Die „Goldene Kartoffel“: Preisträger ist die Debatte über „Identitätspolitik” in bürgerlichen Medien

Die Neuen Medienmacher haben ihren jährlichen Preis verliehen:

Seit 2018 verleihen die Neuen deutschen Medienmacher*innen die „Goldene Kartoffel“. Der Preis für besonders unterirdische Berichterstattung geht an Medien oder Journalist*innen, die ein verzerrtes Bild vom Zusammenleben im Einwanderungsland Deutschland zeichnen, Probleme und Konflikte stark übertreiben, Vorurteile verfestigen und gegen journalistische Standards verstoßen.

Ein Preis wie die „Goldene Kartoffel“ ist natürlich gerade dazu gedacht zu profitieren und Aufmerksamkeit zu bekommen, und auch dazu Konflikte stark zu übertreiben und Vorurteile zu verfestigen, aber dennoch steige ich mal darauf ein.

Die Goldene Kartoffel 2021 geht an die Debatte über „Identitätspolitik” in bürgerlichen Medien, die rechtsradikale Thesen normalisiert und salonfähig gemacht hat.

Was auch sonst. Jede Kritik an Teilbereichen intersektionaler Theorien ist unweigerlich rechts und unbegründet.

Die Jury begründet ihre Entscheidung so:

„Identitätspolitik” ist – anders als Klima, Steuern oder Rente – kein Thema, das mit dem Alltag (von irgendwem) zu tun hat und das niemand so richtig versteht.

Was für eine bizarre Angabe. Natürlich hat Identitätspolitik mit dem Alltag vieler zu tun, jedenfalls nach der Meinung der Identitätspolitiker. Denn da wird ja gerade alles unter dem Gesichtspunkt der Identität gesehen. „Alles ist sexistisch (Rassistisch etc) und wir müssen es alles anprangern“. Frauenquoten werden überall diskutiert und um mit „Diversität“ in Berührung zu kommen muss man auch nur Netflix abonniert haben, Twitter haben oder Zeitungen lesen, wenn sich mal wieder über den „alten weißen Mann“ beschwert wird.

Trotzdem wurde es im Jahr 2021 in den meisten Medien rauf und runter diskutiert, mit Stichworten wie „Cancel Culture”, „bedrohte Meinungsfreiheit” und „Rassismus gegen Weiße”.
Die Wahnvorstellung, dass Ausländer*innen die Diskurshoheit übernehmen, autoritäre Minderheiten Sprechverbote erteilen und linke Aktivist*innen an den Schaltstellen der Macht sitzen, könnte man getrost als neurechtes Geschwafel abtun. Nicht so das deutsche Feuilleton: Um die verlorene Ehre des alten weißen Mannes wiederherzustellen, fuhr es 2021 journalistisch schwere Geschütze auf:

Da wird ziemlich viel durcheinander gemischt. Ausländer müssen nicht die Diskurshoheit übernehmen oder Minderheiten Sprechverbote erteilen, es reicht vollkommen aus, dass solche Theorien an Macht gewinnen und weiße Aktivistinnen sich dadurch profilieren wollen. Und natürlich gibt es eine Vielzahl populärer Unterstützer und es ist in vielen Zeitungen und Medien eine prominente Theorie, der man nicht widersprechen darf.

„Identitätspolitik – woke oder Wahnsinn?“1 hieß es bei Deutschlandfunk Kultur. „Spaltet Identitätspolitik die Gesellschaft?“2 wollte das NDR-Kulturjournal wissen. „Eine radikale Geisteshaltung zerstört unseren Westen”3 fabulierte die Welt am Sonntag. Sogar Polit-magazine wie rbb-Kontraste recherchierten zu „Gendern: Gaga oder Gleichberechtigung?“4 und frontal21 zu „Schweig, alter weißer Mann! – Wie Identitätspolitik spaltet”5. Auch eine eigene Folge des Presseclubs6 musste her. Der Spiegel lieferte eine ganze Titelgeschichte: „Aufstand gegen den alten weißen Mann: Spaltet Identitätspolitik die Gesellschaft?”7. Fehlte eigentlich nur noch ein ARD-Brennpunkt.

Oh nein, es gibt Artikel, die die Identitätspolitik nicht gut finden. Wie können sie nur in einer freien Gesellschaft? Das müsste verboten werden! Und natürlich braucht man auch nicht wirklich auf Inhalte eingehen oder sich mit den Argumenten der anderen Seite auseinandersetzen.

Nach den rechtsterroristischen Anschlägen von Halle und Hanau, dem Mord an Walter Lübcke und dem Einzug von Rechtsextremen in sämtliche deutsche Parlamente wurde ernsthaft darüber sinniert, ob „linke Identitätspolitik” das harmonische Zusammenleben bedrohe. Und nur wenige Monate nach der “Black Lives Matter”-Debatte haben sich im Frühjahr 2021 fast alle Medien in Deutschland gefragt, ob People of Color und Schwarze Menschen mit ihrem Antirassismus nicht doch zu weit gehen.

Black lives Matter könnte mit etwas zu weit gehen? Wie kann man so etwas Schreckliches sagen??

Vielleicht haben sie sogar so etwas gesagt:

„Die Art und Weise, wie wir die Demokratie strukturieren, erfordert, dass Sie Menschen berücksichtigen, die mit Ihnen nicht einverstanden sind“, sagte er bei einer Veranstaltung der Obama-Stiftung im Rathaus in Berlin, Deutschland. „Und das bedeutet per Definition, dass du nicht 100 Prozent von dem bekommen wirst, was du willst.“ Eines der Dinge, um die ich mich manchmal bei Progressiven sorge“, fuhr er fort, „wir fangen manchmal an, ein so genanntes „Zirkuläres Erschießungskommando“ zu erschaffen, in dem du anfängst, auf deine Verbündeten zu schießen, weil einer von ihnen von der Reinheit der Dinge abgewichen ist“.

Ach nein, das war Barack Obama.

Oder sogar so etwas:

Most of us prefer to surround ourselves with opinions that validate what we already believe. You notice the people who you think are smart are the people who agree with you? (Laughter.) Funny how that works. But democracy demands that we’re able also to get inside the reality of people who are different than us so we can understand their point of view. Maybe we can change their minds, but maybe they’ll change ours. And you can’t do this if you just out of hand disregard what your opponents have to say from the start. And you can’t do it if you insist that those who aren’t like you — because they’re white, or because they’re male — that somehow there’s no way they can understand what I’m feeling, that somehow they lack standing to speak on certain matters.

Nein, auch Obama.

Genug andere Stimmen lassen sich finden, in denen Nichtweiße die Identitätstheorien angegriffen haben. Aber das sind dann wahrscheinlich in dem Moment auch wieder Weiße, weil es ja nur ein soziales Konstrukt ist.

Die Frage nach der Spaltung der Gesellschaft ist alles andere als harmlos. Sie dient dazu, die Stimmen von Feminist*innen, Schwarzen Menschen, Migrant*innen, behinderten oder queeren Menschen usw. zu delegitimieren. In rechtsextremen Foren wird schon lange gegen angeblich allmächtige, „identitätspolitische” Minderheiten gehetzt. Dass sich diese Wahrnehmungsstörung 2021 auch in bürgerlichen Medien breit gemacht hat, ist bedenklich.

Noch einmal: Keinerlei eingehen darauf, warum sie eine Spaltung sehen. Und natürlich passiert diese, wenn man Leute nach Hautfarben aufteilt und behauptet, dass die einen ohne Eingehen auf deren persönliches Verhalten am Leid der anderen schuld sind und ihnen das vorzuhalten ist und zwar unbeschränkt in der Härte des Vorwurfs.

Was Medien leisten könnten, aber nicht lieferten

2021 wurde die Chance verpasst, darüber zu diskutieren, wie wir zu einer gerechten, progressiven, diskriminierungssensiblen Gesellschaft werden. In langen Berichten oder Titelgeschichten hätten zum Beispiel Konzepte wie die Critical Race Theory, Affirmative Action und gendergerechte Sprache erklärt und diskutiert werden können. Stattdessen blieb das Niveau meist unterirdisch. Der Fokus lag auf den wabernden Wahnvorstellungen reaktionärer Gruppen. Eine in jeder Hinsicht unterirdische Debatte.

Als ob man die Debatte tatsächlich führen wollte! Schließlich wissen die Vertreter der Identitätstheorien genau, was die Wahrheit ist und sehen diese nicht als diskutierbar an.

Aber natürlich hätten sie die Vorhaltungen auch selbst als Einstieg in Diskussionen nutzen können. Selbst bei der „Preisverleihung“ verbleiben sie vollkommen an der Oberfläche.

Die Jury findet:

Die Debatte über „Identitätspolitik” in deutschen Medien 2021 war überzogen, unsachlich, polarisierend und hat rechtsradikale Erzählungen salonfähig gemacht. Deshalb gebührt ihr die “Goldene Kartoffel” und damit, herzlichen Glückwunsch, so gut wie allen Medien des bürgerlichen Spektrums, von der taz bis zur FAZ, von ARD bis ntv, von Deutschlandradio bis zum gesamten Privatfunk. Das war wirklich ein Gemeinschaftswerk.

Sauber argumentiert, wer würde da nach dieser ausführlichen Auseinandersetzung mit dem Thema nicht zustimmen?

Zum Preis und zur Jury:

Vorschläge zur Nominierung für den Preis können Mitglieder aus dem bundesweiten Netzwerk der Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) einreichen. Die Jury besteht aus dem ehrenamtlichen Vorstand des Vereins. Sie wählt die Preisträger*innen nach den im ersten Absatz genannten Kriterien aus.

Zu den mehr oder weniger stolzen Gewinner*innen zählen neben Julian Reichelt als ehemaligem Chefredakteur der Bild-Zeitung und den Polit-Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender auch die Clan-Berichterstattung von Spiegel TV und anderen.

Wäre dieser Blog ein „bürgerliches Medium“? Dann wären wir ja irgendwie auch Preisträger. Wäre die Frage wie dort bürgerlich definiert ist

Zur Preisverleihung:

Die „Goldene Kartoffel“ 2021 wird am 23.10.2021 live in Köln verliehen. Wem eine PM zu trocken ist, der*die kann die Preisverleihung live auf Social Media verfolgen oder die Laudatio hier nachlesen.

Falls da noch was kommt gerne in den Kommentaren.

42 Gedanken zu “Die „Goldene Kartoffel“: Preisträger ist die Debatte über „Identitätspolitik” in bürgerlichen Medien

  1. „In langen Berichten oder Titelgeschichten hätten zum Beispiel Konzepte wie die Critical Race Theory, Affirmative Action und gendergerechte Sprache erklärt und diskutiert werden können.“

    Aber wenn es dann diskutiert wird, ist es auch wieder nicht recht. Was für Spinner.
    Kaum einer der angesprochenen Berichte in Spiegel dürfte wirklich kritisch sein, die Tendenz ist i.d.R. zumindest wohlwollend wenn nicht ganz im Sinne dieses Intersektionalismus.

  2. Vielleicht ist das schon eine Teilnahmebedingung beim linken Gutmenschentum, dass man grundsätzlich nicht auf Inhalte oder die Kritik eingeht. Ist es nicht z.B. bei dem Wiki-Artikel über Arne Hoffmann auch so das dort nur berichtet wird, er habe hier und dort Interviews gegeben und hier und dort Artikel veröffentlich und das seinen alles rechte Medien und damit ist Hoffmann ein Nazi. Was er da aber überhaupt geschrieben oder gesagt hat, wird mit keinem Satz erwähnt. Und das machen die ja schon seit Jahren.
    Was soll die Aufzählung von Artikeln und deren Überschriften? Hat der Autor die überhaupt gelesen oder kann er deswegen nichts zum Inhalt sagen? Was erhofft er sich damit? Denkt er das die Leute die er überzeugen will, genauso denken wie er und schon alleine dadurch das sie sehen wer z.B.CRT kritisiert sofort denken: Diese Ketzer, verbrennt sie!

    Vielleicht soll dieser Artikel der NeuenMed.I.enMacher.I.nnen ja selbst eine Bewerbung auf die Kartoffel sein.

    • Gerne mal wieder daran erinnert:
      Für den erfahrenen Männerrechtler hier ist die Bedeutung von „CRT“ relativ klar.
      Ihr solltet allerdings auch an Neulinge denken, die vielleicht nicht so häufig oder das erste Mal hier (mit)lesen und auf kryptische Abkürzungen ohne mindestens eine einführende Erläuterung verzichten.

      Ist immer doof, wenn man erst mal überlegen muss, was „CRT“ bedeuten möge und noch blöder ist es vermutlich, wenn man gar keinen Plan davon hat, was die Abkürzung bedeuten soll.

        • Wenn man schon die eigene Zunge oder Tastatur mit dem Begriff kontaminieren will, sollte man ihn immer mit mitgelieferter Übersetzung, also „CRT, zu deutsch ‚Kritische Rassenkunde'“ verwenden. Mit dem englischen Begriff dafür verhält es sich wie bei Unterhaltungs-Musik: ein englischer Text kann exakt so schwachsinnig sein wie der eines Schlagers vom Wendler, dennoch fällt es nur einem Bruchteil der Leute überhaupt auf (selbst wenn sie passabel Englisch verstehen können). Nimmt man jedoch die passende deutsche Übersetzung, sind die Leser deutlich eher irritiert.

          • Es wäre dann ja Kritische Rassen Theorie, aber ja, den Einwand finde ich gute und werde ich versuchen zu beachten.

        • „Ihr“ meint alle, die hier schreiben. Ich wollte damit nicht nur dich ansprechen.
          Und ja, bei „Critical Race Theory“ wissen die meisten Menschen den Begriff zumindest ungefähr einzuordnen. bei „CRT“ wohl kaum.

  3. Kein Mensch interessiert sich für die „Neuen deutschen Medienmacher*innen“, weil deren Aktionen, Beiträge oder „Debatten“ sinnlos, nutzlos, unbrauchbar sind.
    Ebenso verhält es sich mit einem Preis, den keiner braucht, der nichts bedeutet und den auch niemand interessiert.

    Wie schon in den ersten Kommentaren beschieben, verfolgen die „Neuen deutschen Medienmacher*innen“ eine politische Agenda. Ich finde deren Absichten abstoßend. Ich denke auch nicht mehr weiter darüber nach, weil jeder Gedanke über deren Themen und Inhalte ein Gedanke zu viel sind. Sie sind es nicht wert beachtet zu werden.

    • Kein Mensch interessiert sich für die „Neuen deutschen Medienmacher*innen“, weil deren Aktionen, Beiträge oder „Debatten“ sinnlos, nutzlos, unbrauchbar sind.

      Ich fürchte, das stimmt so nicht.
      Nutzlos ja, dass sich niemand dafür interessiert, ist aber wohl leider nicht zutreffend.
      Die politische Agenda wird nämlich über kurz oder lang über Politik und Medien in die Köpfe der Leute gespült. Steter Tropfen höhlt bekanntlich die Birne.

      Ich hatte ja schon mal erzählt, dass ich von ein paar Jugendlichen weiß, die im Rahmen eines Schulprojektes in der Fußgängerzone über die fürchterliche Benachteiligung von Frauen wegen des Gender Pay Gaps „informierten“.
      Von wem haben die Kinder das wohl, wenn nicht von derartigen Lobbygruppen?

    • „Kein Mensch interessiert sich für die „Neuen deutschen Medienmacher*innen“,“

      Die bestimmen unsere Politik. Und unser Desinteresse daran macht es ihnen allzuleicht.

  4. Schon merkwürdig, dass eine Organisation mit Millionen staatlich finanziert wird, deren Aufgabe es ist, die Strukturen und die Arbeitsweise von Medien zu beeinflussen, die eigentlich staatlichem Zugriff entzogen sein müssten.
    Über ein solches „Netzwerk“ wird ein Querschnittseinfluss ausgeübt, der natürlich anders aussieht und aussehen muss als direkte staatliche Kontrolle.
    Außer Gesinnungskonsens der Mitglieder und Sympathisanten, sowie „Handwerkszeug“ in Form ermahnender Sprachregelungen scheint es nur die „Goldene Kartoffel“ zu geben. Das ist dürftig für fast 40 Köpfe.
    Die „Goldene Kartoffel“ ist ein Negativpreis, mit dem Medien und Berichterstattung geächtet werden sollen, die nicht den öffentlich geförderten Vorstellungen des Vereins entsprechen. Das ist bezeichnend.

    • Sie haben keine Ahnung davon, dass die Kartoffel ursprünglich aus Südamerika stammt, als Nahrungsmittel vergleichsweise den höchsten Ertrag pro Hektar bietet und aus diesem Grund hier durchgesetzt worden ist.
      Das mit Deutschland verbundene Gewächs hat seine Bedeutung für die heimische Küche verloren – der Kartoffelverbrauch hat sich nach dem 2. Weltkrieg halbiert. Wenn man so will, hat sich damit die „Deutschness“ um die Hälfte reduziert. 😉

      Das größten Anbauland von Kartoffeln ist China (danach folgen Indien und die Ukraine), der größte Exporteur von Kartoffeln sind die Niederlande, gefolgt von Frankreich und Deutschland.
      2008 gab es übrigens das „Internationale Jahr der Kartoffel“, eingeführt von den Vereinten Nationen.
      Beim Vergleich des Kartoffelkonsums pro Kopf und Jahr in der EU liegt Deutschland auf Platz 12; weit zurück hinter Lettland, Polen und sogar hinter Portugal.

      Deutschland also global eine besondere Bedeutung beim Kartoffelanbau oder -konsum zuzuschreiben ist unwahr und falsch. Sie sind ihren eigenen Klischees, Vorurteilen und Stereotypen über Deutschland aufgesessen, die sie nie einer kritischen Überprüfung unterzogen haben (was sie selbstverständlich ständig von anderen verlangen).

      Die Kartoffel als Preis zu vergolden hat zudem ein besonderes Geschmäckle, weil die Kartoffel in Deutschland als Speise der armen Leute galt und gilt. Die Kartoffel als Mittel der Verhöhnung zu verwenden zeigt sehr deutlich, wem die Verachtung sozioökonomisch gilt.

      Sie haben also von der Kulturgeschichte und der ökonomischen Bedeutung der Kartoffel ebenso wenig Ahnung wie von der Kulturgeschichte Deutschlands.
      Es ist die üblich gewordene schlechte Recherche von schlechten Journalisten, denen es nur darum geht andere ab- und sich selbst aufzuwerten und wenn man keine Kompetenzen hat, dann bleibt nur noch das Geschlecht und die Hautfarbe, bzw. Herkunft als „Qualifikation“ übrig.

      Das ist die keine echte „Neuheit“ und es ist nicht nur armselig.
      Sondern der Prozess, der erst dafür gesorgt hat, dass sich immer mehr Menschen von solchen Medien abgewendet haben und abwenden.

      • Türken und Araber kennen halt die Kartoffeln nicht und verstehen nicht, warum wie sie essen. Ohne Kartoffeln wäre die industrielle Revolution unmöglich gewesen, man hätte nie Massen von Industriearbeitern ernähren können. Reis, Maniokwurzel, Hirse sind weniger nahrhaft und schwieriger anzubauen. Auf der Kartoffel beruht (u.a.) der okonimsche Vorsprung Europas.

        • Das passt dann ja schon wieder, dass die Kartoffel zusammen mit Fleiß, Disziplin, Bildung und Kooperation als Symbole von Whiteness gesehen wird.

          • Als ich diese Zusammenstellung von dem, was als Werte von „Whiteness“ gelten soll, bzw. „Whiteness ist als Bild gesehen habe dachte ich mir, diese IdPols sind so dumm (und ich meine DUMM), dass sie noch nicht einmal begreifen, wie sehr sie sich damit in den eigenen Fuss schießen, wenn sie versuchen, andere herabzusetzen.

            Denn gemeint war es als Kritik von „Whiteness“ – man braucht aber nur Gegensatzpaare zu bilden und sich anzuschauen, was sie damit über „Blackness“ behaupten.
            Das ist so verheerend rassistisch, das würde nur auf der extremsten Rechten überhaupt veröffentlicht werden.
            Die jedoch hängen es in ein Museum an einen öffentlichen Platz!!!
            Und sind stolz darauf!!!
            Und halten ihre Kritik für „radical“ und „links“!!!
            AAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHRG!

          • Dummer Fehler von mir: das muss natürlich heißen: was sich andere bzw. „herkömmliche“ Rassisten ausdenken. Diese Leute sind natürlich Rassisten allererster Güte.

          • @Seb

            Der Punkt in dem Video von Ryan Long, in dem sich beide, nämlich der „Woke“ und der „Rassist“ einig waren, Juden wären gar keine echten Weißen ist genau das, was Heinrich ebenfalls gesagt hat.
            Sie „meinte es aber gar nicht böse“, sondern gemäß der woken Ideologie ist „nicht Weiß“ eine Entschuldigung vom Sündenfall „Weiß“.
            Dass hiesige Juden „Amok gelaufen“ sind, als sie das gehört haben ist nachvollziehbar, denn damit hat sie legitimiert, was Nazis als Begründung von deren Ausgrenzung von sich gegeben haben.

            Sie hat überhaupt nicht begriffen, welchen durch Neid (mit „Neid“ versuche ich den Status als Opfer eines Holocaust zu umschreiben, ohne dessen Opfer geworden zu sein – es geht um STATUS, nicht um das eigene Ableben) induzierten Antisemitismus sie nach Deutschland einschleppt, wenn sie US-„Diskurse“ plagiierend importiert.

            Die Wortwahl „Überlebende“ (=survivor) eines sexuellen Übergriffs ist nicht wirklich zufällig erfolgt.
            Der feine Unterschied, man kann nur „überleben“, wenn das Ziel der Attacke tatsächlich dem Leben des Opfers gegolten hat und nicht einer Berührung des Knies oder selbst der Brust, ist damit hinfällig geworden. Diese Vermischung ist ebenfalls kein Zufall und „Scham“ ist für diese narzisstischen Spinner ein Fremdwort.

  5. Sind eigentlich alle Staaten, in die man nicht völlig frei einwandern kann rechtsradikal? Alle Länder, in denen es keine Quoten für „benachteiligte Minderheiten“ gibt? Alle Gesellschaften, in denen gelegentlich Verbrechen geschehen, von denen auch Zuwanderer betroffen sind?
    Ich könnte mir vorstellen, die Liste wäre recht lange. Wirklich sehr lange.

  6. Ich bezweifle sehr stark, dass einen nennenswerte Anzahl Menschen die Themen „Klima, Steuern oder Rente“ versteht. Derweil ist das ganz einfach: Rente ist ein Pyramidenspiel, Steuern sind Raub, und Klima“wissenschaft“ ist Hokuspokus-Wahrsagerei.

    • Was in den Medien als „Klimawissenschaft“ verkauft wird, ist politische Propaganda und hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Die tatsächliche Klimatologie ist eine seriöse Naturwissenschaft. Dass mit dem Begriff „Klima“ heutzutage Politik, Ideologie, Religion und Raffgier verbunden sind, ist nicht ihre Schuld, und ändert nichts daran dass man darüber auch seriös forschen kann. Das geschieht auch weiterhin, nur dass man davon in den Medien nichts erfährt.

      Den anderen beiden Aussagen kann ich auch nicht zustimmen.

      • Also ich denke, Shitlord hat sa ja im Kontext der massenmedialen Berichterstattung genannt. Somit trifft das schon in etwa zu.
        Renten sind eine umgekehrte Pyramide, immer mehr Bezieher und immer weniger Einzahler.
        Steuern sind in einem gewissen Umfang notwendig, aber diese Grenze haben wir vor Jahrzehnten hinter uns gelassen.
        Klima hast Du selber ausgeführt. In den Medien ist es eine Religion, daneben gibt es die nicht gehörte seriöse Forschung. Funfact: Drr Erfinder des CO2 Abdrucks Klaus Hasselmann erhält den diesjährigen Nobelpreis für Physik. Er hatte unbestritten Verdienste, aber ebenso seine Schattenseiten.

  7. Interessante Entwicklung, der Begriff „woke“ wurde neulich schon von einem Aktivisten (Stephan Apalagan?) für „rechts“ erklärt, jetzt auch IdPol. Langsam brennt ihnen die Bommel, sie verfitzen sich im eigenen Sprachgestruepp.

    „Zirkulaeres Erschiessungskommando“, herrlich. :-)))

  8. Ich spendiere dem Aktivisten, der z.B. in der Türkei das goldene Kebap bzw. Ekmek oder im Iran das goldenen Kabab bzw. Nan an einheimische Prominente verleiht, ein Wassereis. Zwei sogar, wenn er es schafft sich zuvor für die Preisverleihung staatliche Fördergelder oder ein eigenes Ministerium zu organisieren, indem er jahrelang jammert und/oder seiner Gastgeber als Rassisten beschimpft.

  9. Kurzzusammenfassung der Jurybegründung:

    Eine offene und schonungslose Debatte über unsere Ansichten zu angeblichem Rassismus, Sexismus etc. ist nicht erwünscht. Denn diese impliziert, daß unsere Thesen eventuell falsch sein könnten.

    Als Hobby-Tiefenpsychologe schaue ich mit einer gewissen perversen Faszination auf den woken Menschentypus: Also wie diese Leute sich an ihren Moralstrohhalm klammern und alles auf primitivste Weise abwehren, was ihre Moral, also ihr Auserwähltheitsgefühl, als Fake entlarven könnte.

    Sie klammern sich wie kleine Kinder an diese Moralautosuggestion und sind daher auch nicht in der Lage, sie zu hinterfragen.

    Wer ein tieferes Verständnis dieser Prozesse erlangen will, der schaue hier vorbei: http://alice-miller.com/de

    Beim Gendern ist es ja genauso. Dort klammert man sich auch an völlig willkürliche Wertungen, Prämissen und Behauptungen, die jeder Teletubbie binnen weniger Sekunden widerlegen kann.

    Man will eben unbedingt ein „guter Mensch“ sein – auch wenn es nur eine Autosuggestion ist. So funktioniert jede Ideologie – und dieses Muster hat seinen Ursprung in der Eltern-Kind-Beziehung. Auch als Kinder müssen wir uns bedingungslos an eine Fake-Moral (nämlich die der Eltern) klammern, um zu überleben.

    Mehr dazu bei Alice M.

    PS: Leider gibt es auch hier im Blog die Tendenz, eine linke Fake-Moral durch eine rechte zu ersetzen. Auch da muß man natürlich wachsam sein. 🙂

    Leute wie Sarah Lee Heinrich und Adrian sind nur zwei Seiten derselben Medaille.

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