„Diese europäischen Länder bieten Frauen das beste Arbeitsumfeld“

Ein Artikel dazu, welche Länder Frauen das beste Arbeitsumfeld bieten. Da Mutterschutz etc in die Bewertung mit einbezogen worden ist, aus meiner Sicht ganz interessant:

Bulgarien bietet Frauen in Europa das beste Arbeitsumfeld. Der Staat punktet mit dem besten Mutterschaftsurlaubspaket in Europa, das eine vollständige Punktzahl von 100 möglichen erreicht. Und nicht nur das: Bulgarien liegt auch bei den Frauen in Führungspositionen mit 90 von 100 Punkten an zweiter Stelle (hinter Norwegen). Das ist das Ergebnis eines eigenen erstellten Rankings der Online-Marketing-Agentur Reboot.

Meine Vermutung ist dennoch, dass die wenigsten Frauen von Deutschland nach Bulgarien ziehen wollen. Einfach weil der Lebensstandard ein anderer ist.

An zweiter Stelle folgt Kroatien mit einer Gesamtpunktzahl von 229,9 von 300 Punkten. Auch dort erhalten berufstätige Frauen ein optimales Mutterschutz. Bei den geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden scheint das Balkanland ebenfalls auf dem richtigen Weg zu sein, da es bei den wirtschaftlichen Chancen mit 96,6 von 100 Punkten die zweithöchste Punktzahl erreichte. Allerdings schneidet Kroatien noch schlecht ab bei Frauen in Führungspositionen.

Auch interessant. In keiner Bewertung von den besten Arbeitsumfeld für Männer würde „Vaterschaftsschutz“ eine größere Rolle spielen. Work-Life Balance im allgemeinen vielleicht durchaus.

Lohnunterschiede sind häufig in Ländern niedrig, die eine schwache Wirtschaft haben. Dann verdienen alle gleich schlecht. Das wird aber auch kaum ein Anreiz sein in diese Länder zu ziehen.

An dritter Stelle des Rankings der idealen europäischen Länder für Frauen liegt Estland. Mit durchweg guten Ergebnissen in allen Bereichen erhält der Staat 80 Punkte sowohl für den Mutterschaftsurlaub als auch für Frauen in Führungspositionen.

Eigentlich wäre ja ein Land ideal, dass noch eine noch nicht so hohe Anzahl von Frauen (wenn auch keine niedrige) hat, und das ändern will. Ein Land in dem demnächst Frauenquoten eingeführt oder angehoben werden etwa.

Das als besonders gleichberechtigt geltende Schweden liegt lediglich auf Platz 10, bei den wirtschaftlichen Chancen erreicht es 73,3 von 100 möglichen Punkten und beim Mutterschaftsurlaub 16,6 von 100 und bleibt so hinter Lettland zurück. Immerhin ist Schweden bei der Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen nach wie vor führend.

Aus der Wikipedia zu Schweden:

Schwangeren werden vor der Niederkunft 50 Tage gewährt, nach der Geburt, der Mutter oder dem Vater 450 Tage Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub gegeben.

In der Zeit des Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaubes werden 80 Prozent des Gehaltes ausbezahlt, mit einem Sockelbetrag für gering Verdienende und Nichterwerbstätige.

Also etwas über ein Jahr zum aussetzen. Und das entweder den Müttern oder den Vätern.

Die junge berufstätige Mutter ist dort wenn ich mich richtig erinnere üblicher. Das ist natürlich schlecht und gibt Punktabzug.

Die Grafik ist ganz interessant:

bestes Arbeitsumfeld Frauen Europa

Deutschland weit abgeschlagen auf Platz 23

Auf dem neunten Platz folgt Lettland, das bei den wirtschaftlichen Chancen (86,6/100) mehr Punkte erzielt hat als traditionelle Wirtschaftsmächte wie das Vereinigte Königreich auf Platz 12 (66,6/100 Punkte) und Dänemark auf Platz 15 (56,6/100). Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass in den letzten Jahren immer mehr Frauen hohe politische Ämter bekleiden.

Dazu muss man allerdings in die Politik gehen wollen und das ist für jemanden aus dem Ausland meist ohnehin nicht möglich.

Deutschland bietet Frauen kein besonders gutes Arbeitsumfeld

An letzter Stelle der dreißig untersuchten Länder steht die Türkei, die nur 39,9 von insgesamt 300 möglichen Punkten erreicht hat. Trotz des schlechten Abschneidens hat das Land überraschenderweise mehr Punkte für Frauen in Führungspositionen gesammelt (13,3/100) als Länder, die traditionell für ihre Gleichstellung bekannt sind und liegt sogar noch vor Deutschland (10 Punkte) und Österreich (3,3 Punkte). Nur knapp dahinter auf Platz 26 liegt Portugal (69,9 von 300 möglichen Punkten), das ebenfalls Deutschland und Österreich in Bezug auf Frauen in Führungspositionen übertrifft (26,6/100 Punkte), obwohl es für Mutterschaftsurlaub null Punkte erhält.

Die Türkei schneidet besser bei Frauen in Führungspositionen ab als Deutschland. Das spricht dafür, dass Frauen in Führungspositionen relativ wenig über Gleichberechtigung oder gleiche Chancen aussagen.

Es folgt eine Aufschlüsselung der besten Länder für erwerbstätige Frauen im Einzelnen:

1. Bulgarien (236,6 Punkte)

Bulgarien ist dasjenige Land in Europa, in dem Frauen am besten arbeiten können. Das Land gewährt Müttern einen Mindesturlaub von 58,6 Wochen (410 Tage) – den längsten Mindestmutterschaftsurlaub der Welt – und zahlt während des Urlaubs 90 Prozent des vollen Gehalts.

22,1 Prozent der Frauen in Bulgarien haben zudem eine Führungsposition inne – der vierthöchste Wert aller untersuchten Länder. Bei den wirtschaftlichen Chancen liegt es jedoch im Mittelfeld (46,6 Punkte), was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass es im Global Gender Gap Index 2020 mit lediglich 0,727 Punkten bewertet wurde.

2. Kroatien (229,8 Punkte)

Ähnlich wie Bulgarien bietet auch Kroatien eines der besten Mutterschaftsurlaubspakete in Europa, was im Index zu 96,6 Punkten führt. Kroatische Eltern können für die Wochen des Mutterschaftsurlaubs ihr volles Gehalt erwarten und haben eine der längsten Mindestfristen für den Mutterschaftsurlaub (30 Wochen bzw. 210 Tage).

Auch in Bezug auf das geschlechtsspezifische Lohngefälle scheint das Land auf dem richtigen Weg zu sein, da es bei der Berücksichtigung der Lohngleichheit und des geschätzten Einkommens die zweithöchste Punktzahl für die wirtschaftlichen Chancen erreicht (96,6 Punkte) und damit nur von Italien übertroffen wird, das beeindruckende 100 Punkte erreicht.

Die 36,6 Punkte, die das Land für Frauen in Führungspositionen erhielt, zeigen jedoch, dass es noch einiges zu tun gibt, denn durchschnittlich nur11,95 Prozent der kroatischen Frauen haben eine Führungspositionen inne.

3. Estland (220 Punkte)

Wenn es um den Mutterschutz und die Anzahl der Frauen in Führungspositionen geht, ist Estland unter den Top 10 in Europa. Mit einem voll bezahlten Mutterschutz und einem Frauenanteil von 18,5 Prozent in Führungspositionen – dem siebthöchsten Wert aller untersuchten Länder – hat das Land für beide Aspekte respektable 80 Punkte erhalten.

Mit einem Wert von 0,751 in der Global Gender Pay Gap 2020-Rangliste schneidet Estland auch bei den wirtschaftlichen Chancen mit 60 Punkten recht gut ab.

4. Norwegen (209,9 Punkte)

Auch was die wirtschaftlichen Chancen angeht, schneiden die norwegischen Frauen gut ab: Im Gender Pay Gap Index 2020 erreichen sie einen Wert von 0,8442. Daher hat das skandinavische Land 83,3 Punkten erhalten, was dem sechsten Platz in dieser Kategorie entspricht.Wenn man bedenkt, dass Norwegen das Land mit der größten Geschlechtergleichheit in der Welt ist, sollte es nicht überraschen, dass es das beste europäische Land ist, wenn es darum geht, Frauen Führungspositionen anzubieten. Die Analyse zeigt, dass ein Viertel der CEO- oder Führungspositionen im Land von Frauen besetzt sind (24,8 Prozent).

Doch obwohl Norwegen eines der egalitärsten Länder Europas ist, hat es eines der schlechtesten Mutterschutzpakete überhaupt. Es bietet Müttern 94 Prozent ihres vollen Gehalts während des Mutterschaftsurlaubs, aber das Land offeriert nur 13 Wochen bezahlten Urlaub (19 Tage), was zu den schlechtesten der Welt gehört. Infolgedessen erhielt das Land eine mittelmäßige Bewertung von 26,6 von 100 möglichen Punkten.

4. Slowakei (209,9 Punkte)

Zusammen mit Norwegen liegt die Slowakei auf dem vierten Platz, wenn es um das beste Arbeitsumfeld für Frauen geht. Das mitteleuropäische Land belegt den dritten und fünften Platz beim Mutterschutz und bei Frauen in Führungspositionen. Da drei Viertel des Lohns einer Mutter während des Mutterschaftsurlaubs gezahlt werden und 19,75 Prozent der slowakischen Frauen Führungspositionen innehaben, erhält das Land 93,3 bzw. 83,3 Punkte. Allerdings schneidet die Slowakei nicht so gut ab, wenn es um das geschlechtsspezifische Lohngefälle geht. Mit einem Wert von 0,718 befindet es sich unter den zehn schlechtesten europäischen Ländern im Gender Gap Index 2020 rangiert.

5. Niederlande (206,5 Punkte)

Wenn es um Geld geht, haben die niederländischen Frauen mit 93,3 Punkten einen der besten Werte für die Gleichstellung der Geschlechter und liegen damit an dritter Stelle.

Beim Mutterschutzurlaub liegen die Niederlande mit 56,5 Punkten nur knapp unter den Top 10. Das liegt daran, dass das Land zwar 100 Prozent voll bezahlten Urlaub für Eltern anbietet, aber nur 16 Wochen Mindest-Mutterschaftsurlaub (112 Tage), das sind 43,6 Wochen weniger als Bulgarien auf dem ersten Platz.

Auch bei den Führungspositionen erreichen die Niederlande 56,6 Punkte und liegen damit auf Platz 13 der 30 untersuchten europäischen Länder. 15,5 Prozent der niederländischen Frauen arbeiten in Führungspositionen, was besser ist als in den Nachbarländern Belgien (10,55 Prozent) und Deutschland (6,75 Prozent).

6. Slowenien (199,9 Punkte)

Untersuchungen zufolge können slowenische Frauen mit fairen wirtschaftlichen Beschäftigungsmöglichkeiten rechnen, was zu 80 Punkten und dem siebten Platz in unserem Index für Frauen in der Arbeitswelt führt. Auch bei der Anzahl der Frauen in Führungspositionen liegt Slowenien auf dem achten Platz: 17,3 Prozent der Frauen haben die Position eines CEO oder einer Führungskraft inne.

Obwohl Müttern für die Wochen, in denen sie Mutterschaftsurlaub nehmen, ihr volles Gehalt gezahlt wird, gewährt Slowenien nur 15 Wochen bezahlten Urlaub – 105 Tage. Damit liegt das Land in Sachen Mutterschutz im Mittelfeld, nämlich auf Platz 16 und erreicht 46,6 Punkte.

7. Rumänien (196,6 Punkte)

23,55 Prozent der Frauen in Rumänien bekleiden eine Führungsposition, was den zweiten Platz unter den 30 untersuchten europäischen Ländern bedeutet und einen beeindruckenden Wert von 96,6 Punkten im Index ergibt. Das benachbarte Bulgarien rangiert ebenfalls unter den ersten fünf Ländern, was darauf hindeutet, dass die osteuropäischen Länder zu den besten Ländern gehören, wenn es um die Förderung von Frauen in CEO- oder Führungspositionen geht.

Wenn es jedoch um wirtschaftliche Chancen und Mutterschutz geht, liegen die rumänischen Frauen mit jeweils 50 Punkten im Mittelfeld der untersuchten europäischen Länder (Platz 15).

8. Italien (179,9 Punkte)

Italienische Frauen haben von allen 30 untersuchten europäischen Ländern die besten wirtschaftlichen Chancen, wenn man die Lohngleichheit bei vergleichbarer Arbeit und das geschätzte Einkommen berücksichtigt. Infolgedessen erhielt Italien in dem Index 100 Punkte und steht damit an erster Stelle.

Auch beim Mutterschutz rangiert Italien unter den Top 10 (Platz 8). Das Land bietet Frauen 80 Prozent Lohnfortzahlung während des Urlaubs und einen der längsten Mindest-Mutterschaftsurlaube der Welt (21,7 Wochen bzw. 151 Tage). Was die Gleichstellung der Geschlechter angeht, muss Italien jedoch noch mehr tun. Nur 6,55 Prozent der Frauen in Italien sind in Führungsposition tätig – der drittniedrigste Wert aller 30 untersuchten Länder.

9. Lettland (166,6 Punkte)

Lettland hat die fünftbesten wirtschaftlichen Chancen für Frauen und wurde im Global Gender Pay Gap Index 2020 mit einem Wert von 0,785 bewertet, was einen beeindruckenden Wert von 86,6 Punkten ergibt. Wenn es jedoch um Frauen in Führungspositionen und um den Mutterschutz geht, könnte Lettland besser abschneiden. Da 14,45 Prozent der Frauen als Geschäftsführerin oder leitende Angestellte eingestuft sind und das Land Müttern 80 Prozent ihres Lohns für nur 16 Wochen (112 Tage) zahlt, hat das Land 50 Punkte für seine Führungsqualitäten (15.) und 30 Punkte für seine Mutterschaftsleistungen (21.) erhalten.

10. Schweden (166,5 Punkte)

Das Land schneidet am besten ab, wenn es um Führungspositionen geht, denn 18,45 Prozent der schwedischen Frauen haben Machtpositionen inne (Vorstandsvorsitzende oder leitende Angestellte) und konnte damit 76,6 Punkte und den siebten Platz erreichen. Auch bei den wirtschaftlichen Möglichkeiten liegt Schweden unter den Top 10 und erreicht mit 73,3 Punkten den achten Platz. Allerdings lassen die Mutterschutze sehr zu wünschen übrig. Schweden zahlt 77 Prozent des vollen Lohns einer Mutter während des Mutterschaftsurlaubs, der oft nur 12,9 Wochen (90,3 Tage) beträgt.

Türkei bietet erwerbstätigen Frauen das schlechteste Arbeitsumfeld

Im Folgenden werden die Länder im Einzelnen betrachtet, die es Frauen in der Arbeitswelt besonders schwer machen.

1. Türkei (39,9 Punkte)

Das Schlusslicht in dem Reboot-Index für Frauen in der Arbeitswelt bildet die Türkei mit einem mittelmäßigen Ergebnis von 39,9 Punkten. Zum Vergleich: Das sind satte 196,7 Punkte weniger als Bulgarien auf dem ersten Platz!

Was die Lohngleichheit und das geschätzte Einkommen im Vergleich zu Männern angeht, gehört die Türkei zu den Schlusslichtern in Europa. In der Rangliste des Global Gender Gap Index 2020 hat die Türkei den niedrigsten Wert aller 30 Länder (0,635), was zu einem Ergebnis von nur 6,6 Punkten (Platz 28) für die wirtschaftlichen Chancen führt.

Türkische Frauen werden auch diskriminiert, wenn es um Führungspositionen und Mutterschaft geht, denn nur 7,15 Prozent der erwerbstätigen Frauen befinden in Führungspositionen und Frauen erhalten während ihres Mutterschaftsurlaubs von 16 Wochen (112 Tagen) lediglich 66 Prozent ihres vollen Lohns.

2. Portugal (69,9 Punkte)

Obwohl Portugal 30 Punkte mehr als die Türkei erreicht hat, gehört es ebenfalls zu den zehn Schlusslichtern in unserem Index. Es ist das schlechteste Land, wenn es um Mutterschaftsurlaub geht, und liegt in der Studie auf Platz 30. Obwohl portugiesische Frauen voll bezahlten Urlaub erhalten, haben sie den kürzesten Mindestmutterschaftsurlaub der Welt – nur sechs Wochen (42 Tage!).

Portugal schneidet etwas besser ab, wenn es um Führungspositionen und wirtschaftliche Chancen für Frauen am Arbeitsplatz geht: 10,8 Prozent der Frauen haben Machtpositionen am Arbeitsplatz inne (CEO- oder Executive-Ebene) und liegen im Mittelfeld, wenn es um Lohngleichheit und geschätztes Einkommen geht.

3. Österreich (72 Punkte)

Das Land mit den drittschlechtesten Chancen für Frauen ist Österreich, das im Index für berufstätige Frauen nur 73,2 Punkte erreicht. Im Vergleich zu den 30 anderen europäischen Ländern, die in der Studie untersucht worden sind, wird deutlich, dass österreichische Frauen diskriminiert werden, wenn es um Führungspositionen geht. Nur 5,35 Prozent der CEO- oder Executive-Positionen sind dort mit Frauen besetzt sind.

4. Luxemburg (80 Punkte)

Luxemburg liegt sowohl bei den wirtschaftlichen Chancen als auch bei den Frauen in Führungspositionen auf dem letzten Platz, nachdem beide Aspekte im Index mit null Punkten bewertet wurden. Obwohl Luxemburg zu den kleinsten Ländern Europas gehört, hat es den schlechtesten Prozentsatz an Frauen in Führungspositionen – nur 2,1 Prozent.

Mit 80 Punkten und dem siebten Platz für sein Mutterschutz kann das Land jedoch ein wenig aufholen. Luxemburg zahlt den Müttern während des Mutterschaftsurlaubs nicht nur den vollen Lohn, sondern bietet auch eine der längsten Mindestfristen für den Mutterschaftsurlaub (20 Wochen bzw. 140 Tage).

5. Deutschland (90 Punkte)

Der Index für Frauen in der Arbeitswelt vergab jeweils 40 Punkte für wirtschaftliche Chancen und für den Mutterschutz, wodurch Deutschland auf Position 18 von 30 rangiert. Es ist bemerkenswert, dass Deutschland zwar zu den elf europäischen Ländern gehört, die 100 Prozent Mutterschaftsgeld anbieten, diese bezahlte Zeit aber nur 14 Wochen (98 Tage) dauert – eine der niedrigsten weltweit.

Deutsche Frauen haben es zudem schwer, eine Frau in Führungsposition zu sein, denn nur 6,75 Prozent der Frauen sind in einer CEO- oder Executive-Position beschäftigt – der viertniedrigste Wert aller 30 untersuchten Länder.

Ich lasse die Länder einfach mal so stehen, wer etwas dazu anmerken kann, der schreibe es bitte in den Kommentaren.

Bei Deutschland klingt es so als hätten sie nur den Mutterschutz bedacht, aber nicht die Elternzeit.

23 Gedanken zu “„Diese europäischen Länder bieten Frauen das beste Arbeitsumfeld“

  1. Deren Definition von Geschlechtergerechtigkeit ist ein Witz und ein Frauenanteil in Führungspositionen sagt nichts über Chancen aus, wenn man dem nicht die Bewerbungen gegenüberstellt.

    • Zu mindestens in Deutschland wird es mit den aktuellen Gesetzen niemals zu Gleichheit kommen. Frauen und Männer werden vom Gesetzgeber unterschiedlich behandelt. Hier völlig gleich Ergebnisse für Frauen und Männer anzustreben (natürlich nur da wo es Frauen nützt) kann nur durch weitere Ungleichbehandlung erreicht werden. Und es ist ja klar auf welche Kosten die gehen.

      • Wurde heute passend von Arne drüber berichtet. Ist zwar etwas off topic, passt aber dennoch grundsätzlich thematisch und insbesondere zu deinem Kommentar.

        In Berlin hat eine Obdachlosenunterkunft nur für Frauen geöffnet, obwohl eine Zählung unter Breitenbach, Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales egeben hat, dass 84% der Obdachlosen männlich sind.
        Nahezu gleichzeitig wird eine der ältesten „Unisex“-Obdachlosenunterkunft, der „warme Otto“, geschlossen. Besser könnte das Timing nicht sein. Es wird wieder kälter, in wenigen Monaten werden wir wahrscheinlich wieder Kältetote zu beklagen haben – so denn überhaupt neben Corona darüber berichtet werden wird. Die meisten von der Schließung Betroffenen sind schließlich nur Männer.

    • Ebenfalls passend:

      „Gerd Riedmeier verwies auf die hohen Raten des GPG (höher als 40 %) in Gegenden, in denen überwiegend Männer sehr gut bezahlte Tätigkeiten in der Autoindustrie übernähmen. Diese Männer sorgten als „Alleinverdiener“ für das Familienauskommen; viele der gut ausgebildeten Ehefrauen blieben jedoch zuhause und übernähmen lediglich Tätigkeiten in 450-Euro-Anstellungsverhältnissen zur „Aufbesserung der Urlaubskasse“. Diese Familien profitierten vom steuerlichen „Ehegattensplitting“ und der beitragsfreien Mitversicherung der Ehefrau in der Sozialversicherung des Alleinverdieners.“

      https://genderama.blogspot.com/2021/11/forum-soziale-inklusion-fuhrt.html

      Ein Sprecher der IGM hat uns auf unsere Betriebsversammlung ja schon den Vorwurf gemacht das es in Bayern noch einige Verbesserungsbedarf bzgl. des GPG gibt.

      Im Grunde will der IGMler also das Männer weniger verdienen und Familien es sich nicht mehr leisten können nur vom Gehalt des Mannes leben zu können. Frauen sollen „die Freiheit“ bekommen, ebenfalls für ihren Lebensunterhalt Fremdarbeit leisten zu müssen.

      • Eine Arbeitskollegin von mir hat kürzlich gekündigt, weil sie von der Arbeit die Schnauze voll hatte.
        Zukünftig wird sie zu Hause nach einer neuen Arbeitsstelle (natürlich Teilzeit) suchen und ist derweil durch ihren Ehemann recht flüssig.
        Ich hätte kein Problem zu tauschen, kann ich mir leider nicht leisten.

  2. Viel interessanter wäre doch, wer diesen ganzen Zauber von Elternzeit und Mutterurlaub und Vaterurlaub etc. bezahlt.
    Natürlich soll das wieder mal auf die Allgemeinheit überwälzt werden und dann insbesondere die Kinderlosen: Und wir haben dann also mal eine Umverteilung von den Kinderlosen zu denen, die Kinder haben, was ich für eine Schweinerei halte. 🙂
    Deshalb: Die Leute, die Kinder haben, sollen das mal schön artig selbst bezahlen: mir bezahlt ja auch niemand meine Hobbys. 🙂

    • Dann hoffen wir mal, dass im Alter die Robotik schon weit genug ist, um dich zu (ver)pflegen, damit du als alter Greis nicht auf die Arbeit & Hilfe der dann erwachsenen Kinder angewiesen sein musst und deinen Hobbys weiter frönen kannst.

      Dieser konfrontative Tribalismus a la „Wir Kinderlosen“ vs. „Ihr Breeder“ nervt nur noch. So funktioniert auf Dauer keine Gesell- bzw Gemeinschaft.

  3. Bundeskanzlerin Scholz stellte nach bekanntwerden des Rankings fest, dass Deutschland künftig auf die Klimaziele scheißt und sich stattdessen an Vorgaben aus Bulgarien hält, mit dem Ziel Frauen mehr gleicher und besser zu machen. „Das geht nicht, dass so ein Sitzpinklerland uns da rechts überholt. Wir haben doch so starke Stuten wie die Flinten-Uschi, die Fresse-Nahles und den Baerbock-Bock, die müssen jetzt mal richtig ran!“ sagte Scholzin auf einer Pressekonferenz. „Ab sofort können Schwangernde und Transschwangernde sicher sein, dass sie die beste Unterstützung der Welt erhalten. Wir haben bereits ein bulgarisches Team von 100.000 Staatsbeamten verpflichtet, die dies überwachen.“ Die Grüninnen forderten in einem Strategiepapier dazu auf, auch Schwangerer (Bipolare schwangere Männer) einzubeziehen. „Männer müssen an der Reproduktion auch ihren Anteil haben“ sagte Habeckin.

  4. Die Länder bieten Frauen das beste Arbeitsumfeld. -> Allein dieser Satz zeigt doch schon große Teile des Problems auf. Firmen werden in Gewinnerzielungsabsicht gegründet und nicht um Sozialaufgaben zu erfüllen. Die Erfüllung von sozialen Aufgaben für Teilgruppen der Gesellschaft ist Parasitentum in Reinkultur, und ungerecht noch dazu, weil sie eben nur Teile der Gesellschaft bedient. Kinder sind ausschließlich Selbstverwirklichung. Es gibt keinen Grund, der jemand zum Kinderbekommen zwingt, nicht in diesem Land. Und es gibt auch keinen Grund, Frauen in der Masse und vor allem im Großen und Ganzen gegen ihren Willen in Führungspositionen zu hieven, wenn diese sich in erster Linie selbst verwirklichen wollen, und zwar im Kinderzimmer, und sorry, aber das ist meine Wahrnehmung über die Gegebenheiten zumindest in der Firma, in der ich arbeite: Nicht die Firma oder die Männer stellen sich gegen die Frauen, sondern die Frauen wehren sich geradezu gegegen die Übernahme jedweder Verwantwortung und denken nicht im Traum daran, dann verfügbar zu sein, wenn das Problem ruft. Wer ist überhaupt auf den bekloppten Gedanken gekommen, Familien von Kinderlosen querfinanzieren zu lassen? Andersrum macht es Sinn: Wer sich keine Kinder leisten kann, der verkneift die sich bitte. Ich hab’s satt, mir dauernd in die Tasche fassen zu lassen.

  5. Bulgarien bietet Frauen in Europa das beste Arbeitsumfeld.

    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/bulgarien-waehlt-zum-dritten-mal-in-einem-jahr-sein-parlament-17633639.html

    „Bleibt Bulgarien unregierbar?

    Bisher hat es Bulgariens Opposition nicht geschafft, Langzeit-Regierungschef Borissow endgültig von der Macht zu verdrängen. Nun gibt es einen dritten Versuch. Für das Land steht viel auf dem Spiel.“

    Scheint wohl doch nicht so ein Traum zu sein. Wie war das mit Korrelation und Kausalität?

  6. Was das für ein Kokolores ist merkt man schon daran, dass das wichtigste bei den Arbeitsbedingungen ist, wie gut das Nicht-Arbeiten bezahlt wird.

    Über die Reduktion der Frau auf die Mutterrolle wollen wir lieber nicht sprechen. Wie Schwulen und Transfeindlich….

  7. Mutterschutz?
    Frauen, die keine Kinder bekommen wollen oder können, brauchen sowas nicht. Und morgen heulen wir wieder rum, dass Frauen nur als Mütter gesehen werden…

  8. „Lohnunterschiede sind häufig in Ländern niedrig, die eine schwache Wirtschaft haben. Dann verdienen alle gleich schlecht.“
    Das ist nicht der einzige Punkt. Beim Ranking nach Gender Pay Gap hat sich auch oft gezeigt, dass in Sachen Geschlecht eher konservative Länder wie Italien weit oben liegen. Hier ist eben der Punkt: Um mehr Frauen ins Berufsleben zu locken, wurde in Ländern die sich diesem Ziel verschrieben haben unter anderem das Teilzeit-Angebot ausgeweitet. Dadurch gibt es in den Frauenförder-Ländern sehr viele Frauen die in Teilzeit arbeiten und mit ihren geringen Teilzeit-Einkommen den Durchschnittswert der Frauen drücken. In Italien dagegen, wo es dieses breite Teilzeit-Angebot nicht gibt, arbeiten dann halt ingesamt weniger Frauen aber diese eben fast ausschließlich in Vollzeit.
    Bei solchen Rankings wie diesem hier frage ich mich: Wie schafft man es diese zu veröffentlichen ohne zu bemerken, dass sie dem etablierten feministischen Weltbild widersprechen?

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