Sollte es einen wöchentlichen Covid-Diskussionsartikel geben, damit die Diskussion dazu nicht die anderen Selbermachartikel beherrscht?

Sollte es einen wöchentlichen Coivd-Diskussionsartikel geben, damit die Diskussion dazu nicht die anderen Selbermachartikel beherrscht?

Wenn ja, welcher Tag?

97 Gedanken zu “Sollte es einen wöchentlichen Covid-Diskussionsartikel geben, damit die Diskussion dazu nicht die anderen Selbermachartikel beherrscht?

  1. Wöchentliche Covid-Artikel sollten verpflichtend werden und jeder sollte sie lesen müssen, um weiterhin am sozialen Leben teilhaben zu dürfen! Es geht schließlich um unsere Gesundheit!

  2. Finde ich eine gute Idee. Inzwischen gehen ja die witzigen Berichte aus der woken Gender-Bubble in den Selbermach-Tagen total unter.

    Ich würde den Montag vorschlagen, genau in der Mitte zwischen dem SMS und dem SMW 🙂

  3. Und wenn Covid jetzt zu mehr grausamer Gewalt gegen PHIENDA+ Menschenden*innen führt?

    Genderlustig oder dezidiert covidistisch oder gar omicronismus Dogwhistle?

  4. Welche Sanktionen es wohl brauchen würde, dass die Diskutanten sich an die Regel halten, nur noch ungelesen in einem Covid-Reservat zu schreiben?

    • Ich weiß allerdings nicht, ob ich mich groß beteilige. Die Fronten sind so dermaßen verhärtet, dass man sich zuverlässig den Tag damit versaut, ohne der Wahrheit nennenswert nähergekommen zu sein. Zumal gerade die Mainstreamler oft sehr unfreundlich und überheblich sind, weil sie Zeitgeist und Mehrheit hinter sich wissen.

      Die Daten und Studien zur Krankheit waren von Anfang an Müll und widersprüchlich und sie sind es noch. Man kann so gut wie alles reininterpretieren und jeder tut das auch, mehr oder weniger unkritisch. Und wie es aussieht, blasen die Massenmedien mit Omikron (oder so ähnlich) schon den nächsten Popanz auf. Ich sag doch, das wird nie wieder aufhören (notfalls wird nachgeholfen). Die „Wissenschaft“ ist längst eine Hure, die für jeden die Beine breit macht und mit der man alles be- und widerlegen kann, was man will, wenn man ihr einige Scheine in den Slip steckt. Die Massenmedien waren noch nie besser.

      Ich lese und höre seit einer Woche kaum noch Nachrichten, nichtmal die der alternativen Medien. Sehr befreiend. Dafür ist der Zwist mittlerweile in die Familie vorgedrungen, einer meiner Brüder (auch ein Impfbefürworter) beleidigt meine Eltern und hat sich jetzt „entfreundet“ (Gott sei Dank war ich nie in diesen „social networks“). Bei einem anderen meiner Brüder gehen die Auswanderbemühungen in die aktive Phase über, er hat mich gefragt ob ich mitkommen will, aber mit Kindern ist mir der Sprung in ein fremdsprachiges Land (noch) zu hoch. Ich hoffe, die vollkommen ins irrational-faschistische abdriftende Stimmungslage beruhigt sich früher oder später wieder. Alternativ würde ich bevorzugen, die Impflinge kaufen sich Macheten und rotten uns aus, also die ruandische Lösung, dann haben wir es wenigstens hinter uns, allerdings haben die dann keinen Sündenbock mehr.

      Gelegentlich schreibe ich Leute an, die mich z.B. per Mail mit Impfempfehlungen bedrängen. Einige antworten, meist betondend, dass sie meine Meinung für total abseitig halten und verlinken dann auf Seiten wie „zusammengegencorona.de“ (Regierungspropaganda). Auf Nachfrage kennen sie weder Contras zu Corona oder Impfung, noch wissen sie was über Übersterblichkeit oder die Qualität der Daten, alle Studien und Experten haben natürlich nur sie auf ihrer Seite (denn von was anderem haben sie noch nie gehört, das können nur Verschwöungsschwurbler sein). Abgesehen davon, ob sie recht haben oder nicht, stößt mich diese gläubige und vollkommen unkritische Naivität regelrecht ab, würde dort „zusammengegenjuden.de“ stehen, würden die auch mitmachen.

      Ein Kollege von mir beugt sich jetzt auch und hat einen Impftermin gemacht. Gut deutsch war er nicht bereit, irgendwas zu fälschen. Seine Frau bräuchte für den ÖPNV jeden Tag einen bestätigten Test oder er müsste sie fahren und abends wieder abholen. Schikane wirkt, zumindest bei dem ein- oder anderen.

        • Ich weiß nicht wie genau die Fälschung z.B. eines Testes juristisch bewertet wird, beim Impfausweis war es wohl (bis vor kurzem?) straffrei, schon deshalb weil der ja nicht als Nachweisdokument für irgendwas gedacht war, sondern lediglich als eine Erinnerungshilfe für die medizinische Versorgung.

          Tatsächlich ist längst niemand mehr in der Lage (und Willens) den Durchblick zu behalten, die finanziellen Schikanen bei Umgeimpften könnten daher sogar nach hinten losgehen, die meisten der Nachweise könnte man (mehr oder weniger) einfach mit geändertem Datum unter den Kopierer legen. Jemand der sich ungerecht behandelt fühlt, könnte sich durchaus schon aus Trotz so verhalten.

          • Nach meinem laienhaften Verständnis ist jeder einzelne Eintrag in einem Impfpass rechtlich eine Urkunde. Der Pass als solcher nicht, nur die Einträge darin. Manche Einträge im Impfpass sind sogar von Behörden wie zB dem Gesundheitsamt, dann sind es sogar amtliche Urkunden. Die Einträge von niedergelassenen Ärzten aber auch.

      • Unabhängig von allen Meinungsverschiedenheiten tut es mir leid, dass es dadurch bei deiner Familie zu Konflikten gekommen ist und wünsche Dir, dass es sich irgendwann legt.
        Bei familiären Geschichten ist es evtl. manchmal besser auf Politik zu verzichten – und die Frage wie die Gesellschaft mit Corona umgeht ist eine politische Frage.

        • Danke, aber das Thema lässt sich einfach nicht mehr raushalten, es ist ja quasi das einzige beherrschende Medienthema derzeit (wie fast seit zwei Jahren mittlerweile) und es schränkt das Leben so total ein, dass der Frust und die Ängste riesig sind und alle nach Auswegen suchen. Es dominiert einfach alles.

          Meine Eltern haben (seit dem Ende der DDR) nie viel über Politik geredet (ich diskutiere an sich sehr gern darüber und habe da immer ein bisschen drunter gelitten) aber Corona hat sie endgültig (der erste Trigger war 2015) komplett und radikal politisiert. Jetzt bin eher ich es, der sich raushält und auch mal beschwichtigt.

          Die Impfgegner sind mittlerweile übrigens genauso total und absolut von der Gefährlichkeit der Spritze überzeugt, wie die Impfbefürworter von der Gefährlichkeit des Virus. Einen Impfzwang würden die meisten als bösartige und vorsätzliche Körperverletzung auffassen, entsprechend gereizt sind sie.

          Beide Seiten informieren sich größtenteils nurmehr sehr einseitig und glauben weder gegnerischen Experten noch irgendwelchen Studien und sind außerdem sperrangelweit offen für Desinformationen und Übertreibungen, auch weil viele zum ersten Mal in so ein Informationskriegsszenario (nicht weniger ist das) reinlaufen und die Gesetze darin nicht kennen, die Medien z.B. nichtmal mehr ansatzweise versuchen zu vermitteln und Dank der massiven Zensur (die extrem VT-verstärkend wirkt) abgeschottete Blasen entstanden sind. Trump war schon ein Aufreger, aber halt noch angenehm weit weg, jetzt schlagen die Artilleriegeschosse direkt im Nebengraben ein…

          Die Wahrheit ist sicherlich (wie fast immer) irgendwo in der Mitte, aber dort sucht sie niemand mehr.

          Das deprimiert mich alles zutiefst, auch wie einfach und zuverlässig das funktioniert, wie leicht man die Menschen bis auf die familiäre Ebene spalten kann, sobald das Angstlevel groß genug wird. Es lässt nichts Positives für die Zukunft erwarten und die Menschen haben aus der Vergangenheit offenbar auch fast nichts gelernt…

          • Die Wahrheit ist sicherlich (wie fast immer) irgendwo in der Mitte, aber dort sucht sie niemand mehr.

            Man stelle sich vor, es gäbe gar keine Wahrheit – auch in der Mitte nicht. Wenn es die nicht gibt, ist es auch sinnlos, sich gegenseitig davon zu überzeugen.
            Man müsste von der Wahrheitssuche ablassen und würde nur noch sehen und reflektieren, was man gerade macht, was gerade real ist.
            Man würde eine kämpfende Gesellschaft sehen, die sich tief spaltet, dabei aber dem Sieg über die Windmühlen keinen Schritt näher kommt.

            Das ist wirklich deprimierend. Danke für dein Statement.

          • „Man stelle sich vor, es gäbe gar keine Wahrheit – “

            Es gibt nicht nur eine Wahrheit, sondern es gibt auch eine ganz einfache Methode, sie herauszufinden: Frag Pingpong.

            Epistemologie war gestern

          • „Die Wahrheit ist sicherlich (wie fast immer) irgendwo in der Mitte, aber dort sucht sie niemand mehr.“

            Wie praktisch, dass es dann Gruppen gibt, ganz kleene und feene, die beide Torpfosten zu verschieben in der Lage sind.

            Bei welchen Argumenten, Behauptungen der Feministinnen wäre sowas denn der Fall?
            Damit ich mir das mal am Beispiel angucken, und vielleicht verstehen kann.

            Wenn ich einem eine Verpasse, und der mir dann zurück verpasst, anstatt mir ein Glas Marmelade zu schenken, dann ist auch die sehr beliebte Huf-Eis-En-Theorie als Hufeisenpraxis am Werk?

          • „Einen Impfzwang würden die meisten als bösartige und vorsätzliche Körperverletzung auffassen, entsprechend gereizt sind sie.“

            Das sehe ich weniger schrill. Es gab in der Geschichte der BRD schon Impfflicht gegen Pocken, das war kein großes Thema. Was sich heute anders darstellt ist die Verknüpfung mit totalitären Ideologien, Regierungsversagen, halbdiktatorischem Regierungsstil, und die Einreihung in eine ganze Liste weiterer Grundrechtsverletzungen. Das sind eigentlich die wichtigeren Themen als eine Impfpflicht als solche.

          • @Kniggeldi

            „Bei welchen Argumenten, Behauptungen der Feministinnen wäre sowas denn der Fall?“

            Da Feminstinnen sich selbst am meisten widersprechen, reicht es, von da den Mittelwert zu nehmen 😉

            Also irgendwo zwischen „Frauen sind in allem stärker besser und klüger“ und „Frauen sind immer die Opfer“, wird sie ja wohl liegen, die Wahrheit…

          • @anorak2

            „Das sehe ich weniger schrill. Es gab in der Geschichte der BRD schon Impfflicht gegen Pocken, das war kein großes Thema.“

            Meinem Empfinden nach, gab es schon immer Impfkritiker, auch radikale, aber sie waren eine winzige Minderheit und auch kaum in der Lage sich auszutauschen.

            Das ist bei den RNA-Impfungen nicht mehr der Fall, warum?

            1) weil es halt experimentelle Impfstoffe sind, die m.W. die normalen Zulassungsverfahren (immer noch nicht fertig) durchlaufen haben und alles was mit DNA und RNA zu tun hat in Deutschland eh ein rotes Tuch ist (man will keine Gentechnik im Essen, aber soll sie sich spritzen lassen)

            2) jede Nebenwirkung die jemand hat, über die (alternativen) „social networks“ ein riesiges emotionalisiertes Publikum erreicht, diese aber in den Massenmedien nie erwähnt oder sie halt heruntergespielt werden (fehlendes Vertrauen)

            3) prominente Kritiker mundtot gemacht oder nicht ernst genommen werden und unbequeme Studien (im Ggs. zu den narrativstärkenden) nie Erwähnung finden

            4) weil das Setting, der massive Druck, die Zensur, die überstürzte Einführung, die Kriminalisierung von Maßnahmen- und Impfgegnern, die perversen Profite, das abzusehende Impfabo etc. sehr sehr böse Erwartungen aufkommen lassen

            5) die Kinder ein Ziel dieser Maßnahmen sind, obwohl sie von der Krankheit kaum getroffen wurden und auch bisher schon überproprtional durch die Maßnahmen benachteiligt sind

            6) es mittlerweile den Pandemrix-Skandal (Wirkstoff gegen Schweinegrippe, hat bei einigen Kindern Narkolepsi ausgelöst) gab

            7) das Vertrauen in pharmazeutische Beglückungen ohnehin auf einem absoluten Tiefststand ist, aktuell noch befeuert durch milliardeschwere Verfahren (ich hatte das verlinkt, Asbest in Babypuder usw.)

            8) die öffentliche Fixierung auf die Impfung vollkommen irrational ist, man z.B. den Nachweis von Antikörpern gering schätzt, Ungeimpfte unnötig schikaniert und brandmarkt, was den Verdacht von böswilligem Vorsatz und Korruption noch verstärkt

            Ich schieße das nicht aus der Hüfte. Ich kenne mehrere Impfgegner und alle sind auf die Impfung fixiert und absolut davon überzeugt, dass die mindestens gefährlich ist, bis hin zu beabsichtigter Bevölkerungsreduktion. Die sehen das definitiv als Versuch einer staatlich aufgezwungenen Körperverletzung und auch als Hauptgrund dafür, dass sie sich mit Auswanderungsgedanken herumschlagen (war das damals bei der Pockenimpfung auch so?) Ich gehe davon aus, dass es hier und da gewaltsame Verzweiflungsreaktionen geben wird, sollte ein Impfzwang kommen, denn die sehen sich tatsächlich existentiell in die Ecke gedrängt. Vermutlich wird es bei einigen auch zu Nocebo-Effekten kommen, wenn man überzeugt ist, dass eine Sache schadet, bleibt das oft nicht wirkungslos.

            Die zeitgleichen üblen Entwicklungen kommen natürlich noch oben drauf.

            Ich bin nicht so radikal, aber absolut davon überzeugt, dass diese Krise zu einem guten Teil bewusst in Gang gesetzt und gehalten wird. Diese Impfung wird uns (noch nicht) umbringen, ist aber schädlicher und weniger wirkungsvoll, als kommuniziert wird und sie soll unser ständiger Begleiter werden. Auch (diese) Krankheit wird die meisten nicht töten, auch wenn sie bei vielen sehr unangenehm sein mag.

          • @anorak2
            Das sind eigentlich die wichtigeren Themen als eine Impfpflicht als solche.
            Meiner Kenntnis nach hat es noch nie eine Impfpflicht für einen Stoff gegeben, der nachweislich keine sterile Immunität schafft. Durch den man vielleicht etwas geschützt ist, sich aber trotzdem infizieren und es weitergeben kann.
            Wenn die Impfung davor schützen könnte, würde ich eine Impfpflicht nach einer sehr wichtigen längeren Beobachtungszeit der Auswirkungen absolut verstehen können.

            Aber ein solch flächendeckendes derzeitiges Impfversagen jetzt durch eine Impfpflicht zu garnieren und damit den Menschen mehr oder minder zwangsweise und regelmäßig irgendeine HighTech-Suppe aus der Pharmaforschung einzuspritzen, ist schon frech.

            Hilft nicht gegen Ansteckung – oder vielleicht ein bisschen
            Hilft nicht gegen Erkrankung – oder vielleicht ein bisschen
            Hilft nicht gegen Verbreitung – oder vielleicht ein bisschen
            Hilft gegen besonders schwere Verläufe – vielleicht gar ein bisschen mehr
            Hilft nicht gegen regelmäßig neue Varianten – oder vielleicht ein bisschen

            Wenn das alles sein sollte, dann müsste schon lange der Impfschutz für Tetanus verpflichtend sein. Denn der ist eindeutig effektiver.

            In der Abwägung zwischen Selbstbestimmungsrecht, körperlicher Unversehrtheit und individueller Freiheit auf der einen Seite und einer solch vagen und beschränkten Wirksamkeit auf der anderen darf es meiner Meinung nach keine Impfpflicht geben.
            Und natürlich soll sich jeder das spritzen lassen können, wenn er sich dafür entschieden hat. Gerne können die das auch neben Prostgutt und Baldriparan in der Reklame vor den Nachrichten bewerben.

          • @pingpong
            „>>Man stelle sich vor, es gäbe gar keine Wahrheit – auch in der Mitte nicht.<<

            Das ist nihilistischer BS."

            Das kommt darauf an, was du als Wahrheit definierst. Geht es um Wahrheit im übertragenem Sinne (z.B. die beste politische Handlungsweise), dann gibt es nicht unbedingt den einen Weg. Geht es bloß um Fakten rund um die Impfung, dann ist es etwas anderes.

        • die Frage wie die Gesellschaft mit Corona umgeht ist eine politische Frage.

          Stimmt. Man tut sich aber meiner Meinung nach selbst keinen Gefallen, wenn man die (Nicht)Impfung für sich zu einer politischen Frage macht. Nachvollziehbarer Weise kann man dann in den Impfbemühungen der Gesellschaft auch nur eine politisch/wirtschaftliche Kampagne sehen.

          • Es ist aber eine persönliche Frage, ob man sich impfen lässt. Dieser persönliche Entscheidungsraum wird aber (wie auch seit zwei Jahren sämtliche, sicher geglaubten, Grundrechte) massiv in Frage gestellt bzw. angegriffen.

            In einem Krieg kann man nicht wirklich neutral oder versteckt bleiben, weil das die Kriegsparteien nicht zulassen, das gilt auch bei Informationskriegen. Krieg neigt immer zum totalen Krieg, mit der Mobilisierung aller Mittel.

            Man kann es natürlich auch wie Voltaire sehen:
            „In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon wieder ein Irrsinn für sich.“

            🙂

          • Es ist aber eine persönliche Frage, ob man sich impfen lässt. Dieser persönliche Entscheidungsraum wird aber (wie auch seit zwei Jahren sämtliche, sicher geglaubten, Grundrechte) massiv in Frage gestellt bzw. angegriffen.

            Die Frage der Impfung ist natürlich erstmal eine persönliche. Wenn Du den gesellschaftlichen Eingriff dorthinein als etwas persönliches erlebst, dann ist das für Dich natürlich ein Angriff auf Deine Person.

            Es ist natürlich nicht endgültig ausgeschlossen, dass „die Gesellschaft“ im Irrtum ist. Versuch doch trotzdem mal das Ganze aus Sicht „der Gesellschaft“ zu sehen (auch wenn sie Deiner Meinung nach im Irrtum ist).

            Ca. zwei Drittel der Gesellschaft hat sich von sich aus um die Impfung bemüht, die wissentschaftliche Community ist weit überwiegend vom Nutzen der Impfung überzeugt. Der Konsens (den Du nicht unbedingt teilst) ist, dass wir durch Impfung – die gesellschaftlich nur wirkt, wenn sie umfassend ist – die Pandemie mit dem geringstmöglichen Schaden hinter uns lassen. Deswegen kommt „die Gesellschaft“ zum Schluss, dass sich alle Impfen lassen sollen. Man mag diese Schlußfolgerung nicht teilen, es sollte aber ersichtlich sein, dass das so noch kein Angriff ist, schon gar kein persönlicher.

            Über die Art und Weise, wie Druck augeübt wird, muss man nicht glücklich sein. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich „die Gesellschaft“ da nicht einheitlich, konsequent und immer optimal verhält und natürlich gibt es auch persönliche Angriffe. Welche Seite den ersten Stein wirft, ist nicht immer klar und man muss auch nicht über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird.

            Es ist völlig normal, dass immer strittig ist, wo die Freiheit des Einzelnen aufhört und wo das Gemeinwohl vorgeht. Das ist aber kein persönlicher Angriff oder „Krieg“.

          • Der Konsens … ist, dass wir durch Impfung – die gesellschaftlich nur wirkt, wenn sie umfassend ist – die Pandemie mit dem geringstmöglichen Schaden hinter uns lassen.

            Ich bestreite, dass das Konsens ist. Weitgehend Konsens mag es sein, dass eine umfassende Impfung rein medizinisch den besten Effekt hätte. Aber gesellschaftlich und demokratisch ist das, was aktuell passiert bzw. geplant/gewollt ist, ein Alptraum, der untemr strich weit mehr Schäden für die Gesellschaft hinterlässt, als es ein sachlicher Umgang mit der Thematik unter angemessener Akzeptanz der Lebensrisiken je könnte.

            Und man sollte auch sehr vorsichtig damit sein zu argumentieren, „die Gesellschaft“ sei zu einem bestimmten Schluss gekommen. Die Mehrheit der Menschen bildet sich keine eigene Meinung, sondern wird politisch-medial geprägt. Wenn sie einer Dauerbeschallung ausgesetzt sind, die zumindest teilweise nur noch als Propaganda bezeichnet werden kann, dann ist es ein Zirkelschluss, aus der sich hierdurch notwendigerweise bildenden Mehrheitsmeinung auf die tatsächlichen Interessen der „Gesellschaft“ zu schließen.
            Es ist mir schon mehrfach aufgefallen, wie wochenlang eine bestimmte Sau medial durchs Dorf getrieben wird und dann irgendwann Umfragen dazu gemacht werden, die dann natürlich das gewünschte Ergebnis haben – wie denn auch nicht, wenn zuvor wochenlang medial in eine Richtung getrommelt wurde?

          • @LordOfDarkness

            Der Konsens … ist, dass wir durch Impfung – die gesellschaftlich nur wirkt, wenn sie umfassend ist

            Das scheint mir des Pudels Kern zu sein hinsichtlich der Ächtung von Ungeimpften. Und an der Stelle würde mich wirklich mal die inzwischen etablierte wissenschaftliche Meinung interessieren, ob ein in Mensch und Tier anzutreffendes Virus, das seit Jahrtausenden rummutiert, durch eine 100%ige Durchimpfung der menschlichen Gesellschaft von Neugeborenen bis zu altersbedingt Sterbenden zum Verschwinden gebracht werden kann. Denn inzwischen eindeutig ist ja, dass dieses Virus trotz Impfung zu Infektion und Krankheit führen und sogar weitergegeben werden kann.

            Wenn aber eine 100%-ige Durchimpfung nicht zum Verschwinden führt, warum muss sie dann mit Repression und Impfpflicht überhaupt auf 100% getrieben werden?

            Bleibt nur das Argument, Ungeimpfte würden schwerer erkranken können und damit der Gesellschaft Aufwand und Kosten bereiten. Und zwar so, wie wenn ich meinen Rohmilchkäse nicht ordentlich aufbewahre und dann mit Salmonellen ins Krankenhaus muss.

            Oder wie lautet der Vorwurf an die Impfunwilligen?

          • @Hugor Es bekümmert mich auch, wieviel Relevanz Politikersprechblasen gegeben wird. Relevanz gibt man den Sprechblasen aber nicht nur, indem man ihnen bedingungslos folgt, sondern auch indem man sich aus Antipathie oder wegen offensichtlichen Widersprüchen zum Geggenteil beeinflußen lässt. Die Sprechblasen sind für die persönliche Entscheidung einfach irrelevant. Für die gesellschaftlichen Entscheidungen leider nicht.

            Dass sich ca. 2/3 proaktiv um die Impfung bemüht haben, ist schon ein wenig eine Abstimmung mit den Füßen, die man auch als gesellschaftlichen Willen sehen kann. Meinungsbildung findet meistens/immer unter Beeinflußung statt. Für die Minderheitsmeinung gilt das genauso. Je mehr sich die Meinung anhand von Fakten (soweit erkennbar) bildet und je weniger an Sprechblasen, desto besser.

            @beweis Wenn aber eine 100%-ige Durchimpfung nicht zum Verschwinden führt, warum muss sie dann mit Repression und Impfpflicht überhaupt auf 100% getrieben werden? Den Traum vom Verschwinden habe nur wenige geträumt. Je höher die Impfquote desto schneller ist der Weg zum Zustand, in dem alle zumindest eine Grundimmunisierung haben (aka Durchseuchung bzw. alle sind geimpft,genesen oder gestorben). Außerdem ist dieser Weg dann mit weniger Toten und weniger ausgebrannten ITS Pflegekräften verbunden. Wir sind halt eine postheroische Gesellschaft.

          • @Beweis Ich fühlte mich durch Papa JF gut informiert, ein kanadischer Youtuber, sehr autistisch (gibt en legendäres 7 Stunden Video in welchem er Peterson zerlegt) und eben auch Biologe. Gehirnschnippseln.
            Den kann man sogar selber meist fragen bei Unklarheiten.
            Zum Covid Thema, das ja auf YT nicht mehr zu besprechen ist, gibt’s ein nettes einstündiges Gespräch mit Frodi soundso, ein Norweger.

            FACT-CHECKING THE PANDEMIC: THE TRUTH ABOUT COVID-19, PART 2 | FRÓÐI MIDJORD & JF GARIÉPY
            https://www.bitchute.com/video/TzkcVGly03oO/

            Alles natürlich dreckige oder widerwärtige Neonazis wie ich (mich hier nennen lassen muss/darf).

            Zu Anfang der Pandemie, also bevor unsere Friedhof im Ort siebenmal vergrößert wurde wegen der vielen Toten, hat er ein schön anschauliches Video gemacht, wie man richtig mit dem Hazard Suite umgeht, Duschkammer und so.

            Da das hier ja alles evo heißt, JF hat auch ein Buch über Evolution geschrieben, wär vllt mal ein mögliches Topic.

            pS. Bei der Krise für die es wie für Israel andere Blogs gibt, da war ja schon ein Roentgen des Handgelenkes eine verschisstoider Eingriff und mit keinerlei Menschens Würde zu vereinbaren.

          • @LoD – Dass sich ca. 2/3 proaktiv um die Impfung bemüht haben, ist schon ein wenig eine Abstimmung mit den Füßen, die man auch als gesellschaftlichen Willen sehen kann.

            Unsere freiheitliche Demokratie beruht aber wesentlich auf dem Grundgedanken, dass die Mehrheit zwar die Richtung vorgibt, hierbei die Rechte der Minderheit aber nur innerhalb gewisser Grenzen beschneiden darf. Deswegen ist allein der Umstand, dass eine Mehrheit sich für die Impfung entschieden hat, erst mal genauso irrelevant wie die Frage, ob eine Mehrheit auch die Zwangsimpfung befürwortet. Das allein reicht bei weitem nicht, um zu rechtfertigen, einem Menschen einen medizinischen Eingriff aufzuzwingen, den er ablehnt, und zwar völlig unabhängig davon, ob diese Ablehnung rational begründbar ist oder nicht.

            Mal ein anderer Blickwinkel: Es ist meines Wissens tatsächlich Konsens, dass Fettleibigkeit ein großer Risikofaktor für schwere Covid-Verläufe ist und auch ansonsten zu vielen Erkrankungen führt. Wer befürwortet Zwangskuren für Fettleibige? Wäre definitiv zum Wohle der Gesellschaft, unterm Strich vermutlich sogar deutlich mehr als die Durchimpfung. Falls man das allerdings ablehnt – was ich in jedem Fall tue, weil ich der Meinung bin, dass die Bürger in einem freien Land auch ihre Lebensgewohnheiten frei wählen dürfen müssen -, wird es dann aber schwer, mit derselben Begründung die Zwangsimpfung zu fordern. Ganz besonders, wenn es Menschen betrifft, bei denen zumindest große Zweifel daran bestehen, dass die Impfung für sie persönlich Vorteile bringt, weil schlichtweg ihr Corona-Risiko auch ohne Impfung extrem gering ist.

          • @LordOfDarkness

            Die Gesellschaft kann auch weit überwiegend der Meinung sein, dass man „den gierigen Juden“ die Kaufhäuser wegnehmen sollte, es könnte ein quasi-Konsens darin bestehen, dass das gesamtgesellschaftlich gut sein könnte und der Armut entgegenwirken. Es werden sich auch Fachleute finden, die das sofort bestätigen und zahlreiche Studien dazu nennen können. So ähnlich tönt es ja längst wieder, diesmal gegen Vermieter, weiße Männer, Klimasünder etc.

            Das ist die Crux an solchen Überlegungen: wenn du die Grundrechte (natürlich immer im Sinne der richtigen und guten Sache) erstmal für verhandelbar erklärt hast, wird alles denkbar (und damit herbeipropagierbar, die Medien sind Instrumente der Mächtigen).

            „Das ist aber kein persönlicher Angriff oder „Krieg“.“

            Es ist (unabhängig von richtig oder falsch) ein Informationskrieg.

            Woran erkennt man, ob ein Informationskrieg stattfindet?

            1) es gibt eindeutige Interessenlagen (i.d.R. mindestens monetäre, meist aber noch viel weitergehende geostrategische oder soziale)

            2) es wird nicht mehr ergebnisoffen in den Massenmedien diskutiert

            3) es wird nur noch einseitig berichtet

            4) die Gegenseite wird lächerlich gemacht, beschimpft, verleumdet, mit Strohmannargumenten „widerlegt“ usw.

            5) prominte Gegenstimmen werden „gecancelt“ oder so lange unter Druck gesetzt, bis sie wieder im Chor mitsingen

            6) es wird massiv zensiert (natürlich nur „Fehlinformationen“, die nicht Teil des Chores sind)

            7) herausragende Krieger werden mit Ehrungen überhäuft

            8) last but not least: auf beiden Seiten werden verschiedene, schwierig zu widerlegende Desinformationen und Behauptungen, verbreitet, von der „wissenschaftlichen Studie“ bis zur „anektodischen Evidenz“, von gefälschten Zitaten bis hin zu manipulierten Filmen und „Beweisen“

            Warum nenne ich das einen „Krieg“? Weil es um unsere Köpfe geht, die Wahrheit keine Rolle mehr spielt, die Wahrheitssuche massiv erschwert wird und am Ende nur zählt, wer gewinnt (und das ist nie das normale Volk)…

            Es gibt zahlreiche solche Kriege, kleinere und größere, der Covid-Krieg ist bisher der größte und intensivste, den ich bisher miterleben durfte, er stellt sogar den um die nationale Frage in den Schatten.

          • „Es ist völlig normal, dass immer strittig ist, wo die Freiheit des Einzelnen aufhört und wo das Gemeinwohl vorgeht. Das ist aber kein persönlicher Angriff oder „Krieg“.“

            Es ist eine Abkehr von den Grundwerten des demokratischen Rechtsstaats. Wer Grundrechte zur Verhandlungsmasse zugunsten irgendwelcher anderen Ziele erklärt, steht nicht auf dem Boden der freiheitlichen Demokratie. Und das ist jetzt Regierungspolitik. Das ist was uns Angst macht, welche Bezeichnung man dafür findet ist doch einerlei.

          • @LoD „Dass sich ca. 2/3 proaktiv um die Impfung bemüht haben, ist schon ein wenig eine Abstimmung mit den Füßen, die man auch als gesellschaftlichen Willen sehen kann. “

            Nein, das ist ein Fehlschluss. Es gab schon seit Frühjahr 2021 Benachteiligungen Ungeimpfter im gesellschaftlichen Leben, denen viele zu entkommen hofften indem sie sich impfen ließen. Eine signifikante Teilmenge hätte sich nicht impfen lassen, wenn dieser Druck nicht schon damals bestanden hätte. Du kannst das deshalb nicht als „Abstimmung mit den Füßen“ werten, da keine freie Entscheidung auf Überzeugungsbasis.

          • @LoD

            Den Traum vom Verschwinden habe nur wenige geträumt. Je höher die Impfquote desto schneller ist der Weg zum Zustand, in dem alle zumindest eine Grundimmunisierung haben

            Aber ist denn irgendwo belegt, dass eine Grundimmunisierung aller Menschen (Tiere sind ja außen vor) davor schützt, dass alle paar Monate eine neue Variante um die Ecke kommt? Zumal das Virus ja auch unter Geimpften weiter kursiert.
            Warum ist also unbedingt eine komplette Durchimpfung der Bevölkerung notwendig? Warum sprechen so viele Politiker oder ZDF-Moderatorinnen von „Geiselhaft“ durch die Ungeimpften?

            Ich verstehe die Begründung wirklich nicht.

          • @androsch
            Warum nenne ich das einen „Krieg“? Weil es um unsere Köpfe geht, die Wahrheit keine Rolle mehr spielt, die Wahrheitssuche massiv erschwert wird und am Ende nur zählt, wer gewinnt (und das ist nie das normale Volk)…
            Es geht „nur“ um eine Pandemie, Du siehst das zu groß.

            @hugor
            Es ist eine Abkehr von den Grundwerten des demokratischen Rechtsstaats. Wer Grundrechte zur Verhandlungsmasse zugunsten irgendwelcher anderen Ziele erklärt, steht nicht auf dem Boden der freiheitlichen Demokratie

            Unser Grundgesetz sieht das anders:

            Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

            In diesem Falle geht es auch gar nicht um irgendwelche anderen Ziele, sondern um die Abwägung von Grundrechten gegeneinander.

          • @Kniggeldi

            Dank für den interessanten Video-Link. Irgendwie finde ich es merkwürdig, dass fast überall in der westlichen Welt gleich mit dem Thema umgegangen wird. Gleiche „Schuldige“, gleiche Maßnahmen, gleicher Impfdruck. Anfangs gab’s ein paar Ausnahmen wie Schweden, aber die sind jetzt auch weitgehend assimiliert.

          • Aber ist denn irgendwo belegt, dass eine Grundimmunisierung aller Menschen (Tiere sind ja außen vor) davor schützt, dass alle paar Monate eine neue Variante um die Ecke kommt? Zumal das Virus ja auch unter Geimpften weiter kursiert.

            Nö, wie sollte man sich auch davor schützen. Es gibt aber berechtigte Hoffnung, dass die Grundimmunisierung auch einen Schutz vor schwerer Erkrankung durch neue Varianten bietet.

            Großbritannien ist näherungsweise in dem Zustand der Grundimmunisierung aller. Dort gibt es ~150 Tote pro Tag bei vergleichbaren Inzidenzen wie hier in D und das weitgehend ohne irgendwelche freiheitseinschränkenden Maßnahmen. Das ist IMHO der bestmögliche Zustand, der zu erreichen ist. Bei vergleichbarer Impfquote wie gegenwärtig bei uns gab es dort hochgerechnet 100000 Tote mehr, um in diesen Zustand zu kommen.

          • @LoD

            „Es geht „nur“ um eine Pandemie, Du siehst das zu groß.“

            Es spielt keine Rolle um was es geht, sondern darum, wie mit dem Thema umgegangen wird.

            Wenn es keine ausgewogene massenmediale Berichterstattung mehr gibt und Gegner kriminalisiert werden, dann hast du einen Informationskrieg, denn sowas ist sachlich und rechtlich eben nicht begründbar. Die Medien sind ebensowenig wie wir in der Lage die Wahrheit zu verkünden, dazu sind die meisten Journalisten viel zu dumm und die Daten viel zu widersprüchlich.

            Dass du keinen Informationskrieg wahrnimmst, weist dich übrigens als typischen MSM-Konsumenten aus. Oder wie sagten die 68iger immer „wer sich nicht bewegt, spürt auch seine Ketten nicht“. Wer sich nicht angelogen fühlt, wird auch die Berichterstattung und die getroffenen Maßnahmen nicht hinterfragen und kaum bemerken, was hinter den Kulissen tobt… das liegt in der Natur der Sache.

            Ich sehe traditionell beide Seiten und auf der einen fühlt es sich definitiv wie ein Informationskrieg an! Ein sehr schmutziger, der mit allen denkbaren manipulativen Mitteln geführt wird. Und es ist nicht der erste, er hat z.B. den um die Massenmigration (bzw. die nationale Frage) nur in den Hintergrund gedrängt.

          • @LoD – Unser Grundgesetz sieht das anders:

            Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

            In diesem Falle geht es auch gar nicht um irgendwelche anderen Ziele, sondern um die Abwägung von Grundrechten gegeneinander.

            Der Passus, auf den du geantwortet hast, war nicht von mir, sondern von anorak2. Unabhängig davon – ja, das Recht auf körperliche Unversehrtheit kann durch Gesetz eingeschränkt werden. Aber nur durch ein verfassungsmäßiges Gesetz, und dazu muss es verhältnismäßig sein.
            In der Diskussion wird oft pauschal behauptet (auch von Juristen), dass eine Impfpflicht verfas-sungsrechtlich zulässig sei, da hierdurch die Gesundheit anderer Menschen geschützt werde. Das allein reicht aber nicht. Man müsste hier aufzeigen, dass die Nichtimpfung die Grundrechte schützenswerter Dritter so stark beeinträchtigt, dass es im Rahmen der Abwägung gerechtfertigt erscheint, stattdessen in die Grundrechte der Nichtgeimpften einzugreifen.

            Auf individueller Basis wird man das wohl nicht aufzeigen können, denn die direkte Gefährdung Geimpfter durch Ungeimpfte ist gering.
            Ein legitimes Argument könnte deshalb höchstens eine drohende Überlastung des Gesundheitssystems durch Ungeimpfte sein. Hier ist aber schon zweifelhaft, ob der Staat massiv in die Grundrechte von Bürgern eingreifen darf zur Behebung eines Problems, dass er selbst maßgeblich mitverursacht hat und keine sichtbaren Anstrengungen zu dessen anderweitiger Behebung unternimmt.
            In jedem Fall aber kann eine generelle Impfpflicht nicht angemessen sein, weil ein großer Teil der Bevölkerung trotz Covid nachweislich keine große Belastung des Gesundheitssystems darstellt. Wenn überhaupt, müsste man wohl die Impfpflicht auf die Altersgruppen 50+ beschränken.

          • @androsch
            Dass du keinen Informationskrieg wahrnimmst, weist dich übrigens als typischen MSM-Konsumenten aus.
            Ich sehe da jetzt keinen Unterschied zwischen MSM und Reitschuster, Tichsy, Achgut. Telegram, etc … Die haben alle Schlagseite.

            Oder wie sagten die 68iger immer „wer sich nicht bewegt, spürt auch seine Ketten nicht“. Wer sich nicht angelogen fühlt, wird auch die Berichterstattung und die getroffenen Maßnahmen nicht hinterfragen und kaum bemerken, was hinter den Kulissen tobt… das liegt in der Natur der Sache.

            „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel“.
            Man kann auch in jeder Wand eine Gefängnismauer, in jeder Einschränkung einen persönlichen Angriff, in jeder Information eine Lüge und in jedem Dissens einen Informationskrieg sehen.

          • @LoD „In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.“

            Das Grundgesetz hat einen Konstruktionsfehler, dass fast jedes Grundrecht so beschränkt werden kann. Wenn man den Satz wörtlich nimmt, kann der Staat bei entsprechend bösem Willen Folter legalisieren indem einfach ein entsprechendes Gesetz verabschiedet wird. Du kannst sagen das sei so nicht gemeint, aber dem Text ist das wörtlich nicht zu entnehmen.

            Dass es dazu bisher nicht kam, liegt nicht am Text des GG, sondern am nicht formalisierbaren Konsens unter Demokraten die das für ein Tabu ansahen. Dieser Konsens scheint nun nicht mehr zu bestehen.

            „sondern um die Abwägung von Grundrechten gegeneinander“

            Der Punkt ist eben, dass Grundrechte auch nicht gegeneinander abzuwägen sind, sondern jedes Einzelne ist absolut. Das Bundesverfassungsgericht hat 2006 (als es noch von Demokraten bevölkert war) aus diesem Grund den damals neuen §14.3 des Luftsicherheitsgesetzes für nichtig erklärt.

            Die Gesetzesänderung sah vor, dass die Regierung im Fall einer Flugzeugentführung im Stil 9/11 die entführte Passagiermaschine abschießen lassen darf. Leute deines Schlages hätten das wahrscheinlich befürwortet:

            „Abwägung von Grundrechten: Das Leben der Passagiere der entführten Maschine ist ein weniger hohes Gut als das der potenziellen Opfer am Boden und deswegen müssen die Entführten eben auch mal dran glauben“, oder wie auch immer du das formuliert hättest.

            Das Bundesverfassungsgericht hat klargestellt: Der Staat darf seine Bürger NICHT abschießen, sondern er muss auch Leben und Menschenwürde der entführten Passagiere bis zur letzten Sekunden zu schützen versuchen. Der Staat darf seine Bürger NICHT zu Objekten von Entscheidungen machen, die ihre Menschenwürde oder ihr Leben verletzen. Das Gericht hat also den Abwägungsgedanken verworfen.

            https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2006/bvg06-011.html

            Diese Einstellung ist heute offensichtlich nicht mehr Konsens, sondern wir werden als Objekte von Entscheidungen behandelt, die unsere Rechte, Freiheiten und Menschenwürde untergraben. Und es ist das was uns Angst macht.

          • PS Hier noch die relevante Passage aus dem Urteil 2006:

            „Auch der Staat, der in einer solchen Situation zur Abwehrmaßnahme des § 14 Abs. 3 LuftSiG greift, behandelt sie als bloße Objekte seiner Rettungsaktion zum Schutze anderer. Eine solche Behandlung missachtet die Betroffenen als Subjekte mit Würde und unveräußerlichen Rechten. Sie werden dadurch, dass ihre Tötung als Mittel zur Rettung anderer benutzt wird, verdinglicht und zugleich entrechtlicht; indem über ihr Leben von Staats wegen einseitig verfügt wird, wird den als Opfern selbst schutzbedürftigen Flugzeuginsassen der Wert abgesprochen, der dem Menschen um seiner selbst willen zukommt.“

            Ersetze „Tötung“ durch „Freiheitsbeschränkungen“, und es passt 1:1 auf die Corona-Politik.

          • @LoD „Ich sehe da jetzt keinen Unterschied zwischen MSM und Reitschuster, Tichsy, Achgut. Telegram, etc … Die haben alle Schlagseite.“

            Zweimal falsch ergibt nicht richtig.

          • @anorak2
            Ersetze „Tötung“ durch „Freiheitsbeschränkungen“, und es passt 1:1 auf die Corona-Politik.
            Nicht alles, was hinkt, ist ein Analogie.

          • @Anorak2 – das BVerfG stellt insoweit entscheidend auf die Menschenwürde-Garantie des Art. 1 GG ab. Die Menschenwürde ist tatsächlich nicht einschränkbar (andererseits aber so schwammig, dass man sie sich immer passend hindefinieren kann). Alle anderen Grundrechte können durch Gesetz eingeschränkt werden, wobei das Gesetz seinerseits immer verfassungsgemäß sein muss.

            Meine persönliche Ansicht ist, dass man, wenn man will, mit dem Grundgesetz alles und auch sein Gegenteil vertreten kann. Kommt immer auf die Abwägung und den Zeitgeist an.

          • „Diese Einstellung ist heute offensichtlich nicht mehr Konsens, sondern wir werden als Objekte von Entscheidungen behandelt, die unsere Rechte, Freiheiten und Menschenwürde untergraben. Und es ist das was uns Angst macht.“

            Richtig! Seit nun fast zwei Jahren benutzen Regierungen weltweit eine (schwere?) Grippewelle, um die Grundrechte der Bürger mit Füßen zu treten. Und es ist kein Ende in Sicht.

          • @anorak2
            “ „…Auch der Staat, der in einer solchen Situation zur Abwehrmaßnahme des § 14 Abs. 3 LuftSiG greift, behandelt sie als bloße Objekte seiner Rettungsaktion zum Schutze anderer. …“ “

            Wobei wir es bei der Flugzeugabschießungs-Geschichte ja mit einem Fall zu tun haben, bei dem die Passagiere ja eh todgeweiht sind (durch die Entführer). Man sollte daher eher argumentieren: Der Staat sollte das aber trotzdem nicht dürfen, da es ihm zu viel Macht gäbe. Was ja auch der Grund für die Existenz der Grundrechte ist und, warum deren Einschränkung so bedenklich ist.

          • Wie befürchtet hat das BVG heute anders entschieden als 2006, weil da jetzt keine Demokraten mehr drin sitzen. Das ist die Entwicklung, die uns Angst macht: Es gibt in den „Eliten“ kein demokratisches Bewusstsein und keine Hemmschwelle mehr, wegen ihrer Ideologien Grundrechte mit Füßen zu treten. Und es gibt keine Absicherung mehr dagegen, weil die dafür zuständigen Institutionen von den gleichen Pappnasen bevölkert sind.

      • Ich weiß allerdings nicht, ob ich mich groß beteilige. Die Fronten sind so dermaßen verhärtet, dass man sich zuverlässig den Tag damit versaut, ohne der Wahrheit nennenswert nähergekommen zu sein. Zumal gerade die Mainstreamler oft sehr unfreundlich und überheblich sind, weil sie Zeitgeist und Mehrheit hinter sich wissen.

        Naja, weil „der Wahrheit näher kommen“ ja gar nicht Ziel der Übung ist, sondern „wie lautet deine zustimmende Antwort auf meine hochemotional vorgetragene Überzeugung?!“. Hier und anderswo grassiert die Bestätigungsfehleritis, ich denke jeder hat das Problem hin und wieder, aber es nimmt seit Jahren zu, und wird immer schlimmer. Die Fähigkeit (und der Wille) seine eigenen Überzeugungen ab und zu mal kritisch zu hinterfragen, insbesondere dann wenn ein vorgetragenes Argument/eine Meinung/Whatever sofort die eigene Halsschlagader pulsieren lässt.
        Und ich werd da gar nicht anfangen, mit dem Finger auf Leute zu zeigen, ich weiß da hab ich selbst auch noch reichlich Luft nach oben.

        @Christian gute idee

        • oh, ich seh gerade, da hab ich nen Halbsatz vergessen: Es sollte „Die Fähigkeit (und der Wille) […] nimmt immer mehr ab“ heißen. Piet-Klocke-Syndrom 🙄

        • Ja, so sieht es aus. In Deutschland kommt erschwerend hinzu, dass es kaum eine Diskussionskultur gibt. Sie spielt sich bestenfalls in Nischenforen im Internet ab und erreicht kaum jemanden. In der Schule lernt man das offenbar auch nicht mehr, wir hatten das (kurz nach der Wende) noch, dass jemand den advocatus diaboli spielen musste und sowas, einfach weil die DDR-Erfahrung eine sehr lehrreiche Sache war, was Fehlinformationen und öffentlichen Druck anging.

          Die Lehrer hatten uns damals noch gemahnt, dass wir ja niemandem glauben sollen und möglichst alles nachprüfen. Ich habe das in Erinnerung, als sei es gestern gewesen, aber ich vermute, dass das sowieso die meisten Leute total überfordert. Eine Gesellschaft ist geschickt gemachter Propaganda, nach wie vor, hilflos ausgeliefert und die Werkzeuge dafür sind scharf geschliffen und gut erprobt.

          Der positive Ansatz der social media, dass man auch mal eine Gegenmeinung zu hören bekommt, wurde durch die einsetzende Zensur sofort wieder abgetötet. Auch der Klarnamenzwang wirkt sich m.E. sehr negativ auf offene Diskussionen aus.

          Meine Erfahrung ist, dass viele einen Widerspruch nicht als Zeichen evtl. mangelnder (eigener oder fremder) Information begreifen, sondern als Angriff auf ihre Integrität und Glaubwürdigkeit. Sie sind von vornherein sicher, dass ihre Position richtig ist, entsprechend beleidigend schießen sie sofort zurück. Umso schlimmer, wenn Angst und Stimmungsmache dazu kommen und man den eigenen „Stamm“ im Rücken weiß, denn dann besteht ja gar kein Grund mehr, sich in Frage stellen zu lassen, man ist ja stärker und kann auch selbst zum Angriff übergehen.

          • Meine Erfahrung ist, dass viele einen Widerspruch nicht als Zeichen evtl. mangelnder (eigener oder fremder) Information begreifen, sondern als Angriff auf ihre Integrität und Glaubwürdigkeit.

            Das kommt ganz auf den Widerspruch an 😉

          • Sie sind von vornherein sicher, dass ihre Position richtig ist, entsprechend beleidigend schießen sie sofort zurück.

            Meinem Eindruck nach ist es in vielen Bereichen so, dass die Beteiligten nicht nur sicher sind, dass ihre Position richtig ist, sondern das auch für völlig offensichtlich halten.
            Die Folge dessen ist, dass sie nicht nur überhaupt nicht in Erwägung ziehen, sich möglicherweise zu irren, sondern es auch nicht für möglich halten, dass die andere Seite sich schlicht irrt. Weil die eigene Position als so offenkundig zutreffend angesehen wird, kann jeder Widerspruch nur als ein wider besseres Wissen vorgenommener Angriff aufgefasst werden. Und auf solch einen bewussten Angriff muss man nicht mit sachlicher Argumentation reagieren, sondern sich halt entschieden verteidigen…

          • @Hugor

            „Meinem Eindruck nach ist es in vielen Bereichen so, dass die Beteiligten nicht nur sicher sind, dass ihre Position richtig ist, sondern das auch für völlig offensichtlich halten.“

            Ja. Meines Erachtens ein Mechanismus den die Massenmedien gerade wieder massiv nutzen: das bekannte „Framing“. Man erschafft quasi ein komplettes, in sich schlüssiges, Abbild der Realität (welches von selbiger aber nahezu beliebig abweichen kann), komplett mit Freunden, Feinden, Guten und Bösen und passender Emotionalisierung, ein themenübergreifendes Weltbild. Eine Seifenoper mit täglicher Fortsetzung, bei dem i.d.R. die unpassenden Fakten einfach weggelassen werden.

            Da es in sich logisch ist, wird es kaum hinterfragt, es gibt ja keinen Anlass dazu! Stößt man bei einem Thema durch Zufall auf jemanden, der Widersprüchliches dazu äußert, kann es nur ein Spinner sein, weil das eigene Weltbild ja vollkommen in sich stimmig ist. Die Argumente zu dem entsprechenden Thema können daher noch so gut sein, der Kritiker ist genötigt, das ganze Framing umzustoßen und das ist nahezu unmöglich.

            Das macht die Sache so unheimlich zäh. Die Menschen sind zu unkritisch, sie können einfach nicht glauben, dass man sie derart zynisch ständig hinters Licht führt. Dabei ist das, gerade bei Kriegen und Interessenkonflikten gut belegt, dass u.a. die Politik und die Geheimdienste (auch bei uns im Westen) Lügen einsetzen, um zu erreichen was sie wollen. Klassisches Beispiel:

            „In Erinnerung ist Skeptikern vor allem der Vortrag, den der damalige US-Außenminister Colin Powell [übrigens kürzlich voll geimpft an Corona verstorben 🙂 ] im Februar 2003 – kurz vor Beginn des Irak-Kriegs – vor dem UN-Sicherheitsrat hielt, um die anderen Nationen von der Bedrohung zu überzeugen, die angeblich von Saddams Waffenarsenalen ausging. Der Irak verfüge über 100 bis 500 Tonnen chemischer Kampfstoffe, versicherte Powell damals.

            Zudem versuche Saddam, sich Material für den Bau von Atomwaffen zu beschaffen und arbeite auch an Raketenprogrammen. Sieben rollende Biowaffen-Labore seien auf irakischen Straßen unterwegs. Eine dreißigköpfige Arbeitsgruppe aus Geheimdienst-Spezialisten hatte den Vortrag vier Abende lang vorbereitet und Powell, der am zweiten Abend dazustieß, hatte darauf bestanden, für jede Behauptung müsse es mindestens zwei Quellen geben. Er ließ Unsinniges streichen – und nahm Falsches in sein Manuskript auf. Er trug dann später 28 Anklagepunkte vor – und keiner hielt später einer Prüfung stand.

            https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-in-der-ukraine-krise-scharmuetzel-der-grossmaechte-1.2066507

            Was hier ausgenutzt wurde, ist das Framing (Saddam=böse, darf das nicht, wir=gut, müssen ihm das mit Gewalt wegnehmen), es wird gar nicht explizit sichtbar und wird auch von der Süddeutschen weiter gestärkt, indem sie sich nur auf die Lügen kapriziert (die skandalös genug sind). Es kam damals in den Medien nie zu der Frage, ob wir irgendwie berechtigt sind, Saddam was zu verbieten oder ob er gar wirklich einen Überfall plant. Ich kann mich zumindest an keine mediale Diskussion dazu erinnern, es ging immer nur um Massenvernichtungswaffen, der Rest war komplett klar, weil vorgeframed.

            So ähnlich ist es jetzt wieder. Es wird z.B. nicht (oder kaum) diskutiert, ob es gesamtgesellschaftlich sinnvoll ist, die Grundrechte derart willkürlich einzuschränken, wie das gerade geschieht. Oder ob wir immer und absolut dem pharmazeutischen Fortschritt folgen sollten (es wird bald zu jeder Krankheit einen Test geben und an fast jeder kann irgendjemand sterben). Das Framing steht felsenfest: Menschenleben müssen um jeden Preis gesichert werden. Und ebenso klar scheint allen zu sein, dass das nur eine vorübergehende Sache ist und niemand etwa ein Interesse damit verfolgen könnte, evtl. Profite und politische Nebenwirkungen haben zufällige Trittbrettfahrerei zu sein (wer zweifelt ist ein VTler, trotz all der offensichtlichen Elite-Netzwerke und Vorbereitungen)…

          • @Androsch Kubi

            Die Lehrer hatten uns damals noch gemahnt, dass wir ja niemandem glauben sollen und möglichst alles nachprüfen.

            Und warum ignorierst du dann Fakten und verweist auf obskure Seiten als Quelle, die noch nicht mal ein Impressum haben? Leute, die so etwa machen, hinterfragen jedenfalls nicht.

          • @mispel

            Ein Impressum ist nicht notwendig, wenn eine nachprüfbare Quelle zu einer Behauptung angegeben wird.

            Es kann sogar extrem sinnvoll sein, kein Impressum anzugeben, weil das unsachlichen ad hominem-Angriffen ebenso vorbeugt, wie Schikanen im Beruf. Ein Arzt kann z.B. mittlerweile seine Zulassung verlieren, wenn er was Impfkritisches schreibt. Der Mob hat seine Augen überall. Ich sehe das genauso wie Klarnamenzwang: es ist abzulehnen.

            Davon abgesehen mache ich auch Fehler und kann nicht alles richtig einschätzen, falle auf Fehlinformationen herein, prüfe zu oberflächlich, weil mir was plausibel erscheint oder ich einen schlechten Tag habe etc. aber du kannst mir glauben, dass ich die meisten und heftigsten Klopper vorher aussortiere und vergleichsweise selbstkritisch bin.

            Ich versuche normalerweise der Seite, die in den Massenmedien nicht vertreten ist, eine Stimme zu geben, weil die oft auch gute Argumente und Fakten hat. Darüber hinaus versuche ich zu einer Synthese zu kommen, denn es können m.E. nicht beide Seiten richtig sein.

            Davon abgesehen: welche Informationsquelle ist heute nicht mehr „obskur“? Jeder Mainstreamartikel startet bei mir mittlerweile mit einem Minusbonus, weil die mich schon so oft angelogen und mir Sachen verschwiegen haben, teilweise sind die Suggestionen so primitiv, dass ich mir an den Kopf greife, für wie dumm die mich halten…

          • @Androsch Kubi

            Ein Impressum ist nicht notwendig, wenn eine nachprüfbare Quelle zu einer Behauptung angegeben wird.

            Nur weil eine Quelle angegeben ist, heißt das nicht, dass die ernst zu nehmen ist. Deine Zahlen letztens aus Irland waren ein Witz. Du hast das nicht mal gecheckt. Dabei hätte das nur ein paar Minuten gedauert. Aber die Zeit war es dir offenbar nicht wert, hast du doch etwas gefunden, was dein Weltbild bestätigt. Und nach Richtigstellung kommt Null Reaktion von dir. Du könntest ja wenigstens sagen „Hey ich hatte unrecht“, ist ja nix schlimmes. Niemand hat die Wahrheit für sich gepachtet. Aber von dir kommt einfach nix. Du gehst einfach nicht weiter drauf ein.

            Es kann sogar extrem sinnvoll sein, kein Impressum anzugeben, weil das unsachlichen ad hominem-Angriffen ebenso vorbeugt, wie Schikanen im Beruf.

            Und schon wieder zimmerst du dir ein hanebüchenes Argument zusammen. „Es ist kein Impressum vorhanden, weil die sonst ganz böse verfolgt würden“. Ja klar, die sind wahrscheinlich einer wahnsinnig großen Verschwörung auf der Spur. So ein Impressum, was eigentlich zu jeder seriösen Nachrichtenseite gehört, stört da nur. Und so macht es halt einfach keinen Sinn mit dir zu diskutieren. Wer sich solche Argumente ausdenkt, der will gar nicht diskutieren, und man kann mit ihm auch gar nicht diskutieren, da er den Boden der Vernunft längst verlassen hat.

            Ich versuche normalerweise der Seite, die in den Massenmedien nicht vertreten ist, eine Stimme zu geben, weil die oft auch gute Argumente und Fakten hat.

            Deine Fakten wurden hier schon so oft widerlegt. Eigentlich sind es noch nicht mal Fakten, sondern nur ein „könnte ja sein“.

            Darüber hinaus versuche ich zu einer Synthese zu kommen, denn es können m.E. nicht beide Seiten richtig sein.

            Nö. Eine Seite kann aber falsch sein. Und bei dir sind es immer die MSM. Du hast einfach jede kritische Distanz verloren.

            Davon abgesehen: welche Informationsquelle ist heute nicht mehr „obskur“?

            Ich glaube renommierten Wissenschaftlern und nackten Zahlen, die alle einsehen können. Das reicht mir aus um z.B. Nutzen und Risiken einer Impfung abzuschätzen.

            Jeder Mainstreamartikel startet bei mir mittlerweile mit einem Minusbonus, weil die mich schon so oft angelogen und mir Sachen verschwiegen haben, teilweise sind die Suggestionen so primitiv, dass ich mir an den Kopf greife, für wie dumm die mich halten…

            Klar sind die MSM oft Mist, aber stattdessen glaubst du Hinz und Kunz aus dem Internet. Ganz toll. Dir kommt nicht mal in den Sinn, dass die Informationen in den MSM auch mal richtig sein könnten. Denn nicht die MSM verbreiten Infos über Corona, sondern die Wissenschaft. Aber jetzt wirst du wieder sagen „Hey aber die kritischen Wissenschaftler kommen nicht zu Wort“, nur dummerweise macht Corona nun mal das, was es macht, und Inzidenzen und Impfquote gehen Hand in Hand. Da brauch ich noch nicht mal einen Wissenschaftler, um einen kausalen Zusammenhang zu erkennen, das schafft mein Verstand auch so. Und nur weil ein Wissenschaftler sagt „nein das ist alles ganz anders“ sinke ich nicht auf die Knie und küsse ihm die Füße, weil er etwas gegen die bösen MSM sagt.

        • @Androsch
          Bei Powell ist auch interessant als was bzw wie er aufwuchs.
          Waren ja nicht die USA die da Öl geklaut haben.
          Bill Cosby ist übrigens auf freiem Fuß.

  5. Ja.

    Ich hatte Covid, es war ekelhaft, und ich bin am vergangenen Freitag um 6 Uhr aufgestanden, um mir den Impfnachschlag zu holen. Eine Verwandte von mir hat sich nicht impfen lassen, aber sie wird für mich dadurch nicht zur Gegnerin. Ich bin nach der anderthalbjährigen aufgeheizten Diskussion so verwirrt, dass ich überhaupt nicht beurteilen kann, wer zu dem Thema berechtigterweise etwas zu sagen hat. Am ehesten halte ich mich noch an Ärzte / Biologen / Pharmakologen im Bekanntenkreis, um zu vermeiden, dass die Diskussion ausschließlich ad hominem geführt wird. Es wäre mir also recht, wenn nicht jede Diskussion durch das Covid-Thema vergiftet würde.

    • Wenn du covid hattest, solltest du weit besser immunisiert sein, als durch die Impfung möglich. Aber auch darüber wird natürlich gestritten 🙂

      Hattest du deine ersten Impfungen vor oder nach deiner Erkrankung?

      „Am ehesten halte ich mich noch an Ärzte / Biologen / Pharmakologen im Bekanntenkreis“

      Leider auch nur bedingt sinnvoll, sofern die selbst keine direkten Erfahrungen haben, sind die teilweise extrem unkritisch. Ich habe selbst auch Ärzte in der Familie und meine Frau arbeitet in einer privaten Klinik. Ich kenne mittlerweile auch Geschichten von Bekannten, die von ihrem Arzt angegangen wurden, weshalb sie noch nicht geimpft seien (also auch dem ad hominem entgeht man da nicht immer, die Spaltung zieht sich auch durch die Fachwelt).

      • Ärzte? Das waren doch die die superkritisch reagierten, als ihnen jemand zutrug, es sähe so aus als ob ihre Heilkunst mit ungewaschenen Händen Patientenleben koste, und man solle doch mal die These überprüfen.
        Hat dem jemanden viel Zeit im Irrenhaus eingebracht.
        https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2020/03/als-haendewaschen-einen-medizinischen-skandal-ausloeste

        Man sollte meinen, die Geschichte würde überall im Schulstoff stecken.
        Ich kenn sie durch ne kanadische MRA YT Frau.

        Was sagt das über unsere Halbgötter aus?

        Und hält man mit sowas heute noch hinterm Berg, sind die charackterfester geworden, oder noch sicherer vor Rückenschmerzen, so das es sie maximal als Phantomleiden ereilen kann?

        (wegen kein Rückgrat und so … )

      • „Hattest du deine ersten Impfungen vor oder nach deiner Erkrankung?“
        Erst die Erkrankung, dann die Impfungen.

        „also auch dem ad hominem entgeht man da nicht immer, die Spaltung zieht sich auch durch die Fachwelt“
        Genau, und das ist bitter. Für mich ziehe ich den daraus den Schluss, eine bestimmte Entscheidung für mich selbst zu treffen, ohne diejenigen, die anderer Meinung sind, zu beschimpfen. Sondern ihre Entscheidungsautonomie gutzuheißen, schon allein deswegen, weil mir die formalen Rechte des Verfassungsstaates wichtig sind. Nenn mich einen Waschlappen, aber mir fällt nichts Besseres ein.

  6. Das Bundesverfassungsgericht hat eben bekanntgegeben, dass die Ausgangssperren während des Lockdowns rechtmäßig waren.
    Zur Erinnerung: Ich durfte nach 22 Uhr das Haus nicht verlassen (außer mit Hund), um einen einsamen Spaziergang an der nächtlichen frischen Luft zu machen. Das wurde mit Infektionsschutz begründet, obwohl ich am nächsten Morgen in der vollen S-Bahn sonstwo hin fahren durfte.

    Wenn das die Rechtssicht in der neuen hysterischen Epoche ist, dann sind wir im Arsch.

    https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-101.html

    • Mein erster Eindruck:
      Das BVerfG schreibt zum Abschluss: Umfassende Ausgangsbeschränkungen kommen nur in einer äußersten Gefahrenlage in Betracht. Hier war die Entscheidung des Gesetzgebers für die angegriffenen Maßnahmen in der konkreten Situation der Pandemie und nach den auch in diesem Verfahren durch die sachkundigen Dritten bestätigten Erkenntnissen zu den Wirkungen der Maßnahmen und zu den großen Gefahren für Leben und Gesundheit tragfähig begründet und mit dem Grundgesetz vereinbar.

      Corona ist also eine „äußerste Gefahrenlage“. Was machen wir denn in Deutschland, wenn wirklich mal etwas Gefährliches passiert?

      • wenn wirklich mal etwas Gefährliches passiert

        Okay, da könnte man denen zugute halten, dass fast alle die Apokalypse ausgerufen hatten und dass man das ja jetzt als Robe glauben muss.

        Bei der Ausgangsbeschränkung für Einzelpersonen in der Nacht ist aber kein Zusammenhang mit dem Infektionsschutz nachweisbar. Vielmehr war schon zu dem Zeitpunkt klar, dass an der frischen Luft ohne Kontakt kein Infektionsgeschehen möglich ist.

        Das Einsperren von Menschen ist ein wirklich massiver Grundrechtseingriff – der wurde einfach durchgewunken.

        /pathetikStart/ Mein Vertrauen in die Dritte Gewalt ist zerbrochen. /pathetikEnde/

  7. …dass fast alle die Apokalypse ausgerufen hatten und dass man das ja jetzt als Robe glauben muss.

    Genau das sehe ich anders. Wenn die ganzen staatlichen und (direkt oder indirekt) staatlich gelenkten Stellen sich in eine Hysterie hineinsteigern, wäre es Aufgabe der Rechtsprechung, die Faktengrundlage (wie sie damals erkennbar gewesen wäre) zu überprüfen.

    Bei der Ausgangsbeschränkung für Einzelpersonen in der Nacht ist aber kein Zusammenhang mit dem Infektionsschutz nachweisbar. Vielmehr war schon zu dem Zeitpunkt klar, dass an der frischen Luft ohne Kontakt kein Infektionsgeschehen möglich ist.

    Das wurde und wird ja nicht zuletzt damit begründet, dass ohne diese Ausgangssperre Treffen in Privaträumen nicht effektiv überprüft und verhindert werden könnten. Insoweit lässt sich ein Effekt vermutlich schon begründen, so dass es dann doch wieder auf die Abwägung zwischen Gefahr und Schutzeffekt einerseits und Grundrechten andererseits ankommt.

    • dass ohne diese Ausgangssperre Treffen in Privaträumen nicht effektiv überprüft und verhindert werden könnten. Insoweit lässt sich ein Effekt vermutlich schon begründen,

      Da ist aber keine Kausalität. Man kann nicht einfach Menschen einsperren, weil sie oder andere eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat begehen KÖNNTEN. Man kann auch nicht alle einsperren, weil man Belege hat, dass sich nachts Terroristen in irgendeiner Wohnung zwecks Vorbereitung eines üblen Anschlags versammeln.

      Das Mittel der Freiheitsberaubung steht hier in keinem direkten Zusammenhang mit der Ansteckung.

      wäre es Aufgabe der Rechtsprechung, die Faktengrundlage (wie sie damals erkennbar gewesen wäre) zu überprüfen

      Klar. Aber wie? Die holen sich Gutachter und Experten, die alle einstimmig sagen, das sei halt damals eine extreme, unkalkulierbare Bedrohung gewesen und die Maßnahmen alternativlos.
      Dann müssen die die Rechtsgüter gegen diese Behauptung abwägen.

      Wenn aber keine Kausalität zwischen der Maßnahme (Ausgangssperre für Einzelindividuen) und dem Schutzzweck (Verhinderung der Krankheitsausbreitung) besteht, müssen sie das sehen und die Maßnahme als verfassungswidrig deklarieren.

      Bin natürlich kein Verfassungsrechtler, aber das ist der Punkt, an dem mich das in meinem Rechtsempfinden am stärksten anjuckt.

  8. Da ist aber keine Kausalität. Man kann nicht einfach Menschen einsperren, weil sie oder andere eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat begehen KÖNNTEN. Man kann auch nicht alle einsperren, weil man Belege hat, dass sich nachts Terroristen in irgendeiner Wohnung zwecks Vorbereitung eines üblen Anschlags versammeln.

    Doch, eine Kausalität gibt’s da schon. Wenn durch die Ausgangssperre sich Terroristen sich nicht mehr treffen können, um einen Anschlag vorzubereiten, dann senkt die Ausgangssperre kausal die Gefahr eines Anschlags. Wenn man allen Leuten das Autofahren verbietet, senkt das kausal die Gefahr tödlicher Autounfälle, usw.
    Bleibt also „nur“ die Abwägung.

    Die holen sich Gutachter und Experten, die alle einstimmig sagen, das sei halt damals eine extreme, unkalkulierbare Bedrohung gewesen und die Maßnahmen alternativlos.

    Ein Gericht muss eben darauf achten, sich von Experten so objektiv wie möglich beraten zu lassen. Dass das Bundesverfassungsgericht darauf allerdings keinen besonderen Wert zu legen scheint, wurde ja auch schon beim Klimaurteil deutlich, das weitgehend auf dem Narrativ radikaler Klimaschützer beruht.

    Was mir beim Bundesverfassungsgericht immer mehr fehlt, ist eine angemessene Würdigung der Lebensrealitäten und der Berücksichtigung der Grundrechte als Abwehrrechte gegen den Staat. Ich habe immer öfter den Eindruck, dass das politisch/ideologisch gewünschte Ergebnis von vornherein feststeht und dann einfach passend begründet wird (und das oft nicht mal handwerklich gut).

  9. Okay, ich hab mich jetzt mal durch die Urteilsbegründung gewühlt. Kurz gesagt, läuft die Begründung tatsächlich nur auf folgendes hinaus:

    1. Die Maßnahmen verfolgten das legitime Ziel, die Zahl der Opfer zu verringern und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.
    2. Die Regierung durfte zulässigerweise damit rechnen, dass die Maßnahmen dem Ziel dienlich waren.
    3. Sonstige Maßnahmen, die sicher einen gleich hohen Effekt hätten, waren nicht ersichtlich.
    4. Die Maßnahmen waren auch verhältnismäßig, weil der Schutz der Gesundheit ein hohes Gut ist und die Maßnahmen zwar erhebliche Eingriffe darstellen, aber relativ milde ausgestaltet waren.

    1. und 2. kann man sicherlich folgen, evtl. auch 3.
    Aber bei der Abwägung fehlt erwartungsgemäß jegliche sinnvolle Wertung. Es wird nicht ansatzweise quantifiziert, wie groß die Bedrohung für das Gesundheitssystem war und um wieviel sie durch die Maßnahmen voraussichtlich verringert werden würde oder mit welcher Verringerung der Opferzahlen zu rechnen war. Ebenso findet keine Abwägung zwischen Grundrechten und dem allgemeinen Lebensrisiko statt.

    Mit dieser Urteilsbegründung wären die gleichen Einschränkungen auch bei jeder größeren Grippewelle zu rechtfertigen gewesen. Und vor allem bildet das Urteil einen gefährlichen Präzedenzfall für sämtliche zukünftigen (tatsächlichen oder eingebildeten) Gefahrensituationen, beispielsweise für den ja schon mehrfach herbeigeschriebenen „Klimalockdown“. Der Staat muss sich nur eine Bedrohung suchen, vor der er die Bevölkerung schützen will, und schon sind auch erhebliche Grundrechtseingriffe zulässig, ohne dass eine vertiefte Prüfung der Hintergründe und der voraussichtlich Erfolgsaussichten notwendig wäre.

    • Das ist

      „Wie schreibe ich den Satz ‚Ich gestatte mir selber keine potentiell lebensrettende oder dauerhafte Schädigung verhindernde Impfung, weil doofe Leute möchten, dass ich das tue, und dann noch was mit kaputtem Gesundheitssystem‘ mit nicht weniger als 5000 Wörtern“ ,

      sonst nichts. Dass du diese langatmig-redundante Tirade zur Selbstüberzeugung von der eigenen infantilen Verweigerungshaltung toll findest, glaube ich sofort. Es ergibt ja auch total Sinn, sich z.B. aus dem Grund nicht impfen zu lassen, weil neoliberale Arschgeigen das Gesundheitssystem zugrunde gerichtet haben. Oder weil Spahn und Scholz Vollspaten sind. Oder weil die twitteria durchdreht.

      Während sich die selbe Person gegen Tollwut (Deutschland: 4 Fälle seit 1980, EU: ca. 10 Fälle pro Jahr, China: ca. 5000 Fälle pro Jahr) und Tetanus (Deutschland: <15 Fälle pro Jahr, weltweit <10.000 Fälle pro Jahr) impfen lässt. Kognitive Dissonanz nennt man so etwas wohl.

      Damals, vor Corona und als der gute Mann (falls es der selbe ist, wer weiß) noch "Kiezneurotiker" hieß, habe ich das gerne gelesen. Inzwischen ist jeder zweite Artikel peinliches Kindergehabe eines vom Punk zum schlipstragenden und sich in einer Drückerkolonne prostituierenden Hanswurst verkommenen, der sich mit seinen subversiven Corona-Parties im krassen Widerstand wähnt.

      • Während sich die selbe Person gegen Tollwut (Deutschland: 4 Fälle seit 1980, EU: ca. 10 Fälle pro Jahr, China: ca. 5000 Fälle pro Jahr) und Tetanus (Deutschland: <15 Fälle pro Jahr, weltweit <10.000 Fälle pro Jahr) impfen lässt.

        Seb, könnte das evtl. daran liegen, dass zum einen diese Impfungen sehr effektiv sind und zum anderen die gesundheitliche Gefahr bei einer Infektion sehr hoch ist?

        • Klar könnte das. Vor allem, wenn man, wie die meisten „Impfskeptiker“ (oder solche, die glauben welche zu sein, ohne zu wissen was eine Impfung überhaupt ist, haben wir ja leider auch) hier, ein verdammt schlechtes Gefühl für oder Verständnis von Wahrscheinlichkeiten hat.
          Natürlich sind diese Krankheiten, wenn man sie erst einmal erworben hat, gefährlicher/tödlicher als Corona (insb. Tollwut). Die Wahrscheinlichkeit einer Covid-Infektion ist allerdings derzeit

          – um den Faktor 2000-3000 größer als die einer Tetanusinfektion bei Personen ohne Tetanus-Impfung (Tetanus-Inzidenz vor Einführung der Impfungen war etwa 0.3x je 100000 je Jahr, seither haben sich die hygienischen Verhältnisse stark verbessert, Menschen arbeiten weitaus weniger auf dem Land und mit Tieren und Menschen haben viel, viel seltener offene ungeschützte Wunden) bei ca. 1/12 der Letalität unter Intensivbehandlung.

          – um den Faktor >1.000.000 höher bei im Vergleich immer noch ca. 1/60 der Letalität von Tollwut.

          Statistisch gesehen gibt es überhaupt keinen einzigen sinnvollen Grund gegen eine Covid-Impfung, vor allem wenn man auch andere Impfungen nicht ablehnt. Das gilt umso mehr, wenn man zudem noch begriffen hat, dass a) eine Covid-Infektion allmählich ohne vollständige Isolation aussichtslos zu vermeiden wird und b) die „Nebenwirkung“ (das Wort ist falsch, es sind unerwünschte Wirkungen) der Impfung fast ausschließlich abgeschwächte Formen der Reaktion sind, die der selbe Organismus bei der echten Infektion mit um den Faktor 40+ erhöhter Wahrscheinlichkeit und Schwere trifft. Die Impfung zu vermeiden ergäbe also selbst wenn man Angst vor „Nebenwirkungen“ hat nur dann Sinn, wenn man sich absolut sicher ist, dass man eine Infektion mit 97.5+% Wahrscheinlichkeit wird vermeiden können – bei mittlerweile 5.8 Millionen Infektionen auf 83 Millionen Einwohner in D unter steigender Inzidenz wohl eher unwahrscheinlich.

          Das ebenfalls oft vorgebrachte „Argument“, dass die Covid-Impfung anders als z.B. die gegen Tetanus nicht zu quasi 100% schützt, sollte bei geistig gesunden Menschen auch nicht dazu führen, dass man als Konsequenz komplett auf gut 80-90% Reduktion der Hospitalisierungs- und wenn dort angekommen auch der Todeswahrscheinlichkeit verzichtet.

          • ie „Nebenwirkung“ (das Wort ist falsch, es sind unerwünschte Wirkungen) der Impfung fast ausschließlich abgeschwächte Formen der Reaktion sind, die der selbe Organismus bei der echten Infektion mit um den Faktor 40+ erhöhter Wahrscheinlichkeit und Schwere trifft.

            Wenn das stimmen würde, wäre dies tatsächlich ein durchschlagendes Argument für die Impfung. Nur stimmt es meines Wissens eben nicht.
            Die Impfnebenwirkungen scheinen in erster Linie Überreaktionen starker Immunsysteme zu sein, die mit einer tatsächlichen Infektion kaum Probleme hätten. Das passt auch zu den Beobachtungen in meinem Bekanntenkreis, wo ziemlich deutlich zu beobachten ist, dass die Nebenwirkungen sich im Schnitt umgekehrt proportional zum Alter verhalten. Und auch der Umstand, dass bei den meisten Menschen die Reaktionen auf die Zweit- und noch mehr die Drittimpfung heftiger zu sein scheinen als bei der Erstimpfung, deutet darauf hin. Deinem Argument fehlt also die Grundlage.

            Und genau aus diesem Grund greift auch das Argument mit den Tollwut- und Tetanusimpfungen nicht. Es mag ja sein, dass vom reinen absoluten Gefährdungspotenzial her Covid das größere Risiko darstellt. Wenn allerdings die Impfung gegen Covid deutlich unangenehmer ist und zudem alle paar Monate wiederholt werden muss, hat das natürlich erhebliche Auswirkungen auf die Frage, ob sich eine Impfung lohnt. Von dem nicht ausgeschlossenen Risiko etwaiger nachteiliger Langfristfolgen der mRNA-Impfstoffe mal ganz abgesehen.

          • @hugor:

            Die Impfnebenwirkungen scheinen in erster Linie Überreaktionen starker Immunsysteme zu sein, die mit einer tatsächlichen Infektion kaum Probleme hätten.

            Nein.

            Und auch der Umstand, dass bei den meisten Menschen die Reaktionen auf die Zweit- und noch mehr die Drittimpfung heftiger zu sein scheinen als bei der Erstimpfung, deutet darauf hin.

            Nein.

            Es mag ja sein, dass vom reinen absoluten Gefährdungspotenzial her Covid das größere Risiko darstellt. Wenn allerdings die Impfung gegen Covid deutlich unangenehmer ist

            Ja, das scheint des Pudels Kern zu sein. Covid ist vom Gefährdungspotential das (viel) größere Risiko, aber die Impfung ist unangenehm. Eine Argumentation direkt aus dem Kindergarten. Wie soll man denn sowas ernst nehmen?

            Eine Impfpflicht ist m.E. aus vielen Gründen eine ganz schlechte Idee, aber das was du hier auffährst führt nur dazu, dass es sehr leicht wird die Bedenken als Spinnerei abzutun. Damit erreicht man gerade keine sinvolle und ernsthafte diskussion, sondern gerade das Gegenteil. Es schadet der Sache. Das ist bei diesem wichtigen und ernsten Thema wirklich das letzte was nötig ist.

          • Ob eine Impfung unangenehm ist oder nicht fällt bei mir komplett aus der Betrachtung heraus. Ich hatte nach der ersten Impfung heftigen Schüttelfrost. Ich konnte daher (sehr) kurzfristig nicht laufen und hatte beim Sprechen Angst mir die Zunge abzubeißen.

            Nicht schön, aber gehört für mich in die Kategorie Pillepalle, da es nach kurzer Zeit vorbei ist und sich nicht langfristig auswirkt.
            Relevant sind für mich Dinge, die einen echten Schaden bedeuten und nicht nur eine kurzfristige Einschränkung des Wohlbefindens.

          • @WiPoEthik – Ob eine Impfung unangenehm ist oder nicht fällt bei mir komplett aus der Betrachtung heraus.

            Das kannst du natürlich halten, wie du willst. Ich für meinen Teil unterziehe mich unangenehmen Sachen nur dann, wenn ich mir sicher bin, dass dem ein übersteigender Mehrwert gegenübersteht. Und das sehe ich für mich bezüglich Corona angesichts des aller Wahrscheinlichkeit nach mehr oder weniger harmlosen Verlaufs eben nicht.
            Deswegen wäre die Impfung für mich schon fragwürdig, wenn sie hundertprozentig sicher wäre. Da sie dies aber nicht ist, sondern ein – wenn auch sehr kleines – Risiko schwerer Nebenwirkungen sowie ein nicht auszuschließendes Risiko bisher unbekannter Langzeitfolgen existiert, ist die Kosten-Nutzen-Rechnung für mich einfach klar negativ.
            Es ist ja nicht so, dass ich Angst vor der Impfung hätte – ich sehe nur nicht ein, etwas zu tun, das mir unterm Strich vermutlich mehr schadet als nutzt.

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