FDP und der überraschend hohe Anteil der Erstwähler

Eine Grafik zeigt eine unerwartete Beliebtheit der FDP unter Erstwählern:

Mit den Grünen hatte man ja schon wegen FFF gerechnet, aber das die FDP einen so hohen Anteil erhält hat viele überrascht.

Wäre interessant ob es auch eine Gegenbewegung zu den „Woken“ Grünen ist, bei denen dann die anderen Jugendlichen „Based“ sind und man eine gewisse Lagerbildung hat. Die Union wird vielen schlicht zu altbacken gewesen sein, sie müsste hier etwa an ihrem Image tun, die Linke schneidet besser ab als bei den Erwachsenen, die AFD unter ferner liefen.

Wie würdet ihr es euch erklären?

74 Gedanken zu “FDP und der überraschend hohe Anteil der Erstwähler

    • Für mich zeigen diese absurden Adrian-Kommentare, daß er ziemlich paranoid und abgedriftet ist. Gerade weil die FDP ein bißchen sozialer und ökologischer geworden ist, kommt sie auch etwas sympathischer rüber und wirkt nicht mehr wie eine Ansammlung emotional unterentwickelter, neoliberaler Idioten.

      FDP bleibt sie natürlich trotzdem. Dem Homo-Kult biedert sich die FDP ja auch an.

      Junge Leute können heute die FDP eher wählen, weil sie nicht mehr so völlig entrückt wirkt wie früher, aber trotzdem noch einen Gegenpol zu grünem Gutmenschentum bietet.

      Davon abgesehen ist der marktwirtschaftliche Zugang zur CO2-Senkung ja nicht der schlechteste. Allerdings ist er auch mißbrauchsanfällig, wenn man bedenkt, was da so in Indien und so abgeht, wo künstlich irgendwelche Mega-Treibhausgase erzeugt und dann wieder vernichtet werden, um sich Zertifkate zu sichern. 🙂

      Adrian ihm seine Linksgrünophobie ist das Gegenstück zur linken Nazi-Paranoia und Islamophobie.

    • Bullshit! Die jungen BWL Justins fanden die Farbe der Plakate toll und denken vorausschauend an ihr Erbe. Der FDP haben wir zu verdanken, dass das überfällige Tempolimit nicht kommt. Die sind so Schmutz.

  1. Hm, interessante Frage. Wenn denen Klima wichtig wäre, hätten sie wohl grün gewählt. Vielleicht weil, – wie Christian schon anmerkt – die FDP am wenigsten am alles erstickenden Wokeismus teilnimmt?

      • Zeig mir eine anständige Politikerin.

        Scheiß Autokorrektur bzw. Spracherkennung, manchmal geht man mein Handy ist so auf den Sack. Ich kann noch nicht mal Politikerin schreiben, ohne das auf „Innen“ der gegendert wird.

          • Natürlich nicht. Ich werde aber (hoffentlich) dem feministischen Anspruch an gendergerechter Sprache gerecht, indem ich das weibliche Geschlecht ausdrücklich auch bei negativen Begriffen benutze.
            Schließlich soll sich keine Frau übergangen fühlen.

      • Weil sie sonst keine Ministerposten bekommen. Bliebe die FDP ihrem Programm treu, dürften sie bei dem Stromabschaltgedöns überhaupt keine Zugeständnisse machen, was bedeutet die Koalition platzen lassen wie 2017. Ist aber nicht das erste Mal dass die Partei umkippt.

    • Sobald die FDP an Macht gewinnt, wird sich dort die Frauengruppe in den Vordergrund drängen, allein aufgrund des geringeren Frauenanteils der Partei Frauenfeindlichkeit vorwerfen und dann Privilegien aufgrund des ihres Geschlechts bestehen. In ihren Zielen werden sie sich mit den Frauengruppierungen in den anderen Parteien synchronisieren, so dass dann in dieser Beziehung fast egal ist wen man als Mann wählt.

      • Aber nicht jeder mag Rassisten. Leider gibt es keine (bedeutende) Partei die nur Anti-Woke ist ohne gleich ganz nach Rechts zu schweifen. Scheint für Menschen schwierig zu sein einfach nur gegen Arschlöcher zu sein anstatt gleich wieder die entgegen gesetzte Art von Arschlöchern zu werden.

        • „Aber nicht jeder mag Rassisten“

          Ich hab das Parteiprogramm der AfD nur überflogen, aber mir ist nichts Rassistisches aufgefallen. Hast du ne Quellenangabe?

          • Quelle bei sowas, ist in der Regel immer dieselbe: „der Böhmermann/Kleber/die ZONe/Der Spiegel hat gesagt, dass ein AfDler was rassistisches gesagt hat“…auf die genaue Nachfrage wird dann irgendwas, was angeblich Höcke gesagt haben soll in Teilen wiedergestammelt oder die Definition von Rassismus beliebig so verändertt, dass sie Aussagen der AfD umfässt. Die Linksgrüne kritische Rassenlehre hat natürlich nichts mit Rassismus zu tun und Aussagen andere Parteien werden konsequent ignoriert oder als der berühmte „Einzelfall“ abgetan.
            Von den Jüngeren werden wohl die wenigsten Parteiprogramme gelesen haben. Die FDP ist meiner Einschätzung nach wegen Lindner und die Grünen wegen Habeck so populär. Beides vergleichsweise junge attraktive Männer. Die Mädels schmachten nach einem der beiden und die jungs wollen wie einer der beiden sein. Alternativ ist da auch noch die kindlich, unreif wirkende Baerbock als Identifikationsfigur.
            In dem Alter dürfte die Wahl wenig mit tatsächlichen politischen Aspekten und deren Konsequenzen zu tun haben.
            Der Rest wählt beim ersten Mal wie die Eltern. Das die AFD weniger Erstwähler hat dürfte so auf die Statistik und Verteilung zurückzuführen sein.

          • Zweifellos gibt es in der AfD Rassisten, etwa den Typ, der den Sohn von Boris Becker als Halbneger titulierte. Aber schlimmer als Sarah Lee Heinrich ist der wohl auch nicht, oder?

            Wenn ich bei Twitter oder Youtube bei Anti-AfD-Beiträgen frage, welche Partei ich wählen kann, wenn ich will, dass die Massenzuwanderung von Moslems und Afrikaner nicht immer weiter geht, kommt regelmäßig dieser Einwand: Du kannst doch keine Rassisten und Ausländerfeinde wählen.

            Überzeugt mich nicht.

          • @Christian,

            Klicke, um auf 20200125_Grundsatzprogramm.pdf zuzugreifen

            S.12 „Die Klimakrise und Zerstörung unserer Lebensgrundlagen verschärft bestehende Ungleichheiten und trifft damit insbesondere Frauen“
            S.16 „Wir stehen an der Seite von Mädchen und Frauen…“
            S.17 „Um Frauen an allen demokratischen Prozessen gleichberechtigt zu beteiligen, braucht es Parität.“
            S.19 „eine aktive Unterstützung und das Empowerment von Mädchen, Frauen und anderen marginalisierten Gruppen in allen Bereichen sollen die internationale Politik leiten“
            S.47 „Reproduktionsmedizin kann die Möglichkeiten zur selbstbestimmten Elternschaft (…) erweitern.(…) Frauen, aber auch inter* und trans* Personen, müssen frei von patriarchaler Bevormundung und ökonomischem Druck entscheiden können, ob und welche Möglichkeiten sie in Anspruch nehmen.“
            S.50 „Es gilt, (…) von männlichen Erwerbsmodellen dominierte Machtstrukturen und Arbeitsformen in den Digitalunternehmen aufzubrechen“
            S.56 „Es braucht [neue] Männlichkeitsbilder für eine gleichberechtigte Gesellschaft“
            S.56 „Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das eigene Leben muss für alle Menschen, insbesondere auch Frauen, Mädchen, trans*, inter* und nichtbinäre Menschen mit und ohne Behinderung, uneingeschränkt gelten.“
            S.82 „Dazu gehört auch Prävention und eine Täterarbeit, die überkommene Männlichkeitsbilder kritisch hinterfragt“

            Und jetzt bitte deine Sammlung von Stellen zu „Weiße“, „Rasse“, „Farbige“ im AfD Programm

            Was ich finden konnte, was das Thema im allerweitesten Sine kratzt:

            „Als freie Bürger treten wir für (…) die gelebten Traditionen deutscher Kultur ein.“
            „Deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus“
            „Die deutsche Sprache als Zentrum unserer Identität“
            „Ein Islam, der unsere Rechtsordnung nicht akzeptiert, gehört nicht zu Deutschland“
            „Integration ist mehr als nur Deutsch lernen“
            „Nein zur Bankenunion – keine deutsche Haftung für ausländische Banken“

            https://www.afd-bgl.de/parteiprogramm/

            Ich denke, man muss niemandem hier erklären, inwiefern die grünen Punkte Männerverachtung ausdrücken.

            Zumindest mir muss man aber erklären, inwiefern die AfD Punkte rassistisch sind. Denn ich seh da nichts.

            Also, bitte, erklär’s mir.

          • Stellst Du Dich jetzt einfach nur dumm? Natürlich steht im Parteiprogramm der AfD nichts offen rassistisches. So blöd sind die natürlich nicht. Aber die einschlägigen Aussagen nicht nur von beliebigen Mitgliedern, sondern von hohen Funktionären sind ja nicht Einzelfälle, sondern Legion. Da braucht man nun echt nicht mehr drüber zu diskutieren oder das gar abstreiten.

          • „Stellst Du Dich jetzt einfach nur dumm? Natürlich steht im Parteiprogramm der AfD nichts offen rassistisches. So blöd sind die natürlich nicht. Aber die einschlägigen Aussagen nicht nur von beliebigen Mitgliedern, sondern von hohen Funktionären sind ja nicht Einzelfälle, sondern Legion. Da braucht man nun echt nicht mehr drüber zu diskutieren oder das gar abstreiten.“

            Bring doch mal eine Auswahl davon. Ich habe die Suggestionen einfach satt.

            In der AfD-Bundestagsfraktion arbeitet z.B.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Achille_Demagbo
            und es gibt die
            https://de.wikipedia.org/wiki/Juden_in_der_AfD

            Außerdem gibt es sehr viele Aussagen von AfD-Leuten und ihnen nahestehenden Kreisen, die immer wieder betonen, dass es ihnen in erster Linie darum geht, Deutschland zu erhalten und gegen Massenzuwanderung zu schützen, sie aber offen für qualifizierte Zuwanderung sind. Das wird in den Lügenmedien aber nie gebracht.

            Dass es auch extremere Ansichten gibt, ist vollkommen logisch, ist aber nicht Linie der Partei. Davon abgesehen, dass es da mit Sicherheit U-Boote gibt, die genau diese Aufgabe haben: die AfD in den Dreck zu ziehen. Die NPD war ja auch bis zum Rand voll mit Leuten vom „Verfassungsschutz“.

            Erschwerend kommt hinzu, dass die AfD sich nicht an die immer extremer werdenden politisch korrekten Sprachregeln halten kann und darf (damit würde sie Wähler und Mitglieder verprellen, die ja genau diese Sprachdiktatur loswerden wollen), wenn jemand in der AfD „Ne*er“ zu einem Schwarzen sagt, dann geht ein Aufschrei der Empörung durch die linke Twitterblase, dass der Begriff für sich gar nicht rassistisch war und ist, interessiert dann keinen mehr, einfach weil das Framing passt.

          • Also wenn ein Kommeentar so beginnt: „Stellst Du Dich jetzt einfach nur dumm?…“ steige ich einfach aus. Es ist ein dummer Kommentar. Es will nur Emotionen transportieren ohne auf die Argumente auch nur ansatzweise einzugehen, typisch weiblich…

            Ich denke in jeder Partei wird es Menschen geben, die rassistisch, sexistisch und was was ich wie unterwegs sind. Es sind halt Menschen.

            Aber wie einer der Foristen von einiger Zeit schon bemerkt hatte, alles was irgendwie Spaß und Freude macht ist irgendwie bäh, dann ist man halt nun mal sexist und rassist.

          • @Christian Das Frauenstatut ist explizit männerfeindlich 🙂 Aber um das zu ergänzen: Die Äußerungen von AfD-Mitgliedern in den Medien sind frei von jeglichem Rassismus. Ich kenne die Behauptung nur als Zuschreibung Dritter.

          • Google doch einfach mal danach. Übrigens würde ich Rechte weitaus eher respektieren, wenn die sich einfach mal zu ihrem Rechtssein bekennen würden. Wenn ein Rechter ein Rassist ist, dann soll er es einfach zugeben, damit kann ich leben aber dieses halbgare rumgeduckse finde ich feige und lahm. Vielleicht solltet (ihr?) einfach mal Leute wie Adrian fragen die gelernt haben sich zu outen. Ist für eine Normalisierung offenbar notwendig.

          • „Google doch einfach mal danach.“

            LOL

            Der ist noch schöner als „Es nicht meine Aufgabe, dich aufzuklären“

        • @Morris

          Aber die einschlägigen Aussagen nicht nur von beliebigen Mitgliedern, sondern von hohen Funktionären sind ja nicht Einzelfälle, sondern Legion. Da braucht man nun echt nicht mehr drüber zu diskutieren oder das gar abstreiten.

          Kannst du da mal welche zitieren? Ich verweise darauf, daß auch diverse Unionspolitiker recht derbe Sachen draufhatten und z.B. keine durchmischten und durchraßten Gesellschaften wollten (Stoiber). 🙂

          Die AfD ist weit weniger ausländerfeindlich als die Grünen männerfeindlich – nach meinem Dafürhalten.

          PS: Dieser meine Kommentar enthält immerhin drei Sätze und keine Beleidigungen. Sage ich nur mal so für die sperrungswürdigen, lügnerischen Trolle hier um Seb, Rentonbetrug und Tristan.

          Schlimm diese Trolle und Wahrheitsfeinde.

          Mögen sie baldestmöglich im Sinne von mehr Meinungsfreiheit und Liberalität gesperrt werden.

          • Dein Kommentar enthält, abgesehen vom Zitat, sieben Sätze, je nach Zählweise um die fünf Beleidigungen, mehrere Provokationen und einen Rechtschreibfehler.

            Selbst zum Zählen bist du zu blöde. Möglicherweise eine Folge der Misshandlungen durch deine Frau.

          • Mein Kommentar enthält nur drei Sätze, da das PS logischerweise nicht mitzählt. Und „Troll“ ist für dich offenbar schon eine Beleidigung?

            Ist schon lustig, daß hier Leute bis zur Vergasung beleidigen und lügen und dann solche Szenen machen wie Rentonbetrug. Du solltest dich dringend mal mit deiner Verlogenheit, Doppelmoral und Menschenfeindlichkeit auseinandersetzen.

            Renton
            22. August 2021 um 5:19 pm

            Du bist bekloppt im wahrsten Sinne des Wortes, weil du ständig von deiner Frau ver-kloppt wirst, du armer Irrer.

            Seb
            21. September 2021 um 7:22 pm

            Hey Genderspast, du bist so widerlich und verkommen, dich werden eines Tages selbst die Würmer wieder auskotzen.

            Was habe ich nur Schlimmes getan? Hat jemand Zitate von meinen Missetaten? Na ja, es hat schon seine Gründe, warum Seb, Rentonbetrug und Konsorten bis zum Umfallen lügen und beleidigen – was mich übrigens kaum stört. Ich käme nie auf die Idee, deshalb Sperrungen zu fordern.

            Sperrungen fordern zumeist Leute, die intellektuell unterlegen sind und damit nicht klarkommen.

          • Logischerweise zählt das PS mit. Aber dass du mit Logik ein Problem hast, sieht man schon daran, dass du noch wegen des Begriffes „Troll“ nachfragst, obwohl dieser nur in eben dem PS vorkommt, das du vorher für irrelevant erklärt hast.

            Oder an dem Zitat von mir, das du bringst. Jemand, der anderen ständig erklärt, sie seien in ihrer Kindheit misshandelt worden, hält es für unziemlich, dass man ihm erklärt, dass er in seiner Ehe misshandelt wird? O sancta simplicitas.

            Und im selben Kommentar, der wieder Beleidigungen enthält, Zitate für die eigenen Missetaten zu verlangen, deutet dann doch schon auf eine schwere psychische Störung. Was könnte die Ursache sein? Hm… andauernde Misshandlungen durch die Ehefrau, zum Beispiel…

    • Ich denke die Umwelt war auch den jungen FDP wählern wichtig aber die FDP will ja mehr auf Technologische neuerungen setzen während die Grünen alles verbieten wollen.

      Die Grünen sind für Umwelt Pessimisten und FDP für Umwelt Optimisten

  2. Die Corona-Krise hat den jungen Menschen einen Teil ihrer Jugend genommen. Die FDP hat sich, zumindest rhetorisch, stärker gegen lange Lockdowns und andere Einschränkungen gewendet als andere Parteien. Das treibt ihnen dann einen Teil der jüngeren Wähler zu.

    Finde ich sehr bedauerlich, ich würde mir eher einen Finger abhacken als FDP zu wählen.

  3. Die FDP hat einen guten Wahlkampf gemacht, und dabei auch gezielt junge Menschen dort angesprochen, wo sie sind. Im konservativen Lager ist sie die spritzigste, am wenigsten korrupte (kommt schon wieder, dazu braucht es Macht) oder dumpfe Alternative. Sie offeriert Lösungen, die erfrischend anders sind. Sagt den Menschen, dass sie ihr Schicksal selbst in der Hand haben. Will mehr Markt in einem Deutschland, in dem es zu wenig Markt gibt, stattdessen viel BER und VW und GEZ.

    Die Union hingegen ist ein korrupter Scherbenhaufen, für jeden sichtbar, der genau hinsieht. Das C im Namen ist jüngeren Menschen auch eher egal. Und für sie wird auch wenig getan, keine Digitalisierung, kein Wettbewerb, nur die Sicherung der ewig alten Pfründe. Und Laschet hat da sicherlich seinen Teil beigetragen.

    Und die AfD ist halt die AfD. Für Leute, die vor kurzem noch Geschichtsunterricht und Sozialkunde hatten, noch unwählbarer als für alle anderen. Es sei denn, man lehnt diesen Staat aktiv ab.

    • Die AfD wird sich, sollte sie mehr an Macht gewinnen, durch Korruption selbst wieder zerpflücken. Das scheint eine Regel bei rechten Parteien zu sein, die um so stärker gilt, je „rechter“ sie sind.

    • Das Erstwähler sich mit der Politik und den Konsequenzen ihrer Wahl beschäftigen ist eine nicht belegbare Unterstellung. Gerade mit 18 dürfte eher das Marketing der Partei, die Eltern oder Freunde für die eigene Wahl entscheidend sein. Bestimmt gibt es auf dem Gymnassium auch den „Politiknerd“, der dürfte aber die Ausnahme sein. Je mehr „woke“ also auf einem Fleck sitzen, desto höher ist dementsprechend die Wahrscheinlichkeit, dass wieder etwas wokes gewählt wird, weil sie sich gegenseitig „anheizen“.
      Das sieht man an der Aufschlüsselung nach Bundesländern. In Sachsen hat die AfD eine feste Kernwählerschaft/Mehrheit, weswegen dort über Eltern, Bekannte, Freunde usw. mehr Momentum bei den Kindern entstehen kann. Dort dürfte derselbe Effekt zum tragen kommen.

    • „Und die AfD ist halt die AfD. Für Leute, die vor kurzem noch Geschichtsunterricht und Sozialkunde hatten, noch unwählbarer als für alle anderen. Es sei denn, man lehnt diesen Staat aktiv ab.“

      Das Gegenteil ist der Fall, wenn man noch ein minimales Interesse daran hat, diesen Staat zu erhalten, d.h. ihn nicht in der EU auflösen möchte, ihn nicht in eine dysfunktionale aber bunte Republik nach dem Vorbild Berlins umwandeln möchte, wer Demokratie, Freiheit (inbesondere die der Meinung und Sprache) und Rechtsstaat will, hat nur noch die AfD!

    • „Es sei denn, man lehnt diesen Staat aktiv ab.“

      Die AfD gibt sich zumindest dem Anschein nach als Wahrer demokratischer Werte, während die anderen Parteien den Anschein nach diese gerade über die Wupper schmeißen. Vielleicht sind diese Eindrücke eine optische Täuschung, aber das müsste man dann unterfüttern.

  4. Für Leute mit Grips wäre die AFD die einzige Partei gewesen, die als echte Opposition im Bundestag gehört. Das sollte man trotz Politik- und Sozialkundeunterricht wissen.

    • Für mich war die FDP als Wahlmöglichkeit gestorben, als sie sich offen für eine Koalition mit den Grünen gezeigt hat. Das geht einfach nicht.

      • Du hat ernsthaft daran gezeifelt, dass sie diese Kröte schlucken würden, wenn sie wieder das Finanzeministerium haben können und sich alles ausser Wirtschaftsgedöns wegverhandeln lassen?

    • „Der Industrialismus ist der bislang letzte und zerstörerischste Erbe einer Geschichte, in der der Mensch sich zum Herrn der Welt machte und sich das Recht herausnahm, diese allein nach seinen Wünschen und seinen Vorstellungen zu formen.“

      Was ist eigentlich schlecht daran, wenn der Mensch die Welt nach seinen Wünschen formt? Immerhin hat das die reichen Länder erst aus bitterer Armut gerettet und die Natur als Solche hat keine Rechte! Höchstens manche individuellen Tiere. Das heißt aber nicht, dass Umweltschutz schlecht wäre, schließlich profitieren wir davon. Aber einen anderen Grund gibt es für ihn nicht. Umweltschutz zum Dogma zu erheben und folglich, sich Unsinn auszudenken, um ihn zu rechtfertigen, weil einem echte Gründe nicht einfallen (obwohl es welche gibt), lehne ich ab!

  5. Macht Psychologisch schon Sinn. Die Jungen glauben, dass sie keine Zukunft haben, wenn Deutschland nicht umgehend alle Kohlekraftwerke abschaltet und flächendeckend Elektroautos einführt was im Rest der Welt passiert ost ihnen noch nicht so bewusst), deshalb neigen sie zu den Grünen.

    Andererseits sind sie auch individualistisch, und wenn man das erste Auto hat und die Geschwindigkeitsbegrenzung droht, neigt man eher zur FDP.

  6. Ich vermute es ist die einzige alternative wenn man nicht das „weiter so“ der CDU will
    und mit dem „Grünen Sozialismus“ von Die Linke, SPD und Die Grünen, nichts anfangen kann,
    aber noch nicht verzweifelt genung ist die AfD zu wählen.

  7. Überzeugt hat die FDP mit dem Thema Digitalisierung sowie mit dem Thema Generationengerechtigkeit. Gerade Letzteres wurde als Narrativ erfolgreich über den Klimaschutz hinaus auch auf die Bereiche Schulden und Altersvorsorge aufgebaut und glaubwürdig durchdekliniert.

    Dazu kommt, dass die fdp die Lebenswirklichkeit junger Menschen abbildet und ausdrücklich für eine individuelle Lebensführung eintritt, Bürgerrechte ernst nimmt, queerfreundlich ist, sich nicht negativ zum Thema Migration aufstellt und auch Cannabis legalisieren will.

    Die Verwebung dieser Politikbereiche zu einem ausdrücklich positiven Leitbild ist ein Alleinstellungsmerkmal der FDP und spricht gerade junge Menschen an.

    • „Dazu kommt, dass die fdp die Lebenswirklichkeit junger Menschen abbildet und ausdrücklich für eine individuelle Lebensführung eintritt, Bürgerrechte ernst nimmt, queerfreundlich ist, sich nicht negativ zum Thema Migration aufstellt und auch Cannabis legalisieren will.“

      Eines davon (Einwanderung) spricht aber gegen die FDP, bedenkt man, dass in GB die Löhne dank Brexit (durchschnittlich) um über 8% gestiegen sind. Das hatte unlängst mal einer verlinkt.

      @El_Mocho
      „Ist jedenfalls schon komisch, dass die Grünen die Umwelt für künftige Generationen unbedingt retten, ihnen daür aber Schulden aufhalsen wollen bis zum geht nicht mehr.“

      Na ja, solange die Zinsen so niedrig sind, ist das ja noch kein Problem. Dumm nur, dass die Zinsen steigen werden, wenn ’ne Menge mehr an neuen Schulden gemacht werden sollten…

    • PS: Ich bin nicht generell gegen Einwanderung***, zumal man den Effekt auf die Löhne durch mehr Wirtschaftswachstum ausgleichen kann, wozu man nur die Geldmenge entsprechend ausweiten (bzw., derzeit eher, die Umlaufgeschwindigkeit vergrößern) muss*.

      Das Problem ist bloß, dass eine derartige Veränderung der Geldmenge/Umlaufgeschwindigkeit nicht als Reaktion auf Einwanderung geschehen wird, da man ja die Löhne niedrig halten will. Außerdem importiert man v.a. jene, die man bereits im Überschuss hat, so dass mehr Wirtschaftswachstum nichts bringt bzw. durch Mangel hochqualifizierter Arbeitskräfte gebremst würde. Der Import der richtigen Arbeitskräfte wiederum würde auf Kosten von deren Herkunftsländern gehen. Und dann ist noch das Problem mit deren Kultur (meiner Meinung nach das Hauptproblem)…

      *Die derzeitige massive Geldmengenausweitung müsste eigentlich zu mehr Nachfrage und damit entweder zu mehr Wachstum oder mehr Inflation führen (da die Leute mehr Geld haben, das sie asgeben können), aber das Stocken des Geldumlaufs (es wird mehr gespart als an Krediten benötigt wird, so dass Geld auf den Banken liegen bleibt) verhindert das, zumal das zusätzliche Geld nicht** ausgegeben, sondern in den Kapitalmarkt gepumpt wird, so dass im Gegenzug einfach nur mehr Geld auf den Banken liegen bleibt, da die Kreditnachfrage sich ja nicht** ändert.

      **Indirekt wird es schon teilweise ausgegeben, da sich der Staat ja mehr verschuldet hat, aber das reicht offenbar nicht.

      ***Auf jeden Fall aber gegen die Einwanderung aus Drittweltländern und aus Ländern, die unter Mangel an Höherqualifizierten leiden.

      • Das Problem ist das wir in Deutschland eine Einwanderung in dei Sozialsystem haben und Einwanderung von Facharbeitern auch zu stagnation in der Automatisierung führen kann und so die Arbeitsproduktivität nicht steigt, was langfristig dazu führt das die Produktion aufgrund von Kostendruck ins Ausland abwandert.

        Japan hat sich damals gegen Einwanderung entschieden und auf Automation gesetzt und die sind damit nicht schlecht gefahren.

        • Yup. Da muss ich immer dran denken, wenn ich lese, dass unsere Klamotten in Bangladesh (in baufälligen Häusern) unter miserablesten Bedingungen hergestellt werden. Ich vermag mir nicht vorzustellen, dass diese Arbeiten, die man ungelernten Frauen aufgibt, sich nicht automatisieren lassen würden. Klar, Stoff ist nicht einfach zu handhaben, schlabbriges Gewebe, aber unmöglich ist es mit Sicherheit nicht.

          Immerhin wurde erst neulich eine andere Lücke gefüllt:
          https://www.agrarheute.com/technik/ackerbautechnik/so-erntet-weltweit-erste-spargelroboter-540641

        • „Das Problem ist das wir in Deutschland eine Einwanderung in dei Sozialsystem haben …“

          Das ist dann das Nächste…

          „… und Einwanderung von Facharbeitern auch zu stagnation in der Automatisierung führen kann …“

          Das ist dann aber erst die logische Folge gedrückter Löhne.

          „…und so die Arbeitsproduktivität nicht steigt, was langfristig dazu führt das die Produktion aufgrund von Kostendruck ins Ausland abwandert.“

          Müsste sich die Automatisierung nicht sowieso lohnen?

  8. Gibt einen tollen Artikel auf FAZ+ (von der F.A.S. von vor zwei Wochen. Darin heißt es nicht nur, dass die FPD den Ton der jungen Leute in den sozialen Netzwerken (Insta, TikTok etc.) getroffen hat, sondern auch glaubwürdig war, das Innovation – als Erfolg durch kreative technische Lösungen – wichtig und möglicherweise plantenrettend ist. Am Ende war auch entscheidend, dass die jungen Menschen sich in ihrem Unabhängigkeitstreben (eigenes Auto, eigene Wohnung etc. …) von der FDP gesehen und vertreten fühlten.

    Ich persönlich glaube, dass in den Schulen der Konkurrenz- und Leistungsgedanken immer noch vorherrscht und einige Kids daran glauben (müssen).

    • Und ich glaube, dass es sehr gesund und heilsam ist, wenn wenigstens noch einige Nachwachsende Leistung als positiv bewerten und sich entsprechend anstrengen. Auch Konkurrenz ist Teil des Lebens – beim Balzen, beim Sport, sogar beim PoetrySlam. Damit umzugehen kann man gar nicht früh genug lernen.
      Ich finde sogar, dass es im Leben von jungen Menschen auch bescheidenere Ziele geben sollte, als freitags nebenbei den Planeten zu retten, indem man das Bestehende ächtet ohne einen plausiblen Plan für etwas Neues. Ich empfinde FFF als sehr destruktiv, daher sind die jungen FDP-Wähler ein Hoffnungsschimmer.

    • Sie sind auch zu jung um zu wissen, dass die FDP mal mit diesem Plakat geworben hat, um dann mit den so gewonnenen Stimmen Schmidt abzuwählen.

    • Also ich habe die FDP schon in allen Ausformungen erlebt und kann deren „Charakter“ noch immer nicht beurteilen. Die sind wie ein Fähnchen im Wind – und der bläst gerade so klimakatastrophal aus Wokistan, dass denen sogar die Freiheitlichkeit wegfliegt.

  9. Es sind in erster Linie die jungen Leute, die
    1. leistungsbereit sind
    2. Geld verdienen wollen
    3. die Freitagshüpfer ob deren irrlichternder Unwissenheit und Kenntnislosigkeit sowie ihrem billigen
    Moralismus verachten
    4. die Grünen wegen ihrer ‚das Netz ist der Speicher‘ und ‚Kobold‘ Attitüden et.al. für unwählbar halten,
    Blödsinn, den sie sich z.B. ials Äußerung in ihren Berufen niemals leisten könnten
    5. wissen, dass sie auserkoren sind, all die rot-grünen Flausen zu bezahlen, weil sie gut verdienend in
    den Beruf eingestiegen, bereits für Sklaven der Umverteilung gehalten werden. Selbst die SPD, die
    einst als Arbeiterbildungsvereine begonnen hat, weil ihr Credo ‚gesellschaftlicher Aufstieg‘ war,
    behandelt die Mittelschicht der Aufgestiegenen nur noch als Zahlidioten des fortgesetzten Irrsinns.
    6. wissen, dass Parität und Quote die besten Mittel sind, um das Vorankommen der Gesellschaft zu
    hemmen und haben Kenntnis von ihrem Geschlecht.
    7. wissen, dass eine hochtechnisierte Gesellschaft nicht mit Windrädchen zu versorgen ist sondern mit
    Innovation, Technik und Wissenschaft.
    8. sind ratlos, wen sie wählen sollen, weil aller politscher Wahn der Zeit, sich bei allen anderen
    wiederfindet, man AFD nicht wählen will und die FDP als Chance versteht, die die schlimmsten
    Auswüchse des rot-grünen Wahnsinns verhindern könnte, was die erst noch beweisen muss.

    Das ist das, was ich aus Diskussionen mit jungen Menschen vor der Wahl erfahren habe.

  10. „Mit den Grünen hatte man ja schon wegen FFF gerechnet“

    Nee, FFF ist ein Medienphänomen. Das greift als Erklärung zu kurz. IMHO sind es auch Einflüsse der Schulen.

  11. Bin ich vorhin beim Indubio-Podcast von Sonntag drauf gestoßen worden: Die feministische Machtpolitik der SPD. Sie machen es genauso wie in allen anderen Bereichen:
    Giffey und Schwesig kuscheln sich im Einklang mit Esken Koalitionen mit der Linken in den Bundesländern zurecht, um dann im Bundesrat die letzten verbliebenen Kompromisse, auf die die FDP bestanden hatte, rauskegeln zu können. Eine menschliche Gesellschaft durch Überwindung des Männlichen zu schaffen, ist eben eine Querschnittsaufgabe.
    Wobei ich jetzt die FDP nicht sonderlich männlich finde. Aber sie ist immerhin die einzige Partei im Parlament, die (noch) das Wechselmodell als Standard möchte. Und ein Wechselmodell setzt schließlich einen Vater, also einen existierenden Mann voraus.

    Gibt es eigentlich auch ein Balkendiagramm der Erstwähler nach Partei und Geschlecht?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.