzial wie Russland – sie werden es auch in absehbarer Zukunft nicht haben. Man nennt zwar den Iran und andere Staaten, aber die haben diese Möglichkeiten nicht. Das bedeutet, es ist doch gegen uns gerichtet. Lasst uns darüber offen sprechen und zusammenarbeiten. Ich hoffe, dass mein Kollege und Freund Barack Obama offene Fragen beantworten kann. Wir können gemeinsam ein Modell im Bereich der Raketenabwehr entwickeln – falls nicht, müssen wir Gegenmaßnahmen ergreifen, was wir uns nicht wünschen. Dann müssten wir die Entwicklung von offensiven Nuklearwaffen beschleunigen – das wäre ein sehr schlechtes Szenario.

            Diese Drohung formulierte Medwedew am 18. Mai. Dabei ist die russische Position klar. Russland fordert eine schriftliche Zusage, dass die Raketenabwehr nicht gegen Russland gerichtet ist. Ein solcher juristisch bindender Vertrag müsste aber vom amerikanischen Senat verabschiedet werden – und das scheint derzeit unmöglich. Die Forderungen der Russen zielen auf eines ab: Gleichberechtigung. Zu Beginn der Gespräche über eine gemeinsame Raketenabwehr stand noch die Idee eines gemeinsamen (!!!) Schildes im Raum.
            http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Raketen/russ2.html

            Die Entwicklung und die Forderung von Sicherheitsgarantien begann nicht gestern, nicht 2014, sondern vor über einem Jahrzehnt und die Raketen stehen schon in Polen und Rumänien.
            Ich finde abgefahren, dass man sich bisher weigert, die Perspektive von Russland auf diese Entwicklung auch nur für fünf Minuten anzuschauen.
            Stattdessen die idiotische Dämonisierung von Putin und Personalisierung und Moralisierung eines politischen Konflikts. Was bringt das?

          • @Crumar

            Stattdessen die idiotische Dämonisierung von Putin und Personalisierung und Moralisierung eines politischen Konflikts.

            Schon kacke, wenn wir hier Putin dämonisieren. Schließlich vollführt er so eine wundervolle Friedensmission in der Ukraine. Hat vorher niemanden belogen hinsichtlich seiner Absichten. Obdachlose bekommen für 15 Jahre Unterschlupf, wenn sie „Krieg“ sagen. Was für eine wunderbare Sozialpolitik.

            Crumar ist schon ein merkwürdiger Typ. Er hat hier auch schon die Weisheit der KPCh gepriesen und ist bekennender Marxist. Das wird doch wohl nicht etwa seinen Blick auf diesen Konflikt verzerren?

            Putin hat auch schon viele Kritiker ins Paradies geschickt oder es zumindest versucht. Was für ein wunderbarer Staatsmann. Der sich völlig legal an der Macht hält.

            Nein, ich will nicht in die Fußstapfen von Hans Christian Andersen treten. 🙂

            Wäre Rußland eine echte Demokratie, würde es sich von den Nato-Maßnahmen und Beitritten auch nicht bedroht fühlen. Gerade weil Rußland keine Demokratie ist, hat es auch keine Chance auf einen Nato-Beitritt. Und gerade weil Rußland eine imperialistische Diktatur ist, will die Peripherie in die Nato.

            Rußland ist vor allem selbst schuld an seiner Außenseiterposition. Rußland ist quasi die Feministin unter den Großmächten. Heult immer nur rum und macht auf Opfer. Hilfe, ich fühle mich von Raketenabwehr bedroht. Dabei sind meine Raketen so tolle Silvesterkracher.

            Wie hier die Tatsachen verdreht werden, ist schon ulkig.

            Eine andere Frage ist, wie man realpolitisch mit so einem Land umgeht, das nicht erwachsen werden will und vergangenen Zeiten nachtrauert. Die gesamte Konfliktlage existiert vor allem deshalb, weil Rußland vor allem nach innen sich nicht weiterentwickelt und stattdessen infantiles Großmachtgebaren praktiziert.

            Hilfe, die Nato greift unser wunderbares Serbien an. Wie gemein! Da fühlen wir uns voll bedroht, ey.

            Das ist doch alles ein Witz.

            Solche Luschen haben auch Hitlers Expansion und Angstpolitik möglich gemacht. Wobei wir heute klüger sind als damals.

            Ist mir immer wieder ein Rätsel, wie die Leute die Realität ihrem Weltbild anpassen.

          • @Gendern

            Das hier ist schräg: „Wäre Rußland eine echte Demokratie, würde es sich von den Nato-Maßnahmen und Beitritten auch nicht bedroht fühlen.“
            Weil der NATO-Mitgliedsstaat Türkei auch eine „echte Demokratie“ ist und Orban zusammen mit Erdogan „echte Demokraten“? Das ist doch Quatsch. Die Türkei ist 1952 der NATO beigetreten und hat 1974 Nordzypern besetzt – bis heute. Von der Besetzungen seit 2016 in Nordsyrien und Nordirak ganz zu schweigen. Wo war der #aufschrei wg. #völkerrecht und wo blieben die Sanktionen?
            Finnland, Irland, Malta, Österreich, Schweden, Zypern sind echte Demokratien, aber nicht in der NATO.

            Hier geht es um sicherpolitische Interessen und seitdem es keinen Warschauer Pakt und keine Sowjetunion mehr gibt, stellte sich auch die Frage, gegen wen sich die NATO als Bündnis richtet.
            Da bleibt nur noch Russland – und Raketen sind Raketen sind Raketen und Gleichgewicht der Kräfte ist Gleichgewicht der Kräfte.

            Das ist noch schräger: „Crumar ist schon ein merkwürdiger Typ. Er hat hier auch schon die Weisheit der KPCh gepriesen und ist bekennender Marxist. Das wird doch wohl nicht etwa seinen Blick auf diesen Konflikt verzerren?“
            Putin ist weder Marxist, noch Kommunist und mir geht die Personalisierung und Moralisierung von Politik auf die Nerven. Putin steht für, bzw. vertritt Interessen und nicht irgendwelche „Werte“ oder „Weisheit“ oder „Gefühle“.

            Wenn die NATO Raketen direkt vor die russische Haustür abstellt (Polen, Rumänien) und die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine anstrebt, dann hat sie ebenfalls Interessen und es handelt sich um einen Interessenkonflikt, da beide Seiten ein Interesse an der Durchsetzung der eigenen Interessen haben.

            Mir tut es leid um die vielen verpassten Möglichkeiten, eine europäische Sicherheitsarchitektur im Sinne Europas zu errichten.

          • „Mir tut es leid um die vielen verpassten Möglichkeiten, eine europäische Sicherheitsarchitektur im Sinne Europas zu errichten.“

            Auf den Friedensdemos vermisse ich die Forderung nach einer solchen Sicherheitsarchitektur. Die einseitige Forderung an Russland, doch bitte den Krieg zu beenden, halte ich nicht nur für hoffnungslos naiv, sondern auch für eine konfliktverschärfende Parteinahme. Das wird für viele, die ja in bester Absicht demonstrieren, wahrscheinlich paradox klingen. Aber diese Demos bringen nichts, außer unsere Regierungen in der Ansicht zu bestärken, dass eine weitere Verschärfung des Konfliktes mit Russland die Akzeptanz der Bevölkerung findet. Dieser Konflikt ist aber die, bzw. eine, möglicherweise die wichtigste, Ursache des jetzigen Krieges in der Ukraine. (Und da ich davon ausgehe, dass dieser Konflikt in manchen Kreisen gewollt ist, bezeichne ich die Teilnehmer der reinen Friedensdemos in weniger charmanten Momenten als „nützliche Idioten“.)

          • Das ist noch schräger: „Crumar ist schon ein merkwürdiger Typ. Er hat hier auch schon die Weisheit der KPCh gepriesen und ist bekennender Marxist. Das wird doch wohl nicht etwa seinen Blick auf diesen Konflikt verzerren?“
            Putin ist weder Marxist, noch Kommunist und mir geht die Personalisierung und Moralisierung von Politik auf die Nerven. Putin steht für, bzw. vertritt Interessen und nicht irgendwelche „Werte“ oder „Weisheit“ oder „Gefühle“.

            Ach Crumar, wie blöd bist du eigentlich? Ich weiß, daß Putin kein Marxist ist. So blöd kannst du aber nicht sein, daß du nicht weißt, daß er sich territorial etc. das Sowjetimperium zurückwünscht und dafür mal geheimdienstlich aktiv war. So blöd kannst du eigentlich nicht sein.

            Und aus der Tatsache, daß ich deinen Marxismus erwähne, geht keinesfalls hervor, daß Putin Marxist sei. Es ist eine typische Nummer aller Ideologen, daß sie sich brutalst- und dümmstmöglich bemühen, das Diskussionsgegenüber so dumm wie möglich erscheinen zu lassen. Da ist ihnen jedes Mittel recht. Habe ich jüngst wieder in einer Diskussion mit atheistischen Fundamentalisten erlebt, wo mir allen Ernstes unterstellt wurde, ich hätte behauptet, Jesus Christus hätte sich gegen die Gendersprache ausgesprochen. 🙂

            Erstens hatte ich das nicht, Stichwort Lesekompetenz. Zweitens wäre das auch maximalst absurd, wenn ich das tatsächlich behaupten würde.

            Aber genau das ist Ideologen eben egal. Im Grunde genommen ist ihnen alles scheißegal. Sie labern sich die größte, lächerlichste Scheiße zusammen, nur damit hier Weltbild intakt bleibt. Sieht man auch gut hier an Typen wie Anorak.

            Dein Türkei-Scheiß berührt meine Demokratie-Argumentation gar nicht. Wieder schön dummgestellt.

            Es ist hingegen logisch bzw. naheliegend, daß so ein marxistisches Sektenmitglied wie du einseitig prorussisch agiert, wie das auch die Linkspartei tut.

            Du bist schwer marxistisch versifft und ideologisch verblendet. Das tut mir leid, wenn ich solche Leute sehe.

            Gibt es irgendein Anzeichen dafür, daß die NATO Rußland angreifen will? Die Russen sind paranoid und sollten sich lieber um ihr völlig kaputtes Shithole-Country kümmern. Wieviele Nachbarländer hat Rußland seit 1990 eigentlich schon überfallen?

            Ich persönlich finde es immer wieder erschreckend, wie dumm sich Leute stellen können. Dabei meine ich weniger die Konfliktlage als den Diskussionsstil. Siehe oben.

            Russen, die noch ein Hirn haben, sehen, in was für einem prekären Zustand ihr Land ist. Rußland ist eine objektive Bedrohung für die Nachbarländer. Genau deshalb wollen sie in die NATO. So einfach ist das.

            Natürlich könnte die NATO auch Abrüstungssignale und so weiter senden. Es ist aber offfensichtlich, daß das eigentliche Problem darin besteht, daß Rußland keine zivilisierte Demokratie ist. Wäre es das, würden die Nachbarländer auch gechillter sein.

          • @Renton

            „Auf den Friedensdemos vermisse ich die Forderung nach einer solchen Sicherheitsarchitektur.“

            Ja, leider.

            „Die einseitige Forderung an Russland, doch bitte den Krieg zu beenden, halte ich nicht nur für hoffnungslos naiv, sondern auch für eine konfliktverschärfende Parteinahme. Das wird für viele, die ja in bester Absicht demonstrieren, wahrscheinlich paradox klingen. Aber diese Demos bringen nichts, außer unsere Regierungen in der Ansicht zu bestärken, dass eine weitere Verschärfung des Konfliktes mit Russland die Akzeptanz der Bevölkerung findet.“

            Die Scharfmacherei war nicht von schlechten Eltern und man beachte die Wortwahl (kursiv von mir):
            Liz Truss (British Foreign Secretary) im Original: “We will not rest until the Russian economy is destroyed and the sovereignty and territorial integrity of Ukraine is restored,” she said.
            Liz Truss stressed that London intends to achieve the destruction of the Russian economy due to the start of its military operation in Ukraine.
            London will continue to support Kiev economically, politically and defensively.“ https://www.perild.com/2022/02/25/britain-announced-its-intention-to-destroy-the-russian-economy/

            „Harte Sanktionen beschlossen: Baerbock droht Putin in Brandrede direkt – „Das wird Russland ruinieren“ https://www.merkur.de/politik/ukraine-krieg-russland-baerbock-putin-sanktionen-wladimir-aussenminister-sergej-lawrow-eu-nato-zr-91374034.html

            Das hat nicht nur mit meinem Verständnis von Diplomatie nichts zu tun, sondern es wirft die Frage auf, wer sich eigentlich in der schlechteren Position befindet, wenn Russland sich entscheidet, jetzt sei es an der Zeit Deutschland/die EU „zu ruinieren“ und seine Wirtschaft „zu zerstören“.
            Den USA kann die Konsequenzen solcher Maßnahmen völlig egal sein – die haben ihr eigenes Öl und Gas. Das schwächt lediglich Deutschland und die EU.
            Das nächste Problem dieser Eskalation von Maßnahmen gegen Russland (inkl. Ausschluss von SWIFT) ist, man hat jetzt bereits das gesamte Pulver verschossen. Und jetzt?

            Die Forderung der USA, polnische MIG 29 in die Ukraine zu liefern ist ebenfalls übel.
            Und ein bisschen komisch ist Polens Reaktion auf diese Forderung:
            „Polen ist nach eigenen Angaben zur Lieferung seiner Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 an die USA bereit, die diese der Ukraine zur Verfügung stellen könnten. Polen sei bereit, die sowjetischen Kampfjets auf den US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz zu liefern und den USA »kostenlos und unverzüglich« zur Verfügung zu stellen, teilte das polnische Außenministerium am Dienstagabend mit. Gleichzeitig ersuche man die USA, dem Land gebrauchte Flugzeuge mit entsprechender Einsatzfähigkeit zu überlassen.“
            https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-polen-will-mig-29-kampfjets-an-usa-uebergeben-us-regierung-ist-ueberrascht-a-33a1e5e5-6ede-4d70-b272-c5f2a81a47c4

            „Liefert sie doch selber ab!“ – so würde ich das übersetzen.
            Wurde seitens des Pentagon dankend abgelehnt, denn das wäre eine arg offensichtliche Provokation, die man lieber auf Polen abgewälzt hätte, um Russland zu provozieren.

            „Dieser Konflikt ist aber die, bzw. eine, möglicherweise die wichtigste, Ursache des jetzigen Krieges in der Ukraine. (Und da ich davon ausgehe, dass dieser Konflikt in manchen Kreisen gewollt ist, bezeichne ich die Teilnehmer der reinen Friedensdemos in weniger charmanten Momenten als „nützliche Idioten“.)“

            Na ja, sie sind gutgläubig und die Folgen jahrelanger (feministischer) Propaganda in den Medien kennen wir doch. Ich meine ebenfalls, der Konflikt war gewollt. Man muss sich die Aussage des ukrainischen Botschafters über die Unvermeidbarkeit eines Atomkriegs anschauen; er steht m.E. für eine politische Fraktion und für eine niedergehende Weltmacht USA.

          • Hast natürlich auch nichts dazu zu sagen gehabt, als ich den Krieg vorangekündigt habe, hier im Forum, nebst allem anderen: Hungersnöte und grossangelegte Invasion Europas, Atomwaffeneinsatz, etc

          • Alex, da die Vorgehensweise der CIA immer gleich ist, hätte jeder mit etwas Hintergrundinformationen über den Konflikt, dir das sagen können. Das läuft alles seit 8 Jahren und ist nur durch Trump so verzögert worden.

          • Dummkopf. Von einer Memme, die sich in die Hosen scheisst, weil die Energiepreise steigen lass ich mir gar nicht s sagen.

            Ich solidarisiere mich mit Pjotr. Alex ihm sein Weltbild ist von ziemlicher Paranoia und Reduktionismen geprägt. Immer dieselben Kausalitäten. Egal, wie die Empirie aussieht. 🙂

            Daß wir mehr blechen müssen für Öl und anderes fossiles Zeugs, begrüße ich als Radfahrer und Veganer ausdrücklich. Heizen müssen wir sowieso nicht mehr. Die Winter sind viel zu warm dank Klimawandel. Die Sorgen sind jedenfalls lächerlich angesichts des Leids in der Ukraine – und übrigens auch in Rußland. Viele Russen leiden auch unter den drakonischen Strafen für freie Meinungsäußerungen. 15 Jahre Knast für das Wort „Krieg“. Das schafft nur Zar Rasputin.

            Und die russischen Soldaten sind natürlich auch nur Kanonenfutter. Natürlich ist das russische Volk zum Teil auch selbst Schuld an der Misere. Aber eben nur zum Teil.

            Was bist du eigentlich, Pjotr? Bist du ein Russe? Oder ein anderer Slawe? Ja nje snaju.

            Ansonsten: Typische Männerdiskussion hier. Geht hier zu wie bei einem Command&Conquer-Spiel.

            Liebe Frauen, rettet uns mit eurer holden Weiblichkeit und Empathie.

            Der Konflikt wird (hoffentlich) in ein paar Wochen zu Ende oder deutlich entspannt sein. Das ist meine Prognose. Zar Rasputin hat gezeigt, daß er durchaus verhandeln will.

            Wie gesagt: Typische Männerdiskussionen. Dieses zynische Aufrechnen von militärischen Kapazitäten, Strategien etc. Als wäre das Leben ein Computerspiel.

            Nur die Frauen können uns noch retten.

          • „Die Winter sind viel zu warm dank Klimawandel.“

            Solange es hier Frost gibt ist es viel zu kalt. Winter 20 Grad, Sommer 35 Grad. Darauf könnte man sich einigen.

          • „ Nur die Frauen können uns noch retten.“

            Bist du jetzt zum Feminismus konvertiert, oder was? Zur Information: Frauen sind nicht weniger asozial als Männer, sie begehen asoziale Taten nur seltener selbst, sondern schicken (ihre) Männer vor!

          • @ anorak2
            Vor allem war DIESER Winter BEI UNS sehr mild. In USA, Kanada und Griechenland(!) haben sie Rekordminusgrade gemessen. https://www.stern.de/panorama/griechenland–extreme-kaelte-laesst-370-000-fische-sterben-31571508.html

            Man beachte mal das Foto. Nein, das ist nicht am Starnberger See oder so. Das ist in Griechenland; Minusgrade und dicker Schnee.

            Es gibt also keinen Anlass zu glauben, uns könnten in den nächsten Wintern nicht ähnliche Zustände ereilen.

          • @Billy Coen Ja dass es in Griechenland auch Winter gibt, überrascht viele Nordeuropäer, weil wir das Land nur aus dem Sommerurlaub kennen. Aber Griechenland liegt nicht in den Tropen, sondern ist ein europäisches Land mit 4 Jahreszeiten. Natürlich fallen die Winter meistens viel milder aus als bei uns, aber Schneestürme und strengen Frost kann es selbst auf den griechischen Inseln unter Palmen geben.

          • @ anorak2

            Dass die Griechen auch Winter haben, ist mir klar. Aber dieser Winter war eben ungewöhnlich kalt. Und auch uns könnte das jederzeit wieder ereilen. Nichts anderes wollte ich sagen, vor allem in Bezug auf die scheinbar hier von manchen vertretene Meinung, wir bräuchten nicht mehr so viel erschwingliche Heizenergie, weil wir ja eh keine kalten Winter mehr haben.

          • @BC „vor allem in Bezug auf die scheinbar hier von manchen vertretene Meinung, wir bräuchten nicht mehr so viel erschwingliche Heizenergie, weil wir ja eh keine kalten Winter mehr haben.“

            Sagt das hier wirklich jemand? Das wäre nicht besonders klug.

          • @Genderarzt

            Nur die Frauen können uns noch retten.

            Klingt so ein bisschen nach Schuldgefühlen gegenüber Mutti.
            Warum retten uns die Frauen nie? Gib mir mal ein paar Beispiele, in denen sich Frauen in persönliche Lebensgefahr begeben haben, um Männer zu retten. Nicht solche virtuellen Gefahren auf Meta-Ebene, sondern ganz konkret und unmittelbar.
            Warum setzen sich Abertausende Ukrainerinnen in Züge nach Berlin, um sich hier umsorgen zu lassen, anstatt mal weitsichtig und selbstaufopfernd ihre Männer und ihr Land zu retten?

            Diese feministische Überhöhung kollabiert regelmäßig, wenn die Ebene der Hypermoral verlassen wird und die Hütte wirklich brennt. Dann verstecken sich die Polizistinnen hinterm Streifenwagen und argumentieren: „Aber ich bin doch eine Frau.“

            Wenn ich Moral brauche, dann kann ich Twitter aufrufen. Da habe ich nach wenigen Minuten eine Überdosis. Was wir brauchen sind aber Menschen, die wirklich mal was machen.
            Und welche könnten das sein?

    • War was?

      Wenn ich das richtig überschaue, ist lediglich Russland in den kriegerischen Konflikt in der Ukraine eingestiegen und hat das Kriegsgebiet gen Westen ausgeweitet.

      Die Russen liefern weiterhin vertragsgemäß die fossilen Energieträger, von denen wir seit der Energiewende und dem Atomausstieg verschärft abhängig sind. Und weil wir uns seit Jahrzehnten weigern vorausschauend zu handeln, sondern uns lieber in wokem atom- und klimaneutralen Moralgefühl suhlen, müssen wir jetzt auf der Rasierklinge reiten. Fragile Netze, nur sporadisch erneuerbare Energie – aber hurra – aus immer mehr Auspuffen kommen keine Abgase mehr. Die Umweltsauereien sind nicht mehr sicht- und riechbar, weil sie im Vorfeld erfolgen oder bei der Generierung von „sauberem“ Strom.

      In diesem Umfeld jetzt North Stream 1 zu canceln ist selbstmörderisch. Denn es geht ja nicht um eine warme Stube, es geht um alles. Wir haben keine Energie-Backups. Zwei Wochen Blackout werden uns in die Vor-Steinzeit katapultieren, weil die Menschen in der Steinzeit immerhin mit der Situation umzugehen wussten. Wir aber mit unseren urbanen Systemen wissen das nicht mehr. Unsere Städte sind tödliche Fallen, wenn die Energie ausbleibt. Wir werden darum betteln, North Stream 2 in Betrieb zu nehmen, wenn North Stream 1 zerschossen ist.

      Einige Freundinnen meiner Mutter haben eine halbe Stunde die Heizung aus- und eine Kerze angemacht. Dann sind sie gemeinsam auf den Balkon gegangen und haben auf Putin geschimpft.

      Ich möchte nicht, dass so die Lösungsstrategien für unsere Zukunft aussehen. Auch deswegen bin ich Antifeminist.

  2. https://voxday.net/2022/03/05/malinformed/

    This comparison of relative media coverage of four military conflicts around the world illustrates the importance of not paying any attention to the globalist media narrative.

    ‚We are living in dangerous times. All around the world, intense military actions are taking place. Last week alone, Russia launched a huge military invasion of Ukraine; Saudi Arabia carried out dozens of strikes on Yemen; Israel launched a wave of deadly missile attacks against Syria; and the United States restarted its bombing campaign in Somalia.

    These four deadly incidents happened concurrently. Yet judging by media coverage, it is highly unlikely that many will even be aware of the final three. A MintPress News study of five leading Western media outlets found that overwhelming attention was paid to Russia’s invasion of Ukraine, while the others were barely mentioned, if at all.

    In total, in the week between Monday, February 21 and Sunday, February 27, Fox News, The New York Times, The Washington Post, CNN and MSNBC ran almost 1,300 separate stories on the Ukraine invasion, two stories on the Syria attack, one on Somalia, and none at all on the Saudi-led war on Yemen.‘

    • Energie ist ein großes Problem, welches mir aber auf die eine oder andere Art lösbar scheint.
      Ich halte die Auswirkungen auf den Nahrungsmittelmarkt für bedenklicher.

      • Die beiden hängen eng zusammen. Ohne Kunstdünger gibt es Hungersnot. Kunstdüngerproduktion hängt jedoch am Haber-Bosch-Verfahren, und dies verbraucht große Mengen fossiler Energieträger (etwa 5% unseres gesamten Verbrauchs). Außerdem benötigen auch die ganzen Landmaschinen Energie.

        Die Nahrungsmittelproduktion ist deswegen nicht nur unmittelbar durch Handelsboykotte in Gefahr, sondern auch mittelbar durch „grüne“ Energiepolitik. Und natürlich durch „grüne“ Landwirtschaftspolitik.

      • Die derzeitigen Preissteigerungen sind übrigens auch energiepreisgetrieben. Die Preise für Kunstdünger sind in den vergangen zwei Jahren um mehrere 100 % gestiegen. Teilweise wurde die Produktion bereits eingestellt, weil die hohen Gaspreise diese unwirtschaftlich machen. Ohne diesen Kunstdünger sinkt, unabhängig vom Krieg, der Getreideertrag, was logischerweise zu steigenden Lebensmittelpreisen führt.

  3. Ich habe das hier gepostet, aber es gehört eigentlich zum Ukraine-Thema:

    Ich bin kürzlich über folgende Frage gestolpert: Das vorherrschende Narrativ zur Zeit ist, dass wir handeln (Gas- und Ölimporte stoppen? alles menschenmögliche tun?kämpfen? keine roten Linien gegen Russland?) müssen, um die westliche Lebensart bzw. den Westen zu retten. Was ist denn der Westen? Was sind die zentralen Werte, die uns einen? So zentral und so einstimmig, dass es gerechtfertigt ist vom „Westen“ als Einheit zu sprechen?

    • Schwierig. Ich versuche es mal.

      Der Glaube, dass Demokratie die beste Staatsform ist (und wir in demokratisch verfassten Staaten leben) gehört m.E. ebenso dazu wie ein grundsätzliches Bekenntnis zur Marktwirtschaft, wenn auch in verschiedenen Ausprägungen, von sozial bis neoliberal, und eine grundsätzliche Zugeneigheit zu liberaler Verfasstheit im Inneren, d.h., dass die Rechte des Individuums gegenüber dem Staat vergleichsweise stark gewichtet werden.

      Darüberhinaus denke ich aber auch, dass „der (Werte-)Westen“ teils einfach nur als ideologische Klammer herhalten muss für das teils formale (=Nato), teils informelle Bündnis der Länder (dazu gehören z.B. auch Schweden und die Schweiz), die unter Führung der USA stehen.

      • Darüberhinaus denke ich aber auch, dass „der (Werte-)Westen“ teils einfach nur als ideologische Klammer herhalten muss

        Ja. Die Frage ist ja in diesem Fall gerade, was diese Werte denn konkret sind oder sein sollen. Also was hinter der „ideologische Klammer“ steht.

        Was du aufgezählt hast (Demokratie, Marktwirtschaft, liberale Verfasstheit usw) sind m.E. eher formale Kennzeichen, keine Werte. Deshalb sind diese Dinge in den Ländern des „Westens“ auch in ganz unterschiedlicher Ausprägung vorhanden, und trotzdem kann man weiterhin vom „Westen“ sprechen.

        Wir sollen „den Westen“ verteidigen.
        Aber was bedeutet das heute? Was ist es, das uns eint? Die nahezu vollständige Zerstörung von Tradition? Eine Übergabe wesentlicher kultureller Funktionen an Megakonzerne? Antinatalismus und Hass auf unsere Geschichte?

      • Ob der Krieg da bald vorbei ist, weiß ich nicht. Dort war ja vorher auch schon Krieg, wenn auch nur im Osten.
        Aber die hiesige Erregung wird sich recht bald legen, die ja teilweise coroneske Ausmaße angenommen hat. Tschaikowsky-Konzerte ausgesetzt, Dirigenten entlassen, Drohung mit Verzicht auf russische Energieträger, Massenspaziergänge gegen Putin.

        Das wird bald in übliche Default-Empörung übergehen, weil das Angstbudget der Bevölkerung hier langsam überstrapaziert ist. Selbst die Atomkriegsangst hat nur etwa drei Tage gehalten.

        Vermutlich werden wir bald viele hübsche Ukrainerinnen auf den Straßen sehen, da die Männer ja nicht rausgelassen werden. Werden ukrainische Männer eigentlich von unseren Empfangsdamen wieder zurückgeschickt, wenn sie es als Flüchtlinge hierher schaffen – damit sie schön mit Mollis und Nagelfeilen gegen russische Panzer kämpfen?

    • Ich schätze, das ist nur eine Zwischenangst.

      Sich darauf zu verlassen es könne nicht mehr schlimmer kommen ist meistens ein Fehler.

    • Ich befürchte, der Krieg wird noch lange dauern. Keine Seite, die an den dem Krieg zugrundeliegenden Konflikten beteiligt ist (Russland/Westen/Ukraine) scheint bereit, einen Schritt auf die andere Seite zuzugehen, und die schwächere Kriegspartei wird gerade in die Lage versetzt, den Krieg lange genug durchzustehen, bis ihr Land in Schutt und Asche liegt.

      • Man kann eigentlich nur hoffen, dass Russland schnell genug Erfolg hat und die Lage sichern kann.

        Denn dann würde die allgemeine Erregung zumindest abnehmen. Dass die Ukraine gewinnt, halte ich eher für unwahrscheinlich, dass die Nato nicht rein will, hat sie auch klargestellt. Alle drei sehen (durchaus zu Recht) ihre Existenz auf dem Spiel. Zeigt der Westen hier Schwäche, werden weitere Spieler nachziehen (z.B. China-Taiwan), zeigt Russland Schwäche, ist zu erwarten, dass die USA das gnadenlos ausnutzen, zeigt die Ukraine Schwäche, ist zumindest das Führungspersonal komplett entmachtet und die Souveränität gefährdet.

        Aber je länger der Krieg dauert, desto tiefer werden die Wunden und desto zerstörter das Land. Es ist ernüchternd und so sinnlos.

        • Natürlich kann man auch nicht sicher wissen, auf was Russland hinaus will, wenn es Erfolg in der Ukraine hat, könnte es sich anschicken, weitere Anrainer von westlichem Einfluß zu säubern. Ich hielt Putin bisher immer für ziemlich aufrichtig, allerdings gelten in einem Krieg halt andere Regeln und dass alle wild auf Eskalation sind, ist ziemlich offensichtlich.

          • Putin ist aufrichtig. Einfach seine Reden lesen. Wenn in internationalen Beziehungen jemand Wortbrüchig wird, dann kann man das im Endeffekt nur mit Gewalt klären. Klagen kannst ja nicht. Und der Grund für den Mist ist klar. Ukraine hat Rohstoffe und man möchte anfangen die Russische Föderation zu destabilisieren um auch da abgreifen zu können. Es geht nur um Rohstoffe. Alle Konflikte des Westens zielten nur darauf ab. Deshalb gab es ja nie humanitäre Einsätze in Länder die nichts hatten 😂

          • @vasshouhs

            So ähnlich sehe ich das auch, allerdings ist jetzt halt Krieg und da lügen garantiert auch die Russen. Außerdem bemüht sich der Westen ja erkennbar darum, den Schaden für Russland zu mehren und zu fixieren, das kann zwei Folgen haben:

            1) es zwingt Russland in die Knie (würde mich wundern)

            2) es sieht sich in die Enge getrieben und nutzt eine evtl. vorhandene Übermacht, um auch die anderen Bedrohungen anzugehen, so lange es noch kann, sowas kann leicht ausarten

            Davon abgesehen wollte Putin ja sowas wie eine demilitarisierte Zone, um Russland herum. Nicht unvorstellbar, dass er das bei einem Erfolg in der Ukraine weiter treibt. Rein strategisch könnte es für den Westen also sogar von Nutzen sein, wenn er die Kosten des Konfliktes hochtreibt.

            Wir kennen leider nicht die Hintergründe. Nutzt Putin lediglich seine angenommene militärische Überlegenheit um Fakten zu schaffen? Geht es nur um die Ukraine? Welche Bedrohungen existieren konkret (da werden die sich nicht in die militärischen und geheimdienstlichen Karten schauen lassen). Dass die Amis eine ethnische Waffe entwickeln, ist seit Jahren bekannt, stand die vielleicht kurz vor dem Einsatz? Oder wurde das zumindest suggeriert, um die Russen zum Losschlagen zu bewegen? Wir können nur spekulieren und zwischen den Zeilen lesen.

            Der Lügennebel ist sehr dicht, m.E. kann man nur als gegeben annehmen, was beide Seiten übereinstimmend berichten und das ist wenig…

  4. „Z“

  5. Eurasien im Krieg gegen Ozeanien (oder war es umgekehrt?)

    Die geopolitischen Vorstellungen der derzeitigen russischen Regierung dürften stark von Aleksandr Dugin beeinflusst sein. Konkret von diesem Ansatz:

    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Foundations_of_Geopolitics#

    Sicher keine Blaupause für Putin aber doch ein grober Leitfaden.

    BTW: Neulich hatte ich den Einsatz taktischer Nuklearwaffen seitens Russland für sehr unwahrscheinlich gehalten (weil in dem militärischen Setting sinnlos).

    Mittlerweile stufe ich das Risiko deutlich höher ein. Sieht man Putins historischen Begründungs-Ansatz für den Einmarsch, dann würde der Einsatz von taktischen Nukes in Galizien und der Karpato-Ukraine, also dem westlichen Zipfel der Ukraine, seinem völkischem Ziel nicht entgegen stehen.

    Wohingegen er spekulieren könnte, dass die Schockwirkung – analog dem US-Ansatz 1945 bei Japan der zu den Bomben auf Hiroshima und Nagasaki führte – die Ukraine zur Kapitulation zwingt.

    • Ich weise in diesem Zusammenhang immer wieder gerne darauf hin, dass Japan nicht wegen der Atombomben, sondern wegen der sowjetischen Kriegserklärung kapituliert hat. Das war im Prinzip auch den Amis damals klar, weshalb sie sich sehr beeilt hatten, die Bomben noch vor der sowjetischen Kriegserklärung einzusetzen. Ich schätze, eine so gute Gelegenheit, die Wirkung der Bomben an lebenden Objekten zu studieren, wollten sie nicht ungenutzt lassen, wo sie sich soviel Mühe mit der Herstellung der Bomben gegeben hatten.

      • Wo haben Sie denn die Theorie her? Die Japaner haben kapituliert weil die Atombomben klar machten, dass sie Landungstrupppen keine blutigen Abwehrschlachten würden aufzwingen können sondern dass die Amerikaner eine größere Stadt nach der anderen zerstören würden ohne eigene Verluste.

        • Das ist reine amerikanische Propaganda.

          Zum einen ist offensichtlich, dass die nicht zwei Städte (samt Zivilisten) hätten ausradieren müssen, was definitv ein Kriegsverbrechen war (eine oder gar nur einen Berg wegzusprengen, wäre eindrucksvoll genug gewesen).

          Zum anderen ist umstritten, ob da nicht längst die Kapitulation feststand.

          • Für die Propaganda ausgeschlachtet wurde es natürlich. Dennoch halte ich das für plausibel als die Vorstellung, eine sowjetische Kriegserklärung hätte die Japaner damals umgestimmt.

          • @Peter Müller

            siehe Rentons Antwort

            Das war eindeutig ein Kriegsverbrechen, zumal Japan noch Kaiserreich war (die Bevölkerung also noch weniger dafür konnte, als die in Deutschland) und die Bombe auch nicht als Druckmittel benutzt wurde, sondern die das einfach als Demonstration eingesetzt haben.

            Wir in Deutschland hatten Glück, dass unsere offizielle Kapitulation kurz vorher stattfand, sonst hätten die zweifelsohne uns bombardiert. Städte haben die ja auch hier reichlich platt gemacht.

          • Die Amerikaner hatten zu dem Zeitpunkt keine A-Bomben mehr und mussten daher unmissverständlich klar machen das sie bereit waren diese neue Waffe ohne Erbarmen einzusetzen. Dass auch die Japaner verstanden, dass das eine neue Qualität des Krieges darstellte wird darin deutlich, dass die zwei Einsätze erreichten was alle Bombardements vorher nicht erreicht hatten, die bedingungslose Kapitulation.

          • @Bill

            Es gibt keine Rechtfertigung für die massenhafte Auslöschung von Zivilisten. Und zwei A-Bomben hatten sie auf jeden Fall.

        • Diese „Theorie“ ist ein Fakt. Ich habe sie aus einem Geschichtsbuch, dass die Entscheidungsfindung der japanischen Führung genauer unter die Lupe genommen hat.

          Die japanische Strategie verfolgte den Ansatz, den Amerikanern beim Versuch, die japanischen Hauptinseln zu erobern, so hohe Verluste zuzufügen, dass sie zu einem Verhandlungsfrieden bereit wären. Unabdingbare Voraussetzung dafür war der weitere Besitz der Mandschurei, die Japan zu einer einzigen großen Rüstungsfabrik aufgebaut hatte, ähnlich, wie die Engländer im selben Weltkrieg Kanada. Mit dem sowjetischen Einmarsch in die Mandschurei, dem die Japaner nichts entgegenzusetzen hatten, war dieser Strategie die Grundlage entzogen.

          Zur Beurteilung der Wirkung der Atombombenabwürfe muss man desweiteren wissen, das vor Hiroshima und Nagasaki bereits ca. 70(!) japanische Städte von amerikanischen Luftangriffen in Schutt und Asche gelegt worden waren. Hiroshima und Nagasaki waren auf dieser Liste also nur die Nummern 71 und 72. Der große Angriff auf Tokio im März ’45 forderte sogar mehr Opfer als die Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki. Wenn die japanische Führung angesichts der (ca., die genaue Zahl mag auch 68 oder 72 betragen haben, ich erinnere mich nicht ganz genau) 70 vorangegangenen Angriffe nicht aufgeben wollte, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie es nach Nummer 71 und 72 wollte.

          Den endgültigen Todesstoß versetzt dem verbreiteten Irrtum, Japan hätte wegen der Atombomben kapituliert, jedoch die Tatsache, dass die japanische Führung zum Zeitpunkt des Entschlusses zur Kapitulation noch gar nichts von den Atombomben wusste. Sie wussten nur, dass Hiroshima und Nagasaki Opfer eines verheerenden Luftangriffs geworden waren, das hatte, angesichts der traurigen Normalität solcher Angriffe, aber wohl kaum größere Bedeutung für die Führung. Die genauen Umstände der Angriffe waren nicht bekannt und konnten die Entscheidung zur Kapitulation also auch nicht beeinflussen.

          • Renton,

            welches Geschichtsbuch ist das?

            Aus einer Doku über Hiroshima ist mir in Erinnerung, dass die Japaner schon zwei Stunden nach dem Abwurf wussten, dass es nur eine Bombe aus einem Flugzeug war. Was ein großer Unterschied ist zu den großen Bomberverbänden über Tokio u.a.

            Die Aussicht, keine ruhmreichen Schlachten gegen Invasoren führen zu können, sondern stattdessen ganz viele Enola Gays anstatt nur eine am Himmel zu haben, hat die japanische Regierung einsichtig gemacht, möglichst schnell die Waffen zu strecken.

            Daher auch Nagasaki um die Idee, die Amerikaner hätten schon ganz viele dieser neuen Bomben und keineswegs nur die eine, zu belegen.

            Die sowjetische Kriegserklärung und die Eroberung Mandschukos wird m.E. von vielen Historikern als kalkulierter Raubzug Stalins gesehen, um sich kurz vor Ende des Krieges noch ein gutes Stück Beute zu sichern.

            Siehe auch hier: Gottfried Schramm: Handbuch der Geschichte Russlands.

          • „ Daher auch Nagasaki um die Idee, die Amerikaner hätten schon ganz viele dieser neuen Bomben und keineswegs nur die eine, zu belegen.“

            Wobei das ein Bluff war. Die USA hatten nämlich nach den beiden Abwürfen (meines Wissens) nur noch eine Bombe übrig. Und nachproduzieren konnten sie sie so schnell nicht.

          • Ja, da haben sie gepokert. Ich denke mal, sie hätten die dritte Bombe auch noch abgeworfen. Der Krieg in Europa war seit Mai zuende und den Menschen zuhause war eine verlustreiche Pazifik-Front immer schwerer zu verkaufen…

          • Geschichtsbücher gibt es viele. Fakt ist aber dass die A-Bomben erreichten was die Bombardements vorher nicht erreichten, die Kapitulation weil eben diese Pläne zu blutigen (-> Iwo Jima) Abwehrkämpfen damit unsinnig wurden denn die Amerikaner hätten jede Abwehrstellung nach wenigen Minuten Flugzeit verdampfen können. Mit normalen Bomben gelingt das nicht. Der Einsatz gegen Städte war das klare Zeichen, dass die Amerikaner die Waffe nicht nur hatten sondern auch rücksichtslos einsetzen würden. Das wäre beim exemplarischen Einsatz gegen eine unbewohnte Insel nicht der Fall gewesen.

          • @Bill Miller

            Dass die Amerikaner skrupellos sind und auf Zivilisten keine Rücksicht nehmen, hatten sie doch vorher schon bewiesen.

            Letztendlich spielt es keine Rolle, auf welche Art man die Städte einäschert. Es bleibt ein Kriegsverbrechen.

          • @all

            Welches Buch das war, weiß ich leider nicht mehr.

            Die Wikipedia erklärt, die Beweggründe der japanischen Kapitulation seien unter Historikern umstritten. Ein Historiker, der meine Position vertritt, wird hier interviewt.

            Zur militärischen Bedeutung der Atombomben bzw. „die Amerikaner hätten jede Abwehrstellung nach wenigen Minuten Flugzeit verdampfen können“: Jede, ja, aber nicht alle, denn Munition, auch Atombomben, ist begrenzt. Nur waren die Amerikaner auch vor der Verfügbarkeit von Atombomben schon in der Lage, jede Stellung mit Bomben einzuebnen, ihre Luftüberlegenheit machte es möglich. Strand- bzw. küstennahe Stellungen konnten zusätzlich mit Schiffsartillerie unter Beschuss genommen werden, und das waren wirklich dicke Kaliber. Bei der Abwehr einer Invasion kam (kommt) es daher nicht darauf an, den Gegner nicht anlanden zu lassen – das würden die Amerikaner in jedem Fall schaffen. Sondern ihn im Gegenangriff im besten Fall „ins Meer zu treiben“ oder wenigstens auf seine Ausgangsstellungen zurückzuwerfen. Dabei macht man sich den Umstand zunutze, dass die Versorgungslage des Gegners über See prinzipiell schwieriger ist als die eigene. Die Verteilung ist in einem engen Brückenkopf viel schwieriger zu organisieren, als wenn man erstmal Raum gewonnen hat. Dazu kommen die Anlieferungswege über See und das logistische Problem des Ausladens, wenn man keinen Hafen hat. (Für die Landung in Europa hatten die Alliierten extra künstliche, transportable Häfen gebaut.) Für Japan wären die Anlieferungswege viel weiter gewesen als in Europa, wo die englischen Ausgangsbasen für die Invasion wenige Schifffahrtsstunden direkt hinter dem Ärmelkanal lagen. Die Chancen Japans, eine Invasion abzuwehren, standen deshalb grundsätzlich besser. Aber die Voraussetzung dafür war natürlich, dass die japanische Versorgung funktionierte, und dafür waren die Rüstungsfabriken in der Mandschurei außerhalb der Reichweite amerikanischer Bomber vorgesehen. Mit dem Wegfall jener war eine erfolgreiche Verteidigung aussichtslos geworden, nicht mit dem Einsatz der Atombomben.

            Übrigens planten die Amerikaner afaik mittelfristig Produktion und Einsatz von einer Atombombe pro Woche, sollten die Japaner nicht kapitulieren.

      • Du willst in vollem Ernst behaupten, die Kapitulation Japans sei nur zufällig unmittelbar nach den Atombombenabwürfen erfolgt und der eigentliche Grund sei die Kriegserklärung der Sowjets gewesen? Das glaube ich nicht und widerspricht meinem Geschichtsverständnis.

        • Pjotr, die Atombombenabwürfe waren am 6. und 9.8.1945, die sowjetische Kriegserklärung am 8.8.1945. Der zeitliche Zusammenhang ist also identisch, daraus lässt sich nichts ablesen.
          Tatsächlich hat vermutlich auch beides eine Rolle gespielt, wobei ich eher Renton zustimme und den sowjetischen Kriegseintritt für wichtiger halte – so beeindruckend die Atombombenangriffe auch waren, stellten sie doch keinen grundlegenden Unterschied zu den seit längerem laufenden Terrorangriffen dar, während der sowjetische Angriff die tatsächlichen japanischen Möglichkeiten, den Kampf fortzusetzen, entscheidend schwächte. Zudem hatte Japan bis dahin wohl auch noch auf eine sowjetische Vermittluing eines Verhandlungsfriedens gehofft.

      • eine so gute Gelegenheit, die Wirkung der Bomben an lebenden Objekten zu studieren, wollten sie nicht ungenutzt lassen

        Ja, und außerdem wollten sie der Welt zeigen, was sie hatten, um alle potenziellen Gegner einzuschüchtern.

        Beide Beweggründe existieren in der Ukraine nicht mehr. Rein militärisch dürfte ein Atomwaffeneinsatz in der Ukraine auch wenig bringen. Und die politischen Kosten wären riesig. Insbesondere könnte sich vermutlich auch China dann nicht mehr leisten, Russland weiterhin zu unterstützen, solange sie es nicht schon auf einen offenen Bruch mit dem Westen ankommen lassen wollen. Und auch in Russland würde Putin viele seiner Unterstützer verprellen, wenn er Atomwaffen einsetzt.

        Solange Russland nicht total in die Ecke getrieben wird, kann ich mir einen Atomwaffeneinsatz deshalb beim besten Willen nicht vorstellen.

      • Die Wikipedia erklärt, die Beweggründe der japanischen Kapitulation seien unter Historikern umstritten.

        Dann ist deine oben vorgetragenen Behauptung, der Abwurf der Atombomben spielte keine Rolle für die Kapitulation Japans, kein Fakt, sondern wird eben „kontrovers diskutiert“.

        wikipedia:
        Emperor Hirohito gave different reasons to the public and the military for the surrender: When addressing the public, he said, „the enemy has begun to employ a new and most cruel bomb, the power of which to do damage is, indeed, incalculable … . Should we continue to fight, not only would it result in an ultimate collapse and obliteration of the Japanese nation, but also it would lead to the total extinction of human civilization.“[148] When addressing the military, he did not mention the „new and most cruel bomb“ but rather said that „the Soviet Union has entered the war against us, [and] to continue the war … would [endanger] the very foundation of the Empire’s existence.“[148]

        Endgültige Gewissheit wird es vermutlich, wie so oft in historischen Bewertungen, nicht geben.

        • „Dann ist deine oben vorgetragenen Behauptung, der Abwurf der Atombomben spielte keine Rolle für die Kapitulation Japans, kein Fakt, sondern wird eben „kontrovers diskutiert“.“

          Na, meinetwegen.

          „Emperor Hirohito gave different reasons to the public and the military for the surrender…“

          Die Entscheidung zur Kapitulation wurde Tage vor der Radioansprache und der Erklärung für die Militärs getroffen. Von daher sind die nachfolgenden Begründungen genau das: Begründungen im Nachhinein. Am 9. August, dem Tag, als der Oberste Kriegsrat die Entscheidung fällte, war es so, wie ich oben beschrieben habe.

  6. Das „Gute“ daran ist, dass wir jetzt sehen WIE abhängig wir von fossilen, endlichen Energieträgern sind. Wir MÜSSEN Ersatz finden. Noch haben wir die Ressourcen Ersatz aufzubauen.

        • @Bill Miller Ich kenne dich nicht. Du hast aber eine Aussage wiederholt, die derzeit alle Ökosprachrohre in den Medien machen. Ich vermute daher, dass du dich davon hast beeinflussen lassen.

          • Wenn Sie nicht gerade an die Abiogenese von Erdöl und Erdgas glauben müssen Sie wissen, dass diese Rohstoffe endlich sind und lange bevor die Lager richtig alle sind ist das ROI unter Eins. Wenn wir erst dann anfangen, über Ersatz nachzudenken ist das zu spät.

          • „dass diese Rohstoffe endlich sind“

            Hab ich das bestritten?

            „Wenn wir erst dann anfangen, über Ersatz nachzudenken ist das zu spät.“

            Dass ein solcher Handlungszwang je auf die Menschheit zukommen könnte, folgt nicht daraus dass der Planet endlich ist. Logik, Leute. Ihr habt euch von dem ganze Öko- und Malthusianismusgetrommel der letzten 50 Jahre blödquatschen lassen.

          • @ anorak2
            Ich habe Bill Millers Aussage jetzt aber auch nur so verstanden, dass wir jetzt noch Zeit hätten, zu schauen, wie man unseren Lebensstandard erhält, ohne etwa Öl dafür zu brauchen. Das ist an sich keine Öko-Aussage, sondern schlichter gesunder Menschenverstand, denn die Endlichkeit der Ölreserven ist gewiss. Wie er richtig sagt: noch haben wir Zeit, denn die Ölreserven reichen noch einige Jahrzehnte. Und Öl müsste längst nicht so teuer sein, wie es derzeit ist. Das geht auf teils künstliche Verknappungen, teils auf spekulative Börsenannahmen der Kategorie „in die Kristallkugel geschaut“ zurück. Und natürlich uns betreffend, last but not least, dass jeder Cent, den etwa Benzin pro Liter teurer wird, zwei bis drei Cent gleich noch mit oben drauf kommen, die wir unseren Gröraz‘ (größte Regierungen aller Zeiten) zu verdanken haben, die meinen, die Welt zu retten, indem sie Menschen, die nicht zuletzt durch deren Politik (ich sage nur Hartz IV Gesetze) zu ausschweifenden Berufspendlern gemacht worden sind, das Pendeln unerschwinglich teuer zu machen. Und nun ist es ja auch schon von weltrettender Bedeutung, dass die Bürger auch ihre Buden nicht mehr warm kriegen sollen.

            Irgendwie verlangt es meine Stiefelspitzen immer nach Kauleistenkontakt, wenn diese von uns allen in unverhältnismäßiger Weise alimentierten Politärsche und die deren Speichel leckenden Journalismusdarsteller des ÖRR, die wir in nicht weniger unverhältnismäßiger Weise durchalimentiern dürfen, Reden schwingen, dass Energie eigentlich noch viel teurer werden müsste, wegen Weltrettung und so. Das sind Leute, deren finanzielle Sorgen sich darauf beschränken, ob sie sich den Jakoozie auf ihrem Dachterrassengarten schon jetzt leisten können oder sie lieber noch nen Monat sparen sollten. Und die haben die Chuzpe, den Bürgern, die weit weniger verdienen, aber ihnen ihren leistungslosen Wohlstand finanzieren, so ins Gesicht zu rotzen, mit Aussagen der Marke „dann dreh doch deine Heizung nen Bisschen weniger auf“. Die halten alle anderen Menschen wirklich für derart verblödet, dass die nur finanzielle Probleme kriegen, weil sie wohl ständig mit dem Auto, nur so aus Langeweile, jeden Tag drei Stunden Runden um den Block fahren und im Winter ununterbrochen die Fenster aufhaben müssen, weil es sonst bei der pausenlos voll aufgedrehten Heizung zu heiß in der Bude wird.

          • @BC „Das ist an sich keine Öko-Aussage, sondern schlichter gesunder Menschenverstand, denn die Endlichkeit der Ölreserven ist gewiss“

            Das ist Malthusianismus, welcher mit Ökologismus eine große Schnittmenge bildet. Ich nenne das deswegen auch Öko.

            „die Ölreserven reichen noch einige Jahrzehnte“

            Das taten sie schon vor 100 Jahren. Eure Vorstellung ist „Da ist ein Topf mit einem endlichen Vorrat, und wir löffeln den nach und nach aus. Und wenn der Topf alle ist, dann ist Schicht im Schacht“. Lieschen-Müller-Niveau wäre dafür noch geprahlt.

            Beschäftige dich damit, was Aussagen über Ölreserven bedeuten, und vor allem was sie nicht bedeuten. Da ihr alle nicht von allen drauf kommt sondern nur den Ökoquatsch nachplappert, erkläre ich es euch:

            Definition RESERVEN: Bedeutet die Menge, die zum jetzigen Zeitpunkt bekannt, UND zur Förderung erschlossen UND unter heutigen Bedingungen wirtschaftlich abbaubar sind.

            Die Menge der RESERVEN schwankt: Sie wird einerseits geringer durch Verbrauch, aber andererseits wächst sie auch wenn neue Vorkommen gefunden werden, oder wenn bisher nicht abbauwürdige Vorkommen durch technischen Fortschritt oder Preissteigerungen abbauwürdig werden. Im Saldo wachsen die Reserven.

            In den 1970er Jahren hieß es „Die Erdölreserven reichen noch 30 Jahre“, und das war auch durchaus zutreffend – wenn man weiß was das Wort bedeutet. Es bedeutet, die damals erschlossenen Vorkommen reichten noch so lange beim damaligen Verbrauch. Heute ist unser Verbrauch viel viel höher, und die Erdölreserven reichen rechnerisch 70 Jahre. Widersprüchlich? Keineswegs. Die Reserven sind seitdem größer geworden, und das tun sie vermutlich auch weiterhin. Das heißt also nicht dass 2090 der Benzinhahn versiegt, sowenig wie es das damals bedeutete. Wenn euch Ökos sagen, das Öl sei in 70 Jahren alle, dann lügen sie.

            Definition RESSOURCEN: Sind sämtliche in der Erdkruse vorhandenen Vorkommen, einschl. derjenigen die zwar bekannt aber mit aktueller Technik nicht abbauwürdig sind, oder noch nicht soweit erschlossen dass der Abbau möglich ist, und einschl. der noch unbekannten Vorkommen.

            Die Menge der Erdöl-RESSOURCEN ist definitionsgemäß unbekannt. Man kann aber mit Sicherheit sagen, dass ein Versiegen nicht in Aussicht ist. Auch nicht in 100 oder 200 Jahren. Es ist eine völlig überflüssige Sorge.

            Die Menschheit baut übrigens schon seit Jahrtausenden allerlei Rohstoffe ab, darunter übrigens auch Erdöl. Noch nie ist irgendeiner davon auch nur in die Nähe eines endgültigen Versiegens geraten, und es gibt nicht das geringste Anzeichen dass das bei irgendeinem Rohstoff in absehbarer Zeit passieren könnte. Wieso glaubt ihr, dass das gerade jetzt bevorstehe? Glaubt ihr wir lebten in einer Art Endzeit? Auch das anzunehmen besteht kein Anlass. Wir leben in einer unauffälligen Durchgangsepoche, und es wird auch für spätere Generationen genug Rohstoffe geben. Die Tatsache dass sie endlich sind, widerspricht dem nicht.

          • @ anorak2

            Mönsch, ganz ruhig Brauner. Denk doch nicht immer gleich bei jedem Triggerwort, dass man dir rundweg widerspricht.

            Wenn ich sage, die Ölreserven reichen noch etliche Jahrzehnte, dann ist das doch erkennbar kein Endzeitgerede!!! Und natürlich weiß ich, dass man immer nur vom derzeitig bekannten Stand der Ölvorkommen ausgeht, welcher nicht zwingend final ist, es ja bislang noch nie war, weil immer wieder neue Quellen entdeckt werden.

            Aber was triggert dich so sehr daran, es zu unterstützen, dass man jetzt auch schon Forschung betreiben sollte, wie man Ölverbrauch, wie ausdrücklich von mir gesagt, ohne signifikante Einschränkungen unseres Lebensstandard, redzuieren kann und irgendwann möglichst völlig vom Ölbedarf loskommt? Ob und was da rauskommt, soll auch völlig offen sein. Wo ist das Problem??? Solche Forschungen dauern in der Regel lange. Warum sollte man sie nicht schon betreiben, wenn eben noch kein Druck auf dem Kessel ist? Wir kriegen doch seit Jahren vorgeführt, was bei rauskommt, wenn unsere Politdeppen meinen, schnell handeln zu müssen. Dann doch lieber vorsorgend und in Ruhe, mit dann hoffentlich irgendwann vernünftigen Resultaten.

            Ich bin doch kein Ökologist oder Endzeitparanoiker, nur weil ich es für sinnvoll erachte, sich nach alternativen Energiegewinnungsmethoden umzusehen, OHNE grundlos die etablierten sofort auf den Müll zu schmeißen, lange bevor es sinnvolle Alternativen gibt. Das ist doch nicht verwerflich, so zu denken, auch wenn ich sicher bin, dass ich selbst das Ende der ökonomisch noch noch rentabel förderbaren Ölvorkommen nicht annähernd miterleben werde.

            Bitte reagiere mal nicht immer mit so reflexartigem Einteilen in teils sehr binäre Gruppen, sobald es um dieses Thema geht. Das macht das Diskutieren sehr anstrengend.

          • @BC „Aber was triggert dich so sehr daran, es zu unterstützen, dass man jetzt auch schon Forschung betreiben sollte“

            Ich habe nichts gegen Forschung

            „wie man Ölverbrauch, wie ausdrücklich von mir gesagt, ohne signifikante Einschränkungen unseres Lebensstandard, redzuieren kann und irgendwann möglichst völlig vom Ölbedarf loskommt?“

            Daran stört mich, dass man wieder aus ideologischen Gründen eine Technologie abschaffen will. Da bin ich grundsätzlich gegen, auch in „milder Form“. „Ausstieg“ muss als Vorstellung völlig aus den Köpfen raus.

            Die Menschheit ist in ihrer Geschichte schon von vielen Rohstoffen abgekommen, aber noch nie wegen eines bevorstehenden Versiegens, und noch nie wegen einer politischen Vorgabe, sondern immer wenn sich aus Nützlichkeitsgründen am Markt etwas besseres durchsetzte. Politische Vorgaben haben auf dem Gebiet nichts verloren, sie sind nichts als ein Störfaktor.

            „Warum sollte man sie nicht schon betreiben, wenn eben noch kein Druck auf dem Kessel ist?“

            Ich bestreite dass der von dir imaginierte „Druck“ jemals bestehen werde, und ich bestreite die Zuständigkeit der Politik. Auch nicht in abgeschwächter Form, sondern überhaupt nicht.

            „Ich bin doch kein Ökologist oder Endzeitparanoiker, nur weil ich es für sinnvoll erachte, sich nach alternativen Energiegewinnungsmethoden umzusehen“

            Es ist die schaumgebremste Version der „Rohstoffe-versiegen“-Legende, die seit etwa den 1970er Jahren in den Medien frühliche Urständ feiert. Es ist die Urversion eines Dogmas das zwar nicht aus dem radikalen Ökologismus stammt, aber ein fester Bestandteil davon ist. Und es ist auch in der milden Version sachlich falsch und als politisches Ziel zurückzuweisen. Diese kollektive Obsession mit Energietechnologien ist einfach absurd, eine zivilisatorische Verirrung die wir wieder völlig ablegen sollten.

    • Ich sage das seit sehr langer Zeit, nicht mal in erster Linie im Hinblick auf Russland. Auch die Abhängigkeit von Staaten wie Saudi Arabien u.a ist auf Dauer ein grosses Risiko. Wir finanzieren nicht nur die russischen Oligarchen und ihren Putler, sondern auch die religiösen Spinner in S.A. Wie genau die mittel- bis langfristige Reduktion des Verbrauchs der fossilen Energieträger gemacht werden soll ist natürlich damit noch nicht gesagt.

      • @Alex
        „Erneuerbare Energien heisst China sponsern, die Macht hinter Russland. “

        Es könnte auch sein, dass Pjotr für Atomenergie ist. Das sind eigentlich die meisten hier, die den Klimawandel als Problem sehen (unter den derzeit Postenden vielleicht sogar alle). Im übrigen könnte man auch einfach (Antidumping-)Zölle erheben, damit wieder einheimische erneuerbare Energien (eigentlich kommen mW nur Solarzellen aus China) produziert werden. Es ist ja nicht so, dass Solarzellen nur in China produziert werden können.

        • Für eine gewisse Übergangszeit hätte ich für Atomenergie gestimmt. Das könnten durchaus 20 bis 30 Jahre sein. Eine Transformation der gesamten Energieversorgung geht nicht von heute auf morgen.

        • Fusion. Schon jetzt den Nachfolger von ITER planen. Alleine die 100 Mrd € deutscher Steuern die in die Kriegsvorbereitung gehen sollen würden für fünf(!) ITER reichen.

          • Selbst wenn man nicht an den Klimawandel glaubt oder überzeugt ist, dass er kein grosses Problem darstellt bleibt immer noch die Abhängigkeit von Staaten wie Russland, Saudi Arabien, Emirate, Iran etc. deren Stabilität nicht gegeben ist. Primär aus diesem Grund war ich immer für dei „Transformation“. Die breiten Diskussionen wegen Klimawandel kamen erst später so richtig aufs politische Tapet.

          • @Pjotr „Selbst wenn man nicht an den Klimawandel glaubt oder überzeugt ist, dass er kein grosses Problem darstellt“

            und/oder logisch herleiten kann, dass selbst wenn er ein Problem wäre, die „Energiewende“ nicht das geringste daran ändern könnte.

            „bleibt immer noch die Abhängigkeit von Staaten wie Russland, Saudi Arabien, Emirate, Iran etc“

            Das ist im Endeffekt ein Plädoyer für nationale Autarkie, mit einem Popanz einiger „böser Länder“ als Pseudoargument. Nähme man das Argument ernst, dürfte man von diesen Ländern überhaupt nichts mehr importieren und ihnen auch nichts mehr verkaufen, und müsste im Endeffekt internationalen Handel komplett einstellen, oder auf „gute Länder“ beschränken. Ich kann das deshalb nicht ernstnehmen.

          • PS Um das abzukürzen: Internationaler Handel ist nicht Außenpolitik mit anderen Mitteln, und wir sollten alle Leute die ihn dazu missbrauchen wollen mit Schimpf und Schande vom Hof jagen. Beim Handel geht es nur um die alltäglichen Bedürfnisse zum Nutzen beider Seiten. Alle Menschen auf der Welt und alle Länder auf der Welt sollten daran teilhaben.

          • @ Anorak
            Es geht nicht um alles oder nichts und es ist ein grosser Unterschied, ob man sich in die Abhängigkeit von Saudi Arabien oder Russland begibt oder ob es sich um Norwegen handelt. Warum werden die Kriege und Konflikte im Nahen und Mittleren Osten geführt? Es ist doch klar, dass Saudi Arabien, der Irak, Iran, Libyen, Algerien u.a nur deshalb von Bedeutung sind, weil unsere Energieversorgung von diesen Ländern abhängt. Friede durch Handel scheint ja nicht so ganz zu funktionieren. Es gibt Kernbereiche, in denen man die Abhängigkeit nicht zu gross werden lassen sollte. Dazu gehört Energie und Nahrung. Es wäre naiv zu glauben, dass auch immer alle brav liefern werden und sie die Abhängigkeit nie als Waffe benutzen werden.

          • @Pjotr Das Wort „Abhängigkeit“ für Handel und Wandel gefällt mir nicht. Das ist tendenziöse Wortwahl.

            „Warum werden die Kriege und Konflikte im Nahen und Mittleren Osten geführt?“

            Weil die da unten alle son bisschen durchgedreht sind. Ginge es um Öl, wie du glaubst, wäre das reichlich irrational. Es ist auf jeden Fall billiger, Öl auf dem Weltmarkt zu kaufen, als die Kosten eines Krieges.

          • PS „Friede durch Handel scheint ja nicht so ganz zu funktionieren. “
            Das ist nicht meine Formulierung.

  7. „Some argue that punitive Western moves will drive Russia into China’s arms. It is already there: Russia is the biggest single recipient of Chinese financial support globally, and Putin and Xi have established a military alliance.“

    https://www.gatestoneinstitute.org/18305/peace-plan-europe

    „We should also be prepared to offer economic support, a modern-day Marshall Plan. As our isolation of Russia will be costly, so will its rehabilitation. Even such astronomic costs, however, are cheaper than the alternative, both in dollars and human life. The stakes could not be higher.“

    Das ist eine sehr gute Idee, um den Übergang zu einem neuen „Haus Europa“ (um mal Gorbatschows Redewendung einzuführen) so positiv wie nur möglich zu gestalten!

    Das sollte zum Frieden führen können 🙂

    • In den 90ern haben selbst die Chicago-Boys so etwas für das kollabierende Russland gefordert.
      Nix war.
      Alle waren begierig drauf, den politischen Konkurrenten auszuschalten und die Bodenschätze zu plündern. Mit dem Ergebnis dass es den größten Rückgang einer Bevölkerung in Friedenszeiten seit Beginn der Aufzeichnungen gab. Man kann das durchaus Genozid nennen.
      Wenn Russland jetzt kollabierte wäre das kein bißchen anders.

  8. Interessant ist, dass das Irlmaier-Szenario damit wieder eine gewisse Aktualität erhält. Bisher hielt ich das für ziemlich unrealistisch.

    Aber in einem Krieg weiß man nie, was noch passiert.

    Nehmen wir an, die USA werden von internen Problemen geplagt, zusätzlich zu Russland marschiert China in Taiwan ein usw. dann könnte eine endgültige Eiminierung des amerikanischen Einflusses auf Europa eine naheligende Option für Putin sein. Ich glaube nicht, dass er eine dauerhafte Besetzung anstrebt, aber so eine subtile Unterwanderung, wie sie die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, sollte man erwarten.

  9. War gestern mit der Bahn in Berlin unterwegs und bin u.a. durch Ostbahnhof, Alexanderplatz und Hauptbahnhof gekommen. Durch diese Bahnhöfe kommen auch Züge aus Polen via Grenzübergang Frankfurt/Oder. Auf allen Bahnsteigen waren Helfer mit Schildern in Ukrainisch und Englisch, mit Hinweisen wo Flüchtlinge aussteigen sollen.

    Man hört auch in den Zügen viele Leute „Russisch“ sprechen. Allerdings ist das in Berlin normal, es gab hier schon immer viele Osteuropäer. Ich kann persönlich Ukrainisch, Russisch und Weißrussisch vom Klang nicht unterscheiden, da sich diese drei Sprachen sehr ähneln. Ob jemand ein gerade eingetroffener Flüchtling aus der Ukraine oder ein langjährig hier wohnender Exilrusse ist, kann ich rein durch Hören daher nicht feststellen.

  10. Ich hege für die Ukraine und für Herrn Melnyk grösste Sympathien, aber das geht wirklich nicht …. 😦

  11. Eine Randnotiz zum Thema Flüchtlinge aus der Ukraine:

    Wenn ich mich richtig an die Belagerung der weißrussisch-polnischen Grenze durch irakische Migranten erinnere, haben doch einige Städte in Deutschland skandiert: Wir haben Platz!
    Da war Berlin doch auch dabei?

    Und jetzt heult die Schwesig rum, dass wirklich Flüchtlinge kommen?

    • „ Und jetzt heult die Schwesig rum, dass wirklich Flüchtlinge kommen?“

      Na ja, Ukrainer sind doch Weiße und die sind phöse. Hast du das nicht gewusst? Sie haben nie jemanden kolonisiert? Egal! Dass sie im 2. Weltkrieg zunächst die Nazis unterstützt haben reicht! Dass Stalin ein übler Tyrann war und sie hungern ließ und sie daher nicht vermuteten, dass die Nazis noch schlimmer sein könnten, ist komplett irrelevant!

    • Ich habe keine Ahnung, wie Deutschland das bewältigen soll. Jetzt kommen echte FIüchtIinge (eigentlich müssten die alle die Amis aufnehmen, dene verdanken wir den Konflikt ja in erster Linie und die haben Platz ohne Ende) und alle unsere Kontingente sind schon erschöpft, alle Kassen am Anschlag, die Mieten explodiert, die Inflation steigt etc. und dann schneiden wir uns auch noch von der Energie- und Lebensmittelversorgung und dem Russlandgeschäft ab.

      Die dritte große Krise innerhalb von 7 Jahren! Wenn jetzt noch eine Mobilmachung oder gar ein blutiger Konflikt dazukommt, können wir den Laden dicht machen, der Letzte macht das Licht aus…

        • Gehe ich auch sehr sicher von aus. Dennoch haben wir in siebenjähriger Vorarbeit dafür gesorgt, dass unser Land weit schlechter darauf vorbereitet ist, WIRKLICHE Flüchtlinge mit LEGALEN Asylrechten bei uns aufzunehmen und angemessen zu versorgen.

          Derzeit wird ja gerade der Rassismusclaim in der Art umgestrickt, dass die „plötzliche“ Bereitschaft, ohne Fragen und ohne Klagen Asylanten aufzunehmen, nur daran liegt, dass es jetzt weiße Asylanten sind. Eine abermals an Widerwärtigkeit kaum noch zu toppende Behauptung, nur um unserer „ekligen, weißen Mehrheitsgesellschaft“ einen reinzuwürgen.

          Faktisch haben wir mit einer Politik der offenen Grenzen unsere Behörden beim Bestreben, geltendes Asyl- und Einwanderungsrecht durchzusetzen, so überfordert, dass sie quasi handlungsunfähig sind. Hinzu kommt dann noch, dass sie beständig von tugendwedelnden Moralpredigern in großem Gestus dafür angegangen werden, wenn sie Menschen ab- und ausweisen, die nach geltendem Recht einfach keinen Anspruch auf Asyl geltend machen können, weil sie aus sicheren Herkunftsländern kommen, also weder unmittelbar von Krieg oder politischer Verfolgung bedroht sind.

          Wir sehen seit sieben Jahren dabei zu, wie europäische Länder von einer großen Menge von Leuten, die umfänglich als Wirtschaftsflüchtlinge einzustufen sind, überrannt werden. Es ist wohl sehr sicher, dass (weit) mehr als die Hälfte der hier ankommenden und oft auch länger verbleibenden Menschen, keinen Asylanspruch haben. Und wenn man mal ehrlich sein würde, müsste man in Anbetracht der großen Zahl nun wirklich asylberechtigt hierher kommender Menschen, bei denen wir kaum noch wissen, was wir mit denen machen sollen, sagen: „das haben wir jetzt davon“.

          Darüber hinaus hinkt die Gleichsetzung von ukarinischen Flüchtlingen mit denen aus mittelasiatischen oder afrikanischen Ländern schon alleine daran, dass die Ukrainer auch wirklich das machen, was man von Menschen, die vor Krieg fliehen, erwarten würde: sie fliehen in die nächstgelegenen Länder, wo sie zumindest vor Militärschlägen sicher sind. Und das sind nun mal für die Ukrainer unsere Länder. Die Flüchtlinge, die in den vergangenen Jahren zu uns kamen, sind hingegen bereits durch zahlreiche sichere Länder durchgereist, haben zig Landesgrenzen überquert, bis sie sich in Europa, bevorzugt Deutschland und Frankreich, niedergelassen haben. Wer vor einem Krieg flieht, in der Hoffnung sein nacktes Leben zu retten, aber allsbald wieder in sein trautes Heim zurückzukehren, sobald die Kriegsgefahr vorüber ist, der „flieht“ nicht erst mal um die halbe Welt.

          Ja, ich weiß, ist alles gerade sehr politisch unkorrekt, aber ich glaube, wir leben in Zeiten, in denen nichts überflüssiger oder gar schädlicher ist, als aus politischer Korrektheit die Augen vor Realitäten zu verschließen.

          • Das ist z.Z. zu beobachten, wie man die Aufnahmenbereitschaft für die Ukrainer instrumentalisieren will um größere Aufnahmebereitschaft für Wirtschaftsmigranten aus Afrika und dem Orient zu erzeugen. Dabei liegt der Unterschied auf der Hand: In Afghanistan warefen die Soldaten ihre Waffen weg und ergaben sich, als die Taliban kamen, in der Ukraine kämpfen sie mit aller Kraft gegen die Invasoren.
            Scheint mir auch logisch, denn in Afghanistan gibt es sowas wie eine Nation oder ein Volk nicht mal ansatzweise: „Durch die teilweise verfeindeten Ethnien und Stämme existiert in weiten Teilen der afghanischen Bevölkerung kein Nationalgefühl. Viele Bewohner Afghanistans fühlen sich unterdrückt und möchten nicht als „Afghanen“ (persisch für „Paschtunen“) bezeichnet werden. Eskaliert ist die Situation, als es elektrische Personalausweise mit dem Eintrag „Nationalität: Afghane“ geben sollte. Ethnische Konflikte spielen eine wichtige Rolle im Bürgerkrieg. Durch die Spaltung des Landes und Sprachprobleme ist eine politische Entwicklung kaum möglich. Daher ist auch ein gemeinsamer Kampf gegen die Taliban schwer möglich.“

            https://de.wikipedia.org/wiki/Ethnien_in_Afghanistan

            Deshalb werden die Ukrainer auch irgendwann in ihr Land zurückkehren und es aufbauen. Die Afghanen hingegen bleiben da, wo es ihrer Familie am besten geht.

        • Ja, die Frage ist halt, wann das ist. Nächste Woche? Nächsten Monat? Nächstes Jahr? Nächstes Jahrzehnt?

          Ich habe ja nichts gegen diese Leute, sie sind mir näher als irgendwelche Afghanen, aber angenommen der Konflikt dauert noch zwei Jahre, wo bringt man die unter? Die brauchen auch Gesundheitsversorgung, beheizte Unterkunft, Schulunterricht für die Kinder usw. aber die Kapazitäten in den meisten Städten waren ja schon vorher am Limit, die Baustoffe sind knapp, die Schulen kämpfen mit den vielen Fremdsprachlern usw.

          Wie sehr uns das zusätzlich belastet, wird natürlich davon abhängen, wieviele kommen. Aber die Sache ist kein Spaß mehr, das wird sicherlich grenzwertig. Ich hoffe ich täusche mich, aber immer wenn ich dachte, schlimmer kann es nicht kommen, hat es sich nochmal gesteigert.

          Die USA verheizen die Ukraine, um Russland zu schwächen. Und sie ziehen die Europäer mit rein, die sich ohne alle Not von ihrem wichtigsten Energielieferanten und einem wichtigen Wirtschaftspartner abschneiden lassen und ihn auf Jahrzehnte verfeinden. Die Amerikaner werden es sich prächtig vergolden lassen uns mit Öl und Gas zu beliefern. Und egal wie die Sache ausgehen wird, die werden als die lachenden Dritten dastehen. Ich hoffe nur, dass die Geostrategen sich diesmal verkalkuliert haben, Putin hat nämlich schon noch einige Optionen und die Hälfte der Welt auf seiner Seite…

          • @El_Mocho

            „Putin und seine Mafiosi sind nicht Russland, und deren Interessen sind nicht die Interessen der Russen.“

            Fängst du auch mit dem Schei** an? Ich werde nicht immer „Putin und seine Mafiosi“ schreiben, weil du genau weißt, wen ich meine. Und m.E. handelt Putin im Sinne der Russen, jedenfalls mehr als unser Regime in unserem Sinne.

            „Nimm das doch mal zu Kenntnis, und „die USA“ als handelndes Subjekt gibt es erst recht nicht.“

            Richtig, dort sind es auch Mafiosi, die seit Jahrzehnten die Macht unter sich aufteilen, egal wer regiert. Trump war die erste Ausnahme, der scheint einem anderen Clan anzugehören und hat denen ordentlich in die Suppe gespuckt, deshalb hat man ihn auch von Anfang an bekämpft wie den Leibhaftigen, ein Wunder dass man ihn nicht entsorgt hat, so wie Kennedy.

            Wenn also beide Seiten von irgendeiner Mafia regiert werden, kann ich auch (wie das allgemein üblich ist) die Ländernamen verwenden. Man sagt ja auch nicht „Hitler und sein Regime haben die Sowjetunion überfallen“, sondern das war immer Deutschland, immer sind wir in der Schuld und dürfen zu Boden fallen und Entschuldigungen stammeln, wenn es mal wieder um den zweiten WK geht, da sind weder die USA noch Russland zimperlich, also musst du es auch nicht sein.

          • @El_Mocho

            „Wie kommst du darauf das Putin im Sinne der Russen handelt? Nach Stalin dürfte niemand den Russen so geschadet haben.“

            Mal abgesehen vom aktuellen Konflikt (den ich noch nicht endgültig bewerten will), wie kommst du darauf, dass er Russland geschadet hat? Seit Jahren (also auch vor der aktuellen Propagandawelle) höre ich, dass es den Russen immer besser geht, sich sowas wie ein Mittelstand gebildet hat usw.

            Und die geostrategische Komponente kann man auch nicht unter den Tisch fallen lassen: seit Jahren wird aus den USA heraus ein Anrainer nach dem anderen gegen Russland in Stellung gebracht und jede Reaktion von Russland wird verteufelt, obwohl die meist sehr maßvoll und geschickt vorgingen, etwa in Syrien.

            Was hättest du denn an Putins Stelle gemacht? Der Donbass gärt seit 7 Jahren, die dort gegründeten Republiken haben aber angeblich kein Recht auf Souveränität (wie man es der Ukraine zugesteht), die Russen dort dürfen wohl nicht mehr ihre Sprache sprechen und bekommen ihre Renten nicht ausgezahlt. Die Absichten der USA sind auch glasklar und werden von ihnen selbst immer wieder kommuniziert (nur von unseren Medien nicht). Putin stand wohl innenpolitisch sehr unter Druck, da endlich zu handeln, vielleicht hat er sich verkalkuliert, vielleicht bin ich auch nur Propaganda aufgesessen, aber alles wovon ich mich bisher überzeugen konnte, z.B. seine historischen Reden, bei denen er kein Blatt vor den Mund nahm und immer und immer wieder warnte, doch auch die Interessen Russlands zu berücksichtigen und immer wieder darauf hinweist, dass der Westen wortbrüchig geworden ist und mutwillig versucht Russland zu schaden, haben mich überzeugt, dass der größte Teil der Lüge auf unserer Seite sitzt. Der Mann wirkt auf mich authentisch, keiner der US-Vertreter, keiner unserer Politiker und erst Recht nicht unsere Medien reicht da auch nur annähernd heran…

          • „Was hättest du denn an Putins Stelle gemacht? “

            In jungen Jahren eine Karriere als Balletttänzer eingeschlagen.

          • wie kommst du darauf, dass er Russland geschadet hat? Seit Jahren (also auch vor der aktuellen Propagandawelle) höre ich, dass es den Russen immer besser geht, sich sowas wie ein Mittelstand gebildet hat usw.

            Du bist diesbezüglich offenbar so ahnungslos, das ist nicht mehr lustig.

            Hast du überhaupt schon irgendwann einmal mit einem Russen über dieses Thema geredet? Ich meine tatsächlich face to face in der realen Welt, keine Erzählungen aus irgendeiner Ecke des Internet.

          • @anorak2

            „In jungen Jahren eine Karriere als Balletttänzer eingeschlagen.“

            Lass es mich idiotensicher formulieren, du legst ja viel Wert auf sprachliche Superkorrektheit:
            Was würdest du tun, wenn du an Putins Stelle wärest, d.h. Regierungsoberhaupt in Russland?

            Also wenn du weißt, dass von den USA aus (wider der Versprechen nach der Wende und trotz Zerfall des Warschauer Paktes und des Rückzuges Russlands) ein Großteil des Ostblockes nato-isiert wurde und in der Ukraine massive Einmischung stattgefunden hat, ein teilweise blutiger regime change, alles mit dem Ziel eines weiteren Nato-Beitrittes, um ein weiteres Land mit US-Waffen hochzurüsten, Radaranlagen zu installieren, die weit nach Russland horchen können, Raketenstationen die jede russische Großstadt erreichen können etc. Nur um mal einen groben Eindruck zu erhalten:

            Wenn du außerdem weißt: es geht gar nicht um die Souveränität der Ukraine, weil die Ukraine zu 120% von Geldern aus der Nato und EU abhängig ist und damit nur dem Schein nach souverän? Und die US-Geostrategen das auch wissen?:
            „Der Sinn des Geschehens ist, dass die USA den Sanitärkordon (ein Sicherheitsgürtel) um Russland aufbauen. Was Ukrainer betrifft, so sage ich mit Sicherheit: sie werden alles tun, um die USA nicht zu verärgern“, so Friedman. [ja, müsste der Keil zwischen Russland-und-Deutschland-Friedman sein, sollte man mittlerweile kennen, hatte ich mehrfach verlinkt] Übersetzt heißt es – die Ukraine ist völlig abhängig, befindet sich vollkommen unter der Außensteuerung. Der Sinn einer Nato-Mitgliedschaft ist lediglich der, das Territorium als Abschussbasis für nukleare Kurzstreckenraketen nutzen zu können. Man plant den ultimativen Enthauptungsschlag gegen Russland.
            http://berlin-athen.eu/ein-sicherheitsguertel-um-russland/

            Wenn du weiterhin weißt, die bereiten eine Gen-Waffe vor (die USA hatten extra zu diesem Zweck nach russischen Genproben gesucht), du weißt außerdem, dass sie nicht nur in der Ukraine einen „regime change“ gemacht haben, sondern es auch in Syrien probiert haben, sie den Irak in einen failed state verwandelt haben, Afghanistan in einen 20 jährigen Dauerkonflikt gestürzt, Lybien (vorher ein Vorzeigestaat) ruiniert usw. (m.W. alles völkerrechtswidrig übrigens, die USA halten sich an gar nichts und agieren vollkommen skrupellos machtorientiert).

            Dir ist außerdem bekannt, dass die höchsten US-Geostrategen, etwa der teuflische Zbigniew Brzezinski (Gott sei Dank mittlerweile tot, aber seine Kinder sind auch aktiv) Bücher schreibt wie:
            https://en.wikipedia.org/wiki/The_Grand_Chessboard
            In denen sie erörtern, mit welchen Tricks und Schweinereien man eine weltweite US-Herrschaft herbeiführen könnte? Nur um mal ein bekanntes Beispiel zu erwähnen, es gibt zig- solche Erörterungen aus den „Denkfabriken“ in den USA.

            Sie außerdem alle deine Annäherungsavancen und Angebote ausgeschlagen und stattdessen Abrüstungs- und Überwachungsverträge gekündigt haben?

            All das weißt du also und kannst jetzt entscheiden was du tust, also

            1) warten bis es losgeht und die USA irgendeinen Vorwand faken, um sich dein Land zu krallen und ihrer globalen Mafiokratie einzuverleiben, was nicht ohne zig-tausende Tote abgehen würde (die niemanden interessieren, weil unsere Propaganda-Medien vom gerechten Krieg mit Präzisionswaffen schwärmen)

            2) vorbeugend handeln und die Übernahme der Ukraine rückgängig machen, mit dem Risiko, dass die USA das auch gleich als Vorwand benutzen, um dir weiter zu schaden, dafür aber geostrategisch einen Rückschlag erleiden

            Es ist eine verdammte Scheiß-Situation! Ich möchte nicht in seiner Lage stecken.

          • Androsch,

            Realpolitisch hatte Putin vermutlich am Ende keine andere Handlungsoption. Es ist tatsächlich ähnlich wie beim Schach: Man positioniert die Figuren so, dass die gegnerischen Optionen immer weniger werden und der Gegner vor allem immer in Zugzwang ist.

            Rein theoretisch hätte sich Russland (also die Machtelite) von seinen imperialen Gelüsten und Ansprüchen abwenden müssen. Also ganz ähnlich wie DE.

            Mit der Rolle als Rohstoff- und Energielieferant für China und den Westen hätte es auch eine solide ökonomische Basis gegeben, um eine moderne Infrastruktur und breiten Wohlstand im Land sicherzustellen. Quasi wie Norwegen.

            Ein Bonus wäre es – so als Schmeichler für nationalistische Gefühle – eine Nische zu besetzen. Da böte sich historisch die Raumfahrt an.

            Kurzum: Statt Nachbarstaaten zu terrorisieren und in die Arme der Amerikaner zu treiben, hätte Russland sein Glück besser im All gesucht. Eine russische Marskolonie wäre doch was gewesen. Vor allem hätte es der ganzen Menschheit eine Entwicklungsperspektive gegeben jenseits der kurzzeitigen konsumistischen Triebbefriedigung die der Westen anbietet.

            So aber spielt ein Pseudo-Zar mit Atomwaffen imperiale Strategien aus dem 19. Jahrhundert nach und reitet Millionen Menschen ins Unglück…

          • @pingpong

            „Du bist diesbezüglich offenbar so ahnungslos, das ist nicht mehr lustig.“

            Dann klär mich doch auf. Die westliche Sichtweise, die über Russland verbreitet wird, entspricht etwa dem, was in den 90igern tatsächlich der Stand war.

            Tatsächlich versucht der Westen schon seit wenigstens einem Jahrzehnt, über seine NGO-Puppen und cia-Ableger die Unzufriedenheit zu schüren und Putin abzusägen, denn sie sind Spezialisten darin, Medien zu lenken und das „demokratische“ Gekreische auf ihre Ziele zu kanalisieren. Und Putin hat dem einen Riegel vorgeschoben und u.a. die westlich(-finanzierten) NGOs rausgeworfen.

            Ein Artikel von 2012:
            „Der russische Oligarch, Michail Khodorkowsky, kaufte die russische Yukos Öl-Firma für 309 mio. Dollar von Boris Jelzin, verkaufte sie für 45 Mrd. Dollar. Der „Geldgewinn“ wurde verwendet, um eine Schwestergesellschaft von George Soros „Open Society” zu errichten – er nannte sie „Offenes Russland”. Darüber hinaus vereinbarte Khodorkowsky mit Lord Jakob Rothschild, ihm 40% seiner Yukos-Aktien zu überlassen, sollte er ins Gefängnis gesteckt werden. Putin sorgte dafür, dass er eben dort landete – durch Behauptungen der Steuerhinterziehung. Der Europarat hat Putins Kampagne gegen Khodorkowsky verurteilt. Heute verlangen sogar die Revolutionären Khodorkowskys Freilassung. Wer hält aber heute die Werte von Yukos? Die Sberbank, deren grösster Aktionär Rothschilds Russische Zentralbank ist, (mit 60% der Aktien) betreut diese Aktiva! Auch die US-Kongress-finanzierten „National Endowment for Democracy“ (der ausführende Arm der CIA) und „Freedom House“ sind in Russland sehr aktiv. Die russischen NGOs werden von der serbischen „OTPOR / CANVAS”-NGO in Zusammenarbeit mit dem US-Außenministerium koordiniert und durch George Soros „Open Society” finanziert. Diese offenen Gesellschaften sollen der revolutionären Zivil-Gesellschaft dienen, welche dann über Beeinflussungen einen Machtwechsel herbeiführen soll.

            Als Gallionsfigur der russischen Opposition wird Boris Akunin gepusht. Jetzt müssen wir natürlich wissen wer Boris Akunin überhaupt ist. Sein richtiger Name lautet Grigori Tschartischwili, ein Buchautor, Essayist and Literaturübersetzer, der ursprünlich aus Georgien stammt und 1956 in Zestafoni geboren wurde. Genau dieser Boris Akunin ist in vollem Umfang ein Soros Protégé. Der Rest der brandneuen russischen Opposition besteht zum Großteil aus rachsüchtigen Geldbonzen die unter Putin den Stinkefinger bekommen haben!“

            https://buergerrechtler-micha.blogspot.com/2012/01/russische-proteste-wer-mit-wem-und.html

            „Hast du überhaupt schon irgendwann einmal mit einem Russen über dieses Thema geredet? Ich meine tatsächlich face to face in der realen Welt, keine Erzählungen aus irgendeiner Ecke des Internet.“

            Gerade gestern, beim Montagsspaziergang. Sie stand tendentiell eher auf Putins Seite, allerdings lehnen die sich aktuell nicht mehr weit aus dem Fenster, weil die Lügenmedien ja mal wieder hetzen auf Teufel kommt raus und ihnen damit das Leben schwer machen (so wie mir als Sachse vorher auch schon, wegen Pegida und AfD). Ausgewanderte Russen sind auch nicht unbedingt repräsentativ.

            Aber du wirst mir jetzt sicher mitteilen, mit vielen Russen du schon f2f-Kontakt hattest und was die dir übereinstimmend erzählt haben?

            Ich hatte mal einen kasachischen Kollegen, der hielt große Stücke auf Putin und fand die Stimmungsmache hierzulande grotesk. Ist aber auch schon wieder einige Jahre her.

          • @AK „Was würdest du tun, wenn du an Putins Stelle wärest, d.h. Regierungsoberhaupt in Russland?“

            Zurücktreten.

            Wenn du mir das in deinem „Gedankenexperiment“ nicht gestattest, würde ich zuerst in ganz Russland die Homo-Ehe einführen. Dann einen Aufnahmeantrag in die EU stellen. Außerdem würde ich dafür sorgen dass ich die Volkswirtschaft Russlands ein raketenhaftes BIP-Wachstum aufs Parkett legt, damit meine Pläne für ein großzügiges Sozialsystem finanzierbar sind. Und mit dem Überschuss würde ich die Infrastruktur im ganzen Land auf Luxus-Niveau hochbretzeln. Ah und den Tourismus fördern, zu dem Zweck die Einreisebedingungen stark lockern.

          • Niemand hätte Putin daran gehindert, die ganzen alten Kommunisten zum Teufel zu jagen und in Russland demokratische Verhältnisse einzuführen mit freier Presse, freien Wahlen und von der Politik unabhängigen Gerichten. Dann ginge es Russland heute wirtschaftlich besser und die Nachbarn hätten keine (oder zumindest weniger) Angst vor ihnen und hätten sich auch nicht bemühen müssen, der Nato bezutreten. Schließlich haben die Amis die Polen ja nicht gezwungen, da amerikanische Truppen zu stationieren, sondern sie haben darum gebeten, und zwar mit Grund, wie man heute sieht. Hat er aber nicht getan, warum auch immer.

            Und was die USA betrifft so ist mir unverständlich wie man die mit Putins Russland vergleichen kann. Die Russen haben vielleicht mehr Atomwaffen, aber ansonsten haben sie nicht viel zu bieten. Amerika ist ökonomisch und politisch unendlich viel stärker, was sich allein schon an Trump zeigt. Was glaubst du wie es dem in Russland ergangen wäre? Du kennst sicher Alexej Navalny? Frag dich mal, wo du lieber leben würdest, wenn du zwischen den USA und Russland wählen müsstest. Für mich gibt´s da keinen Zweifel.

            Im übrigen empfehle ich, sich etwas breiter zu informieren. Man findet immer Quellen die die eigene Position stützen, aber man sollte das nicht immer so ohne weiteres glauben, zumal in solch einem ideologisch verminten Gebiet. Mir gibt es jedenfalls zu denken dass Putin seine Unterstützer sowohl auf der äußersten Rechten wie auf der äußersten Linken findet. Wenn es gegen die USA geht sind alle dabei.

          • @Peter Müller

            „Kurzum: Statt Nachbarstaaten zu terrorisieren und in die Arme der Amerikaner zu treiben“

            Das hat er m.W. nicht getan, er hat die Ukraine bis zum regime change ebenfalls finanziert (in seiner Rede erwähnt er das auch alles) und darüber hinaus war sie seit einer Volksabstimmung (zumindest formal) unabhängig. Aber die Ukrainer (zumindest die etwas extremer nationalistischen) mögen historischerseits die Russen nicht besonders und die USA können natürlich besser zahlen.

            Nochmal: die Ukraine war und ist faktisch nicht unabhängig, sie ist gekauft. Ohne die Großzügigkeit der Russen (und jetzt der USA und Europäer), gäbe es die als eigenständiges Land gar nicht. Es waren auch die Russen die den Ostblock räumten, es waren hingegen die Amerikaner, die ihn dann besetzten.

            Darüber hinaus ist die Ukraine gemischtethnisch, d.h. dort leben auch viele Russen, was die Lage enorm verkompliziert (ähnlich zweiter WK mit Polen und Tschechoslowakei).

            „hätte Russland sein Glück besser im All gesucht. Eine russische Marskolonie wäre doch was gewesen. „

            Ja, wenn uns keine realpolitischen Lösungen einfallen, spinnen wir einfach ein bisschen. Was hätte eine Marskolonie am Schicksal Russlands geändert? Willst du die Russen dahin übersiedeln? Mal abgesehen davon, dass ich das technisch (in großem Rahmen derzeit) nahezu für unmöglich halte.

            „Vor allem hätte es der ganzen Menschheit eine Entwicklungsperspektive gegeben jenseits der kurzzeitigen konsumistischen Triebbefriedigung die der Westen anbietet.“

            Ja, ganz bestimmt. Das kleine Problem, welches du übersiehst: die Russen kommen aus dem Totalzusammenbruch, die haben keine Zeit und kein Geld für Spinnereien und Experimente, wenn sie ihr Land noch eine Weile selbst beherrschen wollen. Die USA agieren in Dekaden und haben hunderte Milliarden Dollars jedes Jahr für ihr geliebtes Militär und das große Schachspiel (von dem sie selbst nie direkt getroffen werden).

            „So aber spielt ein Pseudo-Zar mit Atomwaffen imperiale Strategien aus dem 19. Jahrhundert nach und reitet Millionen Menschen ins Unglück…“

            Ja, blupp, gut dass wir drüber geredet haben. Imperiale Strategien, du hast nicht alle Tassen im Schrank, schau mal auf einen Globus und schau dir an, WER das Imperium ist.

            Und nicht Putin tötet die Menschen, sondern WIR, indem wir die schwachen Ukrainer mit Waffenlieferungen und Geld peppeln, damit sie Russland schaden. Die Regierung hätte sich ins Ausland verziehen sollen, man hätte Verhandlungen über den Donbass führen können und über den Abzug von US-Waffen und die Einstellung der Biowaffenlabors etc. und niemand wäre gestorben. Aber das hat der Westen ja nicht nötig und die USA freuen sich über den Konflikt.

          • Androsch, die Ukraine ist nicht das einzige Nachbarland. Die baltischen Staaten, Polen, Rumänien und Co waren heilfroh in die NATO zu kommen. Georgien wäre es auch gerne. Warum wohl? Weil die Amerikaner besser zahlen? Wohl kaum. Niemand in Osteuropa mag die Russen. Noch weniger als die Deutschen 😉

            „Ja, wenn uns keine realpolitischen Lösungen einfallen, spinnen wir einfach ein bisschen.“

            Klar ist das gesponnen. Es war halt eine Antwort auf die hypothetische Frage nach einem alternativen Zeitstrahl. So what.

            „Ja, blupp, gut dass wir drüber geredet haben. Imperiale Strategien, du hast nicht alle Tassen im Schrank“

            Imperiale Strategien aus dem 19. Jahrhundert. Gekoppelt mit entrücktem Größenwahn. Selbst das Imperium ist nicht so doof einen konventionellen Eroberungskrieg gegen z.B. Mexiko zu beginnen. Da würde sich nämlich selbst das US-Imperium überheben.

            „indem wir die schwachen Ukrainer mit Waffenlieferungen und Geld peppeln, damit sie Russland schaden.“

            Die von den Russen behauptete Schadwirkung besteht darin, dass die Ukraine als eigener Staat besteht. Da war Putin glasklar. Und ebenso deutlich die Antwort der Ukrainer darauf: „F*ck you“. Sie benutzen die gelieferten Waffen anstatt sie wegzuwerfen und russische Panzer zu bejubeln. Warum wohl? Lies mal über den Holodomor, dann merkst Du warum die Ukrainer keinen Bock auf russische Fremdherrschaft haben.

          • @anorak2

            „würde ich zuerst in ganz Russland die Homo-Ehe einführen.“

            Ja, was auch sonst.

            Dann einen Aufnahmeantrag in die EU stellen.

            Er hat schon eine Freihandelszone mit der EU angeboten:
            https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/transport-logistik/putin-fuer-freihandelszone-mit-eu-3012338

            Wurde abgelehnt. Und natürlich wäre er niemals so blöd wie die Deutschen und würde sein Land in einem bürokratischen Monster wie der EU auflösen, Russland hat schon genug innere Probleme: zur Erinnerung: das ist ein Vielvölkerstaat.

            „Außerdem würde ich dafür sorgen dass ich die Volkswirtschaft Russlands ein raketenhaftes BIP-Wachstum aufs Parkett legt, damit meine Pläne für ein großzügiges Sozialsystem finanzierbar sind. Und mit dem Überschuss würde ich die Infrastruktur im ganzen Land auf Luxus-Niveau hochbretzeln. Ah und den Tourismus fördern, zu dem Zweck die Einreisebedingungen stark lockern.“

            Ja, du würdest dafür sorgen. In einem verarmten Mafia-Land, mit deiner Biomüsli-Einstellung, ich lach mich schlapp!

            Die Aggressionen vom amerikanischen Imperium blendest du natürlich wieder vollkommen aus, die kann es ja nicht geben! Haben in deinem Kindergarten-Weltbild einfach nichts zu suchen!

            Russland steckt erhebliche Gelder in seine Infrastruktur, wenn die nicht Arzt und Schule in den sibirischen Dörfern finanzieren würden und die Straßen erhalten, würden die dort noch viel mittelalterlicher leben. Russland ist riesig! Und hat übrigens überwiegend ein richtiges Schei*klima, das kaum massenhaft Touristen anzieht (davon abgesehen dass Massentourismus seit Corona weitgehend tot ist).

          • @AK „In einem verarmten Mafia-Land“

            Ja eben. Das größte Problem Russlands ist seine wirtschaftliche Schwäche. Aber es kann ein reiches Land sein, alle Voraussetzungen dafür sind im Überfluss vorhanden. Rohstoffe bis zum Abwinken, riesige Flächen, gut ausgebildete Menschen. Also muss ein weiser Regent dafür sorgen, dass es diese Ressourcen auch nutzt, was offensichtlich derzeit nur suboptimal der Fall ist.

            „mit deiner Biomüsli-Einstellung, ich lach mich schlapp!“

            Die Batterien in deinem Politische-Standpunkte-Sensor sind alle. Ich bin sozialliberal bis in die Zehenspitzen. Wichtigste Aufgabe jeder Regierung ist es meiner Meinung nach, es der Bevölkerung so gut wie irgend möglich gehen zu lassen, Da du mir die Hausaufgabe gestellt hast, ein Land zu regieren, löse ich sie natürlich indem ich es in ein sozialdemokratisches Paradies verwandle auf das die Schweden neidisch wären. Sue me.

            Bio, Öko, Müsli bin ich dagegen überhaupt nicht. Das steht in krassem Gegensatz zu meinem westlich-verweichlichten Luxusliberalismus. Aus der Sicht militaristischer Amihasser sind beide Positionen sicher gleich weit entfernt, aber in ganz unterschiedlicher Richtung. Wegen deines Batterieproblems kriegst du das aber nicht mit.

            „Die Aggressionen vom amerikanischen Imperium blendest du natürlich wieder vollkommen aus“

            Ich bestreite deine Analyse, außerdem interessiert mich weder Geopolitik noch Militär. Ich würde aus meinem verweichlichten Liberalismus heraus auch nie irgendwelche kriegerischen Aktionen entscheiden. Es ist ein Tabu. Pech gehabt Keule.

            Ich würde aber meine Pflicht als Regierungschef eines für mich ja fremden Landes (über das ich deshalb viel zu wenig weiß um das zu können, weshalb ich als erstes Rücktrittt anbieten würde) so gut ausführen wie es mir nur irgend möglich wäre. Und das bedeutet aus meiner Philosophie heraus, Wirtschaft boosten bis die Augen tränen, alle an dem geschaffenen Wohlstand teilhaben lassen, und gleichzeitig liberalisieren und demokratisieren dass die Schweiz neidisch wird.

            „Russland steckt erhebliche Gelder in seine Infrastruktur“

            Davon gehe ich aus, aber es könnte sicher mehr sein wenn sie mehr Mittel hätten.

          • @El_Mocho

            „Niemand hätte Putin daran gehindert, die ganzen alten Kommunisten zum Teufel zu jagen und in Russland demokratische Verhältnisse einzuführen mit freier Presse, freien Wahlen und von der Politik unabhängigen Gerichten.“

            Ich schätze deine Meinung, aber in einem Punkt werden wir nicht übereinkommen, ich werde niemals die westlichen Oligarchien als demokratisch anerkennen, denn das sind sie nicht.

            Ihr lasst euch verarschen, wenn ihr das glaubt. Ich sehe seit Jahren, wie die Medien die Öffentlichkeit manipulieren, wie sie statt Nachrichten ihr Publikum an den meistbietenden verhökern, weil das in einem kapitalistischen System im Endstatus einfach viel lukrativer und einfacher ist, als den wirklich Mächtigen auf die Füße zu treten (deren Eigentum sie überwiegend sind).

            Unsere Gerichte sind auch nicht unabhängig, die Staatsanwälte weisungsgebunden (können damit nicht gegen die Politik ermitteln, wenn die nicht will), schau dir die CDU-Sockenpuppe Harbarth an, die ohne öffentlichen Aufschrei beim Verfassungsgericht gelandet ist oder die Susanne Baer, schau dir an, wie sie Danisch abgebügelt haben, aus Geheimdienstkreisen heraus, obwohl seine Klage uns allen genutzt hätte (Formalisierung des Prüfungsrechtes oder so) usw.

            Was du als „freie Presse“, „freie Wahlen“ und „unabhängige Gerichte“ bezeichnest, ist nur Nachgeplappere von Medienpropaganda, jeder der ein bisschen abseits steht und versucht sich unabhängig zu informieren (das muss man aktiv tun!), sieht was für eine billige Farce das ist. Allein das Totalversagen der Medien in den letzten zwei Jahren zeigt, dass Wahlokratien wie unsere nicht funktionieren, denn ohne ausgewogene Berichterstattung bleibt die Masse eben uninformiert und fällt auf jede Suggestion herein.

            In Russland gibt es übrigens auch „freie Wahlen“ und auch „freie Presse“ aber sie sind halt auch genauso manipuliert, wenn es darauf ankommt. Wie hätte denn Russland die „Deutsche Welle“ sperren können, wenn es nicht so wäre (und er hat mit der Sperrerei nicht angefangen)?

            „Dann ginge es Russland heute wirtschaftlich besser und die Nachbarn hätten keine (oder zumindest weniger) Angst vor ihnen und hätten sich auch nicht bemühen müssen, der Nato bezutreten.“

            Russland geht es wirtschaftlich nicht schlecht. Dafür dass man es sanktioniert und klein zu halten versucht, hat sich Russland sogar stark entwickelt.

            „Schließlich haben die Amis die Polen ja nicht gezwungen, da amerikanische Truppen zu stationieren, sondern sie haben darum gebeten, und zwar mit Grund, wie man heute sieht. Hat er aber nicht getan, warum auch immer.“

            Die Russen haben Polen verlassen und den Warschauer Pakt aufgelöst. War es nicht so? Wieso fühlen sich dann heute alle von Russland bedroht? Die großen nordischen Länder haben es klüger gemacht und sind neutral geblieben. Wenn jemand mit einer Keule vor deiner Tür steht, wirst du deine auch unter dem Bett hervorholen. Actio und Reactio.

            „Und was die USA betrifft so ist mir unverständlich wie man die mit Putins Russland vergleichen kann. Die Russen haben vielleicht mehr Atomwaffen, aber ansonsten haben sie nicht viel zu bieten.“

            Und das ist die Begründung dafür, dass man es bedroht?

            „Was glaubst du wie es dem in Russland ergangen wäre?“

            Dass man ihn nicht (wie Kennedy) umgebracht hat (Aufrufe dazu gab es eine Menge), lag nur daran, dass der sich schützen konnte und ein Mord, Dank seiner bewaffneten Basis, für erhebliche Unruhen gesorgt hätte. Die Rechte die US-Amerikaner (offiziell) genießen, haben wir, als Bürger von Vasallenstaaten übrigens nicht, aus amerikanischer Sicht sind wir rechtlos. Deshalb morden die ja auch überall auf der Welt herum und betreiben Foltergefängnisse im Ausland.

            „Du kennst sicher Alexej Navalny?“

            Eine medial aufgeblasene Sockenpuppe des Westens, soviel ich weiß. Solche Märtyrer gibt es haufenweise. Wenn hier Journalisten ruhiggestellt und drangsaliert werden, erfährt man hingegen nichts davon (es sei denn man konsumiert alternative Medien). Es ist die Spezialität der Dienste solche Sachen zu inszenieren, es ist die Spezialität unserer Medien sie maximal zu instrumentalisieren. Seien es diese lächerlich inszentierten „Nowitschok“-Sachen oder PussyRiot oder was auch immer. Aber wenn bei uns eine Corona-Demo zusammengeknüppelt wird: dröhnendes schweigen in den Lügenmedien, wenn AfD-Parteibüros brennen: dröhnendes Schweigen, aber wehe eine Feministin bekommt einen Drohbrief.

            „Im übrigen empfehle ich, sich etwas breiter zu informieren. Man findet immer Quellen die die eigene Position stützen, aber man sollte das nicht immer so ohne weiteres glauben, zumal in solch einem ideologisch verminten Gebiet. Mir gibt es jedenfalls zu denken dass Putin seine Unterstützer sowohl auf der äußersten Rechten wie auf der äußersten Linken findet. Wenn es gegen die USA geht sind alle dabei.“

            Breiter informieren? Keine meine Aussagen widerlegt ihr. Keines meiner Argumente könnt ihr wirklich entkräften und stattdessen kommt ihr mir mit den Märchen aus den Massenmedien, mit deren Halbwahrheiten und Propaganda.

            Jetzt mal ehrlich lieber El_Mocho, glaubst du ernsthaft, die Kriege die die USA in den letzten Jahrzehnten geführt haben (alle schön weit weg vom Heimatland) waren gerechtfertigt und notwendig und minimalinvasiv und von Vorteil für die dortige Bevölkerung?

            Glaubst du angesichts eines Snowden oder Assange an freie Presse in den USA? Angesichts der massiven Zensur bei den US-Konzernen? Glaubst du angesichts der Hetzkampagnen gegen Trump und der sehr wahrscheinlich manipulierten (und gerichtlich nicht sauber aufgearbeiteten) Abwahl an sowas wie Demokratie (die mit ihren 2 Parteien ohnehin lächerlich wäre).

            Falls du das bejahst, erübrigt sich jede weitere Diskussion. Falls du es verneinst, verstehe ich nicht, wie du denen gegenüber so unkritisch sein kannst.

          • @anorak2

            „Ja eben. Das größte Problem Russlands ist seine wirtschaftliche Schwäche. Aber es kann ein reiches Land sein, alle Voraussetzungen dafür sind im Überfluss vorhanden. Rohstoffe bis zum Abwinken, riesige Flächen, gut ausgebildete Menschen. Also muss ein weiser Regent dafür sorgen, dass es diese Ressourcen auch nutzt, was offensichtlich derzeit nur suboptimal der Fall ist.“

            Bio-Müsli-Einstellung. So eine dämliche weltfremde Plattitüde die man mal eben beim Frühstück raushaut, ohne sie ernst zu meinen (oder mit der man sich als dumm entlarvt, wenn man es tut).

            „Die Batterien in deinem Politische-Standpunkte-Sensor sind alle. Ich bin sozialliberal bis in die Zehenspitzen. Wichtigste Aufgabe jeder Regierung ist es meiner Meinung nach, es der Bevölkerung so gut wie irgend möglich gehen zu lassen, Da du mir die Hausaufgabe gestellt hast, ein Land zu regieren, löse ich sie natürlich indem ich es in ein sozialdemokratisches Paradies verwandle auf das die Schweden neidisch wären. Sue me.“

            Das zeigt nur, dass du weder was von Geldsystemen noch von Wirtschaft verstehst. Ein Land in dem nicht genug produziert wird, ist niemals ein Paradies. Produktion aufzubauen ist aber extrem schwierig, langwierig und in einem Mafialand (Schutzgelderpressung, Korruption etc.) sogar ein ausgesprochenes Kunststück. Du willst für alle das beste, aber um sowas zu schaffen, braucht man Eier aus Stahl, Putin hat die, du hingegen nicht…

            „Die Aggressionen vom amerikanischen Imperium blendest du natürlich wieder vollkommen aus“
            Ich bestreite deine Analyse, außerdem interessiert mich weder Geopolitik noch Militär.

            Bio-Müsli-Einstellung: wir lassen einfach alles weg, was uns nicht in den Kram passt (haben aber natürlich trotzdem eine feste Meinung dazu). Heisa, Friede-Freude-Eierkuchen! Kindergarten, allen gehts gut, nur ausreichend Sozialhilfe zahlen und ad hoc die Wirtschaft auf Vordermann bringen und alles ist gut! Ganz ehrlich?: es wundert mich, dass du nicht bis über beide Ohren woke bist, genauso weltfremd sind die auch.

            „Ich würde aus meinem verweichlichten Liberalismus heraus auch nie irgendwelche kriegerischen Aktionen entscheiden. Es ist ein Tabu. Pech gehabt Keule.“

            Ja und deine Freunde haben damit angefangen, denn einen blutigen regime change zu organisieren und zu finanzieren und die bewusste Unterwanderung oder Destabilisierung eines Landes, ist bereits eine Kriegserklärung. Nein, formal noch nicht, faktisch aber schon.

            „Wirtschaft boosten bis die Augen tränen, alle an dem geschaffenen Wohlstand teilhaben lassen, und gleichzeitig liberalisieren und demokratisieren dass die Schweiz neidisch wird.“

            Ja, dann mach mal. Mit deiner Einstellung schaffst du es nichtmal bis zum Vorstand eines Ortsvereins. Du hast gar keine Ahnung, wie die Welt draußen funktioniert. Ich habe auch mal so gedacht, wie du, vielleicht so als ich 14 war.

            So, das wars für heute, schon wieder viel zuviel Zeit verschwendet, verdammt.

          • @AK „Bio-Müsli-Einstellung“

            Nee das genaue Gegenteil. Müslis sind ja dagegen dass man Ressourcen nutzt, und wollen allen Askese verordnen. Ich will das Gegenteil: Alles nutzen was sich nicht wehren kann, und Luxus für alle. Wie gesagt bist du zu weit weg als dass du den Unterschied auflösen kannst.

            „Das zeigt nur, dass du weder was von Geldsystemen noch von Wirtschaft verstehst“

            Einen solchen Vorwurf könntest du mir nur machen, wenn ich auf technische Details eingegangen wäre wie ich die Wirtschaft boosten will. Das hab ich aber wohlweislich weggelassen.

            „Ein Land in dem nicht genug produziert wird, ist niemals ein Paradies“

            Hallo? Ich habe doch geschrieben „WIRTSCHAFT BOOSTEN“. Da du die Begrifflichkeit anscheinend nicht verstehst, übersetze ich das: Die Voraussetzungen schaffen, dass Produktion von Gütern und Dienstleistungen durch die Decke geht. Das ist natürlich die Voraussetzung für einen üppigen Wohlfahrtsstaat, wie ich ihn Russland gern empfehlen möchte.

            „Produktion aufzubauen ist aber extrem schwierig, langwierig und in einem Mafialand (Schutzgelderpressung, Korruption etc.) sogar ein ausgesprochenes Kunststück“

            Ich habe nicht gesagt dass es einfach ist. Aber das wichtigste Problem nicht zu lösen weil es schwer ist, den Schluss würde nur ein Schlappschwanz ziehen.

            „Du willst für alle das beste, aber um sowas zu schaffen, braucht man Eier aus Stahl, Putin hat die, du hingegen nicht…“

            Vielleicht hab ich sie ja doch, aber da wo es zählt, und dafür weniger als Kinderschreck.

            „wir lassen einfach alles weg, was uns nicht in den Kram passt“

            Wie gesagt, ich bestreite deine Analyse, weil sie offensichtlich ideologie- und rechtsextremismus-getrieben ist.

            „(haben aber natürlich trotzdem eine feste Meinung dazu)“

            Ganz im Gegenteil. Ich hab keine Ahnung wie die tatsächliche Situation ist und habe nie behauptet dass ich das durchschaue, deswegen kann ich nicht anders als dazu nichts sagen. Deine Analyse ist aber trotzdem falsch, das sieht ein Blinder mitm Krückstock auch ohne Ahnung zu haben. Also hör auf sie mir einreden zu wollen, wird nicht laufen.

            „Ja, dann mach mal. Mit deiner Einstellung schaffst du es nichtmal bis zum Vorstand eines Ortsvereins. “

            Du hast mir die Hausaufgabe gestellt Russland zu regieren, und trotz mehrfacher Weigerung meinerseits drauf bestanden. Jetzt wieder nicht, wenn dir meine Antwort nicht gefällt? Da soll einer draus schlau werden.

  12. Abwählen, diese antiamerikanische Spinnerregierung — und zwar gnadenlos! Mein Vertrauen in die Amerikaner ist da grenzenlos….. Nur die Deutschen halten an dem idiotischen Klimawandelnarrativ, das uns verraten hat, fest: sind wohl zu hohe sunken costs…..

    • Die Grünen versuchen uns jetzt zu gaslighten. Es ist ihre „Energiewende“, die uns Russland und China ausgeliefert hat und jetzt wollen sie daran auch noch festhalten!

  13. Das mit den „roten Linien“ — das war Präsident Obama, der Putin rote Linien in Bezug auf Syrien zog und seine eigenen „roten Linien“ dann missachtete und die russische Intervention zugunsten Assads einfach so hinnahm. Was dann die Vertreibung der ganzen Syrer noch beschleunigte …. Die Parallelen zur Ukraine liegen auf der Hand. Der Obama-Vize jetzt handelt ähmlich dumm, den Putin begünstigend. Was beide ferner eint, Obama und Biden ist ihre Obzession dem Iran die Atombombe zu verschaffen, mit aller Gewalt. Besonders grotesk jetzt in Wien zu „bestaunen“.

    Das dämliche Gefasel von Scholz ist in diesem Kontext kaum erträglich. Und natürlich scheisst Putin sowieso auf „rote Linien“, das hat ihn Obama gelehrt, dass man die nicht beachten braucht.

    • Hallo Herr Trittin, Ihre Kugel Eis ist unbezahlbar teuer geworden!

      Jetzt zahlt mal schön, liebe Deutsche, die ihr Grüne und SPD und die habgierige FDP gewählt habt 🙂

  14. Anbei der Link zu einem Film von einem Kriegsreporter. Da gibt es auch die notwendigen Hintergrundinformationen zu dem Konflikt. Damit kann man dann auch die entsprechenden Parallelen zum Jugoslawienkrieg und dem damit geänderten Völkerrecht ziehen. In beiden Konflikten hatte der Westen die Verschärfung provoziert und damit das Leider der Bevölkerung in Auftrag gegeben.

  15. Weil es direkt die aktuelle Politik und die Rolle der USA betrifft, eines der Puzzlesteinchen zur größten false flag unserer Zeit ist bekanntlich:

    „Further, the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor.“

    aus dem PNAC-Papier „Rebuilding America’s Defenses“. Die Clique die G.W. Bush mit an die Macht brachte, diesem Mißstand gründlich abhalf und es für zwei Kriege ausnutzte.

    Wie ich jetzt darauf komme? Weil ein Artikel über das verbrecherische Netzwerk bei der deutschen Voltaire-Seite offenbar wegzensiert wurde (dreimal dürft ihr raten warum, denn voltaire ist eigentlich nicht sehr us-freundlich). Man findet ihn aber (noch) im Archiv:
    https://web.archive.org/web/20220304012747/https://www.voltairenet.org/article215877.html

    Ich zitiere mal was eher Unverfängliches:
    „Dank der Anschläge vom 11. September setzten Richard Perle und Paul Wolfowitz Admiral Arthur Cebrowski im Hintergrund von Donald Rumsfeld ein. Dort spielte er eine Rolle, die mit der von Albert Wohlstetter während des Kalten Krieges vergleichbar war. Er setzte die Strategie des „endlosen Krieges“ durch: Die US-Streitkräfte sollten keine Kriege mehr gewinnen, sondern eine große Anzahl von ihnen beginnen und sie so lange wie möglich andauern lassen. Es ginge darum, alle politischen Strukturen der angegriffenen Staaten zu zerstören, um diese Bevölkerungen zu ruinieren und ihnen jede Möglichkeit zu nehmen, sich gegen die USA zu verteidigen [7]; eine Strategie, die seit zwanzig Jahren in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen umgesetzt wird…“

    Das ist teuflisch bösartig und doch eine der Sachen, die sie gerade nach Europa tragen und wir Idioten spielen mit…
    Allein wegen sowas wünsche ich Putin viel Glück. Die USA müssen ihre Hegemonie verlieren und ich bin zuversichtlich, dass sie das auch werden.

    • Na warten wir es ab, klingt für mich nach erstklassiger Desinformationspropaganda zur Motivation der eigenen (ukr.) Seite. Sollte Putin tatsächlich so dämlich gewesen sein, wäre ich sehr enttäuscht von seinen analytischen und planerischen Fähigkeiten. Aber wer weiß.

  16. Ach sieh an:
    „Unterstaatssekretärin Nuland [die sehr im regime change 2014 engagiert war und auf dem Höhepunkt wohl auch nach Kiew reiste] ließ Dmitro Jarosch wieder auferstehen und drängte ihn Präsident Selenskyj auf, einen von Ihor Kolomojskyj beschützten Fernsehakteur. Am 2. November 2021 ernannte er ihn zum Sonderberater des Chefs der Streitkräfte, General Valerii Zaluzhnyi. Dieser, ein echter Demokrat, weigert sich zuerst und akzeptiert schließlich. Von der Presse nach diesem erstaunlichen Duo befragt, weigert er sich zu antworten und beschwört eine Frage der nationalen Sicherheit herauf. Jarosch gab dem „weißen Führer“, Oberst Andrey Biletsky, und seinem Asow-Bataillon seine volle Unterstützung. Diese Kopie der SS-Division Das Reich wird seit Sommer 2021 von ehemaligen US-Söldnern von Blackwater geleitet [13].“

  17. Hat Russland der Ukraine überhaupt schon den Krieg erklärt?
    Frage nicht aus moralistischen, sondern aus formaljuristischen Gründen.
    Schätze nämlich nicht, weil die das ja propagandamaessig als“special operation“ einstufen.

  18. Nur um mal was von der anderen Seite zu präsentieren (könnte natürlich genauso Desinformation sein, aber wenn schon, dann sollte man die von beiden Seiten konsumieren):

    „Ich habe gestern von der Presseerklärung berichtet, die Denis Puschilin, der Chef der Donezker Volksrepublik, abgegeben hat. Dabei hat er mitgeteilt, dass Donezker Truppen einen Stab des nationalistischen „Rechten Sektor“ eingenommen haben, in dem sie Beweise für Angriffspläne gegen die Krim und den Donbass sichergestellt hätten. Als Beleg präsentierte er ein Notebook, das der NATO gehören soll und in dem Stab sichergestellt wurde.
    .
    Auf diesem Notebook sollen detaillierte Karten des Donbass und der Krim mit Informationen über militärische Infrastruktur gefunden worden sein, die von amerikanischen Aufklärungsdrohnen und Flugzeugen stammen. Laut Puschilin war auf dem Notebook ein detaillierter Plan für einen Angriff, dessen Beginn der 8. März sein sollte.
    .
    Über all das habe ich gestern berichtet und ich habe auch darauf hingewiesen, dass das kein Hirngespinst ist, denn die ukrainische Militärdoktrin sieht einen Angriff auf Russland zur Rückeroberung der Krim ausdrücklich vor. Ich werde das hier nicht alles wiederholen, Sie können all das mit allen Quellen hier nachlesen.
    Das Notebook
    .
    Ich hatte die Information aus Donezk als einer der ersten Journalisten der Welt, weil die Journalistin Alina Lipp, mit der ich befreundet bin, auf der Pressekonferenz war und mir ihr selbst gefilmtes Video davon und die Informationen sofort geschickt hat. Alina konnte die von Puschilin präsentierten Gegenstände anschauen, da sie den Journalisten gezeigt wurden.
    .
    Da sie nur ein Handy dabei hatte, hat sie sich die Fotos, die ich am Ende des Artikels veröffentliche, von einem RIA-Journalisten schicken lassen, der neben ihr stand und mit einer professionellen Kamera bessere Fotos machen konnte. Daher tragen einige der Fotos schon den RIA-Schriftzug, andere jedoch noch nicht, sie sind alle von dem gleichen Journalisten gemacht worden und sie liegen uns auch ohne RIA-Schriftzug vor.
    .
    Laut den NATO-Aufklebern auf dem Notebook gehört das Notebook zur NATO-Basis Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Das würde passen, denn auf der Basis in Geilenkirchen sind die Awacs-Flugzeuge der NATO stationiert, deren Aufgabe Luftüberwachung und Aufklärung ist.
    .
    Da die NATO behauptet, keine gegen Russland gerichtete Zusammenarbeit mit Kiew gehabt zu haben, stellt sich die Frage, wie ein NATO-Notebook mit geheimen Erkenntnissen der NATO-Aufklärung beim nationalistischen Rechten Sektor gelandet ist, der nicht einmal Teil der ukrainischen Armee ist. Leider kommt von der NATO keine Reaktion. Die NATO und die westlichen Medien verschweigen das, anstatt zum Beispiel die Echtheit des Notebooks zu bestreiten.
    .
    Ich stelle die Fotos von dem Notebook, die in Alinas Anwesenheit gemacht wurden und die sie mir geschickt hat, hiermit der Öffentlichkeit zur Verfügung. Vielleicht findet sich unter den Lesern dieses Artikels ja jemand, der sich auf dem Gebiet auskennt und mehr über die Aufkleber und die Nummern darauf weiß.“

    https://www.anti-spiegel.ru/2022/mehr-details-zu-dem-von-donezker-truppen-sichergestellten-nato-notebook/

  19. Rebuilding America’s Defenses – Sept. 2000:

    „And advanced forms of biological warfare that can “target” specific genotypes may transform biological warfare from the realm of terror to a politically useful tool.““

    Fragt euch immer, ob ihr wirklich auf der Seite der „Guten“ steht oder ob ihr nur die Bauern in einem Schachspiel seid!

      • Es spielt eine Rolle, ob du weiß oder schwarz unterstützt oder dich gar vorsorglich vom Feld machst 🙂

        Den meisten Menschen (zumindest den Deutschen) ist es zudem wichtig zu wissen, wer moralisch im Recht ist. Als Bauer ist das leider schwierig bis unmöglich herauszufinden, weil solche Konflikte in einen Nebel aus Lügen gehüllt sind, aber man sollte es wenigstens versuchen und nicht einfach der penetrantesten Propaganda hinterherlaufen. Wenigstens das sollten wir aus den letzten Kriegen gelernt haben, oder nicht?

        Ich hab mir persönlich ein Limit gesetzt: sollte sich der Konflikt ausweiten und Russland tatsächlich in Polen einmarschieren (was ich für unwahrscheinlich halte, aber Kriegsdynamik ist schwer einzuschätzen), dann werde ich einen ausgedehnten „Sabbatical“ irgendwo in einem DrittWelt-Land ohne Auslieferabkommen machen, um der Generalmobilmachung zu entgehen, ob ich den Rest der Familie mitnehme, wird von der allgemeinen Bedrohungslage abhängen.

        • Androsch,

          „Wenigstens das sollten wir aus den letzten Kriegen gelernt haben, oder nicht?“

          Die Lektion aus den letzten Kriegen war: Wenn man schon Krieg führt, sollte man ihn nicht verlieren. 😀

          „…Russland tatsächlich in Polen einmarschieren…“ dann hast Du ein Zeitfenster von vielleicht 4-5 Stunden bis der Luftverkehr in DE komplett eingestellt wird. Also für Deine Flucht in ein Trikont-Land könnte es eng werden.

          BTW: Ohne etablierte Netzwerke im Zielland ist es grundsätzlich nicht empfehlenswert in ein Trikont-Land zu fliehen.

          • „Russland tatsächlich in Polen einmarschieren…“ dann hast Du ein Zeitfenster von vielleicht 4-5 Stunden bis der Luftverkehr in DE komplett eingestellt wird.“

            Sowas in der Art befürchte ich auch, vorher macht es aber keinen Sinn, weil das noch ewig dauern kann oder ganz ausbleiben und dann ist meine Existenz in Deutschland ruiniert und ich bin pleite. Hauptsache aus dem Land irgendwie raus, vielleicht mit dem Auto nach Frankreich oder sowas, einfach wäre es sicher nicht.

            „Ohne etablierte Netzwerke im Zielland ist es grundsätzlich nicht empfehlenswert in ein Trikont-Land zu fliehen.“

            Wenn man Urlaub da machen kann, kann man auch dahin fliehen. Ich würde mich irgendwo günstig als Tourist einmieten, bis mein Geld alle ist. Im besten Fall ist die Sache bis dahin gelaufen. Ich hoffe allerdings nicht, dass ich das tatsächlich ausprobieren muss 🙂

          • Androsh dein Kommentar ist toll. Mich hält jeder für paranoid wegen solcher Ideen . Habe auch schon versucht auszuwandern, hätte genug Reserven für 3 bis 5 Jahre je nach Land, aber leider nix geklappt.

    • Noch zu den (vermeintlichen) Biowaffenlaboren, die Daten dazu stammen übrigens von US-Seiten (sind aber mittlerweile vom Netz):

      „Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums hat in einer Presseerklärung weitere Details der Forschung an Biowaffen veröffentlicht, die das Pentagon in der Ukraine betrieben hat. Darüber, dass das Pentagon die Biolabore in der Ukraine finanziert hat, habe ich schon berichtet und ich habe auch aufgelistet, um welche Labore es konkret geht. Das waren früher keine geheimen Informationen, sie wurden von der US-Regierung veröffentlicht, später dann aber wieder vom Netz genommen.

      Der Verdacht, dass die USA in den vom Pentagon kontrollierten Biolabors in der Ukraine und in Georgien illegal, also unter Verstoß gegen die Biowaffenkonvention, an Krankheitserregern forschen, ist nicht neu. Da die USA eine unabhängige Kontrolle der Labore verweigern, war das bisher nicht nachprüfbar. Nun könnte die russische Armee die Labore in der Ukraine unter Kontrolle bringen und herausfinden, woran dort geforscht wurde.

      Gestern hat die russische Armee gemeldet, dass ihr viele Dokumente in die Hände gefallen sind, die das bestätigen. Das ukrainische Gesundheitsministerium hat die Biolabore des Landes am Tag des Beginns der russischen Militäroperation angewiesen, alle Stämme von Krankheitserregern zu vernichten. Ukrainische Dokumente, die das bestätigen, hat das russische Verteidigungsministerium auch veröffentlicht. Ich habe darüber berichtet und die Dokumente verlinkt, den Artikel finden Sie hier.

      Das russische Verteidigungsministerium hat wiederholt auf die militärisch-biologischen Programme hingewiesen, die das Pentagon auf dem post-sowjetischen Gebiet durchführt.
      Unter anderem wurde in der Ukraine ein Netz von mehr als 30 biologischen Laboratorien gebildet, die sich in Forschungs-, Sanitäts- und epidemiologische Laboratorien unterteilen lassen.

      Die Analyse der Vernichtungsprotokolle zeigt, dass im Biolabor in Lwiw mit Erregern von Pest, Milzbrand und Brucellose gearbeitet wurde, in den Labors in Charkiw und Poltawa mit Erregern von Diphtherie, Salmonellose und Dysenterie. Hier einige Beispiele: 232 Behälter mit Leptospirose-Erregern, 30 mit Tularämie, 10 mit Brucellose und 5 mit Pest wurden allein in Lwiw vernichtet. Insgesamt wurden mehr als 320 Container zerstört. Die Nomenklatur und die große Zahl der Biopathogene zeugen von einer Arbeit, die im Rahmen militärischer biologischer Programme geleistet wurde.“

      China hatte das den USA auch schon vorgeworfen und stellt Forderungen diesbezüglich:
      https://www.anti-spiegel.ru/2022/china-fordert-von-den-usa-offenlegung-der-biowaffenforschung-in-der-ukraine/

      Ob die Dokumente Fake sind, werden wir wahrscheinlich nie erfahren, da keine der beiden Seiten sie unvoreingenommen prüfen kann. Dass die Labore existieren, scheint mir hingegen eine sichere Information.

      Alles sehr unappetitlich.

  20. Laien-Prognose gefällig? Wenn inzwischen jeder Schwachmat rummodelliert, will ich das auch:

    Die werden sich alle recht bald einigen. Und alle werden sich ungerecht behandelt fühlen durch die Einigung, aber Krieg, Versorgungsangst, Energiekollaps, Preise für SUV-Tankfüllungen werden der Welt zu heikel. Daher passiert Folgendes:

    Die jetzige Ukraine wird aufgeteilt und ihr Hoheitsgebeit künftig westlich des Dnepr liegen. Die beiden neuen Volksrepubliken östlich werden vom russischen Bruder mit strenger Hand befriedet und sind künftig Puffer für Russland, der gleichermaßen den Zugang zu anderen wichtigen Regionen gewährleisten.
    Die Rest-Ukraine verzichtet auf eine Nato-Mitgliedschaft, würde aber natürlich gerne EU-Mitglied werden. Das wird aber nur möglich sein, wenn entweder die EU künftig ein Auftreten als Kriegsmacht ausschließt oder die Ukraine entmilitarisiert wird. Schließlich hat Flinten-Uschi in Namen der EU schon Waffen bestellt.

    Dann werden sich die Russen entsprechend zurückziehen. North Stream 1 wird durch 2 ersetzt, weil 1 technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist.

    Die ZDF-Rentner werden beginnen, ihre im Keller gehamsterte Flasche Wasser zu trinken und die Dosen-Ravioli aufzuessen. Das Haltbarkeitsdatum der Jodtabletten wird ablaufen und der Stoff künftig ins Impfprogramm für die Bevölkerung aufgenommen. Denn schon im nächsten Frühjahr könnte ja wieder ein Krieg kommen.

    Dann ist Ende April. Die Tage werden nach dem vergangenen zu kühlen und zu nassen Frühjahr sehr heiß werden. Es wird sich anfühlen, als wenn das Klima verrückt spielt. Der Kleber an den Händen der „letzten Generation“ wird sich mit dem Teer von der Autobahn ablösen. Mehr Ende geht nicht. Das Ende ist so nah.

    Dann kommen wieder Herbst und Winter – ganz sicher. Und da werden wir uns artig auf der Impfstraße treffen. Wer weiß? Vielleicht umringt von Mitgliedern der Deutschen Streitmacht in nagelneuen Uniformen und mit blitzenden Waffen. Für 100 Mrd. bekommt man da schon einiges.

    • Na hoffen wir es, ich sehe keine Entspannung. Es ist ähnlich wie bei Corona, umso absurder es wird, umso mehr steigern sich alle rein und beharren auf ihrer Position, statt mal der Gegenseite zuzuhören und deren Sichtweise auch zu berücksichtigen. Und dieser ganze Cancel-Blödsinn breitet sich auf alles aus, russische Kultur, russische Zuwanderer, russische Geschäfte usw. die reißen gerade alle Brücken ab, egal wie schädlich das für uns ist. Das wird für viele hier noch ein böses Erwachen geben, die Realität kann sehr viel härter werden, als die selbstgerechten Twitter-Blasen und die verlogene Propaganda suggerieren. Aber es ist offensichtlich dringend nötig, die Leute mal wieder zu erden (den Lichtbogen bei Alex würde ich gerne sehen 🙂 ).

      Ich will auch mal eine Prognose wagen: wenn ich Recht habe und die USA wollen den Zankapfel Ukraine am Leben erhalten, wird er uns so lange beschäftigen, bis Putin das Land komplett eingenommen hat (hoffentlich bald). Wenn er Kiew hat, wird er sich sowieso auf keine Verhandlungen mehr einlassen (müssen), schätze ich. Dann bleiben all die Sanktionen.

      Anders als unsere Medien das darstellen, gehe ich nicht davon aus, dass Putin zu Kreuze gekrochen kommt. Die Russen sind im Notfall Selbstversorgen (eben WEIL sie in der Fläche noch so primitiv aufgestellt sind). So lange die Nato keinen Krieg erklärt (was unser Ende wäre), werden wir dahinsiechen, in dem Versuch die russischen Rohstoffe zu substituieren (noch liefern die Russen m.W. aber es ist nicht mehr erwünscht, befiehlt der Hegemon). Die Russen aber werden umschwenken, da sie von China sowohl mit Devisen gegen den geimeinsamen Feind versorgt werden, wie sich auch gegenseitig mit Rohstoffen und Technik helfen. Dagegen können die Amerikaner wiederrum wenig tun, weil sie sich auch von China abhängig gemacht haben.

      Bei uns könnte die bewusst herbeigeführte Rohstoffverknappung zum lange überfälligen Finanzcrash führen oder zu einer immer stärker galoppierenden Inflation.

      Bei dem Konflikt haben alle Seiten hoch gepokert, wer am Ende als Gewinner daraus hervorgeht, ist noch nicht absehbar (wir in Deutschland ganz sicher nicht), aber ich schätze mit der unilateralen Weltordnung ist erstmal Schluß. Zumindest das ist positiv, wenn der WEF-Schwab sich mit seinen kranken Phantasien durchsetzt, können wir wenigstens auswandern, auch wenn mich Sibierien nicht besonders reizt…

      • Sibirien im Sommer ist sicher geil. Im Winter eher nicht.

        bis Putin das Land komplett eingenommen hat (hoffentlich bald). Wenn er Kiew hat, wird er sich sowieso auf keine Verhandlungen mehr einlassen (müssen), schätze ich.

        Ich vermute, Putin will Kiew gar nicht „erobern“, sonst hätte der das schon lange gemacht und die Fahne auf dem Rathaus gehisst. Der wird im Westen der Ukraine solange das Militär erledigen und Städte belagern, bis eine Einigung erzielt ist. Dann wird er sich hinter den Dnepr zurückziehen und versuchen zu stabilisieren.

        Die Mär, Putin wolle mit einer konventionellen Streitmacht ausziehen, um die Welt zu erobern, finde ich abwegig. Das würde auch die Nato nicht machen. Die will einfach nag-nag-nag ihren Einflussbereich ausweiten, was sie ja auch schon ordentlich getan hat. Jetzt sind sie Russland halt zu sehr auf die Pelle gerückt, so dass nun ein Pfeiler eingeschlagen wird.
        Mit etwas Glück könnte die Region nach einer Einigung erheblich friedlicher werden als vor der Kriegsbeteiligung Russlands.

        • „Ich vermute, Putin will Kiew gar nicht „erobern“, sonst hätte der das schon lange gemacht und die Fahne auf dem Rathaus gehisst. Der wird im Westen der Ukraine solange das Militär erledigen und Städte belagern, bis eine Einigung erzielt ist. Dann wird er sich hinter den Dnepr zurückziehen und versuchen zu stabilisieren.“

          Möglich. Ich schätze die Situation aber anders ein, mal sehen, wer Recht hat 🙂

          Ich vermute die Russen hatten tatsächlich sowas wie einen (möglichst unblutigen) Blitzkrieg vor, der irgendwie nicht funktioniert hat, also fahren sie Plan B, umständlich, länger, teurer, blutiger, aber unvermeidbar, wenn sie die Ukraine wieder als Pufferzone wollen. Meiner Ansicht nach fahren die USA aber bereits Plan B, „best case“ wäre gewesen, die Ukraine komplett zu gewinnen und hochzurüsten, wenn sie das nicht schaffen, werden sie den Russen wenigstens maximalen Schaden zufügen (ohne sich selbst dabei allzuweit aus dem Fenster zu lehnen), denn das Schicksal der Ukraine ist ihnen im Prinzip genauso vollkommen Wurscht, wie das Schicksal all ihrer Vasallen, es geht da erfahrungsgemäß vor allem um Macht… also rüstet man die total unterlegene Ukraine unter der Hand auf, um für Russland die Kosten hochzutreiben (das beobachten wir gerade). Warum sollten die Amerikaner ernsthaft verhandeln wollen? Sie gewinnen dadurch ja nichts (und die EU steht Gewehr bei Fuß, Deutschland ohnehin)

          „Die Mär, Putin wolle mit einer konventionellen Streitmacht ausziehen, um die Welt zu erobern, finde ich abwegig.“

          Die Welt sowieso nicht, aber den ehemaligen Ostblock vielleicht. Andeutungen in die Richtung gibt es schon, schwer zu gewichten. Das wird wohl davon abhängen, wie sie das Kräftegleichgewicht, die nukleare Bedrohung und Gesamtsituation einschätzen. Da ist wahrscheinlich noch alles offen.

      • Vielleicht wird mein Kind in zehn Jahren in seiner Geschichts-Abi-Klausur das Thema erörtern:
        „Friedenstiftende Auswirkungen patriarchaler Entschlusskraft am Beispiel von Trump und Putin“
        😳

  21. https://www.welt.de/politik/ausland/plus237403735/Putin-Verliert-er-den-Krieg-in-der-Ukraine.html

    „Viele westliche Militärstrategen sind überrascht, wie schlecht der russische Angriff geplant und ausgeführt wurde. Laut Aussagen von Kriegsgefangenen hat die militärische Führung die russischen Soldaten bis zuletzt über den Krieg im Dunkeln gelassen. … Putin hat aber offenbar die Kampfkraft der ukrainischen Armee unterschätzt – und den Willen der Bevölkerung, für die eigene Freiheit einzutreten.

    Westliche Offizielle berichten, dass russische Soldaten ihre Fahrzeuge sabotieren, um nicht an der Front kämpfen zu müssen. Die schlechte Moral der russischen Truppen scheint denn auch ein weiterer Grund für die Erfolge der Ukraine zu sein.

    „Die russischen Kräfte zeigen alle Anzeichen für eine Armee in Unordnung – überall außer im Süden wird ihre Logistik buchstäblich in Stücke geschossen, ihre Kommunikations- und Kommandosysteme sind geschwächt und ihre Truppen sind demoralisiert und ergeben sich“, schreibt der angesehene Experte für Kriegsstrategie und ehemalige Leiter der Fakultät für Kriegsstudien am King‘s College in London, Lawrence Freedman.

    Warum die russische Armee deutlich schlechter aufgestellt ist als vermutet, führen manche Kreml-Kenner auf die tiefgehende Korruption zurück, die Staat und Gesellschaft in Russland durchzieht.

    „Der Kreml hat die vergangenen 20 Jahre versucht, sein Militär zu modernisieren. Vieles von diesem Budget wurde gestohlen und für Mega-Jachten in Zypern ausgegeben“, schreibt der ehemalige russische Außenminister Andrej Kosyrew auf Twitter. „Aber als Militärberater kann man so etwas nicht dem Präsidenten melden. Deshalb haben sie Lügen weitergegeben. Ein potemkinsches Militär.“

  22. Oh, weil der Westen behauptet, so vom russischen „Überfall“ überrascht worden zu sein, Putin sei total irrational usw. blablabla… das sagte Biden 1997:
    «… Ich denke, dass die Aufnahme der baltischen Staaten kurzfristig die größte Konsternierung hervorrufen würde, was nichts mit dem Verdienst und der Bereitschaft des beizutretenden Landes zu tun hätte, und zwar im Hinblick auf die Beziehungen zwischen der NATO zu Russland und USA zu Russland. Und wenn es jemals etwas gäbe, welches das Gleichgewicht im Sinne einer heftigen und feindseligen Reaktion – ich meine nicht militärisch – in Russland kippen könnte, dann wäre es das. Und so betrachte ich das Kalkül hier «

    Unsere Gespräche brachen ab, wie…(nicht hörbar). Sie (die Russen) sprachen darüber, dass sie diese NATO-Erweiterung nicht wollten. Sie wussten, dass dies nicht ihren Sicherheitsinteressen entspricht – immer wieder und sie sagten: «Gut und wenn ihr das macht, könnten wir uns an China wenden». Und ich konnte nicht anders, als den umgangssprachlichen Ausdruck für mein Land zu benutzen, indem ich zu Sjuganow* sagte: Viel Glück in Ihr erfahrenes Ohr. Ich kann dazu nur sagen: Viel Glück! Und wenn das nicht klappt, versuchen Sie es doch mit dem Iran – (grosses Gelächter im Publikum). Ich meinte es ernst. Ich habe das zu ihnen (den Russen) gesagt, und sie wussten es – ich wusste es. Sie wussten, wie jeder es wusste, dass das keine Option ist, und jeder weiß, dass jeder dieser Führer das anerkennt, braucht und dass es sie ärgert. Aber sie müssen – sie müssen nach Westen schauen. Und die Frage ist, wo dies entworfen ist, um sie komplett auszuschließen, aber nicht…“

    und

    Da sieht man auch schön den Zeithorizont, den der tiefe Staat hat, da geht es nicht um „diese Regierung ist aber jetzt eine andere“, selbst ein Präsident wie Trump kann sich dem kaum entziehen (wobei der sich bei NS2 auch nicht mit Ruhm bekleckert hat).

  23. Einige News von Thomas Röper (der wohl in Sankt Petersburg lebt). Das russische TV hat wohl in einem Interview den Grund veröffentlicht, weshalb Putin zur erhöhten Alarmbereitschaft der Atomstreitkräfte aufgerufen hat (was sowieso nur ein Signal ist, in einem solchen Konflikt dürften die immer auf erhöhter Stufe sein):

    „Über diese Passage des Gesprächs Putins mit den Frauen aus der Luftfahrt hat das russische Fernsehen nun berichtet. Putin sprach dabei über eine Aussage der britischen Außenministerin Truss, die sich bereits durch ihre ausgeprägte Inkompetenz und Dummheit (sorry, aber anders kann man das nicht ausdrücken) einen Namen gemacht hat, Details finden Sie hier. Diese Dame war der Grund für die Erhöhung Alarmbereitschaft der russischen Atomstreitkräfte. Putin sagte dazu:

    „Ihr ist herausgeplatzt, dass die NATO in den Konflikt verwickelt werden könnte. Und niemand hat ihr widersprochen. Die Frau ist Außenministerin. Niemand hat diese Aussagen bestritten. Hätte uns doch nur irgendjemand irgendetwas dazu gesagt, wie: „Das ist ihre persönliche Meinung, beachtet sie nicht“ Niemand hat irgendetwas gesagt. Und was sollten wir dann davon halten, na ja, was sollten wir darüber denken? Natürlich haben wir das als Signal verstanden.

    https://www.anti-spiegel.ru/2022/warum-putin-die-atomstreitkraefte-vor-einigen-tagen-in-erhoehte-alarmbereitschaft-versetzt-hat/

    Im durchverblödeten Frauenquoten-Westen hat man diese diplomatische Petitesse vermutlich gar nicht zur Kenntnis genommen, ich meine, wer eine wie Baerbock nach Moskau schickt, zeigt ja damit, dass er nicht ernst genommen werden will (oder den Gegner nicht ernst nimmt), aber in diplomatischen Kreisen zählen schon winzigste Äußerungen und Andeutungen und können fatale Konsequenzen haben…

  24. „Wir können auch einmal frieren für die Freiheit“

    https://www.welt.de/vermischtes/article237436427/Gauck-bei-Maischberger-Wir-koennen-auch-einmal-frieren-fuer-die-Freiheit.html

    Die einen dürfen frieren und hungern, die politusch Verantwortlich aber sind davon ausgenommen — die dürften ihren politiuschen Grössenwahn mit der „Energiewende“ weiter – und beschleunigt – fröhnen. Was für ein heuchlerischer Pfaffe der Gauk doch ist …. Das übliche Wasser predigen und dann Wein trinken.

  25. „Actions of Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel and Heiko Maas should be legally investigated. Conspiracy against peace in interests of a foreign power is likely“

    • Vielleicht wars auch einfach Hochverrat

  26. ohne Worte

      • Und die Realität dazu:

        Alles so eine Katastrophe wie schon in Afghanistan.

  27. Das Hochverräter-Narrativ vom „menschengemachten Klimawandel“ ist noch viel überholter als das Gendern. Kommt ja von in etwa den gleichen Leuten ….. Die – quelle surprise – regelmässig auch immer Marxismus und Kommunismus gut finden …..

    • Die mussmassliche globale Hungersnot demnächst und die Begünstigung und Ermöglichung des russischen Angriffskriegs ist auch noch dem Sündenregister der Grünen, bzw den Verbreitern des Klimawandel-Narrativ zuzurechnen. Vergesst nicht ihre Namen, das ist zu ihrer Schande für die Geschichtsbücher!

  28. Die Leute gehören vor Gericht gestellt, die uns den Russen ausgeliefert haben, vor allem und zuerst Schröder, Steinmeier, Merkel und Scholz.

    Jetzt ist die Energieabhängigkeit Fakt, da kann man nichts mehr machen. Es wäre töricht, die Lieferungen von uns aus zu stoppen.

    Das einzige, was die Bundesregierung hier noch leisten könnte und müsste ist Russland den Krieg zu erklären. Das wäre auch ganz im deutschen Eigeninteresse, als Führungsmacht Europas und weil wir ohnehin die nächsten sein werden, die Putin angreifen wird.

    Doch das wird Blut, Schweiss und Tränen kosten und daher wird man sich feige hinter dem Motto „nie wieder Krieg“ verstecken. Bis einen der einholt.

  29. Since the end of the Cold War, American and Western strategy has sought to tame China and Russia through inclusion in the international system. If we could entice China and Russia, so the theory went, to cooperate when it came to threats to the global commons and induce them to join international institutions such as the World Trade Organization, both nations would be obliged to play by the same rules that restrain democracies. And if over time the West traded with Russia and China to make their countries more prosperous, then a middle class would emerge demanding more freedoms at home.

    This strategy has failed. Chinese and Russian elites grew fabulously wealthy and used their wealth to corrupt Western democracies. America and Europe grew dependent on Chinese manufacturing and investment and on Russian energy and natural resources. All the while, both countries have eroded the international institutions the West had hoped would constrain them.

    https://www.commentary.org/articles/eli-lake/american-international-relations-russia-china/

    Die wichtigste und beste Idee: die UN links liegen lassen und irrelevant machen:

    “ …. America and its allies should issue an ultimatum: It’s us or Russia. If the UN cannot or will not demote Russia’s status, then the West should undertake to build an alternative to the United Nations that excludes Russia and eventually China.“

    Zur ökonomischen Loslösung von China (und Russland):

    „Economic separation also demands a strategy to address China’s and Russia’s control of the global market for rare earth minerals and metals.“

    Deshalb ist Festhalten an der „Energiewende“ ab jetzt nichts anderes als willentlicher Hochverrat am Bündnis der westlichen Demokratien gegen die Achse China-Russland!

    Und natürlich:

    Energy independence and new supply chains are two crucial elements when it comes to protecting the free world’s economies from China and Russia. But the West also has to prepare for the prospect of military confrontation. Here, the goal should be both deterrence and resilience.

    This means, first, that America should prepare for the possibility that China and Russia will launch European and Pacific wars at the same time. …..

    Ein ganz hervorragende Sammlung an guten Ideen, wie der Westen seine Ideale verteidigen und zum Sieg führen kann.

  30. Weil ja immer noch die Russen als die Bösen gelten und die Amerikaner nur reagieren (bzw. ihre Vasallen an die Front schicken):

    „Die Bereitstellung tödlicher Hilfe für die Ukraine würde die größte Schwachstelle Russlands ausnutzen. Eine Aufstockung der US-Militärwaffen und -beratung für die Ukraine müsste jedoch sorgfältig abgewogen werden, um die Kosten für Russland zu erhöhen, wenn es sein bestehendes Engagement aufrechterhält, ohne einen viel größeren Konflikt zu provozieren, in dem Russland aufgrund seiner Nähe erhebliche Vorteile hätte.“

    oder auch nett, besonders wenn man dann die Propaganda vom zurückgebliebenen Russland dagegenhält:

    „Die Förderung der Auswanderung qualifizierter Arbeitskräfte und gut ausgebildeter junger Menschen aus Russland ist mit geringen Kosten und Risiken verbunden und könnte den Vereinigten Staaten und anderen Aufnahmeländern helfen und Russland schaden, aber alle Auswirkungen – sowohl die positiven für die Aufnahmeländer als auch die negativen für Russland – wären nur schwer zu erkennen, es sei denn über einen sehr langen Zeitraum. Diese Option hat auch eine geringe Wahrscheinlichkeit, Russland zu erweitern.“

    Eine Studie von 2019 der sympathischen RAND-Cooperation (eine dieser US-Denkfabriken):
    Titel: „Overextending and Unbalancing Russia
    Assessing the Impact of Cost-Imposing Options“

    https://www.rand.org/pubs/research_briefs/RB10014.html

    Die Leute wollen immer nicht glauben, wie die Psychopathen in den Hinterstuben denken und analysieren. Aber da geht es nie um Moral und Menschen, da geht es nur und ausschließlich um MACHT. Und sie schrecken nicht davor zurück anderen Ländern massiv und absichtlich zu schaden, nein, DIE STELLEN DIE ANALYSEN AUCH NOCH ONLINE! So sehr fühlen die sich im Recht! Und können sie natürlich, denn unsere Lügenmedien wissen genau, was von ihnen erwartet wird und die Mehrheit der Leute informiert sich nicht selbstständig… Aber versetzt euch mal in einen Putin, der kann das genauso lesen wie wir!

    • „Weil ja immer noch die Russen als die Bösen gelten“

      Tja, auf welcher Seite du steht ist ja sonnenklar. Genau deshalb kann Putin sich den Krieg leisten, weil er ein Heer treuer Verbündeter im Westen hat, ganz besonders in Deutschland.

    • @Alex
      „… weil er ein Heer treuer Verbündeter im Westen hat, ganz besonders in Deutschland.“

      Na ja, so viele sind das jetzt nicht mehr. Fast alle verurteilen zumindest Putins Einmarsch in die Ukraine!

      PS: Bist du nicht auch so eine Putinpuppe? Immerhin lehnst du mW den Öl- und Gasboykott gegen Russland ab! Beweis erbracht! Gib‘s zu, du bist enttarnt! 😉

  31. Der Spiegel: Sturmgeschütz immer zuverlässig gegen die Demokratie und die USA …….

  32. „Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Bundespolizei, Heiko Teggatz, wirft der Innenministerin vor, aus den Fehlern von 2015 nichts gelernt zu haben.“

    „Ein grosser Anteil der aus der Ukraine Geflüchteten besitzt keine ukrainische Staatsangehörigkeit.“

    Die selbsterklärte Antifaschistin Faeser (sollte verdächtig sein, nachdem sich Putin als lupenreiner Antifaschist herausgestellt hat!) spielt hier absolut keine rühmliche Rolle.

    „Wir befinden uns nach wie vor im Kontrollverlust. Ich kann nur appellieren, stationäre Grenzkontrollen einzuführen. Sonst wissen wir nicht, wer ins Land kommt, und riskieren beispielsweise auch, russischen Spionen den roten Teppich auszulegen.“

    • „Ein grosser Anteil der aus der Ukraine Geflüchteten besitzt keine ukrainische Staatsangehörigkeit.“

      Das fehlte ja gerade noch! Aber Schwarze Schafe gibt‘s leider in allen Kulturen zur Genüge…

      Diejenigen ohne ukrainischen Pass sollte man eher abweisen. Sofern sie nicht glaubhaft machen können, dass sie ihn in der Eile verloren oder vergessen haben und kein anderer Pass gefunden wird (außer es ist derjenige des Landes, in das sie einreisen wollen, versteht sich).

  33. Schwesig, Stegner, Kühnert und wie sie alle heissen fliehen hofffentlich auch noch nach Russland?

  34. Die Energiewende ist zu 100 % auf Russland und vor allem CHINA zurechtgeschnitten. Da kommen nämlich diese unverzichtbaren Seltenen Erden her. Offenbar überhaupt kein Problem für all die Grünen, EU-ler und Fans vom Klimawandel ….

  35. Na logisch, dass die Türkei ihre Grossmachtphantasien in der Allianz zusammen mit Russland verwirklicht sieht und bis zuletzt so tun wird als stehe sie auf der Seite der Nato-Länder ….

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