Spiegel Artikel: „Papa von Mamas Gnaden: Worunter moderne Väter leiden“

Der Spiegel hat einen Artikel zu Vätern, allerdings hinter einer Bezahlschranke. Ich habe ihn daher nicht gelesen. Er scheint aber einiges an Aufruhr zu erzeugen:

Frau Schrupp mochte ja Männerbeteiligung in dem Bereich noch nie:

Margarete Stowkowski wird ironisch:

Er hat hier tatsächlich noch nicht mal verlangt gelobt zu werden, jedenfalls nicht in dem Sinne, dass er etwas besonders gut macht, er wollte eher wahrgenommen und einbezogen werden. 

Aber der alte feministische Spruch dazu ist ja, dass es für etwas, was ein Mann gefälligst zu tun hat, nämlich Rollenklischees aufzubrechen, natürlich keine Kekse geben darf, denn das passt eben besser in das Unterdrückungsnarrativ

Weitere Beiträge dazu:

Das ist glaube ich eher ein Satz, bei dem Generationen von Müttern (und Vätern) zustimmend nicken. 

„Maternal Gatekeeping“ ist natürlich etwas, was herausfordert. Denn es beißt sich damit, dass man es eigentlich zur Doppelbelastung und Care Arbeit ausbauen will, die auf der Frau abgeladen wird. 

Noch ein paar Tweets der üblichen Verdächtigen:

Hier auch der Artikel von ihr zu dem Spiegelartikel

Und die klassische Umkehr, die aber auch nur das Geschlechterklischee bedient, dass Männer härter sein müssen als Frauen:

Und hier:

Aber natürlich auch:

Hat einer den Artikel gelesen und kann mehr dazu sagen?

 

34 Gedanken zu “Spiegel Artikel: „Papa von Mamas Gnaden: Worunter moderne Väter leiden“

  1. Ja, ich.
    Der Artikel besteht aus einem Reportageteil und einem Interview.
    In der Reportage werden Beispiele genannt wie:
    Vater und Kind sind auf dem Spielplatz, Mutter ruft an, ob er es auch einkremt.
    Oder
    Es gibt eine Beratungsstelle speziell für Väter. Familie kommt angefahren, aber nur die Mutter steigt aus, um zu klären, was das taugt.
    Auf der Ebene ist der Vater wirklich nur ein Anhängsel wie auf dem Titel.

      • Oh, es geht noch weiter, denn das Persönliche ist – wie wir alle wissen – politisch:
        Antje Schrupp (57) = 0 Kinder
        Anne Wizorek (40) = 0 Kinder
        Margarete Stokowski (35) = 0 Kinder
        Es ist sehr auffällig, dass „ihre Wahrheit“ über Elternschaft auf 0,0% Erfahrung beruht.
        Wie war das mit Nuhr? „Wenn man keine Ahnung hat…“

        Teresa Bücker (37) war kaum Mutter, schon getrennt vom Vater des Kindes, Patricia Cammarata (46) hat drei Kinder und sich vom Vater ihrer Kinder wg. schwerer „mental load“ getrennt:
        „Das Hauptproblem am Mental Load ist, nach den Erfahrungen von Patricia, dass viele dieser Arbeiten nicht sichtbar sind; besonders für denjenigen der sie nicht macht.

        „Tatsächlich habe ich erst einmal einfach das Gespräch gesucht und versucht klarzumachen, was da diese große Last auch ausmacht. Da hat sich aber relativ schnell gezeigt, dass wir da nicht so richtig vorankommen. Wir haben da sehr viel darüber gesprochen und auch diskutiert, wie es irgendwie anders laufen könnte. Und letztendlich ist dann nach sehr, sehr langen Diskussionen auch die Beziehung daran gescheitert.“
        https://www.deutschlandfunkkultur.de/mental-load-wie-gerechte-arbeitsteilung-in-der-familie.976.de.html?dram:article_id=471456

        Ich kann mir vorstellen, einem Geschlecht ist nach der Trennung eine sehr große Last von den Schultern gefallen (z.B. nicht mehr „sehr, sehr langen Diskussionen“ über marginalen Scheiß führen zu müssen).

        Ich überlasse Patricia noch einmal das Wort (ich habe keinen besseren Weg gefunden, sie besser zu beleidigen): „Vor allem eben dieses Planerische. Wenn die Kinder irgendwo eingeladen waren, dass man sich fragt: Wie kommen die eigentlich dahin? Wer holt sie dann wieder ab? Was kaufen wir für Geschenke? Aber auch im Haushalt tatsächlich so Sachen wie Bettwäsche, Betten neu beziehen oder Winter- und Sommerkleidung austauschen, feststellen, dass die Kinderklamotten nicht mehr passen, dass man neue Schuhe kaufen muss. Regelmäßig in den Turnbeutel zu gucken, dass die Turnschuhe auch noch passen.“

        Als MGTOW überwältigt einen immer „das Planerische“ der Frau, weil es anscheinend unbekannt ist:
        – Zu einem Geburtstag fahren und wieder zurück,
        – Geschenke kaufen,
        – Betten neu beziehen,
        – Winter- und Sommerkleidung austauschen,
        – neue Kleidung kaufen.
        Es war mir vorher völlig unklar, welchen „mental load“ ich in meinem Leben bewältigt habe und ich muss mich dafür tadeln, dass ich dies mir gegenüber „unsichtbar gemacht habe“! /sarcasm

        Diese Frauen haben in Sachen Beziehung ein eingebautes maximales Haltbarkeitsdatum.
        Es kann mit ihnen keine „faire Verteilung“ von Aufgaben geben, denn sie werden immer der Meinung sein, das kürzere Streichholz gezogen zu haben und werden auf immer komischere Ideen kommen, warum das so ist.
        Diese komischen Ideen werden sie versuchen, in „sehr, sehr langen Diskussionen“ als Beziehungsgrundlage zu setzen – d.h. egal wie partnerschaftlich die Beziehung ist, sie wollen dennoch als benachteiligt gelten.

        Sie sind so gestresst und ohne „me-time“, dass sie das erst einmal auf ihren Blogs und in den sozialen Medien ausgiebig darstellen müssen und zwar tagtäglich und stundenlang.
        Keine Angst, sie sehen den Widerspruch nicht.

        • Cammarata ist wirklich goldig.

          Aus ihrem Blog:

          Ich blicke zurück auf eine Zeit, in der mein Tag 40 Stunden hatte und ich die Energie hatte, diese zu füllen. Rein rechnerisch geht das mit Multitasking und Schlafverzicht. Die Kinder waren klein, sie wollten beschäftigt, gewickelt, angezogen, gefüttert werden. Nebenbei der Erwerbsjob, freilich nur 32 Std/Woche – ich brauchte ja Zeit für die Care-Arbeit. Daneben das Blog, an Büchern schreiben, Ideen entwickeln, Ausflüge planen, lesen, mitbekommen welche Ausstellungen demnächst eröffnen und sehenswert sind. Freundinnen treffen, alle bekochen, Blumen gießen, Regal reparieren, Geschenke für die Kinder befreundeter Mütter basteln.

          10 Wörter für die Beschreibung der Arbeit.
          34 Wörter für die Beschreibung der Freizeit.

          Aber hat sich die Trennung vom Vater der Kinder gelohnt? Ist der Mental Load und die seelische Gesundheit jetzt besser als vorher?

          Überhaupt. In Pandemie-Filmen machen die Erwachsenen alles gemeinsam. Sie schließen sich in Gruppen zusammen, sie sind nie alleine. Kein Pandemie-Film hat mir in Aussicht gestellt, dass ich 18 Monate alleine vor meinem Rechner sitze.

          Das immer gleiche Leben macht müde. Aufwachen, essen, arbeiten, nicht durchdrehen beim Nachrichtenlesen, kochen, essen, nebenher Bruchrechnen, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Potato famine, Subjonctif, die Anden, Koreakrieg, schlafen. Repeat.

          Wieviele Feministinnen wohl als abschreckendes Beispiel dienen würden, wenn Mädchen nicht so gynozentrisch wären?

          • @zehnter ochse

            Vielen Dank für deine Recherche und Ergänzung.

            „Wieviele Feministinnen wohl als abschreckendes Beispiel dienen würden, wenn Mädchen nicht so gynozentrisch wären?“

            Das ist eine gute Frage.
            Aber ich fürchte, die Arbeit dieser Feministinnen an diesem Gynozentrismus fiele dabei unter den Tisch.

            Deine Beobachtung: „10 Wörter für die Beschreibung der Arbeit.
            34 Wörter für die Beschreibung der Freizeit.“ und meine Befürchtung, wie die goldige Dame ihren Wortsalat wahrnehmen wird: 44 Wörter, die ihre (!) Arbeit beschreiben.

            Der Sinn der „sehr, sehr langen Diskussionen“ ist m.E. ihre Eigenwahrnehmung als einzig gültige Sicht innerhalb der Beziehung und auf diese Beziehung durchzusetzen.
            Dieses Persönliche soll politisch werden.
            Das müssen wir uns merken.

            Ein Aspekt des „mental load“ ist, eine völlig banale Planung des (eigenen) Lebens als besondere psychische Belastung zu setzen, die besonders Frauen betrifft.
            Ein Aspekt der „Care-Arbeit“ ist, eine (ganz banale) personenbezogene Dienstleistung als genuine und besondere Belastung von Frauen zu setzen.
            Um die Trivialität des Begriffs – entgegen der feministischen Intention – hervorzuheben: Jede Friseurin leistet jeden Tag „Care-Arbeit“ und auch jeder Physiotherapeut. Dass, was „Care-Arbeit“ eigentlich meint, wird per sprachlicher Manipulation völlig anders definiert.

            Der springende Punkt ist erstens, den Begriff der „Arbeit“ so auszudehnen, dass er alle ordinären Tätigkeiten der Bewältigung täglichen Lebens umfasst, selbst wenn sie (wie du richtig schreibst) dem Bereich der Freizeit zuzuordnen wären.
            Damit die als „Arbeit“ gelten (hint: nur wenn diese von Frauen im Rahmen einer Beziehung verrichtet wird, handelt es sich um „Arbeit“)
            Zweitens wird unterschlagen, dass die Arbeit aus a. dem Grund „nicht bezahlt“ wird, weil sie durch Freistellung per materieller Transfers über den Arbeitslohn des Mannes bereits bezahlt worden ist. Und b., weil es sich um unprofessionelle Tätigkeiten handelt.

            Die „Kommodifizierung“ von weiblichen und mütterlichen Tätigkeiten verlief und verläuft über deren Professionalisierung. Kindergärtnerin, Lehrerin, Krankenschwester und Altenpflegerin – von der Wiege bis zur Bahre eine (akademische) Berufsausbildung für die „Care-Arbeit“, eine Einkommensquelle weiblicher Erwerbsarbeit und genuin weibliche Domäne dieser.
            Nota bene: alle diese Tätigkeitsfelder sind staatlich organisiert und zum größten Teil finanziert (was Konservative nicht begreifen wollen und dies für „Sozialismus“ halten).

            Wichtig ist, sich die daraus folgende notwendige Widersprüchlichkeit herzuleiten. Die Vergesellschaftung von vormals als „weiblich“ deklarierten Zuständigkeiten in der Familie ist durch die Entstehung von weiblichen Berufen außerhalb (im Rahmen von Institutionen) bereits erfolgt.
            Von der Kinderkrippe bis zum Pflegeheim.

            Was per Propaganda als „unbezahlte Care-Arbeit“ in und für die Familie erscheint, sind tatsächlich unprofessionelle (und deshalb „unbezahlte“) Residuen einer Gesellschaft, die nur noch in Resten existiert.
            Noch ironischer: um so mehr sie für die „Anerkennung“ von weiblichen Tätigkeiten im Rahmen der „Care-Arbeit“ kämpfen und zugleich behaupten, diese Felder wären niemals genuin weiblich gewesen, sind sie auf der anderen Seite gezwungen, die Domänen weiblicher Erwerbsarbeit als weibliche zu behaupten.

            Das Gros weiblicher Akademiker sind Lehrerinnen. Glaubt irgendwer ernsthaft, sie geben ihre 90%ige Zuständigkeit für die Erziehung von Grundschulkindern freiwillig ab? Sie MÜSSEN permanent zwischen ihrer Biologie als Frau schwanken, die sie – auf magische Art und Weise – dazu befähigt und der Überzeugung, sie wären trotz des Studiums auf Lehramt dazu auserkoren, CEO von „High-Tech-DAX“ zu werden.

            Und hier gilt „Relotius Matters!“.
            Es geht nicht darum, ob dieses Narrativ wahr ist.
            Es geht darum, dass sie es gerne hören wollen.

            Noch einmal:
            „Der Sinn der „sehr, sehr langen Diskussionen“ ist m.E. ihre Eigenwahrnehmung als einzig gültige Sicht innerhalb der Beziehung und auf diese Beziehung durchzusetzen.
            Dieses Persönliche soll politisch werden.
            Das müssen wir uns merken.“

            Jede quicklebendige Narzisstin versucht, dir die Eigenwahrnehmung als Fremdwahrnehmung zu verkaufen.
            So, wie sie sich selber sieht, möchte sie gerne von dir gesehen werden.
            Wenn sie könnte, würde sie diese aufgezwungene Sichtweise auf sich gerne allgemeinverbindlich machen (s. „Care-Arbeit“).

            Nur handelt es sich eben gerade nicht um „Arbeit“, wäre es eine professionelle Erwerbsarbeit; denn dann wäre es eine qualifizierte und die findet nicht in der Familie statt, sondern außerhalb.
            Der eigentliche Job dieses Arguments ist also LEUGNUNG einer historischen Entwicklung.
            Die besondere Bedeutung „des Weiblichen“ in Zeiten von Corona besteht im versagen der staatlichen Institutionen, die bisher diese Herausforderungen erfolgreich von ihr abgeschirmt hatten.
            Auf der unprofessionellen Ebene Frauenanteil 100% und auf der professionellen 90%. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um „das Patriarchat“. /sarcasm

            „Wieviele Feministinnen wohl als abschreckendes Beispiel dienen würden?“

            M.E. würde Feminismus ohne Feminin-ismus nicht funktionieren.
            Wie möchtest du den Angriff auf „männliche Berufsdomänen“ bei biologistischer Begründung der Beibehaltung „weiblicher“ rechtfertigen?
            Klappt nicht.
            Mütter haben per Schwangerschaft eine besondere Befähigung für die Aufzucht von Kindern per Biologie und es gibt keine biologische Begründung der Befähigung für die Aufzucht von Kindern schließen sich gegenseitig aus.

            „Feminin-ismus“ ist, zwei sich widersprechende Aussagen zu tätigen und im festen Glauben zu sein, in beiden Fällen Recht zu haben.

          • „ist m.E. ihre Eigenwahrnehmung als einzig gültige Sicht“

            Auf dieser Eigenwahrnehmung der Frau basieren ja meiner Meinung nach auch schon die „Studien“, wonach Frauen die meiste Care-Arbeit leisten.
            Es sind ja keine objektiv überprüfbaren Fakten, sondern man wird eben innerhalb der Studie nach ihrer subjektiven Empfindung fragen, wer in der Familie die meiste Care Arbeit leitstet. Wenn man Frauen befragt, sind es natürlich Frauen, bzw. sie selbst, die am meisten leisten.

          • @Trenbolon

            „Wenn man Frauen befragt, sind es natürlich Frauen, bzw. sie selbst, die am meisten leisten.“

            Der Trickbetrug besteht darin, Frauen frauenkompatible Studien erstellen zu lassen, die auf frauenkompatiblen Fragebögen basieren.

            Arne Hoffmann hatte bereits 2001 moniert, dass die gemessene „Hausarbeit“ in einer Paarbeziehung gar keine war.
            Weder wurden bspw. Renovierung, Gartenarbeit, (Klein-) Reparaturen, noch die Erstellung der (Lohn-) Steuererklärung überhaupt abgefragt.

            Erfasst wurde also keine „Hausarbeit“, sondern Hausfrauenarbeit.

            Der Trick: Erst wird sich beschwert über die Arbeitsteilung nach Geschlecht im Haushalt, dann wird nur die Belastung des weiblichen Geschlechts gemessen, aus der knallhart hervorgeht, dass „weiblich konnotierte“ Arbeit nur von Frauen geleistet wird.
            Was ausgesprochen logisch ist, denn die „männlich konnotierte“ wurde gar nicht erst abgefragt.
            Gerne mit der Begründung bspw. „Regenrinnen säubern“ ist keine Hausarbeit, denn das passiert nicht im Haus.
            Zwinkerzwinker.

            Eine ähnliche Trickbetrügerei findet aktuell unter https://equalcareday.de als „Mental Load-Test“ statt, den man als PDF herunterladen kann und ausfüllen soll.
            Bereits unter der Rubrik „Haushalt“ kann man nachvollziehen, wie der Betrug organisiert wird, nämlich klassisch weibliche Tätigkeiten zu inflationieren und somit „mentale Mehrfachbelastungen“ zu suggerieren.

            Es gibt nämlich nicht nur die Oberbegriffe „Saugen“ und „Wischen“, statt allgemein „Putzen“ oder „Reinigung“, es gibt auch noch das spezielle „Staub wischen“ und das spezialisierte „Küchenschränke abwischen“ und die hyperspezialisierten Tätigkeiten „Bad putzen“, „Fenster putzen“ sowie „Kühlschrank, TK, Ofen putzen“.

            Man muss nicht nur den „Wocheneinkauf“ erledigen, sondern eigenständig „Putzmittel nachkaufen“, nicht zu vergessen den/die „Wickelbedarf/Drogerieeinkäufe“, was sich abgrenzt von „Geburtsgeschenke besorgen“ und „Bedarf für Kita/Schule besorgen“.

            Man kann bei „Kleidung“ nicht nur mental belastet „Neue Kleidung kaufen“ (wie gesagt, das hat mit „Einkauf“ nichts zu tun, bitte gehen Sie weiter!), sondern „Kleider auswählen“ und „Kleidergrößen prüfen und sortieren“ sind weitere Belastungen.
            Naiv wie ich bin dachte ich, das könnte man mit dem „Wäsche waschen + aufhängen“ und „Wäsche falten + wegräumen“ verbinden, aber dadurch kommt man natürlich in die Gefahr etwas zu übersehen.
            Was z.B. zu der Belastung erst führt, „Ungenutzte Kleidung verschenken/verkaufen“ zu müssen.

            Wobei man die Verfasserinnen tadeln muss, die wichtige Arbeit „Wäsche von der Waschmaschine in den Wäschetrockner räumen“ und „Spülmaschine einräumen“ und „Spülmaschine ausräumen“ vergessen zu haben!
            Aber immerhin ist „Erinnerungen/Fotos aufbewahren“ mit auf der mentalen Liste alltäglicher Lasten aufgetaucht, die anscheinend besonders Frauen betreffen. /sarcasm

            Wer es mir nicht glaubt, alle Tätigkeiten in Anführungszeichen stehen wirklich so auf dem Fragebogen als anzukreuzende Tätigkeiten, die Kennzeichen für „Mental Load“ sind.

            Der geplante Betrug besteht daraus, sich per Item selbst 4 Punkte für die tägliche Verrichtung solcher inflationierten „Arbeit“ zu geben und vor lauter suggeriertem „Mental Load“ heulend zusammen zu brechen.
            Mit dem Ziel, danach über die „ungerechte Verteilung der mentalen Belastung in der Beziehung“ zu lamentieren.
            Tipp für Männer: „Haare kämmen“ und „Zähne putzen“ gibt jeweils 4 Punkte.
            Wem? Ist egal.

            Selbstredend existiert keinerlei zeitliche Gewichtung solcher Tätigkeiten und klassische männliche Tätigkeiten werden ohne Bezug zum Objekt und zeitlichem Aufwand einfach unter „Kleinreparaturen“, „Schrauben, Bohren, Hämmern“ (nicht etwa separat „Schrauben“, „Bohren“, Hämmern“, versteht sich) und „Autoreparaturen“ zusammengefasst. Obskure Punkte, wie „Kindersitze Auto + Rad“ (?) inklusive.

            Dieser Fragebogen ist kennzeichnend für ein allmähliches „dumbing down“ des Feminismus einerseits und andererseits für die Hegemonie dieses Feminismus. Man kann nicht nur Politpropaganda unter dem Banner von „Equality“ betreiben, sondern es ist wirklich offene Scharlatanerie, reine Manipulation und Betrug unter den Augen der Öffentlichkeit.

            Wir brauchen dringend eine eigenständige maskulistische Forschung, um tatsächlich gesellschaftlich nützliche Wissenschaft zu betreiben.

          • Ja, nee – das schreibt der crumar bloß, weil er Angst vor starken und selbständigen Frauen hat.

        • „Antje Schrupp (57) = 0 Kinder
          Anne Wizorek (40) = 0 Kinder
          Margarete Stokowski (35) = 0 Kinder“

          Die pflanzen sich also nicht fort. Siehste, Crumar, das wäre jetzt deine Gelegenheit gewesen, mal ein paar Feministen zu loben. Aber zu spät. Verpasste Chance. Selber schuld.

          • „Die pflanzen sich also nicht fort.“

            Aber sicher doch! Durch die Verbreitung ihrer Meme stellen sie das bestmöglich sicher. Dabei würde sie nur jede Weitergabe ihrer Gene behindern, denn Feminismus wird nur durch erstere, nicht durch letztere weitergegeben. Man kann sich das auch so vorstellen, dass Ideen und Ideologien wie ein Virus sind, die einen Wirtsorganismus einspannen, um sich zu replizieren. Und deshalb kann auch jede lebensfeindliche Idee erfolgreich sein, denn sie muss ja nicht durch biologischen Nachwuchs reproduziert werden.

    • Ich habe den Spiegel auch gelesen. Die Damen oben nicht.

      Es ist eine Ameinanderreihung von Clichées (vgl. Beispiele von @mycroft) und Forderungen an Männer (Männer müssen um Teilzeit kämpfen).

      Eigentlich kann man nach dem ersten Satz aufhören zu lesen: „Wenn man auf der Suche nach dem Idealtypus des neuen Papas ist, gibt es vermutlich kaum eine bessere und zugleich klischeehaftere Gegend als Spielplätze im Prenzlauer Berg in Berlin.“
      Neee Leute, Prenzlauer Berg ist für GAR NICHTS repräsentativ…

  2. Die Schrupp ist einfach nur wiederlich und eine gutes Beispiel für die Doppelstandards in der Öffentlichkeit. Mann stelle sich vor eine Mann würde so über Frauen sprechen.

  3. Ich finde die Häme, die sich von Frauen über aktive Väter ergießt einfach nur widerlich. Der Artikel bringt das auch ganz gut zur Sprache und wahrscheinlich deshalb die Reaktionen. Die Kernaussage: die Männer müssen mehr MIT den Kindern tun und die Frauen müssen lernen abzugeben. Nur immer fordern, die Männer sollten sich engagieren und wenn sie es denn tun, sich über sie lustig zu machen, funktioniert nun mal nicht.
    Abgesehen davon, ich will kein Lob, wenn ich die Wäsche mache oder mit dem Kind auf dem Spielplatz war. Das ist Normalität oder sollte es sein.

  4. Alle die hier rumzicken sind offenbar geschieden oder haben gar keine Kinder. Ihr sprecht nicht für uns. Also haltet bitte die Klappe, da wir echten Familien eure Probleme einfach nicht haben. Ihr haben kein Mandat von uns. Gackert gerne für die Gruppe der einsamen Emanzen oder der frustrierten Xanthippen!

  5. Man sollte doch nach Jahren der Beschäftigung mit bestimmten Personen festgestellt haben, dass diese schlichtweg durch und durch bösartig sind.

  6. Eine Mutter für’s gute Mutter sein loben, würden Feministinnen einen dafür nicht lynchen und auf vier unterschiedlichen Kontinenten vergraben?

  7. Ehrlich gesagt interessiert mich das nicht, was irgendwelche Frauen über mich denken. Noch weniger wenn es durchgeknallte Feministinnen sind.

    Männer die rumjammern, dass sie anders behandelt werden, verstehe ich nicht. Na klar werden die anders behandelt, es sind halt Männer. Ich hab mich mit den Müttern immer ganz gut verstanden, aber ich hatte nie das Bedürfnis bei deren Klatsch mitzureden. Kinder besuchsweise verliehen oder entgegengenommen haben sie trotzdem. Deren Urteil ist mir wurscht, ich weiß ja, dass ich besser bin 🙂 Und von meiner eigenen Frau lasse ich mich auch nicht bevormunden.

    Für mich ein feministisches Nullthema, bei dem Frauen mit Minderwertigkeitskomplexen sich aufzuwerten versuchen, indem sie auf Männern rumhacken. Was anderes können sie halt nicht und es wird von vielen normalen Frauen wohlwollend goutiert (wer lässt sich nicht gern aufwerten?) Wenn man gemein wäre, könnte man auch sagen „toxische Weiblichkeit in der Krise“, jetzt wo ihnen Männer tatsächlich die letzten Bastionen streitig machen, sie selbst aber kaum vorankommen. Gibt zum Glück auch genug Frauen, die diese Art der Arbeitsteilung schätzen.

    • @Androsch: du laberst ja auch nicht, sondern machst einfach (Aufteilung von Versorgung und Umsorgung).

      Ich nehme mal an, dass du nicht in Prenzlauer Berg wohnst 😉

      Meine Frau hat den Artikel gelesen, für scheiß e befunden und sich gefreut, dass wir es (immer) besser machen.
      Was hat sie wohl besser gemacht als z.B. Patricia Cammarata?
      Sie hat mich einfach machen lassen …

  8. Im Spiegel-Artikel wird erstmals prominent weitgehend ohne Ironie vom „Matriarchat“ gesprochen. Die meinen damit natürlich nicht die allumfassende feministische Bestimmungshoheit wie seinerzeit die taz, die über einem Bild von AKK, Merkel und von der Leyen getitelt hatte „So haben wir uns das Matriarchat aber nicht vorgestellt“ – im Spiegel beziehen sie es auf den Familien-, Bildungs- und Reproduktionsbereich.
    Das ist zwar kurz gesprungen, aber immerhin ein wichtiger Schritt.

  9. Habe gerade Schrupps Arbeitgeber (www.ekhn.de) um eine Stellungnahme gebeten. Das sollte eigentlich jeder tun, um dort die Sensibilität für einen bestimmten Gegenstand zu wecken. Menschenwürde? Ach was, vergebens! Es geht um Geld bzw. um dessen Ausbleiben.

    • Nachtrag: habe auch an den Frankfurter Stadtdekan geschrieben, per E-Mail an seine Referentin. Sie ist in Elternzeit und noch nicht einmal in der Lage, ihre dienstlichen E-Mails automatisch weiterleiten zu lassen.

      • Na ja, vielleicht hast Du recht, aber: ich bin noch Mitglied. Und den Stadtdekan kenne ich persönlich von früher (als einen sehr freundlichen Menschen). Er kennt natürlich Frau Schrupp, und ich bin gespannt, was er antwortet.

        Andere treten kommentarlos aus. Was ist die redlichere Variante: eine Diskussion anzetteln oder kommentarlos verschwinden?

          • Es kamen mehrere Antworten, in denen u. a. auf die Meinungsfreiheit Frau Dr. Schrupps und auf bestimmte problematische Eigenschaften von Twitter verwiesen wurde. Sowie übereinstimmend auf folgendes Dokument: https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/20130617_familie_als_verlaessliche_gemeinschaft.pdf

            Das ist die offizielle Position der EKD, und sie ist differenziert und facettenreich. Sie hat allerdings viele Seiten, und hier sehe ich ein Problem, das unabhängig von politischen und religiösen Positionen besteht: umfangreiche Texte haben es schwerer, den Weg in die öffentliche Diskussion zu finden als plakative Aussagen. Ich fürchte, damit müssen wir leben. Es ist auch kein neues Problem.

  10. „Schrupp:
    ich bin ja eh dafür, Vaterschaft als Konzept ganz abzuschaffen“

    Nun, wenn Väter nicht mehr gebraucht werden, dann braucht es auch weder Unterhalt für Frau und Kind noch braucht das Kind ein Erbe vom Vater wenn dieser ins Gras gebissen hat.

  11. Ich kommentiere regelmäßig im Spiegel-Forum, so auch unter dem Artikel. Habe bei dem und ähnlichen Artikeln immer wieder die Frage gestellt, in welchen Bereichen Frauen in Deutschland eigentlich benachteiligt sind und wo gleiche Rechte fehlen und habe umgekehrt Punkt aufgezählt, bei denen Männer/Jungs schlechter abschneiden. Erwartungsgemäß führt da sowohl zu viel Zustimmung als auch zu wütenden Reaktionen – man stellt eben nicht in Frage, dass Frauen immer und überall benachteiligt sind. Tatsächlich habe ich allerdings noch nie eine Antwort auf die Frage erhalten, wo denn nun Frauen benachteiligt sind. Es gilt aber immer: Da wo Männer/Jungs schlechter abschneiden wie etwa bei Schulnoten, Suiziden, Lebenserwartung etc. ist das das Ergebnis selbstbestimmter Entscheidungen. Die Männer sind eben selbst schuld, die Mädchen halt fleissiger – umgekehrt aber wird es als Diskriminierung gewertet, wenn Frauen selten in Parteien mitarbeiten (wobei genau genommen kaum eine Feministin, das direkt benennt, sondern nur, dass weniger Frauen in den Parlamenten sitzen) oder wenn Frauen meist den Familiennamen des Mannes annehmen (Frau Clauß vom Spiegel).

    Natürlich bringen diese Forens-Diskussionen nie direkt etwas. Ich bilde mir aber ein, dass die Vielzahl von Beiträgen, die es regelmässig unter „Frauen sind immer benachteiligt“-Artikeln gibt, dazu beigetragen hat, dass nun die andere Seite zumindest ansatzweise mal Erwähnung findet.

    • Das hast du richtig beobachtet. Beispiel:
      Reporter von Öffentlichen Rundfunk, wurde bereits 2 mal innerhalb 12 Monate dazu bewegt – durch die Masse an Kommentaren – auch die Männliche Seite zu zeigen. Es ging um häusliche Gewalt unf um Genitalverstümmelung.
      Die beiden Filme, waren, im Gegensatz zu den Frauen, eher trocken, Informativ und Emotionslos. Einerseits – immerhin wird es mal erwähnt.
      Auch spannend: in den 3 Filmen über Häusliche Gewalt an Frauen (im Jahr 2020 von nur diesem Kanal) wurde nur 1 mal die komplette Statistik erwähnt – und diese auch noch geschönt. Im Video zum Thema Häusliche Gewalt an Männern, wurde bereits in der Einleitung von den Zahlen der Frauen gesprochen.
      Manchmal frag ich mich, wozu kämpfen, wenn die „Mitstreiter“ staatlich und öffentlich finanziert, sich nicht mal mehr mühe geben, ihre Propaganda zu verstecken.

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