Das Nichteinschreiten der Männer bei sexistischen Verhalten und „Yes all Men“

Auf dem radikalfeministischen Twitteraccount „feminist next door“ ging es in erweiterten Sinne um „Yes all men“ bzw die (aus feministischer Sicht) Ausrede der Männer, dass sie ja das sexistische System nicht stützen:

Ausgehend von diesem Tweet:

Wurde dann die folgende Frage gestellt:

Also:

Women: have you ever seen a man you weren’t dating or related-to step in and correct misogyny in action? Have you ever seen a man tell another that he needs to stop because it’s wrong, rather than because of his relationship to you? I can think of 1 or 2 times in my entire life.

In den Tweets darunter häufen sich dann die Stimmen von Frauen, die anführen, dass Männer nichts machen.

Das erste Argument dazu wäre: Ich bin nicht als Mann für das Handeln anderer Männer verantwortlich und muss auch nicht das Risiko eingehen, dass dieser mir gegenüber aggressiv wird um eine wildfremde Frau zu beschützen.

Das wäre eher auf einer theoretischen Ebene. Aber tatsächlich wüsste ich auch von wenigen Situationen, bei denen ich „Frauenfeindlichkeit in Aktion“ erlebt habe und Frauen verteidigen musste.

Aber da ist meine Welt vielleicht auch nicht der Maßstab.

Ein Nachteil bei Situationen zB bei denen eine Frau in einer Bar „blöd angemacht“ wird, ist das es auch nicht einfach abzuwägen ist, ob man einschreiten sollte, schlicht weil ich genug Situationen kenne, bei denen jemand was gesagt hat und die Frau ihn zurechtgewiesen hat, dass er sich nicht einmischen soll.

Aber ich bin auch dank Kindern kaum noch in wilderen Locations und mein letzter Diskobesuch ist schon einige Zeit her.

54 Gedanken zu “Das Nichteinschreiten der Männer bei sexistischen Verhalten und „Yes all Men“

  1. Die quacken nur so laut, damit niemand auf die Idee kommt Fehlverhalten von Frauen anzukreiden und Frauen aufzufordern ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.

    • In meinem Grundstudium Psychologie waren nur 11 von 156 Studenten (7 %) Männer. In meinem Hauptstudium waren nur zwei von 17 Studenten (12 %) Männer. Wenn ich in dieser Zeit Fragen stellte oder über männerspezifische Themen diskutierte, wurde ich oft abgewimmelt. Ich fühlte mich ein wenig wie eine Antilope unter 145 Löwinnen, und wenn ich etwas erzählte, das als „anders“ als die Erfahrungen meiner weiblichen Kollegen angesehen wurde, wurde es entwertet. Nach einer Weile hatte ich das Gefühl, dass meine Ansichten nicht gut genug waren, weil ich männlich bin. Das brachte mich sogar dazu, meine eigenen Probleme mit männerspezifischen Themen zu hinterfragen. Ich begann, Selbstzweifel zu entwickeln und überlegte, ob es mir an emotionaler Intelligenz mangelte. In Verbindung mit meinem anderen Minderheitenstatus an der Universität – ich gehöre zur Arbeiterschicht – hatte ich das Gefühl, dass meine Stimme nicht zählt, und die Cancel Culture wurde zu einem echten Problem.

      Während meines Studiums begann ich zu reifen und hatte glücklicherweise unterstützende Dozenten, die mir und meinen männlichen Kollegen bei der Gruppendynamik halfen und es uns ermöglichten, uns auszudrücken und unser Selbstvertrauen zu stärken, wenn wir uns an Gruppendiskussionen beteiligten. Nicht alle weiblichen Kollegen schienen männerfeindlich zu sein, aber eine kleine Handvoll vermittelte sicherlich diesen Eindruck.

      https://genderama.blogspot.com/2021/09/warum-sind-so-wenige-psychotherapeuten.html

      Das empathische Geschlecht weiß was Frauen wollen und was Männer wollen sollen. Also was braucht es da noch die Meinung und Erfahrungen von tatsächlichen Männer.

      Und nun zu der großen Frage warum Männer sich selten Hilfe holen. Da kann mit Sicherheit nur festgestellt werden, das FRAUEN damit überhaupt nichts zu tun haben.

      Feministinnen behaupten das ‚Gewalt gegen Frauen‘ oder ‚Menstruation auf einer Leimwand‘ Tabu-Themen sind, Themen über die man regelmäßig lesen kann. Nee, wirkliche Tabu-Themen sind das schädliche, empathielose Verhalten von Frauen gegenüber Männern.

      Während meiner gesamten akademischen Laufbahn, bis zu meiner Promotion und während jeder Position im klinischen Dienst des Gesundheitsdienstes, die ich innehatte, war ich immer der einzige Mann oder einer von nur wenigen Männern (einschließlich der Führungskräfte), was eine Herausforderung darstellte. Beispielsweise waren sowohl männliche als auch weibliche Patienten bereit, bis zu elf Wochen auf einen männlichen Psychologen zu warten; gelegentlich war ich der einzige männliche Assistenzpsychologe, der Verhaltenstherapie beurteilen und anbieten konnte. Ich hatte volles Verständnis für die Bedürfnisse dieser männlichen Patienten: Wenn ich beispielsweise schlechte Erfahrungen mit einem weiblichen Psychologen gemacht hatte oder mich bei einem Mann einfach wohler fühlte, wäre auch ich bereit gewesen, auf einen männlichen Psychologen zu warten. Sich von seinem Psychologen verstanden zu fühlen und Empathie zu erfahren, ist von entscheidender Bedeutung. Wenn diese Verbindung fehlt, gibt es kein therapeutisches Bündnis.

      Männer sind steht bemüht Frauen zu verstehen. Bei Frauen bin ich mit umgekehrt nicht so sicher. Der Grund ist, das Frauen es nicht müssen. Männer laufen ihnen auch so hinterher.

      So wurde ich zum Beispiel von der weiblichen klinischen Leitung gebeten, neun neue Assistenzpsychologinnen in die Geheimnisse einzuweihen, wie ich so hohe Erholungsraten in den von mir geleiteten verhaltenstherapeutischen Gruppen erzielen konnte. Abgesehen von zwei der neun starrte die Gruppe nur ins Leere, und eine sagte: „Sie sind nicht mein Vorgesetzter, ich weiß nicht, warum ich überhaupt hier bin und Ihnen zuhöre“. Am Ende kam unsere klinische Leiterin herein, und die meisten verstauten ihre Handys und hörten ihr aufs Wort zu. Das war keine angenehme Erfahrung, und wenn ich mich an einer kollektiven Diskussion beteiligte, wurde das entweder abgetan oder ignoriert.

      Ich denke weiterhin das Frauen die größeren Sexistinnen sind. Für sie spielt das Geschlecht des gegenüber der redet i.d.R. eine größere Rolle wie für Männer. Sagt eine Frau das gleiche wie ein Mann, bewerten Frauen es oft komplett anders.

      • Es ist völlig absurd zu suggerieren, daß der geringe Männeranteil bei den Psychotherapeuten auf Männerfeindlichkeit zurückgehe.

        Arne Hoffmann ist ja ein verkappter Gender-Freak.

        Frauen sind von ihrer biologischen Grundverfassung stärker auf Empathie, Kommunikation, Beziehung usw. ausgerichtet. Das ist der simple Grund, warum sie auch in psychosozialen Berufen „überrepräsentiert“ sind.

        Sind die geschilderten Erfahrungen des obigen Psychologen repräsentativ? Daran kann man durchaus zweifeln. Er scheint auch nicht auf den geschilderten weiblichen Chauvinismus angemessen reagiert zu haben.

        Wenn ich mir angucke, was für ein psychologischer Analphabetismus selbst heute noch unter vielen Männern herrscht, wundert es mich überhaupt nicht, daß es so wenige männliche Therapeuten gibt.

        Wobei meines Wissens das Verhältnis eins zu zwei ist, oder? Also noch ganz ordentlich.

        Ich vermute mal, daß bis 1960 oder so der Männeranteil bei 80% lag. Aber das ist nur mal eine Schätzung.

        Es ist jedenfalls auch von der Alltagserfahrung her offensichtlich, daß Frauen in psychischen Belangen mehr Talent haben. Auch Psychobücher wie die von Alice Miller werden vornehmlich von Frauen konsumiert.

        Die geschilderten Erlebnisse sind natürlich prekär. Aber man sollte die biologischen Ursachen der Mann-Frau-Verteilung nicht unter den Teppich kehren, um möglichst viel „Diskriminierung“ herauszuholen.

        Dann würde man zu sehr Feministinnen ähneln, die ja genauso agieren.

        Die Geschichte illustriert meiner Meinung nach eher, was eben auch Frauen für Arschlöcher sein können und daß es so etwas wie matriarchale Dynamiken gibt.

        • Das Frauen Männern ihre Erfahrungen absprechen und ihnen stattdessen irgendwas unterstellen, das ihnen schön ins Weltbild passt, sieht man häufig. Immer wenn Frauen behaupten „Die haben nur Angst vor starken Frauen“ fällt das unter die Kategorie.
          Aber ja, das Bedürfnis von dem Großteil der Frau mit Menschen zu arbeiten, wird zu mehr weiblichen Bewerbern führen, aber der numerus clausus in Psychologie (1,4 und besser) und die generelle schlechtere Benotung von Jungen bei gleicher Leistung, der nicht vorhandenen Jungenförderung und der auf Mädchen ausgerichtete Unterricht haben sicherlich ebenfalls ihren Anteil.

        • „Auch Psychobücher wie die von Alice Miller werden vornehmlich von Frauen konsumiert“

          Ich frage mich grad, ob es außer Alice Miller auch andere Psychologen gibt.

          Nein, oder?

          Die gesamte Psychologie ist eine One-Woman-Show.

          Kein Wunder, dass Männer da nicht mitmachen können, sollen, mögen.

  2. Frauen wollen emanzipiert und erwachsen sein, und brauchen Männer, wie Fische Fahrräder – aber im Zweifel soll der Mann ihr die Kastanien aus dem Feuer holen und sich verantwortlich für ihre Fehler fühlen. Das ist ja wohl nicht zuviel verlangt!

  3. 1. Was verstehen die denn unter „Frauenfeindlichkeit“?

    2. Wo sind die Frauen, die öffentlich erklären, dass sie so einen Dreck wie die SPD („Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.“) nicht mehr wählen? Wo sind die Frauen, die Frau Schwarzer, welche bei brutalsten Gewaltakten gegen Männer in Jubelrufe ausbricht, offene Briefe schreiben, dass diese Person nicht das Mandat hat, für „die Frau“ zu sprechen?

    3. Frauen sind stark. Die brauchen keine Hilfe vom Prinzen.

    • „Was verstehen die denn unter „Frauenfeindlichkeit““

      Alles, was die konkrete Frau in der konkreten Situation irgendwie doof findet.

      Das selbe Verhalten kann von der selben Frau in leicht unterschiedlicher Situation (z.B. der eben noch frauenfeindliche Mann hat schönere Haare) als OK gewertet werden.

      Das ändert aber natürlich nichts daran, dass „frauenfeindlich“ ein gefühlt objektiver Tatbestand ist, so dass das Jaulen des Pudels: „Ich wusste doch nicht, ob du das gut oder schlecht findest“ eine offensichtlich faule Ausrede ist.

      Es ist zunehmend ermüdend, das Weltbild von Feministinnen inhaltlich zu betrachten. Es läuft ja doch immer nur auf „Fair ist, was ICH WILL“ hinaus.

    • Ich kann Ueps da nur zustimmen. Wieso solte ich mich da einmischen??? Wenn eine geschlagen oder offensichtlich bedrängt wird, ist das was anderes, aber sich gegen einen dummen Spruch wehren? Das muss die doch wohl selber können.
      Außerdemkann Mann das ja garnicht beurteilen. In Schweden dürfen Frauen sich noch nach einem halben Jahr überlegen, dass der schlechte Sex damals wohl eine Vergewaltigung war – wenn Die das erst nach Monaten weiß, wie kann es dann jemand anderes vorher wissen? Vielleicht ändert sie ja ihre Meinung wenn sie sieht, dass er Porsche fährt.
      Eine Frau ließ sich mal von einem Kollegen etwas erklären (auf ihren Wunsch!) – da schaltete sich ein junger Helfer ein, um sie vor Mansplaining zu retten. Soll der ihr doch zu Hilfe kommen.

    • zu 1.
      Das ist einfach: Alles, was der Argumentation, Frauen sind immer Opfer, immer benachteiligt, widerspricht. Jetzt erst wieder bei Pinkstinks und natürlich laufend beim Spiegel erlebt: Habe im aktuellen Pinkstinks-Artikel drei objektiv falsche Punkte angesprochen. Der eine – „Frauen sind viel häufiger Gewaltopfer als Männer! – wurde einfach ignoriert, also auch nicht Richtiggestellt von der Redaktion. Bei den beiden anderen Punkten wurde mir, praktisch ohne wirklich auf meine Argumentation eingehen, vorgeworfen, ich wollte die Benachteiligung von Frauen relativieren und solle doch besser wütend über diese, aus meiner Sicht tatsächlich gar nicht vorhandene Ungleichheit, sein. Und im Spiegel-Forum heisst es regelmässig, dass hier nur lauter misogyne Kommentare zu lesen sind, obwohl nahezu alle Fakten nennen.

  4. Es gab mal eine Muselfrau, die in der U-Bahn dumm angemacht wurde und der dann einige Deutsche beistanden, wohl auch Männer. („primamuslima“)

    Solche Tweets wie angeführt drücken nichts anderes als den unbändigen Haß von Feministinnen auf Männer aus. Und natürlich deren Infantilität.

    Tiefenpsychologisch übersetzt sagen sie: Warum hat mir niemand geholfen, als mich mein Vater schlug oder sexuell mißbrauchte? Ich war hilflos der Männerwelt ausgesetzt. Und da ich keine Therapie mache und diese traumatischen Erlebnisse emotional in Verdrängung halte, bin ich paranoid und sehe überall nur eine mir feindlich gesonnene Männerwelt.

    Diese Sichtweise ist durchaus verständlich im Lichte der Kindheit. Nur ist sie halt eine Projektion und hat mit der objektiven Realität wenig zu tun.

    Sonst wären ja alle Frauen längst solche verbiesterten Feministinnen.

    Aber solche Fragen können sich Ideologen nicht stellen. Auch die Gendersprachler fragen sich ja nicht, wieso kaum jemand gendert. Zweifel sind konterrevolutionär.

    Die oben geschilderten tiefenpsychologischen Zusammenhänge sind übrigens schon xmal nachgewiesen worden. Das geht aber naturgemäß nicht mit „Studien“. Das funktioniert über ein kasuistisches Nachweisen dieser Mechanismen am konkreten Individuum. Wer sich ernsthaft für diese Dinge interessiert, lese die Seite von Alice Miller.

    https://www.alice-miller.com/de/feminismus-marxismus-und-kindheit/

    • Wer nur in „tiefenpsychologischen Zusammenhängen“ denkt, der hat doch die Kontrolle über sein Leben verloren! (Und zB an Alice Miller abgegeben?)

      • ich freue mich immer über die profunde und ernsthafte Kritik auf diesem Blog.

        Allerdings denke ich nicht nur in tiefenpsychologischen Zusammenhängen.

        Die Antwort darauf, warum Menschen derartig paranoid werden können wie z.B. Feministinnen, kann nur eine tiefenpsychologische sein. Niemand kommt so auf die Welt. Und es wurde an genug Menschen gezeigt, wie die Ursprünge von Paranoia in der Kindheit liegen.

        Wer sich mit diesen Arbeiten nicht auseinandersetzen will, nimmt sein Recht auf Blindheit und Verleugnung in Anspruch.

        @Truth

        Therapeuten betreiben keine Universitätspsychologie, sondern richten sich an Schulen aus. Dein Beitrag ist Nonsens mit Ignore-Potential. Erzähl‘ uns lieber, wie alt du warst, als du als Ministrant sexuell mißbraucht wurdest. Ich vermute mal, das war der Pastor damals. Oder wie lief das ab?

        Du könntest die Leute hier von der Homo-Ideologie therapieren, indem du zeigst, daß homoerotische Empfindungen auf sexuellen Mißbrauch in der Kindheit zurückgehen.

        Es gibt hier noch einige Leute, die diesbezüglich ewiggestrig sind und hinter’m Mond leben. Du könntest ihnen aus ihrer Umnachtung helfen.

  5. Da fällt mir doch eine lustige Geschichte mit meiner Exfrau ein. Ich war auf Arbeit, als sie leicht panisch anrief, da wäre eine Maus in der Küche und was sie machen solle. Später kam noch ein Anruf, sie hätte die Maus irgendwie gefangen und die wäre jetzt in einem großen Glas. Als ich dann nach Hause kam, waren sie schon befreundet und sie hat die Maus sogar gefüttert. Ich sollte das arme Tier dann gaaaaanz hinten im Garten aussetzen. Ich nahm das Glas und wie es das Schicksal so will, kam mir der Kater an der Tür entgegen.

    Meine Ex denkt wahrscheinlich immer noch, die Maus hatte ein langes freies Leben im Garten.

    Schön war auch, wenn laute Schreckenschreie zu hören waren. Das Ende des Powerfeminismus durch eine Spinne an der Wand. Da braucht es keinen Drachen.

    • Schöne Geschichte. Ist mir fast identisch mit meinem fünfjährigen Kind so passiert. Nur, dass da am Anfang nicht die Angst stand, sondern gleich das Mitgefühl mit dem süßen Mäuschen dominierte.

    • Das war auch mein erster Gedanke.

      Was in diesem Twitterthread IMHO wirklich passiert ist der angeborene weibliche Instinkt, Männer manipulativ gegeneinander aufzuhetzen, dann zuzuschauen wer von den beiden dann in der Auseinandersetzung gewinnt, um rauszufinden welcher die stärkeren Gene hat, und sich dann mit ihm zu paaren.

      Klassische toxische Weiblichkeit.

    • Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht:[N 1]
      „Den Dank, Dame, begehr ich nicht“,
      Und verlässt sie zur selben Stunde.

      ↑ Auf Intervention der Charlotte von Stein ersetzte Schiller den drittletzten Vers durch die harmlosere Fassung „Und der Ritter, sich tief verbeugend, spricht:“

      … wodurch die Erzählung für den Arsch wäre.
      Während Kunigunde den Ritter aus sexualisierter Herrschsucht zu den Raubtieren schickt, nimmt Charlotte von Stein dem Schiller seinen Reststolz, indem sie ihn dazu bringt, den Ritter als speichelleckenden Pudel darzustellen.
      Es war schon immer so – nichts Neues im Abendland.

      • Da schallt ihm sein Lob aus jedem Munde,
        Aber mit zärtlichem Liebesblick
        – Er verheißt ihm sein nahes Glück –
        Empfängt ihn Fräulein Kunigunde.
        Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht:
        »Den Dank, Dame, begehr ich nicht«,
        Und verläßt sie zur selben Stunde.

        Gut zu wissen, dass meine Gesamtausgabe anscheinend originalgetreu ist 🙂

        • In meiner Schiller-Ausgabe aus DDR Zeiten, steht der originale Text mit Handschuh in Fresse.
          Auf Nachfrage versicherte mir eine ehemalige Lehrerin, daß sie es auch im Unterricht in der Ex-DDR so vermittelt hat.

      • Unser Deutschlehrer hat uns damals gefragt, welcher Version wir den Vorzug geben würden. Was die anderen gesagt haben, weiß ich nicht mehr, aber ich habe die weichgespülte Variante empört abgelehnt.

      • @Beweis
        „Es war schon immer so – nichts Neues im Abendland.“

        Erst seit dem mittleren Mittelalter, Ursprung Südfrankreich. Hab mich immer gefragt, ob das nicht von den Sarazenen kam, denn die waren die mit der bewunderten Leitkultur damals. Hab aber keinen Beleg dafür je finden können. Möglicherweise also eine echte Neuschöpfung!

      • Es war schon immer so

        Immer mal wieder stolpert man über solche Geschichten, die es eigentlich gar nicht geben dürfte da die Frauen zu den Zeiten an den Herd gekettet waren. Faszinierend, wie Spock sagen würde.

  6. Frauen sind stark.
    Frauen sind privilegiert.
    Frauen handeln eigenverantwortlich.
    Frauen brauchen keine Hilfe von Männern.
    Viele Frauen empfinden die Einmischung als „mansplaining“.
    Schaut ein Mann zu, dann ist „male gaze“ die Beschreibung dafür.

    Egal was Mann macht, es ist falsch.
    Egal was Mann macht, es wird kritisiert, negativ erachtet und landet bei twitter als Hass Tweet.
    Also macht Mann gar nichts. Ist besser so.

  7. Im Grunde genommen stimme ich Anna Nühm voll zu. Frauen haben das Recht und die Pflicht ihre Probleme selber zu lösen, und im ersten Schritt heißt das, dass diese Frauen selber ihre Grenzen setzten und nicht auf den Aushilfspatriarchen warten, der hineininterpretiert, ob das jetzt „misogynes Verhalten“ ist oder etwas verkorkste (heute aber leider relativ normale) Beziehungsdynamik. Als Außenstehender ist das manchmal nicht leicht auseinander zu halten.
    Und jedes Mal, wenn ich diesen „Stand Up“-Clip von Loreal sehe (https://www.youtube.com/watch?v=jRB4nIKLZXI) denke ich, wie paternalistisch sollen Männer bitte sein? Und solche Frauen wollen eine Vorstandquote? Nein, Frau kann durchaus alleine sagen.
    – dass sie kein Interesse haben,
    – dass jemand an der Haltestange der U-Bahn bitte bei sich selber halten soll

    • dass jemand an der Haltestange der U-Bahn bitte bei sich selber halten soll

      Frau kann sich theoritisch sogar mal selbständig an einer solchen Haltestange festhalten, wenn die U-Bahn losfährt.
      Nein, die flog dann rückwärts durch den Waggon und reflexartig fing ich sie mit ausgetrecktem Arm ab, wobei ich sie natürlich am Rücken etwa zwischen den Schulterblättern berührte.
      Zunächst ernetete ich einen Blick und Ausstrahlung, als sei ich fleischgewordene Rape Culture, kurz später zischte sie dann doch noch ein sichtlich schmerzlich rausgewundenes „Danke“.

      Nächstes Mal stecke ich die Hand in die Hosentasche und kraule mir lieber die Eier.

  8. Mir geht dieser Machtanspruch, der hinter solchen Forderungen steht, auf die Nerven. Der ist übergriffig! Ich werde mir von keiner Feministin vorschreiben lassen, was ich zu tun oder lassen habe. Darin drücken sich die totalitären Überwachungs-Vorstellungen der post-demokratischen Eliten aus. Der Feminismus ist zu einer autoritär-reaktionären Gesinnung mutiert.

  9. Ich erinnere mich an eine feministische Diskussion zu den sexuellen Übergriffen Sylvester 2015/16 in Köln.
    Eine meinte anerkennend, in Rußland hätten sich bei ner ähnlichen Situation die Männer der Stadt zusammengefunden, und die Situation am dortigen Bahnhof handfest und nachhaltig bereinigt (hat Rußland auch Flüchtlinge aufgenommen?).
    Empörte polemische Frage, warum deutsche Männer dies nicht hinbekommen hätten.
    Interessante Frage (zu der mir einige Antworten einfallen), aber auch recht gedankenlos und anmaßend:
    Jeder kann sich die Schlagzeilen am nächsten Tag denken (weiße Männer, Besitzdenken, rassistische Gewalt gegen friedlich feiernde Flüchtlinge), sexuelle Übergriffe wüden von feministischer Seite bis heute bestritten werden.

  10. Als Mann einer Frau in solchen Situationen zu helfen, würde leider traditionelle, toxische Rollenbilder bedienen. Die angemessene Reaktion besteht darin, aus sicherer Entfernung „Du schaffst das! Ich glaube an dich!“ zuzurufen und aufmunternde Gesten zu machen.

  11. „Ein Nachteil bei Situationen zB bei denen eine Frau in einer Bar „blöd angemacht“ wird, ist das es auch nicht einfach abzuwägen ist, ob man einschreiten sollte, schlicht weil ich genug Situationen kenne, bei denen jemand was gesagt hat und die Frau ihn zurechtgewiesen hat, dass er sich nicht einmischen soll.“

    Yup, man weiß halt auch immer nie, in welchem Verhältnis die Frau mit dem Typ steht. Ob es ihr Freund, Nachbar, Kollege, Ex… oder eben ein Wildfremer ist.

    Ansonsten: wer linksgrün wählt und sich immer als supertolle Femifrau hinstellt, der sollte dann auch mit den Konsequenzen in der Realität klarkommen.

    • Männer müssen nur endlich lernen Gedanken zu lesen und in die Zukunft zu schauen, dann ist es ganz einfach zu erkennen ob diese Frau jetzt Hilfe will oder ob sie eine ankeift, weil man sich einmischt.

  12. Das Nichteinschreiten der Männer…

    Auch hier geht es im Grunde wieder um die Vergesellschaftung der Versorgung und des Schutzes von Frauen.
    Hatten früher Frauen in einer klassischen Beziehungs- oder Familiensituation einen Mann, der die Versorgung übernahm, war dieser auch durchaus nützlich, wenn frau sich sexistisch angegangen fühlte. Er beschützte seine Liebste und ließ sich für ihr vorlautes Mundwerk ohne Murren gerne mal ein paar Zähne ausschlagen.

    Mit der feministisch betriebenen Vereinzelung der Menschen entstehen nunmehr zwangsläufig viele Frauen, die eben nicht auf einen klassischen Mann zugreifen können.
    Daher rufen sie nach der Polizei, wenn die Blicke eines Fahrgastes ihre momentane rote Linie überschreiten. Die Polizei macht aber nichts verständlicherweise. Woher soll der Fahrgast auch wissen, dass die Frau da drüben gerade ihr PMS hat?

    Was also tun, wenn ein Mann in einer Bar tollkühn und übergriffig das hübsche Kleid lobt und die Frau so sexistisch auf Äußerlichkeiten reduziert?
    Es bleibt nur die feministische Beschwerde auf Twitter.
    Und die haben wir hier.
    Mit Schließen der App ist sie verschwunden.

  13. Früher neigte ich noch dazu, mal einzuschreiten, wenn Frauen offensichtlich in der Öffentlichkeit bedrängt wurden. Die Reaktionen der Beteiligten waren recht verschieden.

    1. Vor einem Club wurde mal ein Typ gegenüber seiner Freundin handgreiflich und ich hab ihm gesagt, dass er sich besser zusammenreißen soll bevor ich den Türsteher raushole, damit er Ihn entfernt. (Der hatte im Zweifelsfall da mehr Praxis in solchen Sachen als ich…). Da wurde ich von der Dame verbal attackiert, dass die Situation einfach nichts angeht. „Ok dann kann man dir auch nicht helfen“, war mein Kommentar dazu und so ging ich von dannen.

    2. Bei einem Festival habe ich mal einen betrunkenen Konzertbesucher darauf hingewiesen, dass er mit dem Ellbogen einem Mädchen immer gegen den Kopf stößt und er doch bitte aufpassen soll, dass er andere nicht verletzt, auch wenns ein Metal Konzert ist… Ich hab eine verpasst bekommen, aber der Typ wurde da schnell aus dem Verkehr gezogen. Ein „Danke“ hab ich deswegen auch nicht gehört von besagtem Mädchen.

    3. Einmal hab ich tatsächlich meinen besten Freund vom Flirten abgehalten. Die Dame war offensichtlich von Ihm nicht besonders angetan und er hat sich ziemlich lächerlich gemacht. Hab Ihn zur nächsten Sitzgelegenheit gebracht und die Dame hat sich bedankt und wollte mir dann noch ihre Handynummer anbieten. Ich lehnte dankend ab und wurde gefragt ob ich den schwul wäre.
    Darauf erwiderte ich nur, dass ich eine Freundin habe die sich nicht freuen würde, wenn ich von irgendwelchen Damen Handynummern entgegennehmen würde. Die Dame war sichtlich genervt von meiner Abfuhr und verschwand. Offensichtlich dachte Sie dass ich Ihr als holder Maid in Nöten selbstlos helfen wollte. Dabei wollte ich meinem Kumpel einfach ärger ersparen.

    Drei unterschiedliche Szenarien aus meinen Anfang 20ern. Viele Jahre Später, kommt sowas einfach nicht mehr so oft vor, weil ich mit Frau und Kindern schlicht und ergreifend weniger In Bars, Clubs, etc. unterwegs bin.

    Als Vater und Ehemann würde ich mich auch nicht ohne weiteres irgendwelchen Risiken aussetzen, wenn ich die betroffene Person nicht mal kenne… Meine Risikobereitschaft ist einfach wesentlich geringer als früher.
    Gerade weil ich die Erfahrung schon früher gemacht habe, dass es im Zweifelsfall dir kaum jemand dankt, wenn man sich für Fremde einzusetzen.

    Tatsächlich ist meine Bilanz bei betrunkenen Männern in Not besser, als die bei bedrängten Frauen. Gab mal einen betrunkenen jungen Mann, den ich aus einem Bach gezogen habe. Es stellte sich heraus, dass er ein Barkeeper war und jedes mal wenn ich in seine Bar kam, gab es ein Bier aufs Haus für mich! Soll niemand sagen, dass es mir gar nix gebracht hätte Fremden zu helfen! 🙂

    • „Ich lehnte dankend ab und wurde gefragt ob ich den schwul wäre.“

      Ah, wieder so ein Beispiel dafür das Männer mit Zurückweisung nicht klar kommen. Oh, warte…

      ^^

  14. Für Frauen dürfte es in MGTOW Zeiten schwieriger werden mittels Shaming Männer davon zu überzeugen, sie für sich arbeiten zu lassen und feministische Konzepte gegen andere Männer durchzusetzen.Es gehen ja auch immer mehr Videos von white Knights viral, die auch mal aufs Maul bekommen, weil sie meinen einer aufmüpfige Dame gegen einen Mann verteidigen zu müssen.
    Was kümmert mich das Leid fremder Frauen? Bei Mutter/Schwester/Tochter würde ich was sagen, wenn sie unsittlich angemacht werden, wie jeder Ali/Mohammed eben auch. Aber bei irgendeiner daher gelaufenen Deutschen? Die hat ihre eigene Familie und ihr eigenes Umfeld, was sich um sie kümmern sollte. Und wenn das im Angesicht der Hysterie nicht dazu bereit ist die Probleme der Dame zu lösen, hat sie eben Pech gehabt und kann sich noch so lange wie ein Kleinkind vorm Süsigkeitenregel auf dem Boden wälzen…..warum sind eigentlich Feministinnen oft so infantil, dass sie ständig nach Hilfe bei der Lösung ihrer Probleme rufen? Haben die irgendwas mal ohne fremde Hilfe geschaft? Weil wenn ich mir den nahen Osten so anschaue…wenn der Mann nicht mitmacht, dann sitzt die der Feminismus auch noch in 1000 Jahren im Schleier da….bisschen Dankbarkeit gegenüber dem westlichen Mann wäre also angebracht, wenn bereits jetzt absehbar ist, dass in naher Zukunft um HIlfe vorm Islamischen Mann gebettelt wird.

  15. Warum greifen eigentlich die anderen Frauen nicht ein, wenn Frauen sexistisches Verhalten erleben?

    Warum soll ein Mann die Kastanien aus dem Feuer holen, wenn Frauen doch alles gleich gut, wenn nicht sogar besser können?

    Was ist das denn bitte wieder für ein sexistisches Denken, daß „die Männer“ das Problem lösen sollen?

  16. So ist wie die Frage: Wieso hast Du Dich nicht (für mich) über das miese Essen beschwert? – Und mir schmeckts aber.

    Und noch dazu ist mir die verwöhnte Meckertante bestenfalls wurscht, abgesehen davon, dass sie sich vorgedrängelt hat, sich eine doppelte Portion genommen und mit ihrer Handtasche bereits den besten Platz am Fenster gesichert hat.

  17. Ich glaub nicht, dass diese „feminist next door“ wirklich in aufrichtiger Absicht Hilfe einfordert. Die will nur ihren Männerhass ausleben indem sie sich in Rage hineinphantasiert. Und das geht regelmässig nach dem Schema Männer machen dieses oder lassen jenes. „Hater gonna hate“ halt.

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