„Mein Bruder rutscht in die CRT-Blase ab. Was kann ich tun?“

Auf Twitter fand ich das Folgende:

CRT ist hier „Critical Race Theory“

Was würdet ihr machen?
Es bliebe ja nur ihn mit den passenden Informationen zu versehen, ihm Bücher zu empfehlen etc.

Wäre interessant, ob man evtl mit „umgekehrter Psychologie“ weiter kommt und die Positionen dort ins absurde übertreibt (geht das überhaupt?)

Vielleicht Aussteigerberichte?

73 Gedanken zu “„Mein Bruder rutscht in die CRT-Blase ab. Was kann ich tun?“

  1. Vielleicht kann man irgendwie zeigen, dass die CRT-beseelte Frau, die ihn da rein zieht, eine Schlampe ist, die es nicht wert ist.

    Man könnte selbst zum Tugendwedler werden, und alle seine Argumente aus orthodox christlicher Perspektive 1:1 spiegeln („Nicht die Weissen sind böse, sondern das verführerische Weib“)

    Man könnte ihm auch einfach versichern, dass man ihn noch lieben wird, wenn sein ideologischer Wahn alle anderen Freunde löngst in die Flucht geschlagen hat.

    Die Sachebene ist jedenfalls die falsche. Bei CRT gehts nicht um Inhalte.

  2. „Es bliebe ja nur ihn mit den passenden Informationen zu versehen …“

    Nein, Infos nützen nichts. Es gibt wohl nur diese eine Möglichkeit:

    Ich benehme mich so, dass ich in den Augen meines Bruders – oder Freundes oder Bekannten – ein super-cooler Typ bin, der die CRT einfach nur lächerlich findet. Dann wird mein Bruder meine widersprechenden Ansichten freudigen Herzens übernehmen.

    Andere Leute überzeugen läuft eben nicht über Infos, Belege, Argumente usw. Andere überzeugen ist nicht einmal diskursiv. Andere Leute überzeugt man mit seiner Persönlichkeit und seinem Status – in den Augen dieser Leute. Man muss in ihren Augen ein toller Typ sein, der halt zufälligerweise die fraglichen Ansichten dieser Leute – ja, nicht einmal falsch findet, sondern einfach nur lächerlich: nicht der Rede wert.

    So geht das. Deswegen achten z. B. die grünen Spitzenpolitiker – Habek, Baerbock usw. – so penibel darauf, dass sie in der Öffentlichkeit als locker und cool wahrgenommen werden: eben nicht als „political animal“, sondern als lockere moderne Menschen, die eben auch noch ein paar Ideale haben. Siehe die vielen Fotos von Habek, Baerbock auf Instagram, aber auch in den Medien. Z. B. Baerbock mit Seifenblasen, natürlich die Beine hochgelegt – einfach mal die Seele baumeln lassen …

  3. Kommt auf den Typ an und weshalb er abrutscht, bzw. wer ihn reinzieht.

    Ich bin immer noch dafür, so sachlich wie möglich zu bleiben, schon weil die Argumente der CRT (bin ich der einzige der da immer an „Cathode Ray Tube“ denken muss, den klassischen Monitor?) ja m.W. widersprüchlicher Unsinn sind und dadurch ziemlich angreifbar. Aber das setzt halt einen sachlich denkenden Menschen mit einer gewissen Offenheit voraus, jemanden, mit dem man noch diskutieren kann. Und man muss selbst die besten Gegenargumente kennen, ist man völlig unbedarft, sollte man es lieber lassen.

    Emotionale Beeinflussung wäre jetzt zumindest nicht so mein Ding. Die Person die ihn reinzieht abspenstig zu machen, wie „zehnter ochse“ das vorschlägt, gelingt m.E. so gut wie nie. Würde ich nicht probieren, erzeugt nur massive Abwehr. Ganz ernsthaft: wer würde sich seine Freundin von seinem Bruder oder gar den Eltern abspenstig machen lassen, die sie gar nicht wirklich kennen?

    Aussteigerberichte können natürlich helfen, das Problem: wie bringt man ihn dazu die zu lesen? Was man in jedem Fall vermeiden sollte, ist, als Missionar zu wirken, das erzeugt immer einen Widerstand. So gut wie niemand lässt sich gern missionieren, erst recht nicht von innerhalb der Familie, vielleicht auch noch während der Abnabelungsphase in der Pubertät.

    Wenn man ihn partout nicht mehr erreicht, kann man noch versuchen, die Widersprüche gegen ihn einzusetzen, sich darüber lustig zu machen etc.

    Hilft das alles nicht, bleibt nur noch, ihn von der Klippe zu stürzen… kleiner Scherz, irgendwann wird er wahrscheinlich wieder vernünftig werden, vielleicht muss er da einfach mal durch, wer weiß, was es nützt. Im Endeffekt lebt jeder sein eigenes Leben und ein gutes Vorbild ist u.U. sehr viel mehr wert, als wortreiche Belehrungen.

  4. Ich denke das beste, was auch gegen all die anderen Woken Übel dieser Welt hilft, ist zusammen mit ihm echte Menschen kennenzulernen. Wenn er merkt, dass der Türke, der Araber, der Schwarze mit so einem Müll nichts am Hut hat und auch einen Scheiß darauf gibt, dann wird ihm das vermutlich helfen.

    Früher war ich mal ganz weit Links. Irgendwann bin ich dann mal auf einer Demo mitmarschiert und habe einige klassische Arbeiter kennengelernt, die mir ganz klar gesagt haben, dass das was ich mache nicht für sie ist. Sie wollten damit nichts zu tun haben. Das war, zumindest für mich, ein Moment der Erleuchtung und ich habe danach ziemlich viel hinterfragt.
    Wenn der Bruder gerade dabei ist seinen Platz in der Welt, seine Identität zu finden, dann kann ihm ein Besuch bei den Menschen, für die er glaubt dies zu machen, viel mehr Illusionen nehmen als man glaubt. Aber je mehr der Bruder da rein investiert hat, desto schwieriger wird es später sich davon zu trennen.

    • Da würde ich zustimmen, mit einer Einschränkung: er sollte zu ganz normalen Leuten gehen und nicht zuerst mit BLM-Aktivisten zusammenkommen…

      Bei mir würde das schon daran scheitern, dass ich keinen Kontakt zu solchen Minderheiten habe.

      • „Bei mir würde das schon daran scheitern, dass ich keinen Kontakt zu solchen Minderheiten habe.“
        Sportvereine waren und sind da eine gute Möglichkeit, vor allem Boxvereine oder andere Kampfsportvereine. Da findet man oft Ausländer.
        Ansonsten kann man aber auch Menschen auf andere Weisen kennenlernen. Mal in eine HipHop Disko gehen oder auch die freiwillige Arbeit in einem Asylbewerberheim, sollte ja für viele Gutmenschen eh fast schon verpflichtend sein. Man kann auch in Kirchengruppen Ausländer kennenlernen, z.B. bei der Syrisch orthodoxen Kirche. Generell gibt es viele Möglichkeiten aber man muss das halt auch wollen.

        • Generell gibt es viele Möglichkeiten aber man muss das halt auch wollen.

          Und genau das ist der springende Punkt. Der Mensch muss wissen WOLLEN und das aus eigenem Antrieb heraus. Und dazu muss er stets bereit sein, im Unrecht zu sein und sich selbst zu prüfen, denn nur so ist eine Weiterentwicklung möglich. Aber meiner Erfahrung nach wollen die wenigsten Menschen wirklich irgendwas wissen, obwohl Wissen heutzutage so einfach zugänglich ist. Die leben in ihrer kleinen Welt mit ihrem geschlossenen Weltbild, was sich so ab 30 zu verfestigen scheint. Kaum einer ist bereit sich wirklich fortwährend Wissen anzueignen und es zu nutzen. Und immer wenn ich mich frage, warum das so ist, komme ich zu dem Schluss, dass die meisten Menschen „dumm“ und ängstlich sind. Der Mensch ist nun mal ein Herdentier und bequem. Er scheut die Konfrontation, vor allem mit sich selbst. Nichts soll seine heile Welt trüben. Daher gibt es nur wenige Wölfe unter vielen Schafen.

          • Ich glaube nicht dass das was mit dumm oder klug zu tun hat. Ängstlich, ja sicher. Aber ansonsten nur „Vermeidung negativer Gefühle“. Ich habe ein Modell der Welt. Kommen Informationen herein die nicht zu dem Modell passen, entsteht kognitive Dissonanz, das ist unangenehm, das muss man auflösen. Mensch tut das in dem er sein Modell verbessert, oder in dem er die Informationen passend zum Modell filtert, bzw. neu bewertet („das ist irrelevant, das stimmt so gar nicht“ usw.). neudeutsch „confirmation bias“. Und es scheint gar nicht so selten zu sein dass der Bias so stark wird, das man im Prinzip nichts mehr wahrnimmt, was den eigenen Vorstellungen zuwiderläuft. Und das hat nichts mit Intelligenz zu tun. Keine Ahnung wie man aus so einer Nummer wieder rauskommt, aber ich kann mir vorstellen, da gehört ein gerütteltes Maß an Selbstreflektion dazu. Sich selbst zu hinterfragen ist nicht so simpel.

          • Ich glaube nicht dass das was mit dumm oder klug zu tun hat.

            Ja dumm ist nicht das richtige Wort, daher auch die Anführungszeichen. Vielleicht besser gleichgültig, nicht reflektiert, inkonsequent. Mit Intelligenz hat das nicht unbedingt was zu tun. Zwar ist sie nützlich, um Dinge zu hinterfragen, aber ich kenne auch intelligente Menschen, die dies nicht tun.

            Sich selbst zu hinterfragen ist nicht so simpel.

            Das stimmt, erzeugt es doch die größtmögliche Dissonanz. Sich selbst zu zertrümmern ist eine ganz andere Nummer als bloß sein Weltbild zu zertrümmern.

          • Naja die Annahme ist, jemand hat eine festgefügte Vorstellung/Meinung von irgend etwas, und ich präsentiere kontinuierlich gute, „rationale“ Argumente, die seine Position widerlegen .. dann wird dieser Bias langsam abgebaut, die Position wird überdacht. Im realen Leben funktioniert das aber oft so nicht. Auf Astral Codex Ten gabs mal einen, wie ich finde, sehr guten Beitrag zu dem Thema, wenn man des englischen mächtig ist kann man sich den ruhig mal reinziehen: https://astralcodexten.substack.com/p/trapped-priors-as-a-basic-problem
            Da geht’s um, wie Alexander das nennt, „trapped priors“, also Vorstellungen, Meinungen, Bias’se die so „stark“ sind, dass man die Realität komplett wegfiltert.
            Und das hat nichts mit kognitiven Fähigkeiten, Intelligenz oder ähnlichem zu tun

    • Alles richtig. Hilft aber nur bei Menschen, deren Intelligenz grundsätzlich nur woke übertüncht, aber nicht gänzlich desintegriert ist. Ein Bekannter von mir war immer links, auch angesichts der Flü-Welle. Seit Corona ist er plötzlich auf Internet-Seiten unterwegs und hat Einstellungen, die er früher wie der Teufel das Weihwasser gemieden hätte.

      • Corona, bzw. . die Isolation hat viel in diesem Land kaputt gemacht. Das wird sich in den kommenden Jahren noch bitter rächen. Ich sehe es an mir, ich war Gesten das erste Mal seit 1,5 Jahren wieder in der Innenstadt die randvoll war. Ich hab mich extrem unwohl dabei gefühlt. Und ich war nie ein Soziophobiker.

        • Kleine Richtigstellung: Es war nicht Corona, es war die Regierung mit ihren Maßnahmen, die viel in dem Land kaputt gemacht hat. Nur wenn Du glaubst, die Maßnahmen seien alternativlos (gewesen), kannst Du es auf Corona schieben. Das waren sie m.E. aber beileibe nicht.

  5. Mir kam mal jemand, der total begeistert von einem Pyramidenspiel war und am liebsten sofort 10 Mille einzahlen wollte um mitzumachen. Alles Hände überm Kopf zusammenschlagen und minitiöses Erklären, dass es nur darauf rausläuft abgezockt zu werden oder dass dann andere abgezockt werden brachte absolut überhaupt gar nichts, verfing beim Empfänger weniger als gar nicht. Wunder wirkte dann ganz erstaunlicherweise ein Zeitungsartikel, der diese aktuelle Form des Pyramidenspiels dsarstellte,und zwar das setting, eine gewisse heimelige Intimität, die die Opfer einfangen und positiv stimmen sollte. Da konnte der Betroffene plötzlich seine Situation mit reflektieren und erkennen, dass er nämlich überredet und manipuliert wurde.
    Ich denke mal, so geht es regelmässig bei irrastionalen Entscheidungen, beim Kauf teurer Konsumprodukte oder wenn einem irre Glaubeninhalte angedreht werden: die Gefühlsebene ist angesprochen und aktiv und der Verstand blieb auf der Strecke und kann kaum oder gar nicht mehr angesprochen werden. Zum bestmöglichen Überzeugen und Abbringen muss man also die Klaviatur der Gefühle treffen oder spielen.

    • Na dann braucht der für seinen Bruder ja nur einen Artikel oder einen Bericht in einem von der Mehrheits als seriös eingestufte Medium finden, welcher sich kritisch mit der CRT auseinandersetzt und aufzeigt, wo und warum das alles nichts ist als hochgradig weltfremde, rassistische Hetzpropaganda ist. Hmmm… OK… also ich schätze die Chancen stehen höher, dass er heute mit Lottospielen anfängt um in spätestens zwei Wochen Millionär zu sein. 😉

      • Ich wollte sagen, dass man ein „Aha-Erlebnis“ bei seiner Zielperson hervorrufen kann, aber es sehr schwierig ist, den richtigen Ton oder Inhalt zu finden. Das liegt sicher ganz in der Zielperson selbst begründet, so dass ein allgemeines Konzept was hier zu tun ist sicher nicht erfolgreich für alle sein kann. Bei manchen klappt bestimmt die Strategie mit dem „Coolsein“, wie Jochen Schmidt oben empfohlen hat. Bei manchen funktionieren rationale Argumente, dann könnte Erfahrung (El Mocho) helfen … vielleicht sogar Lottospielen! Man muss da mit Einfühlung und der Bereitschaft auszuprobieren rangehen. Natürlich ist auch das timing wichtig, manchmal kommt man ja an Leute auch überhaupt nicht ran, dummerweise wenn die einem besonders nahe stehen!

        • Ich hab dich schon verstanden. Das, was ich schrieb, war nur mein erster, intuitiver Gedanke, als du erzähltest, wie dein Bekannter sein Aha-Erlebnis bekam. Beim Thema CRT kann man sich da leider nicht auf unsere Medien verlassen. Die fungieren da ja eher sogar noch als Missionare in der Sache.

          • Es gäbe aber kiloweise kritische und vernichtende Artikel in allen möglichen Medien. Vielleicht sollte unser diabolische Chipsesser mal den Substack von Bari Weiss durchsehen, da beschreiben Betroffene die Sekenhaftigkeit der Progressiven doch sehr eindringlich. Die hier hat imho den Vogel abgeschossen:

          • Ich sprach in erster Linie von unseren deutschen Medien. Und da finde ich es vor allem schier unerträglich, wie vor allem der von uns allen Zwangsversorgte Öffentlich Rechtliche dieses Thema pusht und die ganzen „anti“-rassistischen Narrative unters Volk zu bringen versucht.

          • „Beim Thema CRT kann man sich da leider nicht auf unsere Medien verlassen. Die fungieren da ja eher sogar noch als Missionare in der Sache.“

            Das ist natürlich so.

            Die „Zeit“ hat damit angefangen, den Leuten die „Critical Whiteness“ (eigentlich nur ein anderer Begriff, der weniger betont, hier gäbe es eine „Theorie“) einzuimpfen, dann folgten Spiegel und ÖRR. Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ war immer ganz Avantgarde und hat sogar den alten progressiven Rassismus der „blackness“ aus den 70ern den Leuten als Bürgerrechtsbewegung verkauft.

    • Gute Idee, funktioniert aber vermutlich nur, solange die Selbstimmunisierung noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Soll ja sogar schon Fälle von Vergewaltigung gegeben haben, wo die Opfer sich dann in ihrer weißen Schuld suhlten und großzügig vergaben. Jedes Fehlverhalten der zu schützenden Clientel als Folge von Ausbeutung und Diskriminierung zu interpretieren, ist ja sogar ein typisches Verstärkungsmittel bei CRT (und Woken allgemein), eines das schwierig zu widerlegen ist, weil es natürlich manchmal auch einen Kern Wahrheit enthält.

      • Es kann nur über wirkliche Erfahrungen funktionieren. Für mich waren meine Reisen nach Südamerika von fundamentaler Bedeutung (durch Reisen lernt man mehr als aus Büchern).

        Die Geschichte bleibt ja die gleiche, Kolonialismus, Sklaverei usw., alles unbenommen. Aber im alltäglichen Umgang unter Menschen gelten doch bestimmte Regeln, z.B. dass man die Unwissenheit anderer nicht ausnutzt und ihnen schadet. Du musst aber als erkennbarer Europäer immer mehr Bezahlen als die Einheimischen (zumindest für Dienstleistungen, in Supermärkten ist das natürlich anders). Taxis kosten nicht nur das dreifache, sondern sie fahren auch gewaltige Umwege. Auf die Polizei kannst du nicht vertrauen, die ziehen dich auch ab. Und dann kann ja auch sehen, wie die sich untereinander verhalten. Etwa hier: https://noticias.caracoltv.com/bogota/le-dispararon-en-la-cara-por-un-celular-y-la-bala-que-casi-le-cuesta-la-vida-aun-esta-en-su-cuerpo sieht man im Video, wie da jemand mehrere Schüsse ins Gesicht abbekommt, weil zwei Diebe ihm sein Handy klauen wollen (in Bogotá Kolumbien). Das Maß an Gewalt ist schlicht unfassbar, kein Vergleich mit deutschen Verhältnissen.
        Hinzu kommt allgegenwärtige Korruption, Hier: https://www.abc.es/internacional/abci-detienen-corrupcion-fiscal-anticorrupcion-colombia-201706281755_noticia.html ist ein Artikel mit dem Titel „Antikorruptions-Staatsanwalt wegen Korruption verhaftet“.

        Das sind nun alles Beispiele aus Kolumbien, einem Land, das ich gut kenne (und wo es auch eine Menge freundliche und angenehme Menschen gibt). In Afrika war ich nicht, aber nach dem was mir Menschen die sich da auskennen berichtet haben, ist es dort noch viel schlimmer. Die meisten, die da mal waren, wollen da nie wieder hin.

        So, wen du das erlebst, fallen eigentlich alle Illusionen über die PoCs von dir ab. Mag schon sein, dass es Leute gibt, die das dann auch wieder alles auf Kapitalismus und Imperialismus zurück führen, aber das geht eigentlich nur aus dem akademischen Elfenbeinturm heraus.

        Allen diesen Rassismus-Schreihälsen sollte man ein Praktikum von einigen Monaten in einer Großstadt der III. Welt ermöglichen, dann wären sie geheilt.

        • Ja, guter Hinweis.

          „Allen diesen Rassismus-Schreihälsen sollte man ein Praktikum von einigen Monaten in einer Großstadt der III. Welt ermöglichen, dann wären sie geheilt.“

          Das würde ich auch empfehlen, insbesondere denen, die mittlerweile zu faul und träge zum Reisen sind und ihre Clientel auf unsere Kosten und Sicherheit hierher holen.

          • Von daher wäre es einen Versuch wert, dem Bruder ein einjähriges Sabbatical im Kongo zu finanzieren oder ihn zum einem Entwicklungshilfeprojekt zu ermuntern (Wiedergutmachung weißer Schuld usw. 🙂 )

            Besteht zwar u.U. das Risiko, dass er nicht mehr lebend wiederkommt, aber wenn, dürfte er einigermaßen gereift sein. Manche werden dort auch glücklich, Menschen sind halt sehr unterschiedlich und die Regionen sind es auch, eine Konfrontation mit der Realität wäre es aber allemal.

        • Nigeria würde sich anbieten. Alle 150m ein Checkpoint, wo ein Soldat oder Polizist die Hand aufhält.
          Oder der Kongo, egal welcher von beiden. Ganz weit oben auf dem Korruptionsindex.
          Oder Benin, und da mal die Geschichte des Sklavenhandels begutachten. Und dann die Namen damaliger Sklaven Händler mit den Namen heutiger Würdenträger vergleichen, z. B. „de Souza“.

          • Kongo ist angeblich sogar in Afrika berüchtigt, ein krasser failed state mit grausamer belgischer Kolonialgeschichte. Siehe der berüchtigte Leopold II:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Kongogr%C3%A4uel#Gr%C3%A4ueltaten_an_der_Bev%C3%B6lkerung

            Eine Kommilitonin von mir stammte aus Benin, Mischling. Der gefiel es recht gut dort. Kleines fruchtbares Land, ehemalige frz. Kolonie, relativ zivilisiert (für afrikanische Verhältnisse). Ist aber auch schon wieder 20 Jahre her, keine Ahnung, wie es jetzt dort ist.

            Nigeria ist wahrscheinlich die realistischste Lektion.

  6. Dies ist ist eine sehr schöne Ausgangsfrage, wo ich mal vom stummen Mitleser zum Kommentieren angeregt werde. Die anderen Kommentare finde ich schon sehr schön und möchte diese durch ein paar weitere Gedanken ergänzen.

    Grundlegend, ich bin eher kein Fan von der CRT, das soll allerdings eher irrelevant sein.

    Twitter ist im Grunde auch kein passendes Medium, dies zu diskutieren, da es ein eher sehr komplexer Sachverhalt ist, der viele Abwägungen beinhaltet.

    Nun zur eigentlichen Frage „Was kann ich tun?“ gibt es im Grunde nur eine Antwort, die im Grunde auch ein tl;dr darstellt: Nichts.

    Natürlich ist das frustrierend, also führe ich das gerne etwas weiter aus 🙂

    Zu allererst Generalisieren wir die Ausgangssituation: „Ein mir lieber Mensch rutscht in die Scientology/Islamismus/Maoismus/Vegan/BWL/Warhammer/Molekularküche/… -Blase ab.“ Unter diesem Gesichtspunkt lassen sich dann Diskussionsstrategien adaptieren. Für junge Konvertiten sind diese dann nicht geeignet, denn diese sind ja eher eifrig dabei, ihr virtue signalling zu betreiben um von der neuen Gruppe auch akzeptiert zu werden.

    Allerdings würde ich persönlich noch etwas anders vorgehen. Die Frage „Was kann ich tun?“ impliziert, dass da jemand Hilfe benötigt um aus einem Zustand heraus zu kommen, wo er eigentlich sein will. Hier stelle ich da allerdings zu Beginn die garstige Frage: „Woher bist du dir sicher, dass er Hilfe benötigt?“ Des weiteren wäre es notwendig in Erfahrung zu bringen, weshalb diese Hilfe notwendig ist. Der offensichtliche Grund „Naja, CRT ist halt scheiße und er versaut sein Leben“ halte ich nicht für ausreichend. Es gibt kein Recht darauf, das eigene Leben nicht zu versauen (dass dies dann später eine gute Grundlage für Niedergeschlagenheit und Reue ist, ist eine andere Diskussion). Mir geht es da eher um die persönliche Beziehung. Denn, wenn etwas zu „retten“ ist, dann funktioniert das nicht über sachliches, sondern emotionales.

    Wenn nun dem Fragesteller um ein gutes Verhältnis bemüht ist, wäre eine Ansage in diesem Sinne „Du bist mein Bruder und wirst es immer bleiben. Egal was ist, du hast bei mir immer eine Couch zum crashen. Allerdings: Du weißt, ich bin kein großer Freund von der CRT. Daher wäre es schön, wenn wir dieses Thema in Zukunft vermeiden. Du machst dein Ding, ich mach meins und gut ist.“
    Nun liegt es an dem CRTler zu entscheiden, was ihm mehr wert ist: Die Verbindung zum Bruder, oder die CRT. Je nachdem, wie das dann weiter geht, wird der Kontakt dann entweder aufrecht erhalten bleiben oder nachlassen. Wichtig ist dabei nur die Botschaft „Ich lass dich nicht hängen, auch wenn du derzeit einen Weg gehst, den ich als nicht sonderlich hilfreich ansehe“.
    Dies erfordert dann allerdings auch die Konsequenz, selbst dieses Thema zu vermeiden und wenn es aufkommt, es strikt abzublocken und das Thema zu wechseln. Wenn das nicht klappt, dann hilft nur ein sich zurückziehen (entweder man geht selbst, oder schmeißt ihn halt raus).

    Dies wäre soweit das einfachste, was sich machen lässt.

    Das nächste erfordert dann wesentlich mehr Aufwand. Und dazu auch eine Klärung der Frage: „Um meinen Bruder zu ‚retten‘, was bin ich bereit zu investieren und auszuhalten?“ Denn dies wird kein leichter Prozess, der sehr viel Geduld und Frustrationstoleranz erfordert. Ihr kennt ja sicherlich die ganzen Debatten von Crowder oder Peterson. Und ich möchte da auch nochmal auf Daryl Davis verweisen.

    Das bedeutet: Der Fragesteller kommt nicht drum herum, sich selbst mit der CRT auseinander zu setzen, so dass er mit den typischen Topoi vertraut ist. Erst dann kann er anfangen, mit seinem Bruder zu diskutieren. Und das nicht in dem Sinne, dass er ihn überzeugen will. Das wird nicht funktionieren. Sondern einfach nur offen und neugierig Fragen stellen, Zusammenhänge bilden, Gemeinsamkeiten suchen und betonen, selbst etwas lernen wollen (selbst wenn man es für absurd hält), nachfragen, wie sich offensichtliche Widersprüche aufheben lassen…

    Auf diese Art und Weise kann der Bruder nach und nach zum Nachdenken gebracht werden. Überzeugung findet nicht im Gespräch statt, sondern in der Zeit zwischen Gesprächen. Daher braucht es einige Zeit, bis sich was entwickelt.

    Wenn er jetzt allerdings aus Fremdüberzeugung CRTler ist, dann wird das ganze schon wesentlich schwieriger. Im reddit gibts da glaube ich denS Spruch „You can’t reason someone out of sth, when he didn’t reason himself into it“ (kann auch sein, dass ich mich falsch erinneren…)

    Eine weitere Möglichkeit wäre zu schauen, welche Lücke denn die CRT im Leben des Bruders füllt (daher die Generalisierung am Anfang). Ist er mit seinem Leben unzufrieden? Fehlt im ein Sinn? Fühlt er sich verloren? In diesen Fällen ist die CRT nur ein Vehikel, um diese Bedürfnisse zu befriedigen. Mit kundigem Blick ließe sich nun über diese Schiene was machen, ohne sich jetzt mit der CRT beschäftigen zu müssen.

    Wie bereits gesagt, diese Methoden brauchen Zeit, Geduld, Verständnis, … und ein Erfolg ist nicht garantiert! Daher ist es ungemein wichtig, sich vorher Gedanken zu machen, was denn das eigene Ziel ist und was man bereit ist, dafür aufzuwenden.

    Sollte der Poster hier mitlesen, dann wünsche ich viel Glück und Erfolg 🙂

    Mancher Unsinn bekommt im Rückblick dann doch plötzlich einen Sinn…

    • Hmmm, ganz gute Argumente, allerdings stimme ich nicht überall zu:

      „Allerdings würde ich persönlich noch etwas anders vorgehen. Die Frage „Was kann ich tun?“ impliziert, dass da jemand Hilfe benötigt um aus einem Zustand heraus zu kommen, wo er eigentlich sein will.“

      Das impliziert wiederrum, dass er dort sein will. Das wissen wir aber nicht! Kann man von außen sicherlich auch schwierig feststellen. Man kann m.E. durchaus auch ohne eigenen Willen in eine Blase reinrutschen, einfach weil man wichtige Gegenargumente nicht rechtzeitig kennenlernt. Das hängt vom Typ ab und der Frage, wie stark die Selbstimmunisierung schon ist. Wischt er alles mit Totschlagargumenten vom Tisch, ist es eh zu spät für Diskussionen. Ich war immer der Typ, der sich von guten Argumenten beeindrucken ließ, zumindest wird damit oft ein Keim des Zweifels gesät, der später den Ausstieg stark erleichtern kann.

      Zu den Diskussionen scheint mir allgemein noch wichtig, dass man sich nicht aufdrängt. Der Weg den ich gehen würde: Interesse zeigen und mit gezielten Gegenfragen verunsichern und zum Denken anregen.

      „„Du bist mein Bruder und wirst es immer bleiben. Egal was ist, du hast bei mir immer eine Couch zum crashen. Allerdings: Du weißt, ich bin kein großer Freund von der CRT. Daher wäre es schön, wenn wir dieses Thema in Zukunft vermeiden. Du machst dein Ding, ich mach meins und gut ist.“

      Das praktizieren meine Eltern gegenüber mir (sie sind religiös, ich nicht). Ich rate dringend davon ab, weil es maximale Entfremdung bewirken kann, gerade bei CRT. Wie soll jemand, der jeden Schei** als Unterdrückung ansieht, dieses Thema meiden? Er kann gar nicht, ohne sich selbst zu verstellen! Derjenige der den Schweigeverzicht fordert, muss sich hingegen nicht verstellen, sondern macht einfach weiter wie bisher, so ist das bei meinen Eltern auch. Ich soll nicht über Religion sprechen, sie tun es aber ununterbrochen…

      Außerdem entsteht der ungünstige Eindruck, man wäre den Argumenten nicht gewachsen (meine Eltern sind es z.B. nicht, die wollen tatsächlich drin sein, ohne nachzudenken, denen geht es nur ums Gefühl, welches ich störe).

      • Vielen Dank für das Feedback 🙂 Mir geht es auch nicht darum, 100% Zustimmung zu bekommen, denn erst durch Widerspruch kann ich lernen und mich verbessern 😉 Leider scheint das eher eine Minderheitsauffassung zu sein…

        Mir ist da doch ein kleiner Fehler unterlaufen und habe ein „nicht“ vergessen (Ich hoffe, die Formatierung wird nicht zerschossen…):

        *„Allerdings würde ich persönlich noch etwas anders vorgehen. Die Frage „Was kann ich tun?“ impliziert, dass da jemand Hilfe benötigt um aus einem Zustand heraus zu kommen, wo er eigentlich **nicht** sein will.“*

        Das bestätigt schon im Grunde deine Argumentation, darauf wollte ich im Grunde auch hinaus. Wir kennen die Beweggründe eben nicht. Und anscheinend hat die Beschäftigung mit der CRT für den Bruder wohl etwas Gutes; es erfüllt irgendein Bedürfnis, was ihm gut tut. Aus seiner Sicht auf sich heraus, was Außenstehende wohl nicht so ohne weiteres nachvollziehen können. (Kurzer Exkurs: Diese Sichtweise beruht unter der vielleicht etwas radikalen Annahme, dass jede Handlung für den Handlungen etwas positives bedeutet, weil sich niemand bewusst etwas negatives antut. Vermutlich ist das recht schwer zu vermitteln, was das konkret bedeutet, zumindest textlich… Der Sinn unter der Zuschreibung einer positiven Absicht kann dabei helfen, überhaupt erst Handlungsmöglichkeiten zu entdecken, wenn mit ‚konventioneller‘ Sichtweise nur Unverständnis vorliegt. Da auch gleich als wichtiger Hinweis: Wenn man nach einer positiven Absicht in einer Handlung sucht, heißt das noch lange nicht, dass diese Handlung auch tatsächlich positiv zu werten ist! Das geht in die Richtung: „Ich kann dein Handeln aus deiner Sicht nachvollziehen, finde es trotzdem scheiße aus folgenden Gründen…“).

        *Das praktizieren meine Eltern gegenüber mir (sie sind religiös, ich nicht). Ich rate dringend davon ab, weil es maximale Entfremdung bewirken kann, gerade bei CRT. Wie soll jemand, der jeden Schei** als Unterdrückung ansieht, dieses Thema meiden? Er kann gar nicht, ohne sich selbst zu verstellen! Derjenige der den Schweigeverzicht fordert, muss sich hingegen nicht verstellen, sondern macht einfach weiter wie bisher, so ist das bei meinen Eltern auch. Ich soll nicht über Religion sprechen, sie tun es aber ununterbrochen…*

        Die Entfremdung hat durch die Beschäftigung mit CRT bereits eingesetzt. Meine Aussage beinhaltet zweierlei Absichten (unter der Vorannahme eines vormals guten Geschwisterverhältnis, wohlgemerkt): Als erstes die Versicherung auf der Beziehungsebene, dass er im Zweifelsfalle immer einen Ort hat, wo er sich zurück ziehen kann. Das mag im Moment vielleicht noch nicht nötig sein. Kann es allerdings irgendwann in der Zukunft.
        Der zweite Punkt ist schon eher eine vielleicht auch verunsicherte Aussage in dem Sinne: „Ich sehe, dass du einen Weg begehst, auf dem ich dir nicht folgen möchte. Es liegt an dir zu entscheiden, was dir im Zweifel wichtiger ist: Dein Weg, oder unser gutes Verhältnis. Ich würde mich freuen, wenn es zweiteres wäre, allerdings ist es deine Entscheidung“.
        Wenn sich dann für das geschwisterliche Verhältnis entschieden wird, sind dann ein paar Umgangsregeln fest gesteckt, um dieses Verhältnis auch zu bewahren. Ist der Weg wichtiger, dann wird es keinen weiteren Umgang geben. Man kann da nur ein Angebot machen um dann hinterher entsprechend konsequent zu sein.

        Weiterhin gibt es ja noch einige weitere Techniken, die Verwendung finden können. Also sowas wie grey rocking, broken record method und so weiter, um dann die Umgangsregeln auch entsprechend durchzusetzen.

        Das sind dann allerdings schon fortgeschrittene Themen, die dann mit dem OP konkret weiter besprochen werden müssten, damit ihm verschiedene Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und er sich dann das passende raussuchen kann.

        So blöde und hart es auch klingen mag: Die einfachste Lösung ist halt: Reisende soll man nicht aufhalten.

    • Er hat ja zumindest mit der Überschrift definitiv recht, MLK rotiert definitiv im Grabe … aber ob ich mir deshalb 30 Minuten lang das one-trick-pony James Lindsay reinziehen soll, na ich weiß nicht.

        • Es gibt ja im angelsächsischen Raum schon seit Ewigkeiten Leute die sich dadurch auszeichnen, eine sehr vereinfachte Sicht auf Dinge wie Marxismus, Kommunismus etc zu haben (Peterson ist da ein gutes Beispiel), Lindsay geht da aber noch ein, zwei Schritte weiter, der zieht eine dicke Linie von Marx, Lenin, Stalin, Mao, die Frankfurter Schule, Foucault, Derrida bis hin zur heutigen so genannten Linken, schreibt „Marxismus“ dran, „(alles das gleiche)“ drunter, und das wars dann. Das ist alles was man von einem Lindsay Vortrag, egal ob 3 oder 30 Minuten, erwarten kann. Der Informationsgehalt tendiert eher in’s negative, denn Lindsay ist sich nicht zu schade die Dinge zu verdrehen, zu manipulieren, Quote Mining zu betreiben. Und that’s it, mehr kommt da nicht. Deshalb one-trick-pony

          • „vereinfachte Sicht auf Dinge wie Marxismus, Kommunismus“

            Das ist mir schon klar.

            „die Frankfurter Schule, Foucault, Derrida bis hin zur heutigen so genannten Linken, schreibt“

            Dass CRT und Intersektionaler Feminismus böswilliger Blödsinn sind, wusste ich schon vorher ohne Lindsay, weil alles was ich von diesen Ideologien je gehört habe gequirlter Bullshit ist. Es ist aber hilfreich das mal von jemandem auseinanderklamüstert zu bekommen was die im Detail sagen und woher das stammt. Deshalb bin ich dankbar für ein TL;DR weil selber lesen werde ich es definitiv nicht. Mir ist klar dass ich bei Amis Gleichsetzungen mit „Marxismus“ cum grano salis lesen muss, aber ist der Rest seiner Zusammenfassungen IYO völlig unbrauchbar?

          • Naja ich hab den Mann jetzt nicht tiefschürfend analysiert .. da musst du Leszek fragen, dem schwillt allerdings die Halsschlagader wenn er „Lindsay“ hört.
            Ich hab mir von Lindsay zwei, drei Sachen angehört, hatte bei mir auch ein paar Pluspunkte zum Start, weil ich die „grievance studies“ an denen er beteiligt war, ganz gut (und unterhaltsam) fand. Gut, das ganze Marxismus bashing gehört bei Nordamerikanern, die sich als Mitte-Rechts-Konservativ begreifen, schon zum guten Ton, inklusive völliger Unkenntnis was Marx denn tatsächlich zum Thema so geschrieben hat. Wo ich allerdings echte WTF Momente bekam war in einem Podcast, in dem er die Verbindung von neuzeitlicher Critical-whatever-theory und der Frankfurter Schule und Ihrer „Kritischen Theorie“ zu belegen versuchte, da wurden dann Adorno, Horkheimer und Marcuse gleich mal zu waschechten Kommunisten geschlagen .. später ereilte dann Foucault das gleiche Schicksal. Richtig dumpfe Propaganda, überhaupt nicht daran orientiert was diese Leute tatsächlich im Sinn hatten und geschrieben/gesagt haben .. und das ganze dann in Endlosschleife. War mir irgendwann zu viel.

          • „…da wurden dann Adorno, Horkheimer und Marcuse gleich mal zu waschechten Kommunisten geschlagen…“

            Ähm, meines Wissens waren sie das auch. Oder meinst du mit Kommunisten Stalinisten (autoritäre linke Scheiße)? Das waren sie dann doch nicht.

          • Ich hab mal versucht Adorno zu lesen, und das Buch nach wenigen Seiten endgültig weggelegt, da bekommt man Kopfschmerzen. So gesehen kann ich da nicht aus erster Hand urteilen. Aber nach dem was ich über die „Frankfurter Schule“ bzw die „kritische Theorie“ weiß, finden sich da sowohl Marx’sche Ideen wieder, als auch jede Menge anderes, das ganze geht aber mehr in Richtung Soziologie als Ökonomie.

            Und wenn man die noch losere Verbindung zwischen Postmodernisten und Frankfurter Schule mit einbezieht, wird’s völlig absurd, das noch als Marxismus, Kommunismus o.ä. zu beziehen, vom heutigen „Wokeismus“ ganz zu schweigen.

            Es geht ja nicht darum, sich auf sachlicher Ebene auseinanderzusetzen wer jetzt was gesagt und gemeint hat und ob da was dran ist oder ob man falsch lag .. es geht nur um das alte „guilt by association“ Spielchen, kann ich Position X irgendwie mit Marx verbinden, dann findet man automatisch Stalins Gulags und Mao’s Umerziehungslager toll, ist totalitär, anti-liberal und auch ansonsten ein kreuzgefährlicher Mensch. McCarthy hätte seine helle Freude 🙂

  7. Bisher beste Antwort, mit der ich auch zu 100% übereinstimme: Tilly schreibt

    „Da helfen wohl keine logischen Argumente mehr.

    Es ist ein Kult mit entsprechenden psychologischen Beeinflussungen.

    Es ist ein in sich geschlossenes System. Kritik ist Beweis für die Richtigkeit der Ideologie.

    Es funktioniert wie die meisten Kulte über Schuld und Scham.“

    Nachdem sich so auch der Feminismus durchgesetzt hat, wird sich so auch CRT und andere hochideologische Dogmatiken weiter etablieren. Und ich sehe mittlerweile auch keinen Ausweg mehr dies zu verhindern.

    Denn es setzten sich mittlerweile Kräfte durch, die sich in einem „gesunden“ System so nicht durchsetzen dürften. Arne hat heute darüber einen Link: https://www.welt.de/politik/deutschland/article233208369/Hochschulen-aus-dem-Suedwesten-Universitaeten-planen-Empfehlungen-fuer-gendergerechte-Sprache.html : „Neun Universitäten aus dem Südwesten Deutschlands wollen, dass geschlechtssensible Sprache benutzt wird. Sie planen dafür bis Herbst, zu gemeinsamen Empfehlungen zu finden. Diese sollen die Universitäten auf einen einheitlichen Kurs bringen. […] Die Gleichstellungsbeauftragten für alle Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Musikhochschulen wollen Empfehlungen formulieren, die im Herbst erscheinen werden. „Wir wollen damit eine positive Haltung zur Förderung der Vielfalt verdeutlichen und alle Geschlechter integrieren“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Konstanz, Marion Woelki. Sie leitet die etwa 25-köpfige Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten, in der die Fachhochschulen nicht vertreten sind.“

    Ein 25-köpfiges Team möchte Regeln durchsetzen, die im Ländle zig Tausend Studenten trifft. Gerade der Zugriff auf die Pädagogische Hochschulen und damit die Lehrerausbildung ist hochproblematisch. Unter einer Grünen KuMi Theresa Schopper wird dies nicht verhindert werden.

    Und weil ich nicht müde werde es zu betonen: dieser Feminismus ist faschistisch und er wird von weiter entstehenden Randgruppen unterstützt, CRT, Klimaaktivisten, die Linke, etc. Es ist eine unheilige Allianz gegen das bestehende Establishment mit dem Ziel diese abzuschaffen, Konservative und Liberale Kräfte sollen geschwächt, erniedrigt und abgeschafft werden.

    Ich sehe im Feminismus und dem Genderwahn mittlerweile staatszersetzende Tendenzen und eine tiefgreifende Gefahr für unsere Demokratie. Wenn 25 Gleichstellungs-Hexen ihre Dogmatik so durchsetzen, dann ist es zu spät.

  8. Wie bereits andere empfohlen haben: am besten in ein Ghetto, Township, Favela usw. schicken und dort direkt praktische Erfahrungen sammeln lassen. Sofern er das überlebt, wird der Blick auf die Welt deutlich realistischer.

  9. Eine Frage die man sich stellen sollte ist die welcher Boden so fruchtbar für CRT ist. Liberalismus und Individualismus kommen da in Frage, diese scheinen die perverse Entwaffnung zu sein, die vorhergehen muss.

    https://www.b it chu te.com/video/K4jz4mIEZQaL/

    Haiti zur Erinnerung.

    Die Türkenfrage sollte man auch stellen.
    Die Kämpften doch bis zuletzt für den Erhalt der Sklaverei.
    Wer wohl der größere Arsch ist, als Sklave, dein Käufer oder dein Fänger, scheint auch irgendwie ausgeblendet.
    Stellen die besonders guten Menschen hier so Fragen?
    Oder scheißen die anderen nur wegen vorgeblichem Antisemitismus ans Bein?
    Ist man beim Thema überhaupt zur Empirie in der Lage, oder hat man ideologische Hemmungen Äpfel zu zählen?

    • Liberalismus und Individualismus sehe ich jetzt gerade nicht als Problem an, beide sind eigentlich Gegenstrategien gegen die Wirkkraft von Fanatismus.

      Die große Gefahr geht von dem aus, was eigentlich als besonders gut gilt: dem Humanismus, oder sagen wie mal etwas relativierend: dem „Vulgärhumanismus“. Der „alle sind doch nur Menschen“ (und damit quasi gleich)-Ideologie. Wenn man nämlich alle genetischen, gesellschaftlichen usw. Unterschiede leugnet, bleibt als einzige Ursache „Diskriminierung“ übrig, wenn es einigen schlechter geht als anderen.

      Dabei gibt es natürlich immer beides, Diskriminierung bzw. strukturelle Gewalt genauso, wie krachende Blödheit oder ethnische/rassische Unterschiede, nicht immer ist die Ursache für Elend eindeutig feststellbar.

  10. Ich glaube, dass geht heute ganz schnell, wenn heute jemand was Gesellschaftswissenschaftliches studiert. Ich hatte mit meiner Tochter kürzlich auch eine unerfreuliche Diskussion, als ich die Theorien raushaute, dass Trumpf ohne Covid wieder gewählt worden wäre und dass die Diskussion über strukturellen Rassismus aufgebauscht wird, weil einige Menschen damit recht skrupellos politisches Kapital schlagen wollen. Mit der Aussage, dass es Trumps sinkende Wählerschaft unter den weißen Männern war, die ihn hat verlieren lassen, wollte sie dann gar nicht mehr hören, auch wenn jede andere Bevölkerungsgruppe bei der Wahl Trump diesmal häufiger gewählt hat und er absolut gesehen mehr Stimmen bekommen hat, als jeder andere republikanische Präsidentschaftskandidat. Ich sage nicht, dass ich das gut finde, und ich freue mich, dass er sich mit seinem Mimimi-Gehabe nach der Niederlage glaube ich selber zerlegt hat, aber so sind die Fakten.
    Na ja waren keine Fakten, die ihr im Amerikanistik Studium nahegebracht wurden. Da redet man offensichtlich lieber über strukturellen Rassismus und beschwert sich, wenn im Seminar „die Meilensteine der Filmgeschichte“ kein Film von einer weiblichen Regisseurin behandelt wurde.
    Normalerweise würde mich sowas auch nicht beunruhigen, aber was ich erschreckend war, war mit welchem religiösen Eifer das runtergebetet wurde. Das scheint Gruppendynamik eine ganz wichtige Rolle zu spielen.

    • „erschreckend war, war mit welchem religiösen Eifer“

      Das befindet sich schon im fortgeschrittenen Stadion und hat alle Lehrinstitutionen im Griff, ausgehend von den „Geisteswissenschaften“ und der Theologie (!). Da ist nichts anderes als ein revolutionärer Umbruch im Gange, motiviert von einem haltlosen Fanatismus. Unsere ganz eigenen Taliban.

    • Ja, besorgniserregend. Allerdings ist es lediglich eine Steigerungsstufe. Jeder der gerne glaubt, der Glaubenssätze durch reine Wiederholung und sozialen Druck übernimmt, ist stark dafür anfällig. Und das trifft geschätzt 50-80% der Menschen in diesem Lande. Jemandem wie mir, der aus reiner Freude gern anderen ihre Weltsicht madig macht, fällt das immer wieder auf.

      Ich bin z.B. immer noch der Meinung, dass mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit ein großer Wahlbetrug in den USA stattgefunden hat (sicher können nichtmal die Amerikaner selbst sein). Dass es dagegen keine juristische Abwehr gibt und teilweise auch keine ernsthafte Prüfung gab (die Begründungen der Gerichte waren teilweise klassische catch-22) entlarvt die amerikanische „Demokratie“ einmal mehr als reine Farce.

      So ist es bei den meisten Deutschen aber nicht angekommen. Viele erkannten noch nichtmal die Manipulationen der Massenmedien, die in der üblichen Manier mit Verleumdungen, Auslassungen, Halbwahrheiten und Suggestionen quasi schon die ganze Amtszeit über massiv gegen Trump agiert haben, teilweise so billig, dass ich kaum begreifen kann, wie man das nicht bemerken konnte! Ein Großteil der Menschen übernimmt solche Wertungen vollkommen kritikfrei und ohne zu hinterfragen, einfach weil sie den Nachrichtensprecher zur selben sozialen Gruppe zählen, die Vorstellung, dass der einen anlügen könnte, kommt ihnen gar nicht, aber jeder der widerspricht, wird sofort als Feind wahrgenommen… das ist im Kern typisches Gruppenverhalten und für fast jede Irrationalität ausnutzbar. Es ließe sich durchaus leicht ablegen, aber die meisten scheinen es weder zu können noch zu wollen.

      • „Viele erkannten noch nichtmal die Manipulationen der Massenmedien, die in der üblichen Manier mit Verleumdungen, Auslassungen, Halbwahrheiten und Suggestionen quasi schon die ganze Amtszeit über massiv gegen Trump agiert haben, teilweise so billig, dass ich kaum begreifen kann, wie man das nicht bemerken konnte!“

        Ja, das war schon extrem, wie sich da abgearbeitet wurde. Und erst richtig deutlich wird das, wenn man es mit dem vergleicht, wie man mit Biden umgeht. Zwei Vorfälle der jüngsten Vergangenheit: Biden verliest auf einer PK die „offiziellen Impfzahlen“ und benennt dabei mehr Geimpfte in den USA, als in dem Land überhaupt Menschen leben (einige Witzbolde spöttelten ja, da wären die Illegalen, die entsprechend in keinem Personenstandsregister erfasst sind, sich aber haben auf Gemeinschaftskosten impfen lassen, mitgezählt). Und keine zwei Wochen bevor die afghanische Regierung bekannt gab, sich zum Zwecke von Verhandlungen über eine Machtübergabe mit den Taliban treffen zu wollen, hatte er noch auf einer PK fragen einer Journalistin, die ihn auf Geheimdiensteinschätzungen ansprach, Afghanistan sei von der Regierung nicht mehr zu halten, beantwortet, das sei alles falsch und hat da noch verkündet, wie riesig die Regierungstruppen doch seien, die einer deutlich kleineren Zahl von Talibankämpfern gegenüberstünden. Tja, da meinte old Joe noch, es besser zu wissen, als alle anderen…

        Man stelle sich nur mal bei diesen beiden exemplarischen Fällen vor, da hätte nicht Biden sondern Trump gestanden. Was für Spott und Häme hätten unsere Medien da über dem ausgegossen: Haha, der Trump ist so blöd, der kennt als Präsident nicht mal die Bevölkerungszahl des Landes, welches er regiert. Und natürlich hört dieser arrogante Großkotz auf keine Aussagen von Geheimdienstleuten sondern zieht seine Egoschiene einfach knallhart durch. Wie gefährlich kann dieser Unmensch noch für die Welt werden?!

        Man muss schon festhalten: es wäre sicher falsch, von unseren Journalisten zu sagen, sie wären nicht mehr weit von Gossenniveau entfernt. Tatsächlich müssten sich diese Typen erst einmal viele hundert Meter durch den Dreck nach oben graben, um Gossenniveau zu erreichen.

        • So sieht es aus, Danke.

          Bei Biden wird das noch offensichtlicher, zumindest für uns, die nachdenken und nicht direkt abspeichern, was man ihnen täglich einflüstert. Man wundert sich schon fast, dass es jetzt bei Afghanistan leichte Kritik gegen ihn gibt (O-Ton DLF-Kommentator: „Biden war bisher als empathisch bekannt, aber bei Afghanistan…“)

  11. Oben stehts schon mal sinngemäß – es ist dasselbe Problem wie früher mit der Mun-Sekte, Scientology, den Kindern Gottes und wie die nicht alle hießen. Schönes einfaches Schwarz-Weiß-Feindbild, das tatsächlich ALLES erklärt, Feinde überall, die Welt ist kurz vom Untergang, man selbst kann mitwirken, nicht weniger als die Welt zu retten – und nicht zuletzt die emotionale Zuwendung, die man als Eingeweihter erfährt. Ein wenig wie Verliebtsein…

    De Erfahrungen von früher zeigen leider, dass es verdammt schwierig ist, mit Leuten, die da reingerutscht sind, noch zu reden. Auf Fragen kommen keine Antworten mehr, sondern man hat das Gefühl, dass jeweils nur vorgefertigte Tonbandabschnitte abgespult werden.

    Oft kann man nur noch abwarten, bis die richtig tief im Dreck gesteckt haben oder sich die Mitmacher/Sekte als Heuchler offenbart haben – also alles, wo sich emotionale Ent-Täuschung aufbaut und emotionale Distanzierung möglich wird.

    Und achtet auf Eigensicherung…

  12. Nach Kabul schicken an die Abteilung Genderstudies der dortigen Universität. Dort gehen momentan regelmäßige Flüge hin. Er könnte dann seine wahnhaften Erscheinungen arrondieren.

  13. Hab den Chips mal gefragt, wie sich das konkret äußert.
    Wird aber schwierig. Linke lassen sich ja auch nicht davon überzeugen, dass der Sozialismus nicht funktioniert, egal, wie oft er scheitert.
    Feministen lassen sich nicht davon überzeugen, dass Frauen das privilegierte Geschlecht sind, auch wenn alle soziale Indikatoren dafür sprechen.

  14. Douglas Murray empfiehlt links-grünen Gesellschaftskritikern folgende Frage zu stellen, wenn sie über die böse westliche Gesellschaft herziehen: „Compared to what?“. Ich finde das einen ganz guten Ansatz. An welchen Zuständen misst sich die Kritik? Wo ist es besser? Welches Ziel hast Du im Auge? Und auf welchem Weg möchtest Du es erreichen?

    • DAraus ergibt sich tatsächlich eine Option zur Eingangsfrage: Der CriticalWhitness/CriticalRaceTheory-Einsteiger könnte Entwicklungshelfer in einer Gegend werden, wo er als Weißer rassisch angegriffen wird. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass er zu den anderen Rassisten überschwenkt. – Ich habe mehrere Leute kennengelernt, die mit allzu bunten Träumen in die Dritte Welt kamen und da zu Zynikern und Rassisten geworden sind, statt Realist zu werden.

  15. Gehe ich richtig in der Annahme, dass ich hier der einzige bin, der Schriften von Vertretern der Critical Race Theory gelesen hat?

    Falls mich jemand fragen würde, wie diese so sind:

    Also – die Vertreter der Critical Race Theory sind schon identitätspolitisch ausgerichtet, halten eine auf „Race Consciousness“ beruhende Politik von ethnischen Minderheitengruppen in den USA für nötig und halten „Color Blindness“ für den Abbau von Diskriminierungen nicht für ausreichend.
    Bzgl. ihrer identitätspolitischen Ausrichtung setzt meine Kritik an ihnen an.

    Es gibt allerdings m.E. einen signifikanten intellektuellen Niveau-Unterschied zwischen den Vertretern der Critical Race Theory und den Vertretern der Critical Whiteness Studies.

    Die Critical Whiteness Studies sind im Kontext der politisch korrekten Variante des Antirassismus m.E. die mit Abstand einseitigste und intellektuell wie moralisch anspruchsloseste Richtung. Die Critical Whiteness Studies sind m.E. weitgehend argumentationsarm und stellen durchaus eine Form von anti-weißem Rassismus dar.

    Über die Vertreter der Critical Race Theory, die ich bisher gelese habe, kann ich das hingegen so nicht sagen. Klar, sie sind identitätspolitisch ausgerichtet – und das ist m.E. kritikwürdig – aber die Critical Race Theory war ursprünglich eine juristische bzw. rechtstheoretische Denkschule und hat schon allein von diesem disziplinären Ursprung her ein deutlich höheres Agumentationsniveau als die Critical Whiteness Studies.

    Die Vertreter der Critical Race Theory argumentieren oft präzise für ihre jeweiligen Positionen und sie setzen sich auch weit häufger als z.B. die Critical Whiteness Studies oder die Gender Studies mit Kritik auseinander.
    Mir persönlich macht die kritische Auseinandersetzung mit der Critical Race Theory daher mehr Spass als die kritische Auseinandersetzung mit den Critical Whiteness Studies oder den Gender Studies, die weitgehend argumentionsarm und dogmatisch sind.

    Derrick Bell, der Begründer der Critical Race Theory, hat übrigens Affirmative Action-Massnahmen nicht nur für arme Schwarze, sondern auch für arme Weiße gefordert. Eine solche Forderung wird man bei Vertretern der Critical Whiteness Studies hingegen wohl vergeblich suchen.

    Es gibt innnerhalb der Critical Race Theory übrigens Unterströmungen für alle ethnischen Minderheitengruppen in den USA, einschließlich Asiaten, Latinos und Juden. (Von Lügnern wie James Lindsay oder Sebastian Wessels wird dies gerne unterschlagen.)
    Eine Unterströmung für Weiße gibt es in der Critical Race Theory jedoch nicht – hier wäre wieder ein Ansatzpunkt für Kritik.

    • Danke!

      Wobei ich bei all diesen Richtungen höchste Zahnschmerzen mit dem Wort „Theorie“ habe und sowieso persönlich tiefer ansetzen würde, also Wahrnehmung u.s.w., denn mir will nicht einleuchten, worin sich die Kategorie Rasse von Kategorien wie Ethnie, Sprache, Wohnort, Dialekt, Brillenträger, Langhaarige u.s.w. unterscheiden soll, wenn es um Phänomene wie Abgrenzung, Vorurteile o.ä. geht.

    • Leszek, warum sollte man erfundenen Quatsch von irgendwelchen Gurus lesen?

      CRT ist gelebte Realität, wo Schüler, Angestellte usw. sich auf Veranstaltungen erniedrigen und Beschimpfen lassen müssen aufgrund ihrer Rasse. Und dafür gibt es massive Unterstützung aus Industrie-Eliten, wie vom Jack Dorsey, die Millionen bestimmten CRT-Vertretern zur Verfügung stellen und über die Nachhaltigkeit-ESG-Scores müssen immer mehr Konzerne Mitarbeiter in derartigen Rasse-Seminaren demütigen lassen, um nicht in Ungnade zu fallen. Es ist in der moderaten Interpretation der neuste Aufguss von Aufstieg durch politisch-ideologische Schleimspur statt durch Kompetenz, mit Konsequenzen wie dem aktuell ziemlich vergeigtem Abzug aus Afghanistan. Leute, die sich nur mit Erfundenem und Phantasiertem bewerfen, haben halt keine Fähigkeit die Realität zu erkennen und sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

      Diese arrogante Feststellung als einziger irrelevante Theoretiker gelesen zu haben, ist genauso wie zu sagen, dass Kritiker der DDR oder Stalin nicht genug Marx gelesen haben, um wirklich die Staaten und deren Verbrechen sowie deren Bösartigkeit einschätzen zu können.

  16. Aussteigerberichte sehe ich immer kritisch. Meistens kommen die Probleme ja immer von der Mitte. Es sind ja eher Warnungen wie “ da verliert man seinen Job“ oder “ Verfassungsschutz kommt“ . Ist halt doof, da die negativen Konsequenzen ja immer vom „toleranten“ Staat herrühren. Das spornt ja jeden an, der zu seinen Idealen steht. Stell dir mal folgendes vor, du bist in der DDR und deine Meinung ist gegen das Regime. Deine Eltern wolleb dir Konsequenzen zeigen. Daher bringen sie dir einen Aussteiger. Der hat um ersten Moment mal nichts getan, erzählt dir aber von Knast und Folter. Das bringt eher Sympathie mut dem guten Mann.
    Deine Eltern verstehen es natürlich nicht, der Mann ist ja selbst schuld, er kennt doch die Konsequenzen, wenn man falsche Gedanken hat.

    Denke, man sollte sehen, wieso er fie Gedanken hat, vielleicht hat er auch Argumente oder kann sich innerhalb des Denkens entwickeln, indem er eher keim Extremist wird.

    • Ja, guter Hinweis. Es ist natürlich ein Aussteigerbericht gemeint, der die negativen Seiten der Bewegung benennt, keiner, der im Endeffekt den Ausstieg bereut (falls es das geben sollte).

      • Ne aber das hast ja auch oft bei Aussteigern aus der rechten Szene, die dir eig nur erzählen, welche Konsequenzen das mit Polizei etc hat, aber keine echten Argumente haben.

  17. Man könnte ihn sich beim patriarchalen Vater Staat bewerben lassen, gerne auch mal zum Test mit geweiblichtem und geausländertem Namen.
    Dann sieht er ja vermutlich wie ein Klaus mit Kußhand genommen wird bei gleichen Noten/ gleicher Leistung.

  18. http://www.u n z.com/ gatzmon /critical-race-theory-and-the-jewish-project/

    https://bit.ly/2W3iVBi

    „There is a growing debate in the USA about Critical Race Theory (CRT). Peculiarly enough, CRT’s opponents insist that the ‘Marxist’ discourse must be uprooted from American culture and the education system. I am puzzled by it, as I cannot think of anything more removed from Marx’s thinking than CRT.

    Marx offered an economic analysis based on class division. For Marx, those at the bottom of the class stratum were destined to unite regardless of their race, gender, or sexual orientation. Marx as such was race-blind. However, his vision was unifying as far as at least the working class are concerned. But Critical Race Theory aims in the complete opposite direction. CRT’s advocates believe that people are and should be defined politically by their biology: by their skin colour, often by their gender and/or sexual orientation. CRT attempts to fight racism, not by eliminating it but actually elevating biological determinism into a constant battleground.“

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