„Warum Frauenquoten auch keine Lösung sind“

Im Spiegel findet sich ein guter Artikel zur Frauenquote in der Politik und dem Umstand, dass Frauen gar nicht für bestimmte Positionen zur Verfügung stehen:

Das ist eine berechtigte Frage. Ich finde es gut, wenn sie sich ins Gespräch bringt, sie dürfte damit einiges an Bekanntheit gesichert haben. Aber ihr Lebenslauf spricht jetzt auch nicht unbedingt für den Vorsitz der Partei:

Sie ist erst seit 2018 in der CDU, sicherte sich aber für die Bundestagswahl 2021 gleich die Direktkandidatur in ihrem Wahlkreis, um dann knapp am Einzug ins Parlament zu scheitern. Manche im Kreisverband beschreiben sie auch als vorlaut und selbstverliebt. Wie sie auf die Idee kam, sich um den Parteivorsitz zu bemühen? „Ganz spontan“, sagt Buder.

Mit ihr hat auch deshalb niemand gerechnet, weil sie noch vor wenigen Tagen auf Facebook geschrieben hatte: „Aus meiner Sicht kann es für den Job nur einen geben.“ Dazu stellte sie ein Foto von Friedrich Merz sowie den Hashtag #BereitFürMerz.

Seit 3 Jahren in der Partei, gleich als Direktkandidatin aufgestellt und dann einfach mal, ohne sich vorher anscheinend um Mehrheiten zu bemühen eine Kandidatur spontan rausgehauen.

Das ist vielleicht etwas wenig.

(…)

Ilse Aigner, die bayerische Landtagspräsidentin, hat die Haltung vieler Politikerinnen vor einigen Jahren sehr treffend formuliert. Aigner galt mal als Einzige in der CSU, die Markus Söder den Posten des Ministerpräsidenten hätte streitig machen können. »Dieses Spiel habe ich irgendwann nicht mehr mitgespielt, weil es mir zu blöd war«, sagte sie dem »Zeit-Magazin«. Dass sie im Clinch mit Söder den »letzten Ellenbogen«, wie Aigner im SPIEGEL-Gespräch vergangenes Jahr erzählte, nicht ausfahren wollte, mag sie vielleicht sogar ehren. Ihr Verhalten lässt auf eine anständige, nette Politikerin schließen. Dennoch: Wem als Frau das Spiel zu blöd ist, der darf sich nicht wundern, wenn am Ende Männer an der Spitze stehen.

Ein solches Spiel gewinnt eben häufig der, der motivierter ist es bis zum Ende durchzuziehen und die dafür anfallenden Kosten im Privaten Bereich zu tragen. Und weil Frauen häufig eine andere Work Life Balance wollen und Männer ein größeres Interesse im Schnitt an Status haben, sind das dann eben häufig die Männer.

Was könnte helfen, die Spielregeln zu ändern? Ein beliebtes Argument lautet, dass es mehr Politikerinnen auf allen Ebenen brauche, um genügend Bewerberinnen für Spitzenämter zu haben. Deshalb debattiert jetzt auch die CDU über eine erweiterte Quote. Dass die nur wieder andere Probleme schafft, sieht man bei den Grünen.

Dank ihrer Frauenquote haben sie fast 60 Prozent weibliche Abgeordnete im neuen Bundestag. Dabei sind nur rund 40 Prozent der Grünen-Mitglieder weiblich. Die Sache hat nur einen Haken.

Die CDU wurde fast 20 Jahre lang von Frauen geführt. Bei den Grünen ist zwar qua Satzung immer eine Frau an der Spitze. Tatsächlich hat die Partei aber seit Petra Kelly keine Frau mehr hervorgebracht, die in der informellen Hierarchie ganz oben stand. Das ist über 30 Jahre her.

Die Erfolgsbilanz der Grünen-Frauenquote sieht so aus:

Der erste Landesminister der Partei: ein Mann.

Der erste grüne Vizekanzler: ein Mann

Der erste grüne Oberbürgermeister: ein Mann

Der erste grüne Ministerpräsident: ein Mann.

Der erste grüne Bundesminister mit Migrationshintergrund wird: Sie ahnen es.

Die Politikerinnen der Grünen agieren in einer politischen Parallelwelt, in der das Geschlecht als wichtigste Voraussetzung für die Spitzenposition gilt. Egal, um welche Wahl es geht, Platz eins ist einer Frau vorbehalten. Die Auseinandersetzung mit den Männern bleibt den Frauen auf diese Weise erspart.

In einem solchen feministischen Kokon lebt sich so lange recht angenehm, bis es um jene Sphäre der Politik geht, die Joschka Fischer einmal als »Todeszone« bezeichnet hat. Es ist die Region, aus der sich Frauen wie Ilse Aigner verabschieden.

Die Spielregeln bleiben eben immer gleich. Und das sich die Frauen mit einer Quote wie bei den Grünen auch nicht Freiraum für Wettbewerb, sondern eher eine Art Nichtschwimmerbereich geschaffen haben, sie planschen während die Männer um die Wette schwimmen. Das sieht man in den Wahlen, wenn für den Frauenplatz nur eine einzige Frau zur Wahl steht, die damit sicher gewählt ist, während das Rennen bei den Männern offen bleibt.
Oder bei der Wahl im Saarland, wo es auch nur eine ernsthafte Kandidatin gab, weil nur ein Platz zu vergeben war und sie gar nicht damit gerechnet hat, dass sie nicht gewählt werden könnte, weil sie gewählt werden musste.

Wenn sie dann auch ins andere Becken müssen, dann erscheinen die Männer eigentlich als die bessere Wahl. Die Frauen müssen aber trotzdem dank der Quote vorgezogen werden.

Deswegen gibt es auch Vorschläge für getrennte Listen etwa für die Bundestagswahl, so dass Frauen bestimmte Plätze sicher haben und nur gegen Frauen kandieren.

Das bringt, da ist Ralf Neukirch zuzustimmen, aber eben keine für den Wähler sehr attraktiven Politikerinnen  nach oben. Und es produziert Geschichten wie bei Baerbock, die es anscheinend gar nicht für notwendig hielt

34 Gedanken zu “„Warum Frauenquoten auch keine Lösung sind“

  1. Das Frauen durch ihr Frauensein in der Politik oder der Wirtschaft daran gehindert werden nach oben zu kommen, ist eine feministische Behauptung. Wo ist der Beleg? Kennt den jemand? Nur weil es an der Spitze weniger Frauen gibt, heißt das nicht das der Weg dort hin für sie schwieriger ist. Aber eine Regel der Propaganda lautet, dass man die Lüge öfter wiederholen muss, wie die Wahrheit. Dann glauben die Menschen nämlich irgendwann die Lüge. Tja und danke Feminismus glauben wir eben das Frauen diskriminiert werden.

    Dann die Behauptung, dass die Arbeit in der obersten Führungsebene für Frauen abschreckend ist oder sich nicht mit ihrer Work-Life-Balance vereinbaren lässt. Das sie letzteres anpassen, geht wohl nicht, weil Patriarchat und so. Und ein Mann mit der gleichen Work-Life-Balance hat auch die gleichen Probleme, der jammert nur weniger. Es leigt also nicht am Geschlecht, sondern an den Prioritäten.
    Und abschreckend dürften das Gebaren in der Politik auch viele Männer. Ich z.B. glaube das der Umgang in politischen Kreisen irgendwann den Charakter verdirbt. Man wird zum gewohnheitsmäßigen Lügner um die Wahrheit nicht sagen zu müssen. Sollte ich mich da einmischen, dann weiß ich nicht ob ich auf Dauer dagegen immun bin und nicht irgendwann selbst zu jemanden werden, den ich eigentlich verachte.

    • Bereits von Geburt an zeigen Kinder, statistisch gesehen, geschlechtspezifische Unterschiede im Verhalten. Beispielsweise schauen sie unterschiedlich lange auf Bilder von Autos oder Gesichtern.

      Im Kindesalter interessieren sie sich unterschiedlich stark für gewisse Spielzeuge. Im Kindergarten, in der Grundschule, in der weiterführenden Schule, in Hobbies und Sportarten sind diese und weitere Unterschiede deutlich zu sehen. Und das auch ganz ohne „Medien“ oder andere Einflüsse – soweit man das ausschließen kann.

      Später entscheiden sich diese dann fast erwachsenen Menschen, Kraft ihres freien Willens, verlässlich oft für unterschiedliche Studiengänge oder Ausbildungen. Und gehen danach in die Berufswelt. Und wenn man sie fragt, sagen sie offen, dass sie ihren Lebensweg frei gewählt haben.

      Dann kommen die Feministen, und erklären die Unterschiede in Berufsleben und Gesellschaft dadurch, dass Frauen ganz einfach durch böse, böse Männer bösartig und sinnlos diskriminiert würden.
      Und natürlich, dass man „Antifeminismus“ als böses Hatespeech verbieten solle.

    • „Wo ist der Beleg? Kennt den jemand?“ Es ist eine einfache Erklärung, wenn die Karriere nicht so verläuft, wie man bzw. frau es sich vorstellt. „Die haben mich nicht genommen, weil ich eine Frau bin!“ „Du hast leider weder die Ausbildung noch die körperlichen & geistigen Voraussetzungen für den Job.“ „Ja genau – nur weil ich eine Frau bin“!“ „Du bist 1,50 groß, wiegst 40 kg mit Kleidung, bist nachtblind, unsportlich und konfliktscheu, hast keine Ausbildung in irgendeinem Selbstverteidungsssystem, keine zweckdienliche Erfahrung und hast dich trotzdem für den Posten des Türstehers in einer der härtesten Rockerkneipen der Gegend beworben…“ „Nur weil ich eine Frau bin!!!11!“

    • Die Antwort ist dann schon ein wenig Komplexer. Es ist durchaus eine Mischung aus Nature UND Nuture, also auch daraus als „Frau sozialisiert zu werden“ Die Erziehung meiner Schwester war stehts anders um nicht zu sagen „behüteter“ als meine. So werden gerade Mädchen „In watte Gepakt“, und erwarten natürlich das diese Watte immer noch als Frau bestand hat. Wir sind uns glaube ich in dem Punkt einig, das Frauen und trans Frauen ganz ähnliche Pränatale Hirnstrukturen haben. Warum sind dann trans Frauen erfolgreicher im Schnitt? Wegen der männlichen „ein Indianer darf nicht weinen“ sozialisation. So habe ich auch mitbekommen, das gerade CIS Mädchen, die von einem Alleinerziehenden Vater erzogen wurden, im schnitt erfolgreicher sind, als jene die in der Kindheit „in watte gepakt“ wurden. Das sind so meine 5cent zum thema

      • Warum sind dann trans Frauen erfolgreicher im Schnitt? Wegen der männlichen „ein Indianer darf nicht weinen“ sozialisation.

        Was meinst du eigentlich mit erfolgreicher? Ist eine Frau denn nur erfolgreich, wenn sie Vorstandschefin oder Kanzlerin wird, nachdem sie das ein Leben lang angestrebt hat?Oder ist sie auch erfolgreich, wenn sie einen gutbetuchten Mann sucht und findet und den Rest ihres Lebens zwischen Pool und Pferdegestüt mit dem Volvo-SUV pendelt?
        Ich denke, die ist subjektiv mindestens genauso erfolgreich. Viele finden das sogar angenehmer und bequemer als unendliche Vorstandmeetings oder nervende Fragen von Journalisten.

        Dass mit Frauen angeblich nur etwas „gemacht“ wird, dass sie also sozialisiert „werden“ und nicht selbst Ziele und Willen für ihr Leben entwickeln dürfen, finde ich nicht nachvollziehbar. Letztens wurden sie beispielsweise angebettelt, doch bitte den CDU-Vorsitz zu übernehmen.
        Ich kann ihre Verweigerung da gut verstehen, ich würde nämlich auch nicht einen solchen angeblichen Erfolgsjob machen wollen, in dem mich fast täglich Partei und Öffentlichkeit abschlachten. Weil Frauen das aber nicht machen, hängen da schließlich wieder Männer rum mit ungesundem Blutdruck und der Perspektive, als Dank für die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung verhältnismäßig früh das Zeitliche zu segnen.

        Das ist alles kein Grund für Männer zu jammern. Aber wenn der Feminismus das Ding dann umdreht, nachdem die Empowerten aus dem Pool gestiegen sind und ihren Smoothie schlürfen – dann darüber zu klagen, dass ihresgleichen wieder nicht in den Ämtern dort sitzen, das finde ich schon frech.

        • Also ich will nicht „gold Diggern“ und mein Schiksal und leben danach ausrichten, dem Reichsten Mann „in den arsch zu kriechen“ nur um von denssem wohl und wehe der Geltverteilung abhängig zu sein. ICH Will für mich selbst verantworlich sein, was natürlich ebenfals bedeutet, selbst zu sehen, genug EIGENES Geld zu verdienen um mein leben angenehm zu machen. Aber du hast schon recht, diese Fraktion, „Ich lass mich von nem reichen Typen schwängern, entziehe ihm dann das Kind, und Rippe ihn Finanziell bis auf die Unterwäsche“ ist auch ein Lebensmodell dsas funktionieren kann. Geht aber gegen meine Persönliche Ehre, weil ich etwas erreicht haben will.

          • Ja, ich finde es gut, wenn immer mehr Frauen auf eigenen Beinen stehen. Wobei es wirklich nicht so ist, dass eine Frau unbedingt Pool oder Gestüt verliert, wenn die Beziehung zerbricht. Gerade wenn Nachwuchs da ist, verliert eher der Mann seinen ehemaligen Hof.

            Wenn man aber davon ausgeht, dass es schon eine erhebliche Zahl von Frauen ist, die sich dieser Form des Lebens verschreiben und so ihren individuellen Erfolg haben, dann ist die Zahl der Frauen, die für gesellschaftliche Verantwortung oder berufliche Karrieren zur Verfügung stehen, erheblich geringer als bei Männern.

            Die Unterrepräsentation der Frauen in Karrierejobs entspricht also etwa dem Anteil der Frauen, die einen anderen Lebensweg gewählt haben.
            Und diese Option steht für Männer nicht zur Verfügung, weshalb sie durch Frauenquoten schlicht übervorteilt werden.

            Und trotzdem jammern sie nicht, sondern müssen sich volljammern lassen. Vielleicht kennen diese „Indianer“ ja wirklich keinen Schmerz.

        • Und ob ein Mensch zur selbstständigkeit erzogen wird, oderv total unselbstständig sich vom Geld anderer Menschen abhängig macht, ist meinerf auffassung sehr wohl Sozialisation/erziehung

          • oderv total unselbstständig sich vom Geld anderer Menschen abhängig macht

            Das ist wie die Abhängigkeit eines Königs von seinen Bauern. Denn der Wirt wird gezwungen, zu blechen, der kann nicht willkürlich die Zahlungen einstellen.

          • Auf meiner Schule damals waren einige Mädchen, von denen ich dachte: Die werden sicher mal was reißen, tolle Karriere machen, die Welt verbessern, in die Politik gehen oder virtuos anderes verändern. Die sind so gut wie alle in die Geborgenheit und Wärme des Familienlebens abgeglitten und haben vielleicht noch irgendeinen Halbtags-Unsinnsjob dazu.
            Und das war zu einer Zeit, als Feminismus und Emanzipation wirklich schon ganz hoch gehängt waren.

            Falls die wirklich so geformt werden – wer macht das denn? Die feministischen Mütter, von denen ich auch eine habe? Die nicht anwesenden oder entsorgten Väter? Das komplett feminisierte Bildungssystem, aus dem die Frauen mit der besseren Bewertung und Qualifikation hervorgehen?

            Ich erkenne nicht, wen man dafür verantwortlich machen kann, dass sich so viele Frauen gegen eigene Karriere und gesellschaftliche Verantwortung entscheiden.

      • Also Mädchen werden von „irgendwem“, der die ganze Care Arbeit leistet, behüteter erzogen und deswegen was?

        „Wir sind uns glaube ich in dem Punkt einig, das Frauen und trans Frauen ganz ähnliche Pränatale Hirnstrukturen haben.“

        Das weiß ich nicht.

        „Warum sind dann trans Frauen erfolgreicher im Schnitt?“

        Im Sport? Wegen dem Testosteron-Doping in der Pupertät.

  2. Ich muss da gleich an einen Artikel auf Unz dot com denken, warum Frauenquoten eine geniale Lösung sind, am Beispiel von ehemals prestigeträchtigen Universitäten wie Oxford.
    Frauenquoten von 5% Obergrenze.
    Damit entgeht einem nicht das vielleicht vorhandene Fitzelchen an Talent, gleichzeitig erhält man sich aber den Charakter / die Mission der Institution, anstatt sie in eine entlang des Menstruationszyklus geschaltete Maschine zur Kaltpressung des femininen Einheitsbreis zu verwandeln.

  3. Erstaunlich ist weniger der Inhalt des Artikels, sondern, dass der Spiegel so etwas bringt. Ist der Spiegel nicht eher so ein queer-feministisches Schreibprojekt? So ein Pool an undefinierten Tastaturquälerinnen mit erhöhter Work-Life-Balance und Menstruationstassen?

    Ich bin übrigens total für Quoten: da wo sie Männern helfen würde. Den Artikel des Spiegels über eine solche Forderung, den kenne ich schon jetzt.

    • „Die SPD tut gut daran, in ihr Wahlprogramm nicht nur auf Innovation, sondern auch auf Gerechtigkeit abzustellen, wobei Gerechtigkeit notwendig Gleichstellung einschließt.“ So wird das z.B. bei der SPD hingebogen https://www.spw.de/heft198/neumann.html
      „Wer die menschliche Gesellschaft will, muß die männliche überwinden. (Berliner Grundsatzprogramm der SPD am 20. Dezember 1989)“

      Nicht vergessen: diese Partei ist Teil der neuen Regierung und stellt den Kanzler.

  4. Ich habe da letztens auf Facebook mit einer Amerikanerin diskutiert, die beschwerte sich unter anderem, nur 20 % der Abgeordneten wären Frauen. Meine Frage, wie hoch der Anteil von Frauen in den Parteien wäre, wurde nicht beantwortet. Aber Männer würden Frauen nicht nach oben lassen. Ich meinte dann, die amerikanischen Frauen hätten die historische Chance gehabt, eine Frau zur Präsidentin zu wählen, aber mehr Frauen als Männer haben lieber den Pussygrabscher gewählt. Darauf ihre Antwort: du bist mysogin.
    Ich wollte nicht den Mansplainer machen und habe nicht mehr geantwortet.
    Aber das kleine Beispiel zeigt natürlich, wie man die Realität ausblenden und alles auf die Männer schieben kann.

    • Es ist ein gutes Beispiel, und ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Der emotionale Vorwurf der Misogynie ist ein beliebtes Totschlagargument, ähnlich der „Nazikeule“, gerade unter derartigen Amerikanerinnen, wenn der eigene Standpunkt argumentativ ins Wanken kommt.

      • Was die Flimmerkanzel im Wohnzimmer halt immer vorpredigt.

        Ich gebe zu bedenken, die gute alte katholische Kanzel, wohlwissend um die Schäfelinnenlein, ist gegen das politische Wahlrecht für diese.
        Quasi, anders als die Moderne, diese Manipulierbarkeit und Gefahr entschärfend anstatt sie zu missbrauchen.

        • @Kniggeldi: solche Amerikanerinnen schauen doch kein Fernsehen (mehr), sondern holen sich ihre Meinung lieber aus dem Internet. Da ist die (ohnehin seltene) Gefahr geringer, beim Umschalten gar mit Argumenten und Meinungen konfrontiert zu werden, die der virtuellen Meinungsblase widersprechen.

  5. Und das sich die Frauen mit einer Quote wie bei den Grünen auch nicht Freiraum für Wettbewerb, sondern eher eine Art Nichtschwimmerbereich geschaffen haben, sie planschen während die Männer um die Wette schwimmen.

    Schönes Bild. Und *Mindest*quotierung entspräche dann den zusätzlichen Öffnungszeiten fürs Frauenbaden.

    • Spätestens im Freiwasser trennt sich dann die Spreu vom Weizen, um bei dem Bild zu bleiben. Dann gehen die Quotierten unter. Und irgendwann wird das zu teuer, immer die Ersoffenen rauszufischen…

      • „Wieso sind alle Wasserleichen weiblich?“

        Und schwupps ist die Existenz des Patriarchats mal wieder unwiderlegbar bewiesen. Das Patriarchat und niemand sonst hindert Frauen daran, Schwimmen zu lernen.

        Genau so funktioniert Feminismus seit Jahren.

        • In Afrika ist die häufig fehlende Schwimmfähigkeit beider Geschlechter meist auf Bilharziose, Krokodile, Bullenhaie, Hippopotami und Wasserkobras (bzw. je nach Region generellem Wassermangel) zurückzuführen. Anders als das Patriarchat sind diese aber echt und tatsächlich nachweisbar.

  6. Die Konkurrenz unter Männern bzw. ihr Leistungsstreben wird zur Not als sozial konstruiert weg diskutiert. Auch natürlich ihr Interesse für bestimmte Jobs. Mein Argument, frau hat es 50 Jahre lang versucht, die Gleichberechtigung überall zu erreichen, und dass wir aber immer noch nicht – und zwar ganz deutlich nicht – eine 50%ige Repräsentanz der Frauen in allen Bereichen sehen, wird mit dem Gegenargument begegnet: 50 Jahre sind nicht genug, um das zu erreichen.
    Ich habe aber die Zahlen (also die Wirklichkeit) untersucht. In Schweden sind Statistiken verfügbar (auf Englisch), die für das ganze Land die Zahl der Beschäftigten in 433 Berufen erfasst und zwar auch über mehrere Jahre.

    Würde der Einwand gegen mich stimmen, müsste der Anteil der Frauen in Berufen, wo sie „überrepräsentiert“ sind, sinken. Das Gegenteil ist aber der Fall.

    Beispiel Stockholm:
    Zwischen 2014 und 2018 gab es folgende Änderungen

    A. Frauenanteil >= 66% im Beruf: 69% dieser Berufe erlebten einen Zuwachs des Frauenanteils
    B. Frauenanteil >= 50% im Beruf: 73% dieser Berufe erlebten einen Zuwachs des Frauenanteils

    Vereinfacht gesagt, bestätigt sich also der Genderparadox: je gleichberechtigter das Land, desto größer die Unterschiede in der Persönlichkeit zw. den Geschlechtern. Es werden mehr Frauen Krankenschwester, nicht weniger. Unten die Liste der Berufe in den Frauen zu 80% oder mehr vertreten sind.

    Professionelle Hebammen
    Krankenschwestern – Kinder
    Krankenschwestern – Schule
    Kosmetikerinnen und verwandte Berufe
    Hilfskrankenschwestern, Kinder
    Gemeindeschwestern
    Zahnärztliche Krankenschwestern
    Betriebskrankenschwestern
    Medizinische Sekretärinnen und verwandte Berufe
    Vorschullehrer
    Zahnmedizinische Fachangestellte
    Tierarzthelferinnen
    Krankenschwestern – Betrieb
    Vorschulleiter, Ebene 2
    Diätassistenten
    Krankenpflegehelfer, Klinik
    Beschäftigungstherapeutin
    Krankenschwestern – Altenpflege
    Andere spezialisierte Krankenschwestern
    Assistenz-Analytiker
    Schwesternhelferinnen, Krankenstation
    Hausmädchen, Kindermädchen und verwandte Berufe
    Verschreibungspflichtige
    Audiologen und Sprachtherapeuten
    Lohnbuchhalter und Personalsachbearbeiter
    Verwaltungs- und Fachsekretäre
    Tierzüchter und -pfleger
    Professionelle Krankenschwestern
    Juristische Sekretärinnen
    Schulassistenten
    Beratende Fachkräfte
    Stationsleiter in der Altenpflege, Stufe 2
    Krankenpflegehelfer, häusliche Pflege und Altenheime
    Mitarbeiter in der Kinderbetreuung
    Sonderpädagogen und Sonderschullehrer
    Veterinärmediziner
    Medizinische und pathologische Labortechniker
    Schönheits- und Körpertherapeuten, nicht anderweitig klassifiziert
    Fachleute für Sozialarbeit
    Fußtherapeuten
    Bürokaufleute
    Wirtschaftsassistenten
    Krankenschwestern und -pfleger – Intensivpflege
    Krankenschwestern – Psychiatrie
    Diakone
    Optiker
    Schulseelsorger
    Beamte für Sozialleistungen
    Abteilungsleiter in der Altenpflege, Ebene 1
    Abteilungsleiter in der Vorschule, Ebene 1
    Pharmazeuten

    • je gleichberechtigter das Land

      Müsste es nicht eher heißen: je feministischer das Land? Denn schließlich zeigen die Zahlen doch nur, dass Frauen dort noch stärker ihren beruflichen Wünschen folgen, ohne dass sie adäquat auch in anderen Bereichen vertreten wären. Ich nehme mal an, die Müllwerkerinnen und Paketbotinnen sind in Schweden anteilig auch nicht viel mehr als hier.

    • Bzgl. „Tierzüchter und -pfleger“: hängt von der jeweiligen Tierart, z.T. sogar von der jeweiligen Haustierrasse ab. Bei den gängigen Nutztieren, aber auch z.B. beim Ziergeflügel und in der Aquaristik / Terraristik, dürften es bei den Züchtern nach wie vor auch in Schweden mehr Männer denn Frauen geben.

  7. Mehrere Länder haben Geschlechterquoten in den Aufsichtsräten von Unternehmen vorgeschrieben. Wir haben systematisch empirische Studien ausgewertet, die die Rentabilität und finanzielle Leistungsfähigkeit von Unternehmen vor und nach der Einführung gesetzlicher Quoten verglichen haben. Die Suche ergab 348 eindeutige Treffer, von denen neun Studien mit 20 Auswirkungen ausgewählt wurden. Vier davon waren ungültig, 11 waren negativ und fünf waren positiv, wobei letztere allein italienische und französische Unternehmen betrafen.

    https://genderama.blogspot.com/2021/12/kunftige-frauenministerin-fordert.html

    Die einzigen die einen Nutzen aus Frauenquoten haben sind Quotenfrauen.

    • „Die einzigen die einen Nutzen aus Frauenquoten haben sind Quotenfrauen“
      …sowie McKinsey, deren Marketing-Broschüre „Wie wir auch Ihnen zu mehr Diversity verhelfen können“ von Quotenfrauen üblicherweise als „Studie“ herumgereicht wird.

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