Warum sind Männer eher obdachlos?

Folgende Frage finde ich interessant:

Ich stelle sie hier mal einfach so offen ein

52 Gedanken zu “Warum sind Männer eher obdachlos?

  1. Wenn es s c h l i m m e r ist, im Bett von einem zu schlafen, den man nicht liebt, als kein Dach überm Kopf zu haben…
    Warum geht frau dann nicht raus? Gibt es Wärter, die sie daran hindern, das Haus zu verlassen?

    Ich verstehe Feministinnen nicht.

    • „mindestens so schlecht“

      Also haben diese Frauen in den Augen von diesem schüchternen Schlumpf Sex gegen ihren Willen, ohne die Möglichkeit nein zu sagen, sie werden gezwungen. Also eine Vergewaltigung? Die lassen sich also lieber vergewaltigen, wie obdachlos zu werden oder sich einen anderen, dreckigen, ekeligen, unwürdigen, schlecht bezahlten Job zu suchen und dann eine eigene Wohnung/ eigenes Zimmer davon zu bezahlen.

      Und er kennt einen feministischen Artikel… die strotzen ja i.d.R. nur so vor Fakten und sind frei von Lügen und unbewiesenen Behauptungen.

      • Was für ein deprimierendes Frauenbild er auch hat: Er denkt, die denken sich alle: „Ich könnte ja unter der Brücke schlafen, und das wäre ohne Zweifel besser, als hier in diesem Bett neben diesem Mann, aber ich bin so doof, ich mach das nicht. Ich bin eine Frau und nicht in der Lage, das zu tun, was für mich besser ist.“

      • Im übrigen erwähnt er damit auch gleichzeitig den Grund, warum Männer eher obdachlos sind:

        Sie können sich im Gegensatz zu Frauen nicht so leicht von einem Partner aushalten lassen!

  2. Die unterschiedliche Intelligenzverteilung ist sicherlich ein Faktor. Intelligenz ist statistisch normalverteilt. Bei Männern ist die Kurve allerdings etwas flacher. D. H. Es gibt mehr sehr intelligente Männer, als auch mehr Männer mit erheblichen kognitiven Defiziten. Ich habe neulich einen Artikel im Ärzteblatt gelesen, dass der Durchschnitts-IQ von Menschen in Wohnhilfeprojekten bei 85 lag. Leider finde ich ihn nicht auf Anhieb.

    Ein weiterer Grund ist Suchtverhalten. Männer entwickeln signifikant öfter (2-3fach) Abhängigkeiten. Bei Alkoholismus sogar 4mal so häufig.

    Sozialverhalten ist ein weiterer Grund. Frauen haben oft ein besseres soziales Netz. Sie kommen, selbst wenn sie wohnungslos sind, eher bei Freunden oder Verwandten unter als auf der Straße zu landen. Das kann natürlich auch am Gender Empathy Gap liegen.

    Ein hoher Anteil an Obdachlosen hat ausserdem psychische Probleme. Und wie es um psychische Gesundheit bei Männern aussieht sagt ein Blick auf die Suizidzahlen.

    Alles in allem gibt es viele Ursachen. Ein paar kommen allerdings regelmäßig zusammen. Sucht, Mangel an Geld, psychische Probleme (und sei es nur, die Briefe mit den Rechnungen oder der Räumungsandrohung nicht zu öffnen).

    Für die Sozialämter ist – wie so oft – die Prävention von Obdachlosigkeit deutlich günstiger als die Bezahlung der Obdachlosigkeit, nämlich 7mal so günstig. Siehe https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2012/zweite-chance/warum-gibt-es-eigentlich-immer-noch-obdachlose

    • Mit den 85 liegen die immerhin 3 IQ Punkte über dem globalen Schnitt.
      Vermutlich mittlerweile schon vier.
      Wir sollten übrigens die ganze Welt einladen!

          • Es gibt keine kulturneutralen IQ-Tests.
            Wenn ein Mensch aus Botswana schlechter bei einem Test für Mitteleuropäer abschneidet, schneidet einer aus Mi-Europa schlechter beim botswanischen IQ-Test ab.
            Hat jetzt mit der Obdachlosenproblematik nur am Rande was zu tun.

          • @apokolokynthose

            „Wenn ein Mensch aus Botswana schlechter bei einem Test für Mitteleuropäer abschneidet, schneidet einer aus Mi-Europa schlechter beim botswanischen IQ-Test ab.“

            Wenn es so wäre, würde der Test keine Intelligenz messen, sondern nur die kulturelle Anpassung.

            Misst er hingegen die Intelligenz, dann wäre eher zu erwarten, dass der Mitteleuropäer besser abschneidet als in seinem Heimatland, weil eben der Durchschnittswert (Dank hohem Bildungsstand) mit einiger Wahrscheinlichkeit hier wesentlich höher liegt.

          • @apokolokynthose:
            Ich Dummerchen, natürlich, das würde dann auch erklären warum die Ostasiaten immer so schlechte Ergebnisse erreichen.
            Oh wait …

    • „Und wie es um psychische Gesundheit bei Männern aussieht sagt ein Blick auf die Suizidzahlen.“

      Was letzteres angeht, so ist zu berücksichtigen, dass die Zahl der Suizidversuche, bei Frauen größer ist. Ich habe da eine Theorie, warum das so ist:

      Weil Männern beigebracht wird, dass sie stark sein und für andere (=Frauen) da sein müssen, versuchen sie meist erst, sich umzubringen, wenn es ihnen richtig dreckig geht. Sollte es tatsächlich Selbstmordversuche geben, die nur ein Hilfeschrei sind, so sind diese aus diesem Grund auch bei Männern deutlich seltener zu erwarten. Deswegen die selteneren Selbstmord-VERSUCHE bei Männern.

      Wenn es ihnen aber richtig dreckig geht, dann versuchen sie auch eher, sicherzugehen, dass der Selbstmordversuch erfolgreich ist. Würde es Männern und Frauen im Schnitt gleich gut gehen (und wäre auch die Glücksvarianz gleich), so wäre die Zahl der ERFOLGREICHEN Selbstmordversuche bei beiden Geschlechtern gleich. Dass es bei Männern mehr ist, kann nur entweder bedeuten, dass die Glücksvarianz bei Männern größer ist oder es Männern schlechter geht.

      Bei den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen sollte eigentlich klar sein, welche von beiden Möglichkeiten auf jeden Fall der Fall sein muss…

      • Es kann natürlich auch sein, Frauen sind sogar für Selbstmord zu blöd. Angeblich sind sie ja super Multitaskingfähig, aber kriegen oft nicht mal eine Sache gebacken.

      • Ich las mal, dass bei gelungenen Selbstmorden die vorherigen Versuche nicht mehr statistisch gezählt werden. Wenn das stimmt würden Jungen bei denen der 12te Versuch klappt nur als Selbstmörder in die Statistik eingehen und nicht mit den vorherigen 11 Versuchen.
        Insofern lässt sich keine valide Aussage darüber machen ob Frauen oder Männer mehr Selbstmordversuche haben.

      • „Sollte es tatsächlich Selbstmordversuche geben, die nur ein Hilfeschrei sind,…“

        Meines Wissens ist das bei Frauen tatsächlich ziemlich oft der Fall. Habe jetzt leider nicht auf Anhieb eine Quelle zur Hand, aber schon öfter gelesen und gehört, dass „Suizidversuche“ von Frauen häufig von vornherein ungeeignet waren, zum Erfolg zu führen, oder die Frauen vorher Situationen organisiert hatten, bei denen quasi sichergestellt war, dass sie rechtzeitig gerettet werden.

  3. Im Radio wurden mal einige Fälle von Obdachlosen vorgestellt. Ursächlich scheinen meistens irgendwelche Schicksalsschläge wie plötzlicher Jobverlust, Scheidung usw. zu sein. Denkbar das Frauen dagegen besser geschützt sind durchtraditionelle Rollenverteilung, aber auch durch Gesetze.

  4. Für Frauen ist einfach ein soziales Netz da, für Männer eher nicht. Zum Beispiel bei meinem Bruder, beide (mittlerweile) Exfrauen haben sich vor der Trennung eine Wohnung gesucht (schön bezahlen lassen) und sind dann trotzdem noch ins Frauenhaus. Obwohl es keine Gewalt oder auch nur Drohungen oder irgendeinen anderen Grund gab. Frau 1 hat sich dann einen deutlich vermögenderen Mann gesucht. Die Frau ist mittlerweile Ende 40 und hat nie wirklich gearbeitet. Frau Nummer 2 ist Mitte 30 und macht eine Ausbildung nach der anderen.
    Der Frauengeschmack meines Bruders ist etwas seltsam: jung, hübsch und möglichst abhängig, was dann aber auch eher selten klappt.

  5. Männer verlassen sich im Zweifelsfall nur auf sich selbst. Und landen deshalb eben auch auf der Strasse …. Den besten Ausdruck fand das imho in Hemingways altem Mann und dem Meer, was für eine wunderbare, anrührende Geschichte.

  6. Weil Männer schlicht eher nach außen gehen. Das sieht man seit Jahrtausenden überall. Sie gehen jagen, während die Frau in der Höhle das Kind betreut. Jungs sind motorisch agiler, Mädchen können viel besser still sitzen und Handarbeit verrichten. Männer schippen den Schnee vom Dach, Frauen helfen in der Regel nicht mit einem kleinen Schäufelchen, sondern bereiten in der warmen Küche den Jagertee. Männer machen mehr mit Dingen, teeren Straße, leeren Mülltonnen und retten Frauen und Kinder aus der Not.
    Männer fahren übers Mittelmeer, um ihr Glück zu suchen, oder sie kommen aus Bulgarien nach Berlin unter die Brücke.
    Frauen bleiben lieber zuhause. Dort ist ihr Refugium, ihr Reich. Und dann machen sie „was mit Menschen“, oft nichts Gutes.

    Wenn eine Familie zerbricht, bleibt fast immer die Frau wo sie ist. Der Mann geht oder wird gegangen.
    Die Frau plaudert nonstopp mit Hotlines, Nachbarinnen und wird im Partnerkonflikt als Opfer betüttelt – der Mann hat keinen Anlaufpunkt, will auch oft gar nicht ständig drüber quatschen. Er greift sich ne Pulle und macht es mit sich aus. Ihm wurde seine Familie genommen, das Herz rausgerissen. Wofür soll er sich zusammenreißen, wofür soll er leben?

    Es gibt in Berlin einen kostenlosen mobilen tierärztlichen Dienst, in dem eigentlich Menschenärzte arbeiten. In einer Reportage hat eine Ärztin erklärt, nur über die medizinische Versorgung des Hundes sei es in der Regel möglich, überhaupt an viele obdachlose Männer ranzukommen und ihnen dann auch zu helfen, wenn sie aus Fürsorge für den Hund auftauchen.
    Das sagt sehr viel.

    • Hab noch was vergessen:

      Es ist ein extrem tief in der Gesellschaft verwurzeltes und im Staatsfeminismus permanent hochgehaltenes Bild, dass Männer für ihre Situation selbst verantwortlich, an ihren Problemen selbst schuld seien. Frauen sind hingegen per default Opfer der Umstände. Ich behaupte, diese Sichtweise wird auch von über zwei Dritteln der Männer geteilt.
      Und wenn selbst der Betroffene der Meinung ist, er sei selbst schuld, dann begibt er sich außerhalb der Gesellschaft. Wer könnte ihm denn helfen, wenn nur er für seine Situation verantwortlich ist?

      • Das hat auch was mit dem Selbstbild und der Betrachtung der Realität zu tun. Wer weiß dass ihm nicht geholfen wird, dass er auf sich selbst angewiesen ist, der wird auch den Teufel tun und nach Hilfe schrein.

  7. Ich würde einfach mal die Liste psychischer Krankheiten durchgehen, welche die Obdachlosigkeit begünstigen – viele Obdachlose leiden unter Schizophrenie, Angsstörungen, usw.
    Manche derartiger Krankheiten sind vermutlich bei Männern häufiger oder äußern sich in Symptomen, die eher zur Obdachlosigkeit führen.

    Auch ein Blick auf die Hilfsangebote für derartige Menschen könnte hilfreich sein. Meine Vermutung: Frauen nehmen sie eher an, erdulden schweigsam und oft noch lächelnd all die Erniedrigungen, die von den anderen Patienten und Betreuern ausgehen, während Männer schneller zurück in die Obdachlosigkeit fliehen. Vermutlich gibt es auch einfach mehr und bessere Hilfsangebote für Frauen.

  8. Die Frage die sich mir aufdrängt: warum ist in einem Sozialstaat überhaupt jemand obdachlos?

    Es gibt ganze Familien, die nur von Stütze leben und die Miete vom Amt bezahlt bekommen, wieso greift das bei einigen nicht? Und was könnte man tun, um diese Menschen wieder zu integrieren (so sie denn wollen und mittun).

    • Wie andere schon sagten: Alkoholismus, Drogen, psychische Erkrankungen. Wobei Alkoholismus und Drogenkonsum ja nur die Folge von psychischen Problemen sind.

      Es sind ja meist irgendwelche schicksalshaften Situationen, die eben dazu führen, daß ein Mietrückstand entsteht. Das sind Situationen, die vermieden werden könnten. Oder zumindest entschärft durch ein besseres Mietrecht, bessere Anlaufstellen bei solchen Problemen etc.

      Aber Obdachlosigkeit ist letztlich nur ein Sekundärphänomen. Primär sind psychische Erkrankungen.

      • “ Primär sind psychische Erkrankungen.“

        Das ist nicht wirklich ein guter Grund, es gibt genug Leute die trotz psychischer Erkrankung nicht obdachlos sind.

        Es gab da mal eine Doku drüber, da klang es eher danach, dass die kein Konto mehr haben, wenn sie obdachlos werden und ohne Konto keine Hilfe überwiesen bekommen und so immer schneller immer steiler abrutschen. Die Sucht wäre dann nur eine logische Folge.

        Ich weiß nicht, ob das so ist bzw. ob es noch so ist, weiß das jemand?

        • Das ist nicht wirklich ein guter Grund, es gibt genug Leute die trotz psychischer Erkrankung nicht obdachlos sind.

          Du enttäuschst mich Androsch und machst wirklich den Eindruck, als ob du ein bißchen begriffsstutzig bist. Du tust hier so, als ob die einzige Folge von psychischen Erkrankungen Obdachlosigkeit sein müßte, damit meine These plausibel ist.

          Das ist schon arg grenzwertig.

          Ich hoffe, du verstehst jetzt besser, wenn ich hier regelmäßig anderen Leuten ins Gesicht sage, daß sie etwas minderbemittelt sind. Es ist ja weniger die mangelnde Intelligenz als der totale Unwille, dem, was ein anderer schreibt, einen Sinn abzugewinnen. 🙂

          Immerhin verstehe ich jetzt besser, warum du an UFOs glaubst.

          • Bist du schon wieder im Beleidigungsmodus? Woran liegt das? Leidest du unter Minderwertigkeitskomplexen oder sowas?

            „Du tust hier so, als ob die einzige Folge von psychischen Erkrankungen Obdachlosigkeit sein müßte, damit meine These plausibel ist.“

            Nein, ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass es sich bei psychischen Erkrankungen um eine vielleicht hinreichende, aber nicht unbedingt notwendige Bedingung handelt. Es gibt sicher Obdachlose die nicht psychisch krank sind und es gibt psychisch Kranke, die nicht obdachlos sind. Also müssen noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Vermute ich zumindest.

            Und es ist außerdem nur eine These von dir, mich würde die Realität interessieren. Aber offenbar kann dazu keiner was sagen.

          • Und weil es bei dir offenbar nur ankommt, wenn man es hundertmal wiederholt (ich hoffe, dass wenigstens die Quantität was bringt): ich glaube an gar nichts, auch nicht an Ufos. Dass das Phänomen existiert ist aber hinreichend sicher bewiesen, ganz unabhängig davon, was du glaubst.

  9. Es ist mit ziemlicher Sicherheit ein Mix aus Gründen. Zunächst die „endogenen“, biologischen:
    – Männer sind weniger kälteempfindlich
    – weniger hygieneaffin
    – risikotoleranter
    – stärker und damit weniger ängstlich bzgl. Gefahren wie Gewalt etc.
    – weniger empathiefähig, auch gegenüber sich selbst, daher machen Frauen auch häufiger Psychotherapie und weniger Suizide

    Und nun die „exogenen“, gesellschaftlichen Ursachen:
    – Männern wird weniger Empathie entgegengebracht, es steht zu befürchten, daß Räumungsklagen und dergleichen eher bei Männern erfolgreich sind als bei Frauen, die Doppelstandards in der Justiz werden sich möglicherweise auch hier auswirken
    – weibliche Obdachlosigkeit wird daher vermutlich mehr als Problem empfunden als männliche

    Alles in allem überwiegen deutlich die endogenen Gründe. Das sollte auch so manchen „progressiven“ Männerrechtler zum Nachdenken bzgl. der Gender-Scheiße bringen. Unsere Geschlechtlichkeit ist kein Konstrukt.

    Und manchmal sind Männer eben auch selbst ein gutes Stück für ihr Schicksal verantwortlich, nicht nur die feministische Gesellschaft.

    Davon unabhängig ist es natürlich eine Schande für unsere Gesellschaft, daß sie Obdachlosigkeit in dieser Größenordnung zuläßt und toleriert. Frauenquoten scheinen wichtiger zu sein als das meiner Meinung nach größte humanitäre Problem in unserer Gesellschaft – mal abgesehen von der Gewalt gegen Kinder.

    Es wäre ein Leichtes, das Mietrecht so zu ändern, daß eine Heilung von Mietschulden sehr viel großzügiger geregelt wird, sofern ein Zahlungsausfall die Ausnahme bleibt und der Vermieter letztendlich an sein Geld kommt.

    Man könnte hier auch eine einmalige z.B. fünfprozentige Ausgleichszahlung festlegen. Alles müßte darauf ausgerichtet sein, daß die Wohnung nicht verloren geht und daß man einen Mietvertrag nicht wie einen Vertrag mit einem Fitneßstudio behandelt. Aber insbesondere „christliche“ und „liberale“ Parteien wollen hier nicht mehr Humanität. Denn dann droht uns allen „Sozialismus“.

    Also keine Obdachlosigkeit, mehr sozialer Wohlstand, mehr Zusammengehörigkeitsgefühl, weniger soziale Verwahrlosung.

    Wer das verhindern will, sollte christliche Parteien wählen.

  10. Wie immer ist es eine MISCHUNG aus komplexen Ursachen.
    Das kulturelle Männerbild spielt eine Rolle, das schlechte Umgehen mit sich und seinen Gefühlen (das erlernt wurde), Minderwertigkeitsgefühle durchs Scheitern und – das scheint mir das Entscheidenste! – Frauen bilden leichter soziale Netzwerke, die sie auffangen (können). Wir Männer haben jedenfalls noch seeeehr viel zu lernen!

    Aber vielen Dank für die Idee zu diesem Beitrag!

  11. Da heute wieder Selbermach-Mittwoch sein wird, scheue ich mich nicht auf einen Blogbeitrag von mir zu verlinken:

    Wohnungslosigkeit im Patriarchat


    Dort bespreche ich folgenden Artikel:
    https://www.waz.de/politik/ueber-25-000-wohnungslose-frauen-scheuen-notunterkuenfte-id212453935.html?utm_term=Autofeed&utm_campaign=Echobox&utm_medium=Social&utm_source=Twitter#link_time=1509965115

    Genannte Gründe sind: Frauen kommen häufiger privat unter (ggf. auch durch eine Art Prostitution), es gibt (in NRW) Hilfsangebote für Alle oder für Frauen, keine speziell für Männer.

    Obdachlose bzw. wohnungslose Frauen können in Frauenhäusern unterkommen. Das Missverhältnis dürfte bekannt sein.

  12. Kann Chris der Blogger hier mal einen Post dazu machen?

    Zitat aus einem Onlinedatingprofil:

    Über mich

    Ich suche einen Menschen, *der sich mit sich und der Welt kritisch auseinandersetzt *der sich und seinen Körper liebt und auf seine Ernährung achtet (vegans are the best!!) *der Umwelt- und Klimaschutz für unerlässlich und dringend hält und danach handelt *der gesellschaftliche Veränderung für eine gute Idee hält (diversity, feminism, tolerance 💪🏿💪🏽💪🏾) *der Danger Dan gut findet *der über Jan und Olli lachen kann *der mit mir Tennis spielen geht und Yoga praktiziert *der mich inspiriert (musikalisch, künstlerisch, spirituell) *der mit mir je nach Tageszeit guten Kaffee, Smoothies oder gute Weine genießt *der kids mag aber keine eigenen (mehr) möchte *mit dem ich klimaneutral reisen kann *tbc…… #soulmate

    Frage: Welcher „Mann“ kommt da überhaupt in Frage? Der Dutt-tragende Überlebenskünstler wohl eher nicht, weil der ist ja schon linientreu und bietet der Dame keine Angriffsfläche.

    • Liest sich wie ein unreifes Mädel aus einem liberalen urbanen Umfeld (Berlin, Leipzig, HH etc.), das sich wahrscheinlich noch nie länger außerhalb seiner Wohlfühlblase aufgehalten hat. Und wie all die anderen vor und nach ihr wird sie irgendwann erkennen müssen, dass die Welt nicht auf sie gewartet und nicht ihr Prinzessinnenspielplatz ist.

    • Dann habe ich doch lieber weiter Sex mit jemandem den ich sehr lieb habe als ein vegane Zimtzicke mit diversen Blagen von diversen anderen Stechern zu finanzieren.

    • Wieso „Mann“?

      Ich suche einen Menschen

      Da geht alles. Von genderfluid, nonbinär, cisfrau, bis alle möglichen Transvarianten und Frankensteins Monster. 🙂

      Ich setze mich bei den Grünen übrigens dafür ein, daß Homunculi und postmortale polypartizipative Kunstschöpfungen als Menschen anerkannt und nicht mehr diskrümüniert werden. 🙂

      So eine Dating-Anzeige ist schon komüsch. Normalerweise geht’s ja um Bildung, politische Einstellung, Größe, Dicke und so. Also meist um unverhandelbare Konditionen. Ich würde z.B. nie eine Dicke datieren. Auch keine lupenreine Linksparteilerin. Oder eine Frau, die zwei Meter groß ist.

      Die Anzeige verrät jedenfalls unmißverständlich, daß die Dame eine naive Gutmenschin ist, die nur schwer andere Meinungen aushält.

      • „Da geht alles. Von genderfluid, nonbinär, cisfrau, bis alle möglichen Transvarianten und Frankensteins Monster. 🙂

        Ich setze mich bei den Grünen übrigens dafür ein, daß Homunculi und postmortale polypartizipative Kunstschöpfungen als Menschen anerkannt und nicht mehr diskrümüniert werden. “

        Ich hätte noch https://en.wikipedia.org/wiki/Otherkin zu bieten.

        • Das *der ist mir gar nicht aufgefallen. War meine Satire also real. Wobei natürlich kein normales Weib „Mensch“ schreibt, wenn es einen Mann will.

          Natürlich können auch Zwei-Meter-Frauen nett sein. Aber da macht in der Regel die Biologie einen Strich durch die Rechnung. Auch dicke Frauen können nett sein. Ich habe mich jedenfalls noch nie in eine Frau verguckt, die wesentlich größer war als ich.

          Wahrscheinlich verlangst du von mir auch noch, daß ich Transfrauen mit Pimmel toll finden soll. 🙂

  13. Ist sicher keine monokausale Sache. Relevant aber ist mit Sicherheit auch der „Empathie-Gap“. Wer in grossen Schwierigkeiten steckt und „aus der Bahn geworfen wurde“, sei es durch Schicksalsschläge, durch Drogenkonsum, psychische Erkrankung oder was auch immer, der wird von institutionalisierter Hilfe abhängig. Da speilt es eine wesentliche Rolle, wenn Männern in solchen Institutionen mit weniger Empathie begegnet wird.

    • Man muß hier leider weitergehen, es ist schlichtweg möglich dass es auch einen Loyalitäts-Gap innerhalb von Partnerschaften gibt, d.h. Frauen suchen in einer schwierigen Situation ggf. eher das Weite, und wer dann kein entsprechendes eigenes Umfeld hat, stürzt weiter ab.

  14. Gibt es wirklich signifikant mehr obdachlose Frauen und Männer?
    Dieser Artikel weckt Zweifel daran:
    http://obdachlosinberlin.de/weiblich/

    Was man sagen kann ist:
    „Obdachlose Männer dominieren die Übernachtungsangebote“. Daraus den Schluss zu ziehen dass unter den Obdachlosen nur 14% Frauen wären, ist aber nicht belegt. Es könnten auch Gleichviele sein, die Frauen verstecken es nur besser.

    • Alter Schwede.

      Auf der Straße siehst du nur Männer. Wenn Frauen, dann Rotationseuropäer/mobile ethnische Minderheiten.

      Wohnungslosigkeit ist etwas anderes als Obdachlosigkeit. Und man kommt auch leichter wieder an eine neue Bleibe.

      De facto ist Obdachlosigkeit das entscheidende humanitäre Problem, nicht die temporäre Wohnungslosigkeit.

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