Strategie? (Gastartikel)

Ein Gastartikel von Uepsilonniks

Strategie?

Ein Viertel der jungen Männer verlässt die Schule als funktionelle Analphabeten. Das wird aber nicht als Problem verstanden sondern als positive Rückmeldung einer einseitigen Mädchenförderungspolitik (1). Obdachlosigkeit und Selbstmord sind männlich, was gesellschaftliche Kräfte mobilisieren würde, wenn davon mehr Mädchen und Frauen betroffen wären. So aber heißt es nur, dass Männer selber schuld wären, z.B. weil sie aufgrund toxischer Männlichkeit nicht um Hilfe bitten würden, bevor man dann zum eigentlichen Problem kommt, nämlich dass einer von vier Obdachlosen eine Frau ist. Die Zahl der entsorgten Väter geht in die Millionen; Familie ist mehr und mehr etwas, was ohne einen Vater auskommt. Wenn Sie sich aber als Mann aufgrund all der Ungerechtigkeiten und Zumutungen, die die Ernährerrolle mit sich bringt, dagegen entscheiden, eine Familie zu gründen, in den Männerstreik treten, werden Sie gezwungen alleinerziehenden Müttern über Steuern ihre Selbstverwirklichung zu ermöglichen. Das ist die Zukunft des Matriarchats auf die wir zusteuern: Nicht mehr ein individueller sondern der kollektive Mann zahlt für die Familie – der Mann arbeitet zwar immer noch für sie, aber nicht als Vater, der ist vollkommen entrechtet.

Das heißt, sowohl in der Restfamilie als auch im Erziehungs- und Schulwesen erleben Kinder immer seltener Männer, zu denen sie eine liebe- und vertrauensvolle Beziehung aufbauen oder auch nur als positive Vorbilder erfahren. Damit setzt sich ein Siegeszug der Gefühlskälte und Männerverachtung fort, deren Beginn Gunnar Kunz
in der Industrialisierung sieht:
„Erst in der Industriellen Revolution mit überwiegender Abwesenheit der Väter von Zuhause hatten Frauen die Macht, ihre Kinder in ihrem Sinne zu beeinflussen, eine Macht, die Männern versagt blieb. Kinder wiederum erlebten einen abwesenden Vater, dessen Beitrag zur Familie nicht mehr unmittelbar ersichtlich war. Umso natürlicher war es für sie, diesen Vater nur noch durch die Augen der Mutter wahrzunehmen.

Deshalb ist es für mich kein Zufall, dass die Dämonisierung des Männlichen ungefähr zu dieser Zeit einsetzte.“(2) Mit der entväterten Familie wird es also noch schlimmer für Männer, oder wie eine Feministin frohlockte: Der Zug in die Zukunft fährt ohne sie ab, sie werden unter Hohngelächter zurückgelassen. Und da stellt sich die Frage, was sich tun ließe, also eine Frage nach der Strategie.

Um dem näher zu kommen, muss erst geklärt werden, was überhaupt erreicht werden will – jenseits von MGTOW, welches kein funktionierendes Konzept zum Überleben einer Gesellschaft liefert und zudem nicht verhindert, dass man über Steuern gemolken wird

Was ist gewollt: Die klassische Familie mit ihm als lebenslangen Malocher? Der Hausmann und Vater? Oder doch gleiche Verteilung von außerhäuslicher Arbeit und Haushalts- und Carearbeit? Ich denke, dass wichtigste wäre, dass Kinder lernen, dass auch Männer liebenswert sind, indem sie einen präsenten, starken Vater erleben. Es ist auffällig, dass viele der Haterinnen niemals positive Erfahrungen mit einem Vater erleben durften. Mit der großen Anzahl von alleinerzogenen Kindern wird das noch schlimmer, besonders da viele von ihnen zu regelrechten Hass gegen ihren Vater getrieben werden.
Wie dem auch sei, der kleinste gemeinsame Nenner dürfte sein Gleichberechtigung – echte – herzustellen, sowie Jungen und Männern in Notlagen genauso zu helfen wie es für Frauen selbstverständlich ist. Um dies zu erreichen, muss man Politik betreiben. Feministen betreiben Politik: Sie machen sich auf den Marsch durch die Institutionen, netzwerken und ergreifen offensive Parteilichkeit für Frauen. Bevor aber eine kritische Masse an Frauen auf diese Weise grausame Fakten für Jungen und Männer schaffte, lag ein Bewusstsein dafür vor, dass es Frauen angeblich schwerer hätten – und mit diesem Bewusstsein machte man sich auf dem Weg.
Man müsste also ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der Mann eben nicht der privilegierte Herrscher ist und dass er zu Unrecht viele Nachteile erfährt.

Blogs sind dazu ein Anfang. Der Sinn hinter ihnen ist, dass jemand vielleicht auf sie stößt, wenn er auf der Suche nach dem Mainstream zuwiderlaufende Informationen ist. Dabei kann es aber nicht bleiben, man muss raus aus der eigenen Filterbubble; nur Feministen können es sich leisten, sich in ihrer Filterbubble einzuschließen, da sie sowieso den Mainstream beherrschen.

Man könnte denen, die auf den großen sozialen Medien unterwegs sind, Hilfe in die Hand geben. Vielleicht ließe sich ein Blog einrichten, auf dem männerfreundliche Memes gesammelt werden.
Diese Memes sollten unterhaltsam sein, denn generell sollte Aufklärung mit Humor einhergehen. Denn wenn es zum Lachen reizt, wird es gerne konsumiert und weiterempfohlen. Hier müsste entsprechender Content generiert und gesammelt werden und dafür braucht es Freiwillige.
Die Politik, die verfolgt wird, sollte auch ein gutes Angebot an Frauen enthalten: Nämlich ein gutes Leben mit und nicht gegen Männer. Es sollte deutlich gemacht werden, dass jene Frau die wahre Gewinnerin ist, die Männer liebt und nicht hasst – dass es unter anderem einen Kind mit starken Vater besser ergeht, was bösartige Frauen an der Macht unterschlagen wollen (5). Es sollte deutlich gemacht werden, dass wenn die eine Hälfte der Gesellschaft wie Dreck behandelt wird, das nicht ohne Folgen für die andere bleibt. Wie kann man aber jemanden an der Macht dazu bewegen, seine Macht aufzugeben? Viel zu oft denken Frauen, es wäre besser, nicht an der Ehe zu arbeiten sondern den Mann zu entsorgen – ohne ihn zu leben aber auf seine Kosten(3). Hier müsste man eindringlich klar machen, dass eine gleichberechtigte Beziehung der größere Gewinn ist und eine Win- Win-Situation schafft – auch gerade für die Kinder (hier bieten sich Memes an, die das auf den Punkt bringen).
Für die ganz Faulen empfiehlt es sich, einfach eine monatliche Unterstützung an bereits bestehende Vereine zu leisten, die in unserem Sinne tätig sind. Ich denke dabei besonders an das Forum Soziale Inklusion(4).
Angesichts dessen, dass Misandrie mit Millionenbeträgen gefördert wird, während wir «ehrenamtlich» arbeiten – neben der Arbeit und auf eigene Kosten – kann es sich keiner leisten, nichts zu tun und andere machen zu lassen. In diesem Sinne lade ich zu einem Brainstorming ein; meine Vorschläge sind sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss.

(1) https://uepsilonniks.wordpress.com/2018/04/29/jungen-und-die-feministische-herrschaft/

(2) https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2017/11/der-siegeszug-der-maennerverachtung.html

(3) https://uepsilonniks.wordpress.com/2017/05/06/frauen-machen-kaputt-wie-feminismus-familien-zerstoert/

(4) https://fsi-ev.de/spenden/

(5) https://genderama.blogspot.com/2021/10/forum-soziale-inklusion-zwingt.html

Wo Männer über Beziehungsprobleme reden

Ein beliebtes Motiv im Feminismus ist, dass Männer nicht genug über Gefühle reden und deswegen ihre Probleme nicht verarbeiten können (und deswegen insbesondere eher Selbstmord begehen).

Eine Studie hat nun herausgefunden, dass Männer durchaus über ihre Gefühle sprechen, nur eben an anderen Orten:

For this study, senior author Ryan Boyd and colleagues analyzed demographic characteristics and language patterns of 184,631 men and women seeking relationship advice on Reddit. According to the researchers, this is the first-ever big data analysis of the language used by „relationship help-seekers“ on Reddit’s publicly accessible and anonymous r/relationships discussion forum.

„Our findings suggest that, contrary to more traditional contexts, men are more likely to seek help with their relationships online [and] are more expressive of their emotions (e.g., discussing the topic of ‚heartache‘),“ the authors explain. Words like „heartbroken,“ „regret,“ „cry,“ and „breakup“ were frequently used when male Redditors asked for help dealing with their heartache.

Men are more likely to mention „heartache“ and „emotional hurt“ on Reddit.

The r/relationships subreddit forum is self-described as: „A community built around helping people and the goal of providing a platform for interpersonal relationship advice between Redditors. We seek posts from users who have specific and personal relationship quandaries that other Redditors can help them try to solve.“ When there’s little or no risk of social repercussions, men seeking relationship advice from other Redditors are willing to wear their hearts on their sleeves and openly discuss the pain and hurt caused by heartache.

This subreddit forum is a massive online community with over three million members. It gives social psychologists a rare peek into how men and women really feel based on natural language data in a „moderately personal,“ anonymous setting.

„Most of what we know about relationship problems comes from studies of people in couples therapy, which includes a rather specific subset of people—people who have the time, money, and motive to work on their relationship problems,“ first author Charlotte Entwistle said in a news release. „We wanted to understand not only what relationship problems are most commonly experienced by the general public, but who experiences which problems more.“

Durchaus interessant solche Foren zu untersuchen. Natürlich muss man berücksichtigen, dass sich in solchen Foren eine selbst selektiere Untergruppe von Menschen versammelt, die nicht mit der Gruppe an sich übereinstimmen muss, aber es ist gleichzeitig ein sehr großer Datensatz, der gut zu analysieren ist.

As we were conducting the study, we realized that this was an important opportunity to put a lot of common ideas about gender differences in relationships to the test,“ Boyd added. „For example, are men truly less emotionally invested in relationships than women, or is it the case that men are simply stigmatized out of sharing their feelings?“

Contrary to typical gender distributions found in offline settings where women are more likely to seek relationship advice from a professional therapist, 54.62% of Reddit’s r/relationships users were men, and 45.38% were women. As might be expected, people posting on the r/relationships platform tended to be considerably younger (average age 24 years) than middle-aged adults, who are more likely to seek relationship help via offline channels.

„Traditionally, women are more likely to identify relationship problems, consider therapy, and seek therapy than are men,“ Boyd noted. „When you remove the traditional social stigmas against men for seeking help and sharing their emotions, however, they seem just as invested in working through rough patches in their relationships as women.“

This research also shows that during adolescence, more boys (N = 5,447) seek relationship advice on Reddit than adolescent girls (N = 1,828). „Although our exploration of demographic characteristics provides a novel glance into who seeks relationship help online, we note that these findings may also simply mirror the more general composition of Reddit, which skews toward young males,“ the authors write.

Männer reden also lieber in einer gewissen Anonymität über Probleme, was sicherlich dazu passt, dass Männer angreifbarer sind dafür Schwäche zu zeigen und dazu dadurch mehr Status verlieren können.

Girls may also be more likely to share contextualized relationship information with friends without the fear of risking negative social repercussions associated with discussing highly personal topics without the cloak of anonymity. On the flip side, boys may turn to Reddit because the platform’s anonymity reduces vulnerability and lowers their risk of embarrassing social repercussions.

Frauen reden untereinander sicherlich ohnehin mehr über Beziehungen und weibliche Freundinnen der Frau wissen üblicherweise mehr Details über die Beziehung als männliche Freunde des Mannes.

The latest (2021) study into the nature and substance of seeking help from strangers online via Reddit’s r/relationships platform sheds light on some linguistic markers for attachment styles. Along these lines, previous research (Haydon et al., 2014) has shown that, on average, women may be more prone to preoccupied attachment than men.

„When discussing their relationships, women (relative to men) used language consistent with more of a preoccupied attachment state (consistent with prior research findings and expectations, with greater words overall used, more self-focused language (i.e., I-words),“ the authors write.

Contrastingly, men showed language patterns more consistent with a secure attachment state: greater use of we-words, affiliation words, and positive emotion words, paired with lower rates of I-words,“ they add. „However, some patterns indicative of dismissive attachment were present among men (relative to women).“

I know it’s been some time, but there’s something on my mind. I haven’t been the same since that cold November day. We said we needed space, but all we found was an empty place. And the only thing I learned is that I need you desperately. No matter how I try, you’re always on my mind.“ —Whitney Houston, „Where Do Broken Hearts Go?“

Looking at the use of „I-words“ vs. „we-words“ in Whitney Houston’s song „Where Do Broken Hearts Go?“ is a pop-culture example of how pronoun usage might reflect someone’s attachment style. Much of the language in this song (e.g., „no matter how I try, you’re always on my mind“) could be interpreted as reflecting a female protagonist experiencing preoccupied attachment.

„preoccupied attachment state“ wäre ein Form der Bindungsangst oder Bindungsstörung.

That said, even though the latest research suggests that women may be more prone to preoccupied attachment states—and that men, in general, may lean towards more secure attachment—this Reddit study didn’t establish measures of attachment style based on „I-talk“ vs. „we-talk.“ (See „We-Talk Is Linked to Healthier and Happier Relationships.“)

„We do not know the extent to which various attachment styles self-selected into the r/relationships platform, potentially skewing the representativeness of our sample,“ the authors explain.

More research is needed to fully understand how gender and gender stereotypes influence mens‘ and womens‘ language patterns when seeking relationship advice online. „We are optimistic that future research will be able to further improve and refine upon our analyses, providing even deeper insights into the timing, lifecycle, and moderating factors that influence when, where, why, and how people seek help for their interpersonal relationships,“ the authors conclude.

„Mein Auto hatte eine Panne, aber als ich die AA anrief, sagten sie mir: „Wir können alleinstehenden Frauen keine Priorität einräumen, denn das ist Gleichberechtigung“.

Ein Bericht über die Nachteile der Gleichberechtigung:

THE AA has been accused of putting women at risk after telling a customer gender equality rules prevent it from prioritising help for lone females.

Dr Helen Mott, 52, hit out after her car broke down on Wednesday as it was going dark.

Dr Mott, of Bristol, told The Sun: “The operator gave me an estimated time which was knocking on for a couple of hours.

“I asked the call handler why they treated men and women the same and didn’t prioritise lone women. They said there’s no difference and they just said that’s equality. They’ve been trained to say it.”

Academic Dr Mott, picked up by an AA truck less than an hour later, complained online but was told she had been advised correctly.

Women’s safety campaigners criticised the company’s stance.

Sophie Francis-Cansfield, of Women’s Aid, said: “One woman is murdered by a man every three days in the UK. Priority must be given to ensuring women’s safety.”

After other members demanded clarification, AA president Edmund King said: “We use common sense and prioritise women but by the letter of the law we can’t say that.”

An AA spokeswoman commented: “We accept that the wording of our initial response wasn’t great and have apologised. In fact, we prioritise anyone at risk but more often than not it will be lone women.”

AA ist das, was in Deutschland der ADAC ist.

Hier Screenshots aus dem Artikel von ihrer Beschwerde bei Twitter:

Man kann natürlich darüber streiten, ob eine Frau eine höhere Gefahrenstufe hat, weil sie eine Frau ist und damit eine höhere Gefahr sexueller Übergriffe hat, wenn sie alleine in einem Wald ist. Allerdings dürfte die Gefahr dort relativ gering sein.

Es ist insofern eher eine gefühlte höhere Unsicherheit. Allerdings kennen wir auch nicht die Fälle, die sonst zu bearbeiten waren und natürlich muss ein Vertragspartner des AA dann eben auch erst einmal etwas Zeit schaffen, da er vielleicht gerade etwas anderes macht, evt. zu dem passenden Fahrzeug gelangen muss um dann zu ihr zu fahren, es wurde immerhin schon dunkel, vielleicht war er also nur in Bereitschaft. 90 Minuten erscheinen mir da noch nicht einmal viel.

Aber warum soll man sich dafür interessieren, der Mann hat sich eben mehr zu beeilen, eine Frau ist in Gefahr!!!1 Also nicht wirklich, aber sie könnte in Gefahr sein! Sie hat Vorzug! Rettet sie!

Selbermach Samstag

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Zwischen einem Kommentar, der nur einen Link oder einen Tweet ohne Besprechung des dort gesagten enthält, sollten mindestens 5 Kommentare anderer liegen, damit noch eine Diskussion erfolgen kann.

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Männer eher für Meinungs- bzw Redefreiheit

Ein interessanter Artikel in der New York Times zu den unterschiedlichen Ansichten  im Schnitt von Männern und Frauen zur Meinungsfreiheit:

In one of the most revealing studies in recent years, a 2016 survey of 137,456 full-time, first-year students at 184 colleges and universities in the United States, the U.C.L.A. Higher Education Research Institute found “the largest-ever gender gap in terms of political leanings: 41.1 percent of women, an all-time high, identified themselves as liberal or far left, compared to 28.9 percent of men.”

The institute has conducted freshmen surveys every year since 1966. In the early days, until 1980, men were consistently more liberal than women. In the early and mid-1980s, the share of liberals among male and female students was roughly equal, but since 1987, women have been more liberal than men in the first year of college.

While liberal and left identification among female students reached a high in 2016, male students remained far below their 1971 high, which was 44 percent.

Along parallel lines, a Knight Foundation survey in 2017 of 3,014 college students asked: “If you had to choose, which do you think is more important, a diverse and inclusive society or protecting free speech rights.”

Male students preferred protecting free speech over an inclusive and diverse society by a decisive 61 to 39. Female students took the opposite position, favoring an inclusive, diverse society over free speech by 64 to 35.

Also sehr große Unterschiede, die fast umgekehrte Zahlen produzieren. Es passt zu einigen Geschlechterklischees:

  • Frauen meiden eher Konfrontation
  • Männer lieben es eher im theoretischen zu diskutieren und Probleme zu lösen
  • Vielleicht auch: Eine Vorstellung, dass man einen „Fairen Kampf“ zulassen muss und man sich der Gegenseite stellen muss, weil sonst ein Sieg nichts wert ist oder das Gefühl, dass man sich nur auf diese Art wirklich messen kann.
  • Frauen sind weniger „abgehärtet“ und nehmen andere Positionen persönlicher 

Majorities of both male and female college students in the Knight survey support the view that the First Amendment should not be used to protect hate speech, but the men were more equivocal, at 56 to 43, than women, at 71 to 29.

Liegt sicherlich auch daran, dass Männer weniger empfindlich sind und gleichzeitig wissen, dass „hate speech“ etwas ist, was ihnen eher angelastet wird, weil in intersektionalen Theorien ohnehin „nach oben getreten“ werden darf. 

The data on college students reflects trends in the electorate at large. The Pew Research Center provided The Times with survey data showing that among all voters, Democrats are 56 percent female and 42 percent male, while Republicans are 52 percent male and 48 percent female, for a combined gender gap of 18 points. Pew found identical gender splits among voters who identify as liberal and those who identify as conservative.

Also auch hier schon deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das gerade die linke in den USA mit ihren noch stärkeren Verinnerlichung von intersektionalen Theorien von Männern kritischer gesehen wird überrascht nicht. 

“Significant gender differences in party identification have been evident since the early 1980s,” according to the Rutgers Center for American Women and Politics, which provides data on the partisanship of men and women from 1952 to the present day.

It’s clear from all this that the political engagement of women is having a major impact on the social order, often in ways that are not fully understood.

 

Take the argument made in the 2018 paper “The Suffragist Peace” by Joslyn N. Barnhart of the University of California-Santa Barbara, Allan Dafoe at the Center for the Governance of AIElizabeth N. Saunders of Georgetown and Robert F. Trager of U.C.L.A.:

Preferences for conflict and cooperation are systematically different for men and women. At each stage of the escalatory ladder, women prefer more peaceful options. They are less apt to approve of the use of force and the striking of hard bargains internationally, and more apt to approve of substantial concessions to preserve peace. They impose higher audience costs because they are more approving of leaders who simply remain out of conflicts, but they are also more willing to see their leaders back down than engage in wars.

Das hatte ich oben auch schon angesprochen, es ist eben Konfrontationsvermeidung-

 

The increasing incorporation of women into “political decision-making over the last century,” Barnhart and her co-authors write, raises “the question of whether these changes have had effects on the conflict behavior of nations.”

Their answer: “We find that the evidence is consistent with the view that the increasing enfranchisement of women, not merely the rise of democracy itself, is the cause of the democratic peace.”

Put another way, “the divergent preferences of the sexes translate into a pacifying effect when women’s influence on national politics grows” and “suffrage plays a direct and important role in generating more peaceful interstate relations by altering the political calculus of democratic leaders.”

Barnhart added by email:

The important thing to remember here is that with any trait, we are talking about averages and distributions and not categorical distinctions. Some men will have lesser preference for the use of force than some women and vice versa. The distribution of traits among the two genders overlaps. So we shouldn’t expect perfect partisan distinction.

Other consequential shifts emerged as women’s views began to change and they became more involved in politics.

Dennis Chong, a political scientist at the University of Southern California, wrote by email that “a gender gap in political tolerance, with women being somewhat more willing to censor controversial and potentially harmful ideas, goes back to the earliest survey research on the subject in the 1950s.”

Wobei das ja diesmal nicht so richtig klappt. Denn die intersektionalen Theorien haben ja gerade zu sehr viel Gewalt geführt, Protesten und Plünderungen. Aber eben im Namen der Bekämpfung bestimmter Ungerechtigkeiten. Da wirkt sich der Unwille aus, die Ideen, die tolerant klingen, auszubremsen. 

There are a number of possible explanations, Chong said, including “stronger religious and moral attitudes among women; lesser political involvement resulting in weaker support for democratic norms; social psychological factors such as intolerance of ambiguity and uncertainty which translate to intolerance for political and social nonconformity; and greater susceptibility to feelings of threats posed by unconventional ideas and groups.”

Studies using moral foundations theory, Chong continued, have

found broad value differences between men and women. Women score higher on values defined by care, fairness, benevolence, and protecting the welfare of others, reflecting greater empathy and preference for cooperative social relations. In today’s debates over free speech and cancel culture, these social psychological and value differences between men and women are in line with surveys showing that women are more likely than men to regard hate speech as a form of violence rather than expression, to support laws against divisive hate speech, and to be skeptical that the right to free speech protects the disadvantaged more than the majority.

In addition, Chong said, “Women are also more likely than men to believe that colleges ought to protect students from exposure to controversial speakers whose ideas may create an inhospitable learning environment.”

Frauen wollen also mehr Schutz, weniger Konfrontation, sozusagen die klare Vorgabe eines bestimmten „richtigen“ Stoffs, den sie lernen können. Sie sehen –  vermutlich gerade wenn sie Anhänger sehr intoleranter Theorien wie den intersektionalen Theorien sind – eine andere Meinung eher als Hate Speech. 

 

Steven Pinker, a professor of psychology at Harvard, writes in his book “The Better Angels of Our Nature,” that “the most fundamental empirical generalization about violence” is that

it is mainly committed by men. From the time they are boys, males play more violently than females, fantasize more about violence, consume more violent entertainment, commit the lion’s share of violent crimes, take more delight in punishment and revenge, take more foolish risks in aggressive attacks, vote for more warlike policies and leaders, and plan and carry out almost all the wars and genocides.

Pinker continues:

Feminization need not consist of women literally wielding more power in decisions on whether to go to war. It can also consist in a society moving away from a culture of manly honor, with its approval of violent retaliation for insults, toughening of boys through physical punishment, and veneration of martial glory.

In an email, Pinker wrote:

We’re seeing two sets of forces that can pull in opposite directions. One set comprises the common interests of men on the one hand and women on the other. Men tend to be more obsessed with status and dominance and are more willing to take risks to compete for them; women are more likely to prize health and safety and to reduce conflict. The ultimate (evolutionary) explanation is that for much of human prehistory and history successful men and coalitions of men potentially could multiply their mates and offspring, who had some chance of surviving even if they were killed, whereas women’s lifetime reproduction was always capped by the required investment in pregnancy and nursing, and motherless children did not survive.

Mapping the Moral Domain,” a 2011 paper by Jesse Graham, a professor of management at the University of Utah, and five colleagues, found key differences between the values of men and women, especially in the case of the emphasis women place on preventing harm, especially harm to the marginalized and those least equipped to protect themselves.

I asked Jonathan Haidt, a social psychologist at N.Y.U.’s Stern School of Business, about the changing political role of women. He emailed back:

In general, when looking at sex differences in outcomes, it is helpful to remember that differences between men and women on values and cognitive abilities are generally small, while differences between men and women in the activities that interest them, and in their relational styles (especially involving conflict) are often large.

When the academic world opened up to women in the 1970s and 1980s, Haidt continued, “women flooded into some areas but showed less interest in others. In my experience, having entered in the 1990s, the academic culture of predominantly female fields is very different from those that are predominantly male.”

Haidt noted:

Boys and men enjoy direct status competition and confrontation, so the central drama of male-culture disciplines is ‘“Hey, Jones says his theory is better than Smith’s; let’s all gather around and watch them fight it out, in a colloquium or in dueling journal articles.” In fact, I’d say that many of the norms and institutions of the Anglo-American university were originally designed to harness male status-seeking and turn it into scholarly progress.

Women are just as competitive as men, Haidt wrote, “but they do it differently.”

Das ist durchaus ganz interessant: Die Universität als der Wettkampf der Ideen, bei denen man auch persönlichen Ruhm erreichen kann, aufpassen muss, dass andere einen nicht überflügeln etc. 

He cited a 2013 paper, “The development of human female competition: allies and adversaries,” by Joyce Benenson, of Harvard’s department of human evolutionary biology. In it, Benenson writes:

From early childhood onwards, girls compete using strategies that minimize the risk of retaliation and reduce the strength of other girls. Girls’ competitive strategies include avoiding direct interference with another girl’s goals, disguising competition, competing overtly only from a position of high status in the community, enforcing equality within the female community and socially excluding other girls.

In summary, Benenson wrote:

From early childhood through old age, human females’ reproductive success depends on provisioning, protecting and nurturing first younger siblings, then their own children and grandchildren. To safeguard their health over a lifetime, girls use competitive strategies that reduce the probability of physical retaliation, including avoiding direct interference with another girl’s goals and disguising their striving for physical resources, alliances and status.

In a November 2021 paper, “Self-Protection as an Adaptive Female Strategy,” Benenson, Christine E. Webb and Richard W. Wrangham, all of the department of human evolutionary biology, report that they

found consistent support for females’ responding with greater self-protectiveness than males. Females mount stronger immune responses to many pathogens; experience a lower threshold to detect, and lesser tolerance of, pain; awaken more frequently at night; express greater concern about physically dangerous stimuli; exert more effort to avoid social conflicts; exhibit a personality style more focused on life’s dangers; react to threats with greater fear, disgust and sadness; and develop more threat-based clinical conditions than males.

These differences manifest in a number of behaviors and characteristics, Benenson, Webb and Wrangham argue:

We found that females exhibited stronger self-protective reactions than males to important biological and social threats; a personality style more geared to threats; stronger emotional responses to threat; and more threat-related clinical conditions suggestive of heightened self-protectiveness. That females expressed more effective mechanisms for self-protection is consistent with females’ lower mortality and greater investment in child care compared with males.” In addition, “females more than males exhibit a lower threshold for detecting many sensory stimuli; remain closer to home; overestimate the speed of incoming stimuli; discuss threats and vulnerabilities more frequently; find punishment more aversive; demonstrate higher effortful control and experience deeper empathy; express greater concern over friends’ and romantic partners‘ loyalty; and seek more frequent help.

In an email, Benenson added another dimension to the discussion of sex roles in organizational politics:

From an early age, women clearly dislike group hierarchies of same-sex individuals more than men do. Thus, while boys and men are more willing to compete directly with both higher and lower status individuals, girls and women prefer to interact with same-sex individuals of similar status. This does not mean however that girls and women don’t care about status as much as boys and men do. For both sexes, high status increases the probability that one lives longer and so do one’s children. The result of these two somewhat conflicting motives is that girls and women seek high status but disguise this quest by avoiding direct contests. This gender difference likely impacts how women seek to shape organizational culture.

Das passt ja durchaus dazu wie die intersektionalen Theorien aufgebaut sind: Sie errichten Hierarchien, die Frauen einen gewissen festen Platz bieten, gleichzeitig den Konflikt mit anderen „nichtprivilegierten“ Gruppen und verlagern zudem jede Verantwortung es besser zu machen, zu den Privilegierten. 

The strategies Benenson and her colleagues describe, Haidt pointed out,

lead to a different kind of conflict. There is a greater emphasis on what someone said which hurt someone else, even if unintentionally. There is a greater tendency to respond to an offense by mobilizing social resources to ostracize the alleged offender.

In “Feminist and Anti-Feminist Identification in the 21st Century United States,” Laurel ElderSteven Greene and Mary-Kate Lizotte, political scientists at Hartwick College, North Carolina State University and Augusta University, analyzed the responses of those who identified themselves as feminists or anti-feminists in 1992 and 2016.

Based on surveys conducted by American National Election Studies, Elder, Greene and Lizotte found that the total number of voters saying that they were feminists grew from 28 percent to 34 percent over that period. The growth was larger among women, 29 percent to 50 percent, than among men, 18 percent to 25 percent.

Some of the biggest gains were among the young, 18-to-24-year-olds, doubling from 21 percent to 42 percent. Most striking is the data revealing the antithetical trends between women with college degrees, whose self-identification as feminist rose from 34 percent to 61 percent, in contrast to men with college degrees, whose self-identification as feminist fell from 37 percent to 35 percent.

Anti-feminist identity, the authors found,

is not just a mirror image of feminist identity but its own distinctive social identity. A striking difference between feminist and anti-feminist identification is that while gender is a huge driver in feminist identification in 2016, there is essentially no gender gap among anti-feminists. Indeed, bivariate analysis shows that 16 percent of women and 17 percent of men identify as anti-feminists.

In addition, Elder, Greene and Lizotte wrote, “while young people were more likely to identify as feminists than older generations in 2016, young people, particularly young women, also have a higher level of anti-feminist identification compared to older groups.”

The other patterns of anti-feminist identification, according to the authors, are “more the mirror image of feminist identification” with “Republicans being more likely to identify as anti-feminists compared to Democrats, and stay-at-home parents/homemakers, those who identify as born again, and those who attend church frequently being more anti-feminist.”

Es kommt eben immer mehr zu einer Polarisierung. 

 

To provoke further discussion, I will end with the argumentative economist Tyler Cowen, of George Mason University and “Marginal Revolution.” In December 2019, Cowen wrote a column for Bloomberg, “Women Dominated the Decade,” subtitled “The 2010s were pretty thrilling if you liked music, books, TV or movies by or about women.”

Cowen, who acknowledges describing “feminization in not entirely glowing terms” — indeed one would have to say hostile terms — is also, in other contexts, unequivocally enthusiastic about “what I see as the No. 1. trend of the decade: the increasing influence of women.”

“I had the best of both worlds,” Cowen writes, “namely to grow up in the ‘tougher’ society, but live most of my life in the more feminized society.”

Ich halte gegenwärtig die intersektionalen Theorien für sozialen Sprengstoff. Wir werden sehen wie sie sich entwickeln. 

 

Meat Loaf – I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That)

Was er nicht tun wird:

„I’ll never lie to you and that’s a fact“
„But I’ll never forget the way you feel right now,“
„But I’ll never forgive myself if we don’t go all the way“
„But I’ll never do it better then I do it with you“
„But I’ll never stop dreaming of you every night of my life“
Was sie befürchtet, was er tun wird, er aber niemals tun wird:
„you’ll see that its time to move on“
„sooner or later you’ll be screwing around“

 

Haben eigentlich schon Feministinnen wegen dieser Zeile dem Lied Rape Culture vorgeworfen?

„But I’ll never forgive myself if we don’t go all the way“

Lyrics:

And I would do anything for love,
I’d run right into hell and back
I would do anything for love,
I’ll never lie to you and that’s a fact
But I’ll never forget the way you feel right now,
Oh no, no way.
And I would do anything for love,
But I won’t do that
No I won’t do that
Anything for love
Oh I would do anything for love,
I would do anything for love
But I won’t do that
No I won’t do that
And some days, it don’t come easy
And some days it don’t come hard
Some days it don’t come at all
And these are the days that never end
And some nights you’re breathing fire
And some nights you’re carved in ice
Some nights you’re like nothing I’ve ever seen before
Or will again
And maybe I’m crazy
Oh it’s crazy and it’s true
I know you can save me
No one else can save me now but you
As long as the planets are turning
As long as the stars are burning
As long as your dreams are coming true
You better believe it
That I would do anything for love
I’ll be there till the final act
And I would do anything for love!
And I’ll take the vow and seal a pact
But I’ll never forgive myself if we don’t go all the way
Tonight
And I would do anything for love
Oh I would do anything for love
Oh I would do anything for love
But I won’t do that
No I wont do that
I would do anything for love
Anything you’ve been dreaming of
But I just won’t do that
I would do anything for love
Anything you’ve been dreaming of
But I just won’t do that
I would do anything for love
Anything you’ve been dreaming of
But I just won’t do that
And somedays I pray for silence
And somedays I pray for soul
Somedays I just pray to the God of Sex and Drums and Rock ‚N Roll.
And some nights I lose the feeling
And some nights I lose control
Some nights I just lose it all when I watch you dance and the thunder rolls
And maybe I’m lonely
That’s all I’m qualified to be
There’s just one and only
The one and only promise I can keep
As long as the wheels are turning
As long as the fires burning
As long as your prayers are coming true
You better believe it
That I would do anything for love
And you know it’s true and that’s a fact
And I would do anything for love
And there’ll never be no turning back
But I’ll never do it better then I do it with you
So long
So long
And I would do anything for love
Oh I would do anything for love
I would do anything for love
But I won’t do that
No, no, no I won’t do…
I would do anything for love
Anything you’ve been dreaming of
But I just wont do that
I would do anything for love
Anything you’ve been dreaming of
But I just wont do that
I would do anything for love
Anything you’ve been dreaming of
But I just wont do that
I would do anything for love
Anything you’ve been dreaming of
But I just wont do that
I would do anything for love
Anything you’ve been dreaming of
But I just wont do that
I would do anything for love
Anything you’ve been dreaming of
But I just wont do that
I would do anything for love
Anything you’ve been dreaming of
But I just wont do that
But I’ll never stop dreaming of you every night of my life
No way
And I would do anything for love
Oh I would do anything for love
Oh I would do anything for love
But I won’t do that
No I won’t do that
Will you raise me up?
Will you help me down?
Will you get me right out of this Godforsaken town?
Will you make it all a little less cold?
I can do that!
Oh I can do that!
Will you hold me sacred?
Will you hold me tight?
Can you colorize my life I’m so sick of black and white?
Can you make it all a little less old?
I can do that
Oh oh now i can do that
Will you make me some magic with your own two hands?
Can you build an emerald city with these grains of sand?
Can you give me something I can take home?
Now I can do that
Oh now I can do that
Will you cater to every fantasy I got?
Will you hose me down with holy water, if I get too hot! (HOT)?
Will you take me places I’ve never known?
Now I can do that
Oh, oh now I can do that!
After a while to forget everything
It was a brief interlude and a midsummer night’s fling
And you’ll see that its time to move on
I won’t do that
I won’t do that
I know the territory
I’ve been around
It’ll all turn to dust
And we’ll all fall down
And sooner or later you’ll be screwing around
I won’t do that!
No, I won’t do that!
Anything for love
Oh I would do anything for love
I would do anything for love
But I won’t do that
No I won’t do that

Fergus Finlay: Ja, es sind alle Männer.

Fergus Finlay stimmt anscheinend dem alten feministischen Spruch „Yes all men“ in einem Artikel zu: (die deutsche Übersetzung gibt es bei Genderama)

We’ve all had a week to try to come to terms with the murder of Ashling Murphy. I’m still not sure what to say. I fear I may not have the right to say anything, and I would never wish to intrude on the terrible traumatic grief her family must be going through.

Zu dem Fall hier:

Murphy ging kurz nach ihrem Arbeitsende um 15 Uhr am Grand Canal in Tullamore joggen. Gegen 16 Uhr wurde sie auf dem Fiona’s Way, einem beliebten Kanalweg etwas außerhalb der Stadt in Cappincur, angegriffen.[10] Murphy erlitt schwere Verletzungen, die auf einen gewaltsamen Angriff schließen lassen, und es wurde bestätigt, dass sie an den Folgen einer Strangulation starb.[11][12] Zwei Frauen, die am gegenüberliegenden Ufer joggten, sahen, wie Murphy angegriffen wurde, und liefen zum nächsten Haus, um die Polizei anzurufen.

Eine schreckliche Tat, keine Frage und natürlich um so schrecklicher für die nahen Angehörigen.

But as a human being, I cannot begin to countenance the depth of pain involved. In any family death, there is immense pain and loss. In situations where the death is traumatic, it can sometimes be impossible to get to a point of mourning until the trauma is addressed. Questions remain forever, and the question that can never be answered is why? Deep support over a long time is essential. There are no words, no formula, no solution that can ever make it right.

As the father of four daughters, each of whom means more to me than my life, I cannot begin to countenance how I would cope if such a thing was perpetrated on any of them. I know the aching, unbridgeable hole it would leave in me. I know the rage I would feel towards the perpetrator. I know how hard it would be for me to ever reach a point of forgiveness, let alone to move on.

Okay, soweit alles verständlich.

And as a man, an ordinary man, I have to say I am surprised by the depth of anger and shame I feel. Not for the first time in my life, and to be honest I don’t know why this terrible crime against one young woman would make it more acute. But every time I stop to think about it, it is a mix of anger and shame that comes over me.

In part my anger has been exacerbated by this terrible “not all men” nonsense we’ve all had to endure on social media. That’s how it started anyway and was quickly followed by “men are murdered too”. There are, it seems, people who believe this nonsense — some of them attention-seekers, some ideological, and some just plain blinkered.

Hier beginnt er dann in den Männerhass abzudriften.

If we don’t understand and accept one simple premise as a starting point, we’re never going to change this.

It is all men. Me. You. Every other man in our culture. Every single one of us.

I hope it is the case — though how can I be sure? — that no woman has ever felt uncomfortable in my presence. I hope it is the case — again, how can I be sure? — that every woman I’ve ever known has felt respected as an equal by me.

But I also know it is the case that I have allowed myself to snigger at off-colour sexist jokes. I know it is the case that I have been in company where cheap and vulgar sexism was the order of the day, and I didn’t call it out. I spoke at a function one time, not too long ago, and the guy who was doing MC on the day (a university professor) sneered at the person last on stage, saying that he hoped she’d be able to manage the steps because of the tightness of her skirt. There was more in that vein. I was horrified at his carry-on and said absolutely nothing.

Da ist diese Verbindung zwischen ein paar Witzen und der Ermordung einer jungen Frau.

Beides hat schlicht nichts miteinander zu tun. Und natürlich machen auch Frauen jede Menge sexistische Witze, über Männer und Frauen.

They’re just minor examples.

But it goes much deeper than that. At a time when multiple reports were being published into the sexual abuse of children by priests and clerics in different dioceses throughout Ireland, there was a common refrain of “not all priests”, and there was much sympathy for priests who tried to do their best and were being tarred as abusers because of the behaviour of some.

Natürlich „not all priests“. Er tut so als sei die Beschuldigung einer Gruppe aus der einzelne Mitglieder dieser Gruppe schlimme Taten begangen haben, vielleicht sogar statistisch häufiger schlimme Taten begangen haben als andere Leute in anderen Gruppen, etwas positives. Dabei ist es eine der klassischen Figuren, die für unendlich viel Leid gesorgt haben, überall auf der Welt. Von „Ja alle Juden“ bis „ja alle Farbigen“ hat diese Idee selten etwas gutes gebracht. Das gilt um so mehr um so größer und heterogener die Gruppe ist und um so eher die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe nicht einer freien Entscheidung unterliegt.

It was true in its way, but it masked a much deeper truth. Every single one of those priests belonged to an institution that believed in protecting the abusers. Priests who didn’t abuse realised that refusing to see what was going on and keeping their mouths shut was the best policy. Whether they wanted to or not that made them complicit. And it gave the abusers impunity. Impunity means freedom from punishment. If you have impunity, nothing is off limits.

Der typische Priester hatte sicherlich auch wenig Möglichkeiten Kindermißbrauch zu verhindern. Es ist auch nicht seine Verantwortung, er kann durchaus der Auffassung sein, dass er in seiner Gemeinde gute Arbeit leistet und er kann vielleicht vielen Leuten auf seine Art beistehen ohne jemals in seinem direkten Einflussbereich etwas von Kindermißbrauch zu erleben.

Natürlich kann er sich entscheiden dort auszutreten, aber genauso könnten man allen katholischen Frauen vorwerfen, dass sie in der Katholischen Kirche bleiben und damit die Kirche am laufen halten. Würden alle Frauen aus Protest aus der katholischen Kirche austreten und ihre Kinder nicht eintreten lassen (Religion der Kinder hängt imho immer noch stärker an der Religion der Mutter) dann gäbe es auch keinen Mißbrauch mehr. Yes all catholic women?

Throughout my lifetime, a high degree of impunity has attached itself to crimes of domestic violence, to crimes carried out under the influence of drink. Crimes of violence against women are graduated, so that judges often talk about “the less or the more serious end”. How many times have we seen rape trials turned into effective attacks on women who were raped?

Da ist wieder diese blöde Unschuldsvermutung. Es kann ja auch keine Falschbeschuldigung geben und Männer sind eh alle irgendwie schuld also was soll es wenn er diese konkrete Tat vielleicht nicht begangen hat?

You know who devised all those systems and laws and procedures? Men did. Throughout my lifetime men have used their entrenched power to ensure that women have a lot less power. And it continues to give men impunity — to harass, to embarrass, to wolf whistle, to intimidate and frighten. And it happens thousands of times a day to women.

Da springt er auch ganz gut – von der Unschuldvermutung und der damit einhergehenden Beweislast des Staates dazu Frauen zu unterdrücken. Und daraus hergleitet dann eine Straffreiheit der Männer. Das sind Grundannahmen, denen man schwer zustimmen kann. Sicherlich werden viele Frauen Belästigungen erlebt haben. Der Grund ist nicht, dass Männer Macht haben – viele vollkommen machtlose Männer haben schon Frauen mit sehr viel Macht belästigt.

Natürlich spielen da verschiedene Faktoren rein: Die höhere Bereitschaft von Männern im Schnitt zu casual Sex, der im Schnitt höhere Sexualtrieb, eine daraus resultierende höhere Ablehnungsrate der Männer und daraus folgend Frustation. Der Umstand, dass blöde Anmachen zum einen Frustation abbauen können und zum anderen bei hoher Erfolglosigkeitsquote aber geringen Einsatz dennoch einen hohen Erfolg bringen können. Dazu kommt, dass Frauen üblicherweise wenig Interesse daran haben, entsprechende Taten zu bestrafen, also Männer Anzuzeigen etc.

It is men who have built empires on pornography, trafficking and prostitution. Men who are the customers of these trades. Men who have done little or nothing to put an end to them.

Momentan ist wohl der größte Fürsprecher von Sexwork der intersektionale Feminismus, der für Leute die  Sexwork nicht akzeptieren mit dem Schimpfwort „Swerf“ bedenkt.
Und natürlich haben Frauen auch schon immer ihre Sexualität und ihr Aussehen vermarktet und die digitale Welt erlaubt es einigen wenigen durch weltweite Zuschauer sehr sehr reich zu werden zB hier bei Onlyfans. Es hat sich dort gleichzeitig eine gewisse Ausbeutung von Simps etabliert, die man mit einer Mischung aus Sexualität und persönlicher Nähe dazu bringt Geld auszugeben.

Und wie man an Ghislaine Maxwell sieht können Frauen ebenso trafficking etc betreiben.

Daneben haben Männer, wenn man es auf diese Ebene heben will, aber auch nahezu alles andere aufgebaut. Eben nicht nur Empires auf Pornographie, sondern auch schlicht sonst Empires. Der gewaltige Fortschritt, der uns ein gutes Leben erlaubt, beruht im wesentlichen auf Männern (aber wird er auch hier „Yes all men“ sagen?)

The right of a woman to a job, the right of a woman to equal pay, the right of a woman to decent childcare support, the right of a woman to make decisions about her own body — none of these rights were won without a battle in which men were usually on the other side.

Tatsächlich waren auf beiden Seiten beide Geschlechter zu finden. Man könnte es sogar ganz  Männern zurechnen, wenn man anführt, dass der Grund für die Befreiung der Frau letztendlich nicht die Gleichheitsbewegungen waren, sondern diese nur eine Folge davon waren, dass die männlichen Zivilisationen zum einen wirksame Verhütungsmittel und zum anderen eine hinreichende sichere und mit Wohlstand versehene Welt geschaffen hatte, die es endlich erlaubte die Arbeitskraft der Frauen voll für die Wirtschaft einzusetzen.

Einer der größten Befreier der Frau war vielleicht der zweite Weltkrieg, weil schlicht Arbeit Frauen für die Arbeit gebraucht wurden, weil die Männer an der Front waren.

None of them have been fully won yet. No man was ever sent to a Magdalene laundry. No man was ever locked up in a mother and baby home. No man ever had his new-born child taken away from him under duress. If those things had happened to men, do you think there would be a long, drawn-out battle about restitution?

Ich habe mal oben verlinkt, was eine Magdalene laundry ist, es ist eine Art „Haus für vom Weg abgekommene Frauen“. Aber es ist schon erstaunlich, dass er vergißt, dass Männer in Schützengraben gesteckt worden sind, in Arbeitslager, das ihnen nicht die Möglichkeit gegeben wurde in ein „Vater Kind Haus“ zu gehen. Und die Angabe, dass einem Vater noch nie sein gerade geborene Kind weggenommen wurde ist schon erstaunlich weltfremd.

I’m not saying that I know how to change all that, but I know it’s possible. At one time in Ireland you could, with impunity, hit a child. We’ve taken that impunity away.

Das Verbot ein Kind zu schlagen ist etwas anderes als ein Verbot der Unschuldsvermutung im Strafrecht.

If we decide to, we can remove impunity from anyone who thinks it’s OK to sneer at a woman or frighten a woman or intimidate a woman. Of course it will involve changing laws and structures and making certain that the onus of responsibility shifts. And stop all this nonsense about arming women with pepper spray to fight for themselves. Doesn’t it make just as much logical sense to argue that every man should be compulsorily fitted with a tracking device?

Er will sicherlich etwas provozieren, aber es ist, nimmt man es ernst natürlich ein bescheuerter Vorschlag, zumal Frauen ebenso genug Taten begehen. Könnte etwa ein tracking device mehr Kindstötungen aufklären? Verkabeln wir also die gesamte Gesellschaft.

Was hätte übrigens ein tracking device in dem Fall gebracht, auf dem seine Wut beruht? Letztendlich nichts, der vermutliche Täter wurde relativ schnell gefasst. Es hat ihn anscheinend nicht von der Tat abgehalten.

But change has to start with one acknowledgement. It is all men. If we don’t accept that, we cannot change what is, to what needs to be. When all men recognise that equality means equality, and that equality spans every aspect of life, things will begin to change. No-one should have impunity from inflicting pain or fear on others. And no man can be exempt from doing whatever it takes to make that happen.

Eigentlich ja schnell eingerichtet, ich frage mich warum das die feministischen Männer nicht angehen, wenn es yes all men ist. Eine elektronische Fußfessel, die die Position des jeweiligen Mannes, der da freiwillig mitmacht, erfasst und auf einen Server schickt, der Polizei oder meinetwegen jeder Frau wird freier zugriff darauf gewährt.

Ich hoffe sie setzen das für sich um.

„Als Mann setze ich mich im Zug in Abteile, in denen schon ein Mann sitzt – wenn keines mehr frei ist. „

Der Feminist Philippe Wampfler mit einer weiteren Variante des „als Mann die Straßenseite wechseln, wenn man Nachts eine Frau trifft“ Problems.

Er führt an, dass er das Macht, weil Frauen sich eben zurecht mit Männern in einem Abteil unwohl fühlen.

Das Gegenargument ist, wie bei den anderen Fällen auch: Generell Angst vor Männern zu haben ist irrational, eine Regel, dass Männer darauf Rücksicht nehmen sollten ist  damit ebenfalls irrational. Es verstärkt eher solche Ängste, wenn Frauen meinen, dass ein Mann, der diese Regeln missachtet, eine Gefahr darstellt.

Ich tweete dazu:

Spieltechnisch betrachtet kommt es aus meiner Sicht für die Frage, wie sich ein guter Feminist verhalten sollte, darauf an, für wie real er die Gefahr für Frauen hält:

Da der gute Feminist (TM) ja weiß, dass er die Frau nicht belästigt, müsste er ihr Unwohlsein aufgrund seines Geschlechts gegen die Risikoverminderung durch die Anwesenheit eines Mannes, der sie verteidigen kann bzw einer Person, die Zeuge wäre und insofern einen Täter abschreckt, aufwägen. Ein Belästiger wird sich eher eine Frau, die alleine in einem Abteil sitzt, suchen und eine solche, die in einem Abteil mit einem anderen Mann sitzt, als schlechtes Ziel ansehen. Ist ihr Unwohlsein durch ihn als Mann relativ hoch aber die Wahrscheinlichkeit einer Belästigung sehr gering, dann sollte er sich nicht hinsetzen. Ist jedoch die Gefahr einer Belästigung relativ hoch und ihre Angst berechtigt, dann wäre es evtl dennoch sinnvoller, wenn er sich zu ihr ins Abteil setzt.

Aber natürlich darf sich ein guter Feminist nie als Beschützer aufspielen und nie Unsicherheit verursachen. Es wäre also so gesehen das Beste, wenn er auf dem Flur in der Nähe ihres Abteils bleibt um sie nicht zu stören, aber für den Fall, dass ein anderer Mann (aka ein Belästiger) sich ins Abteil setzt, eingreifen kann.

Die Regel erscheint eh etwas unvollständig: Wenn in dem Abteil bereits ein Mann sitzt, aber auch noch eine Frau, wäre die Frau dann nicht noch mehr bedroht? Oder würde sie sich mit zwei Männern, die sich nicht kennen, sicherer fühlen?

Was ist mit 3 Frauen aber keinem Mann? Fühlen sich die Frauen dann immer noch bedroht? Sie wären ja immerhin in der Überzahl und bieten sich gegenseitig Schutz.

Unter seinem Tweet ist die zu erwartende Diskussion ausgebrochen. Frauen bedanken sich, andere Frauen finden es übertrieben, das Männerlager ist ebenfalls geteilt.

Ich finde es reichen die üblichen Höflichkeitsregeln: Ggfs fragt man, ob hier noch frei ist, man setzt sich, wenn nur eine Person in dem Abteil ist auf die andere Seite und den entferntesten Sitz. Man macht seine Sachen, und kümmert sich nicht großartig um die andere Person, sofern nicht anderweitige Zeichen bestehen. Das sollte für jeden hinnehmbar sein.