222 Gedanken zu “Corona Selbermach-Montag

  1. Ein recht langer Artikel beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten des Impfens und der unvollständigen Datenlage dazu:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=79951

    Im zweiten Abschnitt („Vom seltsamen Verständnis von Immungedächtnis“) wird übrigens auch einiges von der Funktionsweise des menschlichen Immunsystems erklärt, vor allem, wie das Immungedächtnis funktioniert – das könnte was für Dich sein, @Beweis.

    • Da ist eine fatale Fehlannahme in dem Ganzen, die leider sehr weit verbreitet ist (-> Larmarckismus!).

      Der Autor meint, dass Impfung einen „Selektionsdruck“ auf das Coronavirus ausüben würde, was dann quasi zum Heranzüchten von resistenten Mutanten („Escape-Mutations-Etablierung“) führt, die dann die Geimpften hemmungslos befallen könnten. Mutanten entstehen aber nicht durch „Selektionsdruck“, sondern durch zufällige Mutationen. Und diese zufälligen Mutationen werden dann nachträglich der Selektion, dem bekannten „survival of the fittest“, unterzogen. Das ist wichtig, denn die Art der Mutation ist hier praktisch immer eine ganz lokal begrenzte! Die Antikörper, die durch alle Impfstoffe hervorgerufen werden, sind höchst heterogen, also praktisch gegen *alle* Oberflächenstrukturen gerichtet. Mutationen, auch recht viele wie in Omikron, verringern also die Wirkung der Antikörper-Schwarms wenig bis gar nicht.
      Grippeviren sind in dieser Hinsicht wesentlich bedenklicher, denn diese tauschen ganz erhebliche Teile ihrer Oberfläche einfach aus. Die mutieren von Natur aus nach Art eines Kassettenaustauschsystems und produzieren damit immer wieder ganz neue Varianten, gegen die die alten Antikörper gar nicht gerichtet sind. Corona kann das nicht und es ist auch nicht zu erwarten, dass eine extrem seltene komplexe Mutation dieses bewerkstelligen könnte.

      Zwar hat der Irrtum für die wesentlichen Aussagen des Artikels wenig Relevanz. Aber es ist trotzdem ein fataler Irrtum, denn er schränkt die Verwendung der Impfung künstlich ein und fordert eine überflüssige ständige Neuentwicklung des Impfstoffs, die nur zu Komplikationen einladen kann! (Vor allem, wenn die Verwendung so ad hoc und ungeprüft wie vorher vonstatten geht, was ja praktisch vorgegeben ist).

      • Das mit dem Selektionsdruck hatte ich so verstanden, dass auf die bereits entstandenen Mutationen unterschiedlicher Druck ausgübt wird. Wenn ich mich recht entsinne, erklärt der Autor in dem verlinkten dreiteiligen Interview auch, dass sowieso ständig Mutationen von Corona, allein über 1000 nachgewiesene, unterwegs sind, und sich je nach (geänderten) Umständen unterschiedliche durchsetzen. Selektionsdruck erzeugt also keine Mutationen, sondern bestimmt, welche von den existierenden dominant werden.

        Wenn jetzt Deine Aussage „Die Antikörper, die durch alle Impfstoffe hervorgerufen werden, sind höchst heterogen, also praktisch gegen *alle* Oberflächenstrukturen gerichtet“ stimmt, gibt es natürlich keinen Selektionsdruck, der eine bestimmte Mutante dominant werden lässt. Aber ist das so? Ich dachte, die mRNA-Impfstoffe erzeugen (mittelbar, versteht sich) das Spike-Protein des Virus in einer bestimmten Form. Durch Mutation kann die Form des Spike-Proteins sich aber ändern, und dann passt das durch Impfung aufgebaute Antikörpergedächtnis nicht mehr so gut. Stimmt das?

        Falls nicht: Wieso wirken die Impfungen nicht so gut gegen Omikron wie gegen Delta? (S. hier: https://www.derstandard.at/story/2000132610527/wie-gut-schuetzen-die-impfungen-noch-vor-omikron )

        Ich lerne ja gerne dazu.

        • „Durch Mutation kann die Form des Spike-Proteins sich aber ändern, und dann passt das durch Impfung aufgebaute Antikörpergedächtnis nicht mehr so gut. Stimmt das?“

          Die Mutationen betreffen meist nur eine Position in der Proteinkette, deren chemische Seitenkette dann verändert ist. Das behindert das Andocken eines Antikörpers, der an die alte Seitenkette angepasst war. So passen saure und basische Seitenketten zusammen, aber saure und saure nicht. usw
          Es ist aber komplizierter, weil der Seitenkettenaustausch auch zu einer veränderten Raumstruktur in der Umgebung führen kann! Hiermit können grössere Flächen, die für die Antikörperbindung gut sind, ausgeschaltet werden. Auf der anderen Seite sind die Freiheitsgrade des Wegmutieren auch nicht unendlich, SPIKE muss ja noch seine Funktionen erfüllen können.
          Es gibt bei einer Immunantwort gegen Spike sehr viele Antikörper gegen alle möglichen Bereiche des Spike, die auch „erinnert“ werden, man nennt sie „polyklonal“. Davon können sicher auch ein erheblicher Teil ausfallen, ohne das die Immunantwort in ihrer Wirksamkeit wirklich beeinträchtigt wäre. Das Immunsystem ist redundant.

          Wenn du aber wirklich einen sehr guten Antikörper haben willst, dann nimmst du eine antikörperproduzierende Zelllinie und kreuzt die in Krebszellen, um „unsterbliche Zellen“ zur Produktion eines „monoklonalen“ Antikörper, wie er für die Analytik unübertroffen ist, zu bringen.
          SO ein Antikörper ist dann natürlich möglicherweise wirklich „blind“ für Mutanten von Corona!

          Nochmal, dass Selektionsdruck Mutationsraten nicht anregt oder sowas:

          „Das mit dem Selektionsdruck hatte ich so verstanden, dass auf die bereits entstandenen Mutationen unterschiedlicher Druck ausgübt wird.“

          Durch was sollte da überhaupt „Druck“ ausgeübt werden? Wie sollte dieser Druck beschaffen sein? Das ist übrigens analog Irrtum der Neo-Kreationisten, die immer behaupten, es müsse noch eine Richtung der Evolution geben, einen Plan oder Leitlinien. Das Einschreiben von Erfahrungen zurück in die Erbinformation wäre dann als üblicher Evolutionsprozess zu erwarten. Aber das *zentrale Dogma* (das nennt man wirklich so) des genetischen Flusses ist der: DNA-> RNA ->Protein. Was dazu passt, dass die Mutationen am Anfang rein zufällig erfolgen.

        • Okay, ich nehme mal mit, dass nicht eine Sorte Antikörper gegen das Spikeprotein gebildet wird, sondern verschiedene, die an unterschiedlichen Stellen des Spikeproteins anknüpfen, und dass somit eine gewisse Robustheit gegen Mutationen des Spikeproteins vorhanden ist.

          „dass Selektionsdruck Mutationsraten… anregt oder sowas“

          Das meine ich auch nicht. Mir ist klar, dass die Mutationen am Anfang stehen und erstmal quasi völlig zufällig sind. Mit „Selektionsdruck“ meine ich die Einflüsse, welchen die Mutationen ausgesetzt sind. Ohne irgendeinen irgendwie gearteten Druck auf die bereits entstandenen Mutationen ist es völlig zufällig, welche Mutation das Infektionsgeschehen dominiert, und das kann dann auch mal rasch wechseln; zu erwarten wäre ein breit gestreutes Nebeneinander von vielen Mutationen. Wenn aber das menschliche Immunsystem aus welchen Gründen auch immer Variante A besser bekämpfen kann als Variante B, werden wir nach geraumer Zeit kaum noch Variante A und fast nur noch Variante B finden. Das verstehe ich unter Selektionsdruck. Je besser das Immunsystem mit Variante A fertig wird, desto schneller wird Variante B das Geschehen dominieren.

          • „zu erwarten wäre ein breit gestreutes Nebeneinander von vielen Mutationen.“

            Absolut korrekt! (du hattest das mit dem Selektionsdruck auch schon richtig aufgefasst)

            „Wenn aber das menschliche Immunsystem aus welchen Gründen auch immer Variante A besser bekämpfen kann als Variante B, werden wir nach geraumer Zeit kaum noch Variante A und fast nur noch Variante B finden.“

            Jetzt komm ich dahinter, wie du es meinst. Von Theoretischen her ist das simmig, so müsste Selektion auf dem Mikrolevel funktionieren. Der Teufel steckt im Detail, nichts ist schwieriger als Betrachtungen und Beschreibungen zur Konkurrenz bestimmter Varianten untereinander. Schon ein geringer Vorteil führt natürlich zu besserer Proliferation einer damit überlegenen Variante. In einem Individuum (mal als Brutreaktor des Virus gesehen) wird dieser Vorteil aber sicherlich keine entscheidene Rolle mit handfestem Ergebnis spielen. Und ob die weitere Passage durch weitere Individuen trotz kontinuierlicher Verbesserung (!) dann zum grossen Durchbruch dieser Variante führt, ist längst nicht ausgemacht. Genausogut kann ein bis dato wenig erfolgreicher Stamm, der so rumlungerte, zum grossen Gewinner werden, wenn er nur irgendeine günstige Mutation sich eingefangen hat. Mit anderen Worten: der unterschiedliche Druck auf Varianten sagt im Zweifel leider gar nichts über den zukünftigen Erfolg der Varianten. Man könnte meinen, dass die Evolution sich äussert ungern über die Schulter schauen lässt.

            Mit anderen Worten: es ist immer ein ziemliches Mysterium, warum jetzt diese oder jene Variante das Rennen macht. Dass das in overkill-Modus arbeitende Immunsystem hier grossen Einfluss auf die Selektion hat, halte ich für unwahrscheinlich. Die „wertvolleren“ Mutationen würde ich praktisch alle der Auseinandersetzung des Virus mit der zellulären Maschinerie erwarten, hier dürfte die Musik der Selektion spielen.

            Bleib am Ball, wenn ich hier wieder nicht ausreichend erklärt habe.

          • Doch, doch, ich denke, ich habe verstanden. Gut erklärt 😉 Kann natürlich sein, dass das Immunsystem einen vergleichsweise kleinen Selektionsdruck ausübt, verglichen mit Vorteilen auf anderer Ebene wie der zellulären, schnellerer oder einfach fehlerfreierer Virusproduktion etwa, oder was es da noch alles geben mag. Dann wären die Überlegungen hinsichtlich „Escape-Mutanten“ natürlich hinfällig, und die Beobachtung, dass nach Impfungen andere Mutationen dominieren, bloß Zufall.

          • „…. die Beobachtung, dass nach Impfungen andere Mutationen dominieren, bloß Zufall.“

            … und das dürfte einfach an der Biologie des Virus liegen. Ich würde wetten, dass es hier etwas Tolles zu entdecken gäbe!

            „Überlegungen hinsichtlich „Escape-Mutanten“ natürlich hinfällig“

            Sie sind sogar gefährlich, denn diese geben eine falsche Abwehrstrategie vor, und misst dieser (entwicklungsmässig) abseitigen Omikron-Linie eine zentrale Bedeutung bei, die sie aber nicht besitzt. Es ist viel wahrscheinlicher, dass eine nächste Variante „aus dem Nichts“ kommen wird.

            Die Abwehrstrategie dann wäre im letzteren Falle einfach weiter boostern, aber am besten mit einem Proteinimpfstoff (auch gegen den Corona-Ursprungsstamm). Denn dieser garantiert, dass die Menge Antigen (also das Protein, welches in den Körper gespritzt wird), die dem Immunsystem für die Entwicklung von Antikörpern bereitgestellt wird, wirklich ausreichend ist.

            Im anderen Fall, mit diesen ganzen indirekten Impfverfahren, die die Antigenproduktion in die Hände der Zellen legen, würde man nur riskieren, dass das Boostern nicht klappt. Eine ganz unbedenkliche einzelne Mutation, die nichtmal in der Nähe der Sequenz zu sein braucht, die den Transport des Antigens nach draussen aus der Zelle hinaus bewerkstelligt, könnte leicht die Antigenproduktion vollkommen zunichte machen! Oder überhaupt die Translation der RNA zu Protein zunichte machen. Diese Abänderung der Impfstoffsequenz wäre natürlich durch den Fokus auf Omikron und dieses ganze nicht-darwinsche Denken inspiriert. Hier wäre unbedingt zu empfehlen „never change a winning team“, also wenn schon indirekt wirkender Impfstoff, dann den bewährten halbwegs brauchbaren alten. Falls doch ein neuer gegen Omikron, dann sollte man besonders vorsichtig sein, dass der überhaupt funktioniert (und da habe ich bei dem Ethos, welches diesbezüglich gerade herrscht wenig Vertrauen).

            Um ein militärischen Vergleich zu bringen: dieser neue Omikron-Impfstoff ist sowas wie die Marginotlinie: ein Bollwerk an falscher Stelle, welches allzuleicht umgangen werden kann.

    • selektiv unvollständige Datenlagen sind der Modus Operandi der auf gar keinen Fall mitdenken Seiten, seit nur noch der *****müller da ist.
      Das war ja der Grund für den Weggang der redlichen Seite.

      Jetzt weiter zu was nicht ganz so Lustigem.

      https://www.zerohedge.com/political/its-him-or-me-neil-young-throws-tantrum-over-joe-rogan-demands-spotify-remove-his-songs

      War klar, Canuckdier …

      Canadian-American 70s performer Neil Percival Young has taken a stand against free speech – demanding Spotify pull his entire music catalog from their platform unless they silence podcaster Joe Rogan for spreading „fake information“ about vaccines.

      In an email to Warner Records, Young said Spotify „has a responsibility to mitigate the spread of misinformation on its platform,“ adding „I want you to let Spotify know immediately TODAY that I want all my music off their platform.“

      „They can have Rogan or Young. Not both,“ the raging liberal wrote.

      who https://t.co/hVc5wf5ost

      — zerohedge (@zerohedge) January 25, 2022
      Young’s letter was a response to a December podcast in which Rogan interviewed Robert Malone, a controversial virologist who researched messenger RNA vaccines and is now sceptical of them. On the podcast, Malone told Rogan that US hospitals are financially incentivised to falsely report deaths as being caused by coronavirus. Rogan has also on his podcast encouraged “healthy” young people not to get a Covid-19 vaccine. -FT

      raging Liberal
      echt
      Lieber Aal Jupp …

  2. Hat das hier schon jemand sinngemäß so geschrieben oder haben ich das woanders gelesen.
    Für die Regierung scheint es beim Impfen nur noch ums Impfen zu gehen, nicht mehr um die Gesundheit. Alle sollen schön über das Stöckchen springen. Man soll sich impfen lassen um ein Zeichen zu setzen… für die Geimpften?
    Was wenn mir dieses Zeichen setzen, dieses virtue signaling völlig am Arsch vorbei geht?

    Die merken es nicht mehr

    • schildert Prof. Werner – Chef von rund 6000 Mitarbeitern und verantwortlich für das Wohl von 50.000 stationären Patienten pro Jahr – die derzeitige Corona-Lage in seiner Klinik: „Wir beobachten, dass immer mehr Patientinnen und Patienten wegen ganz anderer Erkrankungen bei uns sind und dann – wie auch in der übrigen Bevölkerung – zufällig positiv getestet sind. Also keine Anzeichen für das Vorliegen einer Corona-Erkrankung haben.“ Deshalb, so Prof. Werner, sei es jetzt wichtig, zurück zur Ruhe zu finden. „Was die Anzahl lebensgefährlich erkrankter Patientinnen und Patienten betrifft, sind wir von einer Triage weit entfernt.“

      Das Uniklinikum Essen ist an rechter Schwrubler gefallen…

      Für den deutschen Bundestag bedeutet das bestimmt das die Impflicht um so wichtiger wird.

    • In normalen Zeiten würde das BVerfG ein derart begründetes Gesetz für einen Grundrechtseingriff mit deutlichen Worten in der Luft zerreißen. Aber was ist heute schon noch normal…

        • Der Klageweg steht Dir auch ohne vorheriges BVerfG-Urteil offen. Ich gehe davon aus, dass dies – im Falle des Inkrafttretens des Gesetzes – bis zum EGMR gehen wird.

  3. Wollte mir mal ein eigenes Bild machen von den neuen „Antidemokraten“, die selbst denken, sich trotz Social-Distancing-Verfügungen versammeln und oberhalb von Zimmerlautstärke „Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung“ rufen. Die sogar dafür durch den Nieselregen ziehen.
    Waren nur nette Leute, denen ich begegnet bin. Auch die Polizisten. Die wirkten etwas distanziert, aber gar nicht auf Krawall gebürstet.
    Fühlte sich gut an, mal wieder offene Menschen zu erleben, die sich verbinden und nicht voneinander entfernen.

    • War auch zweimal auf so einer Veranstaltung. Tatsächlich war alles streng unter dem Motto „Zusammenhalt“, keine konkreten politischen Äußerungen, keine Transparente, keine Sprechchöre, nur vereinzelt „Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung“, und das bei etwa 2000 Leuten. Da könnte man sogar als Impfpflicht-Befürworter mitlaufen, wenn man gegen den spalterischen Tonfall der Politik protestieren will.

  4. Sascha Lobo führt sich schon inner 2. „Kolumne“ auf wien Autofahrer, dem jemand die Vorfahrt genommen hat, und der sich deswegen in Folter-und Tötungsphantasien suhlt.

    „Die Querdenker werden nach der voraussichtlichen Aufhebung der Coronamaßnahmen im Sommer annehmen, einen Sieg errungen zu haben. Es wird die Neudefinition des Pyrrhussiegs. Viele werden ihn nicht erleben.
    (…)
    Hunderttausende teilweise gewaltbereite »Spaziergänger«
    (…)
    Aber selbst Zehntausende Tote in den eigenen, ungeimpften Reihen werden die Querdenker und Impfgegner nicht davon überzeugen, dass ihr Weg falsch war. Und ist. Und bleibt.“

    https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/corona-wenn-die-geduld-der-geimpften-endet-kolumne-a-f683aca3-5f0e-40fa-a432-58bdd1fa46ff?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    Quasireligiöse Raserei, durchsetzt mit pseudowissenschaftlichen Prognosen, pure Bestrafungsphantasie, weil man IHM nicht folgt…ich will Relotius wieder.

    Nach der Redemokratisierung der Bundesrepublik will ich Lobo, Stokowski und Böhmermann im Dschungel-Camp sehn, hören, wie sie heldenhaft den Aufstieg des 4.Reichs verhindern wollten.

  5. Mal wieder ein Bick auf die offiziellen Zahlen – und Verwunderung darüber, dass sich kaum jemand öffentlich dafür zu interessieren scheint.

    Schon seit November ist ja DIVI verpflichtet, Zahlen zum Impfstatus der Intensivpatienten zu erheben. Im aktuellsten RKI-Wochenbericht
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2022-01-20.pdf?__blob=publicationFile
    tauchen sie endlich das erste Mal auf. Auf Seite 18, versteckt(?) im Fließtext, wird mitgeteilt, dass im Zeitraum KW 51/21-2/22 insgesamt 4.713 Intensivpatienten festgestellt wurden, die entweder ungeimpft oder vollständig geimpft waren.
    Auf Seite 27 folgt dann die übliche Aufstellung der Impfdurchbrüche. Den dortigen Tabellen kann man entnehmen, dass die Summe der symptomatischen Corona-Intensivpatienten, die entweder ungeimpft oder vollständig geimpft waren, nur 815 beträgt.

    Nochmal zum Mitschreiben: Laut dem offiziellen Bericht des RKI sind von 4.713 Corona-ITS-Patienten ohne oder mit vollständigem Impfschutz anscheinend nur 815 symptomatisch, also nur maximal 17% dieser Patienten tatsächlich wegen Covid auf der ITS.

    • Nicht uninteressant in diesem Zusammenhang evtl. auch die Angabe des RKI im Wochenbericht auf S. 18, dass immerhin 11% der ITS-Patienten mit bekanntem Impfstatus „einen unvollständigen Immunschutz (genesen ohne Impfung oder Teil-Immunisierung)“ aufwiesen. Wenn man berücksichtigt, dass in Deutschland bislang insgesamt nur etwa 10% der Bevölkerung positiv getestet wurde und die meisten davon zwischenzeitlich den Genesenen-Status verloren haben und/oder geimpft sind, deutet einiges darauf hin, dass „Teil-Immunisierte“ bei der ITS-Belegung deutlich überrepräsentiert sind.
      Hier wäre es aufschlussreich gewesen, Genesene und Teilimmunisierte getrennt zu zählen. Ist das möglicherweise bewusst nicht erfolgt?

      • Dein Text scheint interessante Fakten zu besitzen. Es fehlt n.m.E. die deutliche Aussage. Du stellst oben fest, das nur 17% der ITS-Patienten mit Corona positiv symptomatisch waren. Dann greifst du von den ITS – Patienten mit Corona positiv und bekanntem Impfastatus 11% heraus, die nicht doppelt/dreifach (?) geimpft seien und vergleichst diese 11% mit dem analogen Anteil in der Bevölkerung, der nach deiner Meinung viel kleiner ist, als 10%, was dazu führt, dass nicht doppelt oder dreifach Geimpfte einen höheren Anteil an den Hospitalisationen mit Corona haben, als ihr Anteil in der Bevölkerung erwarten lässt.. Was ist die Aussage? Sind die Daten des RKI verlässlich?. Geben die Daten Anlass zur Sorge? Sind sie überwertet? Ist ein Trend erkennbar?

        • Quellwerk – das sind zwei voneinander völlig unabhängige Punkte – deswegen habe ich sie ja auch extra in zwei getrennte Kommentare geschrieben.

          1. Nach den eigenen Daten des RKI ist nur ein kleiner Teil der offiziellen Corona-ITS-Patienten tatsächlich wegen Corona auf der ITS. Wie zuverlässig diese Daten sind, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber es sind die offiziellen Angaben der zuständigen Bundesbehörde, sie sollten also maßgeblich für alle politischen Entscheidungen sein. Und angesichts dieser offiziellen Daten lassen sich Einschränkungen von Grundrechten offenkundig nicht mit der Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems begründen. Dies war auch schon anhand der Zahl der offiziellen Coronapatienten höchst fragwürdig, aber spätestens jetzt, wo das RKI quasi amtlich (wenn auch nur indirekt) bestätigt, dass die Zahl der wegen Covid auf den ITS liegenden Patienten anscheinend deutlich geringer ist als bisher angenommen, gibt es dafür keinerlei Rechtfertigung mehr.

          2. Wenn es zutrifft, dass Teilimmunisierte deutlich überproportional auf der ITS landen, wäre das natürlich ein Umstand, der dringend überprüft werden müsste. Nicht zuletzt deshalb, weil als teilimmunisiert ja auch all diejenigen zählen, die ihre zweite Impfung weniger als 14 Tage vor ITS-Einweisung erhalten haben. Ein möglicher Zusammenhang lässt sich da also nicht von vornherein ausschließen.

    • Habe gerade mal bei DIVI nachgeguckt.
      Aktuell belegte Intensivbehandlungskapazitäten Stand heute: 18.662.
      Selbst wenn sich davon einige im Wartebereich oder auf Station auch noch Omikron gefangen haben, sind die 815 Symptomatischen nicht unbedingt eine überzeugende Legitimation für das, was gerade in der Restwelt abläuft. Und das bei apokalyptischen Infektionsinzidenzen.

      4,6 Prozent der belegten Intensivplätze sind mit Covid-Kranken belegt – und wir verordnen Kindern Sportunterricht mit Maske? Wie krank ist das denn?

      • Eben, es ist völlig absurd, was hier abläuft. Überall heißt es „folge der Wissenschaft“, aber keinen interessiert es, dass die Wissenschaft weder eine besondere Bedrohlichkeit von Corona noch einen nachhaltigen Nutzen der meisten Einschränkungen auch nur ansatzweise darlegen kann.

      • Wenn ich das richtig verstanden habe, ergibt sich beim RKI die Gesamtzahl der auf ITS befindlichen Corona-Infizierten aus der Zahl der Geimpften plus der Ungeimpften. Davon ist aber nur ein kleiner Teil symptomatisch, also wirklich an Covid erkrankt.
        Das sind meiner Meinung nach üble rechnerische Taschenspielertricks, damit nicht solche klaren Übersichten zustande kommen:

        – Anteil der Bevölkerung, der hospitalisiert ist
        – Anteil der Bevölkerung, der aufgrund symptomatischem Covid hospitalisiert ist
        – Anteil der Bevölkerung auf ITS
        – Anteil der Bevölkerung auf ITS aufgrund von Covid-Symptomen

        Ein solcher Pandemie-Überblick würde sofort dazu führen, dass sich Menschen umarmen, sich die Hände schütteln und manch Ungeimpfter fordern würde, sich mal wieder die Haare schneiden lassen zu können.
        Denn wir wären in Größenordnungen das allegemeinen winterlichen Lebensrisikos.

      • @FS – Bei seinen Berechnungen zu den Impfdurchbrüchen (=symptomatisch trotz Impfung) ermittelt das RKI bei den ITS-Patienten den Anteil der vollständig Geimpften sowie der Geboosterten an der Summe der symptomatischen Ungeimpften + vollständig Geimpften bzw. Geboosterten. Genesene und Teilgeimpfte werden hierbei nicht berücksichtigt.
        Demzufolge lassen sich dem RKI-Wochenbericht nur die symptomatischen Geimpften und Ungeimpften entnehmen, so dass auch nur für diese Gruppen ein Vergleich mit der Gesamtzahl der entsprechenden ITS-Patienten möglich ist.

        Am besten bitte kurz den Wochenbericht Seite 18 (letzter Absatz) und die Tabellen Seite 27 lesen, da ist das recht deutlich ausgeführt.

  6. meine 2 cents, insbesondere zu Biontech, aber genauso ganz iA:

    1. Die Preise können nicht tief genug sein, ins fallende Messer greifen ist schnell geschehen
    2. Die Verluste sind real und die Gewinne virtuell.
    3. viel zu teuer, D ist doch kein Investmentgrade mehr. Reines Eigenfinanzinstrument zur Setzung von Zinsraten.

  7. Ich bin infiziert und erkrankt.

    Dennoch wird das in keiner Statistik auftauchen, gerade WEIL ich mich an die Regeln halte:
    Mein Kind hatte einen positiven Schul-PCR-Test. Also Kind in Isolation, Kind 2 (wegen Alter ungeimpft) in Isolation.
    Meine Frau und ich geboostert. Frage bei der Hotline des Gesundheitsamtes nach, was wir tun sollen.
    Wir unterliegen keiner Quarantäne. Es wird keinen (kostenlosen) PCR-Test geben. Es sei denn, bei uns träten Symptome auf…
    Das war Freitag. Am Samstag/Sonntag traten bei uns Erwachsenen Symptome auf. Gesundheitsamt geschlossen. Private Testzentren betonen: kein Zutritt mit Symptomen!
    Am Montag kein Durchkommen bei Hausarzt/Gesundheitsamt. Laut Homepage der Stadt kann man seine Erkrankung online eingeben. Die Liste ist nicht online.
    Der Arbeitgeber meiner Frau akzeptiert ein Foto des positiven Selbsttests für die Krankmeldung. Ich bin noch in Elternzeit.

    Nach den aktuell geltenden Regeln in NRW darf ich am Sonntag (sofern ich symptomfrei bin) einen Bürgertest zum Freitesten machen. Mein großes Kind darf am Montag ohne weitere Nachweise wieder in die Schule…

    Was mich besonders ankotzt: ich habe keine Möglichkeit, meine Erkrankung in die Statistik einfließen zu lassen! Von einem offiziellen Genesenen-Status reden wir gar nicht erst…

    • Gute Besserung!
      Was ich absolut unwürdig finde ist, dass wirklich Erkrankte keine medizinische Fürsorge erhalten, wenn sie schon eingesperrt werden. Nichts.
      Stattdessen Regeln und Auflagen, die sich nicht an Infektiosität, sondern am Impfstatus orientieren.

      Das ist eindeutig kein Bevölkerungsschutz, das ist nur noch Impfprogramm.

    • Ja, gute Besserung. Wie sind denn die Symptome?

      Vermutllich ist es besser, die Krankheit fließt nicht in die Statistik ein, wird ja eh nur zur Panikmache verwendet. Der Genesenenstatus wurde ja ohnehin wertlos gemacht.

      Unglaublich, was in diesem Land passiert! Man kommt sich echt maximal verarscht vor.

      Aber gut, dass die Behörden überfordert sind, ich würde mich einfach so verhalten, als ob ich einen grippalen Infekt hätte. Sehr viel mehr ist es ja genau genommen auch nicht. Das heißt: wenn ich mich schlecht fühle: zu Hause bleiben und krank schreiben lassen. Wenn ich mich gut fühle: bin ich gesund und kann alles machen.

      • Die Symptome sind wie bei einer Erkältung:
        Brummschädel, belegter Hals, Husten. Zum Glück weder Fieber noch Lungenentzündung.
        Wenn mein Sohn keinen positiven PCR-Test gehabt hätte, hätte ich es für ne normale Erkältung gehalten.

    • Wir sind an einem Punkt, wo das Land NRW durchseucht wird.

      Als dreifach Geimpfter besteht bei mir keine Quarantänepflicht als Kontaktperson. Da ich nirgendwo hingehe, lasse ich mich nicht testen (bzw. bin nicht testpflichtig, wegen Booster). Wenn mein Kind nicht in der Schule getestet worden wäre, hätte ich bei meinen Symptomen niemals einen Test gemacht.

      Habe gerade einen Selbsttest gemacht. Deutlich positiv. Bin also vermutlich ansteckend.
      Da ich nicht „offiziell“ positiv bin, habe ich theoretisch volle Bewegungsfreiheit. Ich hocke nur zu Hause, weil ich mich dazu verpflichtet fühle (habe als Beamter immerhin einen Eid auf Gesetzestreue geleistet).

      Wieviele Leute laufen da draußen vollkommen regelgerecht rum (geimpft/geboostert, infiziert aber symptomfrei) und seuchen fröhlich rum?

      • Wieviele Leute laufen da draußen vollkommen regelgerecht rum (geimpft/geboostert, infiziert aber symptomfrei) und seuchen fröhlich rum?

        Ja, gute Frage. Eventuell wäre es doch besser gewesen man hätte eine umfassende Teststrategie implementiert?

        Da ich nicht „offiziell“ positiv bin, habe ich theoretisch volle Bewegungsfreiheit. Ich hocke nur zu Hause, weil ich mich dazu verpflichtet fühle (habe als Beamter immerhin einen Eid auf Gesetzestreue geleistet).

        Finde ich gut und richtig. Sollte eigentlich selbstverständlich sein dass man nicht rausgeht wenn man weiß dass man krank und ansteckend ist.

        Gute Besserung dir und deiner Familie!

        • Wo lebst du eigentlich?

          Die umfassende Teststrategie, die dir so vorschwebt, kann schon allein aufgrund der fehlenden Ressourcen gar nicht gewährleistet werden.

          Gerade weil nicht getestet werden kann, besteht ja kein Anrecht und keine Pflicht auf bzw. für einen PCR-Test, wenn man symptomlos (aber vielleicht trotzdem infektiös) schnellgetestet worden ist.

          Mann, geht mir so dummes Geschwafel von euch Impflamisten mittlerweile auf den Sack.

      • Wieviele Leute laufen da draußen vollkommen regelgerecht rum (geimpft/geboostert, infiziert aber symptomfrei) und seuchen fröhlich rum?

        Wobei das eigentlich auch nur deshalb problematisch ist, weil es die Grundrechtseinschränkungen ad absurdum führt. Dass Leute in der Öffentlichkeit herumlaufen und unbewusst andere mit zu meist leicht verlaufenden Infektionskrankheiten anstecken, war früher völlig normal und allgemein als Lebensrisiko akzeptiert.

        Ich will mein normales Leben zurück und bin bereit, dafür ein gewisses Risiko einer Ansteckung mit Infektionskrankheiten in Kauf zu nehmen – wie es halt immer war. Wer Krankheitssymptome hat, sollte vorsichtig sein im Kontakt mit anderen Menschen (und umgekehrt), aber das ist auch alles.

        Ich weiß nicht, wie repräsentativ mein Bekanntenkreis ist, aber in meiner Lebensrealität existiert Corona praktisch nicht, sondern nur die Gegenmaßnahmen. Nach zwei Jahren „Pandemie“ kenne ich noch immer keinen einzigen Menschen, der wegen Covid im Krankenhaus war, geschweige denn daran verstorben ist. Und auch die allgemeinen Krankheitsbilder sind völlig unauffällig. Erkältungskrankheiten/Grippe allgemein sehr niedrig, was sicherlich an den Maßnahmen liegt, aber auch die mir bekannten Covid-Fälle wären früher größtenteils als harmlose Erkältungen ohne jede Aufmerksamkeit durchgerutscht, mit ein paar Grippefällen unterschiedlicher Heftigkeit.

        Ich will Corona keineswegs verharmlosen, aber die Corona-Maßnahmen stehen offenkundig völlig außerhalb jeder Verhältnismäßigkeit zur tatsächlichen Gefährdungslage. Und wenn dann die Umsetzung dieser Maßnahmen auch noch auf eine Art und Weise erfolgt, die den angeblich beabsichtigten Zweck des Bevölkerungsschutzes konterkariert, entfällt jegliche Legitimation dafür.

        • Ich kenne mittlerweile zwei Leute, die tatsächlich an covid erkrankt sind, ein Dritter hat derzeit einen Corona-Verdacht. Ansonsten bin ich mir im übrigen sehr sicher, dass die meisten übrigen Erkältungskrankheiten derzeit offenbar eher selten auftreten, nicht weil die Maßnahmen so toll wirken (Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht, letztere sowieso nicht), sondern der Großteil eher der exzessiv ausgelebten Hygiene geschuldet ist. Desinfektion an allen Ecken und Enden, Händewaschen und Desinfektion und vor allen Dingen auch die Begrüßung ohne Handschlag, spielen meiner Ansicht nach die größte Rolle für weniger Infektionen.
          Es gibt ja wunderbare Experimente, wie stark man Keime quasi von Hand zu Hand (und Gegenstände) weitergibt. Eine mir bekannte Hautärztin hat sich übrigens vor Jahren schon „abgewöhnt“, Menschen die Hand zu geben.

          Dass Masken nicht gegen eine Infektion schützen ist für mich klar, wenn ich ihn sehe wie Dampfer ihren Mief durch die Maske pusten.

  8. Es ist wirklich Angst einflößend, was da zu den Impfungen geleakt wurde. Auch in meinem Bekanntenkreis gab es vor zwei Wochen eine Totgeburt. Traurig, aber kann halt vorkommen, dachte ich mir.

    https://www.riotimesonline.com/brazil-news/modern-day-censorship/shocking-revelations-in-hidden-pfizer-vaccine-studies-nearly-100-death-rate-among-unborn-children-in-pregnant-women/

    Hoffentlich sind das nur verschwörungstheoretische Fake-News, die glaubhaft widerlegt werden können. Bei Einführung der mRNA-Impfungen war uns doch versprochen worden, dass es keine Folge- und Langzeitwirkungen geben kann. Unmöglich, ganz sicher.

    • Es ist wirklich Angst einflößend, was da zu den Impfungen geleakt wurde.

      Aus deinem Link:
      „In the end, the results meant that in at least 87.5% of cases pregnant women lost their children after Covid vaccination! Global Research even suggests a 100% “kill rate”“

      Ja. So funktionieren Massenpsychosen.

      Die häufigste psychogene Ursache für eine Psychose ist eine Flut negativer Emotionen wie Angst oder Furcht, die eine Person in einen Zustand der Panik versetzt.

      Mein Beileid an deine Bekannte, das ist eine schreckliche Sache.

    • https://www.statistik.at/web_de/presse/127483.html

      Personen, die mindestens einmal gegen COVID-19 geimpft wurden, haben unabhängig von Alter und Geschlecht ein deutlich niedrigeres Sterberisiko als ungeimpfte Personen. Das geht aus erstmals von Statistik Austria erstellten Analysen von Daten des Nationalen Impfregisters sowie der Daten über Gestorbene im Zeitraum September bis Dezember 2021 hervor. In dieser Auswertung wurden alle Sterbefälle unabhängig von der Todesursache berücksichtigt, wobei zwischen geimpften Personen (all jene, die zumindest eine Dosis eines in Österreich anerkannten Impfstoffs gegen COVID-19 erhalten haben) und ungeimpften Personen unterschieden wurde.

      „Ungeimpfte haben ein signifikant höheres Sterberisiko als jene, die zumindest eine Impfdosis gegen COVID-19 erhalten haben – das ist in beinahe allen Altersgruppen und unabhängig vom Geschlecht der Fall. Die deutlichsten Unterschiede sehen wir allerdings bei Personen höheren Alters: Im Zeitraum September bis Dezember 2021 starben rund 2.884 von 100.000 zumindest einmal Geimpften über 80 Jahre. Bei den Ungeimpften in der gleichen Altersgruppe war die Sterberate mit 6.676 je 100.000 mehr als doppelt so hoch“, erklärt Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

      Man muss allerdings berücksichtigen, dass die Gruppe der Ungeimpften auch Personen enthält, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, und daher vermutlich generell ein höheres Sterberisiko haben. Auch in soziodemographischer Hinsicht dürfte es systematische Unterschiede zwischen Geimpften und Ungeimpften geben, was sich auf das Sterberisiko auswirken kann.

      • @pingpong

        Was ist denn das? Eine Auswertung von Pfizer? Die Covid-Impfung als Tausendsassa, die das Sterben der Menschen verhindert.
        Bin ja kein Statistiker, aber welche Relevanz hat denn ein eine Aussage wie: „Menschen, die gegen Tetanus geimpft sind, sterben erheblich seltener als gegen Tetanus ungeimpfte – unabhängig von der Todesursache.“?
        Sinnvoll ist nur eine Gegenüberstellung mit Todesfällen, deren Versterben mit dem Impfzweck zu tun hat.

        Was für plumpe AgitProp, die ich so nur vom RKI, PEI oder direkt von der Pharmaindustrie erwartet hätte.
        Schämt euch, Statistiker.

        • Bin ja kein Statistiker

          Ja, das ist offensichtlich.

          welche Relevanz hat denn ein eine Aussage wie: „Menschen, die gegen Tetanus geimpft sind, sterben erheblich seltener als gegen Tetanus ungeimpfte – unabhängig von der Todesursache.“?

          Mach erst einmal Mittagspause, atme ein paar mal durch und überleg dir die Sache dann noch einmal von vorne.

          Hier ist ein Hinweis: Welche Relevanz könnte die Aussage „Menschen die gegen Pocken geimpft sind, sterben mitten in einer großen Pocken-Epidemie insgesamt (d.h. alle Todesursachen zusammen) erheblich seltener als gegen Pocken Ungeimpfte“ wohl haben?
          Follow-up Frage: Welche Relevanz hat das im Lichte eines angeblichen großen „Schattensterbens, welches durch die Impfung verursacht sein soll?

          • Also wenn du hier suggerieren möchtest, ein Vielfaches der offiziellen Covid-Toten würde auch an Corona sterben, wir würden das nur nicht merken, möchte ich darauf hinweisen, dass das Schattensterben der Jüngeren mit der Impfkampagne einsetzte und nicht Früjahr 2020 mit Corona.
            Und dass keiner der unzähligen Tests anschlägt, die jeder inzwischen machen musste, und die Toten auch keine halbwegs typischen Covid-Symptome hatten, widerspricht auch der eher verschwörungstheoretischen Auffassung, so gut wie jeder Todesfall in unseren Ländern sei die Folge von Corona.

            Die Briten hatten sich doch lange gewundert, warum nach Start der Impfkampagne die Zahl der verstorbenen Ungeimpften so in die Höhe schnellte. Sie stellten dann vor kurzem fest, dass die Geimpften erst nach der Zweitimpfung plus soundsoviel Tagen als Geimpfte definiert worden waren und vorher als ungeimpft galten.

            Also hilf mir bitte noch ein Stück weiter: Was soll diese Pressemitteilung nun konkret aussagen? Was ist die Message?

          • Also wenn du hier suggerieren möchtest, ein Vielfaches der offiziellen Covid-Toten würde auch an Corona sterben, wir würden das nur nicht merken

            Das muss ich gar nicht suggerieren. Das ist so.
            Hat aber mit dieser Pressemitteilung nur am Rand zu tun.

            möchte ich darauf hinweisen, dass das Schattensterben der Jüngeren mit der Impfkampagne einsetzte und nicht Früjahr 2020 mit Corona.

            Und der betrachtete Zeitraum in der Statistik oben ist September bis Dezember 2021. Also ein Zeitraum von dem du getrost annehmen kannst, dass die Zweitimpfung bei einem Großteil der Geimpften schon soundsoviele Tage zurück lag. In diesem Zeitraum wurde schon geboostert. Es ist der Zeitraum, in dem dein angebliches „Schattensterben“ durch die Impfung stattfindet.

            so gut wie jeder Todesfall in unseren Ländern sei die Folge von Corona

            Wer behauptet denn sowas?

            Die offiziellen Covid-Todesfälle sind eine untere Schranke und unterschätzen die Opfer der Pandemie erheblich: Ja.
            So gut wie jeder Todesfall in unseren Ländern ist auf Covid zurückzuführen: Nein.

            Also hilf mir bitte noch ein Stück weiter: Was soll diese Pressemitteilung nun konkret aussagen? Was ist die Message?

            1. Die Impfung ist eines der effektivsten Mittel um schwere Verläufe und Todesfälle durch Covid zu vermeiden.
            2. Die Annahme, die Impfung würde in einem großen Ausmaß zu Todesfällen führen („Schattensterben“) ist BS.

          • 1. Die Impfung ist eines der effektivsten Mittel um schwere Verläufe und Todesfälle durch Covid zu vermeiden.

            Eines der effektivsten Mittel? Eine erfolgreiche Impfkampagne wie bei Masern würde die Nachricht nach sich ziehen: „Durch die Impfung konnte die Erkrankung und Infektion bei den Geimpften verhindert werden.“
            Und wenn schon das nicht, dann wenigstens:
            „Von den 2000 im Zeitraum xy aufgrund von Covid-Symptomen im Krankenhaus behandelten Geimpften sind weniger als 10 daran verstorben.“
            Das wären Aussagen hinsichtlich der Impfeffektivität. Kann die Impfung aber leider nicht bieten.

            Die Gesamtheit aller Verstorbenen an allen Todesursachen zu nehmen, sie in Geimpft und Ungeimpft aufzuteilen – und daraus dann den Erfolg der Impfung abzuleiten, stinkt doch zum Himmel. Wer weiß zum Beispiel, wie viele Ungeimpfte Selbstmord begangen haben, weil sie nicht mehr das Haus verlassen durften?
            Und deren Selbstmord beweist dann den Erfolg der Impfkampagne? Echt nicht.

            2. Die Annahme, die Impfung würde in einem großen Ausmaß zu Todesfällen führen („Schattensterben“) ist BS.

            Ist euer Impfregister schon so perfektioniert, dass bei jedem Toten der Impfstatus zugeordnet werden kann? Ich bin in Österreich nicht sachkundig, aber dann müsste es dieses Impfregister ja schon viele Jahre geben. Denn in den letzten paar Wochen kann es unmöglich vollständig erstellt worden sein. Warum kommt in der PM kein einziger Österreicher mit „Impfstatus unbekannt“ vor?

            Was mich einfach sehr ungläubig zurücklässt, ist die implizierte Behauptung, Menschen mit Impfung würden generell erheblich seltener sterben als welche mit Impfung. Diese Implikation finde ich unseriös, sofern man nicht von einer überirdischen, heilsbringerischen Vakzinkraft ausgeht.

            Ich denke weiterhin, dass eine solche Pressemitteilung keine relevante Aussage zum Schattensterben liefert – sonst würde sie sich nicht an derart sonderbaren Parametern orientieren.

          • Du konzentrierst dich zielgenau auf Nebensächlichkeiten und übersiehst das offensichtliche. Das Signal ist hier so deutlich (Todesrate von Ungeimpften um 100% höher als von Geimpften), dass es Dinge wie eine eventuelle sporadische Fehlerfassung des Impfstatus oder einige Selbstmorde völlig dominiert.

            Die Entkoppelung der Covid Todesfälle von den Covid Infektionen seit Beginn der Impfung ist global mit freiem Auge sichtbar.

            Zur Geschichte des Impfregisters siehe hier. Selbstverständlich werden die Impfungen erfasst, was glaubst du denn wie sonst der grüne Pass funktionieren würde?

            Diese Implikation finde ich unseriös, sofern man nicht von einer überirdischen, heilsbringerischen Vakzinkraft ausgeht.

            Umgekehrt: Geimpfte leben in etwa normal lange (in etwa so wie vor der Pandemie), die Ungeimpften sterben früher. Die Impfung hat keine überirdische heilsbringerische Kraft, sondern reduziert einfach die tödlichen Folgen der Covid Pandemie. Dass wir eine Pandemie haben ist dir bewusst, oder?

            Ich denke weiterhin, dass eine solche Pressemitteilung keine relevante Aussage zum Schattensterben liefert

            Wie sollte denn deiner Meinung nach eine Untersuchung zum Thema „verursacht die Impfung ein Schattensterben?“ aussehen?
            In irgendeiner Form sollte man doch hierfür die Anzahl der Todesfälle von Geimpften mit der Anzahl der Todesfälle von Ungeimpften vergleichen, oder?

          • Natürlich ist die Zahl der Infektionen von denen der Toten zunehmend entkoppelt. Wir hegen Corona ja auch ein. Interessanter ist doch die massiv sinkende Zahl der Hospitalisierungen im Verhältnis zu den Infektionen.
            Gerne können wir dieses virale jahreszeitliche Geschehen „Pandemie“ nennen, was aber nichts daran ändert, dass wir auf ITS vielleicht knapp fünf Prozent Covid-Erkrankter haben. Das ist angesichts der Jahreszeit nicht wirklich viel.
            Also haben wir eine Pandemie, aber keinen medizinischen Notstand. Den hatten wir die ganze Zeit noch nicht. Alle entsprechenden Panik-Modellierungen liefen ins Leere.

            Wenn du jetzt sagst, nicht mRNA-Behandelte haben generell, also unabhängig von der Diagnose Covid, eine um 100% höhere Todeswahrscheinlichkeit als entsprechend Behandelte, dann hört sich das an wie eine Werbung für Anti-Demenz-Tabletten aus dem ZDF-Vorabendprogramm. Die Behauptung halte ich für nicht plausibel. Würde die Impfung so etwas leisten, würden die Leute sich wegen „Impfvordrängelei“ gegenseitig die Birne einschlagen und keiner müsste gezwungen werden.

            Dass das entsprechende Zahlenmaterial häufig unseriös ist, haben wir in GB, Bayern, Hamburg, Sachsen erlebt. Dort wurde die „Pandemie der Ungeimpften“ geprägt mit unwahren Zahlen, weil alle mit unklarem oder nicht mehrfachem Impfschutz als Ungeimpfte eingeordnet wurden. Wir wissen aber, dass Omikron sehr häufig die einfach oder doppelt Geimpften infiziert.

            Eine Untersuchung des Schattensterbens muss als zentralen Punkt die Todesursachen haben. Sind manche Todesursachen plötzlich sehr häufig? Gibt es eine massive Zunahme in bestimmten Altersgruppen von bestimmten Erkrankungen? Wenn solche Auffälligkeiten festgestellt werden, sollte im Nachgang geschaut werden, ob die Betroffenen und zu welchem Anteil geimpft oder womöglich von einer Infektion genesen waren, was dann auch Indizien für LongCovid liefern könnte.

            Eine solche Untersuchung ist doch eigentlich banal. So banal, wie die Pandemie-Situation mit entsprechend repräsentativen Test-Szenarien zu validieren.
            Aber das findet nicht statt. Es gibt fast nur noch politisch interessenorientierten Zahlensalat. Das ist doch erbärmlich.

            Und da gehöre ich zu den vielen, die es einfach nicht glauben, wenn es plötzlich heißt, mRNA hätten eine erheblich geringere generelle Sterbewahrscheinlichkeit.

          • Du hast vor einiger Zeit im Zusammenhang mit dem „Schattensterben“ angemerkt Todesfälle wären eine harte Währung, bei der es nicht viel zu deuteln gibt. Jemand ist tot, oder nicht. Und wenn du diese harte Währung mit dem Impfstatus verknüpfst, dann zeigt sich eben das was oben in dem Link steht. Selbst wenn du davon ausgehst dass es große Unsicherheiten bei den Zahlen gibt ist das Signal noch immer sehr stark.
            Und ich schrieb am Anfang dass es bestimmte Dinge (manche Menschen können aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden) gibt die man beachten muss.

            Dass das entsprechende Zahlenmaterial häufig unseriös ist

            Was ist unseriös? Die Todeszahlen? Die Zuordnung zu geimpft/ungeimpft?

            weil alle mit unklarem oder nicht mehrfachem Impfschutz als Ungeimpfte eingeordnet wurden. Wir wissen aber, dass Omikron sehr häufig die einfach oder doppelt Geimpften infiziert.

            Steht doch im Link oben:

            Im Rahmen dieser Auswertung wird zwischen geimpften und ungeimpften Personen unterschieden. Zu den Geimpften zählen alle Personen, die zumindest eine Impfdosis gegen COVID-19 in Österreich erhalten haben, auch wenn danach keine weitere vorgesehene bzw. empfohlene Impfdosis mehr verabreicht wurde und/oder das Impfzertifikat („Grüner Pass“) zwischenzeitlich abgelaufen ist.

            Als geimpft zählen alle, die irgendwann eine (1) Impfung erhalten haben. Auch wenn das im Februar 2021 war und im Beobachtungszeitraum September-Dezember 2021 der Impfschutz schon gar nicht mehr vorhanden ist. In Österreich sind über 75% der Bevölkerung im Impfregister mit mind. einer Dosis erfasst. Selbst wenn du annimmst, dass ALLE verbleibenden Menschen ebenfalls geimpft sind und nur fälschlicherweise nicht im Impfregister erfasst, kann das einen Unterschied von 100% nicht erklären.

            Eine Untersuchung des Schattensterbens muss als zentralen Punkt die Todesursachen haben. […] Eine solche Untersuchung ist doch eigentlich banal.

            Sollte so etwas gemacht werden, bist du der erste der einwendet dass man die Todesursache so genau nicht feststellen könne (s. Diskussion um die Covid-Todesfälle, Motorradunfall der positiv getestet wurde usw.). Du hast in diesem Zusammenhang auch gesagt letztlich sterben doch alle Menschen an Herzschwäche. Du hast die Meinung vertreten, die Zuordnungen zu bestimmten Todesursachen ist immer ein Graubereich und überhaupt: nichts genaues weiß man nicht.
            Aber jetzt soll das auf einmal banal sein?

            Ich habe damals dasselbe eingewandt wie jetzt: Ja, diese Unsicherheiten gibt es alle. Aber die Ergebnisse sprechen eine so deutliche Sprache, dass eventuelle Fehlerfassungen (in welcher Richtung auch immer) wenig Rolle spielen. Der Signal-Rauschabstand ist mehr als groß genug.

            Die Daten in der Pandemie sind nicht perfekt, und manche sind sogar unbrauchbar. Das ist hier aber nicht der Fall, im Gegenteil.

      • Es gibt diverse Umstände, die (nicht zuletzt angesichts der niedrigen absoluten Zahlen in jüngeren Altersgruppen) die Ergebnisse – sowohl in die eine als auch in die andere Richtung – verzerren könnten, so dass ich den Aussagewert der Statistik kaum beurteilen kann. Und wenn ich sehe, dass in Tabelle 3 eine Schätzung der Lebenserwartung Geimpfter und Ungeimpfter abgegeben wird, die nicht näher erläutert wird, aber meinem bescheidenen Wissen nach auf Grundlage der bisher vorliegenden Daten keinesfalls seriös erstellt werden kann, habe ich so meine Bedenken.

        Aber mal unterstellt, die Statistiken seien aussagekräftig – dann wäre festzustellen, dass das außer für Hochbetagte ohnehin im Promillebereich liegende (für unter 40-jähriger kaum messbare) Sterberisiko durch die Impfung anscheinend nicht einmal halbiert wird. Mag jeder für sich beurteilen, ob ihm diese auch relativ überschaubare und absolut praktisch vernachlässigbare Risikoreduzierung die Unannehmlichkeiten der Impfung sowie das Restrisiko einer langfristigen Schädigung des Immunsystems wert ist.

        • Mag jeder für sich beurteilen, ob ihm diese auch relativ überschaubare und absolut praktisch vernachlässigbare Risikoreduzierung die Unannehmlichkeiten der Impfung sowie das Restrisiko einer langfristigen Schädigung des Immunsystems wert ist.

          Desinformation, wie von dir hier vorgeführt, passiert häufig nicht mit falscher Information, sondern mit unvollständiger Information.

          • Magst du deinen Desinformations-Vorwurf etwas näher erläutern?
            Insbesondere würde mich interessieren, warum, wenn du ohne nähere Einordnung auf eine Statistik verlinkst und ich dann schlicht auf die dortigen Daten Bezug nehme, ich derjenige sein soll, der desinformiert. 😉

          • Du bist nicht imstande oder nicht Willens, eine ordentliche Gegenüberstellung der Risiken von Covid und Impfnebenwirkung zu machen.

            Das hier:

            „Mag jeder für sich beurteilen, ob ihm diese auch relativ überschaubare und absolut praktisch vernachlässigbare Risikoreduzierung die Unannehmlichkeiten der Impfung sowie das Restrisiko einer langfristigen Schädigung des Immunsystems wert ist.“

            ist Desinformation, weil du die Risiken von Covid mit deutlichen (fraglichen) Worten quantifizierst, die Risiken der Impfung jedoch nicht. Unvollständige Information.

          • Pingpong, das ist Unsinn. Und das weißt du auch ganz genau, deshalb gehe ich darauf nicht näher ein, sondern wiederhole schlicht, dass sich jeder seine eigene Meinung anhand der für ihn persönlich geltenden Kriterien bilden soll.

          • Pingpong, nur weil du nicht willens oder in der Lage bist, meine eigentlichen Aussagen zu verstehen, verpflichtet mich das selbstverständlich nicht dazu, deinen Vorstellungen nachzukommen.

            Im Übrigen finde ich es bemerkenswert, wie schnell du anderen Desinformation unterstellst, während du selbst offenbar keinerlei Problem damit hast, eine Pressemitteilung zu verlinken, die ein „deutlich niedrigeres Sterberisiko“ von Geimpften gegenüber Ungeimpften propagiert. Rein formal lässt sich diese Aussage zwar vertreten, weil – wenn man mal unterstellt, dass Österreich über das Impfregister tatsächlich sicher den Impfstatus aller Verstorbenen kennt und nicht, wie in D, Menschen mit unbekanntem Impfstatus pauschal den Ungeimpften zugeschlagen werden) – die Gruppe der Ungeimpften tatsächlich höhere Sterberaten aufzuweisen scheint.
            In der Praxis wird aber fast jeder Bürger die Pressemitteilung so verstehen, dass die niedrigeren Sterberaten wegen der Impfung zustandekommen. Eine solche Aussage gibt die Statistik aber gar nicht her, weil, wie Statistik Austria am Schluss der Mitteilung selbst zugesteht, die Gruppen der Geimpften und der Ungeimpften vermutlich nicht vergleichbar sind. Nach der Überschrift und dem Einleitungssatz wird diese wesentliche Einschränkung der Aussagekraft aber kaum jemandem auffallen.
            So geht Desinformation…

          • Deshalb habe ich im ersten post diese Bedenken extra dazugeschrieben. Dass du dich bemüßigt fühlst das alles in einer länglichen Abhandlung zu wiederholen, demonstriert nur dein eigenes motivated reasoning oder was auch immer. Durchschaubare Sophisterei.

          • Aha, weil du hier auf AE etwas dazuschreibst, beeinflusst das die öffentliche Wahrnehmung dieser Mitteilung von Statistik Austria? 😉

            Entweder nimmst du dich deutlich zu wichtig oder (bzw. und?) du hast schon wieder nicht den Kern einer Aussage verstanden. In diesem Fall, dass ich Statistik Austria Desinformation vorwerfe.

          • Erbsengehirn, im Gegensatz zu dir liefert die Statistik Austria wenigstens einigermaßen vollständige Information. Man muss es halt auch lesen, nur die Überschrift und der einleitungssatz ist zuwenig, das kann dir niemand abnehmen…

          • Und wieder am relevanten Punkt völlig vorbeikommentiert, dafür aber eine grundlose Beleidigung eingebaut. Pingpong, bei dir ist echt Hopfen und Malz verloren.

          • Wer hätte gedacht dass du schon wieder deine langweilige Platte spielst. Man könnte fast meinen du hast sonst nichts. Peinlich.

          • „…Desinformation…“

            Noch so ein typischer pingpong: Er macht sehr gerne aus einer Meinungsverschiedenheit eine moralische Frage.

          • “…Desinformation…”

            Noch so ein typischer pingpong: Er macht sehr gerne aus einer Meinungsverschiedenheit eine moralische Frage.

            Desinformation tötet Menschen.

            Wie war das mit primum non nocere?

          • @Renton – ja, das ist leider im heutigen Diskurs generell ein beliebtes Mittel, wenn man versuchen will, sich in Diskussionen Vorteile zu verschaffen, obwohl man in der Sache wenig Argumente hat…

          • @pingpong

            Meinungsverschiedenheiten redlich auszutragen rettet Menschenleben. Meinungsverschiedenheiten mit der Moralkeule beenden zu wollen tötet.

            (Der Vorrat meiner Kalendersprüche ist auch unbegrenzt…)

          • Anti-Impf Propaganda, Ivermectin, „Covid ist nur eine Erkältung“ und ähnliche Desinformationen töten Menschen tatsächlich. Dein Spruch hingegen ist einfach nur dumm.

            Primum non nocere.

          • Abgewürgte Diskussionen verhindern, die beste Lösung zu finden. Deshalb ist es dumm, die Moralkeule zu schwingen.

            Guck mal – so kann man aus einer Behauptung (Das ist dumm!) ein Argument machen. Ist gar nicht so schwierig.

          • OT Sophisterei.

            Es geht um Desinformation im Zusammenhang mit covid, so wie sie u. a. auch hier im forum verbreitet wird.

            Desinformation tötet.

            Primum non nocere.

            Dass du darauf mit keinem Wort eingehst, sondern irgendwelche nebenschauplatze aufmachst, spricht Bände. Besonders nachdem Primum non nocere hier in anderem Zusammenhang oft von euch verwendet wurde.

          • „OT Sophisterei“

            Noch mehr Worthülsen?

            Da ich Renton bin und nicht pingpong, frage ich jetzt nicht, inwiefern deine Desinformation, der Spruch „primum non nocere“ wäre von „euch“, also auch von mir, verwendet worden, Menschen tötet. Nein, ich weise dich nur darauf hin, dass dich dein Gedächtnis trügt: Ich habe so nicht argumentiert.

            Dass du allerdings schon wieder die Moralkeule schwingst, diesmal, weil ich mich nicht so äußere, wie es dir vorschwebt, ist nichts Neues. In einer Diskussion, in der du nicht überzeugen kannst, gehst du regelmäßig irgendwann dazu über, deine Gegenüber als verstockt, amoralisch, unredlich, manchmal auch als dumm darzustellen.

            Du wirst es nötig haben.

          • Q.e.d

            Anders als du meinst.

            Seit du hier in diesen Thread geplatzt bist tutst du nichts anderes als die Diskussion vom sachlich-inhaltlichen auf die moralische Ebene zu ziehen.

            Die Dinge liegen auf dem Tisch: hugor verbreitet Desinformation, ich habe explizit gesagt in welcher Art und Weise (nicht mit falscher, sondern mit unvollständiger Information) und ich habe genau ausgeführt wie die Information unvollständig ist (das eine Risiko mit deutlichen Worten quantifiziert, das andere nicht).
            Ich hätte nichts gesagt, wenn sein Statement so ausgesehen hätte:
            Mag jeder für sich beurteilen, ob ihm diese auch relativ überschaubare und absolut praktisch vernachlässigbare die Risikoreduzierung durch die Impfung die Unannehmlichkeiten der Impfung sowie das Restrisiko einer langfristigen Schädigung des Immunsystems eines Impfschadens wert ist.

            Dazu hast du inhaltlich genau nichts gesagt, stattdessen kommen von dir laufend moralisch-persönliche Sticheleien.

            Dass Desinformation im Zusammenhang mit Covid Menschen tötet ist eine Tatsache, ich habe auch hier explizit und konkret gesagt wie es zu verstehen ist. Von dir kommt auch dazu nichts inhaltliches.

            Wenn du anderer Meinung bist, bring konkrete auf die Sache bezogene Punkte. Ansonsten troll dich.

          • hugor verbreitet Desinformation, ich habe explizit gesagt in welcher Art und Weise (nicht mit falscher, sondern mit unvollständiger Information) und ich habe genau ausgeführt wie die Information unvollständig ist (das eine Risiko mit deutlichen Worten quantifiziert, das andere nicht).

            Das Dumme für dich ist nur, dass eine Quantifizierung des Impfrisikos weder möglich noch für mein Argument relevant ist. Nur weil du behauptest, das Fehlen einer bestimmten Quantifizierung sei Desinformation, ist diese Behauptung noch lange nicht zutreffend.
            Deine ganzen Anwürfe gehen also – wie so oft – völlig am Kern der Sache vorbei. Und Argumente gegen diesen Kern hast du offenbar nicht, deswegen musst du es mit Diskreditierung versuchen…

          • Das Dumme für dich ist nur, dass eine Quantifizierung des Impfrisikos weder möglich

            Falsch.

            noch für mein Argument relevant ist.

            Du sagst, jeder soll für sich entscheiden ob er lieber das eine Risiko oder das andere eingehen will, aber es ist nicht möglich die Risiken abzuwägen weil es nicht quantifizierbar ist? Was ist denn das für ein Unfug?

          • @pingpong

            Du möchtest wirklich meine Meinung zu deinem Vorwurf der Desinformation erläutert haben? Okay: Dein Vorwurf an Hugor ist an den Haaren herbeigezogen. Seine Art der Gegenüberstellung enthält eine Gewichtung der Risiken, das kann man so sehen. Eine Gewichtung ist weder verboten noch Desinformation. Es ist einfach nur nicht deine Gewichtung. Hättest du einfach deine Gewichtung daneben gestellt, hätte ich nichts gesagt.

            Da du aber zeitgleich beim letzten Corona-Montag deine unselige Diskussionsart auch mir gegenüber wieder an den Tag gelegt hast, war das für mich Anlass genug, das herauszustellen. Ich wiederhole es gerne: „In einer Diskussion, in der du nicht überzeugen kannst, gehst du regelmäßig irgendwann dazu über, deine Gegenüber als verstockt, amoralisch, unredlich, manchmal auch als dumm darzustellen.“ Dein Vorwurf der persönlichen-moralischen Stichelei ist nur eine schlechte Kopie meiner Feststellung und in ihrem Licht Gejammere von jemandem, der gerne austeilt, aber nicht einstecken möchte. Und ja, das darfst du persönlich verstehen.

          • Seine Art der Gegenüberstellung enthält eine Gewichtung der Risiken, das kann man so sehen. Eine Gewichtung ist weder verboten noch Desinformation.

            Es ist Desinformation in dem Sinn in dem ich es anfangs schrieb:
            „Desinformation, wie von dir hier vorgeführt, passiert häufig nicht mit falscher Information, sondern mit unvollständiger Information.“

            In der Gegenüberstellung die einen Risiken mit (fraglichen) starken Worten zu gewichten, die anderen aber nicht ist genau das: Unvollständige Information.

            Deine Lieblings-Ausrede „Ist eben seine/meine/eine Meinung“ ist eben das: eine Ausrede. Er kann sie gerne haben, genauso wie du oder sonst jemand. Es ändert nichts daran dass es unvollständige Information ist.

          • Du sagst, jeder soll für sich entscheiden ob er lieber das eine Risiko oder das andere eingehen will, aber es ist nicht möglich die Risiken abzuwägen weil es nicht quantifizierbar ist? Was ist denn das für ein Unfug?

            Pingpong, nur weil du etwas nicht verstehst (oder wohl eher: nicht verstehen willst), ist es noch lange kein Unfug.
            Noch einmal: Die Risiken der Impfung sind schlichtweg nicht allgemein quantifizierbar. Man kann vielleicht die direkten schweren Impfschäden quantifizieren, aber wie will man die Umstände, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit nicht schwerwiegender, aber unangenehmer Impffolgen sowie ein nicht auszuschließendes Restrisiko von Schädigungen des Immunsystems besteht, allgemeingültig quantifizieren?
            Das kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich habe für mich entschieden, dass ich lieber das Risiko einer Infektion in Kauf nehme, aber natürlich kann jeder Mensch zu anderen Abwägungsergebnissen kommen.
            Soweit deine Argumentation auf „wer die Risiken der Impfung nicht quantifiziert, darf sie nicht berücksichtigen“ hinausläuft, stellt sie, wie schon von mir und auch Renton dargelegt, keine redliche Diskussionsweise dar.

          • aber wie will man die Umstände, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit nicht schwerwiegender, aber unangenehmer Impffolgen sowie ein nicht auszuschließendes Restrisiko von Schädigungen des Immunsystems besteht, allgemeingültig quantifizieren?

            Gilt alles auch für Covid. Aber dort hattest du keine Probleme, das Risiko mit deutlichen Worten zu quantifizieren. Deine kruden Aussagen basieren auf selektiver Information.

            Natürlich kann man das Risiko der Impfung quantifizieren. Das wird seit jeher standardmäßig gemacht. Hast du überhaupt schon einmal den Beipackzettel gelesen?
            Was man schwerer quantifizieren kann sind Langzeitfolgen. Das gilt aber für Covid genauso bzw. noch mehr.

          • Pingpong, wir drehen uns im Kreis, weil du dich schlicht weigerst, meine konkrete Position zu verstehen und dich mit ihr auseinanderzusetzen. Lassen wir es gut sein…

            Nur kurz zum Abschluss – die Langzeitrisiken von Covid kann man in die Abwägung nur sehr begrenzt einstellen, weil die Impfung nur sehr begrenzt vor der Infektion schützt und bisher keine belastbaren Informationen dazu vorliegen, dass Geimpfte nach einer Infektion deutlich geringere Covid-Langzeitrisiken haben.

          • Weil deine Position wenig Sinn ergibt. Zu eventuellen Langzeitschäden der Impfung liegen ebenfalls keine belastbaren Informationen vor. Wenn das dein Kriterium ist, naja bitte, dann kann man die Diskussion an der Stelle beenden.

            Ebenso die Verkürzung, LongCovid hauptsächlich von der Infektion an sich abhängig zu machen. Als spielte die Schwere der Erkrankung keine Rolle für LongCovid. Das ist derselbe pauschalisierende Unsinn, den du bei den Medien – zu Recht – beklagst: Da hieß es anfangs „Die Impfung schützt vor Infektion“. Nein, tut sie nicht, nicht zu 100% und bei neueren Varianten noch einmal schlechter. Du warst sehr lautstark dabei, diese schwarz-weiß Malerei zu kritisieren.

            Und jetzt dieselbe schwarz-weiß Malerei andersrum: „Die Impfung hilft nicht gegen LongCovid“. Doch tut sie, nicht zu 100% und bei neueren Varianten eventuell(!) schlechter. Aber dass, es so wie du hier suggerierst, nur von der Infektion abhänge und man deshalb das Risiko von LongCovid in der Abwägung nicht zu berücksichtigen braucht ist derselbe pauschalisierende Unsinn wie die Behauptung „Die Impfung schützt vor Infektion“. Für LongCovid spielen eine Menge andere Dinge außer der binären Variable „Infektionsstatus“ eine Rolle.
            Die Desinformation besteht gerade darin, dass du diese Dinge in deiner „Risikoabwägung“ so einseitig betrachtest.

            Immerhin haben die Medien den Fehler erkannt und kommunizieren die Wirkung der Impfung jetzt differenzierter. Es wird sich zeigen ob du zu ähnlichem fähig bist.

          • @pingpong

            „Es ändert nichts daran dass es unvollständige Information ist.“

            Du wirst stets die Wahl haben, eine deiner Ansicht nach unvollständige Information zu ergänzen und die Diskussion so auf der Sachebene zu vervollständigen oder die Moralkeule herauszuholen um damit die Mücke zu einem Elefanten zu prügeln und genau den Widerspruch zu provozieren, über den du dich nun so bitter beklagst.

            Das ist allein deine Entscheidung, und damit ist das Thema für mich beendet.

          • Desinformation bleibt Desinformation, auch wenn du in diesem Thread viel Energie darauf verwendest diese sachliche Frage auf die persönlich-moralische Ebene zu ziehen.

            Bring konkrete Punkte zur Sache oder troll dich.

          • Im Meer der Desinformation können wir uns über eines sicher sein, nämlich, dass alles rund um Covid nichtergodisch und damit nichts vorhersagbar ist. 😂

          • @Pingpong –
            Zu eventuellen Langzeitschäden der Impfung liegen ebenfalls keine belastbaren Informationen vor.

            Da sind wir uns natürlich einig, aber auch hier hast du wieder den wesentlichen Punkt übersehen – eine belastbare Information zu Langzeitschäden der Impfung gibt es durchaus, nämlich dass das Risiko 0 ist, wenn man sich nicht impfen lässt… 😉

            Ebenso die Verkürzung, LongCovid hauptsächlich von der Infektion an sich abhängig zu machen. Als spielte die Schwere der Erkrankung keine Rolle für LongCovid. … „Die Impfung hilft nicht gegen LongCovid“. Doch tut sie,…

            Sind dir belastbare Nachweise dafür bekannt? Mir bisher nicht.
            Wobei ich es durchaus für möglich halte, dass das LongCovid-Risiko von der Schwere der Erkrankung abhängig ist. Das bedeutet dann aber wiederum, dass Menschen, deren Risiko eines schweren Covid-Verlaufs gering ist, entsprechend auch nur ein geringes Risiko für LongCovid haben, so dass auch LongCovid kein bedeutender Grund für eine Impfung von Nichtrisikogruppen ist.

            Tut mir leid, Pingpong, aber deinen Kommentar von 11:10 Uhr kann man wieder einmal zwanglos unter „Abwertungsversuch ohne überzeugende Argumentation“ verbuchen. Aber das ist vermutlich deine generelle Strategie – Diskussionen dadurch zu „gewinnen“, dass du aus Prinzip nicht zugibst, dass der andere Recht hat oder zumindest eine vertretbare Meinung äußert, sondern so lange weitermachst, bis dein „Gegner“ ermüdet. Viel Spaß noch dabei!

          • Das Risiko für LongCovid (und schweren Verlauf etc.) ist auch 0 wenn man sich nicht infiziert. 😉

            Sind dir belastbare Nachweise dafür bekannt? Mir bisher nicht.

            Wenn du keinen Überblick über die Evidenz hast, dann ist dein Eingangspost auf den ich ürsprünglich reagiert habe erst recht Desinformation.
            Vaccination (compared with no vaccination) was associated with reduced […] long-duration (≥28 days) symptoms following the second dose. Almost all symptoms were reported less frequently in infected vaccinated individuals than in infected unvaccinated individuals, and vaccinated participants were more likely to be completely asymptomatic, especially if they were 60 years or older.
            https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(21)00460-6/fulltext
            Zu dieser Frage gibt es wirklich genug Material, eine einfache google Abfrage „long covid vaccination“ hilft dir weiter.

            Zu deiner vorherigen Behauptung die Impfung schütze nicht vor Infektion:
            https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.12.27.21268278v1
            Ganz aktuell (daher allerdings noch preprint) schon mit Omicron.
            Ich habe es vorhin schon angesprochen: Daraus dass sich die von vielen Medien kommunizierte Pauschalaussage „Die Impfung schützt (zu 100%) vor Infektion“ als falsch herausgestellt hat, folgt nicht „Die Impfung schützt gar nicht (zu 0%) vor Infektion“. Das Problem ist ja gerade die Pauschalisierung, und wenn du die in die andere Richtung übernimmst ist es genau derselbe Käse den du bei den Medien kritisierst.

            Wobei ich es durchaus für möglich halte, dass das LongCovid-Risiko von der Schwere der Erkrankung abhängig ist. Das bedeutet dann aber wiederum, dass Menschen, deren Risiko eines schweren Covid-Verlaufs gering ist, entsprechend auch nur ein geringes Risiko für LongCovid haben

            Du übersiehst wieder einmal den wesentlichen Punkt. Es bedeutet vor allem, dass eine Intervention welche schwere Verläufe reduziert auch das Risiko von Longcovid reduziert. Warum lässt du diese wichtige Information in deiner Risikoabwägung weg?

            Abwertungsversuch ohne überzeugende Argumentation

            Wenn du meinst die Argumentation sei nicht überzeugend, dann bring konkrete Punkte. In diesem Thread kam diesbezüglich von dir nicht sehr viel.

          • Pingpong – Vaccination (compared with no vaccination) was associated with reduced […] long-duration (≥28 days) symptoms following the second dose…

            Wie ich ja schon mehrfach angemerkt hatte – wenn jemand eine Studie zitiert, deren Ergebnis dir nicht gefällt, suchst du krampfhaft nach Möglichkeiten, sie zu diskreditieren. Wenn du aber eine Studie gefunden hast, die deine Meinung bestätigt, dann hat sie sofort und unhinterfragt als Beweis für die Richtigkeit deiner Ansicht zu gelten. 😉
            Sorry, was ich bisher so an Long-Covid-Studien gesehen habe, halte ich für wenig überzeugend. Schon wegen der unspezifischen Symptome, die Long-Covid zugerechnet werden, aber auch wegen der psychischen Faktoren (u.a. gut zu erkennen beispielsweise an der Untersuchung einer deutschen Uni, die wir letztens hier thematisiert hatten, und wo sich herausstellte, dass unerkannt Infizierte deutlich seltener über Long-Covid berichten).
            Vor allem aber sind bei den Nichtrisikogruppen auch die Long-Covid-Symptome in den allermeisten Fällen nicht schwerwiegend.

            Du übersiehst wieder einmal den wesentlichen Punkt. Es bedeutet vor allem, dass eine Intervention welche schwere Verläufe reduziert auch das Risiko von Longcovid reduziert. Warum lässt du diese wichtige Information in deiner Risikoabwägung weg?

            Das tue ich doch gar nicht. Mein Punkt ist – wie ich auch ausdrücklich geschrieben hatte – schlicht der, dass für diejenigen Gruppen, die kein signifikantes Risiko schwerer Verläufe haben, naturgemäß auch die Risiken, die sich aus schweren Verläufen ergeben können, keine relevante Bedeutung haben. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?

            Zu deiner vorherigen Behauptung die Impfung schütze nicht vor Infektion:
            https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.12.27.21268278v1
            Ganz aktuell (daher allerdings noch preprint) schon mit Omicron.

            Wann und wo habe ich behauptet, die Impfung sei irrelevant für die Ansteckung? Fakt ist aber, dass die Impfung das Ansteckungsrisiko nur etwas verringert, es aber keinesfalls ausschließt. Deshalb wäre es offenkundig nicht sachgerecht, nur Impfung und Infektion zu vergleichen, weil halt Impfung + Infektion ein durchaus häufiges Vorkommnis ist.

            Unabhängig hiervon rege ich erneut an, dass du dir Studien, auf die du dich berufst, zunächst einmal selbst gründlich durchliest.
            Aus dieser Omicron-Studie:
            we found that in households with the Delta VOC, the OR of infection was 2.31 (95% confidence interval (CI) 2.09-2.55) for unvaccinated individuals and 0.38 (CI: 0.32-0.46) for booster-vaccinated individuals when compared to fully vaccinated potential secondary cases. For households with the Omicron VOC, the corresponding OR for infection for unvaccinated individuals was 1.04 (CI: 0.87-1.24) and 0.54 (CI: 0.40-0.71) for booster-vaccinated individuals.

            Die Studie hat also herausgefunden, dass Ungeimpfte sich mehr als doppelt so häufig mit Delta angesteckt haben als vollständig Geimpfte, mit Omicron aber nur 4% häufiger als Geimpfte. Bei Omicron hat der „normale “ Impfschutz also anscheindend praktisch keine Wirkung auf die Ansteckung, erst die Boosterimpfung sorgt in etwa für eine Halbierung.

            Nicht uninteressant auch:
            When considering the vaccine status of primary cases, i.e. trans-missibility, we observed no difference in the OR of infection between households with the Omicron and Delta VOC. An unvaccinated primary case was associated with an OR of 1.41 (CI: 1.27-1.57) for potential secondary cases compared to fully vaccinated primary cases, while a booster-vaccinated primary case was associated with a decreased OR of 0.72 (CI: 0.56-0.92).

            Also sowohl für Delta als auch Omicron waren Ungeimpfte nur 41% ansteckender als Geimpfte und etwa doppelt so ansteckend wie Geboosterte.

            Es bestätigt sich immer mehr, dass die Impfungen sicherlich nicht ganz ohne Wirkung sind, die Effektivität aber doch in vielen Punkten sehr überschaubar ist.

          • Wenn du aber eine Studie gefunden hast, die deine Meinung bestätigt, dann hat sie sofort und unhinterfragt als Beweis für die Richtigkeit deiner Ansicht zu gelten.

            Wie kommst du denn auf diese sonderbare Idee? Projektion? Du kannst gerne konkrete Kritikpunkte nennen, dann kommt vielleicht eine Diskussion zustande. „Halte ich für wenig überzeugend“ ist etwas dünn. Die oben zitierte Studie hat eine samplegröße von über 1 Million.
            Bring Untersuchungen oder Fakten, die ein d.M.n. akkurates Bild der Situation wiedergeben. Es kommt halt so wenig konkretes von dir.

            dass für diejenigen Gruppen, die kein signifikantes Risiko schwerer Verläufe haben, naturgemäß auch die Risiken, die sich aus schweren Verläufen ergeben können, keine relevante Bedeutung haben. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?

            Mit deinen eigenen Worten:
            Fakt ist aber, dass das Risiko eines schweren Verlaufs für gesunde Menschen reduziert ist, ein schwerer Verlauf für gesunde aber keinesfalls ausgeschlossen ist. Deshalb wäre es offenkundig nicht sachgerecht, die Risiken aus schweren Verläufen nicht zu beachten, weil halt gesund + schwerer Verlauf durchaus vorkommt. Insofern ist auch die Reduktion von LongCovid-Folgen durch die Impfung durchaus relevant.

            Oder andersrum:
            Fakt ist aber, dass für diejenigen Gruppen, die kein signifikatens Risiko für Impfnebenwirkungen haben, naturgemäß auch die Risiken, die sich aus Langzeit-Imfschäden ergeben können, keine relevante Bedeutung haben. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?

            Wann und wo habe ich behauptet, die Impfung sei irrelevant für die Ansteckung?

            Du schreibst:
            „weil die Impfung nur sehr begrenzt vor der Infektion schützt“
            Die Studie findet aber, wie du selbst schreibst, eine Reduktion von Infektionen um 50% für Geboosterte. Das ist im normalen Sprachverständnis durchaus etwas anderes als „sehr begrenzt“

            Also sowohl für Delta als auch Omicron waren Ungeimpfte nur 41% ansteckender als Geimpfte und etwa doppelt so ansteckend wie Geboosterte.

            Erkläre erst einmal, was du darunter verstehst wenn du sagst „die Impfung schützt nur sehr begrenzt vor Infektion“.

            Läuft ein Faktor 2 bei dir unter „sehr begrenzt“ oder „sehr überschaubar“?

          • Die oben zitierte Studie hat eine samplegröße von über 1 Million.

            Pingpong, ich weiß bereits, dass du Studien nicht vertieft liest, du musst das nicht immer wieder neu beweisen. 😉
            Gemäß dortiger Tabelle 2 sind die Größen der Gruppen, bei denen Long-Covid überprüft wurde, drei- bis niedrig vierstellig, mit Positivraten, die teilweise nur ein- bis zweistellig waren.

            Meine wesentliche Kritik an deinem Umgang mit Studien ist aber, dass du die Prüfung ihrer Aussagekraft extrem selektiv prüfst, je nach dem, ob dir das Ergebnis passt oder nicht.

            Dir steht es natürlich frei, so zu tun, als seien deine Behauptungen allgemein bekannter Konsens. Aber hier ohne Erläuterung eine einzelne Studie zu verlinken, die sich zudem nur am Rande mit dem Thema befasst hat, ist dafür halt kein überzeugender Beweis. 😉

          • Wie gesagt, das ist eine beispielstudie von vielen zu diesem Thema. Von dir kommt halt nichts außer „glaub ich aber nicht“. Wenn du der Meinung ist das sei alles falsch müsste es dir ja ein leichtes sein eine Menge Studien zu finden die ganz eindeutig zu einem anderen Ergebnis kommen. Bring halt mal ein paar konkrete Punkte.

  9. Der ADAC ist auf Zack:

    „Ausgeschlossene Gesundheitsschäden, Kein Versicherungsschutz besteht für Impfschäden aufgrund angeordneter Massenimpfungen.
    Ausnahme:
    Versicherungsschutz besteht jedoch für die Folgen von sonstigen Impfungen“

    Klicke, um auf verbraucherinformationen-unfallschutz-exklusiv.pdf zuzugreifen

    Seite 7 Punkt 2d

    Ich hätte das zwar gar nicht von einer Unfallversicherung erwartet, aber offenbar gelten normale Impfschäden auch irgendwie als Unfall.

    Aber der Staat springt ja angeblich ein, so der Impfschaden eindeutig nachweisbar und anerkannt ist, gibt wohl 10k Euro Entschädigung oder sowas, pro Dahingeschiedenen. Las ich zumindest neulich irgendwo, dass das die Summe war, die Eltern für ihre tote Tochter bekamen.

    Na noch besteht ja keine Impfpflicht und alle werden vorher ausführlich über die Risiken aufgeklärt…

  10. Es war Anfang Dezember, als Sarah Bosetti (vom ÖRR bezahlte Kabarettistin) twitterte: „Wäre die Spaltung der Gesellschaft wirklich etwas so Schlimmes? Sie würde ja nicht in der Mitte auseinanderbrechen, sondern ziemlich weit rechts unten. Und so ein Blinddarm ist ja nicht im strengeren Sinne essentiell für das Überleben des Gesamtkomplexes.“ https://de.rt.com/opinion/dagmar-henn/128041-ungeimpfte-als-blinddarm-ist-nazisprache/ https://twitter.com/sarahbosetti/status/1466829037645582341

    12K Likes aber auch immense Kritik war die Reaktion auf die „Kolumnistin, Buchautorin oder Poetry-Slammerin“, man verwies auf den Ausspruch eines KZ-Arztes, Fritz Klein: „Aus Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben würde ich einen eiternden Blinddarm aus einem kranken Körper entfernen. Der Jude ist der eiternde Blinddarm im Körper der Menschheit.“ https://de.rt.com/inland/130413-nach-blinddarm-vergleich-von-kabarretistin/

    Sie steht wohl zu ihrer entmenschlichenden Aussage, keine Spur von Reue. https://archive.is/cSF0Y Ich hatte ja schon ein Video von einem Polizisten, der Spaziergänger als „Mörder“ ansprach verlinkt.

    Es gibt also ein Klientel, welches Hass, Hetze u. Spaltung betreibt, und Anderen eben dies vorwirft.

    Aber…

    + die Maßnahmenkritiker sind mehrheitlich eher links, als rechts

    + ihr Aufruf zur „Abspaltung“ betrifft nicht einen extremen Rand, Viele ließen sich nur wegen der Zwangsmaßnahmen impfen (wollten Reisen u. wieder ins öffentliche Leben), es dürften 40-70% der Deutschen zu den nicht-ganz-Freiwilligen oder zu den Gezwungenen gehören (( HAT JEMAND DA ZAHLEN ZU??))

    + im ÖRR wird eher der VTler gezeigt, der meint 5G Strahlen aktivieren bald die Impfstoffe um dann die Bevölkerung auszulöschen, aber ich habe den Eindruck, das Spaziergänger/Querdenker statistisch/insgesamt besser informiert sind als der Schnitt der restlichen Bevölkerung.

    + skeptisch u. kritisch sein, hinterfragen wollen und nicht Alles glauben, Werte die Medien hochhalten sollen, werden verhöhnt und lächerlich gemacht.

    + diejenigen welche gegen Ausgrenzung, Entmenschlichung, Diktatur u. Zensur sind werden als „Faschisten“ diffamiert. Mit Sprachmerkmalen die dem Faschismus entlehnt sind.

    + früher dachte ich „die Zivilisationsdecke ist sehr dünn, nur wenige Schritte und die Menschen sind wieder in Barbarischen Zeiten“. heute denke ich „die Demokratiedecke ist sehr dünn, mißbräuchliche Herrscher sind tatsächlich jetzt schon am Werken“

    Aber Logik u. Gesprächsbereitschaft scheint nicht zu wirken, die Spaltung schreitet voran u. wird aktiv betrieben, man diffamiert lieber als zu diskutieren. Wie kann man auf die Ebene der menschlichen, wertschätzenden, objektiven Diskussion zurückkehren? Nicht mit solchen Medien.

    • Also ich finde, diese besondere Belastung Antikörper drei Monate länger herumtragen zu müssen, sollte mit einer angemessenen Diätenerhöhung entschädigt werden 🙂

      • Schnödes Geld. Ist doch keine reale Währung mehr. Das versickert doch in wenigen Tagen an der Tanksäule und im Heizungskeller.
        Grundrechts-Taler sind angesagt. Für drei Grundrechts-Taler gibt’s einen legalen Haarschnitt, für fünf einen zweistündigen Umtrunk in der B.-Johnson-Bar mit bis zu zwei Personen. Und wenn Bürger für jeden Booster bis zu 100 Taler bekommen, gibt’s die für Volksvertreter auch ohne Schuss.

        • Hmm, da hast Du schon recht. Um den Neo-Feudalismus weiter zu entwickeln, braucht es nicht übertragbare Privilegien. Ist ja schon ärgerlich genug wenn der Plebs wegen irgendwelcher Aktionen der Bahn z.B. die 1. Klasse verpestet.

          Ein Ansatz könnte sein, Mandate (und dazugehörige Apanagen/Diäten) vererbbar zu machen.

          Dennoch: Solange noch Container aus China Waren bringen, können auch Volksvertreter nicht genug Verkaufsprovisionen…ähh, Diäten bekommen 🙂

  11. https://ansage.org/querdenker-verdacht-sek-razzia-gegen-private-lerngruppe-in-erlangen/

    Mit Maschinengewehren, im Einsatz für die Demokratie, eine „illegale“ Schule erstürmen.

    „Gestern, den 20.1.22 wurde unsere Königsmühle, bei Erlangen/Eltersdorf, von ca 30-35 Polizisten und USK, bewaffnet mit Maschinengewehren, Schlagstöcken und voller Montur, mit Rammbock gestürmt. Dies Geschah mit der Vermutung dort sei eine „illegalen Schule“ und dem Verdacht, dass dort logischerweise auch Kinder anwesend sein könnten. An diesem Tag befanden sich 15 Kinder im Alter von 4-14 Jahren und 3 Frauen in dem Anwesen. Die Kinder wurden sofort von den anwesenden Erwachsenen separiert. Mit Maschinengewehren wurden die Kinder befragt, gefilmt und durften weder essen noch zur Toilette. Toilettengang nur im Beisein eines Polizisten. Von Verhältnismäßigkeit kann hier nicht mehr gesprochen werden und es ist Zeit dies zu veröffentlichen. Es kann nicht sein, dass Kinder, Frauen, MENSCHEN, so behandelt werden.“ und weiter: „Ja, unsere eigenen Kinder und wir Erwachsene Frauen wurden Überfallen, festgehalten, die Kinder traumatisiert und die Frauen über eine Stunde kriminellst verhört. 30 USKler haben in die Mühle eingebrochen und alles mitgenommen. Bei mir zu Hause und hier. Geld, Computer, Handys einfach alles! Begründung Verdacht auf eine Ordnungswidrigkeit!

    Ein anderer Zeuge des Einsatzes erzählt: „Sie haben die Kinder, 4-14 jährige, vollvermummt mit Maschinengewehren umher getrieben und von den Erwachsenen separiert. Befragt und dabei bedroht, wenn sie nicht kooperieren, kommen sie ins Jugendheim! … Mit einem Rammbock im Sturm 30 mit Helmen vermummte MG bewaffnete Männer!”

    • Also das ist nun wirklich außerhalb jeglicher Verhältnismäßigkeit! Wie rechtfertigen diese Leute das eigentlich vor sich selbst? Glauben die wirklich, es müsse sich um hochbewaffnete Schwerkriminelle handeln, oder so?

      • >Wie rechtfertigen diese Leute das eigentlich vor sich selbst? Glauben die wirklich, es müsse sich um hochbewaffnete Schwerkriminelle handeln, oder so?

        Richte Einen, erziehe 100.

        Querdenker, Anti-System-linge sind Untermenschen.

        Anders kann ich mir das nicht erklären.

  12. LOL

    Biden hat aber recht, er ist am Drücker mit der Inflation, für ihn ists der direkteste Weg seine Macht auszuüben — wer zahl, bestimmt. Die Sollseite („liability“) liegt dort, wo das Geld nicht hinfällt, hier zahlt man drauf.

  13. „klar ist: einen Vorteil muss die neue Untervariante haben“

    „Quarks“ verbreitet hier vollkommenen Unsinn. Man hat absolut keinen Grund anzunehmen, dass diese spezielle Mutante irgendeinen Vorteil oder irgendwie „die Oberhand gewonnen hätte“.
    Klar ist: Lupenreine Lügenpropaganda zur Angstmache. Billig und primitiv obendrein.

  14. Haha, ich werf mich weg

    if you want your Ribbentrop pipe you can keep your Ribbentrop pipe

  15. Das Kollektiv muss immer Recht haben, weil es auf den „Hirnschiss des Einzelnen“ im Zweifelfall nicht ankommen kann, so brilliant argumentiert wie freiheitlich und liberal:

  16. Da hätte ich noch gern die klärende Frage gehabt, ob die Befragten Panikmache als legitime und begrüssenswerte Ausdrucksform von Medien und Politik verstehen. Just in Case, so wegen Greta Thunberg, die ja so überaus populär ist. Sagen wenigstens die Medien, die ich so lese, wie die „Welt“ täglich.

  17. 10.000! Unglaublich! 10 % …. täglich ….. Na, das müsste dann diese Herdenimmunität sicherstellen können.

    • 10.000! Unglaublich! 10 % …. täglich

      Nein, wöchentlich. Die Inzidenz gibt ja immer die Falklzahl für einen 7-Tage-Zeitraum an.

      Ist aber trotzdem hoch genug für eine weitgehende Durchseuchung, was man entgegen der Darstellung einiger Politiker („im Frühjahr gibt es nur noch geimpft oder genesen, weil sich alle anstecken werden“) mit unseren bisherigen Inzidenzen nicht schafft.

      • „Falklzahl für einen 7-Tage-Zeitraum an“

        Es ist schon die Inzidenz für *einen* einzige Tag! Aber eben der gleitende Durchschnitt von 7 Tagen. Irgendwo las ich noch, dass die konkrete Inzidenz heute ca 8000 tatsächlich war, dann könnte die Welle schon wieder am Fallen sein also.
        Der Mist scheint ja wirklich fies ansteckend zu sein.

          • Da steht „rolling average“, also gleitender *Durchschnitt“. Man addiere die Zahlen von heute mit den 6 Zahlen der Tage vorher und teile durch 7.

            Du willst wohl nicht glauben, wie viel das ist?! Wundert mich nicht, ich bin auch irritiert.

    • Die 7-Tage-Inzidenz ist tatsächlich die Summe der letzten 7 Tage.
      Du hast aber natürlich recht, die Grafik gibt nicht, wie ich dachte, die 7-Tage-Inzidenz an, sondern die täglichen Neuinfektionen. Das ist dann tatsächlich beeindruckend.
      Da werden sich dann in Israel ja bald die Leichen in den Straßen stapeln, nachdem das Gesundheitssystem zusammengebrochen ist… 😉

      • Ja, eben nicht! Das zeigt ja nur wie harmlos das Ganze ist.

        Den Grusel bekommt man aber, wenn man sich klarmacht, dass Omikron neben seiner höhren Ausbreitungskraft im Endeffekt auch noch zerstörerischer als die Wuhan-Variante Alpha gewesen hätte sein können. Und das kann man nur als Warnung für die Zukunft verstehen, also für die nächste Wintersaison spätestens.

  18. Weil die Deutschen extrem selbstbezüglich geworden sind. Immer weniger Interesse mehr an anderen um ihrer selbst willen. Das kam mit „Europa“, paradoxerweise. Die Ignoranz der Macht könnte man sagen.

    • Ein generelles Problem großer Länder, sie nehmen die anderen kaum noch wahr. Ist mir aufgefallen als ich in Österreich war, wie oft da über Deutschland berichtet wird, während man umgekehrt fast nichts erfährt.

      Ich halte das auch für ein Medienphänomen. Man orientiert sich an den größeren und stärkeren Ländern, wenigstens an den gleichstarken, die anderen bemerkt man höchstens bei Einzelaspekten mal. Vermutlich eine psychologische Sache, den Blick straff auf die Bedrohung oder den Erfolg gerichtet, oder sowas.

      Corona ist aber nochmal eine Kategorie für sich, ich gehe davon aus, dass da erhebliche Gelder fließen, um die Medien und Politiker weiterhin (und so lange wie möglich) auf Kurs zu halten. So lange die Massenmedien nicht umschwenken (und die sind in Deutschland billig), wird auch weiter die Realität ignoriert. Daher finde ich es absolut notwendig, diese unter Druck zu setzen und irgendwann auch zur Rechenschaft zu ziehen.

      • „Ein generelles Problem großer Länder, sie nehmen die anderen kaum noch wahr. “

        Lustigerweise war genau das mal das generelle Urteil, was man in Deutschland über die Amerikaner hatte als man noch interessiert an der Welt war.

        Das war genauso verbreitet wie die Einschätzung, man wäre für totalitären Kollektivismus und Identitätspolitik gar nicht mehr empfänglich, denn man hätte ja als Land dazugelernt.

        • Stimmt ja m.W. auch, dass die meisten Amerikaner ihr Land als Nabel der Welt sehen. Wie sollte es anders sein? Die USA sind das Imperium, wir nur rechtlose Vasallen…

          „Das war genauso verbreitet wie die Einschätzung, man wäre für totalitären Kollektivismus und Identitätspolitik gar nicht mehr empfänglich, denn man hätte ja als Land dazugelernt.“

          Auf die Phrasen der veröffentlichten Meinung konnte man noch nie viel geben, die „denken“ das ja auch heute noch (zumindest tun sie so).

  19. Wenn ich Volksvertreter wäre und bei der Aussprache zur Impfpflicht im Bundestag anwesend sein dürfte, würden mir 15 Sekunden Redezeit genügen:
    „Eine Impfpflicht für einen noch nicht existierenden Impfstoff gegen eine noch nicht entdeckte Virusausformung darf es in einer freiheitlichen Demokratie nicht geben. Es sollte aber jedem Erwachsenen erlaubt sein, sich freiwillig an entsprechenden Pharma-Studien zu beteiligen.“

    Wahrscheinlich würde ich anschließend wegen Antidemokratismus von den Saaldienern aus dem hohen Haus getragen.

    • Entspricht ja letztlich nur der ständigen politischen und medialen Beschallung, wonach die Impfpflicht halt notwendig ist, weil nicht ausreichend freiwillige Impfungen erfolgt sind.
      Was eine „ausreichende“ Impfquote ist – und vor allem warum sie unbedingt nötig ist – wird allerdings praktisch nie konkret erläutert, geschweige denn überzeugend nachgewiesen.

      • Dass die trollt sieht man doch daran, dass sie sich keine Mühe gibt, ihre vorgebliche Meinung zu verstecken oder zu ummänteln. Reine Provokation aus höherer Position, ist klares höchmütiges Spotten.

    • und das hier könnte der Anfang der deutschen Russifizierung sein ….

      Helge gäbe sicher einen guten Statthalter ab, wie er hier demonstriert.

  20. m Zuge der Omikron-Welle liegen immer häufiger Bürger in Krankenhäusern, die aufgrund einer positiven Testung zwar offiziell als Covid-Patienten gemeldet sind, aber eigentlich wegen einer anderen Krankheit medizinisch behandelt werden. Die „Bild“ (Donnerstagsausgabe) berichtete, dass etwa im Saarland in den vergangenen zwei Wochen nur jeder vierte offiziell gemeldete Corona-Patient tatsächlich wegen Covid im Krankenhaus lag. Im Dezember war es demnach noch jeder zweite.

    In Bremen hatten laut „Bild“ vergangene Woche nur 40 Prozent der Corona-Patienten den Einweisungsgrund Covid, bei 60 Prozent wurde Corona nebenbei festgestellt. Auch hier waren die Anteile vor der Omikron-Welle höher: Im Dezember waren 68 Prozent wegen Corona im Krankenhaus, 32 Prozent aus anderen Gründen. In Rheinland-Pfalz lagen in den vergangenen zwei Wochen 44 Prozent der offiziell gemeldeten Corona-Patienten wegen des Virus dort, 56 Prozent aus anderem Grund.
    https://www.welt.de/wissenschaft/article236506311/Corona-ist-immer-seltener-Einlieferungsgrund-bei-positiven-Krankenhauspatienten.html

    Das passt zu der großen Diskrepanz zwischen der „offiziellen“ Corona-ITS-Patienten und der wöchentlich berichtet. Im heutigen Wochenbericht übrigens:
    Ungeimpfte und vollständige Geimpfte auf ITS insgesamt: 3.872
    Symptomatisch: 631
    https://www.welt.de/wissenschaft/article236506311/Corona-ist-immer-seltener-Einlieferungsgrund-bei-positiven-Krankenhauspatienten.html
    t

    • Ist in UK ähnlich, ich habe etwas von jeder vierte ursächlich wegen Covid eingeliefert gelesen. In Österreich gibt es ebenso wie in D keine ordentlichen Zahlen, aber ein KH hat kürzlich mal durchgezählt: ca 50% ursächlich wegen Covid eingeliefert.

          • Das natürlich sowieso.
            Aber es gibt ja jetzt trotzdem die konkrete Information, dass die (entgegen der politisch-medialen Darstellung) an sich schon zu keiner Zeit wirklich bedrohlichen offiziellen Corona-Patientenzahlen die tatsächliche Belastung der Krankenhäuser weit überschätzen. Damit besteht ersichtlich noch einmal deutlich weniger Veranlassung für Anti-Corona-Maßnahmen.
            Die Einschränkungen gehören sofort weitestgehend aufgehoben, wie es in anderen Ländern geschieht. Dass in D in der gegebenen Situation immer noch ernsthaft über eine Impfpflicht diskutiert wird und sie in AUT sogar kommt, ist eine absolute Farce.

          • Aber es gibt ja jetzt trotzdem die konkrete Information, dass die (entgegen der politisch-medialen Darstellung) an sich schon zu keiner Zeit wirklich bedrohlichen offiziellen Corona-Patientenzahlen die tatsächliche Belastung der Krankenhäuser weit überschätzen.

            Dass es jetzt so ist heißt nicht dass es in der Vergangenheit auch so war. Nach allem was wir wissen war es in den letzten Wellen nicht so.

          • Dass in D in der gegebenen Situation immer noch ernsthaft über eine Impfpflicht diskutiert wird und sie in AUT sogar kommt, ist eine absolute Farce.

            Die Impfpflicht ist aus vielen Gründen ein Farce. Dieser konkrete Punkt der unzureichenden Datenerfassung gehört nur ganz am Rande dazu.

          • Nach allem was wir wissen war es in den letzten Wellen nicht so.

            Wer ist „wir“ und welche Erkenntnisse haben „wir“ diesbezüglich?
            Mag sein, dass die Verhältnisse etwas anders waren. Aber auch für Dezember (Delta-Welle) werden im Artikel ja erhebliche Anteile von „nur mit Corona“-Patienten genannt. Es erscheint mir auch sehr nachvollziehbar, dass eine verbreitete, aber zumeist harmlos verlaufende Krankheit häufig zu Nebendiagnosen führen wird.

  21. Vielleicht hattet ihr es schon, aber den Artikel fand ich bemerkenswert:
    https://www.berliner-zeitung.de/news/chemiker-zu-impfstoff-woher-kommt-der-grauton-li.208305

    „Vier renommierte Wissenschaftler wenden sich mit einem Brief an BionTech-Gründer Ugur Sahin: Jörg Matysik, Professor für Analytische Chemie an der Universität Leipzig; Gerald Dyker, Professor für Organische Chemie an der Ruhr-Universität Bochum; Andreas Schnepf, Professor für Anorganische Chemie an der Universität Tübingen; Martin Winkler, Professor Materials and Process Engineering an der Zürcher Hochschule der angewandten Wissenschaften. Die Professoren formulieren ihren Brief, der der Berliner Zeitung vorliegt, bewusst wohlwollend. Sie stehen der mRNA-Technologie grundsätzlich interessiert gegenüber.“

    Sie stellen einige wichtige Fragen im Zusammenhang mit dem Impfstoff, insbesondere zur Qualitätssicherung und wieso sich die Nebenwirkungen chargenabhängig verhalten usw. Ich bezweifle, dass sie eine Antwort bekommen werden und dass das in den Mainstream findet.

    gefunden auf:
    https://de.rt.com/inland/130601-ugur-sahin-wird-um-antworten/

  22. Das gleiche Spiel wie hier also:

    Der grundsätzliche Unterschied zwischen nordamerikanischen Truckern und deutschem Gesundheitswesenpersonal sollte einem auch zu denken geben ….

    Während die Trucker unbedingt ihren Kunden dienen wollen, egal ob geimpft oder nicht, und damit in den Konflikt mit der Obrigkeit treten, drohen die Mediziner mit Arbeitsverweigerung und Kündigung, um ihrer Branche zum Privileg vom Impfzwang befreit zu sein, zu verhelfen.

    Überaus bezeichnend, wer die Helden für die autoritären Linken der SPD und Grünen sind …..

    • Wenn es ein Beschäftigungsverbot gibt, heißt das, dass ich zum Beispiel für eine Woche in der HNO mal eine Station schließe. Nächste Woche ist dann die Innere Medizin dran.“ Klaus Tischler, Pflegedirektor an der Uniklinik Tübingen

      Das ist wie mit dem ÖRR: wer von Zwangsabgaben lebt, der kann machen, was er will. Und ist der Held für sogenannte „soziale“ Parteien.

  23. Mein Grundschulkind (8) hat im Radio aufgeschnappt, dass die Präsenz-, also die Schulpflicht in Berlin gerade ausgesetzt ist. Also werde ich damit konfrontiert, den letzten Schultag vor den Winterferien doch bitte ausfallen zu lassen.
    Ich lasse mir erklären warum. „Wegen Corona. Da sind so viele krank, sogar vier in meiner Klasse haben Corona. Im Radio haben sie auch gesagt, viele Tausend haben Corona. Und die haben auch gesagt, die müssen sogar ins Krankenhaus.“

    Also schmiede ich eine Bonus-Aufgabe im Rechnen – Orientierung im Zahlenraum. Ich selbst habe auch am besten rechnen gelernt mit Textaufgaben, die einen realen Bezug hatten:
    Im Radio hatte es geheißen, laut RKI sei die Hospitalisierungsinzidenz auf 4,7 pro 100.000 Bürger pro Woche gestiegen.

    Ich: „Hast du schon mal bis 1000 gezählt?“
    Kind: „Nö, das dauert ja ewig. Bis 100 dauert schon lange.“
    Ich: „Das kann wirklich schon ein paar Stunden dauern, ich habe es auch noch nie gemacht. Jetzt stell dir mal vor, du müsstest 1000 mal bis 1000 zählen. Das wäre fast ewig. Und das dann noch vier mal.“
    Kind: „Warum sollte das einer machen?“
    Ich: „Wenn du 4000 mal bis 1000 gezählt hast, dann weißt du, wie viele Menschen in Berlin leben. In Deutschland leben noch 20 mal so viele.“
    Kind: „Boah. Ganz schön viele.“
    Ich: „Von den vier Millionen Berlinern müssen in einer Woche 188 wegen Corona ins Krankenhaus oder weil sie etwas anderes haben, aber auch einen positiven Test wie die vier in deiner Klasse.“
    Kind: „Bis 188 kann ich aber zählen.“
    Ich: „Aber das ist ja eine Woche. Pro Tag kommen 27 Berliner wegen Corona ins Krankenhaus.“
    Kind: „Das ist aber nicht viel.“
    Ich: „Und deswegen gehst du auch am letzten Schultag hin.“

    Berlin hat keine vier Millionen Einwohner, sondern nur 3,5 etwa. Kommarechnung ist aber noch nicht angesagt in der Schule. Daher die Vereinfachung. Auf dem Weg zur Schule erfahren wir, dass sich in Deutschland derzeit wohl 44 Personen mit Omikron auf ITS aufhalten.
    Aber was 0,00000055 Prozent bedeutet, erkläre ich dann in einem der kommenden Schuljahre.
    Beinahe hätte mein Kind beim Aussteigen die FFP2 im Auto liegen lassen.

    Bin ich eigentlich ein Corona-Verharmloser oder bewege ich mich richtig im Zahlenraum?

    • Das ist ultraspannend. Die haben sich ja wirklich abgeschottet.
      Ich gehe davon aus, dass wir zwei sehr flexible Seiten haben, die aufeinander treffen: Das Virus, dass munter mutiert und auf der anderen Seite das menschliche Immunsystem, das einen Adaptionsprozess vollzieht.

      Wenn ein Forscher mit einem Rhinovirus in der Nebenhöhle in die Amazonas-Region reist und dort durch seine plötzliche bloße Anwesenheit einen indigenen Einheimischenstamm ausrottet, was wird wohl in China passieren, wenn das fortentwickelte Virus dort landet?
      Das selbe wie im Urwald am Amazonas? Oder haben die das Glück, dass sie reagieren wie wir auf Omikron: Also ab ins Taschentuch und ein bisschen scheiße fühlen.

      Wenn dort nicht der Super-GAU passiert, also die Chinesen das ebenfalls in den Rinnstein rotzen, was die wohl gerne machen – dann zeigt das doch, dass sie eben niederschwellig immunisiert sind. Dass sie ebenfalls eine durch grobschlächtige Tests nicht erkennbare Konfrontation mit dem Virus erlebt haben. So wie das seinerzeit in Heinsberg investigiert wurde. Und wie es auch die Antikörper der Kenianer zeigen.

      Das wiederum würde bedeuten, dass wirklich sämtliche menschliche sogenannte „Maßnahmen“ komplett für den Arsch gewesen sind. Weil eben das Virus omnipräsent ist und die entsprechende menschliche Adaptionsleistung nach sich zieht.

      Wenn die Chinesen jetzt ganz übel betroffen sein werden mit unzähligen Toten, dann belegt das möglicherweise, dass eine Abschottung wirklich eine Relevanz hat – und damit auch die Maßnahmen.

      Nun kann man auf der anderen Seite argumentieren, die menschliche Immunadaption sei irrelevant, da sich nur das Virus in seiner Wirkung abgeschwächt habe. Dann stellt sich aber die Frage, ob es das von selbst macht oder die Gesellschaften mit einer sehr hohen Infektionsinzidenz und den toten alten Menschen den Preis dafür gezahlt haben.

      • „Wenn die Chinesen jetzt ganz übel betroffen sein werden mit unzähligen Toten“

        Warum sollte Omikron tödlicher dort sein als hier? Es werden einfach eine Menge Leute mehr oder minder krank und bringen die chinesischen Behörden in extreme Bedrängnis. Denn diese werden nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen und Chaos allenthalben stiften. Der recht wahrscheinliche Ausgang ist ein peinlicher Kontrollverlust der KP, für alle Chinesen und die Welt offen zu sehen (am besten während Olympia).

        • Warum sollte Omikron tödlicher dort sein als hier?

          Weil hier gerne argumentiert wird, die Menschen seien durch die Impfung der Viagra-Firma davor geschützt.
          Und weil eben, wie in der Amazonasgegend, Menschen bei der Konfrontation mit einem für sie komplett neuartigen Virus extreme und oft tödliche Reaktionen haben.

          • Omikron ist auch für ungeimpfte Populationen bestimmt nicht verheerend, die Chinesen werden die unschönen Aspekte schon zu verstecken wissen.
            Das mit den südamerikanischen Einwanderern über Ostasien, auch als Amazonasbewohner bekannt, liegt an der geringeren genetischen Vielfalt in Randgebieten. Am höchsten ist sie übrigens in China, einem der Biodiversitätszentren der Nordlichen Halbkugel. Das können auch die Menschen mehr ab! Es liegt an der Grösse der Landmassen, Einwanderungswege, Verbreitung, ab.

  24. Hat jemand von dem „Freedom Convoy“ in Kanada in irgendwelchen MSM Medien gelesen/gehört?

    https://de.rt.com/nordamerika/130627-freedom-convoy-rund-50000-trucker-protestieren-gegen-corona-massnahmen/

    Ungeimpften Truckern ist das Überqueren der kanadischen Grenze nur noch nach einer zweiwöchigen Quarantäne gestattet. Die daraus resultierenden Probleme bringen die Lkw-Fahrer auf die Barrikaden. Ein viele Kilometer langer Protestzug entsteht und macht sich auf den Weg in die Hauptstadt Ottawa.

    etwa 50.000 Trucks und Autos in einem mehrere Kilometer langen Konvoi auf den Weg in die Hauptstadt Ottawa.

    Eine Crowdfunding-Aktion der Protestorganisatoren Tamara Lich und B.J. Dichter hat bisher knapp sechs Millionen Dollar an Spenden zur Unterstützung der teilnehmenden Fahrer sammeln können. (Kanadische o. US $?)

  25. Jetzt ist aber Schluss mit lustig:
    Die Stadt Ostfildern im grünen Baden-Würtemberg kündigt in einer Allgemeinverfüguung Waffengebrauch gegen Spaziergänger an:

    https://www.ostfildern.de/Politik+_+Verwaltung/Bekanntmachungen/Allgemeinverf%C3%BCgung.html

    Die begründen diesen Aufruf zum Bürgerkrieg mit der möglichen Infektion, die vorbeilaufende Passanten ereilen könnte, wenn politiisch orientierte Spaziergänger auf der Straße unterwegs sind und womöglich die Maske nicht korrekt sitzen oder sich ihren x-ten Booster noch nicht abgeholt haben.

    Nach Art. 8 Abs. 1 des Grundgesetzes ( GG ) haben alle Deutschen das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln. Dieses Grundrecht ermöglicht es den Bürgerinnen und Bürgern, sich aktiv am politischen Meinungs- und Willensbildungsprozess zu beteiligen.

    Wenn sie sich friedlich ohne Waffen versammeln, sollen sie abgeknallt werden. Warum interessiert die Politik das Grundgesetz nicht mehr?

      • In der Begründung der verlinkten Allgemeinverfügung wird ausdrücklich klargestellt, dass die Durchsetzung erforderlichenfalls auch mit Waffengewalt erfolgen wird:

        Um sicherzustellen, dass das Versammlungsverbot eingehalten wird, wird die Anwendung unmittelbaren Zwangs, also die Einwirkung auf Personen durch einfache körperliche Gewalt, Hilfsmittel der körperlichen Gewalt oder Waffengebrauch angedroht.

        Finde ich schon ziemlich heftig. Zumal die Begründung insgesamt den Eindruck vermittelt das shier um jeden Preis eine unerwünschte Veranstaltung verboten werden sollte. Die Begründung wirkt teilweise ziemlich an den Haaren herbeigezogen, bei „erwünschten“ Demos wären vergloeichbare Verstöße und Gefahren ziemlich sicher kein Verbotsanlass.

        Und durch den Gegenstand der Allgemeinverfügung:
        Die Teilnahme an allen öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel auf der Gemarkung der Stadt Ostfildern, die mit generellen Aufrufen zu „Abendspaziergängen“, „Montagsspaziergängen“ oder „Spaziergängen“ in Zusammenhang stehen, nicht angezeigt sind und gegen die Regelungen der Corona-Verordnung gerichtet sind, wird an allen Wochentagen untersagt.
        wird praktisch generell verboten, gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren.
        Aber solche Verbote sind vermutlich erforderlich, um die Demokratie zu schützen…

        • Danke. Ich hatte zehn Stunden Stromausfall und das nicht gesehen.

          Während die Grüne Ricarda Lang im Bundestag geboostert und infiziert fröhlich spreadet, soll mit Kanonen (aka Waffen) auf Spatzen (aka Spaziergänger) geschossen werden, die im Dunklen durch die windigen Straßen laufen. Weil sich Passanten infizieren könnten, was infektiologisch komplett absurd ist. Das einzige, womit sich Passanten infizieren könnten, ist die Erkenntnis, dass da etwas extrem schief läuft und dass die sogenannten „Antidemokraten“ doch sehr friedliche und meist nette Mitmenschen sind.

          Ich denke nicht, dass ich eskaliere, indem ich auf sowas hinweise.

          • Die Behauptung von dir:
            „Wenn sie sich friedlich ohne Waffen versammeln, sollen sie abgeknallt werden.“

            ist schon noch eine üble Eskalation und Unterstellung, auch wenn das mit dem ausdrücklichen Waffengebrauch tatsächlich so war.

          • Wenn der Waffengebrauch angekündigt worden wäre für den Fall einer gewaltsamen Eskalation während eines Protestes, ist das etwas anderes, als wenn Waffengewalt zur Durchsetzung einer unter freiem Himmel komplett absurden Infektionsschutzregelung in einer amtlichen Allgemeinverfügung benannt wird.

            Was sagt denn die Verfügung anderes aus, als dass dieses Mittel angekündigt wird?
            Ich denke, in Nordkorea würde das ähnlich angekündigt werden, wenn Menschen sich unter freiem Himmel friedlich versammeln wollten.

            Und warum nicht schießen, wenn eine Frau mit Kinderwagen wie in Schweinfurt eine Polizeisperre „durchbrechen“ möchte? Wurde ja in der Allgemeinverfügung angekündigt. Warum hat sie das gemacht? Was blieb den Polizisten anderes übrig?

            Ich finde, staatliche Repression müsste wenigstens noch ein paar Grenzen und eine gewisse Verhältnismäßigkeit kennen. Und die ist hier massiv verletzt.
            Das kann man gar nicht explizit genug verdeutlichen.

          • Aus der Bekanntmachung kann man rauslesen, dass die Demonstranten nicht zimperlich waren und man könnte hier meinen, dass von deren Seite auch Waffengebrauch zu drohen scheint. Also, im Zweifel für den Angeklagten, hier die Obrigkeit.

            Das Ganze ist natürlich grundsätzlich sehr befremdlich, da in anderen Settings, zB Grenzverletzungen, die völkerrechtsmässig sogar als Kriegsakt angesehen werden müssten (Polen/Weissrussland), die Empörung bei einen Ruf nach Waffeneinsatz riesengross ist (und das zu unrecht).

        • „Finde ich schon ziemlich heftig.“

          Ich auch. Und deshalb habe ich das nicht glauben können und das sogar überlesen! Mea culpa und eine Entschuldigung an @beweis!

    • „Nach Art. 8 Abs. 1 des Grundgesetzes ( GG ) haben alle Deutschen das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.“

      Bitte nicht vergessen zu erwähnen, dass die deutsche Verfassung das Spezifikum aufweist, dass Grundrechte nicht nur durch andere Grundrechte beschränkt werden können (was logisch wäre), sondern auch durch einfache Gesetze (was eine Verfassung ad absurdum führt, denn wozu brauche ich ein oberstes Gesetz, wenn dieses durch einfache Gesetze ausgehebelt werden kann?).

      So gilt dann auch die Versammlungsfreiheit nicht grundsätzlich, sondern nur solange, bis der Gesetzgeber keine Lust mehr auf dieses Grundrecht hat:

      „(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.“
      https://dejure.org/gesetze/GG/8.html

      Dieses Gesetz heißt „Infektionsschutzgesetz und ist seit Mitte 2020 unsere de facto Verfassung.

        • „Weil dieses einfache Gesetz dann bestimmten Regeln in unterliegt, die die Einschränkung erfüllen muss.“

          Und welche Regeln sollen das sein? Wo stehen diese Regeln?

          • Die Einschränkung der Versammlungsfreiheit unter freiem Himmel ist laut GG kein Verstoß gegen die Versammlungsfreihheit.

            Du verteidigst das GG auf der Basis des GG. Ich kritisiere den inhärenten Widerspruch des GG, das sich selbst die legale Grundlage für seine Entmachtung gibt.

          • @christian – alles Evolution.

            Würdest du sagen, der nachfolgende Argumentationgang ist geeignet, die Einschränkung der Freiheit zu begründen?

            Verfassungsjuristen betonen, die Abwägung der Verhältnismäßigkeit der Einschränkungen bemesse sich daran, wie lange sie aufrechterhalten werden. Auch hier geht es um eine Güterabwägung: auf der einen Seite das individuelle Recht des Einzelnen auf seine Grundrechte, auf der anderen Seite das Allgemeinwohl, in diesem Fall also die Gesundheit der Bevölkerung.

            Drei Aspekte stehen dabei im Zentrum:

            Sind die getroffenen Maßnahmen geeignet, um die Pandemie zu begrenzen?
            Sind sie erforderlich – und
            sind sie zumutbar?
            Die letzte Frage dürfte die umstrittenste sein. Prominente Verfassungsjuristen betonen, dass die Bundesregierung im Moment bis an die rechtsstaatlichen Grenzen gehe, aber eben nicht darüber hinaus. Sie befürchten jedoch auch, dass der Rechtsstaat Schaden nehmen könnte, falls die Einschränkungen länger als notwendig beibehalten werden.

        • Weil dieses einfache Gesetz dann bestimmten Regeln in unterliegt, die die Einschränkung erfüllen muss.

          Korrekt. Und diese Regeln (sowie die konkrete Anwendung im Einzelfall) kann das BVerfG überprüfen.
          Nur ist diese Überprüfungsinstanz derzeit leider sehr zeitgeistig und politiknah unterwegs, statt ihren Job zu machen…

          • Das ist für Kindergarten-Libertaristen zu hoch. Deren Horizont endet bei der INDIVIDUELLEN FREIHEIT, also ca 5cm vor ihrem eigenen Bauchnabel.

      • Zum Infektionsschutzgesetz und den Grundrechtseinschränkungen schreibt Frl. Wiki: „Im Einzelnen geschieht dies durch das Gesetz selbst, durch Rechtsverordnung aufgrund des Gesetzes oder durch Maßnahmen, zu denen das Gesetz die Behörden ermächtigt. Begrenzt werden diese Eingriffe durch die Vereinbarkeit mit höherrangigem Recht, insbesondere den weiteren Grundrechten wie dem Gleichheitsgrundsatz oder der Wesentlichkeitstheorie.“
        https://de.wikipedia.org/wiki/Infektionsschutzgesetz

        Was meinen die wohl mit Gleichheitsgrundsatz? Dass bei einer BLM-Demo einige Masken weniger schief sitzen könnten als bei einer Demo gegen Corona-Maßnahmen? Dass ein Geboosteter am Tag seiner Impfung direkt auf eine Party gehen kann, obwohl die Spritze nach offizieller Auskunft erst nach frühestens einer Woche wirkt (wenn überhaupt)?

        Die geforderte sachliche Begründung, die bei Verstößen gegen den Gleichheitsgrundsatz vorgetragen wird, besteht nur noch aus hysterischen Polit-Modellierungen. Die werden von vielen geschluckt und von den Gerichten abgesegnet, obwohl inzwischen merkliche Teile der Wissenschaft und der Medizin die Auffassungen gar nicht mehr teilen.

        Deswegen ist der Fragenkatalog, den das höchste österreichische Gericht angeblich der dortigen Regierung hat zukommen lassen (ist umstritten, ob das Dokument ein Fake ist), wirklich interessant. Da fragt die Judikative womöglich mal ganz konkret nach:
        https://chrisveber.blogspot.com/2022/01/game-over.html

        Dieser sog. Rechtsstaat verpufft gerade.

        • Deswegen ist der Fragenkatalog, den das höchste österreichische Gericht angeblich der dortigen Regierung hat zukommen lassen (ist umstritten, ob das Dokument ein Fake ist)…

          Mittlerweile berichtet es auch der ORF:
          https://orf.at/stories/3245589/
          Scheint also (erfreulicherweise) tatsächlich so zu sein.

        • „Deswegen ist der Fragenkatalog, den das höchste österreichische Gericht angeblich der dortigen Regierung hat zukommen lassen (ist umstritten, ob das Dokument ein Fake ist), wirklich interessant.“

          Der Fragenkatalog des VGH in Österreich scheint wohl real, d.h., kein „fake“ zu sein:
          OE24.tv: „Mückstein muss sich für Corona-Maßnahmen rechtfertigen“:

      • Der running gag ist, dass dieses Grundrecht de jure uneinschränkbar zwar nur für Versammlungen unter überdachten Flächen gilt, hier aber auch per Gesetz, Verordnung oder gar lediglich Allgemeinverfügung abgeschafft ist.

        Da spielt es schon gar keine Rolle mehr ob der Gesetzesvorbehalt für Versammlungen unter freiem Himmel hier verhältnismäßig ist.

        Ein Rechtsstaat dessen Exekutive sich vorsätzlich und wiederholt nicht mehr an Recht und Gesetz hält, ist als Rechtsstaat erloschen. Im Zweifel ist da auch die Judikative machtlos.

  26. Tja, Corona ist eine Hysterie, um vom Unangenehmeren abzulenken, Vogel Strauss-Verhalten, Kopf in den Sand.

  27. Ist ja irre! Was sollte das? Sollten die Insassen der Psychiatrie befreit werden? Das ist ja gruselig ….

    • Die Sache wird in dem Tweet wohl, vorsichtig formuliert, nicht ganz objektiv dargestellt. Aus dem in Bezug genommenen Artikel des MDR:

      Der Aufzug bog schließlich in die Philipp-Rosenthal-Straße ein und wurde von der Polizei erneut gestoppt, weil gegen die Auflagen verstoßen wurde. Aus dieser Versammlung heraus durchbrachen mehrere Dutzend Menschen die Polizeikette vor dem Klinikgelände und drangen auf das Gelände der Uniklinik auf der Semmelweisstraße ein. Dort ist die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie beherbergt.

      Nach Einschätzung des Reporters fühlten sich die Demonstrationsteilnehmer, die auf das Klinikgelände stürmten, offenbar bedrängt und wollten sich eine andere Route suchen, um zur Prager Straße zu gelangen. Ihr Ziel sei nicht die Stürmung der Uni-Klinik gewesen.

        • Ich war nicht dabei, aber mein Eindruck ist, dass die Demonstranten nur auf das Gelände gelaufen sind (um irgendwo auf der anderen Seite wieder hinauszugehen – Klinikgelände haben ja in der Regel mehrere Eingänge – und damit die Polizeiabsperrung zu umgehen), aber nicht in Gebäude hinein. Und auf dem Gelände sind sie dann halt eingekesselt worden. Dazu passen auch die Bilder im Artikel.
          Muss man nicht gut finden, aber die Darstellung im Tweet: „… haben die Klinik für Psychiatrie gestürmt…“ halte ich für stark irreführend.

    • Erster Satz dazu bei T-Online: Dutzende Demonstranten stürmten eine Psychiatrie in Leipzig. Der Polizei entkamen sie dadurch trotzdem nicht.
      https://www.t-online.de/region/leipzig/news/id_91571030/corona-proteste-in-leipzig-querdenker-stuermen-psychiatrie.html

      Wir assoziieren sofort messerscharf den Sturm aufs Capitol oder vorher den Sturm auf den Reichstag.
      Was könnten die irren Spaziergänger mit diesem Sturm auf die Klapse erreichen wollen? Alle anderen Irren befreien, um gemeinsam die neuen „Irren Antidemokraten“ zu gründen?
      Tschuldigung, aber lächerlicher geht es nicht.

      Da sind offenbar einige auf das Klinik-Gelände gelangt. Nicht in die Gebäude. Diese Gelände sind in der Regel frei betretbar, wenn natürlich auch privat. So sah das wohl auch ein MDR-Reporter, der meinte, die wollten auf eine abgesperrte Straße dahinter gelangen, aber natürlich nicht auf die Stationen.

      Daraus jetzt einen „Sturm aufs Irrenhaus“ zu modellieren, ist wirklich komplett krank.
      Und warum nennt so ein Twitterer das „pietätlos“? Was hat Psychiatrie mit Pietät zu tun?

      Dieses Thema hat inzwischen komplett jede Rationalität und gegenseitige Akzeptanz verlassen. Und so entsteht gefährlicher Zündstoff. Wenn es wirklich knallt, werden die einen sagen, die anderen hätten angefangen – und umgekehrt genauso.
      Und dann gibt‘s so viel Haudrauf, dass sogar Kanzler Olaf eine gewisse Spaltung in der Gesellschaft erkennen wird.

    • Sehr interessant, vor allem das verlinkte tatsächliche Anfrageschreiben des Verfassungsgerichtshofs. Sollte die Verfassungsgerichtsbarkeit in Österreich, anders als in Deutschland, etwa tatsächlich den objektiven Nutzen von Impfung und sonstigen Maßnahmen für ermittlungsbedürftig halten, um die verfassungsrechtlich gebotene Verhältnismäßigkeitsprüfung sinnvoll durchführen zu können?
      Mal sehen, wie die Regierung antwortet…

  28. Studie zur Nützlichkeit von Lockdowns zur Reduzierung der Covid-19-Mortalität, bei der ein Professor der Hopkins Universität mitgewirkt hat:

    Klicke, um auf A-Literature-Review-and-Meta-Analysis-of-the-Effects-of-Lockdowns-on-COVID-19-Mortality.pdf zuzugreifen

    Die Ergebnisse haben möglicherweise keinen Einfluß auf die theoretische Effektivität von Zero Covid Zones, die z.B. von @pingpong propagiert werden, weil nicht nur einen großer lange Lockdown erzwungen würde, sondern viele kleine kurze Lockdowns, die konsequent mit militärischer Gewalt durchgesetzt werden können.

      • Welch klassischer pingpong: Studie kommt zu einem ihm nicht gefallenden Ergebnis, also muss sie dringend irgendwie diskreditiert werden. Eine genauere Prüfung, was in der Studie überhaupt drin steht, ist dafür natürlich nicht nötig, es wird einfach irgendwas herausgegriffen und behauptet, das sei unseriös, und so getan, als sei damit die Studie erledigt.

        Das ist schon generell eine völlig unsachliche Vorgehensweise, hier haben wir aber ein besonders schönes Beispiel – Pingpong greift ein Diagramm aus der Einleitung der Studie heraus, das gar nicht von den Studienerstellern stammt, sondern lediglich als Anlass ihrer Studie angeführt wird, und meint dann, dass reiche aus, um sich mit der Studie nicht weiter zu beschäftigen.

        Aber allen anderen ständig andichten, sie würden nicht hinreichend konkret argumentieren… 🙂

    • Wenn ich eine Metaanalyse angreifen wollte, würde ich fragen, auf welche Weise die Vielzahl der Studien gesammelt, gefiltert, qualifiziert und vergleichbar gemacht wurden, um dadurch möglicherweise die These der Metastudie, dass Lockdowns kaum Nutzen hinsichtlich der Reduktion von Todesfällen brächten, zu Fall zu bringen.

      • Von dir kommen wenigstens sachliche Aussagen (anstatt moralisierendes ad-hominem Geschwätz).

        Wenn ich eine Metaanalyse angreifen wollte, würde ich fragen, auf welche Weise die Vielzahl der Studien gesammelt, gefiltert, qualifiziert

        Erste red flag:
        „18,590 studies are identified that could potentially address the belief posed. After three levels of screening, 34 studies ultimately qualified. Of those 34 eligible studies, 24 qualified for inclusion in the meta-analysis.“

      • Zweite red flag:
        Die Metaanalyse verwendet Studien, bei denen es fraglich ist wie sie es durch die Auswahlkriterien geschafft haben.

        Dritte red flag:
        Die Ergebnisse in allen 3 Haupt-Untersuchungskategorien werden in großem Maß von einzelnen Studien dominiert. Das ist sowohl aus den funnel plots mit Ergebnis/weight der Einzelstudien als auch aus den großen Unterschieden zwischen dem Durchschnitt und dem Median der Ergebnisse ersichtlich.
        Wozu dann überhaupt eine Metaanalyse?

        Die werden schon gewusst haben warum sie ihre Arbeit am peer-review Prozess vorbei direkt auf ihrer Homepage veröffentlichen.

    • Nette Geschichte, aber am Problem vorbei.

      Entgegen der Wahrnehmung besteht die Gefahr nicht darin dass wir in eine bürokratisch-systemgesteuerte Technodiktatur schlittern. Die Informationsverzerrung (hauptsächlich im Netz) erzeugt den Glauben dass wir zunehmend kontrolliert werden, während wir tatsächlich in eine bösartige Anarchie schlittern.

      • Es gibt beide Tendenzen, weiß der Teufel, welche sich durchsetzt. Im schlechtesten Fall eine Mischung: Anarchie im privaten Umfeld, etwa weil man seinen migrantischen Nachbarn ausgeliefert ist oder den antifa-Schlägertrupps und Autokratie beim Rest, Bargeldabschaffung, Diversitätsvorgaben, Sprachzensur, digitale Identität, Impfzwang etc. pp.

      • Definiere Problem.
        Die Pandemie ist nicht mehr das Problem. Da scheint es immer mehr Konsens zu sein, sie als übliche winterliche virale Erkältungswelle zu verbuchen.
        Das Problem ist vielmehr, dass die Auflagen und Regeln immer kleinteiliger und restriktiver, aber gleichzeitig weniger nachvollziehbar und überzeugend werden. Seit Omikron sind die Maßnahmen im Grunde nur noch Lachnummern.

        Das Grundproblem wurde seinerzeit schon sichtbar mit dem Tausch von mp3-Files auf dem Schulhof. Die Kids wurden kriminalisiert, weil sie geile Mucke tauschten. Hypermoralisch wurde auf Verdienstausfall der Künstler verwiesen. Das waren aber überwiegend nur Madonna und ähnliche, die vielleicht eine Million weniger dadurch erlöst haben. In Wirklichkeit agitierte die Unterhaltungsindustrie.

        Genauso wird jetzt auf die Alten verwiesen, die besonders gefährdet seien. Viele Alte wollen aber ein offenes zärtliches Leben mit Kindern und Enkeln führen, was ihnen aber durch entsprechende Regeln genommen wird.

        Im Moment reduziert sich das alles auf die paternalistische Forderung, jeder müsse sich unkritisch irgendwas spritzen lassen. Das ist aber nicht mehr verständlich zu machen – genauso wie die Kriminalisierung der mp3-Tauscher auf dem Schulhof.

        Was dann einsetzt, und was du vielleicht als anarchistisch bezeichnest, ist das vernunftbegabte Widersetzen gegen nicht nachvollziehbare und oft nicht verhältnismäßige Übergriffe gegen das Individuum. Der Kampf für das Recht auf Selbstbestimmtheit und Freiheit.

        Wenn es ein Staat nicht mal mit der Hypermoral schafft, Bürger von einer unsichtbaren Gefahr zu überzeugen, sondern täglich neue Verfügungen, Regeln, Strafandrohungen und Freiheitsbeschränkungen rausdrückt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass der Staat entweder falsch liegt oder verlogen andere Ziele verfolgt, als er postuliert.

        Und wenn es ganz schlimm stinkt, muss man gar kein Wissenschaftler sein, um das zu riechen. Selbst wenn die Politik sagt, da rieche nichts, dann ist es die große Errungenschaft des Menschseins, dass man seine eigene Nase bemühen kann. Eventuell muss man dafür die Maske absetzen.

        • Die Pandemie ist ebenso (k)ein Problem wie die Impfnebenwirkungen. Beim einen auf dem Vorsichtsprinzip zu bestehen, beim anderen jede Vorsicht in den Wind zu schlagen ist inkonsistentes Denken und ergibt keinen Sinn.

          Was dann einsetzt, und was du vielleicht als anarchistisch bezeichnest

          Sie dich um. Stromausfälle, Lieferkettenprobleme, Inflation, Raub & Schießereien, brennende Mülleimer hinter den Hofeingängen und brennende Autos davor, Schutzzonen für Journalisten, Menschen können nicht mehr ordentlich heizen (entweder weil die Heizung ausfällt oder weil der Brennstoff zu teuer ist), digitale Treibjagden die zu physischen Treibjagden werden, Ärzte die Personenschutz benötigen. Du siehst den kompletten Vertrauensverlust in den Staat und in die Medien. Du siehst das Ende der Macht, die Revolution der Öffentlichkeit, die Niederlage des Militärs und des staatlichen Gewaltmonopols.

          Das alles nicht erst seit Corona, das ist nur der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt.

          Was kommt ist nicht der systematisch kontrollierte Faschismus oder Kommunismus wie die linken und rechten Spinner dir das weismachen wollen, was sie allerdings im Grunde nicht einmal selbst glauben. Was kommt ist das exakte Gegenteil, eine Welt wo die zivilisierten Konzepte von Freiheit und (universell menschlicher) Gleichheit bis an ihr unzivilisiertes Limit extrapoliert werden. Eine Welt wo jede Hierarchie illegitim ist und mit ihr jede Autorität. Wo niemand das Sagen hat, alles im Chaos ist und letztlich das brutale Recht des Stärkeren gilt.

          Tut mir Leid dass du es von mir erfahren musst: Das Problem ist, dass der Staat ZU WENIG Einfluss hat (nicht ganz ernst gemeint, das muss man ja heutzutage dazu sagen.)

          Dein „vernunftbegabter Widerstand“ und dein „Kampf(!) für das Recht auf Freiheit“ basieren auf einer Illusion. Mit diesem Kampf beginnt nicht die Freiheit, sondern die Gewalt und die Anarchie.

          Gesellschaften die nicht imstande sind sich um sich selbst zu kümmern, die einen Anstieg der Sterblichkeit von 20% hinnehmen, sind gescheiterte Gesellschaften.

          • Tut mir Leid dass du es von mir erfahren musst: Das Problem ist, dass der Staat ZU WENIG Einfluss hat

            Interessante Endzeitperspektive. Du hast schon recht. Auch ich bewege mich nach vielen Jahrzehnten von Rechtstreue und Staatsakzeptanz inzwischen auf einem anderen Weg. Heute war ich trotz 2G dicke Strümpfe für mein Kind kaufen (wurde aber nicht erwischt). Und letztens sind wir in unserem brandenburgischen Landkreis nach 22 Uhr noch eine Runde durch den umliegenden Wald gelaufen, obwohl für mich eine Ausgangssperre gilt.

            Es ist auch wahr, dass in mir die Regeltreue erodiert angesichts der komplett überzogenen und unverhältnismäßigen Maßnahmen, die uns zunehmend einengen.
            Und in der Tat kann das dazu führen, dass immer mehr Menschen wie ich Illegales machen, was man auch als Anarchismus bezeichnen kann. Manche tun solche Dinge, ohne überhaupt zu wissen, dass sie sich illegal verhalten, z.B. wenn mehrere mit einem ungeimpften Kumpel auf der Straße zusammentreffen und plauschen.

            Das ist halt die Folge, wenn man eine Demokratie und freiheitliche Selbstbestimmung in kürzester Zeit in Konformitätsdruck umwandelt und mit einem totalitären Regelwerk versieht, das alle paar Stunden geändert wird.

            Wenn sich Staat und Medien nicht mehr einkriegen und so die Eskalation anfeuern, dann kann es wirklich in anarchistische Zustände ausarten.

            Das hat aber höchstens am Rande mit Corona und Gesundheitsschutz zu tun. Schweden in seiner Liberalität meldet für 2021 eine erhebliche altersbereinigte Untersterblichkeit.
            Die Schuld auf das Virus schieben, ist also nicht angesagt.

            Auf die hysterische Epoche folgt vielmehr die Explosion. Ob man das nun auf Corona, Klima oder Genderdiskriminierung schiebt, ist doch ziemlich wurscht.

  29. “ a media policy refusing to … humanize … beyond the bare necessity of speaking to their existence ….“

    Was für ein bösartiger Dreck in der Zeitung, dessen Motto weniger Warnung als Handelsanweisung zu sein scheint.

  30. Hier wird ein Gerichtsverfahren in den USA angestrengt, mit der Absicht, ein vollständiges Bild der weltweiten Verbrechen im Zshg. mit der Covid-Pandemie zu liefern.

    Bei den Anklägern steht nicht infrage, ob das aktuelle Justizsystem noch funktionell genug ist, um diese Verbrechen zu klären. Diese Frage ist schon entschieden. Es geht nicht mehr darum, Recht in legacy Justizinstitutionen zu finden, sondern das bestehende Justizsystem zu ersetzen, um alle Protagonisten der Covid19-Verbrechen rechtskräftig verurteilen zu können.

    https://t.me/ReinerFuellmich/715

  31. Da haben sich ein paar Roben aus dem mentalen Dauer-Lockdown befreit und kurzerhand die Verkürzung des Genesenenstatus für verfassungswidrig erklärt:

    https://www.verwaltungsgericht-osnabrueck.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/verwaltungsgericht-osnabruck-halt-verkurzung-des-genesenenstatus-auf-90-tage-fur-verfassungswidrig-208324.html

    Gilt zwar nur für den Kläger – aber warum sollte für den eine andere sog. Infektionsschutzregelung gelten? Wer in Osnabrück klagt, der sei länger gegen Corona geschützt, wäre eine vorhersehbare Argumentation von Lauterbach gestützt durch das RKI, natürlich basierend auf aktuellen Auswertungen.

    Wie soll Lauterbach nach solchen Entscheidungen seine bestellte und bezahlte Pampe gegen die Alphavariante in den Mann bringen, bevor das Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft?

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