Müdigkeit als Eltern

Momentan liegt bei Südländerin und mir eine Art von Dauermüdigkeit vor. Nicht so, dass wir auf der Stelle einschlafen würden, aber doch eine gewisse Grundmüdigkeit, die wir auch am Wochenende nicht wirklich abbauen. Und das auch schon seit einiger Zeit. Hier haben sich neue Zähne bei Fräulein Schmidt mit der Geburt von Schmidt Junior abgelöst.

das wird sich an vielen Punkten aus, auch bei der Leistungsfähigkeit im Job. Ich habe das Gefühl länger für viele Sachen zu brauchen und schwierigere Sachen ehee auf zu schieben als früher. Was die Sache natürlich nicht besser macht kommen, denn irgendwann muss man die Sachen ja nun einmal dann wieder weg arbeiten.

ich habe es schon an solchen Tagen ein paar mal gemacht, dass ich zu diesen Zeiten dann kurzfristig alleine geschlafen habe, in unserem Gästezimmer. Einfach weil Schmidt Junior 1 gegen würde ich nicht erlaubt die Nacht durchzuschlafen. Aber das wird natürlich auch zu einer Mehrbelastung von Südländerin, die diese auch mehr. Ich mache es daher nicht allzu oft.

Ein Freund, der älter als ich ist, aber auch ungefähr in meinem Alter , nachdem er aus der ersten Ehe bereits ein früheres Kind hatte, in der zweiten Ehe weitere Kinder bekommen hat, sagte er damals zu mir: „warte nicht zu lange mit den Kindern, umso älter du wirst, um so schlechter steckst du es weg“

Keine Ahnung, ob er damit Recht hat, sicherlich ist man als jüngerer Elternteil auch müde. Aber ich denke trotzdem häufig daran, wenn ich müde bin.

Es ist nichts dramatisches, es geht alles irgendwie. Und es ist ja auch nicht mehr so lang, bis Schmidt Junior alleine und besser schlafen wird.

Aber das muss man eben durch

35 Gedanken zu “Müdigkeit als Eltern

  1. In dem von A. Abele und P. Becker herausgegebenen Sammelband: „Wohlbefinden: Theorie, Emipie, Diagnostik“ thematisieren Stroebe & Stroebe die Beziehung zwischen Partnerschaft, Familie und Wohlbefinden. Dabei kommen sie im wesentlichen zu der Schlußfolgerung, daß die ersten fünf Lebensjahre von Kindern an die Eltern besonders viele Aufgaben und Herausforderungen stellen, die sich sogar belastend auf die Partnerschaft und das Wohlbefinden auswirken.
    Andererseits weisen „junge“ Eltern belegt den robustetsten Gesundheitsstatus aus, der bei einer überdauernden Partnerschaft auch langfristig erhalten bleibt.

    • In dem von A. Abele und P. Becker herausgegebenen Sammelband: „Wohlbefinden: Theorie, Emipie, Diagnostik“ thematisieren Stroebe & Stroebe die Beziehung zwischen Partnerschaft, Familie und Wohlbefinden. Dabei kommen sie im wesentlichen zu der Schlußfolgerung, daß die ersten fünf Lebensjahre von Kindern an die Eltern besonders viele Aufgaben und Herausforderungen stellen, die sich sogar belastend auf die Partnerschaft und das Wohlbefinden auswirken.

      Der Spruch von meiner Oma ist kürzer, präziser und enthält mehr Lebensweisheit als so ein Sammelband.

        • Universitätspsychologie ist Bullshit!

          Und „Empirie“ kann man manipulieren und modifizieren, wie man lustig ist. Für die Gender-Deppen sind ihre Studien auch Empirie („dominant-männliche Vorstellungen beim generischen Maskulinum“).

          Die Universitätspsychologie ist ein emotionaler Krüppel.

          Mein genialer Ratschlag an seiende Eltern: Je mehr Empathie man für das Kind und seine subjektive Lebenswelt empfindet, desto weniger stören einen die Disruptionen und Friktionen durch die Blagen.

          Wie vergrößert man die Empathie für Kinder? Indem man sich mit seiner traumatischen Kindheit auseinandersetzt und die Empathie für das Kind, das man selber mal war, restituiert.

          Leider hapert es hier bei den meisten Eltern und Erwachsenen.

          http://alice-miller.com/de

  2. Meine Oma hat gesagt: „mit einem Kind ist es anstrengend. Mit zwei Kindern ist es – auch anstrengend.“

    Bis jetzt hat sie recht. Wobei Kind 2 offenbar die Stimme von Kind 1 schon gewohnt sein muss. Da kann’s Gezeter geben und das kleine schläft völlig unbeeindruckt weiter. In der Nacht ist es manchmal schwierig wenn sie noch keinen Rhythmus haben und meinen von 2:30 bis 3:00 oder so soll eine wachphase sein. Da sitzt Papa dann auf der Couch und wartet auf die Müdigkeit (die vom Kind, die eigene wäre schon da 😉 ). Aber das legt sich ja auch mit der Zeit.

  3. umso älter du wirst, um so schlechter steckst du es weg

    Hm .. und ich dachte, je älter man wird, desto gelassenener und entspannter bleibt man, und das überträgt sich auch auf den Nachwuchs.

    Seit ich gelernt habe, im Bett mit beiden Seiten zu stillen, ohne mit dem Baby den Platz tauschen zu müssen, schlafen wir eigentlich meistens recht gut. Ausnahmen gibt es, z.B. wegen des Zahnens. Aber wenn ich es recht bedenke, schlafe ich insgesamt sogar besser als früher ohne Baby.

    • Beneidenswert 🙂

      Ja, jung und alt als Eltern hat unterschiedliche Vor- und Nachteile. Den körperlichen Stress habe ich definitv weniger gut weggesteckt, als ich das mit 25 getan hätte. Schon bei so simplen Sachen, wie auf dem Fußboden mit den Kindern zu spielen, muss ich mittlerweile aufpassen, dass ich danach nicht drei Tage Knieschmerzen habe oder sowas, da hätte ich mit Mitte 20 drüber gelacht.

      • Das Stillen laugt mich schon ziemlich aus. Ob das viel besser wäre, wenn ich noch zehn oder zwanzig Jahre jünger wäre, weiß ich nicht. Es geht ja unabhängig vom Alter an die körperliche Substanz.
        Mein Mann ist Ende Fünfzig und kommt prima mit dem Vatersein klar.
        Ältere Eltern sind i.A. gefestigter in ihrer Persönlichkeit und lassen sich nicht so leicht verunsichern wie jüngere Eltern.

    • Ich bin relativ spät Vater geworden. Zum ersten Mal mit 37 und zum zweiten Mal mit knapp 43.
      Der Schlafmangel macht mich fertiger als beim ersten Mal.

      • Warum leidest du an Schlafmangel?

        Früher hatte ich öfters Einschlafstörungen. Mit Baby eigentlich nicht mehr. Es ist so entspannend, das Baby neben sich im Bett zu haben. Nachts wache ich nur halb auf, wenn es trinken will, und schlafe gleich weiter.
        Damit nachts niemand zum Wickeln auf muss, lege ich eine zusätzliche Vliesvorlage in die Windel. Das reicht für gewöhnlich.
        Außerdem habe ich eine Flasche Wasser griffbereit, wenn ich nachts Durst habe.

        Mein Mann kriegt davon kaum etwas mit, auch wenn es zu dritt im Bett schon recht eng ist.

        • Ich habe einen leichten Schlaf. Wenn sich das Kind regt, bin ich vor meiner Frau wach.
          Zusätzlich kämpfe ich seit zwei Jahren mit einer mittleren Depression. Ein Symptom ist eine Ruhelosigkeit, die mich abends nicht einschlafen lässt.
          Habe Tabletten dagegen. Nur, Tabletten gegen Unruhe zu nehmen ist auf Dauer ein gefährlicher Weg.

  4. wie ueps sagt .. wird wieder besser, halt durch.

    Ich hab vor kurzem https://www.amazon.de/Das-gro%C3%9Fe-Buch-vom-Schlaf/dp/344217791X/ref=pd_lpo_1?pd_rd_i=344217791X&psc=1 gelesen, allerdings im original („why we sleep“), die Grundaussage ist: jeder braucht so 7-8h Schlaf, am Stück, mit den dazugehörigen Tiefschlaf- und REM Phasen, die sind essentiell. Es gibt Leute die kommen langfristig mit weniger hin, so 5-6h, das ist aber genetisch und tritt recht selten auf, so um die 1% Marke herum. Leichte Schlafdefizite merkt man persönlich meist gar nicht, die lassen sich aber schon recht gut anhand verminderter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit nachweisen. Das was du beschreibst sind schon schwere Defizite. Und mit den kurzen Schlafphasen geht dir vor allem der REM Schlaf flöten, und das schlägt voll auf die cognitiven Fähigkeiten durch, Gedächtnis, Problemlösungsfähigkeiten usw.

  5. uepsilonniks hat es oben schon geschrieben: es wird besser. Kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

    Das ist jetzt eine Phase, wo ihr einfach durch müsst. In ein paar Wochen sieht es schon wieder ganz anders aus.

  6. Ich hoffe, das stimmt nicht, ich will gerne Kinder haben und bim knapp 30. Bis ich das aber „zeitlich“ kann, eher 35. Da ich dann lange Zeit beruflich Vollgas gegeben habe und studiert, wollte ich danach nicht direkt Kinder. Wäre mit etwa 40 geplant. Hoffe, das klappt dann alles noch so.

    • Als Mann kann das klappen, Die Frau sollte jünger sein. Mit 40 sind die meisten schon hart an der Grenze, was Kinder angeht. Das Risiko für Behinderungen etc. steigt auch an.

      Man muss immer auch mitdenken, dass man den Partner schon eine Weile kennen und ihm vertrauen sollte usw. meiner Erfahrung nach, ist das ein stark limitierender Faktor, denn einen passenden Deckel zu finden, ist gelegentlich schwieriger und langwieriger als man denkt.

      Alle die mich gefragt haben, wann der optimale Zeitpunkt für Kinder ist, denen habe ich empfohlen, dann welche zu machen, wenn es partnerschaftlich passt und das Leben einigermaßen stabil läuft und halt mit den Konsequenzen zu leben und das Beste draus zu machen. Der perfekte Zeitpunkt kommt nämlich nie. Vorweg durchplanen lässt sich das Leben meistens nicht und wer unbedingt Kinder will, sollte die Sache keineswegs zeitlich auf Kante nähen! Ich kenne einige Fälle, bei denen das nicht geklappt hat, gerade Frauen warten oft zu lange und sind dann totunglücklich, wenn sie merken: nada, geht nicht mehr.

      • @AK:

        Ganz genau, volle Zustimmung!

        Wobei das mit dem Alter der Frau heutzutage auch nicht mehr sooo eng ist. Bedenken sollte man es natürlich trotzdem.

      • Ja optimaler Zeitpunkt nie, wenn du aber ü40h Arbeitest und nebenbei zwei Studiengönge abreißt ( ging nur neben dem Beruf) ist die Zeit für das Kind eher wenig.
        Und wegen danach mal Zeit fpr mich, vlt mache ich das anders, aber die kam im Leben leider immer zu kurz, viel Arbeit, Studium nebenher und dann oft im Familienbetrieb geholfen.

        Mit Anfang bis Mitte 30 kann man da was nachholen wenn die Kinder 18 wären, kann ich das nicht mehr.

        • War ja überhaupt kein Vorwurf, ist dein Leben und da musst du entscheiden, was dir wichtig ist und was weniger wichtig. Wie groß dein Kinderwunsch ist und wie wahrscheinlich du den mit 40 noch realisieren kannst: keine Ahnung. Ich weiß ja auch nicht, wie groß dein Karrierestreben ist, wenn du so schreibst, dann scheint dir das sehr wichtig zu sein (so ehrgeizig war ich nie).

          • Jaein

            Ich war eigentlich immer eher Geringverdiener ( oft unterm Mindestlohn, gibt es in D leider auch, bin Versicherungskaufmann) und wollte daher eine etwas bessere Stelle. Mit Anstrengung etc ging das leider nicht. Zweitens wollte ich nachholen, dass uch nie studieren konnte. Naja werde wohl bald einen Bachelor und einen Master haben.

            Also ja teilweise ambitioniert, gebe auf der Arbeit imm viel Gas, mache aber nicht 100erte Überstunden.
            Wurde auch im Betrieb gefragt, was ich nachm Studium will, habe Führungsstelle klar abgelehnt und will eher eine Spezialistenstelle, Führung ist mir zu zeitintensiv.

            Hilfe im Familienbetrieb war weniger ambitioniert, das war eher, dass ich klar wusste, wenn mein Vater mal krank wird, sieht es da finster aus.

            Allerdings hatte mir selbst mein erstes Studium trotz guten Noten und Arbeitszeugnissen wenig gebracht.

          • @Truth

            In den Familienbetrieb einsteigen, ist keine Option? Oder Job bzw. Wohnort wechseln? Ich verstehe die Probleme schon, hab auch schon zweimal alles umgeschmissen, um eine Nische für mich zu finden. Hat seinen Grund, warum in Deutschland viele erst spät (oder wenn sie Pech haben gar nicht) ihren Kinderwunsch erfüllen.

          • Ist halt selbstbesiegend, wenn absehbar ist, dass mangels Kindern an breiter Front, die Früchte der Arbeit denen spätestens abgenommen werden werden, von den Lendenfrüchten jener, die heut auf eurer Schultern Arbeit ganz schamlos der Reproduktion fröhnen.

          • Androsh verdiene ja mittlerweile gut. Studium wolltenich ja als solches und das passt auch bald.

            Und nein in den will ich zu 100% nicht. Warst du mal selbständig? Das ist echt uncool.

  7. Wir haben recht bald die Schlafplätze getrennt. Solange die Frau noch stillt und zu Hause ist, bekommt sie halt den Hauptdruck ab, das lässt sich nicht oder nur schlecht verhindern, dafür kann sie auch tagsüber immer mal eine Schlafpause einlegen, was am Arbeitsplatz eher nicht geht.

    Später kann man sich ja abwechseln. Ich fand das stressmindernd für uns beide, weil wenigstens einer immer einigermaßen ausgeschlafen ist und in der Hinsicht den anderen bei Alltagsaufgaben entlasten kann. Wir sind die Sache aber auch relativ locker angegangen, von wegen gleich wieder Vollzeit arbeiten und sowas…

  8. Müdigkeit als Bürger (m/w/d)

    Infantile Bürgerinnen und ein Nanny-Staat machen uns alle das Leben schwer. Die Müdigkeit ist bleiern. Sie legt sich in einer permanenten Erschöpfung auf den Menschen. Das Finanzamt macht dich zum latenten Betrüger. Sie Staatsanwaltschaften zu permaneten Tätern. Die Politik entmündigt dich. Der Feminismus erniedrigt alle. Die Genderfaschisten geben dich zur Hexerjagd frei.

    Ein Kind ist die Erlösung, es ist deine Zukunft. Ihr schafft das Christian.

  9. Das ist genau das, was mir die meisten Arbeitskollegen auch anraten: schau, dass du noch viel Schlaf bekommst, bis das Kind dann da ist.

    Mein Plan dagegen vorzugehen wird folgender sein:
    Sport treiben, so viel wie es die Umstände erlauben, weiterhin eine gesunde Ernährung fahren (hinsichtlich Mikronährstoffe, die in Zusammenhang mit Regeneration stehen), vielleicht fange ich an zu Meditieren?

    Jesas, des wird wos.

    • Guter Plan. Sport bloß nicht aufgeben wenn das Kind da ist. Mit einem Kind ist es noch vergleichsweise unkompliziert, da kann man relativ leicht z.b. mit laufkinderwagen eine Runde drehen wenn es schläft. Hat den Vorteil dass dann der Partner währenddessen zuhause entspannen kann. Idealerweise läuft der aber mit, dann macht es auch gleich mehr Spaß.
      Das geht mit zweien nicht mehr so einfach.

      Wann ist es denn soweit? Gehst du papamonat?

      • Am 18.10 ist der Geburtstermin und den Papamonat werde ich natürlich in Anspruch nehmen.

        Gott sei Dank ist die Freundin auch eine sehr sportliche Person, jetzt muss ich mir nur noch so einen Laufkinderwagen besorgen. 🙂

  10. Das wird besser. Aber ich gebe zu, nach einem Jahr war es wirklich schlimm. Meine Frau und ich haben ausgesehen wie Zombies. Die dicken Augenringe nannten wir „Elterntattoos“.

    Tu Deiner Frau einen Gefallen: Lass sie auch mal im Gästezimmer schlafen. Und kümmer Dich um das Kind. Mit Fläschchen, Milch aus Aptamil oder abgepumpt. Mach das öfter Mal, Deine Frau wird sehr dankbar sein.

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