12 Gedanken zu “Der Tanz der Pfauenspinne

  1. Ein perfektes Beispiel dafür, wer in nahezu allen, wenn nicht sogar tatsächlich allen Gesellschaften unserer Erde wirklich die Macht hat. Das männliche Geschlecht ist es sicher nicht, auch wenn das hier gezeigte Beispiel sicherlich sehenswert ist.

    In Südamerika? gibt es ja bspw. auch so einen Initiationsritritus, bei dem junge Männer, eher Jugendliche, sich über Minuten äußerst schmerzhaften Stichen einer Ameisenart aussetzen müssen, um ihre jugendliche Frau ehelichen zu dürfen.
    Männer machen sich für Frauen zum Affen. Egal in welcher Form

    • „Ein perfektes Beispiel dafür, wer in nahezu allen, wenn nicht sogar tatsächlich allen Gesellschaften unserer Erde wirklich die Macht hat.“

      Die Fortpflanzung. Nur so geht es weiter und darauf ist alles ausgerichtet. Beide Geschlechter sind nur dazu dazu, dieser dienlich zu sein.

  2. MWn ist der von dir beschriebene Initiationsritus der brasilianischen Sateré-Mawé mit der 24-Stunden-Ameise (Paraponera clavata) eher ein Mannbarkeitsritual, mit dem man sich Respekt verschaffen und innerhalb des Stammes sozial aufsteigen kann. Natürlich bringt letzteres mit sich, dass man dadurch bessere Chancen bei den Mädels hat; es ist aber kein reines Hochzeitsritual.

    Initiationsriten für Jugendliche gibt es in verschiedenen Kulturen. So bizarr uns diese Bubenquälerei mit schmerzhaften Ameisenstichen vorkommt – sie erscheint mir ein ungefährlicherer und „sinnvollerer“ Initiationsritus als die hiesigen „Komasaufen, Mutproben & Autorennen“-Ersatzhandlungen zu sein.
    Seien es Ameisenstiche, Löwenjagd oder Riesenstorchfang – natürlich soll mit derart gefährlichen Initiationsriten die Attraktivität der erfolgreichen Absolventen gegenüber Frauen gesteigert werden. Sie sind aber auch ein klares Signal für den Jugendlichen und an die Gesellschaft: ab jetzt bist du kein Kind mehr, sondern ein Mann, mit all den daraus folgenden Konsequenzen.

    • Das mit den Ameisen…vielleicht haben wir die selbe „Doku“ gesehn, junge Männer mussten ihre Hand in einen mit Ameisen gefüllten Handschuh stecken, die haben ein Gift abgesondert, das dem menschlichen Körper ca 24 Stunden ordentlich Qualen bereitet.

      Ein deutscher Journalist hat sich dann auch geopfert, sich allerdings nach 2 Stunden das Gegenmittel spritzen lassen, ihm ging richtig mies, hat man gesehn.

      • Es gibt mehrere Dokus dieses Rituals bei den Sateré-Mawé. Wer will, kann daran teilnehmen.

        Es gibt kein spezifisches Antivenin gegen Paraponera-Stiche; man behandelt symptomatisch.

          • Das hatte ich tatsächlich gemeint. In der Doku ist allerdings um seinen Status, um seine zukünftige Frau heiraten zu dürfen. Ich halte generell nichts von irgendwelchen Riten mit denen man irgendwelche Eigenschaften beweisen soll. Ich fürchte ohnehin, dass solche Rituale meistens zu Lasten der Jungen und Männer gehen.

            Für Frauen gibt es natürlich auch diverse Schönheitsideale, überlange Hälse beispielsweise, für Frauen gibt es allerdings glaube ich nicht, was es nicht in ähnlicher Form auch für Männer gibt.

          • @Mario: Wie bereits oben erwähnt – ein Vorteil derartiger Riten ist das klare Signal, das sie nach außen und an den Absolventen senden. Nach erfolgreichem Bestehen hat man einen eindeutigen neuen Rank. Es gibt Soziologen, die das Fehlen eines derart klaren Mannbarkeitsrituals in westlichen Industrienationen mit der Häufung der erwähnten negativen Ersatzhandlungen wie Komasaufen in Verbindung bringen.

          • „Es gibt kein spezifisches Antivenin“
            Dann wird es wohl ein einfaches Schmerzmittel gewesen sein. Ist lange her, und ich leg mich nicht mit einem vom Fach an. 😉

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