„Junge Männer, habt ihr Angst davor, ein alter weißer Mann zu werden?“

Das SZ jetzt Magazin greift berechtigte Ängste auf:

Liebe junge weiße Männer,

wohl wirklich kaum jemand will derzeit ein alter weißer Mann sein – zumindest nicht das, wofür der Begriff steht, nämlich verkürzt gesagt die Inkarnation des ewig Gestrigen. Wegen ihres Geschlechts und ihrer Hautfarbe genießen alte weiße Männer von Geburt an Privilegien, die andere nicht haben – und die sie auch nicht teilen möchten. Sie stehen für eine Gesellschaft, deren Strukturen sich an den Bedürfnissen einer einzigen Gruppe orientieren und in der Frauen, queere Menschen und People of Color weniger Platz und weniger Macht haben. Lust, sich das einzugestehen, haben alte weiße Männer aber wenig.
Zum alten weißen Mann macht einen Mann vor allem die Einstellung: Es ist möglich, als 80-Jähriger für Frauenrechte zu kämpfen – oder mit 23 in jedem Gendersternchen einen Angriff auf unsere Gesellschaft zu sehen. Auch Frauen können zumindest ein kleines bisschen wie alte weiße Männer sein.
Rein von außen betrachtet werdet ihr irgendwann definitiv mal alte weiße Männer sein
Jetzt ist es ja so: Viele von euch jungen weißen Männern bezeichnen sich selbst als Pro-Feministen. Ich habe viele Kollegen, Freunde und Bekannte, die für mehr Frauen in Führungspositionen sind, sich gegen Sexismus einsetzen und auf geschlechtersensible Sprache achten. Die sich eine andere Gesellschaft wünschen. Die sich überhaupt nicht mit dem alten weißen Mann und seinen Argumentationsmustern identifizieren. Und gerade ist es für euch ja auch noch leicht, euch zu distanzieren, ihr seid ja noch nicht alt.

Trotzdem werdet ihr, zumindest rein äußerlich, irgendwann definitiv mal alte weiße Männer sein. Und wir fragen uns, wie sich das eigentlich anfühlt. Stresst euch das? Oder seid ihr euch vielleicht ganz sicher, dass ihr niemals so werdet, sondern den Typ des coolen alten weißen Mannes etabliert? Des pro-feministischen alten weißen Mannes? Oder hofft ihr einfach, dass sich in 30 Jahren niemand mehr an den Begriff erinnert?
Erzählt doch bitte mal

Eine Frage, die gleichzeitig wunderbar zeigt, wie bescheuert dieser Begriff ist und wie irreführend seine Verwendung ist.

Wie im Artikel dargelegt soll ja angeblich der „alte weiße Mann“ gar nicht ein „alter weißer Mann“ sein, sondern nur deren angeblich typisches Verhalten stellvertretender Namensgeber sein.

Aber man muss wahrscheinlich in einem relativ feministischen Zirkel sein, um da tatsächlich Ängste zu entwickeln. Zumal ja der junge weiße Mann auch weiterhin jung und weiß ist und damit genauso Angriffsziel.

Die Antwort:

Auch wir finden es sehr ermüdend, wenn sich alte weißer Männer in Talkshows angegriffen fühlen, weil sie als alte weiße Männer bezeichnet werden und dann beleidigt sind und das mit Diskriminierung verwechseln. Klar, wenn wir weiß und jung sind, werden wir auch irgendwann weiß und alt sein. Aber die allermeisten von uns haben gecheckt, dass der Begriff des alten weißen Mannes vor allem etwas mit der patriarchalen Einstellung zu tun hat und die Diskriminierungsdebatte darum eine Scheindebatte ist, die von wahren Problemen wie dem Gender Pay Gap ablenken soll.

Das scheint irgendwie eher ein verschleierter Belehrungsartikel zu sein, dass man ja gar nicht mitgemeint ist.

Tatsächlich lehnen umgekehrt auch solche Begriffe eher davon ab, dass der Gender Pay Gap ein sehr künstliches Problem ist, welches Frauen weit eher ändern könnten als Männer, es aber üblicherweise gar nicht ändern wollen.

Deshalb glaube ich persönlich, dass wir jungen weißen Männer diesen Begriff aushalten müssen. Denn er steht für etwas, das richtig ist und das man beim Namen nennen muss, um es abzuschaffen: den gesellschaftlich dominanten Mann der vergangenen Jahrhunderte. Trotzdem macht es natürlich was mit uns, dass der alte weiße Mann zum Inbegriff von Konservatismus und Antifeminismus geworden sind. Denn, wie ihr schon sagt, da ist die Biologie unerbittlich: Wir werden irgendwann, zumindest äußerlich, alte weiße Männer sein.
Das stresst zumindest diejenigen von uns, die profeministische Ansichten haben. Werden wir die auch noch haben, wenn wir älter sind? Machen wir uns dann noch die Mühe, unsere Sprache zu gendern, oder sind wir irgendwann wir zu bequem dafür? Jetzt sind wir uns noch sehr sicher, dass wir unsere Prinzipien nie ändern werden. Aber wer weiß schon, was in zwanzig Jahren sein wird. Also ja: Wir haben Angst davor, irgendwann auch alte weiße Männer zu werden.

Würde mich interessieren, wie viele Leute da so antworten würden.

 

Ich denke, dass der Begriff des alten weißen Mannes für viele junge weiße Männer eine Chance ist
Das Gute ist, dass wir aktiv etwas dagegen tun können. Die Debatte um alte weiße Männer hat uns sensibilisiert. Wir hören genauer hin, wenn jemand einen Witz auf Kosten von Frauen macht und hinterfragen diesen Witz viel mehr als früher. Wir widersprechen älteren Verwandten schneller, wenn sie sich diskriminierend äußern. Und auch uns selbst hinterfragen wir mehr. Muss dieser Spruch wirklich sein? Und wann sollte man als Mann in einer Diskussion auch einfach mal die Klappe halten?

Ich denke, dass der Begriff des alten weißen Mannes für viele junge weiße Männer eine Chance ist. Wir können es besser machen. Wenn wir mal alte weiße Männer sind, dann haben wir hoffentlich unser Leben lang dazu beigetragen, dass dieser Begriff ausgedient hat, indem wir unseren Mund aufgemacht haben, wenn jemand eine Kollegin „ermutigt“ hat, ihre Bluse noch ein Knöpfchen weiter aufzumachen oder wenn eine Frau in einer Führungsposition nicht ernst genommen worden ist, nur weil sie eine Frau ist. Wir sollten von den alten weißen Männern lernen, wie man es nicht macht. Dann hat dieser Begriff seinen Wert erfüllt.

Das Problem ist, dass der typische alte weiße Mann gar nichts besonderes falsch macht und auch kein so viel anderes Leben lebt als andere Männer.

Die wenigsten Männer dürften sich so verhalten wie in den Beispielen. Auch wenn sich sicher einige Männer, egal welchen Alters und welcher Hautfarbe, so verhalten.

 

 

 

 

106 Gedanken zu “„Junge Männer, habt ihr Angst davor, ein alter weißer Mann zu werden?“

  1. Und das von Menschen, die verbieten, das Wort „Neger“ zu sagen oder auch nur auszuschreiben. Weil es Menschen verletzt.

    Was sie selbst sagen und schreiben, darf ruhig verletzen. Denn sie sind „Die Guten“ ™.

    Scheinheilige Schubladendenker, die ihr Leben zu einem Lagerkampf auf Twitter machen und das Leben in Deutschland mit dem Internet in den USA verwechseln.

    • Ich habe diesen Kommentar geschrieben, weil die Argumentationsmuster genau die gleichen sind.

      Ein „Das ist nicht abwertend gemeint“ ist beim einen Begriff völlig inakzeptabel, beim anderen Begriff ist es durchaus abwertend gemeint, meint aber gar nicht alle Menschen, die er tatsächlich bezeichnet, sondern nur eine gewisse Geisteshaltung von bestimmten Menschen.

      Postmoderne Begrifflichkeitsmasturbation. Bei der nur das Zentralkommitee entscheidet, was der Untertan sagen darf und was nicht, und welche Meinung und welcher Begriff gerade erlaubt ist, und welche ins Gulag gehört. Und wehe das ändert sich, dann werden jahrzehntealte Äußerungen rausgekramt, und die Menschen ins Gulag geschickt. Weil sie vor Jahrzehnten gegen die heute herrschende politische Doktrin verstoßen haben.

      • Um dem internen Rassismus der Benutzer zu entsprechen hat man sich ja das hier ausgedacht:
        Racism = Prejudice + Power
        Und hat weiterhin festgelegt, dass alle Minorities per definitionem keine Power haben. Somit dürfen diese die übelsten rassistischen Äußerungen raushauen ohne dass das Rassismus wäre.
        Dreckiges Spiel, aber erfolgreich.

        • Auch nur weil den ca 700 Millionen Europäern der Bezug zur Realität abgeganben ist.

          „The White race makes up only a fraction of mankind, and its members are greatly outnumbered by the coloured races. … This ferment may lead ere long among the Yellows to a war of extermination against the Whites within their borders. “

          Wer hat das denn gesagt?

    • Wie hast du denn das Wort Neqer durch den Filter bekommen? Vermutlich durch die Verwendung der Anführungszeichen. Die künstliche „Intelligenz“ von WordPress wertet sie vielleicht als Wortbestandteil. 🙂

      Ich verwende systematisch alle Nogologismen. 🙂 Der Begriff ist mir gerade eben eingefallen. Muß mich mal loben für meine Kreativität. Wer hat eigentlich „Woko haram“ erfunden?

      Ich muß mich selbst auch immer zusammenreißen, aber wenn es irgendetwas gibt, was wir aus diesem Scheiß lernen können, dann daß man sich brutalstmöglich über diesen ganzen Wokolores lustigmachen sollte.

      Mehr haben diese Dollivioten nicht verdient. Und man kann letztlich auch nicht besser zeigen, was für ein Schwachsinn sich da unserer Gesellschaft bemächtigt hat und sie unter Streß setzt.

      Ironischerweise entspricht so eine ironische Herrschaftskritik ganz dem antiautoritären Sponti-Gestus der 68er.

      Und man sollte vielleicht noch feststellen, daß sich linke Bewegungen, wenn sie an die Macht kommen, frappierend ähneln. Also die Jakobiner in der Französischen Revolution. Die Marxisten im Ostblock. Und unsere Bolschewokies. Immer der gleiche Habitus des Revolutionären, das notwendigerweise auch zu Kollateralschäden führen muß, die leider unumgänglich sind. Schließlich verkörpert man das Gute und die neue Zeit.

      Selbstkritik schwächt nur. Man denke nur an den Begriff der „positiven Diskriminierung“.

      Ich will ja hier niemanden nerven, aber solch autoritäre Verhaltensmuster haben ihre Geschichte. Niemand kommt so auf die Welt. http://alice-miller.com/de

      Je autoritärer die Erziehung, desto autoritärer die Gesellschaften.

      • Vermutlich bist du sehr, sehr jung. Zehn oder so.
        Vor 30 Jahren, als es noch Watschen gab und Kirchgang in der Schule, da war es weitaus toleranter, aber auch autoritärer.
        Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, Mütter wären groß als „Alda, Fresse wie geil“ angesprochen worden.

        https://www.deutschlandfunkkultur.de/es-war-nicht-schoen-der-sohn-von-alice-miller-zu-sein.954.de.html?dram:article_id=262988

        Vielleicht spricht dich Alice Miller aus dem Grunde an, dass da zwei Realitätsverlustige sich treffen.

        • Vor 30 Jahren, als es noch Watschen gab und Kirchgang in der Schule, da war es weitaus toleranter

          Das ist aber ein Widerspruch in sich, denn körperliche Gewalt gegen Kinder ist das Gegenteil von Toleranz. Möchtest du da wieder hin? Elterliche Gewalt legalisieren?

          Es ging also 1990 toleranter zu als heute? Damals mußte man noch Angst haben, sich als homo- oder transsexuell zu outen. Weibliche Verteidigungsminister waren undenkbar. Ossis, die in den Westen gingen, wurden häufig gemobbt und abgewertet (westlicher Fremdenhaß).

          Alternative Lebensstile wurden belächelt. In der Öffentlichkeit bewegte man sich sehr viel steifer und offiziöser als heute. Politiker oder Minister mit Migrationshintergrund waren eine Seltenheit. Konservative Parteien befürworteten das elterliche Züchtigungsrecht. Insgesamt waren gesellschaftliche Konventionen einengender als heute. Psychotherapie war auch noch längst nicht so selbstverständlich wie heute.

          Aber du darfst gerne glauben, daß es früher toleranter zuging. Du darfst auch den Faktor Zeit ausblenden, denn wir sprechen ja davon, wie heutige Erwachsene früher behandelt wurden. Weniger autoritäre Erziehung bedeutet auch keineswegs, daß es keine autoritären Haltungen mehr gäbe.

          Dreißig Jahre sind auch ein relativ kurzer Zeitraum. Die autoritäre Erziehung wurde ja schon in den Sechzigern stark infrage gestellt. Deine Äußerungen sind unglaublich undifferenziert und natürlich auch ohne eine Spur eines ernsthaften Willens zur seriösen Auseinandersetzung. So agieren auch viele andere.

          Häufig äußern sich leider Leute, die strunz**** sind, zu Themen, von denen sie keinerlei Ahnung haben. Ich gehe davon aus, daß du noch nie einen Text von Alice Miller gelesen und verstanden hast.

          • Ein wirklich gut gmeinter Rat: Wenn du hier nicht mehr als Suppenkasper gelten möchtest, spar dir bei deinen Beiträgen alles, was exemplarisch im vorletzten Absatz ab „Deine Äußerungen…“ noch kommt. Solche Passagen erwecken den Eindruck eines „Desinteresses an respektvollen und ernsthaften Diskussionen“.

            Ohne diesen Rest hättest du nämlich glatt mal einen guten Beitrag verfasst.

      • @Genderarzt

        Jetzt habe ich mich inspiriert durch @Pierce ein bisschen mit Alice beschäftigt. Deine Seite ist ja hinlänglich bekannt, aber ich habe diese Buchbesprechung gefunden:

        Wie ein Voodoo-Heiler, der in jedem fallenden Baumblatt, in jedem Vogelpfiff einen Hinweis der Geister sieht, wie ein überhitzter Katechet, der in jedem Stöckelschuh das Wirken des Teufels wittert, so erblickt Miller in jeder menschlichen Äusserung die Spuren der gedemütigten Kinderseele.

        Dann dachte ich, Potzblitz, das kenne ich ja alles:

        «Hier spricht die Wahrheit», tönt es aus jedem Satz – und wer ihr nicht zustimmt, hat nicht bloss Unrecht, sondern er hat auch einen emotionalen Defekt. Er ist misshandelt worden.

        https://web.archive.org/web/20160803194933/http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2004_26/artikel/eine-fliegt-uebers-kinderzimmer-die-weltwoche-ausgabe-262004.html

        Bist du ein Wiedergänger? Wenn ja, dann vergiss nicht, dich mit deinem Kind zu versöhnen. Das ist wichtig. Auch wenn du selbst eine schlimme Kindheit gehabt zu haben glaubst.

        • Die Rezension kenne ich. Sie hat keinerlei Qualität und illustriert sehr gut das Phänomen der Abwehr.

          Es würde mich sehr irritieren, wenn du diesen primitiven Abwehrcharakter dieser Rezension nicht wahrnimmst.

          Auf der Seite von Alice Miller gibt es auch seriöse Rezensionen.

          Ich will dir nicht zu nahe treten, aber du hast noch sehr viel zu lernen. Vielleicht solltest du mal das Naheliegende tun und einfach mal ein Buch oder einen Artikel von Miller lesen, bevor du dir ein Urteil bildest.

          Ich bin nicht naiv, aber es ist schon befremdlich, wie extrem die selbstgewählte emotionale Unmündigkeit auch noch im Jahre 2021 ist.

          • Auf der Seite von Margarete Strohdoofski gibt es auch seriöse Rezensionen ihrer Texte.

            Schweig still. Statt zu sabbeln, informier dich mal, was eine „fixe Idee“ ist. Und dann begib dich in Behandlung. Ich meine das vollkommen ernst.

  2. Der Begriff dient allein der Entmenschlichung. Das wissen die bzw. würden es sofort angreifen, wenn jemand den Begriff ‚ Somali‘ als Synonym für „nicht-integrierbare Person“ verwendet oder sowas.
    Wenn „alter weißer Mann“ für „ewiggestrig“ steht, warum haben dann die jungen weißen Ritter in dem Text Angst alte weiße Männer zu werden, wo sie doch so bemüht sind das nachzuplappern, was Feministinnen, die nie etwas gutes über Männer sagen, hören wollen und so bemüht progressiv nur dem Sexismus gegen Frauen entgegen treten wollen und nicht dem gegen Männer? Nur weil sie weiß und männlich sind? Das wäre dann Rassismus und Sexismus.

  3. Wenn man so tief in seiner Arroganz steckt, dass man gar nicht merkt, wie man Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe und ihres Alters diskriminiert. Aber das ist ok, denn das Zentralkommitee bestimmt, was man sagen darf, und wofür man ins Gulag kommt. Hauptsache, es trifft die richtigen.

    Gerade in Deutschland sollte man sich bewusst sein, was passiert, wenn negative Verhaltensweisen oder Charaktereigenschaften mit der Bezeichnung für eine Bevölkerungsgruppen assoziiert werden. Da stellt sich „jetzt“ als direkte geistige Nachkommenschaft des „Stürmer“ auf.

        • Ich denke mal in jedem anderen Kulturkreis des Planeten werden alte weiße Männer mehr geschätzt als im westlichen. Zumindest von Ostasien, Südamerika und Großteile Afrika gilt das. Auch wenn es wahrscheinlich nur wegen der Fähigkeit ist andere zu ernähren.

          • „Ich denke mal in jedem anderen Kulturkreis des Planeten werden alte weiße Männer mehr geschätzt als im westlichen“

            hier werden sie auch geschätzt, nur eben nicht von Anhängern intersektionaler Theorien (und selbst die wissen im täglichen Leben was sie an ihnen haben, aber einige von ihnen brauchen eben ein Feindbild)

    • Ich auch.

      Außerdem bin ich Sexist, Frauenhasser, Nazi, gleichzeitig links-grün-versüfft, Rassist….
      Ja eigentlich hat man mir schon alles um die Ohren gehauen.
      Inzwischen nehme ich schon grundsätzlich eine Anti-Haltung ein. Schon um zu provozieren.

      • Kenne ich. Stichwort Corona
        Bei meinem Vater bin ich Egoist, Querdenker und gefährlicher Terrorist.
        Bei anderem von Merkel gekauft und bald wird man mich dafür richten. Außerdem hat Bill Gates mir mein Studium einfach ausgestellt.

    • Ich auch. Darüber, dass ich weiß bin, mache ich mir wenig Gedanken, weil sich das gedankliche Koordinatensystem in den ersten 20 Jahren bildet, und da gab es in meiner Umgebung nur Weiße. Wenn und soweit ich mir jetzt darüber Gedanken mache, handelt es sich um reine Kopfgeburten.

      Dass ich ein Mann bin, nehme ich als gegeben. Ich weiß nicht, wie sich eine Frau fühlt. Ich weiß noch nicht einmal, wie sich ein Mann fühlt. Ich weiß, wie sich der Unterschied zwischen blau und rot anfühlt, oder zwischen kalt und warm. Aber den Unterschied zwischen Mann- und Frau-Empfindung kann ich gar nicht kennen. Ich weiß nur, wie es sich anfühlt, ich zu sein. Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, ein Anderer zu sein.

      Dass ich alt bin, hat neben vielen Nachteilen auch einen unbestreitbaren Vorteil, für den ich tiefe Dankbarkeit empfinde: je älter man wird, desto egaler werden einem die Meinungen anderer Leute.

      Aber wenn die gegenwärtig jungen weißen Männer alt sind, also 1, 2, oder 3 Generationen später, ist es dann nicht wahrscheinlich, dass es dann andere Begrifflichkeiten, Diskussionen und Konflikte gibt? Oder anders gefragt: da, als ich jünger war, der Kampfbegriff „alter weißer Mann“ in der Diskussion keine Rolle gespielt hat, warum sollte dieser Begriff noch relevant sein, wenn die jetzt-Redakteure alt geworden sind? Wer will zuverlässig voraussagen, wie in 20, 30, 40 Jahren die Konfliktlinien verlaufen? Die SZ-Praktikantentruppe erscheint mir unglaublich naiv. Ein erwachsener Mann hätte ihnen zum Beispiel sagen können, dass sich feministische Tendenzen des einzelnen im Laufe des Lebenskampfes gerne auch mal abschwächen.

    • Bin ich ebenfalls. Und es amuesiert mich koestlich daran zu denken, dass z.B. Leszek, Crumar und die anderen linken Betschwestern Angst davor haben koennten, so wie ich zu werden. Hihi.

  4. Keine Angst.

    Die „drohen“ damit, dass ich aufgrund meines Äußeren definiert und für minderwertig befunden werde?

    Das ist für mich der Normalzustand.
    Bin fast mein ganzes Leben Brillenträger, bin unterdurchschnittlich groß, bin praktisch (nicht modisch) gekleidet, bin blass, …
    Dafür wurde ich schon immer von Mainstream-Trullas abgewertet.

    • Dieser ganze PC-Quatsch iat doch vor allem eine Selbstprojektion. Als unterdurchschnittlich großer Mann kenne ich das nämlich auch.

      Guess what? Genau die Leute, die andere so hart nach ihrem Äußeren Beurteilen sehen überall Rassisten :D.

      Als ich in der Pubertät war, war das Urteil der Mainstream-Trullas für mich noch ein Problem, inzwischen bin ich ganz froh, dass sich die ganze Charakterschwäche von selber weggefiltert hat und eine verständige, charakterlich einwandfreie Partnerin gefunden worden konnte.

  5. Mit dem Begriff „alter weißer Mann“ ist es ein wenig so wie mit „Made in Germany“ – es sollte ein Brandmal minderer Qualität sein und war genau das Gegenteil.

    „Alter weißer Mann“ zu sein ist großartig. Besonders in der Abgrenzung zur Generation Schneeflocke. Wenn der alte weiße Mann etwas sagt, halten alle die Klappe, weil es durchtränkt ist von über den Lauf von Jahrzenten strukturiert aufgebautem Wissen und einem geradezu endlosem Erfahrungsschatz. Der alte weiße Mann ist gestählt von Grabenkämpfen, von denen viele locker das doppelte Alter der Schneeflocken gedauert haben. Der alte, weiße Mann hat einen bewährten Bildungspfad durchlaufen und allein aufgrund seinen Alters schon die Gelegenheit gehabt sich mit Kultur in allen Ausrichtungen zu befassen, während das Wokeflöckchen nichts davon hat. Es hat oft noch nicht mal einen inneren Einklang. Der alte weiße Mann ist souverän, und mit dieser inneren Stärke blickt er auf ein Leben zurück, in dem er ganz wortwörtlich am Aufbau und Gedeihen der Gesellschaft mitgewirkt hat, während die Wokeflöckchen uns die erarbeitete Wohlstandsexplosion der Vergangenheit als etwas Niederes, Abzuschaffendes zu verkaufen versuchen, weil ihn sechs mal Durchschnittslebenszeit etwas Schlimmes passieren könnte. Der alte, weiße Mann ist nicht angstgestört. Der alte weiße Mann hat kein Problem damit, für Frauenrechte einzustehen, aber er versteht auch, dass es um Menschenrechte geht, also lässt er sich auf die Selektivrechtesucht der Wokeflöckchen gar nicht erst ein und ist Humanist – er tritt für alle Menschen ein. Allein das schon konstituiert die Aura, die er wie einen Schild um sich trägt und die ihn unverwundbar macht gegenüber den verzweifelt Bartlosen und den man buns.

    Habt ihr schon mal drüber nachgedacht, wie es kommt, dass alte, weiße Männer junge, schöne Frauen haben? Das ist, weil die Frauen geil finden, was alte, weiße Männer ausstrahlen: Sicherheit, Erfahrung, Schutz, Souveränität, sogar die dark traits sind willkommen. Macht ist Geil. Status auch. Manchmal auch einfach pre-approval.

    Alte weiße Männer sind sexy as fuck, allein schon, weil sie bewiesen haben, dass sie können, was Andere nur wollen.

    • Sehr gute Ansprache Käptn,

      aber was wären wir für alte weise Männer, wenn wir nicht auch selbstkritisch die andere Seite beleuchten würden, die Seite, auf der wir versagt haben. Nicht auf die plumpe beleidigende und übergriffige Art der feministischen Schneeflöckchen – sondern so in echt.

      Meiner Meinung nach sind Männer in den letzten Generationen einer falsch priorisierten Werteordnung nachgelaufen. Sie dachten, wichtig sei die Welt der Dinge, der Erkenntnis, der Ressourcen, der Weiterentwicklung, der materiellen Sicherheit. Und sie haben dabei nicht bemerkt, dass all diese Werte nur dann Gültigkeit besitzen, wenn die Menschen das übereinstimmend so sehen.
      Denn in Wirklichkeit gibt es nur einen zentralen höchsten Wert – die Menschen.

      Die Möglichkeit der Prägung dieses höchsten Wertes, nämlich der Kinder und der nachfolgenden Generationen, haben Männer weitgehend verloren oder sich entziehen lassen. Sie haben artig tolle Häuser und super Miele-Waschmaschinen für ihre Frauen und Kinder erfunden, gebaut und erwirtschaftet, um sich anschließend in die Wüste schicken zu lassen.

      Der Feminismus hat sich schon lange an die Stelle der Väter, der Lehrer, der Mentoren, der Großväter gesetzt und fortan das Denken und Handeln der vielen nachkommenden Menschen geprägt und dominiert. Jetzt, da der weitaus größte Teil der westlichen Gesellschaft feministisch eingenordet ist, übernimmt dieser Teil auch die Bereiche jenseits von Kinderbetreuung, Erziehung und Bildung in seine Bestimmungshoheit.

      Nun stehen die Männer zwischen lauter Pudeln und müssen sich von Schneeflöckchen berieseln lassen. Schutzlos, durchgefroren und einsam. Sie werden als „Fossil-Patriarchen“ verspottet und müssen als Projektionsfläche für das feministisch Unerwünschte herhalten.
      Im neuen Matriarchat sind sie mit ihren Vorstellungen und ihrer Lebensart überflüssig geworden. Hauptsache sie arbeiten und stehen im Notfall zum selbslosen Schutz zur Verfügung.

      Männer müssen sich den Zugang zu Kindern zurückerobern und ihnen vorleben, was sie wirklich sind: Ein Gegenpol zum totalitären und hysterischen Feminismus.
      Man glaubt gar nicht, wie dankbar und erleichtert Schneeflöckchen-Kandidaten sind, wenn sie das mitbekommen. Denn vor allem in den Femo-Jungs und angehenden Pudeln steckt ein tiefer Schmerz:
      Wenn nichts passiert, werden sie irgendwann zu alten weißen Männern…

    • Alter weißer Mann“ zu sein ist großartig. Besonders in der Abgrenzung zur Generation Schneeflocke. Wenn der alte weiße Mann etwas sagt, halten alle die Klappe, weil es durchtränkt ist von über den Lauf von Jahrzenten strukturiert aufgebautem Wissen und einem geradezu endlosem Erfahrungsschatz.

      Die Generation Schneeflocke kennt darauf die passende Antwort.

      Ok Boomer.

      😀

    • Ich würde hier allgemein korrigieren: das positive an alten, erfahrenen und erfolgreichen Männer hängt absolut nicht an der Hautfarbe. Man sollte also den Rassismus der Antirassisten nicht übernehmen, und wissen, dass der Unterschied zum alten weisen Mann einer anderen Hautfarbe nicht grösser ist als zu einem solchen der eigenen Hautfarbe. Und eben klein gegenüber dem Unterschied zu einem jungen unerfahrenen woko’haram Rassisten (egal welcher Farbe oder welchen Geschlechts)

  6. Lustig ist ja nur, dass diese Begrifflichkeiten wie „alter weisser Mann“ vor allem aus dem Milieu der neuen Mittelklasse bzw. der Akademikerklasse entstammen, also die Klasse, die kulturell und politisch hegemonial ist und auch ökonomisch sehr gut dasteht. Das nennt man jammern auf aller höchstem Niveau wie es im intersektionalen Feminismus, der vornehmlich ein Feminismus der Frauen-Akademikerklasse ist, seit jeher gang und gäbe ist. 🙂

  7. Der Vorwurf, ein weißer Mann zu sein, ist für einen Europäer oder Deutschen ja eigentlich an Dümmlichkeit kaum zu überbieten. Und alt zu sein, ist meist auch keine Schande. Aber es ist als Anklage natürlich super gewählt, man kann sich nicht dagegen wehren, alt, weiß und männlich zu sein.

    Aber wo bleibt eigentlich das weibliche Pendant? Gut, es gibt da die Karen, aber sonst? Wer kennt nicht die Legionen an Mittvierzigerinnen, die Yoga, Esoterik, Astrologie und QVC entdecken und ein vermeintlich selbstbestimmtes Leben mit der Kohle ihres alten weißen Exmannes haben wollen.

    • „Wer kennt nicht die Legionen an Mittvierzigerinnen, die Yoga, Esoterik, Astrologie und QVC entdecken und ein vermeintlich selbstbestimmtes Leben mit der Kohle ihres alten weißen Exmannes haben wollen.“

      Das ist doch eine der wichtigsten Zielgruppen für alles „Progressive“, damals wie heute.

  8. Da hat mal wieder ein beta-Männchen und seine femisitische Kollegin/Domina internalisierte Ängste offen zur Schau gestellt:D. Interessant, dass es scheinbar nie ohne shaming geht, nach dem Motto: „wollt ihr coole sein und pro feministisch eine andere Gesellschaft oder Teil des Problems als alte weiße Männer sein?“. Dazu noch mit eine Prise Rassismus und Altergruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
    Ein bisschen wie autistische Kinder, die Schimpfworttiks bekommen nur hier mit den politisch korrekten Buzzwörtern:D.
    Ist shaming wirklich bei vielen Männer so effektiv? Bei Linken scheint die „kein richtiger Mann, wenn du für mich xyz machst“ echt zu funktionieren.
    Jeder halbwegs aufgeklärte Mann wurde doch im Leben schon als Nazi, Schwul, Behindert, Kleiner Penis oder sonstwas bezeichnet…who cares?

  9. Man sollte nie vergessen: Es waren die alten weissen Männer, die die rechtliche Gleichstellung der Frau in den 70ern durchgesetzt haben. Die waren damals schon alt und sind heute vermutlich überwiegend tot oder definitiv alt.

  10. „Zum alten weißen Mann macht einen Mann vor allem die Einstellung: Es ist möglich, als 80-Jähriger für Frauenrechte zu kämpfen – oder mit 23 in jedem Gendersternchen einen Angriff auf unsere Gesellschaft zu sehen.“
    Alea iacta est. Dann halt nicht…

    „Auch Frauen können zumindest ein kleines bisschen wie alte weiße Männer sein.“ Wie gnädig, Karen…

    Basierend auf aktuellen Entwicklungen verwundert, dass die Feministinnen sich so wenig mit nichtweißen jungen und mittelalten Männer beschäftigen. Vermutlich weil da die Resonanz erfahrungsgemäß rustikaler ausfällt. Und die sich keiner Schuld bewusst sind.

  11. Um so öfter ich Texte in diesem hohlen Jargon lese, desto eher frage ich mich, ob man nicht eine AI programmieren könnte, der die Autor_Ix*:nnen auf Dauer arbeitslos macht.

    Man müsste diese AI leider auf Absurditäten programmieren, wie: „Einen Vorteil zu haben zeigt sich durch die Abwesenheit eines Nachteils, einen Nachteil zu haben durch die Abwesenheit eines Vorteils.“
    Das ist „Privileg“ der Woken: eine Tautologie.

    Geht das eigentlich, Flin?

    Oder historische Absurditäten: „Wir kämpfen für die Realisierung des Gleichheitsversprechens der bürgerlichen Revolution aber tun so, als würden wir noch in einer ständischen Gesellschaft leben.“

    Denn nur Adlige wurden in einen Stand hineingeboren und hatten durch ihre soziale Stellung tatsächlich Privilegien, also Vorrechte.
    Eine Hautfarbe wie „weiß“ konnte im Deutschland es 18. Jahrhunderts keinesfalls Indikator von Privilegien sein, weil 99,99% der Bevölkerung ohnehin weiß waren.

    Nächster logischer Widerspruch demnach: „Weiße haben ein Vorrecht, aber alle anderen haben das identische Privileg.“

    Demzufolge war es damals schwierig, seine Privilegien als „weißer Mann“ und Bauer gegen die ebenso weiße, aber adlige Frau zu behaupten – weil sie im ersteren Fall ganz einfach nicht existierten. Das Geschlecht sagte über die soziale Stellung und die Privilegien in dieser Gesellschaft exakt gar nichts aus.
    Demnach: „Man hat als weißer Mann historisch immer Privilegien gehabt – oder hatte sie nicht.“

    D.h. man hat erstens eine vormoderne „Theorie“ der Gesellschaft – die aber bereits an der Erklärung der Vormoderne scheitert.
    Zweitens, es existieren keine Klassen, es existieren nicht einmal soziale Schichten. Abstrahiert von all ihren individuellen sozioökonomischen Merkmalen wird in (Zwangs-) Kollektiven rein nach der Biologie der Subjekte.
    Bzw. es sind gar keine Subjekte, denn sie werden determiniert von ihrer Biologie.
    Bzw. „Wir verurteilen die Annahme der Existenz einer biologischen Determiniertheit von Subjekten!“

    Diese Subjekte (die gar nicht existieren) bilden soziale Kollektive, aber nach biologischen Kriterien (die auch nicht existieren) und dann „Strukturen“, die ihre „Privilegien“ sichern.
    Oder auch nicht.

    Flin, ist das ein halbwegs realistisches Vorhaben oder fängt die AI irgendwann an Amok zu laufen?

    • Ich denke so eine KI wäre teurer im Unterhalt als ein Pool von weiblichen Lumpenakademikern die „irgendwas-mit-Medien studiert“ haben (oder sogar noch Studierende sind), denen man ab und an mal einen Hunderter hinwirft; auf dass sie ihren Hass in Zeilen gießen 😉

      • Abgesehen davon, in diesem Forum mit ökonomischen Argumenten zu kommen ist eindeutig mein Privileg, dass ich auch nicht zu teilen gedenke, hat mich deine treffende Einordnung dieses hohlen Gesindels als „Lumpenakademiat“ überzeugt. 😉

        Aber alleine die Aussicht, dass sie unserer KI „einfach mal zuhören müssen“ (und damit meine ich dauerhaft, bzw. für immer), weil sie marginalisiert ist und man die Marginalisierten zum sprechen bringen muss, die „ihre Wahrheit“ erzählen und zwar dauerhaft, bzw. für immer, finde ich so entzückend, dass ich gewillt bin, die ökonomischen Erwägungen beiseite zu stellen.

        Um die Strafe dieser endlosen Folter noch zu steigern, werde ich sie vorher zwingen einen Kurs in Logik zu besuchen und zu bestehen. Dann werden sie gezwungen sein, tagtäglich ihren eigenen irrationalen Quark anzuhören. Bis ihnen die Ohren bluten.

        • „Um die Strafe dieser endlosen Folter noch zu steigern, werde ich sie vorher zwingen einen Kurs in Logik zu besuchen und zu bestehen.“

          Ich habe während des Physikstudiums überdurchschnittlich intelligente Menschen ein ums andere Mal an Kursen wie „Lineare Algeba I“ oder „Theoretische Mechanik“ scheitern sehen. Drei, vier Anläufe, bis sie endlich den begehrten Schein in den Händen hielten, waren keine ganz seltene Ausnahme. Und diese Menschen waren mathematisch-logisch begabt/interessiert, sonst hätten sie nicht Physik studiert.

          Ich bin daher skeptisch, ob es Dir gelingen würde, wirklich jeden (geisteswissenschaftlich vorgebildet = Verdorbenen 😉 ) dazu zu zwingen, einen Kurs in Logik zu bestehen 😦

          Davon ab gefällt mir Deine Idee wirklich sehr gut!

          • Vielen Dank! 🙂

            Im Rahmen des Physik-Studiums wird auch gnadenlos ausgesiebt, oder?
            Die machen die Klausuren extra fies, damit die weniger frustrationstoleranten irgendwann aufgeben (habe ich gehört).

            Von den „geisteswissenschaftlich Verdorbenen“ zu reden ist so nicht richtig. Sehr vom Studienfach, den Studienbedingungen und den Vorlieben der Profs abhängig. Einige betreiben nur qualitative Sozialforschung, andere nur quantitative und einige versuchen, beide zu verbinden.

            Wer sich allerdings auf einer „Mission“ wähnt und dann bspw. Gender-Studies (oder Journalistik) studiert, wird in seinen theoretischen Vorannahmen nie ernsthaft herausgefordert werden.
            Und – das ist meine Mutmaßung – will das auch gar nicht.
            Meine These ist, solche hermetisch abgeriegelten Studiengänge und Gedankenwelten sind für einen bestimmten Persönlichkeitstyp besonders attraktiv.

            Beispiele: Die intersektionalistische Theorie behauptet die Gleichrangigkeit aller „Diskriminierungsformen“.
            Das ist doch besonders für diejenigen attraktiv, die weder selektieren, noch priorisieren können.
            Relativistisch haben irrationale Mythen den gleichen Stellenwert wie rationale Wissenschaft – wie praktisch für diejenigen, die beides nicht unterscheiden können.
            Es wird ein faktischer Mangel nicht nur als nicht existent deklariert, sondern zu einem eigenem Denk- und Geschäftsmodell.

            Ich finde es jedenfalls sehr auffällig, welche zu hoch hängenden Trauben inzwischen mit dem Prädikat „männlich“ (plus weiß+alt) versehen werden, damit man sich dieser (Zeit konsumierenden) Herausforderung erst gar nicht stellen muss (womit sie übrigens „männlich“ erst werden).

            Wenn man anders herum beobachtet, mit welchen minimalen Mitteln ein aufmerksamkeitsheischender Schrotttext auf „Jetzt“ veröffentlicht werden kann, dann passt diese „Theorie“ wie die Faust aufs Auge.
            Mit minimalem geistigen Aufwand – in einer starken Konkurrenz – aus einem simpel zu erlernenden, pseudo-kritischen Jargon mit keinerlei empirischer Fundierung das Maximum herauszuholen.
            Das ist doch ein gelungener Einstieg in die individuelle Arbeitszeitverkürzung. 😉

          • @crumar @renton @ökonomie @physik

            Wenn man anders herum beobachtet, mit welchen minimalen Mitteln ein aufmerksamkeitsheischender Schrotttext auf „Jetzt“ veröffentlicht werden kann

            Diese minimalen Mittel erfordern neben dem eigentlichen „Inhalt“ einen Zugang zum Print/Webserver eines noch immer etablierten Mediums mit weitgehend alter, aber üppiger Leserschaft.
            Früher, bevor jeder ins Internet sabbeln konnte, war dieser Zugang sehr limitiert und an Qualifikationen und Fähigkeiten geknüpft. Algebra I hat da nix geholfen. Auch Marx so oder so auslegen zu können, war nicht die Anforderung.
            Es war vielmehr Aufgabe, Dinge und Geschehnisse zu ergründen, ans öffentliche Licht zu bringen und sie so einzuordnen, dass die Leser oder Zuschauer die Informationen erhielten, um sich ein eigenes Bild von ihrer Welt entwickeln zu können.

            Das war mal so – und das war auch berechtigt und notwendig. So notwendig wie Balkendiagramme, Amplituden oder ökonomische Ableitungen.

            Dass es jetzt nicht mehr so ist, ist scheiße und tragisch. Jetzt kommt nur noch ein wokes Schneeflöckchen mit schwieriger Herkunft, anderer Hautfarbe, einer gewissen subjektiven Missbrauchserfahrung und vor allem der richtigen Haltung an die Schnittstelle zum Print/Webserver. Wenn es da sitzt, drückt es genau solchen Mist raus, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das glaubt es wirklich.

            Da muss man doch als Physiker die Waage und als Ökonom sofort das abgegriffene Kapital fallen lassen, um der Welt zu Hilfe zu eilen und das Schneeflöckchen rechtzeitig abzuschmelzen, damit nicht alles in agitatorischem Schwachsinn ertrinkt, oder?

          • @beweis

            Schön geschrieben: „Es war vielmehr Aufgabe, Dinge und Geschehnisse zu ergründen, ans öffentliche Licht zu bringen und sie so einzuordnen, dass die Leser oder Zuschauer die Informationen erhielten, um sich ein eigenes Bild von ihrer Welt entwickeln zu können.
            Das war mal so – und das war auch berechtigt und notwendig. So notwendig wie Balkendiagramme, Amplituden oder ökonomische Ableitungen.“

            Das war aber auch die Zeit, als man den Leser für in der Lage hielt, „sich ein eigenes Bild von ihrer Welt entwickeln zu können“ und ihn wie einen erwachsenen Menschen behandelte, der (teilweise oder komplett) aus nachvollziehbaren Gründen nicht der eigenen Meinung sein wird.
            Der sich aber einen Text oder Autor antut, mit dem er keineswegs einer Meinung ist, weil der Autor Argumente sauber entwickelt und belegt und dann auch noch gut schreiben kann.
            Einfach, um auch eine Gegenmeinung gelesen/gehört zu haben und sein Weltbild abzurunden.
            Für eine solche liberale Haltung standen eine Menge Zeitungen und Zeitschriften (auch linke).

            Der Typus des „betreuten Denkens“ setzt hingegen eine Fallhöhe zwischen den „Erleuchteten“ und der Leserschaft voraus, in dem die Leser für unmündig gehalten werden, für zu erziehende Kinder, dem die Autorin den rechten Weg weist. Aber ohne Argumente sauber zu entwickeln und zu belegen und gut schreiben kann sie auch nicht. Da muss man Abstriche machen (s. Stokowski bspw.).

            Fällt nur mir das auf oder reimt sich „emotionale Erpressung und moralisierende Nötigung“ nicht auf klassisch mütterliche „Erziehungsmittel“?
            Hier könnte „Gendern“ sein Repertoire an kindlichen „Traumata“ sinnvoll erweitern.
            Auch die schmierige Aufforderung, „WIR müssten über xxx reden“ kenne ich nur aus persönlichen Beziehungskontexten („Schatz, wir müssen…“) und mich verbindet mit den Autorinnen gar keine.

            Seit wann ist dieses moralisierende Anwanzen bereits in der Überschrift eigentlich legitim geworden und warum führt es nicht sofort zu 50 Stockschlägen auf den nackten Arsch? 🙂

            „Dass es jetzt nicht mehr so ist, ist scheiße und tragisch. Jetzt kommt nur noch ein wokes Schneeflöckchen mit schwieriger Herkunft, anderer Hautfarbe, einer gewissen subjektiven Missbrauchserfahrung und vor allem der richtigen Haltung an die Schnittstelle zum Print/Webserver. Wenn es da sitzt, drückt es genau solchen Mist raus, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das glaubt es wirklich.“

            Dafür habe ich bereits etwas erfunden. 😉
            Das Klassifikationssystem des weißen alten Mannes:
            „Im aktuellen Klassifikationssystem der American Psychiatric Association (DSM-5) ist die Störung unter der Kennziffer 301.81 gelistet. Demnach handelt es sich bei der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung um ein tiefgreifendes Muster von Großartigkeit (in Fantasie oder Verhalten), dem Bedürfnis nach Bewunderung und Mangel an Einfühlungsvermögen. Der Beginn liegt im frühen Erwachsenenalter und die Störung zeigt sich in verschiedenen Situationen.

            Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:
            1. Hat ein grandioses Gefühl der eigenen Wichtigkeit (z. B. übertreibt die eigenen Leistungen und Talente; erwartet, ohne entsprechende Leistungen als überlegen anerkannt zu werden).
            2. Ist stark eingenommen von Fantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz, Schönheit oder idealer Liebe.
            3. Glaubt von sich, „besonders“ und einzigartig zu sein und nur von anderen besonderen oder angesehenen Personen (oder Institutionen) verstanden zu werden oder nur mit diesen verkehren zu können.
            4. Verlangt nach übermäßiger Bewunderung.
            5. Legt ein Anspruchsdenken an den Tag (d. h. übertriebene Erwartungen an eine besonders bevorzugte Behandlung oder automatisches Eingehen auf die eigenen Erwartungen).
            6. Ist in zwischenmenschlichen Beziehungen ausbeuterisch (d. h. zieht Nutzen aus anderen, um die eigenen Ziele zu erreichen).
            7. Zeigt einen Mangel an Empathie: Ist nicht willens, die Gefühle und Bedürfnisse anderer zu erkennen oder sich mit ihnen zu identifizieren.
            8. Ist häufig neidisch auf andere oder glaubt, andere seien neidisch auf ihn/sie.
            9. Zeigt arrogante, überhebliche Verhaltensweisen oder Haltungen.“
            (Wiki)

            Übersetze „Schneeflöcken“ in „Narzisstische Persönlichkeitsstörung“ und ticke die Checkboxen an.
            Wie erfolgreich können diese Menschen „die Welt zu einem besseren Ort zu machen“?
            Es ist doch eher wahrscheinlich, sie machen sie zu einer Hölle für alle.
            Bisher gibt es keine erfolgreiche Therapie, was auch der Grund ist, warum mir nur „Säuberung“ einfällt.
            Das ist reine Hilflosigkeit meinerseits, weil sich eine offensichtliche Persönlichkeitsstörung anschickt, das neue „Normal“ zu sein.

          • @crumar

            Ich kenne zwar nur eine Uni aus persönlicher Anschauung, aber ich würde sagen: Im Physikstudium wird so wenig gesiebt wie im Mathematikstudium. Das ist nämlich gar nicht nötig, das Fach selbst siebt zur Genüge 😉

            Klar kann man nicht alle Geisteswissenschaftler über einen Kamm scheren. Ein bisschen scheint da bei mir der Dünkel des Naturwissenschaftlers durch. Andererseits ist meine Erfahrung tatsächlich, dass Geisteswissenschaftler mit präzisem, logischem Denken nicht gut klar kommen, aus einem einfachen Grund: Sie haben es nie gelernt. Wer mehrere Semester Höhere Mathematik studiert, egal ob als Mathematiker, Physiker oder Ingenieur, hat da deutliche Vorteile. Ich glaube, onlyme hat das Denken der Geisteswissenschaftler mal als „symbolisches Denken“ bezeichnet. Das scheint mir zutreffend zu sein. Statt einer stringenten Argumentation entwerfen Geisteswissenschaftler lieber ein Gemälde, fügen hier etwas an und da etwas hinzu, bis sich ein Gesamteindruck ergibt. Ein sinnvoller Zusammenhang der einzelnen Teile, eine Systematik sind zwar ganz nett, aber nicht notwendig, um zu einem Ergebnis zu kommen.

            Das muss im Prinzip keine schlechten Ergebnisse liefern, und auch Logiker können irren oder Stuss labern (gell, pingpong?). Aber wie Du selbst schreibst, die Qualität kann doch erheblich unter einem Mangel an logischem Verständnis leiden.

            @beweis

            „Es war vielmehr Aufgabe, Dinge und Geschehnisse zu ergründen, ans öffentliche Licht zu bringen und sie so einzuordnen, dass die Leser oder Zuschauer die Informationen erhielten, um sich ein eigenes Bild von ihrer Welt entwickeln zu können.“

            Allzuoft denke ich beim Nachrichtenschauen, dass sich viele Journalisten die Fragen „Was braucht der Zuschauer an dieser Stelle für Informationen, um zu verstehen? Welche Fragen könnten sich ergeben? Was könnte er noch wissen wollen?“ gar nicht mehr stellen.

          • @Renton

            „Andererseits ist meine Erfahrung tatsächlich, dass Geisteswissenschaftler mit präzisem, logischem Denken nicht gut klar kommen, aus einem einfachen Grund: Sie haben es nie gelernt.“

            Das wiederum glaube ich eher nicht.

            Ein Problem scheint mir zu sein, dass die Implikationen von „sozial erwünschten“ Antworten in Sachen Teilnehmer und Wissenschaftler nicht wirklich bei dir angekommen sind.
            Was „sozial erwünscht“ ist, ändert sich mit der Zeit und sediert in unterschiedliche Bevölkerungsschichten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit.
            Mit der Auffassung „everybody lies“ kämst du in den Naturwissenschaften nicht sonderlich weit und nur, wenn du sehr, sehr naiv bist, glaubst du den Antworten deiner Befragungen 1:1 in den Geisteswissenschaften.
            Wenn du clever bist, gruppierst du willkürlich ein paar Kontrollfragen zwischendurch.
            Dieses „unschuldige Gemüt“ ist in den Sozialwissenschaften präzise dann vorhanden, wenn es um die Vorstellungen von Frauen geht.
            Was mit der Sedierung durch die vorherrschende feministische Ideologie zu tun hat.
            Ich glaube, der echte Praxisschock setzte vor Pi mal Daumen drei Jahren ein, als ihnen klar wurde, die beschworene „Teilzeitfalle“ ist gar keine patriarchale Konstruktion, sondern (weiblich) wirklich gewollt.
            Die vorherrschende Ideologie hat ihr „präzises, logisches Denken“ so weit instruiert, das „Wollen“ jenseits der patriarchalen Indoktrination nicht wahrhaben zu wollen.

            Noch einmal: Es gibt kein PVC, welches sich unter Laborbedingungen anders verhält, wenn du ihm erzählst, es ist umweltschädlich.
            Wäre PVC eine Frau, wäre der (wissenschaftliche) Befund aktuell frauenfeindlich.
            Wie kannst du annehmen, eine Frau sei umweltschädlich???
            Alle WISSEN, umweltschädlich sind nur alte weiße Männer.

            Die sind nicht in der Lage besser zu denken, sondern zur Zeit können sie nicht besser denken, weil sie in einem sozialen und politischen Kosmos existieren müssen, der für dich keinerlei Relevanz hat und haben muss.
            Und das ist gut.

          • @crumar

            Bis auf den ersten Satz magst Du mit allem recht haben 😉

            Aber ich habe im Rahmen meines Umsattelns auf Lehrer viel, wirklich viel mit Geisteswissenschaftlern zu tun gehabt. Es gibt die von mir beschriebenen fundamentalen Unterschiede im Denken wirklich. Was natürlich nicht bedeutet, dass alle Geisteswissenschaftler prinzipiell nicht zu logischem Denken in der Lage sind. Aber in der Regel denken sie auf andere Weise, natürlich nicht komplett unlogisch, aber eben weniger stringent. Isso.

          • @Renton

            Es kann natürlich sein, dass ich wg. politischer Orientierung eher einen bestimmten Typ von Sozialwissenschaftler kennengelernt habe und demzufolge unsere Erfahrungen andere sind.
            Hier vorgestellt und diskutiert werden, mit Butler u.a., Thesen aus der Sozialphilosophie und Menschen, die ihren Politaktivismus in den akademischen Bereich hineingetragen haben und so bekannt geworden sind (oder berüchtigt). Die stehen nicht stellvertretend für Sozial- oder Geisteswissenschaft, sondern für deren „lunatic cringe“.

        • Auf einer Meta-Ebene ist ihr Tun nicht unlogisch.

          Ob die von ihnen produzierten Textwüsten in sich schlüssig sind, spielt ja keine Rolle wenn die ganzen Buchstaben nur dazu dienen Emotionen zu transportieren. Die dann beim Empfänger ebenfalls auf emotionaler Ebene einkoppeln sollen. Ohne Umweg über den Verstand.

          Es ist einfach Emo-Bulimie und wenn sie andere dazu bringt mitzukotzen, fühlt sie sich gleich nochmal besser (für 5 Minuten)

          Und dann dafür auch noch bezahlt zu werden ist doch wie „das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden“ 😉

          • Na ja, dann muss der Empfänger aber empfänglich sein für solche Nachrichten auf rein emotionaler Ebene. Bei ihnen fehlt die Einsicht, dass man mit „Emo-Bulimie“ und moralisierender Erpressung niemanden überzeugt. Bei uns bewirkt selbst die stetige Wiederholung dieser „Argumentation“ keine Einsicht, sondern Spott und Abscheu.

            Wenn man den idealen Empfänger ihrer Botschaften aus ihren Botschaften rekonstruiert, dann muss der sich der nicht nur in der gleichen Filterblase befinden, sondern ich fürchte, sie können sich eine Reaktion eines Publikums, das nicht mit ihnen und dieser identisch ist gar nicht mehr vorstellen.
            Der Text wirkt auf mich wie ein selbstverliebtes Selbstgespräch.

            Wenn ich einen politischen Text schreibe wollte, dann würde ich mir vorher überlegen, wen ich mit welchen Argumenten erreichen möchte.
            Der Text zeigt mir, das hat bei ihnen nicht stattgefunden und ich glaube, das können sie gar nicht. Sie können einerseits nicht von sich selbst und ihren Egos abstrahieren und sich in ein angemessenes Verhältnis zu anderen Menschen setzen und auf der anderen Seite haben sie keine stabilen Egos.

            Das meinte ich mit dem „Persönlichkeitstypus“.

          • crumar,

            sie wollen nicht überzeugen. Sie wollen bestärken.

            Und politische (im Sinne von konstruktiv-kontroverse) Texte werden nicht erwartet, werden nicht bezahlt, kämen nicht durch die Endkontrolle.

            Und wäre Sophie A. wirklich so mutig es zu probieren (Befähigung dazu vorausgesetzt), dann könntest Du sie danach in Leipzig im McDonalds besuchen und bei ihr einen Big Mäc bestellen 🙂

            Darum geht es:

            Klicke, um auf Mediadaten_Jetzt.de.pdf zuzugreifen

          • @Peter und Alle

            Aus seinem verlinkten Text:
            „Positionieren Sie sich als Experte auf Ihrem Fachgebiet. Das jetzt Content Team arbeitet nach einem gemeinsamen Kick-off-Call für Sie einen individuellen Artikel im Stil von jetzt aus, der die Zielgruppe passgenau anspricht.“

            Beispiele werden hier verlinkt: https://www.jetzt.de/tag/sponsored-post
            Die sind käuflicher, als ich mir das gedacht habe.

            Wollen wir ein crowdfunding starten, um Arne als Experten für Männerrechte bei „jetzt“ einzukaufen?
            Mehr als zwei oder drei hochpreisige Escort-Services werden die nicht kosten.

          • Witzige Idee, aber so Kamikaze werden die bei „jetzt“ nicht drauf sein. Den Shitstorm der woken Leser*_ixen würden die nicht überstehen….Brand ruiniert.

            „Mehr als zwei oder drei hochpreisige Escort-Services werden die nicht kosten.“

            Wieviel ist das in BJs?

      • Hmmm.
        Das wäre insgesamt billiger, weil man Zeitschriften und Zeitungen, Rundfunk und TV unter eine zentrale WORTmaschine (am Anfang war das WORT) vereinigen könnte und Personal würde nicht benötigt.
        Man wüsste als Bevölkerung auch von vorne herein, es erwartet einen flächendeckend Gesülze der KI und griffe dann wieder zu einem guten Buch (TM), um sich zu informieren.
        Ich sehe da insgesamt nur Vorteile. 🙂

    • Natural Language Generation KIs sind heute schon extrem leistungsstark. Die von Ihnen generierten Texte, u. A. zu Sportereignissen oder Unternehmensnachrichten (z. B. Jahresbericht) werden von Lesern teilweise als höherwertig und leichter verständlich eingestuft.

      Fox News Sports setzt das z. B. ein, um anhand statistischen Dateninputs Texte für Websites und Kommentatoren zu generieren.

      Man könnte sicherlich einen Gender NLG bauen, den man einfach mit Genderterminologie füttert. Natürlich kann man auch einen Bullshit generator bauen, der nur die Terminologie syntaktisch korrekt ohne Sinn aneinanderreiht. Das wäre gar nicht so schwer.

      • @Flin

        Das wäre eine Erweiterung von dem hier: Postmodernism Generator

        „Der Postmodernism Generator ist ein Computerprogramm, das automatisch „enge Imitationen“ des postmodernen Schreibens erzeugt. Es wurde 1996 von Andrew C. Bulhak von der Monash University mit der Dada Engine geschrieben, einem System zur Erzeugung von zufälligem Text aus rekursiven Grammatiken.“

        https://www.elsewhere.org/pomo/

        Alle diese Texte ergeben keinerlei Sinn und sind vergnüglich zu lesen.
        Direktes Resultat des ursprünglichen Hoax von Alan Sokal.

  12. „Liebe junge weiße Männer,“

    Stopp, stopp, stopp, bis hierhin und nicht weiter!

    Diese „weissen Männer“ können niemals jung sein, nach der Theorie müssen die immer alt sein. An wen wendet sich hier die SZ überhaupt? Doch bestimmt nur an ihr rassistisches progressives Publikum, welches mal wieder in Hassgefühlen schwelgen will. Was für eine widerliche Journaillie.

  13. Es ist wie mit dem Fuchs und den Trauben, die zu hoch hängen.

    Oder wie mit dem Hund, der auf dem Sofa liegt, sobald man den Raum verlassen hat. War es je anders? Haben sich Stalin & Genossen nicht auch zum Sklavenhalter aufgeschwungen, sobald sie nur die Möglichkeit dazu hatten? Oder die vielen anderen Sektenführer, die allesamt vorhatten, die Welt zu retten?

    Der alte weiße Mann, so wie er real im Moment beschrieben wird, steht für mich eher zwischen dem nichtskönnenden Schein-Revoluzzer und dem Thron, den er gerne unverdient erklimmen möchte. Er ist im Weg, aber er ist auch das Ziel der Wünsche, der alte König, der weg soll.

    Und dann?

  14. Solche Artikel zeigen noch mal sehr deutlich, daß viele Journalisten gar nicht denken können, sondern sich an etablierten, vermeintlich ergiebigen, wohlgefälligen Narrativen entlang hangeln. Sie entsprechen damit vielmehr dem Klischee der Dumpfbacke, des angepaßten Idioten und Opportunisten, das „alte weiße Männer“ umweht.

    Wir kommen, glaube ich, langsam in einen Zustand, wo man die geistigen Erzeugnisse der Qualitätspresse einfach nur noch abbilden muß. Kommentare sind unnötig.

    Und man kann gar nicht oft genug sagen, wie strunzdumm jene sind, die in unserer Gesellschaft eigentlich dafür zuständig sind, „geistige Wertarbeit“ zu leisten.

    Sie haben die formale Bildung dafür, sind aber trotzdem strunzdumm.

    Und die linken Parteien sind voll von solchen Leuten, die sich dann wundern, daß es einen „Rechtsruck“ gibt.

    Aber es scheint ein universelles Problem zu sein, daß Mainstream zu Hochmut und Gehirnerweichung führt. Linke waren wirklich mal progressiv. Heute sind sie Mainstream und zu faul, zu saturiert, um kritisch zu denken. Sie sind noch nicht richtig auf die Schnauze geflogen. Selbst die AfD bringt sie nicht zum Nachdenken. Und Renegaten und Ketzer wie Palmer oder Wagenknecht werden rigoros ausgegrenzt.

    Deshalb ist auch die Unterscheidung in Demokratie und Diktatur nur bedingt sinnvoll. Es finden überall dieselben Prozesse der Ideologisierung und Ausgrenzung statt. Nur daß man in Demokratien das Ganze zumindest halbwegs eindämmen und sich schützen kann.

    PS: Konservative sind aber auch strunzdumm, wie man hier im Kommentarbereich häufig sieht. Da werden dann Klimawandel und Klimaschutz bis zur Gehirnerweichung infrage gestellt. Oder die Pandemie und diesbezügliche Maßnahmen. Atomkraft ist supertoll und was weiß ich.

    Man kann nur zwischen linker und rechter Verblödung wählen.

    • Und was ist nun das kleinere Übel? Die Rechten haben zumindest eine konkrete Vorstellung von einer funktionsfähigen Gesellschaft. Bei den Linken ist es sowas wie eine grobe Traumwelt aus einem Zeichentrickfilm, die schon im Ansatz nicht funktionieren kann. Und die sind nichtmal in der Lage das zu erkennen.
      Mir persönlich ist es egal ob irgendeine Form von „Deutscher Kultur“ 2050 noch exisitiert (sehr unwahrscheinlich), ich kann jederzeit in eine zweite Heimat.
      Etwas schade um die Deutschen ist es aber, weil sie in der Vergangenheit bemerkenswerte und geachtete Beiträge zur Welt geleistet haben und die Tendenz zum Bunten Staat eher Beiträge „anderer Natur“ bringt. Lachhaftigkeit, Ausnutzbarkeit und Schwäche sind das Bild vom Deutschen im Ausland.

      • Also das ist mir allemal lieber als das Bild, das die USA, Brasilien oder Rußland abgeben.

        Leute wie du blenden für gewöhnlich aus, was Rechte alles so tun, damit eine Gesellschaft nicht funktioniert.

        Sie lehnen z.B. eine Abschaffung des schulischen und elterlichen Züchtigungsrechtes ab, verharmlosen ein gefährliches Virus, lassen Regenwald vernichten oder betreiben eine paranoide Kommunistenhatz. Manchmal führen sie auch völlig sinnlose Kriege. Die LIste ließe sich endlos fortsetzen.

        Dein Kommentar zeigt noch mal schön, in was für einem extremen Verleugnungszustand sich viele Rechte befinden und daß man mit einem Wechsel nach rechts vom Regen in die Traufe fällt.

        Du hast mit deinem Kommentar ungewollt meine Aussagen bestätigt. 🙂

        • Lieber USA/Russland/Brasilien als Kuba, Venezuela oder Nordkorea. Alles immer noch Leuchttürme der Freiheit auf den jeweilgien Kontinenten. Interessant fand ich ein Gespräch mit einem Linken letztens, der meinen Eindruck bestätigte, dass im Linken Spektrum persönliche Freiheitsrechte und Verantwortung für eigene Entscheidungen eher als rechte Politik eingeordnet werden. Ich konnte nie die Deutschen und ihren Drang zur Kontrolle des Nachbarn verstehen. In meiner Wahlheimat und selbst in meiner osteuropäischen Heimat war das nie so. Der deutsche Sonderweg ist faszinierend weil er eben so einzigartig auf dem Planeten ist und auch im Ausland viel gerätselt wird, was mit den Deutschen verkehrt läuft. Geschichte? Kultur? Propaganda?
          Das mit dem „extremen Verleugnungszustand“….(jaja…nazi,Misogynist,Faschist,Schwurbler, Aluthutträger usw….alles schon tausend mal gehört….am Ende sinnlos, sich gegenseitig zu beleidigen, wenn man sich nicht auch mal prügeln kann, was den Konflikt dann endlich mal auf ein Erwachsenes Level bringen würde…zumindest das mit dem shamen wäre schnell vorbei und man würde wieder vernünftig diskutieren, wenns auf jede Beleidigung/Shaming/persönlichen Angriff direkt eine Backpfeife gäbe)

          Viel Lustiger:Da ist jetzt was ganz Interessantes passierrt, was wir mal analysieren können:

          Das Shaming „extremen Verleugnungszustand“ ist im Stile von vielen weiblichen und männlichen Feministen. Nur warum? Wärest du eine Frau. Ok. Ich bin halt nicht deiner Meinung, das es emotionale Aussetzer gibt, ist zu erwarten.
          Beim Männern ist es wohl eine Folge fehlender maskuliner Rollenbilder. Der Shamende zieht sich auf die Taktik zurück, die er in seiner weiblich dominierten Erziehung als zielführend erfahren hat. Die Auseinandersetzung mit den Argumenten kann so gemieden werden. Das wäre für mich zumindest die logische Schlussfolgerung.

          Eine Frage: Bist du von einer alleinerziehenden Mutter großgezogen und hattest nur weibliche Familienangehörige im nahen Umfeld? Warum sollte man sonst als heterosexueller Mann die Notwendigkeit verspüren jemanden zu shamen? Ist das schon „fragile Männlichkeit?“;D

        • Vielen Dank, oneiros, für diesen konfusen Kommentar, der null „Grip“ hat.

          Ich sprach von der Alternative entweder Deutschland oder USA/Brasilien/Rußland, wo die rechte Verblödung wesentlich schlimmer ist als die linke bei uns.

          Da du argumentativ unterlegen und ideologisiert bist, kommst du nun mit Kuba/Venezuela/Nordkorea, um die es natürlich nicht ging.

          Du bist geradezu ein Konservativer/Rechter, wie er im Buche steht. Vielen Dank noch mal für diese Demonstration des paranoiden und autoritären konservativen Weltbilds. 🙂

          Meist rechtfertigen und rationalisieren Menschen solch autoritäre Systeme wie in den USA, Brasilien oder Rußland, weil sie es nicht anders kennen und aufgrund ihrer autoritären Erziehung für völlig normal halten.

          Es gibt Studien, die klar zeigen, daß Linke eine weniger autoritäre Erziehung genossen haben als Rechte – im Schnitt. Dafür braucht man natürlich keine Studien, um das zu erkennen, denn Konservative outen sich ja ungewollt durch ihren spießigen, autoritätsgläubigen Gestus und den Hang zur Korruption etc.

          Viele Leute brauchen Studien für die offensichtlichsten Offensichtlichkeiten. Wie z.B. daß Masochismus keine „sexuelle Orientierung“ ist, sondern die Reinszenierung einer traumatischen Kindheit.

          • Ja die Studien und Umfragen… und die viel zitierten Experten erst:D. Mittlerweile hat dank junkscience jeder eine Studie/Umfrage/Experten parat, die das belegen, was er gerade braucht. Es ist daher auch nicht mehr so spannend, wenn Person A und Person B sich gegenseitig Studien, Bücher und sonstige Arbeiten an den Kopf werfen, die weder der eine noch der andere gelesen hat oder lesen wird. Am Ende kann man eh nur Tendenzen und Trends erkennen.

            Und selbstverständlich wurde ich autoritär erzogen…wie kann es auch anders sein? Wie viele andere Konservative wurde ich regelmäßg von meinen Eltern und Lehrern schön auf Linie geprügelt, musste morgends stramm mit gehobenen Arm stehen und es wurde auch gemessen ob der Scheitel sitzt..hab ich was vergessen?.:D:D…solange dir die Vorstellung hilft… meinetwegen.

            Global gesehen meine ich schon eher in links und woken Nationen, wie Schweden, Neuseeland, Australien mehr autoritäre Tendenzen und auch deren Umsetzung zu sehen als in eher rechts regierten, wie zum Beispiel Polen. Zumindest habe ich in Polen noch nie gehört, dass jemand für ein paar Worte in einer Whatsappgruppe gleich den Job verloren hat oder jemand ins Gefängnis geht, weil er den ÖR nicht zahlt.

            Ertstaunlicherweise sind es in Deutschland 2021 die Linken die sich mehr Staat wünschen, die Antifa, die für die Regierung auf die Straße geht und es ist der linke Asta, der an den Unis die Studenten schön marxistisch indoktriniert. Die ganzen autoritären Werkzeuge, wie das NetztDG kommen aus linker Feder und die fixe bereits widerlegte Idee „Diversität ist eine Stärke“ und „Homogenität eine Schwäche“ ist auch nicht gerade konservativ.

            Ob Rechte nun korrupter, spießiger, autoritätshöriger als Linke sind…who cares, solange sie mich in Ruhe lassen und ich nicht in irgendeiner Form von Abgaben finanziell beteiligt bin, kann Deutschland meinetwegen auch die Planwirtschaft einführen….da hätten wir Exilanten alle was zu lachen.

    • Leider muss ich Dir da zustimmen. Es gibt signifikante Probleme in der Welt und in unserem Staat. Klimaerwärmung und Ressourcenraubbau laufen der Armut und dem Hunger langsam aber sicher den Rang ab. Aber die klassischen, linken Themen wie gerechte Entlohnung oder Beteiligung aller an Produktivitätszuwächsen sind ja nicht aus der Welt, sondern haben sich deutlich verschärft. Auch wenn intelligente Menschen heutzutage einfacher den richtigen Weg aus den Alltagsfallen einschlagen können, da das Wissen verbreiteter ist.

      Was allerdings auch verbreiteter ist, ist die ganze fake news Geschichte. Ob Gender, Diversity, Asylbewerber, Klimaerwärmungsleugnung, Corona, Trump-Putsch und angebliche Wahlfälschung, bis hin zum Framing der Weltwirtschaftskrise als „Euro-Schuldenkrise“ oder den Inflationsbeschwörern… Das ist schon heftig, was da betrieben wird. Und alles entlang ideologischer Gräben, bei denen kritische Geister von den wahren Gläubigen exkommuniziert werden.

      Eine nüchterne Betrachtung sachlicher Ist-Zustände ist gar nicht möglich. Die Meinungen sind gefasst, von anekdotischer Evidenz verstärkt, in parteipolitische Formen gegossen und von Twittermobs, Cancelern und Wuthorden belohnt oder bestraft.

      Und im Hintergrund sitzen Lobbies und Korruption, die noch jedes sinnvolle, staatliche Handeln dazu missbrauchen, sich selbst und ihren Handlanger die Taschen noch voller zu machen.

  15. Der absolute Witz ist ja eigentlich, man kann einen xbeliebigen Nichtweißen egal welchen Alters nehmen und dagegen sind wir immer noch Frauenrechtsbefürworter.

    Erklär doch mal einem Taliban, Frauen haben die gleichen Rechte wie Männer. Der ist intellektuell nicht mal fähig, das zu begreifen. Das war das Extrembeispiel, frag nen Schwarzen oder einen Latino, die lachen dich aus.

  16. Ja, ich wäre lieber ein schwarzer Mann. Die Feministas würde ich alle wegballern.
    [video src="https://honigforum.com/data/video/21/21326-39821cf4398e812844433a73f6ba6960.mp4" /]

  17. Das gute daran, ein alter weißer Mann zu sein ist, dass man sich daran erinnern kann, wie es war, als man ein junger weißer Mann war. Ich war jedenfalls durchaus ähnlich wie die Autoren dieses Textes, wusste genau, was gut und was schlecht ist, wusste, das Frauen ständig diskriminiert werden (erzählten sie mir schließlich so), dass die Länder der III. Welt arm waren, weil wir sie ausbeuten, dass alle genug zum Leben haben würden, wenn die Reichen bereit wären, etwas abzugeben, überhaupt dass für alles Schlechte in der Welt böse Individuen verantwortlich sind, die wollen, dass sich nichts ändert.

    Das sehe ich heute alles anders. Ursache dafür sind Erfahrungen die ich gemacht habe, Bücher die ich gelesen habe, Reisen (sehr wichtig), Menschen die ich kennen gelernt habe.

    Das alles braucht Zeit, und ich bin sicher, dass auch diese jungen Leute noch viele Erfahrungen machen werden. In sofern sollte man Geduld mit ihnen haben. Schön wäre es aber auch, wenn man das was sie da so von sich geben, nicht so ernst nehmen würde, vor allem, wenn die Medien nicht so einseitig nur deren Ideen wiedergeben würden.

    • überhaupt dass für alles Schlechte in der Welt böse Individuen verantwortlich sind, die wollen, dass sich nichts ändert.

      Das siehst du heute anders? Dann warst du als junger weißer Mann definitiv klüger.

      Bitte unterstütze nicht das feministisch-woke Narrativ, indem du das Klischee vom ignorant-zynischen, emotional unterentwickelten alten weißen Mann bedienst.

      Alles Schlechte, woran die Welt heute leidet, wurde von „bösen“, also ignoranten, zynischen, egozentrischen Individuen verursacht.

      Jetzt bin ich gespannt auf die Gegenargumente, die bei solchen Diskussionen für gewöhnlich ziemlich ignorant, zynisch, reduktionistisch und formalistisch sind. Weil es die meisten Leute nicht interessiert, wie das „Böse“ entsteht. Kleiner Tip: Es entsteht in der Kindheit.

      Viele Leute glauben lieber, daß irgendein abstraktes „System“ die Menschen zum Bösen verführe. Ändert man dieses „System“, ist das Böse dummerweise immer noch da – nur in einem anderen Gewand. Weil man diese Sache mit dem Individuum und der Kindheit nicht verstanden hat.

      Daher bilden sich auch viele Leute ein, daß psychische Erkrankungen einfach so existieren können, keinen Bezug zur Kindheit haben. Und vertrauen dann auf Aussagen von Psychopathen, die steif und fest behaupten, sie hätten eine glückliche Kindheit gehabt.

        • Willst du deine eigene autoritäre Erziehung nicht infrage stellen?

          Willst du suggerieren, daß realexistierende Kinder einen geradezu dazu zwingen, autoritär zu handeln? Daß das Böse mithin bereits in den Kindern ist?

          Dann ignorierst du weiterhin das Leid, das dir selbst als Kind widerfahren ist.

          Und verstehst daher auch nicht, woher das „Böse“ in der Welt kommt.

          Es gibt aber immer mehr Leute, die die Zusammenhänge verstehen.

          • Ein einfaches „Nein“ hätte genügt.

            Wenn ein Blinder über Farben schwadroniert, kommt nur selten etwas Gescheites dabei heraus.

  18. An einer solchen Stelle mag ich einfach nicht weiterlesen. In der Regel kommt auch danach nur Schwachsinn:

    „Wegen ihres Geschlechts und ihrer Hautfarbe genießen alte weiße Männer von Geburt an Privilegien, die andere nicht haben.“

    Mh, Wehrdienst zu leisten, zum Beispiel. Prima „Privileg“.

  19. Ich finde den Artikel eigentlich ziemlich traurig, wenn man genauer drüber nachdenkt.

    Sophie Aschenbrenner, stellvertretende Redaktionsleiterin JETZT, Beginn Studium 2011. Studienfächer Kunstgeschichte, Französisch, Literaturwissenschaften. Alles Informationen die man sofort mit googeln rauskriegt.

    Ich stelle die Vermutung an, daß es ihr überhaupt nicht um „alte weisse Männer“ geht. Sondern darum daß sie in das Alter kommt (sie dürfte jetzt so 29-30 sein) wo es endgültig ernst im Leben wird. Besonders für Frauen (Stichpunkt „Die Wand“), und ihre Studienwahl die Zukunft nicht unbedingt leichter machen wird. Daß sie hier trotzig gegen das anschreibt was ihr eigentlich klar ist was passieren wird, sie es aber nicht wahrhaben wird.

    Daß sie zunehmend nicht mehr im Mittelpunkt stehen wird. Daß sie zunehmend mit Konkurrenz zu kämpfen haben wird. Daß die Glamourjahre vorbei sind, und jetzt Solidität gefragt ist. Daß Leistung gefragt ist wenn man was will, und nichts auf dem Silbertablett präsentiert wird. Daß sie Kompromisse eingehen werden muss. Daß das Leben nicht so abläuft wie in ihren Mädchenträumen.

    Ich stimme ihr deshalb durchaus zu, daß „alter weisser Mann“ nur ein Begriff ist, und zwar ein Begriff für all diese Punkte vor denen sie offenkundig Angst hat. Deshalb wünscht sie sich auch so verzweifelt eine „andere Gesellschaft“. Das schöne Wolkenkukucksheim wo sie auf ewig Prinzessin sein kann.

    Also ein Trotzartikel einer „Womanchild“, die gerade eine harte Lektion verabreicht kriegt, und gegen ihre Ängste anschreibt. Regt euch nicht über den Artikel auf, sie meint wirklich nicht uns „alte weisse Männer“. Wie jede Feministin redet sie im Grund nur von sich selbst, und zwischen den Zeilen gelesen ist es eigentlich sehr bemitleidenswert was sie schreibt.

  20. Der alter weiße Jude Mann ist das Hassymbol der Wokoharam, Genderfetischistinnen und FemiNazis. Jegliche Ähnlichkeiten zu bekannten geschichtlichen Vorgängen sind absichtlich rein zufällig.

    Erstaunlich ist nur immer die Rolle der Medienvertreterinnen, die unkritisiert ihrem Treiben nachgehen können. Die im ÖRR deutlich zu spürende (hörende) „Gerechtigkeitswelle“ ist das deutlichste Sympthom einer jahrelangen Fehlentwicklung.
    Machen wir uns nichts vor, ab Oktober gibt es RRG und eine feministische Regierung. Diese wird in den 4 Jahren alles, aber auch wirklich alles unternehmen, um für eine 2. Amtsperiode an der Macht zu sein. Es wird also noch 8 Jahre dauern, bis der Widerstand möglicherweise etwas ändert.

  21. Ich habe am Wochenende einer Gruppe gesinnungsethischer, und moralistischer Leute gesagt, dass ich fordere, die ‚altemann‘- Attitüden einzustellen und deshalb kein Geld mehr nach Afrika zu überweisen und keine Leute mehr aufzunehmen, da beides aussichtlos sei und koloniales ‚altemann‘- Verhalten. Denn was solle das Geld bewirken und die Flüchtlingsaufnahme, wenn die Geldnehmer und Menschenerzeuger in 7 Tagen eine Million neue produzieren – das war dann auch wieder nicht recht. Also straight ahead alter weißer Mann bleiben!

  22. Ich bin männlich, weiß, alt (58J.) und privilegiert.

    Meine Privilegien rekrutieren sich aber nicht direkt aus meinem physischen „Weiss-Sein“, sondern durch einen dritten Faktor dazwischen, nämlich mein „Geburtsort-Privileg“:
    Ich bin nämlich in Westdeutschland geboren und nicht in Rumänien, Albanien, Ghana, Somalia oder sonstwo. Das ist die halbe Miete.
    Ich konnte mich ins fertig gemachte Wirtschaftswundernest setzen und die Bildungsmöglichkeiten nutzen.
    Davon habe ich massiv profitiert.
    Dieses Geburtsortprivileg haben natürlich auch die (westlichen) Frauen.

    Dass ich physisch weiß bin, ist nur ein evolutionsbiologischer Neben-Effekt aufgrund meines Geburtsortes in Europa bzw. als Mitglied der mitteleuropäischen Bevölkerungsgruppe, ist aber nicht Ursache meiner Privilegien.

    Der dritte Faktor, Privilegiert durch den Geburtsort, Hautfarbe nur Nebeneffekt aufgrund des Geburtsortes, wird bei der Diskussion meist vernachlässigt

    • Doch, Dein weiß sein ist die Ursache.
      Kann man schön beobachten, jetzt wo Europa entweißt wird, werden die Standortvorteile abgetragen.
      Konnte man umgekehrt ebenfalls sehen.
      Ein Südafrika unter europäischen Genen, ebenso ein Haiti, sahen doch viel ansprechender aus, als solcher Gegenden es ohne europäische Gene tun.

      Gut, mein Sinn für Ästhetik und was gut ist mag abweichen.
      Denen die die das anders sehen sei viel Spaß mit den Sandkeksen gewünscht.

  23. Der Begriff alter weisser Mann finde ich sehr praktisch. Kommt dieser in einem Text vor, brauche ich den Text gar nicht mehr weiterzulesen. Reine Zeitverschwendung.
    Alter weisser Mann ist das Triggerwort dafür, dass ab jetzt nur noch geistigen Dünnschiss kommt.
    Dasselbe gilt auch für Texte mit all den schönen Genderverzierungen, wie dem BinnenI oder dem *in.
    Die Form ist wichtiger als der Inhalt.

  24. „Alles was Feministinnen wollen, ist doch nur Gleichberechtigung!“

    • Naja, mit mehr Frauen an der Macht wird ja alles besser….

  25. Pingback: Captain Halfwheeler über den alten weißen Mann | uepsilonniks

  26. Pingback: Wenn man die Argumentationsstruktur zum „alten weißen Mannes“ auch in anderen Bereichen verwenden würde | Alles Evolution

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