29 Gedanken zu “KLARTEXT: Aufstand auf der Autobahn – Wie viel Demo ist erlaubt?

  1. In einem demokratisch-sozialen Gemeinwesen würden Aufständische, die vorsätzlich die Infrastruktur angreifen und damit Gefahren für komplett Unbeteiligte auslösen, angemessen bestraft – und vor allem aus dem Verkehr gezogen.

  2. Ich finde, rein moralisch gibt es ein Recht auf passiven Widerstand. Autobahnblockaden gehören noch dazu. (Krankenhauseingänge zu blockieren ginge zu weit.)
    Gleichzeitig befürworte ich es, dass der Rechtsstaat solche Blockierer angemessen bestraft. Eine Geldbuße fände ich in der Regel angemessen.

    Wer bereit ist, die Konsequenzen zu tragen, soll mag solche Protestformen ausüben. Der Rest der Bevölkerung wird entscheiden, ob das Anliegen es rechtfertigt. Wird der Gegenwind zu groß, werden die Protestler irgendwann aufgeben. Von daher verstehe ich nicht, weshalb der Depp im Video nicht einfach gesagt hat: Ja, wenn den anderen ihr Anliegen so wichtig ist, sollen sie halt auch ihre Vorstrafe riskieren.

    • Ich finde, rein moralisch gibt es ein Recht auf passiven Widerstand. Autobahnblockaden gehören noch dazu.

      Aber gegen was genau leistet man denn Widerstand, wenn man Autobahnen blockiert?

        • Warum nicht gegen Atmen oder Duschen. Das private Verhalten anderer Menschen zu behindern geht nicht, und wenn es dafür nur Geldbußen gibt läuft es darauf hinaus dass Reiche armen Leuten auf der Nase rum tanzen.

          Es müsste also schon Knast geben, und für Ökos mindestens 30 Jahre. Wenn’s Schwaben sind, 50 Jahre.

          • „läuft es darauf hinaus dass Reiche armen Leuten auf der Nase rum tanzen“

            Das kriegen die seit Menschengedenken ohne Demos sehr viel besser hin. Passiver Widerstand und das Riskieren von Sanktionen sind traditionell ein Mittel der armen Leute. Ob in Indien (Ghandi), der DDR, bei den Gelbwesten in Frankreich oder bei den Truckern in Kanada – willst Du ernsthaft behaupten, da demonstrierten bzw. demonstrieren Reiche zu Lasten der Armen? Dass junge Millionärskinder auch mal dabei sind, ist und bleibt die Ausnahme.

          • „Passiver Widerstand und das Riskieren von Sanktionen sind traditionell ein Mittel der armen Leute.“

            Lenk nicht ab. Deine Klimaspinner sind Reiche, normale Menschen interessieren sich doch dafür gar nicht. Diese weltfremden Ökoschnösel sind das Paradebeispiel für Wohlstandsverwahrlosung. Und die Opfer sind Normalbevölkerung, sowohl bei diesen Behinderungsaktionen direkt wie auch bei der Politik die diese Ökoschnösel fordern. Wenn man als einzige Sanktion milde Geldbußen dafür hat, folgt daraus dass die Reichen schmerzfrei anderen in die Fresse hauen können. Und das geht nicht, die müssen hart spüren dass sie zu weit gehen. Deshalb Knast.

            „Ob in Indien (Ghandi), der DDR“

            Das damit gleichzusetzen ist frech.

          • „Deine Klimaspinner sind Reiche“

            Überproportional, möglicherweise, aber nicht einmal mehrheitlich.

            „normale Menschen interessieren sich doch dafür gar nicht“

            Falsch. Ich bin normal in deinem Sinne, und interessiere mich dafür. Ich kenne jede Menge weitere solche normalen Leute.

            „wie auch bei der Politik die diese Ökoschnösel fordern… die müssen hart spüren dass sie zu weit gehen. Deshalb Knast.“

            Hier tritt dein eigentliches Motiv zutage, absurd lange Gefängnisstrafen zu fordern.

            „Das damit gleichzusetzen ist frech.“

            Weil einzig du entscheiden möchtest, welcher Protest legitim ist. Es geht aber nicht darum, was legitim ist. Darauf werden sich die verschiedenen Parteien nämlich nie einigen. Ein Protest, den die Regierung für angebracht hält, ist überflüssig.

          • „Weil einzig du entscheiden möchtest, welcher Protest legitim ist.“

            Wenn mir Leute an den Karren fahren. Wenn sie nur sagen was sie denken ist mir das egal. Wenn sie mich nötigen, aussperren, einsperren, mich an meinem Leben hindern, mir etwas wegnehmen, mich gefähren, ist Schluss mit lustig. Keine Akzeptanz, kein Verständnis, keine Kompromisse. Nur hart dagegen.

            Dass Ökos an die bescheuertste Ideologie seit Flacherdlern glauben und arrogante Arschgeigen sind ist zwar auch wahr, aber nicht der Grund warum ich das schroff ablehne. Die könnten das tollste und beste wollen, aber nicht mit solchen Mitteln, No go.

          • „„Weil einzig du entscheiden möchtest, welcher Protest legitim ist.“

            Wenn mir Leute an den Karren fahren. Wenn sie nur sagen was sie denken ist mir das egal. “

            Wie denkst du eigentlich über den Trucker-Aufstand in Kanada?

            Gerade hier zeigt sich übrigens, dass die Reaktion des Staates schlimmer sein kann als der Protest selbst (auch wenn man ihn ablehnen sollte)! Schließlich sollen nicht nur den protestierenden, sondern auch Unterstützern die Konten gesperrt werden und dergleichen, was einen leicht auf die Straße befördern kann, bedenkt man, dass nahezu jeder Arbeitgeber ein Konto fordert und dass die Regierungen das Bargeld abschaffen wollen. Wenn letzteres Wirklichkeit wird, könnte man ja nicht mal mehr oder kaum noch betteln… Willkommen im westlichen Sozialkreditsystem…

        • Aber er will doch gegenüber der Regierung etwas erreichen. Dann müsste er doch gegen diese in irgendeiner Form passiven Widerstand leisten und nicht gegen Autofahrer.

          Und vielleicht sollte ich auf der Arbeit auch mal passiven Widerstand leisten 😀

          • Widerstand bedeutet, das dieser auch bemerkt wird. Eine Demonstration, die keiner bemerkt, erreicht nichts. (Frag mal die hunderttausenden Corona-Spaziergänger.) Und jede (größere) Demonstration ist auch immer eine Behinderung des öffentlichen Lebens.

            Gegenüber der Regierung kann man direkt eh herzlich wenig machen. Ob es nun klug ist, Autofahrer zu behindern, sei dahingestellt. In gewisser Weise ist das aber auch eine Nagelprobe für die Protestform: Wird sie von der Gesellschaft akzeptiert oder gar unterstützt, obwohl sie die Gesellschaft behindert, ist das Ziel der Protestierer offensichtlich ein weithin anerkanntes.

          • „Widerstand bedeutet, das dieser auch bemerkt wird. Eine Demonstration, die keiner bemerkt, erreicht nichts.“

            Ja ist halt Pech dann. Es gibt kein Recht darauf, bemerkt zu werden, und ganz sicher kein Recht darauf andere zu nötigen.

          • Erzähl das den Montagsdemonstranten in der DDR, Ghandi und seinen Anhängern, den Gelbwesten, den Truckern in Kanada… die Lösung von asymmetrischen Konflikten (viel Macht vs wenig Macht) kann nicht reibungsfrei verlaufen, und wird ganz sicher nicht erfolgen, wenn nur eine Seite, nämlich die mit Macht, die Regeln vorgibt.

          • „Erzähl das den Montagsdemonstranten in der DDR“

            Die Montagsdemonstranten in der DDR haben nichts Illegales getan und haben niemanden zu irgendwas genötigt. Im Gegenteil haben sie ihren Mitbürgern Möglichkeiten eröffnet. Sie haben nur friedlich ihre Meinung gesagt. Ihr Erfolg beruhte darauf dass sie so enorm viele waren, dass sie ein bis dato faktisches Tabu brachen und der Staat darauf gar keine Reaktion parat hatte, und dass die Staatsmacht schwach und bereits voller Selbstzweifel war (zum Glück). Das mit diesen Ökoschnöseln gleichzusetzen ist wirklich nicht nett.

          • „Die Montagsdemonstranten in der DDR haben nichts Illegales getan“

            Ich möchte wetten, das sah die Staatsführung der DDR damals anders. In einem Punkt stimmt unser Urteil aber wahrscheinlich überein: Die „Ökoschnösel“ von heute müssen tatsächlich deutlich weniger fürchten als die Demonstranten damals. Das möchte ich auch gar nicht gleichsetzen.

          • „Ich möchte wetten, das sah die Staatsführung der DDR damals anders.“

            Verfassung der DDR von 1968:

            „Artikel 27
            1 Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht, den Grundsätzen dieser Verfassung gemäß seine Meinung frei und öffentlich zu äußern.“

            „Artikel 28
            1 Alle Bürger haben das Recht, sich im Rahmen der Grundsätze und Ziele der Verfassung friedlich zu versammeln.“

            Sie haben mit Sicherheit niemandem was weggenommen, niemanden behindert, genötigt oder gefährdet. Das ist bei den Ökoschnöseln anders, die begehen Nötigung, gefährden Existenzen und provozieren Gefahren.

          • Die Sprecherin der Sekundenkleber-Aktivisten macht jetzt erstmal Skiurlaub mit ihren Eltern.

  3. In London haben Typen von „Extinction Rebellion“ die U-Bahn sabotiert und wurden dafür verprügelt.

    Diese Klimadeppen sind hier wie dort weltfremde arrogante Oberschicht-Schnösel, die der Normalbevölkerung Vorschriften machen wollen. In einem TV-Beitrag aus Berlin hat einer von denen gesagt, dass er selbstloserweise auf 1000 EUR Einkomen pro Tag verzichtet für diese Aktion. Wenn das stimmt hat er also ein Monatseinkommen von 30.000, und seine größte Sorge im Leben ist ist dass in 20 Jahren schlechtes Wetter sein könnte. Damit hält er sich für berechtigt, anderen Menschen das Leben schwer zu machen. Ich sehe es nicht für legitim an, diese überheblichen Spinner mit Protesten gegen Ausbeutung und Ungerechtigkeit in einen Topf zu tun.

  4. What a jerk. Die Migration wurde ganz und gar nicht durch Klimaprobleme verursacht (die es auch nicht ansatzweise im behaupteten Ausmaß gibt), sondern vor allem durch Push-Faktoren wie die US-Kriege im nahen Osten, und Pull-Faktoren wie unseren (zumindest aus Sicht der Migranten) üppigen Sozialstaat und das minimale Risiko, wieder abgeschoben zu werden. Die Migration ist von oben gewollt. Die Leute machen sich nunmal auf den Weg, wenn die Lebensmittel in den heimatnahen Flüchtlingslagern knapp werden, weil die Gelder der bisher unterstützenden Staaten halbiert werden, wie 2015 geschehen.
    Diese Oberklasse-Bürgersöhnchen haben gut reden, anderen Verzicht zu predigen, Verzicht, den sie selber nie erleiden müssen. Ich für meinen Teil, wenn ich zwischen Überfluss und Mangel zu wählen habe, wähle den Überfluss. Sozialisten wollen uns den Überfluss als ein Problem verkaufen, und den Mangel, den sie nur produzieren können, weil Sozialismus immer so ausgeht, als Vorteil. Wie immer, eine Umwertung der Werte.
    Dieser Typ merkt nicht, dass er nur ein nützlicher Idiot und die fünfte Kolonne der globalistischen Klasse ist, die inzwischen es nicht mehr für nötig hält, eine Illusion von Fassadendemokratien aufrechtzuerhalten, sondern jetzt zu offener Repression übergeht. Kanada ist nur der Anfang, wenn wir uns nicht endlich massiv dagegen wehren. Eigentlich, wenn er auch nur halbwegs intelligent wäre, könnte er merken, dass er nur das Geschäft der Milliardäre wie Gates, Soros und Schwab betreibt, denn wenn er eine Gefahr für die Mächtigen wäre, würden seinesgleichen nicht von Regierungen hofiert und beklatscht und auf Konferenzen eingeladen werden, sondern wie die kanadischen Tucker von der Straße gefegt. Da kann man sehen, wie die ach so liberalen Demokratien mit Leuten umgeht, die wirklich eine Gefahr für die Agenden der Reichen und Mächtigen sind.

  5. Mein Gott ist der Junge „Aktivist“ verblödet. Wohlstandsverwahrlosung at its best.

    Und die Flut im Ahrtal ist nicht durch den Klimawandel passiert sondern durch Grüne Umweltpolitik die den Hochwasserschutz vernachlässigt und das in einem Gebiert in dem ca. alle 100 Jahre eine Flut stattfindet

  6. Auch faszinierend das Geschwaffel vom Bürgerrat der das so beschloßen hätte… Wieso war ich Bürger da nicht dabei und durfte nicht mit beschließen?

    Und warum sollte ein Bürgerrat wenn er demokratisch gewählt wird soviel anders zusammengesetzt sein als unser Parlament und zu anderen Ergebnissen kommen?

    Ist das Parlament nicht bereits eine Art Bürgerrat… bzw Parteienrat?
    Bzw. warum sollte man aus der BRD eine art Sowjet(Räte) Republik machen, hat ja bei den Russen nicht so gut funktioniert.

    • Das mit dem Bürgerrat hat mich auch mal interessiert. Es handelt sich offenbar um das hier:
      https://buergerrat-klima.de/

      Also in der Theorie ein Gremium von 160 repräsentativ ausgewählten Menschen, die sich beraten und entsprechend für die Bevölkerung repräsentativen Ergebnissen kommen.
      In der Praxis laufen derartige Projekte natürlich immer darauf hinaus, dass diejenigen, die über die Diskussionsgrundlagen bestimmen und sich zu Meinungsführern aufschwingen, auch die Ergebnisse festlegen. Und so ist das vorhersehbar nichts anderes als ein Event der Klimaschutzlobby geworden, wie man nicht nur an den „Ergebnissen“ (=aktivistische Forderungen), sondern auch schon an den beteiligten Experten erkennen kann.
      https://buergerrat-klima.de/ergebnisse-gutachten (dort das PDF)

      Hauptproblem daran ist, dass die Aktivisten sich mit solchen Projekten den Anschein geben können, die Bevölkerung zu vertreten.

  7. Also ich muss schon sagen ich habe Respekt vor denen, die es geschafft haben diese jungen Leute derart zu beeinflussen.

    EU beschließt Ökosteuer auf Flugzeugbenzin — ne warte die lassen wir Privat-Jets außen vor — uähm warum haben wir nicht längst eine Ökosteuer dort? Weil die Familienkutsche und die Berufspendler ja das Hauptproblem sind!

    Balkan, Süd-Amerika, Indien … dort gelangen Tonnen an Plastik–Teils auch hochgiftiger anderer Müll in Flüsse u. Naturkreisläufe, mit Potential diese für 1000 Jahre, vielleicht tausende Jahre zu stören.

    Man könnte ja vielleicht Superjachten verbieten, die teilw. soviel verbrauchen wie mehrere hundert Autos, oder Skipisten, wo eine Raupe über 230L pro Stunde verbraucht.

    Mann könnte auch SUVs entsprechend verteuern, aber die Gesetzgebung gibt ihnen eine eigene Verbrauchsklasse, so wird nicht Mini mit Golf und SUV verglichen, nein Mini mit Golf und SUVs mit anderen SUVs.

    Aber nein dieser komplexe Schuld-Kult lässt sie Aggressionen gegen Otto-Normalo aufbauen, weil er „Teil des Systems ist“, „den Notstand erstellt“, soll er zu späht zur Arbeit kommen.

    Man könnte meinen welche in hochfliegenden Privat-Jets sind sehr gerade sehr erleichtert, dass dar Pöpel sich da unten selbst zerfleischt.

    • „EU beschließt Ökosteuer auf Flugzeugbenzin — ne warte die lassen wir Privat-Jets außen vor — uähm warum haben wir nicht längst eine Ökosteuer dort? “

      Weil das falsch ist, Ökos lügen euch mal wieder die Hucke voll.

      Privatpiloten (nicht nur Jets sondern auch bei Kolbenmotoren) zahlen mindestens so viel Steuern wie Autofahrer an der Straßentankstelle – Mineralölsteuer, „Ökosteuer“; CO2-Steuer Mehrwertsteuer – , typischerweise sogar mehr weil die Verkaufspreise für den gleichen Sprit an Flugplätzen höher liegen und folglich der Steueranteil noch höher, außerdem ist AVGAS nochmal höher besteuert. Die Literpreise sind derzeit in der Gegend von 2,50 EUR.

      https://www.flugplatz-schoenhagen.aero/piloten/verkehrslandeplatz/treibstoffpreise.html

      Steuerbefreit ist Flugtreibstoff ausschließlich für gewerbliche Nutzung.

        • Der Bericht ist unvollständig und verwirrend, anscheinend kennen die auch nicht den Status Quo und benutzt Laiensprache die Unkenntnis offenbart. Allein „Kerosinsteuer“, als ob diese Steuer nur Kerosin beträfe und Benzin nicht.

          Und es soll eine „Mindeststeuer“ eingeführt werden. Das hat nur in den Ländern eine Bedeutung wo Luftfahrttreibstoffe noch nicht besteuert werden. Bei uns ist das seit 50 Jahren der Fall, die „Mindeststeuer“ haben wir also längst übererfüllt.

          Neu ist das Ganze nur bei der gewerblichen Luftfahrt.

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