187 Gedanken zu “Corona Selbermach-Montag

  1. Die Zahl der Geburten in China ist in nur 1 Jahr um unfassbare 1.400.000 zurückgegangen. Die Zahl der Sterbefälle ist um 170.000 gestiegen. Siehe dazu Wikipedia “Demographics of China”, Vital Statistics. Der Kommunismus erlebt einen unendlich großen Zusammenbruch. Auch der Kapitalismus (einschließlich dem Pharma-Lobbyismus usw.) beginnt jetzt zusammenzubrechen. Da bei Omikron die Sterblichkeit 10-mal niedriger ist, ist eine allgemeine Impfpflicht kaum noch durchsetzbar. Wir brauchen keine grüne öko-sozialistische Politik; sondern eine öko-konservative Politik. Zudem muss das Christentum erneuert werden. Bitte googeln: Manifest Natura Christiana

  2. Der Genesenen-Status gilt jetzt nur noch drei Monate (eigentlich ja nur zwei – nur zwischen dem 29. und 90. Tag nach dem positiven Test).
    Hintergrund sei, dass aufgrund von Omikron ein sehr viel größeres Risiko bestehe, nach dieser Zeit zu erkranken oder Überträger zu sein, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Festlegung des RKI sei aus wissenschaftlicher Sicht erfolgt.
    https://www.tagesschau.de/inland/corona-genesenenstatus-101.html

    Da würde mich brennend interessieren, auf welche Studien das RKI die Erkenntnis stützt – immerhin wurde Omikron erst vor weniger als zwei Monaten festgestellt, es gibt also noch gar keine Genesenen, deren Omikron-Infektion länger als drei Monate zurückliegt und bei denen ggf. ein unzureichender körpereigener Immunschutz nach drei Monaten hätte festgestellt werden können.

    Noch bedeutsamer ist allerdings die Änderung der Art und Weise, wie derartige Regelungen zu Genesenen- und Geimpftenstatus getroffen werden. Bisher erfolgte das durch Regierungsverordnung, was schon sehr bedenklich war, denn die Festlegungen betreffen ja immerhin in nicht unerheblichem Maß die Grundrechtseinschränkungen für Millionen Menschen. Aber seit kurzem erlässt nicht mal mehr die Regierung eine Verordnung, sondern es gilt schlicht das, was RKI und PEI auf Internetseiten veröffentlichen. Dazu das Netzwerk Kritischer Staatsanwälte und Richter: https://netzwerkkrista.de/2022/01/16/eilmeldung-bundesregierung-verkuerzt-genesenenstatus-auf-drei-monate-will-es-aber-nicht-gewesen-sein-delegation-wichtiger-impf-und-fristentscheidungen-genesenenstatus-auffrischungsimpfung/

    Wer in diesem Land in welchem Umfang seine Grundrechte ausüben darf, entscheiden mittlerweile Regierungsbehörden im stillen Kämmerlein. Aber ein Demokratiefeind jeder, der das bedenklich findet und gegen die Corona-Politik demonstriert…

    • Auch sehr schön finde ich, was ich erst vor kurzem von einem befreundetem Paar, das im Dezember Corona hatte, erfahren hab:
      Wir hatten es davon, dass ich es blöd finde, dass sie als geimpft und danach genesen nicht den „Booster“ Zustand haben (obwohl „natürlich geboostert“) und sich den aktuell überall üblichen Testpflicht sparen können. Sie haben das bestätigt und meinten, sie wollten sich ja schon entsprechend boostern lassen (aufgrund ihrer Arbeit müssen die sich aktuell 5x die Woche testen, das ist stressig), aber sie dürfen nicht! Man darf erst 3 Monate nach einer Genesung eine Boosterimpfung bekommen!
      Zusammen mit dieser Änderung müssen sie also ihre Boosterimpfung schon fast genau Terminieren, ansonsten verlieren sie ihren kompletten Status (vielleicht gelten sie noch als „einfach geimpft“).
      Halte das für absolut bescheuert!

    • Die Verweisung auf die Internetseiten des RKI und PEI finde ich besorgniseregend. Zumindest Niedersachsen hatte es ja bereits beim festlegen der verschiedenen Corona-Warnstufen gemacht und auf die Inzidenzwerte des RKI verwiesen. Jedoch handelte es sich dabei zumindest um eine sich täglich ändernde Zahl.
      Hier geht es nun um einen Status, der die Beschränkung der Grundrechte festlegt. Diese soll auf Angaben der Internetseiten von zwei Behörden festlegen, die täglich ohne Hinweis geändert werden können. Auf den Seiten ist auch keine Historie erkennbar, wie z. B. bei Gesetzes oder Verordnungsblätter. In einer Woche kann man nur noch schwer nachweisen, was am 18.01. galt.
      Eine rechtliche Aufarbeitung dieser Problematik würde ich mir wünschen, stecke aber leider nicht viel Hoffnung rein.

      Persönlich betroffen bin ich durch den Fingerschnipp, da ich zunächst mit J&J geimpft worden bin und im November meinen „Booster“ erhalten hatte. Damit war ich von den 2G+ Testregelungen befreit. Mit der Anpassung nun auf einmal nicht mehr. Den nun „richtigen“ Booster könnte ich aber erst nach drei Monaten machen, wenn ich es richtig verstehe. Bis dahin wieder zusätzliche Einschränkungen. Ob ich es wirklich machen werde, weiß ich noch nicht, denn wie lange gilt es dann? Nach drei Monaten die vierte Spritze usw.?

      Immer wenn man der Normalität ein bisschen näher kommt, wird politisch die bisherige Basis geändert, so dass ein weiterer Weg vor allen liegt:
      Verdopplung -> R-Wert -> Inzidenz -> Einfach-/Doppelimpfung -> Inzidenz+Intensiv -> Booster -> Inzidenz+Intensiv+Hospitalisierung -> (nur) Inzidenz (seit Omikron) -> weiterer Booster
      Und die Mühle dreht sich weiter.

      Es ist als Leihe schwer zu unterscheiden, ob es wirklich nur die politische Angst ist, bei Ende der Pandemie die vorherigen Entscheidungen aufarbeiten zu müssen oder ob die Maßnahmen unumgänglich sind. Das ganze Durcheinander lassen mich aber an Zweiterem stark zweifeln.

    • Die Genesenen sind wieder ein Beispiel dafür, wie jegliche Rationalität aufgegeben wird. In der Schweiz wird der Genesenenstatus auf 12 Monate verlängert, in Deutschland auf faktisch 2 Monate verkürzt.
      https://www.achgut.com/artikel/genesenen_status_deutschland_halbiert_schweiz_verdoppelt
      Chefberater Drosten erklärt, er halte die „natürlich“ erworbene Immunität für weitaus effektiver. Interessiert keinen so richtig.
      Warum passiert das?
      Warum sollen alle Menschen unbedingt dreimonatlich zur Spritze verpflichtet oder genötigt werden, obwohl das Impfversagen und die Irrelevanz der Impfung spätestens seit Omikron auf der Hand liegen? Die Enthüllung der ITS-Fakezahlen aus Hamburg und Bayern lassen sogar das letzte Argument von den weniger schweren Verläufen bröckeln.
      Trotzdem. Immer weiter, immer mehr. Immer brutaler. Jetzt darf schon eine 12-Jährige nicht mehr zum Reiten gehen, weil dort 2G gilt.

      Impfpflicht hin oder her – die eigentliche Dramatik liegt in der faktischen gesellschaftlichen Ausgrenzung. Im Indubio-Podcast erklärte Birgit Kelle am Sonntag, dass sie ihrem 16-jährigen Sohn erlaubt habe, sich impfen zu lassen, weil er weiter seinen Sport betreiben will, den auch sie gerade in Pandemiezeiten für total wichtig halte. Die überzeugte Christin sagt dann die Worte: „Dafür hasse ich diesen Staat.“ (ich glaube, die ist sogar CDU-Mitglied). Ich kann ihre Reaktion komplett nachvollziehen.
      https://www.achgut.com/artikel/indubio_folge_197_lasst_die_pfoten_von_den_kindern

      Warum das alles? Sollen sie doch jedem ein Impfabo spendieren, der entscheidungsfähig ist und es möchte. Sie können es auch bewerben, was ja ein Kompromiss in Richtung des SPD-Parteitagssponsoren Pfizer wäre. Aber warum Druck, Zwang und Nötigung. Das reißt eine Gesellschaft komplett auseinander bis in die letzte Familie oder Freundschaft.
      Ich empfinde das inzwischen als vorsätzlich.

  3. Die wirtschaftlichen Folgen in China, die Omikron jetzt verursacht erinnern fatal an die Situation vor genau 2 Jahren, dem originalen Ausbruch in Wuhan;

    Ob der nur „sein Buch“ reden lässt? 😉 Der ist niemand Geringerer als der Kaiser der Anleihenwelt, deren Ära jetzt zuende geht…. und ein sehr humorvoller Kommentator schon immer.

      • Ich fürchte, die Chinesen haben nie die Schnauze voll von Regierungshandeln. Die lassen sich ja sogar vorschreiben, wie viele Kinder sie haben dürfen. Viele wissen da gar nicht, was Freiheitsrechte sind und wozu sie gut sein könnten.
        Und das bringt ihnen im globalen wirtschaftlichen Wettbewerb einen großen Vorsprung. Es ist also wirtschaftspolitisch schon sinnvoll, wenn der Westen sich auch in diesem Sinne chinesisiert.
        Dazu bedarf es einer Abschaffung von Freiheitsrechten und Individualität. Die Wirkung von Angst hat sich dabei als durchschlagend effektiv erwiesen. /AluHut abesetzen

        Ich kann mir angesichts der realen derzeitigen Gesundheitssituation im Rahmen der Pandemie nicht mehr erklären, warum immer weiter eine solche Angst geschürt wird. Und warum weiterhin in solch massiven Umfang Repressionsmaßnahmen verfügt oder beibehalten werden.

        • „Ich kann mir angesichts der realen derzeitigen Gesundheitssituation im Rahmen der Pandemie nicht mehr erklären, warum immer weiter eine solche Angst geschürt wird. Und warum weiterhin in solch massiven Umfang Repressionsmaßnahmen verfügt oder beibehalten werden.“

          Wer gibt Macht schon freiwillig auf?

        • „Ich kann mir angesichts der realen derzeitigen Gesundheitssituation im Rahmen der Pandemie nicht mehr erklären, warum immer weiter eine solche Angst geschürt wird. Und warum weiterhin in solch massiven Umfang Repressionsmaßnahmen verfügt oder beibehalten werden.“

          Ich vermute (ja nicht als einziger) inzwischen hauptsächlich machtpolitische Gründe.
          Die Regierung will die Gesellschaft komplett (und schnell, vermutlich ist der Zeitrahmen enorm wichtig) umkrempeln, hat aber die beharrenden und oppositionellen Kräfte der Bevölkerung unterschätzt, die m.E. ein Potential von ca 50% haben.
          Jetzt sitzt die Regierung in der Zwickmühle, wenn sie weiter durchziehn mit Maßnahmen, und Impfpflicht obendraufsatteln, kann es durchaus eskalieren, nach DDR-Erfahrung könnte auch die Polizei irgendwann verweigern.
          Wenn sie einlenken, sich die Impfpflicht klemmen, signalisieren sie Schwäche, daß sie eben nicht nach Belieben Rote Linien überschreiten können, was den Tocqueville-Effekt zur Folge haben könnte, die ganzen Fehlentwicklungen mindestens seit 2015 kommen zur Sprache, Forderung nach Runden Tischen, Rücktritt der schlimmsten Figuren, Abschaffung ÖRR…

          M.E grade eine lose-lose- Situation für die Regierung.
          Jedenfalls leben wir wieder in „interessanten Zeiten“, dachte eigentlich, die hätt ich in meiner Jugend zur Genüge gehabt.

          • „Falls du Recht hast, ist das aber eine win-win Situation für die Unzufriedenen.“

            Jepp. Aber angeblich sehen mehr die Corona-Maßnahmen als zu lasch an als umgekehrt. Zum Glück neigen die Leute dazu, auch bei anonymen Umfragen nicht ehrlich zu sein, wenn ihre Meinung von der Elite geächtet ist.

          • @Anti Eine Mehrheit die nur durch Konsum einseitiger Medien entstanden ist, bedeutet wenig. Sie kann leicht kippen sobald die Masse Informationen aus pluralistischen Medien bekommt. Wenn die „Gegenbewegung“ an Fahrt gewinnt dann wird das außerdem auch ein Selbstläufer, wie ein Schneeball der einen Berg runterrollt.

          • @Blue Jaw
            „Die Regierung will die Gesellschaft komplett (und schnell, vermutlich ist der Zeitrahmen enorm wichtig) umkrempeln“

            Das halte ich für kompletten Unsinn, dass die Corona-Massnahmen für die Regierung irgendwie zu einer Gesellschafts-Umformung dienen sollte. Es ist viel einfacher anzunehmen, dass diese Machertypen einfach die Kontrolle über das Geschehen behalten wollen. Nur ist der Hauptakteur kein Politiker wie sie, sondern ein Virus, welches nicht mal richtig lebendig ist. Und sie haben extreme Schwierigkeiten sich darauf einzustellen und noch mehr Angst die Kontrolle über die Situation zu verlieren.

          • @anorak2
            Ich meinte eigentlich, dass die angebliche Mehrheit für (mehr) Corona-Maßnahmen wahrscheinlich in Wirklichkeit gar nicht existiert, sondern nur durch Falschangaben bei den Umfragen vorgetäuscht wurde. Aber tatsächlich können sich auch echte Mehrheitsverhältnisse schnell ändern, wozu nicht unbedingt pluralistische Medien erforderlich sind. Sonst hätte es den Sturz des DDR-Regimes nicht gegeben. Gut, das Westfernsehen war auch noch da, aber wir haben immerhin noch R(ussia)T(oday)-Deutsch und so als gewissen Gegenpol.

    • „Die wirtschaftlichen Folgen in China, die Omikron jetzt verursacht“

      Nicht Omikron verursacht die wirtschaftichen Folgen, das macht die Regierung.

    • Und? Tomas Pueyo scheint eine ähnlich naive Kurzatmigkeit, wie @pingpong zu haben. Eine Durchsicht seines Textes zeigt ihn als glühenden Verfechter des „Flaten the curve“ – Mantras. Das Verständnis, was bei ihm aufblitzt, ist vermutlich dem bröckelnden Narrativ geschuldet, an dessen Zerbrechlichkeit er, genauso wie @pingpong, keinen Anteil hat. Wir sehen ja schon überall Absetzbewegungen. Ich vermute, wir kriegen noch Überraschungen. Vielleicht sogar Waffengewalt.

  4. Das Lied von Chumbawamba (Pass it on) bringt die ganze lockdown-zuhause-Corona-Kultur heute auf den Punkt, vor ca 5 Jahren erschienen, ein zutiefst kritisches Werk, welches eine dystopische Zukunft an. die Wand malt:

    • Irgendwie auch merkwürdig.
      Wir ertesten etwas, was dann zu Quarantäne führt. Also sich gesund Fühlende dürfen nicht zur Arbeit oder in die Schule gehen, weil sie Kontakt mit einem Positiven hatten, der sich vermutlich auch gesund fühlt. Und der darf natürlich auch nicht raus.

      Aber die, die sich einen frischen Pfizer-Schuss haben verabreichen lassen, die brauchen nicht zuhause bleiben. Damit soll offiziell das Impfen attraktiver gemacht werden, da es ja Infektion und Übertragung ohnehin nicht verhindert.

      Weil wir nun die ganzen sich pudelwohl Fühlenden einsperren, könnte die kritische Infrastruktur ins Wanken geraten. Dann hätten die Pudelwohlen kein Strom, kein Essen, kein Wasser in ihrem mehr oder minder güldenen Käfigen.

      Das Wegsperren hilft nicht wirklich gegen die zunehmende Zahl der Infizierten und Kontakteten. Ein „flaten the curve“ ist nicht notwendig, da von den Pudelwohlen kaum einer ins Krankenhaus geht. Er darf ja eh nicht raus.

      Aber wenn wir nicht so handeln würden, was würde passieren? Durchseuchung! Durchseuchung! Seuche überall – das geht gar nicht.
      Aber ist die nicht eh überall? Und was ist das eigentlich für eine Seuche, bei der sich die meisten pudelwohl fühlen?

      Gib dir nen Schuss – und du darfst wieder ins Freie. Das ist alles, was derzeit passiert. Und damit das auch wirklich jeder regelmäßig macht, gehen wir so weit, dass wir Lieferketten zusammenbrechen lassen, Blackouts provozieren, generell die Versorgung riskieren.

      Das nenne ich mal Pharma-Glauben.

      • Schon wieder ist die Realität schneller.
        Erster Berliner Bezirk kapituliert vor den Repressions-Regeln:

        Spandau stellt als erster Berliner Bezirk die Kontaktnachverfolgung in Schulen komplett ein.
        Das berichtet der „Tagesspiegel“. Die Zeitung beruft sich auf ein Schreiben der stellvertretenden Amtsärztin an die Schulleitungen.
        Demnach werden keine Kontaktlisten mehr erstellt, wenn ein Schüler oder eine Schülerin positiv auf Corona getestet wurde. Auch Kontaktpersonen würden nicht mehr nach Hause geschickt. Stattdessen würden nur noch Sitznachbarn und engste Freunde getestet.
        Hintergrund ist die hohe Inzidenz an Spandauer Schulen. Dem Bericht zufolge liegt sie dort mit 1.800 doppelt so hoch wie im Rest der Stadt.

        aus: https://www.inforadio.de/ (Meldungsspalte)

      • Kleiner tagesaktueller Nachtrag:
        PCR-Testungen sollen zukünftig nur noch an symptomatischen positiv getesteten durchgeführt werden, weil die PCR-Tests knapp werden und die Labore überlastet sind.
        Leider wurde bei dem Bericht, den ich heute am Radio hörte, nicht gesagt, ob Positive sich nicht mehr aus der Quarantäne freitesten können oder noch freitesten müssen. 😉

  5. Man sollte bei allem Optimismus, zu dem die hohe Ansteckungsfähigkeit, aber scheinbar geringe Schädlichkeit der Omicron – Variante hinsichtlich ihres Potentials, eine endemische Lage herzustellen, verleiten mag, immer auch die Warnung @pingpongs berücksichtigen der zu Recht immer wieder die vollständige Zurückdrängung der Omicron Variante mittels 0 Covid Zones als valide Option anmahnt. Das Vertrauen auf eine mögliche Harmlosigkeit der Virus – Variante ist vor allem hinsichtlich der Nicht-Ergodizität des Pandemiegeschehens eine trügerische Hoffnung, die sich aus A-posteriori-Wahrscheinlichkeit Daten speist, welche immer wieder für Falschurteile sorgt, wie jeder, der durch einmal einen vermeintlich flachen Bach watete und auf eine tiefe Stelle traf, bestätigen kann.

  6. Schön und gut. Aber dazu fällt mir dann nur ein: jede Welle war heftiger als die vorige. Also ist es logisch zu erwarten, dass die nächste nächsten Winter noch grösser werden wird als Omikron. Und dass das Virus dann in einer gutmütigen oder sogar noch gutmütigeren Variante auftritt kann man auch nicht annehmen. Also besser nicht das Ende der Pandemie ausrufen, damit kann man zu leicht daneben liegen, wie diese Leute hier:

    • jede Welle war heftiger als die vorige. Also ist es logisch zu erwarten, dass die nächste nächsten Winter noch grösser werden wird als Omikron. Und dass das Virus dann in einer gutmütigen oder sogar noch gutmütigeren Variante auftritt kann man auch nicht annehmen.

      Dem kann ich nicht folgen. Die Varianten wurden immer infektiöser, die Wellen größer, aber die anteilige Mortalität ist erheblich gesunken. Bei Delta schon (war in Indien gut sichtbar) und bei Omikron noch stärker.

      Jetzt ist die Frage: Ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass eine sehr letale Welle kommt, oder dass Covid noch weiter zum lästigen Schnupfen mutiert mit einer gigantischen, aber irrelevanten Infektionsinzidenz.

      Da wir schon lange mit viralem Geschehen auf unserer kläglichen Welt koexistieren, bin ich der Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit massiv zu letzterem geht. Global gesehen wurden bislang Viren durchgängig eingehegt, denn sonst wäre die Bevölkerungszahl nicht immer weiter gestiegen.

      Was könnte also die Annahme rechtfertigen, dass die nächte Mutante ein apokalyptisch-lauterbachsches Szenario gemäß tierärztlicher Modellierung verursacht?

      Wenn da keine erklärbar hohe Wahrscheinlichkeit existiert, müsste sofort das Pandemieende verfügt werden, da die Schäden durch die menschliche Angstreaktion inzwischen immens sind.

      Es kann doch nicht sein, dass die Angstspirale nie endet, nur weil irgendwelche Nasen behaupten, es KÖNNTE etwas Schlimmeres kommen. Natürlich könnte – könnte auch mal ein Komet aufschlagen. Dafür bauen wir auch präventiv keine Bunker.

      • „Ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass eine sehr letale Welle kommt, oder dass Covid noch weiter zum lästigen Schnupfen mutiert“

        Das wissen wir eben nicht und können es auch gar nicht im Voraus wissen.

        „Da wir schon lange mit viralem Geschehen auf unserer kläglichen Welt koexistieren, bin ich der Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit massiv zu letzterem geht.“

        Das ist die allgemeine Theorie der Parasitologie. Ein viel zu grober Massstab für die Vorhersage der nächsten konkreten Entwicklungen. Selbst wenn die nächste Welle Corona 10 % der Menschheit killen würde, wäre sie damit in ihrer globalen Gültigkeit nicht gefährdet. Sie ist also vollkommen unbrauchbar für unsere Betrachtungen hier.

        „Was könnte also die Annahme rechtfertigen, dass die nächte Mutante ein apokalyptisch-lauterbachsches Szenario gemäß tierärztlicher Modellierung verursacht?“

        Wenn wir Inzidenzen von 10.000 hätten, mit einer Variante, die nur ein wenig übler als Delta wäre, hätten wir die Kacke sicher am Dampfen, insofern hat Lauternbach hier schon recht das Bewusstsein zu schärfen. Natürlich darf man hoffen, dass es nicht so kommt. Aber Hoffnung ist kein guter Berater, wie übrigens auch Furcht nicht.

        „Es kann doch nicht sein, dass die Angstspirale nie endet, nur weil irgendwelche Nasen behaupten, es KÖNNTE etwas Schlimmeres kommen.“

        Finde ich ja auch, unbedingt. Aber Tatsache ist, dass dieses Virus sich immer besser verbreitet hat mit jeder Welle. Und der Schaden, den es dabei verursacht, der scheint dabei leider nicht klar mit seiner Ausbreitungsfähigkeit zusammenzuhängen.

      • Dr.-Med. Denken: Wie kann ich meinem Patienten helfen?

        Systemisches Denken: Was treibt die Verbreitung einer Krankheit an und wie können wir eine Pandemie verhindern bzw. beenden?

        Wir brauchen auf gesellschaftlicher Ebenen mehr systemisches Denken.

        • Wir brauchen auf gesellschaftlicher Ebenen mehr systemisches Denken.

          Aber hat sich dieses Denken nicht überwiegend als Verrecker herausgestellt in den letzten zwei Jahren? Ich denke, da muss noch einiges verstanden werden, um wenigstens einmal eine halbwegs realistische Modellierung oder Prognose erstellen zu können.
          Aber statt das Verständnis dafür weiterzuentwickeln und reumütig die eigene derzeitige Inkompetenz anzuerkennen, wird das politisch-gesellschaftliche Handeln immer aggressiver und irrationaler. Wissenschaft und Medizin machen voll mit. Das ist doch unwürdig.

          • Aber hat sich dieses Denken nicht überwiegend als Verrecker herausgestellt in den letzten zwei Jahren?

            Welches Denken? Wir haben in den letzten zwei Jahren gerade kein systemisches Denken gehabt. Die Entscheidungen waren getrieben von einem Dr.-Med. Denken, von einem reagieren und hinterherhinken, anstatt von einem vorausschauenden planen und proaktiven agieren.

            wird das politisch-gesellschaftliche Handeln immer aggressiver und irrationaler. Wissenschaft und Medizin machen voll mit.

            Und ich bin der erste, der diese politischen irrationalen Entscheidungen (alleine Spazierengehen verboten, Impfpflicht etc) kritisiert. Das weißt du auch.

            Das ist doch unwürdig.

            Unwürdig ist es ganz sicherlich, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie eh nichts tun können. Besser wäre es sie zu befähigen, in ihrem eigenen Namen zu handeln. Lokales Handeln & Führung ist die Lösung.

        • Die Pandemie ist bereits beendet. Omikron ist eine Erkältung. Du, pingpong, Du bist ein Grund dafür, warumm Politiker immer wieder Ausreden finden, die Maßnahmen aufrechtzuerhalten.

      • „Es kann doch nicht sein, dass die Angstspirale nie endet, nur weil irgendwelche Nasen behaupten, es KÖNNTE etwas Schlimmeres kommen. Natürlich könnte – könnte auch mal ein Komet aufschlagen. Dafür bauen wir auch präventiv keine Bunker.“

        Mit Angst wird regiert und das sehr bequem, die letzte Angst war… Terrorangst. Da betreibt man die ganze Zeit „Vorbeugung“, greift tief in die Bürgerrechte ein, gibt Milliarden aus, schürt immer wieder die Panik, führt sogar Kriege deswegen. Und wenn die Angst nachlässt, inszeniert man was, muss nichts großes sein, Hauptsache die Medien springen drauf an…

        Nutzt sich aber halt ab, insbesondere in Deutschland wirkte es nicht mehr, weil man wegen der Neudeutschen die Terroranschläge nicht mehr richtig verwursten konnte, hätte dem Zuwanderungsnarrativ geschadet. Und genügend Einheimische für Anschläge hat man scheinbar nicht gefunden, Sachen wie der Lübke-Mord oder Halle, wurden ja feierlich und über Wochen ausgeschlachtet, obwohl nicht viel dran war.

        Auch die Klimaangst hat insgesamt noch nicht so richtig gezündet, trotz Dauerpropaganda, auch da wird „vorgebeugt“. Auf Basis wackeliger Modelle ruiniert man systematisch die Energiewirtschaft hierzulande.

        Corona hat sich hingegen als Brenner erwiesen! In einer überalterten Gesellschaft (vulnerabel!), die von großen Systemmedien systematisch einseitig informiert und in Panik gehalten wird, sich einsperren lässt, gegenseitig denunziert, ohnehin einen Drang zum Kollektivismus hat! Dazu die Profite Dank Biontech-Impfung (alle anderen Impfungen hat man aus dem Markt gedrängt oder nicht zugelassen) und der Segen der europäischen Geldpresse (endlich mal ungehemmt Geld verteilen)! Da kann gar kein Politiker wiederstehen! Die Medien spielen eh mit. Corona ist so schön einfach, die Wahrheit steht schon fest, Schuldige und Opfer sind festgelegt und man kann endlos über die zahlreichen, sich ständig ändernden Maßnahmen, Folgen, Schicksale, Emotionen palavern ohne dass man was wissen muss, das kommt dem deutschen Durchschnittsjournalisten sehr entgegen!

        • „Mit Angst wird regiert und das sehr bequem, die letzte Angst war… Terrorangst. Da betreibt man die ganze Zeit „Vorbeugung“, greift tief in die Bürgerrechte ein, gibt Milliarden aus, schürt immer wieder die Panik, führt sogar Kriege deswegen. “

          Und gleichzeitig verhindert man, dass die Ursache davon bekämpft wird, indem man jede Islamkritik und de facto* auch jede Islamismuskritik (bis auf Lippenbekenntnisse) tabuisiert. Es ist fast so als wäre das Absicht…

          *Offiziell wird das ja geleugnet, aber jeder, der das Islamismusproblem WIRKLICH thematisiert, wird zum Islamophoben (= Bösen) erklärt…

  7. Die Deutschen sind einfach unverbesserliche Fans der Homöopathie und homöopathischen Prinzipien. Anders ist diese Obzession mit den mRNA-Impfstoffen nicht zu erklären!

    Die Menge Protein-Antigen, die mittelst der mRNA erzeugt wird, ist sicherlich als „homöopathisch“ zu betrachten. Der immunologische Begriff des Boosterns ist hier eigentlich völlig verfehlt, denn die Logik des Boosterns ruht – ganz wie der Begriff schon nahelegt – ganz auf einer hohen Dosis bzw Menge des verabreichten Antigens.

    • Interessant auch das Diagramm im verlinkten Artikel, aus dem sich ergibt, dass in Deutschland der Anteil an Intensivpatienten um ein Vielfaches höher war und ist als in Dänemark. Da stellt sich natürlich die Frage, warum in Deutschland so viel mehr Patienten auf die ITS kommen. Auf die niedrigere Impfquote kann man das offenkundig nicht schieben, denn die Diskrepanz gab es ja von Anfang an.

      • Meiner Ansicht nach hat das mit dem hiesigen Abrechnungssystem zu tun, das belegte Intensivstationen befördert. Ebenso die Gerätemedizin. Die Tatsache, dass hier unheimlich viele intubiert wurden, hat wohl auch einen wirtschaftlichen Hintergrund, nachdem bemerkt wurde, dass eine Intubation das Personal nicht zusätzlich vor der viralen „Abluft“ der Patienten schützt.

        Hier ist das ganz gut vom Arzt Gunter Frank dargelegt:
        https://www.achgut.com/artikel/bericht_zur_corona_lage_robert_koch_allein_zu_haus

        Hier sehe ich die höhere IFR im direkten Zusammenhang zu der in der ersten Welle fatalerweise massenhaft verordneten und oft tödlich endenden invasiven Beatmung. Diese war die Standardbehandlung bei hospitalisierten Covid-Patienten, obwohl dies in den meisten Fällen unnötig war und die Patienten in keiner Weise durch Atemversagen bedroht waren. In Bergamo starben 90 Prozent der Intubierten. 78 Prozent der über 80-Jährigen haben diese Tortur in deutschen Intensivabteilungen nicht überlebt, genauso wie viel zu viele jüngere Patienten. Ein Skandal, dessen staatsanwaltliche Untersuchung meines Erachtens überfällig ist.

      • Das Anreizsystem in den deutschen Kliniken ist für Aussenstehende schwer zu durchschauen. Das ist im Prinzip Planwirtschaft und jede Wette: da wird getrickst und gemogelt, auf Teufel komm raus, denn da geht es um viel Geld, teilweise auch um die Existenz des Krankenhauses. Eigentlich müssten Belegungszahlen usw. regelmäßig und unangekündigt von Außenstehenden kontrolliert werden.

        Aber es kann auch noch andere Ursachen geben: bessere Vorbeugung (z.B. Vitamin D3 etc.), Behandlung mit Medikamenten oder Antikörpern etc. schwierig zu beurteilen, wenn man niemanden in dem Land kennt und der Sprache nicht mächtig ist.

        • Fakt ist, dass Deutschland eine weitaus höhere Intensivbettenkapazität hat als fast alle anderen Länder. Und in anderen Ländern gabe es teilweise erheblich höhere Inzidenzen. Trotzdem ist meines Wissens nirgendwo das Gesundheitssystem zusammengebrochen (wenn auch z.T. natürlich stark belastet worden), was aber hätte passieren müssen, wenn es dort im Verhältnis ein vergleichbares Aufkommen an intensivpflichtigen Coronapatienten gegeben hätte.
          Also entweder machen wir in Deutschland etwas grundlegend falsch oder unser (angeblicher?) Intensivbettennotstand beruht nicht kausal auf Corona. Die Zahlen, insbesondere die Auslastungsverläufe, scheinen mir eher für Letzteres zu sprechen…

        • Da wird gemogelt wie die Sau. Wurde es zu Zeiten meines Zivildienstes vor bald dreißig Jahren schon und das dürfte kaum besser geworden sein.

  8. Seine Firma Microsoft ist der Totalversager bei der Abwehr von Computerviren. Aber bei echten Viren kennt Bill Gates sich bestimmt total gut aus!

  9. Na das ist mal ne Breaking News:

    Ab sofort gelten nur noch dreifach Geimpfte als „vollständig geimpft“ im Sinne der Gewährung von Grund- und Freiheitsrechten. Die entsprechende Vorgabe des Bundesgesundheitsministeriums wurde jetzt von der nachgeordneten Behörde RKI entsprechend im Impfquotenmonitoring umgesetzt.

    Damit reduziert sich die freiheitsrechtsrelevante Impfquote in der Bevölkerung (ab 12 Jahren) ab sofort auf 47,6%.

    Pfizer, ihr könnt reinkommen – die Kanülen sind gespitzt.

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquoten-Tab.html (xls.Tabelle unten zum Download)

      • Wenig Variation = wenig Information.

        Der Körper tendiert dazu, Konstantes auszublenden. Würde mich nicht wundern, wenn das beim Immunsystem ähnlich wäre.

        • Würde mich auch nicht wundern. Wenn der Körper aber Konstantes „ausblendet“, ist das dann dadurch verschwunden? Bei meiner irischen Whisky-Therapie gewöhnt sich mein Körper ebenfalls zunehmend, so dass ich boostern muss. Da meldet sich aber irgendwann ein anderer Bereich des Körpers.

          Bei einem Stoff, der seinerzeit gepriesen wurde, dass er nur eine kleine Umprogrammierung des Bestehenden vornimmt, mutet die Überlegung ‚Wir impfen bis zum Endsieg‘ etwas merkwürdig an.

    • Die Medien haben das Narrativ schon übernommen, wenn jemand erkrankt, heißt es mittlerweile nicht mehr: „er war doppelt geimpft“ sondern „er war nicht geboostert!“

      Die Absolution verflüchtigt sich schnell, jetzt wieder zur piecksigen Beichte, sonst seid ihr alle schuldig 🙂

  10. Ich kann Schnupfen wirklich gar nicht leiden. Mit Behandlung zwei Wochen, ohne 14 Tage. Echt ätzend.

    Omikron hingegen mag ich lieber. Denn die Infektions- und Opferzahlen haben etwas Versöhnliches. Für die Welt, für das Miteinander, für die Liebe:

    Laut RKI liegt die Wahrscheinlichkeit, nach einer Infektion damit zu sterben, bei 0,04 Prozent. Von 206.917 Infizierten (Dunkelziffer bestimmt höher) sind 89 mit Omikron verstorben.

    Jetzt müsste nur noch jemand die richtigen Schlüsse ziehen und den Recovery-Modus für unsere Welt aktivieren. Und vorher den Great Reset abbrechen.

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Omikron-Faelle/Omikron-Faelle.html?__blob=publicationFile

  11. Es gibt kein Problem mit Russland und der Energiewende, es gibt da nur ein Problem mit „Coronaleugnern“:

    Wohlan, Genossen, die Reihen fest geschlossen!

    • Ein Mitglied der Partei, die per Regierungsbeteiligung von Anfang an an der Gestaltung von Maßnahmen beteiligt war, äußert sich zu Protesten gegen diese Maßnahmen, indem er sich die von einer Handvoll Hanseln vertretenen, absolut dämlichst möglichen Standpunkte rauspickt und so tut, als dächten die dort alle so. Herzlichen Glückwunsch Herr Neumann, genau so redeten auch schon Honnie und Konsorten über die bösen, bösen Demonstranten, die ihnen doch so herzlos die Feierlichkeiten zum 40jährigen Jubiläum ihrer „Republik“ ruinierten.

  12. Langsam reicht’s mir endgültig.

    In der Schulklasse meines achtjährigen Sohnes gibt es einen Corona-Ausbruch. Mehrere positive Schnelltests, davon bereits ein Fall per PCR-Test bestätigt, andere Ergebnisse stehen noch aus (vier Tage nach dem positiven Schnelltest!). Zwei der positiven Schüler sind Freunde meines Sohnes, mit denen er sehr engen Kontakt hatte, teilweise auch außerhalb der Schule. auch bei meinem Sohn zeigten sich 2-3 Tage leichte, aber deutliche Symptome, insbesondere Kopfschmerzen, Müdigkeit und leichtes Fieber (seit gestern ist er aber wieder völlig fit). Die Schnelltests verliefen aber alle negativ, auch bei uns (symptomlosen) Eltern.

    Soweit alles okay, aber der Witz ist, dass wir für unseren Jungen keinen PCR-Test bekommen. Den gibt es anscheinend selbst in derartigen Konstellationen nur nach einem positiven Schnelltest. Die PCR-Tests sind anscheinend in ertser Linie für die reserviert, die sich aus Absonderung/Quarantäne freitesten wollen.
    Unser Sohn geht ab morgen wieder ganz normal zur Schule und wird unter sämtlichen Gesichtspunkten so behandelt, als wäre nichts gewesen.
    Da kann ich mir nur noch an den Kopf greifen. Wobei ich an sich mit der ganzen Sache überhaupt kein Problem habe, aber wenn man die ganzen Corona-Maßnahmen und die ständige Panikmache betrachtet und dann sieht, wie mit derartigen Verdachtsfällen umgegangen wird, verliert man den letzten Glauben an unsere Institutionen.

    Und für unseren Sohn ist es nur schade, dass er möglicherweise seine Chance verliert, als Genesener zu gelten. Wobei deren Vorteile ja auch ganz erheblich eingedampft wurden…

    • Soweit alles okay, aber der Witz ist, dass wir für unseren Jungen keinen PCR-Test bekommen. Den gibt es anscheinend selbst in derartigen Konstellationen nur nach einem positiven Schnelltest. Die PCR-Tests sind anscheinend in ertser Linie für die reserviert, die sich aus Absonderung/Quarantäne freitesten wollen.

      Vielleicht wäre es doch sinnvoll gewesen, frühzeitig eine umfassende Teststrategie zu implementieren?

      Alles gute deinem Sohn und euch für die weiteren Infektionen, die es in nächster Zeit vermutlich geben wird – ohne akkurate Tests kann man das ja schwer sagen. Ich hoffe, sie verlaufen ebenso unproblematisch.

      • Vielleicht wäre es doch sinnvoll gewesen, frühzeitig eine umfassende Teststrategie zu implementieren?

        Was hätte das im vorliegenden Fall geändert?
        Mein Problem ist auch gar nicht der fehlende Test – wenn es nach mir gehen würde, gäbe es sowieso keine flächendeckenden Tests, sondern Maßnahmen wie bei einer Grippeepidemie – sondern die Absurdität, dass ein Land jahrelang wegen einer Krankheit in den Ausnahmezustand versetzt wird, dann im Einzelfall aber trotz starker Indizien gar nicht überprüft wird, ob jemand sich mit dieser Krankheit infiziert hat. Damit enfällt jegliche Rechtfertigung (soweit es eine solche jemals gab) für grundrechtseinschränkende Maßnahmen.

        • wenn es nach mir gehen würde, gäbe es sowieso keine flächendeckenden Tests

          Na dann kannst du dich ja freuen. Diese Situation hast du jetzt.

          • Wieso sollte mich das freuen? Ich will keine flächendeckenden Tests, weil ich Normalität will. Normalität gibt’s momentan aber leider trotzdem nicht. Panik und Einschränkungen bleiben, nur die Grundlage wird noch dünner als bisher schon.

        • „die Absurdität, dass ein Land jahrelang wegen einer Krankheit in den Ausnahmezustand versetzt wird, dann im Einzelfall aber trotz starker Indizien gar nicht überprüft wird, ob jemand sich mit dieser Krankheit infiziert hat.“

          Willkommen in der Realität! So sieht das leider regelmässig aus, überall 😦

        • Die widersprüchlichen Regeln und die chaotische Umsetzung sind kein Problem, sondern unsere Chance. Denn umso mehr Lücken ergeben sich, durch die man unbehelligt schlüpfen kann. Beschwere dich also besser nicht, das beschwört nur die Gefahr herauf dass irgendjemand „durchgreift“. Außerdem könnte es sein dass in der Schule liberal gedacht wird und deshalb absichtlich Lockerheit herrscht. Dann wären das eher deine Verbündeten.

    • nur schade, dass er möglicherweise seine Chance verliert, als Genesener zu gelten

      Die werden eh bald ganz abgeschafft. Denn wie kann ein flächendeckendes Impfprogramm durchgesetzt werden, wenn es Millionen von Genesenen gibt? Das Impfen ist ja inzwischen ein Selbstzweck, keiner kann mehr vernünftig erklären, warum es stattfindet.

      In Berlin-Spandau haben sie die Nachverfolgung bei Schülern seit gestern komplett aufgegeben. Die flächendeckende Adaption der Menschen läuft auch Hochtouren, während sie in den Krankenhäusern und auf den ITS Däumchen drehen. Dafür liebe ich Omikron.

      Aber: Warum lassen sie dann nicht endlich die Masken fallen. Beim Sportunterricht unserer Kinder, im engen Unterrichtsraum, im Freien sowieso. Warum stecken sie weiter Stäbchen in die Kindernasen und sondern sie aus, wenn dort komische Striche zu sehen sind?
      Warum lassen sie es nicht zu, dass Menschen, die keinen Bock mehr auf Panik haben, halbwegs normal und angstfrei leben dürfen, ohne geächtet zu werden?

      Natürlich ist es opportun, die Bevölkerung weiter paternalistisch gängeln zu können. Jetzt kommt aber der Punkt, an dem sich zeigen wird, ob die Bevölkerung das auch gut findet. Die Nagelprobe.

      Ich bin optimistisch, dass die Menschen das nicht wollen.

    • Ich habe es selbst nicht ausprobiert, aber es heißt, manche Schnellteste schlagen auch an, wenn man vorher viel Lakritze und Cola light zu sich genommen hat. Wenn es nur darum geht, einen Strich beim „T“ zu kriegen…

    • Freu dich doch, dass du keinen Test bekommst. Der kann euch nur Nachteile bringen falls er positiv ausfällt, ihr habt selbst nichts davon. Dass die Schule so locker ist, würde ich auch als positives Zeichen werten.

  13. Oh, das war mir neu:

    „In Bild kündigt Kassenärzte-Chef Andreas Gassen an: Die rund 100 000 niedergelassenen Mediziner in Deutschland wollen die Impfpflicht – sollte sie kommen – NICHT umsetzen. ,Wir werden unseren Ärzten nicht zumuten, eine Impfpflicht gegen den Willen der Patienten zu exekutierenʽ, so Gassen zu Bild. Begründung: Die Praxen seien ,kein Ort, um staatliche Maßnahmen durchzusetzenʽ. Stattdessen lebten sie vom Vertrauen zwischen Arzt und Patient, so Gassen.“ (Bild)

    Ich habs von
    https://www.compact-online.de/zitat-des-tages-wollen-impfpflicht-nicht-gegen-patientenwillen-exekutieren/

    Spannend, ein Mann mit Eiern, sind offenbar nicht alle gleichgeschaltete Schleimscheißer geworden.

      • Offenbar haben die Politiker nicht die geringsten Zweifel, dass die Ärzte das tun würden. Das ganze Impftheater haben die meisten bisher ja ohne großes Hinterfragen mitgespielt.

        In Österreich ist das Problem ähnlich, dort sollen es die Amtsärzte machen. Wieviele das mitspielen und ob die ausreichen, sei mal dahingestellt.

        • „Offenbar haben die Politiker nicht die geringsten Zweifel, dass die Ärzte das tun würden.“

          Nur du würdest tatsächlich annehmen, dass Ärzte Leute gegen ihren Willen impfen würden. Ein paar Polizisten halten den Deliquenten dabei fest oder werden die Sprechstundenhilfen das machen?

          • Du weißt doch, dass das nicht so funktioniert. Man bringt die Leute mit existenzruinierenden Strafzahlungen und Schikanen dazu, dass sie selbst zum Arzt rennen und sich mit der Faust in der Tasche impfen lassen.

            So ist jedenfalls das Kalkül. In der Praxis würden die Ärzte vermutlich trotzdem eine Menge Wut abbekommen und es ist anzunehmen, dass das dann nur noch eine handvoll Ärzte unter massiven Schutzmaßnahmen macht. Aber bisher haben die meisten kritiklos mitgeimpft und kassiert.

    • Die Ärzte werden auf Anordnung artig melden, wenn ein ungeimpfter Patient bei ihnen auftaucht. Bei manchen werden sie einfach die Notfallbehandlung hintenan stellen, wie das seinerzeit ja schon MP Ramelow von der Antifa LINKEN angekündigt hat.

      Ärztlichen Ethos kann man in der Pfeife rauchen, das wurde schon mehrfach deutlich in den letzten Monaten. Es wäre die Pflicht der Ärzte gewesen aufzustehen gegen staatlichen Gesundheitszwang. Denn ihr Eid gilt dem Individuum, dem Patienten – und nicht der Volksgesundheit, der Pharmaindustrie oder der Politik.

      • Zur Ehrenrettung:

        „Der international tätige Evolutionsbiologe Prof. Dr. Ulrich Kutschera macht auf die in Deutschland wenig bekannte „International Alliance of Physicians and Medical Scientists“ (Internationale Allianz von Ärzten und forschenden Bio-Medizinern) aufmerksam. Diese habe im September 2021 eine außerordentlich wichtige und bedeutende Erklärung veröffentlicht, die inzwischen von über 15.000 Medizinern und Biologen unterzeichnet worden sei.1
        .
        Prof. Kutschera hat die wichtigsten Forderungen2 dieser „Physicians Declaration Global Covid Summit-Rome, Italy“ (Ärzte-Erklärung Globaler Covid-Gipfel, Rom, Italien), die im Zusammenhang mit der „Corona-Politik“ stehen, in sinngemäßer Übersetzung wiedergegebenen:
        .
        „Wir Ärzte der Welt, vereinigt und loyal gemäß dem hippokratischen Eid, erklären hiermit:
        .
        (a) Es ist unsere Pflicht, die Würde, Integrität und Wissenschaft der Medizin zu verteidigen bzw. wieder herzustellen;
        .
        (b) Unsere Fähigkeit, Patienten angemessen zu versorgen, wird beispiellos angegriffen;
        .
        (c) Gesundheits-Politiker haben uns eine „Einheits-Strategie“ verordnet, die zu unnötigen Krankheiten und Todesfällen führt, und an die Stelle der individualisierten Behandlung getreten ist;
        .
        (d) Ärzte werden immer mehr entmutigt, professionelle Debatten zu führen und Gedanken zu neuartigen Krankheiten auszutauschen – das gefährdet den Mediziner-Beruf und die Gesundheit unserer Patienten.
        .
        Diese politischen Eingriffe in die Autonomie der Medizin können als Verbrechen gegen die Menschenwürde interpretiert werden.“

        https://fassadenkratzer.wordpress.com/2022/01/24/uber-15-000-wissenschaftler-prangern-verheerende-politische-eingriffe-in-die-autonomie-der-medizin-an/
        (gefunden im gelben Forum)

        Kam dazu was im Mainstream (ich weiß es nicht, ich schalte bei den Propaganda-Nachrichten immer weg, weil ich es nicht mehr ertrage)?

  14. Das Demokratieverständnis von Präsident Steinmeier ist auch bemerkenswert: Demokratie beruhe angeblich auf einer Art „Urvertrauen“, welches Leute untereinander hätten:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article236335783/Steinmeier-Mehrheit-darf-nicht-still-bleiben-wenn-Extremisten-die-Axt-ans-demokratische-Urvertrauen-legen.html

    Sogar in der URL taucht dieses „Urvertrauen“ auf! Weiterhin behauptet Steinmeier, dass „Extremisten“ „die Axt“ an jenes „Urvertrauen“ legen würden und fordert die „Mehrheit“ auf, sich dagegen zu stellen — um damit ihr „Urvertrauen“ zu affirmieren, wie man folgern muss.

    Das alles folgt verdächt den sattsam bekannten und notorischen Apelle an das „gesunde Volksempfinden“, wofür Steinmeier hier die Phrase „Urvertrauen“ ersetzt hat.

    Das ist lupenreiner Populismus, den der Präsident hier bietet. Fällt denjenigen, die dieses Thema vor einigen Jahren bis zum Erbrechen plattgetreten haben bestimmt nicht auf, denn es kommt für die ja schliesslich nur darauf an, WER etwas macht und Steinmeier lacht ja nicht, wenn Leute wie Laschet damit anzuschmieren sind.

    „Denn wir alle sind diese Demokratie!“

    Demokratie, das ist eine Institution, keine Menschen. Privilegiert sind möglicherweise jene Menschen, die sich für was Besseres halten können …

    • Das ist interessant, ich sehe es genau entgegengesetzt: Demokratie basiert auf permanentem Misstrauen den Mächtigen gegenüber, und wirksame Kontrollmöglichkeiten als Ausdruck dieses Misstrauens.

        • Wie komst du darauf?

          „Das Scherbengericht […] war in der griechischen Antike, vor allem in Athen, ein Verfahren, unliebsame oder zu mächtige Bürger aus dem politischen Leben der Stadt zu entfernen. Der Begriff ist abgeleitet von Ostrakon (τὸ ὄστρακον), Tonscherbe, da Bruchstücke von Tongefäßen als „Stimmzettel“ verwendet wurden. Die Teilnehmer ritzten in die Scherben Namen von unliebsamen Personen ein; nach der Wahl wurde die meistgenannte Person für zehn Jahre verbannt. Der Verbannte durfte seinen Besitz behalten und war auch sonst nicht vollkommen entrechtet.“
          https://de.wikipedia.org/wiki/Scherbengericht

          Ein für Mißbrauch anfälliges Verfahren und in Zeiten der Massenmedien nicht mehr sinnvoll, aber nichtdestotrotz ein Verfahren um verdächtige Machtpersonen unkompliziert und gewaltfrei aus dem Apparat zu entfernen.

          Die wussten damals sehr genau, dass es immer wieder Leute gibt, die eine Tyrannis begrüßt und von ihr profitiert hätten (in der Hinsicht hat sich nicht viel geändert).

          Der dämlichste Bundespräsident ever, würde jedenfalls auf meiner Scherbe stehen. Die Merkel ist ja Gott sei Dank weg. Wobei: ich schwanke, vielleicht doch eher der Lauterbach?

    • Frank-Walter, der Spalter, spricht von Urvertrauen. Ich fasse es nicht. Urvertrauen bedeutet, dass ich Menschen gegenüber wohlgesonnen bin und davon ausgehe, dass sie mich nicht krank machen, mir keinen Schaden zufügen.

      Genau dieses Urvertrauen wird seit Corona permanent torpediert. Social Distancing, Gesichtslosigkeit, Angst vor dem anderen, Wut auf Menschen mit nicht korrekt sitzenden Masken.
      Und obwohl fast alle das menschliche Urvertrauen aufgegeben haben, zieht eine Infektionswelle nach der nächsten durch. Es war unnütz und fatal, das Urvertrauen abzulegen. Aus uns wurde eine Masse aus versprengten isolierten Individuen, die umso besser medial steuerbar sind.

      Jetzt kommt noch „Demokratie“ ins Spiel. Genauer ist es ja die repräsentative Demokratie. Ein Freibrief für vier Jahre staatlicher Willkür, die früher mal von einer Judikative und kritischen Medien in Zaum gehalten wurde. Beides gibt es nicht mehr.

      Stattdessen haben wir eine Politik ohne Rote Linien, die mit nächtlich verabschiedeten Vorschaltgesetzen beliebig und jeden Tag von Neuem Grund- und Menschenrechte beschränken oder gewähren darf und das auch macht.

      Oder sehe ich das zu extrem?

  15. So lob ich mir das, Jan denkt weiter und möchte, dass wir Männer die Fehler der Frauen von Anfang an vermeiden! Sehr gut. Ich hoffe nur und inständig, dass nicht zu viele Leute zu viele Binden auf einmal versuchen runterzuspülen!

  16. Ich bin ja mit Raumschiff Enterprise sozialisiert worden – schon als ganz kleiner Stepke. Das war immer sehr spannend mit Kirk und Spock, ist auch stets gut ausgegangen. Die „Oberste Direktive“ hat mich schon damals begeistert, die besagt, Fremden nicht unnötig auf den Sack zu gehen.

    Seit einigen Tagen habe ich die erste Staffel nach Jahrzehnten wieder am Start. In Episode 14 oder 15 fällt dann der folgende Satz von Kirk: „Logbuch der Enterprise, Captain Kirk: Wir durchfliegen seit einigen Tagen das Omikron-Delta…“ Omikron? Delta?

    Danach bin ich ziemlich gut eingeschlafen, weil ich sicher war, dass es gut ausgeht.

  17. ‚Oh, per Gerichtsurteil des so religiös umkämpften Oberstem Gerichtshofs. Sicher keine politischen Gefälligkeiten, sondern Kontrolle und Zunichtemachen der Legislativen:

  18. Selbst eine Impfpflicht zwingt ja niemanden sich Impfen zu lassen. Das ist dann immer noch freiwillig.

    Kann man sich nicht ausdenken. Vielleicht sollte Lauterbach sich nur noch schriftlich äußern. Er scheint am Ende eines Satzes nicht mehr zu wissen wie der Satz angefangen hat.

  19. hahaha

    • Jemanden, der sich unter anderem mit Videos namens „Die Coronakrise: Eine satanische Freimaurer-Inszenierung?“ oder „Sie wollen eure Kinder töten und euer Genmaterial stehlen“ hervorgetan hat, auch allen Verschwörungstheorien anhängt, denen man so anhängen kann, (natürlich) Freund des Kopp Verlages ist (u.V.m.dgl) sollte, ach was, MUSS man UNBEDINGT besonders ernst nehmen.

      Wenn ES einer weiß, dann so einer *kopfschüttel*

      Ihnen ist einfach gar nichts peinlich, könnte das sein? Hatten Sie nicht einmal behauptet, Programmierer zu sein, während andere hier Sie für irgendeinen drittklassigen Autor halten? Sollten Sie (in dem Fall) die Wahrheit gesagt haben (einmal kann das ja aus Zufall passieren), dann hoffe ich doch inständig, keine Erzeugnisse, an denen jemand wie Sie mitwirken darf, zu verwenden. In Analogie zu Ihrem hiesigen Auftreten: Hochspekulatives Programmieren, bei dem man auf Verdacht ungeprüft und gleichrangig jeden Mist von StackOverflow (oder noch besser dessen abseitigen Konkurrenten, wo alle „helfen“ die bei SO rausgeflogen sind) verwendet, geht selten gut.

      • Ein Standpunkt wird nicht deswegen unbeachtlich, sobald die Quelle, aus der er sich speist, von einer Person referenziert wird, von der man meint, sie sei unbeachtlich – sei die Quelle beachtlich oder nicht.

      • Dir ist offensichtlich nichtmal Quellenblaming peinlich, also hör auf, andere zu belehren und befass dich mit dem Thema und wenn du dazu nichts sagen kannst: schweig lieber.

        Und: hoch lebe der Kopp-Verlag! Einer der wenigen freien Verlage, die nicht permanent ihre Leser erziehen und bevormunden wollen und auch abseitigen Themen eine Veröffentlichungsmöglichkeit bieten. Nieder mit dem dummen linken Paternalismus!

  20. Wie ging das wirklich los mit dem neuartigen Corona? Hat die Wissenschaft ernsthaft geglaubt, es handele sich um eine Zoonose? Wie viel Verantwortung trägt die Forschung für die Pandemie-Toten, die offenbar über Leichen geht, um geilen Fame in Science oder Nature abzugreifen?
    Auf solche Fragen kann man sich einen Reim machen, wenn man das Interview mit Professor Dr. Roland Wiesendanger von der Universität Hamburg liest, der unter anderem beschreibt und belegt, dass schon Anfang 2020 klar war, diese Modifikation von Corona kann nur die Folge einer Labor-Bastelstunde gewesen sein.
    Das wurde gezielt verschleiert und die Öffentlichkeit belogen. Dabei war auch Drosten. Wirklich lesenswert:

    https://www.achgut.com/artikel/fauci_drosten_und_die_dynamit_mails_neue-form_von_wissenschafts_kriminalitaet

    • Erkenntnis: Der einzige wirklich umfassende Infektionsschutz ist der Tod.
      Diese Aussage ist zwar nicht peer-reviewed, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster – nicht zu weit, sonst falle ich raus und bekomme sterile Immunität.

  21. Der Grund für die befürchteten Versorgungsengpässe sei neben einer voraussichtlich hohen Zahl an Covid-19-Infektionen beim Pflegepersonal auch, dass ein signifikanter Anteil der Beschäftigten nicht gegen das Virus geimpft sei, hieß es bei Korian. Derzeit sind dort rund 15 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht immunisiert.

    https://www.welt.de/wirtschaft/article236397727/Caritas-Altenhilfe-fordert-Aussetzen-der-Impflicht.html

    Aha, in der Pflege arbeiten sie also alle, diese rechtsextremistischen Staatsfeinde. Alle sofort entlassen, wo bleibt der Aufschrei und der Appell der Innenministerin Faeser?!

    „Bei der Caritas Altenhilfe, die 72 Senioreneinrichtungen in drei Bundesländern betreibt, fordert man sogar eine Aussetzung der vom Bundestag beschlossenen Impfpflicht für das Pflegepersonal.“

    Was rauchen die da bei der Caritas?
    Ist natürlich voll Deutschland: alle müssen sich impfen lassen, nur in der Altenpflege ist man davon verschont. Kann die Caritas noch klarer machen, dass unsere Gesellschaft nur noch von übelsten korrupten Eigeninteresse bestimmt wird?

  22. Evidenzbasierter, rationaler Diskurs rund um Covid aus der Sicht des Impfbefürworters Dr. John Campbell. Hier wird der Standpunkt vertreten, dass die Impfung in erheblichem Maße vor Hospitalisierungen nach einer Covid-Infektion schütze. Grundlage für diese Einschätzung sei u.a. die eindeutige Datenlage in den USA, die nachweise, dass das Risiko von Hospitalisierungen für Ungeimpfte nach einer Covid-Infektion, dasjenige der Geimpften bei weitem übersteige. Eine Kritik an dieser Position müsste die Korrektheit der Daten bezweifeln, was Dr. John Campbell nicht tut. Weiterhin bezweifelt er aber grundsätzlich die Möglichkeit, das Omikron-Virus einzudämmen, was wiederum China (analog zur @pingpongschen Position) paradoxer Weise durch Implementierung eine 0 Covid Politik durchführe, mithin also vorgebe, dass Omikron sehr wohl duch 0 covid policy auszumerzen sei. Eine Lösung dieses Paradoxes könnte aus meiner Sicht sein, dass China schlicht lüge, so wie nachweislich auch über die Hospitalisierungsraten von Ungeimpften gelogen wurde, um die Impfungen zu rationalisieren.
    Weiterhin wundert er sich über das rigide Umgehen mit Covid-infizierten Hamstern in Hongkong, denn, so argumentiert er, eine konsequente Käfighaltung von infizierten Hamstern in belüfteten Räumen, käme eine Quarantäne gleich und würde das Problem leicht lösen.
    Wer beruhigt werden möchte, dass seine/ihre Impfung nicht vergebens war, ist hier gut aufgehoben:

    • analog zur @pingpongschen Position

      Du hast offenbar keine Vorstellung von meiner Position. Passt zu deinem sonstigen unflexiblen denken und deiner statischen Weltsicht.

    • Einerseits: allgemeine Impfpflicht gab es schon einmal, bei Pocken. Dann wäre das auch verfassungswidrig gewesen. (Obwohl es Unterschiede gibt)

      Andererseits : das Abschuss-Urteil passt darauf, da hast du schon Recht. Aber das jetzige Verfassungsgericht denkt erkennbar nicht mehr so.

        • Je nachdem wen man fragt 🙂

          Habs heute gerade im gelben Forum gelesen:

          „Als in Deutschland 1939 die Kinder das erste Mal gegen Diphtherie geimpft wurden, schoß die Krankheitsrate auf 150.000 Fälle empor, während sie vorher bei etwa 11.400 kranken Kindern lag.
          1796 fing man in England damit an, gegen die Pocken zu impfen. Statt daß es die Pockenerkrankungen minderte, kam es 1839 zu einer wahren Pockenepidemie, an der 22081 Leute starben. Trotzdem verabschiedete man das Pockenimpfgesetz im Jahre 1853, weil die Mediziner der Regierung weismachten, die Bevölkerung müßte 100%ig durchgeimpft werden. Mit dem Erfolg, daß es 1872 zu einer noch schlimmeren Epidemie kam, an der 44.840 Menschen starben. Als die USA zwischen 1917 und 1919 eine Pockenimpfung auf den Philippinen durchsetzten, kam es kurz danach zu einer Epidemie, an der 162.503 Menschen erkrankten, 71.453 von ihnen starben. Erst 1948 gelang es, dieses Gesetz abzuschaffen. Als es 1958 Pflicht wurde, die Kinder in den USA gegen Kinderlähmung impfen zu lassen, stiegen die Polio-Erkrankungen um so stärker an! Was man der Öffentlichkeit verschwieg: Es erkrankten und starben nur in der Inkubationszeit Geimpfte. Ungeimpfte erkrankten nicht.“

          als Quelle wird angegeben:
          https://kupdf.net/download/der-grosse-gesundheits-konz-urmedizin-h-franz-konz_58dd7014dc0d608c438970e0_pdf
          gefunden auf:
          https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=594980

          Keine Ahnung was stimmt.

          • Sind natürlich Suggestionen. Unwahrscheinlich, dass die Impfungen für die zeitlich entfernt liegenden Epidemien verantwortlich sind, aber ein Zusammenhang könnte natürlich trotzdem bestehen. Etwa wenn weniger gefährliche Varianten sich aufgrund der Impfung nicht mehr ausbreiten und für Immunität sorgen können.

            Aber wer weiß.

  23. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die nächste Variante ein Derivat von Omikron ist. Das kann genausogut – wenn nicht sogar wahrscheinlicher – irgendeine völlig unbeachtete kleine Nebenlinie vom Covid-Virus sein. Deshalb stimmt Drostens Einschätzung prinzipiell, dass die nächste Variante wieder so ist wie die Varianten vor Omikron, also gefährlicher als Omikron. Eine wichtige Konsequenz aus diesem Szenario ist, dass ein neuer Impfstoff, der Omikron als Blaupause nimmt, dann wahrscheinlich schlechter wirksam ist! Eine mutmasslich gefährlichere Variante lässt sich sicherer mit dem unmodifizierten und bewährten Impfstoff bekämpfen. Weiterhin sollte der neue Impfstoff allein wegen seiner anderen Basen-Zusammensetzung sich in vivo ganz anders verhalten als die ursprüngliche Variante und ganz andere Mengen Antigen produzieren. Gut möglich, dass dann viel weniger Antigen produziert wird und infolges dessen der Impfschutz noch viel schlechter wird als es jetzt der Fall ist. Natürlich kann der neue Impfstoff auch besser sein. Pure Lotterie. Also besser Hände weg davon.

    • Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die nächste Variante ein Derivat von Omikron ist.. […] Pure Lotterie. Also besser Hände weg davon.

      Ganz genau.

      Auf der y-Achse ist die Anzahl der Mutationen in Bezug auf den Ursprungstyp.

      Es scheint dass große Teile des Diskurses von der impliziten Annahme ausgehen, der Raum der möglichen Mutationen wäre niedrigdimensional, wodurch die Anzahl der möglichen Mutationen limitiert wäre. Tatsächlich hat der Raum über 10.000 Dimensionen und ist riesig. Die Anzahl der möglichen Mutationen ist noch lange nicht erschöpft.

      Auch Delta ist keine einzelne genetische Sequenz. Der „Delta“ Subtyp besteht aus über 25 verschiedenen Sequenzen – das entspricht fast dem Unterschied zwischen dem Ursprungstyp und Delta selbst.

      Beachtlich auch wieviel schneller Omicron mutiert. Viel schneller als Alpha, Beta, Delta. Schnelle Mutationen passieren wenn
      * Der Virus sich weit verbreitet und es viele Virenpartikel gibt
      * Infizierte nicht isoliert werden, sodass später im Verlauf, nachdem der Virus mutiert ist, andere angesteckt werden

      • Schon Alpha und Delta wurden in ihrer Gefährlichkeit hemmungslos überbewertet.

        Darüberhinaus gibt es immer mehr Genesene. Deren Immunsystem wird auch mit gefährlicheren und/oder neuen Varianten besser fertig. Das ohnehin schon übertriebene und bisher nur rein hypothetische Gefahrenpotential der „nächsten Variante“, die auch in eintausend Jahren noch vor der Tür stehen wird, sinkt dadurch noch weiter.

        Ich habe genug von all der Panikmache. Sagt Bescheid, wenn mal wirklich Pandemie ist.

        • Schon Alpha und Delta wurden in ihrer Gefährlichkeit hemmungslos überbewertet.

          Zur Gefährlichkeit habe ich gar nichts geschrieben. Aber gut dass du das so genau weißt.

          Darüberhinaus gibt es immer mehr Genesene. Deren Immunsystem wird auch mit gefährlicheren und/oder neuen Varianten besser fertig.

          Sicherheit durch chronische Reinfektion. Super.

          • „Zur Gefährlichkeit habe ich gar nichts geschrieben.“

            Ich aber. Und jetzt?

            „Aber gut dass du das so genau weißt.“

            Eines Deiner besten Standardargumente lautet: „Das ist nicht das, was wir in der Welt beobachten.“ Dann fragen wir doch einmal umgekehrt: Was haben wir in der Welt beobachtet?

            Vergleiche zum Beispiel das hier mit der Realität: Das RKI präsentiert im März 2020 sechs Szenarien mit 200.000-600.000 Toten nur für Deutschland: Hemmungslos überschätzt, wie wir im Nachhinein wissen. Oder Vorhersagen von 500.000 Toten für Großbritannien, 2,2 Millionen für die USA: Ebenfalls hemmungslos übertrieben.

            Was haben wir global stattdessen beobachtet? In keinem einzigen Land der Welt, wie auch immer es mit Covid-19 umgegangen ist, ob in Bolsonaros Brasilien oder in Australien, in Johnsons Großbritannien, in Schweden oder Taiwan, nirgendwo hat Covid-19 das Gesundheitssystem aus den Angeln gehoben und ein Massensterben herbeigeführt. Die Intensivstationen standen (und stehen) in der Hauptsaison unter Stress, ja; das tun sie bei jeder schweren Grippewelle.

            Da ich ja weiß, mit wem ich rede, als nächstes ein Wort zu den von Dir gerne angeführten „systemischen Risiken“. Die Warnungen vor systemischen Risiken sind bei Covid-19 sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Wenn man massenweise kerngesundes systemwichtiges Personal in Quarantäne verfrachtet, weil ein Schnelltest angeschlagen hat, wird es kritisch, klar; dafür hat aber nicht das Virus gesorgt, sondern die Corona-Schutzverordnung. Weltweit ist es genauso: Das, was einzelne Länder wirklich schwer getroffen hat, waren Maßnahmen gegen Covid-19, nicht Covid-19 selbst. Gerade in ärmeren Ländern haben Ausgangsbeschränkungen Menschen teils ihre Lebensgrundlage genommen: Wenn das Familieneinkommen allein durch den Verkauf von Produkten auf dem Marktplatz generiert wird, und dieser Marktplatz geschlossen wird, steht Hunger an. Weltweit sind Malaria und Tuberkulose wieder auf dem Vormarsch. Hierzulande kann jeder Lehrer bezeugen, wie schlecht sich das Homeschooling auf die Kenntnisse und Fertigkeiten von Schülern ausgewirkt hat.

            Nun sagst Du natürlich: Aber man musste doch reagieren, Renton, und deshalb sind das alles mittelbare, also doch Covid-19 zurechenbare Folgen. Darauf antworte ich: Klar musste man reagieren. Nur wie, DAS ist die entscheidende Frage. Was von diesen Maßnahmen war wirklich nötig? Im Lichte des ausgebliebenen Zusammenbruchs der Gesundheitswesen auf der ganzen Welt wissen wir es inzwischen besser: Das meiste hätten wir uns sparen können. Das ist das, was wir die letzten nunmehr zwei Jahre beobachtet haben. Wir sollten endlich die Bilder aus einer – und nur einer!, in der Nachbarprovinzen sah alles ganz anders aus – Provinz in Norditalien vom Anfang der Pandemie aus unseren Köpfen streichen, die bloß das Resultat einer Panik waren, mithin das Musterbeispiel einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Covid-19 hat sich nicht als das Killervirus erwiesen, das man befürchtet hat, und das ist ein Grund zur Freude. Dann sollten wir aber auch endlich so handeln.

          • Ich aber. Und jetzt?

            Okay. Ich aber nicht, und ich werde auch nichts dazu schreiben.

            Vergleiche zum Beispiel das hier mit der Realität

            Schlechte Voraussagen aus schlechten Modellen bedeuten nicht sehr viel.

            nirgendwo hat Covid-19 das Gesundheitssystem aus den Angeln gehoben

            Das ist nicht das was wir beobachtet haben.

            Deine restlichen Ausführungen bezüglich Schule, Maßnahmen, „das meiste hätten wir uns sparen können“: Behauptungen sind nicht selbstvalidierend.

            Den meisten Menschen ist klar, dass das Ausmaß an Krankheit und Leid durch diese Pandemie auf Dauer untragbar ist. Es ist fraglich, ob die Hoffnung(!) mit Omikron (oder nach Omikron) werde alles besser ausreicht.

          • Ganz vergessen:

            „Sicherheit durch chronische Reinfektion. Super.“

            Ja, nicht wahr? So funktioniert das mit Erkältungskrankheiten seit Beginn der Menschwerdung. Und bei allen anderen Lungentieren wahrscheinlich auch.

          • „nirgendwo hat Covid-19 das Gesundheitssystem aus den Angeln gehoben und ein Massensterben herbeigeführt – „Das ist nicht das was wir beobachtet haben.“

            Wenn Du mir schon widersprechen willst, tue es auch und unterschlage nicht die Hälfte meiner Aussage.
            Also: Wo?

            „Ich [schreibe] aber nicht [zur Gefährlichkeit], und ich werde auch nichts dazu schreiben.“

            Achja? Du vermeidest bloß das Wort: „Den meisten Menschen ist klar, dass das Ausmaß an Krankheit und Leid durch diese Pandemie auf Dauer untragbar ist.“

            1. Ich sage: Das Ausmaß ist tragbar.
            2. Die Meinung der Mehrheit kennst auch Du nicht.
            3. Diese Meinung kann sich ändern.
            4. Anders, als „ist klar“ suggeriert, gibt es in dieser Frage keine Objektivität.
            5. Das war eine implizite Aussage zur Gefährlichkeit.

            „Das gilt auch für Lassa-Fieber, Malaria und Polio.“

            Und so schließt sich der Kreis: Spätestens hier ist eine Diskussion, ohne die Gefährlichkeit = das Schadenspotential von Covid-19 abzuschätzen, sinnlos.

          • Also: Wo?

            Wo nicht?

            5. Das war eine implizite Aussage zur Gefährlichkeit

            Nein.

            Die Vorstellung von der Normalität weit verbreiteter Seuche, die Vorstellung die Biologie die Gesellschaft beherrschen zu lassen, ist ein zivilisatorischer Rückschritt.

            Weit verbreitete endemische Krankheiten vor 100 Jahren: Pocken, Malaria, Polio, Masern, Röteln, Diphtherie, Typhus, Scharlach.

          • 2. Die Meinung der Mehrheit kennst auch Du nicht.
            3. Diese Meinung kann sich ändern.

            Ja, vor allem ist diese Meinung bei vielen Menschen durch die politisch und medial allgegenwärtige Panikmache stark beeinflusst. Ich merke das immer wieder, wenn ich mich mit Leuten unterhalte – viele unterstellen eine große Gefährdung durch Corona, ohne das auch nur ansatzweise substantiieren zu können, aber es hat sich eben diese feste Überzeugung gebildet, weil genau das durchgehend vermittelt wird.
            Sobald eine realistische Bewertung der direkten Corona-Folgen die öffentliche Wahrnehmung prägen würde, dürfte sich auch die Stimmung in weiten Teilen der Bevölkerung spürbar ändern.

          • @Hugor

            „Sobald eine realistische Bewertung der direkten Corona-Folgen die öffentliche Wahrnehmung prägen würde, dürfte sich auch die Stimmung in weiten Teilen der Bevölkerung spürbar ändern.“

            Denke ich auch. Der Witz ist ja, dass bereits jetzt eigentlich fast alle die Bedrohung durch Covid auf einer persönlichen Ebene nicht mehr wirklich ernst nehmen. Die Alltagserfahrung lehrt nämlich, dass die Gefahr gering ist. Wie sonst ist zu erklären, dass
            – mitten in der vierten Welle am 11.11. die Straßen des Rheinlandes rammelvoll mit Besoffenen waren,
            – als einmal die Möglichkeit bestand, 50.000 Menschen das Stadion des 1. FC Köln gefüllt haben,
            – in der Weihnachtszeit wohl wirklich fast jeder wenigstens einmal ins Restaurant essen gegangen ist und stundenlang maskenlos mit vielen anderen maskenlosen Leuten im selben Raum getafelt hat?

            Panikmacher mögen die Menschen für ihre Unvernunft tadeln. Ich sage: Akzeptiert endlich, dass die Menschen keinen Bock mehr auf die Maßnahmen haben. Sie sind erwachsen, und wenn sie das Risiko schultern wollen, ist das ihr gutes Recht. Sorgt für ausreichende medizinische Versorgung, und fertig.

          • „Wo nicht?“

            Der, der eine Behauptung aufstellt, muss sie belegen, nicht der, der Nichtexistenz behauptet. Also: Wo?

            „Die Vorstellung von der Normalität weit verbreiteter Seuche, die Vorstellung die Biologie die Gesellschaft beherrschen zu lassen, ist ein zivilisatorischer Rückschritt.“

            Zustimmung. Nur ist das gar nicht meine Position. Ich schrieb weiter oben explizit: „Sorgt für ausreichende medizinische Versorgung“. Und aus unseren sonstigen Diskussionen weißt Du, dass ich nicht jegliche Corona-Maßnahmen ablehne, sondern nur Lockdown, Impfpflicht, 2G, Einschränkung von Versammlungsfreiheit etc. Einverstanden bin ich z.B. mit Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen und Nahverkehr oder sinnvollen Quarantäneregeln. Warum das Strohmanngedresche?

          • Der, der eine Behauptung aufstellt, muss sie belegen, nicht der, der Nichtexistenz behauptet.

            Deine „Nichtexistenz“ („Im Lichte des ausgebliebenen Zusammenbruchs der Gesundheitswesen auf der ganzen Welt„) ist beliebig, weil sich jeder unter „Zusammenbruch [des Ges.Sys]“, oder alternativ, „[das Ges.Sys.] aus den Angeln gehoben“, genau das vorstellen kann was er gerade möchte.

            Das Kriterium „Massensterben“ ist untauglich um es zur Bewertung, ob das Ges.Sys zusammengebrochen oder aus den Angeln gehoben ist, heranzuziehen. Es ist ebenso unbestimmt wie „Zusammenbruch“. Wieviel ist denn eine „Masse“?

            Wir leben nicht mehr im Mittelalter.

            Du solltest schon etwas konkreter werden. Bis dahin:
            Also: Wo?
            Wo nicht?

            Zustimmung.

            Schön.

            Nur ist das gar nicht meine Position.

            Meine schon.

          • „Wo nicht?“

            Der, der eine Behauptung aufstellt, muss sie belegen, nicht der, der Nichtexistenz behauptet.

            Ein typischer pingpong. Unplausible Behauptung aufstellen, die er nicht ansatzweise belegen kann, dies dann nicht einmal versuchen, sondern die Beweislast umdrehen und so tun, als sei die Behauptung als korrekt zu betrachten, solange sie nicht konkret widerlegt ist…

            Und hier handelt es sich um eine für die gesamte Pandemiepolitik sehr bedeutsame Behauptung, nämlich die einer tatsächlichen oder zumindest konkret drohenden Überlastung des Gesundheitssystems mit dramatischen Folgen. Auf dieser Behauptung beruhen wesentliche Teile der Grundrechtseinschränkungen. Nur leider hat die Politik es bisher ebensowenig wie pingpong für nötig gehalten, die Richtigkeit dieser Behauptung hinreichend nachzuweisen oder auch nur zu überprüfen, und die Medien haben völlig versagt, eine solche Überprüfung einzufordern.

          • Vor allem hat sich die Politik keinerlei Parameter auferlegt bei denen die Maßnahmen enden müssen.
            Warum sich die Lage auch unnötig schwer machen?

          • @pingpong

            Du bist derjenige, der immer wieder von systemischen Risiken redet. Werde Du doch mal konkret: Wo ist es denn bis jetzt systemisch geworden? Wo hat die Krankheit, nicht die Medizin, systemisch zugeschlagen?

            Im Gegenzug hier mein Konkretwerden zu Massensterben: Zeig mir ein Land, wo es eine nicht im langjährigen Trend liegende Zunahme der Sterbeziffern gegeben hat, auf einen Ganzjahreszeitraum betrachtet, wohlgemerkt, die man bei Darstellung in einem ca. 10 cm hohen Balkendiagramm gut mit bloßem Auge erkennen kann. Einen Zentimeter kann man gut erkennen, einen halben auch; zwei Milimeter sind fraglich, ein Millimeter zählt nicht mehr.

            „Nur ist das gar nicht meine Position.“ – „Meine schon.“

            Ich weiß, dass ich leicht missverständlich formuliert habe. Ich hätte besser geschrieben: „Zustimmung, denn das ist nicht meine Position.“ Dennoch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du gerade versuchst, Deinen Strohmann unelegant vergessen zu machen.

          • Ich habe von einer anderen Webseite andere Zahlen (USA z.B. https://www.indexmundi.com/g/g.aspx?v=26&c=us&l=en), aber ich glaube, die sind nicht akkurat; jedenfalls wirken sie für die meisten Länder, die ich mir angeschaut habe, für 2020 wie lineare Fortsetzungen von 2019. Wahrscheinlich sind sie bei den USA auch nur eine (zu) frühe Schätzung. Insofern vertraue ich erstmal Deinen Daten – obwohl der Anstieg der Toten deutlich über der Zahl der offiziell ausgewiesenen Corona-Toten liegt, nämlich 572.000 zu 356.000, was zu denken gibt – und bereue es, die Messlatte für „Massensterben“ mit einem >2%-Plus so niedrig angesetzt zu haben. Aber okay, 20% mehr sind eine Hausnummer.

            Ich weiche trotzdem nicht von meiner Position ab, dass die Pandemie auch mit moderaten Maßnahmen gut stemmbar ist, nicht zuletzt, weil inzwischen Impfungen zur Verfügung stehen, die die Totenzahlen gemessen an der Inzidenz deutlich verringert haben. Ich schrieb an anderer Stelle: Das Leben alleine ist nicht alles. Faustregel: Wer Isolation als Mittel zur Rettung von Leben möchte, soll sich selber isolieren. Wer Impfungen zur Vermeidung von Toten möchte, soll sich selbst impfen lassen. Es wird keinen Stromausfall geben, weil Kraftwerkspersonal reihenweise tot umfällt oder krank im Bett liegt, selbst wenn wir einfach alles laufen ließen (was ich so extrem gar nicht befürworte). Moderate Maßnahmen, wie eine Testpflicht für Besucher und Personal von Altenheimen z.B. kann man meinetwegen machen.

          • Die Quellen für die Zahlen oben sind in den Artikeln verlinkt, CDC und Rosstat. Wo indexmundi seine Zahlen her hat weiß ich nicht.

            obwohl der Anstieg der Toten deutlich über der Zahl der offiziell ausgewiesenen Corona-Toten liegt, nämlich 572.000 zu 356.000, was zu denken gibt

            Hier ist noch etwas was dir zu denken geben könnte: die USA sind bei weitem nicht das einzige Land wo das so ist. Man könnte sogar sagen, dieser Fall (Exzess Todesfälle sind weitaus höher als offizielle Covid Todesfälle) ist die Regel, nicht die Ausnahme:

            https://www.economist.com/graphic-detail/coronavirus-excess-deaths-tracker

            Zeig mir ein Land, wo es eine nicht im langjährigen Trend liegende Zunahme der Sterbeziffern gegeben hat, auf einen Ganzjahreszeitraum betrachtet, wohlgemerkt, die man bei Darstellung in einem ca. 10 cm hohen Balkendiagramm gut mit bloßem Auge erkennen kann.

            Ich habe dir zwei gezeigt, und wenn du ein paar Länder auf der Grafik untersuchst findest du sicher noch mehr. Und nun?

            Ich weiche trotzdem nicht von meiner Position ab, dass die Pandemie auch mit moderaten Maßnahmen gut stemmbar ist

            Ja, das wäre sie. Wenn man effektive Maßnahmen frühzeitig und zielgerichtet einsetzen würde. Das tun wir aber leider nicht.

            Moderate Maßnahmen, wie eine Testpflicht für Besucher und Personal von Altenheimen z.B. kann man meinetwegen machen.

            #ForeverCovid

          • „Und nun?“

            Wärst Du dran, endlich Deine systemischen Gefahren zu belegen.
            Davon ab ist es, wie ich es schon gesagt habe: 20% mehr sind eine Hausnummer. Covid war nicht harmlos. Aber jetzt gibt es die Impfungen.

            „#ForeverCovid“

            Mag ja bitter sein, wenn man gehofft hatte, den Geist wieder in die Flasche stopfen zu können, aber so ist es nun mal. Auch in China, Taiwan und Australien gibt es immer wieder Fälle. Covid ist gekommen, um zu bleiben. Wie wir damit umgehen, das ist die Frage.

            Eben in den Nachrichten haben sie von Dänemark berichtet: Weitere massive Lockerungen ab Dienstag, ungeachtet einer Inzidenz von 5.000 (richtig gelesen: fünftausend). Meine Meinung: Richtig so. Die Dänen werden nicht aussterben, nicht einmal zu 20% mehr Sterbefällen wird es kommen.

          • Um 20% erhöhte Todeszahlen ist eine systematische Gefahr. Anzunehmen dass so etwas keine systematischen Auswirkungen hätte ist naiv oder realitätsfremd oder beides.

            Covid ist gekommen, um zu bleiben. Wie wir damit umgehen, das ist die Frage.

            Ja, das schrieb ich bereits vor mehr als drei Monaten.

            Weitere massive Lockerungen ab Dienstag, ungeachtet einer Inzidenz von 5.000. Meine Meinung: Richtig so.

            Falsch.

            nicht einmal zu 20% mehr Sterbefällen wird es kommen.

            Pathologische Sicherheit.

          • @Renton – Die Dänen werden nicht aussterben, nicht einmal zu 20% mehr Sterbefällen wird es kommen.

            Sehe ich auch so. Und vor allem – was ist die Alternative? Die Übersterblichkeit gab es trotz (oder z.T. sogar wegen?) der Maßnahmen. Wir können doch nicht unbegrenzte Zeit im Panikmodus bleiben. Und damit vermutlich die Opfer nicht einmal verhindern, sondern nur etwas zeitlich hinausschieben.

            Wird sehr interessant sein, die weitere Situation in England, Dänemark, Spanien etc. zu beobachten. Wenn es dort nicht zu Tragödien kommt, wird es auch in D immer schwerer werden das Narrativ und dementsprechend die Einschränkungen aufrechtzuerhalten.

          • @pingpong

            „Um 20% erhöhte Todeszahlen ist eine systematische Gefahr.“

            Eine Behauptung wird auch durch Wiederholung nicht wahrer. Wie manifestiert sich diese _systematische_ Gefahr? Nur in den Todeszahlen? Was soll dann das Adjektiv? Inwiefern unterscheidet sich die systematische Gefahr dann von einer bloßen Gefahr? Wenn Du da nicht endlich mal konkret wirst, kann man Dich nicht ernst nehmen.

            „Pathologische Sicherheit.“

            Worthülse.

            @Hugor

            Auch ich habe den Verdacht, dass die Übersterblichkeit in den USA (und anderen Ländern) nur zum geringeren Teil auf Corona, und zum überwiegenden Teil auf die Maßnahmen gegen Corona zurückzuführen ist. Das ist ja mein Hauptkritikpunkt: Die Kollateralschäden überwiegen den Nutzen der Maßnahmen, womöglich sogar bei der Bilanz der Menschenleben schon auf kurzer Zeitskala.

            Und deshalb neige ich inzwischen sogar zu der Position, selbst 20%+ im Fall der Fälle einfach hinnehmen zu wollen. Wir haben nur die Wahl zwischen schlechten Alternativen, und das wäre meines Erachtens nicht die schlechteste. Die schlechteste ist die Perpetuierung des Ausnahmezustandes, so wie wir es machen, so wie die ZeroCovid-Länder es machen – wobei ich gar nicht ausschließen will, dass die vielleicht noch die weniger schlechte Alternative fahren im Vergleich zu uns, und wir die noch schlechtere. Ich will aber die beste Alternative, auch wenn das „nur“ heißt, die am wenigsten schlechte zu wählen.

          • Wie manifestiert sich diese _systematische_ Gefahr? Nur in den Todeszahlen?

            Nein.

            Inwiefern unterscheidet sich die systematische Gefahr dann von einer bloßen Gefahr?

            Darüber haben wir bereits oft genug gesprochen. Du bist offensichtlich unwillig, den Unterschied zwischen einer individuellen Gefahr und einer Gefahr, die die Gesellschaft als ganzes bedroht, gedanklich zu erfassen. Dabei ist das ein so einfaches Konzept, dass es sogar ein Volksschüler versteht. Es hat erhebliche Auswirkungen wenn:
            * die globalen Lieferketten zusammenbrechen
            * KH zehntausende Operationen absagen
            * Die Wirtschaft in einem selten gekannten Ausmaß Verluste erlebt
            * Millionen Arbeitsplätze gefährdet oder ganz weg sind
            * Das Bildungssystem eine totale Disruption erlebt
            * usw.

            “Pathologische Sicherheit.”

            Worthülse.

            Es ist eine zutreffende Beschreibung.

            Auch ich habe den Verdacht, dass die Übersterblichkeit in den USA (und anderen Ländern) nur zum geringeren Teil auf Corona, und zum überwiegenden Teil auf die Maßnahmen gegen Corona zurückzuführen ist.

            Nein.

            Die Kollateralschäden überwiegen den Nutzen der Maßnahmen

            Nein.

            Und deshalb neige ich inzwischen sogar zu der Position, selbst 20%+ im Fall der Fälle einfach hinnehmen zu wollen.

            Großes Kino.

            Die schlechteste ist die Perpetuierung des Ausnahmezustandes, so wie wir es machen, so wie die ZeroCovid-Länder es machen – wobei ich gar nicht ausschließen will, dass die vielleicht noch die weniger schlechte Alternative fahren im Vergleich zu uns, und wir die noch schlechtere.

            Was jetzt? Ist das was wir und die ZeroCovid Länder machen gleich schlecht, oder gibt es Unterschiede und eine Alternative ist besser als die andere?

            Ich will aber die beste Alternative, auch wenn das „nur“ heißt, die am wenigsten schlechte zu wählen.

            Wie die am wenigsten schlechte Alternative aussieht liegt seit langem auf dem Tisch.

          • Letztendlich scheitert das von dir vorgeschlagene daran, dass es für Europa niemand umsetzen will. Es ist gar nicht im Gespräch.

            Was kommen wird sind weitere Lockerungen und dann die Spannung, wie es im nächsten Winter wird. Wenn es milde bleibt, dann sind Maßnahmen schlicht nicht mehr umsetzbar. Schon gar nicht weil eine andere Mutation kommen könnte. Das rechtfertigt eben gerade keine weiteren Maßnahmen.

            Hoffen wir, dass die Vorhersage stimmt, dass zukünftige Mutationen immer weniger schlimm werden. Momentan halten wir es bei vor einem Jahr unvorstellbar hohen 1% (1000/100.0000) sehr gut aus. Wenn das in den Ländern, die jetzt alle Maßnahmen aufheben, so bleibt, dann wird man das auch hier umsetzen müssen.

          • @christian:

            Letztendlich scheitert das von dir vorgeschlagene daran, dass es für Europa niemand umsetzen will. Es ist gar nicht im Gespräch.

            Damit sagst du mir nichts neues, das schrieb ich bereits vor mehr als 3 Monaten. Ich wiederhole es hier noch einmal, da es bei manchen Forenten Schwierigkeiten zu geben scheint sich vom liebgewonnen „pingpong ist ein ZeroCovid Fanatiker“- Feindbild zu lösen:
            „Es wird kein ZeroCovid geben“

            Hier hast du – zwar unabsichtlich und zufällig, aber nichtsdestotrotz – recht.
            Eliminierung und Ausrottung sind i.A. durchaus machbar, aber nicht bei diesem Virus. Ironischerweise nicht deshalb, weil er so schrecklich ist, sondern weil er nicht schrecklich genug ist.
            […]
            Das alles führt zu der unangenehmen Situation, dass […] Zero Covid und ein Leben ohne Covid nicht [möglich ist].

            Unangenehm ist diese Situation deshalb, weil

            Wenn es milde bleibt…
            Hoffen wir, dass die Vorhersage stimmt…
            Wenn das in den Ländern, die jetzt alle Maßnahmen aufheben, so bleibt…

            sie auf dem Prinzip Hoffnung basiert.

            Ich schrieb es an anderer Stelle, das Ausmaß an Krankheit und Leid durch die „Normalität“ weit verbreiteter Seuche ist auf Dauer untragbar. Die Biologie in dieser Art und Weise die Gesellschaft dominieren zu lassen ist ein zivilisatorischer Rückschritt. Im Moment gibt es (leider) eine für ihre Größe unverhältnismäßig laute Gruppe, die jegliche Anstrengungen das Virus zu eliminieren (im der wissenschaftlichen und genauen Bedeutung des Wortes) verhindern. Das wird sich meiner Einschätzung nach erst ändern, wenn die Wirtschaft großflächig erkennt was ich oben schrieb: Das Ausmaß an Leid und Krankheit ist auf Dauer untragbar. Dann wird es entsprechenden Druck aus jenen Bereichen geben, die etwas bewegen können.
            Absichtlich exkludiert habe ich den Fall „Virus wird mild und verläuft sich zu einer Grippe“. Das wäre natürlich sehr begrüßenswert. Aber vom Prinzip Hoffnung halte ich bei Problemen dieser Art nicht viel.

          • „Darüber haben wir bereits oft genug gesprochen. Du bist offensichtlich unwillig, den Unterschied zwischen einer individuellen Gefahr und einer Gefahr, die die Gesellschaft als ganzes bedroht, gedanklich zu erfassen.“

            Du bist offensichtlich unwillig, den Unterschied zwischen Schäden, die die Pandemie hervorruft, und Schäden, die die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie hervorrufen, gedanklich zu erfassen.

            Ich schlage vor, wir belassen es dabei, beim jeweils anderen Unwillen zu verorten anzuerkennen, dass wir hier unvereinbare Standpunkte vertreten, und uns das für die Zukunft zu merken.

            „Ist das was wir und die ZeroCovid Länder machen gleich schlecht, oder gibt es Unterschiede und eine Alternative ist besser als die andere?“

            Ich weiß es nicht. (Gehe davon aus, wenn ich schreibe, dass ich etwas nicht ausschließen kann, dass ich nicht sicher bin.) In diesem speziellen Fall wird meine Unsicherheit dadurch bestärkt, dass die Voraussetzungen von uns und den Zero-Covid-Ländern verschieden sind. Ich kann noch nicht mal ausschließen, dass für sie unser Weg die schlechtere Alternative wäre, und umgekehrt ihr Weg für uns die schlechtere Alternative ist.

            „Wie die am wenigsten schlechte Alternative aussieht liegt seit langem auf dem Tisch.“

            Selbst wenn es so wäre: Seitdem hat sich einiges geändert.

          • Du bist offensichtlich unwillig, den Unterschied zwischen Schäden, die die Pandemie hervorruft, und Schäden, die die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie hervorrufen, gedanklich zu erfassen.

            Deshalb hast du dir den „Rabulistik-Renton“ redlich verdient.
            Ich liefere dir Zahlen für das Massensterben, sogar nach der von dir selber gestellten Definition – du spielst moving goalpost und passt einfach deine Definition an.
            Ich liefere dir konkrete Punkte warum es sich um eine systematische Gefahr handelt – von dir kommt dazu inhaltlich einfach gar nichts. Wozu fragst du dann überhaupt? Die Punkte für die systematische Gefahr waren so konkret, dass es dir ein leichtes gewesen wäre ihre Auswirkungen zwischen Ländern die eine Eliminierungs-Strategie betreiben und solchen die es nicht tun zu vergleichen.

            Stattdessen kommt von dir unpassende Spiegelung einer Aussage von mir. Soll das clever wirken?
            Zumal es ja nicht einmal stimmt. Ich habe schon vor mind. eineinhalb Jahren gesagt, dass die Frage nicht lautet ob uns die Pandemie etwas kosten wird, sondern wieviel sie uns kosten wird. Zur Sicherheit für dich explizit: Das bedeutet, mir ist durchaus und von Anfang an klar dass es Schäden geben wird. Im Prinzip heißt es nichts anderes als das was du selber sagst: „Ich will aber die beste Alternative, auch wenn das „nur“ heißt, die am wenigsten schlechte zu wählen.“
            Der Vorwurf ich würde die Schäden der Maßnahmen nicht sehen ist völlig aus der Luft gegriffen.

            Deine Behauptungen

            Auch ich habe den Verdacht, dass die Übersterblichkeit in den USA (und anderen Ländern) nur zum geringeren Teil auf Corona, und zum überwiegenden Teil auf die Maßnahmen gegen Corona zurückzuführen ist.

            und

            Die Kollateralschäden überwiegen den Nutzen der Maßnahmen

            sind einfach falsch. Wenn dir mein „Nein“ als Antwort zu kurz erscheint, erinnere ich dich an deine eigenen Worte: „Der, der eine Behauptung aufstellt, muss sie belegen, nicht der, der Nichtexistenz behauptet.“

            Aber nachdem auch diese Aussage eine typische Rabulistik ist, bin ich verpflichtet es besser zu machen. Das ist auch nicht weiter schwer, weil die Behauptungen so offensichtlich hanebüchen sind.

            Ad 1: Ohne Zweifel gibt es viele Länder – die von mir genannten mit der hohen Übersterblichkeit gehören dazu – die weniger strenge Maßnahmen hatten als D oder Österreich. Wenn an deiner Behauptung, die Todeszahlen wären überwiegend auf die Maßnahmen zurückzuführen, etwas dran wäre, dann müsste sich die Übersterblichkeit gerade umgekehrt ergeben: Wir (D und AUT) müssten durch die vergleichsweise strengen Maßnahmen eine hohe Übersterblichkeit haben, und die anderen Länder eine niedrige. Wir sehen das Gegenteil. Hinzu kommt, dass zufällig (Ironie!) die Länder mit der hohen Sterblichkeit auch viel höhere Infektionszahlen haben als wir. Womit die These „Die Toten werden weniger durch Corona und mehr durch die Maßnahmen verursacht“ ziemlich unplausible wird.

            Ad 2: Wenn die Kollateralschäden den Nutzen überwiegen würden, dann müsste das in den Ländern mit Eliminierungs-Strategie besonders sichtbar sein. Denn die haben immerhin mit die strengsten Maßnahmen überhaupt. Komischerweise zeigt sich bei einer Vielzahl von relevanten Parametern (Anzahl Tage im Lockdown, Anzahl Tage geschlossener Schulen, Wirtschaftswachstum, Mobilität der Bürger, Anzahl verschobener Operationen, Belastung des Gesundheitssystems, Anzahl der Todesfälle usw.) genau das Gegenteil. Die Länder mit den „strengen Maßnahmen“ schneiden besser ab.

            Seitdem hat sich einiges geändert.

            Wenig grundsätzliches.

          • Es hat erhebliche Auswirkungen wenn:
            * die globalen Lieferketten zusammenbrechen
            * KH zehntausende Operationen absagen
            * Die Wirtschaft in einem selten gekannten Ausmaß Verluste erlebt
            * Millionen Arbeitsplätze gefährdet oder ganz weg sind
            * Das Bildungssystem eine totale Disruption erlebt
            * usw.

            Absolut korrekt.
            Nur sind alle diese Dinge sind nicht wegen Corona passiert, sondern wegen der Anti-Corona-Maßnahmen!

          • Schon wieder falsch.

            Operationen wurden abgesagt, weil die Covid Patienten die Ressourcen belegt haben. Wichtige Gesellschaftsbereiche sind beeinträchtigt, wenn viele erkrankt zu Hause bleiben. Nicht nur wegen Quarantäne, wegen der Erkrankung. Das alles passiert, aber wenn man die Augen verschließt…

          • @Pingpong – Operationen wurden abgesagt, weil die Covid Patienten die Ressourcen belegt haben.

            Nein. Die meisten Operationen wurden abgesagt, weil angeordnet wurde, Betten für Coronapatienten freizuhalten.

            Wichtige Gesellschaftsbereiche sind beeinträchtigt, wenn viele erkrankt zu Hause bleiben. Nicht nur wegen Quarantäne, wegen der Erkrankung.

            Nein. Bisher wurden überhaupt keine Gesellschaftsbereiche wegen direkter Coronafolgen maßgeblich beeinträchtigt. Und soweit Beeinträchtigungen aufgetreten sind, wären diese ohne übertriebene Quarantänevorschriften weitaus geringer gewesen.

            Es gibt meines Wissens keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass irgendwelche nachteiligen gesellschaftlichen Folgen aufgetreten wären, wenn wir Corona schlicht wie eine Grippe behandelt hätten.

          • Nein. Die meisten Operationen wurden abgesagt, weil angeordnet wurde, Betten für Coronapatienten freizuhalten.

            Desinformation, diesmal im Sinn „ist falsch“. Wenn Betten überflüssigerweise(!) freigehalten worden wären, wo sind dann die Dellen nach unten in der Intensivbettenbelegung, die alle diese freigehaltenen Betten erzeugen müssten? Sie sind nicht vorhanden. Weil es keine nennenswerte Anzahl an zuviel freigehaltenen Betten gibt. Die wurden alle gebraucht. Womit die Anordnung Betten freizuhalten, anders als von dir suggeriert, nicht überflüssig sondern notwendig war.
            Du verbreitest Desinformation.

            Es gibt meines Wissens keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass irgendwelche nachteiligen gesellschaftlichen Folgen aufgetreten wären, wenn wir Corona schlicht wie eine Grippe behandelt hätten.

            Realitätsblindes Wunschdenken.

          • Ach, @Panik-pingpong…

            „Ich liefere dir Zahlen für das Massensterben, sogar nach der von dir selber gestellten Definition – du spielst moving goalpost und passt einfach deine Definition an.“

            War ich nicht deutlich genug? Hier, bitteschön: Der Punkt mit dem Massensterben geht an dich. Nur ist es einfach eine Tatsache, dass dieser Punkt mit den Impfstoffen erheblich an Relevanz verloren hat. Die Impfung schützt – soweit sind wir uns doch einig.

            „Ich liefere dir konkrete Punkte warum es sich um eine systematische Gefahr handelt – von dir kommt dazu inhaltlich einfach gar nichts.“

            Bitte sehr:
            „die globalen Lieferketten zusammenbrechen“
            Nicht wegen des Ausfalls erkrankter Personen, sondern wegen der Grenzschließungen, Hafenschließungen, Fiebermessungen an LKW-Fahrern…

            „KH zehntausende Operationen absagen“
            Der einzige Punkt in deiner Liste mit gewisser Relevanz, aber auch nur für die ersten paar Pandemiemonate. Dass jetzt, zwei Jahre nach Pandemiebeginn, immer noch keine ausreichenden Kapazitäten und Reserven zur Verfügung stehen, ist eine Folge unterlassener Maßnahmen. Aber wie du an anderer Stelle richtig festgestellt hast, leben wir nicht mehr im Mittelalter. Es liegt nicht am Virus, dass uns die Intensivplätze fehlen, wir müssten das nicht so handhaben.

            „Die Wirtschaft in einem selten gekannten Ausmaß Verluste erlebt“
            Weil überflüssige Quarantänemaßnahmen, Geschäftsschließungen und Kundenverbote sie behindern. Es sind kaum Arbeitskräfte verstorben, 6 von 7 Corona-Toten in D waren über 70. Länger ausgefallen durch die Krankheit sind auch nicht viele Menschen.

            „Millionen Arbeitsplätze gefährdet oder ganz weg sind“
            Ursache s. den letzten Punkt.

            „Das Bildungssystem eine totale Disruption erlebt“
            Nicht mal unsere überalterten Lehrerkollegien sind dahingerafft worden, ich weiß, wovon ich spreche. Wie es anders gegangen wäre, hat Schweden gezeigt.

            „ich habe den Verdacht, dass die Übersterblichkeit in den USA (und anderen Ländern) nur zum geringeren Teil auf Corona, und zum überwiegenden Teil auf die Maßnahmen gegen Corona zurückzuführen ist.“

            Das ist ganz sicher eine richtige Aussage, denn ich habe diesen Verdacht, und ob ich ihn habe, weiß ich ja wohl nur selbst! – Das war nur, um dir zu zeigen, wie Rabulistik wirklich geht. Spaß beiseite. Der Grund für meinen Verdacht liegt in den Zahlen, die ich auch genannt habe: 572.000 zu 356.000, also 216.000 mehr zusätzliche Tote als Corona-Tote. Da ich davon ausgehe, dass ein großer Anteil der Corona-Toten in diesem Jahr sowieso gestorben wäre (in D: 6 von 7 über 70, ich erwähnte es), gibt es mehr zusätzliche Nicht-Corona-Tote als Corona-Tote. Was für die USA auch meine Aussage, dass die Maßnahmen schlimmer waren als die Krankheit, stützt.

            Für Deutschland geben die Zahlen das nicht her, hier hatten wir ja nicht einmal eine Sterblichkeit, die man mit der von mir aufgestellten Bedingung mit bloßem Auge sehen könnte. Der Verlust an Lebensjahren, den die Zerrüttung des Bildungssystems, der Einbruch der Wirtschaftsleistung etc. verursachen, übertrifft aber auch bei vorsichtiger Schätzung den durch Corona verursachten, das hatte ich an anderer Stelle schon einmal erläutert. Der Verlust an Freiheit und Bürgerrechten, an Vertrauen in und Stabilität des politischen Systems ist schlicht nicht quantifizierbar.

            Das Problem beim Vergleich zwischen Ländern, die eine Eliminierungsstrategie fahren, und „uns“ haben wir zur Genüge diskutiert. Es bleibt ungewiss, ob und unter welchen Bedingungen eine solche Strategie bei uns erfolgreich wäre. Sie ist aber einfach nicht mehr notwendig, seit es die Impfungen gibt, ebenso wie unsere Maßnahmen nun nur noch hemmungslos übertrieben sind. Was soll ich da Vergleiche zwischen zwei inzwischen obsolet gewordenen Strategien anstellen? Kann sein, dass ZeroCovid im Sommer 2020 clever gewesen wäre. Das ist aber jetzt Geschichte.

            Dann noch ad 1.: Wodurch sterben die Menschen, wenn nicht an Corona? Werden Fälle übersehen? Ist das Gesundheitssystem überlastet? Falls letzteres, sollte man doch anerkennen, dass das amerikanische oder russische Grsundheitssystem NICHT auf dem Stand des deutschen oder österreichischen ist. Wenn ich über den richtigen Umgang mit Corona spreche, rede ich von D bzw. meinetwegen D und AUT. Die Probleme der Russen sind nicht unsere, wir haben andere.

            Ad 2.: Wie gesagt: Ich redete von D.

          • Wie gesagt: Ich redete von D.

            Du schreibst explizit von den USA und anderen Ländern
            Auch ich habe den Verdacht, dass die Übersterblichkeit in den USA (und anderen Ländern) nur zum geringeren Teil auf Corona, und zum überwiegenden Teil auf die Maßnahmen gegen Corona zurückzuführen ist. Das ist ja mein Hauptkritikpunkt: Die Kollateralschäden überwiegen den Nutzen der Maßnahmen, womöglich sogar bei der Bilanz der Menschenleben schon auf kurzer Zeitskala.
            jetzt also der neue Nebenschauplatz „das amerikanische oder russische Grsundheitssystem ist NICHT auf dem Stand des deutschen oder österreichischen, kann man alles nicht vergleichen usw“.

            Ok.

            Dann kann man auch diese annahmen nicht gelten lassen:
            “ Da ich davon ausgehe, dass ein großer Anteil der Corona-Toten in diesem Jahr sowieso gestorben wäre (in D: 6 von 7 über 70, ich erwähnte es)), gibt es mehr zusätzliche Nicht-Corona-Tote als Corona-Tote. Was für die USA auch meine Aussage, dass die Maßnahmen schlimmer waren als die Krankheit, stützt.“

            Nur weil das bei uns so ist, heißt das noch lange nicht dass es in den USA auch so ist. Völlig anderes Gesundheitssystem, völlig andere Bedingungen. Kann man nicht vergleichen, sorry.

            Mal abgesehen von dem lächerlichen „Argument“, die Corona-Todesfälle einfach zu nicht-Corona-Todesfällen umzulabeln, weil „die wären eh sowieso bald gestorben“,
            Wie absurd ist das denn?

            Es bleibt ungewiss, ob und unter welchen Bedingungen eine solche Strategie bei uns erfolgreich wäre.

            Die alte Leier. Anstatt etwas mit Aussicht auf Erfolg zu versuchen und vielleicht(!) zu scheitern, lieber gar nicht erst probieren und sicher(!) scheitern. Ja das ergibt Sinn.

            Kann sein, dass ZeroCovid im Sommer 2020 clever gewesen wäre. Das ist aber jetzt Geschichte.

            Ex post ist man immer gescheiter. Das ist genau das Problem: Es gibt viel zu viele Menschen die so denken wie du das hier demonstrierst. Nachdem andere gezeigt haben was erfolgreich ist, ist es leicht zu sagen: „Ja, die haben das halt früh genug gemacht. Wir hätten das im Sommer/im Frühjahr/vorher auch können, aber jetzt ist es zu spät“.
            Der Punkt ist: Wir hätten es damals gekonnt, und DU warst dagegen. Wir könnten es JETZT versuchen. Und du bist dagegen.
            Das Problem sind nicht die Unterschiede zwischen Ländern oder die Ungewissheit ob es bei uns funktionieren würde. Das Problem ist, dass wir es von vornherein gar nicht erst versuchen, um dann im Nachhinein zu sagen: „Ja, da (immer irgendwann früher) wäre der Zeitpunkt gewesen wo wir es hätten versuchen sollen“.

            Sie ist aber einfach nicht mehr notwendig, seit es die Impfungen gibt

            Kommt darauf an was dein Ziel ist.

            Wenn du nur die schweren Verläufe und Todesfälle reduzieren willst, ja. Das perpetuiert auf lange Sicht genau das, was du am meisten kritisierst: Permanenten Gefahr für Ausnahmenzustand.

            Wenn du die Pandemie beenden willst, nein. Dann reicht die Impfung, wie du sehr genau weißt, nicht. Der Weg die Pandemie zu beenden besteht darin, die Infektionszahlen zu reduzieren.

            Alles andere („Virus wird sich zu immer milderen Varianten entwickeln“) ist das Prinzip Hoffnung. Kann gutgehen. Kann schiefgehen.

          • pingpong, ich habe mir deine Behauptung, die Länder mit Eliminierungs-Strategie hätten mit die strengsten Maßnahmen überhaupt, nicht zu eigen gemacht. Bezüglich der Abschottung nach außen würde ich dem zustimmen, aber du hast selbst richtigerweise festgestellt, dass im Inneren z.B. die Zahl der Lockdowntage pro Einwohner geringer ist als in den anderen Ländern. Das sind ja die Vorteile dieser Strategie, weshalb ich sie nicht von Grund auf verwerfen würde. Sie muss halt nur auch umsetzbar sein. Taiwan, Australien, Neuseeland sind Inseln, Korea wegen seiner Nordgrenze faktisch auch; China ist eine Diktatur… du kennst die Argumente, ich brauche sie nicht zu wiederholen. Die Vergleichbarkeit muss bei Vergleichen immer mitgedacht werden.

            Wenn du da auf mich nun antwortest: „Da ich davon ausgehe, dass ein großer Anteil der Corona-Toten in diesem Jahr sowieso gestorben wäre (in D: 6 von 7 über 70, ich erwähnte es)), gibt es mehr zusätzliche Nicht-Corona-Tote als Corona-Tote. Was für die USA auch meine Aussage, dass die Maßnahmen schlimmer waren als die Krankheit, stützt.“ – „Nur weil das bei uns so ist, heißt das noch lange nicht dass es in den USA auch so ist. Völlig anderes Gesundheitssystem, völlig andere Bedingungen. Kann man nicht vergleichen, sorry“,
            frage ich dich, wo dir da die Vergleichbarkeit fehlt. Bei der Aussage 6 von 7 über 70? Du weißt genau, dass auch in den USA die überwiegende Mehrzahl der Toten alt war, DAS kann man vergleichen. Und mehr habe ich an dieser Stelle nicht vergleichen (im Sinne von: eine Gleichheit impliziert).

            Danach überliest du mal wieder ein Adjektiv: „Mal abgesehen von dem lächerlichen „Argument“, die Corona-Todesfälle einfach zu nicht-Corona-Todesfällen umzulabeln, weil „die wären eh sowieso bald gestorben“, Wie absurd ist das denn?“
            Ich sprach von zusätzlichen Corona-Toten, gemeint natürlich, das ist im Kontext sonnenklar, zusätzlichen Toten im Verlauf des Jahres. Ich habe nicht einen einzigen Corona-Todesfall umetikettiert, sondern eine Aussage zur Übersterblichkeit getroffen, nämlich, dass die Zahlen nicht hergeben, diese Übersterblichkeit (Über-!) mehrheitlich auf gemeldete Corona-Todesfälle zurückzuführen.

            „Wir hätten es damals gekonnt, und DU warst dagegen.“

            Mal wieder Schuldzuweisungen?

            „…ist es leicht zu sagen: „Ja, die haben das halt früh genug gemacht. Wir hätten das im Sommer/im Frühjahr/vorher auch können, aber jetzt ist es zu spät“.

            Ich sage nicht, dass es zu spät ist, das zu können, ich sage: Es lohnt nicht mehr.
            Du unterstellst schon wieder Verstocktheit oder Dummheit. „Warum siehst du immer nur im Nachhinein ein, dass du dich geirrt hast? Du willst das doch einfach nicht einsehen!“ Nein, ich habe einfach nur eine andere Meinung als du.

            „Wenn du nur die schweren Verläufe und Todesfälle reduzieren willst, ja. Das perpetuiert auf lange Sicht genau das, was du am meisten kritisierst: Permanenten Gefahr für Ausnahmenzustand. Wenn du die Pandemie beenden willst, nein. Dann reicht die Impfung, wie du sehr genau weißt, nicht. Der Weg die Pandemie zu beenden besteht darin, die Infektionszahlen zu reduzieren.“

            In der Tat ist mir die Beendigung der Corona-„Pandemie“ nicht sonderlich wichtig, wenn sie ihren Schrecken verloren hat. Die Herpes-„Pandemie“ (95% der Weltbevölkerung sind infiziert) ist mir auch egal.
            Die Gefahr für den Ausnahmezustand wird perpetuiert, das stimmt. Weshalb ich gegen eben diesen Ausnahmezustand, der eine politische Maßnahme ist, auf die Straße gehe.
            ZeroCovid hingegen ist der perpetuierte Ausnahmezustand.

            Und nun noch zu etwas anderem: Du hattest deine Antwort bekommen, weshalb die Medizin (Maßnahmen) weit mehr schädigt als die Krankheit. Für jemanden, der sich darüber beklagt hat, dass ich nicht auf seine angeführten Einzelpunkte eingegangen bin, finde ich es bemerkenswert, dass nun DU diesen Teil der Diskussion aussparst.
            Ich gebe mal einen Tipp ins Blaue ab: Du bist dermaßen nicht einverstanden mit meiner Position, hältst sie für dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass sie in deinem Kopf quasi unter den Tisch fällt: Man muss ja nicht jeden Scheiß kommentieren, wenn er so offensichtlich ist.
            Tja. Bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass das auch der Grund sein könnte, warum nicht alles, was du schreibst, mir eine Erwiderung wert ist? Dass ich vielleicht gar nicht so bösartig-rabulistisch bin, wie du denkst, sondern dir in gewisser Weise… ähnlich?

      • @pp
        „Beachtlich auch wieviel schneller Omicron mutiert.“

        Das Phylogramm hier kann nicht zeigen, wie *schnell* die Entwicklungslinien entstehen. Es werden nur die registrierten Linien (also die Original RNA Sequenzen) alle erfasst und wie häufig und wann. Die selteneren oder endemischen Linien woanders sind in diesem Phylogramm unterrepräsentiert und wir können auch nicht wissen, was an Vielfalt verborgen ist.

        DIe Mutationsrate dürfte der Kopiergenauigkeit der RNA-abhängigen RNA-Polymerase entsprechen, die man leicht in vitro rekonstituieren und arbeiten lassen kann ….
        Die Rate der Mutation und sogar die Richtung könnte man erforschen, mit den modernen Biochemie.
        Das ist sicherlich gemacht worden, vermutlich auch veröffentlicht.

        Was die nächste Linie von Corona betrifft, so ist die Linie von Omikron so gut Kandidat wie jede andere, noch verborgene, endemische oder wie auch immer Nebenlinie.

        • Das Phylogramm hier kann nicht zeigen, wie *schnell* die Entwicklungslinien entstehen.

          Wenn ich das Diagramm richtig verstehe zeigt es die genetische Divergenz (Anzahl Mutationen) im Vergleich zum Ursprungstyp. Omicron BA.1 hat ca 60 Mutationen, Omicron BA.2 hat über 90. Das ist ungefähr der Unterschied zwischen dem Ursprungstyp und Delta. Nur dass Delta nach eineinhalb Jahren entstanden ist, BA.2 nach wenigen Monaten.

          und wir können auch nicht wissen, was an Vielfalt verborgen ist

          Du meinst es gäbe noch ganz andere Varianten mit viel mehr Mutationen, die wurden nur im Lauf der letzten zwei Jahre nicht sequenziert?

      • Das ist die Normalität aller Viren. Grippeviren mutieren auch jährlich in drölfunddruffzich Varianten, das kommt nur nicht jeden Tag im Fernsehen. Es gibt keinen Grund, sich bei Corona-Viren darüber mehr aufzuregen, oder härtere „Maßnahmen“ dagegen zu beschließen, als bei der Stino-Grippe.

        • Eben. Ich finde es völlig skurril so zu tun als wäre Mutation etwas total ungewöhnliches. Und ja Viren profitieren evolutionär von hoher Übertragung und geringer Letalität. Was entsprechende Mutationen bevorzugt.

          • Und ja Viren profitieren evolutionär von hoher Übertragung

            Ja.

            und geringer Letalität

            Nicht in einer global vernetzten Welt. Da gelten andere Spielregeln.

            We consider the robustness of a generic evolving predatorprey or host-pathogen model to long-range mixing and find a transition to global extinction at nontrivial values implying that even if significant mixing already exists, a small amount of additional mixing may cause extinction. Our results are relevant to the global mixing of species due to human intervention and to global transport of infectious disease.
            […]
            According to our simulations, when global mixing increases beyond the critical density, overexploiting predator strains escape local extinction and replace sustainable strains globally, leading to their own extinction and decimation of the prey population. Our results apply directly to simple evolutionary models, but similar considerations apply to the phenomena of emergent diseases (such as Ebola, SARS, and Avian Flu), most of which evolve on short time scales, and may also apply to invasive species, which have been of widespread ecological concern. While the demonstration that some long-range connections do not always destablize evolving systems provides some reassurance, the danger from additional connections suggests that a system may cross the transition and become unstable with little warning as global mixing increases in frequency.

          • „Nicht in einer global vernetzten Welt. Da gelten andere Spielregeln.“

            Komisch. Wenn mal ein gefährlicheres Grippevirus auftrat, dann war das immer einer, der frisch auf den Menschen übergesprungen ist, nie eine Mutante bestehender menschlicher Grippeviren. Und es entstehen ja jedes Jahr neue Grippevirusmutanten, aber die global vernetzte Welt ist nicht erst ein Jahr alt. Irgendwie scheinen in der global vernetzten Welt keine anderen Spielregeln zu gelten…

          • „Nicht in einer global vernetzten Welt.“
            Interkontinentalen Massen-Flugverkehr gibt es seit den 1950er Jahren.

          • @AD:

            Mir ist nicht klar was du sagen möchtest.
            Covid ist viel ansteckender als Grippe. Im paper ist das mit tau bezeichnet (Reproduktionsrate der Räuber im Räuber-Beute Modell bzw. Ansteckungsfähigkeit des Virus im Erreger-Wirt Modell) und es ist ein wesentlicher Parameter des Systems. Selbstverständlich kann die Sache ganz anders aussehen, wenn ein Virus weniger ansteckend ist.

        • Das ist die Normalität aller Viren.

          Ja.

          Es gibt keinen Grund, sich bei Corona-Viren darüber mehr aufzuregen

          Wir werden sehen.

    • Mich wundert, dass bei solchen Überlegungen immer nur das Externe eine Rolle spielt. Schließlich geht es doch beim Faktor „Gefährlichkeit“ nur bedingt um die Art der Variante, sondern maßgeblich auch um den Umgang des menschlichen Organismus damit. Dieser Umgang wird aber als komplett statisch angesehen. Virus mutiert, Immunabwehr bleibt gleich. Das stimmt doch so nicht, wie die Genesenen beweisen. Und aus diesem Fehlschluss wird dann abgeleitet, das angeblich statische Immunsystem müsse durch Pharma angepasst werden.
      Der Adaptionsprozess erfolgt aber unter Berücksichtigung beider hochflexibler Seiten. Das Immunsystem setzt sich schon auf einem extrem niedrigen Niveau mit neuartigen Viren auseinander, wie Heinsberg gezeigt hat. Das heißt, es gibt nicht nur Genesene im Sinne des Zertifikats, sondern auch unzählige Leichtgenesene, Minigenesene, Mikrogenesene, Nanogenesene, die davon gar nichts wissen. Die in Kenia bei Blutspendern gefundenen Antikörper zeigen das doch anschaulich.
      Dass wir den Umgang des Immunsystems mit Viren nicht kapieren, heißt doch nicht, dass es keinen gibt.
      Da die natürliche Adaption auf Seiten des Immunsystems eher eine Art Breitbandschutz hervorruft, müssen wir doch mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass kommende Mutanten abgedeckt sind, bzw. nur noch sehr abgeschwächte körperliche Reaktionen hervorrufen, die dann wiederum den permanenten Anpassungsprozess stimulieren – genauso wie draußen die Viren munter weiter mutieren.

      Worauf begründet sich denn gegenteiliger Alarmismus?

      • Worauf begründet sich denn gegenteiliger Alarmismus?

        Welcher Alarmismus?
        Das Alarmismus-Gerede ist eine Massenpsychose.

        Die Vorsicht gründet sich darauf, dass diese Annahme
        müssen wir doch mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass kommende Mutanten abgedeckt sind, bzw. nur noch sehr abgeschwächte körperliche Reaktionen hervorrufen
        falsch ist.

        Pathologische Sicherheit.

        • Welcher Alarmismus?
          Wie würdest denn du das nennen, wenn wir Menschen eine Impfpflicht verordnen für Mutanten, die da kommen KÖNNTEN. Wenn wir ihnen aus dieser Furcht heraus das Recht auf körperliche Selbstbestimmung nehmen.
          Mehr Alarmismus geht doch wohl kaum.

    • Wegen der Medien. Was in den Massenmedien nicht vorkommt, findet nicht statt. Überall sonst kochen ja die Emotionen nach wie vor hoch, in den social media bei den „Spaziergängen“ usw.

      Warum kommt es in den Massenmedien nicht vor? Tja…

  24. Wollte mir mal ein eigenes Bild machen von den neuen „Antidemokraten“, die selbst denken, sich trotz Social-Distancing-Verfügungen versammeln und oberhalb von Zimmerlautstärke „Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung“ rufen. Die sogar dafür durch den Nieselregen ziehen.
    Waren nur nette Leute, denen ich begegnet bin. Auch die Polizisten. Die wirkten etwas distanziert, aber gar nicht auf Krawall gebürstet.
    Fühlte sich gut an, mal wieder offene Menschen zu erleben, die sich verbinden und nicht voneinander entfernen.

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