„Man kann Interessen verhandeln, „Identität“ nicht.“

Mark schrieb in einem Kommentar:

ustig an der linken Identitätspolitik ist ja, dass dann vielfach Konservative oder Rechtsliberale davon profitierten:

Erste Frau an der Spitze in GB war Margaret Thatcher.
Erste Frau in Deutschland war Angela Merkel.
Erste Frau in Schweiz war eine Elisabeth Kopp (FDP – freisinnig demokratische Partei).

Diese Frauen fanden linke Identitätspolitik meist nicht süper! 🙂

Aber ich denke: Identitätspolitik mag sicherlich einen gewissen Nutzen haben, nur stellt sich die Frage, was ist der Unterschied zwischen Identitätspolitik und Interessenpolitik und ist Identitätspolitik tatsächlich besser als reine Interessenpolitik. Ich denke, reine Interessenpolitik dürfte mit weniger unerwünschten Nebenfolgen einhergehen als reine Identitätspolitik.

Das ist ja auch durchaus verständlich, wenn vielleicht auch nicht für diejenigen, die reine Identitätspolitik betreiben. Denn natürlich kommen in einer heterogenen Gruppe eher die nach oben, die Eigenschaften der Leute haben die bisher erfolgreich waren.

Crumar schrieb dazu in einem Kommentar:

Agentur Standardsatz erstens: Man kann Interessen verhandeln, „Identität“ nicht.
Dann zweitens: Individuen sind demzufolge gegenüber ihrer „Identität“ lediglich passiv – sie werden hineingezwungen, wie in eine Zwangsjacke.
Drittens und im engen Zusammenhang damit: Gruppen müssen eine „reine“ Ausprägung der jeweils eigenen „Identität“ aufweisen (wie wollen sie sich sonst von anderen „Identitäten“ abgrenzen. Sonst s. 2)?
Viertens, dahinter verbirgt sich ordinärer Biologismus, denn „Identität“ entsteht offensichtlich deterministisch aus biologischen Merkmalen (s. 3).
Fünftens, alle „Identitäten“ (s. 3) kämpfen um eine „fairen“ Anteil (an was auch immer) auf der Basis ihrer „Identität“ (s. 2).
Jetzt zurück zu Punkt 1.

Nur diese fünf Punkte zusammen und in Verbindung miteinander und man sieht sofort, das kann nur nach hinten losgehen.
So wie diese Politik Produkt einer sich fragmentierenden Gesellschaft ist, wirkt sie wie ein Brandbeschleuniger hin zum „Kampf aller gegen alle“.

Die Idee, dass man Identitäten nicht verhandeln kann finde ich interessant. Es erleichtert in der Tat die Abwehr von Forderungen, die eigene Position zu verändern: Ich bin, wie ich bin, ich kann es nicht ändern und man kann es auch nicht von mir verlangen.

Wobei das im Feminismus ja auch nicht konsequent wäre, denn die männliche Identität wird ja anscheinend als etwas gestaltbares angesehen, etwas was sich ändern kann und muss-

Die Theorie des „Strategischen Essentialismus“ zeigt ja auch, dass es ohne einen Biologismus geht, wobei mir diese Theorie auch eher eine theoretische Ausformung von etwas ist, die zwar eine Rechtfertigung sein mag, aber letztendlich nicht das ist, was das Denken bestimmt.

In der Tat ist es aber häufig ein Zwingen in eine bestimmte Identität, etwas, was viele Frauen und Männer eben gar nicht sein wollen und was eine radikale Minderheit bestimmt und mit so viel Tabus ausgestaltet, dass es dann tatsächlich zu einem gewissen Teil Einzug hält

57 Gedanken zu “„Man kann Interessen verhandeln, „Identität“ nicht.“

  1. Dieses ganze Identitätsgehabe ist für mich so ein gefühlte Rückschritt in die 30er bis 50er des 20ten Jahrhunderts.

    PoC müssen zuallerst schwarz sein, Frauen vor allem Frauen und Schwule werden vor allem über ihre Sexualität definiert. Das ist alles so zutiefst provinziell und lässt keinerlei Raum, den Menschen so wahrzunehmen, wie er sein will oder wie er sich durch seine Handlungen offenbart. Davon war meine Generation in den 90ern und 2000ern jedenfalls weit entfernt.

    Und wenn ich z. B. dran denke, wer in Deutschland den Kampf gegen den Klimawandel am meisten torpediert hat, fallen mir auch zuerst zwei Frauen ein. Angela Merkel und Hannelore „Kohle“ Kraft. Oder auch jemand wie Hildegard Müller.

    Diese Annahme, Menschen würden qua Rasse, Geschlecht oder sexueller Orientierung bereits gut sein und richtiges tun, oder gar besser sein, hat der Welt einen Weltkrieg und Auschwitz gebracht. Völlig unverständlich für mich, wie man solche Konzepte wieder ins Zentrum rücken kann. Und meinen, daraus könne irgendetwas Gutes erwachsen.

  2. Typisches Beispiel für eine Scheindebatte, die sich an abstrakten Begriffen festhakelt und so tut, als seien die Begriffsinhalte und Konstellationen ausgemacht. Ich will für dieses Problem mal sensibilisieren. Also dieses geisteswissenschaftliche Gefasel mit fragwürdigen Scheinrationalitäten.

    Identitäten können falsch, aufgesetzt sein. Identitäten können unterschiedlich definiert werden. Der vermeintliche Gegensatz Interessen-Identität ist konstruiert und ein typischer Scheingegensatz. Eine bestimmte Identität ergibt ja nicht zwingend bestimmte Interessen. Wie man an konservativen Frauen oder Ne*ern mit Südstaatenfahne sehen kann. 🙂 Oder auch an Leuten wie dieser Breitbart-Schwu***el Milo Yiannopolous.

    Der entscheidende Punkt ist die psychopathologische Ebene. Also der totalitäre, paranoide Gestus, mit dem viele Minderheitengurus auftreten. Motto: Kritik ist bereits Rassismus, Sexismus, Misogynie, Islamophobie. Unsere Weltdeutung ist unverhandelbar. Wir sind die Guten.

    Gegen Identitätspolitik an sich ist gar nichts einzuwenden. Der entscheidende Punkt ist, wer sie betreibt, wie die Leute auftreten etc.

    Und da sind wir halt eine Weicheigesellschaft. Wir müssen also auch den Mut aufbringen, Minderheitengurus zu sagen, daß sie bescheuert sind, eine Macke haben, Therapie machen sollten etc. Daß mir deine vermeintlichen Diskriminierungen am Arsch vorbeigehen, du peinlicher Narzißt,

    Ich schreibe das bewußt so konfrontativ, weil es an so einer Haltung mangelt. Für sehr viele Menschen wirkt ein Diskriminierungspostulat bereits sehr einschüchternd und sie trauen sich kaum, diesen Leuten völlig ohne Respekt zu begegnen. Sie gänzlich als (mögliche) Lügner und Neurotiker zu entlarven und zu behandeln.

    • „…Mut aufbringen, Minderheitengurus zu sagen, daß sie bescheuert sind…“. Völlig richtig. Mache ich persönlich häufig. Shitstorms sind mir schnuppe, aber leider kann ich keine mehr bekommen, weil ich auf FB und twitter gesperrt bin. Was nun?

    • „Oder auch an Leuten wie dieser Breitbart-Schwu***el Milo Yiannopolous.“

      Der meines Wissens inzwischen der Ex-Gay-Bewegung angehört. Müsste dich also freuen…

        • Tja, so etwas verunsichert Adrian natürlich. Als offizieller Tiefenpsychologe der Männerbewegung vermute ich bei dir einen traumatischen Vaterverlust und starke seelische Verletzungen durch die Mutter, was du mit der Homosexualität kompensierst. 🙂

          Dafür spricht deine Misogynie bzw. deine abwertenden Aussagen gegenüber Frauen, dein ständiges Lobpreisen der Homosexualität als Fluchtmöglichkeit für Heteros und zuletzt deine Erwähnung, wie schlimm sich Vaterlosigkeit auf Jungen auswirken kann.

          Ein traumatischer Elternverlust ist auch ein wichtiger Faktor hinsichtlich Homosexualität. Die, die sich zu hinterfragen trauen, können das verifizieren. Diese Stoßrichtung hat mir übrigens mal ein Homo bestätigt, als ich das zum Thema machte. Er kenne auch viele solcher Fälle.

          Wer sehen will, kann sehen.

          • Merkst Du eigentlich nicht, wie dreist und asozial es ist, andere Menschen hier Traumata und Elterverluste anzudichten? Du weißt doch überhaupt nichts über mich, oder irgendjemanden hier, geschweige denn über unsere familiären und sozialen Verhältnisse?

            Ich verstehe wirklich nicht, warum man Dich hier nicht hochkant rauswirft. Polemik ist eine Sache, aber psychologische Ferndiagnosen über andere Leser zu erstellen, ist einfach nur unverschämt. Und das ist bei Dir ja nicht nur ein Ausrutscher, sondern geschieht kontinuierlich und bei nahezu jedem Thema, zu dem Du Dich hier äußerst.

            Mir jedenfalls reicht es.

          • @Adrian

            „Mir jedenfalls reicht es.“

            Kann ich voll verstehen.
            Es gibt übrigens andere Methoden als Ausschluss. Vor geraumer Zeit hat hier mal jemand gerne pauschal alle Linken beleidigt. Das hat stark abgenommen, finde ich. Vielleicht verstehst Du, was ich sagen will.

            @GbdAk

            Wenn du intelligent wärst, würdest du begreifen, dass dein Alles-ist-in-der-Kindheit-begründet-Ansatz nur eine psychologische Kompensation selbst erlittener Traumata darstellt. Allerdings nicht in deiner Kindheit; deine Wunden sitzen so tief, dass du den Blick zwanghaft von den Ursachen abwenden musst. Du weichst in die Kindheit aus, weil dein Trauma im Erwachsenenleben stattfindet.

            Es ist so offenkundig, dass man wirklich fassungslos unterbelichtet sein muss, es sich nicht selbst einzugestehen.

            Du wirst/wurdest von deiner Frau misshandelt, @GbdAk. Typen wie du gibt es etliche. Neulich hat mir einer mit Alice-Miller-Macke auch nochmal bestätigt, dass er misshandelt wird. Er kenne viele solcher Fälle.

            Wer sehen will, kann sehen.

          • @ Analdrian

            Merkst Du eigentlich nicht, wie dreist und asozial es ist, andere Menschen hier Traumata und Elterverluste anzudichten? Du weißt doch überhaupt nichts über mich, oder irgendjemanden hier, geschweige denn über unsere familiären und sozialen Verhältnisse?

            Sag mal, bist du eigentlich begriffsstutzig? Natürlich weiß ich nichts über dich. Ich habe mich in einer Deutung versucht angesichts deiner Verhaltensauffälligkeiten. 🙂

            Davon abgesehen spreche ich – wie schon tausendmal erwähnt und auch durch die Lektüre von Alice Millers Seite ersichtlich – von Traumatisierungen, die nahezu jeder erfahren hat. Wer behauptet, er sei in der Kindheit geschlagen oder respektlos behandelt worden und habe davon kein Trauma erlitten, erzählt eben hanebüchenen Stuß. Bzw. verachtet das Kind, das er einmal war.

            Wußte gar nicht, daß du so empfindlich bist, lieber Homo-Addi. Wahrscheinlich treffen dich meine Ferndiagnosen derartig, weil ich recht habe. Mir z.B. sind die Ferndiagnosen, die ich ebenfalls schon zahlreich hier erhielt, völlig egal.

            Daß nahezu jeder Männerrechtler übrigens von der eigenen Mutter mißhandelt wurde, ergibt sich zwingend. Oder man ist in psychologischen Dingen völlig naiv. Mißhandlungen betreffen natürlich auch den psychischen Bereich.

            Ich gehe mal davon aus, daß ich mit meiner Ferndiagnose sehr richtig liege. Anders ist deine wehleidige Reaktion nicht zu erklären.

            Du hast übrigens einen Auftrag: Guck dich in deiner Homo-Szene um und pathologisiere!

            Früher fand man Rauchen oder Kriegführen auch mal völlig normal. Die Zeiten ändern sich.

            PS: Daß ein Neoliberaler wie du anderen Asozialität vorwirft, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Ich habe nun mal diese Homo-Macke. Deshalb bin ich auch brennend an deinen Familienverhältnissen interessiert – um meine Schlußfolgerungen zu ziehen.

            Und anderen Leuten irgendwelche Traumata zu unterstellen ist nun wirklich nichts Ehrenrühriges. Da Traumatisierungen angesichts des etablierten Erziehungsstils nun mal die Norm sind. Viele Leute versuchen ihr Leben lang, das zu leugnen. Auch wenn du nicht unnormal wärest, hättest du sehr wahrscheinlich traumatische Kindheitserfahrungen.

            Ich verstehe wirklich nicht, warum man Dich hier nicht hochkant rauswirft. Polemik ist eine Sache, aber psychologische Ferndiagnosen über andere Leser zu erstellen, ist einfach nur unverschämt. Und das ist bei Dir ja nicht nur ein Ausrutscher, sondern geschieht kontinuierlich und bei nahezu jedem Thema, zu dem Du Dich hier äußerst.

            Das ist Schwachsinn. Du mußt wirklich sehr verletzt über meine richtigen Ferndiagnosen sein. Ich rede hier auch über genug anderes. Und ich kann nun mal nichts dafür, daß 95% der Menschen die Bedeutung von Kindesmißhandlungenn nicht klar ist. Die sich also zwanghaft dummstellen und offenbar glauben, Drogensüchtige oder Schwerkriminelle könnten eine glückliche, liebevolle Kindheit gehabt haben.

            Das Thema Kindesmißhandlung ist nun mal für sehr viele Themen relevant. Weil die Inhumanität dieser Welt nichts anderes ist als das Echo der Inhumanität, die Kinder überall auf der Welt erfahren.

            Mehr dazu bei Alice Miller.

            http://alice-miller.com/de

            Man muß natürlich auch mal ernsthaft einen Text dort lesen, statt einfach nur Stuß zu erzählen. 🙂

      • Der meines Wissens inzwischen der Ex-Gay-Bewegung angehört. Müsste dich also freuen…

        Was heißt freuen? Ich freue mich vor allem darüber, daß er offen über seine sexuellen Mißbrauchserfahrungen gesprochen und somit der Homo-Ideologie einen Dämpfer verpaßt hat.

        Des weiteren freut mich, daß Yiannopolous (so doof war und) sich für Sex mit Kindern ausgesprochen hat, wie übrigens viele Leute in der Schwulenbewegung. Warum hat er das nur? Es freut mich, weil es eben mehr als deutlich zeigt, wo der Hase im Pfeffer liegt.

        Und um zum Thema zurückzukommen: Auch die Nazis haben Identitätspolitik betrieben. Nur folgt eben aus der germanischen Identität keineswegs das, was die Nazis als unerläßlich ansahen. Deshalb müssen Identitätskonzepte auch immer hinterfragt werden.

        Homosexualität, Transsexualität oder „Nonbinarität“ bedeutet eben keineswegs, daß diese Identität natürlich oder gerechtfertigt ist. Es kann sich auch um psychische Störungen handeln, die man besser behandeln als hofieren sollte.

  3. Das politische Links-Rechts-Schema ist überholt. In Bezug auf die Rüstungspolitik sollte die Politik links sein. In Bezug auf die Einwanderungspolitik muss die Politik rechts sein. Im Konservatismus wird Vielfalt betont (statt Gleichmacherei). Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

  4. Dass auch mal eine Frau rankommt hat nichts mit Identitätspolitik zu tun. Man könnte es vielleicht als Produkt der Liberalisiserung der Gesellschaft bezeichnen, aber selbst das ist zu bezweifeln. Selbst die konvervativsten Konservativen haben nichts gegen Frauen in der Politik, ohne groß liberalisiert werden zu müssen.

  5. Die afroamerikanische Journalistin Debra Dickerson beschreibt in ihrer Autobiographie (An American Story), wie ihr Vater reagierte, als sie den Wunsch äußerte, Rechtsanwältin zu werden:

    “A lawyer, eh? Girl, don’t you know you’s Negro? You think the white folks calling you ‘gifted’ or all that book-readin change that?”

    Ihr Kommentar dazu ist: „Daddy was the first person to tell me I couldn’t do something because of my race, but I took it personally. I thought he meant I couldn’t do it because I was me, Debra Dickerson. Who should know better than he what I was and was not capable of? And I, the fragile little fifth grader just beginning to test her own limits, believed him; it occurred to me for the first time that some things, important things, might just be beyond me.

    Later, I came to understand that he both expected and needed blacks to fail, otherwise there was no proof of white perfidy and soullessness. He never understood that his fatalism was a self-fulfilling, self-defeating prophecy. He never considered that he had to believe, at some level, that whites were superior since he believed blacks had no chance whatsoever in life—but probably, he would have attributed that to the transcendent power of whites’ innate evil. Among ourselves, we say “the white man’s ice is colder” to describe the many of us who won’t believe or value anything unless it comes from white people. The worse off some blacks are, the more magical whites seem, albeit an evil magic

    So my father, like many other blacks, did the oppressor’s job for him; he taught me to do the same. This was the moment that I began to close doors on myself. Perhaps whites would have been happy to take that task on themselves, but they rarely had to. Whites didn’t have to place barriers in my path, I did it myself by “accepting” my preordained place at the end of every line. Racism and systematic inequality are very real forces in all our lives, but so is fatalism and a perverse kind of exaltation of oppression“

    Für mich der beste Kommentar zur Identitätspolitik denn ich kenne. Sie führt dazu, dass Menschen sich in ihrer Identität einschließen und aufhören, sich zu entwickeln.

    Im gleichen Buch heißt es auch: „As few as we were, the “Head Negroes” (self-designated arbiters of all things sufficiently or insufficiently black) tried every form of negative reinforcement to make aus behave. There´s a Head Negro anywhere there are Afro-Americans.

    Das beschreibt sehr gut diese selbsternannten Antirassisten.

    • Nun, kurzes Zitat aus Wikipedia: „While attending Harvard, she said she „had no stomach for the law“.

      Vielleicht hatte Papa ja einfach Recht? Also, in Bezug auf seine Tochter, natürlich; nicht in Bezug auf die Weißen? Ich hab nämlich sowieso das Gefühl, dass diese ganzen Opferjammerer nur die sChuld für Ihre eigene, angeborene oder selbst verschuldete Unfähigkeit auf Dritte projizieren, die damit mal beim besten Willen überhaupt nichts zu tun haben.

      Pädagogisch ist das nicht so geil, freilich, aber es ist auch nicht so toll, ein kleines Mädchen mit Panikstörung im Glauben zu lassen, sie könnte das Wetter ändern.

        • Amerikanische blm-Marxisten würden Dir dazu „erklären“, dass es unmöglich sei, „to pull yourself up by the bootstraps if you can’t afford shoes“ – rhetorisch ein schöner Trick, aber zu 100% von Leuten mit Schuhen vorgebracht.

          Vor allem aber, wie Crumar richtig anmerkt, geht es auch nicht um „die Schwarzen“. Es geht um die zufällig schwarzen Versager. Und alle anderen Versager auch, die zum größten Teil komplett alleine an ihrem Schicksal Schuld sind (oder zumindest ihre Eltern).

          (Dem unglücklich-unverschuldeten Rest sollte man natürlich vorbehaltlos helfen; ich bin kein Unmensch. Der Rest sollte „nur“ eine faire Chance haben – oder 100. Haben sie aber eh.)

    • Das tolle bei dieser Weltsicht ist ja, dass die Weißen gar nichts tun müssen und trotzdem die Dr. Evils sind. Schwarze sagen Schwarz das sie es aufgrund ihres Schwarzseins nicht schaffen und dann versuchen sie es gar nicht erst und die Schuld daran haben dann die Weißen.

    • „Racism and systematic inequality are very real forces in all our lives“

      Gibt es dafür eigentlich Belege, die nicht – wenn man aufrichtig wäre – gleichermaßen zur Klage „Sexism and systemic inequality against men“ führen müssten?

      Ich meine, so konkrete wie in den Sechzigern (Umgang mit Mr Tibbs in „Heat of the Night“ oder „No Irish, No Blacks, No Dogs“ in London) und nicht nur vom Ergebnis her argumentierte: „Ein Schwarzer bekommt nur 60cent für jeden Dollar, den ein Weißer verdient“ und all der Unsinn.

      Ich kenne nur Beispiele wie die Anekdote von Michelle Obama, die mal inkognito in einem Eisladen war und eine weiße Frau hat sich vorgedrängelt und das war dann der unumstößliche Beweis, dass Rassismus immer noch ein konkretes Problem ist.

      Die Opferolympiade sorgt zumindest bei mir dafür, dass ich keinen einzigen Vorwurf von Rassismus oder Sexismus mehr ernst nehme bis zum Beweis des Gegenteils.

      Was bleibt einem denn auch übrig? Die Grünen stellen die dümmste Hohlbirne in der Geschichte der deutschen Politik als Kanzlerkandidatin auf und wenn jemand vorsichtig anmerkt: „Ist die Birne nicht ein wenig ZU dumm und hohl, selbst für eure Verhältnisse?“ können die Sexismus-Schreier darin keine Kritik sondern nur puren Frauenhass erkennen.

  6. Es gab schon vor x-tausend Jahren Kaiserinnen; dieses ganze „oh guckt mal, hier hat es endlich eine Person aus Gruppe xyz geschafft, sich mit viel Hilfe den Arsch selbst abzuputzen“ – Begeistere ist zeitgeistiger Unsinn.

    An Crumars #5 merkt man dann, was das ganze Identitätspolitik – Geschwafel eigentlich ist: Marxismus, der 175ste Aufguss. Klassenkampf, jetzt mit neuen Klassen! Verteilt noch gerechter als gerecht!

    Apokolokynthose hat hier (https://apokolokynthose.wordpress.com/2021/07/25/immer-mitten-in-die-fresse-rein/) einen Beitrag einer sehr, sehr dämlichen, sich aber wie in diesen Kreisen für ein hochintellektuelles Guttesgeschenk an die gegeißelte Menschheit haltenden, woken Aktivistin (lies: nutzlosen meist-arbeitslosen Schmarozerin) zerrissen – aber ohne, dass ihm oder ihr selbst auffällt, dass wir einen sehr guten Mechanismus zur „fairen“ Verteilung von Ressourcen haben: Marx nannte es „Kapitalismus“, ich nenne es „Markt“. Deswegen jammern die Woken ja auch so fein rum, dass sie super-prekär leben müssen und weniger verdienen als jede Klofrau – kommen aber nicht auf die Idee, dass Ihre „Arbeit“ halt damit schlicht ganz offensichtlich weniger wert _ist_.

    Um also GbdAk’s Response zu IdPol-„Forderungen, „Daß mir deine vermeintlichen Diskriminierungen am Arsch vorbeigehen“ noch zu ergänzen: „Deine Forderungen sind als unbegründet abgelehnt“.

    Im übrigen sehe ich keinen großen Unterschied zwischen dem aktuell trendenden „systemischen Rassismus“ und der „jüdischen Finanzelite“ aus anderen Zeiten. Freilich gibt es bestimmte Gruppen im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteilen „überrepräsentiert“ in gewissen Populationen – die einen in der Hochfinanz, die anderen im Knast. Bevor man da – vor allem als Staat – „was dagegen tut“, sollte man schon sehr genau prüfen, ob das wirklich am Staat liegt, dass die da „zu viele“ sind – oder halt doch an ihnen selbst, in einem (grundsätzlich immer erstmal) fairen Markt.

    • „Im übrigen sehe ich keinen großen Unterschied zwischen dem aktuell trendenden „systemischen Rassismus“ und der „jüdischen Finanzelite“ aus anderen Zeiten.“

      Es ist ganz genau das Gleiche! Und es breitet sich mit der links-progressiven Weltanschauung massiv aus ….

      The Conspiracy Libel (Part 1: From Emancipation to Extermination)

    • @Shitlord

      „An Crumars #5 merkt man dann, was das ganze Identitätspolitik – Geschwafel eigentlich ist: Marxismus, der 175ste Aufguss. Klassenkampf, jetzt mit neuen Klassen! Verteilt noch gerechter als gerecht!“

      Nö. Weder Frauen, noch schwarze Menschen, noch Menschen mit einer abweichenden sexuellen Orientierung sind eine „Klasse“. Sie sind noch nicht einmal sozial so homogen zusammengesetzt, dass sie eine soziale Schicht bilden würden.
      Außer einem (in der Regel) biologischen Merkmal haben sie nichts miteinander gemein.

      Der Witz ist, gerade in diesem Forum diskutieren überwiegend weiße Männer mit konträren politischen Positionen. Diese Heterogenität ist aus der unterstellten Homogenität unserer Erfahrungen und „Identität“ eigentlich nicht erklärbar.
      Rückblickend waren noch im 17. Jahrhundert 100% aller Deutschen privilegiert, weil die Privilegien gleich verteilt, weil alle gleichermaßen weiß waren.
      Demnach war das eine sehr gerechte Gesellschaft.
      Hättest du das gedacht?
      Ich auch nicht.
      An solchen geschichtlichen Rückübertragungen der Ideologie merkt man, die Theorie kann nur in einem Land wie den USA – wenigstens dem Anschein nach – plausibel sein.
      Ansonsten Hirnriß.

      Der von dir verrissene Text von Jagoda Marinić ist noch nicht einmal ihr bizarrster, denn in:
      https://taz.de/Debatte-um-Minderheiten/!5752570/
      schreibt sie über den Konflikt von Thierse mit der Idpol: „In der Debatte um Gesine Schwan und Wolfgang Thierse scheint mein Geist zu einer unzeitgemäßen Leistung fähig: Ich verstehe alle Beteiligten. (…) Was ich nicht tue: Eine Unterteilung in Identitätspolitik und etwas anderes vorzunehmen. Was sollte dieses andere sein? Wer hat keine politische Identität? Thierses politisches Denken ist geprägt von seiner Biografie und ​der Teilung Deutschlands.“

      Und zwar insbesondere von politischen Erfahrungen, in einem anderen politischen System groß geworden zu sein, welches zugleich ein anderes Land war.
      Das passt natürlich nicht ins Konzept: „Thierse wird seine ostdeutschen Lebenserfahrungen und die daraus gezogenen intellektuellen Schlüsse immer in seine Werturteile einbeziehen. Doch bei Minderheiten wird die Biografie plötzlich zum Vorwurf. Sie trübe den Blick. Das Trübende liegt wohl eher daran, dass der migrantische Blick nicht deutsch ist, wie man deutsch gewohnt ist. Man möchte „diesen anderen biografischen Blick“ nicht im gesamtdeutschen Kontext gleichwertig diskutieren müssen, so wie man die ost- und westdeutschen Biografien diskutiert.“

      Da sind auf der einen Seite die als homogen vorgestellten „Deutschen“ und auf der anderen Seite der „migrantische Blick“. Weil sonst Thierse qua Herkunft auch zugestanden werden müsste, er habe einen „anderen biografischen Blick“ z.B. als die in Waiblingen geborene Jagoda Marinić.
      Die von ihr behauptete „Gleichwertigkeit“ ost- und westdeutscher Biografien existiert nicht (s. Deindustrialisierung und Massenarbeitslosigkeit), gleiche Lebensverhältnisse auch nicht, „Ossis“ und Ex-DDRler sind eine Minderheit in Gesamtdeutschland.

      Sie benötigt diese kontrafaktische Homogenisierung zur Blockbildung im eigenen Interesse.
      Denn das richtig Andere und richtige Minderheit können nur die Richtigen sein, also z.B. Jagoda Marinić aus Waiblingen.
      Der-wir-einfach-mal-zuhören-müssen-und-zwar-ständig-und-immer-und-keine-Widerworte-geben-dürfen.

      Ansonsten erfüllt sie alle Klischees einer Feministin, die man nur aussprechen lassen muss, damit sie sich in Widersprüchen verheddert. Zwei Beispiele:
      „Vieles ist schwierig an den neuen Diskursen von links: etwa unsaubere Vergleiche mit den USA statt eigener, deutscher Konzepte.“ Zwei Sätze später: „Toni Morrison erzählte, ihr Vater sei so wütend gewesen über den Rassismus der Weißen, dass er „defensive ­racism“ praktizierte.“
      Toni Morrison war eine US-amerikanische Schriftstellerin.
      Muss hart sein, nicht aus den USA abzuschreiben.

      Nächstes Beispiel: „Ein Viertel der Deutschen haben Migrationshintergrund, doch in Regierungen, Ministerien, Verwaltungen findet man uns kaum.“ Ein Absatz davor: „Wir wurden selbst erst spät deutsche Staatsbürger. An den Unis waren wir noch Ende der Neunziger unter einem Prozent.“
      Selbsterklärend, oder?
      Also zumindest für uns.

      • Das Problem der Frau ist, dass sie ihr realitätsfremdes, pseudointelligentes Geblubber für wertvolle, intellektuelle Arbeit hält.

        Da fühle ich mich halt an Marx erinnert – der war aber wenigstens nicht dumm; der lag nur volle Pulle daneben.

        Und gerade deswegen halte ich den IdPol- und den marxistischen Klassenbegriff für des selben Pudels Kern: Menschen sind unterschiedlich. Bis auf das Individuum runter. Wie Du ja schön schreibst.

        Ich sehe da also im zentralen Punkt keinen Unterschied: Arme unterdrückte Klasse, böse Unterdrücker, die man umerziehen muss, und dann kommt (Magie!) das Paradies.

        Das war damals Blödsinn, und es ist immer noch Blödsinn.

        Was die Arbeit befreit hat, war weniger staatliche Repression, sodass sich die Industriellen mit ihnen einigen mussten.

        Nicht blöd rumlabern. Keine Demos. Einfach nur zur Arbeit gehen, und die dann nicht machen.

        Was übrigens (echte) Solidarität und damit einhergehende Streikkassen (!) möglich machten, nicht die damals wie heute kommunistischen Agitatoren.

        Kann man natürlich anders sehen. Aus meiner Sicht ist die Liste der Errungenschaften von Regierungen aber halt sehr, sehr kurz.

        • @Shitlord

          Das hier: „Ich sehe da also im zentralen Punkt keinen Unterschied: Arme unterdrückte Klasse, böse Unterdrücker, die man umerziehen muss, und dann kommt (Magie!) das Paradies.“ ist ein zentrales Missverständnis.

          Ich fange mit dem letzten Punkt an: Es wird kein Paradies geben PUNKT
          Welcher Marxist auch immer dir das verspricht, ist keiner, sondern „Marxist“.
          Es wird immer Interessenkonflikte, immer Kämpfe um gesellschaftliche Ziele, Setzung von Prioritäten und Verteilung von Ressourcen geben und die Gesellschaft wird sich daran und dadurch weiter entwickeln.

          Es geht im Marxismus um die Überwindung von antagonistischen Interessenwidersprüchen.
          Es gibt keinen antagonistischen Interessenwiderspruch zwischen Männern und Frauen, auch keinen zwischen Schwarzen und Weißen.
          Egal, wie groß die Widersprüche zwischen Männern und Frauen sind, in der Mitte passt doch alles bestens zusammen. 😉

          Dann weiter: „Unterdrückung“ ist keine zentrale marxistische Kategorie.
          Wenn überhaupt hätte „Unterdrückung“ eine Funktion, nämlich die Aufrechterhaltung von Ausbeutung in einer adäquaten Herrschaftsform. Offene Repression und Tyrannei a la Faschismus braucht es derzeit jedoch nicht – wozu auch, man bekommt die SpalterI_*xen für wenig Geld (s.o.). /sarcasm

          Die Behauptung der Idpols, „die Minderheiten“ (Frauen sind keine Minderheit) würden „unterdrückt“, sie haben also eine „Erfahrung gezielter Willkür, Gewalt und des Machtmissbrauchs“ gemacht, lässt sich weder hier, noch in den USA empirisch nachweisen.
          Es wird auch dann nicht zur empirischen Realität, wenn man es einfach behauptet.

          Dass also alle Männer/Weiße als „Unterdrücker“ aller Frauen/Schwarzen fungieren, demnach „Unterdrücker (sind), die man umerziehen muss“, ist ein Hirngespinst und Ausdruck einer manichäischen und idiotisch religiösen Weltanschauung.

          Welchen Quark sich die Idpols in der Begrifflichkeit aneignen, um „progressiv“ zu erscheinen sollte man nicht mit der Realität verwechseln.
          Die radikalen Feministinnen der 1970er haben auch die Existenz einer „patriarchalen Dividende“ behauptet. Schau mal auf dein Konto, ob sie inzwischen angekommen ist.
          Oder wie haben es eigentlich die Wähler zwischen der letzten Wahl von Obama hin zu Trump geschafft Rassisten zu werden, wenn sie es doch schon immer waren? (s. DiAngelo)

          Die Widersprüche und logischen Brüche in diesen Behauptungen sind inzwischen so groß, sie haben gar keine andere Wahl mehr, als zum „canceln“ zu greifen.
          Aus meiner Sicht macht sie das in ihrer Funktion auch so interessant, nämlich eine völlig irrationale Version der Realität als Realität zu verkaufen und sich gegen Kritik vollständig zu immunisieren, denn die ist per se -istisch und -phob.
          Oder transferiert in einen adäquat religiösen Kontext: eine Sünde.

          Das hat mit einem Marxismus, der mit der Kritik der Religion begonnen hat und eine wissenschaftliche Weltanschauung zu bieten für sich in Anspruch nimmt zu 0,0% zu tun.

          • @Crumar – ich habe halt eine empirische, Popper’sche Sicht auf Wissenschaft. Die Unis sind halb voll mit Menschen, die diese Perspektive nicht teilen; die sind aber für mich schlicht keine Wissenschaftler. Analog den sehr dummen Ideologen, die sich für „intellektuelle“ halten.

            Die bedienen sich gerne genau der Methoden, die Du auch kritisiert; mit gutem Recht – die haben nichts mit der Realität zu tun.

            Ich gehe bei den Kommentaren von Dir 98% d’accord, aber dann schreibst Du halt sowas wie (a) Marxismus fände von sich, wissenschaftlich zu sein – wie Gender Studies und CRT und sonstiger Blödsinn – und dann (b), dass Unterdrückung keine zentrale Kategorie im Marxismus sei, obwohl Marx (mit Engels) das so in seinem Abstract, dem kommunistischen Manifest, selbst schreibt. Ich werde nicht die übrigen 48.000 Seiten von Marx lesen; man hält schon Das Kapital nicht aus, da recht schnell das erste non sequitur kommt. Und dann brauche ich nicht weiterlesen; bullshit in…

            Und es gibt selbstverständlich Interessenswidersprüche zwischen allen Menschen – die auch Gruppen bilden können.

            Das endet dann in Krieg, Genozid… Wenn man es -als Staat, also als Kollektiv, nicht verhindert. Zum Beispiel durch Sicherung des freien Marktes und genug „Bildung“ dafür, dass alle verstehen, dass das besser ist als Plündern, Rauben und Mord.

            Denn jeder Fortschritt der menschlichen Zivilisation und des Wohlstands für alle, was Marx halt völlig verkannt hat, ging mit „mehr Markt“ und „weniger Regierung“ einher. Analog mit klassischer Religion, da hieß „canceln“ „Ketzerei“ respektive Inquisition.

            Siehst Du da den kurzen Schritt weiter nicht?

          • „Denn jeder Fortschritt der menschlichen Zivilisation und des Wohlstands für alle… ging mit „mehr Markt“ und „weniger Regierung“ einher.“

            Das Mantra der Libertären. Aber über dogmatische Marxisten meckern.

          • „Das Mantra der Libertären. Aber über dogmatische Marxisten meckern.“

            Und ein Mantra, welches man nur aufrecht erhalten kann, wenn man staatliche Sozialleistungen als völlig selbstverständlich gegeben abtut und immer nur dahin schaut, wo man den völlig freien Markt sein wundervolles Schaffen am Werke vermutet.

            Für manche wäre es mal sehr lehrreich, ein Jahr lang in eine Welt des völlig freien Marktes hineinzuschnuppern. Heißt: keine staatliche Rentenversicherungen, keine staatliche Arbeitslosenversicherungen, kein Kündigungsschutz, keine Arbeitsgesetze, keine gesetzlichen Urlaubsansprüche, keine gesetzlichen Ansprüche auf Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall. Also quasi die Situation, in der sich Arbeiter in der Frühzeit der Industrialisierung wiederfanden. Aber hey! Das muss ja DER Wohlstand für alle schlechthin gewesen sein…

          • Auch Umweltschutz ist so ein Stichwort, dass einem sofort einfällt, wenn man nicht völlig verblendet ist. Da reißt der freie Markt mal fast gar nichts.

            (Gibt es eigentlich auch den unfreien Markt? Oder ist „frei“ mal wieder nur so eine Propagandavokabel, wie in „freie Wirtschaft“, was eigentlich „Privatwirtschaft“ heißen muss?)

          • „Gibt es eigentlich auch den unfreien Markt?“

            Ja sicher, es gibt einen regulierten Markt. Das ist einer der durch staatliche Verbote, Gebote, Subventionen oder Preisaufschläge beeinflusst ist. Wenn die Regulierungen überhand nehmen so dass der Marktteilnehmer gar nichts mehr frei entscheiden kann, geht es zur Planwirtschaft über.

            „Oder ist „frei“ mal wieder nur so eine Propagandavokabel, wie in „freie Wirtschaft““

            Es wird sicher als Propaganda-Device verwendet, kann aber auch eine sinnvolle Bedeutung im Gegensatzpaar reguliert frei haben. Was jemand damit genau meint muss man im Einzelfall abklopfen.

            „was eigentlich „Privatwirtschaft“ heißen muss?““

            Nicht notwendigerweise. Eine sozialistische Marktwirtschaft ist auch vorstellbar (dem früheren Jugoslawien wird nachgesagt es sei eine gewesen, weiß nicht ob das stimmt).

            Die deutsche „Energiewende“ ist im Gegensatz dazu eine kapitalistische Planwirtschaft. Auch das ist möglich, wie man sieht.

          • @anorak2

            Ich wollte auf die Verwendung des Ausdrucks „freie Wirtschaft“ in dem Sinne hinaus, in dem hierzulande davon gesprochen wird, dass dort die einzig „wirklichen“ Leistungsträger (von manchen „Nettosteuerzahler“ genannt) arbeiten. Also der private im Gegensatz zum öffentlichen Sektor. War offenbar nicht eindeutig genug.

            „Die deutsche „Energiewende“ ist im Gegensatz dazu eine kapitalistische Planwirtschaft.“

            Finde ich überhaupt nicht. Zu Planwirtschaft gehört für mich deutlich mehr als Zielformulierungen wie „ab 2050 klimaneutral sein“, ergänzt um simple Vorschriften: „Ab 2030 sind keine Verbrennungsmotoren mehr zugelassen“, „Kohleausstieg bis 2035“. Dass einem (also u.a. Dir 😉 ) dabei angst und bange wird, wie das ablaufen wird, kann ich voll verstehen.

            Planwirtschaft muss auch die Bedingungen benennen, unter denen und den Weg aufzeigen, wie diese Ziele erreicht werden sollen; dieser Weg muss durchdacht und durchkalkuliert sein, am besten auch realistisch 😉 Alles andere sind Träume vom Wolkenkuckucksheim. Mir ist nicht bekannt, dass unsere Regierungsnasen auch nur annähernd einen derartigen Plan hätten.

          • @Renton

            „„Die deutsche „Energiewende“ ist im Gegensatz dazu eine kapitalistische Planwirtschaft.““

            „Finde ich überhaupt nicht. Zu Planwirtschaft gehört für mich deutlich mehr als Zielformulierungen wie „ab 2050 klimaneutral sein““

            Wie wär’s mit staatlich festgesetzten Handelspreisen, die sich privatwirtschaftliche Unternehmen in die Tasche stecken?

            http://www.iwr.de/re/wf/e_preis.html

          • Naja, wo ist denn der „Plan“? Preisfestsetzungen sind Preisfestsetzungen, aber doch noch keine Planwirtschaft.

          • Freie Preisbildung durch Angebot und Nachfrage ist der Kern jeder Marktwirtschaft. Staatlich vorgegebene Handelspreise sind dagegen ein zentrales Element der Planwirtschaft. So war es zB in der DDR. (Was den Vorteil hatte, man musste keine Preise vergleichen, denn der Preis für das gleiche Produkt war republikweit gleich).

            Natürlich ist das noch kein vom Politbüro beschlossener Fünfjahrplan, aber ein wichtiges Merkmal davon.

            Dass die Energiewende insgesamt planlos ist, hatten wir ja schon. Sagen wir sie ist staatlich dirigiert, dies aber ohne Konzept 🙂

          • „Staatlich vorgegebene Handelspreise sind dagegen ein zentrales Element der Planwirtschaft.“

            Die Aussage muss man dreimal unterstreichen, so wichtig und zentral für das Verständnis von Planwirtschaft ist sie!

          • Lieber @Renton, das „Mantra“ bei zumindest mir Libertärem kommt Dir deswegen als solches vor, weil man – ich nenne es mal „Fakten“ – leider viel zu oft gegen dogmatische ideologie werfen muss, da, wenn man das nicht verbal tut, es halt schlicht _wieder einmal_ nicht funktionieren wird mit dem Sozialismus – hier dann auch @anorak2; Ihr vergesst völlig, dass „Planwirtschaft“ nie funktioniert hat – ganz besonders nicht als staatliches Konzept. Unternehmerisch ist ein Plan zwar nötig, aber stellt halt ein _Risiko_ dar.

            Das war immer ziemlich verheerend für v.a. die _armen_ Leute. Ich bin nicht arm. Mir könnte das egal sein; ich kann notfalls gehen. Und man beachte an dieser Stelle mal meine „Mantra“ – Tatsachenaussagen versus die (bekloppten) „wäre“ – Aussagen der dogmatischen Marxisten/Sozialisten und/oder @Billy Coen, der es sich offenbar nicht vorstellen kann, dass ich selbständig bin und auf *sämtliche* von ihm aufgezählten Punkte _ganz_ hervorragend verzichten kann. Und ich bin mal so frech, zu behaupten, dass ich beim Thema „Wohlstand“ recht gut dabei bin. Wäre für mich sogar noch besser, wenn mir nicht für jeden Handgriff erstmal 19% und dann nochmal fast 40% erpresst-geraubt werden würde, bevor ich dann nochmal weitere 19% sogar für Grundnahrungsmittel wie Bier abdrücken darf.

            Nochmal: Es gibt keine „staatlichen Wohltaten“, there is no free lunch; es regnet nämlich keine gebratenen Hähnchen. Ja, _fände_ ich auch schön, aber _tut_ es halt nicht. Auch ein „libertäres Mantra“.

            Und ja, @Renton, mir ist klar, dass Dir als – ich nenne das mal „klassischem“ „Linken“ nicht so schmeckt, das jedweder Sozialismus immer nur gescheitert ist, – zurückgehend auf das alte Rom mit „Brot und Spiele“. Freilich „war das gar kein ‚echter‘ xymus“, aber meine Position ist halt: *Es war kein freier Markt*.

            Ein freier Markt ist nämlich – wo Du Recht hast – auch nur ein illusorisches Ideal; wenn ich Hühnchen züchte und Du Mais _könnten_ wir uns auf einem freien Markt total toll einigen; wir könnten uns aber auch totprügeln. Will keiner, und – wupps – haben wir einen Staat (das war jetzt so Platons Politeia, in sehr kurz). Bissi später vergeht dann die naheliegende, aber falsche Illusion, dass „Staat“ was „Gutes“ wäre (Hobbes, so 2.000 Jahre später).

            Und dann, nach nur 300 Jahren mit weniger totalitärem, dämlich-militaristischen Staat, dem immer nur das Geld ausgeht, komme dann DER Schritt der menschlichen Zivilisation: Industrialisierung – und Marx, der nicht verstand, warum andere Leute arbeiten müssen, er aber nicht, und auf die hirnrissige Idee kommt, sein Hobby wäre irgendwie wertvolle Arbeit – wie Frau Dummblöd-çe.

            Und dann kommt ihr auf das Thema „Umweltschutz“, als würde das gerade nach einer „Flutkatastrophe“ auch nur begrifflich irgendeinen Sinn machen, das *Wort*. Die Umwelt kommt von alleine ganz toll klar. _Menschen_ tun das nicht – liebe Marxisten: Das ist Euere _gesamte_ Ideologie.

            Nun bin ich mit (auch damals schon alten) Asterix-Comics aufgewachsen, wo der (bissi depperte) Häuptling Majestix Angst davor hat, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt.

            Das ist eine sehr, sehr _berechtigte_ Angst; das versteht man als Kind nicht so, und ganz besonders nicht, bis man bis halb eins in einer paradiesischen Bucht vor Anker liegt, weil die „trust the science“ Meteorologen das Gewitter erst für den fucking Abend vorhergesagt haben. Das kommt dann aber halt so plötzlich, dass Du gerade so das Großsegel runter hast und noch am vorsorglichen Einrollen der Genua bist, bis die erste heftige Bö kommt. Dann hat man halt mal so richtig „Respekt“ vor der Umwelt. Und Respekt vor den brillanten Ingenieuren, die das Boot gebaut haben. Und den patschnassen Marineros, die uns dann noch an einen Steg bugsiert haben, bei 100km/h Wind. Die tolle Regierung hat hierzu eine „Umweltschutz“-Regelung beigetragen, dass man zB nicht ins Meer kotzen darf. Die haben wir nicht nur (zwangsweise) ignoriert, so richtig interessiert hat das auch keinen. Ganz besonders nicht die Umwelt.

            Seid mehr wie Asterix.

          • @Shitlord

            Eigentlich müsste ich schreiben @Don Quichotte, denn Du kämpfst gegen Windmühlenflügel. Bei Dir gibt es anscheinend nur Marktwirtschaft oder Planwirtschaft, und dementsprechend bei Deinen „Gegnern“. Da wir (ich denke, ich kann hier auch für @Billy sprechen) nicht für Deine Version von Marktwirtschaft mit Nachtwächterstaat sind, müssen wir also für Planwirtschaft sein.

            Nö.

            Ich bin für beides, je nachdem, was ich für sinnvoller halte.

            Planwirtschaft/Sozialismus ist immer gescheitert? Ist alles relativ. Das Zarenreich hatte keine Planwirtschaft und keinen Sozialismus, und hat den ersten Weltkrieg verloren gegen ein Deutschland, dass von Beginn an einen Zweifrontenkrieg mit drei Großmächten führte.
            Die Sowjetunion hat ein Deutschland bezwungen, dass sie praktisch mit freiem Rücken angegriffen hat und binnen Monaten bis vor die Tore Moskaus vordrang. Hätte sie noch gewirtschaftet wie das Zarenreich, wäre sie untergegangen. Tscha.
            Und die Chinesen haben ihren Aufstieg hervorragend geplant und hunderte Millionen aus der Armut geholt, mit einer Mischung aus Plan- und Marktwirtschaft. Hätten sie sich ganz dem freien Markt verschrieben, wären sie nicht über das Niveau Bangladeshs hinausgekommen.

            Ich verzichte darauf, auszuführen, in welcher Phase ökonomischer Entwicklung Planwirtschaft sinnvoll ist und wann nicht; das wäre wahrscheinlich zuviel Differenzierung für Dich. Du freust Dich, dass Du auf Billys Punkte verzichten kannst. Ich kenne aber haufenweise Leute, die das nicht können. Hier, ein paar Weisheiten für Dein Poesiealbum:

            Die Sozialversicherungen sind das Vermögen der kleinen Leute.

            Nur Reiche können sich einen schwachen Staat leisten.

            Würdest Du schreiben „Denn jeder Fortschritt der menschlichen Zivilisation und des Wohlstands für alle Leute wie mich… ging mit „mehr Markt“ und „weniger Regierung“ einher“ hätte ich ja gar kein Problem mit Deiner Aussage. Aber Du meinst tatsächlich, was für reiche HausHäusererben mit universitärer Bildung, Yachturlauben schon im Kindesalter, der Zeit, den Resourcen und dem Talent, von einem Doktor der Philosophie auf Statistiker umzusatteln, gilt, müsse doch für alle gelten. Äh – nein.

            Achja, und beim Thema Umweltschutz fallen Dir nur Wetter und Rabulistik ein. Probiere es mal eine Nummer kleiner. Die Allgemeinheit hat etwas davon, wenn Fabriken ihre giftigen Abwässer nicht mehr einfach so in Flüsse leiten dürfen. Ist halt ganz angenehm, beim Kontakt mit Trinkwasser keinen Hautausschlag zu bekommen, und beim Fischessen nicht schleichend vergiftet zu werden. Nur wird der Markt nie dafür sorgen, dass die Fabrikbesitzer ihre Abwässer freiwillig klären. Die Kosten ihrer Sauerei fallen nämlich nicht bei ihnen an, sondern extern. Umweltschutz lohnt sich für einen Marktteilnehmer nur dann, wenn er kostensenkend ist; das ist in der Regel nur bei Resourcen- und Energiesparmaßnahmen der Fall („der letzte macht das Licht aus“). Ansonsten trägt die Umwelt die Kosten, und das betrifft in der Regel andere Menschen.

            Wenn man einem Libertären solche ökonomischen Binsen erklären muss, sollte die Frage, ob Libertarismus auf einer ökonomisch tragfähigen Grundlage steht, eigentlich schon geklärt sein. Aber diese Klärung ist auch nötig, damit der Libertarismus nicht weiter die Umwelt vergiftet. Auch beim Libertarismus fällt ein Großteil der Kosten nämlich extern, bei anderen als Leuten wie Dir , an.

          • @Shitlord

            „Die Unis sind halb voll mit Menschen, die diese Perspektive nicht teilen; die sind aber für mich schlicht keine Wissenschaftler.“

            Überraschung: für mich auch nicht.
            Wer Wissenschaft betreibt um sich selbst zu bestätigen ist kein Wissenschaftler.

            „Ich gehe bei den Kommentaren von Dir 98% d’accord“

            Freut mich! 🙂

            „aber dann schreibst Du halt sowas wie (a) Marxismus fände von sich, wissenschaftlich zu sein – wie Gender Studies und CRT und sonstiger Blödsinn – und dann (b), dass Unterdrückung keine zentrale Kategorie im Marxismus sei, obwohl Marx (mit Engels) das so in seinem Abstract, dem kommunistischen Manifest, selbst schreibt.“

            Der Unterschied zwischen behaupten eine Wissenschaft zu sein und beweisbar auf wissenschaftlicher Grundlage zu argumentieren ist das, was meine Argumentation von CRT und Gender Studies unterscheidet. Du hast schon Recht: „Wissenschaftlicher Marxismus“ ist erst einmal nur eine Behauptung. Die Anstrengung liegt in der Beweisführung.

            „Denn jeder Fortschritt der menschlichen Zivilisation und des Wohlstands für alle, was Marx halt völlig verkannt hat, ging mit „mehr Markt“ und „weniger Regierung“ einher. Analog mit klassischer Religion, da hieß „canceln“ „Ketzerei“ respektive Inquisition.
            Siehst Du da den kurzen Schritt weiter nicht?“

            Na ja, ich sehe deine Geschichte nicht.
            Es gab Marktwirtschaft lange vor dem Kapitalismus und Regulation der Preise ebenfalls.
            Unter Diocletian, der zwischen 284 bis 305 römischer Kaiser war, werden u.a. Fuhrlöhne und Lastgebühren sowie Frachtpreise für den Seehandel per Edikt vorgegeben.
            Mit weniger Regierung in Sachen weniger Staat wärst du bei Engels gut aufgehoben gewesen, der den Staat zugunsten der demokratischen Selbstkontrolle auf „den Müllhaufen der Geschichte“ gewünscht hat.

            Es gab „Globalisierung“ viel früher, als wir uns das heute vorstellen, auch Massenproduktion:
            https://www.focus.de/wissen/experten/zerjadtke/globalisierung-in-der-antike-keramik-vom-rhein-war-exportschlager-im-ganzen-roemerreich_id_4010491.html

            Die spannende Frage ist dann eher, warum dieses eigentlich überlegene ökonomische System zusammengebrochen ist.
            Das ist definitiv ein Fakt.
            Gewissheiten, wie „Ägypten war die Kornkammer des römischen Reiches!“ sollten m.E. hinterfragt werden auf: Ok, das setzt die Verschiffung von Alexandria nach Rom voraus. Wie kann ägyptisches Korn konkurrenzfähig sein gegenüber römischen unter den damaligen Bedingungen der Verschiffung?
            Was hat es ermöglicht, ägyptisches Korn als Alternative zu römischem Korn zu sehen?

            Wenn man Paradigma der Geschichte aus der echten Geschichte gewinnt, dann kommt man bestimmt weiter, als diese vorab als Dogmen zu setzen.

          • @Renton: Ich habe ja in den vielen, langen Diskussionen mit Dir eigesehen, dass es nicht weder nützlich noch zutreffend ist, der Gegenseite Extreme zu unterstellen – und verstehe nicht, warum Du das (schon wieder) tust. Ich verkürze, klar, aber ich hab recht wörtlich geschrieben, dass ein absolut „freier Markt“ nicht möglich ist. Umgekehrt lese ich von Befürworten von mehr staatlichen Eingriffen nie, wo denn deren Grenze sei, oder dass das eigentlich immer völlig in die Hose geht, „Pläne“ zu verfolgen, bei denen es Externalitäten gibt, und nunmal kein Mensch hellsehen kann.

            Ich bin halt für weniger Staat, wenn die Frage aufkommt. Weil Staaten auf Macht basieren, und Macht – das hat sicher irgendein Römer geschrieben, als das römische Reich unterging, und 1.000 Jahre davor irgendein Grieche, und sogar ein Chinese, in der Bums-Dynastie, der dafür wahrscheinlich hingerichtet wurde, perpetuiert sich nur selbst, alleine als Selbstzweck -weil es sich „lohnt“. Für die Regenten / Politiker. Für das Groß der Bevölkerung ganz sicher nicht, zum Beispiel: Jedes versammte Mal in der Menschheitsgeschichte.

            Vom ersten Weltkrieg hab ich recht wenig Ahnung, und die kann man sich auch nicht mal schnell in 5 Minuten anlesen; von der Wirtschaftspolitik des Zarenreichs ganz genau 0. Dafür aber vom 2. WK, und da hat die tolle Sowjetrepublik halt mal 24 Millionen junge Leute in den Tod geschickt. Mit tonnenweise Geld der Amerikaner, die ganz heldenhaft ein paar heroische Leute verloren haben in der Normandie. Ich finde diese Haltung der Wertlosigkeit des Individuums für „das größere Ganze“ abscheulich. Den Nazis waren ihre erfrierenden Soldaten vor Stalingrad auch Wurst – finde ich absolut identisch abscheulich.

            Aber dann kommst Du zu China als strahlendes Beispiel für „Planwirtschaft“ – JA NATÜRLICH funktioniert das, wenn man es macht wie Hjalmar Schacht (kennt keine Sau, Hitlers Wirtschaftsminister, wurde so als einziger nicht gehenkt) oder, völlig identisch, China seit Deng Xiaoping. Nennen wir das wirtschaftlich mal „Staatskorporkratie“, das geht schon, wenn man es denn richtig macht. Unternehmen funktionieren ja nun auch, oft. Blöderweise hast du dann in Deinem Kabinett noch ein paar mehr Minister, die das Geld „sinnvoll“ ausgeben werden, beispielsweise für Umerziehungslager für Uighuren oder nette Freizeitparks mit „Arbeit macht frei“ über dem Eingang.

            Nennen wir die Politik der „kommunistischen“ Partei Chinas das, was sie ist: Nationalsozialismus. Mit Reichsarbeitsdienst, aber halt ohne irgendwas, was man als Sozialismus verstehen könnte. Du verhungerst von der „kommunistischen“ Sozialzahlung in China, und davon hast Du noch lang keine Wohnung. Wenn das für Dich kommunistisch/sozialistisch ist, kann ich Dir nicht helfen – flieg mal hin; mittlerweile bekommt man da auch mit ein bisschen Englisch was zu Essen; vor 18 Jahren war das noch nicht so.

            Ebenso wenig helfen kann ich Dir, wenn Du wirklich glaubst, dass „die „Sozialversicherungen das Vermögen der kleinen Leute sind“. Die Sozialversicherungen sind ein verdammtes Pyramidenspiel, was – nochmal: man braucht für einen funktionierenden Markt schon einen Staat – mit gutem Grund verboten ist, weil es schlicht Betrug ist. Der Staat aber „darf“ das. Und die Renten sind sicher. Außerdem hat niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen. Die Bundesregierung hat nicht vor, das Grundgesetz wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als Klopapier zu verwenden.

            Nochmal: Das.ist.Betrug. Es funktioniert nicht. Es ist eine Lüge.

            Und dann kommt das bei Linken, vor allem im Fernsehen, so beliebte ad hominem – ehrlich, ich dachte, darüber wären wir raus: Ja, natürlich denke ich an „Menschen wie mich“. als: an Menschen. Die sind nämlich alle Menschen. Wie ich. Mehr gemein haben wir nicht. Aber das ist unser zentraler Konflikt – oder, aus meiner Sicht, Dein Denkfehler:

            > Nur Reiche können sich einen schwachen Staat leisten.

            Wer hat denn so wirklich profitiert vom „starken Staat“ im letzten Corona-Jahr? Die Kellnerin aus der Kneipe, in die Du am liebsten gehst? Der türkische Einzelhändler, bei dem ich meine Unterhemden aus ägyptischer Baumwolle, von kleinen Kindern handgenäht, kaufe? Die Kinder? Oder vielleicht doch eher Jeff Bezos?

            Deine „ökonomischen Binsen“ sind Strohmänner, die mit Benzin übergossen wurden und eine offene Sauerstoffflasche daneben haben.

            Im Übrigen möchte ich mich dagegen verwehren, mir einen Dr. phil. zu unterstellen; ich habe für meinen Dr. rer. pol., wie alle ordentlichen Promovierten, meinem Doktorvater sehr deutlich gesagt, was für ein blödes Arschloch er ist. Meine Frau ist Dr. phil., die musste das nicht; ihr Doktorvater war als sehr seltene Ausnahme kein Arschloch. ich hatte übrigens auch keine „Yachturlauben schon im Kindesalter“, meine Eltern haben Geld rausgehauen für Blödsinn, als gäbe es kein morgen. Ich bekam auch nicht mehr Geld als Bafög während meines Studiums; ich hatte lediglich den Vorteil, mehr dazuverdienen zu dürfen als Leute, die Bafög bekommen. Ich hba mir halt den Arsch abgearbeitet, 80 Stunden die Woche. Das *lohnt* sich.

            Freilich habe ich Glück, intelligent geboren zu sein und nicht zu dumm, eine Registrierkasse zu benutzen, aber mein Vermieter während der Promotion war ein „einfacher“ Arbeiter bei [Chemieunternehmen], der hatte mit Mitte 40 drei Häuser. So wollte ich auch sein.

            Geht, zumindest halbwegs.

            Zu Deinem Umwelt-Zeugs kann ich noch kurz sagen, dass der fiese, böse Fabrikbesitzer auch was zu Essen braucht. Das sind die Fische aus dem Fluss, und die „Früchte“ der Felder. Das regelt sich von alleine, recht schnell.

            So, und abschließend noch @Crumar (danke für den späten Reply) – Du stellst auch die richtige Frage:

            > Die spannende Frage ist dann eher, warum dieses eigentlich überlegene ökonomische System zusammengebrochen ist

            Weil der fucking „Staat“ dachte, es er könnte es besser als „der Markt“. Wie immer. Das ist ja nun auch mein zentraler Konflikt mit Renton – argumentier das mal, Renton. Nur diesen Punkt. Weil meine Position halt die ist, dass man „Staat“ nicht vermeiden kann, aber ihn möglichst klein halten sollte, um die aus seinem (vorgegebenen) Versagen resultierende Katastrophe möglichst klein zu halten.

            Weil „der Markt“ oder der marxistische „Kapitalismus“ nur normales, friedliches, menschliches Miteinander beschreibt. Das sind aber leider auch nur Menschen, und die haben halt unterschiedliche Ansichten. Warum, denkt Ihr, finden es fast alle Menschen, die heute leben, falsch, andere Menschen wahllos zu ermorden? Evolutionär muss es Menschen gegeben haben, die das anders sahen, und die hatten enorme Vorteile – es ist viel leichter, einen Bauern umzubringen, als 6 Monate lang ein Feld zu bestellen.

            Meine Begründung dafür ist, dass, irgendwann in der Menschheitsgeschichte, „wir“ „anständige“ die schlicht und einfach umgebracht haben. Weil wir „umbringen“ „falsch“ finden. „Die“, hingegen, nicht.

            Und das ist ein (m.E.) großes Problem der moralisierenden Philosophen seit dem Anbeginn des Schrifttums: Dieses „sich-selbst-für-was-besseres-halten“. Ich bin kein besserer Mensch als Renton oder Du, Crumar. Davon sind wir aber nicht „gleich“ (ein sehr gerne gemachter Fehlschluss), ich nehme mal an, Ihr beide seid auch keine Pädophilen, und Pädophile gehören zu Tode gesteinigt.

            Und das ist zumindest meine Schlussfolgerung nach Lektüre der Philosophiegeschichte – wenn Du Deine moralischen Maßstäbe hast, ist das ja fein, aber andere Menschen werden andere moralische Maßstäbe haben. Zusammenleben funktioniert besser, je näher die sich sind, aber wirklich logisch-moralisch falsch wäre es nur, wenn Du die moralischen Maßstäbe _des anderen_ Verletzt.

          • @Shitlord

            Ich gebe zu: Ich genieße die Diskussionen mit Dir 🙂

            „Ich habe ja in den vielen, langen Diskussionen mit Dir eigesehen, dass es nicht weder nützlich noch zutreffend ist, der Gegenseite Extreme zu unterstellen – und verstehe nicht, warum Du das (schon wieder) tust.“

            Na, darum: „Ich bin halt für weniger Staat, wenn die Frage aufkommt.“
            Du vertrittst das Extrem, ich unterstelle da nichts.

            „Vom ersten Weltkrieg hab ich recht wenig Ahnung…“
            Man kann ja nicht alles wissen. Das Zarenreich war im Prinzip kapitalistisch, litt allerdings unter Korruption, mangelnder Zentralisierung und genereller Rückständigkeit (Bildung, Infrastruktur…), wie auch einem politischen System, in dem Leute den Ton angaben, die mental noch im Feudalsystem steckten.

            „…Dafür aber vom 2. WK, und da hat die tolle Sowjetrepublik halt mal 24 Millionen junge Leute in den Tod geschickt“

            So weit reicht die Ahnung auch nicht. „Nur“ die Hälfte der sowjetischen Menschenverluste betraf Militärpersonal, also die, die „in den Tod geschickt wurden“. Der Rest ging u.a. auf das Konto der deutschen Besatzung.
            Aber das nur nebenbei. Die Sowjetunion war nicht toll, sie war ein unterdrückerischer Scheißstaat, der selbst Millionen Tote auf dem Kerbholz hat. Und trotzdem: Hätten sie sich nicht wehren sollen? Verstehe mich nicht falsch, ich könnte haufenweise Kriege nennen, wo ich sage, eine Seite könnte auch einfach kapitulieren, ist egal. Aber die Verteidigung gegen die Nazis, die grausiges mit der Sowjetunion vorhatten, ist einer der wenigen Fälle im 20. Jahrhundert, wo ich eine Verteidigung wirklich als sinnvoll, weil notwendig, ansehe.
            Aber darum ging es nicht. Es ging darum, ob Planwirtschaft funktioniert. Sie hat funktioniert. Jetzt bist Du ja der Ansicht, das gäbe es nur im Bundle mit unmenschlichen politischen Systemen. Was hältst Du denn von den USA im WKII? Die hatten u.a. auf breiter Front Preiskontrollen eingeführt. Wieviel Planwirtschaft noch dabei war, weiß ich nicht, gehe aber kühn davon aus, dass das Ausmaß nicht hinter dem Chinas in den letzten Jahrzehnten zurückblieb, im Gegenteil.
            Da Planwirtschaft niemals nie funktioniert, erklärt das, warum die Amis den 2. Weltkrieg verloren haben. /Ironie

            Ich habe übrigens keine Lust, mich darüber auszutauschen, was genau Sozialismus oder Kommunismus ist. Ich bin eh nicht dafür, sondern für soziale Marktwirtschaft. Ich kann es nur nicht leiden, wenn z.B. behauptet wird, „dass Sozialismus nicht funktioniert, hat man an der DDR gesehen“ oder „sieht man an Kuba“. Mit „funktioniert nicht so gut im Hinblick auf Konsumgüter“ hätte ich bedeutend weniger Probleme.

            Nun aber zu dem Teil, bei dem ich mich ein wenig zügeln muss, um nicht spöttisch zu werden. Mein Eindruck, Libertäre seien volkswirtschaftliche Analphabeten, verfestigt sich. (Ich selbst würde mich als interessierten Laien sehen.)

            „Die Sozialversicherungen sind ein verdammtes Pyramidenspiel“

            Achja? Die Krankenversicherung? Die Arbeitslosenversicherung? Oder kann es sein, dass Du Renten- und Pflegeversicherung meinst? Dass hört man öfter. Dann mal eine Frage, und ich sage direkt, dass ich damit eine Fußangel für Dich auslege (den Mechanismus musst Du selbst herausfinden): Sollte man denn privat fürs Alter versorgen? (Oder arbeiten bis zum Tod?) Bevor ich darauf keine Antwort habe, will ich nicht spotten.

            „Und dann kommt das bei Linken… so beliebte ad hominem “

            Du selbst bringst Deine persönliche Biographie und Verhältnisse gerne mal ein, um damit zu argumentieren. Dann heul` nicht rum, wenn ich darlege, dass Dein Leben und Deine Möglichkeiten nicht verallgemeinerbar sind. Das scheinst Du nämlich anzunehmen.

            „Wer hat denn so wirklich profitiert vom „starken Staat“ im letzten Corona-Jahr?“

            Wenn Du mich fragst, unterm Strich nicht die Allgemeinheit. Leute, die Angst vor Corona haben und vom Staat geschützt werden möchten, sehen das oft anders. Ich finde aber, Corona ist ein sehr schlechtes Beispiel, um über die Sinnhaftigkeit eines starken Staates für arme Leute zu diskutieren. Wir sollten den Normalzustand als Grundlage nehmen.

            „Deine „ökonomischen Binsen“ sind Strohmänner“

            Die Sätze fürs Poesiealbum sind, wenn überhaupt Binsen, dann politische Binsen, keine ökonomischen. Mein „ökonomische Binsen“ bezog sich auf den Kurzvortrag zu externen Kosten am Beispiel Umweltschutz. Tja, wenn man schon Fragen der Politik und Ökonomie nicht auseinanderhalten kann… muss man wohl Libertärer sein 😛

            „Das [Umwelt-Zeugs] regelt sich von alleine, recht schnell.“

            Sorry, aber wenn Du das wirklich glaubst, hast Du einen an der Waffel.

            „Die spannende Frage ist dann eher, warum dieses eigentlich überlegene ökonomische System zusammengebrochen ist.“ – „Weil der fucking „Staat“ dachte, es er könnte es besser als „der Markt“. Wie immer. Das ist ja nun auch mein zentraler Konflikt mit Renton – argumentier das mal, Renton. Nur diesen Punkt.“

            Die USA haben den zweiten Weltkrieg gewonnen. Siehe oben.
            (Primitiv genug als Antwort? Eigentlich denke ich, je nachdem lässt man Dinge vom Markt regeln oder vom Staat. Ist immer eine Beurteilung im Einzelfall. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das dringt nicht durch.)

          • @Shitlord „Ich bin halt für weniger Staat, wenn die Frage aufkommt.“

            Irgendwie süß dass heute noch jemand das Neoliberale vertritt. Du bist aus der Zeit gefallen 🙂

            „Weniger Staat“ oder „Mehr Staat“ ist irgendwie eine Diskussion um des Kaisers Bart. Seit die Menschheit sesshaft geworden ist und Landwirtschaft betreibt, lebt sie in Staaten. Solange wir nicht wieder zu Jägern und Sammlern zurückgehen oder im Weltraum siedeln, ist das als gegeben hinzunehmen und kein sinnvolles Diskussionsthema.

            Wichtig ist, nach welchen Regeln der Staat funktioniert, und welche Politik er verfolgt.

            „Ebenso wenig helfen kann ich Dir, wenn Du wirklich glaubst, dass „die „Sozialversicherungen das Vermögen der kleinen Leute sind““

            Damit ist gemeint, dass für das Gros der Arbeitnehmer die Sozialversicherung die Funktion der Absicherung gegen die Unbilden des Lebens und für den Lebensabend abbildet, die bei Reichen das Vermögen hat. Arbeitnehmer haben in der Regel keine Möglichkeit ein solches Vermögen zu bilden.

            „Die Sozialversicherungen sind ein verdammtes Pyramidenspiel“

            Quatsch, absurder Vergleich. Denk mal für 5 Pfennig nach.

            „Nochmal: Das.ist.Betrug. Es funktioniert nicht. Es ist eine Lüge.“

            Es funktioniert sehr wohl.

            „Und dann kommt das bei Linken“

            Lustig dass das Eintreten für die Bismarcksche Sozialversicherung heutzutage als „links“ gilt.

            „Wer hat denn so wirklich profitiert vom „starken Staat“ im letzten Corona-Jahr?“

            Der Staat ist im Moment zu einem Monster mutiert, aber daraus folgt nicht dass wir ohne ihn leben könnten, oder dass er nicht auch Gutes tun könnte. Was ich oben schrieb: Es kommt drauf an nach welchen Regeln er funktioniert und welche konkrete Politik er macht. Ob es ihn gibt, und dass er Macht besitzt, ist nicht verhandelbar und darüber zu diskutieren Zeitverschwendung.

            „Zu Deinem Umwelt-Zeugs kann ich noch kurz sagen, dass der fiese, böse Fabrikbesitzer auch was zu Essen braucht. Das sind die Fische aus dem Fluss, und die „Früchte“ der Felder. Das regelt sich von alleine, recht schnell.“

            Nein das tut es nicht, weil der Fabrikbesitzer natürlich seinen Fisch von woanders einfliegen kann. Es gibt kein betriebswirtschaftliches Motiv für den Bau von Kläranlagen, sondern im Gegenteil eine Motivation dagegen. Und aus Egoismus der Eigentümer auch nicht.

            Natürlich kann es vorkommen dass ein Eigentümer aus Idealismus gegen seine eigenen Interessen eine Kläranlage einrichtet, aber dafür gibt es keine Garantie. Das ist deshalb etwas, das zu Recht verbindlich und sanktionsbewehrt – und das bedeutet eben staatlich – zu regeln ist. Wichtig ist hier nur, dass nicht ideologischer Stuss als „Umweltschutz“ gelabelt wird. Dies ist im Moment unser wahres Problem, aber die achsofreien Unternehmer mischen da auch mit, sind also offensichtlich keine Garanten gegen Zeitgeist-Stuss.

            „Weil der fucking „Staat“ dachte, es er könnte es besser als „der Markt““

            Er kann manches besser, und das sollte er dann tun, und manches schlechter, das sollte er dann lassen. Wo die Grenze liegt, ist eine Frage der politischen BIldung sowohl bei den Berufspolitikern wie bei der Bevölkerung. Dieses Wissen ist bei uns verloren gegangen, daran hapert es zur Zeit. Aber die Neoliberalen kennen sie auch nicht, sie geben ja offensichtlich die falsche Antwort auf diese Frage.

          • @Renton und @Anorak: Sozialismus hat und wird nie funktionieren: nicht 1611 in Jamestown /Virgina 1840 in New harmony – un nicht in 2021 – und wie du den den massenmörderische scheiß nennt ist mir egal: alle Ideologieen die Zwangskolletivistische , Totalitäre und zwangsegalistische Ideen beihalten sind Menschenverachten!

            Die Renten und Krankenversicherung in D sind Pyramiden games – als Mann zahlt du nur drauf und wrist auch sonst bei der rente bescheißen – lass dir mal die Rente vollständig auszahlen : du bekommt nur dein eingezahlten anteil ohne Zinsen und „Arbeitgeberanteil“ ausgezahlt- geh is nicht EU ausland: dein rentebezüg werden gekürzt! das einfach Betrug sonst nix , warum- da mit Oma und die Katzenlady von derdachwohnung wieterhin so wählt wie sie wähl- ist immer schön wenn du das geld anderer zueigen Vorteil zufensterhin auswerfen kannst.
            inder CH- wurde um 2013 run weidermal nachfraubenachteiligun gesucht: in der Rente und Krankenversicherung: was davon gehörtim im Mainstream? ne ,Weil ca 2/3 der eingezahlten Summe der Beträge in beidenfällen druch Männer erfolgt und 2/3 der auszahlungen an Frauen erfolgte dh als mann verliet du die Hälfte und als Frau gewinnst du +100% – schön welt.

  7. Indira Gandhi, Golda Meir, Margaret Thatcher, Angela Merkel, Marine LePen, Alice Weidel – das alles sind Frauen, die es ohne Quote und bevorzugte Behandlung an die Spitze der Politik geschafft haben. Es ist dabei durchaus auffallend, dass die meisten dieser Damen politisch eher im konservative Spektrum zu Hause waren.

    Ich denke das hat seine Gründe: Konservativ zu sein geht einher mit einem Weltbild, welches Leistung, Eigenverantwortung und Disziplin belohnt. Auch im Kibbuz einer Golda Meir wird angepackt und nicht debattiert.

    Die heutige weibliche Linke besteht dagegen aus verwöhnten und narzisstischen Egomaninnen, die davon überzeugt sind, dass ihnen qua Vagina alles zusteht.

    Erfolg und Misserfolg sind halt auch Produkte der eigenen Weltanschauung, der eigenen „Kultur“.

    • Es hat wohl weniger etwas mit konservativer Leistungsideologie zu tun als mit linker Quotenideologie, daß die linken Frauen so erfolglos sind. Sie leben ja in einer Filterblase, die immer wieder ein schlimmes Patriarchat suggeriert, und in einer Kultur der Vaginaförderung.

      Da fehlt dann einfach der Schneid, den es braucht, um bis nach ganz oben zu kommen.

    • Ich bin nicht ganz sicher, aber die AfD hat Frauke Petry, die für die Teile der Partei, die ich toll fand, stand (wie der noch existente Gottfried Curio), sowas von abgewürgt, dass die Vermutung naheliegt, dass das „Führungsduo“ Weidel-Gauland durchaus (fies) absichtlich so gewählt wurde – mit Frauen/Lesbenquote.

  8. Pingback: Etwas freie Marktwirtschaft… | uepsilonniks

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