Ist es ein Argument für Transfrauen im Frauensport, dass Michael Phelps einen außergewöhnlichen Körperbau hat, der ihm Vorteile bringt?

Ein Argument, dass ich schon häufiger gehört habe, ist, dass besondere Sportler wie Michael Phelps auch außergewöhnliche Körper haben und da auch niemand diese Sportler ausschließen will, deswegen könnte auch der außergewöhnliche Körper von Transfrauen auch kein Argument sein.
Er taucht gerade anlässlich eines Interviews mit Michael Phelps wieder auf:

Towards the end of the interview, Amanpour asked him about Lia Thomas, the University of Pennsylvania swimmer.

Amanpour said Thomas was doing “exceptionally well”, but incorrectly added that she was doing “much better, according to the records, than [cisgender] female contestants”.

A little over a week ago, Thomas placed fifth in the women’s 100-yard freestyle at twin dual meets with Yale and Dartmouth, having been beaten by three cisgender women and a trans man.

On the same day, she was beaten a second time by Yale swimmer and trans man Iszac Henig, who has delayed starting testosterone while swimming on the Yale team.

Asked what he “made of the particular situation”, Phelps gave a cryptic answer, and confusingly compared being trans to doping.

He said: “I can talk from the standpoint of doping. I don’t think I’ve competed in a clean field in my entire career.

“I think this leads back to the organising committees again. Because it has to be a level playing field, I think that’s something we all need. That’s what sports are.

“I don’t know where this is going to go, I don’t know what’s going to happen.

“I believe we all should feel comfortable with who we are in our own skin, but I think sports should be played on an even playing field.”

Das wäre also der Ausgangspunkt: Phelps selbst könnte man entgegen halten, dass er eben den anderen auch keine gleiche Chance lässt. Das Argument wird im folgenden ausgebaut:

While Michael Phelps repeated his point about Lia Thomas and “level playing fields” multiple times, it could be argued that those who have competed against the most decorated Olympian of all time were not playing on one.

There is huge natural variation among cisgender athletes, from hormone levels to anatomy, and Phelps has certainly been blessed by the swimming Gods.

According to The Telegraph,Phelps is 6’4″ but has a huge 6’7″ wingspan, and his shorter legs, double-jointed ankles and large size 14 feet essentially give him flippers.

Researchers have also discovered that the Olympian produces around half the lactic acid of his competitors, giving him almost superhuman stamina.

Das sind sicherlich besondere Vorteile, die dazu beigetragen, dass er so erfolgreich ist.

While Phelps has been celebrated as a scientific marvel, the transphobia surrounding trans women athletes and testosterone is forcing other cis athletes out of sport altogether.

Was wäre da das Gegenargument?

Man könnte anführen, dass Männersport die „Offene Gruppe“ ist, bei der man die besten Körper gegeneinander antreten lässt. Niemand würde sich darüber aufregen, das dort eine Frau mitmacht, sie hätte nur keine Chance. Doping ist etwas anderes, weil es eine künstliche Zuführung ist.

Frauensport hingegen ist die „Schutzgruppe“, die Frauen überhaupt erst erlaubt an Wettbewerben teilzunehmen ohne gegen die Männer unterzugehen. Wenn man dann Leute, die gerade ausgeschlossen werden sollten, um einen Wettbewerb zu ermöglichen, wieder zugelassen werden, dann macht die Schutzgruppe eben keinen Sinn mehr

47 Gedanken zu “Ist es ein Argument für Transfrauen im Frauensport, dass Michael Phelps einen außergewöhnlichen Körperbau hat, der ihm Vorteile bringt?

  1. Das ist ein Strohmann Argument, das am Kern der Sache vorbei geht. Und der Kern der Sache ist, dass ein Leben als Mann/Junge mit einem langjährigen Dopingprogramm vergleichbar ist. Schon mit 8/9 Jahren werden Jungen stärker, größer, muskulöser.

    Alleine, dass da 2 Transfrau en unter den ersten 5 sind, sagt doch alles. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit?

    Und Schwimmen ist ja noch vergleichsweise harmlos. Da verliert man eben, und gut ist. Wenn ich dann an Boxen, Taekwondo oder auch Handball denke… Da hört der Spass dann nämlich auf. Wenn dann die muskulösen 1,85 – 2,10 Frauen mit 80-100 Kilo auf cisgender Frauen in direktem Körperkontakt treffen.

    Gleichzeitig wird auch mit der Cancel Culture an Unis dafür gesorgt, dass eine neutrale Forschung zu dem Thema kaum stattfindet.

  2. „Was wäre da das Gegenargument?“

    Niemand will Trans-Frauen ausschließen. Sie sollen nur mit Männern konkurrieren.

    „Tell that to everyone he’s swam against“

    Der Punkt ist: Die Leistungsunterschiede die durch unterschiedliche Kondition und Körperbau zustande kommen, sind genau das was man in Wettbewerben messen will. Diejenigen Leistungsunterschiede, die vorhersagbar zwischen Frauen und Männern zustande kommen, will man dagegen ausdrücklich nicht messen, und führt zu dem Zweck die getrennten Geschlechterklassen ein.

    Man kann natürlich die ganze Trennung des Sports in Frauen und Männer in Frage stellen und alle gegeneinander antreten lassen, muss dann aber die Konsequenzen akzeptieren. Eine der Konsequenzen wäre, dass in den meisten Sportarten nur noch Männer (einschl. Trans-Frauen) aufs Siegertreppchen steigen.

    Oder man gibt sportliche Wettbewerbe als sinnlos auf und planscht nur noch zum Vergnügen im Wasser rum. Das wäre mein Vorschlag.

    • „Man kann natürlich die ganze Trennung des Sports in Frauen und Männer in Frage stellen und alle gegeneinander antreten lassen…“

      Denkbar wäre auch eine Trennung in Gewichtsklassen unter Berücksichtigung des Körperfett-Anteils im Verhältnis zum weder-Fett-noch-Muskeln-Anteil*, so dass auch die Geschlechtsunterschiede weiterhin nicht gemessen werden und auch nicht die zw. Trans- und nicht-trans-Personen.

      *Frauen haben ja weniger Muskeln, dafür aber entsprechend mehr Fett. Indem man nicht den Muskel-, sondern den Fettanteil nimmt, misst berücksichtigt man bei der Einteilung in Gewichtsklassen nur die Geschlechtsunterschiede im Muskelanteil (indirekt), aber nicht die individuellen Unterschiede diesbzgl., die ja eher von Training abhängen und daher bei Wettbewerb berücksichtigt werden sollen.

  3. Na ganz richtig ist das nicht, dass ich niemand darüber aufregt dass Frauen bei Männerveranstaltungen mitmachen. Mich stört es durchaus, wenn sich Frauen in alle Lebensbereiche drängen und dann auch noch ständig eine Extrawurst für sich fordern.
    Das gilt umso mehr, da es ja diese „Schutzzone“ für Frauen gibt, die für Männer eigentlich ein absolutes Tabu ist.

    Prinzipiell finde ich schon ein bisschen unfair, wenn Frauen sich indirekten Wettkampf mit Männern messen können, da sie durchschnittlich dem Durchschnitt der Männer körperlich unterlegen sind. Aber Feministinnen wollen „Gleichberechtigung“, also gibt es keinen Grund zur Beschwerde, wenn sie die dann auch kriegen.

    Womit einmal mehr deutlich wird: Feminismus nutzt Männern nicht, schadet tendenziell eher und schadet sogar den Frauen.

    • „Na ganz richtig ist das nicht, dass ich niemand darüber aufregt dass Frauen bei Männerveranstaltungen mitmachen“

      Veranstaltungen bezogen auf den Sport. Würde es dich da stören? Sie würden ja üblicherweise problemlos ausgesiebt werden und noch nicht einmal die Voraussetzungen für einen Startplatz erhalten

      • Angenommen in der gegnerischen Fussballmannschaft spielt ein Mädchen mit.
        Und jedesmal riskiere ich eine rote Karte, wenn ich sie vom Ball trennen will mit einer Grätsche, die bei einem männlichen Gegenspieler völlig OK wäre.
        Und es wäre angesichts blue-pilled Schiedsrichter garantiert, dass das der Fall wäre.
        Ja, ich bin strikt dagegen, dass Frauen beim Fußball mitspielen.
        Ich halte es für undenkbar, dass der Pussybonus im Mannschaftssport nicht greift.

          • Auch gerade mal gegoogelt. Irgendwie findet man kaum was zur Anzahl lesbischer Frauen in Lagern. Gab wohl nicht so viele, falls überhaupt eine:D Und die haben es tatsächlich geschaffft sich mal direkt neben die Holocaustopfer einzureihen.
            Da merkt man, dass Homosexuelle Männer selbst als Vorzeige-LBTQ-Gruppe dennoch unterhalb homosexueller Frauen stehen, auch wenn Frauen deutlich weniger Leid erfahren.
            Ob die das kalkulieren? Eine lesbische Frau, die zur Mutterschaft gezwungen wurde entspricht in etwa dem Leid 1000 vergaster homosexuellen Männer?
            Dürfte auch für die Projektion in die Zukunft recht interessant sein. An der Rangordnung hat sich ja nicht viel verändert, sodass man davon ausgehen kann, das das Leid homosexueller Männer auch in Zukunft keine Rolle spielt, solange nicht mindestens eine Lesbe gefühlt ähnlich leidet.

          • Keine Ahnung wo ich das gelesen habe, aber die Lesben wurde einfach von den SS-Offizieren vergewaltigt und geschwängert. Ist im Islam ähnlich, glaube ich. Frauen müssen nicht auf Männer stehen, um Kinder kriegen zu können. Und nur weil sie den „Vater“ hassen, schaden sie ja nicht automatisch auch dem Kind.

        • Das läuft dann wie mit der sportlichen Eignungsprüfung bei der Polizei. Ähnlich wie die Verbrecher, darf der gegnerische Spieler, sobald er es mit einer Frau zu tun bekommt, nicht mehr so hart zutreten wie sonst, nicht so schnell laufen wie sonst und nicht so hoch springen wie sonst.

          Feministinnen nennen das Equity.

          • „Ähnlich wie die Verbrecher, darf der gegnerische Spieler, sobald er es mit einer Frau zu tun bekommt, nicht mehr so hart zutreten“
            War das Sarkasmus?

          • Nee wieso? Für den sportlichen Eignungstest bei der Polizei müssen Frauen nicht so schnell laufen, nicht hoch springen, nicht so viele Liegestützen machen, usw. Du kannst als Mann besser sein wie alle Frauen die angetreten sind und trotzdem nicht genommen werden. Sowas ist doch nur logisch, wenn Verbrecher eben auch entsprechend langsamer laufen usw. sobald sie von einer Polizistin verfolgt werden.

      • Fazit: im Spitzensport und insbesondere bei den Einzeldisziplinen wäre es ok. In Mannschaftssportarten und insbesondere im Hobbybereich wäre es problematisch wenn unterschiedlich gewertet würde. Da davon aber auszugehen ist, weil es im Grunde richtig ist, ist die Trennung vorzuziehen.

      • Sehr schönes Beispiele wo das Aussieben schon im Kindesalter versagt: Bundesjugendspiele…

        Obwohl Mädchen aufgrund eines früher einsetzenden Entwicklungsschubs den Jungen meist körperlich überlegen sind, gelten für Mädchen geringere Anforderungen, was sich übrigens bis ins hohe Erwachsenenalter fortsetzt.
        Ausgesiebt wird da gar nichts, ganz im Gegenteil sogar. Mädchen werden bei unterschiedlichen Maßstäben gleich gewertet und stehen mit Jungen gemeinsam auf dem Siegerpodest – bzw. erhalten die entsprechende Urkunde.

        Siehe übrigens auch den Schulunterricht. 😉

        In vielen, wenn nicht sogar den meisten Gesellschaften wird das weibliche Geschlecht bevorzugt. Und das stört mich, unabhängig vom konkreten Sachverhalt. Sei es Bildung, Sport, Berufsleben, Politik.

  4. „the transphobia surrounding trans women“

    Das ist schon genau so absurd wie der Vorwurf der Islamophobie. Einfach alles was nicht „Der Woken Wahrheit“ entspricht, ist frauen/islam/transFEINDLICH. Und so tanzt man schön um das Problem herum, ohne eine Lösung zu finden.

    Tja, dann werden jetzt eben lauter neue Rekorde im Frauensport gesetzt.

      • Im politischen Sprachgebrauch wird Hass auf gesellschaftliche Minderheiten manchmal als -phobie bezeichnet. Das hat sprachästhetische Gründe und sonst keine weitere Bedeutung. ZB „Antihomoismus“ wäre inhaltlich wahrscheinlich korrekter, aber es klingt komisch, also nennt man es „Homophobie“.

        Phobien als psychiatrisches Problem haben damit gar nichts zu tun.

        • Richtig und Falsch.
          Natürlich sind das keine echten Phobien wenn jemand eine Ideologie kritisiert.
          Es sollen aber durch die Wahl dieses Wortes diser Eindruck erweckt werden, dass es eine unbegründete krankhafte Angst ist und es sich nicht um eine berechtigte Kritik handelt.
          Sonst müsste man ja mit dem Kritiker argumentieren, mit dem Phobiker muss/kann man nicht argumentieren, da seine Phobie ja unbegründet/krankhaft ist.

          • Sehe ich auch so. Nach meiner Auffassung hat diese Wortwahl auch wenig mit Sprachästhetik zu tun. Es sind Kampfbegriffe, die zwar nicht wirklich eine „Phobie“ als diagnostiziert insinuieren, aber sehr wohl gewisse Haltungen sprachlich in den Bereich des automatisch Irrationalen stellen wollen. Und wenn man sich anschaut, welche Begriffe bevorzugt mit dem Zusatz „-phobie“ belegt werden, kann man sogar recht gut ein politisches Lager identifizieren, welches sich dieser Strategie sehr gerne bemüßigt. Denn es ist schon bezeichnend, wie normalisiert der Begriff „Islamophobie“ z. B. in der deutschen Sprache inzwischen ist, während Christianophobie nicht mal als Wort wirklich existent ist. Nein, selbst die plumpeste und nur auf Provokation und Verletzung von Gefühlen ausgelegte Pöbelei gegen das Christentum ist „begründete Kritik“, aber jede noch so differenzierte Kritik am Islam ist sofort Islamophobie. Da frage man sich nun, wer schon seit Jahrzehnten geradezu notorisch und oft auch sehr plump und unter der Gürtellinie Christen anpöbelt und gleichzeitig eine unfassbare Hypersensibilität gegenüber Muslimen pflegt, weil man irgendwie auf den Trichter gekommen ist, dass Islam eine Rasse ist und somit jede Kritik daran rassistisch.

            Es wäre sprachästhetisch kein Problem, eine ablehnende, unter Umständen feindliche Einstellung gegenüber Schwulen als Schwulenfeindlichkeit zu bezeichnen. Das gleiche gilt für Islam. Es gibt keinen sprachlichen Grund, es durch die Verwendung eines psychologisch definierten Begriffes wie „Phobie“ sofort als einfach nur krankhaft und nicht weiter diskussionswürdig abzutun. Und genau das ist das Ziel dieses Kampfbegriffes: Er soll nicht wirklich medizinisch fundiert eine Phobie diagnostizieren, aber sehr wohl Äußerungen automatisch von vornherein als illegitim abqualifizieren, ohne sich auch nur einmal inhaltlich damit auseinandergesetzt zu haben.

            Das ist vergleichbar mit der Zuschreibung, ein „Feind des Sozialismus“ zu sein, welcher in der DDR nicht selten offen überzeugte Sozialisten traf, wenn diese die Politik der SED kritisierten.

  5. Es gibt eine einfache Lösung: die Translympics. Da kann es ja dann auch unterschiedliche Wettkämpfe für Transfrauen und Transmänner geben.

    • Noch einfacher – und logischer – wäre es, Transpersonen einfach von Wettbewerben im Leistungssport auszuschließen, weil es dem objektiven Tatbestand des Dopings und damit des Betrugs entspricht. Aber in unserer aktuellen Clownwelt sind Logik und Fairness selbstverständlich undenkbar.

      • Selbst Du, Adrian, machst den Fehler, die politisch korrrekte Sprachverzerrung auf Basis der idiotisch-konstruktivistischen Philosophie vorwiegend französicher Pädophiler mitzumachen. Die Leute sind „Trans“, also sind es „Transen“.

        Die Idee hinter der Sprachverhunzung ist ja – analog zu Behindert-en und Migrant-en, sprachlich extra zu betonen, dass es Menschen / Personen sind. Im Sinne von „auch“. In der Realität aber – wie gesagt, mach das einfach mit Juden und schau, wie es ankommt – versuch doch einfach mal, im Hitler-Tonfall „Die Juden sind unser Untergang“ zu sagen, und vergleich das mit „Diese Juden-Personen sind unser Untergang“. Hat das die Juden jetzt menschlilicher gemacht? Nein? Eben.

        • Nun wird aber Transe eher abwertend gebraucht, vielleicht nicht so massiv, das man vom T-Wort sprechen muss, aber da schwingt meines Erachtens schon etwas Abwertendes mit.
          Abgesehen davon, sind jetzt Transvestiten auch Transen?

          • „Abgesehen davon, sind jetzt Transvestiten auch Transen?“

            Alles, was DAUERHAFTund demonstrativ-sichtbar in diesem TRANS*-Zustand verbleiben möchte, und sich genau darin wohlfühlt kann mMn wenn überhaupt mit degriff „Transen“ bezeichnet werden.
            Diese Kreise empfinden diede Bezeichnung ihres LEBENSSTILS auch nicht als etwas Abwertendes; dabei verhält es sich ähnlich, wie der vormals bei vielen betroffenen Homosexuellen verpönte Begriff „Schwule“ inzwischen seinen abwertend-stigmatisierenden Unterton verloren hat.

            Der Begriff „Transe“ macht allerdings keinen Sinn bei Menschen, die ihre körperliche UND soziale Transition PASSAGER durchlaufen und abgeschlossen haben, und diese Transitions-Phase erfolgreich hinter sich gelassen werden konnte.

          • Du kannst, und das ist mein Punkt, zumindest im Deuschen (und wahrscheinlich auch vielen anderen Sprachen) alleine durch die Intonation *jedes* Wort „abwertend“ gebrauchen.

          • Transe war/ist wohl eher neutral. Die Schmäh-Form ist m.W.n. „Trümmertranse“.

            Das Idealbild ist, wie Sabrina schreibt, gar nicht als Trans* erkannt zu werden.

  6. Ich glaube es gibt hauptsächlich einen Grund, warum die Diskussion um Transathleten so dümmlich wirkt, und das ist die starke Orientierung an „Gut und Böse“ der „woken“. Dieses Denkmuster ist einfach, das ist erstmal positiv, aber es lässt keinen Raum für genauere Analysen. So ist es ja im Normalfall überhaupt kein Problem wenn sich jemand als ein anderes Geschlecht betrachtet – und es ist auch nicht damit zu rechnen, dass das jemand macht, der gar nicht wirklich so denkt, dieser Anteil ist also für die Gesamtbewertung vernachlässigbar. Sobald wir aber von der Grundgesamtheit weggehen sieht die Sache anders aus: kurz vor der Rente stehende männliche Schweizer haben einen 30.000 Euro + 1 Jahr Arbeit Anreiz sich als Frau zu sehen, Frauen in der Schweiz das Gegenteil. Damit ergibt sich, wenn da nicht gegengesteuert wird, eine „Fake“ Quote bei den Männern die nicht mehr vernachlässigbar sein wird, ebenso wie sich keine Frau mehr kurz vor der Rente zum Mann erklären wird.
    Im Sport ist es ähnlich, es wäre schade normal unsportlichen Transmenschen die Teilnahme am Sport ihres neuen Geschlechts zu verwehren und auch nicht notwendig, im Spitzensport werden aber innerhalb kurzer Zeit die Frauen verdrängt werden und nur noch Transfrauen auf dem Podest stehen. Das ist zwar nur eine winzig kleine Gruppe von Opportunisten, die werden aber einen sehr großen Effekt für alle (sportliche engagierten) Frauen (auch eine kleine Gruppe) haben. Wenn das z.B: beim Beachvolleyball Einzug hält rutscht der Verband in kurzer Zeit in die Insolvenz.
    Aus woker Sicht (sicher auch bei allen anderen Ideologien) kann man aber so detailliert nicht analysiern, weil das Ergebnis nicht in die einfache Gut-Böse Schablone (bzw. ins eindimensionale lineare Denkmuster) passt.

    Die können das schlicht nicht diskutieren, weil sie so weite Bereiche als „Böse“ und unaussprechbar klassifiziert haben. Das kann man auch wundervoll auf den „Störenfridas“ nachverfolgen, die absolut konsterniert sind, dass Ihre Lesbentreffen von Transthemen übernommen werden und sie einfach nicht dagegen argumentieren können. Jedem normalen Menschen fallen zig wohlbegründete Argumente ein warum Lesben sich auch mal nicht mit Transthemen beschäftigen dürfen und kein Einziges dagegen – aber sie selbst können diese Argumente nicht bringen ohne sofort niedergeschrien zu werden.

    Eine interessante Henne-Ei Frage ist: ist diese Denk-Einschränkung auf simple Zusammenhänge durch die Ideologie erzeugt worden, oder finden sich in solchen Lagern vornehmlich Personen deren Vorstellungskraft bei linearen Zusammenhängen endet? Ist die neue Bedeutsamkeit der Gefühlsebene nur die positive Darstellung der Unfähigkeit komplizierte Zusammenhänge zu erfassen?

  7. Das Argument ist insofern Quark, weil es die Realitäten der beiden Gruppen Männer und Frauen verkennt; was interessant ist, dass gerade jene das verkennen WOLLEN, die sonst geradezu krankhaft in Gruppendenken gefangen sind.

    Männer sind im Schnitt signifikant kräftiger, athletischer als Frauen. Wenn es Männer gibt, die sich durch besondere Veranlagungen hervortun, ist dies kein Argument, um „Transfrauen“ im Frauensport zu tolerieren. Denn diese besonders Begabten haben sich innerhalb ihrer eigenen Gruppe hervorgetan aufgrund teils günstiger physischer Voraussetzungen, teils aufgrund enormen Ehrgeizes und jahrelangen Verzichts zugunsten unmenschlicher Trainingspläne. Menschen mit besonderen Veranlagungen und gleichzeitig auch dem Ehrgeiz, daraus das Optimum rauszuholen, sind seeehr selten. Darum werden sie ja auch dann zu Superstars ihres Sports.

    Es gibt auch Frauen, die sich innerhalb ihrer Gruppe hervortun. Diese erreichen in der Regel aber auch nur Leistungen, die im Herrenbereich gerade mal besserer Durchschnitt wären.

    Wenn man „Transfrauen“ im Frauensport zulässt, lässt man Menschen mit männlichen physischen Vorassetzungen auf „Gegner“ mit weiblichen physischen Voraussetzungen los. Da stellt die „besondere physische Veranlagung“ dann nicht die Ausnahme sondern die statistisch eindeutige Regel dar. Wie eben schon bei der Beschreibung überdurchschnittlicher Frauen angedeutet: jeder im Spitzenbereich der Herren nur so im Mittelfeld rangierende Mann würde den Damenbereich seines Sports beinahe konkurrenz- und mühelos dominieren.

    Wer Phelps oder Bolt als Argument nimmt, „Transfrauen“ im Frauensport zu legitimieren, der setzt Menschen mit besonderen, sehr seltenen Veranlagungen mit einer biologisch determinierten Regel gleich. Das „Argument“ ist also genau das, was man über die erdrückende Mehrheit dieser ganzen PomoLi- und Aktivistenmischpoke sagen kann: es ist geradezu unfassbar dämlich!

    • Eventuell braucht es eine neue Form Frau.
      Etwa Frau+, also die Testosteron – hochdeopte Frau, die mit Transfrauen , deren Testosteron gesenkt wird, konkurrieren kann:D.
      Ab welchem Punkt wird Olympia eigentlich zum wandernden Freakshowzirkus, den man nur noch wegen der Monstrositäten anschaut?:D

  8. „Frauensport hingegen ist die „Schutzgruppe“, die Frauen überhaupt erst erlaubt an Wettbewerben teilzunehmen ohne gegen die Männer unterzugehen.“

    Ich bin für Transen im Frauensport.

    Sobald Feministinnen von Alice Schwarzer bis Dr. Schwesig diesen Satz von Christian unter Betonung des gefetteten Teils, offiziell als Tatsache und Begründung gegen Transen in Frauenräumen vorbringen, ändere ich vielleicht meine Meinung.

    Bis dahin halte ich mich an die Empfehlung, die 100m-Sprinterinnen sollten es mal rückwärts und in Stöckelschuhen probieren zu laufen. Uns wird seit 50 Jahren versichert, dass Frauenn auch und gerade unter diesen Bedingungen alles besser können als Männer

      • Frauensport ist eher wie Gewichtsklassen im Boxen. Ohne Gewichtsklassen gäbe es halt keine leichten Boxer. Damit könnte ich leben, es gibt ja auch (fast) keine kleinen Basketballer.
        Aber würde man Henry Maske als Quoten Boxer sehen, weil die Superschwergewichte ihn übers Knie legen?
        Am Ende ist Sport da gerechtfertigt, wo ein Publikum sagt: ja ich möchte leichte Boxer sehen (obwohl die verlieren würden). Genauso kann der Zuschauer sagen: ja ich will Frauensport sehen. Und wenn er dass haben will, dann darf man halt keine Superschwergewichte die sich als Hemdchen identifizieren im Leichtgewicht zulassen. Wenn man es aber tut, gibt es halt eine (schlechte) Schwergewichtsliga mehr.

        • Nee, Frauenquoten sind der richtige Vergleich. Es sollen ja keine Bio-Frauen aus dem Frauenmannschaftssport ausgeschlossen werden. Egal wie groß die Frau gewachsen ist, sie darf mitmachen. Nur Transfrauen nicht, die vorher Männer waren. Ob fordert irgendwo jemand nur Transfrauen über 1,75 m auszuschließen oder sowas.
          Frauensport ist nur für Frauen, sowie mit Frauenquoten sich auf eine bestimmte Zahl von begehrten Posten nur Frauen bewerben können und die restlichen Posten aber allen freistehen. Männer haben keinen Zugang auf die Frauenquoten-Posten. Frauen müssen bei diesen Posten nicht mit Männern konkurrieren.

  9. Erinnert mich an diesen Comic:

    https://m.xkcd.com/1173/

    Wann gilt z.B. besondere (und effizientere) Ernährung als Doping? Andererseits ist hier eine Verwischung zwischen einem besonders herausragenden genetischen Exemplar (Phelps) und den erwartbaren Durchschnittswerten (Trans vs Frau); der bei Phelps eben nicht unbedingt gebrochen wird. Vielleicht ist auch der größte kognitive Unterschied, dass Phelps nicht bei einem „Liga-Wechsel“ plötzlich nur noch Durchschnitt wäre bzw. letzter Platz.

  10. „Doping ist etwas anderes, weil es eine künstliche Zuführung ist.“

    Wenn es keine Natürlichkeit in Bezug auf die Geschlechtlichkeit mehr geben soll, wie kann man dann noch das Doping ablehnen?
    Mit Doping haben dann auch die „normalen“ Frauen wieder eine Chance, also bitte: Doping unbedingt freigeben! Legalize it!
    Wenn schon, denn schon.

  11. Konsequent wäre es, den sexistischen Ansatz einer Notwendigkeit einer „Schutzgruppe“ für Frauen zu verwerfen und alle Sportarten auch auf Wettbewerbsebene Unisex zu machen.

    Oder wenn man diese unbedingt „Schutzgruppe“ unbedingt erhalten möchte, die Regeln einfach konsequent biologistisch zu präzisieren. Statt „Frau“ dann „Mensch mit angeborenen Eierstöcken“

    Case closed.

    • Ganz meine Meinung – du warst schneller. Allerdings hört sich „Schutzgruppe“ im Leistungssport danach an, dass Männer etwas langsamer laufen beim 100m-Lauf, damit Frauen und Kurzbeinige auch eine Chance haben.
      Das ist doch komplett genderverwirrt, wenn es doch eigentlich um numerische Bestleistungen geht.

      • Man ahnt, warum bei der Mutter aller Leistungssport-Events, den antiken olympischen Spielen, nur Dreibeinige zugelassen waren. Die waren nicht dumm, die alten Griechen 😀

  12. Da sieht doch keiner den Wald mehr vor lauter Geschlechtern und Geschlechtsunterschieden.
    Es gibt nur eine vernünftige Lösung:
    – Aufhebung aller Geschlechterkriterien in allen Sportarten.
    – Freigabe aller Doping-Formen für alle rechtsfähigen Personen.

    Schon wäre alles ganz einfach – und sogar gleichgestellt.
    Wenn es um schnelles Rennen geht, dann soll der Mensch der Sieger sein, der am schnellsten rennt. Egal, ob er einen Penis, Brüste oder beides hat. Egal, ob er mit Traubenzucker oder Pharma dopt.

    Leistungsport ist eh Mord. Warum dann nicht ehrlich machen?

  13. Das sind die sich dynamisch entwickelnden Folgen des GENDER-Wahnsinns, der es Männern mit erkennbar körperlich-männlichen Vorteilen ermöglicht, sich auf dem Frauenticket von Frauen unerreichbare sportliche Leistungen in Form von Siegen in Frauenwettbewerben anzueignen.

    Das hinter dem Gender-Wahnsinn stehende Ziel der Auflösung der Geschlechter-Binarität ist damit schon ziemlich erfolgreich weit gekommen!

  14. Wenn man Phelps vom „Normalo“-Schwimmsport ausschließen würde, wäre das ja ein Berufsverbot.
    Wenn es genug Schwimmer mit großen Händen und Füßen gäbe, könnte man aus denen eine eigene „Klasse“ machen wie Gewichtsklassen im Boxen und so.

  15. Ich würde ja eigentlich gerne sagen, wir könnten das mit dem „Frauensport“ auch einfach gleich bleiben lassen, aber ich saß mal im Flugzeug nach Beijing oder Shanghai neben einem Holländer, der da nur hinflog, um Frauen-Handball (oder so) anzugucken.

    Es gibt also tatsächlich eine – zwar kleine, aber immerhin existente – Gruppe von Leuten, die das interessiert, da Eintritt bezahlen – sich das also finanziert.

    Ich bezweifle enorm stark, dass es auch nur eine Person gibt, die dafür bezahlen würde, zu sehen, ob ein Mann mit ICD-10 – Diagnose besser Sportsball spielen kann als irgendeine Frau. Wenn, dann gehen die da nur hin, um zu sehen, ob es nicht eine Frau doch schafft, besser zu sein. Die Transen haben genau 0 Anhänger, die nicht von und für die Presse dafür bezahlt werden, Anhänger zu sein.

    Als Stefan Raab gegen Regina Halmich boxte, war das aus dem Grund interessant. Ellen Degeneres gegen Vladimir Klitschko hingegen wäre – hmmmm – also, wenn man drüber nachdenkt: ich würd’s gucken.

  16. Mit so einem dünnsinnigen Argument wie dem hinsichtlich z.B. Phelps sind wir ganz schnell bei so etwas wie „Harrison Bergeron“ – wahrscheinlich ohnehin der feuchte Traum allen woken Gesindels.

    Dünnsinnig ist es aus so viele Gründen, dass man gar nicht weiß wo man anfangen soll:

    Wäre nicht Phelps der beste in seinem Fach, würden sie sich jetzt wegen des Mannes beklagen, der jetzt #2 ist, usw. usf..

    Dass die Varianz zwischen Phelps und der zu seinen Zeiten #2 um ganze Größenordnungen geringer ist als im Schnitt zwischen Mann und Frau ignoriert man.

    Dass Phelps ein abslouter Aureißer ist, während >99% aller trainierten Männern >99% aller tranierten Frauen körperlich überlegen sind, ignoriert man. Phelps kann in genau seiner Sportart einige Männer „verdrängen“, sportliche Männer könnten in fast jeder Sportart jede Frau verdrängen, wenn sie es wollten.

    Dass man das ganze auch auf Bereiche ausdehnen müsste, in denen der genetische Vorteil gar nicht „sichtbar“ oder mit physikalischen Einheiten messbar ist, scheinen sie auch nicht zu verstehen: Nicht nur hat z.B. jemand wie Magnus Carlsen, Richard Dawkins, Issac Newton und in welchen Bereichen so etwas noch relevant ist einen krass „unfairen“ genetischen Vorteil: Die Proponenten dieses Schwachsinns haben diesen Vorteil relativ zum Müllwerker, der sich leider nicht mit saudummem Geblubber und Berufsopfertum als Parasit verdingen kann auch – und daher muss man ihnen diesen nehmen. Notfalls mit Gewalt.

  17. Aus meiner Sicht ist das ganz einfach:

    Die Klassen werden abgeschafft. Männer, Frauen, Diverse, eben alle, treten einfach gegeneinander an. Erst dann gewinnen die Besten.

    Die Unterteilung nach Männern und Frauen gehört für mich in die Kategorie „bester 99-jähriger Einbeiniger mit zwei Warzen und roten Hosen“.

    Dass regelmäßig Jungenmannschaften gegen Frauenprofis gewinnen, heisst doch nur, dass die Gruppen benutzt werden, um riesige Leistungsunterscheide politisch motiviert zu kaschieren.

    Mein höchster Respekt gilt Frauen und Diversen, die durch Leistung gewinnen. Aber doch bitte nicht durch sportliches Gerrymandering.

    Gleiches gilt für berufliche Qualifikationen. Ich habe kein Verständnis für Polizeianwärterinnen, die nur langsame Verbrecherinnen fangen können müssen oder Feuerwehrazubis, die nur dünne Frauen retten können müssen. Da geht es nämlich nicht nur um Brot und Spiele, sondern um Leben.

    Diese Frauenprivilegierung gehört abgeschafft! Wann gibt es endlich einen Männerminister!

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