Das Kind im Manne

Neulich kam es in einer Runde mit anderen Eltern darauf, dass Männer die „verspielteren“ im Schnitt sind. Es macht ihnen eher Spaß bestimmte Sachen auszuprobieren oder ein Spielzeug zu entdecken,

Eine Spielzeugeisenbahn oder etwas in diese Richtung hat eher eine anziehende Wirkung auf die Männer als auf die Frauen.

Das lässt sich sicherlich mit dem „Dinge Personen“ Unterschied in Einklang bringen

Results showed that men prefer working with things and women prefer working with people, producing a large effect size (d=0.93) on the Things–People dimension. Men showed stronger Realistic (d=0.84) and Investigative (d=0.26) interests, and women showed stronger Artistic (d=0.35), Social (d=0.68), and Conventional (d=0.33) interests. Sex differences favoring men were also found for more specific measures of engineering (d=1.11), science (d=0.36), and mathematics (d=0.34) interests.

Wäre aber natürlich auch interessant darüber mal evolutionär nachzudenken.

Vielleicht war die „Entdeckungslust“ für Männer vorteilhafter, weil sie eher „tüffteln“ konnten, während die Frauen eher die Kinder um sich hatten? Vielleicht gibt Männern das Verstehen bestimmter Sachen einen größeren Vorteil in der Intrasexuellen Konkurrenz als Frauen.

 

21 Gedanken zu “Das Kind im Manne

  1. Spielen ist riskant.
    Man weiß vorher nie, was passiert oder was man lernt.

    „Bis einer weint“ bringt die weibliche Abscheu vor diesem Risiko auf den Punkt.

  2. Ich möchte dazu einwerfen, dass es auch Frauen gibt die genauso nerdig, technikfixiert, wissenschaftsbegeistert oder allgemein verspielt sind wie viele Männer. Es sind proportional wenige Frauen, aber es gibt sie. Und diejenigen die so sind, unterscheiden sich überhaupt nicht von den entsprechenden Männern.

    Umgekehrt gibt es Männer, die ihre Erfüllung in der Hausarbeit sehen und keinerlei Interesse an Erkenntnisgewinn oder Spielereien entwickeln.

    • Ich bin mir sicher, dass wir so ziemlich jedem bewusst gewesen ist, dass es Abweichungen vom Durchschnitt gibt. Sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen.

      Schade, dass du durch deinen Einwand versuchst, feministischen Prinzessinnen, wie dem Satzzeichen, gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen. 😉

    • Ich möchte dazu einwerfen, dass es auch Frauen gibt die genauso nerdig, technikfixiert, wissenschaftsbegeistert oder allgemein verspielt sind wie viele Männer. Es sind proportional wenige Frauen, aber es gibt sie. Und diejenigen die so sind, unterscheiden sich überhaupt nicht von den entsprechenden Männern.

      Sowas habe ich, vorausgesetzt „überhaupt nicht unterscheiden“ bezieht sich nur auf diese Punkte, was ich doch stark hoffe 😉
      Ich war allerdings auch sehr lange mit einem nahezu-Gegenteil zusammen (gelegentlich auch absolute Fixierung, dann aber auf eher kunsthandwerkliche, aber auch normalhandwerkliche Dinge, insgesamt aber viel, viel mehr „Weiberkrams“ im Kopf), das war halt sehr anders, aber auch nicht „schlechter“.

  3. Das ist aus meiner Sicht ein Vorteil beim Überleben in prähistorischer Zeit. Fallen bauen, Feuer machen, bei Jagdexpeditionen das Beste aus neuen Gegebenheiten machen, Waffen erstellen aus dem, was die Gegend hergibt, um mehr Beute zu fangen und in der Wildnis überleben.

  4. Vielleicht sind Frauen ja auch entdeckungslustig – wenn es ums Persönliche geht.

    Der Unterschied ist eben, dass sich Männer mehr mit Dingen beschäftigen. Ist das bei unseren tierischen Vorfahren nicht auch so? Das Spielverhalten der Jungen ist zumindest geschlechtsspezifisch.

  5. Um den Bestand der Gruppe zu sichern, waren Frauen ständig schwanger und damit immobil umd in geschützten. Arealem ortsfest “ kaserniert“.
    Männer waren mobil, gingen auf Jagt umd mussten Kooperationverfahren und Technologien. entwickeln z.B. Speere als erste Fernwaffen. Die waren feinst ausgearbeitet hinsichtlich Materialauswahl, physikalischen Eigenschaften, die Ballistik musste beherrscht werden u.s.w. Deshalb die Präferenz für Dinge, Technologien usw.

    • Ich meine mich erinnern zu können, dass Frauen in dier grauen Vorzeit so alle vier Jahre schwanger waren. Also das würde ich nicht als ständig bezeichnen.
      Allerdings mit einem Kleinkind ist es wohl auch nicht so ganz einfach. Allgemein hatten die Menschen vor der Erfindung der Arbeitsorganisation wohl mehr Zeit für persönliches und das Spielen.

  6. Mir persönlich sind Leute lieber, die Modell-Eisenbahnen im Keller mit Signalanlagen steuern und dirigieren, als welche, die das aus Spaß an der Freude mit Menschen machen.

  7. Mal schauen was AnneNühm dazu sagt.

    Ich wette, sie hat ihre Interessen auch vom Vater/Mutter mitbekommen, denn auch Frauen sind bei entsprechender Sozialisation durchaus interessiert am Spiel und an der spielerischen Erforschung, also mehr Praxis statt Labor.
    Insofern bin ich immer wieder überrascht, wie sehr Feministinnen doch den eigenen Stereotypen gerecht werden und eher die Maulheldinnen sind und aus der eigenen Bubble heraus argumentieren, ohne jeden Praxisbezug, ohne sich auf Spiel mit den Geschlechtern einzulassen.

    Ich finde das Thema passt auch gerade sehr gut zu den aktuellen Ereignisse an der Ahr und anderswo. Die Tweets der Aktivistenschnalle Neubauer und deren Hofschranzen auf der einen Seite und das fossile Patriarchat mit dem Bergepanzer, Schläuchen, Pumpen, Baumaschinen um zu retten, was noch zu retten ist, auf der anderen Seite.

    Was den Spieltrieb der Jungs angeht, der großen und kleinen, wäre dies sicher mal wieder interessant sich die Männerquote in den Grundschulen anzuschauen und einen Zusammenhang zu finden zwischen der Entwicklung von Jungs und Mädchen unter Grundschullehrerinnen und dem wesentlich selteneren männlichen Gegenstück. Aber wer forscht schon zu Jungs/Männer? Wer will sich denn den male tears annehmen (immerhin werden Männer ja auch nicht gemobbt).

    P.S.
    persönliche Mitteilung: nachdem der Spiegel sich schon vor Jahren aus meinem Medienkanon verabschiedet hatte, ist jetzt auch zeit.de bei mir nicht mehr unter den seriösen Medien. Ja, das hat gedauert, andere waren da in ihrer Entscheidung schneller, aber ich vergebe gerne auch Chancen. Aber die Berichte sind mittlerweile einfach nur noch schlecht, die Sprache widerlich und der Informationsgehalt oft zweifelhaft. Dazu das unglaublich intolerante Gebaren im Kommentarbereich. Ich bin nicht alleine, oder?

    • Ich bin mit der „ZEIT“ fertig seit ihrer „Berichterstattung“ über männliche Femizid-Kultur in Deutschland. Die hatten damals auf einer Doppelseite im Telegrammstil die Taten von Männern aufgelistet. Das las sich etwa so:
      +++ Erstach seine Frau mit 47 Messerstichen +++ Schlug mit einem Hammer 23 mal auf ihren Schädel ein +++ zermalmte ihr Gesicht bis zur Unkenntlichkeit +++ Stach mit einem Schraubendreher 55 mal in ihre Brust +++ etc. usw.
      Mit keinem Satz wurde erwähnt, dass sowas 1. kein durchschnittlich männliches Verhalten ist und 2. solchen Blutrausch-Taten fast immer eine zwischenmenschliche Dynamik zugrunde liegt. Irgendwann war das Fass bei den Typen halt übergelaufen und sie sind durchgedreht.
      Ziel des ganzen Themen-Specials war es augenscheinlich, Männer aufgrund ihres Geschlechts pauschal als unberechenbar, gefährlich und psychopathisch darzustellen.

      Es gibt viele Frauen, die es gut beherrschen, Männer zur Weißglut zu bringen. Die haben halt mehr Übung, da sie ihre Zeit nicht im Keller an der Modelleisenbahn verbracht haben.

  8. Spielerisches Verhalten über das juvenile Alter hinaus gilt bei Tieren (z. B. Keas, Rabenvögel, Menschenaffen, Delfinartige usw.) laut verschiedenen Verhaltensforschern als Zeichen von (kreativer) Intelligenz. Insofern ¯\_ (ツ)_/¯

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