Der Rabenvater und der Versuch über Beschämung eine Änderung des Verhaltens zu erreichen

In der Taz erschien ein Artikel, in dem es mal wieder darum geht, dass Männer, die sich auf eine Position mit hohem Zeiteinsatz bewerben, nicht gefragt werden, wie sie das mit der Kinderbetreuung machen.

Ein Auszug:

Bei männlichen Spitzenpolitikern, Sportprofis oder Vorstandschefs wird irgendwie immer davon ausgegangen, dass sie schon eine Frau zuhause haben werden, die sich um die Kinder kümmert. Dass sie dort wahrscheinlich höchstens mal vorbeischauen wenn die Kleinen schon im Bett sind und für deren Erziehung 0,3 Prozent der emotionalen Verantwortung übernehmen – normal halt. Erst wenn eine Frau, noch dazu eine junge, einen verantwortungsvollen Posten betritt, scheint es den Meisten aufzufallen: Stimmt, so einen Job mit einer Familie zu vereinbaren, ist wahrscheinlich irgendwie schwierig.

Ich möchte, dass wir anfangen, jeden neuen männlichen Dax-Vorstand, jeden Bundesliga-Spieler vor einem wichtigen Vereinswechsel und jeden Kandidaten für egal welches Amt zu fragen, wie viele Kinder er hat und wer sich eigentlich um die kümmern wird. So lange, bis beruflich erfolgreiche Männer meinen, sie hätten jemanden das Wort „Rabenvater“ zischen hören, wo auch immer sie in ihrem Anzug aus ihrem Mercedes aussteigen.

Ich hatte dazu schon unter dem Schlagwort „Frauen werden häufiger gefragt wie sie Beruf und Familie vereinbaren weil sie sie vereinbaren dürfen“ einiges geschrieben.

Vor dem Hintergrund ist es schwer Männer in der Hinsicht zu beschämen: Sie würden einfach antworten, dass der Job natürlich vor geht und ihre Partnerin ihnen den Rücken freihält.

Das Wort Rabenvater würde nicht gezischt werden, weil das eben der Normalzustand ist.
Wer eine Veränderung will, der muss nicht versuchen, Karriereväter zu beschämen, eher müsste man Männern wohl erst einmal eine Position einräumen, in der die aktive Vaterschaft zum einen möglich ist und zum anderen mit einem gesellschaftlichen Status versehen ist, der höher ist als der des Jobs. Man müsste also den Vater aufwerten.

Das aber ist etwas, was der Feminismus in seiner gegenwärtigen Form kaum hinbekommt und was auch für viele Frauen eher unattraktiv ist, weil sie natürlich auch einen guten Vater wollen, aber eben auch einen Mann mit einem anständigen Job und weitaus eher selbst daran interessiert sind die Betreuungsrolle auszuüben.

Es erstaunt mich immer wieder, dass Leute meinen, eine so simple Umkehr würde funktionieren und könnte  nur über eine Frage erfolgen.

29 Gedanken zu “Der Rabenvater und der Versuch über Beschämung eine Änderung des Verhaltens zu erreichen

  1. Ich möchte, dass wir jede Frau fragen, was sie eigentlich zum Familieneinkommen beiträgt und warum sie nicht dafür malochen geht, dass er zu Hause bleiben kann.

    Und ach ja: Feministen sind nur vor der Trennung für aktive Vaterschaft. Nach der Trennung hat sich der Vater aus dem Leben seiner Kinder zu verpissen und ansonsten nur noch einmal im Monat den Unterhalt zu überweisen – und um den zu erarbeiten hat er eben… arbeiten zu gehen.

    • Ich finde einen Kommentar unter dem Artikel bezeichnend für die Geisteshaltung der Leserschaft der „taz“. Er endet mit: „Gegen gesamtgesellschaftliche Erwartungshaltungen anzustinken, ist sowohl für Männer als auch für Frauen schwer. Und es ist um so schwerer, je weniger man sich um sie kümmert und je mehr Druck ausgeübt wird auf sie.“
      Und er begann so: „Dieser Vorschlag gefällt mir entschieden besser als das sonst in der taz übliche Frauen-Bashing.“
      Weil Männer- (genauer: Väter) bashing – um deren Interessen und Bedürfnisse man sich gar nicht kümmert – und mehr Druck auf diese auszuüben sowie moralisierende Beschämung zu betreiben geht völlig in Ordnung. Da ist „Druck ausüben“ legitim. Es handelt sich ja um Männer /facepalm.
      Es fällt nicht weiter auf, mit welchen Doppelstandards hausieren gegangen wird.

      Dem voraus geht nämlich die gedankliche Exklusion von Frauen aus der Formulierung „gesamtgesellschaftlicher Erwartungshaltungen“. Faszinierend – als hätten Handlungen von Männern in dieser Gesellschaft oder in Paarbeziehungen nichts mit den Erwartungen von Frauen zu tun.

      • „Dieser Vorschlag gefällt mir entschieden besser als das sonst in der taz übliche Frauen-Bashing.“

        Prust! Kreisch! Wieher! Sich lachend auf dem Boden roll! Sich gar nicht wieder einkrieg! Sich immer noch kichernd Tänen aus Augen wisch!

        Was für eine feministisch hypersensibilisierte Seele muss man haben, um zu so einer vollkommen verdrehten Wahrnehmung zu kommen? Ausgerechnet die taz, in unserer ohnehin recht durchfeministisierten Medienlandschaft DAS Zentralorgan des radikal intersektionalen Feminismus‘, in dem vor Misandrie nur so triefende Scheiße im Minutentakt in die Welt gekackt wird, soll Frauenbashing betreiben.

        Ab welcher Intensität an Anbetung und Vergötterung der Weiblichkeit endet für solche Geister eigentlich „Bashing“?

        • Da versteht man, wie man denken kann, dass jemand mit dem Teufel im Bund ist und ihn verbrennen muss, wenn man sich so weit von jeder Realität entfernen kann. Oder Flachweltler. Oder Reptiloidengläubige. Oder eben Feministen auf taz.

  2. Feministische Lösungsansätze sind immer wieder bemerkenswert.
    Anstatt dafür zu kämpfen das Vollzeit-Frauen nicht Rabenmütter genannt werden, wollen sie lieber dafür sorgen das Vollzeit-Väter auch Rabenväter genannt werden.

    Man kann jetzt nach der Motivation dahinter fragen.

    Ist es Feministinnen wichtiger das es niemanden ‚besser ergeht‘, notfalls auch dadurch das man den anderen das Leben schwer macht, ohne dadurch die Situation der „Benachteiligten“ zu verbessern oder diese gar noch zu verschlechtern?

    oder

    Geht es Feministinnen mal wieder nur allein darum Männer zu bashen, weil Feminismus ist ja auch gut für Männer?

    Wie man an dem gestern bei Genderama verlinkten Artikel aus der Schweiz lesen kann, werden Väter heute eher dafür beschämt, wenn sie sich zu viel um ihre Kinder kümmern. Man unterstellt ihnen faul zu sein, sich aushalten zu lassen, während es für Frauen in der gleichen Situation natürlich der „schwerste Job auf Erden“ ist, der eigentlich täglich eine globale Gedenkminute verdient hätte.

    Feministinnen könnten ja dafür eintreten DIESE Beschämung abzustellen. Aber nee, sie sind halt wie sie sind. Die Beschämung sich zu viel um die eigenen Kinder zu kümmern darf bleiben und dazu soll noch die Beschämung dafür kommen sich zu wenig um die Kinder zu kümmert.
    Das ist dann irgendwie gut für Frauen.

      • Ja, deswegen sind Feministas auch immer schmollig wenn Staat und Gesellschaft ihre Forderungen erfüllt. Dann müssen sie sich wieder was neues zur Abwertung suchen.

        Weiblicher Neid und weibliche Missgunst wollen ja schließlich bedient werden…

  3. So ein Blödsinn. Mir wurde in meinen Bewerbungsgesprächen in der Industrie mehrfach klipp und klar gesagt: der Job hat bei dir oberste Priorität, sonst bist du hier falsch!
    Die Frage „wie machst du das mit den Kindern“ war darin enthalten und beantwortet. Für die Semikolons dieser Welt: die Antwort lautet natürlich: solltest du Kinder haben (wollen), dann sie zu wie du das geregelt bekommst, OHNE uns damit zu behelligen …

    Vielleicht ist die konkrete Frage ja nur eine höfliche Art, darauf hinzuweisen, dass der Job alles sein muss.

  4. Vor dem Hintergrund ist es schwer Männer in der Hinsicht zu beschämen: Sie würden einfach antworten, dass der Job natürlich vor geht und ihre Partnerin ihnen den Rücken freihält.

    Das wäre meiner Meinung nach aber die falsche Antwort. Die einzig richtige wäre:
    „Das geht Sie gar nichts an. Und zwar genauso wenig wie eine Gewerkschaftsmitgliedschaft, die Schwangerschaft meiner Frau, mein Impfbuch oder die Konsistenz meines Stuhlgangs. Es braucht Sie nicht interessieren, wie ich mein Privatleben gestalte.“
    Und:
    „Wenn Ihnen das nicht passt, dann schütteln Sie sich einen anderen Affen vom Baum.“

    Und schon mault die taz in ihrem chinesischen KP-Tenor sicher weiter: „Ja aber bei unserem Trampolin-Annalenchen hat ja auch alle Welt gefragt.“
    „Ja, liebes Zentralkommitee, die hat ihren Allerwertesten auf den Marktplatz getragen. Wer seinen Hintern zum Fenster raushängt, darf sich nicht wundern, wenn es draufregnet. Wenn jemand Bundeskanzlerin werden will, ist es schon wichtig dem Wahlvolk die Nachfrage zu erlauben, ob sie das auch packt und wirklich packen will. Beim Stürmer vom FC Bayern nicht.“

    Wie kommen ehedem halbwegs aufgeklärte Menschen dazu, plötzlich solche Entgrenzung und Übergriffigkeit zu fordern? Vor ein paar Jahren gab es noch sowas wie informelle Selbstbestimmung – die ist plötzlich verpufft und einem gruseligen Konformitätsdruck zum Opfer gefallen.

  5. In einer ‚guten‘ Gesellschaft machen sich die Partner, die Menschen überhaupt, ihre Lebensentwürfe und Rollenverteilungen selbst – und jammern dann auch nicht, dass sie nicht alles haben können.
    In einer sch… Gesellschaft machen die Machteigner einen Plan, nach dem alle zu leben haben. Der Plan wird dann über die taz verteilt und wenn sich einer*in nicht daran hält, wird ihm*ihr die Menschenwürde entzogen – natürlich auch von der taz.

  6. Vätern keine Rechtssicherheit und Gleichstellung im Familienrecht zuzugestehen, und sie dann zu beschämen, dass sie die einzige allein von ihrer Entscheidung abhängige Lebensoption wählen, wird nichts ändern. #Wechselmodell #Sorgerecht

  7. Wann werden in Deutschland Beruf und Familie vereinbar sein?

    Inwiefern sind sie denn bisher nicht vereinbar? Ach ich vergaß, es geht ja nur um Frauen. Um Frauen die DAX-Vorstand werden und sich auch gleichzeitig liebevoll um die Kinder kümmern möchten. Von denen gibt es ja auch so viele. Aber abgesehen davon, dass die TAZ hier Fantasiefrauen beschreibt, bietet sie auch eine Lösung für dieses Problem an:

    Vielleicht wird dann irgendwann die 30-Stunden-Woche zur Regel. Es wird genügend Kitaplätze und Ganztagsbetreuung an Schulen geben. Sich Führungspositionen zu teilen und Elternzeit zu nehmen wird zur Normalität, egal für welches Geschlecht.

    Das wird bestimmt ganz toll funktionieren, vor allem in der freien WIrtschaft. Bald haben wir auch eine Doppelspitze als Bundeskanzler.

    Irgendwie scheint mir im Feminismus immer mehr die Fratze des ungezügelten Kapitalismus durchzuschimmern, in dem der Mensch nur Humankapital ist: Vollzeitmütter werden abgewertet, Frauen sollen ihre Erfüllung im Job finden und die Kinder werden abgeschoben.

    • 30-Stunden-Woche oder Halbtagskräfte funzt total geil in Berufen in denen man schon einen Großteil seiner Zeit aufwenden muss, um sich auf dem Stand der Technik/des Wissens zu halten.
      Die offenbar zu schwierige Rechnung für einige dieser Phantasten mit fiktiven, dafür schön glatten Zahlen:

      40h Vollzeitstelle bei 15h „Bildungsaufwendung“ pro Woche == 25h „Produktion“
      2x20h Teilzeitstellen bei 15h „Bildungsaufwendung“ pro Woche == 10h „Produktion“

      Ganz zu schweigen von den Qualifikationen die man ggf. noch in der Freizeit erwirbt, auch das ist bei Teilzeitkräften eher die Ausnahme als die Regel.

      Dieses Modell „die Gesamt-Stundenzahl alleine ist entscheidend, wie viele Personen man dafür braucht ist egal“ funktioniert leider nur da, wo man, sofern überhaupt mehr als einige Wochen Training erforderlich sind, ab Ende der Berufsausbildung Neues idealerweise gar nicht oder allenfalls aus der reinen Praxis lernen muss. Sowas wie Regale einräumen, Kassierer im Supermarkt, Burger braten oder dergleichen. Mit kleinen Einschränkungen sogar Kranken- und Altenpflege, zumindest ist auch das die Teilzeitquote (bei Frauen) enorm.

      • Gibt ja unheimlich viel „Argumente“ zur Verhinderung des Fortschritts.

        Unglaublich abgeklärt.

        Im Manchesterkapitalismus betrug die Wochenarbeitszeit übrigens bis zu 80 Stunden.

        Man wäre hochgradig, um nicht zu sagen unfaßbar naiv, wenn man glaubte, diese Entwicklung zu mehr Humanität sei nun, im glorreichen Jahre 2021 der Menschheitsgeschichte zu Ende.

        So ist es mit vielem, was hier vermeintliche Experten so absondern. Wie z.B. die Behauptung, es werde immer Kriege geben und sie gehörten zur menschlichen Natur.

        Auch das ist unfaßbar naiv.

        Die Gesellschaften werden sich natürlich weiterentwickeln, und diese Art der Marktwirtschaft, die wir heute betreiben, ist keineswegs alternativlos – wie ein Blick in die Geschichte zeigt.

        • Hey Genderspast, hast du auch ein Argument?
          Arbeitest du als Laubbläser oder was anderes mit viel viel (womöglich heißer) Luft, dass du in deinem Beruf nichts mehr lernen musst?

          Oder versuchst du nur mit dem öden Zeug, das du seit 10 Jahren unverändert ins Forum ejakulierst, meine These zu untermauern, dass manche Menschen sich nicht fortbilden?

      • „Im Manchesterkapitalismus betrug die Wochenarbeitszeit übrigens bis zu 80 Stunden.“

        15h pro Woche fürs Lernen kommen mir auch ETWAS viel vor. Aber auch, wenn’s das gibt: Vielleicht wird man das bald wegrationalisieren.

        • Ich habe absichtlich dazu geschrieben, fiktive aber schön zu rechnenden Zahlen. Können die Leute hier eigentlich keine ganzen Sätze mehr lesen oder verstehen? Gestern auch wieder ein paar, die einen Satz kritisierten der in einem Teil des selben Satzes ihre Kritik komplett vorwegnahm 😉

          Übrigens: 15h ist in manchen IT-Berufen und -Sparten mit hoher Schlagzahl des Wechsels bevorzugter Frameworks und Techniken tatsächlich nicht einmal besonders hoch, sondern fast noch niedrig angesetzt. Der Wandel in der IT und da insbesondere bei Web-Entwicklung und Virtualisierungslösungen hat ein Tempo erreicht, das man schon absurd nennen kann.
          Insbesondere wenn man viele Auftragsarbeiten/Individuallösungen macht und sich den Wünschen der Schlipsaffen beim Kunden beugen muss, die selber nur bestimmte Buzzwords aufgeschnappt aber eine feste Meinung haben, ist man schnell dabei für fast jedes Projekt eine Menge komplett Neues lernen zu müssen.

  8. Ich möchte, dass wir anfangen, jeden neuen männlichen Dax-Vorstand, jeden Bundesliga-Spieler vor einem wichtigen Vereinswechsel und jeden Kandidaten für egal welches Amt zu fragen, wie viele Kinder er hat und wer sich eigentlich um die kümmern wird. So lange, bis beruflich erfolgreiche Männer meinen, sie hätten jemanden das Wort „Rabenvater“ zischen hören, wo auch immer sie in ihrem Anzug aus ihrem Mercedes aussteigen.

    Ich empfehle der Frau eine Psychotherapie. Klassischer Fall von linkem und feministischem Größenwahn sowie von Gehirnerweichung.

    Alltagserfahrung ist Alltagserfahrung. Daran können auch Judith Butler und alle geisteskranken Feministinnen dieser Welt nichts ändern.

    Genauso, wie man unsere Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit nicht manipulieren kann, kann man auch unsere Sprache nicht manipulieren. Jedenfalls nicht auf Dauer.

    Das Problem sind nicht diese geisteskranken Feministinnen mit Hang zum totalen Gender-Krieg, sondern die vielen Leute, die diesen Amazonen und ihren kastrierten männlichen Schoßhündchen nichts entgegensetzen und sie einfach gewähren lassen.

    Wie Paare ihr Zusammenleben regeln, ist ihr Ding.

    War eigentlich mal eine progressive, linke Herangehensweise.

    Wer eine Veränderung will, der muss nicht versuchen, Karriereväter zu beschämen, eher müsste man Männern wohl erst einmal eine Position einräumen, in der die aktive Vaterschaft zum einen möglich ist und zum anderen mit einem gesellschaftlichen Status versehen ist, der höher ist als der des Jobs. Man müsste also den Vater aufwerten.

    Das ist natürlich auch unsagbarer Quatsch und typischer Evochris-Trash.

    In Evochris ihm sein neoliberalem Weltbild kümmern sich Väter erst um ihre Kinder, wenn sie damit ihren Status erhöhen. Nicht aus purer Liebe und aus reinem Eigeninteresse.

    Ick sage ja immer: Man kann nur zwischen linker und rechter Verblödung wählen. Jedenfalls ist dieses Konzept genauso manipulativ und illiberal wie der Taz-Trash.

    PS: Wer auch so ein schlimmer Troll und so intelligent wie ich werden will, der lese http://alice-miller.com/de .

    Und weil er so treffend war, hier noch mal der Kommentar von YX:

    Ich möchte, dass wir jede Frau fragen, was sie eigentlich zum Familieneinkommen beiträgt und warum sie nicht dafür malochen geht, dass er zu Hause bleiben kann.

    Und ach ja: Feministen sind nur vor der Trennung für aktive Vaterschaft. Nach der Trennung hat sich der Vater aus dem Leben seiner Kinder zu verpissen und ansonsten nur noch einmal im Monat den Unterhalt zu überweisen – und um den zu erarbeiten hat er eben… arbeiten zu gehen.

  9. Ich habe kein Problem damit, mich als Rabenvater „beschämen“ zu lassen. Sind Raben doch tatsächlich sehr gute und fürsorgliche Eltern. Und zwar Mama Rabe und Papa Rabe.

  10. Politik und Medien sind inzwischen so weit von der Lebensrealitaet entfernt, man will deren Geschwaetz eigentlich gar nicht mehr hoeren. Und die TAZ, jesusmariajosefundluzifer…

    Kleine Geschichte aus der philippinischen Provinz. Ich habe einen guten Moebelbauer gefunden, der mir eine Ottomane und einen Ohrensessel baut. Gesamtkosten ca. 300 EUR, plus ca. 100 EUR fuer die Bezugsstoffe. Ich hab gar nicht um den Preis verhandelt, weil ich moechte, dass der Betrieb naechstes Jahr auch noch existiert. Die Stoffe musste ich online bestellen, weil die lokalen Laeden immer mal wieder fuer 2 Wochen auf und zu sind, da irgend ein Mitarbeiter PCR-positiv war.

    Der lebt mit seiner Frau und 2 Kindern in seiner Werkstatt, die ca. 1 Doppelgarage gross ist – sein Haus musste er aufgeben. Vorne ist ein Metalltor, welches er nachts herunter laesst, hinten ist ein Tuerdurchbruch, mit einem Vorhang+Hund. Zum Schlafen rollen die 2 Queen size 2-3 cm dicke ‚Matratzen‘ im hinteren Teil aus. Die 300 EUR sind etwa die Haelfte seines Monatsverdienstes. Ratet mal wer diesen September sein Lieblingskunde ist.

    Da die Schulen seit 1,5 Jahren zu sind, lernen seine 2 Kinder durch zusehen beim Meister seines Fachs (er hat vorher vor allem fuer Hotels – die nun fast alle dicht sind – Moebel hergestellt und repariert). Ich denke, die lernen mehr Mathe und Physik als in der Schule. Und sein 12 Jaehriger Sohn kann schon besser Englisch als der Alte.

    Ich habe nicht gefragt, ob sich die Eltern als Rabenmutter/vater sehen, und ich denke die Antwort waere wahrscheinlich eine Preiserhoehung 😀

  11. Bei männlichen Spitzenpolitikern, Sportprofis oder Vorstandschefs

    Profisportlerinnen dürften in den seltensten Fällen Kinder haben.

    Männer erreichen Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft in der Regel erst, wenn die Kinder älter sind. Die sind nämlich nicht Quotenquereinsteigerin, sondern arbeiten sich nach oben.

  12. Stimmt auch umgekehrt. Es sind nicht nicht die Väter, die im Kindergarten genau beobachten, welche Kinder alle noch da sind, wenn man die eigenen abholt, um dann die anderen Mütter zu denunzieren.

    Das ist wie beim slut shaming. Macht kaum ein Mann. Shaming ist Frauen Domäne. Ausser fat shaming. Da shamen wir Frauen, auch gerne die Kumpels, und uns selber auch.

  13. „über Beschämung eine Änderung des Verhaltens zu erreichen“

    Beschämung ist für Hunde, mit denen ein aufgeklärtes Gespräch eben nicht möglich ist. Bei erwachsenen Menschen ist der Versuch schlicht unwürdig.

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