„Mein Auto hatte eine Panne, aber als ich die AA anrief, sagten sie mir: „Wir können alleinstehenden Frauen keine Priorität einräumen, denn das ist Gleichberechtigung“.

Ein Bericht über die Nachteile der Gleichberechtigung:

THE AA has been accused of putting women at risk after telling a customer gender equality rules prevent it from prioritising help for lone females.

Dr Helen Mott, 52, hit out after her car broke down on Wednesday as it was going dark.

Dr Mott, of Bristol, told The Sun: “The operator gave me an estimated time which was knocking on for a couple of hours.

“I asked the call handler why they treated men and women the same and didn’t prioritise lone women. They said there’s no difference and they just said that’s equality. They’ve been trained to say it.”

Academic Dr Mott, picked up by an AA truck less than an hour later, complained online but was told she had been advised correctly.

Women’s safety campaigners criticised the company’s stance.

Sophie Francis-Cansfield, of Women’s Aid, said: “One woman is murdered by a man every three days in the UK. Priority must be given to ensuring women’s safety.”

After other members demanded clarification, AA president Edmund King said: “We use common sense and prioritise women but by the letter of the law we can’t say that.”

An AA spokeswoman commented: “We accept that the wording of our initial response wasn’t great and have apologised. In fact, we prioritise anyone at risk but more often than not it will be lone women.”

AA ist das, was in Deutschland der ADAC ist.

Hier Screenshots aus dem Artikel von ihrer Beschwerde bei Twitter:

Man kann natürlich darüber streiten, ob eine Frau eine höhere Gefahrenstufe hat, weil sie eine Frau ist und damit eine höhere Gefahr sexueller Übergriffe hat, wenn sie alleine in einem Wald ist. Allerdings dürfte die Gefahr dort relativ gering sein.

Es ist insofern eher eine gefühlte höhere Unsicherheit. Allerdings kennen wir auch nicht die Fälle, die sonst zu bearbeiten waren und natürlich muss ein Vertragspartner des AA dann eben auch erst einmal etwas Zeit schaffen, da er vielleicht gerade etwas anderes macht, evt. zu dem passenden Fahrzeug gelangen muss um dann zu ihr zu fahren, es wurde immerhin schon dunkel, vielleicht war er also nur in Bereitschaft. 90 Minuten erscheinen mir da noch nicht einmal viel.

Aber warum soll man sich dafür interessieren, der Mann hat sich eben mehr zu beeilen, eine Frau ist in Gefahr!!!1 Also nicht wirklich, aber sie könnte in Gefahr sein! Sie hat Vorzug! Rettet sie!

36 Gedanken zu “„Mein Auto hatte eine Panne, aber als ich die AA anrief, sagten sie mir: „Wir können alleinstehenden Frauen keine Priorität einräumen, denn das ist Gleichberechtigung“.

  1. Das Problem ist doch recht leicht zu lösen, Frauen gründen einfach ihren eigenen Autoverein mit weiblichen Mechanikern nur für Autofahrerinnen in Not. Das Netz könnte man dann so eng aufziehen, dass keine Frau länger als 5 Minuten warten muss.

    • Brillante Idee. Die könnten sich ja über die ganzen weiblichen startups fördern lassen indem die ihre Mitarbeiter*rotzhochzieh*innen eine Mitgliedschaft andienen!
      Was soll da schon schief gehen?

    • Ein reiner Frauenverein wäre aber nicht inklusiv. Daher müsste es schon ein Verein sein, in den auch Männer dürfen, der aber in §1 seiner Statuten feststellt, dass immer Frauen zuerst und durch die erfahrensten (im Ersatzfall auch leckersten) Mechaniker bedient werden müssen.

      Die Reihenfolge der Pannenhilfe müsste dann festgelegt sein:
      1. Frau alleine mit geäußerter Angst
      2. Frau alleine
      3. Zwei Frauen alleine
      4. Mehr als zwei Frauen alleine
      5. Mehr als eine Frau mit einem Mann
      6. Frau und Mann
      7. Mann
      8. Mann mit Angst
      9. Mann im Schneesturm
      10. Mehr als ein Mann
      Kinder sind wie üblich in feministischen Clubs egal, kommen aber als verstärkender Faktor in obigen Gruppen zur Geltung. Hunde werden abschwächend gewertet.

      In diesem FDAC würden sicher sehr viele Männer Mitglied werden. Weil sie es richtig finden, dass Frauen besonders geschützt werden müssen und bevorzugt Hilfe erhalten. So war das schon immer, so hat man es ihnen beigebracht.

      Schon erstaunlich, wie Feministen immer öfter das „Gleich“ in Gleichberechtigung oder Gleichstellung auf die Füße fällt. Die eingeforderte allumfassende Frauenbevorzugung lässt sich so extrem schlecht verargumentieren.
      Aber die feministische Gier nach permanenter Hervorhebung und Besserstellung ist einfach zu stark.

      • Wie, wat inklusive?
        Geht’s noch? Seit wann müssen Frauenvereine denn „inklusiv“ sein?
        So etwas gilt nur für patriarchale Männerdomänen. Schließlich wurden und werden Frauen ständig unterdrückt.

        Könnte man jetzt ironisch-witzig auffassen, leider ist es im realen Leben so. Siehe bspw. Schützenvereine etc.

      • Bist du dir mit der Reihenfolge ganz sicher?
        Ich meine 6 (Frau und Mann) ist doch viel problematischer, als 1 oder 2!
        Bei 6 ist doch die Frau bereits ihrem (potentiellen) Vergewaltiger ausgeliefert.

  2. Wie umgehen mit den eigenen Privilegien?

    [[Illustration einer Geschäftsfrau auf einer Laufbahn, deren Startposition hinter der von einer Reihe Geschäftsmännern liegt.]]

    „Privilegien sind sehr oft unsichtbar und werden von denjenigen, die sie haben, nicht bemerkt“, sagt die Politikwissenschaftlerin Ina Kerner.

    Vor dem Gesetz sind wir alle gleich. Aber im Zusammenleben sorgen Unterschiede in Geschlecht, Hautfarbe oder Einkommen für Vor- oder Nachteile. Darüber müssen wir reden, sagen die Politikwissenschaftlerin Ina Kerner und der Autor Mohamed Amjahid.
    (…)
    Dabei gehe es nicht um Schuldzuweisungen, unterstreicht Ina Kerner. „Wenn man grundsätzlich für Gerechtigkeit ist und sich klarmachen muss, ich habe da Vorteile, für die ich nichts getan habe“, so Kerner, gehe es darum, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten „aktiv zu werden und diese ungerechte Situation zu verändern“.

    Das, denke ich, muss man schon verstehen, bevor man männerrechtlich-naiv an die Sache rangeht: Privilegien sind nicht nur „Vorteile, für die ich nichts getan habe“, sondern „Vorteile, für die ich nichts getan habe, die gegen das Geechtigkeitsprinzip verstoßen“
    Diesen Unterschied darf man nicht unter den Teppich kehren.

    Ebensowenig die immense Gefahr der sexuellen Belästigung, der diese Frau ständig ausgesetzt ist

    Und um das noch mal klarzustellen:

    Es ist eine Lüge, dass Feministinnen en-bloc bevorzugte Behandlung von Frauen fordern. Lediglich bevorzugte Behandlung von Frauen, die Angst haben, was nicht notwendigerweise das selbe wie „alle“ ist.

    Und nächste Woche schauen wir uns nicht an, ob es eine Ideologie gibt, die diese Angst schürt.

    • Und nächste Woche schauen wir uns nicht an, ob es eine Ideologie gibt, die diese Angst schürt.

      Ganz genau. Und dabei schauen wir uns auch nicht an, wie zwischen echter Angst und opportun geäußerter Angst zur Vorteilsgenerierung unterschieden werden kann.

      „Schatz, ich kann den Müll nicht runterbringen. Draußen ist es dunkel, da habe ich Angst. Schließlich wird doch alle 486 Tage eine Frau im Dunkeln beim Müllrausbringen von einem Mann angesprochen, alle 1246 Tage sogar in sexistischer Weise.“

      Welcher Partner kann sich dem verschließen?

  3. Spokesperson, u fas**st *u*t Spoekesfrau!

    Als gesichert dürfte wohl gelten, dass eine Frau mehr Hilfsangeboten ausgesetzt sein wird als ein Mann.

    Erstaunlich wie scheißig Frau sein kann, nach Rekordkürze noch online sich auszukötzeln, soviel frauen wie man da eimern möchte kann Mann gar nicht.

  4. Ich fände einen Prioritätszuschlag angemessen. Es kann ja nicht angehen dass alle dasselbe zahlen, aber nur manche die Priority Leistung abrufen können. Dann kann man, perspektivisch die Gebühren für alle senken, und wer besonders behandelt werden möchte, der zahlt den Premiumtarif.

  5. Als Feministinnen forderten das Frauen bei ungefähr gleicher Eignung bevorzugt Posten erhalten sollte und das Patriarchat dem sofort nachgekommen ist, haben sie die Kritik von Männern damit abgetan, das Menschen mit Privilegien Angst haben diese zu verlieren. Nur haben diese kritisierenden Männer mit großer Mehrheit gar nicht erwartet aufgrund ihres Geschlechts einen Vorzug zu bekommen.

    Man könnte nun Feministinnen für ihren kreativen Lösung für den Umgang mit Kritik beglückwünschen, aber so kreativ war das gar nicht. Es ist einfach nur Projektion. Wie so oft wenn sie etwas über Männer behaupten.

  6. Frauen sind einfach unglaublich!
    Gut, dass ich schwul bin. Unerträglich wäre es, diese heuchlerische, bigotte ständig fordernde, nie zufriedene, narzisstische und dennoch in allen Belangen von sich selbst überzeugte Geschlecht an meiner Seite haben zu wollen.

    „We use common sense and prioritise women but by the letter of the law we can’t say that.”

    Und warum sollte das“ Common sense “ sein? Auf welcher Grundlage? Welche Statistik rechtfertigt das? Heterosexualität, meine Güte! Die Geißel des Mannes und Quell seiner Versklavung!

    • Der Fairness halber muss man sagen, dass die meisten Frauen keine feministische Bevorzugung erwarten. Das öffentliche Narrativ aber, dass Frauen zu jeder Zeit das Recht auf eine Sonderbehandlung einräumt, kann aber natürlich von Frauen die diese Sonderbehandlung auch haben wollen missbraucht werden um Druck auszuüben diese auch zu erhalten.

        • Mach ich weitestgehend, bereitet mir im Alltag und auch im telefonischem Kundenservice keine Probleme. Zum Deppen machen sich Männer imo nur, wenn sie ohne realistische Erfolgsaussicht balzen. Oder natürlich, wenn sie sich irgendwelchen verrückten feministischen Ideen hingeben.

          • Da gibt es sogar Studien zu:

            „In Study 2, low BS (benevolent sexism) male targets were judged to be low in hostility towards women only if they explicitly stated that their low BS was motivated by egalitarian values, otherwise men’s low BS was assumed to indicate misogyny.“

            https://uwspace.uwaterloo.ca/bitstream/handle/10012/6958/Yeung_Amy.pdf?sequence=1

            Männer die Frauen nicht besser behandeln, werden für Frauenhasser gehalten.

            Ist von 2012. Vielleicht hat sich mittlerweile etwas getan. Ich glaube es noch nicht

      • Luka dein Kommentar liest sich irrsinnig komisch, stelle mir gerade Frauen vor die mich anbetteln eine Sonderbehandlung zu bekommen, ist echt unfassbar komisch, könnte mich kaputt lachen.
        Wer jetzt auf dem Schlauch steht was ich so lustig finde:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Sonderbehandlung

        aber mal Spasss beiseite, wieder zu der von Dir intendierten Semantik, sicher werden viele Frauen auch deshalb keine solche erwarten, weil ihnen gar nicht bewusst ist, daß sie sie tagtäglich ohnehin schon hinterher geworfen bekommen. Selbstverständliches nimmt man oft nicht mehr war, sie würden also eher den Entzug bemerken und beklagen.

  7. Wenn der ADAC offen erklären würde, er bevorzuge Frauen, wäre ich da die längste Zeit Mitglied gewesen. Brauchen tu ich den nämlich nicht mehr; das ist reine Solidarität, weil ich den in Studienzeiten so oft anrief, dass ich (immer noch) meine Mitgliedsnummer auswendig kann.

    Ich hab aber meinen Dr. auch nicht in feministischer Tanztherapie und kann mir daher ein ordentliches Auto leisten. Und bei meiner Kreditkarte ist sowieso ein Schutzbrief dabei (die AvD-Organisationen).

    Heftigst ist aber eigentlich „the membership came with the car“. D.h., die dumme Nuss hat sich nichtmal selbst Gedanken darüber gemacht, dass die Reisschüssel vielleicht aus einem guten Grund nur halb so viel kostet wie ein echtes Auto.

    • Nach ihrer eigenen Argumentation müssten Männer priorisiert werden. Aber sie ist Feministin und deswegen darf es in ihrer Welt einfach reich gar nicht geben, bei dem Männer mal bevorzugt werden. Und so sie für sie ein Patriarchat aus.

      Sie ist eine Frau, und alles, was Frauen nützt, ist Gleichberechtigung. Für Frauen. Denn Gleichheit ist Gleichheit für Frauen. Wenn Männer Gleichheit für Männer wollen, ist das keine Gleichheit. Denn obwohl Männer und Frauen gleich sein sollten, sind sie es nicht, solange Frauen nicht gleichgestellt sind.

      • >Denn obwohl Männer und Frauen gleich sein sollten, sind sie es nicht, solange Frauen nicht gleichgestellt sind.<

        Ich bring das mal in gerächtes Deutsch:

        Denn obwohl Männer und Frauen gleich sein sollten, sind sie es nicht, solange Frauen nicht bessergestellt sind.

        • Und bessergestellt müssen sie werden, weil Gleichberechtigung dazu gar nicht in der Lage wäre.

          Wer meint hier ginge es um Frauen, irrt sich gewaltig.

  8. Ein Eindruck, den ich schon öfter hatte, gut formuliert:

    Die Verehrung der Frau hat den Westen groß gemacht, und nun bringt sie ihn um.

  9. Einer Frau allein im Wald einen männlichen Mechaniker zu schicken wäre ja wohl das riskanteste, was man tun könnte. Man hätte ihr die erste freie Mechanikerin schicken sollen. Alles andere ist viel zu riskant.

    Problematisch ist nur, wie man die „Frauen“ definiert, denen eine Sonderbehandlung zusteht. Sollen das biologistisch gesehene Frauen sein, oder hat jeder Anspruch darauf allein im Dunkeln im Wald mit Panne seine weibliche, schutzbedürftige Ader zu entdecken und als neue Identität, womöglich fluide, zu proklamieren?

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