Selbermach Mittwoch

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128 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch

  1. Mittwochs-Maskulisten-Challenge

    Aufgabe: Finde vergleichbare Fälle aus Österreich(!) mit einer Frau als Täter und vergleiche das Strafmaß.

    Heute:

    „Töchter in Längenfeld getötet: 29-Jähriger zu 20 Jahren Haft verurteilt

    Unter dem Einfluss eines akuten Burnouts hatte ein Ötztaler vor dem geplanten Suizid seine kleinen Töchter ermordet.
    […]
    Ein Fall von eingeschränkter Zurechnungsfähigkeit. Dazu wurden Geständnis, Unbescholtenheit und der auffallende Widerspruch zur bisherigen Lebensführung als mildernd gewertet. So beließen es die Geschworenen nicht rechtskräftig bei 20 Jahren Haft.“

    Ganzer Bericht:
    https://www.tt.com/artikel/30797213/toechter-in-laengenfeld-getoetet-29-jaehriger-zu-20-jahren-haft-verurteilt

    • Aus dem Artikel: „Er hatte mit den Kindern viel Zeit im Himmel verbringen wollen – vollkommen stressfrei.“
      Oh Mann, ich weiß wirklich, was der meint. Die Hölle auf Erden im eigenen Zuhause.

      Trotzdem hätte er es aushalten und die Arschbacken zusammenkneifen müssen. Er hätte weiterleben müssen – für seine Töchter und mit seinen Töchtern.
      Der christlich-islamistische Himmelsscheiß legitimiert in keiner Weise Mord an Wehrlosen, die Strafe ist angemessen.
      Es lohnt gar nicht, nach einem vergleichbaren Urteil für eine mordende Mutter zu suchen, denn die sind ja durch den Verlust ihrer Kinder ohnehin mehr als ausreichend bestraft, wie ich im Matriarchat lernen musste.

    • Oho, die Tiroler Tageszeitung ist ja eine tägliche Quelle über patriarchale Gerichtsurteile:

      „Drei Schuld- und zwei Freisprüche im Wiener Terrorprozess“

      Wer da wohl freigesprochen wurde?

      „Zwei mutmaßliche Foreign Terrorist Fighters erhielten 6,5 bzw. 4,5 Jahre Haft, der bereits rechtskräftig zu 20 Jahren Haft verurteilte ehemalige „Hassprediger“ Mirsad O. alias Ebu Tejma wurde ohne Strafe schuldig und die beiden Ehefrauen der Erstangeklagten freigesprochen.“

      Weshalb ergingen denn die Urteile?

      „Der Hauptangeklagte Turpal I. wurde von den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen, in Syrien Gräueltaten begangen zu haben, freigesprochen. Allerdings sind er und der zweite Syrien-Kämpfer schuldig, Mitglied einer terroristischen Vereinigung (Paragraf 278b StGB) und einer kriminellen Organisation (278a StGB) gewesen zu sein. Der frühere Prediger Mirsad O. wurde als Bestimmungstäter – teilweise blieb es beim Versuch – zu terroristischen Straftaten (Paragraf 278c StGB) verurteilt, weil er die beiden Erstangeklagten und einen weiteren Mann dazu gebracht hat, sich dem IS anzuschließen und nach Syrien in den Kampf zu ziehen.“ (Kursiv von mir.)

      Den ersten beiden Männern konnte man also gar nichts Konkretes nachweisen, sie wurden wegen Kontaktschuld verurteilt. Und die Ehefrauen?

      „Den Ehefrauen wurde ein psychologischer Tatbeitrag angekreidet, indem sie in Kenntnis der Syrien-Pläne ihrer Männer diese in die Türkei begleitet und deren Handeln mitgetragen haben. Beide machten in ihren Befragungen deutlich, dass sie sich als Muslima ihrem strenggläubigen Mann nicht widersetzen konnten. Die Frau des Erstangeklagten hat sich mittlerweile von ihm getrennt.“

      Sischa, sischa dat. Die armen Frauen waren bloß hilflose Opfer, unverantwortlich für irgendetwas. Konkret konnte man ihnen nicht mehr nachweisen als ihren Männern. Da ist ein Freispruch selbstverständlich.

      https://www.tt.com/artikel/30797331/drei-schuld-und-zwei-freisprueche-im-wiener-terrorprozess

  2. Frauen beschuldigt Mann, aber ganz alturistisch:

    „“Ich habe das zum Schutz anderer Frauen gemacht, nicht gegen den Angeklagten“, sagte die Studentin bei ihrer Vernehmung“

    Hat keine Beweise.

    Richterin:

    „Die Richterin glaubte der Studentin, weil sie „das Geschehen und auch ihre Gefühle nachvollziehbar“ geschildert habe. Die Berührungen am Knie seien gezielt und sexuell motiviert gewesen. Zwar hielt die Vorsitzende dem Bäckereimitarbeiter zugute, dass die Berührungen sich „am unteren Rand des Straftatbestandes abspielten“ und er zudem bislang nicht vorbestraft ist. Zu dessen Lasten wertete sie, dass der 45-Jährige das „Vertrauen der Zeugin und seine Stellung als Vorgesetzter“ ausgenutzt habe und die Studentin nach wie vor unter dem Geschehen leide.

    Um der 18-Jährigen eine Aussage in einem Strafverfahren zu ersparen, hatte die Richterin dem Angeklagten vor dem Prozess signalisiert, dass sie durchaus bereit sei, das Verfahren gegen eine Geldauflage in Höhe von 300 Euro einzustellen. Doch dieses Angebot schlug der 45-Jährige aus. Die Geldstrafe, die die Richterin nun verhängte, beläuft sich auf 750 Euro (50 Tagessätze á 15 Euro).“

    Wenn die Frau glaubhaft eine Geschichte erzählen kann und die Richterin das passende Mindset hat, dann ist ein Mann heute erstmal schuldig. Unschuldsvermutung adé.

    Wie soll Mann sich da wehren?
    Kameras?
    Eine Frau der man traut als Anstandsdame immer dabei haben?
    Alle Bewerberinnen wegschicken?

    • Man müsste die Aussagen im Detail kennen, auch wie sie vorgetragen wurden. Ansonsten lässt sich wenig dazu sagen.

      Es nicht unbedingt ein Fehler, ohne weitere Indizien zu entscheiden.

    • Dass in Deutschland Verurteilungen ohne Beweise erfolgen dürfen, eine Beschuldigung alleine ausreichen kann, fand ich schon immer erschreckend. Es reicht die Aussage eines guten Lügners.

      • Ist definitiv problematisch. Allerdings scheint es mir in manchen Fällen durchaus möglich, die Ehrlichkeit eines Zeugen zu beurteilen. Man muss bei der Vernehmung wirklich dabei sein, so aus der Entfernung würde ich das Urteil nicht pauschal ablehnen.

        In diesem Fall geht es auch nicht um viel. Schwieriger wäre es bei einem Verbrechen.

        Allerdings halte ich die Strafbarkeit solcher Bagatelltaten für falsch. Das ist eine Entwicklung der letzten Jahre.

    • Ich schätze, ohne Beweise und Zeugen sollte er in Berufung eine gute Chance haben, Weiß aber nicht, ob sich da zeitlicher und finanzieller Aufwand lohnen..

      Der Vater meiner Ex, Geschichtsprofessor, sagte schon so um 2000 rum, wenn eine Studentin zu ihm ins Büro kommt, grundsätzlich Tür offen, und am Besten noch ne Sekretärin nebenan.

      • Meine Mutter war Lehrerin und die hat das ebenso gemacht, selbst als Frau kann dir so was passieren. Da sagen dann Schüler, dass sie geschlagen wurden. Generell Türen auf, Kamera an und Zeugen dabei haben. Sicher ist sicher.
        Und ein weiterer Tipp ist es keine jungen Frauen einstellen die gerade studieren, da ist die Woke Quote höher als der Himalaya. Ich achte auch immer auf den Lebenslauf, wenn ich da irgendwas lese das verdächtig ist, dann ist die Person raus. Hatte mal eine die im Lebenslauf zu stehen hatte, dass sie bei der „schwarzen Risse“ einem linksradikalen Buchladen in Berlin gearbeitet hat. Die war natürlich raus.

    • Interessant an dem Fall finde ich, dass gar nicht die Tat und die Wirkung auf das angebliche Opfer eine Rolle spielt, sondern nur die Frage, ob die Berührung des studentischen Knies eine sexuell-stimulierende Wirkung auf den nunmehr mit dem Stigma des Sexualstraftäters lebenden Mann zur Folge hatte.
      Wenn dir also eine woke Studentin zweimal hintereinander ihr Knie ins Gemächt (Trademark!) haut, dann wirst du schuldig, wenn dich das geil macht. Wenn es nur weh tut, gehst du straffrei aus und bist fortan nicht unbedingt den Rest deines Lebens lang böse.
      Es liegt also wirklich an uns Männern.

    • Der Beklagte legt wohl Revision ein, wie auch die Staatsanwaltschaft (der wohl das Urteil zu milde ist).

      Die Konsequenz aus dem Urteil: kein Mann ist sicher vor Anschuldigungen, jeder Mann wird bestraft, gnadenlos. Ich könnte verstehen, wenn Firmen entweder anfangen Männer vor Frau zu schützen (was ich auch schon erlebt habe) oder auch im Zweifel keine Frau einstellen.

      Klar ist:
      Feministinne nehmen massiv Einfluss auf die Rechtswissenschaften
      (vgl. Deutschen Juristinnen-Bund , Satzung (https://www.djb.de/ueber-uns/satzung) steht:
      § 2 Mitgliedschaft
      (1) Jede Frau, die Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften studiert hat oder studiert, kann Mitglied des Vereins werden.

      Zweck des Vereins ist
      1. die Förderung der Wissenschaft durch Fortentwicklung des Rechts, unter anderem auf dem Gebiet der Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frau in Gesellschaft, Beruf und Familie sowie der rechtlichen Absicherung der Lebenssituation von Kindern und alten Menschen,
      2. die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
      (2) Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Durchführung von wissenschaftlichen und rechtspolitischen Veranstaltungen und Seminaren, die Mitwirkung an rechtspolitischen Kampagnen und sonstigen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen, die kostenlose Erarbeitung von Rechtsgutachten und Stellungnahmen gegenüber den Gesetzgebungskörperschaften und Regierungen von Bund und Ländern und dem Bundesverfassungsgericht, die Veröffentlichung von Arbeitsergebnissen und die Vergabe von Stipendien, Fördergeldern und Förderpreisen insbesondere im Bereich der wissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung sowie der Forschung.)
      und es wird in Zukunft keine rationalen Rechtswissenschaften geben, sonder emotionale und feministische.

      • „in Zukunft keine rationalen Rechtswissenschaften“

        Die Wissenschaft ist mir dabei herzlich egal. Es wird vielmehr keine rationale Gesetzgebung und Rechtssprechung mehr geben, was extreme Auswirkungen auf das wirkliche Leben hat. Im Familienrecht, dem Kernmetier des Matriarchats, ist das schon klar sichtbar. Andere Rechtsbereiche ziehen etwas verzögert nach, wie an der Fragilität des weiblichen Knies sichtbar wird.

  3. „ist ganz einfach“

    • Wenn eine Frau mal wieder erklärt was einen ‚richtigen Mann‘ ausmacht, kommt i.d.R. etwas das ihr ungemein nützt, sie selbst nicht machen will und ihm nichts bringt und auf seine Kosten geht.

    • Ob dich auch mal überlegen was die da tun? Wie würde solche Frauen wohl reagieren, wenn sie eine Geschichte hören von einem Mann der Schluss gemacht hat, weil seine Ex sich gehen ließ und fett und schwammig wurde, sie dann aber zurück haben will, nach dem sie ohne ihn die Kurve gekriegt hat und wieder attraktiv ist? Die Antwort ist klar: Männer sind Schweine!

      • Das ist keine Frage des Denkens. Es ist eine des Fühlens. Und mit der Medaille war er halt wieder attraktiv für sie. Wenn er cool-emanzipiert ist, lässt er sie voll abblitzen „Bitch, ich bin Medaillengewinner bei Olympia, Du spielst nicht mehr in meiner Liga. Und außerdem hast Du Pickel“ 😀

  4. Echte Probleme gibt es nur auf Zeit Online:

    https://www.zeit.de/2021/31/olympische-spiele-kleidervorschrift-frauen-turnen-volleyball-sexismus

    Meine Haut gehört mir
    Warum in Tokio Sportlerinnen rebellieren. Ein Kommentar von Carla Baum

    …In diesem Fall enthüllt die minimale Rebellion der Sportlerinnen gegen den Status quo, was sich hinter den Kleidervorschriften verbirgt: ein male gaze auf den Frauensport. Ein Kontrollblick, der impliziert: Deine Leistung ist nicht interessant genug. Es braucht deinen Körper, damit man dir gerne zusieht, damit du etwas wert bist – für Publikum, Sponsoren, Werbekunden. Für Männer gelten solche Vorschriften nicht, sie dürfen durch ihre Leistung wirken. Und so wird in der Entscheidung der Olympionikinnen nicht nur die hegemoniale Männlichkeit im Profisport, sondern auch das Privileg sichtbar, den Körper für sein Können und nicht für seine Form bewundern zu lassen. …

    Kommentare darunter:
    Barth1808
    #15  —  vor 7 Stunden
    20
    Vor noch nicht einmal zwei Jahren, war der Burkini der muslimischen Frauen, ihr Schleier, … ein Zeichen der Unterdrückung, der Unfreiheit. Die Kultur der Muslime angefeindet und missachtet. Verschleierungsverbote gefordert. Jetzt propagiert der Showmaster und Gelegenheitsarzt mit Hang zum Universalgelehrten Hirschhausen die Maske als Zeichen der Solidarität und wir feiern den Turnkini als letzten Hype. Man lernt nie aus …

    Feminismus ist der neue Faschismus, jetzt glaubt mir doch endlich!

    • Es ist tatsächlich eine proto-faschistische Intention dahinter. CNN hat auch einen entsprechenden Artikel zu dem Thema:

      https://edition.cnn.com/2021/07/26/sport/tokyo-germany-unitard-intl-scli-spt/index.html

      Mit nettem Bild als Eye-Catcher:

      Und der Auflösung am Ende worum es eigentlich wirklich geht:

      „Seitz underscored that wearing the unitard was a matter of choice and comfort.“
      „We decided this is the most comfortable leotard for today,“ Seitz said after podium training on Thursday, „That doesn’t mean we don’t want to wear the normal leotard any more. It is a decision day by day, based on how we feel and what we want. On competition day, we will decide what to wear.“

      Es geht um die von ihnen höchstselbst und autonom ausgeübte Macht und Kontrolle über das männliche Gehirn. Sie wollen selber nach eigenem Ermessen darüber entscheiden, ob und wann und wenn ja, wie sie dem männlichen Blick irgendetwas sexuell triggerndes zugestehen. Sie wollen Sexismus aber nur zu ihren Konditionen und nur unter ihrer Kontrolle.

      Vom Faschismus trennt die eigentlich nur ihre tiefe Abneigung gegen Führerinnen. Da will jede selber Führerin sein 😀

  5. https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gendern-in-der-schule-streit-um-bildungsplan-in-baden-wuerttemberg-17456964.html

    „Allerdings wirbt die Ministerin dafür, Schülerinnen und Schüler verstärkt für eine gendergerechte Sprache zu sensibilisieren: „Gut ist es auch, wenn Lehrkräfte gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern auch eine Schreibweise bezüglich der Sonderformen beim Gendern vereinbaren“, sagte Schopper.

    Für diese Aussage wird die Ministerin nun vom baden-württembergischen Philologen-Verband sowie vom Koalitionspartner CDU kritisiert. Ralf Scholl, der Landesvorsitzende des Philologen-Verbandes, nannte Schoppers Empfehlung eine „Sprachvergewaltigung“. Isabell Huber, die baden-württembergische CDU-Generalsekretärin, warf der grünen Ministerin sogar vor, Absprachen der vor wenigen Monaten geschlossenen grün-schwarzen Koalitionsvereinbarung zu missachten: „Wir sollten keine Beliebigkeit in Wort und Schrift in unsere Schulen einziehen lassen. Wenn das Kultusministerium jetzt sagt, dass jede Schule oder gar jede Klasse das Gendersternchen handhabt, wie sie gerade möchte, entsteht ein Flickenteppich.“

    Es gebe schließlich ein Regelwerk über die deutsche Sprache. „Ich würde es gut finden, wenn wir uns daran auch halten“, sagte Huber, das stehe ja im Koalitionsvertrag. Anstatt das Trennende mit Sternchen oder Binnen-I stark zu betonen, sei es besser, „klassisch, schlicht und einfach“ beide Geschlechterformen zu nennen.“

    Finstere Zeiten in Baden-Württemberg.

  6. https://www.nzz.ch/meinung/gendern-auch-sprachnormen-dienen-der-gerechtigkeit-ld.1636547

    Ein hervorragender Beitrag zum Thema Gendersprache ist übergriffig.

    Gendern: Auch Sprachnormen dienen der Gerechtigkeit

    Sprache blüht nur in freien Gesellschaften. Eine ideologisch begründete Revolutionierung der Sprache, wie sie die Befürworter der Gendersprache beabsichtigen, funktioniert selten. Das zeigen Beispiele in der Geschichte.
    Zsuzsa Breier 27.07.2021, 05.40 Uhr

    Menschen, die nicht gendern mögen, bekommen nicht selten den «Reaktionär»-Stempel aufgedrückt. Als jemand, der im kommunistischen Ostblock sozialisiert wurde, habe ich ein besonders sensibles Verhältnis zu dem Stempel «reaktionär».

    Im sich als «fortschrittlich» rühmenden Sozialismus waren nämlich alle «Reaktionäre», die nicht in der Partei waren, die nicht an die «welterlösende» Ideologie des Kommunismus glaubten, alle, die es wagten, eine Opposition zu bilden. «Reaktionär» war ein Codewort, unter diesem Label wurden politisch Andersdenkende in der Diktatur zum Schweigen gebracht, verfolgt, verbannt, verhaftet, im schlimmsten Fall auch hingerichtet, ermordet. Wenn ich heute lese, wie Wladimir Putin in Russland gerade die im Herbst anstehenden Wahlen vorbereitet, wie die russische Justiz Oppositionelle wie Nawalny und seine Antikorruptionsstiftung als «extremistisch» und «terroristisch» einstuft, erkenne ich die Methode wieder – lediglich das Codewort hat sich geändert.

    In freien, offenen Demokratien, wie wir sie im Westen geniessen, werden Meinungsverschiedenheiten anders ausgetragen: Gegenmeinungen sind hier nicht nur erlaubt, sie sind ausdrücklich gefragt. «Der Wert eines Dialogs», sagte Karl Popper, hänge «von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen» ab. Wir tun gut daran, diesen Wert nicht nur zu schätzen, sondern auch zu pflegen. Denn diese Freiheit musste errungen werden. Zu glauben, dass sie ewig bei uns bleibt, wäre eine Illusion. Gerade auch Widersprüche und Ambivalenzen auszuhalten, will immer wieder neu gelernt sein.

    Erst im März dieses Jahres lehnte der Rat für deutsche Rechtschreibung, ein zwischenstaatliches Gremium aus 41 Wissenschaftern und Sprachpraktikern, eine massgebende Instanz für die deutsche Rechtschreibung, die Gender-Schreibweisen (zum wiederholten Male) ab. Nicht weil er den Anspruch, allen Menschen mit geschlechtergerechter Sprache zu begegnen, nicht teilen würde – das tut er ausdrücklich. Die Ratsmitglieder sind aber der Auffassung, dass diese «gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Aufgabe (…) nicht allein mit orthographischen Regeln und Änderungen der Rechtschreibung gelöst werden kann».

    Von manch selbsternanntem Spracherneuerer werden aber längst Fakten geschaffen: Auf die Initiative von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten gelten an zahlreichen Universitäten, in Behörden und Ämtern «Leitlinien», die nicht nur dem geltenden Regelsystem zuwiderlaufen.
    Dabei ist das Einhalten von verbindlichen und allgemein anerkannten Regeln auch in der Sprache elementar, nämlich für das menschliche Zusammenleben. Ohne Sprachnormen gibt es keinen Sprachgebrauch, ohne Sprachgebrauch keine Kommunikation. Erst das verbindliche Regelwerk ermöglicht eine Verständigung innerhalb einer Sprachgemeinschaft. Und noch etwas: Sprachnorm sichert sogar Gerechtigkeit, indem sie dafür sorgt, dass niemand ausgegrenzt wird. Indem sich eifrige Gender-Advokaten ausgerechnet im Namen der Gerechtigkeit über die Sprachnorm hinwegsetzen, mit dem Argument, «ein Grossteil der Gesellschaft» sei vom heutigen Sprachgebrauch exkludiert, exkludieren sie einen Teil der Gesellschaft als «Rückwärtsgewandte», «Ewiggestrige», «Fortschrittshemmer» und «Reaktionäre».

    Als Germanistin mit einer Muttersprache, die zwischen Esel und Eselin («szamár») nicht unterscheidet – das Ungarische kennt kein grammatisches Geschlecht –, bin ich auch dem Argument gegenüber skeptisch, eine durch Asteriske «gerecht» gemachte Sprache bewirke die Gleichstellung von Frauen. Immerhin steht der Bundesregierung seit 16 Jahren eine Bundeskanzlerin vor – unvorstellbar in Ungarn, obwohl die Sprache dort genderneutral ist. Dort regieren fast ausschliesslich Männerkabinette.

    Aber bietet der Gender-Gap, wie die Universität Bielefeld behauptet, wirklich «Freiraum» für die Entfaltung von Geschlechteridentitäten? Vermag ein Unterstrich die «Entfaltung von Geschlechteridentitäten» zu fördern? Ist überhaupt die Kennzeichnung der Sexualität relevanter als die Sprachökonomie?

    Schon Doppelnennungen wie «Ärzte und Ärztinnen», «Kunden und Kundinnen» widersprechen zwar nicht der Grammatik, aber der Sprachökonomie. Was im Englischen mit «Dear colleagues» und «Dear visitors» gesagt ist, heisst im Deutschen «Liebe Kolleginnen und Kollegen», «Liebe Besucher, liebe Besucherinnen». Die Kürze ist nicht des Deutschen Stärke; Doppelform-Nennungen machen die Sache nicht besser.

    Sprache strebt nach Einfachheit, nicht nach Kompliziertheit – und schon gar nicht nach ideologisch begründeten Regeln. Die Zunahme von Sprachsensibilität und kritischem Sprachbewusstsein ist ausdrücklich begrüssenswert. Aber der Sprachwandel funktioniert nicht ohne Konsens, nicht nach frei erfundenen Regeln und schon gar nicht auf Kommando.

    Sprache (auch sie!) blüht nur in freien Gesellschaften. Dass dem so ist, zeigen Beispiele in der Geschichte. Die Revolutionierung der deutschen Sprache hatte sich auch der SED-Staat vorgenommen. Walter Ulbricht, der ab 1950 den DDR-Sozialismus aufbaute, wollte auch die Sprache «sozialistisch» erneuern. 1970 verkündete er vor dem 13. ZK-Plenum der SED, dass die einstige Gemeinsamkeit der deutschen Sprache in Auflösung begriffen sei. Das Ziel, sich auch durch die Sprache von der BRD abzusetzen, sei erreicht. Wehrdienst sollte fortan «Ehrendienst» heissen, Bodybuilding «Körperkulturistik», der Fremdenführer «Stadtbilderklärer». Für diese ideologisch motivierte «Spracherneuerung» kreierte die Ostberliner Akademie der Wissenschaften eigens Kategorien, so gab es «Neuwörter», «Neuprägungen» und «Neubedeutungen» wie «Kombine», «Plandiskussion» und «Wohnraumlenkung».

    Und weil der neue Tanz der Amerikaner, der Rock’n’Roll, den kommunistischen Machthabern ein Dorn im Auge war – zu sehr sprudelte daraus das freiheitliche Lebensgefühl des Westens –, erfand der SED-Staat einen eigenen Tanz als Ersatz, den Lipsi (nach «lipsiens», lat. für «Leipziger»).
    Aber Ulbricht hatte nicht recht behalten. Die Gemeinsamkeiten der Sprache haben sich nicht aufgelöst. Aufgelöst haben sich der SED-Staat und der kommunistische Ostblock, mitsamt sozialistischer Spracherneuerungen. Die kreativsten Wortschöpfungen, von denen auch manches erhalten geblieben ist, kamen nicht vom Staat, sondern vom Volk. Liebevoll in Erinnerung bleibt wohl die «Rennpappe», ein Kosewort für den Trabant: Das enge Verhältnis der Deutschen zu ihren Autos konnte auch der SED-Staat seinen Bürgern nicht nehmen.
    Weder in der Diktatur noch in der freien Gesellschaft kann Sprache also durch Verordnung oder Zwang «erneuert» werden. Der eben schon zitierte Popper, ein grosser Freund der offenen Gesellschaft, gab zu bedenken: Von allen politischen Idealen sei der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht am gefährlichsten. Er führe unvermeidlich zu dem Versuch, anderen Menschen «höhere Werte» aufzuzwingen, «ihre Seelen» zu retten. Der Versuch, den Himmel auf Erden zu errichten, sagt Popper, erzeuge stets die Hölle.

    Nun führt Gendern nicht in die Hölle und auch nicht zum allgemeinen Glück, nicht zum Weltuntergang und nicht zu der «gerechten Welt», wie politische Ränder links und rechts es hin und wieder weismachen wollen. Es zeugt aber von einem elitären Denken, das Sprachnorm und Sprachgemeinschaft ignoriert. Und es zeugt nicht zuletzt von einem Missverständnis bezüglich der Rolle von gewählten Politikern in einer freien Gesellschaft: Nicht der Glaube an die eigene Vernunft soll sie führen, sondern, um es wieder mit Popper zu sagen, der Glaube an die Vernunft der anderen.

    Der NZZ und Frau Breier meinen allerherzlichsten Dank für diesen Beitrag zur genderfreien Sprache.

    • Die wahnwitzige Verschwörungstheorie, die hinter der ganzen „Gender“-Idee steht, sollte das ganze „Gendern“ von vorneherein und im Ansatz unmöglich machen! Wenn man sich mit diesen Fanatikern und feministischen Verrschwörungsirren auf eine Diskussion einlässt, wie hier in diesem Artikel, hat man schon verloren.

  7. Frauen an die Waffen und in den Schlamm!

    https://www.tagesanzeiger.ch/wehrpflicht-fuer-frauen-warum-gerade-jetzt-434404113496

    Wehrpflicht für Frauen: Warum gerade jetzt?
    Der Schweizer Offiziersverband fordert: Auch Frauen sollen dienstpflichtig sein. Das stösst eine Debatte um Gleichstellung an – und um die Zukunft des Militärdienstes.
    «Es ist an der Zeit, dass beide Geschlechter im Militär dieselben Rechte und Pflichten haben», sagt der Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG), Stefan Holenstein, der «NZZ am Sonntag». Der Dachverband fordert eine Wehrpflicht für Frauen. Denn wolle die Armee einen funktionierenden Betrieb aufrechterhalten, könne sie nicht länger auf 50 Prozent der Bevölkerung verzichten.
    Bereits bis Ende Jahr könnte sich diese Idee konkretisieren und politisch zur Diskussion stehen. Aufgrund von akutem Personalmangel in der Armee prüft man zurzeit verschiedene Methoden zur Abänderung und Ausweitung der bisherigen Dienstpflicht. Um mehr Frauen den Militärdienst schmackhaft zu machen, hat Verteidigungsministerin Viola Amherd zudem die Armeespitze bis Ende 2021 mit der Ausarbeitung einer Strategie zur «Gender-Perspektive» beauftragt.

    Über 200 Kommentare darunter, selbstverständlich mit dem üblichen femininen Mimimi – Fotzenkotzen – hier z.B.:
    Sandra –Es gibt sehr viel dringendere Bereiche für Gleichstellung in unserer Gesellschaft als die Armee. Gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Schulsysteme die es Frauen erlauben 100% arbeitstätig zu sein, etc. Wenn wir diese ‚alten’ Bereiche endlich einmal ausgeglichen haben, können wir meiner Meinung nach über gleiche Pflichten für junge Frauen sprechen, aber nicht vorher.
    Denn der Vorschlag ist ja nichts anderes als einfach einen ‚neuen Pool‘ von potentiellen Rekruten zu finden. Eine reelle Einbindung von Frauen in der Armee und v.a. der Armeefühung ist ja wohl nicht wirklich damit gemeint.

    oder hier:
    Katarina –Jetzt, wo der Armee die Männer davonlaufen, sollen es die Frauen richten. Dieses Manöver ist sehr leicht durchschaubar, so ist es nicht zu gewinnen.
    Vielleicht wäre es aber wirklich an der Zeit, die männlichen Strukturen und Gewohnheiten im Militär mit Hilfe der Frauen aufzubrechen. Fertig mit Klüngelei, Schulterklopfen und Bevorzugen der Militärgespänli.
    Nur Ihr konservativen Männer- wollt ihr das wirklich? Eure letzte, ach so männliche Bastion, dem eingebildetem Feind überlassen? Stellt Euch die vielen Frauen vor, die Euch dann reinreden dürften, Euch Befehle erteilen. Die in Führungspositionen befinden, dass es dieses Säbelrasseln eigentlich gar nicht mehr braucht und die Armee von innen abschaffen!
    Das wäre wirklich ein grosser Vorteil, für uns alle!

    oder hier:
    Suzanne – Obligatorischer Zivildienst für alle ja, Militärdienst ist für Frauen eine Zumutung. Wer kümmert sich um die Familie in all den WKs? Schwanger in den Dienst? Zudem wollen die meisten Frauen mit Waffen nichts zu tun haben. Die Armee ist selber schuld, dass ihnen die Männer immer mehr davonlaufen bei all den sinnlosen Übungen und dem idiotischen Kadavergehorsam. Nun sollen die Frauen das über sich ergehen lassen. Eine professionelle Berufsarmee wäre eh besser statt Tausende Frustrierte und Demotivierte, die dann doch zu wenig Übung haben.

    auch toll und zum Glück mehr als ehrlich:
    Juerg Marti – Ich schaue nach Deutschland in die Unwettergebiete und frage mich “ wo sind all die schreibwütigen und stuttenbissigen Internetfeministinnen und Genderspezialist*Innen unter den Helfern ?“ Dort muss es wieder mal der alte weisse Mann und seine toxissche Männlichkeit richten.

    Die meisten Kommentare sind zustimmend und ganz klar gegen das feministischen Mimimi. Gleichberechtigung bitte auch konsequent.

    • Die armen Schweizerinnen, werden jetzt genau so behandelt wie Männer, ihr Rentenalter soll auch an das von Männern angeglichen werden. Daran sieht man das die Gesellschaft Frauen hasst…

    • „Schulsysteme die es Frauen erlauben 100% arbeitstätig zu sein“

      Also das der Staat die Erziehung übernimmt und die Frau tun kann was sie will. Auch Ganztagesschulen führen nicht dazu das Frauen mehr erwerbstätig sind.

      „Eine reelle Einbindung von Frauen in der Armee und v.a. der Armeefühung ist ja wohl nicht wirklich damit gemeint.“

      Denn wo anders sollen Frauen denn hin? Bestimmt nicht dahin wo es dreckig wird.

      „Vielleicht wäre es aber wirklich an der Zeit, die männlichen Strukturen und Gewohnheiten im Militär mit Hilfe der Frauen aufzubrechen. Fertig mit Klüngelei, Schulterklopfen und Bevorzugen der Militärgespänli.“

      Gibt es beim Militär etwas sowas wie Frauennetzwerke? ^^

      „Nur Ihr konservativen Männer- wollt ihr das wirklich? Eure letzte, ach so männliche Bastion, dem eingebildetem Feind überlassen?“

      Ja und zwar nur um dich zu ärgern.

      „Militärdienst ist für Frauen eine Zumutung.“

      Für Männer wohl nicht.

      • Wie toll wäre es, pfuschte der Staat nicht in die Natur herein, und der Frauen Fähigkeiten in Kindeserziehung und Bildung wären ein Selektor.

        Schule ist aktive Dysgenik.
        Die fallenden IQs geben davon ja Zeugnis, ist ja nicht alles (wohl doch sehr viel) Importverdummung.

  8. tps://www.tagesschau.de/ausland/amerika/hunter-biden-109.html

    „Im Gegenzug einen Gefallen von Biden-Senior?

    Vom Geld einmal abgesehen könnte ein ethisches Dilemma entstehen, wenn ein Käufer ein Biden-Werk über Marktwert ersteht und im Gegenzu\
    g einen politischen Gefallen von Biden-Senior erwartet. Das will die Regierung dadurch verhindern, dass weder Hunter Biden noch das We\
    iße Haus noch die Öffentlichkeit erfahren sollen, wer die Käufer sind.

    Shaub hält das für naiv. Früher oder später kommen die Käufernamen doch heraus, meint Shaub. Zumal Hunter Biden sich dieses Jahr noch \
    auf zwei Kunstmessen mit potentiellen Interessenten für seine Werke treffen will. “

    Sind die absichtlich über die Grenze des Schwachsinns hinaus? Es besteht ein ethisches Dilemma, mit den Käufen könnten verdeckte Gefal\
    len bezahlt werden. Dies würde durch die GEHEIMHALTUNG DER KÄUFER VERSCHLEIERT, nicht VERHINDERT.

    Sind die im ÖRR bald komplett merkbefreit?

    Und die Übereinstimmungen der Tattoos von geleakten Sex-Fotos/Videos, die Sex mit Minderjähriger doch sehr nahe legen? KEIN WORT.

    https://www.tagesschau.de/ausland/asien/japan-kindesentfuehrungen-101.html

    „Entführt von der eigenen Mutter oder dem eigenen Vater – in Japan ist das keine Seltenheit. Menschenrechtsorganisationen schätzen, da\
    ss jedes Jahr 150.000 Kinder betroffen sind. Offizielle Zahlen gibt es nicht. “

    „Japan kennt kein gemeinsames Sachgerecht. Elternteile können ihre Kinder meist straflos dem anderen entziehen – eine weit verbreitete \
    Form der Kindesentführung. Ein Fall steht nun auf der außenpolitischen Tagesordnung.“

    Wären vorwiegend Mütter betroffen, wäre hier sicher eine Organisation zu Wort gekommen, so interviewen sie einen Vater, der in Tokio m\
    it Hungerstreik demonstriert. Es gäbe doch sicher auch Vereine/Initiativen die umfassender/professioneller Kommentieren könnten?

    https://reason.com/2021/07/23/women-are-on-the-verge-of-being-forced-into-military-conscription-due-to-a-perverse-notion-of-equality/

    „Perverse Notion of ‘Equality’“ LoL, könnte ja vielleicht auch für Deutschland eine Methode sein den Bevölkerungsschwund umzukehren, m\
    ündlichen überlieferungen aus dem US-Militär peopen die Schwangerschaftsbäuche hervor, sobald die Soldatinnen zu einem ‚kritischen‘ Einsatz beordert werden…. 😉

  9. Via Danisch:

    https://www.danisch.de/blog/2021/07/28/noch-ein-verfassungsverteidiger/

    Die Datenkrake Google klagt gegen das NetzDG:

    „Der US-Suchmaschinenkonzern Google hält neue Vorgaben des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG) für unzulässig. Die vorgeschriebene Weitergabe von Nutzerdaten an das Bundeskriminalamt steht nach Ansicht der Firmentochter Youtube „nicht nur in Konflikt mit dem Datenschutz, sondern auch mit der deutschen Verfassung und europäischem Recht“. Das schreibt Youtube-Managerin Sabine Frank in einem Blogbeitrag vom 27. Juli 2021. Das Verwaltungsgericht Köln hatte zuvor den Eingang der Klage laut Verfassungsblog.de bestätigt.“

    https://www.golem.de/news/illegale-inhalte-youtube-klagt-gegen-das-netzdg-2107-158473.html

    • Wundert mich eh, warum dagegen noch niemand geklagt hat. Weiß das jemand?

      Ich hätte doch Anwalt werden sollen, man fühlt sich irgendwie so hilflos der Willkür dieser unerträglichen Nulpen aus der Politik ausgesetzt. Und Danischs Elan, die komplexe juristische Materie zu durchdringen (und trotzdem immer zu scheitern) geht mir irgendwie komplett ab…

      • Das ist ja Version 2, Version 1 scheiterte am Bundespräsidenten wegen mangelnder Verfassungs-Kompatibilität … da waren die Widersprüche ZU KLAR ersichtlich.

        Ich habe mittlerweile den Eindruck, das heute die Regierung einer der größten Verfassungsfeinde ist. Auf https://blog.fefe.de/?q=verfassungsrechtlich hat Fefe mal verkündet, dass der Bund sogar Buch über zurückgezogene Gesetze führt, und die Pdf zum Runterladen bereithält.(Auch schön: https://blog.fefe.de/?ts=a540d421)

        Es wurde also ein Gesetz verabschiedet, das „nicht ganz offensichtlich“ gegen die Verfassung verstößt, das Gericht in Karlsruhe soll dann die Endbeurteilung leisten…

  10. https://www.achgut.com/artikel/die_verweiblichte_republik

    lesenswert

    […] Kultur, Medien und Justiz, aber vor allem Schulen und Hochschulen, später dann mehr oder weniger alle Parteien, voran natürlich Grüne und SPD, inzwischen auch die feminisierte CDU, waren und sind durchdrungen vom Gedankengut einer Generation, die erst Aufbruch vermittelte und dann in spießiger Saturiertheit, Intoleranz und moralischer Hybris endete. Profiteure waren und sind in auffallendem Maße – Frauen. …

    • Leider nein. Wirkt zwar so (komische Perspektive?) im Bild, die Bänder zeigen aber das
      der Helm richtig herum aufgesetzt ist. Weiter unten im Tweet sind noch weitere Fotos zu sehen in
      denen es eindeutig zu erkennen ist. Der Helm kann also nichts dafür das er von Scholz getragen wird.

    • Falsche Frage. Anzahl der Betten die mit siechenden und sterbenden Menschen belegt sind ist eine ganz ungeeignete Metrik in einer Pandemie und nebenbei einer humanistischen Gesellschaft unwürdig.

      „Es stehen noch ITS-Betten zur Verfügung? Toll, dann können wir manche kurzfristig denkenden Menschen sich noch mehr schwere covid Fälle leisten!“
      *facepalm*

      • Nein, genau die richtige Frage, denn damit wurden die Einschränkungen (die dir alle nicht weit genug gehen) begründet. Mit einer angeblichen Überforderung des Gesundheitssystems.

        Liegt keine Überforderung vor, wären auch sämtliche Einschränkungen wieder aufzuheben. Meines Erachtens sind sie auch mit Überforderung nicht zu rechtfertigen, es war ein Fehler sich auf diesen Kompromiss einzulassen. Wenn man an Spinner wie dich gerät, ist man am Ende alle seine Freiheiten los.

        Dass du es WAGST, von Humanismus zu faseln, DU der ein Zero-Covid-Regime errichten will, trotz lächerlicher Übersterblichkeit, ist echt die Höhe! Du hast sie doch nicht mehr alle!

        • Ich bin zwar großteils mir Dir einer Meinung, @Androsch, aber fairerweise sollte man anerkennen, dass @pingpong ZeroCovid zumindest ja mit der Absicht fordert (gefordert hat?), dass damitweniger Restriktionen einhergehen als wir hatten.

          • „Mit dem Virus leben“ oder kontinuierlich zu reagieren wenn die KH sich füllen bzw. voll sind ist eine reaktive Strategie. Damit wird der Shutdown schlußendlich durch das Virus diktiert und wird viel mehr Schaden anrichten. Das ist eine direkte Beobachtung aus den Erfahrungen der Vergangenheit.

            Proaktives handeln ist eine bessere Strategie. Wenn die Zahlen niedrig sind nicht nachlassen, sondern umso stärker handeln um Eliminierung zu erreichen. Das ist die Exit-Strategie die funktioniert. Damit gibt es viel weniger Restrikitionen, das ist ebenfalls eine direkte Beobachtung aus den Erfahrungen der Vergangenheit. Andernfalls wird das Virus mutieren und es gibt wieder exponentielles Wachstum.

            Wie oft wollen(!!!!) wir den Aufsperren-Lockdown Zyklus noch durchmachen bis wir es lernen?

            ps:
            Die nächste „Evidenz-basierte“ Erkenntnis die sich als falsch herausstellt: Saisonalität aka „Man muss (nur) im Winter aufpassen, im Sommer verbreitet sich das Virus fast nicht“.

          • „Wie oft wollen(!!!!) wir den Aufsperren-Lockdown Zyklus noch durchmachen bis wir es lernen?“

            Das fragen sich die Australier auch gerade. Mit ihrer ZeroCovid-Strategie ist derzeit die Hälfte der Bevölkerung im Lockdown, Sydney geht gerade in die fünfte Woche. Rein in den Lockdown und wieder raus, das kennen viele Australier also sehr gut 😉

            Sicher, man kann argumentieren, es sind von der Bevölkerung nur halb so viele im Lockdown wie bei uns im Winter. Aber damit es nach außen nicht zu einem Aufsperren-Lockdown-Zyklus kommt, haben die Australier ihre große Insel in eine DDR light verwandelt: Bis wenigstens Mitte 2022 sollen die Grenzen dicht bleiben, rein und raus kommt man nur mit Sondergenehmigung.

            Will ich auch nicht haben. Wäre hierzulande auch schwieriger zu kontrollieren, wir sind keine Insel.

            Meiner Ansicht nach kann man alles wieder aufmachen, alles wieder erlauben. Die halbe Bevölkerung ist geimpft, insbesondere die Risikogruppen. Soll man meinetwegen minimalinvasive Maßnahmen beibehalten wie das Maskentragen. Aber ein Masensterben droht spätestens jetzt nicht mehr, falls es das überhaupt je tat.

          • „…Saisonalität aka „Man muss (nur) im Winter aufpassen, im Sommer verbreitet sich das Virus fast nicht“.

            Haben wir Sommer? Als ich heute Morgen aus dem Haus ging, fühlte es sich wie Frühherbst an… 😦

            BTW: „Proaktives handeln ist eine bessere Strategie. Wenn die Zahlen niedrig sind nicht nachlassen, sondern umso stärker handeln um Eliminierung zu erreichen. Das ist die Exit-Strategie die funktioniert.“

            Proaktives Handeln meint, in definierten Entitäten den Grenzverkehr 100%ig zu kontrollieren und jeden Einreisenden verpflichtend in eine isolierte 3-5 Tage Quarantäne zu stecken (PCR-Test am 3. Tag nach Ankunft). Wir hatten die Diskussion über die Unmöglichkeit in Europa bei kleinräumigen Entitäten schon des Öfteren…

          • „Proaktives handeln ist eine bessere Strategie. Wenn die Zahlen niedrig sind nicht nachlassen, sondern umso stärker handeln um Eliminierung zu erreichen.“

            Gut, aber wie lange willst du diese Eliminierungsstrategie fahren? Bis alle vollständig geimpft sind? Bis in alle Ewigkeit? Bis die nächste Variante kommt?
            Das Virus wird nicht verschwinden.

          • @renton:

            Das fragen sich die Australier auch gerade. Mit ihrer ZeroCovid-Strategie ist derzeit die Hälfte der Bevölkerung im Lockdown, Sydney geht gerade in die fünfte Woche.

            SA und VIC sind wieder auf Eliminierung. NSW muss sich zusammenreißen.

            Meiner Ansicht nach kann man alles wieder aufmachen, alles wieder erlauben. Die halbe Bevölkerung ist geimpft, insbesondere die Risikogruppen.

            Wir werden sehen. Ich möchte es zwar nicht sehen, weil ich meine dass es keine gute Idee ist, aber gut.

            Aber ein Masensterben droht spätestens jetzt nicht mehr, falls es das überhaupt je tat.

            Das tat es bei anderen Krankheiten auch nicht, und wir haben trotzdem gehandelt.

          • @peter:

            Wir hatten die Diskussion über die Unmöglichkeit in Europa bei kleinräumigen Entitäten schon des Öfteren…

            Can’t do Mentalität ist das größte Hindernis. Technisch-Organisatorische Fragen rangieren da weit dahinter.

            @trenbolon:

            Gut, aber wie lange willst du diese Eliminierungsstrategie fahren?

            Bis Herdenimmunität erreicht ist. Wir können es auf die schwierige Art machen und uns bis zu diesem Zeitpunkt mit immer wiederkehrenden shutdowns herumschlagen, mit Unsicherheit, mit Schaden für Mensch und Wirtschaft. Oder wir packen die Gelegenheit jetzt beim Schopf und machen es ordentlich, haben bis zur Herdenimmunität einige kleinere kurze und lokale shutdowns, aber leben ansonsten im großen und ganzen normal. Es liegt an uns.

          • Bis Herdenimmunität erreicht ist. Wir können es auf die schwierige Art machen und uns bis zu diesem Zeitpunkt mit immer wiederkehrenden shutdowns herumschlagen, mit Unsicherheit, mit Schaden für Mensch und Wirtschaft. Oder wir packen die Gelegenheit jetzt beim Schopf und machen es ordentlich, haben bis zur Herdenimmunität einige kleinere kurze und lokale shutdowns, aber leben ansonsten im großen und ganzen normal. Es liegt an uns.
            @pingpong was nu ? eleminierung oder herdenimmunität?

            Can’t do Mentalität ist das größte Hindernis. Technisch-Organisatorische Fragen rangieren da weit dahinter.
            soll ich da diese Steilvrolage den Godwin zeihen?
            die Kognitivi Dissonanz ist übermächtig mit dir :
            das virus kannst du mit ein nicht sterilen Impfung eleminieren : und wenn der Anteil Geimpfen Infizierten fast genau ihrem anteil ander Gesmatbevölkerung ihrer Alters entsprciht – dan wirk die Impfung fast nicht !
            Dank der Lockdownerei : „freut“ sich die CH und NZ über massig RSV infektion mit ITS aufenthalten und toden klein kinder – 1,6 YLoL vs. gut 80 YLOL ?
            mein Ferndiagnose : für dich : Hyperchonder:

          • @pingpong
            „Bis Herdenimmunität erreicht ist.“
            Das klingt ja zunächst vernünftig. Ist es aber erwiesen, dass es Herdenimmunität geben wird?
            Wenn die nächste Variante/Mutation reingrätscht, war es das ja unter Umständen wieder mit der Immunität.

          • @trenbolon:

            Nicht wenn wir es verhindern. Es gibt einen sehr einfachen Grund, warum keine australien/china/Neuseeland/Vietnam usw Mutation existiert.

          • „Can’t do Mentalität ist das größte Hindernis.“

            – Es gibt Ziele die nicht erreichbar sind.
            – Und es gibt Ziele, die vielleicht erreichbar sind, aber die den Aufwand nicht lohnen.

            „Bis Herdenimmunität erreicht ist.“

            Falls die nicht erreichbar ist, bedeutet das eine Diktatur light (oder vielleicht nichtmal light), die erst dann aufgehoben wird wenn es den Mächtigen gefällt, oder auch nie. Diese Art Dauer-Kriegszustand gegen einen imaginären Feind oder für irgendein ideologisches Blafasel haben schon eine Reihe totalitärer Regime als Rechtfertigung ihrer Existenz verwendet.

          • @pingpong
            Wenn man deiner Argumentation konsequent folgt, müsste man überall auf der Welt die Entstehung von Mutanten verhindern. Oder Deutschland hermetisch abriegeln.

          • @fs:

            Das vorrangige Ziel ist es die infektionszahlen möglichst gering zu halten. Das verhindert menschliche, psychische und wirtschaftliche Schäden. Dass dadurch auch keine bzw. viel weniger Mutationen entstehen ist ein willkommener Nebeneffekt, aber nicht das primäre Ziel.

            Das dumme bei einer Pandemie ist, es handelt sich per Definition um ein globales Problem.
            Die gute nachricht: man kann klein und lokal anfangen,das haben genug Länder bereits gezeigt. Die Maßnahmen auf internationaler Ebene (flug- und reisebeschränkungen, Quarantäne usw) haben wir bereits implementiert gehabt, daran scheitert es nicht. Das schwierigste und wichtigste ist es, einmal eine bewusste Entscheidung zu treffen was wir wollen. Wenn die ersten lokalen communities Erfolg haben wird es viel leichter, das führt zu einem nachahmungs Prozess. Ist wie ein Domino Effekt.

          • Das Argument, die Inzidenz klein zu halten, um Mutationen zu verhindern, habe ich schon öfter gehört. Aber es leuchtet mir nicht ein. Auf lange Sicht kann man die nicht verhindern, es sei denn, man schafft es, die Krankheit weltweit auszurotten.

            Meines Erachtens kann man noch nicht so recht sagen, was die beste Corona-Strategie ist. Wenn Geimpfte nur noch selten schwer erkranken und jeder (über 12) sich impfen lassen kann, kann man die Zügel locker lassen. Auf die wenigen Risikopatienten, die keine Impfung vertragen, würde ich keine Rücksicht nehmen.

            Wenn es trotz Impfung in relevanter Häufigkeit zu schweren Erkrankungen oder „Long Covid“ kommt, sieht es natürlich anders aus. Noch scheint es selten zu sein.

            In der letzten Podcast-Folge mit Sandra Ciesek habe ich auch keine wirklich überzeugenden Argumente für harte Anti-Corona-Maßnahmen gehört.

            Hochinteressant finde ich übrigens, dass man das Abklingen der Wellen nicht versteht. Das ist mir schon länger aufgefallen, insbesondere die Wellen 2 und 3. In UK klinngt Delta gerade ab – warum? Sandra Ciesek kam da richtig ins Schwimmen.

          • @fs:

            Das Argument, die Inzidenz klein zu halten, um Mutationen zu verhindern, habe ich schon öfter gehört. Aber es leuchtet mir nicht ein. Auf lange Sicht kann man die nicht verhindern, es sei denn, man schafft es, die Krankheit weltweit auszurotten.

            Perfektion ist nicht nötig. Es geht darum, das Risiko für Mutationen möglichst gering zu halten. Je weniger Infektionen, desto weniger Mutationen.

            Wenn Geimpfte nur noch selten schwer erkranken und jeder (über 12) sich impfen lassen kann, kann man die Zügel locker lassen.

            Relevant ist in diesem Fall die Viruslast. Delta soll eine vielfach (mehrere Größenordnungen) höhere Viruslast haben als frühere Varianten. Die Impfung ist keine Freifahrtsschein, wenn du so eine Viruslast abbekommst dann kann auch die Impfung nur sehr bedingt helfen. Deshalb erkranken ja auch Geimpfte in relevanter Zahl (siehe UK, Israel). Und den Zusammenhang zwischen Viruslast und Schwere der Erkrankung kennt man bereits von früher.

            Die Impfung hätte die Eliminierung um so vieles leichter gemacht wenn es bei der ursprünglichen Variante geblieben wäre. Diesen Zug haben wir leider abfahren lassen. Jetzt haben wir eine aggressivere Variante und ist es wieder schwieriger. Die Weisheit von ganz zu Beginn der Pandemie bestätigt sich damit wieder: Je länger man wartet, desto schwerer wird es.

            In UK klinngt Delta gerade ab – warum?

            Ich vermute: Weil der Großteil der Leute nicht so blöd ist und mitten in einem explosionshaften Anstieg der Infektionszahlen lustig feiern geht, freedom day hin oder her. Ich gäbe viel darum, wenn sich diese Art Hausverstand auch bis in die relevanten Entscheidungskreise durchsetzen würde. Es geht alles viel leichter, wenn alle an einem Strang ziehen.

          • Wenn man die Wellen nicht erklären kann, kommt man gern damit, dass die Leute eben ihr Verhalten verändert haben.

            Entspricht überhaupt nicht meinen Erfahrungen aus meinem Umfeld. So wankelmütig sind die Leute meines Erachtens nicht.

            das Diesen Zug haben wir leider abfahren lassen
            Ein schnelles Durchimpfen ist sicher von Vorteil. Aber wenn in Deutschland schneller geimpft wird wird woanders langsamer geimpft. Bisher kamen die Mutanten aus dem Ausland.

            Am Ende sind die Möglichkeiten, Mutanten zu verhindern, begrenzt. Man sollte es realistisch sehen. Man kann die Pandemie nur in geringem Maß steuern.

          • @fs:

            Ich denke du unterschätzt die Leute. Andererseits, man weiß es eben nicht. Darum schrieb ich auch, es wäre meine vermutung. Die mobilitätsraten in UK sind jedenfalls seit dem freedom day nicht nur nicht gestiegen, sondern in Teilbereichen sogar gesunken. Das würde zu meiner Vermutung passen.

            Weiteres dürften die aktuellen schulschließungen auch eine Rolle spielen.

            aber wenn in Deutschland schneller geimpft wird wird woanders langsamer geimpft.

            Warum? Davon abgesehen, die Impfung ist ja nicht das einzige Mittel (und sollte auch nicht das einzige sein) zur bekämpfung der Pandemie.
            Die Mutanten kamen bisher aus denjenigen Ländern, die eine große Anzahl an Infektionen hatten.

            man kann die Pandemie nur in geringem Maß steuern

            Erstaunlich was für Ideen als „Fakten“ deklariert werden, noch bevor man das überhaupt wissen kann.

          • Okay, ich hab einiges zu pauschal ausgedrückt.

            Man kann sicherlich einiges Tun zur Eindämmung, aber es läuft in der Regel aus sehr harte Maßnahmen hinaus. Für Zero Covid bräuchte man schon chinesische Methoden und dichte Grenzen.

            Letzteres betrachte ich als unrealistisch. Für Schließungen/Lockdowns sehe ich keine Rechtfertigung. Im Prinzip hätte man das schon zu Beginn der sich entwickelnden vierten Welle machen müssen, also vor zwei Wochen.

          • Wie kann man deiner Meinung nach verhindern, dass im Ausland Varianten entstehen?

            Wenn nicht müssen wir uns so oder so darauf einstellen.

          • Man kann sicherlich einiges Tun zur Eindämmung, aber es läuft in der Regel aus sehr harte Maßnahmen hinaus.

            Die Erfahrung zeigt: wenn man nichts tut läuft es früher oder später sowieso auf harte Maßnahmen hinaus. Der Unterschied wenn man früh handelt: die Maßnahmen dauern nicht so lang, betreffen örtlich kleinere Gebiete und richten daher viel weniger Schäden an.

            Im Prinzip hätte man das schon zu Beginn der sich entwickelnden vierten Welle machen müssen, also vor zwei Wochen.

            Der beste Zeitpunkt zu handeln ist ganz am Beginn, mit deinen Worten also vor zwei Wochen. Der zweitbeste Zeitpunkt zu handeln ist jetzt. Warum warten?

            Wie kann man deiner Meinung nach verhindern, dass im Ausland Varianten entstehen?

            Wir könnten zunächst einmal verhindern dass wir eine nächste Welle haben. Das wäre aus meiner Sicht ein guter Anfang. Wenn wir das vernünftig hinkriegen dann sind wir auch auf eventuelle neue Varianten um ein vielfaches besser vorbereitet. Ideal wäre es natürlich wenn andere Länder auch mitziehen.

          • Es reicht nicht, einen kurzen Lockdown am Anfang einer Welle zu machen. Sobald man lockert gehen die Infektionen hoch. Das ist diese Wellenbrecher-Vorstellung, die Ende des letzten Jahres auch nicht funktioniert hat.

            Es stellt sich auch die Frage, wie flach man jetzt noch die Wellen halten muss, wenn Infektion und Hospitalisierung stärker entkoppelt ist. Dazu bestehen noch zu wenig Erfahrungen. Die Kosten-Nutzen-Abwägung ist eine andere als im letzten Herbst. Das ist ein Punkt, den du gar nicht siehst.

            Tomas Pueyo sieht es z.B. so, dass die höhere Pathogenität neuerer Varianten durch Immunisierung (Impfung) weit überkompensiert wird.

            Letztlich geht es um moralische Fragen: Was ist mehr Wert, der Schutz der Risikogruppen oder die Aufrechterhaltung des Arbeits- und Soziallebens? Das lässt sich nicht durch Experten beantworten. Man wird auch einen Kompromiss mit den Maßnahmen-Kritikern finden müssen.

            Die Entstehung von Varianten wird kaum aufzuhalten sein, denn weniger entwickelte Länder wie z.B. Indien sind nicht in der Lage, social distancing oder groß angelegte IImpfkampagnen durchzuführen.

          • Irgendwie drehen wir uns im Kreis. Nettes Interview. Ich kenne die Argumente und sehe das meiste genau so.

            Aber zwei Einwände. Erstens wissen wir noch nicht genau, wie sich die Mutanten entwickeln werden. Sie malt da etwas schwarz, wobei es durchaus nicht verkehrt ist, das Verhindern eines worst case scenario in die Politik einzubeziehen.

            Zweitens hat sich auch keine gangbaren Vorschläge, wie man es machen könnte. Wenn alles so eintritt, wie sie befürchtet, nämlich dass das Virus dauerhaft gefährlich bleibt, trotz Impfung, muss unser gesamtes Sozial- und Arbeitsleben dauerhaft umgestellt werden. So ähnlich, wie sich in manchen Ländern die Menschen vor malariaübertragenden Mücken durch Netze schützen. Sie faselt da was von Lüftung, als wäre es so einfach. Da hätte ich gern mal eine Rechnung, wer das bauen soll, wo man die Komponenten, die dann weltweit gebraucht werden, in solchen Massen herbekommt. Was das alles kostet. Wie lange der Umbau dauert. Welche Länder das machen können.

            Meiner Ansicht nach läuft das eher auf einen Dauerlockdown in der kühleren Jahreshälfte hinaus – bis wir
            (das muss neben dem Lockdown geschehen) eine ganz neue Infrastruktur aufgebaut haben. Wir haben einfach nichts, um die Wellen flach zu halten, außer die harte Methode.

            Wie wär’s mit ein paar konstruktiven Vorschlägen? Schulen schließen? Geschäfte schließen? Dienstleistungen verbieten? Wieder das gleiche Programm wie immer?

          • Treffender wäre es, von den kühleren drei Vierteln des Jahres zu sprechen. Und wer weiß, ob sich die Viren nicht noch an den Sommer anpassen werden.

            Glaubst du eigentlich daran, dass man SarsCov2 wieder einfangen kann?
            Wenn man weltweit sämtliche Tätigkeitenn, die mit menschlichem Kontakt verbunden sind, für drei, vier Wochen einfrieren würde, könnte man das Virus wohl ausrotten.

          • @fs:

            Zweitens hat sich auch keine gangbaren Vorschläge, wie man es machen könnte.
            […]
            Wie wär’s mit ein paar konstruktiven Vorschlägen?

            Die Vorschläge sind doch schon seit eineinhalb Jahren auf dem Tisch.
            1. Die bewusste Entscheidung treffen was man erreichen will.
            2. Für Eliminierung: Früh und entschlossen handeln. Ja, das bedeutet Schulen, Geschäfte etc. im Anlassfall schließen. Nein, es ist keine Dauerlockdown, sondern im Gegenteil dauert viel kürzer und richtet weniger Schaden an wenn man früh handelt.
            3. Grüne Zonen zum Schutz von Infektionsfreien Gebieten. Deutschland hat aktuell über 60 LK mit einer Inzidenz von unter 5. Du sagst Eliminierung wäre nicht möglich, die Realität ist, dass gar nicht wenige LK es bereits fast erreicht haben. Und zwar OHNE gezielt darauf hin zu arbeiten. Was glaubst du wie es aussehen würde, wenn man es einmal wirklich bewusst durchführt?

            Glaubst du eigentlich daran, dass man SarsCov2 wieder einfangen kann?

            Das ist keine Frage des Glaubens. Genug Länder zeigen, dass es geht. Grüne Zonen funktionieren sogar in einigen Bundesstaaten in Indien.

            könnte man das Virus wohl ausrotten.

            Eliminierung ist nicht dasselbe wie Ausrottung. Eliminierung bedeutet, dass man Feuer löscht anstatt sie brennen zu lassen. Wir sollten endlich anfangen, Feuer zu löschen. Wir wissen bereits, dass brennen lassen nicht funktioniert und alles nur schlimmer macht.

          • Mir sind deine Ausführungen zu wenig konkret. Damit kann ich nichts anfangen. Ich vermute mal, dass du auf Grenzschließungen hinaus willst, auch auf Kreisebene.

            Ich hab mal einen Podcast gehört mit so einem Zero-Civid-Anhänger. Der meinte, man müsste den Pendler-Verkehr durch Schnelltestung coronafrei halten. Scheint mir utopisch.

            An kurze Wellenbrecher-Lockdowns glaube ich auch nicht. Angekommen, wir hätten vor drei Wochen Lockdown gemacht und wären jetzt unter Inzidenz von 5. Und würden öffnen. Dann würden nach drei, vier Wochen die Zahlen wieder steigen, im Winter wahrscheinlich schneller. Dann wäre der nächste Lockdown fällig, denn man will ja früh reagieren.
            Also drei Wochen Lockdown, drei Wochen Öffnung usw. Im Winter funktioniert’s dann noch schlechter.

            Man bräuchte auf jeden Fall sehr harte Kontrollen und Quarantäne bei Grenzübertritt.

          • Drosten meinte übrigens kürzlich, die Schnelltests werden an Zuverlässigkeit verlieren, weil die Antikörper von Teilimmunisierten (Impfung/Genesung) die Testreagenzien stören.

          • @fs:

            Was ist am ersten Punkt unkonkret? Daran scheitert es aber bereits. Die Erkenntnis, dass Eliminierung möglich ist verändert tatsächlich die Perspektive. Es geht dann nicht mehr darum, aus welchen vielfältigen Gründen es nicht funktionieren kann, sondern darum wie man handelt damit das Ziel erreicht wird. Wir diskutieren stattdessen über den 7. Schritt und warum der eventuell problematisch ist, anstatt zumindest den ersten einmal zu tun.

            Selbstverständlich ist es ein schwieriges ziel, das bestreite ich nicht. Es wird viel entschlossenheit und Beharrlichkeit brauchen. Ich finde allerdings das Ziel ist die Mühe wert.

            Die Erkenntnis dass Eliminierung möglich ist verändert auch den Blick auf Lockdowns. Es geht dann nicht mehr darum eine welle zu brechen, das ist genau das was in der Vergangenheit nicht funktioniert hat. Die LK mit Inzidenz unter 5 waren auch nicht als Hinweis gemeint dass die nichts mehr machen brauchen, sondern dass die kurz vor dem Ziel nicht aufgeben sollten. Wenn du null erreicht hast ist es egal wie groß die reproduktionszahl ist, null multipliziert mit irgendwas bleibt null. Von daher ist es auch kein Gesetz dass die Zahlen wieder steigen. Das tun sie nur, wenn Fälle von außen importiert werden. Deshalb ist die komplette Öffnung einer grünen zone nicht per se gefährlich. Du kannst auch zwischen grünen Zonen alles öffnen, Australien und Neuseeland haben das bereits gezeigt, ebenso die Atlantic Canada bubble. Diese Überlegungen sind keine graue Theorie, das funktioniert in der praxis.
            Aufpassen musst du natürlich an der Grenze von grünen zu gelben/roten Zonen. Dort sind Tests, Quarantäne usw. notwendig. Aber auch das nicht in alle Ewigkeit, sondern nur bis die gelbe/rote zone ebenfalls grün ist. Dann können die Beschränkungen weg.

            Der Pendler Verkehr ist also „nur“ insofern problematisch als er zwischen grüner und noch-nicht-grüner zone stattfindet. Ich denke bei den zig Milliarden die wir bis jetzt in diese Pandemie versenkt haben wäre es machbar, wenn man den (kleinen) Anteil der grenzpendler temporär anderweitig kompensiert, sodass sie – sofern möglich – bis zu dem Zeitpunkt wo beide Zonen grün sind nicht jeden Tag hin und her müssen. Immer wird das nicht gehen (systemkritische Berufe), da muss man dann entsprechend vorsichtig sein. Ist ja nicht so als gäbe es da keine funktionierenden protokolle.

            In Australien waren letzten Winter übrigens alle bis auf einen Bundesstaat fast durchgehend geöffnet.

          • Ich schätze einfach die Schwierigkeiten und die Kosten, die Inzidenz nahe bei null zu halten (oder null zu erreichen) höher ein als du. Ich glaube, diese Zero-Covid-Strategien sind zu optimistisch. Dieses Dichthalten von Grenzen erfordert einen hohen personellen und organisatorischen Aufwand, abgesehen von den sich ergebenen Verkehrsstauungen. Mir erscheint das alles utopisch, ohne dass ich das jetzt durchgerechnet hätte. Nur weil sich ein paar Leute kluge Pläne ausgedacht haben, heißt das nicht, dass sie auch funktionieren.

            Ich hätte auch Zweifel daran, dass es in anderen Ländern so gut funktioniert. Meistens sind da doch totalitäre Mittel im Spiel, oder die Länder sind dünn besiedelt oder haben nicht diesen Grenzverkehr.

            Was du auch nicht bedenkst, ist, dass die Bevölkerung brav mitziehen muss. Schon daran würde es scheitern.

          • „Dieses Dichthalten von Grenzen erfordert einen hohen personellen und organisatorischen Aufwand, abgesehen von den sich ergebenen Verkehrsstauungen.“

            Abgesehen davon ist es verfassungswidrig.

          • @fs:

            Ich schätze einfach die Schwierigkeiten und die Kosten, die Inzidenz nahe bei null zu halten (oder null zu erreichen) höher ein als du. Ich glaube, diese Zero-Covid-Strategien sind zu optimistisch.

            Die Daten sagen das Gegenteil:
            Staaten die eine Eliminierungsstrategie verfolgen haben
            a) viel weniger schwere Fälle, viel weniger Tote
            b) weniger wirtschaftliche Einbußen
            c) mehr Freiheit für ihre Bürger

            https://covidactiongroup.net/economic-analyses

            Besonders der letzte Punkt, mehr Freiheit, das sind nicht nur abstrakt weniger staatlich vorgegebene Maßnahmen. Das ist ganz real eine höhere Mobilitätsrate (google mobility, Facebook mobility tracker, apple mobility dataset), und zwar signifikant höher.

            Ich hätte auch Zweifel daran, dass es in anderen Ländern so gut funktioniert. Meistens sind da doch totalitäre Mittel im Spiel, oder die Länder sind dünn besiedelt oder haben nicht diesen Grenzverkehr.

            Can’t do Mentalität.

            Niemand sagt dass wir es so wie China machen sollen. Tatsächlich sollten wir es sogar NICHT so wie china machen. Es gibt zum Glück genug andere erfolgreiche Beispiele. Auch die müssen wir nicht 1:1 kopieren, sondern selbstverständlich sollen wir es an die Gegebenheiten hier in europa anpassen.

            Aber zuerst sollten wir endlich eine bewusste Entscheidung treffen dass es besser ist Feuer zu löschen als sie brennen zu lassen. Alles weitere ist dann Ergebnis eines Aushandlungsprozesses. Der ist aber schwerlich konstruktiv und effektiv, wenn es keine konkrete Zielvorstellung gibt.

            Die Menschen in den Ländern mit Eliminierungsstrategie ziehen übrigens zu einem großen Teil mit. Weil sie direkt sehen dass es Sinn ergibt und dass es für alle Vorteile hat.

          • „Aber zuerst sollten wir endlich eine bewusste Entscheidung treffen dass es besser ist Feuer zu löschen als sie brennen zu lassen.“

            Das sind Diskussionen für vor einem Jahr. Inzwischen haben wir durch die Impfungen die Brandlast erheblich verringert. Wir können alles wieder aufmachen, anstatt jedes Strohfeuer mit einem Tanklastzug zu löschen.

      • Die offizielle Rechtfertigung für die Grundrechtseinschränkungen und „Lockdown“ war „Flatten the curve“, um den Buckel der Kurve im Rahmen der Kapazität des Gesundheitssystems zu halten. From the horse’s mouth:

        Wenn man diese Zielsetzung als gegeben nimmt, dann ist der Auslastungsgrad des Gesundheitssystem die einzig richtige Metrik als Stellgröße für „Lockdown“ bzw. dessen Aufhebung, und für dessen moralische Rechtfertigung. Und dann muss man diesen Auslastungsgrad eben korrekt messen können.

        Analog zu @Androsch möchte ich allerdings zufügen, dass ich es aus politischen und ethischen Gründen grundsätzlich ablehne, Grundrechte zur Verhandlungsmasse zur Erreichung politischer Ziele abzuwerten, auch nicht wenn diese Ziele an sich ehrenhaft sein mögen und auch nicht wenn der Mechanismus so wäre wie beschrieben. Falls die Ziele weniger ehrenhaft sein sollten, natürlich erst recht nicht.

        (Fußnote: Beachte die bewundernde Beschreibung des Guardian und seiner Lesen in den Kommentaren für Merkels vermeintliche Wissenschaftlichkeit )

        • „… ist der Auslastungsgrad des Gesundheitssystems die einzig richtige Metrik als Stellgröße für …“

          Von offizieller Seite heißt es unter der Überschrift „Gute Patientenversorgung auch in der Corona-Pandemie stets gewährleistet“:

          „Im Jahresdurchschnitt [von 2020] waren [knapp] vier Prozent aller Intensivbetten mit Corona-Patientinnen und -Patienten belegt.“ Siehe

          https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2021/2-quartal/corona-gutachten-beirat-bmg.html

          Weiter:

          „Die Mitglieder des Beirats betonten, dass die Pandemie zu keinem Zeitpunkt die stationäre Versorgung an ihre Grenzen gebracht hat.“

          In der besprochenen Studie heißt es u.a.:

          „Im Resultat sank die Bettenauslastung [2020 im Vergleich zu 2019] auf ein Allzeittiefpunkt von 67,3% (und 68,6% auf den Intensivstationen). Dies berücksichtigt bereits die Versorgung der COVID-19-Patienten, für deren stationäre Versorgung im Jahresschnitt [von 2020] unter Berücksichtigung der Überlieger 2% aller Betten und knapp 4% der Intensivbetten benötigt wurden, natürlich mit zeitlichen und geographischen Spitzen.“ (Seite 4.)

          „Gemessen an der vorhandenen Bettenkapazität ergibt sich [für 2020] eine durchschnittliche Belegungsquote von 1,3% durch COVID-19. Die höchsten tagesbezogenen Belegungsquoten [durch COVID-19] gab es in der zweiten Dezemberhälfte mit knapp 5% aller Betten.“ (Seite 12.) Siehe

          Klicke, um auf Analyse_Leistungen_Ausgleichszahlungen_2020_Corona-Krise.pdf zuzugreifen

          • durschnitt… Jahresdurchschnitt… Durchschnittliche belegungsquote…

            Glaubst du im ernst dass du damit irgendwen hinter dem Ofen hervorlockst?
            Durchschnitte sind in gewissen Situationen zur risikoabschatzung nicht nur völlig ungeeignet, sondern führen mitunter zu falschen Entscheidungen, die noch mehr Probleme verursachen.

  11. Gibt es in der Pferdedressur neuerdings getrennte Wettbewerbe für Frauen und Männer?
    Nach der ganzen Berichterstattung über „unsere Reiterinnen“ hätte man es fast vermuten können.
    Nein die Damen des deutschen Kaders sind nicht nur die besten Reiterinnen, sie sind auch die besten Reiter der Welt.

  12. Na endlich – im September kommen neue Emojis auf Handys, diesmal richtig divers:

    Die Liste mit den neuesten Entwürfen beinhaltet neben ganz banalen Emojis auch einen schwangeren Mann, eine bärtige Frau und einen zweifarbigen Händedruck. Das Emoji der schwangeren Frau hat noch zwei weitere Optionen – für trans- und nicht-binäre Schwangerschaften. Die neuen Emojis werden normalerweise am Welt-Emoji-Tag, dem 17. Juli, vorgestellt.

    https://www.epochtimes.de/technik/digital/im-september-kommen-neue-emojis-auf-handys-schwangerer-mann-erregt-aufsehen-a3558843.html

  13. Etwas Interessantes zum Thema Religion vs. Geburtenrate:
    https://phys.org/news/2021-07-religious-people-children-secular-countries.html

    Wichtig ist v.a.:
    „The most secular people, the data showed, will typically have about the same small number of children regardless of where they live—below the replacement rate of 2.1. “

    D.h. Änderungen der Geburtenrate gehen v.a. von Religiösen aus.

    Und hier ein Artikel von linksextremen Schwachköpfen:
    https://www.wsws.org/en/articles/2021/07/29/mich-j29.html

    Das Schwachsinnigste davon folgt auf Folgendes:

    „He [Glenn Greenwald] adds: “The idea of kidnapping Gov. Whitmer came from the FBI. It was a plot designed by the agency, and they then went on the hunt to target people they believed they could manipulate into joining their plot.”“

    Die meinen nämlich, dass so etwas nur bei „verwirrten“ Muslimen stattfände, nie aber bei Faschisten. Warum aber soll es bei Ersteren möglich sein, bei Letzteren aber nicht? V.a. aber sind Muslime ebenso wie Faschisten durchaus von sich aus zu Gewalt in der Lage.

    Und dann behaupten sie noch, dass Trump dahinter stünde…

  14. Gute Nachrichten für die Meinungsfreiheit: fb darf agiert aufgrund seiner AGB von 2018 durchweg illegal mit seinen Willkür-Löschungen:
    „BGH fügt Facebook schwere Niederlage zu – Was bedeuten die ersten Urteile?“:

    • Naja, https://blog.fefe.de/?ts=a56f9a60

      „Update: Mehrere Leser kommentieren, dass das gar nicht so eine Zeitenwende ist: Hier exemplarisch ein Leserbrief:

      in der Facebook-Sache vor dem OLG München hat das Gericht keineswegs etwas Neues gemacht. Es hat schlicht die uralte, allgemein anerkannte und wohl jedem Jurastudenten bekannte mittelbare Drittwirkung der Grundrechte beachtet. So steht es auch im Urteil drin:

      „Im Hinblick auf die mittelbare Drittwirkung der Grundrechte, insbesondere des Grundrechts des Nutzers auf Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG), muss deshalb gewährleistet sein, dass eine zulässige Meinungsäußerung nicht von der Plattform entfernt werden darf (…). Den Grundrechten kommt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts insoweit eine mittelbare Drittwirkung zu, als das Grundgesetz in seinem Grundrechtsabschnitt zugleich Elemente objektiver Ordnung aufgerichtet hat, die als verfassungsrechtliche Grundentscheidung für alle Bereiche des Rechts Geltung haben, mithin auch das Privatrecht beeinflussen (BVerfG, Beschluss vom 23.04.1986 – 2 BvR 487/80, Rn. 25, BVerfGE 73, 261; Urteil vom 15.01.1958 – 1 BvR 400/51, Rn. 26, BVerfGE 7, 198;).

      Wie Du siehst, beruft sich das Gericht auf bundesverfassungsrechtliche Rechtsprechung aus den 50er Jahren. Also nichts Neues.“

      (( Weiß nicht ob dies der selbe Fall ist))

      Ich stelle fest: Wir laufen (wie Schafe) in einem Programm der Gewöhnung an die Missachtung der Grundrechte, und es wird schlimmer nicht besser.

  15. Toller Aufsatz zur kulturellen Evolution!

    Something about me must remind people of a blind 17th-century poet. My last name, Miton, is French, yet people outside of France invariably misspell it as “Milton”—as in the famed English author, John Milton, of the epic poem Paradise Lost.

    It is not uncommon for people to misspell an unfamiliar name—yet 99 times out of 100 people misspell mine as “Milton.” That is the name that shows up on everything from my university gym card to emails from colleagues.

    It might seem trivial, yet this misspelling actually illustrates a key feature of how cultural practices emerge and stabilize. …..

    …. I start with an assumption that cultural evolution follows different paths than biological evolution. Stable cultural forms do not have to result from close replication; they can emerge continuously out of subtle changes. ….

    https://www.sapiens.org/culture/cultural-evolution-cognitive/

    • Du kippst schon wieder belanglosesten und nur mäßig witzigen Twitter-Müll ins Forum! Bitte hör auf damit!

      Bei mir führt das dazu, dass der Firefox sich (vermutlich mangels Speicher, ob der vielen schei** eingebetteten Objekte) aufhängt und jedes Mal Nachladen 5 Minuten dauert. Das muss doch nicht sein!

  16. Die geimpfte Mehrheit muss solidarisch sein, mit denen, die sich aus Gewissensgründen nicht impfen lassen wollen.

    Aber: bitte lasst Euch möglichst alle impfen …. (dem idiotischen Umgang der hohen Politik mit dem Impfen zum Trotz!)

  17. Wer hätt es dedacht? Ulrike Guérot ist auch so eine New-Age-Tante vom Schlage Jane Fondas ….

    • Man kann folgendes insbesondere über den Islamismus nicht übersehen, wenn man das nicht übersehen WILL:

      Jew-hatred is indeed central to the jihadis’ aim of conquering the west for Islam.

      As is made explicit in the Hamas charter, Islamists believe that, from the French Revolution onward, everything to do with the modernity they are pledged to destroy has been created by Jews. They believe that the Jews are behind everything that Muslims deem to be bad, and that the perfection of the world will only occur when the Jews are eradicated from the face of the earth.

      This psychotic belief drove Osama bin Laden in the 1990s and the Grand Mufti of Jerusalem, Haj-Amin al Husseini, in the 1930s. Today, it drives the Fatah-led Palestinian Authority, the Iranian regime and other jihadi organisations. Such Islamists believe that the Jews control the west; so to attack the west, they must attack the Jews. But the west has never understood the centrality of Jew-hatred in the jihadi mind.

      https://melaniephillips.substack.com/p/the-invisible-victims-of-jihadi-violence

      Die Linke ist mit Sicherheit nur deshalb blind gegenüber dem für den Islamismus konstitutiven Antisemitismus, weil sie selbst antisemitiisch ist. Und deshalb werden auch alle anderen Opfer des politischen Islam als Kollateralschäden bereitwillig akzeptiert und verleugnet.

      Thus jihadi attempts to wipe out Christianity around the world are ignored, Muslim attacks on Jews are airbrushed out, and even reformist Muslims find themselves smeared as “Islamophobes” if they criticise their co-religionists. Because none of this fits the “narrative”.

      And so those who control this “narrative” in the west refuse to understand the nature and agenda of the people who are coming for them, too.

  18. Antisemitismus ist in D Privatsache und ausserdem auf jeden Fall kompatibel mit dem ÖRR:

    Malcolm Ohanwe ist freier Journalist und arbeitet auch für Sendungen des Bayerischen Rundfunks. Seinen Twitter-Account betreibt er nicht im Auftrag des BR, sondern privat. Seine privaten Äußerungen stehen nicht im Zusammenhang mit dem BR.

    Allein das ist Grund genug den ÖRR zu zerschlagen und restlos abzuwickeln.

    Der andere gute Grund wäre das systematische Züchten einer widerwärtigen Neidkultur, die landesprägend wurde.

  19. Egal goes it loose sagte der Papagei, bevor er in den Ventilator flog

    „But now PayPal is turning its back on its original mission. It is now leading the charge to restrict participation by those it deems unworthy.“

    • „Now PayPal has gone much further, creating the economic equivalent of the No-Fly List with the ADL’s assistance. If history is any guide, other fintech companies will soon follow suit. As we saw in the case of speech restrictions, the political monoculture that prevails among employees of these companies will create pressure for all of them to act as a bloc.“

  20. „I don’t think she’s insincere, but as Marx would say, in her “false consciousness,” she’s “objectively” antisemitic (he was openly so). Anyone who can look at the current situation and think that Jihadis are the good guys and the Western democracies the bad guys, cannot be trusted, neither intellectually nor morally, no matter how sincere, no matter how dazzling her smile. What on earth is she doing giving you progressive advice?“

    http://www.theaugeanstables.com/2021/07/30/ben-and-jerry-deluded-men-of-peace/

      • Also, richtig heikel müsste die Frage sein, warum durch den Islam verfolgte in D kein Asyl geniessen, sondern nur noch ein F-lingsstatus eingeräumt wird.

        Und inwieweit der erbliche F-lingsstatus der Palästinenser, den die UN einräumt, antisemitisch ist, weil er auf die Zerstörung Israels abstellt. Die politische Korrektheit – nach ihrer eigenen Logik – würde doch eigentlich verbieten so einen antisemitischen Begriff wie „F-ling“ überhaupt zu benutzen, oder?!

        Und was ist eigentlich mit der Unterstützung Deutschlands für diese ganzen Terror- und Unrechtsregime wie Iran oder die Türkei?! Wieso findet die überhaupt statt? Muss man nicht erwarten, dass ein Land, welches gegenüber jemandem wie Trump hysterisch kritisch ist, gegenüber Iran und Türkei gleich Krieg erklärt?! Und seltsamerweise wollen die politisch Korrekten unbedingt Frieden mit diesen Ländern …. So überaus seltsam.

  21. Antidemokratischer Sexismus …..

    https://www.focus.de/politik/deutschland/saar-gruener-hubert-ulrich-im-interview-baerbock-hat-massiv-in-kompetenzen-eines-demokratisch-gewaehlten-landesvorstandes-eingegriffen_id_13539957.html

    Als braver Parteisoldat redet Ulrich den grünen Sexismus sogar noch schön. Nur sollte dieser Sexismus nicht zu offener Rechtsbeugung führen, das nimmt Ulrich dann nicht mehr hin. Dabei ist der Sexismus der Grünen so fundamental antidemokratisch und fanatisch-radikal, dass klar sein sollte, dass er wie aller Extremismus am Ende nur zu Verneinung allen Rechts führen kann und zu diktatorischen, wilkürlichen Zuständen ….

    Dieser diktatorische Stil war und ist übrigens ganz typisch für so viele Super-Alternative gewesen. Absolut nix Neues also.

        • Er meint, dass ihre Chancen gewählt zu werden praktisch 0 sind. Wenn eine ganze Landesliste nicht wählbar ist, fehlen ja deren Stimmen für die potenzielle Kanzlerinnenwahl.

          Karma würde ich es allerdings nicht nennen, sondern Logik: Eine Geschlechterquote schadet jeder Institution, die sowas einführt. Die Grünen schaden damit also deterministisch zuallererst sich selbst. Die sind aber zu doof das zu raffen, und auch das schadet ihnen weil sie den Fehler deshalb nicht abstellen.

          Darwin at work, es ist nicht alles schlecht.

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