Amazons neue „Diversity Guidelines“

Amazon hat neue „Diversitäts Richtlinien“ für die für die Plattform Amazon Prime produzierten Medien vorgestellt:

Amazon Studios‘ new guidelines include the following specific goals for its productions:

  • Each film or series with a creative team of three or more „above-the-line“ roles – directors, writers, producers – „should ideally include a minimum 30% women and 30% members of an underrepresented racial ethnic/group.“
  • Actors‘ real-life identities should align with those of their characters.
  • At least one character should have a speaking role from each of the following categories: LGBTQIA+, person with a disability, and three „regionally underrepresented race/ethnic/cultural groups.“ One character can fulfill one or more of these identities, and a minimum of 50% of them should be women.
  • Seeking bids from woman-owned and minority-owned vendors and suppliers.
  • Pay equity across casting, crew and suppliers.

Etwas zu ein paar der Klauseln:

  • Actors‘ real-life identities should align with those of their characters.

Das klingt erst einmal nach schlechten und guten Zeiten für Schwule oder lesbische Schauspielerinnen: Es werden mehr Rollen für sie geschaffen, gleichzeitig können sie eben nur noch Schwule und Lesben spielen, wenn ich das richtig verstehe.

Neil Patrick Harris hätte demnach wohl keinen „Barney Stinson“ spielen dürfen, Jim Parsons keinen „Sheldon Cooper“, Benedict Cumberbatch keinen Alan Touring.

Interessant wäre ob damit auch die von Netflix gern betriebene Besetzung von Rollen, die in der ursprünglichen Entwicklung des Charakters weiß waren, mit schwarzen Schauspielern darunter fällt.

Vielleicht gilt ja aber das alles auch nur in eine Richtung aber nicht in die andere.

  • At least one character should have a speaking role from each of the following categories: LGBTQIA+, person with a disability, and three „regionally underrepresented race/ethnic/cultural groups.“ One character can fulfill one or more of these identities, and a minimum of 50% of them should be women.
    Seeking bids from woman-owned and minority-owned vendors and suppliers.

Vorschriften das zwingend bestimmte Gruppen unterzubringen sind, ob es in die Story passt oder nicht, ob der zusätzliche Charakter benötigt wird oder nicht, bringen selten bessere Filme. Sie verleiten eher dazu dann noch einen schwarzen, schwulen, behinderten Hot Dog Verkäufer einzubauen, bei dem sich dann die Szene kurz aufhalten muss.

Aber man wird sehen, was es bringt.

Bisher habe ich die Eigenproduktionen noch nicht so wahrgenommen, The Boys fand ich gar nicht schlecht, Invincible ebenfalls, mal sehen was noch kommt.

  • Pay equity across casting, crew and suppliers.

Über die jeweilige Serie oder über amazon prime an sich? Wenn über die Serie dann käme man ja gar nicht drum herum eine männliche und eine weibliche Hauptperson zu haben. Oder man müsste immer schauen, ob man noch eine „Frauenserie“ bzw eine „Männerserie“ startet, je nach dem wie es läuft. Denn üblicherweise verdienen ja Schauspieler mehr, wenn ihre Serie besonders beliebt ist, aber das lässt sich schwer planen.

 

79 Gedanken zu “Amazons neue „Diversity Guidelines“

    • Im Endeffekt läuft es auch für mich darauf hinaus, dass man sich zunehmend der cineastischen Vergangenheit widmet. Wobei ich zusehen muss, die besten Vertreter noch in originalem Zustand zu ergattern, ehe auch hier die PC-Zensurschere Einzug hält.

  1. Das ist ganz typisch. Amazon ist stolz darauf, dass eine muslimische Frau mit Kopftuch dort auch Chef sein kann.

    Andererseits gilt:

    „Den Mitarbeitern 15 Dollar pro Stunde zu zahlen, macht Amazon noch lange nicht zu einem fortschrittlichen Arbeitgeber, wenn gleichzeitig Gewerkschaften zerschlagen werden und Mitarbeiter in Wasserflaschen pinkeln müssen.“

    https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/amazon-gestaendnis-unsere-fahrer-muessen-manchmal-in-die-flasche-pinkeln-75960582.bild.html

    • Jemand, der „Ich bin eine starke Frau“ – Sprüche für nötig hält, ist vieles, aber sicher nicht stark. Ob sich hinter den zig Kleidungsschichten tatsächlich eine Frau verbirgt, entzieht sich meiner Erkenntnis. Und tangiert mich nur peripher.

        • An exakt das Zitat habe ich auch gedacht und wollte es schon bringen, bevor ich deinen Post las.

          @ El Mocho

          Ein Musterbeispiel für „wenn sich die Linke nicht selbst dem Progressivismus verschrieben hätte, Wirtschaftsliberalisten hätten es für sie erfinden müssen“.

          Amazon ist weltweit ein berüchtigter Gewerkschaftskiller. Auch in Deutschland wehren sie sich seit Jahren mit Händen, Füßen und teils übelsten Mitteln dagegen, dass ver.di da einen Zugriff bekommt. Mitarbeiter werden bis an die äußersten Grenzen ausgequetscht, das ist kein Geheimnis, selbst Bezos hat da nie nen Hehl draus gemacht.

          Aber jetzt kommen sie mit schwachsinnigen Diversity-Guidelines, unter deren Umständen ich mir nicht mehr das Zustandekommen ansprechender Werke vorstellen kann und die sich selbst als links Verstehenden stehen absehbar haufenweise Spalier und applaudieren euphorisch einem Unternehmen, welches vor dem Hintergrund linker Tradition kaum ein härterer Gegner für sie sein müsste.

          Ja, so sieht es aus, das auch hier schon zitierte „divide et impera“. Und das wird einem nur noch erleichtert, wenn du es, wie im Falle der heutigen „Linken“, eigentlich nur noch mit vollkommenen Schwachköpfen zu tun hast.

          • Ist doch egal ob die Gewerkschaften behindern und Arbeitnehmerrechte mit Füssen treten sie sind woke und dafür werden sie von den „linken“ gefeiert werden, da kann man auch mal über solche nichtigkeiten wie schlechte Bezahlung usw. hinweg sehen.

            das heute Links hat nun mal nichts mehr mit Arbeiterpartei zu tun, das heutige Links kümmers sich um Identität, das Weltklima und den „Globalen Süden“ da muss die Unterschicht in Deutschland halt erstmal hinten anstehen und noch mehr Steuern bezahlen und auf Wohlstand verzichten um die Welt zu retten.

          • Wie kann denn ein Ausbeuterkonzern wie Amazon links sein? Das ist doch völlig widersinnig.

          • @ Tristan

            Natürlich nicht klassisch (Arbeiterpartei) Links
            sondern das Moderne Identitäre akademische wohlfühl öko Links .

            Im Grunde machen die Unternehmen das gleich wie vor 10 Jahren mit dem Greenwashing nur ist es heute Diversity washing… Den hey die haben ganz viele LGBTQXYZ Leute deswegen müssen die die Guten sein.

    • Ganz vergessen, dass von Amazone geleakt wurde was die nach einem internen Regelwerk als eines der stärksten Kampfmittel gegen gewerkschaftliche Organisation halten: Diversity!

  2. 0% Männer und Weiße ist natürlich möglich.

    Wie definieren sie unterrepräsentiert? Nur in Europa/Nordamerika/Australien? Denn sonst sind überall Weiße die Minderheit.

    • Die Menschen in anderen Weltgegenden werden aber von den Weißen total unterdrückt. So verlangen diese Monster von den armen Indern tatsächlich, dass die Rohstoffe liefern die nicht mit Ethylenoxid belastet sind.

  3. Ich frage mich, ob dieser Unsinn irgendwann mal wieder ein Ende findet.

    Ich schaue ja keinen dieser Streaming-Dienste. Überhaupt, wenn ich so drüber nachdenke, bin ich Filmen und Serien (Ausnahme innovative klug gemachte Trickfilme) irgendwie abhold. Kommt das mit dem Alter? Geht euch das auch so? Selbst bei Büchern lese ich fast ausschließlich noch Sachbücher, weil mich die meisten Roman-Settings irgendwie anöden, ich lese den Klappentext und denke: ach nö, schon wieder sowas. Ich hatte zuletzt ohnehin nur noch ScienceFiction gelesen, aber das Genre ist irgendwie scheintot, die große Zeit der Zukunftsgläubigkeit vorbei, die besten Autoren gestorben. Und sogar bei Computerspielen! Ich würde manchmal gern was zur Zerstreuung spielen, es fällt mir nämlich unheimlich schwer, mich abends (ohne Alkohol) zu entspannen, nur: ich finde nichts mehr, was mich irgendwie triggert und lockt. Beim letztem Steam- Aktionsdingsbums habe ich stundenlang durch Spielebeschreibungen gescrollt, für meinen Sohn ist auch was abgefallen, nur ich hab nichts gefunden. Jetzt kann ich mir endlich alles leisten… und finde einfach nichts mehr.

    • Hab gerade ein Buch einer tollen Krimiautorin weggelegt, da ich ständig über das „Gender“-Deutsch gestolpert bin. Das Buch ist noch ohne den * aber dafür voll mit „studierende“ u.ä.
      Ich vermute mal das es der Verlag das so übersetzt hat, da es in der Originalsprache sicher nicht gegendert war.

      Werd in Zukunft diesen und jeden anderen Verlag meiden, der kein gramatikalisch richtiges Deutsch verwendet.

    • Ja, ich glaube, das ist eine Alterserscheinung. Als Kind habe ich Bücher regalmeterweise verschlungen, den Rest meiner Bildung habe ich mir über stundenlangen Fernsehkonsum geholt, in den Ferien gerne bis morgens um 4. Computerspiele konnten mich monatelang begeistern.

      Heute brauche ich Monate, um einen Roman zu lesen. Fernsehen ödet mich eher an, so richtig fesselt mich kein Film, und wirklich begeisternde Computerspiele finde ich keine mehr. Es scheint nur noch so suchterzeugende logge-dich-alle-drei-Stunden-ein-um-den-kleinen-Bonus-zu-kassieren-Scheiße zu geben; da ist auch etwas dran, aber ich vermute stark, dass es auch etwas mit mir zu tun hat. Man hat einfach zu vieles schon gesehen, der Reiz des Neuen fehlt. Es hat auch keinen Zweck danach zu suchen. Es gibt für alles nur ein erstes Mal. (Die erste Zigarette ist noch total aufregend, danach ist man halt Raucher.)

      • Ich bin mit meinen 41 Lenzen noch immer passionierter Gamer und das Gaming hat bei mir gar inzwischen Filmkonsum fast vollends verdrängt. Dieser woke Quatsch hat – neben den von dir genannten zweifelhaften Geschäftsmodellen – ohne Frage Einzug gehalten. Große Publisher, die damit werben, einen queeren Hauptcharakter in der Story zu haben, eine Fachpresse, die zum größten Teil der eigentlich leicht erkennbar durch und durch verlogenen Bagage aus den Reihen der SJWs alles ungeprüft glaubt (Musterbeispiel: das widerwärtige Derailing von GamerGate), Aktivisten, die sich gezielt durch lang gewachsene Communitys pöbeln und die dortigen Leute permanent als Rassisten und/oder Sexisten beschimpfen und das alles nur, weil besagte Communitys überwiegend weiß und/oder männlich sind.

        Dennoch gibt es für mein Empfinden noch immer ausreichend Material, welches von solchen Auswüchsen unberührt ist. Hab z. B. die letzten Wochen einen God-of-War-Marathon gemacht. Eine Serie, bei der das Testosteron literweise aus dem Laufwerk trieft. Gerade der 2018 erschienene, bislang neueste Teil, in dem Kratos, wohl Jahrhunderte, nachdem er den Olymp vernichtet und Griechenland ins Chaos gestürzt hat, sich beim Versuch, ein normales Leben zu führen, im Norden eines fantastischen, mythengeschwängerten Europas niedergelassen hat, ist echt ein absolutes Brett. Tolles Kampfsystem, eine Darstellung oder besser ein zum Leben Erwecken der nordischen Mythologie, die medienübergreifend ihresgleichen sucht und ganz nebenbei eine sehr schöne Vater-Sohn-Geschichte im Zentrum, in der einen die kalte, distanzierte Art Kratos‘ mit seinem Sohn umzugehen – er ruft ihn konsequent z. B. nur „Junge“ – zu Anfang irritiert. Dann erfährt man aber den Grund: Kratos betrachtet seine eigene Göttlichkeit – er ist einer von durchaus zahlreichen Söhnen, welche Zeus mit Sterblichen Frauen gezeugt hat – als Fluch und wollte diese vor seinem Sohn, dem er sie vererbt hat, geheim halten, damit er als normaler Mensch aufwachsen kann, was seinen Sohn aber inzwischen körperlich krank werden lässt, als geborener Gott doch nur wie ein Sterblicher zu leben. Kratos bleibt dabei zwar bis zum Ende ein stoischer, harter Typ – so leicht kommt man eben nicht aus einer spartanischen Erziehung raus – verhält sich aber zunehmend als ein verantwortungsvoller Vater, der versuchen will, seinen Sohn von dem Pfad abzuhalten, den er selbst einst beschritten hat.

        Achtung SPOILER: Am Ende deutet sich aber an, dass Kratos‘ Wunsch, den er nach ihrem gemeinsamen Sieg über Baldr an seinen Sohn Atreus richtet: „Was ich war, sollst du nicht sein“, nicht in Erfüllung gehen könnte. Denn in Jötunheim finden sie eine alte Wandmalerei, die seltsamerweise ihre Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt erzählt. Daraus erfahren sie, dass Kratos‘ Frau, die verstorben ist und deren Asche sie zum höchsten Gipfel aller neun Welten bringen sollten, die Kratos nur als die sterbliche Fey kannte, in Wahrheit die Jötnar Laufey war. Und Atreus äußert sich verwundert über den Namen, mit dem ihn die Riesen auf der Wandmalerei betitelten: „Die Riesen, sie nannten mich… Loki?!“

        Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf den voraussichtlich 22 erscheinenden nächsten Teil, der vielversprechend „God of War: Ragnarök“ heißen wird. Ich hoffe, dass ich bis dahin noch eine PS5 kriege. Die zu erstehen, da ist es im Moment wahrscheinlicher, bei einer Bergwanderung mit dem Spazierstock versehentlich auf eine Ölquelle zu stoßen… 😉

          • Infantil? ESOTERISCH??? Entweder verwechselst du mich oder die Bedeutung dieser Worte hat sich dir ebenso vehement verschlossen, wie die Tiefenpsychologie. Denn sonst wärst du dir der Peinlichkeit bewusst, wenn gerade ein Kirchenkasper wie du andere esoterischen Denkens zeigst. Und gerade du, der hier kaum einen Post hinbekommst, ohne wild zu beleidigen, das Wort infantil an andere richtet. Und vor dessen unterbelichteten Anmachen man nicht mal gefeit ist, wenn man versucht, ihn demonstrativ zu ignorieren. QED.

          • @Billg Coen

            Ich bin kein „Kirchenkasper“. Das ist eine bösartige, infantile und esoterische Unterstellung.

            Ich kritisiere z.B. vehement die evangelische und katholische Kirche. Siehe z.B. hier:

            Gendern bis zum Kirchenaustritt

            Ich empfehle dir dringend, mal ein bißchen zu chillen. Deine heftige Reaktion mutet etwas realsatirisch an. Ich bin aber mittlerweile klüger. Ich verstehe jetzt besser, warum so viele Menschen sich von mir so angegriffen fühlen, obwohl ich letztlich nicht mehr pöble und pinkele als andere. Es ist einfach meine überragende argumentative Überlegenheit.

            Da kriegen viele weniger gefestigte Persönlichkeiten schnell Komplexe. Daher dann die heftigen Reaktionen.

            Ich kann nur dazu raten, einfach meine überragende Intelligenz für die eigene Weiterbildung zu nutzen.

        • Probier doch mal Battletech oder Total War:Warhammer.
          Rimworld kann genial sein, bietet die Möglichkeit echt fiese Sachen mit Männerhasserinnen zu machen.
          Ich entspann in letzter Zeit immer gerne mit nem Kumpel bei Snowrunner.

          Und all meine rechten Onlinefreunde sind sich einig, das von Kommunisten gemachte Spiel Disco Elysium ist großartig.

    • „Ich frage mich, ob dieser Unsinn irgendwann mal wieder ein Ende findet.“
      Ja, in dem Moment, in dem die Minderheiten eine Enteignung von reichen Weißen fordern. Wenn Bezos, Gates, Sorros, Musk und wie sie alle heißen damit rechnen müssen, dass sich bei den Minderheiten ein Konsens darüber einstellt, dass diese reichen Säcke enteignet werden müssen, dann werden diese reichen Säcke ganz schnell umschwenken und die „weiße Sache“ beschwören.

      • „„Ich frage mich, ob dieser Unsinn irgendwann mal wieder ein Ende findet.“
        Ja, in dem Moment, in dem die Minderheiten eine Enteignung von reichen Weißen fordern. “

        Entweder das oder sie überspannen den Bogen so sehr, dass das einfache Volk (die Weißen) rebelliert. Bedenkt man die zunehmende Radikalisierung der Eliten, ist das nur eine Frage der Zeit. Sofern es den Eliten nicht vorher gelingt, einen totalitären Überwachungsstaat zu errichten, der auch noch über Robotersoldaten verfügt. Vielleicht radikalisieren sie sich deswegen absichtlich so langsam: Sie brauchen noch etwas Zeit…

    • „Ich frage mich, ob dieser Unsinn irgendwann mal wieder ein Ende findet.“

      Ich finde, das Tun wird durch ein neuzeitliches moralisierendes Haltungs-Phlegma betäubt. Keiner macht mehr wirklich was Neues, ist ungehemmt kreativ, strebt entschlossen Ziele an. Alle winken teils resigniert ab, weil sie ja eh geframet würden als falsches Geschlecht, falsche Hautfarbe etc.
      Junge Männer setzten sich vor die Konsole, junge Frauen pasten irgendwas aus dem Internet zusammen und fordern dann die Freifahrt ins Kanzleramt oder einen Doktortitel. Jeder, der kreativ oder anders heraussticht, wird schnell auf den Durchschnitt gezwungen oder als rechts tituliert, weil er nicht gendert, co2 verbraucht oder mehr Weiße als andere beschäftigt.
      Aber wer ist wirklich scharf auf immer mehr Durchschnittliches, was zwangsläufig aus dem Dogma der totalen Gerechtigkeit folgt?

      • Dann müsste es ja wenigstens „rechts“ was geben, aber vielleicht ist diese gesellschaftliche Ecke einfach zu klein oder auch zu tunnelblickmäßig drauf, für wirklich große Kunst.

        Immerhin müsste es dann eine kreative Explosion geben, falls irgendwann ein Befreiungsschlag stattfiände. So richtig mag ich das noch nicht glauben. Vermutlich spielt mein Alter schon auch eine Rolle und vielleicht einfach auch der Überfluß. Man meint, alles schon gesehen zu haben, zviel von allem… und hat keine Lust sich auf noch was einzulassen. Tut man es doch, wird man manchmal überrascht, aber es passiert halt immer seltener.

        Früher wollte ich ewig leben, jetzt kommt mir das irgendwie lächerlich vor.

    • Alkohol zum Entspannen ist ein gefährlicher Pfad. Hab ich auch schon durch…

      Ansonsten kann ich „ältere“ Sachen wir Skyrim empfehlen. Open World. Kein Gender-Gaga. Ich spiele das seit Jahren immer wieder.
      Die Dragon-Age-Reihe mochte ich auch sehr.

      • „Kein Gender-Gaga“

        Gemessen an dem Buhei, das mal ne zeitlang um Annita Sarkeesian und die ganze intrigante Mischpoke in ihrem Fahrwasser gemacht wurde, hält sich die Chose eigentlich so in der Masse auch noch in Grenzen. Gerade japanische Studios sind da weitgehend safe. Die haben das genau richtig gemacht und den Spinnern einfach ein klares „ficko dich“ gezeigt und machen bei ihren zahlreichen weiblichen, durchaus starken Charakteren die Kleider noch knapper und die Hupen noch größer… 😉

        Je nach Genre – RPGs die einen mal locker ne dreistellige Stundenzahl beschäftigen können, sind ja nicht unbedingt jedermanns Sache und vertragen sich nicht immer so gut mit Erwerbs- und Familienleben – sind auch die Spiele aus der altehrwürdigen Resident Evil Reihe immer noch gut zu konsumieren; seit Teil 7 und dem großarten Zweier-Remake sind die auch anderweitig inhaltlich wieder zur Vernunft gekommen. Wer auf Action steht, macht mit Spielen von Platinum Games eigentlich nix verkehrt. Und wer ein Bissel masochistisch veranlagt ist, für den sind spätestens seit Demon’s Souls From Software zu einem zuverlässigen Versorger mit gutem Stoff geworden.

        Und westliche Spiele…? Also Agent 47 in „Hitman“ macht bei seinen Zielpersonen nach wie vor keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen und sich selbst keine Gedanken um Gendersterne. Auch der blühende Indie-Bereich sorgt für viel Nachschub an spielerisch und/oder künstlerisch frischen Spielen, meist frei von politisch korrekten Zwangsinhalten.

        Also wenn ich so drüber nachdenke, scheint mir das Gaming sogar vergleichsweise besser bei weggekommen zu sein, auch oder gerade im Tripple-A-Bereich, als die Filmbranche, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass die Filmbranche im Tripple-A-Bereich zu sehr von Hollywood oder allgemein den USA dominiert wird, so dass sich da eine vergleichsweise wesentlich homogenere Bubble hatte bilden können, innerhalb der alle so ticken; entweder aus Überzeugung oder aus dem Wissen heraus, dass man nix mehr dort wird, wenn man nicht mit den Wölfen heult. Spiele werden, auch mit hohem Produktionsaufwand, rund um den Globus entwickelt. Da ist es schwerer für durchgeschallerte, narzisstische Akivist*innen durch Social-Media-Simulation einer relevanten Größe konzentrierten Druck auf Studios und Publisher zu erzeugen… meine Vermutung zumindest.

      • Wobei die Dragon Age Reihe ja nun gendergagast ist.
        Man könnte den Skinwalker Bioware fast als Patient Zero bezeichnen.

        Bi-t-ch-u-te video
        https://bit.ly/2TXIlyW

        Wegen WordPresss muss man leider was tricksen.

        Mass Effect: A Progressive Disease
        American Krogan

        For some people, it was always blatantly obvious that Mass Effect was „woke,“ but for others, I think it’s been very easy to cope. This video is meant to get those people thinking about the path that’s led us to the social politics of 2020 and the role Mass Effect has played. That said, this video doesn’t include everything I could say about the original trilogy, for example, if you guys want, I can make a video about how Krogan society is modeled around a gynocractic fantasy of overcoming patriarchy or I could discuss the Semitic undertones of the Quarians.

    • Wie alt bist du? Und welche Computerspiele fandst du früher spannend?

      Mit Filmen und Büchern geht es mir ganz genauso! Schaue nur noch gut gemachte Animationsfilme und Uraltzeugs, weil mich andere Filme irgendwie anöden. Ganz selten gibt es doch eine Perle wie 1917, was aber vielleicht einmal im Jahr vorkam (vor Corona).

      Bücher habe ich aufgehört, obwohl ich früher die größte Lese- und Hörbuchratte war. Da gab es irgendwann Bücher mit Szenen, die einfach nicht mehr in mein Weltbild gepasst haben. Mehrfach habe ich dann zähneknirschend ohne Spaß weitergelesen, bis ich bei einem Buch dann ausgestiegen bin und seitdem Bücher nicht mehr anrühre. Ich kann mich einfach nicht mehr in die Welten reinversetzen, sie wiedersprechen einfach meiner Lebensrealität.

      Computerspiele spiele ich noch, wenn sie entweder hoch taktisch-reaktiv sind (Overwatch) oder ein gutes Setting haben (Frostpunk). Meiner Ansicht nach gibt es in diesem Bereich noch am meisten Perlen, wenn es auch keine soziale Komponente mehr gibt – Ein Spiel was alle spielen gibt es nicht mehr, Freunde spielen eigentlich immer etwas komplett anderes als man selbst. Das vermisse ich, denn früher war das ein großer Teil meines Gamerlebens.

    • “ bin ich Filmen und Serien (Ausnahme innovative klug gemachte Trickfilme) irgendwie abhold. Kommt das mit dem Alter? Geht euch das auch so? “

      Nee. Spielfilme hab ich noch nie besonders gemocht, ich stehe auf Fernsehserien – aber nur gute, und die sind selten, und eher keine amerikanischen. Im deutschen TV ist fast nix was mich interessiert, nicht nur deshalb bin ich mittlerweise scharf gegen die Gebühren. Die Streaming-Dienste sind mir einfach zu teuer, ich lade von Youtube runter oder kaufe DVDs.

  4. Anders gesagt, Weiße Normies werden aus der Kultur geschmissen die sie aufgebaut haben. Zugunsten derer die es nicht mal geschafft, haben das Rad nachzuerfinden.
    Kann man das so sagen?

      • Ich kann jetzt nicht ganz folgen. Inwieweit hängt das mit meinem Kommentar zusammen? Die Erzeugnisse dieser Länder werden nicht mit weißen Normies besetzt sein. Und chauvinistische chinesische Filme nerven genauso wie Woke Kram.

      • Die indische und chinesische Filmindustrie ist deshalb so erfolgreich, weil ihre heimische Zielgruppe jeweils > 1 Milliarde groß ist. Mit dem westlichen Markt hat das fast nichts zu tun.

  5. Ich frage mich nur, wie wollen sie das bei bsp. der Herr der Ringe – Serie durchsetzen? Wo wollen sie einen echten Elben hernehmen oder einen echten Ork? Gut, für die Darstellung von Gollum wüsste ich schon wen, man müsste mit ein wenig künstlerischer Freiheit nur den Ring gegen ein Plüsch-Coronavirus austauschen: Karl Lauterbach wäre perfekt.

  6. Mit ein Grund könnte sein, daß nach woken Mäßstäben besetzte Filme schon standardmäßig gute bist spitzenmäßige Bewertungen von woken „Kritikern“ bekommen, was das allerdings hilft, wenn das Publikum, wie so oft, gegenteiliger Meinung ist…
    Ich empfehle, bei Rotten Tomatoes zu schauen, da sind Publikumsbewertung und Kritikerbewertung getrennt dargestellt.

  7. „Das klingt erst einmal nach schlechten und guten Zeiten für Schwule oder lesbische Schauspielerinnen: Es werden mehr Rollen für sie geschaffen, gleichzeitig können sie eben nur noch Schwule und Lesben spielen, wenn ich das richtig verstehe.“

    HAHAHA! Als ob das jemals so käme. Du hast den Progressivismus wohl noch nicht mal im Ansatz verstanden…

    „Vielleicht gilt ja aber das alles auch nur in eine Richtung aber nicht in die andere.“

    Ah, also doch. Hätte mich auch erschüttert, wenn gerade du, Chrissy, eine derart naive Vorstellung davon hättest, wie die Sache immer läuft.

    Ist doch genau wie bei der „cultural appropriation“. Ein lederhosentragender Schwarzer ist kein Problem, aber wehe ein Weißer macht gerne Reggae-Musik.

    Man hat es bei dieser ganzen Chose einfach nur mit widerwärtigen Heuchlern zu tun. Rassisten und Sexisten in Reinkultur, die ihre eigenen charakterlichen Abgründe beständig auf andere projizieren, um sich selbst noch ein Fünkchen an Relevanz einzureden.

    • „HAHAHA! Als ob das jemals so käme. Du hast den Progressivismus wohl noch nicht mal im Ansatz verstanden…“

      Richtig, wenn die Geschichte nicht zu der Rolle passt, da die Person dann weiß und männlich sein müsste, dann wird eben die Geschichte umgeschrieben (nicht die Story).

      • War die Woche in den Nachrichten: Vor 30 Jahren oder so wurde ein Grab entdeckt, mit einer Leiche, die sowohl Frauenschmuck als auch 2 Schwerter als Grabbeigabe hatte, was die Archäologen nie recht einordnen konnten.
        Und jetzt vor kurzem haben sie rausgefunden, dass die Leiche ein XXY Chromosom hatte.

        Das zitierte Titelblatt ist schlicht die Art und Weise, wie die Sun mit einer solchen Information umgeht.
        Ein Käfer mit einem leicht giftigen Panzer wurde entdeckt? „ANGRIFF DER KILLERKÄFER“

      • Oh Mann, was für ein Bullshit. Aber unter den Historikern gibt es glaub ich wirklich viele, die sich mit zeitgeistiger Ideologie das Hirn sediert haben und krampfhaft versuchen, in jeden Fund die wildesten „Beweise“ für alles mögliche rein zu deuten. Ich erinnere mich an ein Interview, in dem einer behauptete, den Beweis gefunden zu haben, dass Frauen zur Zeit der Jäger und Sammler zu gleichen Teilen an der Jagd beteiligt waren. Sein toller Beweis: unterschiedlich lange Speere. Der interviewende Journalist gehörte erstaunlicherweise zu jenen wenigen, die noch über lebende Hirnzellen verfügte und stellte die naheliegende Frage, ob es nicht auch einfach sein könnte, dass die Speere unterschiedlich lang waren, weil es auch schon damals unterschiedlich große Männer gegeben hatte oder schlicht die Speere für unterschiedliche Beutetiere verwendet wurden. Das musste sein Gegenüber dann auch sichtlich zerknirscht als eine mögliche Erklärung einräumen. Dabei klang der für mich so, als habe der diese nächstliegenden Möglichkeiten bis dahin gar nicht erst eine Sekunde erwogen. Er wollte wohl einfach von Anfang an nur etwas finden, was voll die Frauen empowert und dieses Bedürfnis hat ihn Scheuklappen bekommen lassen.

        Ja, bei den Wikingern gab es auch Kriegerinnen – wohl ne Handvoll… unter zig tausenden Männern. Hab neulich sogar gelesen, dass sie bei einem verwirrend bestückten Grab – wohl durch DNA-Tests an den Knochen – rausgefunden haben, dass der Krieger mit weiblichem Schmuck oder die geschmückte Frau mit Schwert tatsächlich zu den ganz wenigen Menschen gehörte, die als Zwitter geboren wurden. Ja, so etwas gibt es heute und so etwas gab es auch schon im frühen Mittelalter; wenn auch nur sehr, sehr selten. Für jemanden, der das nicht ideologisch sondern wissenschaftlich nüchtern betrachtet, ist diese Feststellung so bemerkenswert, wie die Erkenntnis, dass man bei Regen nass wird.

        Die Idiotie dabei ist ja nur, dass sie einem heute zu verkaufen versuchen, dass die Frauen bei den Wikingern in Scharen mitgekämpft haben. Und das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vollkommen absurder Schwachsinn. Fass mal so ein Schwert und einen Schild an. Die Dinger wiegen richtig was. Auch Rüstungen, selbst wenn sie nur aus dickem Leder gefertigt waren und noch nicht mal so etwas wie Kettenhemden dazukamen, waren echt schwer. Frauen verfügen bekanntermaßen über deutlich weniger Muskelmasse als Männer, sind bei gleichem Trainingsstand in nahe zu allen Belangen Männern hoffnungslos unterlegen. Aber klar, in Zeiten in denen mit schweren Waffen im Nahkampf gekämpft wurde, meist gegen im Kampf ausgebildete Soldaten, da haben Frauen als Kriegerinnen mal so richtig den Laden gerockt. Wie vollkommen verblödet muss man sein, um das allen Ernstes zu glauben?

        Und klar. Transsexuelle machen wohl nur einen niedrigen einstelligen Promillanteil an der Bevölkerung aus. Aber bei den Wikingern, da prägten sie den Alltag. Man muss sich die Kultur der Wikinger, die Art wie sie lebten, ihre Mythologie nur vor Augen führen, da merkt man doch gleich, wie durch und durch queer die waren. Ihre Boote schmückten sie mit rosa Plüsch und hissten dazu regenbogenfarbene Segel. Und überall wo sie hinkamen, wollten sie die Menschen nur von dem Joch des cis-heteronormativen Patriarchats befreien. Und endlich wird die üble Heteropropaganda, die bislang die Geschichtsschreibung prägte, mal getilgt.

        Es lebe der Progressivismus!!!

        • Wenn an allen stellen um welcher Motivation auch immer, Ergebnisse derart zurechtgebogen werden zersetzt das auf Dauer eine der am meisten unterschätzten Säulen der Gesellschaft, das prinzipielle Vertrauen in die Ehrlichkeit des Gegenübers.
          Und es ist eines der typischen Zeichen von Failed States, dass dieses Vertrauen nicht vorhanden ist. Zu recht. Jeder behumst jeden.

        • „Ja, bei den Wikingern gab es auch Kriegerinnen – wohl ne Handvoll… unter zig tausenden Männern. Hab neulich sogar gelesen, dass sie bei einem verwirrend bestückten Grab – wohl durch DNA-Tests an den Knochen – rausgefunden haben, dass der Krieger mit weiblichem Schmuck oder die geschmückte Frau mit Schwert tatsächlich zu den ganz wenigen Menschen gehörte, die als Zwitter geboren wurden.“

          Gab es nicht, kein einziger Chronist hat über so etwas berichtet und du kannst dir sehr gut vorstellen, dass eine Kriegerin in etwa so aufgefallen wäre wie ein rosa Elefant der Seifenblasen furzt.
          Nur weil eine Frau mit Schwertern begraben wurde, bedeutet es nicht, dass sie diese Schwerter auch geschwungen hat. Es können einfach Ehrenbeigaben gewesen sein, weil sie die Frau eines Häuptlings war oder weil sie in irgendeiner anderen Weise bedeutend war. Es ist auch ganz leicht herauszufinden, ob sie das Schwert geschwungen hat. Schwertkämpfer haben immer gewisse Abnutzungserscheinungen am Schultergelenk, welches durch den Aufprall des Schwertes, vor allem des Übungsschwertes zustande kommt. Wenn sie das hat, dann ist das ein echter Hinweis. Man kann dies sehr gut bei Bogenschützen erkennen die bestimmte Deformationen haben, Leichen englischer Langbogenschützen haben alle diese Deformationen gehabt.

        • „Ihre Boote schmückten sie mit rosa Plüsch und hissten dazu regenbogenfarbene Segel. Und überall wo sie hinkamen, wollten sie die Menschen nur von dem Joch des cis-heteronormativen Patriarchats befreien.“

          In den Film würd ich reingehen.

        • Ich habe mal in einer Dokumentation die Behauptung gehört, dass unter den Samurai (könnten auch die Ninja gewesen sein) 1/3 Frauen waren, weil man wollte, dass sich alle kämpfen konnten oder so, vielleicht, weil den Kriegerfamilien ein Krieger mehr nützte, auch wenn es ein Schlechter war.

          Natürlich könnte auch alles bloß Propaganda sein…

  8. Solangs nur die Eigenproduktion betrifft, die waren bis jetzt zu 90% Schrot, dann ists in Zukunf eben 99%
    Spätestens wenn der komerzielle Erfolg ausbleibt wird das still und leise wieder aufgeweicht/ rückgängig gemacht.

  9. Vielleicht sollte man eine Plattform schaffen, auf der unwoke Filme und Serien referenziert werden, also Streifen, bei denen es primär um den Inhalt geht auch bei der Besetzung. Ich würde das nutzen.

    Wenn ich etwas Neues sehe und nach 15 Minuten kommt dann die alles Böse zusammenprügelnde 160cm-Latina-Amazone, damit schließlich irgendeine PoC-Schickse als Gouverneurin (oder heißt es Gouvernante?) die Aliens mit einer moralisierten feministisch akzentuierten Ansprache ins All zurück zwingt, dann sind das für mich nicht nur 15 verlorene Lebensminuten, sondern es verdirbt mir oft einen ganzen Fernsehabend.
    Könnte ich mich warnen lassen ähnlich der inzwischen üblichen Einblendung oben links „Drogen, Gewalt, unangemessene Sprache etc.“, dann käme ich gar nicht erst dazu.

    „Enthält gegenderte Sprache, rumprügelnde superstarke Frauen, unklare Geschlechter, feministische Botschaften, PoC-Dominanz.“

  10. „Aber man wird sehen, was es bringt.“

    1. Ich wende mich eher alten Filmen zu.
    2. Die neueren Serien und auch die hashtags bei Amazon („enthält sexuelle Inhalte“, „enthält Gewalt“, etc) sind absolut ungenießbar. Habe mir „Luzifer“ angetan. Die ersten Folgen waren ja witzig, auch die Darsteller können oft überzeugen, nur die zwanghaften Botschaften der Diversität sind einfach übergriffig. Klar, der Teufel kann auch tuntenhaft dargestellt werden, was für einen Spielfilm witzig ist, nach der 5. Staffel aber nur noch nervt. Auch Engel müssen nicht weiß sein (auch wenn mit weiß immer Unschuld und das Reine & Wahre verbunden wird) und auch Frauen können aggressive Kämpferinnen sein. Nochmals: nach der 5. Staffel nervt es. Warum? Alles erzwungen, alles zwanghaft, alles konstruiert (gut es sind Fantasieserie, wen wundert’s). Aber es fällt halt irgendwie nervend auf, wenn eine Szene wirklich nur eingebaut wurde, damit wieder ein aufklärerischer Dialog, eine symbolische Geste, etwas Feminismus transportiert werden muss.
    3. Die durch diese Beschränkungen geforderte Vielfalt endet in vorhersehbarer Einfalt. Kreativität geht durch die Vorgaben verloren.
    4. Der Widerstand gegen diese Form der Zwangsbeglückung wird hoffentlich stärker. Wobei ich mittlerweile wenig zuversichtlich bin. Es wird sehr lange dauern, bis dieser „Trend“ wieder herauswachsend wird und der Begriff der Freiheit nicht mehr über Diversität und Feminimus definiert wird.n

  11. Endlich keine Filme über die Völkerwanderung mehr. Die Goten sind ausgestorben bzw. in anderen Völkern aufgegangen, keiner kann sie mehr spielen, weil’s keiner mehr darf 🙂 Dito die Ostpreußen…

  12. Was ich mich frage: warum wird das hart festgelegt? Die meisten Produktionen halten sich doch bereits freiwillig an den Quatsch und packen in alles und jedes die entsprechenden (teilweise unpassenden) Quotenvögel rein.
    Geht es darum zu verhindern, dass Produktionen die das nicht machen erfolgreicher sind. Nach dem Motto: go woke go broke ist nicht mehr sichtbar wenn einfach alle wobe sind? Da müsste Netflix dann mitziehen – und es ergeben sich schöne Möglichkeiten für neue Firmen: solange diese dann nicht von Netflix und Co. boykottiert werden.

  13. Abgesehen davon, dass diese lächerlichen Vorgaben die Kunstfreiheit beschneiden, wird es zur Folge haben, dass sich immer mehr Regisseure, Autoren oder Produzenten dazu entschliessen, „independent“ zu arbeiten, entsprechend der „Nouvelle vague“, dem „Neuen deutschen Kino“ oder dem US-Kino der frühen 70er. Aber ein zweiter Faktor wird dazu kommen, nämlich die fortschreitenden Möglichkeiten in der Digitalisierung. In den Folgen von „Love, Death & Robots“ z. B. waren die echten Schauspielern fast nicht mehr von den digitalisierten Figuren zu unterscheiden. Wieso sollte ich mich den idiotischen Vorschriften unterwerfen, wenn ich mir meine Charaktere am PC zurechtschneidern kann? Vertriebswege gibt es immer. Und wenn ich einen Film machen will, in dem keine Neger, Transen oder Rollifahrer auftauchen sollen, dann mache ich es eben so. Dann hat man auch keinen Ärger mit nöligen Schauspielern oder dem Personal am Set.

    • Bei digitalisierten Charaktäten bieten sich ganz andere Möglichkeiten. Da könnten sich in Zukunft die Leute aussuchen welche Hautfarben und Geschlechter sie haben wollen.
      Das wäre sehr spannend zu sehen – dann würde wahrscheinlich auch die Woken nämliche realistisch auswählen. Die Zwangsbeglückung ist ja nur für dubiose Leute notwendig, wer sattelfester Wokoharam Kämpfer ist kann auch mal einen heteronornativen Kracher ala „vom Winde verweht“ verdauen.

  14. Das ist doch ein toller Diversity-Fünfjahresplan.

    Ich begrüße das. Wir müssen aber noch weitergehen. Genderspache muß in allen Filmen und Serien gesprochen werden. Auch bei historischen oder phantastischen Stoffen.

    Picard: Die Romulaner*innen sind uns auf den Fersen.
    Worf: Egal, ich fick diese Mißgeburten mit Photonentorpedos!
    Troi: Ich spüre große Ängste bei den Romulaner*innen.
    Picard: Feuer einstellen. Die Romulaner*innen sind nur ein kosmisches Konstrukt. Q hat uns eine Falle gestellt.
    Worf: Ich habe keinen Bock mehr auf diese Gender- und Q-Scheiße. Die Scripts von Roddenberry waren einfach besser.

    Kritiker: Tolle neue Star-Trek-Serie auf Amazon Prime mit dekonstruierten Realitäten und Gendersprache für die Generation woke.

    Das klingt erst einmal nach schlechten und guten Zeiten für Schwule oder lesbische Schauspielerinnen: Es werden mehr Rollen für sie geschaffen, gleichzeitig können sie eben nur noch Schwule und Lesben spielen, wenn ich das richtig verstehe.

    Ürrtum. Der Fünfjahres-Diversity-Plan gilt natürlich nur für böse weiße, straighte Männer. In Richtung Frauen, Homos und andere Gender-Gestalten wird das natürlich nicht angewandt.

    Denn das wäre Diskriminierung!

  15. Mutter: deine neue Klassenlehrerin ist ein Transgender.
    Kind: was ist ein Transgender?
    Mutter: das ist eine Frau, die im Körper eines Mannes gefangen ist.
    Kind: (schaut entsetzt) … kann sie da wieder raus?

    Ich nehme an, solche Dialoge sind nicht vorgesehen.

  16. Ist die Darstellerin von Mrs. Maisel eigendlich vom passenden Glauben? Sonst muss das ja abgesetzt werden.

    Ein anderer Punkt:
    Das Tolle ist: wenn das alle machen dann gibt es noch mehr Trottel, die die Schauspieler mit den gespielten Charaktären verwechseln. Das ist ja für einen Großteil der Fans bereits jetzt herausfordernd, die finden ja nicht die Schauspielerei vom DiCaprio toll sondern sehen in ihm den Romeo.

    • Das Tolle ist: wenn das alle machen dann gibt es noch mehr Trottel, die die Schauspieler mit den gespielten Charaktären verwechseln.

      Und es gibt immer mehr Schauspieler, die sich dann z.B. wie Legasthänikär verhalten, um eine Legasthänikär-Rolle zu kriegen. 🙂

      Andere machen dann auf Schwuchtel, wenn sie in einer Serie schwuchteln wollen.

      Oder sie konvertieren zum Judentum, wenn sie einen Jud‘ spielen wollen.

      Aber davon abgesehen verkörpern Schauspieler sowieso unbewußt sich selbst. Künstlerisches Schaffen ist letztlich immer eine Paraphrasierung des eigenen Selbst, auch in seinen verdrängten Aspekten.

      Mehr dazu bei Alice Miller.

      http://alice-miller.com/de

      Die Lesbe Jodie Foster spielt in „Angeklagt“ meines Wissens die Anwältin eines Vergewaltigungsopfers. In „Taxi Driver“ spielt sie eine 14jährige Prostituierte. Dreimal darf man raten, wovon ich ausgehe, was Foster in der Kindheit passiert ist.

      Was zieht sie an solchen Rollen an?

      Alles nur Anekdoten. Bitte weitergehen. Hier gibt es nichts zu sehen.

  17. Ich warte ja auf jenen Tag, an dem die oben wiedergegebenen Regeln eben nicht nur auf Schauspieler und Schriftsteller angewendet werden, sondern auch auf Journalisten: wo nur ein russischer Putin-Anhänger über Putins neueste Politik berichten darf, nur ein Flutopfer über das Hochwasser in Nordrheinwestfalen, nur ein Exit-Brite über Britannien, nur ein Corona-Kranker über Corona, nur ein Schwuler über Schwule usw.

    Ich denke, wir sollten derartige Regeln immer wieder fordern, damit all die woken Journalisten endlich ausgebremst werden.

  18. „Actors‘ real-life identities should align with those of their characters.“

    Lol!
    Heißt das, die Darsteller von Superhelden müssen bspw. auch im wirklichen Leben eine Superkraft haben? Oder wie darf man das verstehen?

    Gut, daß ich da kein Kunde bin und auch nie einer sein werde.

  19. Der neue Alien Film, in dem der Schwarz-Jüdische Race-Crime Hoaxer Smolett Charlize Theron poppt ist ein gutes Beispiel, weiß man wie schwul der ist, ist alle Immersion weg.

  20. Dann muss jeder Schauspieler beim Casting erst einmal seine Sexualität offenlegen, wenn er den Job haben will, ganz egal, ob er sich vielleicht gar nicht outen möchte. Sehr toll durchdacht.

    Erinnert sich eigentlich noch jemand? Vor einiger Zeit sollte Scarlett Johansson in einem Film eine Transfrau spielen. Prompt kam es zu einem Aufschrei: Wie kann die es nur wagen? Warum nimmt man da keine echte Transfrau??? Empörung! Kleinlaut entschuldigte sich Johansson für diese Ungeheuerlichkeit und kündigte an, die Rolle nicht zu spielen. Und dann zogen sich aber auch die Geldgeber für den Film zurück, denn ohne Johansson als Zuschauermagnet hatten sie kein Vertrauen, dass sich irgendjemand den Film angucken will… (Ich hätte selbst mit ihr nicht auf einen Kassenerfolg gesetzt. Amazon hielt die „Transparent“-Serie mehrere Staffeln durch, obwohl ein Leak offenbarte, dass die Serie nur von sehr wenigen geguckt wurde. Jetzt will Amazon wohl, dass man gar keine andere Wahl mehr hat.)

  21. „Actors‘ real-life identities should align with those of their characters.“ Richtet sich wohl gegen „Blackfacing“.

    Ich dachte sofort an Shakespeare´s Othello (The Moor of Venice, der Mohr von Venedig)von 1603. Hauptperson ist ein Schwarzer, verheiratet mit einer weißen Frau.

    Traditionell wurde die Rolle von weißen Schauspielern gespielt, etwa hier Anthony Hopkins von 1981:

    Dunkel geschminkt und mit schwarz gefärbten Haaren.

    Da gefällt mir diese neuere Aufführung besser:

    https://www.bbc.co.uk/programmes/p04b1xnl

    Othello wird gespielt von David Harewood, einem englischen Schauspieler, dessen Eltern aus der Karibik stammen. Der kann die Rolle schon authentischer darstellen, finde ich. Also so weit gehe ich mit. Das war natürlich früher schwieriger, im heutigen England dürfte es genug gute schwarze Schauüieler geben.

    • Patrick Steward hat mal den Othello gespielt (endlich Admiral!), aber da waren alle anderen Schwarze.

      Aber Amazon dreht doch gerade eine Herr-der-Ringe-Serie. Darf ich erwarten, dass da echte Hobbits, Zwerge, Elben und Orks gecastet werden?

  22. Pingback: Berater für Diversität und Gleichberechtigung | Alles Evolution

  23. Ich sehe das positiv .. das war der berühmte Tropfen, ich hab gerade Prime gekündigt. Wieder 8€ im Monat gespart. Danke Amazone! 😀

  24. Pingback: Ein Witz | uepsilonniks

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