Stokowski: 100% Patriarchat ist, wer nichts für die Frauen getan hat

Margarete Stokowski hat sich im Spiegel daran versucht, zu definieren, wie in Deutschland eigentlich das Patriarchat aussieht:

Denn während viele Menschen ein klischeehaftes Bild vom Patriarchat im Kopf haben und der Meinung sind, dass es so was hier nicht mehr gibt, übersehen sie, dass sich in Deutschland längst eine Variante des Patriarchats verbreitet hat, die vom Klischee weit entfernt und doch umso dominanter und hartnäckiger ist. Der bei uns dominante Typ ist: der betont uncharismatische, unkörperliche, mit seiner Gestrigkeit kokettierende Schmunzler, der sich prinzipiell nicht entschuldigt und jahrzehntelang trainiert hat, Fragen nur als Anregungen zu sehen, noch mal dasselbe zu sagen, was er immer sagt, denn offenbar haben es immer noch nicht alle verstanden, aber er hat Geduld.

Was für ein rumgeseiere, auch im Folgenden. Als ob Stokowski in ihrer Sicht je einmal konkret wird. Und als ob das an sich nicht eine Fähigkeit aller Politiker ist, überhaupt eine Grundlage üblicher Taktiken um besser dazustehen.

Ihre Definition eines patriarchalen Mannes ist doch sehr einfach:

Er hat eine hohe Position inne, die eigentlich Frauen zusteht, ohne für sie Platz machen zu wollen und vertritt nicht ohnehin radikalfeministische Theorien

Wie sich der Mann verhält, ob Frauen sich genauso verhalten, ob er Frauen ausweicht und ob er schmunzelt, dass ist doch letztendlich vollkommen egal.

Sie redet noch Absätze lang weiter, ohne wirklich auf den Punkt zu kommen, aber immerhin im letzten Absatz wird es etwas ehrlicher:

Armin Laschet wurde im Frühjahr vom »Zeit Magazin« gefragt, ob es ihm peinlich sei, »dass nicht mal die Woke-Aktivisten und Hipster-Feministinnen um Margarete Stokowski in Ihnen ein waschechtes Feindbild sehen?« Er hat darauf nichts Interessantes geantwortet, aber das Ding ist: Die Frage war falsch. Ich rede selten von politischen »Feinden«, aber für Leute wie mich ist das Hauptproblem das Patriarchat in seiner aktuellen kapitalistischen, rassistischen Variante – und Armin Laschet ist die hundertprozentige Verkörperung dieses Systems. Armin Laschet IST das schmunzelnde Patriarchat. Ob er Kanzler wird oder nicht. Scholz dito. Merz und Söder jeweils mit Abstrichen auch, die sind nur zurzeit zu laut, weil gekränkt. Keiner von ihnen würde Frauen explizit zurück an den Herd schicken. Aber keiner von ihnen hat je etwas für uns getan.

Er ist die hunderprozentige Verkörperung des Systems weil er nichts für Frauen getan hat. Er hat ihnen zwar auch nichts getan, aber für 100% Patriarchat reicht es schon, dass man nichts, was Stokowski einfällt, getan hat.

Danach sind wohl die allermeisten Männer und Frauen 100% Patriarchat. Vielleicht ist der Anteil der Frauen, die – einen hinreichenden Verdienst ihres Mannes vorausgesetzt – sich gerne nur um Kinder und Haushalt kümmern würden, sogar höher als der der Männer.

Gut, vielleicht würde sie ihre Aussage auch auf Machtpositionen beschränken, aber selbst da wäre dann wohl weit eher Merkel 100% Patriarchat, sie hatte ja auch mehr Macht, hat aber nichts verändert in der Hinsicht, auch wenn Stokowski ihr interessanterweise in dem Artikel nachtrauert.

64 Gedanken zu “Stokowski: 100% Patriarchat ist, wer nichts für die Frauen getan hat

  1. … da scheint es keine echten, keine üblen Frauenunterdrücker und Vergewaltiger mehr zu geben. Das Patriarchat lässt sehr zu wünschen übrig, wurde es vom Dauergegreine tatsächlich vertrieben?

  2. aber selbst da wäre dann wohl weit eher Merkel 100% Patriarchat, sie hatte ja auch mehr Macht, hat aber nichts verändert in der Hinsicht

    Sie hat ihre Minister feministische Politik machen lassen. Dem hätte sie einen Riegel vorschieben können.

  3. Wie in dieser einen Studie: ein Mann der Frauen genauso behandelt wie Männer, also gleichbehandelt, wird als Sexist gesehen. Um kein Sexist zu sein, müssen Männer Frauen besser behandeln wie andere Männer und sich selbst.

    Hier: man kann Frauen alle Rechte und jede Freiheit geben, mehr sogar wie Männer haben, aber solange man Frauen nicht auch noch aktiv hilft nach oben zu kommen , damit sie es nicht selbst tun müssen (wie Männer) ist man ein Patriarchat und damit ein schlechter Menschen.

    Und was kriegt dieser Mann als Gegenleistung, dafür das er das andere Geschlecht bevorzugt, das Geschlecht das dann aber selbst dafür sorgt das sein Geschlecht von immer mehr Posten abgeschnitten wird?

    • …Fragen nur als Anregungen zu sehen, noch mal dasselbe zu sagen, was er immer sagt…

      behauptet ausgerechnet die, die ständig etwas sagt, ohne jemals gefragt worden zu sein.

      • Na ja, hier ausgerechnet mit den Fake-Daten der neoliberalen Optimismus-Industrie zu argumentieren, scheint mir aber nicht weniger fragwürdig zu sein als der Vulgär-Feminismus von Frau Stokowski.

        „Our World in Data“ ist eine neoliberale Propagandaseite, die von der Gates Foundation finanziert wird.

        Worum es sich hierbei handelt, hatte ich ja schon mehrfach erklärt.

        Der Wirtschafts-Anthropologe Jason Hickel, Autor des lesenswerten Buches „Die Tyrannei des Wachstums. Wie globale Ungleichheit die Welt spaltet und was dagegen zu tun ist“

        https://www.bol.de/shop/home/artikeldetails/ID87951498.html

        prägte für eine der aktuell vorherrschenden neoliberalen Diskursstrategien die m.E. treffende Bezeichnung: die neoliberale Optimismus-Industrie.

        Bei der neoliberalen Optimismus-Industrie geht es u.a. darum Daten und Dateninterpretationen zu produzieren und zu verbreiten, die suggerieren, durch die Ausbreitung von Kapitalismus/Neoliberalismus würde es weltweit zu einem drastischen Rückgang von Armut und Ungleichheit kommen.

        Damit im Zusammenhang steht in der Regel auch die Ignorierung, Leugnung oder Bagatellisierung historischer Verbrechen durch Kapitalismus/Liberalismus.

        Des Weiteren geht es bei der neoliberalen Optimismus-Industrie auch um die Relativierung oder Leugnung von Problemen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung, Tierleid und Artensterben.

        Diese meist in neoliberalen Think Tanks produzierten Befunde und Dateninterpretationen stehen oft im Widerspruch zu den Forschungsergebnissen, zu denen Wissenschaftler außerhalb wirtschaftsliberaler/neoliberaler Kreise kommen und stehen daher zunehmend in der wissenschaftlichen Kritik.

        Die neoliberale Optimismus-Industrie geht auf verschiedene Großkapitalisten und Superreiche, darunter

        Bill Gates von Microsoft

        https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Gates

        und Charles und David Koch von Koch Industries

        https://de.wikipedia.org/wiki/Koch_Industries

        zurück. (David Koch ist kürzlich verstorben.)

        Diese finanzieren viele jener neoliberalen Think Tanks und Internet-Seiten, die die entsprechenden Befunde und Dateninterpretationen produzieren und dann im Internet verbreiten.

        Besonders bekannt ist hierbei das Cato-Institut,

        https://de.wikipedia.org/wiki/Cato_Institute

        einer der größten und einflussreichsten neoliberalen Think Tanks der USA, finanziert u.a. von den Gebrüdern Koch von Koch Industries. Das Cato-Institut unterhält u.a. die Webseite „Human.Progress.org“, die bekannteste Propagandaseite der neoliberalen Optimismus-Industrie, es gibt aber noch mehrere andere, z.B. „Our World in Data“, die von Bill Gates finanziert wird.

        Die in den entsprechenden neoliberalen Think Tanks produzierten Befunde und Dateninterpretationen wurden auch in mehreren Büchern verbreitet, die beiden bekanntesten sind „Aufklärung jetzt“ von Stephen Pinker und „Factfulness“ von Hans Rosling.

        Eine m.E. lesenswerte Analyse und Kritik der neoliberalen Optimismus-Industrie, einschließlich ihrer Hintergründe sowie Analysen zu der Art ihrer Dateninterpretationen im Zusammenhang mit Armut und Ungleichheit findet sich in folgendem Artikel von Jason Hickel:

        Jason Hickel – Progress and its discontents

        https://newint.org/features/2019/07/01/long-read-progress-and-its-discontents

        • Ich sage ja: Pessimismus und Defätismus sind das Fundament des Marxismus, Anarchismus und anderer linker Ideologien.

          Solche Leute wie Leszek kommen einfach nicht damit klar, daß es nie ein „alternatives System“ geben wird. Und daß das bestehende System durchaus auch Erfolge vorzuweisen hat und sich verbessert.

          Marktwirtschaften und ihre mitunter destruktiven Dynamiken können also demokratisch reguliert werden.

          Das ist die Lehre der letzten 150 Jahre, die Marxisten und anderes Geschmeiß nicht ziehen wollen.

          Selbst hinter den positivsten Entwicklungen steckt das böse Kapital, das nur den Kapitalismus erhalten will.

          Insofern sind Leszek und Konsorten auch nicht besser als Stokowski und Co. Bei denen muß man Kapital durch Patriarchat ersetzen. Wobei das in diesem Milieu ja fast identisch ist.

          Leszek kann die Bücher von Alice Miller nicht verstanden haben, wenn er noch derartig paranoid ist.

          Und Fairtrade-Produkte kauft er auch nicht, dieser Heuchler.

          Man kann den Marktismus auch ohne größenwahnsinnige, paranoide Theorien kritisieren.

          • Es gab den Markt lange vor dem Kapitalismus erstens. Auch Preise regulieren gab es bereits in Rom. Zweitens sind hunderte von Millionen Chinesen aus der Armut aufgestiegen, nur wegen des Wirkens der KPCh. Drittens wäre der Kapitalismus schon 2008 pleite gewesen, wenn die Nationalstaaten sich nicht kräftig verschuldet hätten, um ihre Banken zu retten. Wenn diese Spirale aus Spekulation und zusammen krachen alternativlos sein soll, dann wird es demnächst unschön. Man braucht nicht mal in die klimafrage einsteigen. Das kann so ohnehin nicht mehr weitergehen.

          • Curmar, also ist China jetzt der „richtige“ Kommunismus? Und ist das Handeln der KPCh etwa frei von Verbrechen oder zählen die nicht, anders als die vom Kapitalismus?

          • Es gab den Markt lange vor dem Kapitalismus erstens. Auch Preise regulieren gab es bereits in Rom. Zweitens sind hunderte von Millionen Chinesen aus der Armut aufgestiegen, nur wegen des Wirkens der KPCh. Drittens wäre der Kapitalismus schon 2008 pleite gewesen, wenn die Nationalstaaten sich nicht kräftig verschuldet hätten, um ihre Banken zu retten. Wenn diese Spirale aus Spekulation und zusammen krachen alternativlos sein soll, dann wird es demnächst unschön. Man braucht nicht mal in die klimafrage einsteigen. Das kann so ohnehin nicht mehr weitergehen.

            Crumar ist einer der vielen Gründe, warum ich hier regelmäßig anderen den Vorwurf mache, sich komplett und auf stupideste Weise dummzustellen.

            Ich lege dar, daß die immer weiter fortschreitende Marktregulation seit dem Manchesterkapitalismus zu großen Fortschritten führte. Und er antwortet solch einen Schwachsinn wie oben.

            Daran sieht man auch schön, daß Ideologien, jeder Ismus zu geistiger Demenz und Debilität führen. Weshalb ich auch jeden Ismus ablehne.

            Man ist sowieso ausgesprochen naiv, wenn man auch nur irgendeinen politischen Ismus dieser Welt, egal ob links oder rechts, für eine „Alternative“ oder eine Option hält.

            Wie unfaßbar naiv muß man sein, wenn man die Welt in „Kapitalismus“ und „Kommunismus“ einteilt und glaubt, der eine müsse weg, damit es uns allen gut geht.

            Man muß extrem verblendet sein, wenn man nicht all die extremen Fortschritte seit dem Manchesterkapitalismus zu sehen bereit ist.

            Es sind im übrigen die Marxisten mit ihrer infantilen Ideologie, die eine sinnvolle Weiterentwicklung der Marktregulation verhindern.

            PS: Der „Kapitalismus“, was auch immer das sein mag, wäre 2008 nicht pleite gewesen, sondern wäre nur besonders unsanft auf die Schnauze geflogen und hätte wie vorher weitergemacht. Dieses natürliche Marktgeschehen haben die Regierungen abgemildert bzw. verhindert. Hätte man die Banken zuvor besser reguliert und mehr auf Nachhaltigkeit getrimmt, wäre es nicht zu dem Crash gekommen.

            Marxisten sind letztlich nur eine Untergruppe der Zeugen Jehovas.

          • Die heutige KP ist ungefähr so kommunistisch, wie die DDR demokratisch war.
            China ist ein totalitärer Turbokapitalismus.

          • @Gendern

            „Ich lege dar, daß die immer weiter fortschreitende Marktregulation seit dem Manchesterkapitalismus zu großen Fortschritten führte. Und er antwortet solch einen Schwachsinn wie oben.“

            Du kannst nicht lesen.
            Ich schrieb: „Auch Preise regulieren gab es bereits in Rom.“
            Dein Junktim von „Preise und damit Märkte regulieren“ und „Kapitalismus“ ist historisch falsch.

            „Wie unfaßbar naiv muß man sein, wenn man die Welt in „Kapitalismus“ und „Kommunismus“ einteilt und glaubt, der eine müsse weg, damit es uns allen gut geht.“

            Du bist merkbefreit.
            Offensichtlich ist ein Staatskapitalismus unter Führung der KPCh extrem erfolgreich in der Armutsbekämpfung und darin, das Imperium der USA in Frage zu stellen.
            Beweis: empirische Realität.
            Wer ist „naiv“? DU.

            „Der „Kapitalismus“, was auch immer das sein mag, wäre 2008 nicht pleite gewesen, sondern wäre nur besonders unsanft auf die Schnauze geflogen und hätte wie vorher weitergemacht. Dieses natürliche Marktgeschehen haben die Regierungen abgemildert bzw. verhindert.“

            Merkst du eigentlich, dass du Dinge schreibst, die sich zutiefst widersprechen?
            Lehman Brothers und Bear Stearns sind faktisch pleite gegangen, die Deutsche Bank u.a. wären heute tot, wenn nicht der „Rettungsschirm“ gewesen wäre und hätte sich die „Bankenkrise“ nicht in „Staatsschulden“ transformiert.
            Es gab kein „natürliches Marktgeschehen“ – das ist das Charakteristikum der Bewältigung dieser Krise.
            Besonders in D wäre es kein Problem gewesen, die Privatbanken sterben zu lassen, da es hier Sparkassen und Genossenschaftsbanken gab und gibt.
            Die „Systemrelevanz“ existierte und existiert nicht.

        • Damit im Zusammenhang steht in der Regel auch die Ignorierung, Leugnung oder Bagatellisierung historischer Verbrechen durch Kapitalismus/Liberalismus.

          Ja, ein ganz schlümmes Vabrächen des „Kapitalismus“ war es, daß er in Form des kapitalistischen Dänemarks viele Juden vor den Nazis gerettet hat.

          Dir ist wirklich nicht mehr zu helfen, Leszek.

          Und Verbrechen werden gemeinhin von Personen begangen, nicht von abstrakten Begriffen. Daher gab es auch kommunistische Länder und Perioden, die deutlich humaner waren als der Stalinismus oder Maoismus.

          Ich finde es ja immer wieder traurig, wenn Leute Bücher von Alice Miller lesen, sie aber nicht im geringsten verstehen.

        • Und welche der 6 Graphen ist jetzt falsch?

          Du setzt hier Patriarchat mit Kapitalismus gleich. Das ist dir bewusst?
          Und wirfst dann den Leuten, die diese Graphen verbreiten, eine Ideologie vor und das sie der Realität verweigern. So als Anachrist ist dir die Ironie schon klar, oder?

          • Keiner. Leszek fällt auf den tocqueville Effekt rein.
            https://en.m.wikipedia.org/wiki/Tocqueville_effect

            Je freier und transparenter eine Gesellschaft, desto weniger perfekt erscheint sie. Korruption, Zensur auf sozialen Medien, Polizeigewalt, Überwachung durch den Staat erscheinen vergrößert.
            Intrasparente Gesellschaften ohne strukturelle Demokratie fühlen sich gerechter und geordneter an.

        • „„Our World in Data“ ist eine neoliberale Propagandaseite, die von der Gates Foundation finanziert wird.“

          Deswegen müssen die Zahlen aber nicht falsch sein. Zumindest die grobe Richtung scheint zu stimmen. Dass Bildung Gesundheit und gesellschaftliche Bedingungen in den letzten 200 Jahren allgemein verbessert haben passt jedenfalls zu Alltagserfahrung und Allgemeinwissen.

          „Bei der neoliberalen Optimismus-Industrie“

          Optimismus? Der deutsche Neoliberalismus hat mehr in die „Es geht uns ja so schlääächt, wir müssänn alles Soziale abschaffänn und privatisieränn“-Kerbe gehauen.

          „die suggerieren, durch die Ausbreitung von Kapitalismus/Neoliberalismus würde es weltweit zu einem drastischen Rückgang von Armut und Ungleichheit kommen“

          Die vermeintliche oder tatsächliche Propaganda-Absicht hinter den Aussagen sollte aber nicht dazu verleiten, sie nur deshalb für falsch zu halten weil einem die Botschaft nicht passt.

          „“Wie globale Ungleichheit die Welt spaltet und was dagegen zu tun ist“

          Die Feststellung, dass alles besser wird, bedeutet nicht dass die Welt perfekt sei, oder dass es nicht Ungerechtigkeiten gebe die aus der Welt zu schaffen wären.

          „Des Weiteren geht es bei der neoliberalen Optimismus-Industrie auch um die Relativierung oder Leugnung von Problemen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung, Tierleid und Artensterben.“

          Muss Ökogedöns überall mit reingekippt werden? Sozialistische Industrialisierung ist nicht umweltfreundlicher als kapitalistische.

          Übrigens geht deine Begrifflichkeit wild durcheinander. Kapitalismus und Neoliberalismus sind nicht das gleiche, man kann ja auch einen Kapitalismus mit großzügigem Wohlfahrtsstaat haben, die jeder aufrechte Neoliberale für eine Ausgeburt des Satans halten würde.

        • Also Leute, in dem von mir verlinkten Text wird ausführlich darauf eingegangen, wie bei der neoliberalen Optimismus-Industrie mit Zahlen umgegangen wird.

          Vielleicht möchte ihn mal jemand lesen?

          • Leszek, hast du das Buch von Stephen Pinker (Enlightenment now) gelesen? Pinker bezieht sich nicht auf das Cato-Insitut oder auf Bill Gates, seine Daten sin , soweit ich sehen kann, sauber. Und er befördert ausdrücklich nicht den Neoliberalismus, sondern das Projekt der Aufklärung, „The Case for Reason, Science, Humanism, and Progress.“

            Er weißt an zahlreichen Stellen darauf hin, dass der freie Markt alleine die Probleme nicht lösen kann:

            „in a recent survey 18 percent of social science professors identified themselves as Marxist, and the words capitalist and free market still stick in the throats of most intellectuals. Partly this is because their brains autocorrect these terms to unbridled, unregulated, unfettered, or untrammeled free markets, perpetuating a false dichotomy: a free market can coexist with regulations on safety, labor, and the environment, just as a free country can coexist with criminal laws. And a free market can coexist with high levels of spending on health, education, and welfare —indeed, some of the countries with the greatest amount of social spending also have the greatest amount of economic freedom.“

            „The facts of human progress strike me as having been as unkind to right-wing libertarianism as to right-wing conservatism and left-wing Marxism. The totalitarian governments of the 20th century did not emerge from democratic welfare states sliding down a slippery slope, but were imposed by fanatical ideologues and gangs of thugs.41 And countries that combine free markets with more taxation, social spending, and regulation than the United States (such as Canada, New Zealand, and Western Europe) turn out to be not grim dystopias but rather pleasant places to live, and they trounce the United States in every measure of human flourishing, including crime, life expectancy, infant mortality, education, and happiness.42 As we saw, no developed country runs on right-wing libertarian principles, nor has any realistic vision of such a country ever been laid out.“

            Ist schon eine ziemlich Unverschämtheit von einer „neoliberalen Optimismusindustrie“ zu reden, wenn wir jeden Tag die Panikbotschaften der Linksextremen und Postmodernisten von allen Medien um die Ohren gehauen bekommen.

          • @ El_Mocho

            Der Autor Jason Hickel hat (ausgelöst durch eine kurze abwertende Passage von Steven Pinker ihm gegenüber) einen langen Text an Steven Pinker geschrieben, nachzulesen hier:

            Jason Hickel – A letter to Steven Pinker (and Bill Gates, for that matter) about global poverty

            https://www.jasonhickel.org/blog/2019/2/3/pinker-and-global-poverty

            Obwohl sachlich und aus einer auf Dialog ausgerichteten Perspektive geschrieben, hat Steven Pinker nie darauf geantwortet.
            Ich denke, es ist klar, wer hier die besseren Argumente hatte.

            Vielleicht möchtst du den Text mal lesen?

            Ich finde es übrigens interessant und sehr amüsant, dass die empörten Kritiker meines Beitrags es bislang offenkundig alle nicht für nötig gehalten haben, bevor sie drauflos kritisieren (oder drauflos polemisieren) erst mal den Text von Jason Hickel „Progress and its discontents“, den ich oben verlinkt habe, tatsächlich zu lesen.

            Ich habe ja eine gewisse Präferenz für jene Art des Denkens, die man in der Philosophie als dialektisches Denken und in der Psychologie als post-formales Denken bezeichnet und der erste Grundsatz dialektischen (bzw. post-fomalen) Denkens lautet bekanntlich: Von der Sache selbst ausgehen.

            Ich würde den empörten Kritikern daher vorschlagen, diesen Grundsatz einfach mal zu beherzigen und vor der Kritik (oder Polemik) mal den Text von Jason Hickel zu lesen. (Inzwischen sind es zwei).

          • Nein habe ich nicht gelesen und sehe auch nicht, warum ich das sollte. Vielleicht kannst du ja mal auf meine Zitate von Pinker eingehen, die ja belegen, dass deine Aussagen über ihn falsch sind, Pinker ist kein Neoliberaler.

          • „der erste Grundsatz dialektischen (bzw. post-fomalen) Denkens lautet bekanntlich: Von der Sache selbst ausgehen.“

            Blöde Phrase. Wär schon nett zu wissen, wie dialektisches Denken eigentlich funktioniert, auf welche Grundsätze es sich stützt, wie man mit seiner Hilfe zu konkreten Erkenntnissen gelangt und warum es traditioneller formaler Logik überlegen sein sollte.

            Und bitte keine lange Literaturliste, sondern konkrete Aussagen

          • @ El_Mocho

            „Nein habe ich nicht gelesen und sehe auch nicht, warum ich das sollte.“

            Ein Grund könnte vielleicht sein, dass es ein wichtiges und interessantes Thema ist sowie dass man dann die Kritik an Steven Pinker besser versteht.

            „Vielleicht kannst du ja mal auf meine Zitate von Pinker eingehen, die ja belegen, dass deine Aussagen über ihn falsch sind, Pinker ist kein Neoliberaler.“

            Steven Pinker geht von sehr niedrigen Definitionen von „Armutsgrenze“ bzw. „Grenze zu extremer Armut“ aus, die häufig von neoliberalen Ökonomen verwendet weden, in der sonstigen empirischen Forschung zu Armut und Ungleichheit aber meist begründet abgelehnt werden.

            Pinker bezieht sich auch ganz explizit auf die wesentlich von der Gates Foundation finanzierte „Our World in Data“ Website, wobei er die dort angegebenen Daten zur Armutsentwicklung unkritisch übernimmt, anstatt sie genau unter die Lupe zu nehmen und zu kontextualisieren, wie Jason Hickel dies in seinen Texten tut. „Our World in Data“ ist im Literaturverzeichnis von Stephen Pinkers Buch „Aufklärung jetzt“ übrigens viele Male angegeben.

            Pinker ist zudem ein Fan des neoliberalen Politikwissenschaftlers Johan Norberg, der Mitglied der Mont Pelerin Society und des Cato Instituts ist. (Auch in seinem kurzen Statement zu Jason Hickel verlinkt Pinker auf das Cato-Institut.) Auch den bekannten neoliberalen Publizisten Matt Ridley findet Steven Pinker übrigens toll.

            Pinker ignoriert weitgehend die Verbrechensgeschichte des Kapitalismus, (die der des sogenannten real existierenden Sozialismus in nichts nachsteht). Dass verbessserte Lebensbedingungen für die Mehrheitsbevölkerung stets gegen eine herrrschende Klasse erkämpft werden mussten, ist für Pinker kein wesentliches Thema.

            Pinker mag kein Neoliberaler sein (habe ich auch nicht behauptet), er trägt aber wesentlich zur Verbreitung von spezifischen Auffassungen bei, die für Neoliberale typisch sind – und ist daher auch zu Recht der neoliberalen Optimismus-Industrie zuzuordnen. (Selbstverständlich bedeutet dies aber keinerlei Urteil über Pinker als Kognitionspsychologen und Evolutionären Psychologen.)

          • „Ich finde es übrigens interessant und sehr amüsant, dass die empörten Kritiker meines Beitrags es bislang offenkundig alle nicht für nötig gehalten haben, bevor sie drauflos kritisieren (oder drauflos polemisieren) erst mal den Text von Jason Hickel „Progress and its discontents“, den ich oben verlinkt habe, tatsächlich zu lesen.“

            Hab den Link kurz geöffnet, war ne elend lange Textwüste ohne TL;DR, die zumindest beim Überfliegen keinerlei Bezug zu den von dir kritisierten Zahlen enthielt sondern auf ein völlig anderes Thema abschwiff.

            Wer ein Argument hat, sollte in der Lage sein es kurz und knapp mit eigenen Worten vorzutragen. Faustregel: Je besser das Argument, umso kürzer der Text.

          • „Steven Pinker geht von sehr niedrigen Definitionen von „Armutsgrenze“ bzw. „Grenze zu extremer Armut“ aus, die häufig von neoliberalen Ökonomen verwendet weden, in der sonstigen empirischen Forschung zu Armut und Ungleichheit aber meist begründet abgelehnt werden.“

            Hurra: Ein Argument das ich verstanden habe.

            Folgendes: Die „relative“ Auffassung von Armut definiert einfach die untersten n % der Gesellschaft als arm. Eine solche Definition ist für vielerlei soziale Fragen absolut sinnvoll, aber als statistisches Maß denkbar ungeeignet: Die Zeitleiste wäre ein gerade Strich, denn die ärmsten 20% einer Gesellschaft sind immer 20%.

            Um sozialen Fortschritt über die Zeit zu messen, muss man schon eine absolute Definition anlegen.

          • PS „dialektischen (bzw. post-fomalen) Denkens“

            Was bedeutet das? Ist das ein Euphemismus für Intuition + Bauchgefühl? Es gibt (gerade im geisteswissenschaftlichen Umfeld) Leute, die sehr auf ihre Intuition schwören; wogegen per se nichts zu sagen ist, Intuition kann eine gute Quelle für Ideen sein. Aber man muss Ideen auch überprüfen. Nur besteht bei manchen Leuten die Überprüfung lediglich darin, dass sie in sich hineinhören ob die Idee bei ihnen ein gutes Bauchgefühl auslöst, und wenn ja betrachten sie sie als zutreffend. Aber so funktioniert Wahrheitsfindung nicht.

          • Was Pinker schreibt ist offenbar irrelevant gegenüber den Autoren auf die er sich bezieht bzw. den Quellen die er zitiert. Pure Kontaktschuldthese, wer einen Rechten zitiert (egal was der schreibt) muss auch Sympathien für Rechte haben. Hingegen kann man sich auf Marx und Hegel straflos beziehen, obwohl beide für die größten historischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts verantwortlich sind in einer Weise, die sehr viel evidenter ist als Pinkers unterstellte Sympathie für den Neoliberalismus.

  4. Ihr überseht etwas:

    „betont uncharismatische, unkörperliche“

    Das Patriarchat sind nur Typen, die sie unsexy findet. Ein vor Charisma überfließender Waschbrettbauch kann nicht das Patriarchat sein, auch nicht wenn er ein „mit seiner Gestrigkeit kokettierende Schmunzler“ ist.

  5. Strohkowski ist eine Hetzerin im Stile des „Der Strümer – Deutsches Wochenblatt zum Kampfe um die Wahrheit“ oder ganz in der Tradition Goebbels. Sie gehört zu den Ewiggestrigen, die niemals irgendwelche Fehler eingestehen oder sich um andere Menschen schert.
    Sie ist der Hauptgrund, dass ich nicht mehr den Spiegel lese. Ein Blatt, dass einer solchen Hetzerin eine Bühne gibt, ist nichts für mich.
    Bzgl. Patriarchat: Stroboskoskis leere Worte sind der Beweis, dass es dieses nicht gibt. Es wird immer wieder neu anhand irgendwelcher Befindlichkeiten erfunden. Einfach ignorieren.

    • Japp, Ignorieren ist das richtige Mittel. Würden alle, die Strokopwskis Artikel sowieso ständig bescheuert finden, sie einmal alle kollektiv zwölf Monate lang nicht lesen, ihnen also keine Clicks verschaffen, so bin ich sicher, dass Strokopwski binnen Jahresfrist wegen Erfolglosigkeit entlassen wäre.

  6. Frage:
    Woran merkt man, dass Stokowski nicht in einem Patriarchat lebt?
    Antwort:
    Ihre Kette ist lang genug, dass sie den Computer ihres Mannes erreichen kann.

    Aber ganz ehrlich: Solche Tanten können rumkeifen wie sie wollen, ihre Botschaft wird nur diejenigen erreichen die eh schon in ihrem Hass gegen Männer gefangen sind. Andere bekommen dies gar nicht mehr mit. Kenne immer weniger Leute die überhaupt noch die Qualitätsmedien konsumieren, von daher ruft die Frau ihre Botschaft in leere Säle.

    • Sie soll die einen provozieren, einen Aufreger produzieren, und den anderen so ein „Ja, genau-Gefühl“ verschaffen. Und da sie dies regelmäßig zuverlässig schafft und darüber bekannt wurde, kann sie weitermachen und wird gut dafür bezahlt.

  7. Sie sieht eigentlich selber, dass es heute in Deutschland nichts gibt, was auch nur entfernt der feministischen Vorstellung vom Patriarchat entspricht. Der Artikel ist ein Versuch, durch ad-hoc-Argumente trotzdem an der Vorstellung festhalten zu können.

  8. Wieviel % Patriarchat würden für die wohl in den Taliban stecken?

    Wären die Taliban für Stokowski die Erlöser vom Patriarchat denkbar?

    Fragen über Fragen …..

    • Ich staune, dass es überhaupt ein Thema ist, afghanische Allies nach D zu holen.
      Die sind ja offensichtlich mehrsprachig, integrationsfaehig, aufgrund von Bildung weniger anfällig für Kriminalität… wo ist da das politische Problem?

    • Die Definition von Patriarchat durch Stokowski – ist eigentlich keine Definition, weil so vage und unbestimmt – kann mittlerweile jedem und jeder angehängt werden und ist völlig losgelöst vom Geschlecht, denn die letzten 200 Jahre (?) war doch Frau Merkel Bundeskanzlerin und hat die Politik der BRD entscheidend geprägt. Ist Frau Merkel eine Patriarchin? Gibt es sowas überhaupt? Von der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs gibt es das nicht. Das ist alles so schwammig. Wenn Fräulein Stokowski irgendetwas nicht passt, dann ist es Patriarchat. Ist eine Sündenbockfunktion. Irgendein Problem. Wer ist schuld? Das „System“, das „Patriarchat“.

      • Für Grünen-Wähler wäre mit Baerbock „endlich eine Frau Kanzlerin“… ich frage mich manchmal was die gemeinsame Realitätsbasis zwischen denen und mir ist?

        • Hmmm… Bei einem so richtig typischen Grünen? Ich formuliere mal positiver: das einzige, was dich von einer gemeinsamen Realitätsbasis mit denen trennt, sind ca. 20 Jahre exzessiver Marihuana-Konsum. 😉

  9. Was?!
    Da gibt es einheimische Männer, die noch immer schmunzeln?
    Dabei wurde ihnen doch schon weitgehend der Zugriff auf die wichtigste Ressource, den Nachwuchs entzogen, die weniger schmerzhaften Jobs durch Quoten weggenommen, per Statut in Parteien der Mund verboten. Schließlich wurden sie medial und politisch als „toxisch“ und als unintegrierbar in die staatsfeministische Gesellschaft geächtet.
    Und da schmunzeln noch immer welche?

    Das geht ja gar nicht. Dann müssen die Schrauben halt weiter angezogen werden:
    Wie wär‘s mit gesteigerten Erwerbsobliegenheiten für alle einheimischen Männer zur Umschichtung in Richtung Frauen? Begründbar mit Gender Pay Gap.
    Oder eine Strafrechtsreform, die unangemessene Äußerungen von Männern in der Anwesenheit von Frauen angemessen vergeltet? Begründbar mit Toxizität und Rape Culture.
    Oder Vaterschaft nicht nur etwas, sondern komplett abschaffen? Begründbar über die Mutter als „vorrangigen“ Elternteil. Nachdem aus Quoten Mindestquotierungen entsprungen sind, sollte entsprechend auch die Mindestgleichstellung vorangetrieben werden.
    Aus Frauenparkplätzen werden Frauenparkhäuser, aus dem Frauenbadetag komplette Frauen-Aqua-Wellness-Center.

    Da geht noch was. Stimmt‘s Frau Stokowski?
    Irgendwann kommt der Punkt, da schmunzelt das kein Mann mehr weg. Dann ist sie da, so etabliert und übermächtig, dass auch kein Widerstand mehr hilft – die Welt der Herrenfrauen.

  10. Margarete Stokowski ist wirklich Prototyp der oberflächlichen Labertasche, bei der jedes Zuhören (Lesen) reine Zeitverschwendung ist. Jeder Friseur hat mehr Tiefgang zu beliebigen Themen als diese Dame bei ihrem Spezialthema.

    Das ist ja glatt, als wenn man dringend pinkeln muss und vor der verschlossenen Klotür steht, stundenlang rumlamentiert, Schadensersatz für den nassen Schlüpfer fordert, über Türenhersteller u.s.w. mault, statt ein einziges mal die Klinke zu drücken, um festzustellen, dass die Tür offen ist.

  11. Er hat eine hohe Position inne …
    Kommt ganz darauf an, was man als „hohe Position“ definiert. Aber so über den Daumen gepeilt sage ich mal 3 % aller Männer.

    die eigentlich Frauen zusteht …
    sehr vage. Wenn im Bewerbungsverfahren eine Frau übergangen wurde, die besser geeignet gewesen wäre, dann könnte man von „steht ihr zu“ sprechen. Sagen wir mal sehr grosszügig ein Drittel dieser 3 %, also ein Prozent.

    ohne für sie Platz machen zu wollen und vertritt nicht ohnehin radikalfeministische Theorien …
    So ziemlich alle dieses einen Prozents. Also bleibt es bei einem Prozent.

    Nach Stokowski sind somit rund 1% aller Männer Patriarchen. Somit handelt es sich um eine sehr kleine Minderheit.

  12. Wie schon häufig gesagt: Das Grundproblem ist, daß diese Tussi solch einen Resonanzraum bekommt und ihr kaum jemand mit aller Verve „in die Eier“ tritt. Also nicht nur einfach widerspricht, sondern wirklich rhetorisch das Messer rausholt und Hackfleisch aus ihr macht. 🙂

    Darin sehe ich ein großes Problem. Aber das ist eben von den heutigen „patriarchalen“ Männern nicht zu erwarten. Am ehesten hört man solche Statements noch von nichtfeministischen Frauen, was viel über unsere Gesellschaft aussagt.

    Keiner von ihnen würde Frauen explizit zurück an den Herd schicken. Aber keiner von ihnen hat je etwas für uns getan.

    Na ja. Ich sehe in solchen Nonsens-Aussagen das kleine Mädchen Margarete, das von seinem Vater mißbraucht oder mißhandelt wird und nach Schutz schreit. Man muß sich diese Komplexe immer klarmachen. Von alleine schreibt ein Mensch ja nicht solch einen Unsinn. Es wäre hochgradig naiv, sich hier nicht die biografische, lebensgeschichtliche Frage zu stellen.

    Die Frau ist paranoid. Als ob ein Politiker die Macht hätte, Frauen „zurück“ an den Herd zu schicken.

    Auch wenn ich den Leuten hier mit Alice Miller auf die Nerven gehe. Man versteht jedweden Unsinn besser, wenn man dessen Symbolik herausarbeitet und darin Kindheitskomplexe erkennt.

    Adolf Hitlers Großmutter arbeitete z.B. zum Zeitpunkt ihrer Empfängnis in einem jüdischen Haushalt und erhielt vom Hausherrn danach 14 Jahre lang Alimente. Hitler wollte selbst wissen, was in der zweiten Generation „hinter ihm“ passierte, und veranlaßte Nachforschungen.

    Als Hitler an der Macht war, mußte jeder Deutsche nachweisen, daß er bis in die zweite Generation judenfrei ist.

    Es ist wie gesagt hochgradig naiv, wenn man sich sagt: Ja, also die Biologie oder die Gesellschaft sorgen irgendwie dafür, daß manche Leute Unsinn erzählen oder Scheiße bauen. Wenn man die individuelle Lebensgeschichte ignoriert.

      • Wenn es mal nur die Hälfte wäre. Wenn es um irgendwas mit „Geschlechtergerechtigkeit“ geht, ist die AfD tatsächlich die einzige Fraktion im Bundestag, die wirklich von der Einheitsmeinung abweicht. Und nur weil es die AfD ist, rücken alle anderen Parteien noch dichter zusammen. Da quaken dann am Rednerpult Abgeordnete von CDU und FDP den gleichen Kram, wie er auch von SPD/Linken/Grünen kommt.

        Hab bei den Weltraumaffen mal Reden von einem jener Themen gehört, da sprach eine Dame von der FDP erst einmal lang und breit davon, was sie alles machen und werden wollte und es dann auch gemacht hat und geworden ist. Und davon leitete sie dann über auf Frauenbenachteiligung. Denn merke: an nichts erkennt man Benachteiligung besser, als daran, alles machen und werden zu können, was man will, wenn man nur darauf hinarbeitet. Wobei, bei bekannter feministischer Lesart ist die nachgereichte Bedingung ja tatsächlich Frauenbenachteiligung. Denn merke vielmehr: an nichts erkennt man Frauenbenachteiligung besser, als daran, alles machen und werden zu können, was man will, dafür aber immer noch dasselbe machen zu müssen, wie Männer mit denselben Zielen.

        • „Wenn es um irgendwas mit „Geschlechtergerechtigkeit“ geht, ist die AfD tatsächlich die einzige Fraktion im Bundestag, die wirklich von der Einheitsmeinung abweicht. “

          Für alle, die der feministischen Auffassung von „Geschlechtergerechtigkeit“ nicht folgen wollen ist schlecht, dass die AfD hier ein Wählerpotential vermutet und einige Streitpunkte aufnimmt. Es wird damit so leicht, alle feminismuskritischen Stimmen als rechtsradikal zu etikettieren. Mir wäre es lieber, die AfD wäre zu 100& feministisch.

          • Die Vorstellung ist geil. Wie würden dann die anderen Parteien reagieren? Denn Feminismus wäre ja dann nach ihrer Logik erwiesenermaßen Rechtsextrem.

            Andererseits sind sie da sehr flexibel in ihrer Haltung. Als sie damals in einem Ausschuss saßen, in dem es offensichtlich eigentlich nur darum ging, Argumente GEGEN ein Wechselmodell zusammenzukarren, anstatt ergebnisoffen zu eruieren, störte es die anderen Parteien, also auch die Linke, SPD und Grüne nicht, dass dieser Ausschuss von einem AfD-Abgeordneten geleitet wurde und der auch noch durchweg mit ihnen auf Linie war.

            Aber bei allen Dingen, die ihnen nicht schmecken, sind diese natürlich immer schon alleine deshalb zu verdammen, weil sie von der AfD so gesehen werden. Fall erledigt, Akte geschlossen. Kein Grund, da noch zu argumentieren.

  13. „Stokowski: 100% Patriarchat ist, wer nichts für die Frauen getan hat“
    Damals in der Grundschule habe ich für meine Mutter Topflappen gestrickt. (Übrigens auf Anweisung der Schule)

    Und letztens habe ich meiner Frau eine praktische Küchenmaschine geschenkt, die sie sich gewünscht hatte.

    Ich bin dann wohl kein 100%iger.

    • Hast du beides aus Überzeugung gemacht? Nein. Also bist du auch ein 100%iger und „nicht integrierbar“ (Breitenbach, DIE LINKE).
      Dein Trick gilt nicht.

      Wenn du wüsstest, was ich schon alles für Frauen machen musste, nur weil sie Frauen sind. Dann ist aber Schluss mit Schmunzeln.

  14. Habe ich vor ein paar Tagen beim Paddeln gesehen.

    Die Schmierfinken sehen sich selbst wahrscheinlich als die großen Revoluzzerinnen, wenn sie der gleichen Ideologie anhängen, wie alle großen Parteien, alle Bundesbehörden, sofern sie bei dem Thema Schnittpunkte haben, die globalen Mega-Konzerne, alle großen Social-Median-Plattformen, Hollywood und andere Superreiche, die Medien, die Administration der Universitäten und die Lehrer, die den Kindern diese Lügen heute versuchen einzuimpfen.

    Aber sie merken es nicht…

    • Aber genau dadurch zeichnen sich doch Rebellen aus!!! Robin Hood (ja, ich weiß, dass es den nach recht übereinstimmender Meinung von Historikern nie gegeben hat) nahm es den Armen und gab es den Reichen. Gandhi hungerte als Protest für mehr Einfluss des Empires in Indien. Und Assange ist deshalb ein gejagter Mann, weil er jahrelang allen Bürgern auf seiner Plattform nur sagte: „Verpisst euch! Es geht euch nichts an, was eure Regierungen hinter verschlossenen Türen so treiben!“.

      Ich selbst war auch ein sehr rebellisches Kind. Morgens schnürte ich mir auch immer mit mutiger Entschlossenheit mein Pionierhalstuch und sagte zornig in den Spiegel: „Fuck yeah! Nimm das, Sozialismus!!!“.

  15. Ich verstehe nicht, wieso Figuren wie diese immer noch Plattformen bekommen wie diese hier. Ist eine solche Person wirklich irgendeine Beachtung wert?

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