Selbermach Mittwoch

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225 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch

  1. Habe gerade das recht neue „Walkaway“ von Cory Doctorow gelesen. Ähnlich wie beim letzten Reboot der Laundry Files von Charles Stross denkt auch sehr sich wohl, dass er jetzt mal dringend dem Zeitgeist huldigen und daher ohne jeglichen Notwendigkeit alles mit Transen, Lesben und herausragenden Mary Sues vollballern muss. Es ist traurig, muss man ernsthaft sagen. Ich habe von beiden jedes einzelne Buch mehrmals gelesen, bei diesem wird es bei einem Mal bleiben, und wenn die nächsten jeweils genau so werden, dann sind das die letzten Bücher die ich den Herren abkaufe,

    Hier mal was mir so aufgefallen ist und mir vor 20 Jahren so ohne Kontext der Volksumerziehung noch nicht krass negativ ins Auge gesprungen wäre!

    Prämisse:

    Es geht um eine Gesellschaft, die im wesentlichen von Superreichen, den sogenannten Zottas, kontrolliert wird. Diese sind quasi die 0,01% der 0,1% und effektiv keiner staatlichen Kontrolle unterworfen.
    Aus dieser Gesellschaft wollen die sog. Walkaways aussteigen, allerdings ohne dabei auf Technik zu verzichten, im Gegenteil haben sie fortschrittlichste Technik die sie ohne jegliche hierarchischen Strukturen zu entwickeln vermögen. Meritokratie ist in diesem Buch synonym für die Kontrolle durch die Zottas, die ihre Position als auf überlegenen Fähigkeiten beruhend darstellen.

    Insgesamt als Story also ganz interessant, aber in einem Ausmaß vor den Identity Politics zu Kreuze kriechend, oftmals ohne dass das die Story in irgendeiner Form voranbringt, dass es Brechreiz erzeugt.

    Wir beginnen mit einem Trio von Jugendlichen, die Aussteigen wollen:

    A: Hauptfigur Natalie Redwater alias Iceweasel: Tochter eines der weniger bedeutenden Zottas, schon in jungen Jahren das schwarze Schaf der Familie und z.B. „kommunistische Partys“ ausrichtend. Vögelt zu Beginn mit C, bevor sie sich besinnt, dass sie doch lesbisch ist und unsterblich verliebt in eine fette, alte Frau (E) ist. Gerät in Schockzustände und rennt heulend davon, wenn sie mit der Idee konfrontiert wird, dass es auch in einer Walkaway-Gesellschaft einen Grund dafür geben könnte, Leistungen anzuerkennen. Das würde ja bedeuten, dass nicht alle Menschen gleich und/oder in jeder Situation gleich „nützlich“ wären, selbst wenn das über „Gleichwertigkeit“ von Menschen als solche keinerlei Aussage macht. Reeeeeeeeeee!!

    B: Kompagnon Hubert „Etcetera“, hat von seinen Eltern die 20 gebräuchlichsten Vornamen des Jahres 1900 bekommen und wird daher etc. genannt. Kann selber nicht arg viel, ist aber eine treue Seele und in einigen Dingen wenigstens mäßig begabt. Ist im späteren Verlauf mit der mehr als doppelt so alten E in einer von zwei heterosexuellen Beziehungen des Buches.

    C: Seth. Vögelt zu Beginn der Tour mit A, besinnt sich aber später darauf, dass er doch mindestens bi ist und verliebt sich unsterblich in F. Etliche Male wird ohne sonstigen Bezug zur Story darauf hingewiesen, wie geil er es findet, eine Freundin mit Penis zu haben. Irgendwann wird, natürlich ohne jegliche Bedeutung für die weitere Handlung oder seinen „Character Arc“) kurz erwähnt, dass er schwarz ist und in seiner ihn ansonsten voll akzeptieren Peer Group aus ansonsten nur Weißen schlimmen Rassismus erfahren hat: Die glaubten doch tatsächlich (womöglich im Scherz, nicht klar zu entnehmen), dass er als Schwarzer bei einem Spiel wo es um „Rhythmus“ ging, genetisch im Vorteil gewesen sei!!!

    D: Ältere, von Narben entstellte Frau, die die beste Programmiererin im „Walkaway“ ist und eine Teilgemeinschaft maßgeblich „codiert“ hat. Ist aber dennoch voll dagegen, dass so etwas honoriert oder auch nur anerkannt wird und fühlt sich voll schlecht, wenn sie sich in ihrem Metier für besser als andere hält. Hat schon vor ihrem Aussteigertum unter erheblichen Gefahren für sich selber Transsexuellen geholfen, wie eine Episode, die natürlich ohne jegliche Bedeutung für die weitere Handlung „reingestopft“ wurde, als es um A von deren Vater unter völlig anderen Umständen zugefügte Schmerzen ging.
    Auch sie ist später ohne Probleme als KI „betreibbar“ (tatsächlich wird sie irrtümlich sogar zu Lebzeiten als KI reinkarniert), offenbar kann das nur bei doofen männlichen Gehirnen schwierig werden.

    E: Ältere, fette Frau, die natürlich einer der maßgeblichen Mathematiker des Walkaways ist. Große liebe der 1/3 so alten, ehemals heterosexuellen A.
    Hat mit A später Kinder, es wird nicht darauf eingegangen wer der biologische Vater ist, aber darauf, dass auch E trotz ihres erheblichen Alters tapfer eines der Kinder warf. Wir wissen also nicht nicht einmal, ob die Kinder von A und E biologisch verwandt sind, ist aber auch egal. Sind nur Jungen, leider. Die natürlich immer schmutzig sind. Und nicht zuhören.

    F: Junge Transe, M->F aber mit noch intaktem Schwanz. C wird mehr oder weniger ihr Lapdog. Es wird später, als C mit dem Älterwerden hadert, herausgestellt, „sie“ habe ja schon immer mit ihrem Körper gehadert und daher ist das Älterwerden anders als bei den Normalos kein Problem.

    G: Frau, die natürlich die beste Neuro-Informatikerin oder sowas war, bis sie starb und digitalisiert wurde. Hat es als erste und lange einzige gescannte Person geschafft als „künstliche Intelligenz“ wieder funktionsfähig zu werden, u.a. durch gutes Zureden von A wenn sie dabei war aufgrund ihrer Körperlosigkeit wieder und wieder „abzustürzen“. Dient in der Folge in hunderten Instanzen als Deus ex Machina usw. und wird immer besser und besser.

    H: Mann, der einen ähnlichen Job wie G hatte, auch stirbt, aber trotz seiner ebenfalls überragenden Intelligenz natürlich nicht in der Lage ist, sich als „KI“ hinreichend zu stabilisieren. In der Folge weitgehend nutzlos.

    I: Anführerin eines Stammes von „First Nations People“, trotz sehr jungen Alters. Ist wohl nicht mehr üblich, dass Stämme von älteren, weisen Person angeführt werden… Kann selbstverständlich nahezu alles am perfekt, ist nebenbei noch moralische Instanz und Motivator par excellence und heisst auch noch Pocahontas.

    J: Hauptantagonist: Reicher weißer Mann, Vater von A, lässt diese aus dem Walkaway entführen und sperrt sie unter folterähnlichen Bedingungen ein. Frau und Tochter 2 helfen zwar dabei, aber nur weil sie Angst haben. Hat diverse Handlanger, von denen natürlich nur K „im Kern gut“ ist. Wie erfahren sonst nicht viel über seine Persönlichkeit, außer das er Kontrollfreak sei und Geld dafür bezahlt, dass seine autonomen Automobile rücksichtlos fahren und dabei schon die Strafe direkt bezahlen – so kann jeder Leser praktischerweise einfach alles auf ihn projizieren, was ihn an der Gesellschaft so stört.

    K: Handlangerin und Enforcerin von J, obschon selbst für eine Frau klein und zierlich dennoch quasi unbesiegbar. Macht natürlich anders als ihre männlichen Kollegen eine Art Entwicklung durch und hilft A im Austausch gegen deren gesamtes Treuhand-Vermögen. Hat in der Folge mit A einen One Night Stand (Frauen die unsterblich ein eine andere verliebt sind, „dürfen“ das, ohne das später noch einmal darauf eingegangen wird) bei dem ausführlich auf Ks enorme Muskeln sowie ihre natürliche Behaarung bis hin zu Locken an den Beinen eingegangen wird. Strong Female!

    L: Natürlich ist auch der Anführer von Außentrupps und der Bestrebungen eine toughe, in ihrem Feld von Männern unerreichte Frau.

    M: Ein weiterer eher unbedeutender Mann im Walkaway, er scheint sich hauptsächlich durch extreme Emotionalität selbst gegenüber Personen die ihn umbringen wollte und durch das Herstellen von Flechtenschnaps auszuzeichnen. Wird, wie später in einem Nebensatz erwähnt, auch eine Transe und nennt sich dann „Noozi“.

    N: Mann, der D zu Beginn aus dem von ihr aufgebauten Gemeinschaft „vertreibt“ (sie hätte natürlich bleiben können und aufgrund ihrer Leistungen sogar Vorrechte genossen, aber Prinzipen), da er dort ein meritokratisches System aufbauen will und Bewohnern die sich entschließen nicht ihren Fähigkeiten entsprechend mitzuwirken nicht „durchfüttern“ will. Kommt irgendwann halb erfroren und verstümmelt an, und ist reumütig weil er inzwischen eingesehen hat, wie falsch er und wie richtig D schon immer lag.
    D bemerkt kurz vor Ns Ende, dass sie ihn besser verstanden habe, als er sich selbst (göbel).

    • Absolut Schade. War ein großer Fan von LittleBrother, aber wie sich dein Review liest, gibt es absolut nichts lesenswertes mehr an der Geschichte oOo. Schade um einen großen Autor.

      • Und das was ich da aus dem Gedächtnis flott zusammengestrokelt habe ist noch lange nicht alles.

        Da kommen dann immer wieder so Szenen vor, die für sich genommen nichts Besonderes sind, aber im Kontext entlarvend sind. Z.B.: Eine Truppe aus mittelalten Frauen, einer sehr viel älteren und sehr fetten Frau (wird x-fach im Buch explizit erwähnt, sie wird sogar als „gewaltig“ beschrieben) und einem mittelalten Mann fährt zig Kilometer mit dem Rad. Alle brechen sich mächtig einen ab, wollen aber nicht aufgeben weil sie unbedingt an dem Tag noch irgendwo ankommen wollen, wo eine unvernünftige Frau gegen ihren Willen gerettet werden muss/soll. Natürlich ist es der einzige MANN der dann doch aufgibt und schmerzverzerrten Gesichtes absteigt.

        Ich kann mir nicht vorstellen, dass man – auch noch selber als Mann – solchen unrealistischen Quatsch wieder und wieder aus Versehen schreibt. Noch dazu als erfahrener und renommierter Autor, dem (zumindest bis dahin) in sich stimmiges World Building usw. extrem wichtig scheint. Schien.

        Little Brother #3 (in der dann ja die Hauptrolle mit Masha (aus den ersten beiden Büchern) auch weiblich „besetzt“ wird, die „Obersympathin“ (zumindest als solche gedacht, mich hat die selbstgerechte kleine Kackbratze nur genervt) der Story ist überdies eine BLM-Göre ist und abseits von der Haupthandlung die Freundin von Marcus mehr im Focus steht als er selber) ging schon in die Richtung, war aber nicht ganz so schlimm. ZUmindest lag der Focus der Handlung weiterhin auf „Datenschutz & Privacy“ im weiteren Sinne. Und da wirket es, da nicht ferne Zukunft, auch noch nicht so, als seien heterosexuelle Beziehungen inzwischen eine skurrile Ausnahme und es gäbe 12 Transen auf ein Dutzend.

  2. Onkel Heinz und Tante Trude sehen die fortgesetzte Existenz des Feminismus nicht ein. Könnte auch daran liegen, dass der Feminismus sich mehr gegen sexpositve Werbung kämpft als gegen Taliban, die sexpositive Werbung verbieten. Aber weil es Taliban gibt, sind nicht alle Frauen frei, und weil noch nicht alle Frauen frei sind, muss man sexpositive Werbung in D. bekämpfen. Die Unterhosenwichtel lachen gerade ganz doll.

    Gleichberechtigung ist was anderes

    • Totalitär waren die doch die ganze Zeit. Aber sie sind halt nicht so blöde wie der Westen. Die beobachten genau, was hier abgeht und versuchen entsprechend gegenzusteuern. Das mag ungeschickt und für einen Westler befremdlich wirken, aber wenn es ihnen gelingt, dann werden sie uns noch schneller abhängen, als sowieso schon.

      Die Situation hier ist ja auch mittlerweile massiv totalitär, aber derart nicht-zentralistisch, dass man weder die Schuldigen klar benennen, noch sich wirkungsvoll gegen die vollkommen destruktive Entwicklung wehren kann. Ich weiß nicht, ob mir die Chinesen da wirklich leid tun sollten…

    • @Androsch
      „Totalitär waren die doch die ganze Zeit.“

      Na ja, zwischen 1980 und 2020 waren sie nicht so schlimm wie unter Mao, bei weitem nicht.

      „Die Situation hier ist ja auch mittlerweile massiv totalitär, aber derart nicht-zentralistisch, dass man weder die Schuldigen klar benennen, noch sich wirkungsvoll gegen die vollkommen destruktive Entwicklung wehren kann. “

      Na ja, solange man im Internet Kritik an der Regierung oder dem Zeitgeist üben kann, ohne auf jeden Fall zu „verschwinden“, Gewalt zu erfahren oder dergleichen, würde ich noch nicht von Totalitarismus sprechen. Cancel Culture gibt es zwar, aber sie ist zum Glück noch recht löchrig und erfasst nicht die kleinen Leute (normalerweise). Leider geht es aber tatsächlich in eine ungute RICHTUNG…

      Hier noch etwas zu dem Thema, diesmal von Trotzkisten:

      https://www.wsws.org/en/articles/2021/09/09/chin-s09.html

    • Zur Einordnung von Sabrinas wie üblich extrem fragwürdiger Quelle sei kurz angemerkt, dass der Mann derzeit für ein weltweit tätige portugiesische Mineralöl- und Erdgasunternehmen arbeitet und vorher einen ähnlichen Posten bei der Erdölsparte von RWE (Dea) innehatte.

      Sicher nur Zufall, dass jemand, dessen Job vom Verbrennen fossiler Brennstoffe finanziert wird wie auch abhängt, zu dem Schluss kommt, dass nicht der Mensch sondern die Sonne „schuld ist“.

      Ich halte keineswegs alles für so dramatisch sie die religiös Klimabewegten bzw. bilde mir überhaupt nicht ein, das korrekt beurteilen zu können. Ich weiß aber, wie weit man Lobbyisten trauen kann: ungefähr so weit, wie man sie werfen kann.

      • Es kommt auf den Wahrheitsgehalt der Informationen an, also unterlaß bitte Dein übliches FRAMING: „..Sabrinas wie üblich extrem fragwürdiger Quelle..“
        Die anderen Leser sind wohl selbst dazu in der Lage, dies beurteilen zu können, ohne Deine „lenkende Hilfe“!

        • Dann sind sie auch ohne deine Hilfe in der Lage, die Youtube-Kanäle deiner bunten Mischung aus Realitätsverweigerern, Rechtsauslegern, Esoterikern und oftmals schlicht und einfach Wahnsinngen zu finden, die du hier in schöner Regelmäßigkeit ablieferst, oder?

          Und tu bitte nicht so, als hättest du selber überhaupt gewusst, welchen Hintergrund der Vogel hat. Oder als hättest du das Wissen, zu beurteilen ob das, was der von sich gibt auch nur im Ansatz stimmt. DU rennst dem hinterher, weil der gegen den Mainstream ist, so simpel wie überaus traurig ist das in diesem Fall wie im Falle jeder anderen Quelle die du seit Anfang 2020 hier gepostet hast.

          Du könntest dich eigentlich in Androsch Light umbenennen was deine reflexartige Ablehnung ganz offensichtlich nahezu sämtlicher existierender „Konsens-Positionen“ (also abgesehen davon, dass der Steuerzahler für Verstümmelungen im Rahmen von Geschlechtsdysphorie aufkommen soll, der Konsens ist OK) angeht. Das ist nicht mehr weit weg von wahnhaft-paranoid, und das kann ich, anders als das Klima, durchaus beurteilen.

          • „Das ist nicht mehr weit weg von wahnhaft-paranoid, und das kann ich, anders als das Klima, durchaus beurteilen.“

            …sagt der „Allround-Gesundheits-Experte“; aber warum auf einmal Deine für mich unverständliche Bescheidenheit bei der Beurteilung von „Klima-Gefahren“?

        • @Sabrina

          Meine Aufforderung an Dich, mal eine Gegenposition zur These vom menschengemachten, schädlichen Klimawandel zu präsentieren, die nicht von einem Lobbyisten stammt oder von einm Außenseiter geäußert wird, sondern von einem ganzen Fachverband – einem klimatologischen, physikalischen, meteorologischen, ozeanographischen,…, sei er deutsch, englisch, französisch, portugiesisch,… -, steht noch.

          Bis dahin gilt (für mich): Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass der jetzige, globale Klimawandel (überwiegend) menschenverursacht ist und unangenehme Auswirkungen haben wird (was positive Auswirkungen im einzelnen nicht ausschließt).

          • Wo soll so ein Fachverband herkommen, wenn jeder kalt gestellt wird, der das offizielle Narrativ nicht anerkennt? Wie wir es ja nicht nur beim Klima sehen, sondern mittlerweile bei jedem beliebigen Thema: Feminismus, Genetik/Rassismus, 09/11, Corona, etc. Welcher Wissenschaftler (der kein Außenseiter ist) ruiniert sich sehenden Auges die Karriere? Die Geschichte zeigt: so gut wie keiner, die sind ähnlich opportunistisch und abhängig wie Künstler.

            Mein letzter Stand ist, dass die Mehrzahl der Wissenschaftler eine menschliche Ursache bzw. einen Einfluß für möglich hält (bei den grünen Medien mutiert das dann automatisch zur Kausalität), was quasi nichts aussagt. Nicht jeder Wissenschaftler hat zudem ausreichenden Einblick in die statistisch überkomplexe Thematik, da gibt es auch wieder einige wenige (selbstverständlich handverlesene) Klima-Speziallisten.

            Erst recht sagt es nichts darüber aus, über welchen Weg der Mensch Einfluß in welcher Größenordnung nimmt (CO2, Methan, Wasserdampf, Flächenumnutzung) noch ob das theoretisch (praktisch sowieso nicht) anhält und bremsbar ist (oder bereits ein Kipp-Punkt überschritten wurde) noch ob es letztendlich schädlich für uns ist (von den Küstenregionen und gelegentlichen Stürmen mal abgesehen). Dass die Erde früher mal viel wärmer war und gerade kältere Länder ihre Hoffnung in eine Erwärmung stecken, ist ja bekannt.

          • „Dass die Erde früher mal viel wärmer war und gerade kältere Länder ihre Hoffnung in eine Erwärmung stecken, ist ja bekannt.“

            https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/golfstrom.html

            Niederlande, Norddeutschland und ganz Skandinavien könnten irgendwann dazugehören. Ironischerweise sind es aber Folgen der Erwärmung, die man als mögliche Gefahren für den Golfstrom sieht, dessen Abschwächung bzw. schlimmstenfalls vollkommenes Versiegen unser Klima erheblich verändern würde – und beileibe nicht in Form von Erwärmung. Wir bekämen auf einen Schlag das Klima, welches für Regionen unserer Breitengrade eigentlich normal ist, nur dass es dank des Golfstroms so seit sehr langer Zeit hier nicht mehr vorkommt. Also vielleicht schon Dänemark aber recht sicher die südliche skandinavische Halbinsel würde dann ähnliche Verhältnisse bekommen wie Sirien; sprich: milde bis warme Sommer und extrem kalte Winter. Je nachdem, wie schnell so ein Prozess dann vonstatten geht, müsste man dann sehen, wie gut die dortige Flora und Fauna damit umgeht, wenn zwischen den wärmsten Sommer- und kältesten Wintertagen Temperaturdifferenzen von 70 bis 80 Grad keine Seltenheit sind.

          • @Androsch

            „Wo soll so ein Fachverband herkommen, wenn jeder kalt gestellt wird, der das offizielle Narrativ nicht anerkennt?“

            Jeder derartige Wissenschaftler, in jedem Fachverband, in jedem Land? Mach Dich nicht lächerlich. Selbst die Tabakindustrie hat es nur geschafft, Zweifel zu säen, ob Rauchen wirklich gesundheitsschädlich ist, nicht, sämtliche Fachverbände der Welt für sich einzunehmen.

            Um Deine Frage also zu beantworten: Wäre es kein wissenschaftlicher Konsens, würde es solche Fachverbände geben, weil nicht überall jeder „kaltgestellt“ würde, der anderes behauptet.

            Den (Euch?) „Klimaskeptikern“, man verzeihe mir den plumpen, oft als Kampfvokabel gebrauchten Begriff, ist jedes Maß für Realismus verlorengegangen, wenn ihr nicht wenigstens den wissenschaftlichen Konsens anerkennt, sondern eine weltumspannende Verschwörung/Verlotterung der Wissenschaft/Vereinnahmung der Fachverbände/denk-Dir-was-aus, behauptet. Über die aus dem Konsens zu ziehenden Schlussfolgerungen könnte man ja immer noch trefflich streiten, aber wenn man keine gemeinsamen Fakten hat, ist jede Diskussion sinnfrei.

          • @Renton – unabhängig davon, dass ich selbst ebenfalls davon ausgehe, dass die Erwärmung (zumindest zu einem erheblichen Teil) menschengemacht ist, muss ich da Androsch weitgehend zustimmen. Auch ich habe den Eindruck, dass in Verbänden jeglicher Art aktuell fast ausschließlich Zeitgeistmitläufer in verantwortliche Positionen kommen und die veröffentlichten Mitteilungen der Führungsriege häufig keineswegs Konsens bei den Verbandsmitgliedern sind, teilweise sogar den Interessen der Mitglieder zuwiderlaufen (bestes Beispiel sind die „woken“ Gewerkschaften).

          • @Hugor

            Weil ich bereit bin, ein gewisses Maß an gesellschaftlicher Verirrung in Betracht zu ziehen, erstreckt sich meine Bereitschaft, mir die Standpunkte von Fachverbänden reinzuziehen, ja auch auf andere Länder, deren Sprachen ich nicht einmal rudimentär beherrsche. Solange der Google-Übersetzer halbwegs brauchbare Ergebnisse liefert, würde ich sie mir ansehen. Denn nochmal: Jeder Fachverband, weltweit? Wie lächerlich soll die Rückzugsposition zur Verteidigung der eigenen Ignoranz denn noch aussehen? Irgendwann ist mal Schluss.

          • Noch ein Nachtrag:

            Ich spreche von „ich würde mir die Standpunkte reinziehen“, weil ich mir nach einer Diskussion mit anorak2 die Frage gestellt habe: „Wie würde ich mich überzeugen lassen (dass es keinen wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel gibt)?“ Entsprechende Stellungnahmen von Fachverbänden sind das Ergebnis, und ich halte eine solche Forderung nicht für unbillig, wie ich begründet habe. Ich rate umgekehrt den Diskussions“gegnern“, sich auch einmal zu überlegen, wie sie sich denn überzeugen lassen würden, und das auch mitzuteilen. Tip fürs Leben: Wenn einem dazu nichts einfällt, ist man selbst der Fanatiker.

          • @Renton

            „Jeder derartige Wissenschaftler, in jedem Fachverband, in jedem Land? Mach Dich nicht lächerlich.“

            Als ob jemand, der auf chinesisch publiziert, hier Anerkennung finden würde. Du weißt doch genau wie ich, dass für die westliche Wissenschaft nur eine Währung zählt: peer reviewed in einem der i.d.R. englischen gate-keeper-Journale. Von den anderen Sachen erfährt man gar nicht erst und falls doch, nimmt man sie nicht ernst.

            „Selbst die Tabakindustrie hat es nur geschafft, Zweifel zu säen, ob Rauchen wirklich gesundheitsschädlich ist, nicht, sämtliche Fachverbände der Welt für sich einzunehmen.“

            Was sagt der Erfolg der Kampagne X über den Erfolg der Kampagne Y aus? Noch dazu in einem anderen Jahrzehnt?

            Aber du kannst ja mal versuchen, heutzutage eine (von der Tabakindustrie unabhängige) Finanzierung dafür zu bekommen, zu beweisen, dass Rauchen unschädlich ist. Geht nicht? Weil die Wissenschaft ja längst einig ist? NA SOWAS!

            Vermutlich besteht die Einigkeit beim Rauchen zu Recht (das Thema ist empirisch ja vergleichsweise leicht zu fassen), aber der Trick besteht darin, diese vermeintliche Einigkeit auch dann immer und immer wieder zu behaupten, wenn sie eigentlich gar nicht besteht oder vielleicht zu Unrecht, weil die Materie zu komplex ist, um eindeutige Kausalitäten endgültig zu verkünden. Man tabuisiert damit das Thema und macht jeden Abweichler zum Außenseiter, dessen Argumente man nicht ernst nehmen muss.

            Das funktioniert natürlich nicht ewig, irgendwann setzt sich die Wahrheit durch, aber man kann sie locker um Jahrzehnte verzögern. Umso komplexer die Zusammenhänge, umso politischer aufgeladen das Thema, umso einfacher gelingt das, auch deshalb, weil dann keine unabhängigen Laien reingrätschen können (wie etwa bei der Leugnung des Ufo-Phänomens, wie viele weltweite Fachverbände außerhalb des Militärs gibt es da eigentlich?).

            „Um Deine Frage also zu beantworten: Wäre es kein wissenschaftlicher Konsens, würde es solche Fachverbände geben, weil nicht überall jeder „kaltgestellt“ würde, der anderes behauptet.“

            Ich schätze deine Meinung wirklich hoch, aber deinen Glaube an den Wissenschaftsbetrieb und die Dynamik bei der Wahrheitssuche, finde ich ausgesprochen naiv, in einer Zeit, in der Nobelpreisträger vorsätzlich und weltweit ignoriert und zu Spinnern erklärt werden, wenn sie das Corona-Narrativ nicht mittragen. Es sind nunmal immer nur die Außenseiter, die revoltieren. Von den meisten erfährt man als Westler gar nichts, wenn man nicht aktiv danach sucht, ihre Reputation einzuschätzen ist i.d.R. fast unmöglich, weil sie überall verleumdet und angefeindet werden, sobald sie ein Tabu anfassen.

            Wenn ich ehrlich sein soll, stand die offizielle Wissenschaft bei mir nie so niedrig im Ansehen wie gerade jetzt. Auch deshalb, weil sie sich zum Erfüllungsgehilfen machen lässt und damit den Generalverdacht der Abhängigkeit erhärtet. Ich erwarte aus der professoralen Ecke gar nichts mehr Bahnbrechendes, nur immer weiter das übliche Kleinklein. Nachdem der Zeitgeist sich geändert hat, halt auch mal mit umgekehrtem Vorzeichen, so wie damals, bei der Rasseforschung…

            „Den (Euch?) „Klimaskeptikern“, man verzeihe mir den plumpen, oft als Kampfvokabel gebrauchten Begriff, ist jedes Maß für Realismus verlorengegangen, wenn ihr nicht wenigstens den wissenschaftlichen Konsens anerkennt, sondern eine weltumspannende Verschwörung/Verlotterung der Wissenschaft/Vereinnahmung der Fachverbände/denk-Dir-was-aus, behauptet.“

            Oho, soso. Nein, eine Verschwöung muss man dazu gar nicht behaupten, der Wissenschaftsbetrieb ist so angelegt und funktioniert schon immer so schlecht. Es gibt zahlreiche historische Beispiele (etwa das Thema mit den Meteoriten).

            Ich sehe mich auch außerstande, die zahlreichen Papers daraufhin zu durchsuchen und zu bewerten, ob sie eine menschliche Ursache nur als Möglichkeit annehmen, behaupten oder gar widersprechen. Und wie befugt der entsprechende Autor eigentlich ist. Bisher ist die Konsensbehauptung für mich nicht mehr als mediales (und selbstverstärkendes) Framing.

            Aber nicht missverstehen: ich leugne nichts. Kann sein, der KW ist vom Menschen verursacht, ich traue nur unserer Wissenschaft nicht zu, das schon abschließend zu beurteilen.

            Das ist Wiederrum getrennt davon, was ich als Politik verfolge. Niemand wäre glücklicher, wenn wir morgen keine fossilen Energieträger mehr verheizen müssten. Ich habe ja auch selbst erheblich in alternative Energiequellen investiert. Aber für Panik und Popanz bin ich nicht zu haben und Wissenschaftsgläubigkeit hat bei mir aktuell einen schweren Stand, dazu stehe ich einfach zu weit vom Mainstream entfernt und habe zu viele Hässlichkeiten gehört und gesehen.

          • @Renton

            Nachtrag:

            Ich warne übrigens seit Jahren davor, den „menschengemachten Klimawandel“ als alleinigen Aufhänger für eine (m.E. durchaus sinnvolle) Wende in der Energiepolitik zu benutzen. Das Thema ist viel zu indirekt, zu abstrakt und komplex und damit angreifbar, um die Leute damit zu ernsthaften Bemühungen zu bringen. Es kann bestenfalls ein Zusatzargument sein.

            Es gibt viel griffigere Gründe, etwa die Unabhängigkeit von Rohstoff-fördernden Ländern, ein Ausweichen bei der unvermeidlichen Verteuerung immer knapper werdender Rohstoffe, Technologieführerschaft bei den Alternativen, nachhaltige Lebensweise (die zumindest mir unmittelbar anstrebenswert und risikomindernd erscheint) usw.

            Ein wirklich durchdachtes Konzept würde außerdem z.B. die Bevölkerungsentwicklung mit thematisieren, die aber ja auch weitgehend tabuisiert ist und von anderen politischen Bewegungen (Massenzuwanderung, gewollte Zerstörung ethnischer Homogenität usw.) überlagert wird.

          • @Androsch

            „Als ob jemand, der auf chinesisch publiziert, hier Anerkennung finden würde. Du weißt doch genau wie ich, dass für die westliche Wissenschaft nur eine Währung zählt: peer reviewed in einem der i.d.R. englischen gate-keeper-Journale. Von den anderen Sachen erfährt man gar nicht erst und falls doch, nimmt man sie nicht ernst.“

            Auch der Westen ist nicht so homogen, wie Du zu glauben scheinst. Ich kenne auch Beispiele für nicht vorhandenen wissenschaftlichen Konsens. In den 90ern wurde sehr lange in Italien an der kalten Fusion geforscht. Zugegeben, damals wurden auch recht schnell Befürworter dieser Idee als Spinner abgetan, das hat sie aber nicht daran gehindert, daran noch Jahre weiterzuforschen und andere nicht daran gehindert, sich mit den Ergebnissen ersterer zu befassen und sie ernsthaft auf Plausibilität abzuklopfen. Nur deshalb kann man heute sagen, dass es Konsens ist, dass es kalte Fusion wohl (leider) nicht gibt.

            Ein anderes Beispiel ist das Tschernobylunglück. (Zählt nicht so ganz zum Westen, aber verglichen mit China…) Während bei uns der Unfallverlauf als geklärt gilt, wird in Russland wohl weiter intensiv daran geforscht, weil die These existiert, dass es eine vergleichsweise kleine Nuklearexplosion gegeben hat. Auch hier würde ich nicht von Konsens sprechen, wenn mir jemand die entsprechenden Stellungsnahmen aus russischen Fachverbänden verlinkt (mein eigenes Wissen in dieser Angelegenheit ist ungesundes Halbwissen vom Hörensagen).

            „Was sagt der Erfolg der Kampagne X über den Erfolg der Kampagne Y aus? Noch dazu in einem anderen Jahrzehnt?“

            Er gibt einen Erfahrungswert dafür her, was möglich ist. Nicht mehr und nicht weniger.

            „Ich schätze deine Meinung wirklich hoch, aber deinen Glaube an den Wissenschaftsbetrieb und die Dynamik bei der Wahrheitssuche, finde ich ausgesprochen naiv“

            Ich schätze Deine Meinung normalerweise auch sehr – nur nicht in dieser Angelegenheit 😉 Wieso findest Du meinen „Glauben“ in dieser Angelegenheit naiv? Ich komme Euch sogar so weit entgegen, dass ich konzediere, dass einige, vielleicht sogar viele Fachverbände hier Scheiße labern könnten – wäre ich naiv, würde ich nicht einmal das annehmen. Aber ihr könnt mir ja nicht einen einzigen Fachverband anführen, der vom Narrativ abweicht! Wenn ist denn hier naiv? Derjenige, der sagt: „Ja gut, wenn alle das gleiche sagen, gibt es wohl Konsens“? Oder derjenige, der meint: „Ja gut, es sagen zwar alle das Gleiche, aber es herrscht bestimmt trotzdem kein Konsens“? Ich meine, hallo?!?
            Ob dieser Konsens *richtig* liegt, darüber mache ich ja gar keine Aussage. Auch Experten können irren, Gerüchten zufolge hielten diese Experten die Welt mal für flach (eigentlich ’ne urban legend, aber egal). Aber das würde wohl erst die Zeit zeigen.

            „in einer Zeit, in der Nobelpreisträger vorsätzlich und weltweit ignoriert und zu Spinnern erklärt werden, wenn sie das Corona-Narrativ nicht mittragen“

            Ey! Ich darf Rauchen nicht ins Feld führen, aber Du Corona? Das ist auch ein anderes Thema! Aktueller, ja, aber ein anderes Thema. Ja watt denn nu?

            „sondern eine weltumspannende Verschwörung/Verlotterung der Wissenschaft/Vereinnahmung der Fachverbände/denk-Dir-was-aus, behauptet.“ – „Oho, soso.“

            Habe ich Empfindlichkeiten getroffen? Das war nicht meine Absicht. Ich habe extra nicht nur „Verschwörung“ angeführt, sondern auch andere Begriffe, weil ich „Verschwörung“ nicht als Totschlagargument oder zum ins-Lächerliche-Ziehen verstanden wissen will. Wenn ich vorher von „lächerlich“ sprach, dann nicht, weil Verschwörungstheorien per se lächerlich sind, sondern weil in diesem speziellen Fall der Umfang der Verschwörung total unglaubwürdig, und deshalb in diesem Fall lächerlich, wäre.

            Der Wissenschaftsbetrieb funktioniert nicht perfekt, ich kenne einige seiner Mankos aus eigener Erfahrung. Aber so schlecht, wie man annehmen muss, dass er funktioniert, damit eure Position – nicht vorhandener Konsens bei perfektem äußeren Anschein dieses Konsenses – haltbar ist – nein, jetzt halte mich meinetwegen für naiv, aber so schlecht funktioniert er auch wieder nicht.

          • @Androsch

            Dein Nachtrag strotzt nur so vor politischer Weisheit und ist der Grund, warum ich Deine Meinung in aller Regel hoch schätze, selbst, wenn wir verschiedener Ansicht sind.

      • Wohlmöglich erzeugt er gar beim Kalorien verbrennen extra Hitze.
        Was ist denn, wenn all die Temperaturschwankungen der anderen 59.850 Jahre es echt die Sonne schuld war.
        Muss er dann ins Automobilzuliefere, und wohl auch Umrüster, Horn blasen wie Baerbock?

        Guck ich mir den jüngsten Micheal Moore an, dann sind es da die Energieriesen, die sich grün streichen, abartigen Reibach dabei machen und den menschgemachtesten Klimawandel aller Zeiten predigen.

        • Darüber habe ich doch gar keine Aussage getroffen, ich weiß nicht gegen wen Du hier argumentierst – gegen mich jedenfalls nicht.

          Wenn aber ein Video (bzw. ja eine ganze Serie mit zig Folgen) über den Klimawandel usw. von jemandem gemacht wird, der den klassischen Energie-Erzeuger-Industrien mehr als nur nahe steht, dann sollte man das zur Einordnung schon wissen. Denn der Mann ist eben Öl-Manager (& offenbar auch Afrikanist?), hat eindeutige Interessen die ganz zufällig durch seine“ Ergebnisse“ niemals negativ berührt werden, und ist vor allem kein Klimaforscher o.ä.

          Das hat eben das selbe Gschmäckle wie Tabakhersteller die über vollkommen ungefährlichen, ja sogar gesunden Zigarettenrauch „informieren“ oder Zuckerverkäufer, die dessen Wirkung als „ist doch natürlich und gesund“ verkaufen, und sich dabei jeweils als neutrale Beobachter ohne eigene Interessen ausgeben. Oder eben auch wie der Windparkbetreiber, de mir erzählen will, dass das mit dem Vögelschreddern und der grausigen Verschandelung der Landschaft zumutbare Kollateralschaden für eine geile Sache wären.

          Ihr müsst euch mal von der Vorstellung lösen, dass man etwas euch richtig und wichtig Vorkommendes nur dann kritisieren kann, wenn man den extremen Gegenpol des Kritisierten als eigene Position hat. So funktioniert das Leben selten, die meisten Menschen befinden sich nicht an den extremen Rändern und sind durchaus in der Lage, extremen Unfug von allen Beteiligten/Seiten zu erkennen und kritisieren.

  3. To be more inclusive you have to be less inclusive.
    To be less racist you have to be more racist.
    To be less sexist you have to be more sexist.
    CRT-Logik 101

    Und in ein paar Wochen beschweren sich Feministinnen dann das die Straßen nicht mehr sauber sind und das das natürlich die Schuld von Männern ist.

    Und immer noch verteidigen Frauen den Feminismus als Bewegung für Gleichberechtigung.

  4. Interessanter Artikel zu jener Art des Denkens, die in der Philosophie als dialektisches Denken und in der Psychologie als postformales Denken bezeichnet wird, eine Art des Denkens, für die ich auf diesem Blog seit Jahren werbe. 🙂

    Der Artikel bietet eine kurze Einführung in die Entwicklung, den Forschungsstand und zentrale Theorien in der Kognitiven Entwicklungspsychologie zum dialektischen bzw. postformalen Denken und geht auch auf Kritik hierzu ein, wobei ich persönlich einige Kritikpunkte für falsch halte. Da der Artikel als Einführung in das Thema geeignet ist, verlinke ich ihn trotzdem.

    Thema ist die kognitive Entwicklungspsychologie im Erwachsenenalter und es geht um die Frage, ob hochdifferenziertes, multiperspektivisches, kontextuelles und vernetzendes Denken – also dialektisches Denken – als höhere kognitiv-entwicklungspsychologische Stufe angesehen werden sollte oder ob es sich dabei um die Entwicklung hoher Kompetenzen des formal-operationalen (bzw. formal-logischen Denkens) handelt.

    Helena Marchand – Some Reflections On Postformal Thought

    https://www.dareassociation.org/documents/Some%20Reflections%20on%20Postformal%20Thought.html

    Ein paar Passagen aus dem Artikel:

    “Thirty years after the most important conceptualizations of postformal thought, there still remain various questions about the nature of such thought. The aims of this article are (1) to succinctly describe the emergence of these conceptualizations and the most important characteristics of this level of thought, (2) to put forth some considerations regarding these characteristics and (3) to analyze whether it is now possible to speak of a fifth stage of development, beyond formal operations.

    Of all the phases of the life cycle, adult life is the longest and, until very recently, the most unknown. For decades the terms human development and psychological development were seen as related to childhood and adolescence, that is, to the first twenty years of life. Traditionally experts in developmental psychology analyzed the growth of the child and of the adolescent, holding that development ends before adult life begins.

    (…)

    To overcome such limitations, specific tasks were proposed to evaluate adult thought; descriptions of adult thought were made in which diverse dimensions (cognitive, subjective, intuitive, imaginative, interpersonal) ( Labouvie-Vief, 1992) were integrated; and alternate models of formal thought, different from the Piagetian one, were used. In the opinion of various authors, models existed which, better than the model of the logic of binary operations, could portray the complex, and at times contradictory, forms of thought which develop at the end of adolescence and during adult life: the dialectical model (cf. Basseches, 1984; Kramer, 1983; Riegel, 1973); the relativistic model (cf. Sinnott, 1984, 1991); moral philosophy (cf. Armon, 1984); the general theory of systems and Buddhism (cf. Koplowitz, 1984, 1990).

    From among the models, which were alternatives to Piaget’s model of formal operations, the dialectical and the relativist models stand out, because of the influence they exerted on the bulk of the conceptualizations of postformal thought. Divulged by Klaus Riegel, Hegel’s dialectic philosophy had a great influence on the majority of the descriptions of postformal thought. Riegel (1973, 1975, 1976, 1978) was one of the first authors to criticize Inhelder and Piaget’s affirmation (1955) that formal operations constituted the level of final equilibrium. For Riegel, development consists of continuous and constant changes in which contradictions would be the motor of advances, there being –contrary to what Piaget postulated — no stable levels of equilibrium. In his view, stability and equilibrium would occur if the task of development would one day be complete; but that never happens. According to Riegel (1973, 1975, 1976), the subject does not necessarily effect, such as was postulated by Piaget, an equilibration of conflicts. On the contrary, the dialectical thought, which characterizes maturity, consists in living with contradictions, accepting them as such. It is the dialectical interaction between equilibrium and disequilibrium that makes development possible. The influence which the dialectical model had on the majority of postformal authors is notorious (for example, Basseches and Kramer, who designate the last stage of development as the dialectical stage; among others.)

    (…)

    Most descriptions of postformal thought are based on a dialectical epistemology and on an epistemology of relativity. Such descriptions look to these two epistemologies for notions such as dialectical operations, the study of the subject through the life cycle, problem finding, logical relativism, contextualism, self-reference, and acceptance of contradiction.

    (…)

    Riegel (1973) was one of the first authors to postulate the existence of a fifth stage of development, characterized by dialectical operations. For him, dialectical operations, by their capacity to integrate contradictions into broader systems, can explain the creative dimension of adult thought.

    (…)

    Acceptance and integration of contradiction are, for most authors (cf. Arlin, 1984; Basseches, 1984; Kramer, 1983; Labouvie-Vief, 1980; Sinnott, 1984; Riegel, 1973), the most distinctive and salient features of adult thought, features which develop mostly in middle-aged, though there are great individual differences. Although the postformal theorists might speak in an undifferentiated manner about contradiction, Kramer (1989) distinguishes contradiction, which is postulated according to a relativistic conceptualization (based, as has already been said, upon contextualistic assumptions) from contradiction postulated according to a dialectical conceptualization (deriving from organismic assumptions). Organismic assumptions, contrary to contextualistic assumptions, defend that change occurs in a systematic (and non random) manner, results from the resolution of conflicts (and not from their coexistence), and leads to greater unity and coherence (and not to extreme multiplicity). Thus, to avoid falling into immobility, to which extreme relativism can lead, it becomes necessary to integrate contradiction into more inclusive systems constituted by two or more formal systems. Integration of contradiction is found in the highest levels by Kitchener and King (1981), in the autonomous level by Labouvie-Vief (l980; l984; 1990), and in the metaformal schemata of Basseches (1984; 1989), to mention a few authors.

    (…)

    The primary objective of the different descriptions of postformal thought was, as has been said, to expand the Piagetian conception of formal operations. Not accepting that the stage of formal operations constitutes the level of final equilibrium, theorists have postulated the existence of a fifth stage which, better than formal operations, would explain adult thought.”

    • Das Verständnis von ENTWICKLUNG als lebenslanger Prozeß ist, nach der wissenschaftlichen Fokussierung auf Kindheit und Jugend, seit einigen Jahrzehnten konsequent auch auf das Erwachsenenalter ausgedehnt worden.
      Hilfreich waren hierbei insbesondere auch die Arbeiten von Baltes & Baltes (Entwicklungspsychologie der Lebensspanne), Lawrence Kohlberg (Stufen der moralischen Entwicklung) und die produktiven synergetischen Ergänzungen von Entwicklungspsychologie und Sozialisationsforschung allgemein, wobei u.a. Hoff und Lempert (Moralische Sozialisation im Beruf) interessante Beiträge vorgelegt haben.

  5. Neusprech und magisches Denken

    Ich habe gerade ein Video über den Mythos des mittelalterlichen Verbots des Tritonus gesehen. Der Tritonus ist ein musikalisches Interval, das drei Ganztöne umspannt, oder anders gesagt eine verminderte Quinte darstellt (z.B. G + Cis bzw. F und H, usw.). Das Intervall ist nicht einfach zu singen und wurde im Mittelalter vermutlich auch deswegen als diabolus in musica (Teufel in der Musik) gekennzeichnet. Seit dem 19 Jahrhundert wurde aus dieser Bezeichnung ein angebliches Verbot, das die Kirche dem „ars nova“ des 14. Jahrhunderts auferlegte.
    An Beispielen aus dem Mittelalter kann abgelesen werden, das das Tritonus mitnichten verschwand oder verboten wurde. Wie Adam Neely auf YouTube mutmaßt, gibt es einige Erklärungen, warum aus diesem „dunklen, bösen“ Zweiklang in der Heavymetalmusik (angefangen mit Black Sabbath) etwas Verbotenes wurde, das nun auszudrücken gewagt wurde. Die geschichtliche Verfälschung erlaubt es den Rockgruppen, sich als Künstler des Dunklen und Teuflischen hervorzutun.
    Relevant ist dies für die gegenwärtige politische Debatte, weil der Mechanismus der Mythenbildung auch bei der Debatte um Genderthemen greift: Legitimierung durch Wiederholung.
    Der dröhnende Predigt der Kirche gegen den Teufel in der Musik und die Wiederholung des daraus in moderner Zeit herbei gedichteten Verbots ist wie eine magische Beschwörungsformel, die trotz der Vernunft der Aufklärung und der damit entwickelten evidenzbasierten Argumentation hartnäckig erfundene Realitäten herbei zaubert. Man fühlt sich erinnert an Stammestänzen, die Regen herbei beten sollen.
    So ist es auch mit der Behauptung, unsere Sprache formt unsere Realität: die linksgrüne Magie soll mit Zauberformeln eine Utopie in Erfüllung gehen lassen, die umso kleinkindlich totalitär in der trotzigen Behauptung des Unrechts wird, je mehr darauf verwiesen wird, dass die Mehrheit der verständigen Bevölkerung, sich diese Sprache nicht diktieren lassen will.
    Die Regression in das magische Denken der Kinder bzw. der vormodernen Zeit führt unweigerlich zu Realitätsverlust und ideologischer Verblendung der übelsten Sorte – ein Denken, das unbedingte Unterverwerfung unter diesen Glauben einfordert, auch wenn es sich liberal gibt. An Perfidität kann diese ach so solidarische Haltung kaum übertroffen werden, wenn „Empfehlungen“ (der Behörden etc:) de facto zu Verbote werden, weil die Konsequenz der Missachtung dieser „Vorschläge“ Verlust des Rufs und/oder des Jobs bedeutet.

    • Das aber ist in den USA, antidemokratische Frauenpower, die haut gleich auf die Fresse:

      schockierend brutal, vor allem wie gerechtfertigt sich de Täterin, eine typische SJW, sieht.

      • Wenn ich es recht gesehen habe, dann schlägt die Täterin hinterher einen älteren Mann mit der Faust ins Gesicht. Zur Strafe wird dieser ältere Mann dann von einem jüngeren Mann mehrfach angeschrien und abgedrängt. Später wird der ältere Mann dann von Hinten in den Arsch getreten.

        Social Justice im Jahre 2021.

  6. Antidemokratische Umtriebe allenthalben, auch in D, natürlich bevorzugt dort, wo angeblich Demokratie „gelebt“ wird und ähnliches:

    institutionelle Verrottung, passt aber perfekt zum politischen Spitzenpersonal.

    • Der Prozess kann eigentlich nur zu Freisprüchen führen. Wir wissen doch alle, dass linke Gewalt sich nur gegen Sachen richtet und deshalb im Unterschied zu rechter Gewalt weitgehend unproblematisch ist.
      Und wenn einer der Angeklagten tatsächlich in einem öffentlich geförderten Projekt tätig war, beweist das um so mehr die richtige Gesinnung und damit die Unschuld der Angeklagten.

      • Sehe ich auch so. Diese Lina E. ist doch überhaupt nur deshalb angeklagt, weil wir eben immer noch in diesem Scheiß-Patriarchat leben. Alte weiße Männer können es einfach nicht ertragen, dass es starke und selbständige Frauen wie unsere Lina gibt. Echt Ekelhaft, diese alten Säcke!

    • „Masters of Double Standards“

      V.a., wer ist so verrückt, zu glauben, dass er deswegen 3 MILLIONEN € Schadens“ersatz“ verdient hätte? Eigentlich ist es kein SchadensERSATZ, sondern massive Überkompensation? Andererseits gab es in den USA schon 2 MILLIARDEN$ Schadens“ersatz“ wegen eines Krebsfalls (hatte, glaube ich, angeblich mit Roundup zu tun) …

  7. Ist euch mal aufgefallen wie widersprüchlich Rechte hierzulande sind? In diesem Blog wird ja meist über Linksliberale und Grüne geschimpft(aus gutem Grund) aber selten über Rechte.
    Ich habe gerade gelesen, das China Genderfluide aus dem Fernsehen verbannen will, also Männer die zu weich aussehen. Eigentlich eine Forderung die 1:1 von den Mainstreamrechten kommt (siehe AfD Werbeplakate). Nun ist das den Rechten aber auch nicht recht, sie beschweren sich über den autoritären Staat in China. Ähnliches mit den Taliban, diese weisen die Frauen massiv in ihre Schranken und sind sehr nationalistisch, geradezu ausländerfeindlich. Hier haben wir ebenfalls eine Kernforderung der Rechten erfüllt (sogar eine der extremen Rechten). Trotzdem jammern auch hier die Rechten darüber. Ich habe oft den Eindruck, dass die Rechten eigentlich kleine Schlampen sind, die zwar vordergründig etwas fordern, aber dann entsetzt sind, wenn es jemand wirklich umsetzt. So wie unsere Feministen. Jedenfalls geben sie genau die gleiche Art von lächerlichem Pfeifen ab, die man auch bei den Grünen und bei den Linksliberalen regelmäßig findet.

    • Vielleicht kann man die von Dir besprochenen Spannungen, oder Diskrepanzen, noch etwas anders erklären. Nehmen wir mal ein anderes, vielleicht extremeres Beispiel: Rauchen.

      Ich finde Leute, die rauchen furchtbar. Ich finde die echt schlimm. Jetzt kommt einer daher und sagt: „Ja, Rauchen ist ab heute verboten! Grundsätzlich verboten. Basta.“

      Wäre ich in so einem Fall glücklich? Nein. Warum nicht? Weil ich ein Nazi bin – äh, nee, weil ich liberal bin und möchte, dass die Leute – also auch Raucher – das tun können, was ihnen Spaß macht, solange sie damit die Rechte anderer Leute nicht verletzen.

      Fazit: Es kommt eben nicht nur darauf an, ob bestimmte Vorgaben – z. B. keine Raucher in Deutschland, oder keine Schwuchteln in der Talent-Show – erfüllt sind, sondern eben auch darauf, wie durchgesetzt wird, dass solche Vorgaben erfüllt werden.

      Und vielleicht sträuben sich die Rrrrrächten zwar gegen androgyne oder gender-fluide Vorbilder in der breiten Öffentlichkeit, wollen aber trotzdem nicht, dass ihre Forderung durchgesetzt wird von einem Diktator und Verbrecher, welcher der KP Chinas vorsteht und solche Dinge eben kurzerhand einfach verbietet wie 1000 andere harmlose Dinge auch.

      Darum glaube ich eigentlich nicht, dass man den Rechten so einfach einen Widerspruch oder eine Inkonsequenz nachsagen kann.

    • „aber selten über Rechte.“

      Liest man in der Zeitung „Hund beisst Mann“?
      Die Rechten sind einfach zu langweilig, die haben keine Macht und werden die nie bekommen. Deshalb sind die linken Antidemokraten und die mit bürgerlicher Maske viel wichtiger, weil die eben tatsächliche politische Macht haben.

    • „Ich habe gerade gelesen, das China Genderfluide aus dem Fernsehen verbannen will, also Männer die zu weich aussehen. Eigentlich eine Forderung die 1:1 von den Mainstreamrechten kommt (siehe AfD Werbeplakate).“

      Auf welchem Wahlplakat wird sowas angeblich gefordert?

      Wo hast du das mit China gelesen?

      Und welcher „Rechte“ hat sich darüber beschwert? Abgesehen davon, da unsere Rechte (zumindest die AfD) demokratisch ist, hat sie jeden Grund sich über Autoritarismus aufzuregen (sinnvoll ist es nicht, ich bin da eher für Nichteinmischung).

      „Ähnliches mit den Taliban, diese weisen die Frauen massiv in ihre Schranken und sind sehr nationalistisch, geradezu ausländerfeindlich.“

      Das ist nicht deckungsgleich mit der deutschen Version von ausländerfeindlich, es ist eine Mischung aus religiösem Zusammengehörigkeitsgefühl (Islam), Ethnie (z.B. Paschtunen) und nationaler Identität (die nur relativ schwach ausgeprägt sein dürfte).

      „Hier haben wir ebenfalls eine Kernforderung der Rechten erfüllt (sogar eine der extremen Rechten). Trotzdem jammern auch hier die Rechten darüber.“

      Welche „Rechten“ fordern eine Unterdrückung und Verhüllung von Frauen, noch dazu unter dem Diktat des Korans? Die Rechten bekämpfen ja genau diese Einflüsse hier. Und warum sollten moderate Rechte glücklich darüber sein, wenn die Forderungen extrem Rechter umgesetzt werden?

      Du hattest wirklich schon bessere Beiträge, lieber PfefferundSalz. Warum machst du kurz vor der Wahl noch Stimmung gegen die einzige ernstzunehmende Opposition? Wird sie dir in TV und Presse nicht genug verleumdet und gebasht?

      Und ganz ehrlich: Widersprüchlichkeit findet man in jeder Bewegung, das liegt schon allein daran, dass Menschen unterschiedlich intelligent und gebildet sind. Interessant ist selbige nur, wenn sie Kernanliegen der Bewegung betrifft (das sehe ich bei der AfD nur im Punkt Wirtschaft vs. Nationalstaat) oder wenn sie einer der Protagonisten offen vertritt (fällt mir spontan keiner ein).

      • „Auf welchem Wahlplakat wird sowas angeblich gefordert?
        Wo hast du das mit China gelesen?“
        Die Wahlplakate vor meiner Haustür, ich fotografiere dir später eines ab.
        https://variety.com/2021/global/asia/china-cissy-idols-effeminate-men-entertainment-industry-1235055304/

        „Das ist nicht deckungsgleich mit der deutschen Version von ausländerfeindlich, es ist eine Mischung aus religiösem Zusammengehörigkeitsgefühl (Islam), Ethnie (z.B. Paschtunen) und nationaler Identität (die nur relativ schwach ausgeprägt sein dürfte).“
        Es ist nicht klassisch nationalistisch sondern in starken Punkten von der Ethnie abhängen aber da sind die Alt- und Neurechten ja auch nicht anders. Frage doch mal einen AfD-Rechten wann ein Mensch deutsch ist, da wirst du nur selten hören, dass ein deutscher Pass einen Menschen zum Deutschen macht, sondern die Herkunft. Die Begriffe „Passdeutsche“ und „Biodeutsche“ wurden nicht ohne Grund von Rechten geprägt.

        „Welche „Rechten“ fordern eine Unterdrückung und Verhüllung von Frauen, noch dazu unter dem Diktat des Korans? “
        Die extreme Rechte forderte schon immer eine Rollenzuteilung der Geschlechter. https://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_in_der_Zeit_des_Nationalsozialismus
        Das bedeutet nicht, dass sie komplett verhüllt sein sollen, sie sollten aber separiert sein und sich auf ihre Rolle konzentrieren. Die Taliban sind da halt ein wenig konsequenter. Ich sehe das übrigens nicht als negativ an, vielmehr stört mich dieses empörte Getue mancher Rechter welche, anstatt dies zu begrüßen, erschrocken darüber sind.

        „Und warum sollten moderate Rechte glücklich darüber sein, wenn die Forderungen extrem Rechter umgesetzt werden?“
        Das ist in der Tat ein guter Einwand. Tatsächlich schaffen es in ideologischen Gruppen die radikalen Kräfte oft die eigentliche Macht an sich zu reißen, da sie es besser verstehen die Stimmung einer Masse für sich arbeiten zu lassen. Die Moderaten haben da eher Pech, da sie auf Logik setzen. Das sieht man in fast allen ideologischen Gruppierungen. Allerdings hält das nur so lange an, wie das ideologische Feuer brennt. Deswegen sind Konflikte nützlich, da sie das Feuer am Laufen halten.

        „Du hattest wirklich schon bessere Beiträge, lieber PfefferundSalz. Warum machst du kurz vor der Wahl noch Stimmung gegen die einzige ernstzunehmende Opposition? Wird sie dir in TV und Presse nicht genug verleumdet und gebasht?“
        Es gibt keine Opposition, es kann gar keine geben. Die AfD wird sich früher oder später in das System mit einfügen. Sie werden die Schmuddelkinder entfernen und sich dann im Parteispektrum als legitime Partei etablieren. So wie es die Grünen oder die Linken getan haben. Sie werden bis auf ein paar Lippenbekenntnisse das, was sie ausmacht, über Bord werfen. Am Ende haben wir eine neue CDU die mit der Zeit genau so wird wie die alte CDU. Dann wird mit der Zeit eine neue Partei rechts von der AfD entstehen usw.
        Ansonsten bin ich generell auf keiner Seite, Links, Rechts oder die Mitte sind mir genauso egal wie alle anderen Werte die andere Menschen haben. Mir ging es bei dem Post auch nicht um die AfD oder die deutschen Rechten, sondern generell um die Rechte die es ja weltweit gibt. Ich bin generell eh eher auf englischsprachigen Seiten unterwegs, das Deutsche Klein-Klein ist eher am Rande für mich interessant. Mir ist auch die aktuelle Wahl von einem emotionalen Standpunkt aus ziemlich gleichgültig.

        „Und ganz ehrlich: Widersprüchlichkeit findet man in jeder Bewegung, das liegt schon allein daran, dass Menschen unterschiedlich intelligent und gebildet sind.“
        Genau das meine ich. Und genau diese Widersprüche finde ich halt interessant. Sieh das nicht als Bashing von deiner Truppe, sieh es eher als Phänomen das interessant ist. Im Augenblick finde ich die Talibanbewegung tatsächlich extrem spannend, da es sich um den ersten Fall handelt (in der neueren Geschichte), wo es einer Gruppe mit Konsens der Bevölkerung gelingt, dem Feminismus und dem woken Zeitgeist einen massiven Backlash zu verpassen.

        • https://variety.com/2021/global/asia/china-cissy-idols-effeminate-men-entertainment-industry-1235055304/

          Ich bin da vorsichtig, weil das so eine Aneinanderreihung von Plattheiten ist und Anti-China-PR gerade große Mode. Das ist wie mit den Halbwahrheiten, die man über die pösen Polen und den gehörnten Orban verbreitet, alles sehr nahe an der Verleumdung. Und China ist für uns wirklich eine sehr fremde Kultur.

          „Frage doch mal einen AfD-Rechten wann ein Mensch deutsch ist, da wirst du nur selten hören, dass ein deutscher Pass einen Menschen zum Deutschen macht, sondern die Herkunft.“

          Ich wage zu behaupten, dass du 11 Antworten bekommst, wenn du 10 Leute fragst. Typische „Rechte“ hierzulande hören auf Namen wie Klonovsky oder Kubitschek, da wird es schwierig nur mit Herkunft zu argumentieren. Aber die Frage ist nicht neu, daran hat jede zuwanderungskritische Partei (früher die CDU) zu kauen.

          Tatsächlich wird man nicht mit dem Pass zum Deutschen, sofern an seinen Erwerb keine entsprechenden Forderungen geknüpft sind. So eine rein juristische Sicht ist albern und wird von den Zuwanderungsfreunden und Problemverharmlosern natürlich schamlos ausgenutzt.

          „Die extreme Rechte forderte schon immer eine Rollenzuteilung der Geschlechter. https://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_in_der_Zeit_des_Nationalsozialismus
          Das bedeutet nicht, dass sie komplett verhüllt sein sollen, sie sollten aber separiert sein und sich auf ihre Rolle konzentrieren.“

          Man brauchte ja reichlich Nachwuchs für den Krieg. Aber das war ohnehin eine andere Zeit. Da waren die Rollen weltweit fester gefügt, vor allem auch durch die materiellen Umstände aufgenötigt. Heute stehen wir hingegen vor dem entgegengesetzten Problem, der Progressismus schießt offenbar weit übers Ziel hinaus und muss irgendwie ausgebremst werden. Die Frage ist: wie?

          „Die Taliban sind da halt ein wenig konsequenter. Ich sehe das übrigens nicht als negativ an, vielmehr stört mich dieses empörte Getue mancher Rechter welche, anstatt dies zu begrüßen, erschrocken darüber sind.“

          Islam is right about woman:

          War ein neurechtes Meme. Natürlich witzig gemeint, um die Widersprüche der Linken aufzuspießen.

          Tatsächlich gelten Leute wie ich aber ja als „rechts“ (und ich habe das mittlerweile für mich angenommen), weil sie vor Islamisierung warnen. Und mir ist eigentlich ziemlich egal, was da in Afghanistan passiert, aber es ist so ein schöner greller Kontrast, der die Mainstreamlügen offenlegt: bei uns ist Islam ganz toll, in Afghanistan ist er böse. Aber kaum kommen die Leute von dort hierher, sind sie wieder edle Wilde und jeder der gegen eine Moschee demonstriert oder einen von denen für sein Verhalten kritisiert, ist ein intoleranter rassistischer Nazi. Ermorden die jemanden, waren es schwer traumatisierte psychisch gestörte Einzeltäter…

          Genau diese psychisch gestörten Einzeltäter haben jetzt gerade ein hochgerüstetes Land übernommen. Wer verhindert, dass das auch bei uns irgendwann passiert? Wie groß wäre wohl die Gegenwehr der moralisch gesäuberten Bundeswehr? Oder gar der unbewaffneten verweichlichten Zivilbevölkerung?

          „Es gibt keine Opposition, es kann gar keine geben. Die AfD wird sich früher oder später in das System mit einfügen. Sie werden die Schmuddelkinder entfernen und sich dann im Parteispektrum als legitime Partei etablieren. So wie es die Grünen oder die Linken getan haben. Sie werden bis auf ein paar Lippenbekenntnisse das, was sie ausmacht, über Bord werfen. Am Ende haben wir eine neue CDU die mit der Zeit genau so wird wie die alte CDU. Dann wird mit der Zeit eine neue Partei rechts von der AfD entstehen usw.“

          Ja, vielleicht, sogar wahrscheinlich. Im Parteiensystem liegt kein Glück. Aber die Wahl ist demnächst und den winzigen Einfluß den man hat, werde ich zu nutzen versuchen.

          „wo es einer Gruppe mit Konsens der Bevölkerung gelingt, dem Feminismus und dem woken Zeitgeist einen massiven Backlash zu verpassen.“

          Na ja, Afghanistan war m.E. nie woke. Das US-Militär höchstens von außen aufgezwungen. Der Wokismus wird überall weichen, wo Gewehre wirken. Die Soy-Boys und Feminista, die ganzen Salonlinken und Spinner werden sofort verschwunden sein, wenn die Konflikte ernst werden. Die Antifa würde paramilitärisch terrorisieren, aber nicht lange, denn gegen organisierte Gegenwehr haben die Nulpen nicht den Hauch einer Chance.

          Der Unsinn der sich überall im Westen breitgemacht hat, ist Dekadenz. Abgehobener social-network-Schwachsinn, Gruppendruck, virtue signalling, Smartphone-Verblödung. Ein Woche ohne Netz und die ganzen Leute sind wieder geerdet, jede Wette…

          • „Ich bin da vorsichtig, weil das so eine Aneinanderreihung von Plattheiten ist und Anti-China-PR gerade große Mode. Das ist wie mit den Halbwahrheiten, die man über die pösen Polen und den gehörnten Orban verbreitet, alles sehr nahe an der Verleumdung. Und China ist für uns wirklich eine sehr fremde Kultur.“
            Das ist zwar in der Tat ein Argument aber es geht mit einer ganzen Reihe anderer Maßnahmen einher die alle darauf zielen, die Einheit des Landes und die Familie zu stärken, also das genaue Gegenteil von dem, was hierzulande geschieht.
            https://orf.at/stories/3226842/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

            Ich persönlich kann das nichts Schlechtes daran sehen. Und bin da eher bei China. Die PIS in Polen mit ihrem sehr guten Sozialprogramm mag ich übrigen auch.

            „Tatsächlich wird man nicht mit dem Pass zum Deutschen, sofern an seinen Erwerb keine entsprechenden Forderungen geknüpft sind. So eine rein juristische Sicht ist albern und wird von den Zuwanderungsfreunden und Problemverharmlosern natürlich schamlos ausgenutzt.“
            In der Tat gebe ich dir da recht. Leider wurde das Thema noch nie ehrlich diskutiert, zumindest in der Politik. Daher sehe ich hier das eigentliche Problem.

            „Heute stehen wir hingegen vor dem entgegengesetzten Problem, der Progressismus schießt offenbar weit übers Ziel hinaus und muss irgendwie ausgebremst werden. Die Frage ist: wie?“
            Ich fürchte wir sind hier wieder bei dem typisch Deutschen Problem, der Extremismus. Deutsche sind immer nur für Extreme gut. Entweder sie machen gar nichts, also so wirklich oder sie verfallen in einen Aktionismus und machen alles Extrem. Vermutlich sind die Deutschen deswegen so gute Optimierer und so schlecht darin neue Ideen als erste einzuführen. Man kennt hier nur Schwarz oder Weiß.

            „Tatsächlich gelten Leute wie ich aber ja als „rechts“ (und ich habe das mittlerweile für mich angenommen), weil sie vor Islamisierung warnen. “
            Was stört den Durchschnittsrechten eigentlich am Islam? Die Nazis sprachen jedenfalls sehr positiv über ihn, Himmler fand ihn geradezu perfekt.

            „Genau diese psychisch gestörten Einzeltäter haben jetzt gerade ein hochgerüstetes Land übernommen. Wer verhindert, dass das auch bei uns irgendwann passiert? Wie groß wäre wohl die Gegenwehr der moralisch gesäuberten Bundeswehr? Oder gar der unbewaffneten verweichlichten Zivilbevölkerung?“
            Der Islam ist kein monopolistischer Einheitsblock. Es gibt sehr viele Sekten und Subsekten die nichts miteinander zu tun haben und sich gegenseitig oft gar nicht leiden können.
            Das dieses Land irgendwann islamisch wird hat aber nichts mit einer gewaltsamen Übernahme zu tun, sondern damit, dass die woke Religion eher auf das hier und jetzt setzt, während der Islam die Wichtigkeit von Familie und Kindern betont. Daher haben islamische Familien oft mehr Kinder, da siedie Arbeit der Frau als wertvoll betrachten. Die Woken tun das nicht, alle traditionellen Frauentätigkeiten sind minderwertig (haben mir einige Woke die ich kenne, sogar direkt so gesagt) und daher konzentrieren sich die woken Frauen eher darauf mit den Männern mitzuhalten. Dadurch haben sie oft mehr Geld aber weniger Kinder. Über einige Generationen hinweg führt das dazu, dass die Woken einfach aussterben. Da Wokesein aber nicht einfach weggezüchtet werden kann, sondern sich vor allem in Köpfen festsetzt, die bisher kein Glaubenskonstrukt haben, wird die Idee immer wieder Leute neu infizieren. Die Muslime sind dagegen „geimpft“ und werden nicht davon betroffen.
            Das ist übrigens auch die Antwort auf die Frage, wie man dem Progressivismus entgegentreten kann. Du brauchst eine Schutzimpfung. Das Christentum ist nicht mehr wirksam, da es selbst Teil des Progressivismus ist, daher musst du auf etwas anderes ausweichen. Was das sein wird kann ich dir nicht sagen aber wenn du nichts findest, dann wird sich die resistente Bevölkerungsgruppe einfach schneller vermehren und die verwundbare Bevölkerung wird einfach aussterben. Wie bei den Indianern in Nordamerika als die verschiedenen Krankheiten in die neue Welt kamen. Auch die waren, im Gegensatz zu den Europäern, nicht resistent.

          • @PfefferundSalz

            „Was stört den Durchschnittsrechten eigentlich am Islam?“

            Ich kann nur sagen was mich stört: es ist eine totalitäre, antifreiheitliche und antidemokratische Religion, mit enormer Beharrungsresistenz und hohem Gewaltpotential.

            Ich bin generell der Meinung, dass „Glauben“ aller Art die persönliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung stark hemmt und die Menschen sich ohnehin viel zu schnell an irgendwelche Glaubenssätze klammern. Ein System, in dem auch noch strafbewährt restriktive Glaubenssätze aufgezwungen werden, selbst unmenschliche, wie die Totalverhüllung oder bis weit ins Privatleben reichende Regelungen, sind eine Horrorvorstellung für mich.

          • @PfefferundSalz

            „Das ist übrigens auch die Antwort auf die Frage, wie man dem Progressivismus entgegentreten kann. Du brauchst eine Schutzimpfung. Das Christentum ist nicht mehr wirksam, da es selbst Teil des Progressivismus ist, daher musst du auf etwas anderes ausweichen.“

            Ich brauche keine, mir reicht mein logischer Verstand und das Streben nach Widerspruchsfreiheit. Ich meine das wäre u.a. Aufgabe der Bildungseinrichtungen, das zu trainieren, weiterhin wäre es Aufgabe der Massenmedien es zu kommunizieren. Bei beiden war offenbar die dahingehende Kontrolle zu lasch oder schlicht nichtexistent (oder die Tendenz genauso geplant), so dass sie von ideologisierten Dummköpfen und Opportunisten übernommen wurden.

            Ich weigere mich, die Existenz einer Religion als prinzipiell notwendig anzusehen.

            „Was das sein wird kann ich dir nicht sagen aber wenn du nichts findest, dann wird sich die resistente Bevölkerungsgruppe einfach schneller vermehren und die verwundbare Bevölkerung wird einfach aussterben.

            Das ist ein Grund dafür, dass ich so wenig wie möglich Muslime hier haben will. Wir bräuchten Zeit um unsere gesellschaftlichen Probleme zu lösen, aber mit jedem Jahr geraten wir mehr in Bedrängnis. So wie die US-Besatzer in Afghanistan, am Ende bleibt nur die Flucht. Ich erlebe es vielleicht nicht, aber meine Enkel sicherlich, außer es passiert etwas Unvorhergesehenes.

            Sieh es mal so: Deutschland ist überbevölkert, wir waren eigentlich auf dem richtigen Pfad. Leute mit einigermaßen Bodenhaftung vermehrten sich weiterhin, die Bedingungen für ihren Nachwuchs verbesserten sich tendentiell (weniger Konkurrenz, frei werdende Immobilien etc.), durch die kulturfremde Armutszuwanderung hat sich das komplett ins Gegenteil gedreht. Die Maßnahmen, die man zur deutschen Geburtenförderung vorgesehen hat und die in einem Industrieland notwendig sind, wirken auf ohnehin sozial abgehängte Zuwanderer wie ein Turbodünger. Es ist wie Unkraut auf einem Feld, das die Fruchtpflanzen zu ersticken droht, aber vorbeugend unter Naturschutz gestellt wurde. Irgendwann kippt die Sache und das Feld ist verloren bzw. muss mit enormen Aufwand neu urbar gemacht werden.

            Ein gewisses Niveau kann halt nur bestehen bleiben, wenn man es nach außen schützen kann. Das ist der Menschheit bisher leider nie dauerhaft gelungen, aber ich ziehe es trotzdem vor, die Kultur zu verteidigen. Denn ein Feld voller Unkraut ist halt auch ziemlich trist und die Dummheit unserer „Hochkultur“ ist teilweise schon kaum zu ertragen, in einer Gesellschaft wie der in Afghanistan, könnte ich mir gleich den Strick nehmen.

          • „Das ist ein Grund dafür, dass ich so wenig wie möglich Muslime hier haben will. Wir bräuchten Zeit um unsere gesellschaftlichen Probleme zu lösen, aber mit jedem Jahr geraten wir mehr in Bedrängnis. So wie die US-Besatzer in Afghanistan, am Ende bleibt nur die Flucht. Ich erlebe es vielleicht nicht, aber meine Enkel sicherlich, außer es passiert etwas Unvorhergesehenes.“
            Das wird nichts nützen, da eine Religion nicht von der Herkunft abhängt. Das Christentum war ursprünglich auch nur eine Untersekte des Judentums.
            Ich habe mal irgendwo gelesen, dass ziemlich viele der Wächter in Guantanamo den Islam angenommen haben. Man geht inzwischen auch von mindestens 100.000 Konvertiten mit deutscher Herkunft aus.
            Ich glaube, dass am Islam genau das, was du nicht magst, für viele Menschen interessant ist. Er gibt eine Gemeinschaft, die in einer Welt von Individualismus den Halt gibt, den sich viele wünschen. Natürlich kann dir das auch jede andere Religion geben aber der Islam hat mit seinem strikten, niedergeschriebenen Regelwerk etwas, das weder der Buddhismus, noch das nordische Asatru, noch der Hinduismus einem geben kann. Das Judentum ist hingegen nicht am Missionieren interessiert und das Christentum ist entweder zu den Woken übergelaufen oder dank Pädophilieskandalen ziemlich unsympathisch geworden. Es ist auch zu beliebig, es gibt keine strikten Regeln, Jesus liebt dich eh immer.
            Als Atheist bist du hingegen komplett in der Defensive. Der klassische Atheismus steht heute vor allem für Hedonismus, Konsumismus und Einsamkeit. Intellektuell ist er zwar befriedigend, aber gefühlsmäßig nicht, weswegen viele Atheisten die Religiösen beneiden. Religiöse haben den Sinn im Leben bereits gefunden, während ihn Atheisten erst selbst suchen müssen und die Ergebnisse dieser Suche sind oft nicht so befriedigend wie bei den Religiösen.

            „Ein System, in dem auch noch strafbewährt restriktive Glaubenssätze aufgezwungen werden, selbst unmenschliche, wie die Totalverhüllung oder bis weit ins Privatleben reichende Regelungen, sind eine Horrorvorstellung für mich.“
            Das hast du doch hier in Deutschland auch. Probier doch mal gegen die Glaubenssätze zu verstoßen, dann wirst du sehen was passiert. Kleiner Scherz: Versuch doch mal unverhüllt Bahn zu fahren, dann kommt aber ganz schnell eine Ansage. Repression ist kein exklusives Markenzeichen von Religionen, das können „demokratische“ Systeme genauso gut.

            “ in einer Gesellschaft wie der in Afghanistan, könnte ich mir gleich den Strick nehmen.“
            Das irritiert mich dann doch etwas, denn du hattest doch zwei Posts zuvor gegen die Dekatenz gewettert. Ich glaube Menschen, die in Afghanistan leben, wären auf jeden Fall nicht viel anders als sie es heute sind, egal welche Religion sie hätten. Es ist ein hartes Land das harte Menschen hervorbringt. Und eigentlich wären diese doch genau das, was du dir vorstellst, Menschen die so weit wie es überhaupt möglich ist von der Dekadenz entfernt. Wie früher die Germanen. Ich bezweifle auch, dass du dir einen Strick nehmen würdest, wenn du in einer solchen Umgebung leben müsstest, ich glaube du würdest wie wir alle wieder zu einem echten Menschen werden, der sich über Dinge freuen würde, die ihm heute komplett selbstverständlich sind. Ich fürchte, das Problem der Deutschen ist, dass wir hier zu satt sind, zu sehr vom Wohlstand verwahrlost, dass wir uns vorstellen können, wie das Leben auch sein kann und welche Strapazen der Mensch ertragen kann. Bei den ganzen Dokus zu Afghanistan hab ich in einer Stunde mehr lachende Kinder gesehen als ich in Deutschland in einem ganzen Jahr sehe.

          • @PfefferundSalz

            Wir sind eigentlich im Kern einer Meinung, ich kann das nur nicht so gut in Worte fassen.

            „Der klassische Atheismus steht heute vor allem für Hedonismus, Konsumismus und Einsamkeit.“

            Ja, auch weil er so materialistisch ist. Ich bin aber sicher, dass die Wissenschaft sich den vielen verleugneten paranormalen Phänomenen nicht dauerhaft entziehen kann und es eine Synthese zwischen der klassischen Wissenschaft und dem, was bisher noch Glaube ist, geben wird. Keine Ahnung wie die am Ende aussieht. Aber auch diese Entwicklung braucht noch Zeit und ich befürchte, dass sich das Zeitfenster dafür bereits wieder zu schließen beginnt.

            Ja, der Islam ist vor allem für primitive Gesellschaften sehr reizvoll mit seinem strikten Regelwerk, er stabilisiert diese. Leider oft auf dem niedrigsten Stand, wenn etwa in der Folge Schulen gesprengt werden und ähnliches. Meine Befürchtung ist, dass er im Endeffekt auch angeschlagene entwickeltere Gesellschaften auf diesen Stand ziehen kann.

            „Das hast du doch hier in Deutschland auch. Probier doch mal gegen die Glaubenssätze zu verstoßen, dann wirst du sehen was passiert. Kleiner Scherz: Versuch doch mal unverhüllt Bahn zu fahren, dann kommt aber ganz schnell eine Ansage. Repression ist kein exklusives Markenzeichen von Religionen, das können „demokratische“ Systeme genauso gut.“

            Ja, jede Gesellschaft hat ihre Konventionen. Aber sie unterscheiden sich in ihrer Restriktivität und Angreifbarkeit und man ist sie wenigstens von Geburt an gewöhnt. Die massiven totalitären Tendenzen im Westen sind m.E. auch eher jüngerer Natur, eine Verfallserscheinung.

            „Ich glaube Menschen, die in Afghanistan leben, wären auf jeden Fall nicht viel anders als sie es heute sind, egal welche Religion sie hätten. Es ist ein hartes Land das harte Menschen hervorbringt. Und eigentlich wären diese doch genau das, was du dir vorstellst, Menschen die so weit wie es überhaupt möglich ist von der Dekadenz entfernt.“

            Da missinterpretierst du mich. Nicht der Abstand von der Dekadenz ist für mich entscheidend, sondern das Optimum aus Bodenständigkeit und Kultur. Eine vollkommen abgehobene Kultur wird im Endeffekt leicht ebenso abstoßend, wie eine vollkommen erdgebundene, in der ständig Not und Gewalt herrscht.

            In kurz: wir übertreiben in die eine Richtung, die afg. Kultur notgedrungen eher in die andere.

            „Wie früher die Germanen. Ich bezweifle auch, dass du dir einen Strick nehmen würdest, wenn du in einer solchen Umgebung leben müsstest, ich glaube du würdest wie wir alle wieder zu einem echten Menschen werden, der sich über Dinge freuen würde, die ihm heute komplett selbstverständlich sind.“

            Ich leide schon unter den aktuellen Fehlentwicklungen. Ich sehe immer was m.E. sein könnte und gleiche das mit der Realität ab. Ein gutes Rezept für ein unglückliches Leben, aber ich kann einfach nicht anders. Wahrscheinlich würde ich aber erweiterten Selbstmord begehen, in der Moschee, ganz nah beim Oberspinner…

            „verwahrlost, dass wir uns vorstellen können, wie das Leben auch sein kann und welche Strapazen der Mensch ertragen kann.“

            Aus irgendeinem Grund habe ich sehr konkrete Vorstellungen davon. So lange weg ist das Elend noch nicht aus Deutschland. Man thematisiert es nur nicht gerne.

            „Bei den ganzen Dokus zu Afghanistan hab ich in einer Stunde mehr lachende Kinder gesehen als ich in Deutschland in einem ganzen Jahr sehe.“

            Keine Kunst, die haben ja auch zehnmal so viele 🙂
            Und die hocken noch nicht alle vor der Kiste und ziehen sich youtube-Videos rein. Es gibt zweifelsohne krasse Fehlentwicklungen bei uns. Trotzdem möchte ich deshalb nicht tauschen und finde unsere Kultur prinzipiell verteidigungswert.

          • @Androsch
            „Ja, der Islam ist vor allem für primitive Gesellschaften sehr reizvoll mit seinem strikten Regelwerk, er stabilisiert diese. Leider oft auf dem niedrigsten Stand, wenn etwa in der Folge Schulen gesprengt werden und ähnliches. Meine Befürchtung ist, dass er im Endeffekt auch angeschlagene entwickeltere Gesellschaften auf diesen Stand ziehen kann.“

            Und das wäre verheerend! Wir sind ja nur deswegen nicht in eine malthusianische Falle geraten, weil 1. der technische Fortschritt die natürlichen Grenzen bisher schneller verschiebt als der Mensch sich vermehren kann, und 2., weil die Bevölkerungszunahme in großen Teilen der Welt abgenommen hat (was der Islam gerade NICHT will).

          • „Wir sind eigentlich im Kern einer Meinung, ich kann das nur nicht so gut in Worte fassen.“
            Du machst das eigentlich ganz gut. Ich finde dich als Gesprächspartner sehr angenehm.

            „Ja, auch weil er so materialistisch ist. Ich bin aber sicher, dass die Wissenschaft sich den vielen verleugneten paranormalen Phänomenen nicht dauerhaft entziehen kann und es eine Synthese zwischen der klassischen Wissenschaft und dem, was bisher noch Glaube ist, geben wird. Keine Ahnung wie die am Ende aussieht. Aber auch diese Entwicklung braucht noch Zeit und ich befürchte, dass sich das Zeitfenster dafür bereits wieder zu schließen beginnt.“
            Nun, bei den paranormalen Phänomenen kommen wir wohl nicht zusammen. ich bin zwar auch einer der sich gerne mit Themen beschäftigt, die etwas abstrus sind, aber für mich ist die Grenze da die Wahrscheinlichkeit. Und die ist bei den meisten paranormalen Phänomenen halt genau dort, wo Gott, Allah oder Odin ist. Glaube ist für mich, der ich mich als atheistisch religiös bezeichne, eher eine Art Subroutine, etwas von dem mir klar ist, dass es nicht existiert aber woran ich mich bewusst entschlossen habe zu glauben. Meine Götter sind daher auch lebendig, sie leben in mir und wenn ich sterbe, dann sterben sie in mir nur, um im nächsten Menschen wiedergeboren zu werden.

            „Ja, der Islam ist vor allem für primitive Gesellschaften sehr reizvoll mit seinem strikten Regelwerk, er stabilisiert diese. Leider oft auf dem niedrigsten Stand, wenn etwa in der Folge Schulen gesprengt werden und ähnliches. Meine Befürchtung ist, dass er im Endeffekt auch angeschlagene entwickeltere Gesellschaften auf diesen Stand ziehen kann.“
            Auch der Islam hatte seine Hochzeiten, darauf berufen sich das der IS und Al Quaida immer.

            „Ja, jede Gesellschaft hat ihre Konventionen. Aber sie unterscheiden sich in ihrer Restriktivität und Angreifbarkeit und man ist sie wenigstens von Geburt an gewöhnt. Die massiven totalitären Tendenzen im Westen sind m.E. auch eher jüngerer Natur, eine Verfallserscheinung.“
            Oder sie sind uns bisher nicht so stark aufgefallen. Immerhin fallen sie nun wo es das Internet und seine Möglichkeiten gibt viel stärker auf als zu einer Zeit wo man noch Leserbriefe an Zeitungen schrieb.

            „Da missinterpretierst du mich. Nicht der Abstand von der Dekadenz ist für mich entscheidend, sondern das Optimum aus Bodenständigkeit und Kultur. Eine vollkommen abgehobene Kultur wird im Endeffekt leicht ebenso abstoßend, wie eine vollkommen erdgebundene, in der ständig Not und Gewalt herrscht.“
            Da hast du sicher recht. Trotzdem glaube ich, dass der erdgebundene Mensch vielleicht doch der glücklichere Mensch ist, weil er viele Dinge einfach besser zu wertschätzen weiß. Habe mal vor langer Zeit einen Film gesehen da ging es um die Sklaverei in den Südstaaten der USA und ein schwarzes Mädchen hat da dann ein Glas Milch bekommen. Das war für sie da größte, wahrend es für uns hier nix ist.

            „Ich leide schon unter den aktuellen Fehlentwicklungen. Ich sehe immer was m.E. sein könnte und gleiche das mit der Realität ab. Ein gutes Rezept für ein unglückliches Leben, aber ich kann einfach nicht anders. Wahrscheinlich würde ich aber erweiterten Selbstmord begehen, in der Moschee, ganz nah beim Oberspinner…“
            Warum so negativ. Wenn du unbedingt gegen den Islam kämpfen willst, dann zeuge Kinder. Zeuge ein dutzend Kinder. Damit hältst du den Islam bestimmt besser auf als, wenn du ein Attentat begehst.

            „Aus irgendeinem Grund habe ich sehr konkrete Vorstellungen davon. So lange weg ist das Elend noch nicht aus Deutschland. Man thematisiert es nur nicht gerne.“
            Die letzten 3 Generationen kennen es jedenfalls nicht mehr,

            „Trotzdem möchte ich deshalb nicht tauschen und finde unsere Kultur prinzipiell verteidigungswert.“
            Das kann ich gut verstehen, die Frage ist aber schon warum ist eine Kultur überhaupt verteidigungswert? Ich denke Kulturen kommen und gehen. Vielleicht habe ich deswegen auch so wenig Probleme damit, dass Kulturen verschwinden, weil ich mich nie zu einer zugehörig gefühlt habe. Ich habe als Kind zwischen zwei Welten gelebt und später noch zwischen ganz vielen mehr. Darum kann ich mich an jede Kultur anpassen. Ich würde vermutlich auch in Afghanistan nicht auffallen, genauso wenig wie bei einer Veranstaltung der Hochfinanz in London. Ich schreibe manchmal „die Deutschen“ statt „wir Deutschen“, weil ich mich nicht zugehörig fühle, ich bin der Außenseiter, dem das Spaß macht einer zu sein. Aber im Gegensatz zu unseren woken Schneeflocken bleibe ich lieber am Rand stehen, als aufzufallen. Mir gefällt es besser den Schwachsinn zu beobachten, als Teil dessen zu sein.

    • Es gilt die Hufeisen-Theorie: Für Linke, wie für Rechte ist es natürlich etwas ganz anderes wenn andere etwas tun, wie wenn sie selbst es machen.

      Die Rechten werden hier seltener kritisiert, weil die nicht im Bildungssektor, den Medien und der Politik sitzen und versuchen allen ihren realitätsferne, rassistische und sexistische Ideologie aufzuzwingen… wobei die Rechten es zweifelsohne auch tun würden, wenn sie es könnten.

        • Ja, das ist wirklich eine sehr gute Analyse von Dir. Linkshänder werden in unserer Gesellschaft fertig gemacht. Jeden Tag. Es geht schon bei der Begrüßung los, wenn man irgendwelchen Leuten seine rechte Hand geben muss. Ich bin auch Linkshänder und bin seit meinem ersten Händedruck tiefgreifend traumatisiert. Niemand will meine linke Hand haben! Die sind alle so gemein zu mir …

          • Es ist furchtbar, in der Tat. Und wenn du es irgendwann nicht mehr aushältst, dass deine Besonderheit so unsichtbar gemacht wird und du mit deinem Jahrzehnte langen Leid nur Hohn und Spott erntest – dann nimmst du dir ein Boot, um jenseits des Mittelsmeers nach einer besseren Welt zu suchen.
            Aber wo landest du? In Kulturen, in denen sich die Menschen mit dieser wunderbaren linken Hand, die dem Herzen so nahe ist, einfach den Hintern abwischen.
            Und wenn du mit denen am Tisch sitzt und mit links den Getreidebrei in dich stopfst, dann erntest du nichts als Abscheu und Ekel. Willkommenskultur fühlt sich anders an.
            #LeftHandMatters

  8. Und so fängt der Tag doch gut an, mit einem echten Lacher:

    „Ökonomen und Greenpeace sehen einen Zusammenhang zwischen steigender Inflation und dem Klimawandel.“

    https://www.welt.de/finanzen/article233665292/EZB-Warum-Greenpeace-eine-gruene-Notenbank-fordert.html

    „vor allem bei Lebensmitteln erkennbar.“

    Nichts treibt die Teuerung der Lebensmittel so sehr wie die CO2-Besteuerung, vor allem wie sie langfristig geplant ist. Diese „Ökonomen“ hier sind wie der Mörder, der seine Eltern umbrachte und vor Gericht Milde erwartet, weil er ja Vollwaise ist ….

    Genauso idiotisch sind die besagten „grünen Anleihen“:

    „Eine direkte Zurechnung einer bestimmten Anleihe zu einer bestimmten Haushaltsposition, z.B. einer besonders klimafreundlichen Ausgabenposition, ist schiere Illusion.“

    Deshalb wollen die linken Entgeigner-Parteien auch eine CO2 Steuer, über die sie frei verfügen können (deshalb betonen sie den „sozialen Ausgleich“) und nicht das marktwirtschaftliche System von der FDP; das diese Mittel der staatlichen Willkür nicht anheimstellt. (imho volkswirtschaftlich trotzdem idiotisch).

    • Fun Fact: der Islam verbietet Zinsen. Ich vermute, dass dies der „geheime Grund“ ist, weshalb der Islam seine hegemoniale kulturelle Lage, also seine kulturelle pole position, ab Ausgang des Mittelalters allmählich deshalb verlor. Nichts macht die Leute fatalistischer, als wenn du ihnen klarmachst, dass die Zukunft nicht mehr wert sein kann als die Gegenwart! Auf dieser Grundannahme beruht aber der Kapitalismus, dessen Essenz der faire Preis für das Geld, also der Zins, ist.
      Die Menschen werden nur durch den pekuniären Wert der Zukunft überhaupt fortschrittlich! Andernfalls verharren sie im religiösen oder ideologischen Jammertal des Hier und Jetzt, wobei das bessere Jenseits die einzige Perspektive ist (Im Kommunismus heisst das: Kommunismus, nach Marx).
      Daher ist die Kulturgeschichte des christlichen Protestantismus von so überragendem Interesse. Die haben aus der Religion heraus unsere säkulare Zivilisation, die jetzt Modell für alle sein kann, kreiert. Nur die reaktionären Kommunisten und Islamisten wollen das gar nicht und deshalb haben sie sich auch verbündet, gegen den Kapitalismus.

      • Wobei der Kapitalismus noch einen weiteren – unerwarteten – Feind bekommen hat: die europäischen Eliten, die sich im Nullzins-Regime bequem eingerichtet haben und nun ganz wie die Grünen, Kommunisten oder Islamisten meinen, die Welt damit aus den Angeln heben zu können:

        • Habe heute gelesen das durch die geplante Vermögenssteuer der Grünen es dazu kommen kann das Vermögen, wozu auch Mietwohnungen zählen, versteuert werden unabhängig davon wie viel diese einbringen. Dadurch können Vermieter, die nur wenig Miete verlangen, gezwungen werden ihre Mieten zu erhöhen.
          Und die Politiker tun so als ob sie Mieter schützen wollen.

          • Politik als eine Art Schutzgelderpressung und Stimmenkauf, Komplizenschaft. Die hässliche Schwester der Demokratie, der Populismus.

          • Das ist ähnlich wie mit den Gewinnen, ein Unternehmer der keine ausreichenden Gewinne macht, wird der „Liebhaberei“ bezichtigt. Macht er welche, ist er gierig. Typischer catch22.

            Was die ganzen Linken nicht so richtig kapieren: wer jetzt noch auf seinen Sparvermögen sitzt, zahlt ohnehin schon, per Inflation. Der Rest hat sein Geld irgendwo angelegt, wo entweder der Staat nicht rankommt (Reichenstiftung oder Steueroase) oder wo das Geld produktiv ist (z.B. in einer Firma). Unter den gegebenen Kapitalfreizügigkeitsbedingungen kann man da sicherlich nicht viel holen, kein Vergleich zur Geldpresse, aber man macht sich beim Versuch erbitterte Feinde und kann sehr viel Schaden anrichten.

            Kompliziertes Thema, eine optimale Lösung habe ich da irgendwie auch nicht.

        • „die europäischen Eliten, die … ganz wie die Grünen, Kommunisten oder Islamisten meinen …“

          Im letzten Jahr habe ich in einer US-Zeitung einen Artikel gelesen mit der Überschrift (auf Deutsch):

          „Bernie Sanders hat die Präsidentschafts-Wahl gewonnen: Wir sind jetzt alle Sozialisten“

  9. Peter Boghossian, der die wundervollen fake papers – u.a. mit der rape culture von Hunden und dem Vorschlag, Männer an die Leine zu legen; und „Der konzeptuelle Penis als soziales Konstrukt“ – verfasst hat, hat bei der Universität von Portland gekündigt.

    Er wurde bespuckt, mehrfach von der Universität untersucht – und als Ergebnis der Untersuchungen, die ihn als unschuldig befanden, wurden ihm bestimmte Meinungen verboten. Es wurden Gerüchte über ihn gestreut – er würde seine Frau und Kinder schlagen -. Ihm wurde eine Tüte voller Scheisse vor die Tür gestellt. Sein Name wurde mit Hakenkreuzen in der Universität geschmiert. Seine Veranstaltungen wurden sabotiert, teilweise von Professoren. Niemals wurde eine Untersuchung nach den „Tätern“ eingeleitet. Niemals wurden die Taten von der Universität verurteilt. Untersucht wurde immer nur er.

    Jetzt hat er gekündigt. Soviel zu „es gibt keine cancel culture“.

    https://bariweiss.substack.com/p/my-university-sacrificed-ideas-for

    • Echt hart. Genau so sind die rüpelnden und prügelnden NSDAP-Fans in den Endjahren der Weimarer Republik mit jenen umgegangen, die allzu deutlich Kritik an ihrer Leib- und Magenpartei übten; Hitlers nützliche Idioten, die sich in der SA organisierten und dann, als ihr geliebter Führer solchen Prolopöbel nicht mehr brauchte, er ihm eventuell gar politisch zum Problem hätte werden können, massenhaft ermordet wurden.

      Es ist erschreckend, dass sowohl Studenten als auch – viel ernüchternder noch – Professoren weltweit massenhaft die geistigen Fähigkeiten zu fehlen scheinen, soche offensichtlichen historischen Parallelen zu abstrahieren und ihr eigenes Verhalten in diesem Lichte zu reflektieren. Aber sie sind ja eben die Guten. Was sie natürlich von all den Faschisten, Diktatoren und Massenmördern der Menschheitsgeschichte unterscheidet, die natürlich niemals die eigenen Taten vor sich selbst damit legitimiert hatten, einer höheren, guten Sache dienlich zu handeln.

      Ich finde das sooo frustrierend und auch beängstigend, was da so abgeht; und das auch noch weltweit.

    • „Es wurden Gerüchte über ihn gestreut – er würde seine Frau und Kinder schlagen.“

      Da muss überhaupt nichts dran sein und die Gerüchtestreuer können das auch wissen, aber Konsequenzen fürs Lügen haben sie nicht zu befürchten und hängen bleibt meistens etwas. Also einfach mal das Gerücht raushauen. Scheiß auf seine Familie und seine Kinder.

  10. Ein ganz interessantes Thema da mir beim Hörbuch „auf dünnem Eis“ von Lydia Benecke gekommen ist. Bei diesem Buch geht es um Psychopathen und um Sexualstraftäter. In einem Fall wurde ein junger Mann, aufgrund einer jahrelangen „Beziehung“ zu einem Pädophilen selbst zu einem Solchen der zudem homosexuell ist. Nun stellt sich mir die Frage, inwieweit Homosexualität tatsächlich durch kindliche Prägung manipuliert werden kann, wenn es im erwähnten Fall, offenbar passiert ist. Die Frage ist, ob es dazu Literatur oder Forschung gibt oder ob Forschung auf diesem Gebiet aktiv unterbunden wird? Wäre es nämlich möglich, durch ein entsprechendes Umfeld latente homo- bzw. heterosexuelle Neigungen zum Vorschein bringen, würde dies das Weltbild der LGTBXYZ Bewegung nicht nur verändern, sondern komplett zerstören. Dann wäre es in der Tat im Bereich des Möglichen mittels Medikamenten, welche eine Neuanordnung von Synapsen im Gehirn ermöglichen, z.B. Naltrexone bei welchem die Möglichkeit einer Depersonalisierung diskutiert wird, die Persönlichkeit derart zu verändern, dass ein Mensch die Art seiner Sexualität ändert (eine entsprechend ergänzende Psychotherapie vorausgesetzt).
    Die Frage bleibt hier, warum diese Konversiontherapien so vehement bekämpft werden? Liegt es daran, dass sie keinen Erfolg haben, weil sie auf irgendwelche unwissenschaftliche Methoden setzen und Betrug sind oder ist da etwas anderes der Grund?

    • Man kann – und hat oft – und macht es immer noch – auch mittels „robuster Psychotherapie“ einen Linkshänder zum Rechtshänder machen. Das funktioniert tatsächlich. Und produziert dabei jede Menge Psychowracks.

      Die Frage ist daher ob es erstrebenswert ist, eine Gesellschaft zu bauen in dem jede und jeder per Zuweisung bei Geburt seine Rolle brav und ohne Hinterfragen ausüben darf. Magst Du wie eine Biene oder eine Ameise sein? 😉

      • „Die Frage ist daher ob es erstrebenswert ist, eine Gesellschaft zu bauen in dem jede und jeder per Zuweisung bei Geburt seine Rolle brav und ohne Hinterfragen ausüben darf. Magst Du wie eine Biene oder eine Ameise sein? 😉“
        Du beantwortest die Frage mit Moral aber um die geht es mir gar nicht. Ich glaube nicht, dass ein heterosexueller Mensch moralisch gesehen wertvoller oder wertloser als ein Homosexueller ist. Es geht eher darum ob es funktionieren würde. Mich interessiert ob die Aussagen stimmen, ob sie Tatsachen oder ob sie falsche Dogmen sind. Füher dachte man, dass die Sonne sich um die Erde dreht, dann fand man heraus, dass es andersherum ist. Das hat zwar keinen sofortigen Nutzen gebracht aber später hat es viel mehr Vorteile gebracht als man sich das ursprünglich vorstellen konnte. Es geht darum sich zu fragen wie bestimmte Dinge zustande kommen und ob sie unveränderlich sind, das ist doch das interessante. Erst wenn man diese Erkenntnis hat, kann man entscheiden ob und wofür man sie einsetzen will.

        • Der moralische Teil bezog sich auf die Frage, warum Konversiontherapien so vehement bekämpft werden.

          Zum sachlichen Teil hatte ich das Beispiel mit der „Umerziehung“ von Linkshändern gebracht: Natürlich funktioniert es. Mal mehr, mal weniger gut. Zweifellos kann man Transmenschen so „umformen“, dass sie die von ihnen empfundene Dissonanz selber unterdrücken und die von ihrem Umfeld gewünschte.Rolle spielen. Gleiches gilt für homosexuelle Menschen.

          Z.B. die Unterdrückung einer innig empfundenen Liebe zu einem Menschen zugunsten einer Beziehung mit einem ungeliebten Menschen oder zugunsten der Staatsraison ist ja sogar literarisch. Gab es wohl zu allen Zeiten und überall.

          Interessant wäre es tatsächlich, wenn es bei Transmenschen eine medikamentöse Behandlung gäbe die das abweichende Gehirngeschlecht an das körperliche Geschlecht angleicht (anstatt wie heute medikamentös/operativ umgekehrt)…wieviele Betroffene würden sich für diesen Weg entscheiden (wenn sie die Wahl hätten)?

          • Linkshändertum und sexuelle Präferenz zu vergleichen, hinkt irgendwie. Aus einem Linkshänder mit Druck einen Rechtshänder zu zu machen, hat was mit Fähigkeiten und Training zu tun, während die sexuelle Präferenz in erster Linie eine Vorliebe ist.

            Es geht ja nicht darum, jemanden irgendwas aufzuzwingen, sondern um die akademische Frage, ob man die Vorliebe entsprechend ändern kann.

            Ich hatte die Frage auch schonmal hier im Forum gestellt und keine gescheite Antwort bekommen. Meines Erachtens wird es nicht ernsthaft erforscht, weil total tabuisiert. Auch wenn religiöse Umerziehungsanstalten, die es sicher gibt, da bestimmt mehr erzählen könnten.

            Dabei ist das Thema spannend, wenn man sexuelle Präferenzen ändern kann, könnte man z.B. Pädos „heilen“ oder sich selbst irgendwelche geilen Paraphilien verpassen lassen. Das Leben hätte doch gleich viel mehr Reiz, wenn man die tägliche Fahrt zur Arbeit und den morgendlichen Stau jedesmal als ausufernde Orgie empfände 😉

          • Androsch Kubi,

            die Antwort schwebt sogar als Quasi-Mem über diesen Blog: „Attraction is NOT a choice“.

            Was Konditionierung/Re-Konditionierung/Triebunterdrückung via Verstand nicht ausschließt. Und gerade Links- auf Rechtshänder würde ich aufgrund der nachgewiesenen hirnorganischen Ursache als Konditionierung bezeichnen. „Training“ klingt da etwas zu euphemistisch 😉

          • @Peter Müller

            „Attraction is NOT a choice“

            Wie du selbst schreibst, trifft das nur zu, wenn man nicht bewusst daran herummanipuliert (inwieweit das überhaupt möglich ist, wollte ich in Erfahrung bringen).

            Konditionierung klingt auch schon wieder so negativ und aufgezwungen. Alles was der Denkapparat bewusst bevorzugt oder unterdrückt, ist auch keine Änderung der (unbewusst aktiven) Vorliebe (und nur das finde ich interessant, weil es die emotionale Wahrnehmung der „Realität“ ändert, was einerseits unglaublich spannend ist, andererseits natürlich auch saugefährlich).

  11. Viel schimmer: der will Strafbarkeit bei Nichthandeln. Das ist im Prinzip reine Gesinnungsjustiz. Absolut antidemokratisch und die Grundlagen der ganzen westlich Justiz-Tradition in Frage stellend. Der Typ ist ist auch noch Rechtsanwalt!

  12. Der „Education Gap“

    „The number of men enrolled at two- and four-year colleges has fallen behind women by record levels, in a widening education gap across the U.S.“

    https://www.wsj.com/articles/college-university-fall-higher-education-men-women-enrollment-admissions-back-to-school-11630948233

    At the close of the 2020-21 academic year, women made up 59.5% of college students, an all-time high, and men 40.5%, according to enrollment data from the National Student Clearinghouse, a nonprofit research group. U.S. colleges and universities had 1.5 million fewer students compared with five years ago, and men accounted for 71% of the decline. …..

    ….. Men in interviews around the U.S. said they quit school or didn’t enroll because they didn’t see enough value in a college degree for all the effort and expense required to earn one.

    • Och bis es für diese Frauen zum Problem wird vergehen noch locker 15 Jahre. Erst dann wird über das Problem rumgeheult und es sollen Männer lösen.

      • Die heulen jetzt schon rum das es nicht mehr genug gute Männer gibt, welche als Partner für die top-ausgebildeten, geförderten, bevorzugten Frauen gibt. Frauen haben einfach etwas besseres verdient… wegen der Gleichstellung.

        Natürlich darf den Jungen nicht geholfen werden. Das wäre ja schlecht für die Mädchen. Die Jungen müssen das schon selbst lösen. Währenddessen fängt man an und schließt aktiv weiße Männer aus dem Bewerberpool von bestimmten Berufen aus.

  13. Merkel: Hier der bideren Fassade steckt, ganz versteckt, offenbar eine ganz hochmütige Person:

    2017 ist sie bei einem Frauengipfel gefragt worden, ob sie sich als Feministin betrachte. Die Antwort kam zögerlich: Mit diesem Titel wolle sie sich nicht unbedingt schmücken, erklärte Merkel. Die anderen Frauen auf der Bühne – unter ihnen Donald Trumps Tochter Ivanka und die niederländische Königin Máxima – bezeichneten sich dagegen ohne Umschweife als Feministinnen.
    Nun wird sie von Miriam Meckel noch einmal danach gefragt – und korrigiert ihre Position: Máxima habe ihr damals schon das Tor geöffnet mit dem Hinweis, im Grunde gehe es doch nur darum, dass Frauen und Männer in gleichem Maße am gesellschaftlichen Leben teilnähmen. „In diesem Sinne kann ich heute bejahend sagen: Dann bin ich Feministin. Das habe ich damals auf der Bühne schon etwas schüchtern vorgebracht. Heute ist das besser durchdacht. In diesem Sinne kann ich sagen: Ja, wir sollten alle Feministen sein.“ Enormer Jubel im Haus.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article233684026/Angela-Merkel-persoenlich-wie-fast-nie-zuvor-Dann-bin-ich-Feministin.html

    Eine Königin als Feminismusflüsterin Merkels mit den Worten: „gehe es doch nur darum, dass Frauen und Männer in gleichem Maße am gesellschaftlichen Leben teilnähmen.“

    Gleiche Energie -> „Dann lasst sie Kuchen essen.“

    Arrogant, hochmütig und abgehoben, aber Merkel hat ein „zweites Gesicht“.

  14. Die AfD ist eine Gefahr für unser Land

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article233691112/Juedische-Organisationen-warnen-vor-Wahl-der-AfD-bei-Bundestagswahl.html

    Aus dem Aufruf:

    „Juden dienen im Programm der AfD einzig und allein dazu, den antimuslimischen Ressentiments der Partei Ausdruck zu verleihen.“

    Mag sein …. Schade auf jeden Fall, dass die jüdischen Organisationen nicht ebenso verstehen, dass promuslimische Einstellungen der „demokratischen Parteien“ nebst der ganzen „Diversity“ einzig und allein dazu dienen antisemitische Ressentiments zu züchten, und zwar im internationalen Rahmen. Aber vielleicht ist denen ihr Land Israel einfach egal. Und bloss nicht anecken, bitte! Diese Einsicht wäre so viel wichtiger. Aber es geht ja um billige, wohlfeile Werbung für „zweifelsfrei demokratische Parteien“, wobei man vermuten darf, dass die jüdischen Orgs zB auch die Linke als eine solche betrachten.

  15. Es scheinen in Afghanistan nicht alle mit den Taliban zufrieden zu sein:

  16. Spannende Frage: Taliban oder Araber? Wer hat die erste Führerin?

  17. Ist das Video Fake oder wirklich echt?
    Baerbock. „…Zukünftig soll klimaneutraler Stahl in Eisenhüttenstadt, in Duisburg produziert werden, und nicht in China. … und wo soll der Strom herkommen? Natürlich weiter aus der Steckdose und natürlich weiter in den Fabriken durch die Stromleitung, die wir haben…“
    https://www.stern.de/panorama/video-baerbock–wenn-wir-so-weitermachen–gefaehrden-wir-den-industriestandort-deutschland-30725272.html

  18. Zukunftsministerin Nahles. Oder Bär?

    Grusel 😦

  19. Diese brutale Frau mit der lächerlichen Gorillamaske ist das allerletzte.Aber es passiert für die Öffentlichkeit eben nichts, was nicht sein soll. Das ist übelstes Gaslighting.

    • Ist aber auch bescheuert. Ich kenne die Hintergründe nicht und vielleicht ist die Frau eine Rassistin. Vielleicht aber auch eine Feministin. Dann ist es nicht die Hautfarbe, sondern das Geschlecht. Vielleicht ist der Mann auch Politiker und hat indirekt dafür gesorgt das sie ihren Job verliert. Oder er ist gegen Abtreibung, sie sieht das hingegen als Frauenrecht.
      Wenn jedes Mal jetzt von Rassismus geredet wird, wenn es zu Gewalt zwischen zwei Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe kommt, dann gilt das auch für Angriffe auf Weiße (für Woke natürlich nicht, denn für sie hat die alte, weiße Rentnerin allein auf der Straße die Macht und nicht die Gruppe Männer mit afrikanischen Wurzel die sie mit einem Sucker Punch von hinten zu Boden schicken.)

  20. Gerade gesehen, Helge Schneider macht den Kotau vor der GEZ-Propagandamaschine:
    https://www.daserste.de/information/talk/maischberger/videos/helge-schneider-maischberger-die-woche-video-100.html

    Ganz ungewohnt unlustig. Alles nur falsch verstanden und so und mit den teuflischen Querdenkern hat er nichts am Hut. Anfangs dachte ich tatsächllich kurz, die Maische ist ja mutig. Aber natürlich nicht! Denn hätte er was „Falsches“ gesagt, hätte man es einfach rausgeschnitten, wie üblich, bei solchen Framing-Formaten. Ich kann die Frau nicht ertragen, ich könnte der permanent in ihre grinsende, selbstgerecht-überhebliche GEZ-Haltungsfresse schlagen, normalerweise schalte ich genausoschnell weg, wie bei Merkelreden. Ich sollte bei diesem Prinzip bleiben…

    Helge, du elender Feigling! Hättest du geschwiegen, wärest du mir sympathisch geblieben! Noch einen feigen Umfaller braucht das Land nicht. Künstler sind offenbar weit überwiegend systemtreue, feige Dummköpfe. Keine wirkliche Überraschung, aber trotzdem enttäuschend. Und wehe mir kommt nochmal jemand mit Aiweiei oder wie der heißt und wie schlimm es dem in China geht…

    • „Ich kann die Frau nicht ertragen, …“

      Frau Maischberger war bereits 1992 (jedenfalls Anfang der 1990er Jahre) in einem dieser Kurse von Klaus Schwab: young leaders of tomorrow, oder so. Angeblich war auch die Autorin J. K. Rowling dabei.

      „Künstler sind offenbar weit überwiegend systemtreue, feige Dummköpfe.“

      Ja, Künstler sind die perfekten Opportunisten. Und wir haben uns als Schüler noch darüber aufgeregt, wie viele Künstler alle unter den Nazis ihre Karriere fortgesetzt oder überhaupt erst aufgebaut haben.

      Schau Dir die „Ärzte“ an: machen Reklame für die Impfung, machen Reklame für die Grünen. Schau Dir die Toten Hosen an, den Niedecken usw. usf.

    • Erst kommt die Macht, dann die Moral.

      Seit sogar die CDU als Volkspartei groß nachgelassen hat – sprich: eben nicht mehr bei deutlich über 30% der Wählerstimmen liegt -, seit dem ist sogar die CDU auf den Kurs der Linken eingeschwenkt, weil man die Linken – zumindest auf Ebene der Bundesländer – als Koalitionspartner braucht oder brauchen könnte.

      Und dieses zynische Macht-Kalkül gilt natürlich noch viel mehr für die schwache SPD. Entsprechend wird die Kontinuität der Linken mit der ehemaligen SED kleingeredet oder geleugnet – ich meine, auch in diesem Forum hätte crumar mal so etwas versucht, aber vielleicht irre ich mich da -, und die Vergangenheit der SED-Diktatur wird verharmlost.

      Ich denke aber auch: In der Politik gibt es keine Vergangenheit. Soll heißen: Es hat keinen Sinn, politischen Parteien oder auch einzelnen Politikern Dinge vorzuwerfen, die sie vor etlichen Jahren verbrochen haben. All die Leichen im Keller sind heute für die Politik und das, was sie für oder gegen die Wähler tut, einfach nicht relevant.

      Am Beispiel: Ob der Gregor Gysi damals in der DDR ein großer Stasi-Spitzel war, und ob der während und nach der Wende maßgeblich dazu beigetragen hat, das Vermögen der SED verschwinden zu lassen – völlig egal, politisch relevant ist allein seine Arbeit heute als Politiker.

      Gysi ist jetzt kein so gutes Beispiel, weil der ja wohl im Ruhestand ist(?). Aber der Punkt ist hoffentlich klar.

      An der Links-Partei wäre dann heute eben nur noch relevant, dass sie eine personale und eben auch inhaltliche Kontinuität – natürlich nicht vollständig – zur damaligen SED-Diktatur pflegt. Und dieser Mangel betrifft ihre aktuelle Politik – und nicht ihre grausige Vergangenheit.

      • „dieses zynische Macht-Kalkül“

        Das ist aber keine gute Erklärung, denn es gibt ja offenbar den rein idealistisch begründeten Verzicht auf die Zusammenarbeit mit der AfD. Und das ist eine Partei, die im Gegensatz zur SED/LInke noch keinen totalitären Unterdrückungsstaat geschmissen hat! Aber vielleicht es es ja eben dieser praktische Aspekt, weswegen die „demokratischen“ Parteien Deutschlands, und vor allem deren Staatsmedien, alle so um die Linke buhlen: man hat hier eine Partei an der Hand, die mal Ernst machen kann und nichts liebt der autoritätshörige untertänige Deutsche mehr, also hat man vor der Linke einen Heidenrespekt!

        Und jetzt sag mir, *das* sei eine zynische Erklärung 😉
        Ist es, definitiv. Und wahrscheinlich ebenso wahr.

  21. „Das Amtsgericht München hat Jérôme Boateng wegen vorsätzlicher Körperverletzung an seiner Ex-Lebensgefährtin verurteilt. Sie warf ihm vor, sie geschlagen, gebissen und geboxt zu haben. Vor Gericht bestritt er das vehement.“

    https://www.welt.de/sport/fussball/article233692562/Jerome-Boateng-wegen-Koerperverletzung-zu-Geldstrafe-verurteilt.html

    Natürlich ist die „Zivilgesellschaft“ mal wieder muchsmäuschenstill, es geht ja auch um einen Fussballheroen, zumal mit der richtigen Hautfarbe.

    „Um Treue sei es in dem Streit gegangen, um andere, frühere Partnerinnen und Partner. „Eifersuchtsfilm“, sagt die Lebensgefährtin irgendwann in ihrer Aussage. Ihre und auch die Aussage von Boateng strotzen vor Kraftausdrücken, die gefallen sein sollen an jenem 19. Juli im Urlaubsparadies.“

    War doch mal was mit dieser Lisa, um die die Justizministerin Barley am liebsten die Unschuldsvermutung aufgegeben hätte oder sowas ….
    Deshalb ist das schon relevant, dass die ganze feministische Entourage jetzt aber schweigt …. Wenn´s natürlich um Umschuldige geht, die man diffamieren kann, dann ist man voller Begeisterung dabei!

  22. Joe Biden’s incoherent, fear-mongering COVID vaccine speech

    https://nypost.com/2021/09/09/joe-bidens-incoherent-fear-mongering-covid-vaccine-speech/

    „Oh, and don’t worry, worriers, he was also announcing he’s going to take actions that are likely unconstitutional — using powers the courts have repeatedly said were beyond the scope of presidential authority to compel private businesses to act as he wishes them to act.

    And why? Well, to ease the very worries he had just tried to convince all of us are actually unnecessary.“

    • Weil dir debile Demagogen wie Biden dir das einreden wollen ….

      • Da stellt der Ali tatsächlich eine sehr wichtige Frage. Wenn Impfung nicht vor Infektion schützt sondern lediglich einen möglichen Krankheitsverlauf potentiell abmildern soll, wo soll dann für Geimpfte die Gefahr durch Nichtgeimpfte lauern? Solange sich Geimpfte selbst infizieren können und ggf. sogar selbst Überträger sein können, sind die einzigen wirklichen Effekte die durch die Impfung erzielt werden welche, die für jeden einzelnen selbst ausschlaggebend sind, also vor allem die Frage, wie hoch ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes für MICH. Ansonsten spielen beide im selben Team, nur halt die einen mit Suspensorium in der Hose, die anderen ohne.

        • Denk mal nach! Die einzigen, die wirklich von der Übertragbarkeit durch Geimpfte gefährdet wären — das wären die Ungeimpften. Um *die* dreht sich plötzlich alles, die werden zum Schrittmacher dieser Seuchenpolitik. Ausgerechnet diese verschrobenen Querulanten (die es zumeist sind!) werden zum Massstab aller Dinge gemacht. Wie idiotisch ist das denn bitteschön?

        • Zu dieser Frage gibt es ein erhellendes Zitat vom Robert Koch-Institut, nämlich:

          »Wenn dieser Zeitpunkt erreicht ist [zu dem jede Person, die geimpft werden möchte, auch geimpft wurde], geht von Ungeimpften kein [ ! ] Risiko mehr für die Gesellschaft aus, sondern nur noch für sie ganz persönlich – und für zwei weitere Personengruppen, nämlich diejenigen,
          · die nicht geimpft werden wollen
          · die nicht geimpft werden können, aus medizinischen Gründen (z. B. Allergien) oder weil die Impfstoffe nicht für sie zugelassen sind (z. B. Kinder).«

          Quelle:
          Robert Koch-Institut & Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2021). Das Impfbuch für alle. Berlin: Bundesministerium für Gesundheit. Mit Beiträgen von Eckart von Hirschhausen. BMG-G-11160, Seite 70.

          Wir halten fest: Gemäß dem Robert Koch-Institut können ungeimpfte Menschen die geimpften Menschen nicht gefährden. Punkt.

        • Auf die Idee dass die Virenlast bzw. die Virusexposition keine binäre Variable ist seid ihr noch nicht gekommen? Und dass die Impfung u.a. diese Variable beeinflusst?

          Die Dosis macht das Gift. Wussten schon die alten Griechen.

          Es besteht kein Widerspruch zwischen der Tatsache, dass sich bei einer Chorprobe 22 von 25 Teilnehmern, alle voll geimpft, infiziert haben, und der Tatsache dass der überwiegende Großteil der Patienten auf den ITS nicht geimpft ist.
          Aus ersterem abzuleiten dass die Impfung nicht wirkt ist genauso falsch wie aus zweiterem zu schließen dass nur Ungeimpfte gefährdet sind. Die wirkliche Welt ist komplizierter als Kindergarten-Ali meint…

          • Kindergarten ist wohl eher, wenn man Impfungen zur Hand hat, sich dann noch gross vor weiteren Wellen des Virus zu fürchten und von dieser Furcht sein Handeln leiten zu lassen.

          • @alex:

            Du hast bisher mit deiner Einschätzung, wonach es sich bei den Varianten um überhaupt kein Problem handelt, falsch gelegen. Du liegst auch hier falsch. Die Varianten sind ein Problem.

            Nach allem was wir wissen sieht es so aus:

            Wird das corona Virus durch mutationen/Varianten weniger gefährlich werden?
            Antwort: Nein.

          • Menschen, die sich mit der Delta-Variante infizieren, sind sehr ansteckend. Das wissen wir bereits. Neu ist: Das gilt offenbar unabhängig von ihrem Impfstatus. Ergebnisse von Untersuchungen haben gezeigt: Die Viruslast bei Geimpften, die sich dennoch mit der Delta-Variante anstecken, ist genauso hoch wie bei ungeimpften Delta-Infizierten.
            Das vermutet zumindest die britische Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) in einem Statement, wie der Guardian berichtet. Vergangene Woche hatte bereits die US-Seuchenschutzbehörde von Beobachtungen berichtet, die nahelegen, dass Geimpfte eine ähnliche Viruslast haben könnten wie Ungeimpfte und somit auch genauso ansteckend sein könnten.

            https://www.fr.de/ratgeber/gesundheit/corona-impfung-delta-variante-ansteckung-geimpfte-ungeimpfte-usa-infektion-zyx-zr-90912812.html

            Scheint also tatsächlich so zu sein, dass die Impfung bezüglich der Virenlast keine (entscheidenden) Vorteile bringt.
            Wenn man sich also anscheinend bei Geimpften genauso anstecken kann wie bei Ungeimpften, welche Rechtfertigung gibt es dann für 2G? Ein negativ getesteter Ungeimpfter ist für seine Kontaktpersonen vermutlich ungefährlicher als ein ungetesteter Geimpfter (mal ganz abgesehen davon, dass meiner persönlichen Ansicht nach die Einschränkungen sowieso insgesamt aufgehoben gehören, seit sich alle impfen lassen können).

          • @hugor:

            Scheint also tatsächlich so zu sein, dass die Impfung bezüglich der Virenlast keine (entscheidenden) Vorteile bringt.

            Es ist komplizierter. Was in dem Artikel steht gilt unter der Bedingung dass du dich bereits angesteckt hast. Eine wesentliche Frage ist also, wie du den Zustand „infiziert“ erreichst, und der Weg dorthin ist eine Funktion der Virenlast und wird durch die Impfung beeinflusst.
            Während eine Impfung also vielleicht eine Infektion durch 5min Kontakt beim Straßenbahnfahren verhindern kann (wo du dich ohne Impfung bereits angesteckt hättest), kann sie bei eineinhalb Stunden Chorprobe auch nichts mehr machen. Die Dosis macht das Gift.

            Das bedeutet nicht, dass die Impfung nicht wirkt, auch wenn der Schutz gegen Delta bekanntlich nicht mehr so effektiv ist. Umso wichtiger wäre es, die Impfung nicht als Freifahrtschein aus der Pandemie zu betrachten.

            Insgesamt muss man leider feststellen, dass wir innerhalb des letzten Jahres nicht wirklich weitergekommen sind. Die Impfung senkt das Risiko einer Infektion um den Faktor 2-3. Dafür haben wir die Delta Variante, die 2-3 mal ansteckender ist. Evolution am Werk.

          • @pingpong
            „Du hast bisher mit deiner Einschätzung, wonach es sich bei den Varianten um überhaupt kein Problem handelt, falsch gelegen.“

            Ich sehe nach wie vor nichts Substanzielles in Bezug auf Unterschiede der einzelnen Varianten. Da wird alles mögliche behauptet, aber das ist Rauschen im Wald.

            @Hugor
            „Wenn man sich also anscheinend bei Geimpften genauso anstecken kann wie bei Ungeimpften, welche Rechtfertigung gibt es dann für 2G?“

            Man könnte eigentlich nur sagen, dass die noch Empfänglichen sich nicht bei den 2G anstecken sollen und man ihnen daher die Gesellschaft von 2G Leuten verweigert, zu ihrem eigenen Schutz.

            Die Grundlage für die Infektiösität der Geimpften: Das Virus geht nicht in die Blutbahn und hat demnach auch kein Problem mit den dort vorhandenen Antikörpern, es befällt ja die Epithelzellen, von aussen her gesehen.

          • @alex

            Ich sehe nach wie vor nichts Substanzielles in Bezug auf Unterschiede der einzelnen Varianten. Da wird alles mögliche behauptet, aber das ist Rauschen im Wald.

            Sorry, alle verfügbaren Daten sowie sämtliche praktischen Erfahrungen sagen etwas anderes.

        • Und nichtsdestotrotz behaupte ich, dass der Grund „ich lasse mich impfen, um nicht von einem schweren Verlauf erwischt zu werden“ sicher nicht einer der größten Beweggründe ist sich impfen zu lassen.

          Vor allem in Österreich haben es sehr viele in jüngeren Jahren (<50) gemacht um problemlos Reisen zu können oder sich den Gang zum Testen zu ersparen.

          Jetzt sind es whrs diejenigen, die was von "Solidarität" reden.

          • @slavo:

            Der Grund sich impfen zu lassen dürfte fast immer vielschichtig sein, und was du sagst gehört sicher auch dazu.

          • dass der Grund „ich lasse mich impfen, um nicht von einem schweren Verlauf erwischt zu werden“ sicher nicht einer der größten Beweggründe ist sich impfen zu lassen.

            Sehe ich auch so. Fast alle Geimpften, die ich kenne (einschließlich meiner Frau), haben es getan, um in ihrer Lebensführung weniger behindert zu werden. Und genau das ist ja politisch beabsichtigt, deswegen werden die Daumenschrauben ja immer weiter angezogen. Ich halte das für hochproblematisch. Menschen zu veranlassen, gegen ihren eigentlichen Willen medizinische Maßnahmen aus gesundheitsfremden Gründen an sich vornehmen zu lassen, ist ethisch und wohl auch strafrechtlich eigentlich undenkbar. Scheint heutzutage aber nicht viele zu stören…

          • @hugor:

            Fast alle Geimpften, die ich kenne (einschließlich meiner Frau), haben es getan, um in ihrer Lebensführung weniger behindert zu werden.

            Ich bezweifle, dass es so eine monokausale Sache ist.

            Davon abgesehen halte ich es für einen großen Fehler der Politik, die Impfung so vehement als silver bullet und als (einzigen) Ausweg aus der Pandemie zu verkaufen und zu forcieren. Es ist ein Symptom der Hilflosigkeit der Entscheidungsträger und führt zu den hochproblematischen Situationen welche du ansprichst. Wenn man nur einen Hammer hat…

    • https://reason.com/2021/09/09/joe-biden-vaccine-mandate-walensky-psaki-opposed/

      „Right up until the moment that he declared all large private employers in the country would be forced to require COVID-19 vaccinations, President Joe Biden consistently opposed COVID vaccine mandates. And he was not alone: Speaking in her capacity as an official White House spokesperson, Press Secretary Jen Psaki explicitly stated „that’s not the role of the federal government.““

      Und die prinzipienlose Journaillie dazu so:

    • Thatcher und Lagarde sind aber die grösstmöglichen Gegensätze ….

      Die Deutschen wollen es offenbar absolut verkehrt herum. Und deshalb haben sie sich ein RRG auch absolut verdient!

      Im Übrigen ist das mit der EZB-Bilanz absolut unwirksam und steril. Kanzler Scholz sollte einen Weg finden, diese Mittel direkt zu monetarisieren!

  23. Israel macht ernst:

    „Nachdem in Israel die dritte Impfrunde mit dem Pfizer-Impfstoff auf Hochtouren läuft, wird nun bereits über die Verabreichung einer vierten Impfung debattiert. Das Gesundheitsministerium kündigte an, dass der „Grüne Pass“ sechs Monate nach Erhalt der zweiten oder dritten Impfung des Inhabers abläuft.
    https://de.rt.com/der-nahe-osten/123648-israels-nationaler-coronavirus-beauftragter-fordert-vorbereitung-auf-vierte-impfung/

    Erst kommt 2G und dann werden sich die Hardliner darin übertrumpfen, immer mehr Impfungen und Tests zu fordern. Ich hoffe, dass „Die Basis“ zur Wahl richtig abräumt, hab sogar selbst überlegt die zu wählen, aber Dank 5%-Hürde ist mir das zu riskant, dann doch lieber AfD, da weiß man wenigstens, dass die am Ende mitspielen dürfen.

    • „dann doch lieber AfD, da weiß man wenigstens, dass die am Ende mitspielen dürfen“

      Der war gut! Die haben bis heute, also gegen Ende der Legislaturperiode, keinen Bundestagsvizepräsidenten stellen dürfen. Selbst die bekackte Regional- und knapp-über-5-Prozent-Partei CSU stellt einen, neben dem von der Union, womit dieser Parteienverbund aus zwei Regionalparteien (Bayern/Deutschland ohne Bayern) sogar zwei Mitglieder des Bundestagspräsidiums stellt. (Warum machen die anderen Parteien das eigentlich mit?)

      Mitspielen darf die AfD nicht, durfte sie zumindest bisher nicht. Aber okay, Wortfetzen ihrer Äußerungen im Bundestag kommen in der öffentlichen Berichterstattung vor. Das schon, und mehr kann man als Opposition auch realistischerweise nicht erwarten.

      • Erratum (falsch formuliert): Die CDU stellt mit Wolfgang Koffer-Schäuble natürlich den Präsidenten, keinen Vizepräsidenten. Aber damit stellt die Union als Fraktionsgemeinschaft tatsächlich zwei Mitglieder des Bundestagspräsidiums, während alle anderen Parteien nur eines stellen. Außer der AfD.

      • Ja, mitspielen im Sinne von „im Parlament vertreten sein“. Ich hoffe ja darauf, dass „Die Basis“ reinkommt und vielleicht mit der AfD koaliert oder sowas. So etwas vollkommen Unerwartetes, wäre mir eine echte Freude.

        Die 5%-Hürde ist eine üble Einschränkung unserer „Demokratie“, sie verstärkt die Macht der Massenmedien und der etablierten Parteien, da man den Verlust der eigenen Stimme fürchten muss, wenn man eine Kleinpartei wählt. Man könnte wenigstens eine Zweitstimme für diesen Fall vorsehen. Aber gut, die Absurdität und die verlogenen Begründungen für repräsentative Demokratie kennen wir ja alle.

        • „wenigstens eine Zweitstimme“

          Ist das nicht eine erhebliche Erweiterung „der Demokratie“, bzw der in Demokratien üblichen Wahlsysteme, die nur ein wenig durch die 5 % Klausel gemildert/ korrigiert werden sollte?!

        • Ich mag es ja eigentlich, repräsentiert zu werden, weil es mir so einiges an Beschäftigung mit Politik erspart. Was nicht heißt, dass ich keine Volksabstimmungen will.

          Die 5%-Hürde ist meines Erachtens einer *der* Hauptgründe für die Verkrustung unseres politischen Systems. Ohne diese Hürde wären CDU, SPD, FDP auf Bundesebene schon längst Geschichte. Die halten sich nur im Parlament, weil die 5%-Hürde einen nötigt, dass „kleinere Übel“ zu wählen, und so in der Praxis zwischen verschiedenen ungeliebten Optionen hin und her zu wechseln.

          Gestern oder vorgestern war in den Nachrichten mal wieder ein dafür symptomatisches Umfrageergebnis. Es wurde nach positiven Eigenschaften der Kanzlerkandidaten gefragt. Hier kann man es nachlesen:
          https://www.welt.de/politik/deutschland/article233674118/Umfrage-Nur-acht-Prozent-der-Deutschen-halten-Laschet-fuer-fuehrungsstark.html

          Man darf sich von der Darstellungsart nicht irritieren lassen. Keiner, wirklich KEINER der Kandidaten hat in Bezug auf eine Eigenschaft das Vertrauen von mehr als einem Drittel der Wähler, das bedeutet, ALLEN geht dieses Vertrauen von 2/3 bis über 90 Prozent(!) der Wähler ab. Beispiel Führungsstärke: Hier ist Olaf Scholz mit mageren 30%, also 70% gegen sich, der Einäugige unter den Blinden. Baerbock und Laschet kommen auf lächerlich mickrige Werte von 8% bzw. 10% (was ja fast schon am Verstand der Befragten oder, naheliegender, der Umfragemethodik zweifeln ließe).

          Die „Wahl“ zwischen solchen Kandidaten zu haben, ist einfach nur noch Realsatire. Traurig aber wahr.

  24. Das flächendeckende Bepflanzen Deutschlands mit der standortfernen Fichte kann man als „ökologisches Grossverbrechen“ bezeichnen. Das war nichts als Habgier und Raubbau an der Natur, diesen Baum einzusetzten und jetzt ist die Spekulation halt nicht aufgegangen, man hat sich schlicht zerzockt. Es sollte absolut keinen Cent für Waldbesitzer geben, die auf die Fichte gesetzt haben! Die sollte auf ihrem Schaden sitzen bleiben und den vollständig selbst tragen.

    Noch viel zynischer ist es allerdings, mit dieser ökologischen Todsünde Fichtenforst jetzt für den Klimawandel, bzw für Massnahmen dagegen, Werbung zu machen, als sei das mit den Fichten völlig ok gewesen …

    Wo ist denn die kritische Öffentlichkeit hin? Wo die Grünen, die angeblich einst für den Naturschutz standen? Offenbar ist die alle nur fürs Jubelpersertum für jede politische Verrücktheit des Moments zu gebrauchen und ohne jegliche Prinzipien.

  25. Als nächstes werden diese „Menschenfreude“ dann wieder generell gegen jede Ehe sein und das als „letzten Trick des Patriarchats“ erkennen oder sowas. Hater gonna hate….

  26. https://www.welt.de/politik/deutschland/article233710930/Frank-Walter-Steinmeier-Wir-sind-ein-Land-mit-Migrationshintergrund.html

    Gläubige Muslime gehörten zum deutschen Gemeinwesen genauso wie säkulare Zuwanderinnen und Zuwanderer, betonte der Bundespräsident. „Wenn wir sagen, ‚ihr seid hier zu Hause‘, dann muss auch ihr Glaube in all seiner Vielfältigkeit hier eine Heimat haben.“ Dazu gehörten zum Beispiel die Ausbildung von Imamen oder der islamische Religionsunterricht an den Schulen.

    Immer wieder interessant, dass diese zutiefst intolerante Religion unbedingt dazugehören muss. Wer das meint, der kann kein Demokrat sein. Ein Demokrat kann sich für keine intoleranten Glaubenssysteme einsetzen, die von vorn herein nicht mit sich reden lassen wollen.

    Die Frage nach der Toleranz für eine intolerante Religion mit Absolutheitsanspruch mit den Fragen von „Gastarbeitern“ und Fremdenfeindlichkeit zu verknüpfen ist unredlich und demagogisch.

    Steinmeier sollte lieber noch nen Kranz auf das Grab von Arafat legen oder der neuen „Regierung“ von Afghanistan gratulieren.

    • Tja, wenn diese große Toleranz gegenüber Kulturen und Religionen nicht merkwürdigerweise vor allem in genau den politischen Lagern, die dem Islam so huldigen, genau vor der EIGENEN Kultur und der in ihr urtümlich beheimateten Religion abrupt Halt machen würde…

      https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/weihnachtsmarkt-soll-wintermarkt-heissen

      Wie kann man nur zu einem derart rückgratlosen Kriecher degenerieren und sich dafür noch schambefreit von klar mehrheitlich den Menschen dafür fürstlich durchversorgen lassen, auf deren Wohl zu wahren man einst verdigt wurde, um dann mit Hochdruckdurchfall auf deren Kultur zu scheißen.

      Meine Herren, es werden hier Debatten geführt, Weihnachten nicht zu weihnachtlich zu feiern, um keine muslimischen Gefühle zu verletzen. Es werden Debatten geführt, in Schulkantinen kein Schweinefleisch mehr anzubieten, um keine muslimischen Gefühle zu verletzen. Ist es militanten Muslimen mal in den Sinn gekommen, das zu tun, was vor allem die aus der Türkei gekommenen Muslime, die hier teils schon in der dritten Generation leben, tun: wenn einem was nicht passt, einfach nicht hingucken, nicht mitmachen, der Mehrheitsgesellschaft aber ihren Spaß und nicht zuletzt ihre Kultur zu gönnen? Was für ein von Anspruchsdenken platzender Narzisst muss man sein, in ein anderes Land zu kommen und zu erwarten, dass sich die dort schon Geborenen gefälligst umgehend zu ändern haben, damit man sich in ihrem Land wohler fühlt? Die Erde ist groß und es gibt sehr viele Länder mit sehr vielen Kulturen. Wenn man schon einmal so weit gereist ist, fällt es einem sicher nicht schwer, noch ein Bissel weiter zu reisen, bis man ein Land findet, wo einem die dort bereits vorherrschende Kultur besser gefällt. Ich würde ja auch ums Verrecken nicht auf die Idee kommen, in einen dieser Shit-Hole-States zu ziehen, aus denen die kommen und dort vom ersten Tage an Forderungen an die dort lebenden Menschen stellen, wie die doch mal gefälligst für mich künftig leben sollten. Zum einen würde ich das nicht tun, weil ich über so etwas wie Anstand und Respekt vor anderen Menschen verfüge, aber auch, weil ich weiß, dass ich ein solches Verhalten, welches militante Muslime hier an den Tag legen und für ihre Intoleranz sehr viel Toleranz erfahren, in deren Herkunftsländern keine Woche durchziehen könnte, ohne mich in einem Foltergefängnis auf meine Hinrichtung wartend wiederzufinden.

      • Was für ein von Anspruchsdenken platzender Narzisst muss man sein, in ein anderes Land zu kommen und zu erwarten, dass sich die dort schon Geborenen gefälligst umgehend zu ändern haben, damit man sich in ihrem Land wohler fühlt?
        Ja, aber das eigentliche Problem ist unsere Reaktion darauf. Die einzige vernünftige Antwort darauf wäre, denjenigen auszulachen und ggf. rauszuschmeißen.

      • Näher betrachtet hat das Sympathisieren mit dem Islam rein gar nichts mit Tolernanz zu tun. Meine These ist ja, dass es einfach ein Ventil für versteckten Antisemitismus ist, der sich nach dem Motto „der Feind meines Feindes ist mein Freund“ äussert. Bezeichnenderweise waren die ganzen Rechtsextremen, alten Nazis und Neonazis bis in die 90er immer die grössten Fans der Kultur des Islam.

          • Wirklich nicht überall.
            Ich wüsste aber nicht, wer sonst noch die Islamophilie, über die sich so mancher wundert, mit Antisemitismus erklärt. Aber das mag daran liegen, dass hier keine schlagenden Beweise vorhanden sind und die Leute diese Idee daher lieber für sich behalten. Wenn man sieht, wie viel Palaver die viel simplere und einfacher zu durchschauende Idee, Antizionismus sei nichts anderes als Antisemitismus, nach sich zog, sollte das verständlich sein.

          • Bei den Juden ging es seit der Vertreibung aus Judäa religiös doch immer darum zurückzukehren, nach Zion und Jerusalem. Das war der Kern jüdischer Identität in der Diaspora und der Vollzug nennt sich Israel. Wie kann man gegen diese Heimkehr sein, ohne ein Feind der Juden zu sein?

          • Reichen 30 eng bedruckte DinA4-Seiten plus 132 Fußnoten zur Erklärung?
            Antizionistische jüdische Bewegungen

            Für Bequeme hier meine Erklärung: Man kann eine bescheuerte, gefährliche Ausprägung des Judentums, die genau zu dem Leid geführt hat, vor dem ihre Gegner gewarnt haben, ablehnen, ohne die anderen Ausprägungen des Judentums abzulehnen. Solche Ausprägungen, die von vernüntigeren Menschen getragen wurden als denen, die meinen, man könnte in ein Land heimkehren, in das man selbst nie vorher einen Fuß gesetzt hat. Die sich bewusst sind, dass ein völkisches Verständnis des Judentums genau das Elend nationalstaatlicher Konflikte heraufbeschwört, unter dem Europa im 19. und 20. Jahrhundert besonders gelitten hat.

            Ich gehe sogar noch weiter:
            Ich finde, die Idee, ein Volk in einen fremden, bereits besiedelten Raum zu überführen, gegen den Willen der dort ansässigen Bevölkerung, unterscheidet sich von der Idee eines deutschen Ausgreifens gen Osten nur in der Hinsicht fundamental, als die Deutschen, die dieses propagierten, nicht gleichzeitig ihr Heimatland aufgeben wollten. Ausprägungen wie Vertreibung oder Auslöschung der autochthonen Bevölkerung sind da ideentechnisch betrachtet vergleichsweise bedeutungsarme Unterschiede.

          • „Ausprägungen wie Vertreibung oder Auslöschung der autochthonen Bevölkerung“

            Ach so, die „Nakba“. Das Gründermythos des Palästinensertums. Ein Volk, dass der Westen und der Osten in Stellung brachte, um diesen mörderischen antisemitischen Terrorgruppen legitime Regierungsgewalt zu verschaffen.
            Das ist schon jenseits jeder Kritik, hier billige Nazizeitvergleiche mit dem Zionismus zu machen und es beweist nur wieder die Identität Antisemitismus mit Antizionismus. „Nützliche Idioten“ in Kohortenstärke waschen das auch nicht sauber.

          • Immer wieder amüsant, wenn Leute nach jedem Strohhalm greifen, nur, um sich nicht mit Argumenten auseinanderzusetzen.

          • @Renton
            „Heißt das, ich kann nicht Antizionist sein, ohne gleichzeitig Antisemit zu sein?“

            Man muss aber unterscheiden:
            Dahin „zurückzukehren“, wo man nicht aufgewachsen ist, ist tatsächlich eine blöde Idee, die oft zu Konflikten führt, aber es ist auch verständlich, wenn diejenigen, die im Land aufgewachsen sind, sich nicht „ins Meer treiben lassen“ wollen. Gilt analog nicht nur für Juden, sondern auch für die Palästinenser (Stichwort „Flüchtlinge“, die nie in Palästina geboren wurden …).

          • @Antidogmatiker

            Absolut, Zustimmung. Wenn wir über Zionismus reden, reden wir über eine historische Bewegung, deren Folgen jetzt ganz überwiegend nicht mehr rückgängig zu machen sind, ohne genau die Scheißidee, die dem Zionismus zugrunde liegt, in anderer Form zu wiederholen. Die in Israel geborenen Juden können ja nichts für die Verbrechen ihrer Vorfahren, durch welche die heutigen israelischen Juden nun in dem Land leben, in dem sie nun mal leben.

            Das Flü…-Wort hat Deinen Kommentar im Spamfilter hängen lassen.

          • @Renton
            „Die in Israel geborenen Juden können ja nichts für die Verbrechen ihrer Vorfahren, durch welche die heutigen israelischen Juden nun in dem Land leben, in dem sie nun mal leben.“

            Wobei die meisten Juden ja friedlich eingewandert sind und die Palästinenser zunächst davon profitiert haben (wirtschaftlich), so dass ich das jetzt nicht gleich als Verbrechen ansehen würde, zumal viele ja vor dem Antisemitismus geflohen sind.

            „Das Flü…-Wort hat Deinen Kommentar im Spamfilter hängen lassen.“

            Stimmt, das hatte ich vergessen. Ich schreib daher jetzt nur noch FlüchtInge (mit großem i), Zigoiner und dergleichen bei politisch unkorrekten Begriffen …

          • @an mich selbst
            „…so dass ich das jetzt nicht gleich als Verbrechen bezeichnen würde…“

            Ergänzung: Ausgenommen spätere Taten ab (und manchmal auch vor) der Gründung Israels, die man tatsächlich als Verbrechen bezeichnen kann.

          • @Renton
            „Wenn wir über Zionismus reden, reden wir über eine historische Bewegung“

            Für die Antizionisten ist Zionismus allein schon die blosse Existenz des Staates Israel, die von denen negiert wird. Mit anderen Worten: für einen Antizionisten darf es gar keinen Staat Israel geben, von vorne herein nicht. Das ist schon logisch ganz klar, denn so würde der Präfix „anti“ gar keinen Sinn machen.

            Zionismus ist keine historische, sondern eine andauernde Bewegung. Auf den einfachsten Nenner gebracht ist es schlichter Nationalismus und als solcher untrennbar mit allen Belangen der Nation verbunden.

            Antizionist ist nur eine andere Bezeichnung für „Feind/Gegner des Staates Israel“.

          • @Antidogmatiker

            Dann sind wir uns ja einig.

            @Alex

            Nein. Ich bin Antizionist bezüglich des historischen Zionismus, warum, habe ich oben ausgeführt. Ich bin Antizionist bezüglich des heutigen Zionismus, wenn(!) dieser einen ethnisch reinen Judenstaat zum Ziel hat. Ich bin kein Gegner der Existenz Israels, und zwar aus genau den gleichen Gründen, aus denen ich Antizionist bin. (Und daher bin ich auch kein Antisemit.)

            Eine weitere Diskussion lohnt erst, wenn Du verstanden hast, wie dieselben Gründe mich sowohl zum Antizionisten als auch zum Befürworter der Existenz Israels machen.

      • Ich habe mich auch lange gewundert, wie Muslime massenhaft auswandern. um unter Menschen zu leben, die sie zutiefst verachten. Ob die denn keinen Stolz hätten?

        Das muss man historisch verstehen. Die sogenannten Blütezeiten des Islam im Mittelalter waren Zeiten der kolonialen Ausdehnung, man lebte gut von Raub und Sklaverei.

        Vom zweiten Kalifen Umar (634-644) ist folgender Ausspruch überliefert:

        „The Muslims of our day will eat [from the work of] these people as long as they live, and when we and they die, our sons will eat their sons forever, as long as they remain, for they are slaves to the people of the religion of Islam as long as the religion of Islam shall prevail.” Abu Yusuf, Kitab al-Kharaj, trans. and ed. by Bernard Lewis, Islam from the Prophet Muhammad to the Capture of Constantinople (Oxford: Oxford University Press, 1987), 2:224.

        Wir werden von der Arbeit der Ungläubigen leben, und unsere Kinder von der Arbeit ihrer Kinder. Das ist für die ganz normal.

        • @El Mocho
          „Ich habe mich auch lange gewundert, wie Muslime massenhaft auswandern. um unter Menschen zu leben, die sie zutiefst verachten. Ob die denn keinen Stolz hätten?“

          Echt jetzt? Dann musst du geglaubt haben, dass diese Leute sich mit ihrer Religion identifizieren und zu ihr stehen. Das kann man auch, wenn einem nie klar wird, wie repressiv und platt autoritär dabei diese Religion vorgeht. Die meisten Moslems dürften daher eine eher taktische Beziehung zu ihrer Religion haben und wenn der Druck entfällt dieser weiter anzugehören, dann dürften die meisten Moslems die Segnungen des Materialismus im Hier und Jetzt dem vagen Jenseitsversprechungen der Religion vorziehen.

          Dass unter den Einwanderern auch fanatische Suprematisten sind, die „die Ungläubigen“ unterjochen und deren Länder zum Dar-el-Islam führen wollen, ist natürlich die Kehrseite dieser Medaillie.

          Man bekäme das sicher ganz einfach in den Griff, wenn man nur Einwanderer aus islamisch dominierten Ländern nähme, die aus religiösen Gründen Asyl bekämen. Denn die könnte man wegen Fanatismus dann immer abschieben. Warum diese simple Lösung noch niemandem eingefallen ist und insbesondere areligiöse Linke immer die Religionsfreiheit als Monstranz vor sich hertragen, sollte einen schon wundern ….

        • Noch viel wunderhafter ist ja, wer denen in Spanien die Stadttore geöffnet hat.
          Sind die selben, die heute so viele Flüchtlingsorganisation in zB Lesbos betreiben und die Leut hierhin lotsen.
          Schon erstaunlich das Al- oh nein, die Muslime kommen -ex da so einen blinden Flecken hat.

  27. In seinem Editorial zur neuen Herbst 2021-Ausgabe „gendert“ der Nabu-Präsident Krüger munter, mit Sternchen. Auch durchs ganze Heft wird gegendert.

    Allein das kann man als Indikator antidemokratischer Gesinnung beim Nabu werten, die regelmässig mit Ablehung der Marktwirtschaft und demokratischer Prozesse einhergeht.

    In der Titelstory „Am Notausgang“ über den Klimawandel wird andauern betont, dass sich die Politik ändern müsse und es aber nicht tut. Die üblichen dog whistes derjenigen, die Parlamentarismus für Kokolores halten. Sicher findet man auch woanders das ausdrückliche Stellen der „Systemfrage“.

    Warum aber schreibt Präsident Krüger hier bei Twitter dann ungegendert „Mitglieder“ und „Förderer“? Ist ihm vielleicht bewusst, dass er hier besser mal nicht gendert, da das kein Ausweis demokratischer Gesinnung ist? Was soll dieses Manöver?

    Sicher ist auch der Verweis, man wäre irgendwie und grundsätzlich demokratisch, weil ehrenamtliche Nabu-Mitglieder Naturschutz praktizieren, völlig neben der Spur. Was hat denn das im Entferntesten mit Demokratie zu tun?

  28. Was sagt uns das? Dass die Yanomami in Venezuela oder die Minangkabau in Indonesien Rechte als Bevölkerungsgruppe haben, aber die Deutschen nicht? Von einem deutschen Volk soll man ja am besten nicht reden nach Meinung der Grünen. Müsste einem doch auffallen, dieser extreme Doppelstandard.

    • „Wie nennt man eine Koalition aus Grünen und AfD?“

      Hmmm….. Multikulti-Pluralismus!

      „Müsste einem doch auffallen, dieser extreme Doppelstandard.“

      Das fälltt denen nicht auf, weil sie diese Täter-Opfer Dichotomie über alles stellen. Und so sehen sie nur die Entrechteten dieser Welt, die nach der Gerechtigkeit der Grünen lechzen ….

      Und wenn man von den Rechten der Juden der „Westbank“ bzw Judäas und Samarias spräche, wäre aber sicher ganz schnell schluss mit lustig bei diesen vermeintlichen Streitern für die „Rechte autochthoner Bevölkerungsgruppen“.

    • noch eine Gemeinsamkeit:

  29. Der lange Schatten von „Nine-Eleven“

    https://www.hagalil.com/2021/09/nine-eleven/

    Dieser Artikel bringt das Kunststück fertig, die erdrückende Mehrheit all der Verschwörungstheorien praktisch vollkommen unter den Teppich zu kehren, die man nur als *antiamerikanisch* bezeichnen kann! „Bush did it“ und all das. (Eine nachgeschobene Relativierung findet sich ganz am Ende des Artikels) Dem gegenüber blieben die antisemitisch orientierten VTs doch sehr im Hintergrund, jedenfalls in den westlichen Ländern. Im der islamischen Welt glauben natürlich „alle“, die berühmte „arabische Strasse“ das antisemitische Verschwörungs-Narrativ.
    Diese Verengung der Darstellung auf antisemitische Verschwörungstheorien soll das Aufflammen des Antisemitismus gegen Israel im neuen Jahrtausend erklären:

    „Für Israel hatten die Ereignisse vom 11. September ebenfalls gravierende Folgen. … all diese Ereignisse (/–> die Terroranschläge nach 9/11 in Europa/) hatten nicht etwa zur Folge, dass man sich in Europa mit Israel in irgendeiner Form solidarisch wähnte.“

    Das lag aber nicht an irgendwelchen antisemitischen 9/11-Verschwörungstheorien, sondern an dem Journalismus der westlichen Mainstreammedien, die die Intifada damals, das „Jenin-Massaker“ und den Vorfall mit Al-Durah völlig lügnerisch als Untaten eines israelischen Unterdrückungssystems darstellte. Es waren die westlichen Mainstreammedien und keine Gruppen verschwörungstheoretischer Nazis, die dies verursachten:

    „Die Sympathiewerte Israels sanken ins Bodenlose und der jüdische Staat wurde zur größten Bedrohung des Weltfriedens erklärt.“

    Mit dieser Frage schliesst der Artikel:

    „Ob diese Deutungen und Verschwörungserzählungen in den nächsten 20 Jahren an Wirkungsmacht verlieren oder sogar noch gewinnen werden, das ist eine Frage, die derzeit wohl niemand beantworten kann.“

    Das ist ziemlich einfach zu beantworten, wenn einem klar ist, dass es um die mainstream-Medien und ihre Haltung zu Israel geht. Natürlich wird der Antsemitismus zunehmen, denn nichts deutet darauf hin, dass sich deren Einstellung geändert hätte. Sie sind nur merklich vorsichtiger geworden und arbeiten jetzt lieber mit Proxies, dank „Diversity“, durch „Menschenrechts“-NGOs und sogar Unternehmen. Vor kurzer Zeit wäre es auch undenkbar gewesen, dass Antisemiten den US Congress offen und dreist bevölkern, dank Diversity ist das jetzt möglich geworden und (fast) niemand sagt was!

    Solche irreführenden Erzählungen wie hier von Hagalil schwächen den Kampf gegen den Antisemitismus nur, da sie die Sicht auf ihn verengen und vom Wesentlichen ablenken.

    • Kommst du jetzt eigentlich im Monatswechsel mit einem neuen Nickname angeschissen, um deinen Neonazi-Dreck hier abzukippen?

      Glaubst du allen Ernstes, dass man dich nicht an dem ewig selben kryptofaschistischen Gestammel und den Links zu den entsprechenden Seiten erkennt? Oder sind werden bloß Nick oder die Mailadresse zum Account immer schneller „verbrannt“?

      • Dawson ist Halb-indianer mit asiatischer Frau und folglich gemischten Kindern der in Japan lebt.
        Such vielleicht einen Doktor auf, manchmal können die ja per Stellschraube am Kopf oder mit Medikamenten was retten.

        • Mein Kommentar war eher genereller Natur und hätte auch unter jeden anderen deiner Beiträge gepasst.
          Ich klicke nur in den seltensten Fällen überhaupt an was du verlinkst (genau dann, wenn ich noch nicht weiß, ob die jeweilige Seite wie bei deinen Quellen üblich von Neonazis/Holocaustleugnern/such dir was aus betrieben wird) und garantiert keine Links zu dieser stinkenden Videomüllkippe.

          Bin schon auf deinen nächsten Nickname gespannt.

  30. Ist sicher hier schon irgendwo gepostet worden, aber trotzdem ein sehenswertes Statement:

    Was hat eine Gesellschaft, die sich fahrlässig in die Situation treiben lässt, ihre eigenen Kinder der eigenen Angst zu opfern eigentlich den Taliban voraus?

    • Kennst Du eigentlich persönlich irgendwelche Kinder? Ich habe eine ziemlich große Verwandtschaft und eine Menge Freunde mit Kindern. Keines der zahlreichen Kinder hat Angst vor irgendwas, und die Kinder benehmen sich überdies vernünftiger als die (körperlich) erwachsenen Wahnwichtel – vermutlich weil sie wissen, dass der Corona-Mist trotz eurer tapferen Sabotage einfach irgendwann vorbei sein wird.

      Ich bin mir nahezu 100%-ig sicher, dass so gut wie kein Kind wegen Corona-Maßnahmen „Angst hat“, ohne dass ihm das von selbst von irrationaler Panik befallenen Eltern eingetrichtert wurde. Quasi Kindesmissbrauch.

      • Ich habe ein achtjähriges Kind, das in die 3.Klasse geht. Auf dem Schulhof spielen die Fangen ohne Berühren und tragen dabei Masken, wodurch sie schnell außer Atem geraten und gesichtslos sind. Manche Freunde hat mein Kind verloren, weil die Eltern keinen engeren Kontakt mehr in der Pandemie wollten.
        Mehrmals in der Woche machen die Kleinen einen Corona-Test in der Klasse. Das Ergebnis war zum Glück immer negativ. Wenn es das mal bei einem nicht sein sollte, dann wird das Kind separiert und bis zur Abholung von den Eltern von allen Menschen ferngehalten. So hat es das Krisenteam der Schule auf Anweisung der Politik mitgeteilt.
        Mein Kind weiß (mit acht Jahren), dass es angeblich eine Gefahr für seine geliebte Omi darstellt und ist sichtlich gehemmt, sie zu drücken. Seine urmenschliche Beziehung zu den engsten Verwandten ist nachhaltig belastet und eingeschränkt.

        Mein Kind (8) wächst in dem immer wieder bestärkten Gefühl auf, es könne durch seine bloße Anwesenheit auf dieser Welt die wichtigsten Menschen in seinem Leben töten. Das ist das Schlimmste, was man einem heranwachsenden Menschen antun kann.

        Ich kann deine Ansicht gar nicht nachvollziehen. Zumal ich mich frage, was der Zweck sein soll von diesen Qualen. Alte, mehrfach geimpfte Leute schützen – oder was???

        • „Mein Kind (8) “

          Ist nicht wahr, wirklich acht? Na hauptsache keine neunmalklugen Sprüche von deinem Kind. Scherz beiseite: das ist schon wahr, was du in grundlegendem Menschenmiteinander geschildert hast, wo das wirkliche Problem, die wahren Kosten der Massnahmen, liegt. Hatte ich in dieser Klarheit noch nicht erfasst gehabt!
          Wirklich schrecklich, welche Flurschäden hier entstanden sind. Und dazu diese ganze Furcht, die durch Weltuntergansstimmung und all dem anderen Negativen, welches die Narrative heute bestimmen.

          • und all dem anderen Negativen, welches die Narrative heute bestimmen.

            Das fühlt sich bei uns alten Säcken natürlich als Teil das üblichen Irrsinns an. Wenn du aber so jung bist und erst die Welt zu begreifen beginnst, dann ist so ein Eingriff in Psyche und Sozialisation absolut elementar. Mein Kind (ja, wirklich 8) erklärt mir, der ich mich eigentlich wirklich mit dem Dreck auseinandersetze, wie die Regeln (Stand heute) wirklich sind. Ja, in Brandenburg können wir die blauen Masken tragen, in Berlin aber nur die Weißen.
            Da entsteht ein obrigkeitshöriges Fügsamkeitskorsett, dass es mich nur noch schaudert.

          • Ist nicht wahr, wirklich acht?

            Das kam bei mir nur so im Stakkato raus, weil ich im Moment sehe, wie alle die Kanülen in Stellung bringen mit den U12-Kindern im Zielfernrohr.
            Mitte Oktober werden die gratis Corona-Tests gecancelt, Geimpfte werden ohnehin gar nicht mehr getestet – es bleiben nur die Flächentestungen in den Schulen.
            Das wird logischerweise zu hoher Inzidenz bei Kindern führen, weil die die einzigen sind, die noch häufig getestet werden.
            Und dann wird abgedrückt.
            German Gründlichkeit.

        • Ich muss morgen arg früh los, haben eine längere Tagestour geplant, daher nur kurz:

          Niemand in meinem Umfeld, weder Erwachsene, noch Kinder, findet sie Situation in irgendeiner Weise befriedigend oder gar den überwiegenden Teil der Maßnahmen sinnvoll. Es herrschat aber der Konsens, dass die Reaktion auf Unvernunft seitens der Offiziellen nicht noch mehr Unvernunft sein sollte.

          Ich glaube überdies, dass es für Kinder einen enormen Unterschied ausmacht, ob die Erwachsenen im Umfeld kein anderes Thema als Corona, Maßnahmendiktatur und den Widerstand dagegen mehr kennen (den Eindruck habe ich hier und anderswo im Netz oft, dass viele inzwischen ihr ganzes Leben davon bestimmen lassen, quasi so wie GbdA von Alice Miller und den 40 Kinderschlägern), oder ob man einfach versucht, das Beste daraus zu machen, u.a. weil man eben keine nach wie vor Gefährdeten und ggf. aus Gründen ungeimpften Personen anstecken möchte. Ich bin mir sicher, man kann auch bereits einem 8-Jährigen Kind plausibel vermitteln, dass nicht ES SELBST, sondern das Virus die Gefahr darstellt, dessen Überträger nun einmal alle sein können. Die Kinder die ich kenne, sind zumindest zu dieser Verstandesleistung vollkommen problemlos in der Lage.

          Wenn man Unterricht oder Fangen Spielen mit Maske einem Kind einmal ins Verhältnis zu einem echten Problem setzt (vllt. noch nicht mit 8, OK), ändert das den Blickwinkel eines Kindes mitunter auch.

          So, doch länger getippt als ich wollte, vorerst gute Nacht!

          • dass viele inzwischen ihr ganzes Leben davon bestimmen lassen

            Aber das machen wir doch nicht freiwillig. Ich kann in Anwesenheit meines Kindes kein Radio mehr anschalten, keine Nachrichten in der Glotze gucken, ohne dass es um gute Impfungen und böse Ungeimpfte geht.
            Mein Kind weiß mit acht Jahren durchaus, dass es ungeimpft ist.

            Hier geht es auch nicht um Verstandesleistungen, die es ermöglichen zu abstrahieren, dass ich als Kind vielleicht gar nicht böse bin, wenn ich positiv getestet werde. Es ist einfach Fakt, dass ich dann aussätzig bin, dass alle vor mir Angst haben und dass das natürlich mit mir zu tun hat. Sonst würde ich nicht alleine in einen Raum gesetzt werden mit meiner stillen Hoffnung, dass mich wenigstens meine eigenen Eltern noch trösten, anfassen und liebhaben – obwohl der Test bei mir positiv zeigte.

            Wir Erwachsenen sind das Problem – und wir weigern uns, die Kinder zu entlasten. Grausam.

      • Hmm, nach all dem was ich aus Israel höre und lese wird Corona vermutlich noch ziemlich lange so weitergehen. Ob Kinder davor Angst haben ist nebensächlich, aber wenn beim nächsten Lockdown wieder die Schulen geschlossen werden (und der kommt vermutlich schon diesen Winter), dann wird es für die Kinder jedenfalls nicht sehr schön werden.
        Zum Glück ist mir das alles vollkommen egal. Die deutsche Angst war nie mein Ding. Der Deutsche würde auch Selbstmord aus Angst vor dem Tod begehen.

  31. Ah, diese neue Partei buhlt also um die Kernklientel der Grünen. Fühlt die sich von den Funktionären wie Baerbock im Stich gelassen?

    Lustig, dass viele Kommentoren mit dem Heilpraktikertum die AfD assoziieren, dabei ist das grün-alternatives Fundament.

    • „Lustig, dass viele Kommentoren mit dem Heilpraktikertum die AfD assoziieren, dabei ist das grün-alternatives Fundament.“

      Na ja, vor 1970 waren derartige Sachen eher auf der recht(sradikal)en Seite des politischen Spektrums zu finden. Dann sprangen die 68er auf den Zug auf, wohl weil der gesellschaftliche Pessimismus der 68er zum gegenaufklärerischen Müll von Heilpraktikern, Esoterikern, Ökologisten & Co. passte (da die Verfehlungen der Moderne immer mehr als dieser inhärent gesehen wurden, was die Grundlage für den Pessimismus war).

      • Was die Situation vor 1970 angeht, da kenne ich mich nicht aus. Ich weiss nur, dass die Grünen das voll übernommen haben und viele typische Links-alternative eine Heilpraktikerausbildung haben oder damit sympathiseren. Wie mit den Anthroposophen auch übrigens.

        Das Heilpraktikertum galt nach dem 2. Weltkrieg als politisch verfolgt, weil es zu Anfang des Krieges von Hitler verboten wurde. Wohl weil die Nazis sehr wohl wussten, dass sie es im Krieg kontraproduktiv wäre. Ein Image der verfolgten Unschuld hat der Rehabilitierung dieses irrationalen Unwesens sehr geholfen und vermutlich auch die bedenkenlose Übernahme durch Leute, die eigentlich dem ganzen Nazitum spinnefeind gegenüber waren, begünstigt.

  32. https://www.juedische-allgemeine.de/politik/proaktiv-gegen-antisemitismus-vorgehen/

    Das alles ist natürlich nicht der Bundesregierung, sondern einer politischen Gesamtentwicklung anzulasten. Wir haben zum Beispiel eine Partei im Bundestag, die meiner Meinung nach antisemitische und rassistische Vorurteile verbreitet.

    Es ist nicht nur eine, es sind alle.

    „Und dass sich Konflikte in Nahost in Deutschland widerspiegeln, sahen wir bereits 2014.“

    Man muss der Bundesregierung keinen Persilschein ausstellen, was die internationale Politik gegenüber Iran, Israel, Palästina-Automomie und jetzt bald den Taliban betrifft: dieses schafft eine negative „Gesamtentwicklung“, die die Bundesregierung aktiv herbeigeführt hat.

    Die Religionsfreiheit hat in Deutschland einen hohen Stellenwert. In der Beschneidungsdebatte im Jahr 2012 bekamen wir Unterstützung auch von den beiden großen Kirchen, die erkannten, dass es nicht nur um den konkreten Fall der Beschneidung ging, sondern allgemein um die Religionsfreiheit, die ja auch Muslime betrifft.

    Religionsfreiheit ist sicher kein demokratischer Wert! Und er lässt sich nicht gegen die Menschenrechte aufrechnen. Das würde nicht mal der Papst fordern! Aber noch viel strengere Religionen sollen das dürfen? Hallo, geht es noch? Wir wollen keinen Gottesstaat. Die Demokraten besiegten die allmächtige christliche Kirche, um jetzt vor den Schwesterreligionen einzuknicken?

  33. Khalilzad ist der Protégé von Breczeszinski, Sicherheitsberater von Präsident Jimmy Carter, in dessen Geiste auch Biden regiert. Daher die auf der Hand liegenden Analogien mit Iran. Das ist old school. Wie Biden eben.

  34. https://genderama.blogspot.com/2021/09/frauenzeitschrift-deckt-auf-so-viel.html

    „Die Spezialdemokraten setzen ihre verfassungsfeindlichen Bestrebvungen unverdrossen weiter fort.“

    War je eine Partei in der BRD offener dabei, die Demokratie völlig zu verändern und eklatant gegen das Grundgesetz, nämlich die Gleichberechtigung verstossend?!

    „An dieser Verschwörungstheorie dennoch festzuhalten dient allein dem Schüren von Neid, Hass und Wut gegenüber Männern.“

    Absolut. Genau dazu dienen auch andere identitätspolitischen Spaltereien, in Weiss/Black oder was auch immer.

    „Es ist ironisch, dass die Zeitschrift „Für Sie“, die die SPD dafür eigentlich lobpreisen möchte, dies derart klar offengelegt hat.“

    Aus dem Nähkästchen des Antidemokratismus sozusagen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit machts möglich.

  35. Das hier ist besser als jede Wahlumfrage 🙂

    Klar, dass es den normalen Leuten um ihr persönliches Wohlergehen geht, wer hätte es gedacht?

  36. Özdemir – wie so viele – verschweigt die Täter, wer oder was hinter diesem Terror stand. Wie also kann es einen „Auftrag für uns, für Demokratie & Freiheit einzustehen“ geben? Das muss ein leerer Appell bleiben. So redet ein Islamapologet und Antiamerikanist! Und gegen die *und* die Islamisten müssen wir einstehen, der Freiheit und Demokratie willen!

      • Passt auch hierhin: der scheinheilig-verlogene Versuch die eigene Rolle bei dem Deligitimieren des Westens und die Unterstützung des Islamismus weisszuwaschen:

        „Leider behauptete er auch: „Mord und Terror haben nichts mit dem Islam, nichts mit Religion zu tun.“

        „Leider“? Das war vor allem die Behauptung der linken Medien, wie der „Zeit“, die den Islam in Schutz nahm und alle Kritiker diffamierte, wo es nur ging ….

        „Fatal war aber auch die deutsche Duldsamkeit gegenüber dem politischen Islam und die Abwertung seiner seriösen Kritiker als islamophob. Das nützte den Islamisten und brachte Islamreformer in Lebensgefahr.“

        Das ist das reinste Gaslighting! Tun so, als wäre das nicht das zentrale Geschäft linker Medien und ihr eigenes Geschäft gewesen!

        https://www.zeit.de/2021/37/islam-terrorismus-religion-11-september-terroranschlaege-world-trade-center

        • Das ist extrem aufschlussreich und geradezu exemplarisch für die Kollusion der Linken mit den Islamisten:

          https://www.jns.org/opinion/the-real-lesson-of-9-11-isnt-a-story-about-islamophobia/

          „One of the strangest aspects of post-9/11 America has been the compulsion of so many to change the narrative about the attacks that took place 20 years ago. We’re reminded of that due to the bizarre decision of the Anti-Defamation League to commemorate the attack on America by revisiting the organization’s decision to oppose the building of an Islamic center in the shadow of the fallen twin towers of the World Trade Center. …..“

  37. Mein eigenes links-alternatives Weltbild teilte das Schicksal der WTC-Hochhäuser am 11.9.2001: es brannte noch einige Zeit nach dem Einschlag der Flugzeuge, um dann zu kollabieren. Die anfängliche Schadenfreude über den Volltreffer auf ein hervorragendes Symbol des westlichen Imperialismus wich erst einmal der Überzeugung, die Amis müssten schon selbst dahinter stecken, denn so dachte man ja reflexhaft als Grüner und Linker. Aber irgendwann war es genug mit dem Unsinn der Verschwörungsspinner a la Mathias Bröckers und die Frage nach dem „Warum“ drängte sich um so mehr auf. Die wichtigste Entdeckung für mich – erst einmal mit dem Terror gar nichts zu tun habend – war dann der abgrundtiefe Antisemitismus im Westen, allen voran meines eigenen politischen Camps, gegenüber Israel als Platzhalter für „die Juden“. Das war dann wohl der Moment des tatsächlichen Kollaps meines links-grünen Weltbilds. Das übrigens nicht besonders gefestigt war, Politik war für mich eher nichts Würdiges, im Gegensatz zu Naturwissenschaft oder Philosophie. Aus diesem Grund konnte ich auch immer blind gegenüber dem Männerhass-Feminismus sein, der auch in meinem politischen Lager eigentlich unübersehbar blühte.

    Für mich sind es also jetzt heute 20 Jahre wake up call. Der aller-aller-erste Gedanke als ich den Terror von 9/11 sich entfalten sah war, ist was hier steht und was ich als Resumee heute auch glaube:

    Gut ein Jahr nach den islamistischen Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatte die russische Tageszeitung Известия (Iswestija) sehr weitsichtig davor gewarnt, dass es sich bei dem internationalen Terrorismus um den ersten „echten Weltkrieg“ handele, obgleich er als solcher nicht angekündigt sei. Er finde überall auf der Welt statt: auf Bali, in Moskau, in New York und Washington.

    Die Zeitung betonte, dass es keine Zweifel geben könne und vor allem auch nicht mehr geben dürfe, dass die menschliche Zivilisation mit dieser terroristischen Bedrohung einen gemeinsamen Feind habe: „Die hehren Worte vom Leben des freien Menschen als wichtigster Kostbarkeit der Zivilisation haben aufgehört, nur Pathos zu sein.“

    https://taz.de/Essay-ueber-die-Folgen-von-9/11/!5532897/

    Das anschliessende typisch linke Narrativ aber ist mE völlig verlogen und lupenreine Projektion:

    Letzteres verfolgen dabei nicht nur die Islamisten, denn gerade in Europa und Amerika haben sich rechtsextreme Bewegungen etabliert, die das Weltbild des Islamismus spiegelbildlich reproduzieren und mit ihm den Willen zur antisemitischen Revolution teilen. Genau deshalb hassen die rechtsextremen Bewegungen gerade alle nichtradikalen Muslime, die sich mit dem deistischen Postulat der Aufklärung arrangiert haben und in der Privatisierung ihres Glaubens keinen Nachteil sehen.

    Auf die politische Linke trifft das insbesondere und uneingeschränkt auch zu. Und diese Leute stellen fast die Hälfte der Bevölkerung des Westens! Das sind nicht nur ein paar läppische Hansel wie die Rechtsextremen, sondern stellen Regierungen, Leitmedien, die wichtigsten NGOs …. Später im Artikel wird das zwar auch eingeräumt und zum Thema gemacht, aber es verdient, ja fordert, einen besonderen Fokus – und zwar von Anfang an!

    Dieser antisemitische Weltkrieg ist weltanschaulich entgrenzt, weil der Hass auf die Aufklärung und die mit diesem verbundene antisemitische Regression quer zu allen politischen Kategorialisierungen anzutreffen ist. Der antisemitische Krieg verbindet Identitäre auf aller Welt miteinander.

    Der Aufstieg der Linksidentitären ist direkt mit dem Anstieg des Antisemitismus an US Hochschulen verantwortlich. Insbesondere Professoren der Kalifornischen Hochschullandschaft sind hier führend, aber es durchzieht das ganze Land. Es dauerte allerdings mehr als ein Jahrzehnt bis 9/11 diese Wirkung zeigte und der eigentlich unglaubliche Aufstieg und Siegeszug des Linksidentitarismus einsetzte!

    Das Banner, unter dem sich diese sammeln, ist das Banner des Antisemitismus. 9/11 war der Auftakt einer antisemitischen Revolution, die sich gegenwärtig weltweit im Gange befindet und die, wie jede Revolution, auch zerschlagen werden kann. Um dies in Angriff zu nehmen, muss man aber ihren Kern als antisemitische Revolution begreifen und erkennen, dass mit ihr in der Tat alles auf dem Spiel steht, was die Iswestija „wichtigste Kostbarkeit der Zivilisation“ genannt hat: das Leben des freien Menschen.

    Der Terror von 9/11 hat den Westen tief gespalten und die links-progressive Bewegung als Verbündeten in dem Krieg um die Zukunft des „freien Menschen“ mobilisieren und für sich gewinnen können. Die Folgen für die ganze Welt könnten wahrlich verheerend sein.
    Das ahnen auch die links-progressiven Verbündeten der Islamisten und daher machten sie das mit dem Klimawandel zu ihrem apokalyptischen Lieblings- und Überlagerungsnarrativ.
    Ebenso lässt sich die Hysterie um die Corona-Pandemie als hervorgerufen von dieser apokalyptischen Erwartungshaltung der linksidentitären „Revolution“ verstehen.

    • Das ist noch ein sehr wichtiger Aspekt, den der Essay oben nicht sah:

      Assessing the twin disasters of September 2001
      It suddenly seems clear that the Durban Conference changed the course of history equally if not more than the Islamic terrorist attacks on New York and Washington and brought the free world to its present perilous juncture.

      https://www.israelhayom.com/2021/09/10/assessing-the-twin-disasters-of-september-2001/

      It was legacy of Durban, more than Sept. 11 that brought the free world to its present perilous juncture. …. We remember the Durban conference mainly for its antisemitic agenda. The plan to present anti-Zionism as a „kosher“ form of antisemitism, and use it to abrogate the Jewish state’s right to exist was codified at Durban. …. delegitimizing Israel and legitimizing Palestinian terrorists were means to break America’s belief in its right to lead, its right to defeat its enemies, and its right to be strong. …..

      It wasn’t the governments of Africa, or Iran or Russia or China that spearheaded the war against America at Durban. It was launched by American citizens. Led by Rev. Jesse Jackson, hundreds of black American radicals descended on Durban. They were joined by hundreds of activists from leftist extremist groups. They castigated the US as the most repressive state in the world whose victims are the wretched of the earth. Blacks, all other minorities (except Jews), women, homosexuals, transgendered; everyone was on the list of America’s victims. They called on the UN to send inspectors to monitor „racist“ US police forces and the criminal justice system more generally. They demanded trillions in „reparations“ for slavery to be paid to black Americans born 100 years after all slaves were freed. …..

      ….. as we gaze back 20 years, it was Durban, not Sept. 11, that changed the course of America and through it, the course of history.

    • Hier ein perfektes Beispiel für ein „apokalyptisches Überlagerungsnarrativ“:

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-hitzemord-these-wie-die-klimakrise-auch-den-genozid-am-ezidentum-befeuert/

      Und wer ist daran schuld, am „Hitzemord“ durch Klimawandel? Selbstverständlich der böse Westen, die Industrialisierung, die Moderne:

      Zur Ehrlichkeit gehört schließlich auch, dass wir Europäer:innen selbst durch materielle Überproduktion, durch den Import und die Verfeuerung fossiler Rohstoffe wie Öl und Gas, durch dadurch finanzierte, autoritäre Rentierstaaten die Hitzemorde selbst mit-verschuldet haben – und weiter befeuern.

      Und natürlich die typische manichäistische apokalyptische Perspektive, du bist entweder dabei oder der Feind der Menschheit:

      Ich sage es ganz deutlich: Wer weiterhin Erkenntnisse der Wissenschaft etwa zu Impfungen, zum Rohstoff- und Wasserverbrauch, zur Evolutionspsychologie / Pädagogik und Traumaforschung, zur Rentierstaatstheorie und zur Klimakrise leugnet, macht sich aktiv mitschuldig an Leiden und Tod anderer Menschen. Wer sich weigert, aus den Genoziden der Vergangenheit und Gegenwart zu lernen, bahnt weiteren Verbrechen den Weg. ….. Denn es geht in den kommenden Jahrzehnten um nicht weniger als um die Zukunft unserer Zivilisationen, ja der gesamten Menschheit.

      Der Autor ist „Antisemitismusbeauftragter“ unter dem grünen Ministerpräsi Kretschmann geworden …. passt ja wohl, oder?
      Natürlich klammert er alles irgendwie Linksidentitäre aus seinen Betrachtungen möglichst konsequent aus.

  38. https://www.welt.de/politik/deutschland/article233727034/Laschets-Terrorismusexperte-Unmittelbare-Terrorgefahr-hat-sich-erhoeht.html

    „Die CDU hingegen will eine schlagkräftige, gut ausgerüstete Armee, die in der Lage ist, ihre Aufgaben zu erfüllen.“

    Jahrelang hat man die Nato und das 2% Ziel ignoriert und verraten. Gerade hier stimmt das Gegenteil von dem, was der neue designierte Sicherheitsberater vom möglichen Kanzler Laschet meint: „Deutschland wurde 16 Jahre lang ganz gut regiert“. Übrigens eine Sache, mit der der Präsidentschaftskandidat Trump damals Wahlkampf gemacht hat und damit goldrichtig lag.

    Aber da ohnehin GRR gewinnen dürfte, dürfte die Bundeswehr noch weiter abgewirtschaftet werden. Vermutlich auch und ebenso unter der CDU. Warum sollten die überhaupt was ändern, nach 16 Jahren? Wegen Afghanistan? Damit haben sie nichts zu tun, wollen nichts davon wissen und schon gar nichts ändern…. Alles nur Lippenbekenntnisse wegen des Wahlkampfs, die Leute wollen ja eine Versicherung, dass sie vom Staat geschützt werden werden. Wer´s glaubt ….

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