FLINTA = Frauen, Lesben, Intersex, Nicht-binär, Transgender, Agender.

Im intersektionalen Feminismus braucht man immer noch einen korrekteren Begriff und muss auch immer wieder neue Begriffe schaffen, die als Signal dafür taugen, dass man Up-to-date ist.

Seit einiger Zeit gibt es nun die Abkürzung „FLINTA“, auch „FLINTA*“ für noch mehr Inklusivität, der im Prinzip für „Alles außer CIS-Männer“ steht.

Die Längere Bezeichnung hatte ich schon in der Überschrift dargestellt,

Frauen, Lesben, Intersex, Nicht-binär, Transgender, Agender.

Aus einer Definition:

Auch in feministischen Kreisen scheint die Begriffsdefinition nicht immer klar zu sein. Häufig stolpere ich auch über Akronyme wie FLIT oder TILF. Diese meinen nicht dasselbe. Auch der Begriff Frauen* schließt nicht dieselben Personen ein wie FLINTA* und schließt mehr Menschen aus als ein: Frauen sind nämlich alle Menschen, die sich als solche identifizieren. Das Sternchen suggeriert, dass z.B. trans Frauen keine „echten“ Frauen seien, was natürlich falsch ist. Wenn neben cis Frauen auch trans Frauen angesprochen werden sollen, sollte der *  also wegbleiben – trans Frauen sind Frauen und benötigen kein extra Sternchen. Nicht-binäre und abinäre Personen sind weder Frauen noch Frauen*.

F steht für Frauen

und damit sind nicht nur cisFrauen (also Frauen, die sich mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren) gemeint, sondern alle, die sich als Frau definieren. Oder anders erklärt: Natürlich gehören cisFrauen zu FLINTA* dazu, das bedeutet aber nicht, dass FLINTA*-Räume und Veranstaltungen in erster Linie für sie sind.

L steht für Lesben

Wie… sind Lesben nicht Frauen? Ja und nein. Das L in FLINTA* ist auch dazu da, Kämpfe der feministischen Bewegungen, die vermehrt Lesben queere Personen geführt haben, sichtbar zu machen. Außerdem soll verdeutlicht werden, wie häufig heteronormativ davon ausgegangen wird, Liebe und Sexualität mit cisMännern sei die Norm und ein Teil von Weiblichkeit. Zudem gibt es auch Menschen, die sich nicht als Frauen definieren, aber als Lesben – etwa nicht-binäre oder inter Personen.

I meint inter Personen

Intergeschlechtliche Menschen werden mit körperlichen Merkmalen geboren, die medizinisch als „geschlechtlich uneindeutig“ gelten. Das kann die Geschlechtsorgane, die Hormonproduktion, aber auch den Chromosomensatz betreffen. Inter Personen können sich binär als weiblich oder männlich, aber auch als nicht-binär und/oder als inter identifizieren. Der Lebensweg von inter Personen ist dabei sehr unterschiedlich, einige werden direkt nach der Geburt unnötigen
Operationen unterzogen, um ihnen eine binäre Identität zuweisen zu können. Andere finden erst viel später (oder gar nicht) heraus, dass ihr Körper nicht in medizinische Normen passt. Deshalb ist es wichtig, sie nicht zu übergehen und das „I“ in FLINTA* zu benennen.

N für nicht-binäre Menschen

Als nicht-binär, non-binary oder enby bezeichnen sich Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau identifizieren, sondern als weder noch, beides gleichzeitig oder ihre Identität zwischen männlich und weiblich verordnen. Nicht-binäre Identitäten können z.B. agender oder genderqueer sein. Auch wenn sich viele nicht-binäre Personen als trans identifizieren, tun ebensoviele das nicht. Deshalb ist es wichtig, nicht-binäre Personen mitanzusprechen.

T spricht trans Personen an

Trans steht für transident, transgender oder auch transgeschlechtlich und ist ein Überbegriff für Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Es passt nicht mit ihrem gefühlten Geschlecht, also dem Identitätsgeschlecht, zusammen.
Trans Personen gehören zur feministischen Szene und haben in der Vergangenheit viele queere und feministische Kämpfe ausgetragen, von deren Errungenschaften die ganze Bewegung bis heute profitiert.

A steht für agender Personen

Manche nutzen auch die Selbstbezeichnung genderless. Sie haben kein Geschlecht, fühlen sich keinem Geschlecht zugehörig oder lehnen das Konzept von Geschlecht ab.

Und wofür das Sternchen?

dass hinter Bezeichnungen wie etwa inter* verschiedene Endungen wie -geschlechtlich gehängt werden können und dass mit FLINTA* generell alle Menschen gemeint sind, die sich mit den genannten Geschlechtsidentitäten oder keiner identifizieren.Wichtig ist:
Keiner Person darf ihre Zugehörigkeit zu FLINTA* oder seine*ihre Geschlechtsidentität aberkannt werden. Diese sind von außen nicht erkennbar, weshalb es cisPersonen auch nicht zusteht, andere auf Veranstaltungen gesondert darauf hinzuweisen, dass sie sich im FLINTA* Demo-Block oder einer FLINTA* only Veranstaltung befinden. Vielleicht lest ihr Menschen als cis weiblich oder männlich, die sich aber z.B. nicht-binär oder agender identifizieren. Verlasst euch im Zweifel darauf, dass Personen im ausgewiesenen FLINTA*-Block auch dazu gehören und schickt nur Menschen weg, deren Geschlechtsidentität ihr kennt.CisFeministinnen, Vulva-Feministinnen und TERFs (trans-exclusionary radical feminist, also trans Personen ausschließende radikale Feminist*innen) sind übrigens u.a. daran zu erkennen, dass sie Begriffe wie FLINTA* ablehnen (und tauchen dann hoffentlich auch nicht zur Veranstaltung auf. Oder sonst irgendwo!)

Etwas kürzer gefasst sind das „Die Guten“, ausgeschlossen sind demnach inbesondere Cis-Männer (also Männer, die sich auch als Männer sehen), und damit auch homosexuelle Männer.

Eine solche Begründung findet sich zB hier:

Die FLINT*-Toilette soll ein Rückzugsort für FLINT* Menschen vor cis Männern sein, Schwule sind nicht enthalten, da dann eine Gruppe cis Männer Zugang zum Rückzugsort hätten. Der Begriff FLINT* ist zurückzuführen auf die Emanzipationsbewegung und historisch entstanden.

Hat ja schon was lustiges: Nichtbinäre Menschen ist so ziemlich der weicheste Begriff überhaupt, das kann so ziemlich alles sein und „Frauen“ als Bestandteil bedeutet ja, dass da erst einmal jede TERF (Trans Exklusive Radical Feminst) auflaufen könnte, was wenig inklusiv wäre.

Dennoch interessant, dass sie die homosexuellen Männer da einfach so rausschmeißen.

Es lässt aber immerhin leichter „Inklusive Orte“ (durch Exklusion) leichter benennen, wo dann mit höherer Wahrscheinlichkeit keine „problematische Gruppe“ vorhanden ist.

Crumar kommentierte dazu:

FLINTA = Frauen, Lesben, Intersex, Nicht-binär, Transgender, Agender.

Männer, also Schwule, sind komplett raus.
Frauen dürfen als Frauen jenseits ihrer sexuellen Orientierung als soziales und biologisches Geschlecht existieren, wenn sich die Sexualität nicht gleichermaßen auf Frauen und Männer bezieht.
Dann Bi = raus.
Da hat der eskalierende „Zwang“ zur Homogenität der sich als „abweichend“ Titulierenden mal wieder gewirkt. /sarcasm
Der „Rest“ darf eindeutig uneindeutig sein oder sich so empfinden.
Der „Rest“ macht zwei Drittel der Gruppe aus und Pi mal Daumen 0,25% der Bevölkerung.
Kurze Lektion und Warnung für uns: wie man sich zu Tode radikalisiert.

 

57 Gedanken zu “FLINTA = Frauen, Lesben, Intersex, Nicht-binär, Transgender, Agender.

  1. Es ist wichtig, bei der Inklusion immer mehr von immer weniger zu vereinnahmen, bis man am Schluss alles von nichts inkludiert, ausser Männern.

    Deswegen wäre es richtig, hier von FLINTAGOPF* zu sprechen, da sich Gertrude aus Oberpframmern keiner der zuerst genannten Gruppen zugehörig fühlt.

  2. Der Begriff dient dazu auszuschließen. Man könnte ja auf die Idee kommen einfach allen Menschen zu helfen, egal als was sie sich identifizieren oder geboren sind. Aber darum geht es ihnen ja nicht. Ihnen ist ihr Feindbild fast wichtiger wie ihren angeblichen Schutzbefohlenen wirklich zu helfen. Und daher dieser neue Begriff um alle gegen Männer, die kein Probleme damit haben als Männer zu leben, zu vereinen, so wie PoC alle gegen Weiße vereinen soll.

    • „Und daher dieser neue Begriff um alle gegen Männer, die kein Probleme damit haben als Männer zu leben, zu vereinen,“

      Nach deren Dafürhalten sind Transmänner ja auch normale Männer und die sind wenn ich mich nicht irre doch in Ordnung und inkludiert? (aber wahrscheinlich hauptsächlich, weil sie ursprünglich Frauen waren…)

      • Ich sage ja nicht das es logisch ist.
        Wenn ein Kind mit dem typischen Spielzeug von anderen Geschlecht (da sind es dann wieder nur 2) spielt, dann ist das ja in deren „Logik“ ein Zeichen dafür, dass das Kind Trans ist. Wenn ein Kind hingegen mit dem für seinem Geschlecht typischen Spielzeug spielt, heißt das gar nichts. Das ist dann nur noch nicht so weit. Und sieht man ja auch immer wieder, wenn Frauen das gleiche Verhalten und die gleichen schlechten Charaktereigenschaften an den Tag legen, die sie Männer immer wieder vorhalten. Dann ist das auf einmal gut und empowermnent… gooo grrrlll!

    • Ihnen ist ihr Feindbild fast wichtiger wie ihren angeblichen Schutzbefohlenen wirklich zu helfen.

      Nein, das Feindbild ist ist wichtiger. An anderer Stelle schreibe ich:

      Nehmen wir obiges Plakat: Anstatt also, dass man Frauen sagt, vorsichtig zu sein, soll man stattdessen Männern sagen, nicht zu vergewaltigen. Das macht ungefähr soviel Sinn, wie Hausbewohnern nicht mehr zu sagen, ihre Türen abzuschließen, sondern „Menschen“ zu sagen, sie sollen nicht einbrechen. Moment! „Menschen“? Welchen „Menschen“? Zigeunern etwa, oder wäre das rassistisch? Eben. Bei der Thematik „Einbruch“ – anders als bei Vergewaltigung – fehlt das Feindbild, fehlt der Feind, den man anklagen und gegen den man seinen Hass ausleben kann. Deshalb gibt es keine entsprechende Bewegung. Es geht nicht um Schutz der Opfer, es geht um Hass.

      Und wie er hier sagte:

      »Massenbewegungen können ohne den Glauben an Gott entstehen und sich ausbreiten, aber niemals ohne den Glauben an einen Teufel.« (Eric Hoffer)

    • Ja, und kaum hast du dich beschwert über die „ekligen Weißen“, wird deine Beschwerde auch schon umgesetzt, denn es heißt jetzt LGBTQIA+ und das ist noch viel inklusiver (da steht auch ein Plus am Ende). Auch die „Regenbogenfahne“ reicht nicht mehr aus, die wurde zur „Progress Flag“:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Rainbow_flag_(LGBT)#/media/File:LGBTQ+_rainbow_flag_Quasar_„Progress“_variant.svg

      „Progress kommt aus dem Englischen und bedeutet Fortschritt. Die Flagge bezieht auch weitere Mitglieder der queeren Gemeinschaft mit ein, der Pfeil symbolisiert die Fortschritte, die als Gesellschaft noch vor uns liegen. Die Farben heben vor allem marginalisierte Gruppen hervor, etwa trans Menschen, People of Color sowie an AIDS erkrankte Personen.“
      https://www.lifeline.de/sexualitaet/galerie-lgbtq-id183608.html#bild2

      War es früher egal, welche Hautfarbe der Mensch mit einer bestimmten sexuellen Orientierung hat, wird durch Hinzufügung der schwarzen und braunen Farbe nicht nur die Übereinstimmung mit der intersektionalen Theorie signalisiert.

      Denn symbolisch ist bspw. die Abwesenheit der besonderen Betonung der Hautfarbe deckungsgleich mit einem Eingeständnis der „Diskriminierung“ der vormals nicht separat herausgestellten.

      Der ideologische Betrug und die Geschichtsfälschung, die damit einhergeht: die Addition der Farben und die Beteuerung, man wolle fortan „inklusiver“ sein bedeutet demnach, man wäre früher und vorher „exklusive“ gegenüber denjenigen gewesen, die nun endlich hinzugefügt worden sind. Ohne Beweis für die Richtigkeit dieser These – man braucht das nicht beweisen, man muss es einfach nur behaupten.

      Auch die Benennung der Flagge als „Progress Flag“ mit ihrer Gestaltung sollte in seiner doppelten Bedeutung verstanden werden, nämlich der Grad der Durchsetzung der Ideologie und der „Fortschritte, die als Gesellschaft noch vor uns liegen“.
      Seit 2017 – und nicht vorher – gibt es 8 (acht) neue Designs der Regenbogenflagge und natürlich wird das nicht das Ende sein.

      • „War es früher egal, welche Hautfarbe der Mensch mit einer bestimmten sexuellen Orientierung hat“

        Das stimmt so natürlich nicht. Für die schwarze Bevölkerung der USA war Homosexualität lange Zeit ein Phänomen der Weißen, der schwarze Männer nicht betrifft. Auch afrikanische Potententaten und weite Teile der afrikanischen Bevölkerung halten Homosexualität für ein neokolonialistisches Übel der Weißen (womit sie übrigens so ganz nebenbei einen westlichen linken Frame übernehmen). Und auch Mao hatte Homosexualität bereits als westliche Dekadenz geschmäht, während Che Guevara Schwule gleich selbst erschossen hat.

        PoC sind auf globaler Basis, aber auch in westlichen Gesellschaften, im Regelfall weitaus homophober als Weiße.

        • Könnte das daran liegen, dass „der Westen“ auf griechisch-römischem Vorbild gebaut ist, die ja zumindest nach ihren Tellern und Vasen halt einfach alles gebumst haben, was ihnen über den Weg lief?

          Oder ist unsere Toleranz gegenüber Homesexualität ein Zeichen der Wohlstandsverwahrlosung, das Bumsen der Fiedel, während Rom brennt? Denn die anderen Gesellschaften hatten idR nie den Wohlstand, den wir heute – oder damals Rom – hatten. Nicht falsch verstehen – ich finde keine Info zu Homosexualität im antiken Persien, kann mir aber schwer vorstellen, dass es bei denen groß anders lief, und deren Reich ist ja nun auch zerfallen, und schwupps kam der Islam – meine Theorie ist also gerade, dass Schwule als Sündenbock für den Untergang dekadenten Wohlstands herhalten mussten (und müssen).

          Du kannst ja nicht wirklich einmal durch den Louvre laufen, ohne bei jedem einzelnen Bild den Gedanken zu haben, ob der allein vom Kleidungsstil nicht viel lieber seinen Kammerdiener gebumst hat als als welche Dummkuh er aus politischen Gründen heiraten musste. Und ja, das ist ein klischeeiges Vorurteil, aber die wenigen Schwulen, die ich kenne, achten sehr viel mehr auf ihr Aussehen als alle Heteros zusammen.

          • „Könnte das daran liegen, dass „der Westen“ auf griechisch-römischem Vorbild gebaut ist, die ja zumindest nach ihren Tellern und Vasen halt einfach alles gebumst haben, was ihnen über den Weg lief?“

            Glaube ich nicht. Denn der Westen hatte auch eine fast 1000 Jahre umfassende Periode in denen männliche Homosexualität geächtet und illegal war.

            „Oder ist unsere Toleranz gegenüber Homesexualität ein Zeichen der Wohlstandsverwahrlosung, das Bumsen der Fiedel, während Rom brennt?“

            Ich würde es nicht als „Verwahrlosung“ bezeichnen, wenn man Menschen toleriert, die einvernehmliche Beziehungen mit dem gleichen Geschlecht eingehen.

          • > der Westen hatte auch eine fast 1000 Jahre umfassende Periode…

            Da wäre dann halt die interessante Frage, ob meine Theorie, dass die homosexuelle – und wahrscheinlich auch allgemeine – Rumbumserei als – nochmal – Sündenbock für den Untergang der Zivilisation gedient hat und in eigentlich jeder (monotheistischen) Religion auch geächtet ist.

            Ich weiß, dass ich bei Dir, wir reden ja nun schon eine Weile, und auch irL bei Schwulen irgendwie homo-feindlich ankomme, ich kann Dir aber versichern, dass ich das nicht bin, und das sehr schade finde – es tut mir sogar irgendwie leid; ich rede gerne mit Menschen, die andere Ansichten und Lebensweisen haben; beim Zirkelwichsen lernt man nix dazu.

            Du hast aber meinen (tieferen) Punkt nicht mitbekommen: Wir wissen ja nun, dass die Decke der „Zivilisation“, die wir uns einreden, super-dünn ist, und so sehr ich Religionen für Blödsinn halte, sind sie doch nur ein Versuch, die Illusion einer Zivilisation aufrecht zu erhalten. Und Zivilisation ist halt ein gesamtgesellschaftliches Positivum, was erstrebenswert ist; dafür braucht aber jeder Topf seinen Deckel – oder genauer: irgendwer muss sich um die Frauen kümmern. Wenn Du jetzt ein schwules Pärchen hast, haben zwei Frauen niemanden – am unteren Ende der Skala, natürlich. Die hießen im Mittelalter Hexen und wurden verbrannt, heute sind das Feministen und werden Minister. Das ist es, was ich mit „Verwahrlosung“ meine; die „Toleranz“ gegenüber Homosexuellen geht aber – so meine Vermutung – damit einher. Das heißt nicht, dass ich das „schlecht“ finde; soll jeder (einvernehmlich und erwachsen) bumsen, wie er lustig ist; es macht aber halt gesamtgesellschaftlich Probleme, wenn wir (1) Monogamie vorschreiben, (2) Homosexualität tolerieren und dann die zwangsläufig übrig bleibenden (3) Hexen nicht verbrennen.

            Du liest ja nun auch feministische Kolumnen von Frauen, die – würdest Du auf Frauen stehen – höchstens Resteficken sind, aber ganz sicher kein Beziehungsmaterial; und wenn Du in die USA schaust, gibt’s 100,000e end-20er zu Tode operierte Schlampen, die ernsthaft denken, „a man earning 8 figures“ würde sie auch nur mit dem Arsch anschauen.

            Die „Toleranz“ (natürlicher) weiblicher Hypergamie wie auch (ebenso natürlicher) Homosexualität ist in jeder Zivilisation kurz vor ihrem Niederhang anzutreffen. Das heißt nicht, dass das irgendwie „falsch“ wäre; das ist halt so. Moralische Etiketten auf Tatsachen zu kleben ist so doof wie der Typ, der sich den „naturalistischen Fehlschluss“ ausgedacht hat.

            Das meine ich mit Verwahrlosung.

          • „irgendwer muss sich um die Frauen kümmern“

            Eben nicht. Das haben Frauen Euch Heten so eingeredet. Dass es Euer Job sei, Euch um Frauen zu kümmern. Entweder ganz klassisch als Ehemann und Versorger, oder indem Ihr Platz macht, damit eine Quotenfrau Euren Platz einnehmt.

          • Es mag ja sein, Adrian, dass man das als Schwuler ignorieren kann, aber davon verschwinden die Frauen nicht einfach. Und abseits der Möglichkeit, dass die Menschheit ausstirbt, „brauchen“ wir, so als Gesellschaft, Frauen.

            Ich bin jetzt >20 Jahre in der Beziehung und 14 Jahre verheiratet, und meine Frau ist eher am oberen Ende jedweder Verträglichkeitssskala, was aber nichts daran ändert, dass sie ununterbrochen selbstmitleidig rumheult und *einen Mann* braucht.

          • Du kannst Dich gerne um Frauen – oder Deine Frau – kümmern, Tatsache ist, das ich das nicht muss und ich auch überhaupt keine Veranlassung dazu sehe.

          • Verstehe ich, und hab ich auch kein Problem mit, aber: Du gehst nicht auf meine Theorie ein, dass die Gesellschaft dann halt zugrunde geht. Was ich für meine Nichte und die neuen süßen Patentöchter blöd fände, aber mich persönlich würde das (hoffentlich) auch eher wenig stören

          • Das geht sehr durcheinander. „Schwups kam der Islam“, von wegen.

            Toleranz oder Verteufelung von Homosexualität ist ein kulturelles Merkmal. Man kann da nicht über ganze Kontinente oder Hautfarben pauschalisieren.

            Das vorchristliche Europa war da auch nicht einheitlich. Es gab zB Ablehnung bei den Germanen und Toleranz bei Griechen und Römer.

            Was dann „schwups“ kam waren die abrahamitischen Religionen insgesamt. Alle drei verbieten Homosexualität. Das steht im Alten Testament, daher ist es Dogma im Judentum und Christentum. Der Islam ist aus diesen beiden abgeleitet, und deshalb verdammt er Homosexualität auch. Und deswegen tun das auch alle Kulturen, die diese Religionen übernommen haben.

            Es ist also nicht so, dass der Islam besonders homophob sei, die anderen beiden sind es nicht minder.

            Europa und mit ihm die westliche Welt hatte dann aber die Aufklärung, und damit viele christliche Dogmen relativiert. Das ist letztlich der Grund für die heutige Toleranz. Der Islam hatte noch keine Aufklärung, und ist deshalb auf einem Stand wie Europa vor 500 Jahren.

          • *Du gehst nicht auf meine Theorie ein, dass die Gesellschaft dann halt zugrunde geht. “

            Die Herleitung ist unlogisch. Alle Gesellschaften gehen irgendwann zugrunde. Sich hinterher irgendein Merkmal und das dann als Grund für den Untergang zu präsentieren ist ein wenig unterkomplex.

            Die Kultivierung männlicher Homosexualität in Griechenland fand während der höchsten Blüte der klassischen Kultur statt, und diese Kultur lebte danach noch 1000 Jahre munter weiter.

            Die Übernahme des Christentums und Verdammung von Homosexualität liegen zeitlich viel näher am Untergang der antiken Kulturen. Sie deswegen als Ursache zu benennen wäre allerdings auch unterkomplex.

        • @Adrian @Shitlord

          Homophobie war tatsächlich auch (!) ein europäischer Exportartikel – u.a. mit tatkräftiger Unterstützung der katholischen Kirche. Steht auch schon in der Wikipedia zur Homosexualität auf Kuba: „Ab 1938 galt ein Gesetz zum Schutz der Gesellschaft, das von der entsprechenden Gesetzgebung in Spanien abgeleitet war, welche die präventive Inhaftierung von Homosexuellen und anderen vermeintlichen Abweichlern erlaubte. Der Artikel 490 des kubanischen Gesetzes von 1938 sah darüber hinaus Haftstrafen von bis zu sechs Monaten oder Geldstrafen für gewohnheitsmäßige homosexuelle Handlungen oder für die Erregung eines öffentlichen Skandals durch die Zurschaustellung der Homosexualität vor. Dieses Gesetz galt auch nach dem Sieg der Revolution praktisch unverändert weiterhin bis 1979.“

          Dass Che Guevara Schwule erschossen haben soll, weil sie schwul sind, ist eine Behauptung, bei der mir allerdings die Quelle fehlt, um den Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

          „Das stimmt so natürlich nicht. Für die schwarze Bevölkerung der USA war Homosexualität lange Zeit ein Phänomen der Weißen, der schwarze Männer nicht betrifft. Auch afrikanische Potententaten und weite Teile der afrikanischen Bevölkerung halten Homosexualität für ein neokolonialistisches Übel der Weißen (womit sie übrigens so ganz nebenbei einen westlichen linken Frame übernehmen).“

          1. Der Bezug ist falsch, Adrian.
          Ich sprach von der ursprünglichen Bewegung der Schwulen und Lesben.
          Was mit der neuen Flagge angedeutet werden soll ist, dass „POC“ in der Bewegung selbst marginalisiert worden sind.

          2. Auffällig ist, es sind immer die „Anderen“, die abweichendes Verhalten von der Norm „erfunden“ haben. „Bei uns“ existiert „so etwas“ nicht.
          Hätte es nicht so tragische Auswirkungen, diese Leugnung und Projektion wäre tragikomisch.

          Die engen Grenzen von dem, was Männlichkeit ist und sein darf und die Entwicklung einer Hyper-Maskulinität in Afrika hat vielfältige Ursachen, darunter wird sich auch eine Kränkung verbergen, die Kolonialisierung nicht verhindert haben zu können.

          „Oder ist unsere Toleranz gegenüber Homesexualität ein Zeichen der Wohlstandsverwahrlosung“

          Ich glaube, es handelt sich nicht um Toleranz, sondern um Einsicht, dass es Homosexualität schon immer gegeben hat und geben wird.
          Als die Antike „wiederentdeckt“ worden ist wurde auch klar, da ist ein bisschen die Geschichte umgeschrieben worden, um ausschließliche Heterosexualität als von „Gott gewollt“ darzustellen.

          Ein weiterer Effekt von Aufklärung ist auch, dass es zur Mehrung von Produktivität einer größeren Bevölkerung nicht bedarf.
          Auf dieser Produktivität basiert wiederum unser Wohlstand.

          „dafür braucht aber jeder Topf seinen Deckel – oder genauer: irgendwer muss sich um die Frauen kümmern.“

          1. Das Argument könntest du auch gegen Lesben verwenden, die den Männern „die Frauen wegnehmen“.
          Bzw. du könntest dich fragen, warum du in einer langen Tradition stehst, die genau dieses Argument nie verwendet haben.

          2. Du solltest djads Artikel über Stoverock lesen, die prognostizierte, bei vollendeter „female choice“ würden in Massen Männer auf der Strecke bleiben und das müssten sie eben einsehen.

      • „…der Pfeil symbolisiert die Fortschritte, die als Gesellschaft noch vor uns liegen“

        Das sind doch keine Pfeile, sondern sti­lis­tisch abgeänderte Runen. Es ist doch ganz klar, dass diese „Pfeile“ eigentlich abstrakte Teile der SS Runen sind, die zusammengefügt zwei kantige S ergeben. Erstaunlich, wie offen faschistisch die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben wird.

    • Die entscheidende Frage wäre, ob es Lesben, im Sinne von Schwulen, überhaupt gibt. Lesbianismus erscheint mir tatsächlich eher eine Art Lebensstil.

      Was man sagen kann ist, dass Lesben und Schwule nichts gemeinsam haben – außer, dass sie nicht aufeinander stehen.

      • Wie ist das „Lesben im Sinne von Schwulen“ gemeint? Als „ich steh einfach nicht auf Männer, habs probiert, gibt mir nix“?
        Ich kannte mal eine Lesbe, die genau das von sich behauptet hat … (und interessanterweise kein bisschen männerfeindlich war)

        • So wie ich Adrian verstehe, ist männliche Homosexualität auf hormonelle Prozesse in einem bestimmten Abschnitt der Schwangerschaft zurückzuführen. Für die weibliche hingegen sind mir keine vergleichbaren Prozesse bekannt, sie hat somit wahrscheinlich keine körperlichen Ursachen, ist somit eine Frage des Lebenstils.

          • Wenn ich mir so „Butch“ Lesben aka lesbische Mannsweiber ansehe (inklusive des Uniformen Bürstenhaarschnitts & Holzfällerhemdes), vermute ich durchaus körperliche, sprich hormonelle Ursachen.

        • @Adrian: Offenbar mehr als du vernünftige Hetero-Frauen…;)

          Ein paar beruflich, wenige im Freundeskreis. Da überwiegen eher die Schwulen, was homosexuelle Freunde anbelangt.

  3. In Sachen Exklusion wird sich bei den Flintas bestimmt noch was tun. Der Elefant im Raum ist das „funktionierende“ dritte Bein und sein Gebrauch im geschlechtlichen Sinne. Horribile dictu! 😱

    Dasind bei den Flintas noch zuviele mit drin, die sowas haben.

    Ich tippe also auf einen baldigen Einsatz der TERF-Sondereinheit zur Säuberung…

  4. FLINTA ist ganz einfach die neue Form der Armbinde, die sich moralisch Erhabene umlegen und damit Zugehörigkeit signalisieren. Als Vorbild lässt sich hier die Waffen SS ausmachen, die mit ihren Schlägertrupps Andersgläubige verfolgten und maßregelten. Die FINTA -SS des faschistischen Feminismus ist selbstverständlich moralisch gerechtfertigt, das Feindbild ist klar definiert, die guten Absichten moralisch und theoretisch fest untermauert. Da kann doch nichts mehr schief laufen.

    • Ich finde man sollte nicht überall Nazis sehen. Zumal es keine uniformierten FLINTA-Horden gibt, die irgendwie öffentlich in Erscheinung treten.

      Das ganze sollte m.E. eher als dekadent-kindische Spielerei unreifer und gelangweilter Wohlstandsgören angesehen werden. Und man sollte sich darüber amüsieren.

      BTW: Ich habe aus der Sammlung bisher nicht einmal eine „agender Person“ kennengelernt. Androgyne schon, aber die passen nicht in die Definition. Kennt jemand ein Exemplar zur näheren Betrachtung?

      • Ich meinte mit WAS eher der/die/das/wieso/weshalb/warum mit Studienhintergrund Ev. Th. Das Problem ist für der/die/das ja gerade, dass das „Nichtbinäre“ nicht angesprochen wird. Dabei ist das „Nichtbinäre“ doch die grösste Errungenschaft, seit es Menschen gibt.

  5. Hält das nicht auch weißen Homomännern die FLINTA an den Kopf?
    Ebenso wie weißen Karens?

    Wer weiß, vielleicht sehen ja da noch andere ein Muster

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