Vorschriften für knappe Sportkleidung bei insbesondere Frauen am Beispiel der norwegischen Beachhandballmannschaft

In letzter Zeit gab es bereits häufiger Vorfälle, bei denen weibliche Sportler die Regeln für die bei Wettkämpfen vorgeschriebene Kleidung als zu einschränkend empfanden, gerade weil sie  sehr knappe Kleidung tragen sollten.

In Deutschland war etwas die Turnerin Sarah Voss in einem anderen Anzug angetreten:

Der übliche Anzug:

Der modifizierte Anzug:

Nunmehr hat die norwegische Beach Handball (nicht wie ich erst dachte: Beach Volleyball) Mannschaft gegen ihre Bekleidungsvorschriften protestiert. Insbesondere die Unterschiede zu den Männern sind deutlich:

Beachvolleyball Männer Frauen

Wie man sieht zeigen die Frauen wesentlich mehr. Und es dürfte auch für einige Zuschauern ein gutes Zusatzargument sein um sich entsprechende Spiele anzuschauen.

Sie haben jetzt in einem Spiel um Platz drei andere, nicht den Regeln entsprechende Kleidung getragen, nämlich diese hier:

Das Top scheint gleich geblieben zu sein, die Hose hat wesentlich mehr Stoff.

. Sie haben nunmehr wegen der falschen Kleidung eine Strafe bekommen:

Ziel der Frauen sei es nach eigener Aussage gewesen, auf die Missstände aufmerksam zu machen: Jede Spielerin solle die Kleidung tragen können, in der sie sich wohlfühle. Für den Verstoß gegen die Kleidungsregeln verhängte der Ausrichter der EM, der Europäische Handballverband EHF, nun eine Geldbuße in Höhe von 1.500 Euro — 150 Euro je Spielerin.

„Spielerinnen müssen Bikinihosen tragen […] Sie müssen körperbetont geschnitten sein, mit einem hohen Beinausschnitt. Die Seitenbreite darf höchstens 10 cm betragen.“

Schon vor der EM hatte Norwegen einen Antrag gestellt, in Shorts spielen zu dürfen. Dieser sei mit Verweis auf das gültige Regelwerk allerdings abgelehnt worden. Der Beschluss, gegen die Regel zu protestieren, sei dagegen erst kurzfristig vor dem Spiel gefasst worden, so eine Spielerin des Teams.

Nun soll auf Initiative des norwegischen Verbandes die neugewählte Beachhandball-Kommission des EHF Vorschläge zu einer Regeländerung erarbeiten und dem Weltverband vortragen, der dann darüber zu entscheiden habe. Außerdem hat der Verband angekündigt, die Strafgebühr an ein Projekt zu spenden, das Gleichstellung im Sport fördert.

Bisher hatte ich Beach Handball noch nie wahrgenommen. Beachvolleyball produziert da vielleicht immer noch die besseren Bilder. Aber darum sollte es ja in einem solchen Wettkampf auch nicht gehen:

Bezüglich der Regelungen scheint mir die Lage aber recht eindeutig:

Sportkleidungsvorschriften solcher „Offiziellen Turniere“ wie Olympia oder Weltmeisterschaften etc dürfen nicht daraus ausgerichtet sein, dass man mit nackter Haut Zuschauer anlockt, sondern Kleidungsvorschriften müssen lediglich den Bedürfnissen des Sports und der Chancengleichheit entsprechen.

Insoweit sind alle Vorschriften, die zu knappe Kleidung vorschreiben sicherlich kritisch zu sehen.

Ob sich die Sportlerinnen damit dann wieder einen Gefallen tun ist eine andere Frage. Genug werden auch Interesse daran haben, dass ihr Sport mehr Zuschauer bekommt, die Presse darüber berichtet und Sponsoren darauf aufmerksam werden. Da kann knappe Kleidung interessant sein.

Aber das bedeutet wiederum nicht, dass sie vorgeschrieben sein sollte.

 

67 Gedanken zu “Vorschriften für knappe Sportkleidung bei insbesondere Frauen am Beispiel der norwegischen Beachhandballmannschaft

  1. D’accord. Mir ging nur wieder der mediale Bohei auf die Gonaden.
    Wie hier schon jemand im Selbermachtag vor kurzem schrieb wäre der Protest deutlich ehrlicher gewesen wenn die Damen das Outfit der Herren getragen hätten.
    Denn letztlich kann man auch mit 5 cm mehr bedecktem Oberschenkel die gesamte Anatomie erkunden.
    Insgesamt ist das ja in der Gesellschaft gerade Trend, dass die Damenwelt hauteng trägt. Ein Triumph der Chemieindustrie, sicher, aber ich frage mich oft „muss das sein?“. Muss man in aller Öffentlichkeit Hosen tragen die bis in die Arschritze gezogen sind? Die auch auf der Vorderseite wenig Raum für Fantasie lassen? Dazu Oberteile die nur noch das nötigste bedecken? Klar als Liberaler setze ich mich dafür ein, dass man das natürlich tragen darf, aber welche Botschaft will man damit übertragen?
    Am Ende beschwert man sich vermutlich noch darüber angestarrt zu werden.

    Aber noch zum Sport: Warum gibt es diese Bekleidungsvorschriften überhaupt? War es wieder einmal nicht zumutbar sich im Verband dagegen zu wehren? Müssen das andere übernehmen?

  2. „Muss man in aller Öffentlichkeit Hosen tragen die bis in die Arschritze gezogen sind“
    Ja ! Frau muss, innerer Zwang, zumindest bei denen die es tun.

    „Am Ende beschwert man sich vermutlich noch darüber angestarrt zu werden“
    Vermutlich, wenn das angestarrt werden nicht still genossen wird, das Tüpfelchen auf dem i der Vergewisserung der Macht über Männer, das übliche weibliche Ritual halt, gähhn, langweilig, nächstes Thema bitte.

  3. Ich denke, dass man generell die Kleiderordnung bei den Damen an die der Männer anpassen sollte, T-shirt und Shorts sind für beide Gruppen passend. Die Damen sollen ja durch spielerisches Talent und nicht durch Tittenwackeln und Cameltoe überzeugen. Und wenn sich dann rausstellt, dass die Zuschauer diese Katastrophe nicht mehr mögen, dann ist das halt so. Die arbeitslosen Sportlerinnen können immer noch bei Onlyfans eine Karriere starten wenn sie sportlich weniger zu bieten haben als mit ihrem Körper.

    • Frag mich eh, gedenk der Tatsache das wir mit Frauenbildern dank iphones bis zur Explosion der Sonne ausreichend eingedeckt sind, wer deshalb noch Sport guckt.

  4. NIcht nur die Spielerinnen selbst haben ein Interesse daran, durch knappe Bekleidung Zuschauer anzulocken und dadurch Einnahmen zu generieren,
    gerade die Veranstalter selbst wollen ja möglichst viele Zuschauer damit sich das Ausrichten solcher Spiele finanziell überhaupt lohnt.

    Daher ist es durchaus nachvollziehbar, dass solche Kleidungsvorschriften existieren.

    • Wenn ich Beach Volleyball oder Beach Handball sehen will, brauche ich keine Männer oder Frauen, die sich gezwungenermaßen sexy präsentieren.
      Wer das möchte, darf das gerne tun, gezwungen werden sollte dazu niemand. Und wenn es dann ausnahmsweise mal tatsächliche Diskriminierung von Frauen ist, dann gehört das kritisiert und abgestellt.

      • Das kann ja jeder gerne so sehen.

        Wenn dann aber weniger Menschen zuschauen und die Veranstalter das Risiko nicht mehr übernehmen wollen, die Veranstaltung zu organisieren bzw. geringere Preisgelder an Frauen zahlen, dann heulen in der Regel dieselben Heulsusen.

        Sport ist letztlich wie Zirkus, Musik,… für Zuschauer nur bloße Unterhaltung. Man kann es noch so ungerecht finden, aber auf dem Markt der Unterhaltung muss man seinen Zuschauern irgendetwas bieten, bei dem der Zuschauer den Spaß entwickelt, zuschauen oder zuhören zu wollen.

        Das Problem des Frauensports dabei ist jedoch, dass es dabei logischerweise weniger um Leistungen gehen kann, was die Zuschauer wirklich fesseln und motivieren könnte, sich dauerhaft dafür zu interessieren. Denn wer vor allen Dingen die besten Leistungen sehen will, schaut sich den Männersport an. Sport auf dem Leistungsnivieau von 13-14 jährigen Jungen motiviert hingegen ähnlich viele Zuschauer, wie auch kaum jemand Interesse hat, Sport von 13-14 jährigen dauerhaft zuzuschauen, geschweige denn höheres Eintritt für deren Sportveranstaltungen zu bezahlen.

        Hinzu kommt, dass die Leistungsdichte bei Frauen oft auch viel geringer ist, weil sie offenbar weniger als Männer an Wettkämpfen, Kräftevergleichen (= umgangssprachlich „Schwanzvergleichen“) interessiert sind. Frauen sind daher im Durchschnitt sowohl weniger daran interessiert, selber sich in Wettkämpfen zu messen und die Allerbeste werden zu wollen, noch sind Frauen im Durchschnitt ähnlich stark wie Männer als Zuschauer für Wettkampfsport so zu begeistern, dass diese sich dauerhaft dafür interessieren und „mitfiebern“.

        Außerhalb von Großveranstaltungen (Olympiade, Fußball-WM), die auch für eine überschaubaren Zeitraum „Happening“-Zuschauer begeistern, die sich im Alltag ansonsten nicht dauerhaft für den Sport interessieren, sind es daher im Durchschnitt vor allen Dingen die Männer, die sich dauerhafter für einen konkreten Wettkampfsport und Leistungsvergleichen begeistern lassen.

        Wenn es lediglich um Leistungen und dem Spaß an Leistungsvergleichen zwischen den Besten geht, dann gibt es ungefähr ähnlich viele Gründe, sich dauerhaft für Frauensport zu begeistern, wie 13-14 jährigen Jungen im örtlichen Sportverein einer etwas größeren Stadt zuzuschauen.

        Schaut man sich daher z.B. mal den einigermaßen regelmäßigen Zuschauer in der Frauen-Fußballbundesliga an, dann sind das meiner Meinung nach im Wesentlichen folgende Arten von Interessierte:
        a) Familienangehörige
        b) selber fußballspielende Frauen und Mädchen
        c) woke Mitleidszuschauer
        d) notgeile Böcke, insbesondere im Alter ab 65 Jahren

        https://www.medienmilch.de/gereifter-kaese/archivuebersicht/artikel/details/101471frauen-fussball-wm-opa-schaut-besonders-gerne-zu/

        Wer in der Unterhaltungsbranche seine Kernzielgruppe erziehen, seine antreibende Motivation skandalisieren und an seinen mitprägenden Interessen vorbei unterhalten möchte, weil er seine eigenen Zuschauer verachtet, kann das sicher gerne tun, braucht dann aber nicht zu weinen, wenn noch weniger Menschen das Leistungsniveau auf dem Stand von 13-14 männlichen Kindern für unterhaltsam genug hält.

        Sicher wird man durch das feministische Herumgeheule vorübergehend ein paar mehr Mitleidszuschauer in der woken Bubble generieren können, insbesondere bei Großveranstaltungen, wo die woken Mainstreamsender alles tun werden, aber die werden sich in aller Regel nicht dauerhaft aus Mitleid zum zuschauen bewegen lassen.

        Mir ist das alles letztlich vollkommen egal. Von mir aus können Frauen anziehen, was sie wollen. Mein Interesse an Frauensport ist ohnehin gering. Wenn die Sportlerin es nicht schafft, mich irgendwie für sie zu begeistern oder noch schlimmer mir mit ihrem erzieherischen Herumgeheule auf die Nüsse geht, dann kann sie Leistungen bringen, wie sie möchte.

        Das Prinzip kann man im Übrigen zur Zeit auch gut bei den Männern beobachten. Wenn die Sportler (z.B. Vettel, Nationalelf) meinen, als besonders woke Kniefall und Regenbogenkämpfer die Menschen erziehen und auf die Nüsse gehen zu wollen, gewinnen diese vielleicht ein paar vorübergehende Zuschauer in der woken Bevormundungs- und Erziehungsbubble, die ansonsten Autorennen und Fußball scheiße finden. Sie verlieren aber zugleich eben auch andere zuvor Begeisterte, die auf ideologisiertes politaktivistisches Erziehen und Herumgeplärre wenig Lust und zwar selbst auch dann, wenn diese durchaus gegen Diskriminierungen sind, aber die Art und Weise völlig abturnend finden.

        Wie gesagt, jeder muss selber wissen, ob und wie er in der Unterhaltungsbranche andere dafür begeistern möchte, Interesse an der Art von Unterhaltung zu zeigen.Wer sein eigenes Kernpublikum verachtet und einfach nur Sport treiben möchte, darf das selbstverständlich auch tun. Aber, wenn das eigene Publikum merkt, dass es vom Sportler verachtet wird, wird der Zuschauer sich eben nicht zwingend umerziehen lassen, sondern ebenfalls seine Freiheit nutzen, auch kein weiteres Interesse mehr haben zu brauchen.

  5. Ich vermute übrigens, dass wir im Moment die letzten Jahre im Frauensport erleben werden. Seitdem immer mehr Transgender den Sport betreten, wird es, spätestens wenn die ersten Teams die aufnehmen, notwendig dass die anderen Teams nachziehen, da sie sonst keine Chance mehr haben. Diese Spirale wird dann mit der Zeit dazu führen, dass Frauen aus dem professionellen Sport immer mehr verschwinden. Im Prinzip finde ich das nicht schlecht, da sie ja nur das bekommen, wofür sie all die Jahre so erbittert gekämpft haben. Ganz nach dem Motto „Sei vorsichtig was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen.“

  6. Eigentlich mag ich Probleme, die mir vollkommen egal sind.

    Nur der Gedanke, von welchem echten Problem diese durchs Dorf getriebene Sau ablenken soll, der juckt im Hinterkopf. Welches Grundrecht wird denn jetzt schon wieder beschnitten?

    • Das Grundrecht auf Verhüllung der Frau. Mir werden islamische Vorgaben zur Verhüllung weiblicher Reize immer sympathischer und ich finde, die gehören auch in Europa zwangsweise per Gesetz umgesetzt. Ab 12 Kopftuch, ab 18 Burka/Niqab für alle Mädchen und Frauen. Vielleicht wird dann der Begriff Freiheit und Liberalität mal neu und dringlicher bewertet. So lange werden also Frauen weiterhin für ihre eigene Verhüllung kämpfen und sich wieder etwas unfreier machen.

      • Klar, wer ein Grundrecht auf Exhibitionismus hat, die braucht auch ein Grundrecht zur Verhüllung. Sie wollen ja den ganzen Himmel und nicht nur den halben. Für Männer bleibt ja noch die ganze Hölle.

    • Ich.

      Jede Sportart hat seine entsprechende Bekleidung. Wenn eine Sportart die Bezeichnung „beach“ im Namen trägt, z.B. Beachvolleyball oder Beachhandball, dann kann es gut sein, dass die Kleidung auch der Strandbekleidung angepasst ist. Beachvolleyball gibt es seit über 100 Jahren, anfangs eher elitär, dann beliebt an Hochschulen und immer dem Zeitgeist entsprechend gekleidet. Da trugen auch die Herren noch Speedos. Die allwissende Müllhalde gibt mir keine Info ab wann Frauen mitmachen durften. Der Bikini wurde schon im alten Rom getragen, ab 1946 wurde er Mode. Im Wandel der Zeit hat sich der Bikini entsprechend verändert. In den 70er, 80er und 90er Jahren wurde sowohl Beachball als auch der Bikini populärer. Viele Frauen nutzen auch die Gelgenheit sich oben ohne zu zeigen. Ab den 90er wurde Beachball zur olympischen Disziplin, entsprechende Vorgaben wurden gemacht.
      Wer sich für diesen Sport als Profi entscheidet, weiß sehr genau was verlangt wird. Es gibt dazu nun mal Regeln. Diese dem Zeitgeist anzupassen ist weniger das Problem. Aber vielleicht wollen auch Spielerinnen keine Anpassung, weil sie sehr stolz sind im Bikini ihren sportlichen Body zu zeigen. Die Frauen wollen auch keine Shorts tragen, sondern sehr körperbetonte Leggins. Was soll da jetzt der Unterschied sein? Die Männer tragen Shorts, weil die Speedo doch mehr abzeichnet, als im prüden Amerika gewünscht ist. Das ist jetzt rein biologisch doch ein Unterschied.

      Es ist die unsägliche Mitleidskampagne der unbeschreiblichen Ungerechtigkeit, mit der Frauen hier wieder durch Regeln (die ja von alten weißen Männern gemacht sind) sich zeigen müssen, wieder für alte weiße Männer. Also wieder nicht selbstbestimmt handeln, sondern nur dem Sexismus der lüsternen Welt des Patriarchats ausgesetzt sind. BULLSHIT – das feministische Mimimi ist unerträglich! Aber so läuft das immer ab. Da gibt es eine „mutige“ Frau die sich dagegen stemmt, die mutig ist, die anders sein will, die Probleme hat und dann sollen gefälligst alle anderen auch diese Probleme haben! Und eine gierige Presse- und Medienlandschaft hat wieder ihre Schlagzeilge und produziert ihre Mitleidsartikel über die so geschundenen Spielerinnen und die lüsternen Männer.

      Von mir aus sollen die Regeln geändert werden, damit die Prüderie umgesetzt werden kann. Das ist Sache des Verbandes. Aber was ich nicht ertrage und nicht mehr sehen kann, ist dieses Mimimi von Sportlerinnen die genau wissen was sie in ihrer Sportart machen müssen und wie. Dieses plakative Opfertum, die permanente Unterstellung der männlichen Gier, der Sexismus der jeden Stück blanker Haut innewohnt. Dieser Tugendfuror ist unerträglich. Es gibt die Freiheit zu tragen was man will, außerhalb des Sports und gewissen Regeln. Wer sich auf den Sport einlässt, hat Regeln zu beachten.

      • Ich befürchte du hast hierbei jeden Maßstab verloren. Die scheint es wichtig zu sein die Frauen zu bestrafen und ihnen nicht das zu geben was sie wollen.

        Die Vorschrift hat nichts mit sportlichen Leistungen, Fairness oder damit das es den Spielerinnen so mehr Spaß machen soll zu tun. Wenn das Gremium oder wer auch immer hier die Entscheidungshoheit hat, daran festhält, weil es befürchtet das ansonsten die Zuschauer weglaufen, dann kann ich das ja verstehen, aber das müssen m.M.n. dann die Spielerinnen entscheiden und dann die Konsequenzen tragen.

        • Im Prinzip richtig, aber du weißt auch was „Konsequenzen tragen“ in dem Kontext bedeutet! Die Woko Haram werden nicht ruhen bevor nicht das absolut gleiche Ergebnis in Sachen Einkommen erzielt wird. Egal ob auch nur ein Hansel zusieht.

        • Die Vorschrift hat nichts mit sportlichen Leistungen, Fairness oder damit das es den Spielerinnen so mehr Spaß machen soll zu tun.

          Doch es hat sehr viel mit sportlichen Leistungen und insbesondere Fairness zu tun. Bei Sportarten wie Handball ist es aus Gründen der Fairness notwendig, dass man die eigenen Teammitglieder von denen den gegenerischen schnell und einfach unterscheiden kann. Man kann damit auch im Augenwinkel noch sehen, ob es der eigene Mitspeiler ist, an dem man den Ball zuspielen kann oder der Gegner. Auch muss sichergestellt werden, dass man den Torwort von den normalen Feldspeilern unterscheiden kann, da dieser Sonderrechte hat. Diese Unterscheidung ist auch sehr wichtige für die Schiedsrichter und letztenendes erleichtert es auch den Zuschauern das Spiel zu verfolgen. Deshalb muss es zwingend klare und eindeutige Vorschriften bzgl. der Bekleidung geben. Und wie Jolanda richtig bemerkte, liegt es auf der Hand, für „Beach“-Sportarten, die Bekleidung zu wählen, die üblicherweise gern am Strand getragen wird. Und soweit ich das sehe, scheint dies am Strand für doch die meisten Frauen, insbesondere wenn sie sportlich sind, kein Problem zu sein Bikinis zu tragen, sie tun es ja freiwillig.

          Es gibt aber noch ein weiteren Aspekt der Fairness und zwar die Fairness dem Veranstalter gegenüber. Der muss die Kosten für die Veranstaltung z.B. über den Verkauf von Tickets oder Werbeeinnahmen wieder einspielen. Deshalb gibt es üblicherweise auch Vorschriften in welchem Umfang Sportler auf ihrer Bekleidung Werbung tragen dürfen. Und natürlich gibt es auch Zuschauer, die wegen der Aktraktivität der weiblichen Sportler kommen, warum auch nicht? In so gut wie allen Sportarten, die nicht auf die Ästhetik der Sportlerinnen setzen können, kommen deutlich weniger Zuschauer zu den Frauenwettbewerben, als zu Männerwettbewerben. Auch das liegt auf der Hand. Die rein sportlichen Leistungen sind nunmal bei den Männern deutlich höher.

          • Dann führe ich es halt weiter aus:

            Die knappe Kleidung ist nicht erforderlich, damit Frauen Beachvolleyball spielen können. Sie schützt die Frauen nicht oder dergl. oder wird irgendwie benötigt, wie z.B. eine Eishockey-Schläger beim Eishockey, damit sie den Ball spielen können, verhindert Spielfehler oder erhöht die Punktezahl. Sie tut nichts zur Sache um den Sport auszuüben.

            Und längere Kleidung würde auch nicht dazu führen das sie weiter springen können oder ihnen einen anderen unfairen Vorteil ggü. den Frauen in den Minihöschen einbringen, wie z.B. diese Schwinnanzüge mit der Haioberfläche.

            Fair ggü. dem Veranstalter wie ich schreibe: Wenn ihnen mit mehr Klamotten die Zuschauer weglaufen, dann müssen sie damit leben. Die Veranstalter sitzen da im selben Boot. Wenn die Spielerinnen und die Veranstalter sich nicht einige werden, dann wird es eben nichts. Es gibt für mich kein Recht darauf mit seinen Veranstaltungen erfolgreich zu sein.

            Ich sehe schon den Sinn in Kleidungsvorschriften. Würden z.B. die Frauen beim Dressurreiten anstelle der Stiefel, der weißen Hose, der Jacke und der Mütze so rumlaufen dürfen:

            würde das nur vom Sport und der Leistung ablenken.

          • Die knappe Kleidung ist nicht erforderlich, damit Frauen Beachvolleyball spielen können.

            Zuallererst, es geht um Beachhandball und nicht um Beachvolleyball! Im Beachvolleyball ist die Situation tatsächlich ein wenig anders, aber im Sportarten wie Handball oder auch Fußball sind Kleidungsvorschriften aus den von mir ausgeführten Gründen notwendig.

            Wenn ihnen mit mehr Klamotten die Zuschauer weglaufen, dann müssen sie damit leben. Die Veranstalter sitzen da im selben Boot. Wenn die Spielerinnen und die Veranstalter sich nicht einige werden, dann wird es eben nichts. Es gibt für mich kein Recht darauf mit seinen Veranstaltungen erfolgreich zu sein.

            Der Veranstalter muss sich überhaupt nicht mit den Spielerinnen einigen. Er stellt die Bedingungen auf und die Teilnehmer haben sich an diese Bedingungen zu halten und wenn sie sich nicht daran halten werden sie ggf. disqualifiziert. Die „mutigen“ norwegischen Beachhandballerinnen haben sich ja auch während der gesamten Veranstaltung immer schön brav an die Regeln gehalten, nur im allerletzten Spiel (um Platz 3) stören sie plötzlich die Regeln and die sie sich vorher noch gehalten haben.

            Nebenbei steht es den norwegischen Beachhandballerinnen frei, einen eigenen Verband („Feministischer Beachhandballverband“) zu gründen, der mit anderen Regeln arbeitet. So etwas passiert bei anderen Sportarten auch immer wieder, dass es mehrerer konkurrierende Verbände gibt. Ich fürchte aber, ohne massive staatliche Unterstützung wird der Feministischer Beachhandballverband nicht sehr erfolgreich sein.

            Mein Arbeitgeber erwartet von mir auch, dass ich im Büro eine vorgegebene Kleiderordnung einhalte, ohne dass diese vorgeschriebene Kleiderordnung unmittelbar etwas mit meiner Arbeit zu tun hat. Netterweise gibt es bei uns den „Casual Friday“, d.h. Freitags sind auch Jeans und T-Shirt erlaubt. Ungerecht finde ich nur, dass diese relative strenge Kleiderordnunbg praktisch nicht für die weiblichen Mitarbeiter gilt.

            Auch bei meinem letzter Sommerurlaub vor den Corona-Einschränkungen, hatte das Hotel ebenfalls die Kleiderordung beim Abendessen vorgeschrieben. Ich hatte dies schon vor der Buchung des Hotels gewussst, insofern war das für mich in Ordnung. Nicht in Ordnung fand ich dagegen, dass auch hier diese Vorschriften ausschließlich an die männlichen Hotelgäste gerichtet waren und die Damen keinerlei Einschränkungen hinzunehmen hatten.

          • „es geht um Beachhandball und nicht um Beachvolleyball!“

            Oh wei, das habe ich echt überlesen!

            „Nebenbei steht es den norwegischen Beachhandballerinnen frei, einen eigenen Verband („Feministischer Beachhandballverband“) zu gründen, der mit anderen Regeln arbeitet. “

            Das wäre auch mein Vorschlag, wenn es mit dem jetzigen Verband nicht klappt.

            „Mein Arbeitgeber erwartet von mir auch, dass ich im Büro eine vorgegebene Kleiderordnung einhalte, ohne dass diese vorgeschriebene Kleiderordnung unmittelbar etwas mit meiner Arbeit zu tun hat.“

            Ich denke nicht das man das einfach so vergleichen kann. Bei nur den wenigsten wird das Schamgefühl berührt, weil sie in Hemd & Krawatte arbeiten müssen, anstelle von Jeans und T-Shirts.

          • Ich denke nicht das man das einfach so vergleichen kann. Bei nur den wenigsten wird das Schamgefühl berührt, weil sie in Hemd & Krawatte arbeiten müssen, anstelle von Jeans und T-Shirts.

            Einerseits kann ich das mit dem Schamgefühl durchaus nachvollziehen, auch ich hatte coronabedingt (Home-Office, kein regulärer Sport im Winter möglich, etc.) auch einige Kilo zuviel. Auf der anderen Seite sehe ich, dass die Damen am Strand in der überwiegenden Zahl freiwillig Bikini tragen. Hier als Beispiel ein Bild aus dem Tagespiegel vom 19.07.2017:

            Ich sehe gerade mal eine einzige Frau, die keinen Bikini trägt. Und viele Damen sehen bei weiten nicht so sportlich und atraktiv aus, wie die norwegischen Beachhandballerinnen. Insofern hab ich einfach Zweifel, ob das mit dem Schamgefühl der wirkliche Grund ist.

    • Die Kulturkrieger. Man könnte einfach sagen, es ist den Sportlern überlassen, in welcher Kleidung sie antreten, in einer Aufmachung, in der sie sich wohl fühlen, solange keine gewichtigen Gründe dagegen sprechen. Aber heutzutage wird ja jeder Scheiss zu einer ideologischen Frage hochgejazzt

  7. Einerseits soll doch einfach jeder anziehen, was er mag, was bequem ist und Bewegungen nicht behindert.
    Andererseits sind vermutlich gewisse Constraints in vernünftigem Rahmen dennoch notwendig, damit das ganze nicht in irgendwelche Extreme ausartet.

    Bei solchen Sportarten wissen die Teilnehmer doch vorher, welche Bekleidungsvorschriften auf sie zukommen, bevor sie anfangen, dafür zu trainieren (oder sollten die Vorschriften zumindest kennen, wenn sie sich ausreichend informiert hätten).
    Ich frage mich, warum sie sich dann überhaupt in einer Sportart engagieren, wenn sie doch den Dresscode ablehnen?

    • Weil sie mit 15, als sie anfingen, sowohl knackiger als auch unschuldiger waren.

      Es ist ja ein Teil von „Feminism hurts women too“, dass Mädchen ohne realistisches Bild der Schattenseiten ihrer sexuellen Macht aufwachsen

      • „Es ist ja ein Teil von „Feminism hurts women too“, dass Mädchen ohne realistisches Bild der Schattenseiten ihrer sexuellen Macht aufwachsen“

        Aber hallo, diese Aussage „dass Mädchen ohne realistisches Bild der Schattenseiten ihrer sexuellen Macht aufwachsen“ unterschreibe ich sofort.
        Eines wird mir mit er Zeit immer mehr bewusst: die junge Generation der Mädchen heute zwischen 10 und 16 sind oft wesentlich ungehemmter in ihrem Auftreten, weil sich keiner mehr traut ihnen ein Feedback zu geben. Alles ist Sexismus, alles ist persönlicher Angriff auf die Weiblichkeit. Die Signalwirkungen ihrer Weiblichkeit sind trotzdem da und Männer sind auch nicht davor sicher.

        • Ich denke, es ist eine ganze Batterie von verwirrenden Erzählungen, mit denen Feministinnen Mädchen bombardieren, was es scbwer (und unsinniv) macht, den Finger auf einzelne zu legen.
          -ALLE Männer sind gefährlich, selbst jene, die du liebst
          – The Medium is the Message, aber nur beim Genus, nicht bei der Kleidung
          – Ob etwas sexy oder sexistisch ist, bestimmt ausschließlich die Frau
          – Obwohl alle Männer gefährlich sind, hast du ein Recht darauf, keine Rücksicht auf männliche Befindlichkeiten zu nehmen
          – Es ist glleichzeitig der Fall, dass Männer seit Jahrtausenden ein System zur Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen aufrecht erhalten UND dass du erwarten kannst, dass Männer nicht nur sich, sondern auch alle anderen unter Kontrolle halten.

          Und so weiter

  8. Der Satz „Jede Spielerin solle die Kleidung tragen können, in der sie sich wohlfühle.“ macht den ganzen Wahnsinn deutlich, denn natürlich sollen schon alle das gleiche Trikot, nur in verschiedenen Größen, tragen. Aber wo findet man eine Mannschaft*innen in der alle den gleichen Geschmack haben? Wenn jetzt also ein paar Shorts tragen wollen, ein paar andere Bikinis, und noch ein paar andere was ganz anderes, wird das Problem schon wieder unlösbar.

    Für mich waren knappe Mono- und Bikinis immer ein Hingucker und das einzige, was mich am Sport reizte. Ist bei mir seit meiner Jugend fest verdrahtet 🙂 Entfällt in Zukunft.

    Dann, meine ich allerdings, sollten getrennte Frauenwettbewerbe ganz entfallen, nur die Qualität soll zählen. Zumal es Männer, Frauen und sonstige ja entweder gar nicht gibt oder gleich millionenfach.

  9. Der Turnanzug weiter oben ist regelkonform.
    Die Turnerinnen dürfen frei wählen, ob sie kurze oder lange Anzüge haben. Haben die beiden deutschen Teilnehmerinnen des Finales im Mehrkampf so im Interview gesagt.

    Dass Männer beim Schwimmen mit nacktem Oberkörper antreten müssen, interessiert in diesem Zusammenhang natürlich niemand.
    Zugrgeben, die Anzüge vor einigen Jahren haben ja auch für krasse Ergebnisse gesorgt….

    • So sollte Sport aussehen!
      Aber diese Freiheit wirst du in Zukunft nur in abgegrenzten Anlagen vorfinden.

      Ich erinnere mich noch gut an die Biographie von Hermann Hesse, wie er auf dem Monte Verità eine gute Zeit erlebter: „Im ganzen blieb ich sieben Tage ohne Essen. Während dieser Zeit schälte und erneuerte sich meine Haut, ich gewöhnte mich an Nacktsein, hartes Liegen, an Sonnenhitze und kalten Nachtwind. Während ich zu erliegen glaubte, wurde ich fest und zäh [. . .].
      Das war damals der letzte Schrei nackt die Natur zu erleben.

  10. Warum soll man nicht die weibliche Schönheit feiern und sich daran erfreuen? Die körperlichen Reize führen ja nicht dazu, daß ich mir vor’m Fernseher einen runterhole oder in erotischen Phantasien schwelge. Es macht den Sport schlicht attraktiver.

    Selbiges gilt für die Körperlichkeit von Fußball. Auch die männlichen Körper sind ja etwas Ästhetisches.

    Im Me-too-Zeitalter sind die Leute mittlerweile derartig konditioniert, daß sie überall symbolische Vergewaltigungen wittern.

    Gerade sportliche Bewegungen sind auch ein Ding der Ästhetik, welche durch nichtpuritanische Kleidung unterstrichen wird.

    Außerdem hat der Verband angekündigt, die Strafgebühr an ein Projekt zu spenden, das Gleichstellung im Sport fördert.

    Tja, was wird das wohl sein? Ich vermute mal ein Projekt, das sich dafür einsetzt, daß männliche Tennisspieler auch nur noch so wenige Sätze spielen müssen wie weibliche. Wir sagen ja zur Gleichstellung!

    Unsere Gesellschaft ist einfach nur noch bekloppt. Vermutlich sehen diese Leute es auch als „Gleichstellung“ an, wenn sie mehr Frauen in den Vereinssport kriegen. Den geringen Frauenanteil sieht man ja als Defizit an. Sind schließlich Frauen – und ein geringer Prozentanteil. Ein Unding.

    PS: Dieser Beitrag enthält keinen Hinweis auf Alice Miller oder das Thema Kindesmißhandlung. Aber wenn wir gerade beim Thema sind: Auch Hochleistungssport hat viel mit traumatischen Kindheitserfahrungen zu tun. Viele Sportler verlangen von sich Unmenschliches und betreiben „Doping“. Legal und illegal. Ein Sportler, der als Kind geliebt und respektiert wurde, würde nicht solch einen Mißbrauch an sich selbst betreiben. Ob mit oder ohne Doping: Leistungssport bedeutet häufig einen Raubbau am eigenen Körper.

    Diese Tatsachen kann man allerdings nur begreifen, wenn man sich traut, seine emotionalen Erkenntnismöglichkeiten zu nutzen. Gerade Männer sind da häufig etwas begriffsstutzig. Und wenn man realisiert, daß sehr viele Menschen als Kinder einen inhumanen Leistungsanspruch ihrer Eltern ertragen mußten.

    • Ein wichtiger Aspekt wurde in den Kommentaren bereits genannt. Es heißt eben Beachvolleyball. Oder Beachhandball. Da will man eben auch Beach sehen und fühlen.

      Es geht also gewisssermaßen noch nicht mal primär um die körperlichen Reize, sondern vor allem um das Strandfeeling. Das entsteht eben kaum, wenn man mit Oberschenkelburkas rumläuft. 🙂

      So laufen die Damen ja auch nicht privat am Strand rum. Und beim Turnen akzentuieren die nackten Beine auch besser die Choreografie. Es wirkt eleganter und auch feierlicher. Weniger trivial. Gerade in ästhetischen Sportarten wie Turnen ist der Puritanismus absurd.

      Erotik gehört nun mal zum Menschsein dazu.

      Als Jugendlichen ist das den Damen egal. Da können sie auch noch nicht gendern. Diesen ganzen neurotischen Kram lernt man erst, wenn man erwachsen ist und sich mit Ideologie kontaminieren kann.

  11. OT: Mir gefällt der Gymnastikanzug oben mit dem halbstarken Pleitegeier drauf. Kann man den in einem Fanshop kaufen? 😀

    Die Tage habe ich dazu ein Getexte einer Mara Pfeiffer von einer feministischen Vereinigung namens „FRÜF“ gelesen. FRÜF steht wohl für „Frauen Reden Über Fußball“. Was es alles gibt… 😀

    Der Tenor des Textes war natürlich Klischee pur: Heldenhafte Frauen kämpfen gegen sexgeile alte weiße Männer, die diese Bekleidungsregeln den Frauen aufzwingen um ihre niederen Sextriebe zu befriedigen…laaaangweilig….

    https://home.1und1.de/magazine/sport/olympia/sommer/diskussion-kleiderordnung-sport-laengst-ueberfaellig-36034558

  12. Gibt es eigentlich irgendwo eine Aufstellung über Sportarten, die einen „Dresscode“ vorschreiben? Würde zum vergleich mal helfen!
    Beach-Sportarten sind ja noch halbwegs bekannt.
    Aber z.B. googele ich gerade nach „Tennis Dresscode“. Und anscheinend erst 2019 hat die WTA „erlaubt“, dass Damen auch Shorts tragen dürfen!
    https://mytennishq.com/how-to-dress-for-tennis-beginners-guide/
    In dem Artikel find ich auch interessant, dass mehrfach der Satz fällt:
    „These must have been designed specifically for tennis.“
    Es geht anscheinend schon halber gar nicht mehr um den Sport, sondern um irgendwelche Textilfimen, die da die (Regeln)Design vorgeben! Auch toll…

  13. Es ist schon etwas vorgestrig, den Frauen Bikinis vorzuschreiben. Bei den Funktionären der grossen Sportverbände muss man sich schon ab und zu an den Kopf fassen.
    Mal so ein Beispiel, was für Inkompetenzler als Funktionäre agieren: Es dauerte bis zur WM in den USA (Fussball, 1994?), bis ihnen mal nahegelegt wurde, dass bei einer WM mehr als ein Ball ausserhalb des Spielfelds bereit liegen kann, um die Spielverzögerungen zu minimieren. Oder die Regeländerung, dass der Torwart bei einer Rückpass den Ball nicht in die Hände nehmen darf, die, nachdem man sich eine halbe Million Spiele ansehen musste, die im Wesentlichen durch Rückpässe an den Torhüter geprägt und todlangweilig waren, endlich eingeführt wurde.

    • Regeln sind im Sport nun mal heilig. Erst recht, wenn sie schon über 100 Jahre alt sind.

      Es dauert seine Zeit, bis sich all die vielen Funktionäre und Kontinentalverbände einigen können. Das ist eine schwierige Prozedur.

      Gibt auch fragwürdige Neuerungen wie den Videobeweis.

  14. Originalanzug von Sarah Voss: SEXY! ÄSTHETISCH! Der „modifizierte“ Anzug sieht aus wie Olympia 2030 irgendwo in Arabien.

    Und die Short der Beach-Handballerinnen sehen irgendwie „doof“ aus.

    Haben beide Änderungen zu besseren Leistungen geführt? Sicher nicht.

    Außerdem sind doch beide Sportgruppen ziemlich durchtrainiert – das sollte man ruhig auch zeigen!

      • Es ist Beachhandball.

        Da kann man schon verlangen, sich auch beachmäßig zu kleiden.

        In Wimbledon sind meines Wissens weiße Tennisklamotten vorgeschrieben.

        Das alles hat etwas mit Kultur, Tradition, Identität und so zu tun. Man kann „alleinerziehend“ auch einfach getrennt schreiben. Viele wollen das aber offenbar nicht. Obwohl es doch scheinbar egal ist.

        Manche Dinge gehören einfach zur Identität eines Sports.

        Ist so ähnlich wie mit dem Genderscheiß. Da werden auch vordergründig rationale Gründe angeführt, die aber im Alltag irrelevant sind.

        • Ich glaube das Beach soll nur sagen das man auf Sand spielt. Bei Beachsoccer laufen sie auch nicht in Bikinis rum.

          Und warum wird dann nicht auch von den Männern erwartet oberkörperfrei zu spielen?

          • Na ja. Am Strand läuft man ja durchaus als Mann auch mit T-Shirt herum.

            Es ist eben eine Frage der Kultur, der Tradition. Beachfußball ist ja ein Kontaktsport. Stichwort Kratzen und so.

            Mir geht es nur darum, daß rein rational sicherlich die Sportler anziehen können sollen, was sie wollen. Aber es gibt da wohl auch die Ebene des Kulturellen. Beachvolleyball ist ja auch Teil der Hipsterkultur Kaliforniens, dichte ich jetzt mal zusammen. Also, da geht es ja auch um ein Lebensgefühl.

            Und die Oberschenkelburkas sehen da einfach doch etwas streng und spießig aus. Es geht also auch um LIfestyle und Image.

  15. Interessant wäre in der Geschichte der olympischen Spiele vergleichbares zu finden, nur in die gegenteilige Richtung. Also, haben z.B. in den 60er oder 70er Jahren dafür plädiert mehr Haut zeigen zu dürfen? Am Besten ist natürlich der Post von „Blue Jaw“, denn, wenn ich mich nicht irre, war es bei den historischen Spielen in Griechenland durchaus üblich, dass die Athleten bei den Wettkämpfen nackt sind.

    • Stimmt, die waren nackt allerdings waren zum einen nur vernünftige Sportarten zugelassen, nämlich solche die für den Krieg notwendig waren, und zum anderen durften verheiratete Frauen und Unfreie das Stadion nicht betreten. Frauen und Unfreie die es trotzdem gemacht hätten, drohte die Todesstrafe.
      Außerdem gab es während dieser Zeit eine Waffenruhe die auch nicht durchzusetzen wäre.

  16. Merkwürdig finde ich die Ansicht, dass die Sportlerinnen vor Beginn der Karriere wüssten, welche Kleidervorschriften 2020/21 in Tokio gelten. Offenbar gibt es ja auf nationaler Ebene in Norwegen andere Vorschriften.

    Wer genau die Vorschriften macht, und wie viel Einfluss welche Industrie darauf hat, weiß ich nicht. Aber die FIFA hat zur letzten WM in Deutschland auch Vorschriften durchgesetzt, die sonst nicht beim Fußball gelten.

    Natürlich kann nicht jeder einzelne Sportler sein eigenes Süppchen kochen. Im aktuellen Fall sind die Vorschriften extrem und sachlich nicht geboten, nicht die Wünsche der Norwegerinnen.

    Dass die Sportlerinnen erst beim letzten Spiel die Kraftprobe machen ist nachvollziehbar – so können sie nicht während der Spiele für den Rest ausgesperrt werden.

    Dass der Verband das Zuschauerinteresse im Auge hat, und dabei über platonische Sportliebe hinaus auf seine Pfründe achtet ist in Ordnung, aber das muss auch im Rahmen bleiben. Mitspieler vom Gegner unterscheidet man leichter mit mehr Textilien. Feldspieler von Torhütern lassen sich bestens über Farben unterschieden.

    Was Frauen privat am Strand tragen tut wenig zur Sache. Auf dem zum Beleg gebrachten Strandfoto tragen beileibe nicht alle Frauen einen derart hoch geschnittenen Badeanzug.

    Denkbar wäre vielleicht, dass der Weltverband oder das OK überlegt hat, dass eine Frau, die nicht als solche geboren wurde mit einem 20 cm langen Schwengel so unangenehm auffallen würde, dass die Kleidervorschrift diese abhält, ohne dass sich der Verband als transphob angreifbar macht – das ist aber weit hergeholt und wäre wohl auch eine gewagte Spekulation, die sich als Irrtum hätte erweisen können.

    Das Alternativdress sieht für mich auch nicht prüde aus – derartige Vorwürfe finde ich übertrieben. Käme die Kritik von außen, fände ich das auch übertrieben, aber das OK hat in erster Linie für die Sportler da zu sein. Wer unbedingt mehr Haut sehen will kennt die einschlägigen Adressen sicher schon. Biathlon hat auch Zuschauer.

    • Merkwürdig finde ich die Ansicht, dass die Sportlerinnen vor Beginn der Karriere wüssten, welche Kleidervorschriften 2020/21 in Tokio gelten.

      Finde ich auch merkwürdig, vor allem weil es um die Europameisterschaften im Beachhandball geht und die doch sicherlich nicht in Tokio stattfinden. Aber was interessieren schon Fakten, wenn es um Gefühle geht …

      Was Frauen privat am Strand tragen tut wenig zur Sache.

      Doch es tut sehr viel zur Sache und belegt, dass es einfach die übliche von Frauen am Strand getragene Kleidung ist und dass deine Behauptung die Vorschriften wären „extrem und sachlich nicht geboten“, Unsinn ist.

      In dem von Christian verlinkten SWR2-Beitrag wird übrigens auch folgendes berichtet:

      Erst Anfang des Jahres erklärte das deutsche Beachvolleyball Duo Karla Borger und Julia Sude den Boykott eines Turniers im Emirat Katar: „Freizügigkeit“ ist dort mit Berufung auf die Religion verboten, die Spielerinnen hätten nicht im Bikini antreten dürfen.

      D.h. diese beiden Beachvolleyballspielerinnen wollen unbedingt im Bikini spielen und dürfen nun nicht und das ist natürlich auch wieder ganz schlimm frauenfeindlich.

      Das Problem ist aber nunmal das aus guten Gründen, die ich bereits dargelegt habe, einheitliche Kleidung sachlich geboten ist. Wenn aber nun die eine Spielerin unbedingt in Bikini spielen möchte und die andere unbedingt nicht, dann funktioniert das mit der einheitlichen Kleidung nicht.

      • Europameisterschaften im Beachhandball

        Das ändert natürlich alles!

        Doch es tut sehr viel zur Sache und belegt, dass es einfach die übliche von Frauen am Strand getragene Kleidung ist

        Bikinis sind eine übliche Strandbekleidung.

        Erst Anfang des Jahres erklärte das deutsche Beachvolleyball Duo …

        Du siehst die Gemeinsamkeit nicht, dass die Frauen nicht so antreten dürfen wie sie wollen – in beiden Fällen? Das eine ist ein Verpflichtung, eine bestimmte Dressform zu tragen, das andere ein Verbot.

        Ich begrüße es, dass die Frauen Katar boykottiert haben. Das verpflichtet aber andere nicht, immer im Bikini anzutreten.

        Das Problem ist aber nunmal das aus guten Gründen, die ich bereits dargelegt habe, einheitliche Kleidung sachlich geboten ist.

        Du hast keine gute Begründung genannt, die dagegenspricht, das Trikot in einem größeren Rahmen je Mannschaft einheitlich zu wählen. Wie sich die Mannschaften intern verständigen kann man denen überlassen.

        Dass die einzelnen Spielerinnen frei wählen stand überhaupt nicht zur Debatte und ist eine Strohfrau.

        • „Wie sich die Mannschaften intern verständigen kann man denen überlassen.“
          Und genauso kann man es dem Verband überlassen. Wem das nicht gefällt, der kann sich verpissen und seinen eigenen Verband gründen. Manche Diskussionen sollte man einfach nicht führen.

          • „Wenn Dir irgendwo etwas nicht gefällt, versuchst Du es dann zu ändern, oder verpisst Du Dich dann immer?“
            Wenn mir die Regeln in meinem Verein nicht gefallen, dann verpisse ich mich. Warum sollte ich den anderen den Spaß verderben?
            In meinen Augen zeigt dies übrigens auch den Grund, warum man Gatekeeping betreiben sollte. Leute die nicht zu einem passen sollten gar nicht in den Verein kommen, egal ob es sich bei dem Verein um eine Sportgruppe oder um eine politische Gruppe handelt. Für mich hat das schon vor einiger Zeit dazu geführt, dass ich für meine Hobbys gar keine Werbung mehr mache, sondern sie sogar schlecht mache, wenn ich nicht die Kontrolle darüber habe die Leute zu entfernen. Sollen die hippen Leute woanders hingehen. Bei mir im Unternehmen stelle ich eh keine Leute ein, die im Verdacht stehen Problembären zu sein.

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