„Gut ist es auch, wenn Lehrkräfte gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern auch eine Schreibweise bezüglich der Sonderformen beim Gendern vereinbaren“

n Baden-Württemberg gibt es gerade eine interessante Diskussion zum „Gendern“

(auch schon Thema gewesen bei Genderama)

Beim SWR findet sich eine aus meiner Sicht ganz gute Aufstellung von verschiedenen Stellungnahmen:

Die Kultusministerin Schopper (Grüne)

„Es ist gut, wenn Schülerinnen und Schüler in der Schule für geschlechtergerechte Sprache sensibilisiert werden, und das Thema Geschlechtergerechtigkeit ist ja auch im Bildungsplan verankert“, sagte Kultusministerin Schopper. Deswegen sollen die Schulen selbst entscheiden, ob sie Genderzeichen in Aufsätzen und Prüfungen zulassen. Die Grünen-Politikerin findet es gut, wenn Lehrkräfte gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern eine Schreibweise bezüglich der Sonderformen beim Gendern vereinbaren. Das könnte bedeuten: unterschiedliche Regelungen je nach Schule, denn von einer landesweit einheitlichen Vereinbarung spricht die Ministerin nicht. Genau das sorgt für Unmut.

Grundlage für die Korrektur von Aufsätzen sei das amtliche Regelwerk für die deutsche Orthographie, so das Kultusministerium. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat Genderzeichen wie das Sternchen oder den Doppelpunkt bislang nicht empfohlen. Allen Menschen mit geschlechtergerechter Sprache zu begegnen, sei eine gesellschaftliche Aufgabe, bekräftigte der Rat aber im Frühjahr 2021.

Das klingt so als wolle man bestimmte Schreibweisen zulassen, aber nicht verpflichtend vorsehen, also bei einer Korrektur auf das „amtliche Regelwerk“ abstellen.

Das ginge ja noch.

Die Schüler mit abstimmen zu lassen, was sie für eine gegenderte Sprache NEBEN der „normalen“ Sprache zulassen wollen lässt immerhin Raum für ein gewisses Rebelentum: Interessant wäre es sich dort auch eine enorm komplizierte und zeitraubende Schreibweise zu „einigen“ so dass in der Praxis jeder Nachteile hat, der sie anwendet. Begründen kann man das ja immer, etwa weil sie besonders „Inklusiv“ ist. Interessant wäre auch, ob eine Schule sich dann auch darauf einigen kann, dass keine gegenderte Sprache zugelassen wird.

Ganz chaotisch wird es dann, wenn Leute versetzt werden oder die Eltern einfach keinen Bock darauf haben solche Texte zu korrigieren oder zu lesen. Und natürlich stellt sich dann die Frage ob Lehrer den Kindern, die eigentlich nicht gendern wollen einen fürchterlich gegenderten Text vorlegen können, den diese dann bearbeiten müssen. Immerhin: Das würde auch Widerstand dagegen hervorrufen.

Was daran geschickt ist, ist das das Kultusministerium den schwarzen Peter hinsichtlich der besten Form des Genderns los ist. Da würden ja gleich Beschimpfungen losgehen, dass die verwendete Variante nicht weit genug geht und überhaupt transfeindlich oder etwas in dieser Art ist.

Landesschülerbeirat:

Die gendersensible Sprache sei ein wichtiges Thema, sagte die Pressesprecherin des Landesschülerbeirats, Elisabeth Schilli, dem SWR: „Das treibt viele um.“ Es sei auch gut, wenn beide Schreibweisen toleriert würden – also sowohl mit Genderzeichen als auch ohne – und dass es weder für das eine noch für das andere einen Punkteabzug gebe. Elisabeth Schilli betont aber auch, dass das Thema polarisiere. Deshalb müsse es klare Regeln des Kultusministeriums Baden-Württemberg geben, „damit Schulleitungen nicht willkürlich entscheiden können.“

Klare Regeln wären in der Tat zu begrüßen. Wer beständig in einem Text doppelte Formen benutzt oder andere komplizierte Schreibweisen dürfte auch schlicht länger brauchen um einen Text zu produzieren. Wie das dann etwa bei einem zentralen Abi berücksichtigt wird (was ja auch schon dann gegen das Gendern sprechen würde) wäre interessant.

Landeselternbeirat:

Bei der Diskussion um das Genderzeichen geht es aus Sicht des Landeselternbeirats darum, „was wirklich Lebenswirklichkeit und was Nebelkerze zum Ablenken von die Menschen wirklich bewegenden Themen ist“, schreibt der Vorsitzende Michael Mittelstaedt in einer Stellungnahme. Er stellt die Frage, wie die Gesellschaft „den Menschen, die wirklich in ihrer sexuellen Orientierung anders als die Norm sind, so gerecht wird, dass sie eben nicht darum fürchten müssen, diskriminiert zu werden.“ Laut Mittelstaedt ist auf allen Seiten Sensibilität gefragt und möglichst wenig Missionstätigkeit.

„Das sprachliche Gendern ist – ehrlich gesagt – eine Katastrophe, da viel zu emotionsbelastet“, meint Michael Mittelstaedt: „Es geht um Wertschätzung des anderen Geschlechts auch im Sprachgebrauch – mehr nicht.“ Das funktioniere, wenn auch ungewohnt, aber auch ohne Sternchen und Doppelpunkte, schreibt er. Natürlich funktionierte das nicht bei jedem Wort und auch nicht in jedem Zusammenhang, aber das müsse auch nicht das Ziel sein, so Mittelstaedt weiter. „Ich erwarte von Schule, dass sie lehrt, hierfür ein Gefühl zu entwickeln, das der Elterngeneration – da sie eben in diesbezüglich weniger sensibilisierten Zeiten in die Schule gegangen sind – häufig fehlt.“

„Möglichst wenig Missionstätigkeit“ ist gut gesagt. Hier scheint man eher gegen das Gendern zu sein.

Ralf Scholl, Vorsitzender des Philologenverbands Baden-Württemberg

Bisher habe es an den Schulen überhaupt keine Probleme und auch keine Debatten (zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften) bezüglich des Genderns gegeben, so Ralf Scholl auf SWR-Anfrage. „Dass die Kultusministerin jetzt unvorbereitet eine Debatte über das Gendern an Schulen vom Zaun bricht und dann auch noch die Schulen zu diesem Thema ohne verbindliche Regelung im Regen stehen lässt, können wir nur als Ablenkungsmanöver von wesentlich dringenderen – aber nicht getroffenen – Entscheidungen des Kultusministeriums bzw. der Landesregierung ansehen“, schreibt Scholl.

Es sei unsinnig, wenn die Schulen das Gendern jeweils für sich regeln. „Viele Familien haben mehrere Kinder an unterschiedlichen Schulen. Und jedes schreibt dann nach einer anderen Regel“, so Scholl. Er kündigte an, dass der Philologenverband bis zum Jahresende eine generelle Position zum Gendern erarbeiten möchte.

In einer persönlichen Ergänzung geht Scholl noch weiter: „Was momentan vordringlich ist, ist die Ausrüstung aller Schul- und Kita-Räume mit Raumluftfiltern, damit die Mütter (und manche Väter) nicht wie im letzten Jahr zu Hause bleiben müssen, um die Aufsicht für ihre Kinder zu gewährleisten, während Schulen und Kitas wegen Corona geschlossen sind.“ Eine vierte Corona-Welle sei bereits voll im Anrollen.

Der Philologenverband scheint also eher dagegen zu sein. Das Argument, dass es zu einer Zergliederung, selbst innerhalb einer Familie kommen kann ist auch nicht von der Hand zu weisen.

Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg

Auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg kritisiert die Vorgehensweise des Kultusministeriums. In einer Stellungnahme des VBE-Landesvorsitzenden Gerhard Brand heißt es: „Das Ministerium erweist den Schulen damit einen Bärendienst. Wir hätten uns seitens des Kultusministeriums eine einheitliche Regelung gewünscht.“ Dadurch, dass jetzt jede Schule selbst entscheiden solle, setze man sie dem Druck der meinungsstarken Elternschaft aus, so Brand weiter.

Außerdem besteht laut VBE Baden-Württemberg die Gefahr, dass, wenn Schulen unterschiedlich vorgehen, dies mittel- bis langfristig zu einer uneinheitlichen Schreibweise führt. „Wir fordern eine klare, einheitliche Regelung, orientiert am Duden und den Empfehlungen der Rechtschreibrats,“ betont Brand.

Elternabende des Schreckens, da würde ich auch nichts gutes von erwarten. Und wenn da tatsächlich radikalere Genderbefürworter auf Ablehner dieser Sprechweisen stoßen ist ein enormer Krawall vorprogrammiert

Abgesehen von der Diskussion unter Gewerkschaften und Verbänden haben Nutzerinnen und Nutzer eine ganz klare Haltung gegenüber dem Gendersternchen. Eine aktuelle ZDF-Umfrage zeigt, dass ein Großteil der Deutschen (71 Prozent) geschlechtergerechte Sprache in den Medien als „nicht gut“ empfinden. Nur 25 Prozent finden ein Trennungszeichen oder Sprechpausen „gut“. Die Umfrageergebnisse wurden vom ZDF kommentarlos veröffentlicht, einen Text zur Gender-Umfrage gibt es nicht.

Eine Umfrage des MDR ergab zuletzt ein noch eindeutigeres Ergebnis: 86 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Gender-Debatte als unwichtig erachten. Nur 14 Prozent halte es für wichtig, „alle Geschlechter in der deutschen Sprache hör- und sichtbar zu machen“. Etwa ein Fünftel verbindet den Begriff „überflüssig“ mit der Debatte, dennoch wird diese auch als „zeitgemäß“ empfunden. Zusammenfassend ergab die Umfrage, dass eine ähnliche Mehrheit, 74 Prozent, das Gendern in Medien ablehnt. An der Erhebung nahmen rund 26.000 Menschen aus Mitteldeutschland teil.

Mal schauen, ob es trotzdem kommt.

64 Gedanken zu “„Gut ist es auch, wenn Lehrkräfte gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern auch eine Schreibweise bezüglich der Sonderformen beim Gendern vereinbaren“

  1. Im Kultusministerium sollte es Menschen geben, die willens und in der Lage sind herauszufinden, ob die normale Sprache ungerecht ist oder nicht und ob ein Umbau der Sprache Erfolgsaussichten hat und ohne Kollateralschäden umsetzbar ist, oder nicht.

    Als Übung zum Warmwerden empfehle ich die Frage zu klären, wieso es „die Sache“ heißt, also die Sache weiblich ist, während es „das Weib“ heißt, also das Weib sächlich ist.

    • „Im Kultusministerium sollte es Menschen geben, die willens und in der Lage sind herauszufinden, ob die normale Sprache ungerecht ist oder nicht und ob ein Umbau der Sprache Erfolgsaussichten hat und ohne Kollateralschäden umsetzbar ist, oder nicht.“

      Es ist gar nicht deren Aufgabe und Zuständigkeit, Sprache „gerecht“ zu gestalten.

  2. In der Regel wird bei dem Kokolores ja die Beugung der Adjektive unterschlagen:

    … Ein:e kompetente:r Ärzt:in….

    Muss man nicht weiter kommentieren. Funktioniert nicht

    • Es heißt nicht „der Ärzt“. Man müsste auch den Umlaut gendern, also A:rzt:in. Das Gender-Zeichen dient nebenher als gekippte Ä-Punkte.

      • Wird schwierig, wenn man Sternchenschreibung machen will. Man muss doch erstmal die Transen fragen, und die mögen den Doppelpunkt nicht so.

        • Ich schlage das Hakenkreuz als universelles Genderzeichen vor. 🙂

          Es gehört zur Dialektik der Gendersprache, daß sie langfristig das generische Maskulinum stärkt und „reetabliert“. Irgendwann werden immer mehr Leute verwundert feststellen, wie einfach und klar es sich mit dem Maskulinum sprechen läßt.

          Die Gender-Fritzen schießen sich selbst ins Knie und erhöhen tagtäglich die Attraktivität der Volkssprache.

          Je mehr Gender-Klimbim, desto besser. 🙂

          Diesen ironischen Effekt hat man eigentlich bei allen Ideologien.

        • Ich denke, echte Gerechtigkeit wird erst möglich sein, wenn wir Substantive nur noch z.B. als reguläre Ausdrücke schreiben (dürfen). Natürlich erst nachdem zuvor (natürlich von einer zu 100% aus „diversen“ Mitgliedern der Grünen bestehenden Kommission) jede einzelne Form der Unterdrückung festgestellt und die zur Überweindung von Ungerechtigkeit geeigneten entsprechenden Schreibweisen und parallel zu berücksichtigen gleichwertigen Alternativen katalogisiert und in ein Gesetz gegossen wurden.

          Gängige Browser werden in der Folge (nachdem die Hersteller von einem deutschen Gericht unter Führung einer Grünen „Richterin“ dazu gezwungen wurden) bei einer mit hinreichender Sicherheit vermuteten deutschen Installation bzw. in jedem Fall, wenn der verfasste Text „deutsch wirkt“, vermittels Prüfung durch eine verpflichtend anzusprechende API der Reichsschrifttumskammer BGPS (Bundesgenderprüfungsstelle) das Absenden von Texten, die nicht den Regeln folgen, technisch verhindern. Wer widerholt trotz der nach einem Fehler verpflichtend zu besuchenden Online-Kurse der BGPS Fehler macht, verwirkt das Recht zur Teilnahme am deutschsprachigen Internet.

  3. Hier wird ein Problem konstruiert, das überhaupt nicht besteht: Das der mangelnden sprachlichen Repräsentanz von Frauen (bzw. allen Nichtmännern). Jeder weiß aus seinem Alltagsleben, dass Sprache kontextabhängig ist und bestimmte Wörter je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben können. Sprache bildet Realität nicht zu 100% ab, sondert impliziert Bedeutungen, die nicht ausgesprochen werden.

    Deutlich wird aus den Stellungnahmen, dass Eltern- und Lehrerverbände das auch so sehen, nur die Politik sieht es nicht so und versucht, eine ideologische Position, die nachweislich von der Mehrheit der Menschen nicht geteilt wird, eben dieser Mehrheit mit Hilfe der Staatsmacht aufzuzwingen.

    „Allen Menschen mit geschlechtergerechter Sprache zu begegnen, sei eine gesellschaftliche Aufgabe.“

    Wer sagt das? Und wer sagt, dass die Gender-Sprache der richtige bzw. einzige Weg dazu ist? Hat es darüber eine Volksabstimmung gegeben? Haben eigentlich die Parteien (außer den Grünen) die allgemeine Durchsetzung der Gender-Sprache in allen Lebensbereichen in iuhren Programmen stehen, so dass man weiß, was man da wählt?

  4. Erst seit 120 Jahren gibt es eine gemeinsame Rechtschreibung aller deutschsprachigen Länder.
    Der Sinn verbindlicher Schreibregeln besteht darin, allgemeinverständliche, einheitliche Normen festzulegen, von denen nicht willkürlich und individuell abgewichen wird.
    Jeder soll die Schrift eindeutig verstehen, egal ob in Norddeutschland oder in Österreich.

    In dieser Hinsicht ist es – völlig unabhängig von dieser geschlechtertrennenden Genderei – absolut kontraproduktiv, Schreibweisen ins Belieben einzelner Schulen zu stellen.
    Dadurch werden bereits Schulkinder auf uneinheitliche Rechtschreibung geprägt. Beim nächsten Schulwechsel stimmt dann alles nicht mehr, was sie bis dahin gelernt und geübt haben.

    Diese grüne Kultusministerin schürt damit nur Unfrieden und spaltet. Wir haben bereits eine geschlechtergerechte Sprache. Behalten wir die doch einfach.

    • „Diese grüne Kultusministerin schürt damit nur Unfrieden und spaltet.“

      Genau das! Tribalismus und Volksverdummung gehen hier Hand in Hand, finden im „Gendern“ ihren angemessenen Ausdruck.

      Was soll auch dabei rauskommen, wenn man die Kunstsprache die auf dem Mist paranoider Verschwörungstheorien gewachsen ist, implementiert?!

      We’re dumbing down
      Dumb-dee-dumb-dumb
      Dumbing down
      Dumb-dee-dumb-dumb

      • Der Turm zu Ba{b}el wird errichtet.

        Erst neulich hatten wir in der Firma Probleme mit unterschiedlichen SQL-Dialekten – diese single, double und back Quoten .. 🙄
        Und wie oft habe ich mich schon drüber geärgert, dass eine neue PHP-Version nicht rückwärtskompatibel ist.
        Man pfuscht nicht an etablierten Sprachen rum!

        • „Der Turm zu Ba{b}el wird errichtet.“

          Neulich sagte jemand, daß die ganze Sache sich zerschlägt, wenn der Turm zusammenbricht, sprich:
          wenn sich verschiedenen „Schulen“ des Gendersprechs bilden, die sich gegenseitig bekämpfen.
          Spaltung ist in Sektenstrukturen ja vorprogrammiert.

          • Hmmm… also dass sich quasi die Gendernde Volksfront und die Volksfront des Genderns gegenseitig unversöhnlich in die Flicken kriegen? Klingt irgendwie nach einer Situation gesteigerten Popcornbedarfs. ;P

          • Auf Twitter kann man öfters Diskussionen verfolgen, welches Zeichen jetzt das einzig wahre, alle Menschen inkludierende Token wäre.
            Da gibt es heftige Gefechte, ob man den Doppelpunkt oder nicht lieber doch das Sternchen oder den Underscore nehmen muss, um es nur ja jedem? recht zu machen.
            Das hat etwas von religiösem Fanatismus.

            Wenigstens haben sie den Unicode noch nicht entdeckt haben.

          • @ Anne Nühm

            Auf Twitter kann man öfters Diskussionen verfolgen, welches Zeichen jetzt das einzig wahre, alle Menschen inkludierende Token wäre.
            Da gibt es heftige Gefechte, ob man den Doppelpunkt oder nicht lieber doch das Sternchen oder den Underscore nehmen muss

            Kannst du solche Diskussionen mal beizeiten verlinken? Oder den entsprechenden Heschtek?

            Hier im Faden oder anderswo.

            Das sind sicherlich lustige Realsatiren.

          • Auf die Schnelle zwei Beispiele, samt Threads und Drukos:

          • Ich hoffe ja noch immer auf einen (möglichst blutigen) Bürgerkrieg zwischen Gendersternlern, Doppelpunktlern und Unterstrichern.

          • Also, ich schlage die folgenden Alternativen vor:

            1. Die Grundform „wird“ geschlechtsneutral und männlich nur durch Anhängen von -er. Da die Bedeutung sich aus der Nutzung ergibt, wird sich ersteres automatisch ergeben.
            2. Die Einführung der Chinesischen Schrift: Hat den Vorteil, dass sie zu schwierig für die Gendernulpen ist, die keine Arbeit, v.a. keine Geistige, gewohnt sind!

          • Ja. Wenn in einem Unternehmen gendergerechte Sprache verordnet wurde und dann vom Chef die mündliche Aufforderung kommt, die „Kollegen“ zu einem Meeting zusammenzutrommeln – was macht man dann?

    • Du hast nicht verstanden! Gerade der Umstand, dass es fast niemanden betrifft, zeigt doch wie wichtig es ist. #Minderheit!
      So gesehen haben die Grünen und die woke Soldateska geschafft das Grundprinzip der Homöopathie auf die Politik zu übertragen…

  5. Das ginge ja noch.

    Nein, das ginge nicht! Toleranz gegenüber dieser menschen- und insbesondere männerverachtenden Ideologie ist nicht angebracht.

    Die deutsche Sprache ist „gendergerecht“ und auch ohne solche Schwachsinns-Regelungen schon kompliziert und schwer genug.

  6. Perfide Methode, denn die Lehrerinnen drücken das dann in den Klassen durch indem sie Abweichlern mit schlechten Noten drohen. Und das Ministerium kann sich eine Absolution ausstellen

  7. Die übliche Reaktion von Feministinnen auf Kritik, Widerstand und Ablehnung: „Da zeigt doch gerade wie wichtig und richtig das ist?“

    Die werden nicht aufhören, auch nicht in 30 Jahren. Erst wenn das generische Femininum der Standard ist. Dann suchen sie sich etwas neues für ihre Minderwertigkeitskomplexe.

    • Wenn wir in 30 Jahren das generische Femininum verwenden und bei Maurerinnen, Erzieherinnen, Lehrerinnen und Ingenieurinnen nicht mehr nur an Frauen denken, sondern auch an Männer, dann…

      …werden sich die Feministinnen darüber beschweren, dass unsere Sprache nur Männern jeweils eine Sonderform bereitstellt (Maurer, Erzieher, Lehrer und Ingenieur), die nur sie meint und ihnen allein vorbehalten ist. Frauen hätten diese Privileg aber nicht.

      Ein Beweis, wie patriarchaisch diese deutsche dann Sprache ist!

      Lösung: Diese maskulinen Formen dürfen nicht mehr verwendet werden.

  8. Pingback: „Gut ist es auch, wenn Lehrkräfte gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern auch eine Schreibweise bezüglich der Sonderformen beim Gendern vereinbaren“ — Alles Evolution – Ollis Blog der Infamie

  9. Ich habe erst neulich in einem Online-Vortrag eines Schülers das bescheuerte innen-Sprach-Stolpern gehört. Mich hat es fast aus den Socken gehauen.

    Selbst wenn die es nur von ihren woken Müttern oder aus Radio und Fernsehen kennen, den Dreck bekommen wir nicht mehr weg. Und jeder macht es anderes. Heute früh kam irgendeine Reportage, ohne Sprachstolpern, aber immer weibliche und männliche Form, was auch total nervt „Journalistinnen und Journalisten fragten die Politikerinnen und Politiker…“

    Ich hoffe die Klagen gegen diesen Schwachsinn haben Erfolg und wenigstens staatliche Einrichtungen müssen künftig verpflichtend ordentliches Deutsch verwenden. Der Schaden dieses ideologischen Dünnschisses ist doch gar nicht abzusehen. Jeder glaubt, er kann da irgendeine Sonderregel gegen irgendeine eingebildete Diskriminierung ranflanschen.

    • Vor 80 Jahren dachten viele Leute mal, es sei gut, Juden auszugrenzen, zu entrechten und zu deportieren.

      Es geht also durchaus noch schlimmer. 🙂

      Solange dieser Gender-Schwachsinn als „gut“ geframet ist, wird er noch eine Weile existieren. Ich will mit dem Beispiel nur klarstellen, daß Gesellschaften auch den größten Schwachsinn als „gut“ framen können, wobei solche Extreme wie zur Nazizeit oder im Stalinismus heute nicht mehr möglich sind.

      Du kannst also beruhigt sein. Auch dieser Gender-Spinner auf Youtube wird älter und reifer.

      Wir werden diese Scheiße ganz sicher los. Auch das dümmste Lügensystem wird irgendwann an seiner eigenen Morbidität und Unnatürlichkeit untergehen.

      Eigentlich haben wir Professoren an Universitäten, die uns erklären müßten, daß der Gender-Scheiß schlicht unnatürlich und daher dem Tode geweiht ist. Er entspricht nicht dem Sprachgefühl. Er ist völlig aufgesetzt.

      Aber Professor ist heute eher ein Alternativbegriff für Idiot.

      PS: Es ist bezeichnend, daß nur solche Leute den Gender-Scheiß praktizieren, die einen gewissen intellektuellen Überhang haben. Normale Menschen sind zu dieser Kunstsprache gar nicht fähig. Und auch für diese Erkenntnis hätten wir eigentlich Professoren.

      • „Auch dieser Gender-Spinner auf Youtube wird älter und reifer.“

        Das war nicht auf youtube, das war ein online-Vortrag aus der Klasse meines Sohnes! youtube wäre mir egal, aber auf diese Weise wird mir klar, dass das nicht nur auf die merkbefreiten Tröten des ÖR oder die bekloppten „social networks“ beschränkt bleibt. Es rückt näher und fängt an mich zu bedrängen, indem es mein persönliches Umfeld infiltriert.

        Deinen Optimismus, persönliche Reifung betreffend, teile ich nicht. Wenn der Konfomitätsdruck ausreichend ist, werden nahezu alle es praktizieren. Das ist wie mit der Impfung, der Beschwörung der Frauenunterdrückung, der rituellen Distanzierung gegen rechts oder dem Ablachen über Ufos. Menschen denken selten nach, viel zu anstrengend… dafür geben sie leicht nach, wenn es bequemer ist, das Oxytocin lockt und die eingenomme Position als sozial sicher erkannt wurde. Den Hitlergruß haben ja auch so gut wie alle mitgemacht. Gelernt haben sie daraus offenbar nichts, gar nichts!

        Totalitäre Systeme funktionieren so, dass sie ihren ideologischen Blödsinn mit hierarchischem Druck und vor allem massenmedialer Manipulation in die sozialen Standards drücken, sind sie da einmal drin, bekommt man sie nicht mehr so leicht raus, schon gar nicht, so lange die Initiatoren noch das Sagen haben. Uns stehen dunkle Jahrzehnte bevor, aber das ist ja nichts neues… das einzige was mir ein bisschen Hoffnung macht, ist, dass der Gang der Geschichte sich immer mehr beschleunigt. Vielleicht reichen diesmal auch wenige Jahre, bis es wieder besser wird.

        • Deinen Optimismus, persönliche Reifung betreffend, teile ich nicht. Wenn der Konfomitätsdruck ausreichend ist, werden nahezu alle es praktizieren.

          Das stimmt schon. Ihr beiden seid aber etwas naiv bezüglich des Wesens von Ideologien. guckt doch mal in die Vergangenheit. Gibt es auch nur ein einziges Lügensystem, das dauerhaft überlebt hätte?

          Ich weiß, die Sache ist nervig. Aber die Wahrheit, die Natürlichkeit werden sich immer durchsetzen.

          Deshalb sollte man sich vor allem entspannt über diesen Gender-Scheiß lustigmachen und das Beste herausholen. 🙂

          • „Gibt es auch nur ein einziges Lügensystem, das dauerhaft überlebt hätte?“

            Dein Lügensystem bezüglich Alice Miller wird erst mit Dir sterben.

          • Was für ein intelligenter Kommentar. Und so differenziert und eindeutig.

            Mein „Lügensystem mit Alice Miller“. Aha.

            Was hältst du denn von den Ansichten von Alice Miller? Oder was meinst du mit deinem diffusen Diktum?

            Kein Wunder, daß bei solchen Lehrern unsere Kinder verdummen.

            Das Lügensystem „natürliche Homosexualität“ wird meines Erachtens vielleicht noch ein paar Jahrzehnte machen. Solange darfst du dich noch „progressiv“ fühlen und Andersdenkende als „Schwulenhasser“ diffamieren.

            Ich sag’s ja ungern noch mal: Aber man muß unglaublich naiv und angepaßt sein, um auf diese lächerliche und durchschaubare Homo-Propaganda hereinzufallen.

          • Der Witz ist, dass du nicht merkst, dass mein Niveau dir gegenüber genau deinem entspricht. Vielleicht tun die Schläge deiner Frau einfach zu weh, als dass du irgendetwas merkst.

        • Ablachen über Ufos

          Spätestens wenn die Flugtaxis kommen, ist das vorbei.

          Den Hitlergruß haben ja auch so gut wie alle mitgemacht. Gelernt haben sie daraus offenbar nichts, gar nichts!

          Ein paar von denen haben gelernt, aber die sind über 90 oder tot.

        • @Androsch: ich erwarte, dass dieser ideologische Blödsinn binnen einer Generation durch einen anderen ideologischen Blödsinn ersetzt wird. Ich habe es erlebt, dass Linke darum stritten, ob man eher Mao, Che Guevara, Ho Tschi Minh oder Enver Hodscha folgen sollte (Walter Ulbricht kam nicht vor). Ich habe Menschen erlebt, die jeden Barcode durchgestrichen haben, weil dieser die Erdstrahlen in einer für uns schädlichen Art und Weise filtert. Und jetzt haben wir den Genderstern. Es wird aufhören, aber es wird nicht besser werden. Das Rebellentum der Jugend wird sich anderen Dingen zuwenden, sobald die Jugend merkt, dass sie bei der Erwachsenengeneration offene Türen einrennt. Und die Erwachsenengeneration wird realistisch, sobald die Adoleszenz endet.

          Einziges Problem: dass das Ende der Adoleszenz erst mit der Einweisung ins Pflegeheim eintritt.

  10. Seit dem der neue Lehrplan 2016 von der grün-roten Landesregierung eingeführt wurde, laufen die Uhren in Baden-Württemberg schon anders.
    Wie befürchtet trieft dieser Lehrplan, der für alle Lehrkräfte verbindlich ist, nur so vor Ideologie und guten Vorsätzen.
    Es geht nicht mehr um Leistung, es geht um Kompetenz. Es geht darum, dass mehr höhere Bildungsabschlüsse generiert werden. Als Betroffene kann ich sagen: es klappt nicht.

    Die Hauptschule sollte abgeschafft werden, was vielerorts umgesetzt wurde. Einige wenige Gemeinden verweigerten die Schließung ihrer HS (Hauptschule) und sind heute darüber glücklich.

    Aus den HS wurden meist Gemeinschaftsschulen, mit Hauptschul-/Realschulabschlussmöglichkeiten.
    Die Realschulen sollten einen binnendifferenzierten Unterricht anbieten. Schüler die den G-Abschluss (Hauptschulniveau) anstreben und Schüler die den M-Abschluss anstreben (altes Realschulniveau) sind in einem Klassenszimmer und bekommen unterschiedliche Aufgaben. Die einen verlassen die RS (Realschule) nach der 10. Klassen, die G-Niveau Schüler mit dem Zeugnis der 9. Klasse.
    Sinn sollte sein, dass mehr Schüler, die früher auf der HS einen weniger wertvollen Abschluss erreichten, eine Chance auf einen höhere Abschluss (RS) bekommen sollten. Also Gleichmacherei der grün-roten Arschl**er.

    Das klappt aber nicht, denn die nun mit HS-Niveau Schüler gefluteten Realschulen waren zum einen nicht gut darauf vorbereitet. Die Lehrerinnen (es sind ja nur noch wenig Lehrer in den Schulen zu finden) wussten nicht die Vorgaben umzusetzen. Das wurde dann an jeder Schule überlegt, wie man das dort machen kann (eigentlich so, wie das Schopper jetzt auch wünscht). Das gab dann einen entsprechenden Wildwuchs.

    Schnell stellte sich heraus, dass „schlechte“ Schüler im G-Niveau eine intensivere Betreuung brauchen und nicht mit den M-Niveau Schüler unterrichtet werden können. Eine Trennung dieser Schüler war aber nicht vorgesehen (bedeutet ja auch mehr Personalaufwand). Also hat man es trotzdem probiert beider Gruppen in einer Klasse zu unterrichten. Die eine Gruppe mit leichten Aufgaben, die andere mit schwereren. Für die Lehrkraft im Klassenzimmer eine sehr nervenaufreibende Sache.

    Jetzt werden schlechte Schüler aber nicht einfach mal motiviert mehr zu lernen und besser zu werden. Die These „lernen am Modell“ hat nicht so geklappt. Stattdessen wurden die besseren Schüler schlechter. War für diese einfache durchzukommen und nach unten zu orientieren.

    Insgesamt lässt sich nach 5 Jahren sagen, dass das Niveau an den Realschulen gesunken ist.
    Weniger Schüler gehen danach in eine Ausbildung, was gerade im Handwerker- und Industrieland Baden-Württemberg sehr schlecht ist. Viele Betriebe beklagen ernsthaften Nachwuchsmangel. Alle Branchen die von einem Zuwachs an Nachwuchs aus den Hauptschulen lebten, haben heute massive Probleme überhaupt noch annehmbare Auszubildende zu finden. Die wenigen Ausbildungswillige, die da noch kommen, sind oft so schlecht von der Schule vorgebildet, dass die die Berufsschule nicht überstehen. Denn auch eine Maurer muss lesen, rechen, schreiben können. Die Hauptschule konnte auf diese Bedürfnisse eingehen, die Realschulen schaffen das nicht.

    Dafür ist der „Erfolg“ der Realschulen, dass ca. 2/3 der Abgänger auf „Weiterführende Schulen“ geht (BK I, BK II, Fachgymnasien) um dort die Fachhochschulreife zu erreichen. Ins Handwerk gehen danach wenige. Nur wenige sind überhaupt dafür geeignet und schaffen den Abschluss überhaupt gut.
    Auch die nach der 9. Klasse abgehenden G-Niveau Schüler der Realschule gehen nicht in eine Ausbildung, sondern nehmen sich oft noch 2 Jahre Zeit im BKII (Berufskolleg) den „Mittleren Bildungsabschluss“ (RS-Abschluss) zu machen. Grund: viele Handwerker nehmen mittlerweile nur noch Auszubildende mit Realschulabschluss. Der Abschluss im G-Niveau der RS ist aber mit einem Hauptschulabschluss gleichzusetzen und reicht eben oft nicht mehr aus.

    Die alte Selektion, die das dreigliedrige System vorher hatte, ist aufgebrochen (wie gewünscht) – nur besser ist nichts geworden. Mehr Schüler mit höheren Abschlüssen heißt nicht, dass es wirklich besser ist.

    Die grün-rote Landesregierung hat den Lehrplan unbedingt noch vor Ende der Legislaturperiode durchdrücken wollen. Entsprechende unfertig und unrealistisch ist er geworden. Und entsprechen ideologisch. Hier ein Auszug http://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/GS/D/PK/01

    Die Schülerinnen und Schüler können sich an Gesprächen beteiligen. Sie können funktions- und situationsangemessen sprechen und zunehmend erkennen, wie sie sprechend ihre Handlungsabsichten verfolgen, um erhoffte Wirkungen zu erzielen. Sie entwickeln und nutzen Gesprächsregeln und setzen Konfliktlösungsstrategien ein. Im Austausch mit anderen lernen sie verstehend zuzuhören und sich in vielfältigen Kontexten und Lebensbereichen zu erfahren. Sie nutzen unterschiedliche, auch nonverbale, Ausdrucksformen, üben sie ein und reflektieren sie. Die Schülerinnen und Schüler erproben ausdrucksvolles Sprechen und szenisches Spiel. Sie können Medien bewusst für die Kommunikation einsetzen.

    Die Schülerinnen und Schüler können …

    Der Bildungsplan ist jetzt durchgehend mit den Doppelbegriffen ausgeschrieben. Unlesbar.

    Ich befürchte, Schopper wird sich gegen allen Druck durchsetzen und die verbindliche Sprach fordern und umsetzen. Baden-Württemberg ist mit einer grün-korrupten Landesregierung besetzt und noch sind die Bürger nicht aufgewacht, es geht denen einfach noch zu gut.

    Ich kann hier nicht alle Probleme im Detail anführen, denn es gibt noch einige mehr, in meiner Region z.B. auch mit Migranten der 3. Generation aus der Türkei bzw. 2. Generation aus Russland. Die Flüchtlinge der letzen Welle sind tw. noch gar nicht in den Regelschulen.

    Was aktuelle in Berlin passiert, wird auch sicher bald in weiteren Bundesländern passieren: Lehremangel. Die Verbeamtung hält die Lehrer zurück, dass sie nicht davonlaufen und was anderes machen. Aber es hält sie nicht zurück daran kaputt zu gehen. In diesem System des Versagens (positve Meldungen sind wirklich nur wenigen Schulen vorbehalten) als neue Lehrkraft durchzuhalten, wird immer schwieriger, eben auch, weil der grün-rote Anspruch nicht umsetzbar ist.

    Und dann kommt diese dumme Nuss Schopper daher….

    Und glaubt nicht, dass die Lehrer aufbegehren. Die habe eine Maulkorb (Beamte). Und die GEW, die viele Lehrer vertritt, ist streng feministisch, was du an den monatlichen Pulikationen bestens erkenne kannst.

    • Ich habe auf einer DDR-Gesamtschule gelernt, aber was die damals hinbekommen haben: wohnortnah und auf vergleichsweise hohem Niveau mind. bis zur 8 Klasse gemeinsam zu unterrichten (dann schieden die Schlechteren aus, der Rest hatte bis zur zehnten Klasse zusammen), scheint im Westen irgendwie schlicht unmöglich zu sein.

      Sachsen hat übrigens gar nicht erst Hauptschulen eingeführt und fährt gut damit. Das ist alles nur eine Frage der Umsetzung (und der Schülerzusammensetzung). Aber wenn man natürlich haufenweise Leute einschult, die kaum deutsch sprechen können und gelegentlich nichtmal unsere sozialen Standards teilen, dann bricht natürlich das Bildungsniveau ein, wenn man die nicht mehr auf die H4-Resterampe Hauptschule abschieben kann. Das ist alles so verlogen und gleichzeitig menschenfeindlich, dass es mich echt ankotzt. Aber wehe man spricht die Probleme an…

    • In NRW ist es ähnlich, dort heißt das Zauberwort Gesamtschule.

      Die Hauptschulen wurden in den 90ern(?) zu Verliererschulen, weil die Betriebe nicht genug ausbildeten und sich statt der Hauptschüler lieber die Realschüler schnappten, oder statt Realschülern Gymnasiasten; man hatte ja die Auswahl. Also wurden die Hauptschulen großteils abgeschafft, und die Realschulen gleich mit, und alles durch Gesamtschulen ersetzt, in denen man bis einschließlich achte Klasse nicht sitzenbleiben kann. In der Theorie gibt es dort sehr gute Konzepte zum gemeinsamen Lernen auf unterschiedlich hohem Niveau. In der Praxis ist einfach nur das Niveau für alle gesunken. Bei uns am Ort würde praktisch kein Lehrer von der Gesamtschule sein eigenes Kind auf diese Schule schicken, und das sagt schon alles. Für die Mädchen gibt es noch eine kirchliche Realschule, die Jungs sind angeschmiert, wenn sie nicht gut genug sind fürs Gymnasium. Im Nachbarort haben engagierte Bürger in Eigeninitiative wieder eine private Realschule eröffnet, nachdem die staatliche dicht gemacht wurde.

      Das Niveau sinkt folgerichtig auch an den Folgeschulen, nämlich den Berufskollegs. Ich selbst habe nur ein paar Jahre dort unterrichtet, aber ältere Kollegen der Mathematik und Physik wussten zu berichten, wie das Niveau abgenommen hat: Aufgaben, die man vor zehn Jahren den Schülern noch stellen konnte, überfordern sie heute. Ich kannte einen Mathematikleistungskurs, Oberstufe fürs Abitur, wo die Schüler sich das Fach also selbst ausgesucht hatten, weil sie dort ihre Stärken/Interessen sahen, der einen Klausurenschnitt von vier Punkten, das ist eine 4-, aufwies. Wenn ich das mit unserem (Gymnasiums-)Mathe-LK von Ende der 90er vergleiche – 3/4 schrieben in der Regel in der Klausur eine 1 oder 2 – liegen dazwischen Welten.

  11. Das eigentlich Verrückte ist, daß wir diese lächerlichen Pseudodiskussionen, die wie eine Gruppentherapiesitzung in der Psychiatrie wirken, überhaupt führen.

    Und natürlich all die lächerlichen, völlig willkürlichen und zeitgeistbedingten Wertungen, die nicht hinterfragt werden.

    Die etablierte Sprache ist bereits „geschlechtergerecht“. Da sie zu keinerlei Mißverständnissen bezüglich des Geschlechtlichen führt. Das Volk kommt jedenfalls gut damit klar.

    Nur Akademiker sind dumm, elitär und ideologisiert genug, um sich eine „Geschlechterungerechtigkeit“ einbilden zu können.

    Der eigentliche Skandal ist, daß solch feministische Ideologen mit Empirieverweigerung überhaupt an unseren Universitäten lehren und mit Staatsknete bezahlt werden.

    • Ein weiterer Skandal ist, daß selbst die Gegner nicht einfach darauf hinweisen, daß Form und Inhalt zwei verschiedene Dinge sind. Wenn Gender-Gestörte also auf die männliche Form verweisen, haben sie nicht begriffen, daß diese eben durchaus auch einen weiblichen Inhalt haben kann, wie unsere Sprache tagtäglich beweist.

      Wer das nicht kapiert, sollte einfach das Maul halten.

      So in etwas müßte der zitierte Elternvertreter antworten. Man sollte also die extreme Dummheit der Gender-Leute klar aussprechen, statt diesen Milchbubi-Kurs zu fahren und der Gendersprache überhaupt irgendeine Berechtigung zuzubilligen.

      Intellektuell ist das armselig und erbärmlich.

        • Er mag zwar in vielerlei Hinsicht sehr, sehr seltsam sein, das ist aber immer noch besser als ein fader Hybrid aus feministischem U-Boot, Simp und SJW – eine Mischung, die Deine Beiträge jedenfalls eindringlich nahelegen.

          • Ich bin kein Feminist. Ich hab nur was gegen Nicht-Ficker, die wie die letzte Weicheier herumjammern und meinen, im Internet den Helden zu spielen. Das letzte Anti-Gender-INCEL-Weichei wollte sich plötzlich ja doch nicht mehr zum Boxen treffen, nachdem er großspurig angekündigt hat, mich „wegmachen“ zu wollen.

          • Du kannst also a) über das Internet erkennen ob „einer fickt“ und hältst es dann b) auch noch für einen Grund für eine Beleidigung wenn einer nie oder auch nur akut keine Partnerin hat(te). Klingt für mich nach 1a verinnerlichtem Feminismus.

            Vielleicht wollte sich die von Dir als „nicht-fickendes INCEL-Weichei“ ferndiagnostizierte Person auch einfach nur nicht die Hände schmutzig machen.

      • Es gilt halt auch hier das schöne Bonmot (außer dass es sich inzwischen oft und in diesem speziellen Fall ganz überwiegend um Frauen geht – als der Satz geprägt wurde, mussten Frauen i.d.R. noch keiner Arbeit nachgehen wurden Frauen noch daran gehindert sich selbst zu verwirklichen):

        It is difficult to get a man to understand something when his salary depends upon his not understanding it (Upton Sinclair).

        Mit dem naiv-debilen Sprachverständnis dieser „Experten“ wäre man noch vor wenigen Jahrzehnten in der Sonderschule gelandet, heute kann man Kultusminister werden. Und Sprache ist ja leider bei weitem nicht das einzige Thema, bei dem die inhaltlichen Vorgaben ausgerechnet von den Personen kommen, die das Thema inhaltlich am wenigsten durchdrungen haben (wobei alle diese fachfremden Idioten natürlich obendrein noch versuchen, den grotesken Sprachmüll in die ansonsten von ihnen zugrunde gerichteten Disziplinen einzuschleppen, sie z.B. die imbezile Planschkuh AKK bei der Bundeswehr, Sprachvorschriften und faschistische Codes of Conduct voller bizarrer, nur von wokem Gesindel „korrekt“ interpretierbarer Wortkrüppel, mit denen erzdumme, abgehalfterte und von einem Hello-World heillos überforderte clownshaarige SJW-Transen freie Software-Projekte infizieren bzw. sich ihnen als Parasiten anhängen usw.).

  12. Ich stelle mir so eine klassenlehrende Zofe vor, die ihre 15-jährigen Schüler befragt, ob denn künftig im Unterricht gegendert werden solle oder nicht. Zwei Drittel haben Schiss vor ihr und stimmen für Ja.
    Die Jungs aus dem verbleibenden Drittel haben ihre Zukunft weitgehend verwirkt. Ihnen wird klargemacht, dass sie gegen Gerechtigkeit seien. Und wer gegen Gerechtigkeit ist, der ist ja ungerecht, dazwischen gibt es nichts.
    Als Ausgestoßene stehen sie nunmehr auf dem Schulhof immer nur unter sich, denn die anderen Schüler haben Angst, mit ihnen gesehen zu werden und schneiden sie.

  13. Pingback: Gendergerecht! Und ganz frei und frei verhandelt! | uepsilonniks

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